Nürnberg verliert Derby gegen Fürth am Ende knapp.

Der 1. FC Nürnberg verliert das Derby gegen den Nachbarn und macht ihn zum Tabellenführer, ein Remis wäre aber möglich gewesen.

Ein Spiel wie erwartet. Der Club beginnt zwar personell offensiv, taktisch aber treu seinem Ansatz des schnellen Umsatzspiels. Fürth nahm die Rolle des Spielmachers an und spielte auch so wie ein Favorit in so ein Spiel geht: Aktiv, Bälle fordernd, immer eine Chance suchend. Und kaum 4 Minuten gespielt war das auch schon erfolgreich, Nielsen nach perfektem Schnittstellenpass allein und eiskalt vor Mathenia (0:1).

Doch der Club fand eine Antwort. Hack wird von Mühl frei und nicht im Abseits angespielt und zieht zur Grundlinie, um von da Schäffler zu bedienen, der gegen die Laufrichtung des Keepers zum Ausgleich einköpft (1:1).

Danach ein Spiel ohne große Höhepunkte, da man Fürth halbwegs aus dem Strafraum halten konnte und die Konter nicht zu Ende gespielt werden konnten – ausgenommen eines Schusses von Hack und einigen Halbchancen der Gäste. Der Club versuchte vor allem Hrgote hart anzugehen und bekam von Schiri Brych dazu weitgehend freie Hand. Gegen Ende der Halbzeit dann doch noch das Tor, nachdem man wieder Nielsen frei zum Tor ziehen lässt und der sich mit einem platzierten Schuss bedankt (1:2).

Nach dem Seitenwechsel (Dovedan kam für Nürnberger) blieb Fürth die dominante Mannschaft und holte sich früh die vermeintlich sichere Führung nach feiner Kombination durch die gesamte Nürnberger Hintermannschaft. In der Folge musste man sogar ein Debakel befürchten, Fürth mit diversen Chancen auf das 1:4, doch der Deckel war noch nicht drauf. Und Dovedan, davor erst lange unauffällig, dann mehrfach im Blickfeld, nutzte einen Blackout und Ausrutscher von Sarpei im eigenen Strafraum zum 2:3. (79.)

Klauß brachte Schleusener und Behrens und der FCN drängte nun auf den Ausgleich, der auch mehrfach in der Luft lag, dem Gastgeber aber nicht vergönnt war.

Ein unter dem Strich verdienter Erfolg der favorisierten Fürther, die ihre bessere und reifere Spielanlage bis zum 2:3 demonstrieren konnten. Ein Remis wäre allerdings am Ende auch nicht komplett verkehrt gewesen und die Chancen dazu auch da.

Der Club bleibt mit 10 Punkten auf Platz 13 nach 9 Spieltagen in der unteren Tabellenhälfte. Zwei frühe Gegentore machten die Striche durch alle taktischen Matchpläne. Da man trotzdem wieder zweimal traf bleibt zu konstatieren: Die Baustelle bleibt die Defensive.

46 Gedanken zu „Nürnberg verliert Derby gegen Fürth am Ende knapp.

  • Sicher, Fürth hat 15 Minuten am Ende in den Reservegang geschaltet.

    Aber ein Remis wäre aus meiner Sicht völlig unverdient und das absolut verkehrte Ergebnis gewesen.

    Eher ein 3:6, denn wenn man dem Club noch ein weiteres Tor zuschieben möchte, dann auch dem Gegner.

    Das war mir für ein Derby über lange Strecken viel zu wenig, ganz jenseits von dem, was man ihnen nun an Limitiertheit ins Gepäck stecken will…

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    • Verdient definitiv, ein Remis wäre es aber auch. Deckel nicht draufmachen gehört auch beim Gegner zum Kritikpunkt wie auch bei der Kritik am Club. Am Ende hatte man 2-3 Chancen, die den Ausgleich hätten bedeuten können. Fürth war auch 80 Minuten lang wirklich gut.

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      • Aktuell sind die Fürther zurecht Tabellenführer, die spielen bislang eine beindruckende Saison.

