Gleichwertig – Analyse zu Hamburg #FCNHSV #FCN

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Hamburger SV 1:1 (1:1) – Der FCN holt gegen den Tabellenführer einen Punkt und gestaltet das Spiel über 90 Minuten auf Augenhöhe
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Die Startelf, die Robert Klauß aufs Feld schickte, auch wenn er an der Seitenlinie von Frank Steinmetz und Tobias Schweinsteiger vertreten wurde, war im Vergleich zur Vorwoche personell identisch. Dennoch gab es eine Veränderung: Statt Sarpreet Singh spielte Robin Hack zentral, der Neuseeländer agierte dagegen auf den Außen. Von der Grundformation her agierte der FCN wie in den letzten Wochen so, dass er mit dem Ball im 4-2-3-1 gegen den Ball im 4-2-2-2 spielte.

Im Kader gab es im Vergleich zur Niederlage in Heidenheim eine einzige Veränderung: Statt Adam Zrelak saß Erik Shuranov auf der Bank. Die Bank war damit mit Shuranov (18), Pius Krätschmer (23), Tim Latteier (20), Linus Rosenlöcher (20), Noel Knothe (21) und Christian Früchtl (20) mit sehr vielen jungen Spielern bestückt. Eingewechselt wurden jedoch genau die drei älteren Spieler: Fabian Schleusener (29), Hanno Behrens (30) und Nikola Dovedan (26). 

Dabei wurde von Schweinsteiger/Steinmetz, aber auch von Daniel Thioune, sehr spät gewechselt. Bis zur 77. Minute spielten beide Mannschaften mit ihrer Startelf. Dann tauschte zunächst der FCN, brachte Schleusener für den angeschlagenen Hack. Das bedeutete, dass Singh ins Zentrum rückte und Schleusener auf rechts spielte. In den Schlussminuten kam dann Behrens für Singh, ein positionsgetreuer Wechsel, der bedeutete, dass Behrens hinter – oder eher neben – Schäffler spielte. In der Nachspielzeit bekam Nikola Dovedan dann noch einige Sekunden Einsatzzeit. Er ersetzte Tom Krauß. Allerdings nicht auf dessen Position im Zentrum. Da spielte dann Fabian Nürnberger, Nikola Dovedan nahm dann dessen Position auf links ein.

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 stellt die Passwege des HSV dar. Man sieht deutlich, dass hohe Passzahlen vor allem zwischen den Defensivspielern zustande kamen, die Passzahl in die Spitze aber deutlich abnahm. Eine kleine Ausnahme bildet die Passkombination, die vor dem 1:1 entscheidend war: Leibold auf Jatta. Überhaupt zeigt die Karte deutlich, dass das Spiel des HSV sehr linkslastig war. Wie viele Gegner zuvor auch, attackierte der HSV die rechte Abwehrseite des FCN. Allerdings sei zur Ehrenrettung des FCN gesagt, dass das Spiel der Hamburger in den meisten Spielen einen Linksdrall aufweist, weil viel über den Ex-Cluberer Leibold läuft. Auf der Kehrseite zeigt die Karte auch, dass der FCN die Seite mit Vagnoman und Kittel gut im Griff hatte und diese gar keine Entfaltungsmöglichkeiten hatte.

Grafik 2 vergleicht – wie so oft an dieser Stelle – verschiedene Werte nach Abschnitten. Hier sieht man gut, wie der Club vor allem nach der Pause es schaffte, den HSV zu kontrollieren. Der Pressingdruck war hoch, die Zahl der Hamburger Angriffe wurde konstant niedrig gehalten und das obwohl der Club sogar höher stand als vor der Pause. Daraus zeigt sich auch, dass ein aktiveres Verteidigen als in anderen Spielen dabei half, zu verhindern, dass der Punkt gegen ein Spitzenteam noch wirklich in Gefahr geriet. Man ließ sich eben nicht hinten reindrängen, verteidigte höher und aggressiver. Wird diese Herangehensweise fortgesetzt, kann man hier von Fortschritt sprechen.

