Club leiht Mats Møller Dæhli aus

Der FCN verstärkt für die Rückrunde seine Offensive mit dem 25-jährigen Norweger.

Møller Dæhli kommt vom KRC Genk zum FCN. Der Club besitzt eine Kaufoption für die Zeit nach dem Ende der Leihe am 30.6.2021. Bei den Belgiern war die Karriere des 24-maligen norwegischen Nationalspielers in Stocken geraten. Im vergangenen Winter war er vom FC St. Pauli nach Limburg gewechselt, dort aber nie über Reservistenrolle hinaus gekommen. Bis zum Abbruch der Saison nach dem 29.Spieltag war Møller Dæhli auf lediglich drei Einsätze gekommen, die meiste Zeit hatte er mit einer Oberschenkelverletzung gefehlt. In dieser Saison hatte er zunächst noch dreimal in der Startelf gestanden, mit der Entlassung von Hannes Wolf verlor Møller Dæhli jedoch nicht nur den Platz in der Startelf, sondern sogar seinen Kaderplatz. Seit dem 28.9. hat der Norweger somit genau ein Plflichtspiel bestritten: Beim 1:1 der norwegischen Nationalelf in der Nations League gegen Österreich führte er seine Nationalelf als Kapitän aufs Feld. Das lag allerdings daran, dass die gesamte norwegischen Nationalelf nach einem positiven CoViD-Test eines Betreuers in Quarantäne musste und so eine völlig neue Truppe das letzte Gruppenspiel des Wettbewerbs bestreiten musste.

In der Tatsache der fehlenden Spielpraxis liegt auch das größte Wagnis am Transfer des Norwegers. Denn seine Zweitligatauglichkeit hat der Offensivspieler bereits unter Beweis gestellt. In 84 Zweitligaspielen legte Møller Dæhli vierzehn Treffer auf, erzielte fünf selbst und sorgte bei fünf weiteren für das Zuspiel zum Assist. Eine gewisse Qualität in Tornähe bringt Møller Dæhli, der auf allen Positionen in der Offensive eingesetzt werden kann, vor allem aber über links kommt, also mit. Hinzu kommt, dass ihn eine gewisse Dribbelstärke auszeichnet und er auch Schlüsselpässe spielen kann. Eine Qualität, die in den meisten Darstellungen nicht erfasst wird, aber essentiell für sein Spiel ist, ist Møller Dæhlis Fähigkeit im Gegenpressing. Hier ist der Norweger präsent und aggressiv und könnte mit diesen Vorzügen das Nürnberger Spiel beleben. Gerade solange unklar ist, ob und wann Felix Lohkemper wieder einsatzfähig ist und da Pascal Köpke den Rest der Saison ausfällt, ist ein weiterer Offensivspieler auf jeden Fall von Nöten gewesen.

Berater von Møller Dæhli ist Jim Solbakken, der einst Even Hovland an den Club vermittelt hat, mit Havard Nordtveit noch einen Ex-Cluberer und mit Zlatko Tripic und Velon Berisha auch zwei Ex-Fürther unter Vertrag hat. Sein bekanntester Klient ist jedoch ein Trainer: Ole Gunnar Solskjær, Coach von Manchester United. Der hat auch viel mit Møller Dæhlis Karriere zu tun. Die startete in der Jugend von Lyn Oslo, von wo er – nach einem Intermezzo bei Stabæk Fotball – im Alter von 16 Jahren in die Akademie von Manchester United wechselte. Nach knapp zwei Jahren in Carrington holte ihn dann eben jener Ole Gunnar Solskjær nach Norwegen zurück. Der trainierte zu diesem Zeitpunkt Molde FK, für die er im Alter von 18 Jahren dann Debüts in erster Liga, Pokal und Europa League feierte. Als Solskjær im Januar 2014 von Molde zu Cardiff City wechselte, nahm er Møller Dæhli mit. So debüttierte Møller Dæhli mit 18 Jahren in der ersten englischen Liga. Wo? In Old Trafford, also bei Manchester United, dem Verein, wo er in der Jugend gespielt hatte und den sein Trainer mit einem Treffer in der Nachspielzeit 1999 zum Champions League Sieger gemacht hatte.

Den Abstieg der Waliser aus der englischen Premier League konnten beide nicht verhindern und nach einem holprigen Start in die Zweitligasaison trat Solskjær im September 2014 zurück. Für Møller Dæhli bedeutete dies nur noch sporadische Einsätze unter dem neuen Coach Scott Young und im Januar einen Transfer zum SC Freiburg. Auch dort tat sich der Norweger schwer Spielzeit zu erhalten, kam in der ersten Mannschaft unter Christian Streich in zwei Jahren nur zu sechs Ligaspielen in erster und zweiter Liga, ehe er im Januar 2017 an den FC St. Pauli verliehen wurde. Dort avancierte Møller Dæhli sofort zum Stammspieler und Publikumsliebling, ehe er im Januar 2020 nach Genk wechselte.

Der Club zitiert Dieter Hecking mit den Worten: „Mit Mats haben wir einen Spieler verpflichtet, der über eine Menge Erfahrung in der 2. Liga verfügt. Neben der Tatsache, dass er beim FC St. Pauli Publikumsliebling war, gehörte er auch zu den Leistungsträgern. Mit seinem Wechsel nach Genk haben sich seine Wünsche nicht erfüllt. Mats wollte unbedingt wieder spielen und wir haben schon frühzeitig mit ihm Kontakt aufgenommen. Am Ende hat er sich trotz anderer Offerten für den Club entschieden. Darüber freuen wir uns sehr.“

Datenvergleich via Wyscout, Daten von Møller Dæhli aus dem Kalenderjahr 2019, die der Clubspieler aus der Saison 2020/21. Also allesamt aus der Zweiten Bundesliga.

54 Gedanken zu „Club leiht Mats Møller Dæhli aus

  • Boah, als ich den Namen gelesen habe dachte ich mir „bitte nicht“. War in meinen Augen bei St. Pauli auf keinen Fall sowas wie ein Leistungsträger. Hat sich oft nach außen abdrängen lassen. In der Breite haben wir doch genug Spieler, die nicht in Form sind im Zentral-offensiven-Halbraum-Außen-Innen-Mittelfeld, oder wie man auch immer diese Positionen nennen will (Dovedan, Schleusener, Singh). Dann doch lieber den Kaderplatz fest an einen Spieler aus der U21 geben.

