Naiv – Analyse zu Hannover

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Hannover 96 2:5 (1:2) – Der FCN verliert gegen brutal effektive und spielerisch reifere Hannoveraner.
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Robert Klauß veränderte nach drei Spielen mit gleicher Startelf erstmals wieder die erste Elf: NIkola Dovedan spielte statt Sarpreet Singh. Im Kader gab es darüber hinaus verletzungsbedingte Veränderungen, Zrelak und Knothe fehlten, für sie rückten Rosenlöcher und Shuranov ins Aufgebot. Die Formation veränderte sich leicht, Dovedan spielte im Zentrum, dafür rückte Hack wieder auf rechts, wobei die Positionierung der Offensivreihe vor allem zwischen 0:2 und Halbzeitpause eher flexibel war.

Zur Pause ersetzte Hanno Behrens Tom Krauß. Das hatte einige Rotationen zur Folge. Nürnberger spielte nun auf der Doppelsechs neben Geis, Dovedan kam über rechts, Behrens agierte im Zentrum und gegen den Ball als zweite Spitze und Hack kam über links. Im der 69. Minute dann der zweite Wechsel: Tim Latteier kam zu seinem Profidebüt, ersetzte Enrico Valentini positionsgetreu. Eine überraschende Entscheidung, auch für Nikola Dovedan, der Österreicher war schon auf dem Weg zur Auslinie, da seine Nummer aufgeleuchtet hatte. Doch stattdessen musste Valentini weichen, der leicht angeschlagen, aber auch leicht angesäuert wirkte. Latteier, der in der Jugend und der U21 bisher fast ausschließlich als Stürmer oder linker Mittelfeldspieler agiert hatte, spielte also nun Rechtsverteidiger.

In der 73. Minute griff Klauß zu einem Doppelwechsel, brachte positionsgetreu Singh und Schleusener für Hack und Dovedan, eher er in der Schlussphase Sörensen, der im nächsten Spiel gelbgesperrt fehlen wird, durch Margreitter ersetzte. Der Österreicher erhielt so nach drei Monaten Pause wieder Spielpraxis. Am Ergebnis änderte dies freilich nichts mehr.

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 stellt die Passwege des FCN dar und stellt sie denen von Hannover 96 gegenüber. Man sieht einerseits die dicken Linien beim FCN vor allem zwischen den Innenverteidigern und dem Torwart, aber auch im Dreieck Sörensen-Handwerker-Nürnberger. Insgesamt fällt einmal mehr die Linkslastigkeit des Spiels des FCN auf und eben, dass der Ballbesitz und die Passzahl nicht unbedingt aus den produktiven Zonen stammt. Natürlich kann man argumentieren, dass der Ballbesitz in diesen Zonen den Gegner locken kann und dass er das Spiel beruhigt. Wenn man dann aber die Zuspiele in der Tiefe zu selten anbringt. Der Club hatte nämlich mit der Passgenauigkeit in die gefährlichen Zonen seine Probleme: 34-mal versuchte er das Zuspiel in den Strafraum, nur elfmal kam der Ball an. Von dem, was Wyscout als „kluge Pässe“ tituliert, brachten sie nur vier von 20 Versuchen an. Hannover war anteilig in beiden Kategorien besser (38% bzw. 43%) musste aber für zwei seiner Tore nicht mal in den Strafraum. An Hannovers Passkarte sieht man einerseits die geringere Passzahl, andererseits auch den etwas ausgeglicheneren Aufbau, inklusive der kleinen Anomalie, dass Hult auf Ducksch nach Hübers auf Hult die zweithäufigste Passkombination war. 