Grafik 3 verdeutlicht dieses Verteidigen weiter vorne dann noch deutlicher. In der zweiten Halbzeit führte der Club seine Bodenduelle weiter vorne als in der ersten Halbzeit. Andererseits sieht man auch, warum die eigene Offensive noch Probleme hatte. Im eigenen Angriffsdrittel gewann der Club wenige Duelle. Das führte dann auch dazu, dass der Club nur sieben Ballkontakte im gegnerischen Strafraum hat. Das lag auch teilweise daran, dass der Club enorm oft Angriffe nicht zu Ende spielte, sondern schloss gleich sechs Mal einen Angriff mit einem Schuss aus mehr als zwanzig Metern ab. Der HSV hatte dagegen nur zwei solche Abschlüsse 

3. Einordnung

Der Punkt des FCN gegen den Spitzenreiter ist angesichts der Leistungen gegen Topteams in den letzten Wochen zunächst einmal überraschend. Bisher schaffte es der Club zwar stets nicht unterzugehen, aber eben nicht eine Leistung auf den Platz zu bringen, die für Punkte hätte reichen können. Gegen den HSV war das anders. Der Club benötigte eben keinen idealen Spielverlauf, sondern war einfach über 90 Minuten ebenbürtig. Die Beteuerungen beider verantwortlicher Trainer nach dem Spiel, dass man auf dem richtigen Weg sei, ergeben vor dem Hintergrund dieses einen Spiels Sinn. Ob sie nachhaltig sind, wird sich bereits am kommenden Wochenende gegen Bochum zeigen.

Für den Nachmittag gilt es das Positive herauszuheben: Der Club schaffte es den Spitzenreiter auf einige wenige Angriffe und Abschlüsse zu limitieren. Vor allem nach der Pause gelang es ihm die Räume eng zu machen und so weitgehend zu verhindern, dass der HSV gefährlich wurde. Vor der Pause war der Club darüber hinaus auch offensiv mit guten Ideen. Allerdings tat er sich im Angriffsdrittel noch schwer zielstrebig zu spielen. Symptomatisch waren zwei Szenen, in denen Tim Handwerker und Tom Krauß Bälle durch gute Antizipation in gefährlichen Räumen eroberten, es dann aber nicht schafften den eroberten Ball so weiterzuspielen, dass es gefährlich wurde.  

Natürlich könnte man einwenden, dass der HSV am Samstagnachmittag relativ schwach war. Damit würde man die Defensivleistung des FCN aber unter Wert verkaufen. So kam beispielsweise Hamburg im bisherigen Saisonverlauf fast 19-mal pro 90 Minuten in den gegnerischen Strafraum – nur der KSC und Fürth kommen auf mehr mit knapp 20. Der FCN schaffte es durch Räume verdichten und geschicktes Verteidigen, den HSV auf gerade einmal elf Ballkontakte im Nürnberger Strafraum zu beschränken. 

Am kommenden Wochenende wartet auf den FCN auswärts mit dem VfL Bochum die nächste Spitzenmannschaft. Allerdings spielt der VfL einen gänzlich anderen, deutlich direkteren Fußball als der HSV, so dass hier wieder andere Qualitäten gefragt sein werden. Dennoch macht der Auftritt vom Samstag Mut für die Aufgabe an der Ruhr.

4. Die Kennzahlen

Nürnberg   Hamburg
1 Tore 1
0,72 expected Goals 1,43
076 Post-shot expected Goals 1,39
12 Schüsse 11
3 Schüsse aufs Tor 4
20,6 Schussentfernung (Ø, m) 16,4
1 Ecken 5
2 Freistöße 1
13 Fouls 11
9,5 PPDA 13,1
5,7 Challenge Intensity 7,6
16,4 Spieltempo 15,8
7 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 11
00:12 Ballbesitzdauer (Ø) 00:17