    Møller Dæhli macht uns meines Erachtens weder besser noch variabler.

    Aber ich hoffe, dass ich mich komplett täusche und er uns den Jovic macht – Tore machen bevor die Koffer ausgepackt sind.

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    • Bin selbst St. Pauli Fan und kann Euch gerne mehr Kontext geben. Mats war, wenn er nicht verletzt war, stets Leistungsträger. Er hat oft links gespielt, bevor man ihn dann auf die 10 gezogen hat, und dort wirklich stark gespielt hat. Trotz seiner 5 Tore halte ich ihn für torungefährlich, sein Abschluss ist leider zu schwach. Hätte er diese Schwäche nicht, wäre er für mich auf jeden Fall ein Erstligaspieler.
      Als Vorbereiter ist er wirklich überragend, kaum vom Ball zu trennen. Er war ja auch bei uns im Gespräch, anscheinend konnten wir ihn finanziell nicht wuppen. Ich hätte mich auf jeden Fall sehr gefreut, da er auch ein feiner Mensch ist. Hätten wir ihn gebraucht? Offensiv sind wir eigentlich jetzt sehr gut aufgestellt, Burgstaller ist ein Leader, spielt unfassbar stark und auf der 10 blüht Kyereh auf und hat nach 5 Monaten soviele Tore wie Mats nach 3 Jahren geschossen. Fazit: Wenn Ihr einen starken 10er braucht, habt ihr ihn jetzt. Er ist das perfekte Bindeglied zwischen Sturm und Defensive. Euren Sturm kann ich leider nicht beurteilen, aber er wird ihnen gute Vorlagen zuspielen. Ich wünsche ihm alles Gute bei Euch, geht gut mit ihm um. Er funktioniert nur bei Vertrauen. Ich würde mich freuen, wenn er eines Tages wieder auf St. Pauli spielt.

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      • Cool, danke dir für die tolle Einschätzung! Dein Wort in Gottes Ohr…
        Aber wenn er auf der 10 am Besten ist, sehe ich schwarz – diese Position gibt es in Nürnberg schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Dennoch wurden mit Dovedan und Singh zwei 10er verpflichtet…

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  • Keine Spielpraxis….ein Leihspieler sollte normalerweise gleich funktionieren. Mir wäre trotzdem einer für den Abwehrbereich lieber gewesen….

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    • Wie viel Spielpraxis hatte Burgstaller als er zu uns kam? Wir sind uns glaube ich einig, dass der sofort funktioniert hat. Spielpraxis, sofort helfen, und bezahlbar wird nun mal schwierig.

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    • Also Spielpraxis generell hat er ja genug, er ist ja kein Nachwuchsspieler, wenn auch nicht aktuell weil der letzte Trainer nicht auf ihn setzte, aber dafür kommt er vielleicht mit weniger Wehwechen oder Verletzungen als wenn er voll durchgespielt hätte, vielleicht ist er dafür hungriger und frischer. Siehe Kerk der bei uns auch kaum Spielzeit hatte und bei Paderborn sofort aufblühte. Von daher sind das alles Spekulationen die nicht entscheidend sind.

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  • auf den ersten blick eine überflüssige leihe im falschen mannschaftsteil. aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

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    • Wie man angesichts dessen, wie hier regelmäßig – zu Recht – über Dovedan, Schleusener, Singh, etc. gesprochen wird, von „überflüssig“ und „im falschen Mannschaftsteil“ sprechen kann, ist mir fast ein so großes Rätsel, wie die – in meinen Augen – haarsträubende Aussage, Møller Dæhli sei kein Leistungsträger bei St. Pauli gewesen, die sich wirklich weder objektiv (anhand der Fakten bei St. Pauli) noch subjektiv (anhand der Reaktionen der Fans bei St. Pauli) belegen lässt. Dass man möglicherweise sagt, ein Defensivtransfer ist darüber hinaus wünschenswert, ist für mich schon nachvollziehbar, aber dennoch fehlt es offensiv beim „Flügelzehner“ an einer Besetzung, die mehr tun kann als Mangel verwalten. Daher fällt es mir schwer, nachzuvollziehen, warum man da von „überflüssig“ spricht.

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      • Laß Dich doch von so einem unqualifizierten Kommentar nicht auf die Palme bringen, Flo.
        Das Anrecht dazu hab nur ich im Stadion hinter Dir sitzend 😉
        An anderer Stelle hat jemand doch tatsächlich und ernsthaft Großkreutz als Verstärkung ins Gespräch gebracht. Das sagt doch alles.

        Prima, mit dem Møller Dähli können wir dann unsere Ersatzbank hoffentlich verkleinern.
        Dennoch wären da noch ein Ersatz für Ewerton in seiner guten Zeit bzw Mavropanos in der Innenverteidigung und ein dominanter Sechser auf dem Wunschzettel.

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      • @Flo:
        Ich schätze bezüglich unseres geliebten ungeliebten Ruhmreichen vermutlich keine Meinung so hoch ein wie deine. Aber bei MD sehen glaube ich irgendwie alle nur das letzte halbe Jahr auf St. Pauli. In dem halben Jahr davor war er völlig abgetaucht und in dem halben Jahr davor etwas besser, und jetzt seit einem Jahr wieder komplett von der Bildfläche verschwunden. Ich glaube halt nicht, dass er Variabilität rein bringt oder bestehendes Personal höherwertig ersetzen kann. Es kann sein, dass er performt weil er keinen „oh Mann wir verlieren immer“-Rucksack dabei hat – würde mich freuen. Dafür hat er den „habe seit August nicht mehr länger als 45 Minuten gespielt“-Rucksack dabei.

        Sinnvoller als Ivo Ilicevic ja, aber ich glaube, nicht wesentlich.

        Würde mich über eine Leihe von Löwen freuen. Hat im letzten halben Jahr auch nicht gespielt, könnte aber die teils vakante Position im defensiven Mittelfeld kämpferisch ausfüllen.

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        • „Überflüssig.“

          „Nicht wesentlich sinnvoller als Ivo Ilicevic.“ Und somit nicht wesentlich sinnvoller als die „Mutter sinnloser Transfers“.

