Den Gegner gezwungen Ungeliebtes zu tun – Analyse zu Aue #FCNAUE #AUE

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Erzgebirge Aue 1:0 (1:0) – Der FCN gewinnt weil er dem Gegner ein Spiel aufzwingt, das der nicht mag. Und weil Christian Mathenia zur Stelle ist, wenn es nötig ist.
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Robert Klauß veränderte die Startelf im Vergleich zum Spiel in Kiel unter der Woche. Tom Krauß (Bank) und Felix Lohkemper (erkrankt) fehlten. Für sie rutschten Sarpreet Singh und Robin Hack ins Team. Für die Grundformation bedeutete das, dass Nürnberger auf die Doppelsechs neben Geis rutschte. Im Angriff ergab sich eine Aufstellung, die in Ballbesitz ein 4-2-3-1 mit Singh als Zehner und Schleusener auf links und Hack auf rechts ergab, gegen den Ball war es eher das gewohnte 4-2-2-2 mit Singh als zweiter Spitze neben Schäffler. Im Kader gab es eine Veränderungen im Vergleich zum Mittwoch: Zrelak ersetzte U21-Spieler Rosenlöcher.  

Die Entscheidung Sarpreet Singh zu bringen, wirkte angesichts dessen, dass er unter der Woche arge Probleme in der Anbindung ans Spiel gehabt hatte, überraschend. Andererseits erwartete man Aue tiefstehend und auf Konter lauernd, so dass ein Spieler, der Schnittstellenbälle hinter die Ketten spielen kann, von Vorteil wäre. Gleichzeitig kann die Entscheidung vor dem Hintergrund der körperlichen Defizite, die Singh mitbringt, natürlich auch hinterfragt werden. Nachvollziehbar war, dass Tom Krauß eine Pause erhielt, zum einen, weil auch er körperlich gegen die robusten Auer vor Probleme gestellt worden wäre, zum anderen auch, weil der Youngster am Ende der englischen Woche auch einfach platt gewesen sein dürfte.

Der Club wechselte immer wieder zwischen 4-2-2-2 und 4-2-3-1 hin und her, ließ Hack auch deutlich zentraler agieren als Schleusener. Aus einem dieser zentralen Ausflüge entstand das 1:0. Singh spielte den Ball auf Schäffler, der auf dem Flügel hinter die Kette kam. Von dort legte er in die Mitte zurück auf Hack. Der schloss per Außenrist ab und traf das Tor. Personell blieb der FCN bis zur 67. Minute unverändert: Dann wechselte Klauß Krauß ein, für den Singh weichen musste. Das hatte zur Folge, dass Schleusener von der linken Seite in den Sturm rückte, Nürnberger auf den linken Flügel und Krauß neben Geis auf die Doppelsechs.

In der Folge kamen noch Dovedan für Schleusener (76. Minute) und Behrens für Hack (82. Minute). Beide Wechsel waren dann positionsgetreu. Der Club kam allerdings in der Schlussphase kaum noch zu Entlastungen, stand sehr tief und musste sich vielen Angriffen der Auer erwehren. Das gelang ihm bis zum Ende allerdings, so dass der Club das Spiel mit 1:0 nach Hause fahren konnte. 

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 ist die Karte der gehaltenen Bälle von Christian Mathenia. Vier Schüsse der Auer kamen aufs Tor, alle vier hielt der Torwart des FCN. Besonders bemerkenswert ist die erste Parade gegen Florian Krüger nach nur 31 Sekunden. Der statistische Erwartungswert, dass Christian Mathenia diesen Ball pariert lag bei ungefähr 33%. Gepaart mit den anderen Abschlüssen von Aue hat Mathenia also – rein statistich – Aue mindestens ein Tor geraubt. Die Wertung ist deshalb anders als die expected Goals, weil in sie nur Schüsse einfließen, die auch tatsächlich aufs Tor gehen. Die Statistik macht deutlich, dass Mathenia an diesem Nachmittag ganz erheblichen Anteil daran hatte, dass der Club als Sieger vom Platz ging. 

Grafik 2 zeigt wie sehr der Club sich in der zweiten Halbzeit verbarrikadierte und Aue das Spiel überließ. Aues Ballbesitz in den letzten 30 Minuten lag bei 70 Prozent. Die Zahl der Angriffe schnellte auf 0,59 pro Minute, also mehr als einen pro zwei Minuten hoch, die Formationslinie des FCN rückte in der Schlussviertelstunde sogar auf 44 Meter vor dem eigenen Tor zurück und die Pressingintensität fiel fast ins Bodenlose. Der Grundgedanke, Aue Ball und Spiel zu überlassen, ist durchaus nachvollziehbar. Aue schaffte es bisher in den Spielen, in denen sie den Ball überlassen bekamen, selten Angriffe zu steuern und gefährlich abzuschließen. Das war gestern insofern anders, dass Aue nach der 63. Minute zwölf Schüsse abgab, nachdem man vorher nur vier Abschlüsse hatte. Der Unterschied zu anderen Spielen in dieser Saison war lediglich, dass eben nicht, wie noch am Mittwoch doch ein Schuss durchrutschte. 

Grafik 3 stellt die gewonnen Kopfballduelle des FCN mit Kreisen und die verlorenen mit Quadraten dar. Man sieht an der Darstellung zwei Dinge, zum einen, dass der Club in der ersten Halbzeit ein einziges Kopfballduell im Strafraum führen musste – das Sörensen gewann. In der zweiten Halbzeit dagegen musste der Club neun Duelle im Strafraum führen. Das zeigt auch, wieviel defensiver der Club agierte. Er gewann von diesen neun Duellen allerdings sieben. Die beiden einzigen Duelle, die im Strafraum des FCN gewonnen wurden, gewann Pascal Testroet. Es waren aber die einzigen, die der Auer Angreifer gewann. Die anderen zehn Kopfballduelle verlor er. Das wiederum unterstreicht, warum ein Aspekt des Auer Spiels, die hohen Bälle auf Pascal Testroet nicht funktionierte und Aue Probleme hatte, das eigene Spiel aufzuziehen. 