Grafik 2 zeigt die Bodenzweikämpfe des FCN. Sie zeigt auch, warum die von Opta verbreitete Zweikampfquote von 57% zu Gunsten des FCN irreführend sein kann. Besonderen Fokus muss man dafür auf die beiden Strafräume legen. In denen und deren Nähe finden sich nämlich sehr viele Quadrate, also die Symbole für verlorene Bodenduelle. Während das in und um den gegnerischen Strafraum zu den üblichen Erscheinungen zählt, sind die verlorenen Bodenzweikämpfe in und am eigenen Strafraum fatal. Darin erkennbar sind unter anderem das Foul von Sörensen vor dem Elfmeter oder das gänzlich unsinnige Foul von Geis an der Strafraumkante vor dem 4:1. 

Grafik 3 zeigt die beiden Schusskarten nebeneinander und verdeutlich zwei Dinge: Einerseits hatte Hannover mit seinen beiden Fernschüssen eher Glück – wobei der Unterschied zwischen xG und PsxG bei Haraguchis Schuss andeutet, wie schlecht der verteidigt war. Andererseits waren die anderen Abschlüsse im Strafraum allesamt nah am Tor und gefährlich – Christian Mathenia entschärfte sogar noch eine Großchance. Der FCN hatte dagegen außer Schäfflers Tor kaum gute Abschlüsse, Sörensens Kopfball (Nummer 9 auf der Karte) und sonst sehr viel geblockte Schüsse. Die Qualität der Abschlüsse war dann eben auch entscheidend, neben ein bisschen Glück.

3. Einordnung

Da waren’s nur noch fünf. Der Abstand zu Platz 16 ist nach der Niederlage gegen Hannover auf fünf Punkte geschrumpft. Angesichts dessen, dass der FCN im Jahr 2021 erst einen Punkt geholt hat und der Vorsprung bei Jahreswechsel acht Punkte betrug, kann man das durchaus positiv drehen und sagen: Trotz vier Spiele ohne Sieg ist der Vorsprung nur um drei Punkte geschmolzen. Das kann man angesichts der Qualität der Gegner, die der FCN in dieser Zeit zu bespielen hatte, durchaus in Ordnung bezeichnen, sofern man lediglich den Anspruch hat, dass die Saison am Ende mehr oder weniger sorgenfrei zu Ende gespielt wird. Um diesem Anspruch Genüge zu tragen, müssen aber in den kommenden Spielen, wenn es mit Regensburg, Sandhausen, Darmstadt und St. Pauli gegen die direkte Konkurrenz geht, aber auch wieder Siege her.

Am Sonntag kam vieles zusammen: Ein sehr effizienter Gegner, ein guter gegnerischer Torwart, der an zwei Stellen ein mögliches Zurückschlagen des FCN verhindert. Das alles ist aber eher für die Höhe der Niederlage verantwortlich als für die Tatsache, dass man verloren hat. Denn obwohl Hannover spielerisch gar nicht so sehr zu überzeugen wusste, waren sie doch in den entscheidenden Momenten – angeführt von einem kreativen und entscheidungsfreudigen Genki Haraguchi – besser und zielstrebiger. Dem Club hingegen fehlte diese Zielstrebigkeit in den meisten Situationen, denn obwohl der Club den Ball viel länger und öfter hatte, schaffte er es, gemessen an der Zeit in Ballbesitz, sogar seltener in den gegnerischen Strafraum – auch wenn man nach absoluten Zahlen öfter drin war.

Robert Klauß beklagte nach dem Spiel eine gewisse Naivität im Verteidigen, etwas, das beim Blick auf die Gegentore durchaus zutrifft. Sörensens Zweikampfverhalten vor dem Elfmeter vor dem 0:1 (aber auch vor Ducksch‘ Großchance, als er zu weit aufrückte und der Rest nicht gut absicherte), Schäfflers Kopfballduell gegen Hübers vor dem 0:2, das kollektive Wegbleiben vor dem 1:3, Geis’s wilde Grätsche vor dem Freistoß zum 1:4, es gibt genug Anlass, das Abwehrverhalten zu kritisieren, selbst wenn die Konsequenz, mit der diese Fehler bestraft wurden, nicht alltäglich waren. Am Mittwoch wird nun auch noch die Innenverteidigung umstrukturiert werden müssen, Asger Sörensen fehlt nach Gelbsperre. Mit Geis, Dovedan, Krauß und Nürnberger droht gleich vier weiteren Akteuren das gleiche Schicksal bei der nächsten Verwarnung.

