Wieder Rapp, wieder Kopf, wieder Nachspielzeit – Analyse zu Darmstadt #FCN #SVDFCN

Analyse zu SV Darmstadt 98 – 1. FC Nürnberg 1:2 (0:0) – Der FCN gewinnt in Darmstadt ein Spiel, das über 75 Minuten niveauarm war, dann aber genug Geschichten für drei Spiele lieferte.
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Die Elf des FCN stellte sich fast von selbst auf. Vor Mathenia agierten – wie gewohnt – Valentini, Mühl, Sörensen und Handwerker. Nach den Ausfällen von Hack und Schäffler rutschten Neuzugang Borkowski und Krauß (nach Gelbsperre) wieder in die Startelf. Zusätzlich ging Behrens auf die Bank, für ihn begann Nürnberger. In der Grundformation veränderte Klauß die Statik etwas. Statt eines 4-2-3-1 agierte der Club in einem 4-4-2 mit Raute, bzw. mit Drachenviereck – die Älteren erinnern sich. Geis gab den etwas tieferen Sechser, Krauß (rechts) und Nürnberger (links) bildeten die Außen des Vierecks, meist agierte Møller Dæhli als „Zehner“ hinter den beiden Spitzen Borkowski und Dovedan. Manchmal tauschten Dovedan und Møller Dæhli allerdings auch die Rollen. Im Anlaufen war das 4-4-2 auch zum Teil ein 4-3-3, wenn Møller Dæhli sich zwischen die Angreifer schob.

Der Club beschäftigte Darmstadt über weite Strecken durch sein Angriffspressing so, dass die Gastgeber Probleme hatten strukturiert aufzubauen. Wenn Darmstadt allerdings kontrolliert ins Angriffsdrittel kam, dann tat sich der Club mit dem Verteidigen schwer. Es wurde vor allem dann gefährlich, wenn die Lillien mit Tempo über ihre linke Seite angreifen konnten und/oder Mehlem und Schnellhardt die Pässe zwischen die Nürnberger Außenverteidiger und Innenverteidiger anbrachten. Wirklich gefährlich waren die Abschlüsse aber selten. Einzig Clemens zwang Mathenia zu einer Fußabwehr. Nach knapp einer halben Stunde wechselte der Club verletzungsbedingt. Für Valentini kam Oliver Sorg. Offensiv tat der FCN sich schwer, kam nur durch Sörensen (nach einer Ecke) und Nürnberger, nach überraschend ballgewandtem Sololauf von Sorg, zu Gelegenheiten.

Nach der Pause begann das Spiel auf überschaubarem Niveau. Beide Mannschaften spielten viele lange Bälle, Darmstadt hatte eine gute Gelegenheit, die es erneut zu zögerlich ausspielte, so dass Honsak an Mathenia scheiterte und Schnellhardt dann übers Tor zielte.  Auf der anderen Seite scheiterte Geis mit einem Freistoß in aussichtsreicher Position an der Mauer. Den Nachschuss gab er dann innerhalb des Strafraums ab – und setzte ihn in die Wolken. Der Abschluss war insofern bemerkenswert, weil es Geis’ erster Abschluss innerhalb des Strafraums – Elfmeter ausgenommen – seit fünfeinhalb Jahren war. Er hatte 160 Schüsse in Folge von außerhalb abgegeben. Für Darmstadt kam Dursun zum Abschluss, doch wurde geblockt. Dursun und Geis waren auch an der Szene beteiligt, die das Spiel bis in die Schlussviertelstunde symbolisierte: Der Darmstädter Stürmer drang in den Strafraum ein, versuchte sich am Übersteiger und rutschte dann auf dem Ball aus, so dass er Geis umgrätschte.

Klauß brachte mit seinem zweiten Wechsel nach 70 Minuten Fabian Schleusener für Dennis Borkowski. Sechs Minuten später hatte der Eingewechselte getroffen und sein erstes Zweitligator für den FCN erzielt. Die Folge dessen war eine erneute Veränderung der Statik. Nachdem das Spiel vorher mit leichten Feldvorteilen für Darmstadt hin- und hergewogt hatte, waren die Gastgeber nun klar am Drücker. Der FCN stand tief, stellte seine Pressingbemühungen fast gänzlich ein und griff fast gar nicht mehr an. Nach 84 Minuten stellte Klauß dann auch noch auf ein 5-4-1 um, brachte Margreitter als zusätzlichen Innenverteidiger für Møller Dæhli. Behrens kam für Dovedan, auch er mit eindeutig defensiven Aufgaben. So ließ der Club sich am Ende tief reindrängen, Mathenia einen Ball nach einer Ecke fallen, Mehlem und Seydel schossen darauf aufs Tor, Seydels Schuss prallte in die Oberkörperregion von Sorg. Schiedsrichter Thomsen sah ein strafbares Handspiel, pfiff Elfmeter, Holland glich für Darmstadt aus.

Doch das Spiel hatte noch eine Pointe übrig. Ein Abschlag von Mathenia, der alle Wut über seinen Fehler in den Schuss zu legen schien, flog ungefähr 65 Meter weit, sprang kurz vor dem Darmstädter Strafraum auf, wo Darmstadts Innenverteidiger Rapp den Ball in Richtung Torwart Schuhen köpfen wollte. Doch der war rausgeeilt, so dass zu viel Wucht auf der Rückgabe war. Der Ball flog über Schuhen ins Darmstädter Tor. Rapp hatte wie im Hinspiel in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer erzielt, nur dieses Mal ins eigene Tor. Dass es entscheidend war, lag allerdings daran, dass das Spiel die ultimative Pointe in der Nachspielzeit der Nachspielzeit verpasste: Nach einer Ecke fiel dem mit nach vorn geeilten Darmstädter Keeper Schuhen der Ball vor die Füße. Er traf den Ball nicht. Das Spiel war zu Ende.