3. Einordnung

Der Club beendet durch den Sieg gegen Aue das Jahr mit 19 Punkten. Das ist die identische Punktzahl wie im Vorjahr. Der Unterschied ist, dass zu diesem Zeitpunkt fünf Spiele mehr absolviert waren. Der Fortschritt in der Tabelle ist erkennbar. Der Club ist Siebter, hat acht Punkte Vorsprung auf Platz 16. All das stimmt positiv und sorgt für ein ruhiges Arbeitsumfeld für Robert Klauß und Dieter Hecking. Angesichts der letzten Spiele, in denen oft viel Passivität an den Tag gelegt wurde, darf allerdings nicht dem Fehler unterlegen werden, allein den Ergebnissen zu folgen. Das Narrativ, dass der Club endlich auch dreckige Spiele gewinnt, bietet sich an, ist charmant und seine psychologische Wirkung darf auch nicht unterschätzt werden. Das Narrativ ist aber auch etwas bequem, denn eine Zwangsläufigkeit steckte nicht hinter dem Erfolg: Es war vielmehr eine Mischung aus ein wenig Glück (Abfälschungen, die Schüsse entschärften und nicht, wie auch schon passiert, scharf machten), eigenem Können (ein hervorragend aufgelegter Christian Mathenia) und gegnerischem Unvermögen (man denke beispielsweise an den Freistoß Nazarovs in der Nachspielzeit). 

Das soll den Erfolg an sich nicht klein reden. Der Club hat drei der letzten vier Partien gewonnen, ist in Paderborn und gegen Aue dabei ohne Gegentor geblieben und hat insgesamt gerade beim Verteidigen einen Sprung dahingehend zugelegt, dass die Gegner kaum noch zu Großchancen kommen. Problematischer ist jedoch die Offensive. In den letzten vier Spielen kam der FCN insgesamt nur auf 36 Torschüsse, das heißt neun Abschlüsse im Schnitt pro Spiel. Das mag bei einem Ligaschnitt von elf Schüssen pro Spiel zunächst nicht viel anmuten. Es ist aber signifikant. Auf die Saison gerechnet kommen nur Düsseldorf und Sandhausen auf weniger als neun Abschlüsse pro Spiel. Hochgerechnet auf die Saison würden zwei Abschlüsse pro Spiel weniger bei der Abschlussqualität des FCN ungefähr sieben Tore weniger bedeuten. Das ist ein nicht zu vernachlässigendes Minus.

Es muss also nun im nächsten Jahr darum gehen, die beiden Aspekte des Spiels, Offensive und Defensive, so zu vereinen, dass nicht mehr ein Teil alleine für die Punkte sorgt. Besonderes Augenmerk muss nach den Erfahrungen der letzten Spiele tatsächlich auf die Offensive gelegt werden. Die Passquote bei Zuspielen in den Strafraum lag bei mickrigen 29% (4/14), die Pässe ins Angriffsdrittel kamen nur zu 58% (28/48) an, kein einziger der sieben versuchten Steckpässe fand einen Abnehmer. In den Zahlen spielen sich Probleme, das Spiel nach vorne zu ordnen und zu kontrollieren. Dahinter steckt auch, was der Trainer oft mit „falschen Entscheidungen“ beschreibt. Ein zu mutiger Pass, ein unpräzises Abspiel oder auch ein Dribbling, wo ein Abspiel sinnvoller wäre. 

Das Gute ist, es kann an diesen Aspekten in Ruhe und ohne akuten Punktedruck gearbeitet werden und es gab auch schon einzelne Spiele, in denen diese Aspekte schon besser funktionierten. Das Gute am Sonntag war darüber hinaus, dass der Club in Gänze gut verteidigte, selbst wenn er zu viele Abschlüsse zuließ und dass er mit Christian Mathenia einen Keeper hatte, der die gegnerischen Chancen zunichte machte.

4. Die Kennzahlen

Nürnberg   Aue
1 Tore 0
1,06 expected Goals 1,53
0,84 Post-shot expected Goals 1,02
11 Schüsse 16
3 Schüsse aufs Tor 4
21,5 Schussentfernung (Ø, m) 20,9
3 Ecken 5
4 Freistöße 5
17 Fouls 13
12,4 PPDA 11,6
5,6 Challenge Intensity 5,7
17,2 Spieltempo 16,2
6 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 13
00:13 Ballbesitzdauer (Ø) 00:16

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Wir haben gegen einen starken Gegner gespielt. Wir haben es geschafft, die Konterstärke von Aue gut in den Griff zu kriegen und haben nur wenige Umschaltmomente zugelassen. Mit Christian Mathenia hatten wir heute einen starken Rückhalt. Wir sind dann besser ins Spiel gekommen, hatten dann die beste Phase, als wir das Tor gemacht haben. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, genauso weiterzuspielen. Da haben wir uns ein bisschen das Spiel von Aue aufdrücken lassen. Da hatten wir dann eher Situationen, in denen wir umschalten konnten, die haben wir aber nicht so genutzt. In so einem Spiel wünsche ich mir, dass wir nicht bis zur 94. Minute zittern müssen, sondern das Spiel vorher entscheiden. Da mache ich der Mannschaft aber ein Riesenkompliment, dass wir diese knappen Spiele auf unsere Seite ziehen und auch gewinnen. Das ist wichtig für die Entwicklung einer Mannschaft.“

Dirk Schuster: „Dem 1. FC Nürnberg Glückwunsch zum Sieg. Ich glaube, dass wir von unserer Seite ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Wir waren sehr präsent auf dem Platz, hatten einen guten Spielaufbau. Wir hätten bereits relativ früh in Führung gehen können, haben das aber leider nicht gemacht. Mit der ersten richtigen Chance gehen wir in Rückstand, haben aber weiter an uns geglaubt. Wenn ich dann sehe, mit welcher Bereitschaft und welcher fußballerischer Qualität aufgetreten sind, haben wir definitiv mehr verdient als ohne Punkte nach Hause zu fahren. Die Nürnberger haben sich aber mit allem dagegengestemmt.“