Hinzu kommen die Verletzungsprobleme, die beispielsweise dazu führen, dass einmal mehr ein Spieler positionsfremd auf der Rechtsverteidigerposition eingesetzt wurde und das Fehlen von Felix Lohkemper kann weiter nicht kompensiert werden. Rein statistisch ist es augenfällig, mit Lohkemper in der Startelf holte der 15 Punkte aus 10 Spielen (4-3-3, 17:13 Tore, 15,5:11,1), ohne Lohkemper in der Startelf lediglich fünf Punkte aus sieben Spielen (1-2-4, 8:15 Tore, xG: 7,8:11,4). Selbstverständlich liegt das auch an den jeweiligen Gegnern und natürlich ist es zu einfach, es einfach nur auf das Fehlen eines Spielers zu schieben. Dennoch fehlen Lohkempers tiefe Läufe dem FCN. Man muss daher auf seine Rückkehr hoffen und darauf, dass dem Kader auch noch zusätzliche Tiefe in Form von Neuzugängen gegeben wird, sonst schmelzen die fünf Punkte auch weiter zusammen.

4. Die Kennzahlen

Nürnberg   Hannover
2 Tore 5
1,04 expected Goals 1,02 (+0,76 Strafstoß)
1,18 Post-shot expected Goals 1,51 (+0,81 Strafstoß)
14 Schüsse 9
7 Schüsse aufs Tor 7
18,7 Schussentfernung (Ø, m) 18,1
5 Ecken 3
4 Freistöße 3
10 Fouls 12
7,6 PPDA 22,3
8,3 Challenge Intensity 5,3
16,7 Spieltempo 16,9
12 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 8
00:18 Ballbesitzdauer (Ø) 00:11

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Wir hatten einen guten Start ins Spiel und kriegen aus dem Nichts das Gegentor. Danach hatten wir eine Phase, in der es schlecht lief. Hannover hat sehr kompakt verteidigt und uns hat vorne der Punch gefehlt. Wir hatten viel Ballbesitz und waren dominant, aber das bringt dir nichts, wenn du ausgekontert wirst und ein Standardtor kassierst. Danach hatten wir eine gute Phase und machen auch das 1:2. Nach der Pause waren wir weiter dominant, ohne uns aber große Chancen herauszuspielen. Da müssen wir ansetzen. Wir spielen ordentlichen Fußball, aber teilweise auch naiven. Mich ärgert heute, wie wir verteidigt haben, wenngleich das Ergebnis auch ein bisschen zu hoch ausgefallen ist.“

Kenan Kocak: „Die Vorzeichen waren für uns vor dem Spiel sehr schwierig. Die Truppe hat das sehr gut aufgefangen. Von der ersten Sekunde an waren wir präsent, haben uns geschickt aus den Situationen gelöst. Ein 2:0 ist immer ein gefährliches Ergebnis. Der Gegner kam da nochmal, da müssen wir mehr Zugriff finden. Nach dem 3:1 haben wir das sehr gut im Griff gehabt, haben weitere Tore nachgesetzt. Mit dem Ergebnis und dem Spiel sind wir natürlich sehr zufrieden.“

Christian Mathenia: „Das Spiel war heute eine Achterbahnfahrt. Wir hatten teilweise guten Ballbesitz, aber in den entscheidenden Aktionen waren wir zu nachlässig. Das hat uns heute das Spiel gekostet. Wir wussten, dass Hannover über seine Einzelspieler kommt. Das haben sie heute gut genutzt. Wir müssen effektiver werden. Fünf Gegentore sind natürlich zu viele. Wir sind heute sehr enttäuscht und angefressen. Nichtsdestotrotz ist das gute an der englischen Woche, dass wir es in wenigen Tagen am Mittwoch besser machen können.“