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 zeigt anhand von vier ausgewählten Kategorien, wie sehr das Spiel in der Schlussviertelstunde nach dem Tor durch Schleusener seinen Charakter änderte. Der Club stand 17 Meter tiefer als zuvor, griff wesentlich später an. Das ist auch an der Pressingintensität ablesbar, die quasi ins Bodenlose fiel. Gleichzeitig gab der Club den Ballbesitz fast völlig auf und beschränkte sich fast gänzlich auf lange Zuspiele. Zusätzlich zeigt die Grafik auch, dass der Club zuvor ungewöhnlich oft den Ball hatte, was auch damit zu tun hatte, dass Darmstadt ungewöhnlich oft den Ball verlor. 

Grafik 2 zeigt jene Ballverluste. Darmstadts durchschnittliche Anzahl an Ballverlusten in dieser Saison lag bei 116. Der Club zwang die Lilien zu einem Saisonhöchstwert von 151. In der Grafik fällt einerseits auf, dass Darmstadt ungewöhnlich viele Ballverluste nach Zuspielen hatte. Insgesamt 46 Vorwärtspässe landeten beim FCN. Acht Mal führte ein Ballverlust zu einem Abschluss des FCN (gelbe Pfeile). Man sieht auch noch einmal die relativ vielen langen Pässe, die Darmstadt spielte, es waren fast 50% mehr als im durchschnittlichen Saisonverlauf. Das machte Darmstadt vor allem auch, um das Pressing des FCN zu umgehen. Doch so landeten die langen Bälle dann oft beim Club landeten. Nur knapp jedes zweite lange Zuspiel der Gastgeber kam beim Mann an.

Grafik 3 vergleicht die Ballbesitzphasen. Auch da sieht man den Einfluss des Pressings. Darmstadt hatte zwar deutlich mehr Ballbesitzphasen, aber vor allem deutlich mehr kurze Ballbesitzphasen. Das heißt, Darmstadt hatte öfter den Ball, aber der war dafür auch schnell wieder weg. Insgesamt war der Club ein bisschen länger – eine Minute und siebenunddreißig Sekunden – in Ballbesitz, obwohl er den Ball insgesamt wesentlich seltener in seinen Reihen hielt. Das heißt, die einzelnen Ballbesitzphasen waren etwas länger (siehe Kennzahlen) als die der Gegner. Etwas, das in dieser Saison auch bislang eher selten vorgekommen ist beim FCN.

3. Einordnung

Dass Nürnberger Trainer in Sachen Urin ihre beste Zitate abgeben, ist seit Hans Meyer keine Überraschung. Robert Klauß setzte die Reihe nach dem Spiel fort: „In den letzten Wochen waren wir oft Baum, heute waren wir mal Hund.“ Eine bessere Zusammenfassung des Spiels war kaum möglich, auch weil es den Unterschied zu den letzten Spielen tatsächlich plastisch darstellte. Denn statt eher hölzern und statisch zu agieren, war der FCN tatsächlich wesentlich bissiger und aggressiver, presste früher und beschäftigte so Darmstadt erheblich mehr als die Gegner zuvor. Das hatte ein bisschen mit dem veränderten Personal und ein bisschen mit der veränderten Grundformation zu tun, aber auch mehr als ein bisschen mit der Herangehensweise der Spieler.

Der Ausgang des Spiels war in seiner ganzen Dramaturgie natürlich glücklich. Wahrscheinlich wäre ein Remis insgesamt auch das angemessenere Ergebnis gewesen, selbst wenn es dann in seiner Entstehung wegen des Elfmeters höchst umstritten gewesen wäre. Doch dieses Mal war der FCN die glücklichere Mannschaft, die in der Nachspielzeit ein seltsames Tor für sich erzielte. Angesichts der Ergebnisse der letzten Wochen war der Sieg, der den Abstand auf die Abstiegsrelegation wieder auf fünf Punkte anwachsen lässt, enorm wichtig. Womöglich gibt er sogar ein wenig mentale Sicherheit und lässt die Sorgen, die in den letzten Wochen aufgekommen waren, doch wieder weichen.

Nun gilt wie immer nach Siegen, dass man sie in der Einzelbewertung nicht zu hoch hängen sollte und keine Trendwenden an Einzelergebnissen festmachen darf. Dafür blieb nach vorn auch zu viel Stückwerk und die zugelassene Zahl der Großchancen spricht auch nicht unbedingt für das Abwehrverhalten. Andererseits legen Zahlen wie 24 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum – der zweithöchste Wert der Saison – oder 14 angekommene Pässe in den gegnerischen Strafraum zumindest eine Verbesserung im Offensivspiel nahe, die sich dann auch im zweithöchsten expected Goals Wert der Saison niederschlägt. Andererseits hatte auch kein Gegner einen höheren xG-Wert als die Lilien und kein anderer Gegner – außer Darmstadt im Hinspiel – hatte mehr Ballkontakte im Clubstrafraum. Dabei gilt einschränkend sowohl für den Wert des FCN als auch den von Darmstadt zu sagen, dass das Modell von Wyscout bei Doppelchancen addititv arbeitet, so dass beispielsweise das Tor von Fabian Schleusener und der direkt vorausgehende Abschluss von Dovedan beide in die Wertung eingehen, gleiches gilt beispielsweise für die Abschlüsse von Honsak und Schnellhardt in der 53. Minute.

Es gilt also abzuwägen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gleichzeitig steht für das nächste Duell mit einem Tabellennachbarn gleich das nächste Personalpuzzle an: Oliver Sorg ist gesperrt, Enrico Valentini wurde mit Muskelverletzung ausgewechselt, Noel Knothe war in den letzten Wochen verletzt, so dass er auch nicht zur Verfügung stand. Auf der Rechtsverteidigerposition steht also eine Veränderung an. Inwiefern die angeschlagenen Spieler wie Hack, Schäffler, Lohkemper oder Zrelak wieder zur Verfügung stehen und ob Krauß den Nachmittag unbeschadet überstanden hat, ist ebenso offen. Der Sieg in Darmstadt bringt als Luft zum Atmen, eine Verschnaufspause ermöglicht er noch nicht. Sonst ist man sofort wieder Baum statt Hund.

