Repetitio est mater studiorum – Analyse zu Braunschweig

Analyse zu Eintracht Braunschweig – 1. FC Nürnberg 3:2 (1:2) – Der FCN dreht ein Spiel, gibt es dann wieder aus der Hand und muss dann in der Nachspielzeit den Punkt hergeben.
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Der Club begann personell auf zwei Positionen verändert: Nürnberger ersetzte den angeschlagenen Margreitter. Köpke stand anstelle von Lohkemper auf dem Platz. Neben Margreitter fehlte auch Sorg (Magen-Darm-Probleme) im Kader. Ihn ersetzte Noel Knothe. Damit saßen mit Krätschmer und Knothe zwei Innenverteidiger auf der Bank. Dazu mit Rhein ein defensiver Mittelfeldspieler und mit Dovedan, Schleusener, Lohkemper, Behrens und Singh jede Menge potentielle Offensiv- oder zentrale Mittelfeldakteure, die allesamt eher im Zentrum zu Hause sind. 

Der Blick auf die realtaktische Aufstellung zeigt dann auch, dass echte Flügelspieler – jenseits der Außenverteidiger – in der Herangehensweise Nürnbergs an diesem Nachmittag keinen rechten Platz gehabt hätten. Um Braunschweigs im Zentrum sehr dichtes 3-4-1-2 zu kontern, setzte Clubtrainer Robert Klauß auf ein in Mittelfeld und Angriff enges 4-3-3. Auf der anderen Seite wurden die Außenverteidiger viel breiter positioniert. Gerade vor der Halbzeit funktionierte auf der rechten Seite diese Herangehensweise sehr gut, immer wieder setzte Valentini Schlüter unter Druck, bereitete so auch Köpkes 2:1 vor.

Klauß‘ Wechsel in der Folge waren an sich positionsgetreu: Singh für Nürnberger, Lohkemper für Hack, Behrens für Geis und Schleusener für Köpke. Allerdings agierten alle Spieler deutlich weiter vorne als die Spieler, die sie ersetzten. Das lag aber an der Phase, in der sie zum Einsatz kamen, als der FCN in der Schlussphase wieder versuchte in Tornähe zu kommen, es auch zu einigen Abschlüssen schaffte, aber am Ende dann durch den Elfmeter in der Nachspielzeit das Spiel verlor.

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 zeigt die Passverteilung des FCN in Braunschweig. Man sieht deutlich, wo der hohe Ballbesitz des Clubs (67%) vor allem entstanden ist. Durch die Zuspiele zwischen den Spielern der Viererkette. So kamen die beiden Innenverteidiger des FCN zusammen auf fast 200 Pässe, von denen lediglich 19 für Raumgewinn waren und überhaupt nur 45 vorwärts gespielt wurden. Die Sicherheit, die dadurch phasenweise ins Spiel kam, ist nicht zu leugnen, allerdings sollte es durchaus der Einordnung für die hohen Ballbesitzwerte dienen. Des Weiteren zeigt die Karte auch, wie wenig Manuel Schäffler trotz des hohen Ballbesitz ins Spiel eingebunden war.

Grafik 2 stellt den Einbruch des FCN nach dem 2:2 grafisch eindrucksvoll dar. In der Viertelstunde nach dem Gegentor fiel die Angriffszahl des Clubs deutlich ab. Der Wert fiel sogar auf den tiefsten Teilwert beider Mannschaften. Die Verunsicherung, die man nach dem Ausgleich zu spüren glaubte, lässt sich anhand der Zahlen also sogar aufzeigen. Die Grafik zeigt übrigens auch, dass der Club insgesamt sogar weniger Angriffe als die Gastgeber fuhr. Gepaart mit der ersten Grafik zeigt sich schon deutlich, dass der Eindruck der Dominanz des FCN zum Teil auch nur durch die hohe Ballbesitzzeit im eigenen und mittleren Drittel entstanden ist und nicht durch gefährliche Angriffe. 