        Ich sehe es eher als: Fürth hat den geschlossenen Deckel kurz aufgemacht (2:3), ernsthaft in Gefahr sah ich keine mehr für deren 3er.

        Was mir in Erinnerung geblieben ist: Hacks Riesenchance in Halbzeit 1, die muss er machen…

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    • Sehe ich genauso – wenn die weiter spielen bekommen wir 10. Die Abwehr ist ein Desaster und es wird noch schlimmer wenn Klauß den Krauss auch noch mitten rein stellt. Die waren bei beiden Toren überfordert wer ran gehen muss. Völlige Fehleinschätzung ohne Verstärkungen in der Defensive die Saison anzugehen !

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  • Kann kein Trainer dieses Team Feuer geben ?
    Abstiegskampf bis Spieltag 34 bei 96 oder was ?
    Bin total bedient.

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  • Denke das nicht viel mehr drin ist als Platz 9 bis 13.
    Die Defizite wurden doch nicht nur heute sichtbar.
    Der Kader gibt nicht mehr her. Eine Folge der letzten Jahre.
    Hoffe das dem Trainer Zeit gegeben wird. Denn er macht mir nen vernünftigen Eindruck.
    Viele Probleme bei unserem Club.

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    • Platz 9? Der ist für mich sehr schlecht vorstellbar. Eine freundlich begleitende Defensive mit wenig Lust in Zweikämpfe zu gehen, da geht es wieder gegen den Abstieg. Immerhin trifft jetzt vorne die Offensive das Tor, da finde ich, ist eine leichte Verbesserung zur Vorsaison aktuell sichtbar.
      Ansonsten ist das im großen und ganzen derselbe Stiefel wie letzte Saison. Ist doch auch klar, sind doch auch dieselben Protagonisten, die da den Ball durch die Gegend spielen. Sogar eher minus einem guten Innenverteidiger und einem guten 6er.
      Warum soll dann das Personal auf einmal besser spielen und sein?

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  • Unabhängig von den spielerischen Defiziten, aber was Einsatzbereitschaft, Wachheit und mannschaftliche Geschlossenheit angeht – also die Basics – war es nicht nur heute schlichtweg zu wenig. Zwar erwartet man in einem Derby längst keine Truppe mehr, die mit Schaum vor dem Mund auf den Platz kommt, aber es wirkt erschreckend gleichgültig. Stellvertretend steht hier das 1:3, als erst Geis wie ein Schuljunge den Ball verliert, um dann alibimässig hinterherzutraben und dann Mühl dilettantisch seinem Zweikampf verliert und nicht einmal ein Foul versucht.

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  • Einen wunderschönen guten Tag und willkommen zur PK habe ich gerade auf fcn. de gehört.
    Ich habe bis zur Schiedsrichtemeldung in Paderborn fertig.

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  • Ich war leider familiär verhindert aber paar Eindrücke im Nachgang reichen mir schon wieder, wenn diese Mannschaft den Derbycharakter einfach nicht annimmt und wir haben seit mittlerweile Jahren keine 2 Spiele nacheinander mehr gut gespielt. Im Enddefekt wie letztes Jahr, da hieß auf dem Papier Osnabrück nur Hannover.

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  • Das grosse Wunder war`s wohl keins,
    so sagt die freche Göre:
    Denn Greuther Fürth steht auf Platz eins…..
    Der Club schaut in die Röhre.

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  • Die Mannschaft schwimmt in der Abwehr, gewinnt im Mittelfeld viel zu wenig Zweikämpfe und spielt, wenn überhaupt, viel zu kompliziert nach vorne. Ohne Schäffler wäre uns eine Platz in der Abstiegszone schon jetzt sicher. Völlig verdiente Niederlage einer emotionslosen Truppe, die bestenfalls alle 4 oder 5 Partien eine anständige Leistung abzurufen in der Lage ist. Ganz schlechte Prognose für die nächsten Spiele. Nimmt man dann noch die Höhe des Etats im Vergleich zu Teams wie der SpVgg Vorstadt, dann kann es einem nur übel werden. Das Preis/Leistungsverhältnis war selten schlechter…….