Robin Hack: „Die Mannschaft macht zurzeit einen richtig guten Eindruck. Wir holen jetzt auch mal die dreckigen Siege. In der letzten Saison hätten wir solche Spiele vielleicht noch verloren. Ich bin glücklich über mein Tor und es freut mich, dass ich wieder treffen konnte. Wenn man das letzte halbe Jahr anschaut, dann haben wir eine große Entwicklung gemacht. Wir sind auf einem guten Weg und geben weiter alles.“

Christian Mathenia: „Mit unserer Anfangsphase war ich nicht so zufrieden. Wir sind nicht so in die Zweikämpfe gekommen. Uns gelingt dann das Tor zur richtigen Zeit. Das hat uns nochmal Luft gegeben. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft heute auch helfen konnte und freue mich extrem über die drei Punkte. Wenn man sich die bisherigen 13 Spiele anschaut, haben wir uns gut entwickelt. Diese Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen und wollen wir weiter vorantreiben.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 1 2 2 1 7,6/10
CU-Urteil: Hielt mehrere Male prächtig, dazu sicher im Flanken pflücken. Bester Clubspieler.
Noel Knothe 3- 3,5 4 3 6,6/10
CU-Urteil: Kleine defensive Wackler, wenn der Gegner mit Geschwindigkeit kam, aber selbst mit erstaunlich viel Tempo nach vorne.
Asger Sörensen 3 3,5 3 3 7,4/10
CU-Urteil: Weitgehend souverän, wehrte zwei Schüsse ab, aber etwas zu viele leichte Ballverluste.
Lukas Mühl +3 3 2 3 7,2/10
CU-Urteil: In den Duellen in der Defensive präsent, ein paar Mal sogar mit Ideen nach vorne. Setzte einen Kopfball über das leere Tor. Da hatte der Schiedsrichter aber schon auf Foul entschieden gehabt.
Tim Handwerker 2- 3 2 2 7,4/10
CU-Urteil Mit vielen guten Aktionen und starken Ballgewinnen. In Tornähe fehlte dann meistens die letzte Präzision.
Fabian Nürnberger 4 4 4 4 6,9/10
CU-Urteil Mit Problemen in den Zweikämpfen und nicht mit der Dynamik nach vorne, die ihn sonst auszeichnet.
Johannes Geis 2- 3 3 3 8,4/10
CU-Urteil: Gewann drei Viertel seiner Zweikämpfe, spielte kaum Fehlpässe und war der einzige, der Pässe für Raumgewinn und ins letzte Drittel in höherem Maße spielte. Wenn er jetzt noch die unsinnigen Weitschüsse unterließe …
Robin Hack +3 3 3 2 6,9/10
CU-Urteil: Der Torschütze des Goldenen Tores. Holte sich früh einen Rüffel von Klauß wegen Mängeln in der Balleroberung ab. Blieb auch nach dem Tor teilweise fahrig, brachte nur zwei von sieben Vorwärtspässen an.
Fabian Schleusener 5 5 5 5 6,7/10
CU-Urteil: War überhaupt nicht im Spiel. Spielte nur 15 Pässe, gewann nur sechs seiner elf Zweikämpfe. 
Sarpreet Singh 4 5 5 4 7,1/10
CU-Urteil: Zu Beginn überhaupt nicht im Spiel. Spielte dann den Pass auf Schäffler vor dessen Vorlage zum 1:0. Danach ab und zu sogar mit Balleroberungen und mit vielen kurzen präzisen Pässen. Nur sobald es nach vorne ging mit den Abspielen wurden sie unpräzise.
Manuel Schäffler 3 3,5 3 3 6,6/10
CU-Urteil: Gute Vorlage vor dem 1:0. Auch sonst in den Duellen sehr präsent, beschäftigte die gegnerischen Verteidiger.
Tom Krauß 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Kam für Singh nach 68 Minuten, spielte in dieser Zeit keinen Fehlpass und sorgte so für Entlastung, in den Zweikämpfen aber nicht so präsent wie sonst.
Nikola Dovedan 6,4/10
CU-Urteil:  
Hanno Behrens 6,5/10
CU-Urteil:  
  -/10
CU-Urteil:  
  -/10
CU-Urteil:  

66 Gedanken zu „Den Gegner gezwungen Ungeliebtes zu tun – Analyse zu Aue #FCNAUE #AUE

  • So sehe ich es auch.

    Was mich interessieren würde, weil ich es im Spiel nicht genau mitbekommen hatte:
    als Mühl das leere Tor verfehlte, war da bereits abgepfiffen? Sonst wäre das Verfehlen unverzeihlich gewesen.

    Andererseits hätte der Schiri weiterlaufen lassen müssen, denn ich glaube, das Foul beging der eigene Mann…

    Antwort
    • Grad noch mal angeschaut: Mühl hat das nicht mitbekommen. Der Schiri pfeift auch erst, als der Ball über der Torauslinie ist. Hätte der VAR dann überprüft und wahrscheinlich kein Foul gesehen, weil es vor allem der eigene Mann war, Schäffler fällt zwar auch in Männel, aber n Foul seh ich nicht.

      Antwort
      • Tja, den hätte er machen müssen. Auch wenn er nicht optimal zum Ball steht, muss er ihn ja nur reintropfen lassen und nicht drüberwuchten. Schade, das war eine noch dickere Möglichkeit als Hacks knapper Fehlschuss, weil ich auch denke, dass uns der VAR den Treffer gutgeschrieben hätte.

        Antwort
  • Mühl hat sich ja nach der Szene geärgert also er hat auf jeden Fall nicht mitgekriegt
    dass abgepfiffen war.
    Der Pfiff von SR Heft kam ja erst nachdem der Ball Mühls Kopf verlassen hatte.
    Denke Tor hätte gezählt.

