Sieg der Grundtugenden – Analyse zu Karlsruhe #FCN #KSCFCN

Analyse zu Karlsruher SC – 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0) – Der FCN gewinnt durch einen späten Treffer in Karlsruhe und zeigt dabei vor allem die vermissten Grundtugenden.
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Gleich auf vier Positionen änderte Robert Klauß im Vergleich zum Spiel gegen St. Pauli die Startelf. Zwei Änderungen waren verletzungsbedingt: Noel Knothe (Sehnenluxation am Sprunggelenk) und Asger Sörensen (Zehenbruch) mussten passen. Für sie spielten Enrico Valentini und Georg Margreitter. Zusätzlich rutschten Schleusener und Krauß auf die Bank. Für sie begannen Borkowski und Schäffler. Die Formation war dagegen wie gegen St. Pauli ein 4-2-2-2, Dovedan und Møller Dæhli bildeten die Flügelzehner, Nürnberger und Geis die zentralen Mittelfeldspieler, Schäffler und Borkowski eine Doppelspitze, wobei sich Schäffler oft sehr tief fallen ließ, so dass es phasenweise schon fast wie ein 4-2-3-1 aussah. 

Der Club wählte eine sehr hohe Pressinglinie, attackierte den KSC teilweise bereits beim Aufbau durch Torwart oder Innenverteidiger, damit wurde der kontrollierte Aufbau der Karlsruher, der in der Regel beim KSC über die Außen stattfindet auch empfindlich gestört, gerade die Außenmittelfeldspieler Goller und Lorenz waren so vom Aufbau abgeschnitten und kamen so viel seltener zu gefährlichen Flanken. Der einzige Karlsruher, der beim Flanken normale Werte erreichte war Rechtsverteidiger Thiede. Denn gerade im ersten Abschnitt war das Karlsruher Aufbauspiel sehr auf die eigene rechte Seite fokussiert. 

Gleichzeitig versuchte der Club von Anfang an viel mit langen Bällen selbst nach vorne zu kommen. Das sah teilweise etwas wild aus und führte dazu, dass die häufigste Passkombination beim FCN an diesem Nachmittag Mathenia auf Schäffler war. Ein Aufbau, bei dem die Innenverteidiger, die Außenverteidiger anspielten, fand fast gar nicht statt, stattdessen lag der Fokus erst einmal auf der Mitte, erst später im Aufbauspiel wurde dann die Außenbahn gesucht. Das Spiel war über weite Strecken der Partie auf Grund dieser Herangehensweise ereignisarm. Der Club verhinderte einerseits den Aufbau beim KSC, wählte aber selbst auch einen direkten und damit fehlpassanfälligen Ansatz.

Die besten Gelegenheiten hatte dann auch tatsächlich der FCN. Einmal als Dovedan im hohen Pressing einen Ball eroberte, Nürnberger die Kugel nach Dovedans Pass aber nicht im Tor unterbrachte. Ein anderes Mal als Borkowski nach einer schlecht geklärten Flanke an den Ball kam und dieser nach Drehschuss knapp neben das Tor abgefälscht wurde. Der Youngster wurde kurz danach ausgewechselt. Für ihn kam Tom Krauß. Das hatte einige Umstellungen zur Folge: Krauß spielte nun neben Geis, Nürnberger rückte auf die linke Außenbahn, Dovedan spielte im Zentrum, teilweise eher als zweiter Stürmer, teilweise etwas tiefer. 

Der KSC hatte durch Batmaz kurz vor dem Führungstreffer des FCN eine gute Chance, doch Margreitter blockte den Schuss des Einwechselspielers. im direkten Gegenzug nahm Schäffler den langen Schlag von Mathenia gekonnt aus der Luft herunter und legte ihn auf Møller Dæhli, der wiederum vom rechten Flügel in die Mitte dribbelte. Sein Pass auf Dovedan wurde aber von Bormuth abgefangen. Das Abfangen war jedoch so schwungvoll, dass der Ball gegen Wanitzek prallte und von dem zurück in den Lauf von Schäffler. Der stand dadurch plötzlich frei vor Gersbeck, traf den Ball beim Schussversuch aber nur mit dem Schienbein. Dadurch wurde der Ball zur Seite auf den durchgelaufenen Møller Dæhli gelegt, der dann aus spitzem Winkel einschob. Danach brachte Klauß noch Schleusener und Behrens für Dovedan und Handwerker, das waren aber nur Wechsel, die Zeit von der Uhr nahmen.

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 zeichnet die Entwicklung der Formations- oder Pressinglinie der beiden Mannschaften im Spielverlauf nach. Hier sieht man einen der Schlüssel des Spiels relativ deutlich. Der Club stand viel höher als der KSC, griff früher an und bot dem KSC auch weniger Platz zur Entfaltung, so dass dieser deutlich seltener ins gegnerische Angriffsdrittel kam. Denn obwohl der KSC deutlich mehr den Ball hatte, war der FCN dadurch, dass er den KSC früh attackierte und immer wieder dazu zwang entweder tief aufzubauen oder den langen Ball zu wählen, in der Lage die Gastgeber deutlich mehr aus dem eigenen Verteidigungsdrittel fern zu halten. Am Ende spielte der KSC nur 22% seiner Pässe im letzten Drittel. Der FCN dagegen 41%.