          Diese dann doch bescheidene und erfrischend genügsame Erwartungshaltung wird Mats übererfüllen. Da bin ich mir doch ziemlich sicher. 😉

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        • Ich habe MMD auf Pauli auch nicht als einen richtig guten Spieler in Erinnerung und bin sowieso immer zurückhaltend, wenn Spieler eher kleiner und vermeintlich weniger durchsetzungsstark sind. Zuviel habe ich on Leuten, wie Palacios, Singh und Co. gesehen. Lasse mich aber liebend gerne positiv überraschen..

          Löwen wäre ganz stark gewesen. Vielseitig einsetzbar, torgefährlich. Sein Gehalt und 1.Liga-Anspruch sind aber wahrscheinlich zu große Hürden.

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      • Überflüssig meint hier, dass der Club seine manchmal erfolgreiche Offensivarbeit sehr oft mit haarsträubenden defensiven Fehlern zunichte macht. Wird wohl kaum einer bestreiten können. IV, dazu die Seite von Valentini, da liegen zusammen mit dem Fehlen eines wirklich starken 6ers die Hauptprobleme. Dazu hat man eh kein Geld. Warum also nun einen Offensiven? Ich sehe Dovedan und Singh genauso kritisch, aber immerhin tummeln sich vorne auch noch Schäffler, Lohkemper und Hack. Auf jeden Fall deutlich mehr Qualität als hinten.

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        • Ja, wobei die offene rechte Seite eben auch mit dem Defensivverhalten der Offensivspieler zu tun hat. Da ist ein aggressiver Presssingspieler wie MMD auch von Vorteil, weil er Valentini, für den ich gern zumindest eine valide Alternative im Kader hätte, so dass nicht IV oder LA als RV aushelfen müssen, deutlich entlasten könnte.

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        • Das sind zwar alles Offensivspieler, aber Lohkemper ist ein Stürmer, Hack ein sehr talentierter Individualist, den man in Position bringen sollte. Dovedan spielt auf der halbrechten Position eigentlich in der falschen Rolle, ist meiner Auffassung nach eine hängende Spitze, auch den muss man um den Sechzehner herum anspielen. Singh ist potenziell ein feiner Fußballer, der eigentlich das Spiel in den Strafraum gestalten könnte, er kommt aber über gute Ansätze nicht hinaus.

          Folge, und das wurde auch letzte Saison von vielen im Forum bereits festgestellt, wir haben viele Spieler, die im und um den Strafraum herum Qualitäten besitzen, Stürmer, wir haben aber kaum smarte Spieler, die durch effektive Pässe in der Lage sind diese Spieler auch einzusetzen (war Möhwald der letzte?). Das Spiel im Mittelfeld gestaltet Geis effektiv (auch Mühl sehe ich aus der Abwehr heraus sehr verbessert), aber die sauberen Pässe im letzten Drittel, die passen nicht. Möller Dählie könnte da weiterhelfen.

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  • Problematisch sind nur die Sonderzeichen beim Kommentieren. Wie soll man den armen Mats richtig bashen, wenn man ihn nichtmal schreiben kann? Vielleicht sollten wir irgendwo ein æ und ein ø zum Anklicken deponieren 😉

    Μαβροπανος war auch so ein unmöglicher Name….

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  • Hat zwar mal mehr und mal weniger Aussagekraft, aber der kicker ranked ihn letzte Saison zur Winterpause immerhin auf Platz zwei unter den offensiven Mittelfeldspielern. Die Verbindung vom offensiven Mittelfeld in den Sturm funktioniert bei uns nicht. Er könnte diese Lücke füllen. Bin zunächst einmal positiv überrascht. Mal sehen.

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  • Ich würde es einordnen unter „Kann eine Verstärkung sein“ dafür müsste uns aber auch das Verletzungspech/Glück zur Seite stehen und das steht mit dem FCN ja auch eher auf Kriegsfuß.

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  • Misidjan weg, Köpke langfristig verletzt, Schleuse und Dovedan bleiben ein Rätsel, Zrelak bleibt Zrelak, Singh braucht noch Zeit. Wir haben im Offensivbereich also durchaus Handlungsbedarf, im mental-kämpferischen Bereich ohnehin. MD kann einen Teil dieser Lücke durchaus füllen, wenn er an seine Leistungen bei Pauli anknüpft. Dies setzt voraus, dass er sofort als Verstärkung auftritt, also fit ist und keine Anlaufphase benötigt.

    Braucht er hingegen erst noch Spielpraxis bis er rund läuft, outet sich Hecking als Optimist. Denn dann geht er davon aus, dass wir a) die Klasse halten und b) finanziell auch zur neuen Saison in der Lage sein werden, für MD die Kaufoption zu ziehen und Ablösen zahlen zu können.

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  • Jetzt ist doch üblicherweise die Zeit, in der die Transfers für die kommende Spielzeit angeschoben und im Bestfall auch fix gemacht werden. Viele Verträge laufen aus. DH hat in einem Interview klar gemacht, dass er dies als Chance sieht, den Kader deutlich zu verändern. Doch wer soll kommen? Keine Namen, keine Gerüchte, völlige Stille statt Vorfreude. Hält eventuell Unruhe von der aktuellen Mannschaft fern, aber mir als Fan fehlt das Diskutieren und Spekulieren darüber.

    Dass der Club ein weiteres Mal keine Planungssicherheit hat bezüglich der Ligazugehörigkeit, hilft sicherlich nicht, neue Spieler zum FCN zu locken. Auch ist es mir ein Rätsel, wie wir Ablösen (Kaufoptionen) zahlen wollen hinsichtlich der immensen Tiefe des Corona bedingten Finanzlochs. Das Thema Klassenerhalt dürfte uns auf absehbare Zeit näher liegen als der Gedanke an einen Aufstieg.

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    • Doch wer soll kommen? Keine Namen, keine Gerüchte, völlige Stille statt Vorfreude. Hält eventuell Unruhe von der aktuellen Mannschaft fern, aber mir als Fan fehlt das Diskutieren und Spekulieren darüber.

      Setz doch einfach ein paar Gerüchte in Umlauf, die wären sicher genauso substantiell wie die der Vierbuchstaben Zeitung und wir können dann gern diskutieren ;-). Nein im Ernst, ich fand die Diskussion über mögliche Zugänge und ob diese sinnvoll sind selten richtig fruchtbar. Uns fehlt die Experise und die Information. Wir wissen nicht wer wahrscheinlich zum Sommer geht, wir wissen nicht wen der Trainer als zu schwach für die Aufgabe in der neuen Saison ansieht und wir wissen nicht, wie sich die Spieler im Training zeigen. Bei den Transferspekulationen ist mir immer zuviel Konjunktiv drin. Und wenn dann einer wirklich kommt, dann kenne ich den oft nicht gut genug, ich habe ja auch nicht die Datenbanken von Florian zur Verfügung und wenn ich ihn kenne, wie z.B. einen Dovedan oder einen Köpcke, dann sagt die Leistung beim Altverein oft herzlich wenig über die Leistung bei uns aus.