Grafik 3 zeigt dann auch alle Abschlüsse des FCN und dass nach der Pause eigentlich kein Abschluss des FCN mehr wirklich gefährlich war – außer mit Abstrichen der von Felix Lohkemper tief in der Nachspielzeit. Gleichzeitig sieht man an der Karte auch, dass keiner der sieben Abschlüsse des FCN von außerhalb des Strafraums aufs Tor kam – bei Braunschweig war es einer von fünf, der ging aber ins Tor. Für eine Erklärung der unterschiedlichen Werte in der Karte (xG vs. PSxG) gibt es vom Datenanbieter übrigens hier.

3. Einordnung

Die Diskussion nach dem Spiel bestimmte – verständlichermaßen – der Elfmeter, durch den der FCN das Spiel verlor. Ex-Bundesligaschiedsrichter Thorsten Kinhöfer kam zu dem Urteil: „Wenn von zehn Leuten nur ein, zwei auf den Punkt zeigen würden, darf man ihn nie und nimmer geben. Das gleiche Foul müsste auch im Mittelfeld immer geahndet werden und das wäre hier sicher nicht der Fall gewesen.“ Der Unmut der Beteiligten ist verständlich. Er ist aber von der Gesamteinordnung insofern zu trennen, als der FCN ja auch ohne den Elfmeter einmal mehr ein Führung abgegeben hatte und einmal mehr nach einem Gegentor die Ruhe und Ordnung verloren.

Natürlich könnte man die erste Halbzeit herausheben, wie der FCN sich nicht durch das Gegentor aus dem Konzept bringen ließ, einfach weiter spielte und zu Chancen und Toren kam. Allerdings ließe sich schon da die Frage stellen, inwiefern Braunschweigs Spielanlage mit Ballüberlassen und vielen langen Bällen dem Club nicht in die Karten spielte und es ihm einfacher machte, ins Spiel zurückzufinden. Dennoch lässt sich natürlich weder das erst einmal gedrehte Spiel wie auch die Tatsache, dass man in drei der letzten vier Partien zwei Tore erzielt hat, nicht wegdiskutieren und auch nicht klein reden. 

Genauso wenig lassen sich aber die Minuten in der zweiten Halbzeit nach dem 2:2 wegdiskutieren, in denen der FCN plötzlich überhaupt keine Angriffe mehr fuhr, man sich stattdessen in Phasen leeren, bzw. zu abwartenden Ballbesitz verlor. Selbst wenn man den – anhand der Analytics vertretbaren – Standpunkt vertritt, dass die Gegentore des FCN mit Sonntagsschuss und extrem fragwürdigem Strafstoß eigentlich „freakige Ereignisse“ sind, darf man nicht vergessen, dass die insgesamt zehn Gegentore der Saison auch „verdient“ sind und der FCN insgesamt zu viele gute Gelegenheiten abgibt. Dementsprechend muss – nach tatsächlich ordentlichem Start in die Saison – die Defensivarbeit in den Fokus rücken.

Darüber hinaus wirkt natürlich vieles nach Murmeltiertag, sowohl im Hinblick auf die letzten Spiele als auch auf die vergangene Saison. Um jene Murmeltiergeister zu vertreiben sollte man der Mannschaft möglichweise den lateinischen Sinnspruch aus der Überschrift näher bringen. Übertragen bedeutet er, dass die Wiederholung die Grundlage des Lernens ist. Das könnte gleichermaßen für die Fehler gelten. Allein der Lerneffekt muss sich auch einstellen.

4. Die Kennzahlen

Braunschweig   Nürnberg
3 Tore 2
2,00 expected Goals 1,18
12 Schüsse 15
3 Schüsse aufs Tor 4
1 Ecken 6
4 Freistöße 4
15 Fouls 12
10,3 PPDA 6,6
5,8 Challenge Intensity 8,7
14,0 Spieltempo 18,0
8 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 13
00:09 Ballbesitzdauer (Ø) 00:18