4. Die Kennzahlen

Darmstadt   Nürnberg
1 Tore 2
2,15 (+0,76 Elfmeter) expected Goals 2,13 (+ Eigentor)
1,35 (+0,81 Elfmeter) Post Shot xG 2,51 (+ Eigentor)
1,78 (+0,76 Elfmeter) xG ohne Doppelchancen 1,88 (+ Eigentor)
17 Schüsse 13
6 Schüsse aufs Tor 7
2 Ecken 5
4 Freistöße 1
11 Fouls 11
8,6 PPDA 11,0
7,2 Challenge Intensity 7,5
16,8 Spieltempo 15,2
24 Ballkontakte (geg. Strafraum) 24
00:12 Ballbesitzdauer (Ø) 00:14

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Wir sind glücklich über den Sieg, auch wenn das Zustandekommen doch sehr glücklich war. Heute sind die entscheidenden Szenen für uns gelaufen. Das war in den vergangenen Woche ganz anders. Wir wussten, dass es in Darmstadt sehr schwer ist, zu bestehen. Die Lilien haben viel Qualität, bringen viel Tempo mit und haben gute Fußballer in ihren Reihen. Wir wollten heute ein Willensspiel daraus machen. Das ist uns über weite Strecken gelungen. Wir haben die Konter gut verteidigt. In ein paar Szenen mussten wir uns auf Christian Mathenia verlassen, der uns das ein oder andere Mal im Spiel gehalten hat. Die Mannschaft hat sehr viel Emotionen ins Spiel gelegt und Charakter gezeigt. Wir machen dann in einer Phase das Tor, in der wir gut im Spiel waren. Vor dem Elfmeter war es kein Handspiel. Wir wollten nach dem Ausgleich in Unterzahl einen Punkt mitnehmen. Dann werden wir am Ende aber noch beschenkt und konnten es gar nicht richtig glauben.“

Markus Anfang: „Im Fußball habe ich selten solche Spielverläufe gesehen. Wir waren gut in der Partie und hatten ganz viele gute Aktionen in der Offensive. Im ersten Durchgang haben wir durch Honsak, Clemens, Dursun und Schnellhardt gute Möglichkeiten. Defensiv lassen wir dagegen nur einen Kopfball zu. Wir müssen uns verwerfen lassen, dass wir kein Tor gemacht haben. In der ersten Halbzeit müssen wir in Führung gehen. Nach der Pause war klar, dass es Nürnberg mit vielen langen Bällen probieren und uns immer wieder unter Druck setzen wird. Wir sind trotzdem permanent hinter die Kette gekommen, gehen allein auf den Torwart zu oder sind außen durch. Dann kriegen wir aus einer Umschaltsituation, in der wir ganz schlecht in der Restverteidigung stehen, eine Konteraktion des Gegners. Daraus resultiert das Gegentor. Wir haben danach umgestellt, mit langen Bällen vorne rein agiert und machen sogar das Tor. Wir wollten weiter auf Sieg spielen. Doch dazu ist es nicht mehr bekommen. Der Spielverlauf ist bekannt. Dafür sind wir selbst verantwortlich, wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben. Wir waren in vielen guten Situationen, machen aber viel zu wenig draus. Daher müssen wir uns die Kritik gefallen lassen, dass wir vorne nicht effektiv genug sind“

Christian Mathenia: „Das war sehr wichtig, wir sind sehr erleichtert über den Sieg. Über das Zustandekommen kann man am Ende des Tages sprechen, aber nichtsdestotrotz haben wir heute viel investiert. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie das Spiel am Ende bestritten hat. Beim 1:1 vor dem Elfmeter komme ich raus und fälle die falsche Entscheidung, am Ende des Tages wurden wir aber von irgendjemanden da oben erhört – da war das Glück auf unserer Seite.“

Fabian Holland: „Was in dieser Saison los ist, das ist schwierig zu erklären. Und heute haben wir nochmal einen draufgesetzt. Wir waren gut im Spiel, haben viele Torchancen, nutzen diese aber nicht. Das zieht sich auch durch die Saison, da müssen wir viel kaltschnäuziger werden. Und die Gegentore sind einmal mehr viel zu einfach, schon das erste müssen wir ganz anders verteidigen. So werden wir am Ende wieder bestraft. Gefühlt ist es Woche für Woche das gleiche. Beim Elfmeter hatte ich ein gutes Gefühl, hab mir den Ball genommen und verwandelt. Trotz des Pokalspiels hätten wir auch danach noch die Kraft gehabt, um auf ein eigenes 2:1 zu gehen und in Überzahl brennt normalerweise hinten nichts mehr an. Aber in dieser Saison ist fast nichts normal.“