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  • Ein kleiner Trost: Mit der heutigen Niederlage ist wenigstens die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass der Club in der nächsten Saison nicht wieder gegen Fürth antreten muss.

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  • Man muss es einfach anerkennen, dass die Fürther eine Klasse besser sind wie unsere Purschen. Die Fürther sind grün, aber unsere Spieler sind noch sehr grün hinter den Ohren. Aber halt, der Reporter sagte, dass die Fürther die jüngste Mannschaft der Liga hat. Da kann ich nur sagen Respekt vor dieser fürther Leistung. Da hat der Neuaufbau in kurzer Zeit durchgeschlagen. Und vorallem der Wille zu gewinnen ist beeindruckend. Man merkte, dass die Fürther Spaß am Spielen hatten. Was uns bleibt, ist wieder mal die Hoffnung, dass es das nächste mal besser wird. Wenn nein, dann vielleicht das übernächstemal. Gute Nacht beisammen.

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    • und drei gebürtige Nürnberger im Team…beim Alter sind es nur 1,5 jahre Unterschied.

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      • Ein grosses Problem sind nach wie vor die Außenverteidiger. Handwerker mutlos in ein 1:1 zu gehen, ohne Zug zur Grundlinie und ausser Form, Valentini mit der Bürde der Kapitänsbinde oder schlichtweg über seinem Zenit?
        Die Entscheidung ihn zum Kapitän zu machen, sehe ich kritisch.
        Zu viele Tore in dieser Saison sind über seine Seite gefallen.
        Zudem die fehlende Zweikampfhärte, gepaart mit Galligkeit im Mittelfeld, fehlender Körperlichkeit lassen nix Gutes erahnen.
        Trotzdem sage ich mal, der FCN steigt nicht ab und Fürth nicht auf. Die Psyche ist so unglaublich wichtig, egal welche Sportart. Und mit so einem Lauf, den die Fürther sich sicherlich hart erarbeitet haben und auch verdient haben, spielt es sich ganz anders, als mit einem ständig über der Mannschaft schwebenden Damokless Schwert des Misserfolgs der letzten beiden Spielzeiten. Sowas schüttelt man eben nicht über Nacht aus den Klamotten. Klaus hat da schon Recht, wenn er sagt, dass der Prozess seines neuen Systems Zeit braucht.
        Ich erinnere daran, dass Fürth auch gegen Ende der letzten Spielzeit fast gar nix mehr gerissen hat. Fast jedes Spiel verloren. Hängen wir also diese Niederlage nicht zu hoch, das Spiel hätte durchaus auch 3:3 ausgehen können, auch wenn das unverdient gewesen wäre.
        Die Fürther sind in erstaunlicher Frühform.
        Auch die werden in eine Phase kommen, in der es mal nicht so läuft.
        Und ebenso kann es auch andersrum mal für den FCN positiv laufen. 3,4 Spiele gewinnen und schon gelingen Aktionen, die Wochen vorher nicht gelungen sind, gehen Schüsse in den Kasten, die Wochen vorher knapp vorbei gesegelt sind oder der Pfosten einen Torerfolg verhindert hat.
        Das etwas passiert und die Mannschaft da raus will, ist Phasenweise zu erkennen. Es bleibt allen, Mannschaft, Trainer und Fans, auch nix anderes übrig, weiter an eine Wende zum Positiven zu glauben und sich das Glück zu erarbeiten. Ich behaupte sogar, wenn die Jungs aus diesem ‚Negativlauf‘ rauskommen, wird eine starke Mannschaft daraus werden. Und Hecking wird im Winter sicherlich noch an ein paar Stellschrauben drehen, also weiter geht’s……

        Antwort
        • Zitat Jonny De Beukelar:

          „Die Entscheidung ihn [=Valentini] zum Kapitän zu machen, sehe ich kritisch.“

          Wieso?

          Das ist doch ein sympathischer junger Mann. Mit einer sehr gepflegten Frisur, die auch in der Hitze des Zweikampfes einen erstklassigen Stand hat.