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Ich habe ein gutes Zweitligaspiel gesehen. Wir haben unsere Idee durchgebracht, wie wir das Spiel gestalten wollten. Wir haben dem HSV viel Ballbesitz gestattet. Wenn wir uns tiefer haben reinfallen lassen, haben wir ein paar Probleme gehabt. In einer dieser Situationen fiel dann der Ausgleich. Bis auf diese Phase haben wir ein ordentliches Spiel gemacht. Mit dem Ball hatten wir gute Momente, haben die Räume gut genutzt. Ich bin zufrieden, wie wir es grundsätzlich gemacht haben. Es ist in allen Teilen des Spiels eine Entwicklung zu sehen. Auch wie wir verteidigt haben, war ordentlich. Für uns gilt es, dass wir das weiter so stabil halten. Ohne übertreiben zu wollen, glaube ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben zwar noch viel Arbeit vor uns, aber die Schritte, die wir tun, gehen in die richtige Richtung“

Daniel Thioune: „Aus meiner Sicht ist es ein leistungsgerechtes Ergebnis. Wir haben einen Moment gebraucht, um Räume zu finden. Der Club hat das gut gemacht, kompakt verteidigt und hatte gefährliche Konter. Wir haben immer mal wieder veruscht, fußballerische Lösungen zu suchen. Wir haben ein bisschen die Konsequenz in der Box vermissen lassen. Wir mussten immer aufpassen, dass der Gegner nicht in die Umschaltmomente kommt. Trotz des vielen Ballbesitzes und der guten Werte war unser Spiel nicht so zwingend wie in den letzten Wochen und das hat uns gefehlt.“

Tobias Schweinsteiger: „Wir können heute zufrieden sein. Wir haben gegen den Ball eine extrem starke Leistung gezeigt und fast alles perfekt umgesetzt, bis aufs Gegentor. Das war sehr ärgerlich, weil wir das vorher besprochen hatten. Wir haben auch mit dem Ball ein gutes Spiel gemacht, hätten nach Umschaltmomenten nur manchmal noch etwas cooler sein können. Aber es ist hier eine Entwicklung erkennbar. Es geht in die richtige Richtung. Wir haben den Punkt heute hochverdient hier behalten.“

Fabian Nürnberger: „Wir standen sehr kompakt, weil wir möglichst wenig zulassen wollten. Das haben wir als Mannschaft sehr gut gemacht. Wir haben auch guten Fußball gespielt und es nach vorne oft gut gemacht. Dass wir gegen den HSV einen Punkt geholt haben und mit ein bisschen Glück sogar drei hätten holen können, zeigt, dass wir auch mit Mannschaften von oben mithalten und gegen sie punkten können.“