    Antwort
  • Ich finde die Bewertungen alle richtig. Man kann in den letzten Wochen schon einen roten Faden erkennen. Nimmt man das Derby weg, haben wir an defensiver Stabilität gewonnen. Das hat m.E. auch mit der Leistungssteigerung von Geis zu tun, der in den letzten Spielen einer der besten war. Auf der anderen Seite zeigt sich auch, dass uns ein gestandener offensiver Außenspieler fehlt, da werden Schleusener, Dovedan oder Singh auch nur einen positiven Ausrutsche hatten.

    M.E. sollte Hecking die Aufgabe angehen, dass man in der kurzem Winterpause neben Zrelak noch Schleuse oder Dovedan zumindest verleiht. Ein vorzeitiger Abbruch der Singh-Leihe steht wohl nicht zur Debatte. Für das eingesparte Budget könnte man dann einen offensiver Außenspieler und IM verpflichten. Ich denke nicht, dass man nun einen rechten AV verpflichtet, um Knothe nicht die Entwicklung zu verbauen.

    Antwort
      • Ich meinte IV – Innenverteidiger. Leider schaffe ich es nicht Korrektur zu lesen und stolpere eigentlich bei jedem Post über die Autokorrektur. Da wird dann auch schnell mal „weder“ zu „werden“: sorry.

        Antwort
    • Laut Liga-zwei.de, welches sich auf den „kicker“ beruft (siehe CU-Pressespiegel), soll ein Ersatz für Pascal Köpke kommen. Dieser solle indes finanziert werden durch einen Sponsor, so die Medien.

      Unserem Club drohe in diesem Geschäftsjahr ein Minus von 17 Mio. Euro. 8 Mio. aufgrund deutlich geringerer TV-Gelder sowie aufgrund fehlender Transfereinnahmen. 9 Mio. aufgrund fehlender Einnahmen bei Heimspielen (Ticketing, etc.)

      Damit ist eigentlich alles gesagt. Ein Wunschzettel macht in diesem Winter-Transferfenster keinerlei Sinn. Ebenso ist es Wunschdenken, dass man durch Verkäufe am Transfermarkt so große finanzielle Spielräume schafft, um selbst einkaufen zu können. Und auch mögliche Leihgebühren würden das Kraut auf der Einnahmenseite nicht wirklich fettmachen.

      Außerdem müssten sich erst Abnehmer finden, die den Spielern, nehmen wir mal Dovedan, selbiges Gehalt bieten. Doch anderen Vereinen geht es nicht besser als uns, bei einigen Vereinen ist der Gürtel mit Sicherheit noch etwas enger geschnallt als beim Club.

      Was also tun? Weiterentwickeln. Dinge verbessern. Mit den Spielern arbeiten, die hier sind. Mühl, Geis und Lohkemper konnten sich deutlich steigern unter Klauß. Mit Knothe hat das erste Talent den Sprung geschafft. Weiter so!

      Wichtig ist, dass man eine Mannschaft weiterentwickelt, die auf Sicht zu einem Aufstiegskandidaten reifen kann. Denn auf längere Sicht kann wohl nur ein Aufstieg und ein Naschen an den üppigen TV-Töpfen in Liga eins zur finanziellen Gesundung führen.

      In den bisherigen Saisonspielen wurde meiner Meinung nach ein Grundstein gelegt. Man sieht klare Fortschritte, im Verteidigen, im Umschalten. Man sieht eine Mannschaft auf dem Platz, die zusammen Ziele erreichen will. Man sieht, dass etwas zusammenwächst.

      Antwort
      • ich spinne mal rum, weiß auch nicht, ob der Spieler sowohl als Spitze (Schäffler-Ersatz) als auch auf außen (da fehlt uns eine Verstärkung) spielen kann – aber ich könnte mir Bobby Wood per Leihe vorstellen. Der HSV wäre so froh ihn loszuwerden, dass er sicher einen beträchtlichen Teil des hohen Gehalts übernehmen würde, es ginge nur um 6 Monate und Wood könnte in einem neuen Umfeld wieder zünden. Daneben kennt ihn Hecking. Ich finde, dass das Fantasie hätte.

        Antwort
        • Im Ernst? Bobby Wood? Dessen letzte gute Saison war vor fünf Jahren bei Union Berlin in der zweiten Liga. Seitdem kam er nirgends mehr unter x Trainern beim HSV und bei Hannover 96 über den Status eines besseren Ergänzungsspielers hinaus. Wenn wir jemanden ausleihen, dann hoffentlich einen Spieler, der uns weiterhelfen kann, sich nicht nur auf der Bank auszeichnet und Mittelstürmer haben wir doch sowieso schon einige im Kader.

          Hätte Gladzbach nicht jemanden für uns?

          Antwort
  • Dass wir nun häufiger 3er einfahren ist der Grund, daß man dann besser die ein oder andere Kröte wie das verlorene Derby wegstecken kann, weil mit Unentschieden kommt man da nicht vom Fleck. Ich finde es beeindruckend, wie sich Klauß als Cheftrainer Novize mit der Mannschaft nach der aufkommenden Druck Situation wegen dem verlorenen Derby befreit und mehr Ruhe im Umfeld geschaffen hat. Falsch hielte ich es jetzt irgendwelche Ziele zu korrigieren. Wir befinden uns mit 6 Mannschaften in enger Nachbarschaft die 19 o 18 Punkte haben. Nach der Beinahe Katastrophe oder wie Oliver Fritsch es mit seinem Buch nicht unrichtig als „Nahtoderfahrung“ beschreibt, sollte das Ziel das selbe bleiben, Stabilität gewinnen und sorgenfreier als letzte Saison.

    Antwort
    • Seh ich ganz genauso.

