Zu-Null üben wir noch.

Der 1. FC Nürnberg unterliegt beim alten und neuen Tabellenführer Holstein Kiel mit 1:0

Halbzeit 1 ausgeglichen, mit Chancen aber ohne Tore

Abwechslungsreiche erste Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten. Zu Unrecht wurde das Spiel aufgrund des Ergebnisses (0:0) zur Pause als „taktisch geprägt“ tituliert. Beide Teams versuchten immer wieder Akzente zu setzen und wechselten sich mit dominanten Phasen ab. Die Anfangsphase gehörte Kiel, dann übernahm der Club die Initiative und wäre fast zum Abschluss gekommen, wenn der durchgebrochene Lohkemper nicht höchst umstritten zurückgepfiffen worden wäre (9.). Einmal lag sogar der Ball im Netz der Kieler, nachdem Schleusener nach feinem Geis-Pass den Torwart umkurvt hatte – Abseits, diesmal zu Recht gepfiffen (21.). Doch Kiel wehrte sich und konnte den zwischenzeitlich deutlich höher stehenden Club wieder zurückdrängen. Daraus resultierten drei gute Gelegenheiten, doch entweder ging der Kopfball vorbei (26.), der Gewaltschuss wird von Mathenia hauchzart berührt und über die Latte gelenkt (35.) oder der Kopfball wird zu unplatziert gesetzt und pariert (42.).

Kiel sucht die Lücke, der Club den einen entscheidenden Pass

Nach dem Wechsel dominierte Kiel zusehends die Partie, kam aber nicht wirklich zwingend vor den Kasten der Nürnberger. Da Klauß auch Schäffler vom Feld nahm und Singh brachte, fehlte auch der Zielspieler für lange Bälle. Als man sich fragte, ob es zum 0:0 reichen könnte, dann der Auftritt von Fin Bartels, der eine scharfe Flanke von Reese, der Knothe überspielte, per artistischem Seitfallzieher an Mathenia vorbei ins Netz bringt (80.).

Klauß reagierte, brachte nun frische Offensivkräfte in persona Dovedan, Behrens, Shuranov und Misidjan, doch Kiel behielt die Kontrolle und die Minuten rannen dahin. Behrens nochmal mit einem Schuss, Singh per Kopf – aber insgesamt zu wenig um ein Tor zu erzwingen und damit die erste Partie der Saison ohne eigenen Treffer.

Fazit: Lernprozess Zu-Null

Der Ansatz beim Tabellenführer nach ausgeglichener ersten Halbzeit nach der Pause zunehmend auf die Defensive zu setzen und im Zweifel auch mit einem Remis leben zu können, ist durchaus verständlich. Ganz ohne Entlastung wird das aber doch zum Vabanquespiel, wenn der Gegner mit Lee und Bartels zwei Spieler mit individueller Klasse am Feld hat. So ist nicht ganz verwunderlich, dass es eben diese Klasse war, die zum entscheidenden Treffer führte. Unter dem Strich ein weiterer Schritt im Lernprozess, auch für den Trainer, der – so keine Verletzung vorlag – vielleicht zu früh Schäffler vom Feld nahm und sich damit am Ende auch selbst seiner besten Waffe beraubte für eine evtl. notwendige Schlussoffensive.

Da Punkte in Kiel wohl kaum einkalkuliert waren, gilt es nun gegen Aue drei Punkte für den Gabentisch der Clubfans zu holen und so für eine zwar nicht euphorische, aber doch ruhige Weihnachten im oberen Mittelfeld der Tabelle zu sorgen.

5 Gedanken zu „Zu-Null üben wir noch.

  • Ich hab’s damals schon gesagt, den Lee hätten wir kaufen sollen. Und der Endl hat mich belächelt… 😉

  • Bitte, bitte kein weiteres zu-Null-üben-wir noch.

    Wir waren überraschend ballsicher. Hätten wir uns nicht so stark auf Gegentorvermeidung konzentriert, hätten wir vielleicht ein, zwei Tore geschossen und wären mit Punkten aus Kiel zurückgekehrt.

    • Ich fand das Spiel vercoucht.
      Aber ja, – kann passieren bei so einem jungen Trainer. Ich hoffe nur er hat daraus gelernt und lässt nächstes Mal mutiger spielen.

  • Habe keine Lust mehr auf Traumtore gegen FCN .
    Was mich heute auch ärgert ist wie Kiels Trainer Werner in der 2. Halbzeit bei der sehr Kurzen
    Spielverzögerung von Knothe SR Siewer deutlich zu verstehen gab jetzt gelb zu zeigen.
    Siewers Entscheidung gegen Lohkemper ganz schwach.

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