Manuel Schäffler: „Wir haben Paroli geboten und alles reingelegt. Das 1:1 ist gerecht. Wir haben uns einige Chancen herausgespielt und müssen den letzten Pass noch etwas energischer spielen, dann werden wir solche Spiele auch gewinnen. Wir wollen uns immer weiter verbessern und heute war es wieder ein Stück besser, auch mit Ball. Wir haben einen Punkt gegen den Tabellenführer geholt. Jetzt wollen wir nächste Woche nachlegen.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 3- 3,5 3 3 6,8/10
CU-Urteil: Riesenreflex gegen Terodde, beim Gegentor sieht er unglücklich aus, kann aber wahrscheinlich wenig machen.
Enrico Valentini 4 4 3 3 6,8/10
CU-Urteil: War beim 1:1 im Niemandsland gefangen, auch weil er für sich und Singh abdecken musste, was zur Folge hatte, dass Mühl und Sörensen aufrücken mussten. Sonst defensiv nicht immer sattelfest gegen Leibold, aber in Ordnung. Nach vorne bis ins letzte Drittel okay, danach schwach.
Asger Sörensen 3- 3 3 3 6,4/10
CU-Urteil: Sieht beim 1:1 unglücklich aus, weil zu weit weg, kann aber auf Grund des Ablaufs des Angriffs eigentlich nicht zwischen Terodde und das Tor kommen. Sonst ordentlich, aber manchmal etwas hölzern.
Lukas Mühl +3 3,5 3 3 6,8/10
CU-Urteil: Sehr stabil in der Verteidigung, mit einem Ausflug nach vorne, der beinahe einen Konter eingeleitet hätte. Insgesamt aber sehr ordentlich.
Tim Handwerker 3 3 3 3 6,6/10
CU-Urteil Starke Ballgewinne. Im letzten Drittel dann aber mit Problemen den Ball anzubringen.
Tom Krauß +3 3,5 3 3 6,8/10
CU-Urteil Sehr bissig in den Zweikämpfen, auch wenn er nicht alle gewann. Seine kurzen Pässe zur Strukturierung im Mittelfeld sind wichtig.
Johannes Geis +3 4 3 3 7,6/10
CU-Urteil: Die tiefen Pässe kamen zu selten an. Sonst strukturierte er aber mit hoher Präsenz das Spiel, auch in der Rückwärtsbewegung ordentlich.
Robin Hack 3 3 3 3 7,0/10
CU-Urteil: Schöne Vorlage zum 1:0. Immer wieder mit Versuchen der Dynamik, auch wenn nicht alle gelang.
Fabian Nürnberger 2 2 2 2 7,5/10
CU-Urteil: Nicht nur wegen des Tores bester Nürnberger. Hohe Agilität und Bissigkeit in den Duellen. 
Sarpreet Singh 4 4,5 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Tut sich auf Grund seiner körperlichen Defizite sehr schwer in der Zweiten Liga. Kam im Laufe des Spiels aber besser rein und konnte einige gute Pässe anbringen.
Manuel Schäffler 3- 4 4   6,7/10
CU-Urteil: Mühte sich wie immer, war aber unglücklich in Tornähe, verpasste eine Ablage und scheiterte einmal an Ulreich.
Fabian Schleusener 6,6/10
CU-Urteil: Spielte in der Schlussviertelstunde für Hack. Wurde von Leibold so gefoult, dass er Gelb sah. Sonst kaum auffällig
Hanno Behrens -/10
CU-Urteil: Spielte in den letzten drei Minuten für Singh. 
Nikola Dovedan  -/10
CU-Urteil: Kam in der Nachspielzeit für Krauß.
  -/10
CU-Urteil:  
  -/10
CU-Urteil:  

24 Gedanken zu „Gleichwertig – Analyse zu Hamburg #FCNHSV #FCN

  • Die bekannt starke Offensive des HSV weitgehend ausgebremst. Dennoch für die Defensivspieler nur Durchschnittsnoten. Spricht für Mannschaftsverbund und Zusammenhalt. Zumindest in diesem Spiel war das richtig gut.

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  • Fixe Analyse; dann hoffe ich für dich du musst nicht mehr viel für die Schule vorbereiten und kannst den Sonntag genießen. Hätte nicht gedacht, dass der HSV bei den ecpected goals soweit vorne liegt. Ich fand die Leistung gestern auch sehr gut zumal gegen die wohl bestbesetzte Mannschaft. Vor allem spielerisch geht es langsam bergauf wo ich mir in der Hinrunde schon größere Fortschritte erhofft hatte. Das Gegentor fand ich sehr ärgerlich, da Jatta den Ball nicht viel anders spielen kann. Hier hätten unsere Mitspieler wacher sein müssen; auch Krauß hätte das Gegentor durch Durchlaufen verhindern können, aber ihn trifft keine Alleinschuld. Die Chance von Schäffler ist nicht bei den expected goals, oder? Wenn er da quer liegt gibt es wohl eine fast 100 % Torchance. Welches war denn die Torchance für en HSV in der 2. Halbzeit, die um die 30 % liegt? Bin jedenfalls positiv überrascht gewesen das wir gegen den HSV so gut mithalten können. Jetzt bleibt zu hoffen das wir das auch in den folgenden Spielen bestätigen können.