Grafik 2 zeigt den Umgang von Christian Mathenia und der Clubabwehr mit den Flanken des KSC. Dass die Karlsruher als flankenintensivste Mannschaft der Liga viel mit Hereingaben von Außen operieren würden war klar. Außer einem einzigen Abschluss per Kopf von Wanitzek aus knapp 15 Metern Torentfernung waren die Flanken aber quasi alle ungefährlich. Das lag zum Teil auch daran, dass Mathenia die Bälle abfing oder aber die Verteidiger sie aus der Gefahrenzone brachten. Hier war Margreitters Kopfballstärke sicher ein Vorteil.

Grafik 3 zeigt die Balleroberungen der beiden Mannschaften, dabei fällt zum einen nochmals auf, dass der KSC durch den Aufbaustil des FCN sehr wenige Balleroberungen im eigenen Angriffsdrittel, ja eigentlich in der gesamten gegnerischen Hälfte zu verzeichnen hatte. Zum anderen sieht man auch, dass die Balleroberungen beim FCN mit fortlaufender Spieldauer immer weiter nach vorne gewandert sind und deutlich häufiger links als rechts passierten. Das lag vor allem daran, dass der KSC immer wieder über die eigene rechte Seite aufbaute.

3. Einordnung

Die Grundtugenden, die gegen St. Pauli fehlten, die saßen. Wahrscheinlich kann man es tatsächlich auf diesen einfach Nenner bringen. Vielleicht war es aber doch auch das frühere und mutigere Anlaufen, das den KSC immer wieder in Bedrängnis brachte und dessen Spielaufbau störte. Schon in Darmstadt hatte diese Herangehensweise zwei Dinge zur Folge gehabt: Ein relativ unansehnliches Spiel und eine relativ stabile Defensive.

Dass der KSC aus 62 Prozent Ballbesitz nur elf Torschüsse und eine geringere Chancenqualität entwickeln konnte, spricht ebenso für das gemeinsame Verteidigen wie Folgendes: Der KSC spielte nur 14 Prozent seiner Zuspiele ins Angriffsdrittel, der Club 22 Prozent. Anteilig spielte der FCN auch ungefähr 40 Prozent mehr seiner Pässe in den gegnerischen Strafraum. Er war – um das Zahlenwirrwarr zu übersetzen – einfach direkter und zielstrebiger in Richtung Tor unterwegs. Auch wenn diese Direktheit bedeutete, dass man mehr Fehlpässe spielte.

Natürlich war der Sieg in der Entstehung am Ende glücklich. Schließlich war das entscheidende Tor eine Verkettung von mindestens drei glücklichen Zufällen. Der dritte Sieg in Karlsruhe in Folge war aber eben auf Grund der angesprochenen Parameter nicht unverdient, wie auch KSC-Trainer Eichner nach dem Spiel zugab, ob er nun gleich das „wahre Gesicht“ der Mannschaft zeigte, wie Robert Klauß nach Abpfiff aussagte, bleibt dagegen abzuwarten. Zu oft folgte ja auf einen guten Auftritt im nächsten Schritt ein schwacher.

Dabei ergäbe sich am kommenden Sonntag mit einem Sieg gegen Braunschweig die Möglichkeit, die Saison frühzeitig wieder in die richtige Richtung zu wenden. Mindestens acht Punkte würde dann der Vorsprung auf die Abstiegsrelegationsränge betragen, elf Spieltage vor Schluss ein relativ beruhigender Vorsprung. Derzeit beträgt dieser sechs Punkte. Dass er vor einem Jahr bei gleicher Punktzahl fünf Zähler betrug, sollte aber Warnung genug sein.

Das soll den Sieg vom Sonntag nicht schmälern, er war „nicht schön, aber wichtig“ (Mats Møller Dæhli). Er bewies auch, dass eine taktisch gut eingestellte, aufopferungsvolle Mannschaftsleistung möglich ist. Was – je nach Lesart – entweder positiv für Zukunft stimmt oder das Urteil über die Vergangenheit noch vernichtender ausfallen lässt.

4. Die Kennzahlen

Karlsruhe   Nürnberg
0 Tore 1
0,95 expected Goals 1,63
1,14 Post Shot xG 1,49
0,95 xG ohne Doppelchancen 1,63
11 Schüsse 11
4 Schüsse aufs Tor 3
7 Ecken 2
2 Freistöße 1
8 Fouls 17
10,0 PPDA 12,4
9,3 Challenge Intensity 6,1
15,5 Spieltempo 14,4
19 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 10
00:15 Ballbesitzdauer (Ø) 00:10

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Die letzten zehn Minuten waren wir etwas mehr am Drücker. Wir wussten, dass wir trotzdem aufpassen müssen. Es war nicht einfach auf dem Platz. Ich will nicht von einem verdienten oder glücklichen Sieg sprechen, das ist mir egal. Was zählt: Die Mannschaft war fleißig und hat sich am Ende belohnt. Nach der Leistung letzte Woche gegen St. Pauli haben wir heute ein Zeichen gesetzt und gezeigt, was unser wahres Gesicht ist. Dass das fußballerisch heute nicht alles überragend wird, war uns schon vorher klar, aber wir haben ein anderes Gesicht gezeigt und die drei Punkte geholt.“

Christian Eichner: „Glückwunsch an Nürnberg für einen Sieg, der sich am Ende irgendwie angedeutet hat. Das ist ein nicht unverdienter Sieg für Nürnberg. Der Gegner hatte in Summe diese ein, zwei, drei Aktionen mehr in unserem Sechzehner und klarere Torchancen. Wir hatten über 90 Minuten keine einzige Chance, wo wir das Tor hätten treffen müssen.“