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Das ist niemals ein Elfmeter, auch wenn man sich das zehnmal anguckt. Selbst wenn da ein minimaler Kontakt, ist der halt längst nicht ursächlich fürs Hinfallen. Es ist jetzt leider schon das dritte Spiel, in dem wir einen Elfmeter gegen uns kriegen, der im Nachhinein nochmal bewertet werden muss. Dass wir so Punkte verlieren, ist sehr bitter. Wir waren zwar heute dominant und überlegen, aber am Ende wird das Spiel in den Strafräumen entschieden. Sie gehen durch einen Sonntagsschuss in Führung, beim zweiten Gegentor verteidigen wir schlecht. Wir haben insgesamt aus unserer Überlegenheit und unserem Ballbesitz zu wenig Kapital geschlagen. Wir wollten heute unbedingt diesen Dreier und hätten einen Sieg heute auch verdient gehabt.“

Daniel Meyer: „Es war ein relativ wildes Spiel. Wir hatten uns vorgenommen, Nürnberg etwas im Spiel zu pressen. Das liegt ihnen nicht so gut. Der Club kreiert die besten Möglichkeiten aus dem Umschaltspiel, deswegen wollten wir Nürnberg den Ball überlassen und haben die Bälle schnell hinten rausgespielt. Wir hatten gute Balleroberungen und gehen durch dieses Traumtor von Danilo Wiebe in Führung. In der Folge waren wir taktisch undiszipliniert, machen ganz einfache Fehler und liegen aus meiner Sicht unnötig zur Pause mit 1:2 hinten. Wir haben in der zweiten Hälfte mehr Torchancen bekommen und erzielen durch Martin Kobylanski den Ausgleich. Mit dem Elfmeter hinten raus haben wir ein stückweit glücklich den Siegtreffer noch erzielen können“

Lukas Mühl: „Für mich ist das viel zu wenig für einen Elfmeter. Ich wusste, dass er den Elfer will. So eine Situation wird nicht mal im Mittelfeld gepfiffen. Wir haben heute eine gute erste Halbzeit gespielt, können uns davon aber nichts kaufen. Wir wollten nach der Pause aufs 3:1 gehen, weiter kontrolliert spielen und die Lücken finden. Das war bei den beiden Toren gut. Das 2:2 war unnötig, weil wir das Spiel eigentlich im Griff hatten. Danach haben wir leider nicht mehr die notwendigen Räume gefunden.“

Lasse Schlüter: „Die Begegnung war ein auf und ab, es ging hin und her. Ich glaube, gerade als Aufsteiger ist es wichtig, zuhause die Punkte zu holen. Es war schön die Fans nochmal dabei gehabt zu haben, das hat uns heute nochmal bis zur 90. Minute gepusht. Mich trifft der Nürnberger oben und unten leicht. Von daher geht der Elfmeter meines Erachtens in Ordnung. Ich brauchte ein, zwei Aktionen bis ich im Spiel drin war. Dennoch war es ein rundum gelungener Auftritt von uns heute.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 3- 3 4   5,9/10
CU-Urteil: Alle drei Schüsse auf sein Tor waren drin. Die Gegentore wirkten unglücklich, aber wahrscheinlich nicht haltbar. Im Aufbau tatsächlich ohne Fehlpass.
Enrico Valentini 3- 3,5 4   6,8/10
CU-Urteil: In der ersten Halbzeit sehr engagiert, inklusive Torvorlage, danach deutlich ineffektiver.
Asger Sörensen 4- 4,5 4   6,9/10
CU-Urteil: Katastrophaler Stellungsfehler vor dem 2:2. Sonst eigentlich sicher in den Duellen. Unpräzise, wenn seine Bälle Raumgewinn erzielen sollten (vier von elf angekommen).
Lukas Mühl 4 3 3   6,4/10
CU-Urteil: Unglücklich, dass er den späten Elfmeter gegen sich gepfiffen bekam. Immer mal wieder leichte Wackler ohne schwere Fehler.
Tim Handwerker 4 4 4   6,7/10
CU-Urteil Lief sich oft fest, gewann nur zwei von acht Duellen mit Ball am Fuß, spielte von allen Nürnbergern die meisten Rückpässe.
Johannes Geis 3 3,5 3   6,8/10
CU-Urteil: Hatte das übliche Problem, dass seine langen Bälle zwischen toller Übersicht und ins Nirvana oszillierten. Defensives Stellungsspiel war auch etwas verbessert.
Fabian Nürnberger 4 3 4   6,1/10
CU-Urteil: Tat sich schwer, sich nach vorne durchzusetzen, Spiel lief insgesamt etwas an ihm vorbei.
Tom Krauß 4 4 4   6,4/10
CU-Urteil: Arbeitete solide nach hinten, nach vorne mit wenig Impulsen, insgesamt wenig Zweikampfhärte gerade in der Luft und um den freien Ball.
Robin Hack +4 3 4  