Fabian Schleusener: „Das ist gerade ein super Gefühl. Ich musste lange auf das Tor warten, deswegen bin ich umso glücklicher, dass das Tor am Ende auch mit einem Sieg belohnt wurde. Das war ein sehr intensives Spiel. Wir haben alles rausgehauen. Ärgerlich, wie der Elfmeter zustande gekommen ist. Trotzdem haben wir heute irgendwie noch das Glück erzwungen.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 4 4 4,5 4 7,7/10
CU-Urteil: Dr. Christian und Mr. Mathenia. Starke Paraden gegen Honsak und Clemens, katastrophaler Fehler vor dem Elfmeter.
Enrico Valentini 4 4,5 4 4 6,9/10
CU-Urteil: Hatte immer wieder Probleme, in die Zweikämpfe zu kommen. Wenn er drin war, gewann er sie gegen den Ball. Früh ausgewechselt.
Asger Sörensen 3- 3,5 3,5 4 7,3/10
CU-Urteil: Dominant in der Luft, defensiv astrein. Aber mit wenig Präzision in den langen Bällen.
Lukas Mühl 4- 4 4,5 5 6,6/10
CU-Urteil: Immer wieder mit verlorenen Luftduellen, stand teilweise auch schlecht. Hatte Glück, dass sein Zuspiel auf Mathenia nicht als Rückpass gewertet wurde.
Tim Handwerker 3- 3 3,5 4 7,5/10
CU-Urteil Seine Flanke leitete das 1:0 ein. Dafür gibt es eine kleine Aufwertung, nach hinten hatte er nämlich durchaus Probleme, die er teilweise durch gutes Stellungsspiel linderte.
Johannes Geis 3- 3,5 3,5 4 6,9/10
CU-Urteil: Lenkte das Spiel, versuchte es zu beruhigen. Das gelang nicht immer, dennoch war er auffällig.
Tom Krauß 4- 4,5 4,5 5 6,3/10
CU-Urteil: Tat sich in den Duellen um den Ball schwer, spielte viele unnötige Fehlpässe. Aber im Stellungsspiel Balleroberer.
Nikola Dovedan 3 3 3 3 6,8/10
CU-Urteil: Sehr energischer Zweikämpfer, führte von allen Spielern die meisten Zweikämpfe, hatte auch das 1:0 auf dem Fuß, das dann Schleusener per Abpraller verwertete. 
Fabian Nürnberger +4 4 4 4 6,4/10
CU-Urteil: Ungewöhnlich fahrig im Aufbau und auch in den Duellen nicht immer durchsetzungsfähig.
Mats Møller Dæhli +3 3,5 3 3 6,7/10
CU-Urteil: Seine Spielübersicht tut dem FCN gut, war der passsicherste Offensivspieler. Auch das Pressing hilft, auch wenn noch nicht immer alles zusammengeht.
Dennis Borkowski 4 5 4,5 4 6,4/10
CU-Urteil: Bemüht, emsig, umtriebig. Aber ohne Zug zum Tor. Allerdings natürlich auch das Startelfdebüt als Profi.
Oliver Sorg 4 3,5 4 5 6,1/10
CU-Urteil: Katastrophale Zweikampfbilanz (3 von 13), verursachte den – durchaus zweifelhaften – Elfmeter. Mit Tempodefiziten, aber schönem Dribbling und wenig Fehlpässen.
Fabian Schleusener 3 3 7,2/10
CU-Urteil: Machte sein Tor. Mehr kann man gar nicht sagen, danach lief das Spiel auch weitgehend ohne ihn, der einsam vorne verharrte.
Georg Margreitter 6,2/10
CU-Urteil: Kam in der Schlussphase als zusätzlicher Verteidiger und fiel durch ungeschicktes Zweikampfverhalten auf.
Hanno Behrens 6,5/10
CU-Urteil: Kam in der Schlussphase, war aber eigentlich gänzlich unauffällig
  -/10
CU-Urteil:  

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59 Gedanken zu „Wieder Rapp, wieder Kopf, wieder Nachspielzeit – Analyse zu Darmstadt #FCN #SVDFCN

  • Dieses ma glücklicher Spielverlauf für uns; wurde auch mal Zeit. Hat jemand mal ne Zeitlupe von dem vermeintlichen Handspiel, das zum Elfmeter geführt hat gesehen? Muss sagen das ich Sorg bis auf seine außergewöhnlich gute Offensivaktion ein Unsicherheitsfaktor war, der öfters überlaufen wurde bzw. die rechte Seite freigab. Von dem her finde ich trotz Valentinis wahrscheinlichen Ausfall die Sperre nicht schlimm. Denk gegen schnelle Spieler hätte er große Probleme und wenn ich dann an Zalazar im Hinspiel denke.

    Antwort
  • Klasse Analyse von euch 👍 was ihr auch einmal schreiben könntet, wäre die Rolle von Frau Steinhaus bei spielen vom Club in dieser Saison, sehr auffällig! Regensburg, … und nun wieder, man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie etwas persönliches statt Neutralität in ihren Entscheidungen …..

    Antwort
    • Wenn man dann vergleicht, welches klare Handspiel gestern für Stuttgart KEINEN Elfmeter gegeben hat, sondern sogar ein Gegentor im Gegenzug, kann man die Entscheidung und vielmehr die fehlende Korrektur von Frau Steinlaus überhaupt nicht nachvollziehen.

      Die Dame gehört aussortiert bzw. zumindest nicht mehr mit Clubbeteiligung eingesetzt, dafür ist die Historie viel zu eindeutig auffällig.

      Antwort
      • Der ( vorentscheidende) Elfmeter für die Vorstadt war heute noch krasser. Er könnte unter Umständen, viellecht, irgendwie doch berührt worden sein. In diversen Einstellungen sah es nie nach einer Berührung aus. So macht der VAR nur Sinn für Abseits!

        Antwort
        • Bin echt fassungslos.
          Aarnik /Jöllenbeck auf den Spuren von Thomsen /Steinhaus.
          Jöllenbeck hat auf dem Feld in den letzten Monaten gut gepfiffen, ist in die 1.BL aufgestiegen
          und heute als VAR ohne Worte.
          Respekt was in Fürth geleistet wird aber in den letzten
          10 Jahren gab es schon einige solche Dinger für diesen Verein.
          Würzburg war super im Spiel und ist aktuell sicher nicht die schlechteste Mannschaft in dieser Liga.

          Florian was sagst Du zur Eckballvariante des KSC ?

          Antwort
          • Ja, wirklich, ich habe auch keine Berührung gesehen, im Gegenteil, ich finde man konnte eindeutig sehen, dass es keine Berührung gab, da war sogar ein Abstand zwischen Torwart und Lewelling.

            Abgesehen davon, dass er erst noch 3 Schritte weitergelaufen ist, also der Faller eher auf Stolpern als auf eine mögliche Berührung zurückzuführen war.

            Die Eckballvariante war witzig, aber ich finde ein wenig widersinnig. Sinnvoller wäre es doch, gegen den Ball einzulaufen, dann hat man eine ganz andere Wucht beim Kopfball…

            Antwort
            • Variante find ich interessant, ich glaub, wenn der Ball etwas früher gespielt wird, ist sie gefährlicher, weil die Gegner verwirrter sind. Andererseits ist dann die Kontergefahr größer. Aber insgesamt meine ich schon, dass es zu wenig Varianten gibt bei Standards.

              Antwort
              • Ist schon stark wie der KSC von Rettung am 34. Spieltag letzte Saison
                jetzt oben mitspielt.
                Danke für die Antwort.

                Antwort
  • 3 Punkte, die kurzfristig etwas Luft verschaffen. Das ist aber das einzig Positive. Mit der Leistung haben unsere Purschen gegen St.Pauli keine Chance.