      Durch die ständigen personellen Änderungen auf der Trainerposition ändern sich halt die Anforderungen an die Spieler auch ständig bei uns. Selbst wenn Canadi und Keller einen Transfer im letzten Jahr gut fanden, den Spieler für Ihr System gebraucht haben, dann heißt das eben noch lange nicht, dass der Spieler jetzt auch ins System von Klauß passt. Bzw in dem System seine Stärken ausspielen kann. Denn eines ist für mich klar, wir müssen unseren Spielern Aufgaben geben die zu ihren Fähigkeiten passen, so gut sind die Spieler, die wir uns leisten können, nicht, dass sie viele unterschiedliche Aufgaben auf hohem Niveau ausfüllen können.

      Solange wir auf der Trainerposition immer wieder Wechsel haben, weil wir unzufrieden mit der Leistung der Mannschaft sind, sprich die Ideen des gehenden Trainer auf keinen Fall fortsetzen wollen, weil als „zu schlecht“ für uns empfunden, solange werden wir Spieler haben, die bei uns schlechter spielen als beim abgegebenden Verein und auch beim Verein zu dem sie Hinwechseln. Und so lange werden wir uns wundern, warum wir relativ viel Geld für Spieler ausgeben, Transfer oder Gehalt und so wenig Leistung dafür bekommen.

      Dass der Club ein weiteres Mal keine Planungssicherheit hat bezüglich der Ligazugehörigkeit

      Da bin ich deutlich zuversichtlicher, ich glaube nicht dass wir absteigen, es kann aber schon sein, dass wir bis uzum Schluss gegen den Abstieg spielen. Aber ich bin sicher Klauß hat die Unterstützung von Hecking und kann am Ende die Mannschaft so stark machen, dass sie drin bleibt.

      Auch ist es mir ein Rätsel, wie wir Ablösen (Kaufoptionen) zahlen wollen hinsichtlich der immensen Tiefe des Corona bedingten Finanzlochs.

      Da dieses Loch bei anderen Vereinen ähnlich hoch sein wird, sind diese halt auch auf kleine Transfererlöse angewiesen. Bzw. müssen manche Spieler schlicht vom Gehaltszettel bekommen. Ich denke wir werden im Sommer schon den einen oder anderen Spieler bekommen können. Natürlich müssen dann auch Spieler gehen, wenn Behrens und Dovedan abgegeben werden können, dann haben wir schon auch wieder Spielraum, allein durch den Wegfall des Gehalts.

      Das Thema Klassenerhalt dürfte uns auf absehbare Zeit näher liegen als der Gedanke an einen Aufstieg.

      Auch da bin ich deutlich positiver, in Liga 2 kann man mit 1-2 Jahren guter, konstanter Arbeit viel gutmachen, das hat Köllner gezeigt, der eine Mannschaft, die gegen den Abstieg gespielt hat zum Aufstieg geführt hat.

      Oder schaut Fürth an, die haben in der Saison 17/18 den 15. Platz nur aufgrund der besseren Totdifferenz erreicht und spielen letzte Saison ordentlich mit, waren Mitte der Saison sogar mal in Schlagweite zu den Aufstiegsrängen und sind heute oben mit dabei. Zwei Spielzeiten kontinuierliche Arbeit reichen um zu einem Spitzenteam der 2. Liga zu werden.

      Dazu kommen immer wieder Beispiele von Mannschaften die den Durchmarsch aus Liga 3 in die Bundesliga schaffen. In Liga 2 gibt es tatsächlich noch die Chance mit guter Arbeit sportlichen Erfolg zu generieren, hier sind die finanziellen Unterschiede nicht so groß, dass man gar keine Chance auf den Aufstieg hätte. Selbst die Absteiger aus Liga 1 sind nicht immer zu 100% gesetzte Aufsteiger, gerade Hamburg hat das jetzt schon zweimal gezeigt, ebenso Hannover. Spannend dabei, beide Vereine haben nicht auf Kontinuität gesetzt, sondern dachten es wäre sinnvoll immer wieder das Ruder komplett herumzureißen.

      Allerdings ist es auch nicht sinnvoll sich jetzt mit Aufstiegsgedanken zu beschäftigen. Für uns zählt diese Saison nur, so schnell wie möglich 40 Punkte zu holen und dann kann man weitersehen. Und auch nächste Saison sollte das das Ziel zu Beginn sein. Wenn wir die 40 Punkte dann nach 25 Spielen tatsächlich haben, dann können wir uns neue Ziele setzen. Das Ziel Aufstieg ist in Liga 2 eher unsinnig, hat mit Form der Spieler zu tun, hat mit Verletzungen zu tun, keine Mannschaft ist zu Beginn der Saison so klarer Favorit wie die Bayern in Liga 1.

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      • Touchdown, @Armin!
        Klasse Kommentar.

        Du schreibst:
        „Zwei Spielzeiten kontinuierliche Arbeit reichen um zu einem Spitzenteam der 2. Liga zu werden.“

        Können durchaus reichen. Wenn man so akribisch arbeitet wie Bochum, Kiel oder der Nachbar. Und wenn man auch mal durch weniger gute Phasen geht, ohne sogleich alles wieder in Frage zu stellen.

        Dass der Transfer von Mats Möller Daehli erst dann zum Thema wurde, als man wohl schon weit war in den Verhandlungen, finde ich positiv. Wie der Norweger auf Club TV sagte, sei man aber schon seit längerer Zeit in Kontakt gewesen. Dass dies nicht öffentlich wurde, finde ich professionell.

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      • Also ich bin mir gar nicht sicher, daß wir diese Saison nicht absteigen können, das sagt mir ein einfacher Blick in die Tabelle wer jetzt noch „hinter“ uns steht, da sehe ich keine Mannschaft von der ich sagen würde, wir sind klar besser – und immerhin 3 davon belegen am Ende die Abstiegsplätze.

