Kopflos mit Köpfchen

„Sörensen!“ schreit der Mann im Fernseher. „Asger Sörensen, der Innenverteidiger, schraubt sich in den nasskalten Dezemberhimmel und köpft den von Geis getretenen Eckball ins Tor! In der zweiten Minute der Nachspielzeit köpft Sörensen den neunmaligen deutschen Meister und vierfachen Pokalsieger in letzter Sekunde zum Sieg gegen den Tabellenletzten der zweiten Liga! Und – Notiz am Rande: Die letzten vier Treffer, die der 1. FC Nürnberg erzielte, waren samt und sonders Kopfballtore…“
„Komisch.“
„Was ist daran komisch, mein Sohn?“ 
„Dass – wie der Mann im Fernseher mehrmals gesagt hat – die Angriffe unserer Mannschaft in der zweiten Halbzeit so kopflos waren.“

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8 Gedanken zu „Kopflos mit Köpfchen

  • Ergebnissicht:
    Gewonnen gegen einen tief stehenden Gegner, Arbeitssieg, Hauptsache drei Punkte, es gibt kaum Mannschaften in Liga 2, die das Spiel machen können, was wollt Ihr denn, wir wollen nicht absteigen, Geduld, Sicherheit und Selbstvertrauen gewonnen, die Mannschaft nicht unter Erwartungsdruck setzen
    Fußballspielsicht:
    In Halbzeit 1 wurde phasenweise vom Club Fußball gespielt, in Halbzeit 2 wurde dies eingestellt und dafür zum Großteil eine gruselige Vorstellung gegeben, deren fußballerische Klasse nur marginale Unterschiede zu einem besonders tiefklassigen Spiel bot. Vor allem im Vergleich zum samstäglichen Spiel 1860 : Waldhof war die Clubdarstellung in der 2. Halbzeit auf schlechteren Niveau wie die Darstellung der beiden o.a. Kontrahenten in Liga 3.
    Fazit: Das Kopfweh kommt nicht vom Feiersekt sondern vom Nachdenken, wohin die Reise mit den Protagonisten, die heuer wieder die Clubtrikots tragen, denn hingeht. Im Vergleich mit Fürth, Kiel oder Bochum sind sehr deutliche Unterschiede erkennbar, aber auch gegenüber Darmstadt, Regensburg oder Heidenheim. Wenns gut geht also irgendwas um Platz 12 rum, mit etwas Abstand zum Relegationsplatz.

    Antwort
    • Ich denke, das nächste Spiel wird alle Schwächen und Stärken unserer Mannschaft aufdecken und dann wirklich zeigen, wohin der Weg geht. Wenn diese Clubmannschaft nach oben will, muss sie mithalten können gegen ein Kiel, das zwar stark ist, aber auch kein Aufstiegsgarant.

      Antwort
    • Ich sehe es etwas positiver. von den letzten vier Spielen drei gewonnen – das heißt, dreimal geführt und nicht verloren 😉

      Man sieht eine deutliche Entwicklung der Mannschaft seit dem ersten Vorbereitungsspiel bis gestern. Immer Schritt für Schritt.
      Ja, uns fehlt ein 10er; ja, das Personal ist auch an manch anderer Stelle Zweitligamittelmaß – aber die Tendenz (Ergebnisse, Eingespieltheit, Rollenverständnis, Pressingphasen) ist deutlich positiv. Das Spiel machen werden wir mit dieser Mannschaft nie beherrschen (haben es aber auch die letzten Jahre seit der Relegationssaison unter Weiler nicht beherrscht).

      Antwort
      • in unseren Systemen gibt es doch gar keinen 10er. Wenn es den gäbe, wäre das Dovedans Position.

        Antwort
  • Es war sicherlich kein gutes Spiel. Ich habe aber auch nichts anderes erwartet. Zum einen weil uns die Konstanz (noch) fehlt und zum anderen, weil uns tief stehende, eher kämpferisch auftretende Gegner traditionell nicht liegen. So hätten wir das Spiel jederzeit auch verlieren können. Egal – die 3 Punkte zählen. So sehe ich uns auch in Kiel absolut nicht chancenlos. Da rechne ich mir deutlich mehr aus, als gegen den HSV.

    Antwort
    • Sehe ich genauso:
      Der Club ist nicht konstant (aber welche Mannschaft ist das schon?).
      Das heisst allerdings auch, er spielt weder konstant gut noch konstant schlecht.
      Und deshalb ist gegen Kiel doch durchaus was drin!

      Antwort
  • Viele unsrer Spieler hatten
    manchmal Licht und manchmal Schatten.
    Wie zumeist ganz hinten dran
    schien wieder mir Herr Dovedan.
    Wen das Spiel-Erlebnis quält,
    weiß auch: Nur Ergebnis zählt.
    Nachdem’s durch Sörensen noch funkte:
    Am wichtigsten sind halt die Punkte.

    Antwort
  • „Katastrophe“. „Zumutung“. „Grottenkick“.
    Im Meckern ist man hier ja wieder sehr kreativ. 😉
    Unter dem Strich stehen drei erzwungene Punkte.

    Am besten aber fand ich die Pk-Frage von „Bild“-Mann Martin Funk,
    der tatsächlich von Robert Klauß wissen wollte,
    wie man denn mit dieser Leistung in Kiel bestehen wolle…

    Vielleicht hatte Funk einfach nur einen schlechten Tag oder zumindest einen schlechten Moment.
    Denn Kiel wird natürlich wieder ein ganz anderes Spiel als jenes von Gestern.
    Mit ganz anderen Anforderungen. Und einer ganz anderen Ausgangssituation.
    Dass der Club ein Feuerwerk abfackelt gegen Flyeralarm, konnte keiner ernsthaft erwarten.
    Dass es noch viel zu tun gibt im Spiel mit dem Ball, war doch schon von vornherein logisch.
    Dass die Mannschaft gestern Siegeswillen zeigte, konnte keiner übersehen.
    Und dass sich etwas entwickelt beim Club und Zeit braucht, sollte man mittlerweile umreißen können.

    Die Kickers aus meiner Sicht sehr engagiert, haben die Räume gut zugelaufen, fokussiert.
    Nach vorne allerdings schon arg hölzern.
    Warum dies so ist, muss sich Magath hinterfragen.
    Der die Trainer wechselt wie Tischdecken auf der Kerwa.

    Ebenfalls erfreulich aus unserer Sicht:
    Talente werden konsequent herangeführt.
    Noel Knothe gestern als RV-Notnagel zwar anfangs unsicher.
    Aber Respekt, wie er sich ins Spiel reingearbeitet hat.
    Immer sicherer wurde und sogar Torgefahr versprühte.
    Auch die erste Einsatzzeit von Erik Shuranov ist eine gute Sache.

    Eine Zumutung?
    Ich mute mir diesen Club in dieser Saison gerne zu.
    Sehr spannend, was sich und wie es sich entwickelt.
    Nach dieser Zumutung in der letzten Saison.

    Antwort

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