6,8/10

CU-Urteil: Hervorragender Pass zur Vorlage zum 1:1. Im Aufbau relativ sicher, aber mit erheblichen Schwächen in den Duellen ( 2 von 6 gegen den Ball, 2 von 7 mit dem Ball, 0 von 2 in der Luft, 0 von 3 um den freien Ball).
Pascal Köpke 2- 2 2   7,8/10
CU-Urteil: Bei zwei Toren kann man einem Stürmer nicht allzu viel vorwerfen. Allerdings sei einschränkend gesagt, dass er – außer bei den Defensivduellen (2 von 3) ähnliche Duellquoten wie Hack vorzuweisen hat.
Manuel Schäffler 4 4,5 5   7,0/10
CU-Urteil: Das Spiel lief weitgehend an Schäffler vorbei, der in vorderster Linie meist verhungerte, spielte in 90 Minuten ganze sechs Pässe.
Sarpreet Singh 6,6/10
CU-Urteil: Kam in der 73. Minute für Nürnberger, hatte einige mutige, aber dadurch auch nicht ankommende Ideen.
Felix Lohkemper 6,6/10
CU-Urteil: Kam in der 80. Minute für Hack. Beste Nürnberger Chance in der zweiten Halbzeit in der 95. Minute, sonst wenig eingebunden.
Fabian Schleusener 6,6/10
CU-Urteil: Kam zu spät (86. für Köpke) für eine Einschätzung
Hanno Behrens 6,2/10
CU-Urteil: Kam zu spät (86. für Geis) für eine Einschätzung.
           
CU-Urteil:  

27 Gedanken zu „Repetitio est mater studiorum – Analyse zu Braunschweig

  • Mach doch mal eine psychologische Analyse. Kennst niemanden der so was machen könnte?
    Ich denke die Ursachen für die Misere liegen in den Köpfen. Hirn und Mund. Also Psycho und Ernährung.
    Der Handwerker ist sehr eifrig und engagiert, aber er hat eine resignativ-deprimierte Körpersprache.
    Mir kommt es auch so vor, als ob die Gegner im „Nahkampf“ immer fixer sind. Das kann auch mit der Psyche zusammenhängen, weil depressive Verstimmungen das Hirn langsamer machen sollen. Der Geis kommt mir auch eher verzweifelt vor.
    Für Spieler, die in einer Karrierekrise zum Club kommen brauchst einen guten Psycho. Ich empfehle da, sich mal in Niederbayern um zu sehen. Ich mag deren Art aus Seelenruhe und Biss.
    Ich habe gestern eine Halbzeit Hertha gegen Wölfe gesehen. Da stehen viel kräftigere Männer auf dem Platz. Also Ernährung.

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    Antwort
  • Murmeltierspieltag Nr. 6, immerhin erspart das Euch bei CU einiges an Arbeit, da könnt Ihr einfach Großteile der alten Beiträge guttenbergern und mit suchen/ersetzen sind doch quasi nur die Gegnernamen auszutauschen, unsere Protagonisten bleiben im großen und ganzen eh gleich.

    Ist doch prima, wie das in der neuen Saison zuverlässig gleich zur vorherigen abläuft. Uns als Fans erspart das ab jetzt auch viel Aufregung, es gibt absolut kein Anzeichen, das irgendetwas automatisch besser werden könnte, weder von den Auftritten, der Kondition oder Konstitution, der Eingespieltheit oder etwas anderem.