        Ich finde unseren Sturm eher schwach mit der Ausnahme Schäffler, sollte er sich auch noch verletzten wird es richtig düster, die Abwehr sehe ich häufig nichtmal auf Zweitliganiveau. Das Mittelfeld ja .. auch kein Prunkstück. Spielkultur/Stärke unterdurchschnittlich.

        Auf jeden Fall bin ich gegen eine Trainerdiskussion, die Geduld müssen wir haben, aber der Kader darin habe ich nicht sehr viel Vertrauen, der muss Schritt für Schritt umgebaut und verbessert werden,

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        • Die nächsten 4 Spieltage werden uns die Antwort liefern, ob wir in Richtung einer zumindest sorgenfreien, wenn auch unspektakulären Restspielzeit mit einer finalen Platzierung zwischen 8 und 12 durchstarten können.
          Oder ob wir, analog zur letzten Spielzeit, uns zum knappen Klassenerhalt durchzittern (hoffentlich….), möglicherweise am Ende mit Dieter Hecking auf der Trainerbank.
          Beides ist denkbar, die jeweilige Wahrscheinlichkeit für eine der beiden Varianten dürfte momentan etwa gleich hoch sein.

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          • Weil eben möglich gegen den Abstieg zu spielen fühle ich schon wieder Nervosität wenn Kickers BTSV und SVS im Einsatz sind und hoffe keiner punktet dreifach.
            Diese Anspannung ist irgendwie bescheidener als wenn der FCN selber spielt.

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            • Ein ungewohnt fahriges, unpräzises Erzgebirge Aue mit der Coolness einer sorgenfreien, gestandenen Zweitliga-Mannschaft.

              Kickers Würzburg besser, muss das gewinnen, tut es aber nicht. Bei dem Verein aus dem Portfolio von Flyeralarm Global Soccer standen nur 3 Spieler der Aufstiegs-Mannschaft in der Anfangs-Formation.

              Viel Zweitliga-Erfahrung somit unterwegs mittlerweile bei Kickers Würzburg nach einer trotz Pandemie ausgedehnten Einkaufstour. Abwehrchef Strohdiek letztes Jahr sogar noch in Liga eins dabei. Mit Trares scheint man im dritten Anlauf auch den passenden Trainer gefunden zu haben.

              Ob man dieses Personal-Puzzle aber in sehr kurzer Zeit zusammenbasteln kann, ist aus meiner Sicht fraglich. Ganz abschreiben aber würde ich Kickers Würzburg nicht – aufgrund durchaus interessanter Neuinvestitionen.

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              • Habe mir 2. Halbzeit in Braunschweig gegeben.
                Unglaublich wie schlecht Heidenheim heute auswärts wieder war.
                Bilanz : Beim SVS und heute 0:5 Tore/0Punkte.
                Aber 6 Punkte vor dem FCN.
                Aue mit 8 Punkten vor dem FCN ist aber noch ärgerlicher.
                SR Tipp für morgen gibt es heute keinen denke aber es wird nicht Dr. Jöllenbeck/
                VAR Steinhaus sein.

                Antwort
        • Die besten Spiele hat der FCN gemacht, als Lohkemper oder Köpke auf dem Platz standen.
          In den allermeisten Fällen sind wir sogar in Führung gegangen.
          Dass wir dann trotzdem den Sieg hergeschenkt haben, lag meist an individuellen Fehlern im Mittelfeld oder in der Abwehr.
          Somit finde ich es schon wichtig einen weiteren Stürmer zu haben, der die Ausfälle kompensieren kann.
          Auch Schäffler profitiert von einem weiteren Stürmer.
          Wenn die Kugel häufiger in des Gegners Hälfte ist, kann hinten nicht so viel Gefahr entstehen wie in den letzten Begegnungen.

          Antwort
          • Warum denn Köpke? Der hat in sieben Spielen nur teilweise mitgemacht und nur bei der Niederlage gegen Braunschweig die einzigen zwei Tore geschossen, bei null Assists.
            Eine seltsame Behauptung. Wo soll da ein Zusammenhang bestehen?

            Antwort
        • Ich würde den Klassenerhalt auch nicht unterschreiben. Zu trügerisch scheint mir der Mittelfeldplatz angesichts der geringen Punkteabstände zu sein. Und zu schwach und umkonstant die Leistungen der Mannschaft, Wie Juwe schon schreibt, hängt einfach zu viel von Schäffler (und vielleicht noch Geis und Hack) ab. Der Rest der Truppe spielt seinen Stiefel so runter. Wenn sie keine größeren Ratten machen, können wir knapp verlieren, bei einem oder mehreren Aussetzern verlieren wir. Ich sehe keine klare Entwicklung in der Mannschaft.

          Antwort
  • Die Kicker-Halbsaisonstatistik über einige Bestwerte bei Spielern der 2. Liga führt keinen einzigen Clubakteur auf. Das sagt einiges zu unserer insgesamt doch dann sehr übersichtlichen Spielerqualität im Kader aus.
    Da der Großteil der Mannschaft nun doch schon einige Saisons dabei ist, glaube ich kaum, daß das jetzt dann quasi noch von selbst besser werden kann.
    Der bei Kicker ebenfalls aktuell vorhandene, kritische Artikel über Mathenia könnte gefühlt so oder so ähnlich über die Mehrheit weiterer Spieler des Clubkaders verfasst werden.

    Antwort
    • …nur dass wir für die meisten der Feldspieler keine hochveranlagten hufescharrenden Jungspieler in der Hinterhand haben, sondern Bankdrücker, die sich nicht unbedingt aufdrängen…

      Antwort
    • Es sind einfach unglaublich viele Fehler in den Zeiten der Bornemanns/Palikucas und leider auch schon wieder unter Hecking gemacht worden. Unsere vermeintlich teuersten Spieler, wie Mathenia, Sorg, Zrelak und inzwischen leider auch Behrens, sind reine Bankdrücker. Unsere Floprate bei den Transfers ist einfach zu hoch und das hat nichts mit Budgets zu tun. Sieht man sich auch die Neuzugänge der aktuellen Saison an, muss man konstatieren, dass uns der Scoutingbereich nicht entscheidend weitergebracht hat. Wo sind die Schnäppchen a la Margreitter, Burgstaller von früher?

      Daneben sind wir offenbar so verzweifelt, dass wir Spielern, wie Petrak oder Valentini, trotz schwacher und v.a. abfallender Leistungen immer wieder neue Verträge bieten.