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          • Richtig. Nürnberg, Derby, 29.11.20,75. Minute, die Frisur sitzt dank 3 Wetter Taft.
            Genau das ist das Problem, welches der Trainer hat.
            Sorg eventuell besser in Form, aber den Kapitän auf die Bank setzen?
            Auf dieser Position sind wir leider schlechter besetzt. Da fehlt Dynamik und Geschwindigkeit.

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          • Das finde ich unsachlich und wenig respektvoll in Richtung Valentini. Und das haben wir uns immer auf die Fahnen geschrieben.

            Enrico ist ein guter Junge, dessen Herz für den Club schlägt. Seine Leistung darf man kritisch sehen (wobei ich sie nicht so kritisch sehe wie offensichtlich einige andere), aber es legitimiert nicht zur Diskreditierung.

            Im Übrigen hat ihn die Mannschaft zum Kapitän gewählt. Das war sicher auch kein schlechter Schachzug von Klauß, wenn er auf der Position eine Veränderung gewünscht hat und nicht gleich als Königsmörder in sein neues Amt starten wollte. Dann lieber eine demokratische Abwahl. Und dass Enrico als Typ ein guter Kapitän sein dürfte, sehe ich absolut. Und sein Einsatz auf dem Platz ist auch in Ordnung.

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              • Kann man so sehen, wenn man meint. Ist in der Kicker-Notenliste gleichauf mit Handwerker und noch vor Sörensen.

                Allerdings sollte man auch bedenken, dass ein Verteidiger oft nur so gut ist wie sein Vordermann ihn unterstützt…

                Und: Enrico war gerade erst in der Elf des Tages.

                Kritik darf man äußern, alles in Ordnung, kann man auch vertreten. Nur die Person muss man deswegen nicht diskreditieren. Das ist alles was ich noch dazu sagen wollte. Punkt.

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                • Ich denke mir schon seit langem(Jahre), was unsere Scoutabteilung eigentlich so macht…
                  Wenn ich mir die gestrige Fürther Mannschaft so angesehen habe, da waren so viel “ unbekannte“ junge Spieler(im Gegensatz mit unserer Elf), kombiniert mit 3,4 erfahrenen Spielern auf dem Platz, und das war eine MANNSCHAFT MIT SPIELFREUDE !
                  UND ! Mit einem erheblich niedrigeren Etat wie bei uns und die Fürther bringen das schon seit Jahren ….warum geht das bei uns denn nicht???
                  Vielleicht kann mir das einer von Euch erklären?

          • Das Thema Frisur bei Enrico Valentini wurde ja von Belschanov angesprochen und ich habe dazu eine leicht ironische Bemerkung gemacht. Er ist sicherlich nicht der einzige bei dem die Frisur in der 80 Minute noch sitzt. Ein bißchen Spass wird ja noch erlaubt sein. Dass Valentini eine feiner Kerl ist und sich voll und ganz mit dem FCN lidentifiziert, steht außer Frage. Mir ging es rein um die sportliche Seite und da bleibe ich dabei : Seine Leistungen in dieser Saison schwanken zu sehr, und bei genauer Betrachtung fällt auf, dass die meisten unserer Gegner die rechte Seite als Schwachstelle ausgemacht haben und viele ihrer Angriffe über diese Seite laufen.

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    • Genauso ist es beim Club schon seit der Abstiegssaison unter Köllner – Abwärtstrend und Stagnation wechseln sich ab, begleitet von der vergeblichen Hoffnung, dass irgendwann (am nächsten Spieltag, nach der Winterpause, in der neuen Saison, etc.) doch noch alles besser wird…

      Vor der Saison gab’s ja so einiges zu hören: Der Last-Minute-Nicht-Abstieg hat die Truppe sicher zusammengeschweißt! So etwas kann Kräfte freisetzen! Wir vertrauen der (punktuell veränderten) Mannschaft und wollen am Transfermarkt nicht mehr weiter aktiv werden!

      Und nachdem inzwischen ein Viertel der Saison vorbei ist, ist alles beim alten – wenn man davon absieht, dass der Club derzeit sogar noch schlechter dasteht als unter Canadi (nach 9 Spieltagen).