Christian Mathenia: „Dieser Sieg war extrem wichtig, auch für die Tabelle. Die drei Punkte tun gut, aber wir haben uns direkt auf dem Platz eingeschworen, dass wir nächste Woche nachlegen wollen. Wir haben natürlich den Druck gespürt. Aber heute ist jeder für jeden gerannt und hat sein Herz auf dem Platz gelassen. Dementsprechend haben wir uns diesen Sieg heute erarbeitet. Da ist uns auch egal, wie der Ball reingegangen ist.“

Philipp Hofmann: „Wir waren nicht giftig genug. Wir waren zu unsauber in den Aktionen. In den letzten Wochen war das Glück auf unserer Seite, heute war es auf der Seite von Nürnberg. Das war so ein klassisches 0:0 eigentlich. Mit wenig Chancen und wenig Strafraumszenen. Aber wir konnten uns kaum eigene Chancen erarbeiten. Dann wird der Ball abgefälscht und geht direkt zum Nürnberger. Aber das ist Fußball. Der letzte Pass hat heute ein bisschen gefehlt und die Entscheidungen waren heute ziemlich schlecht. Da kommt dann so ein Spiel zustande. „

Mats Møller Dæhli: „So spät noch zu gewinnen, ist ein sehr schönes Gefühl. Es war heute kein schönes Fußballspiel, aber für uns extrem wichtig. In den letzten 15 Minuten haben wir nochmal ein paar Chancen gehabt, dass wir dann noch treffen, macht uns sehr glücklich. Wir waren heute sehr präsent auf dem Platz, so müssen wir weitermachen.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 3 3 3 3 7,8/10
CU-Urteil: Ordentliche Flankenverteidigung, hielt fest, was festzuhalten war.
Enrico Valentini 3- 4 3 4 6,9/10
CU-Urteil: Hatte defensiv relativ wenig zu tun. Bei den offensiven Ausflügen mit wenig Präzision.
Georg Margreitter 2- 3 2,5 3 6,9/10
CU-Urteil: Dominant in der Luft, defensiv astrein. Verteidigte weg, was es wegzuverteidigen gab. Guter Block gegen Batmaz in der 89. Minute.
Lukas Mühl 3- 3 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Die Unsicherheit war greifbar. Verteidigte auch nicht immer sauber, aber insgesamt ordentlich.
Tim Handwerker 3- 4 3,5 3 7,4/10
CU-Urteil Hatte defensiv viel zu tun und konnte einige Flanken nicht verhindern. Dafür aber mit vielen guten abgefangenen Bällen. Nach vorne zurückhaltend.
Johannes Geis 3 4 3,5 2 7,3/10
CU-Urteil: Wie immer um Strukturierung und Ordnung bemüht, manchmal mit etwas wenig Präzision in den Abspielen. Aber dafür sehr präsent in den Duellen.
Fabian Nürnberger 3- 3,5 2,5 3 7,0/10
CU-Urteil: Brachte viel Körperlichkeit ins Spiel, vergab früh eine Großchance. Um Dynamik bemüht, wenn auch nicht immer ganz präzise.
Nikola Dovedan 3- 3,5 3 4 6,4/10
CU-Urteil: Lief oft hart an, eroberte so auch den Ball vor Nürnbergers Großchance. Hatte dennoch ab und zu Dovedan-eske Momente, wo er auf Genie wieder Phlegma folgen ließ
Mats Møller Dæhli 2- 3 3 3 7,3/10
CU-Urteil: Anfangs außen vor, spielte sich mit fortlaufender Spieldauer immer besser ins Spiel. Arbeitete im Pressing und schoss das goldene Tor, das er selbst per Dribbling eingeleitet hatte.
Manuel Schäffler 3- 4,5 3 4 6,7/10
CU-Urteil: Hing oft buchstäblich in der Luft. Machte aber einige Bälle fest. Die Vorlage vor dem 1:0 war zufällig, die Ballablage in der Entstehung nicht.
Dennis Borkowski 3 3,5 3 2 6,8/10
CU-Urteil: Bemüht, emsig, umtriebig. Lief viel an, zeigte viel Bewegung. Guter Sturmpartner für Schäffler.
Tom Krauß 6,3/10
CU-Urteil: Kam spät für Borkowski und sollte das Zentrum stabilisieren. Wirkte aber etwas fahrig.
Fabian Schleusener -/10
CU-Urteil: Bekam ein paar Sekunden am Ende des Spiels.
Hanno Behrens -/10
CU-Urteil: Bekam ein paar Sekunden am Ende. 
  6,5/10
CU-Urteil:  
  -/10
CU-Urteil:  

100 Gedanken zu „Sieg der Grundtugenden – Analyse zu Karlsruhe #FCN #KSCFCN

  • Super Analyse, wie immer. Dovedan hat mir sehr gut gefallen, da finde ich die 3- fast ein bisschen zu hart. Auch Borkowski hätte ich etwas besser eingerankt.
    Bleibt zu hoffen, dass man gegen Braunschweig nachlegt.

  • Es ist lange her, denke ich, dass die Mannschaft eine so geschlossene Mannschaftsleistung auf den Rasen brachte. Alle innerhalb einer Notenstufe (2- bis 3-) unterstreicht diesen Eindruck.

    L

  • Deine beiden letzten Sätze bringen es erschütternd auf den Punkt:

    [Der Auftritt] bewies auch, dass eine taktisch gut eingestellte, aufopferungsvolle Mannschaftsleistung möglich ist. Was – je nach Lesart – entweder positiv für Zukunft stimmt oder das Urteil über die Vergangenheit noch vernichtender ausfallen lässt.