    Antwort
    • Gute Analyse aber man erkennt schon an diversen Werten, dass wir mit dem 1:1 gut wegkommen sind, mir fehlen ein paar wichtige Daten so wie Passquote, angekommene Pässe 446:266 für den HSV, Laufleistung absolut ausgeglichen beide um 117 km. Ballbesitz 61%:39% für den HSV. Zweikampfquote HSV auch etwas vorne. Also wir können gut mit dem 1:1 leben denke ich.

      Antwort
      • Der Ballbesitz ist wohl zum einen der Taktik geschuldet (siehe Aussage Klaus) als auch der generell dominanten Spielweise des HSV. Ich finde aber nicht dass der HSV einen Sieg verdient gehabt hätte. Finde es aber auch schade, dass die Passtatistiken ausgefallen sind. Insbesondere der Anteil der langen Bälle und die Passquote in den unterschiedlichen Dritteln (bzw. Hälften ist es glaub gewesen) halte ich für nicht unwichtig. Aber Flo seine Analysen haben schon hohes Niveau und selbst Klaus soll seine Analysen schon gelobt haben.

        Antwort
        • Das ist ehrlich gesagt einfach der Zeit geschuldet, das Ausrechnen davon, wie hoch der Anteil welcher Pässe war, kostet einfach ungefähr ne halbe Stunde. Deshalb war die Auswahl jetzt so geschuldet, dass ich gesagt hab, ich geb hier einerseits wieder, was man nicht anderswo findet, andererseits das, was ich für relevant halte (aber nicht erschöpfend relevant). Ich kann gern mal eine Symbolseite der Berichte online stellen und dann fragen, was ihr gerne immer dabei haben wollt.

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          • Hallo Florian,
            ich finde es immer schön, wenn man alle Daten an einem Platz findet. Deshalb würde ich gerne auch die trivialen Daten lesen, die man überall findet, auch wenn sie mal nicht so relevant sind. Das ist zwar schon die beste Spielanalyse im Internet 😉 , aber man ist ja immer noch steigerungsfähig…

            Basisdaten wie Laufleistung, Ballbesitz und Zweikampfbilanz finde ich aber immer interessant, darüber hinaus finde ich aber Zusatzinformationen wie Sprints und intensive Läufe, Ballbesitz in eigener und gegnerischer Hälfte sowie die Differenzierung in Offensiv- und Defensivduelle sehr aufschlussreich. Und das steht nicht in jeder Statistik. Auch wenn es mal für das einzelne Spiel keine Besonderheiten zeigt, so erlaubt eine regelmäßige Angabe immerhin den Vergleich zu anderen Spielen.

            Antwort
            • Hm, obacht, nicht das damit lizenzrechtliche Grenzen gesprengt werden. Das ist immer so eine Sache mit vermeintlich frei zugänglichen Daten.

              Antwort
    • Ziehe meine Frage bzgl. der Torchance des HSV in der 2. Halbzeit zurück. Fand es auch gut wie der Club situativ gepresst hatte und da auch einige Ballgewinne verzeichnen konnte. Aber auch das tiefe Stehen, auch wenn es wohl nicht ganz so gewollt war, hat m.E. gut geklappt; wenn wir hinten geordnet standen kam der HSV zu keiner nennenswerten Torchance.

      Antwort
  • Ich wundere mich, dass das Tor von Terrodde im xG so hoch bewertet wird. Das war doch eher schwierig, hier überhaupt an den Ball zu kommen, dichtes Gedränge, unübersichtlich…

    Oder zählt hier nur der „Schuss“ aus 5 m Entfernung?

    Für Mathenia war das wohl unmöglich zu halten. Im Prinzip war das ja wie ein im 5er abgefälschter Ball, also keine Zeit für eine Reaktion. Unglücklich, dass dieser Ball beim Kommen und Gehen genau die Lücken fand.