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  • Derby? Ich habe heute bei strahlendem Sonnenschein eine Wanderung mit der Liebsten der TV-Betrachtung des Heimspiels vorgezogen. Beim Anblick der TV-Bilder nach 23.45 (!) und des unsäglichen und kenntnisfreien Geplappers von Moderator und Duz-„Experten“ Tusche habe ich wohl alles richtig gemacht.
    Derby-Niederlagen zu Hause sind ja nicht wirklich mehr überraschend, die Art und Weise, wie der Club sich die Tore einfängt allerdings schon. Wobei das 0:1 wirklich kaum zu verhindern war, das 1:2 und das 1:3 allerdings nicht nur fahrlässig, sondern überaus stümperhaft zugelassen wurden. Und wenn dann auch in der Offensive nicht jeder Schuß ein Treffer ist, kannst Diu halt auch nicht gewinne.
    Aber klar, in dieser 2 Liga ist und bleibt alles eng beisammen. Nicht auszudenken, wenn der Club das heutige Spiel gewonnen hätte: der Club wäre auf Platz 9 und nur vier Punkte hinter dem Tabellenführer (HSV).
    Bleiben wir also weiter geuldig und hoffen, dass wir irgendwann eine Handschrift von Klauß erkennen können. Ein gleichermaßen aggressiver und spielstarker 6er ist meiner Meinung nach immer noch die größte Baustelle im Kader.

    Antwort
  • Da wurde gestern wohl jemand vorgeFÜRTH.
    Entweder der Club beginnt schwach und kommt erst in den letzten 10 Minuten auf Betriebstemperatur oder man lässt nach und verspielt 6 Mal eine Führung.
    Der Abstiegskampf hat den Club wieder voll im Griff.Wünsche gute Besserung und jeweils 3 Punkte in Paderborn und Würzburg.Wie man so wie Holstein Kiel,gestern in 4 Minuten drei Tore schiesst,wird uns dann hoffentlich an der Ostsee erspart bleiben.

    Antwort
    • Zitat Manni der Libero:

      „Nicht auszudenken, wenn der Club das heutige Spiel gewonnen hätte: der Club wäre auf Platz 9 und nur vier Punkte hinter dem Tabellenführer (HSV).“

      Genau das wär’s gewesen. Aber man darf sich von dieser Mannschaft ja nichts erwarten…

      Antwort
  • Hecking hats ja neulich erst gesagt wir müssen wieder besser Fußball spielen und Fürth hat uns gezeigt wie das aussieht. Hart gesagt wir sehen hier seit Jahren Rumpelfußball, sind eine der heimschwächsten Mannschaften im ganzen Profifußball und unser Nachbar Fürth zeigt uns wie Fußball „spielen“ geht und wie so oft behauptet wird nicht nur eine Frage des großen Geldes ist. Ich habe das Spiel nicht gesehen aber die Ausschnitte auf Blickpunkt Sport und DAZN mit welcher Leichtigkeit und Spielfreude Fürth seine Tore herausgespielt hat, das war schon fast eine Ohrfeige.

    Antwort
  • Ich hab die Lösung. Ist doch ganz einfach: Scouts entlassen, Einsparen und etwas Geld besorgen, 10 Fürtxxx kaufen, oben mitspielen. Junges Team, dass uns mind 5-7 Jahre Freude macht. Der alte Bayern Trick sollte auch bei uns funktionieren, zumal Geld ja die Bundesliga dominiert.

    Antwort
  • Ich habe die Heimderby-Statistik des 1.FCN bis 1999 verfolgt, dann sieht das so aus, wenn ich mich auf weltfussball nicht verzählt habe:

    12 Spiele insgesamt, dabei 7 Niederlagen, 3 Remis und lediglich 2 Siege.

    Ergo: Es wurde am Sonntag die normale Heimniederlage gegen die Färdder abgeholt und eingefahren und weiter gehts.

    Das ist irgendwie so wie die Szene im Spielfilm „Naked Gun“:
    „Hier gibts nichts zu sehen, bitte weitergehen.“

    Antwort
    • Neulich mal wieder „2 1/2“ gesehen. Hatte ganz vergessen, wie lustig der ist😃 Lustiger als das Derby sowieso…

      Antwort
    • „Hier gibts nichts zu sehen, bitte weitergehen.“

      Genau so fühlt es sich inzwischen an. Eigentlich ist genau das passiert, was wir alle erwartet haben. Wozu also aufregen?