    Ich kann wirklich nicht verstehen, weshalb hier nicht schon längst disziplinarische bis hin zu, im schwersten Fall, arbeitsrechtliche Schritte gegen den einen oder anderen Spieler durchgeführt wurden. Eine Trainingsgruppe 2 wäre sehr gut befüllbar gewesen.
    Da waren in den letzten Jahren soviele Auftritte dabei, das da mE längst mal in diese Richtung etwas gemacht hätte werden sollen.
    Oder wurde es das und es blieb echt gut „unter Verschluss“?
    Das wäre bei uns mit langer Tradition von Presseverlaubarungen auf Parkplätzen, Raststätten oder in Pizzerien fast eine Sensation.

  • Unter der einen Grafik mit der taktischen Aufstellung steht „Darmstadt“

  • Super Analyse – wie immer 👍🏻 vielen Dank 😊

    Dieses Mal hatten wir auch einmal mehr xGoals als der Gegner.

    Was ich mich frage: warum sind beim Gegner eigentlich (zumindest gefühlt regelmässig) die Post-Shot xGoals größer als die xGoals, bei uns jedoch ist es anders herum.

    • Vielen Dank. Die PSxG sind mit immer noch ein bisschen ein Mysterium. Gibt auch Kritiker am System, die sagen, PSxG ist immer 0 oder 1, weil Post Shot weißt Du ja, ob’s drin ist oder nicht. Generell kann man aber sagen, dass der Einzelschuss bei den PSxG sehr oft höherwertig ist als bei den xG, weil er ja schon mal sicher aufs Tor kommt, sonst würde er ja nicht in die Zählung kommen. Ich muss mir das nochmal in Ruhe anschauen. Erste Theorie wäre aber, dass der Club mehr Schüsse hat, die nicht aufs Tor gehen, also deshalb die xG kumulativ höher sind.

      • Bin gespannt ob du Licht ins Dunkel bringst 😃

        Meine Theorie war: wir verteidigen oft zu schlecht und schießen in Situationen, bei denen die Verteidiger zu gut stehen

        Aber ich beobachte die Zahlen weiterhin genau 👀

        • Oder anders ausgedrückt: kann sein dass der Quotient aus xGoals/pxGoals eine Aussage über die Qualität der Chancen sagt?

  • Auffällig ist, dass der Kicker im Durchschnitt etwa um 0,5 schlechter bewertet hat. Die haben anscheinend kein Verständnis für eine geschlossene Kollektivleistung, wenn keiner richtig raussticht.

    Ich finde es beim Kicker zu niedrig. Nur weil das Spiel nicht rassig war, waren die Einzelleistungen nicht schlechter, sondern eher besser und perfekt das taktische Konzept erfüllend. Ein wildes Spiel ist doch eher Ausdruck von Fehlerhaftigkeit. Eine starke Einzelleistung erfordert einen entsprechend schwächeren Gegenspieler…

  • Ich finde die Noten im Großen und Ganzen hier auch ok. Aber ganz ehrlich, völlig richtig dass man Mühl die Verunsicherung angesehen hat, aber bei Margreitter von astrein zu sprechen halte ich schon für gewagt. Ich bin eigentlich ein Fan vom Fussballer Margreitter aber das Gestern hat mit schon phasenweise Angst gemacht. Zwei richtige Fehler im Stellungsspiel Gott sei Dank ohne Konsequenzen und teils haarsträubende Fehlpässe in der Eröffnung.
    Der Block kurz vor Schluss war dann natürlich stark und auch „überlebenswichtig“
    Aber mit einer 3 wäre er doch trotzdem gut bedient aus meiner Sicht.

  • Mir bleiben die drei Siegpunkte irgendwie völlig im Hals stecken.

    Nüchtern betrachtet hat doch diese Mannschaft final einfach ENDLICH nix anderes gemacht, wie einmal einigermaßen normal (!) ihren Job nachzugehen und das gemacht, wozu die Herren Profis ihr Gehalt bekommen.

    Das und gar nix anderes. So ein Auftritt sollte eigentlich „ganz normales Tagesgeschäft“ sein und ich bitte darum, diesen Sieg keinesfalls und nicht zu überhöhen und daran zu denken, wie oft wir Fans schon in ähnlichen Situationen in den Vorsaisons das Licht am Ende des Tunnels in Folgespielen wieder mit dem Orkan der Unlust der Mannschaft auf dem Platz ausgeblasen bekamen.

    Wenn ich da drüber weiter nachdenke, geht mir gleich wieder das Messer in der Tasche auf und ich bin nahe dran, die obigen Sätze mit unkorrekten Worten deutlich zu verschärfen.

    Da mir jetzt aber Reiner Selbstschutz beruhigend die Hand auf die Schulter legt, mach ich das natürlich nicht und öffne ein Reh Pils.

    Falls wir drin bleiben sollten, hoffe ich inständig, daß unsere aktuell sportlich Verantwortlichen entsprechend personelle Schlüsse ziehen und nicht vergessen, was war.

    • Die herzensgute Brauerei Reh, großartiges Pils…wohl bekomms.

      Du hast ohne Zweifel Recht. Und dieses GEHT DOCH! lag, liegt wohl jedem auf den Lippen. Hat auch meine Freude über den wichtigen Erfolg beim Karlsruher SC weng getrübt, muss ich zugeben.

      Die Frage aber ist meiner Meinung nach, warum die Mannschaft durchaus fähig ist zu dieser „Griffigkeit“, in der Vergangenheit aber zu selten „griffig“ war. Warum ist das so?

