(Fast) alles wegverteidigt – Analyse zu Paderborn

Analyse zu SC Paderborn 07 – 1. FC Nürnberg 0:2 (0:1) – Der FCN gewinnt das zweite Auswärtsspiel in Folge, auch weil er mehr als eine Stunde lang alle Schüsse aufs Tor verhindert .
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Der Club lief in Paderborn mit der Elf und der Formation auf, die auch die zweite Halbzeit gegen Fürth begonnen hatte. Valentini, Mühl, Sörensen und Handwerker verteidigten in einer Viererkette, davor Geis und Krauß, die zentral das Mittelfeld besetzten. Hack und Dovedan agierten als Flügelzehner eingerückt hinter den Sturmspitzen Lohkemper und Schäffler. Dovedan erhielt also im Vergleich zur Vorwoche den Vorzug vor Nürnberger in der Startelf. Der 21-Jährige hatte unter der Woche teilweise krank das Training verpasst und saß deshalb auf der Bank.

Neben Nürnberger nahmen mit Tim Latteier (linkes Mittelfeld) und Erik Shuranov (Sturmzentrum) gleich zwei Nachwuchsspieler erstmals Platz. Virgil Misidjan war wie schon in der Vorwoche nach seiner Verletzung ebenso im Kader. Selbiges galt für OIiver Sorg, Noel Knothe, Fabian Schleusener und – etwas überraschend, da er mit Trainingsrückstand nach seiner außerplanmäßigen Neuseelandreise versehen war – Sarpreet Singh. Es fehlten neben den verletzten Georg Margreitter und Hanno Behrens also auch Adam Zrelak und Simon Rhein im Aufgebot, das auf der Bank sehr offensiv besetzt war.

Robert Klauß war noch in der ersten Halbzeit gezwungen, personell umzustellen. Robin Hack hatte sich bei der Landung nach seinem Kopfball zur 1:0-Führung verletzt und zwar noch einige Zeit versucht weiterzuspielen, nach 39 Minuten kam dann aber doch Fabian Schleusener für den U21-Nationalspieler. Der Club agierte weiter im 4-2-2-2, teilweise tauschten Schleusener und Lohkemper die Positionen. Beim 0:2 kurz nach der Pause allerdings stand Lohkemper zentral und köpfte ein. In jenem 4-2-2-2 spielte der Club bis zu 78. Minute weiter, dann kam Noel Knothe zu seinem Zweitligadebüt. Der 21-jährige Innenverteidiger wurde für Dovedan eingewechselt, zur gleichen Zeit kam Fabian Nürnberger für den leicht angeschlagenen Tom Krauß.

Zur Folge hatte dies einen Wechsel auf eine Fünferkette und eine Art 5-3-2, bei der Knothe als zentraler Innenverteidiger neben Mühl und Sörensen agierte und Nürnberger, Geis und Schleusener davor die Räume zusätzlich verdichteten. Drei Minuten vor Ende kam dann Misidjan für Schäffler und Sorg für Geis. Beide Wechsel waren, obwohl angesichts der eigentlichen Positionen der eingewechselten ungewöhnlich, tatsächlich positionsgetreu.

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 macht deutlich wie sehr der FCN die Duelle in der Defensive nach der Pause dominierte. Der Club verlor im Verteidigungsdrittel nur zwei Bodenduelle und insgesamt nur acht Zweikämpfe im eigenen Verteidigungsdrittel. Hier zeigt sich zum einen die von Manuel Schäffler angesprochene Ekligkeit in den Zweikämpfen und das Engmachen der Räume. Zum anderen sieht man daran aber auch, dass die reine Zweikampfquote (bei Wyscout 48:46 für Paderborn, bei Sportec 53:47, bei Opta 54:46) nur bedingt aussagekräftig ist. Sie erfasst eben auch Duelle mit dem Ball am Fuß. Bei diesen Zweikämpfen (18/43) hatte der FCN deutlicher das Nachsehen.