      Selbst das Derby hat seine Emotion verloren, leider merkt man das auch auf dem Platz. Nimmt man es hin, weil man auf dem Platz ohnehin kein Feuer mehr spürt oder bewirkt die zunehmende Gleichgültigkeit von außen, dass die Spieler nur noch ihren Stiefel runterspielen? Henne oder Ei?

      Oder liegt das auch an den Zeiten? Früher gab es bei solchen Leistungen Stürme der Entrüstung, des Platzes und die Belagerung des Vereinsgeländes.

      Und jetzt? Wirds abgehakt. Die waren halt besser.

      Ich gebe zu, ich konnte und kann mich auch nicht mehr emotionalisieren. Zu vorhersehbar war das Ende.

      Mein größter Gefühlsausbruch war auf dem Weg zum 1:2 der verzweifelte Versuch, die Abwehr durch den Fernseher wachzubrüllen: „angreifen, nicht weglaufen!“. Ich wusste, er würde mit so viel Platz treffen, das spürt man schon vorher….

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      • Am schlimmsten finde ich, dass es kaum besser werden wird.
        Das ist keinen Prozess geschuldet, wenn wir einfach keine Lust haben im Tempo und aggressiv nach hinten zu verteidigen. Habe mir die Szene zum 2:1 mehrmals angesehen und bin immer noch schockiert von dem Körpersprache und dem Gesichtsausdruck von Johannes Geis. Da ist keinerlei Anstrengung oder Wille zu erkennen den Nielsen hinterher zu gehen. Die Zweikampfstatistik in der ersten Halbzeit ist auch mehr als erbärmlich und sicher keiner „Entwicklung“ geschuldet.
        Bin da eher bei Jürgen Klopp der mal gesagt hat: „Man kann nicht immer gut spielen, man kann aber immer kämpfen.“
        Wir haben einfach zu viele Spieler die nur ihr Ding machen oder bei denen einfach keine Lernkurve erkennbar ist. Neben Geis ist das vor allem Hack, Nürnberger und Handwerker.
        Hack ist vorne immer mal wieder genial, nach hinten ist er aber eine einzige Katastrophe.
        Nürnberger hat auch seine besten Momente im Spiel nach vorne, in der Rückwärtsbewegung kann der allerdings keinen weh tun. Handwerker läuft immer über den Platz als ob er gerade aus der Folterkammer gekommen ist. Konnte man auch gestern wieder bei einer Nahaufnahme nach zwanzig Minuten sehen. Zudem hat er permanent eklatante Aussetzer, nach vorne und nach hinten.
        Ein schönes Beispiel ist die Entstehung des 1:0 gestern.

        Antwort
  • Wir haben das vor einiger Zeit schon mal diskutiert zum Nachwuchs, Fürth schickt seine „Scouts“ hier wirklich zu jedem Dorfverein fast zu jedem Acker auch wenn die Jugend spielt sprechen dort mit den Trainern, Eltern Spieler usw.

    Beim FCN heißt es … wir haben Vorspieltermine schicken sie uns ihren Filius beim nächsten Termin und dann sehen wir schon und scouten eben nur in den hohen Jugendspielklassen, wo sowieso jeder Spieler schon im Fokus ist. Das haben mir Eltern erzählt deren Sohn bei den Greuther Fürthern gelandet ist, der FCN hat sich da nie groß bewegt.