    Antwort
  • Vielen Dank für die tolle Analyse. Wie immer sehr lesenswert.
    Valentini hätte ich dennoch noch mit einer 3 bewertet, da er das 1:0 meiner Meinung nach auf Hack stark eröffnet hat und in dieser Situation den Raum gut erkannt hat.

    Antwort
  • Nürnberger war auch für mich der auffälligste Spieler, der zwischendurch sogar durch Kabinettstückchen glänzte. Was mich allerdings etwas verwundert, ist die Einzelstatistik der Spieler im Kicker, die für Nürnberger eine Zweikampfquote von nur 9% ausweist. Das muss ein (Druck-) Fehler sein, oder?

    Antwort
  • Bei Schleusener: „Wurde von Leibold so gefoult, dass er Gelb sah“.
    Hat Schleuse wirklich die gelbe Karte bekommen als er gefoult wurde?

    Ansonsten zu Singh: Ich werde nicht schlau draus, warum er immer so lange auf dem Feld ist. Er war eindeutig platt und wie hier richtig steht, ist er der Robustheit der 2. Liga nicht gewachsen.
    So wie er dauernd eine Chance nach der anderen erhält, sollten die restlichen jungen auch welche bekommen. Shuranov zum Beispiel!

    Antwort
    • Bei Singh könnte ich mir vorstellen, daß die Leihe günstiger wird, je mehr Einsatzminuten er bei uns bekommt und außerdem ist er imho der einzige „echte Zehner“ in unserem Kader und damit also gar nicht mit Shuranov, der Ukrainer ist ein waschechter Mittelstürmer, tauschbar.

      Da wäre eher Dovedan der positionelle Tauschpartner, aber wenn der Österreicher weiterhin so schlecht spielt, dann ist der der nächste Kandidat, dessen Namen ich vergessen könnte. Bei dem muß man sich auch fragen, was der im Training anbietet. Das könnte galaxienweit entfernt sein, von dem, was er uns Fans auf dem Spielfeld anbietet oder weshalb sonst bekommt er immer eine Einwechslung?

      Antwort
      • Eine 10er Position gibt es in unseren Systemen doch gar nicht, oder? Das ist doch auch angeblich der Grund warum der 10er Dovedan überhaupt nicht mehr auf die Beine kommt.

        Wenn der Leihdeal so gestaltet ist, dass es pro Einsatz günstiger ist, dann soll Klauss ihn halt immer erst zur 90. bringen.

        Antwort
        • Der Grund, warum der 10er Dovedan überhaupt nicht aus dem Quark kommt, scheint Dovedan selbst zu sein.

          Wobei Singh, der sich steigerte gegen den HSV, und Dovedan in meinen Augen nicht zwingend „potenzielle Tauschpartner“ sind. Singh ist eher ein Achter wie Iniesta. Und Dovedan eher ein Zehner wie Messi…okay, zugegeben, der Vergleich hinkt ein klein wenig, eweng. 😉

          Antwort
          • Was hat der Dovedan in Heidenheim für eine Saison hingelegt, oder? Habe Hdh damals mangels Interesse nicht näher verfolgt, ein Freund jedoch schon. Der meint, schon dort war sichtbar, dass Dovedan kein Dauerläufer, Fighter oder Spielgestalter ist. Aber er eine tolle Schusstechnik hat und in Offensivräume stößt, die viele gar nicht erkennen. Und seine Mitspieler natürlich für ihn schaffen müssen. Irgwendwie vergleichbar mit Marek Mintal.

            Unser Spielsystem, ja vielleicht sogar der moderne deutsche Fußball scheint die passende Position für Leute wie Mintal oder Dovedan nicht mehr zu kennen. Möglicherweise würde er jedoch bei einem anderen Verein wieder aufblühen, wenn der Trainer auf ihn setzt und die Spielausrichtung anpasst?