Grafik 2 zeigt die Schusswahl des SCP. Hier fallen zwei Dinge ins Auge. Zum einen kam Paderborn nach der Pause nur noch auf einen expected Goals Wert von weniger als 0,06. Von den drei Abschlüssen der Gastgeber nach dem Seitenwechsel wurde einer geblockt, einer ging neben das Tor, einer über den Kasten. Selbst wenn man die Viertelstunde vor der Pause mit einberechnet, kommt in die Auflistung nur ein weiterer geblockter Schuss dazu. Das heißt nicht, dass von Paderborn gar keine Gefahr ausging und der FCN nicht teilweise erst im letzten Moment einen Abschluss verhinderte. Aber er tat es. Der Club verteidigte so gut, dass die Ostwestfalen trotz 66 Prozent Ballbesitz in den letzten 60 Minuten des Spiels, keinen einzigen Schuss aufs Tor setzen konnte.

Grafik 3 vergleicht die Flanken der beiden Mannschaften. Hier sieht man zum einen wie präzise der FCN vor der Pause in seinen Hereingaben war und wie spärlich diese dann nach der Pause noch gefahren wurden. Im Gegensatz dazu flankte Paderborn deutlich öfter (25-mal), aber deutlich unpräziser (18 Flanken waren nicht erfolgreich), auch das spricht dafür, dass der FCN gut verteidigt hat. Auch wenn natürlich die schiere Anzahl an Flanken zeigt, dass Paderborn viel in Strafraumnähe war. Die Gastgeber schafften es aber eben nicht, diese Überlegenheit in Abschlüsse umzusetzen.

3. Einordnung

Jene Unfähigkeit Ballbesitz in Chancen umzuwandeln, ist auch der Grund, warum der Erfolg des FCN trotz Feldüberlegenheit der Paderborner in Ordnung geht. Der Club schaffte es, mit viel Bissigkeit und Ordnung einerseits und viel Effizienz vor dem gegnerischen Tor andererseits einen 2:0-Erfolg einzufahren. Genau jenen Erfolg, den ihm in der Länderspielpause nicht jeder zugetraut hatte, als die Wochen der Wahrheit für die drei anstehenden Spiele gegen Osnabrück, Fürth und Paderborn ausgerufen wurden. Nun hat er die drei Spiele mit sechs Punkten hinter sich gebracht und ist nach dem 0:1 des HSV gegen Hannover die einzige Mannschaft der Zweiten Liga, die in jedem Spiel bislang getroffen hat.

Dabei war das Spiel des FCN in Paderborn offensiv über weite Strecken zwar effizient, aber in der Spielweise durchaus verbesserungswürdig. So brachte der Club nur 18 Pässe ins gegnerische Angriffsdrittel an (Paderborn 55) und spielte fast 40% der Pässe, die Raumgewinn bringen sollten, zum Gegner oder ins Aus (Paderborn nur 13%). Nur 35 der 105 Ballbesitzphasen des FCN endeten in der gegnerischen Hälfte, bei Paderborn waren es 81 von 108. Andererseits war der Unterschied bei den Ballbesitzphasen, die in den gegnerischen Strafraum führten mit 11:9 vernachlässigbar. Was wiederum einerseits für die kompakte Verteidigungsarbeit des FCN spricht, andererseits auch für eine gewisse Geradlinigkeit im Angriffsspiel (und präzise Flanken, siehe Grafik 3).

Auch wenn das emotionale Erleben der zweiten Halbzeit bei den meisten Zuschauern wahrscheinlich nicht derart beruhigt war, wie es die Zahlen vermuten lassen, so lässt sich doch konstatieren, dass der Club insgesamt eine sehr reife Leistung abgeliefert hat. Er verteidigte über weite Strecken organisiert, ließ sich vom aggressiven Paderborner Pressing nicht zu Ballverlusten in gefährlichen Zonen zwingen und verteidigte die frühe Führung deutlich routinierter als noch diverse Vorsprünge vor der Länderspielpause.

Selbstverständlich war es kein perfektes Spiel. Wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte der Videoassistent das Handspiel im Aufbau des vermeintlichen 1:1 nicht bemerkt oder als unabsichtlich eingestuft, ist nicht zu beantworten. Gleiches gilt für die Überlegung, ob der FCN nach vorne nicht doch etwas mehr Ordnung und Genauigkeit hätte gebrauchen können. Dennoch steht am Ende der Partie ein klar positives Fazit hinter einer sehr abgeklärten Partie. Eine Abgeklärtheit, welche die Mannschaft vor wenigen Wochen noch klar vermissen lassen hatte.