    Antwort
    • Kann ich jetzt weder bestätigen noch dementieren. Aber hier im Raum Frankfurt sind die „Scouts“ der NLZ doch sehr viel unterwegs und oft nicht unter dem Label des großen Namens. Bspw. Rosenhöhe scoutet Spieler und die Erkenntnisse werden dann in Form der Kooperation an die Eintracht gegeben. Oft auch erstmal dort hingelotst und dann weiterempfohlen. Beim Club wird das nicht viel anders laufen. Es gibt Partnervereine, Schul- und Ausbildungskooperationen: https://www.fcn.de/junioren/partner/partnervereine/

      Antwort
      • Weil ich einen recht jungen Sohn (der aber mehr an Basketball und Golf interessiert ist) spreche ich immer mal mit Eltern, die in der gleichen Situation sind deren Sohn ein recht begabter Kicker ist und der hat mir gesagt der Club hat sich da nie bewegt, da wurde eher abgewiegelt der Sohn soll mal zu einem der Termine vorbei kommen, wenn diese Sichtungen am Valznerweiher sind mehr kam nicht. Vor Ort gewesen waren aber Scouts von Greuther Fürth haben mit Trainer und Eltern gesprochen und dort ist ihr Sohn dann auch gelandet. Das ist aber auf den Bolzplätzen hier rund um Nürnberg bekannt dass persönlich nur die Fürther vorbei kommen, die auch die Bolzplätze systematisch abgrasen.

        Antwort
  • Naja, zumindest haben die Unsrigen das erstemal in den letzten 20 Minuten Fußball gespielt, das heisst versucht, ein Tor zu schießen. Das soll wohl heissen, dass die Ausdauer schon mal besser geworden ist und man in der letzten halben Stunde nicht nur auf dem Platz rumgestanden und gewartet hat, bis das Spiel beendet ist.

    Antwort
  • Wenn man mal die Namen der Vereine weglässt, war es ein Spiel das den Tabellenständen entspricht.
    Der Tabellenzweite hat den Tabellenzehnten bezwungen.
    Ganz ehrlich, ich habe nicht erwartet dass der Club in der aktuellen Phase das Kleeblatt schlägt. Gewünscht hätte ich es mir, klar.
    Es ist den Verantwortlichen sicher bewusst wo der Schuh drückt. Aufgrund der Situation ist nun mal kein Top Sechser Transfer drin. Der Sportvorstand bzw. vor allem der Trainer müssen mit dem Kader zurecht kommen, den andere, warum auch immer, so zusammengestellt haben.
    Persönlich bin ich froh das wir zumindest einen Stürmer holen konnten, der nicht viele Chancen braucht.
    Man kann auf die Spieler sauer sein, sollte aber die neuen Verantwortlichen in Ruhe arbeiten lassen.

    Antwort
  • Januar 2013:
    Der 1. FC Nürnberg und der FC Coburg (die Vestekicker-Stadt ist ein DFB Schwerpunkt und hat ein eigenes NLZ) vereinbaren eine enge Partnerschaft im Jugend- und NLZ-Bereich
    Juli 2016
    Die Vestekicker kooperieren seitdem mit der SpVgg Greuther Fürth im Jugend- und NLZ-Bereich.

    Warum?

    Der Club kooperiert mit der SpVgg Mögeldorf und Dickson Abiana ist in der 1. Manschaft der SpVgg Greuther Fürth gelandet.

    Warum?

    Finde ich nur solche Beispiele oder gibts auch Gegenbeispiele?

    Antwort
    • Interessante Frage.

      Andererseits muss man auch den Mut haben, Talente zu fördern und zu fordern. Und: Man muss den Talenten auch schwächere Phasen zugestehen, muss ihnen Vertrauen schenken – auch wenn ein nervöses Umfeld seinen zittrigen Daumen senkt.

      Hätte sich David Raum, dieser Hans-Peter-Briegel-Verschnitt, bei uns ebenso entwickelt wie in Fürth? Vor dem Hintergrund andauernder Trainer- und Systemwechsel? Ich denke nicht.

      Es geht ja immer und immer wieder ums Entwickeln – selten schlägt mal ein Talent sofort ein wie damals Kießling oder Cacau. Talente derartigen Kalibers werden heutzutage schon früh weggescoutet. Von Hoffenheim. Oder Leipzig. Oder Engländern. Oder Anderen. Also bleibt uns wie auch Fürth nur das Entwickeln. Und Entwickeln braucht Vertrauen und – mit Verlaub – Geduld.

      Wobei ich mir schon aber auch wünschen würde, dass Hecking und Klauß dem einen oder anderen Talent Vertrauen schenken – falls dies Sinn macht. Um den Konkurrenzdruck zu erhöhen. Und um zu entwickeln.