      Und, mal ehrlich, wir müssen schon auch realistisch bleiben. Höhere Ziele kann man erst dann anstreben, wenn man höheren Ansprüchen auch gerecht wird. So weit sind wir aber noch nicht. Wir alle haben Plan von dieser Sportart – und wir alle können sehen, was schon da ist und was noch fehlt. Insofern macht es keinen Sinn, jetzt unrealistischen Ziele nachzuhängen und tagzuträumen.

      Der VfL Bochum ist uns voraus im Spiel mit dem Ball. Ob da auch noch ein spät aufgegangenes Saatkorn von Verbeek mit drinsteckt – gut möglich. Fürth macht das mit dem Umschalten (noch) besser als wir. Und Holstein Kiel ist in vielerlei Hinsicht weiter, weil variabler, weil eingespielter, weil gewachsener.

      Der HSV ist uns auch weit voraus – was das Geldverbrennen anbelangt. Aufgrund seiner erneut immensen Investitionen muss man den HSV natürlich zu den Aufstiegsfavoriten zählen. Es ist aber nicht wirklich etwas mit Geduld Gewachsenes, sondern etwas in Panik Gekauftes. Mit einem Geld, welches der HSV im Grunde gar nicht hat. Als Club-Fan, der stets freundlich im schönen Hamburg, Deutschlands zweitschönster Metropole, begrüßt wurde, wünsche ich dem HSV und seinen Fans, dass der Verein diesen finanziellen Ritt auf der Rasierklinge übersteht.

      Was mich bei Klauß auch überzeugt hat bisher: Seine messerscharfen, nie beschönigenden Analysen. Er wirkte reflektiert und authentisch – auch in einer Phase, in der er schon angezählt wurde von einigen Fans. Nämlich nach dem 1:1 gegen Düsseldorf, mit welchem man das fünfte Mal in Folge sieglos blieb. Egal. Vergangenheit. Robert Klauß hat meiner Meinung nach viel Vertrauen verdient. Die nächsten Aufgaben heißen Heidenheim, HSV und Bochum. Schwierig. Bis dahin können Klauß und seine Jungs ein paar Tage chillen und hoffentlich abschalten. Verdientermaßen.

      Antwort
      • Zitat fränki:

        „Aufgrund seiner erneut immensen Investitionen muss man den HSV natürlich zu den Aufstiegsfavoriten zählen. Es ist aber nicht wirklich etwas mit Geduld Gewachsenes, sondern etwas in Panik Gekauftes. Mit einem Geld, welches der HSV im Grunde gar nicht hat. Als Club-Fan, der stets freundlich im schönen Hamburg, Deutschlands zweitschönster Metropole, begrüßt wurde, wünsche ich dem HSV und seinen Fans, dass der Verein diesen finanziellen Ritt auf der Rasierklinge übersteht.“

        Diesem Wunsch schließe ich mich aus vollem Herzen an – und ich denke, das tun wir alle. Gerade als Anhänger eines Vereins, der aufgrund mieser finanzieller Möglichkeiten zu einem harten Sparkurs verurteilt ist und – wie fränki ja selbst schreibt – in Zukunft noch stärker verurteilt sein wird, ist es Pflicht, Vereinen, denen durch Geldspritzen von woher auch immer nicht nur der Arsch gerettet, sondern sogar ein satter Wettbewerbsvorteil verschafft wird, alles Gute zu wünschen.

        Antwort
        • Gerne kläre ich das Missverständnis auf. 😉

          Ich wünsche dem HSV keineswegs alles Gute, schon gar nicht gegen uns, sondern ich wünsche ihm die notwendige Vernunft.

          Sollte der HSV durch sein „Leben auf Pump“ einen Wettbewerbsvorteil erlangen, ist dies an die Adresse der DFL zu richten.

          „Zuletzt war die Überprüfung der Lizenz-Kriterien zum 31. März 2020 wegen der Corona-Pandemie einmalig ausgesetzt worden. Dennoch konnte der HSV auch in diesem Jahr erneut alle finanziellen Kriterien der DFL erfüllen.“
          (Hamburger Morgenpost von Juli 2020)

          Wie auch immer das die Finanzakrobaten vom HSV auch machen – die DFL hat den HSV erneut durchgewunken. Muss man nicht verstehen. Mag man wie ich auch seltsam finden. Ist aber so.

          Antwort
          • Und immer wieder beschleicht einen der Eindruck, dass es Vereine gibt, bei denen die DFL bewusst wegsieht und andere, die besonders scharf in die Mangel genommen werden. Der Club gehört sicherlich zu letzterer Gruppe…

            Wir dürfen Meeske und Bornemann danken, dass es inzwischen keine Ansatzunkte mehr gibt.

            Tja Bornemann: als wir uns gegen St.Pauli so schwer getan haben, habe ich seine Kaderzusammenstellung noch gelobt. Zu früh gelobt, scheint mir.

            Antwort
          • Achtung, steile These: Bei der DFL dürften überwiegend Leute am Werk sein, die in ihrer Kindheit/Jugend (70er, frühe 80er) verinnerlicht haben, dass der HSV eine ganz große Hausnummer ist. Vielleicht schwingt da also diesbezüglich eine Art ‚too big to fail – Empfinden‘ im Handeln mit.
            Falls dem so sein sollte, dann plädiere ich dafür, die DFL-Gremien aus Fairness-Gründen künftig mal mit 100-120jährigen zu besetzen.

            Antwort
            • Eher die 120jährigen. Die Hundertjährigen würden wohl eher zu Schalke halten. Unsere ganz große Zeit kennen die auch nur aus Erzählungen. Und bewegte Bilder darüber gibts ja leider kaum… 😉

              Antwort
  • Fehlt bei der Bewertung von Schleusener ein Wort? Ich finde die Bewertung zwar ok, sehe aber nicht warum man bei einem Offensiv-Spieler kritisiert, dass er „nur“ 6 von 11 Zweikämpfen gewinnt. Das ist doch ein guter Wert

    Antwort
  • Na jedenfalls haben wir jetzt eine schöne Ausgangsposition für die Restsaison.