      Wo ist auch die kontinuierliche Entwicklung junger Spieler. Hack stagniert diese Saison. Handwerker m.E. auch. Mühl ebenso. Das sind Spieler, die sich in 1-2 Saisons in jedem Fall nich steigern sollten. Wo ist die Durchlässigkeit aus dem NLZ. Ein Verein wie der Club, muss doch jede Saison einen Spieler hochziehen, wobei es hier nicht um einen Alibiplatz als 28.Spieler im Kader geht, sondern um um mindestens die Positionen 13 und 14 im Kader.

      Schwierig hier das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

      Antwort
      • Dass Mühl stagnieren würde, sehe ich keineswegs so – erstens.

        Zweitens: Deine Forderung, dass jede Saison ein Spieler hochgezogen wird, der eine echte Alternative darstellt, wurde, wie Du wissen solltest, bereits beherzigt. Und zwar mit Noel Knothe.

        Hinzu kommt, dass konsequent Jungs aus dem NLZ herangeführt werden. Tim Latteier beispielsweise würde eingewechselt gegen Hannover 96. Ein Eric Shuranov bekam auch schon Einsatzzeit und ist dauerhaft dabei im Kader der ersten Mannschaft.

        Linus Rosenlöcher nicht zu vergessen. Wie Du Dich demzufolge über eine mangelnde Durchlässigkeit beklagen kannst unter Hecking und Klauß, verstehe ich überhaupt nicht. Und entspricht nach meinen Beobachtungen auch nicht den Fakten.

        Du hast in den Raum geworfen, dass auch Hecking schon Fehler gemacht habe. Ohne diese zu konkretisieren. Daher die Frage: Welche Fehler hat Hecking Deiner Meinung nach gemacht?

        Antwort
        • Bei Mühl sind wir in jedem Fall unterschiedlicher Meinung. Die Schlafmützigkeit, Aussetzer und Planlosbälle wird er wohl nicht mehr los.

          Haben wir in der vergangenen Saison einen Spieler hochgezogen? Und in der aktuellen Saison haben wir gerade einmal 2-3 Einsätze der genannten Namen, obwohl die arrivierten Spieler die Türe kaum weiter auflassen können. Ich habe das ja schon mehrfach kritisiert, dass man z.B. die Schleuseners, Dovedans u.A. immer wieder aufstellt, obwohl sie Woche für Woche enttäuschen. Ein Hochziehen sieht für mich anders aus. Es würde z.B. so aussehen, dass Knothe auch einmal 3-4 Spiele an Stelle von Valentini oder Sörensen am Stück bekommt. Deshalb sehe ich auch einen Linus Ronsenlöcher, nur weil er als imaginäre Nummer 20 auf der Bank sitzt oder mal 5 Minuten bekommt, noch nicht als hochgezogen. Solche Pseudo-Entwicklungen kennen wir ja von den Godens, Celebis und Co schon.

          Nur, dass kein Missverständnis aufkommt. Ich „fordere“ nicht, dass man zwingend junge Spieler älteren vorzieht,: alleine die Ergebnisse zählen. Allerdings wenn diese nicht stimmen, könnten man den Jungen umso mehr die Chance geben und sie ins kalte Wasser werfen.

          Zu Hecking und seiner Transferbilanz: Singh, Früchtl sind klassische Transferflops. M.E. hat er versäumt einen Führungsspieler für die 6 zu verpflichten: ein neuralgischer Punkt, der uns letze Saison schon beschäftigt hat. Tom Krauss mag ein Talent sein, mehr jedoch nicht,. Man kann diese Rolle natürlich auch nicht von ihm erwarten. Uns fehlen jedoch Führungsspieler. Da sehe ich aktuell nur Schäffler. Mathenia, Valentini sind viel zu schwach, Geis ist nicht der Typ dafür.

          Zudem würde ich mir von Hecking erwarten, dass er aus der Reihe der Schleuseners, Dovedans, Zrelaks 1-2 Spieler verleiht, um Platz und Budget für Verstärkungen zu schaffen. Vielleicht kommt das noch, aber es bleibt verdächtig ruhig.

          Ich habe mir offen gesagt auch von Klauss mehr Impulse erwartet. Vielleicht kommt das noch, auch ein René Weiler hat seine Zeit gebraucht, aber von einem Volltreffer kann man bisher sicher noch nicht sprechen.

          Ich bin dennoch optimistisch, dass wir mit Hecking grundsätzlich den richtigen Mann in der sportlichen Verantwortung haben.

          Antwort
          • Bei Lukas Mühl kommen wir tatsächlich nicht auf einen Nenner. Macht aber nix. Ohne unterschiedliche Meinungen wärs ja langweilig.

            Was die Durchlässigkeit anbelangt, finde ich es durchaus erfreulich, wie konsequent Klauß junge Spieler fördert und, wie bei Knothe zu sehen, auch fordert. Wäre Noel Knothe nicht verletzt, würde er wohl heute für Sörensen spielen – um sich erneut zu beweisen. Deine Kritik an mangelnder Durchlässigkeit finde ich daher übertrieben.

            Zu Hecking:
            – Warum Früchtl ein Transferflop sein soll, weiß ich nicht, ich konnte ihn bisher nur einmal sehen in einem Testspiel.
            – Wie auch Früchtl ist Singh geliehen, von vielen wurden diese beiden Leihen vor der Saison bejubelt. Dass beide bislang nicht zu unseren Leistungsträgern zählen, sollte man nicht kritisieren, denn beide kosten auch deutlich weniger wie Leistungsträger.
            – Hätte man sich einen Führungsspieler auf der Sechs geleistet, hätte man sich Führungsspieler Schäffler nicht leisten können. Aufgrund der weltweiten Pandemie und Einnahmen-Einbußen in zweistelliger Millionenhöhe (!) sind dem Club wie auch vielen anderen die Hände gebunden. Diese Realität darf man nicht eben mal ausblenden, wenn man die handelnden Personen fair bewerten will.

            Generell, und das gilt für Hecking und Klauß, für Früchtl und Singh, für Knothe und die Durchlässigkeit, ist erst eine Halbserie gespielt. Schon jetzt ein Urteil zu fällen, wie Du es tust, halte ich für deutlich zu früh.