Timo Hübers: „Ich denke, wir sind richtig gut ins Spiel gekommen heute. Haben früh das erste Tor gemacht und direkt das zweite nachgelegt, dann natürlich einen kleinen Dämpfer bekommen mit dem 1:2, aber das ist manchmal auch gar nicht schlecht. Eine 2:0-Führung ist immer trügerisch und durch den Anschlusstreffer wussten wir, wir müssen weiterhin voll da sein und das haben wir dann in der zweiten Halbzeit auch eindrucksvoll gezeigt. Natürlich habe ich bei meinem Tor an das letzte Tor in Nürnberg gedacht. Ich habe auch schon aus Spaß gefragt, ob wir nicht jedes Auswärtsspiel in Nürnberg spielen können. Das scheint mir ganz gut zu liegen hier. Hat mich auf alle Fälle gefreut. Ich hatte letzte Woche schon ein Riesending auf dem Kopf und ich wollte das heute wieder gut machen. Hat geklappt, Haken dran.“

Manuel Schäffler: „Das tut weh. Aus meiner Sicht fällt das Ergebnis zu hoch aus. Wir haben uns im manchen Situationen zu blöd angestellt, waren bei den Gegentoren zu wenig aktiv. Wir kriegen einige, die man nicht kriegen darf. Wir hatten im letzten Drittel viel Ballbesitz, da müssen wir einfach noch konsequenter aufs Tor spielen und mehr Torabschlüsse haben. Wir haben jetzt eine englische Woche vor uns, in der wir es wieder besser machen können.“