    Einschließlich der nicht mehr allzu unwahrscheinlichen Aussicht, dass es bis zum Saisonende gelingen könnte, die natürliche Weltordnung wiederherzustellen…

    Antwort
    • Das könnte klappen. Die Mannschaft ist jetzt um einiges besser und stabiler als in der letzten Saison. Vorallem ist es in der 2. Liga so, dass die Unterschiede zwischen den Mannschaften nicht sehr groß sind. Das heisst, der Weg nach oben ist durchaus möglich. Natürlich ist man auch wieder schnell unten, wenn es nicht so gut läuft. Man sieht es jetzt beispielsweise an Bochum, wie schnell es dann aufwärts gehen kann.

      Antwort
      • Also vor dem Hintergrund der letzten Saison wäre es schon unangemessen auf Aufstiegsplätze zu schielen, Mittelfeld bis oberes Drittel wäre ein großer Erfolg.

        Antwort
        • Ich meine damit nicht zwingend die Aufstiegsplätze, sondern erstmal nur den kleinen aufmüpfigen Verein aus der Vorstadt 😉

          Antwort
          • Ich meine damit nicht zwingend die Aufstiegsplätze, sondern erstmal nur den kleinen aufmüpfigen Verein aus der Vorstadt 😉

            Der kleine aufmüpfige Verein steht halt auf 3, wenn man davor will bleiben nur 1 und 2 😉

            Antwort
            • Tja, wenn es so ist, nehme ich es gerne. 😉

              Ich rechne aber eher nicht damit, dass sie am Ende auch noch so gut stehen. Die haben sich ihren Lauf recht früh genommen, zuletzt stottert es aber auch schon wieder ein wenig.

              Einstellig werden sie wohl bleiben, aber ich rechne eher mit den Plätzen 5 – 9. Das ist auch für uns ein realistischer Bereich.

              Antwort
            • Ich glaube nicht dass Fürth da oben bleibt, sie haben zwar die Qualität aber nicht die Breite der Qualität gerade in der Rückrunde fast ohne Winterpause glaube ich werden sie physisch Federn lassen.

              Antwort
  • Laut Liga2 wird der FCN diese Saison 17 Mio Minus einfahren! Das ist ein brutaler Hammer, der sämtliche Sparversuche der letzten Jahre in nur einer einzigen Spielzeit pulverisiert. Klingt, als wären wir zum Aufstieg verdammt! Oder/und müssen uns auf lange Jahre bitteren Sparens einstellen.

    Antwort
    • Irgendwie hat das Schicksal mit uns vorgesehen, dass wir nie auf einen grünen Zweig kommen. Wenn wir es dann einmal durch gute Arbeit in den Griff zu bekommen scheinen, dann kommt halt eine kleine Pandemie daher. Hauptsache immer am Limit bleiben….

      Antwort
    • Es ist auch kein Geheimnis und entspricht der Einschätzung, daß es die Vereine durchweg viel härter treffen wird jetzt in der 2. Saison mit der Pandemie. Ein Drama könnte Schalke werden wenn es mit 200 Mio Schulden in die 2. Liga geht. Wenn sie jetzt auch noch zuhause gegen Bielefeld verlieren wie am We geschehen…weiß ich nicht wer diese Abwärtsspirale stoppen soll auch kein Huub..

      Antwort
      • Schalke fällt seit Jahren von einem 2. Platz abgesehen auch nur durch HSV-mäßiges Geldverbrennen auf. Es wird in den nächsten 12 Monaten so viele Dramen geben da würde mich ein Neustart von Schalke in der Regionalliga so ziemlich am wenigsten berühren.

        Antwort
        • P.S. Wer glaubt, daß alles gut geht, kann ja einen Blick auf die Schalke-Anleihe werfen die Juli 2021 fällig wird, da gibt’s per heute für 90,65 Euro Einsatz am 7.7.2021 104,50 Euro zurück.

          (Keine Haftung, keine Empfehlung, keine Beratung im Sinne etc. etc. etc….)

          Antwort
    • Die Vereine – nicht nur der Club – müssen langsam beginnen die Ausgabenseite der Einnahmenseite anzupassen. Das geht vor allem dann, wenn es auf breiter Front geschieht. Wenn die Spieler, deren Gehälter sich in den letzten 30 Jahren in astronomische Höhen geschraubt haben merken, dass es woanders auch nur noch vergleichbare Magerkost gibt, ist ein Festhalten am Status Quo sinnlos.
      Dazu müssen sich die Vereine zusammensetzen und eine gemeinsame Linie erarbeiten, sonst gibt es ein Sterben auf breiter Front!

      Antwort
  • Ich kann sie natürlich nicht leiden. Aber man muss den Hut vor den Vorstädtern und ihrer Mentalität ziehen – und das auch noch in diesen scheußlichen Trikots: Respekt!

    Antwort
  • Man muss sich eben nicht einfach per se vor einem auf dem Papier übermächtigen Gegner verstecken, wie neulich ein anderer Zweitligist, dessen Spieler schon mit Anpfiff eine weiße Kapitulationsfahne verinnerlicht hatten.
    Da darf man sich was trauen, wirklich verlieren kann nur der übermächtige Gegner.

    Bravo Färrd.

    Antwort
    • Naja, es besteht schon noch ein Unterschied zwischen den Retortenbabys. Wenn Leipzig ernst macht, dann besteht auch zu Hoffenheim ein Klassenunterschied…

      Antwort
    • Zum einen kann man den Champions League Halbfinalisten Red Bull Leipzig nicht mit Hoffenheim vergleichen, wie @Optimist sagt.

      Zum anderen würden wir jetzt womöglich auch anders auftreten gegen Leipzig, als dies noch vor Monaten der Fall war. Weil sich seitdem etwas entwickelt hat bei uns.

      Fürth indes trat mit breiter Brust im Kraichgau auf – mit dem Wissen aus einer Reihe an Liga-Spielen, dass das eigene Umschaltspiel eine Waffe ist.