    Phil Conners in Punxsutawney in Pennsylvania entkam der Zeitschleife irgendwann mal, als er heruasfand, daß er seiner Angebeteten gutes tun muss, beim Club kann ich da keine Anzeichen dafür sehen. Wir haben also weiterhin Geduld und warten auf den Ausgang der Saison, ob doch wenige Zeptometer Unterschied zum Ablauf der Vorsaison am Ende rauskommen und wir dann entweder direkt absteigen, wieder in die Relegation gegen Ingolstadt dürfen oder dieses Mal doch einige Konkurrenten ein Einsehen haben und uns die letzten Plätze alle vorwitzig wegnehmen.

    Oder waren die Auftritte gegen die eher schwächeren Zweitligamannschaften eine meisterhaft inszenierte Verschwörung, um die besseren Gegner unserem Team gegenüber zu überheblichen Auftritten zu verführen?

    Nur Geduld, wir werden bald alle noch viel schlauer werden.

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    Antwort
  • Wir haben doch einige Germanisten hier?
    Wie nahe stehen sich denn die Worte
    GEDULDEN
    und
    ERDULDEN
    denn so sprachlich?
    Kann das jemand bitte mal erklären?

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    Antwort
    • Langmut. Ich wäre für Langmut. Ein alter Begriff, weil alles schon so lange andauert.

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      Antwort
    • Bin zwar weder Germanist noch Lateiner (trotz mit Mühe und Not erreichtem Großem Latinum), aber „patientem esse“ und „tolerare“ scheinen mir sprachlich doch weit auseinander zu sein. Und schon hab ich wieder Polt im Ohr… https://youtu.be/-pJA5mbtkUo

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      Antwort
    • @Herbertgerbert

      Gerne erkläre ich Dir das. Die Zeit nehm ich mir gerne.

      ETWAS ERDULDEN unterliegt einem gerüttelt Maß an Subjektivität. Kann somit also positiv oder negativ ausgelegt werden. Was der eine nicht mehr erdulden mag, ist für den anderen womöglich Ehrensache.
      Beispiel: Schon zum zweiten Male hat sie ihm die Pasta nicht al dente serviert! Das konnte er nicht mehr erdulden – er trennte sich von seiner durchaus attraktiven Frau.

      SICH GEDULDEN ist auch objektiv betrachtet etwas Positives. Eine Tugend so zu sagen.
      Beispiel: Er weiß, dass es ein steiniger Weg wird aufgrund vieler Versäumnisse in der Vergangenheit, aber er geduldet sich zum Wohle der guten Sache.

      Ich hoffe, ich konnte Dir weng weiterhelfen. 😉

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      Antwort
      • Danke für den Erklärungsversuch. Aber hängt das jetzt für uns Clubfans nicht direkt sachlich aneinander und zusammen, wenn auch vielleicht nicht in der Zeitschiene?

        Wir erdulden die jetzigen Auftritte der Mannschaft mit viel Geduld.

        Das heisst, jetzt haben wir viele Schmerzen beim Zusehen, die durch das Mittel der Geduld in der Zukunft dann vergehen, weil dann das Zusehen wieder Spaß machen wird?

        Oder kann da auch etwas Godot mitreinschwingen?
        Wir haben beim Erdulden viel Geduld, bis Godot endlich eintrifft und den Club wieder zu einem führenden Fußballverein im Bundesland machen wird.

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        Antwort
          • Verrat halt nix vorher, alter Spoiler.

            P.S.: Speyside Witzkies schmecken mir fei gar nicht, hab ich festgestellt. Viel zu „süß“.

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            Antwort
            • Sorry, das war bei einem so jungen, unbekannten Stück tatsächlich a weng unfair.
              Bezüglich Spyeside: Offensichtlich hattest Du noch keinen Glenfarclas 105. Der hat schlappe 60 %, da hauds der echd di Hörner raus, würde Seidla-Siggi sagen (und mehr als Zwaafuchzich verlangen – naja, ich hatte ihn geschenkt bekommen, war also sogar noch billiger).

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            • Dass Speyside zu süß ist, kann man so pauschal nicht sagen, Du würdest ja auch nicht unser fränkisches Landbier in einen Topf werfen.