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            • Ich habe übrigens die beiden Transfers als Fan auch total bejubelt und war überzeugt, dass sie bei uns zu Stammspielern werden. Um Früchtls Transfer als Flop zu bezeichnen, muss ich ihn gar nicht einmal sehen. Es reicht, wenn Klauss ihn trotz der letztjährigen Saison von Mathenia, einer gemeinsamen Vorbereitung und der jüngsten Performance von Matehnia dennoch nicht bringt. Am Ende ist er für uns bis dato ein Ersatztorwart. Vielleicht kommt er ja noch und spielt stark, dann leiste ich gerne Abbitte.

              Was die beiden kosten, weiss ich nicht. Für die Bank haben wir sie jedoch angesichts unseres sowieso schon mit Ersatzspielern aufgeblähten Kaders wohl kaum verpflichtet.

              Mir ist klar, dass man die Kategorie Schäffler alleine finanziell nicht einfach so aus dem Ärmel schüttelt. Umso mehr hätte ich es zwingend notwendig gefunden, dass man den ein oder anderen Spieler verleiht bzw. den Vertrag auflöst um zumindest ein wenig Budget zu sparen. Das ist zumindest Bornemann gelungen.

              Ich bin unzufrieden. Ich sehe einfach, dass sich andere Clubs in der 2.Liga schneller an neue Trainer, Spieler anpassen. Mir ist da in der Vorrunde unter Klauss/Hecking einfach zu wenig positive Veränderung auf dem Platz zu sehen. Natürlich sind das weitestgehend die Fastabsteigerspieler, aber ich würde mich trauen zu wetten, dass z.B. ein Dovedan beim nächsten Verein wieder abliefert.

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              • Der Transfermarkt, den damals Bornemann bedienen konnte, lässt sich in keinster Weise vergleichen mit dem heutigen Transfermarkt. Nochmal: Aufgrund immenser Einnahmen-Einbußen sind schier alle Vereine zum Sparen gezwungen. Da kriegt man nicht einfach so den einen oder anderen Ergänzungsspieler von der Gehaltsliste, um sogleich wieder selbst einkaufen zu können. Das funktioniert derzeit nur im Computer beim „Bundesliga-Manager“, nicht aber in der Realität.

                Ob Dovedan beim nächsten Verein abliefert, falls er gehen würde? Ja. Womöglich. Wenn dieser Verein schon seit längerem ein System spielt, am besten noch seit Jahren mit einem Trainer zusammenarbeitet. Wenn dieser Verein weiß, wie man Dovedan demzufolge in ein bestehendes Gefüge integriert. Wenn dieser Verein eine Leistungskultur lebt, welche sich entwickelt hat, dann liefert vielleicht auch Dovedan ab wie einst in Heidenheim.

                Unser Ziel muss es sein, so ein Verein zu werden. Mit einer Nürnberger Art, Fußball zu spielen. Mit einer Leistungskultur. Mit gewachsenen Strukturen. Aber so ein Verein wird man nicht, indem man Sportvorstände und Trainer im Dutzend billiger wechselt. Diese andauernden Personalrochaden auf der Management-Ebene bringen in der Summe nichts, null, nada.

                Dass Anpassungsprozesse bei anderen Vereinen schneller gehen, sollte Dich daher nicht verwundern. Wir müssen so ein Verein werden, wo feste Strukturen Anpassungsprozesse erleichtern. Unsere einzige Konstante auf der oberen Ebene ist Dr. Thomas Grethlein. Das aber reicht auf Dauer nicht.

                Insofern kann ich Deine Unzufriedenheit nicht wirklich verstehen. Weil die Gründe für diesen mühsamen Weg, den wir gerade gehen, doch auf der Hand liegen. Wir sollten aber nicht wieder auf halber Strecke stehen bleiben und alles kaputtreden. Das sollten wir nicht.

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                • Aber das stimmt doch nicht. Woanders werden auch Sportvorstände und Trainer ausgewechselt. Und es sind nur wenige Vereine, die eine übergreifende Philosophie a la „Nürnberger Fußball“ wie z.B. Freiburg haben. Das bedeutet, dass sich Clubs, wie Sandhausen (viele verschiedene Trainer und Spieler) & Co. doch auch permanent neu aufstellen müssen. Natürlich ist dort die Amplitude zwischen Soll und Ist aufgrund der geringeren Ziele und v.a. geringeren finanziellen Möglichkeiten immer geringer. Dieser der „gewachsenen Strukturen“ trifft also nicht wirklich auf viele Vereine zu. In der 2.Liga sind das Fürth, Heidenheim und Aue. Es macht jedoch in keinem Fall Sinn stur auf Kontinuität zu setzen, wenn die handelnden Personen einfach nicht funktionieren. Es kann weder sportlich noch v.a. finanziell eine Alternative sein, mit Klauss in die 3.Liga abzusteigen. Spätestens das gestrige Spiel lässt dieses Szenario jedoch leider absolut nicht unrealistisch erscheinen.

      • Wo sind die Schnäppchen a la Margreitter, Burgstaller von früher?

        Beide waren nie Schnäppchen, auch wenn wir diese vielleicht ablösefrei bekommen haben, sagt das a) nichts darüber aus, welches Handgeld sie oder der Berater bekommen haben und b) ist gerade im Bereich Liga 2 das Gehalt fast immer die teurere Seite eines Transfers. Und gerade bei Margreitter muss man ja feststellen, dass er nur selten, auch wegen Verletzungen, dem Anspruch Leistungsträger und Führungsspieler zu sein nachgekommen ist.

        Valentini ist Stammspieler, zumindest dann wenn er nicht verletzt ist, warum sollte man einen Stammspieler nicht halten? Petrak war irgendwie ein Mysterium, da gab es immer wieder Ansätze, vor allem auch vor der letzten Vertragsverlängerung, wo man der Meinung war, jetzt hat er es gepackt, jetzt kommt er groß raus und dann ist er immer wieder in ein Leistungsloch gefallen. Aber das hat vielleicht auch mit den häufig wechselnden Trainern zu tun, es gibt Spieler, die sich da nicht so einfach drauf einstellen können, die Zeit brauchen bis sie Vertrauen aufbauen.

        Und Hack macht doch gerade eine deutlichen Schritt nach vorn, gerade auch im Vergleich zur letzten Saison, Handwerker ist klar Stammspieler, für so einen jungen Spieler nicht so schlecht. Ich erinnere mich auch noch an Leipold, der hier immer kritisch gesehen wurde und dann dem HSV viel Gehalt wert war, Möhwald und andere könnte man da auch nennen.