      Grundsätzlich ist dem Club im Pokal gegen auf dem Papier übermächtige Gegner ein mutiges Auftreten zu wünschen, das stimmt. Aber dieses Vertrauen in die eigene Stärke zieht man nicht für ein Zehnerle im Kaugummiautomaten – das muss man sich erst erarbeiten. Unsere Mannschaft tut dies gerade.

      Insofern macht es keinerlei Sinn, den Club-Auftritt gegen den Champions League Halbfinalisten Red Bull Monate danach zu kritisieren. Nur, weil Fürth in Hoffenheim weitergekommen ist – was mir auch nicht gefällt.

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  • M.E. hat es mit mehr als nur einem aktuellen Status Quo zu tun. Es ist ein Muster oder gar eine Corporate Identity.

    Wann haben wir uns denn das letzte Mal offensiv und mit unseren eigenen spielerischen Mitteln gegen einen vermeintlich deutlich überlegenen Gegner behauptet? Bei den wenigen Erfolgen wie das 0:0 zu Hause gegen den BVB oder 1:1 gegen die Bauern in der Erstligasaison, haben wir Beton angerührt und uns im eigenen 16er zusammenbolzen lassen (wobei das gegen FCB besser war, da hatten wir auch Konter). Und genau vor dem Hintergrund haben wir Pokal(Heimspiele) gegen Hertha und S04 kampf- und chancenlos verloren. Selbst gegen WOB im Pokal mit breiter Brust gegen einen angeschlagenen Gegner hat Köllner vor der Verlängerung einen Verteidiger für einen Offensiven gebracht. Und genau deshalb hat uns auch der HSV 2x abgeschossen. So meinte auch Klauss, dass man gegen den „Tabellenführer“ (Fürth !!!) nicht mehr erwarten hätte dürfen.

    Es ist ein Mangel an Zuversicht und die eigenen Stärken. Es hat also weniger damit zu tun, ob es gegen Hoffenheim, Leipzig oder Hertha geht, sondern Hauptsache gegen vermeintlich deutlich stärkere Teams.

    Und da es eine Trainer/, mannschaftsübergreifende Entwicklung ist, sehe ich es als chronischen Zustand an.

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    • Nein. Kann Dich da beruhigen.

      Dieses teils mutlos scheinende Auftreten gegen Mannschaften, die ein Zigfaches mehr kosten im Unterhalt, ist nicht wirklich Corporate Identity des 1. FC Nürnberg. 😉

      Wie Du selbst sagst, geht es um Zuversicht und Vertrauen in die eigene Stärke. Ist dieses vorhanden, kann man auch mal mit einem couragierten Auftritt eine Überraschung schaffen. So wie Fürth gestern in Hoffenheim.

      Die Betonung liegt auf Überraschung.

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      • Ich verstehe deine Begründung nicht. Ja, es ist Fakt, dass andere Team zigfach teuerer sind. Ja, es ist richtig, dass Erfolge gegen diese Budgets Überraschungen sind. Aber damit auch uns mehr Überraschungen, wie Fürth im Pokal, wie Heidenheim gegen den HSV (nach 0:2), wie Union mit einer Zweitligatruppe den Klassenerhalt in der ersten Liga zu schaffen, gelingen, müssen wir mehr aus unseren Möglichkeiten herausholen. Und das fängt bei der Mentalität an, die wir zumindest seit dem Hecking-Abgang als Trainer – oder vielleicht sogar seit Hans Meyer – nicht mehr haben.

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  • Ja, da hast Du Recht, @Andre. Ein Leistungsklima, welches zu einer Mentalität führt, habe ich in den vergangenen Jahren ebenso vermisst. Das war mir auch alles zu viel Ringelringelröschen. Beispiel gebend hierfür unser trauriges Intermezzo in der Bundesliga. Ein geplanter Abstieg, hieß es immer wieder – wo gibts denn sowas!

    Eine Chance, die aus meiner Sicht verschenkt wurde. Union Berlin ist mit selbigem Etat angetreten und hat die Chance genutzt – ohne Zweifel eine Frage der Mentalität, des Leistungsklimas und – okay – somit ist Dein Begriff Corporate Identity gar nicht mal so fehl am Platze, ich korrigiere mich somit.

    Nur – und das ist ja Diskussion gerade – diese damals fehlende Mentalität jetzt zu vermengen mit der Pokal-Niederlage gegen den Champions League Halbfinalisten Red Bull halte ich für völlig falsch. Denn ich bin durchaus der Meinung, dass gerade sowas wie eine Mentalität entstehen könnte.

    Und ich fände es toll, wenn Dieter Hecking es schaffen würde, dem Club ein anderes Selbstverständnis zu geben. Und ein Leistungsklima schaffen würde. Eine Zielorientiertheit. Lust am Erfolg. Wir sind der Club – und wir lassen uns nicht so schnell unterkriegen. Dies als Mentalität.

    Wie Hecking neulich sagte in einem Interview: Der Club ist kein 08/15-Verein.

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    • Wir sind einer Meinung. Auch ich würde kein einzelnes Spiel, wie das Aus gegen Leipzig, als Indiz für einen strukturelles Problem verwenden

      Antwort
      • Würdest Du dann bitte noch unterschreiben, dass Terodde beim HSV ungefähr drei Mal so viel bekommt wie Schäffler bei uns? Ist doch Weihnachten… 😉

        Nee, im Ernst, @Andre:
        Du hast in meinen Augen vollkommen Recht, indem Du sagst, dass uns immer nur starke Trainer „befruchtet“ haben in Sachen Mentalität. Hans Meyer. Dieter Hecking. Mit Abstrichen auch Rene Weiler und Michael Köllner.

        Aber, so meine Auffassung, müssen die Vorstände ein Leistungsklima schaffen nebst einer Spielphilosophie und einem, um im BWL-Sprech zu bleiben, Corporate Behaviour. Das aber hat Bader in all den Jahren nicht geschafft. Bornemann auch nicht. Und Palikuca schon mal gleich gar nicht.