4. Die Kennzahlen

Paderborn   Nürnberg
0 Tore 2
0,86 expected Goals 1,23
0,23 Post Shot xG 1,61
11 Schüsse 6
2 Schüsse aufs Tor 3
5 Ecken 3
3 Freistöße 4
15 Fouls 13
6,1 PPDA 10,4
9,0 Challenge Intensity 7,3
16,6 Spieltempo 15,3
11 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 9
00:17 Ballbesitzdauer (Ø) 00:08

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Wir wussten, dass es uns heute passieren kann, dass wir viel hinterherlaufen müssen. Die Mannschaft hat extrem viel Leidensfähigkeit gezeigt, darauf bin ich sehr stolz. Wir sind lange Wege gegangen, haben uns in jeden Ball geschmissen, haben gedoppelt und uns gegenseitig unterstützt. Das war richtig gut. Mit dem Ball hatten wir nicht unseren besten Tag, deshalb waren diese Eigenschaften wichtig. Jetzt geht es drum, auch mal nachzulegen, die Leistung gegen den Ball von heute wieder abzurufen und nach vorne besser Fußball zu spielen.“

Steffen Baumgart: „Glückwunsch an Nürnberg. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft eigentlich grundsätzlich zufrieden. Wir haben immer wieder den Weg nach vorne gesucht und hatten vor allem in der ersten Halbzeit auch Chancen. Leider mussten wir früh einem Rückstand hinterherlaufen. Nach der Pause fällt dann direkt das 0:2, das war sehr gut gekontert von Nürnberg. Insgesamt enttäuscht mich das Ergebnis heute sehr, weil ich eben mit der Leistung der Mannschaft durchaus einverstanden war.“

Manuel Schäffler: „Wir waren in den Zweikämpfen eklig, haben die Räume eng gemacht und den Gegner vor Aufgaben gestellt. Wir waren sehr strukturiert gegen den Ball und in vielen Situationen sehr entschlossen. Wir haben beide Tore sehr gut herausgespielt und vorne aus wenig Chancen viel gemacht. Diese Art und Weise, wie eklig wir heute waren, müssen wir in die nächsten Spiele mitnehmen.“

Johannes Geis: „Paderborn hat ein starkes Team mit guten Individualisten, die nie aufgeben. Deshalb sind wir sehr glücklich und zufrieden mit dem Sieg. Wir waren sehr gierig heute. Man hat gesehen, dass es wichtig ist, dass wir uns auf uns fokussieren. In dieser Liga kann es schnell in beide Richtungen gehen. Wir müssen unseren Prozess weiter vorantreiben. Heute hat man gesehen, dass es funktioniert.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 3 3 3 3 7,6/10
CU-Urteil: Hatte quasi nichts zu tun. Zeigte nach einem Abseitspfiff allerdings eine Kunstturneinlage, die sehr unbeholfen aussah.
Enrico Valentini 3 3,5 3 2 7,5/10
CU-Urteil: Defensiv weitgehend stabil, einmal im entscheidenden Moment mit dem Kopf zur Stelle. Nach vorne mit wenig Impulsen.
Asger Sörensen 3 3,5 4 2 7,0/10
CU-Urteil: Verteidigte fast jeden Ball weg, blockte zwei Schüsse, gewann jedes seiner fünf Duelle um den freien Ball.
Lukas Mühl 3 3 3 3 7,6/10
CU-Urteil: Souverän verteidigt ohne zu glänzen, im Spielaufbau weniger gefragt als sonst in den letzten Wochen.
Tim Handwerker 3- 3,5 4 4 7,4/10
CU-Urteil In den Duellen gegen den Ball etwas fahrlässig, spielte aber kaum Fehlpässe.
Johannes Geis +3 3,5 3 2 7,0/10
CU-Urteil: Gewann drei Viertel seiner Defensivzweikämpfe, spielte nur einen seiner acht Pässe für Raumgewinn nicht zum Mann. Es gelang nicht alles, auch weil ihm manchmal Tempo fehlt, aber es ging wenig fehl.
Tom Krauß 2- 3 3 2 6,8/10
CU-Urteil: Auch, wenn nicht jeder Zweikampf positiv verlief, so war seine Übersicht bei kleinen Zuspielen und seine Präsenz in den Duellen wichtig.
Nikola Dovedan 3- 3,5 4 4 6,2/10
CU-Urteil: Fiel ein wenig ab ohne richtig zu enttäuschen. Spielte etwas mehr Fehlpässe als der Rest und lief sich häufiger fest.
Robin Hack 2- 2,5 3 3