    Antwort
  • Seid Ihr sicher, daß Handwerker die Flanke zum 1:0 machte? War das nicht der Møller-Dæhli? Oder täuscht mich da meine Erinnerung?
    Der Borowski hat mir jetzt einen Tick besser gefallen, wie Euch. Man sieht, daß der wendig und schnell ist. Der wird sicher eine qualitative und fußballerische Bereicherung werden, wenn er besser in die Mannschaft integriert ist.
    Hoffentlich ist das dann nicht schon zu spät in der Saison bis dahin.
    Ganz sicher ist:
    Ohne eine deutliche Leistungssteigerung gewinnen wir mit den überschaubaren, diesjährigen Auftritten keinen Blumentopf mehr.

    Welche Lücken, Freiräume und Chancen wir den Darmstädtern angeboten haben, war sehr krass anzusehen. Das wäre bei jedem anderen Gegner eine deutliche Niederlage geworden.

    Antwort
  • Ich weiß, Florian mag es gar nicht nur über Noten zu reden :mrgreen:

    Aber die 4 für Mathenia will ich hiermit als redaktioneller VAR aus dem Frankfurter Souterrain melden und einen On-Screen-Review dringend empfehlen.

    Da ich bei Flo einen „Clear and obvious error“ ausschließen kann, tippe ich auf „Serious missed incident“ bei den diversen Ballverlusten und Orientierungsproblemen 🙂

    Antwort
    • Review nicht möglich. Bewertender hat den Vorfall gesehen und eingepreist. 😀

      Es ist ein Abwägen zwischen den starken Paraden plus dem Assist, den ich auch nicht ignorieren kann, so zufällig er ist und dem Fallenlassen der Flanke vor dem Elfmeter (plus das zögerliche Rauslaufen in der 95. Minute) und diverse zögerliche, aber letztlich nicht entscheidende Fehler.

      Hatte nach dem Spiel ein Gespräch mit einem Kollegen, dessen Note hier auch noch erscheinen wird, der war ohne den Fehler vor dem Elfmeter bei einer Zwei. Keine Ahnung, wo er jetzt dann landet.

      Antwort
      • Wäre es eine Szene, würde ich auch nicht so „streng“ sein, aber bei ihm zieht es sich im Grunde seit dem Abstieg quasi durch. Selten mal was dabei, was man „over expectation“ nennen würde, oft Aktionen, die mindestens „unkonventionell“ zu bezeichnen sind (Stellungsspiel, Torwartecke, Strafraumbeherrschung) und leider zu oft Szenen, die man so einfach nicht oft machen darf als Profi-Torwart. Gegen Darmstadt waren es im Grunde drei Szenen, bei denen er den Ball entweder nicht festmachen kann oder unzureichend klärt. Die Aktion gegen Seydel kann man als Foul sehen, ein Prackel wie Mathenia darf dann auch gern mit Ball und Gegner ins Tor fallen – aber nicht die Pille loslassen.

        Es gibt keinen Anlass Mathenia hier in Grund und Boden zu schreiben, aber ganz nüchtern und sachlich ist seine Leistung nicht nur ob des schlechtesten Werts der Quote abgewehrter Bälle (https://www.kicker.de/2-bundesliga/torhueter/2020-21/20), das hat dann ja auch keinen echten objektiven Wert, bspw. im Spiel gegen Darmstadt mit Mangel behaftet gewesen und damit eben mangelhaft. Dass er dann mal 1-2 Bälle hält ist ja sein Job. „Unhaltbare“ waren keine dabei. Und dass er für das Eigentor einen Assist kriegt hat seinen Charme, ernsthaft sollte sowas in keine Bewertung einfließen, da letztendlich ein Zufallsprodukt.

        Antwort
        • Unhaltbare waren keine dabei ist mir zu streng und auch ein wenig zu subjektiv in der Beurteilung. Wenn man statistische Parameter für gestern heranzieht, hat er – ohne den Elfmeter – fünf von fünf Schüssen aufs Tor gehalten und damit 1,35 expected Goals verhindert. Da kann man jetzt die wackligen Aktionen gegenrechnen, aber um dann auf ein mangelhaft zu kommen, fehlt mir einfach dann doch die Grundlage angesichts der Paraden, selbst wenn kein „unhaltbarer“ dabei war.

          Das bedeutet nicht, dass ich in der Gesamtbewertung nicht bei Dir bin, nur halt für gestern nicht.

          Antwort
          • Eigentlich gibt es keine “ Unhaltbare „, wie unser “ Welttorhüter“ Heiner schon treffend feststellte! Wie “ haltbar“ ein Gegentreffer wirklich war, weiß man auch erst hinterher. Manches wird als Weltklasseparade gefeiert, was manchmal nur reines Glück war. Selbstbewußtsein und Überzeugung ( eigentlich auch aus Erfahrung) helfen dabei .Dann kommt auch das Glück zurück.
            Hätte in der ersten Halbzeit gestern der Darmstädter ins kurze Eck getroffen, wäre Mathenia wieder angezählt worden. Hätte der Hannoveraner beim 1:5 ins lange Eck geschossen, hätte ihn Mathenia wohl gehabt und gäbe weniger Diskussionen.

            Stimmt wohl, dass Torhüter einen an der Klatsche haben müssen. Ein Fehler und du bist der Depp… Wer tut sich das sonst schon auf Dauer an?

            Antwort
    • Sehe ich auch so, viel Foul habe ich beispielsweise beim aberkannten Seydel-Tor auch nicht gesehen. Bei Mathenia scheint mir das echt eine Kopfsache zu sein, wenn er mal einen groben Schnitzer drinnen hat, beginnt er danach völlig zu flattern. Und das ist halt echt gefährlich…

      Antwort
        • Die Arme sind dort, wo ich sie bei einem Spieler im Luftzweikampf erwarte. In Deutschland wird dir das *vielleicht* abgepfiffen, in England ist das ein Tor. Gut sieht er da trotz allem nicht aus…

          Antwort
          • Grad noch mal angeschaut (allerdings nur aus der Totalen): Seydel hat die Arme beim Abspringen schon sehr senkrecht in der Luft und springt Mathenia auch an. Dürfte tendenziell überall außer in England Foul sein. Dass er das besser lösen muss und einfach früher springen, ist darüber hinaus natürlich richtig.