Michael Esser „Wir hatten uns einen Plan zurechtgelegt – und der ist heute ganz gut aufgegangen. Wir sind ganz gut ins Spiel reingekommen und das Gegentor war natürlich ein bisschen unglücklich. Aber zum Glück waren wir offensiv heute so effizient, dass wir fünf Tore geschossen haben. Dass Nürnberg spielerisch stark ist und zu Chancen kommen wird, war klar. Ein Standard kann immer reingehen, aber heute haben wir mal Glück gehabt und es ist schön, dass wir den Dreier mitnehmen können.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 5 5 5 5 5,4/10
CU-Urteil: Fehler vor dem 4:1 und 5:1, selbst das 3:1 sah haltbar aus. Eine Glanztat gegen Ducksch kann das nicht wettmachen.
Enrico Valentini 4 3,5 4,5 4 6,8/10
CU-Urteil: Bemüht, hatte sogar nach vorne ein paar Akzente. Verlor nur einen von elf Defensivzweikämpfen, musste angeschlagen raus.
Asger Sörensen 5 5 5 5 5,8/10
CU-Urteil: Mehrfach katastrophales Zweikampfverhalten, inklusive verschuldeten Elfmeter, immerhin im Aufbau ohne grobe Schnitzer.
Lukas Mühl 4 4 4,5 4 5,6/10
CU-Urteil: Kam kaum in Zweikämpfe hinein, wenn doch, aber relativ sicher. Immer mal wieder mit Versuchen sich nach vorne einzuschalten, wenn auch ohne viel Strukturierung.
Tim Handwerker 4 4,5 4 3 6,6/10
CU-Urteil Brachte zwei von neun versuchten Flanken zum Mann, dafür aber zumindest meistens in den Duellen sicher.
Tom Krauß 3- 4,5 5 5 6,5/10
CU-Urteil Mit ihm ging die Stabilität im Zentrum. Gewann fünf von sechs Defensivzweikämpfen vor Pause, hatte zwei unnötige Fehlpässe, sonst aber mit Strukturierung. Unverständliche Auswechslung.
Johannes Geis 4 4 4 4 7,9/10
CU-Urteil: Einige spektakuläre Fehlpässe in die Tiefe, um Strukturierung dennoch bemüht, traf sogar spät zum 2:5 per Freistoß.
Robin Hack 4 3 4 4 6,2/10
CU-Urteil: Ohne Durchschlagskraft in den Duellen nach vorne. Mit abgefälschter Flanke zur Vorlage für Schäfflers Tor.
Fabian Nürnberger +4 4 4,5 5 6,5/10
CU-Urteil: Um Dynamik bemüht, manchmal etwas zu ballverliebt. Deshalb auch in den Zweikämpfen nicht immer durchsetzungsstark.
Nikola Dovedan +5 4 5 5 6,1/10
CU-Urteil: Findet den Knopf für das richtige Tempo einfach nicht. Einige schöne Zwischenlinienpässe, aber dafür zweikampfschwach und mit vielen Ballverlusten.
Manuel Schäffler +4 3,5 3,5 4 7,2/10
CU-Urteil: Das Tor war gut, die Verteidigung vor dem 0:2 nicht. Insgesamt vorne sehr auf sich allein gestellt. Kam auch deshalb kaum zum Zuge. 
Hanno Behrens 4 4 4,5 4 7,1/10
CU-Urteil: Durfte in der zweiten Halbzeit auf der Zehn ran, war im Zweikampf relativ schwach, war aber um Struktur im Passspiel bemüht.
Tim Latteier 4 4 6,3/10
CU-Urteil: Der Linksaußen kam als Rechtsverteidiger zum Profidebüt, war da offensiv sogar recht präsent. Nach hinten vor dem 1:5 mit Problemen, sonst aber okay.
Sarpreet Singh 3 6,9/10
CU-Urteil: Schöner Fernschuss, in den wenigen Minuten auch passsicher. Wenn auch nicht zwingend.
Fabian Schleusener 5 6,5/10
CU-Urteil: War kaum am Ball in den 18 Minuten, die er auf dem Platz stand. 
Georg Margreitter 6,3/10
CU-Urteil: Durfte etwas ranschnuppern, veränderte natürlich nichts mehr.

12 Gedanken zu „Naiv – Analyse zu Hannover

  • Ich denke das die taktische Vorgaben und das Konzept nicht zur Qualität der
    Mannschaft passt. Zusätzlich kommt noch hinzu, die! Emotionslosen Ansprachen vom Trainer, dazu die immer gleichen Analysen des Trainer, wo sich Spieler dahinter verstecken können. Was man vermisst! Ist ein Macher in der Mannschaft und das Eingeständnis, das es seit 18 Monaten nicht schafft, die Abwehr zu stabilisieren!

    • Warum soll denn bitte die Wackelabwehr am Trainer liegen? Das ist jetzt, wenn man das Interregnum von Wiesinger und Mintal außer acht lässt, nach Canadi und Keller, der dritte Trainer, der unter dem einzusetzenden Personal leiden muss. Frappierend waren doch die wenigen Spiele, als mit Mavropanos endlich gute Qualität auf dem Platz stand.
      Es ist dort, wie auch an anderen Kaderstellen, nie auch nur annähernd adäquater Ersatz nach Weggang von Spielern, angeschafft worden.
      Das ist doch das Problem.

      • Stimmt so, aber wenn dass so jeden bekannt war und das der Kader ist, ist es die Aufgabe des verantwortlichen Staffteams hier die Veränderung anzusetzen , jeder der Verantwortung im Beruf trägt, von dem erwartet man für Erfolge!! und entscheidende Veränderungen ❤️🖤

  • Wenn wir jetzt im Wesentlichen auf die Rückkehr von Lohkemper hoffen müssen, ist das ein Armutszeugnis. Und die Defensivprobleme wird das nicht lösen.