7,0/10

CU-Urteil: Machte früh sein Tor und verletzte sich dabei. Die Bewertung ist angesichts dessen schwer, weil er fast die gesamte Zeit angeschlagen agierte und wohl auch deshalb nur ein Drittel seiner Zweikämpfe gewann.
Felix Lohkemper 1- 2 2 1 7,4/10
CU-Urteil: Erarbeitete sich das „sehr gut“ wegen seiner Torbeteiligungen und einer weiteren schönen Vorlage. Im Spiel noch mit Fehlern, über die in diesem Fall hinweggesehen werden kann.
Manuel Schäffler 2 3 2 2 7,3/10
CU-Urteil: Tolle Vorlage vor dem 2:0. Auch sonst sehr präsent, selbst wenn nicht immer alles gelingt.
Fabian Schleusener +4 3,5 4 6,4/10
CU-Urteil: Stand wie schon gegen Fürth kurz vor seinem Debüttor für den FCN außerhalb der Relegation. Mühte sich ab, aber kam nicht richtig zur Geltung.
Fabian Nürnberger 6,6/10
CU-Urteil: Kam mit Knothe, ersetzte Krauß, war sehr um Dynamik bemüht, gewann alle sieben Zweikämpfe, die er führte.
Noel Knothe 6,8/10
CU-Urteil: Feierte sein Profidebüt und verteidigte eine knappe Viertelstunde lang fast blitzsauber.
Virgil Misidjan 6,4/10
CU-Urteil: Kam ebenfalls spät, feierte sein Comeback nach eineinhalb Jahren. Ließ einmal kurz sein Tempo aufkommen.
Oliver Sorg 6,8/10
CU-Urteil: Kam spät, durfte als Sechser ran. Fiel aber darüber hinaus nicht auf.

10 Gedanken zu „(Fast) alles wegverteidigt – Analyse zu Paderborn

  • Florian Zenger
    CU Score 1,0
    CU Urteil
    Wurde gar nicht eingewechselt, machte aber auf der Zuschauerbank mit einem Couch Score von 9,99/10 allerdings alles richtig und lieferte pünktlich seinen Spielbericht in voller Länge, mit hoher Geschwindigkeit und zur vollen Zufriedenheit aller Leser ab. Er gewann auch alle seiner drei geführten Zweikämpfe.

    Antwort
  • Das wird gut enden.
    Unter den top 5.
    Mindestens.

    Aber: Pssst!
    Geduld!
    Und keine überschwänglich clubesken Optimismus-Phantasien!

    Nach 10 Spieltagen darf man eine Prognose wagen, die Tendenz ist our friend. (U-S-N—U-U-N-U—S-N-S)
    Erste Liga im Visier, Aufstieg ist möglich!! (34%)
    Abstieg ausgeschlossen. (3%) Mittelfeldplatz wahrscheinlich. (63%)

    (Die Prognose erhebt keinen Anspruch auf Wahrheit. Sie gibt lediglich die ironiefreie und geduldige Meinung des Verfassers wieder.)

    Antwort
  • Gut dass der FCN gepunktet und die entscheidenden Dinge richtig gemacht hat, was nach meiner Meinung einem nach oben wursteln entgegensteht sind zwei Dinge, zum einen Stabilität. Es ist einfach zu lange her, daß der Club zwei gute Spiele hintereinander absolvierte und diese extreme Heimschwäche seit Jahren. Die Tabelle ist eng zusammen aber der Abstand nach oben ist größer als nach unten, wenn wir einen Auswärtspunkt statt derer drei geholt hätten, womit vorher auch schon jeder zufrieden gewesen wäre in Paderborn, wären wir jetzt punktgleich mit dem Abstiegs Relegationsplatz, von daher ganz wichtige 3 Punkte. Für mich ist die Krux ob der FCN ein gutes Auswärtsspiel auch endlich mal in einem direkt folgenden Heimspiel bestätigen kann.

    Antwort
    • Der Sieg in Paderborn war verdient. Und somit auch die drei Punkte. Der Plan von Klauß ging auf – die Mannschaft setzte diesen um.