      Liegt es daran, dass zu wenig Mentalität auf dem Platz stand? Palikuca achtete nicht wirklich darauf bei seiner doch recht ausgedehnten Shopping Tour. „Aufstiegsheld“ Georg Margreitter gestern anfangs mit paar Wacklern, hat sich aber reingefuchst, hat das richtig gut gemacht, agierte und kommunizierte wie ein Abwehrchef, brachte ein gutes Stück Mentalität in die Mannschaft.

      Oder liegt es daran, dass die Trainer diese Grundtugenden, die man so oft vermissen musste, nicht konsequent einforderten? Ich hatte den Eindruck, dass man beispielsweise beim einjährigen Bundesliga-Intermezzo sich in taktischen Dingen verzettelte, aber nicht kämpfte und rackerte wie ein Aufsteiger normalerweise kämpft und rackert. So mein subjektiver Eindruck – man möge mich korrigieren. Auch der introviert scheinende Canadi und der bei der Mannschaft beliebte Keller konnten Grundtugenden nicht konservieren. Immer wieder fiel die Mannschaft in ausgiebige, lethargische Phasen.

      Woran liegt es? An einer mangelhaften Zusammenstellung der Mannschaft durch Palikuca? Oder generell an einer dubiosen Leistungskultur, in der selbst ein großartiger Aufstieg in die Bundesliga weniger als große Chance (wie Union), sondern eher als Horrortrip in einem Haifischbecken wahrgenommnen wird. Oder liegt es an beidem? Oder gibt es noch andere Gründe?

      „Heute ist jeder für jeden gerannt und hat sein Herz auf dem Platz gelassen“, sagt Chris Mathenia. Warum nur heute? Bitte auch morgen und übermorgen – das ist Euer Job.

      Robert Klauß hat dies vor dem KSC-Spiel vehement eingefordert – und er muss es auch weiterhin tun. Denn ohne Grundtugenden wird es auch keine spielierische Weiterentwicklung geben. Ohne die Grundstoffe Hopfen und Malz braut auch die herzensgute Brauerei Reh kein großartiges Pils.

      • fränki: „Ich hatte den Eindruck, dass man beispielsweise beim einjährigen Bundesliga-Intermezzo sich in taktischen Dingen verzettelte, aber nicht kämpfte und rackerte wie ein Aufsteiger normalerweise kämpft und rackert. So mein subjektiver Eindruck – man möge mich korrigieren.“

        Nein, ich korrigiere nicht. Es war ein mutiger Ansatz, der Liga spielerisch beikommen zu wollen, aber es geht nur, wenn man als Underdog dann über den Kampf zum Spiel kommt. Das haben wir – auch meiner Ansicht nach – meistens vermissen lassen. Wenn man in die Zeit zurückblättert, wird man in meinen Post öfter lesen können, dass ich die mangelnde Intensität kritisiert habe. Eine Ausnahme war das Heimspiel gegen Frankfurt, wo alles gestimmt hat außer dem Ergebnis, weil wir am Ende noch einen dummen Ausgleich schlucken mussten. Übrigens damals Simon Rhein der überragende Mann auf dem Platz. Ist mir auch eines der Rätsel, warum das nicht funktionieren wollte….

  • die beiden neuen – MMD und Bokowsky – sind wirklich Verstärkungen und habe mit ihrem Spielwitz einen wichtigen Anteil am Sieg

  • Kiel zeigt gerade, wie man in Fürth bestehen kann – genauso wie gegen Karlsruhe. Hohe Aggressivität, ganz frühes Pressing, zweite Bälle…

    Das schmeckt den Vorstädtern überhaupt nicht, weil sie immer von hinten aufbauen wollen. Wenn man da früh Druck macht, bekommt man Chancen durch Ballgewinne….

    Gut aufpassen, Trainerteam und Mannschaft!

  • …aber wenns läuft, dann köpft man auch aus 13 Metern ins Tor, obwohl man schwimmt…

    • Ja, wobei die Chancen die Kiel bisher vergibt, bei uns alle im Tor gelandet wären. Wenn ich nur an das Tor von Bartels denke……

  • …und am Ende reicht es doch. Es gibt halt kein Patentrezept. xG 1:2 aber Ergebnis 2:1. Tja.

  • Boah, was war das fûr ein unterhaltsames Fußballspiel. Die stark ersatzgeschwächten Fürther hätten sich nicht über einen 1:4 Rückstand zur Halbzeit beschweren können. Dann aber so zurück zu kommen, Chapeau.

    Das war eindeutig im Stile einer echten Spitzenmannschaft.

    Für so eine echte Mannschaft gehört es völlig selbstverständlich, normal und außerhalb jeder Frage dazu, daß nicht nur „heute jeder für jeden gerannt [ist] und sein Herz auf dem Platz gelassen [hat]“
    Punkt.

      • Das stimmt, die Badener sind die Verlierer des Spieltags. Bei einem Punktgewinn oder gar Sieg gegen den Club, wären sie, mit nur drei Punkten Rückstand auf die oberen vier, als einziger Verfolger voll mit oben dabei.
        So spannend kann eine Fußballiga sein.

        • Ja, wenn sie nicht von Monopolisten und Marketingprojekten verseucht ist…

    • Ich glaube nicht, daß Karlsruhe sich ärgert, ich glaube sie wissen woher sie kommen und haben offiziell immer noch die 40 Punkte ausgerufen als oberstes Ziel. Das hat Christian Eichner ein sehr symphatischer Trainer auch nochmalin der PK klar betont und es klang glaubwürdig. Was ein zu früher Aufstieg auf der anderen Seite anrichten könnte, haben wir auch erst erlebt. Ich glaube den guten Lauf will Karslruhe schon bestätigen aber ich glaube sie haben keine Aufstiegsambitionen.