            Antwort
          • In England gab es gestern Abend eine Szene, bei der nur ein Gegner außerhalb des 5ers leicht einen Torwart in der Luft angegangen hatte. Das wurde als Foul gepfiffen! Da war deutlich weniger … Also England ist auch nicht mehr das was es mal war…. Da wäre sowohl das Tor als auch der Elfmeter abgepfiffen worden… 😉
            Wobei bei der Szene , die zum Elfmeter führte, er mMn einen Tunnelblick hatte, der ihm sagte, dass er den Ball abfangen muss und will, um den Sieg zu retten. Diesen Tunnelblick kenne ich aus eigener Erfahrung ( mit ähnlicher Folge)
            Im Übrigen bin ich Pro-Mathenia! ich habe in letzter Zeit einige Spiel aus England gesehen. Was da für Tore teilweise fallen… bei denen wird der Torwart dann immer von aller Schuld freigesprochen! Mathenia dürfte diese Tore nicht kassieren.
            Mathenia ist ein Guter. Und beileibe nicht der schlechsteste Torwart der Liga. Erinnert mich immer an die Situation mit Rafa : Viel kritisiert, aber als er nicht mehr im Tor stand, wieder nachgetrauert!

            Antwort
            • Rafa trauerte man als Typ hinterher (auch wenn ich das nicht wirklich verstehe, weil ich auch keinem Typ „Effenberg“ gern in meiner Mannschaft gehabt hätte – das so eine Typ-Frage). Rafa war auf der Linie wirklich durchgehend gut, dazu kam die Autorität, die er als Leader hatte, und relativ wenige klassische Fehler. Seine Spieleröffnung und die Strafraumbeherrschung limitierten allerdings Trainer und Mannschaft doch schon auch bei der Weiterentwicklung. Defätisten sagen jetzt (zu Recht): Super Weiterentwicklung #IronieOFF – dann lieber stabil. Aber das ist ja das Problem… die einen wollen weiter, die anderen würden lieber absichern, was noch da ist.

              Antwort
              • Rafa war der beste Keeper nach Andi Köpcke beim Glubb. In der Saison des Pokalsieges war er für mich fast der Beste in Deutschland. Stuttgart hat ihn ( und den Glubb) geschadet. Mathenia könnte durchaus in eine Leaderrolle hineinwachsen, ist aber auch nicht vom Glück begünstigt. Siehe gestern: Nach einem Fehler gab es einen Elfmeter. Vielleicht will er das Glück zu sehr zwingen…

                Antwort
                • Nach einem Fehler gab es einen Elfmeter. Vielleicht will er das Glück zu sehr zwingen…

                  Das ist oft die Saisonentwicklung bei Mathenia, zu Beginn gut ohne spektakulär zu sein, statt es dabei zu belassen, dann wäre er ein solider Torwart und ganz sicher für lang die unumstrittene Nr 1 bei uns, versucht er immer dann, wenn ihm mal ein Fehler unterläuft den „gut zu machen“. Und dann beginnt ein Teufelskreislauf, er versucht spektakuläre Aktionen macht die kurze Ecke auf, um spektakulär den unhaltbaren Ball aus der langen Ecke zu fischen. Geht häufiger aus der Fünfer raus, versucht sich auch mal als Neuer#scher Libero etc. Und leider passieren dann erst recht Fehler, was den Teufelskreis immer weiter beschleunigt.

                  Mathenia sollte mal einer sagen, dass Fehler zum Torwartspiel dazugehören und dass er danach sein Spiel nicht ändern sollte, vielleicht sogar noch mehr auf Nummer sicher gehen sollte und er die spektakuläre Parade nicht suchen sollte, die kommt irgendwann sowieso.

    • Ist nicht nötig, jeder der auf Twitter quer liest, kennt deine Meinung zu Mathenia.😜
      Aber ich habe langsam das Gefühl, wir sind zum Spielball von Bayern und RB geworden.
      Mir kommt es so vor, als ob dieBayern neidisch auf die Einsatzzeiten von Tom Krauß sind und ihren Singh deshalb zurück geholt haben.
      Aus Trotz holen Hecking und Klauß den Borowski und lassen Früchtl auf der Bank versauern…………oder ich bekomme langsam eine Corona Paranoia.

      Antwort
      • Früher war mehr Lametta und wir bekamen noch Spieler aus Nordtirol mit guter Qualität ausgeliehen. Wer erinnert sich nicht gerne an einen Breno?

        Singhs Auftritte im Clubtrikot waren durchweg alle gleich schwach. Teilweise müssen wir dem Fußballgott danken, daß ihn Schiris trotz krassen Einsteigens nicht mit glatt Rot vom Platz gestellt haben. Anscheinend gab es da noch einiges mehr iVm dessen familiärer Freistellung und seiner unfitten Rückkehr. Vielleicht war dessen „Entlassung“ auch ein internes Zeichen an andere Spieler unserer Trödeltruppe.

        Und Früchtl kam bisher nicht an Mathenia (!!!) vorbei. Das sagt doch auch einiges über dessen sportlicher Beurteilung aus.

        Antwort
        • Heute leihen wir uns ja nur noch Drittligaspieler aus Nordtirol.
          Also Mathenias Wut Abschläge zum Spielende habe eine echt skurile Gefahr für den Gegner, damit hat er auch schon das 1:3 in Ingolstadt eingeleitet.

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  • Also vor zwei, drei Wochen hätte ich auch noch gesagt ein Wechsel zwischen den Pfosten könnte eher nach hinten los gehen. Nach den letzten Spielen muss ich sagen es wäre durchaus denkbar zu tauschen. Mathenia irrt durch den Strafraum, strahlt Unsicherheit aus und macht sehr viele Fehler. Seine langen Bälle sind eine Katastrophe, auch der Assist von gestern wäre unter normalen Umständen null Gefahr für den Gegner gewesen. Dazu noch sein ständiges Gebrülle. Also aus meiner Sicht kommt es nicht von ungefähr das Mannschaften mit Mathenia im Kasten fast immer gegen den Abstieg spielen. Er hat da großen Anteil daran.