  • Was ist eigentlich mit Großkreutz, der Weltmeister, ehemaliger Dortmundspieler. Der hat einen Verein gesucht, wurde nicht fündig und ist jetzt zurückgetreten. Ist der wirklich so schlecht oder hätte man es mal mit ihm versuchen können? Ich kann da jetzt nicht viel dazu sagen, weil ich seine Situation nicht verfolgt habe. Aber da muss doch noch Potential da sein. Vom Topspieler zum Nichts, das kann doch nicht sein.

    • Was ist eigentlich mit Großkreutz

      Ernst gemeint? Der hatte zuletzt in der dritten Liga bei Uerdingen keinen Stammplatz mehr, der soll uns in Liga 2 helfen?

      Frappierend waren doch die wenigen Spiele, als mit Mavropanos endlich gute Qualität auf dem Platz stand.

      Das Problem ist vielleicht, dass unsere Abwehr jetzt schon recht teuer ist, Mühl dürfte auch kein Schnäppchen mehr sein und Sörensen und Margreiter gehören sicher zu den besser bezahlten Zweitligaprofis, ohne dass sie überdurchschnittliche Leistungen bieten. Allerdinsg habe ich bei uns immer noch das Gefühl, dass es weniger an der Innenverteidigung allein liegt, wenn ich mir auch oben wieder die Realverteilung bei uns ansehe, dann stehen die Innenverteidiger allein hinten, die AV stehen sehr hoch, dann müsste aber das devensive Mittelfeld der IV viel besser helfen. Das kann ich so auch nicht erkennen.

      So wie dem Sturm die Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlt, wir zuwenig Torgefahr aus dem Mittelfeld entwickeln, so passiert es auch zu oft, dass das Mittelfeld und die Offensive der Defensive ausreichend hilft.

      Zum Ende des letzten Jahres hatte ich den Eindruck, dass die Balance im Spiel besser wird, jetzt sieht es für mich wieder so aus, als wenn es da kaum positive Entwicklung gibt.

      • Nein, an den IV liegt es auch mMn nicht. Eher daran, dass wir keinen hochklassigen 6er haben. Nichts gegen Geis, der hat unzweifelhaft seine Qualitäten und ist wichtig in unserem Spiel, aber ein richtiger 6er ist er nunmal nicht. Krauß könnte einer werden, ist aber noch nicht reif genug.

        Die Zone zentral vor dem Strafraum ist immer wieder offen wie ein Scheunentor, mich würde eine Statistik interessieren, wieviele Gegentore wir direkt von dort oder per Assist aus dieser Zone bekommen haben. Schon die letzten 2 Spiele haben hier jeweils Fernschusstore aus dieser Zone gezeigt, deren Schützen nicht richtig (bzw. gar nicht) gestört worden sind. Ich vermute mal, dass wir bei Gegentoren, die aus diesem Bereich entstanden sind, anteilig an den Gesamtgegentoren zur Ligaspitze gehören….

        Diese Zone gehört dem 6er…..

        • Stimmt auch! Das taktische Verhalten der gesamten Defensive ist nicht Liga tauglich. Zweikampfführung ist vor und rund um die Box unterer Schnitt. In der 2 Liga und ist die wichtigste Komponente für Erfolg, sehe als Trainingsarbeit!!!! Betrifft alle Player ❤️🖤

  • Ich muss sagen, mir gefällt das Spiel in der Zentrale derzeit nur, wenn Nürnberger zentral und nicht auf Außen spielt.

    • Haraguchi hat sein Tor allerdings in der 2. Hälfte erzielt, als Krauß draußen war und Nürnberger in die Defensive gerückt ist. Das belegt Deine Beobachtung jetzt eher nicht 😉

  • Kleine Anmerkung zum 0:2. Schäffer verliert am Ende das Luftduell gegen Hübers, der wiederum aber seinem eigentlich zugeordneten Geis entgleitet…

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