      • @ Juve

        Meiner Ansicht nach hätte der „frühe Aufstieg“ des Club überhaupt nichts angerichtet, wenn der Aufsichtsrat und die Fans die Nerven behalten und der Vorstand den Kader – mit dem damals vorhandenen Geld – sinnvoll verstärkt hätten.

  • Spannend macht es auch der HSV. Trotz Terodde, der einen guten Job macht. Und trotz abermals immenser Investitionen kann sich der HSV bislang nicht absetzen.

    Zusammen mit Fortuna Düsseldorf verfügt der HSV über den mit sehr großem Abstand teuersten Kader der Liga. Und wer hat jeweils beim Schlusslicht Kickers Würzburg verloren? Eben.

    Das Herz-regelmäßig-auf-dem-Platz-Lassen also auch ein großes Thema beim HSV und in Düsseldorf. In Kiel, Fürth, Bochum und Karlsruhe ist dies selbstverständlich. Dort lehrt man der Konkurrenz, wie Zweite Liga funktioniert.

    Bei Kiel & Co handelt es sich jeweils um Mannschaften, die sich eine Zeit lang unter einem Trainer und einem Sportvorstand entwickelt haben, gewachsen sind. Wäre schön, wenn unser Club in der kommenden Saison auch auf etwas Gewachsenes in Liga zwei aufbauen könnte…

    • Da bin ich voll bei Dir!
      Vor ein paar Wochen habe ich in einer leichten Euphorie zu einem Kumpel gesagt „wenn die Mannschaft sich weiter so entwickelt und dann gezielt verstärkt wird spielen wir kommende Saison Alle an die Wand“, dann kam der Januar….aber so euphorisch überzogen meine Aussage damals war, so falsch wäre meiner Meinung nach aber abermaliger Kurswechsel oder gar ein Trainerwechsel. All diejenigen die ihn teils polemisch und effekthascherisch kritisieren, Basler und Konsorten, haben selbst als Trainer noch nix auf die Kette gekriegt!

      Und am Rande, immer dann wenn ich denke Alles um mich herum hat Mitleid mit mir und lacht sich über den Club kaputt, so, dass ich mich verstecken möchte, gibt es zwei Vereine die immer noch Einen drauf setzen und den Club in der Diskussion im Freundeskreis aus dem Fokus nehmen. Der FC S hier bei mir um die Ecke und der HSV 🙂

    • @ fränki.
      Mein Tipp zu Kickers – HSV war nicht so schlecht und Würzburg wird nicht absteigen.

      Bei mir vor der Haustür beginnt morgen die Nordische WM mit 4500 Menschen -da ist mir in der Pandemie nicht wohl.

      • Ich glaube Würzburg wird absteigen 5 Punkte auf den Relegationsplatz ist schon ein Pfund und vor ihnen wird ja auch gepunktet. Ich vermute der HSV ist ein wenig an der Konstellation Tabellenerster gegen Letzten gescheitert, genau genommen sind das fiese Spiele.

        • Die Kickers haben nächste Woche noch das Gastspiel in Bochum, damit haben sie die „big 4“ direkt hintereinander weg.

          Die direkten Begegnungen gegen die Konkurrenz stehen noch aus:

          Regensburg, Darmstadt, Osnabrück und Nürnberg Zuhause.

          Pauli, Sandhausen und Braunschweig auswärts.

          Die sprühen vor Energie. Da ist noch alles möglich. Da ist noch Euphorie und…
          …Trares passt!

          Relegation schaffen sie auf alle Fälle.

        • @Juwe

          Bist Du nicht der Mann, der hier als einziger etwas Zählbares beim KSC prognostiziert hat?

          Insofern sind Deine beherzten Prognosen beachtenswert.
          Du liegst schon des Öfteren richtig, das fällt auf.

          Kannst Du noch kurz die Lottozahlen für morgen bekannt geben? Wäre nett. 😉

          • Danke aber wenn ich das könnte würde ich sie nicht verraten :-0 und beim Club kristallisiert sich so eine Berechenbarkeit/Auffälligkeit heraus, wenn das Umfeld etwas vom Club erwartet, geht das sehr oft schief, die postiven Reaktionen kommen von dieser Mannschaft meistens in Spielen, in denen man eher nichts ausrechnet. Das ist ja immerhin der 4. teuerste Kader der 2. Liga, daher habe ich diese Tiefpunkte mehr als mentales oder Kopf Problem verortet. Wir tun uns ja auffällig schwer gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller, dieses rennen, kämpfen kratzen bis zur letzten Sekunde liegt unserer Mannschaft nach wie vor nicht. Oder diese eklatanten Abwehrfehler, das hat was mit dem Willen zu tun bis zur letzten Sekunde sich zu konzentrieren. Die Mannschaft könnte oberes Drittel wenn sie geschlossen diese entscheidenen 5% draufpacken würde an Siegeswillen.

      • @michel

        Hm. Ob die Kickers wieder absteigen? Keinen Plan, ehrlich gesagt. Mir würden sie jedenfalls nicht fehlen. Mir schmecken die Bratwurst, das Bier und die Leute auf dem 04-Platz (Würzburger FV) oder bei den Schüdeln (1. FC Schweinfurt 05) deutlich besser. Außerdem bin ich nicht so sehr Anhänger von investorgetriebenen Vereinen. Die Kickers bzw. Flyeralarm machen ja keinen Hehl daraus, dass Red Bull ihr großes Vorbild ist. Das mag man akzeptieren. Oder eben nicht.