      Wenn man die gestrige Vorstellung unserer Außenverteidigung sieht, fragt man sich schon, ob es wirklich keine sinnvollen Alternativen gibt…

      Antwort
      • Wenn wir dabei sind zum Thema Einsatzzeiten Talente, mir fallen einfach immer wieder diese Schlafphasen auf in unserer Innenverteidigung, da nehmen sich Mühl oder Sörensen auch nicht viel etwa gleiches Niveau (gestern 3. Minute usw.) , mir würde gefallen wenn man den jungen Knothe mal eine Startelfchance gibt, der Junge wirkt auf mich kernig und war in den Testspielen immer hellwach, wir sind doch jetzt schon wieder auf dem Weg die meisten Tore zu bekommen, zumindest nicht weit weg, schon mehr Gegentore als letztes Jahr nach dem 9. Spieltag. Ich finde dann muß man auch personell mal etwas ausprobieren. Aus dem Grund wurde ja Mavropanos in der Winterpause geholt der auch nicht mehr da ist. Mühl und Sörensen können schon auf gutem Niveau spielen aber nicht stabil es kommen einfach zu oft diese Totalaussetzer.

        Antwort
        • Diese Leistungsschwankungen in der Abwehrkette sind wirklich schon heftig. Da hast Du Recht.

          Klar, Fürth ist derzeit die beste Mannschaft der Liga und eine Niederlage darob zwar bitter, aber kein Weltuntergang. Aber alle drei Gegentreffer resultierten aus einem Nicht-ganz-bei-der-Sache-sein. Womit ich keinesfalls ausdrücken will, dass es an Lust oder Motivation mangelte – nein, das auf keinen Fall. Jeder will, keine Frage. Aber es fehlte wieder mal an Griffigkeit. Was ja, @Alexander hat das nach dem Osnabrück-Spiel bestens beschrieben, eine Art Sammelbegriff ist für Zweikampfstärke, Bei-der-Sache-sein und Siegeswillen.

          Warum ist das so? Welche Rolle spielt dabei Johannes Geis?

          Geis, in der Vorwärtsbewegung Dreh- und Angelpunkt, neigt zu Patzern, wenn man ihm eweng auf den Füßen steht. Und er ist, das ist nichts Neues, kein Zweikampfmonster. Eigentlich ein Luxus, sich einen Geis in dieser Liga als Kreativzentrale und als Stammkraft zu leisten. Weil er in der Rückwärtsbewegung nicht immer stattfindet – so wie am Sonntag bei Gegentor drei. In einer Liga, in der Kampf und Kompaktheit großgeschrieben werden, verkörpert Geis nicht unbedingt das Moderne.

          Andererseits ist Geis ein toller Fußballer mit tollen Fähigkeiten.
          Findet man mit Geis die Balance, wäre das ebenso toll.
          Alleine die letzten Monate lassen einen zweifeln.

          Ob damit die teilweise extremen Leistungsschwankungen in der Abwehrkette zu erklären sind?
          Na ja, wohl nur unzureichend. Aber vielleicht teilweise. Denn es fehlt an Balance.

          Antwort
          • Der Club hatte schon letzte Saison eine der schlechtesten Abwehrreihen der 2. Liga (58 Gegentore, nur Wiesbaden hatte noch mehr gefangen). Und das, obwohl da mit Mavropanos phasenweise noch einer der besten Abwehrspieler der 2. Liga mitgespielt hat. Kein Wunder, dass es ohne Mavropanos (und ohne adäquaten Ersatz für ihn) nicht besser läuft in dieser Saison…

            Antwort
            • Man muss auch sagen Fürth hätte gestern leicht mit 1:5 in Führung gehen können, da war unsere Abwehr phasenweise wie ein Hühnerhaufen.

              Antwort
          • Kann man an seinem Zweikampfverhalten arbeiten? Kann man sich da verbessern? Kann man sich läuferisch und konditionell verbessern? Sollte doch auf diesem Niveau möglich sein. Zumindest wirkt Johannes Geis etwas spritziger als am Ende der letzten Saison.

            Antwort

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