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    • Ich bin 100% der Auffassung von Lupus! Mathenia hat uns im letzten Jahr schon Kopf und Kragen gekostet. Es ist kein Zufall, dass er ständig gegen den Abstieg spielt. Ihm fehlt alles, was ein solider 2. Liga-Torwart braucht. Vor allem Nerven…

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      • Deswegen hat er auch schon 93 Erstligaspiele, weil ihm alles fehlt um ein solider Zweitligatorwart zu sein 🙈

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        • Nach wievielen Spielzeiten ist er dabei mit seinen Teams abgestiegen? Und warum steht er bei einem unterdurchschnittlichen Zweitligisten auf der Kippe?

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    • Wenn ein Torwart 2 Jahre hintereinander notenschwächster Keeper der Liga ist, geht ein Risiko eines Wechsels definitiv gegen Null. Und wenn man bei der Konstellation tatsächlich noch ein Risiko sieht, dann ist es umso unverständlicher, dass man mit Früchtl eine vermeintlich echten Konkurrenten verpflichtet hat.

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      • „2 Jahre hintereinander notenschwächster Keeper der Liga“:
        Also letzte Saison wurde Heuer Fernandes vom HSV nach dem Kicker schlechter als Mathenia bewertet und in der laufenden Saison alle drei eingesetzten St.Pauli-Keeper, beide Braunschweiger, beide Würzburger sowie Ulreich vom HSV. Manche von diesen sogar deutlich schlechter.
        3,35 (19/20) und 3,16 (20/21) find‘ ich jetzt auch nicht soo katastrophal, wenn man rein nach Noten geht. Sollte natürlich dennoch besser sein, klar, aber „notenschwächster Keeper“ ist der Unsere definitiv nicht.

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    • Interessante Rückschau, die ich so nicht kannte…
      Das war damals eine der besten Mannschaften, die ich beim Glubb gesehen habe. Die sind damals durch die Regionalliga gestürmt, haben alles ( fast) in Grund und Boden gespielt. Die Nordtiroler in einem begeisternden Pokalspiel im Viertelfinale besiegt…. um dann an DüDorf in der Aufstiegsrunde zu scheitern. Der Glubb war der große Favorit. Warum der Glubb die Aufstiegsrunde vergeigte, hat eigentlich niemand verstanden. Das Heimspiel gegen DüDorf fand vor der wohl größten Kulisse im Stadion statt, die dort je gezählt wurde. Offiziell 70 000 Besucher, aber es waren noch Tausende im Innenraum versammelt. Ich habe vor dem Stadion noch eine Karte für 5 DM ( !) ergattert für Block 4. Gesehen hat man relativ wenig, weil es an dem Tag geregnet hat und die aufgespannten Schirme…. Der Glubb hat mit 0:1verloren, davor schon in Neunkirchen und danach gleich noch beim Exoten aus Berlin ( Wacker?). Das war es dann. Danach begann der 2. Umbruch. Spieler wie Welz verließen den Verein. Der junge Jasch Majkowski kam zu seinen ersten Profispielen….
      Der Bericht aus der NN könnte tatsächlich den Hinweis geben, dass der Verein vielleicht wirklich nicht aufsteigen wollte. Wie gesagt, das klägliche Versagen in der Aufstiegsrunde war eigentlich unerklärlich. Allgemein nahm man an, dass der Glubb wegen des großen Vorsprunges die nötige Konzentration und Wettkampfhärte nicht mehr aufgebringen konnte.
      Die Sorge , keine konkurrenzfähige Mannschaft aufbieten zu können, war damals wohl unbegründet. Es folgte eine der leichtesten Runde, da ein Absteiger schon vor der Spielrunde feststand ( Bielefeld wegen des BuLi Skandals) und Düdorf die Spielzeit ziemlich locker überstand. Da hätte durchaus eine neue, gute Ära des Glubbs beginnen können…

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  • Nochmal zu Mathenia, ich habe es immer noch nicht ganz verstanden ist Früchtl so schlecht oder Mathenia so gut? Es fällt auf wie Klauß Mathenia beim geringsten Zweifel fast schon agressiv verteidigt verbal. Als bei der letzten PK vor dem Darmstadtspiel eine offen scheinende Frage gestellt wurde an Klauß, wer am Samstag im Tor steht kam wie aus der Pistole geschossen nur 1 Wort Mathenia, keine Begründung aber dafür ein grimmiger Blick, so quasi stellt diese Frage nicht nochmal (basierend auf Mathenias Sandhausen Leistung). Das ist alles sicher auch sehr ermunternd für Früchtl. Aber seis drum ist der Unterschied zwischen beiden offensichtlich doch so groß zum Nachwuchsstern des Südens? Da wird sich nach Singh vielleicht bald der nächste auf den Rückweg nach München machen 😮

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    • Rein von den Grundvoraussetzungen und -techniken, die Torhüter haben müssen, nehmen sich beide bestimmt nix. Ich glaub‘, Klauß wäre bei einem Tausch jetzt, ohne dass Mathenia angeschlagen/verletzt ist, einfach das Risiko zu groß, dass Früchtl vielleicht gleich im ersten Spiel wacklig agiert, weil v.a. das noch uneingespielte Zusammenwirken mit der eigenen Abwehr zu zu vielen Unstimmigkeiten/Missverständnissen führen könnte, und dann die Torwartsituation direkt aber so richtig besch.. wäre. Wissend, dass Mathenia sich natürlich nicht ZU viele Patzer (trotz auch sehr guter Paraden) leisten darf, also durchaus latent auf der Kippe steht, führt das dann zur Überzeugung, Mathenia unbedingt den Rücken stärken zu müssen, weil alles andere sicher kontraproduktiv wäre, und damit dann zu solchen Gereiztheiten, wenn wer durch Nachfragen unterschwellig suggerieren möchte, dass ein Torwarttausch zu einem zwar sehr talentierten, aber doch noch ziemlich unerfahrenen 21jährigen jetzt für zuverlässige Verbesserung sorgen soll.

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      • Früchtl wird bestimmt dann Einsatzzeiten bekommen, wenn die Abstiegsgefahr beseitigt ist (mit der Klauß vor der Saison so wohl nicht gerechnet hat), denke ich. In dem Sinne hoffe ich natürlich sehr, dass Früchtl in dieser Saison noch oft auf den Platz darf…

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        • Vielleicht sollte man Früchtl eine Chance geben, DAMIT die Abstiegsgefahr möglichst bald kein Thema mehr ist?