        In meiner Welt gehört dies aber zum Anforderungsprofil eines Sportvorstandes. Insofern darf man diesbezüglich auch den Aufsichtsrat nicht aus der Verantwortung nehmen, der die Vorstände bestellt.

        Bei Dieter Hecking habe ich die Hoffnung, dass er Nachhaltiges schaffen könnte. Und zwar auch, was Mentalität anbelangt. Was eine DNA betrifft. Und wenn er auf der Hauptversammlung um Geduld bittet, dann will er uns alle nämlich genau da abholen.

        Was wir als Fans tun können? Nicht alles sofort wieder in Frage stellen, wenn es nicht mal gleich auf Anhieb läuft. Denn nur mit Kontinuität in Kombination mit den richtigen Führungskräften kommen wir da hin, wo wir unseren Club alle gerne sehen wollen.

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        • Ich war kein Bader Fan aber so ehrlich sollte man sein, wieviele Jahre war Bader beim 1.FCN und wieviele Jahre davon waren wir in der 1. Bundesliga? …. Wieviele Jahre n a c h Bader waren wir in der 1. Bundesliga…. 1? mit dem miesesten Saisonergebnis aller Zeiten, ohne Ausreden just facts.

          Nach meinem Empfinden haben wir uns nie wirklich nach Hecking erholt, also erholen wir uns jetzt wieder MIT Hecking, seine Trainerwahl soviel kann man schon sagen, war nicht schlecht auch Gruß an alle die meinten .. Hecking hat als Sportdirektor doch Null Erfahrung, wo sind die Zweifler jetzt – bitte melden?

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          • Mal abwarten, was passiert, wenn Dortmund doch noch den Gladbacher Trainer Rose holen sollte…

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            • Nein, das wird nicht passieren. Also mit Hecking wird das nicht passieren, was Du andeutest.

              Er geht derzeit voll in seiner neuen Aufgabe auf, um ihn davon abzubringen, muss es sich erst mal abnutzen. Das wird sicher noch eine Weile dauern.

              Und er wird es sicher nicht aufgeben, um Trainer in Gladbach zu werden. Vielleicht eines Tages, um Vorstand in Gladbach zu werden, wenn Eberl mal aufhören sollte.

              Davor hätte ich wesentlich mehr Angst…..

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            • Wenn Rose nach Dortmund gehen sollte, wird Eberl jemanden holen, der den Fußball von Rose spielen lässt. Somit scheidet Trainer Dieter Hecking kategorisch aus.

              Mal abgesehen davon, dass es einen Trainer Dieter Hecking wohl nicht mehr geben wird.

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            • Mal abwarten, was passiert, wenn Dortmund doch noch den Gladbacher Trainer Rose holen sollte…

              Hecking setzt sich nicht mehr auf eine Trainerbank und in Gladbach war er bereits. Sicher ist Klauß schon im Blickfeld aber eher im weiteren Kreis, akut sehe ich da noch keine Gefahr, er muß sich seine Meriten erst noch verdienen. Ich glaube was Gladbach angeht wird eher Tuchel wieder im Lostopf sein, sollte Rose das Trainerkarussel anwerfen. Ich vermute früher oder später, das hieße Saisonende, wird er beim BVB landen.

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            • In dieser Kategorie spielt Klauss noch lange nicht und es ist für mich komplett offen, ob er sich da überhaupt jemals reinentwickelt. Da hat re sowohl inhaltlich (Aufstellung, Wechsel) als auch medial verständlicherweise noch einen ambitionierten Reifeprozess vor sich.

              Ich denke, dass da die Kategorie Tedesco, Jessie Marsch, etc. schon 2 Schritte weiter ist.

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          • @Juwe

            Ich habe ja nicht gesagt, dass die Jahre unter Bader nur schlecht waren. Sein Kontakt zur Hertha bzw. der Ratschlag des damaligen Hertha-Managers Dieter Hoeneß haben uns Hans Meyer, den Pokalsieg und traumhafte Erlebnisse mit dem Club beschert. Und auch Trainer Dieter Hecking war ohne Zweifel eine gute Wahl. Womit die großen Leistungen Baders aber zuende erzählt sind. Ein neues Selbstverständnis weg vom Deppen-Image konnte er dem Club nicht verpassen, in all den Jahren und trotz Pokalsieg.

            Zu Dieter Hecking:
            Dass nach dieser Fast-Katastrophe ausgerechnet Hecking auf den Sportvorstand-Markt kam und er auch noch sogleich großes Interesse hatte beim Club einzusteigen, halte ich weiterhin für eine glückliche Fügung. Bislang konnte Hecking meiner Meinung nach überzeugen – doch es gibt noch viel zu tun.

            Antwort
            • Ja da stimme ich dir zu, es sind noch viele Schritte zu tun, schön ist es aber schon endlich wieder mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause zu gehen. Aber geht ja bald weiter..

              Antwort
  • Auch noch nie passiert: Wyscout hat – auf Hinweis – die expected Goals nach oben gewertet, weil sie den Freistoß von Geis aufs kurze Eck nicht erfasst hatten. Grafiken und Statistiken sind angepasst für Freunde von Vollständigkeit.

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    • Die werden künftig deine Artikel abwarten und dann ihre Statistiken publizieren, nicht mehr umgekehrt… 😉

      Antwort
  • Egal wer bei Stuttgart : Freiburg im Pokal weiter kommt, es wird auf jeden Fall ein ehemaliger Club- Torhüter sein.

    Antwort
  • Vor dem Spiel gegen den FCN am 20. Spieltag (gibt noch keine genaue Ansetzung)
    tritt Darmstadt am 2./3. Februar im Pokal Achtelfinale an.

    Antwort
    • Für mich der Mann des Jahres.

      Großes Tennis, mit welcher Überzeugung und mit welcher Freude Michael und Marek die Relegation angegangen sind. Das war für unseren Club überlebenswichtig.

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