        Bei uns gibt es zu oft den Anspruch, dass da doch ein Spieler sein muss der den Unterschied ausmacht, der der Retter ist, der den Verein im Alleingang nach oben zieht. Leider merken wir oft erst nach dem Abgang wie wichtig unsere Spieler waren.

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        • Das stimmt so nicht wer hat Leibold oder Möhwald hier kritisch gesehen? Beides waren anerkannte Leistungsträger auch bei den Fans, um die man bis zuletzt gekämpft hat. Dazu eine andere Frage befindet sich Shuranov aktuell bei den Profis mit Testmodus oder im Lockdown?

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        • Es waren sicherlich beides Schnäppchen, weil wir uns andere Spieler zum damaligen Zeitpunkt gar nicht leisten konnten. Beide Spieler waren vertrags- bzw. vereinslos.

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          • Es waren sicherlich beides Schnäppchen, weil wir uns andere Spieler zum damaligen Zeitpunkt gar nicht leisten konnten.

            Wenn man sich die Bilanzen der damaligen Zeit ansieht, dann konnten wir uns auch diese beiden Spieler nicht wirklich leisten, sondern sie haben mit ihren (Gehalts-)Kosten dazu beigetragen, dass wir zu Beginn der Amtszeit von Meeske fast insolvent waren. Die beiden waren sicher nicht der Hauptgrund, aber eben schon teil der finanziellen Misere. Und die beiden gehörten von Anfang an zu den Topverdienern bei uns.

            Beide Spieler waren vertrags- bzw. vereinslos.

            Weder noch. Burgstaller kam im Januar 2015 und hatte da noch eine Restlaufzeit bei Cardiff bis Sommer 2017, also 2,5 Jahre. Auch wenn das zweite Liga in England war, waren die Gehälter auch damals schon recht hoch in England, allerdings kam Burgstaller damals nicht mehr häufig zum Einsatz. Das dürfte einer der Gründe gewesen sein, warum wir ihn ablösefrei kaufen konnten, aber man kann sicher sein, dass wir den damalige Transferwert als Handgeld zahlen mussten um unser zwar hohes aber sicher niedrigeres Gehalt als bei Cardiff auszugleichen. Ein Schnäppchen war Burgstaller nie. Aber trotzdem ein guter Transfer, der uns dann bei Abgang im Januar 2017 noch einmal 2Mio gebracht hat und damit wahrscheinlich die Liquidität allein gerettet hat.

            Margreiter kam im Sommer 2015 und hatte da noch 1 Jahr Vertrag in Wolverhampton, er wechselte schon 2012 zu den Wolves konnnte sich da aber nie durchsetzen, war dann nach Kopenhagen und Chesterfield ausgeliehen bevor er dann zu uns kam. Auch er war ablösefrei, aber auch da dürften wir mit einem Handgeld zumindest den Ausgleich zum niedrigeren Einkommen bei uns bezahlt haben. Leider konnte er sich auch bei uns nie als Stammspieler durchsetzen, was aber auch an diveresen Verletzungen lag.

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      • Hecking würde ich bei der Kritik noch ausnehmen. Der muss die Altlasten, die Palikuca angeschleppt hat durchschleifen und durch Corona bestand einfach keine Chance diese Spieler los zu werden. Heißt die belasten das Budget in enormer Höhe, bringen aber sportlich so gut wie nix. Mit Schaeffler hat er die 4 Punkte eingekauft die wir momentan mehr haben als letzte Saison. Von daher hatte er glaube ich einfach nicht mehr Möglichkeiten. Ich kenne die Vertragslaufzeiten jetzt nicht, hoffe aber das einige Großverdiener im Sommer verabschiedet werden können und dadurch wieder mehr Spielraum entsteht. Dann muss natürlich auch Hecking liefern. Ehrlich gesagt komme ich auf keine 5 Spieler im aktuellen Kader denen ich bei Wechsel eine Träne nachweinen würde. Das war früher mal anders.

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  • Wir haben kein Geld. Notwendigerweise sind junge Nachwuchsspieler ein wichtiger Teil der Zukunft des FCN. Junge Spieler haben häufig größere Leistungsschwankungen, Durchhänger sind einzuplanen. Da mir dies bewusst ist, habe ich mit Leuten wie Mühl, Hack, Handwerker, Singh oder Nürnberger auch entsprechend Geduld. Schließlich ist deren Potenzial erkennbar. Und so wie mir scheint es vielen Fans zu gehen, das Umfeld ist weiterhin überraschend ruhig.

    Ein Rumoren ist jedoch jüngst nicht mehr zu überhören. Denn die 3 Abstiegsplätzen rücken verdächtig näher. Tabellarisch, aber auch in der Spielanlage, wo sich der FCN weiterhin nicht zur besseren Hälfte rechnen darf. Dass nun bei vielen erste Alarmglocken sanft bimmeln, sollte demnach nicht verwundern.

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  • Sorry, aber wie lange soll man denn mit Mühl noch Geduld haben?
    Er hat sicherlich diese Saison schon 3-4 „bessere bzw. Gute“ Spiele gemacht, das war o.k.
    Aber ich muss hier Andre schon recht geben, Mühl erweckt mit seiner, Kopf nach unten Gangart, wirklich den Eindruck von Schlafmützigkeit und die Bälle nach vorne, wenn nicht wie meist nach hinten gespielt wird, gehen schon oft ins Nirvana..oder kommen postwendend zurück.
    Ich will jetzt nicht Mühl zum „Sündenbock“ machen, vielleicht liegt es ja auch einfach an den Mitspielern in der Abwehr, da strahlt ja kaum einer Ruhe, Abgeklärtheit und Aufmerksamkeit aus.

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    • Also ich sehe das Pärchen Mühl – Sörensen als suboptimal was die Konstanz vor allem anbelangt, ich würde mir hier noch einen erfahrenen kernigen IV wünschen, der das Abwehrzentrum vor allem vor dem Torwart mit stabilisiert, zu oft stehen unserer Verteidiger rum nach dem Motto nimm du ihn ich hab ihn sicher und dann ist die Kugel auf einmal drin. Ob man auf Sicht Mühl oder Sörensen ersetzt ist schwierig beide haben auch Stärken, aber beide zusammen, nein, da bitte Abhilfe schaffen.

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