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          • Könnte gut gehen, könnte kaum was verändern, könnte nach hinten losgehen. Chancen und Risiken. Jeder trifft dabei eben seine eigene Einschätzung. Ich würde gerade in dieser angespannten Lage das Risiko höher gewichten und zudem auf diejenigen vertrauen, die beide Protagonisten täglich trainieren und beobachten.

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  • Ich kann mit Gedankengängen wie den folgenden oder ähnlichen nichts anfangen:

    (1) „Jetzt lass ich Spieler x oder y draußen, damit sie nicht (zeitgleich) die 5. Gelbe kriegen.“
    Oder auch:
    (2) „Wenn der Früchtl eine Chance bekommt, weil er zwar nur geliehen, aber besser ist, und bringt dann schlechte Leistung, dann sind Mathenia UND Früchtl verbrannt. Mathenia muss drin bleiben!“

    Zu (1):
    Es wird passieren. Die 5.gelbe Karte wird zu 99,5% jeder sehen, der jetzt (schon) vier hat. Kontrolliertes Absitzen ist nicht möglich. Kontrolliertes Gelb-Abholen ebenso. Man muss im Spiel manchmal taktisch eine gelbe Karte ziehen. Das Schonen auf der Bank vor der 5. gelben Karte ist nichts weiter als eine freiwillige unnütze zusätzliche Sperre. Eine selbstschädigende Selbstschwächung. Gruselige Gedanken-Pirouetten…

    Zu (2):
    Ich dachte immer, der beste spielt. Wenn das Früchtl ist, muss ihn der Trainer aufstellen, denn dann hält er uns Punkte, die Mathenia momentan in Serie durch die Finger rutschen. Jünger, unerfahrener, weniger Leader, ja und?! Der brüllt seinen Haufen schon zurecht… Schlimmer kann es nicht wirklich werden. Das Risiko ist also sehr überschaubar. Und für den Fall, dass er wirklich ebenso „schwach“ performt wie Mathenia das letzte Jahr in Serie, dann hilft die Aussicht auf den Sommer: Wir sollten so oder so nach einer Nummer 1 Ausschau halten! (Und wer weiß, eine kleine Chance gibt es bei Früchtl durchaus, allerdings nur mit Praxis.)

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    • Wenn Klauß auch den Eindruck hätte, dass Früchtl der Bessere ist bzw. dass es „nicht wirklich schlimmer werden kann“, dann würde er ihn doch aufstellen.. oder hättest Du daran ernsthaft Zweifel? Ansonsten: selbstverständlich kann es IMMER noch schlimmer werden, gerade wir als Clubberer wissen das. Und zwar völlig unabhängig davon, ob Mathenia weiterspielt oder auf die Bank muss (so gesehen könnte man Früchtl tatsächlich mal eine Chance geben..)

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      • Wenn du dich mir von der Klammer her näherst, sind wir doch gar nicht soweit auseinander.

        Die skizzierten zwei Gedankenstränge sind nicht ausschließlich auf unseren Trainer gemünzt, sie sollen eher Gedankenanstoß eines IDEAListen sein.

        IDEAL = Id e Al = Ideen eines Ahnungslosen.

        Keine Koketterie, keine Ironie, du hast vollkommen recht, der Trainer ist näher dran und man sollte Vertrauen suchen.

        Allerdings könnte ich ein „Früchtl ist zwar besser, aber…“ sehr schwer akzeptieren. Gut. Auch das ist des Trainers Entscheidung, deren Konsequenzen er tragen muss.

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  • Ja bitte drinbleiben in der 2. Liga das wird ein Schmankerl nächste Saison gegen Schalke. Für mich besteht daran kein Zweifel, dass Schalke zu uns runterkommt, da ist zuviel vermurkst und die Abstände schon viel zu groß. Jetzt schnuppert sogar Hertha BSC trotz Windhorst 100te Millionen am Relegationsplatz und der 2. Liga. Ein Beweis dass man auch mit viel Geld viel falsch machen kann.

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    • „Ein Beweis dass man auch mit viel Geld viel falsch machen kann.“
      Oder schlag nach beim 1. FC Nürnberg: Zum Saisonbeginn 2019/20 wurden mindestens etwa 8 Mio. € für neue Spieler ausgegeben (Dovedan, Medeiros, Cerin, Schleusener usw.), um statt den angepeilten, direkten Wiederaufstieg gerade so den Relegationsplatz zu erreichen.

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      • Zum Saisonbeginn 2019/20 wurden mindestens etwa 8 Mio. € für neue Spieler ausgegeben (Dovedan, Medeiros, Cerin, Schleusener usw.), um statt den angepeilten, direkten Wiederaufstieg gerade so den Relegationsplatz zu erreichen.

        Einspruch, das Saisonziel war Übergangssaison, der Aufstieg war erst für 20/21 geplant, siehe Palikuca in verschiedenen Interviews.

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      • Das hatten die doch schon vor Windhorst an eine Heuschrecke namens KKR gemacht. Ne, heißt offiziell Private Equity sowas.
        Btw
        Hat hier jemand GME gezeichnet?

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        • Laut Medien war KKR zu knapp 10 Prozent an Hertha beteiligt. Und Hertha konnte die Anteile laut Vertrag zurückkaufen – was man 2018 auch machte. KKR bekam, so ist es zu lesen, ca. 71 Mio. Euro zurück für die ca. 61 Mio. Euro, die man investierte (Anteile + Darlehen + Signing Fee). Dürfte dem Finanzinvestor aus New York also gut geschmeckt haben. Und auch für Hertha war es eine gute Sache, da man mit dem Geld inbesondere Verbindlichkeiten tilgte. Allerdings ging dieser Deal auch nur deshalb gut, weil Hertha während des KKR-Investments von 2014 bis 2018 dauerhaft in der Bundesliga spielte.

          Dass Hertha allerdings irgendwann die 49,9 Prozent von Windhorst zurückkauft und sich somit wieder selbst gehört, halte ich für illusorisch. Die Anteile bleiben bei Windhorst oder werden irgendwann von Windhorst verhökert an einen x-beliebigen Investor. Für Hertha sind die Anteile weg.

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