            Antwort
            • Tja. Für angebl. 2,5 Mio € im Sommer 2019 haben wir Canadi und Dovedan, letztere war mal Ö-U21 Nationalspieler unter demselben Trainer, wieder zusammengebracht.
              Das bisherige Ergebnis ist bekannt:
              „Nikola hat außergewöhnliche Stärken im Eins gegen Eins. Außerdem bringt er die Siegermentalität mit, die wir brauchen, um eine erfolgreiche Saison in der zweiten Liga zu spielen“, meinte damals Palikuca.
              Letzte Saison hat er noch 5 Tore und 4 Assists mit zum Klassenerhalt beigetragen. Diese Saison ist er Ersatzspieler und hat Infolgedessen auch nur bisher ein Tor erzielt und war meistens, freundlich ausgedrückt, unauffällig.

              Das kann mE doch nicht nur an einer anderen Position liegen?

              Antwort
              • Da spielen immer mehrere Faktoren mit rein angefangen mit dem Vertrauen des Trainers und Selbstvertrauen des Spielers, beides scheint nicht übermaßen vorhanden zu sein und klar, am Ende muß sich ein Spieler das auch erarbeiten. All das ist eben nicht ausreichend vorhanden.

                Antwort
              • Ich war von seinem Transfer begeistert, dachte mir, dass das nachdem er 2 Jahre starke Leistungen in Heidenheim auf den Platz gebracht hat, genau die Kategorie von Spieler ist, die wir gerade noch so bekommen und deshalb auch verpflichten müssen. Und seine ersten Einsätze, z.B. in Dresden und zu Hause gegen Heidenheim hat er mich darin auch voll bestätigt: kräftig und durchsetzungsstark im Zweikampf, gute Schusstechnik, Scorer. Irgendwie ist das nach 8 Spielen abgebrochen…kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass das nur an seiner Position liegt…ist ja auch nicht so, dass er von außen immer krass nach innen zieht. Man sieht ihm die Unzufriedenheit längst an: Körpersprache, Frustfouls, schwache Abschlussversuche.

                Antwort
          • Singh ist sehr laufstark und auch sehr passsicher, da stehen eine relative Laufleistung von über 12,5 km/90 min in der Stistik und zuletzt eine Passquote von fast 90%. Und das bei einem eher offensiv orientierten Spieler. Seine Einsatzzeiten haben schon ihre Berechtigung, auch wenn er in manchem Individualduell etwas leichtgewichtig wirkt, hat er dennoch mit über 40% eine respektable Zweikampfbilanz. Er fügt sich immer besser ein, sticht aber einfach noch nicht heraus (was vielleicht manche erwarten, weil einfach noch nicht die Torgefahr erkennbar ist, die er als Vorschusslorbeeren mitgebracht hat). Die Arbeit im Verborgenen trägt aber zur Gesamtstabilität bei und ich denke, er ist durchaus ein Faktor im Kombinationsspiel. Das werden die Trainer wohl auch so sehen, was dann seine Einsatzzeiten erklärt.

            Antwort
            • Das ist Physik Leichgewichte sind meistens laufstark und haben mehr Ausdauer, weil es einfach weniger Gewicht zu bewegen gibt. Iniesta war auch so ein klassiker. Fußball ist eben ein Laufsport, daher würde ich bei Singh das nicht als Problem ansehen solange er im Mittelfeld und nicht als IV tätig ist. Dennoch ist es ein Prozess sich von der 3. Liga auf die robuste 2. Liga einzustellen, das wird schon noch.

              Antwort
              • haben wir ihn denn auch für 2 Jahre ausgeliehen? Denn wenn es nur für diese Saison ist, muss der Prozess jetzt ganz schnell gehen, dass wir zumindest noch in den letzten 10 Spielen von ihm profitieren. Der Abgang Misidjans gibt ihm in jedem Fall deutlich mehr Potenzial für Einsatzzeit.

                Antwort
  • Habe mir 2. Halbzeit Braunschweig vs . Fortuna angeschaut.
    0 Torchancen in der 2. Halbzeit.
    Aber Vereine auf den Plätzen 15 – 18 am 15.Spieltag mit 8 von 12 möglichen Punkten.

    Antwort

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