              Es stimmt zwar, dass es die Tendenz zu milderem Charakter gibt, aber auch, dass einige der besten Whiskies dort beheimatat sind – nicht zuletzt der Rolls Royce unter den Whiskies, der auch als James Bonds Lieblingsmarke bekannte Macallan.

              Ich persönlich bin ein Fan von „The Balvenie“, ob mit Rum Cask Finishing oder Eichencharakter, hat mich noch nie enttäuscht.

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                • Man kann die Plörre zwar nur als Notlösung im Urlaub gebrauchen, aber als Engländer ist das ja schon nahezu eine Verbesserung 😀

                  wobei… ich habe da durchaus auch interessante „Real Ales“ (von lokalen Kleinbrauereien) kennengelernt. Aber auch ungenießbare. Glückssache 😉

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                • Man kann die Plörre zwar nur als Notlösung im Urlaub gebrauchen, aber als Engländer ist das ja schon nahezu eine Verbesserung

                  In 90% der englischen Pubs bekommt man deutlich bessere Biere als in deutschen Kneipen und die Auswahl ist auch signifikant größer. Dass England schlechte Biere hätte ist eine ähnliche urban legend wie, dass das Essen dort durch die Bank schlecht sei. Mir schmeckt auch nicht jedes englische Bier, allerdings ist es meist ein Zeichen von Qualität, weil echte Geschmacksunterschiede vorhanden sind, wenn einem ein Bier gar nicht gefällt. Selbst Großbrauereien wie Newcastele Brown Ale sind geschmacklich ausdruchsstärker als die deutschen Supermarktbiere.

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                • Das ist allerdings wahr, und meistens sind sie auch nicht mehr lauwarm 😉 . Vielleicht etwas wärmer als bei uns, aber durchaus angenehm zu trinken.

                  Ich meinte das auch eher ironisch, mit dem Klischee spielend. Ich habe großen Spaß daran, in den Pubs möglichst viele Sorten zu proBieren (wie das Wort schon sagt).

                  Jeder Pub hat meist allein 4 – 6 Sorten an diesen urigen Pumpzapfhähnen und noch einige mehr in Flaschen. Ich habe meistens nach Bier mit „bitter taste, not sweet“ gefragt und bin damit fast immer gut gefahren.

                  Ja, auch die Industriebiere passen, das Newcastle ist mir zwar ein wenig zu süß und malzig, aber z.B. John Smith finde ich recht gut. Gibt es in fast jedem Pub.

                  (Seufz, wird Zeit mal wieder auf die Insel zu kommen!) F…ck Corona!

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        • @Herbertgerbert

          Hm. Seh ich ned so. Das mit der Zeitschiene. Weil man ja nicht einfach so in einen anderen Verhaltensmodus switcht. Von passiv rüber zu aktiv. Wäre ein komischer Move.

          Das „etwas erdulden“ ist passiv. Du nimmst es hin oder halt nicht. Die Raststätte Weiskirchen hat auf dem Weg zum Auswärtsspiel nur fucking Fernsehbiere im Angebot. Doch Du hast Durst – erduldest Du es? Nimmst Du es hin? Pest oder Cholera?

          Das „sich gedulden“ ist aktiv. Du kannst Dich dafür aktiv entscheiden. „Sich gedulden“ ist frisch und frech und fröhlich und frei. Hey, Baby, ich sag’s Dir gleich – ich bin fei verdammt geduldig, weißt schon.

          Geduldig ist das neue Cool.

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          Antwort
          • Wenn ich Durst auf etwas weg vom Mainstream habe, dann gedulde ich mich, bis zum nächsten gut sortierten Getränkemarkt. Erdulden tue ich hier aktiv entweder den anhaltenden Durst oder den schlechten Geschmack.

            Sich gedulden hat etwas von MÜSSEN. Das freie, entspannte, schöne Warten nenne ich eher „sich Zeit nehmen/lassen.“ Wer will sich schon gedulden. Das hat eine deutliche Konnotation von „Vertröstet werden“, eindeutig passiv, ohne Einfluss auf die Dauer.