        Übrigens hatte Flyeralarm damals nicht sogleich die Kickers, sondern Schweinfurt 05 im Visier. Doch die Schnüdel-Mitglieder lehnten ab, wollten sich nicht an Flyeralarm verkaufen. So also kam Flyeralarm zu den Kickers. Vor allem auch deswegen, weil die Stadt das Dallenberg-Stadion im Rahmen der WM 2006 renovierte – Ghana gastierte in Würzburg. Was auch recht gut passte, Stichwort Africa-Festival. Und was Flyeralarm recht gut schmeckte.

        Objektiv betrachtet, haben sich die Kickers in der Winterpause verstärkt – und zwar nicht nur punktuell, sondern umfassend. Möglich natürlich nur durch Flyeralarm. Aber man muss fairerweise sagen, dass dieses Geld auch sinnvoll eingesetzt wurde. Die Abwehr steht deutlich sicherer jetzt, unter anderem mit dem erstligaerfahrenen Strohdiek, vorne lauern Pieringer und Munsy auf Umschaltsituationen.

        Theoretisch sind die Kickers aus meiner Sicht nun in der Lage, den Klassenerhalt zu realisieren. Zumal auch Trares einen guten Trainer-Job zu machen scheint, wie schon zuvor beim SV Waldhof Mannheim. Aber ob es die Kickers schaffen? Keine Ahnung. Die Liga wird es schnallen, dass man kontrollierter agieren muss und vor allem auch die Einstellung stimmen muss gegen das aktuelle Schlusslicht – der HSV und die Fortuna haben das noch nicht geschnallt. Mal ins schöne Würzburg fahren und mal locker drei Punkte eintüten – das war gestern.

        Der SV Sandhausen scheint mir ungewohnt nervös. Dass Koschinat, der gut dorthin zu passen schien, gehen musste, fand ich überraschend. Dann die schnelle Trennung von Schiele. Jetzt soll es Kleppinger aus dem eigenen Stall richten – und Alois Schwartz ist laut Medien auch ein recht großes Thema. Der VfL Osnabrück derzeit mit dem miesesten Momentum. Dort sucht man derzeit ohne Hektik. Gespielt werden laut Medien Koschinat, Grammozis, Stendel und Tim Walter.

        Doch auch Zweitliga-Recke Sandhausen und auch der auf Mentalität bauende VfL Osnabrück sind noch lange nicht weg. Insofern könnte es auch in diesem Jahr ein ganz fieser Abstiegskampf werden. Wir sollten weiter punkten. Wir sollten gegen Eintracht Braunschweig unbedingt nachlegen.

  • @ fränki
    Habe wieder was gelernt .Danke.

    In Wangen im Westallgäu war Togo 2006 zu Gast.

    Was mich jetzt extrem stört bei den Kickers ist das fordern von Karten für den Gegner .
    In den letzten 5 Heimspielen gegen KSC, Pauli, BTSV, F95 und HSV hat nur die Fortuna mit allen Spielern
    das Match beendet. Braunschweig sogar mit 2 Akteuren weniger.
    Wobei die 5 Platzverweise fast alle berechtigt waren.
    Krass war SR Waschitzki am Sonntag weil von den angezeigten 3 Minuten Nachspielzeit gegen den HSV netto nur 40 Sekunden gespielt worden sind und Karten hat es für Würzburg keine gegeben. Denke und habe es in meiner Kalkulation mit einbezogen dass die Schiedsrichter nach den schweren Fehlentscheidungen gegen Würzburg in Fürth und Kiel bei strittigen Situationen eher pro Kickers entscheiden werden .
    Den FCN erwartet dort ein heißer Tanz.

    • Wird auf jeden Fall ein heißer Tanz. Vermutlich aber müssen die Kickers gegen uns was tun fürs Punktekonto – man könnte ihnen die Initiative überlassen. Was ihrer reaktiven Spielweise nicht entgegenkommen würde.

      Bisherige Pflichtspiel-Ergebnisse vom Club in Würzburg:

      1977:
      FV 04 Würzburg vs. 1. FCN 2:2
      FV 04 Würzburg vs. 1. FCN 0:1

      1979:
      FV 04 Würzburg vs. 1. FCN 0:2

      2017:
      Kickers Würzburg vs. 1. FCN 1:1

  • (Wieder einmal) absolut zutreffend! Insbesondere die Bemerkungen hinsichtlich der Kickers. Die schreibe ich auch noch nicht ab.

  • Solange es für unsere Trödeltruppe etwas besonderes bleibt und das sogar als Outstanding gefeiert wird, eine stinknormale Performance abzuliefern und einfach den Job zu machen, bleiben wir hochgradig in Abstiegsgefahr.
    Ja, es bleibt sicher nicht nur an der Tabellenspitze spannend sondern auch im Abstiegskampf. Was Osnabrück zum Beispiel zu Saisonbeginn vielleicht an Überperformance abgeliefert hat, habe ich aktuell eher das Gefühl, daß die jetzt Unterperformen.
    Das bleibt alles eine knappe Kiste, jetzt zu Saisonende hin werden auch die Kaderreserven wichtig und da kann es noch zu einigen Verschiebungen kommen.
    Dann solche Spiele wie gestern in Fürth, da sah alles ganz lange nach einen Kantersieg für die Störche aus und am Ende kam es ganz anders.
    Als uns Darmstadt damals mit 2:3 daheim verdient besiegte, hatte ich die eher um die Tabellenregion von Heidenheim, Karksruhe oder Düsseldorf verortet, jetzt stehen die sogar hinter uns. Aue da, wo ich Regensburg vermuten würde usw.