      Allerdings ist alles wieder nichts, wenn wir diesen Erfolg jetzt nicht zuhause bestätigen – seh ich auch so. Das wird ein ganz anderes Spiel gegen Kickers Würzburg und mit Sicherheit kein Selbstläufer. In Hannover weiß man das nur zu gut.

      Auch ein Charaktertest. Denn auch am kommenden Sonntag muss die Einstellung zu 100 Prozent passen.

      Insofern halte ich auch nichts von Hochrechnungen. Schritt für Schritt. Und bitte jetzt keinen Rückschritt gegen eine Mannschaft, die zwar unangenehm sein kann, aber zu bezwingen ist mit einer erneut fokussierten Vorstellung.

      Antwort
  • Tolle Analyse, vielen Dank für die Arbeit, Flo!

    Ich würde gerne ein Wort zu Robin Hack verlieren, auf dem wir bzw. nicht wenige von uns hier, sei es aus Enttäuschung oder Wut, in den letzen Wochen recht ordentlich herumgehackt (der musste sein) hatten.

    Steffen Baumgart, ein Trainer, der sogenannte Schön- oder Galeriespieler, die eher selbstverliebt agieren und scheinbar daran interessiert sind, auf dem Platz coole Fotos für den eigenen Instagram-Account generieren zu wollen anstatt sich für die eigene Mannschaft den Hintern aufzureißen, sicherlich ordentlich die Leviten lesen würde (gerne erinnere mich an seine glasklaren Worte in Sachen Sabiri unf warum so ein Spieler Gift für jede Mannschaft ist), hatte auf der PK nach dem Spiel diesen vermeintlichen Galerieakteur Robin Hack in den höchsten Tönen gelobt, wie er ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit das 1:0 mit allen ihm körperlich zur Verfügung stehenden Mitteln erzwingen wollte und auch erzwungen hat. Baumgart äußerte seinen höchsten Respekt für Robin Hack – und das will etwas heißen, neben dem, dass ich es extrem sportlich fair fand, was Steffen Baumgart auf dem Podium neben dem erschütternd stoischen, geradezu „Westworld“-haften Pressesprecher des SCP da von sich gab.

    Wenn die Aktion Hacks eine Resultierende aus dem Auftreten gegen Fürth in den ersten 60 Minuten war und er wie auch die ganze Mannschaft jetzt endlich begreift, mit welcher Einstellung („eklig“) man die Partien in der 2. Liga anzugehen hat soll mir dieses 2:3 im Nachbarschaftsduell recht sein.

    Es macht den Eindruck, dass der Weg mit Klauß und Hecking auf jeden Fall und bitte mit Ruhe weiter beschritten werden sollte, da ich schon den Eindruck habe, dass die Spieler das auch wollen und auch lernwillig sind.

    Jedenfalls jenseits des Punktekontos für mich kein Vergleich zum Status Quo der vergangenen Saison, wo man bereits am 10. Spieltag zunehmend den Eindruck gewann, Canadi und Teile der (ohnehin in diverse Teile zerbrochene) Club-Mannschaft passen nicht wirklich zusammen.

    Antwort
    • Dazu passt für mich auch die höhere Konstanz in der Mannschaftsaufstellung, die hoffentlich auch zu mehr Stabilität in der Ergebnissen führt. Schon nicht einfach, ein neues System zu lernen, wenn dann auch noch jede Woche mein Nebenmann wechselt wird es nicht einfacher.

      Antwort
    • Übrigens hat sich Hack wohl zum Glück nicht schwerer verletzt, nur Stauchung/Prellung des Sprunggelenkes. Auch sein Einsatz am nächsten Wochenende ist noch möglich, wenn die Heilung gut läuft.

      Gute Besserung!

      Antwort
      • Gute Besserung und bitte besser richtig auskurieren, wir haben doch immer noch einen „brutal starken Kader“. Bei dem hohen Kaderbudget sollte leicht jemand mit ähnlicher Qualifikation einspringen können.

        Antwort
  • Beim 0:2….stand Lohkemper zentral…!

    Was mir da gefällt, ist wie der Lohkemper da vorne rein sprintet. Mein Eindruck war in solchen Situationen immer, dass die Clubberer da oft gar nicht mitdenken, bzw. der Biss fehlt.

    Antwort

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