            Also gerade andersrum…

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            Antwort
            • A propos nächster gut sortierter Getränkemarkt. Falls ihr in der Gegend seid empfehle ich Rewe in N-Boxdorf. Der Betreiber ist Fan fränkischen Bieres und entsprechend erfreulich ist das Sortiment. Dazu gibt’s ein faires Probier-Angebot mit 6 Flaschen freier Wahl im Kartonträger für 5,99.

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              Antwort
              • Danke für den Tip, hier meine dazu:
                – Sedats Schlückla in Behringersdorf, ehemaliger Pächter der Supol in Erlenstegen und fränkischer Bier-Papst der ersten Stunde
                – LBP Getränkemarkt in der Südstadt Nähe Allersberger Straße sowieso
                – EDEKA Waldstraße in Fürth, nach Neubau einer riesigen neuen Edeka mit Schwerpunkt auf Feinkost, wurde in die alte EDEKA lt. eigener Aussage Deutschlands größter Getränkemarkt gebaut
                – Für Spitzenberatung rund um Alkoholika gehts zur Fruchtecke, Groß- und Einzelhandel, jetzt im schmucken Neubau an der Pyramide nahe der Stadtgrenze
                – und sowieso alle Markgrafen und Fränky Getränkemärkte, der Markgraf in Schborch hat eine sehr schöne Auswahl auch an Bieren aus der OPf

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                Antwort
  • Respekt: der Kicker bezieht diesmal klar Stellung und gibt dem Pfeifenaugust die Note 6. „unberechtigter Elfmeterpfiff […] auf die Theatralik hereinfiel […] trotz Eingriff des VAR auf seiner Ansicht beharrte“

    Da bleibt kein Zweifel offen. Auch Kinhöfer hat das ja klar als Fehlentscheidung beurteilt.

    Nur kaufen können wir uns davon nichts.

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    Antwort
    • Ich bleibe dabei und das sage ich seit Jahren: wir müssen das auf eine Agenda bringen und eine „Kampagne“ starten. Streich heult in der Öffentlichkeit seit Jahre rum – in der Konsequenz, dass Freiburg wohl die meisten Elfmeter und strittigen positiven Entscheidungen aller Vereine bekommt. Ein Hecking muss in einer PK nur mal die krassen Fehlentscheidungen seit Aue aufzählen. Das kann doch kein Zufall sein, dass entweder der VAR falsch gegen uns entscheidet, oder sogar der Schiedsrichter den richtigen VAR-Einspruch gegen uns falsch overruled – und das sogar gegen die größten Krauterer. Es wird sich nicht ändern, wenn wir hier den Druck nicht erhöhen.

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      Antwort
      • Gegen Fortuna ist wieder SR Alt am Start ( Darmstadt (H)Horrorsaison ).
        Nein ist noch nicht sicher.

        Streichs Lieblingssatz nach einer Benachteiligung in 96 Spielen lautet dann (habe den 3mal in zehn Jahren gehört).
        „Wahnsinn was mit uns gemacht wird“.

        Auch der der jetzige DFB Chef hat mit seinen Aussagen SR häufig unter Druck gesetzt.

        @ Andre gehe doch mal die FCN Saison 2007 / 08 durch wenn Du dich wie ich quälen willst.

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        Antwort
  • Kinhöfer hat Recht daß viel mehr über die dauernden Versuche den SR zu täuschen berichtet werden
    müsste. Es macht so keinen Spaß mehr.

    Wenn der FCN dabei ist von 22 Spielern zu sprechen die Täuschungen versuchen ist aber falsch.
    Lohkemper z, B. wird auf Pauli fast das Trikot zerrissen von seinem gelb vorbelasteten Gegenspieler
    und er bleibt trotzdem stehen.
    Habe die letzten 42 FCN Matches keine Sekunde verpasst und habe z B. weder von Mühl oder Sörensen
    Defensivschwalben gesehen. Auch Frey ist immer stehengeblieben.

    Ist das jetzt fair oder nicht clever ?

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