    • Solange beim FCN Kampfbereitschaft, Leidenschaft, Wille und Aggressivität auf dem Platz was besonderes ist wird es keine sorgenfreie Saisonen mehr geben.

      Das bleibt für mich eine Riesenenttäuschung auch wenn der FCN drei Spieltage vor Saisonende
      die 2. Bundesliga sichert.

      der Klassenerhalt gelingen sollte.

  • In Sachen Einstellung fand ich diese Woche eine Aussage von Lukas Mühl Interessant der meinte dass für ihn das schwerste am Fussball ist Woche für Woche konstant zu bleiben. Da kommt für mich dann wieder der Mentaltrainer ins Spiel der ihnen vielleicht zeigt wie man mit Druck umgeht. Es muss doch noch andere geben ausser unseren Skiweltmeister.

    • Werner Lorant vielleicht? 😀

      Witzig war, dass auch mit Mentaltrainer die Mentalität selten gestimmt hat. Beim Team beliebt (sie wollten ihn ja auch unter Keller behalten), aber wohl wirkungslos. Wohlfühlklima statt Leistungsdruck.

      Oder wäre sonst alles noch viel schlimmer gekommen?

      …berechtigte Frage. Die zweite Frage ist:

      Wäre das überhaupt möglich gewesen?

      • Na, @Optimist, Du als Club-Experte solltest doch wissen: Es geht immer schlimmer. 😉

        Hätte Wiesbaden in den ersten 30 Minuten eine seiner drei Chancen genutzt, hätten wir dort wohl eher nicht gewonnen, geschweige denn mit 6:0. Dann wären wir womöglich direkt runter.

        Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht mehr, wie ich die Leistung von Jens Keller bewerten soll. Auf mich wirkte er damals ideenlos. Doch ist Keller in Wahrheit ein tollkühner Held? Weil es ein anderer eher schlechter gemacht hätte mit diesem kostspieligen Katastrophen-Kader? Hat sich Schleusener an einen Spruch des Mentaltrainers erinnert, als er zur Rettungstat schritt? Warum ist auf der scheiss Pringles-Dose kein Grüner Punkt? Wohnt Lauterbach bei Lanz? Was macht eigentlich Joe Max Moore?

        Fakt ist: Sandra Bullock ist eine Nürnbergerin. Und: Keiner tut das mit Absicht. Jeder unserer Spieler will, wenn auch mit teils bescheidener Willenskraft. Aus meiner Sicht ist vor allem die Gruppendynamik (noch) nicht ausreichend. Diese aber könnte sich langsam entwickeln – mit Schäffler, mit einem wieder bei der Mannschaft weilenden Margreitter, mit einem Gemeinschaftsgefühl, welches wächst. Natürlich muss dieses immer wieder gefüttert werden durch regelmäßige Erfolge. Insofern: Weitermachen. Braunschweig besiegen.

        • Damir Canadi ist wieder beim SCR Altach.
          Der Wiener war schon von Januar 2013 bis November 2016 bei den Vorarlbergern.

          • Oh. Okay. Danach geht’s dann wieder zum SK Rapid. Um daraufhin wieder mal bei Atromitos aufzuschlagen. Und dann sind wir wohl wieder an der Reihe. 😉

            #Endlosschleife

          • Damir Canadi zusammen mit Sportdirektor Christian Möckel ab jetzt also auch im Abstiegskampf
            gegen Flyeralarm Admira.

        • @fränki: der Fakt ist zumindest interpretierbar. Sandra Bullock ist nämlich tatsächlich in USA geboren (Arlington, VA), hat aber die ersten 12 Jahre in Nürnberg gelebt (ihre Mutter war eine deutsche Opernsängerin mit Engagement an der Staatsoper). Für mich ist sie damit aber als Nürnbergerin akzeptiert, zumal sie selbst sagt, dass sie Deutsch mit leicht fränkischem Akzent spricht. 😉

          War übrigens an der Rudolf-Steiner-Schule.

          Soweit zum unnützen Wissen 😉

          Jens Keller ist mir auch ein Rätsel. Es fing ja gut an, aber nach dem Lockdown hat er irgendwie keinen Zugriff mehr gehabt. Ist das jetzt Kellers schuld? Warum folgen die Spieler, die ihren Trainer angeblich sehr schätzen, diesem dann nicht? Oder wars einfach nur bleed gloffn und dann die downward spiral in Verbindung mit dem Nachteil, tatsächlich durch Coronafälle in der Vorbereitung behindert gewesen zu sein?

          Fragen über Fragen. Was macht eigentlich Michael Moore?

          Fakt ist, JFK war KEIN Berliner. Dem Exkurs zum Gemeinschaftsgefühl stimme ich aber zu!

          Genau: Weitermachen. Braunschweig besiegen.

  • Mentaltrainer das klingt mir wieder so nach Servicedenken und Komfortzone. So bitte Herr Mentaltrainer ich bräuchte davon ne Portion mehr. Ich bin da ein wenig oldfashion. Was der Skimentaltrainer bei uns gemacht hat ist mir bis heute ein Rätsel. Gesehen hat man davon nirgends was. Trainingseifer, Wille, Fleiß im Training dann kommt die Sicherheit im Spiel von alleine, mit der Sicherheit mehr Selbstvertrauen, man kann sich das erarbeiten und nicht verschreiben lassen.

  • Also was Burgstaller in St. Pauli abbrennt ist schon krass, am letzten Spieltag wieder 3:2 gegen Darmstadt, die in Führung lagen, gewonnen davon die psychologisch wichtigen 1:0 und das Siegtor gegen Ende. Wenn man sieht, was Schalke derzeit für Stürmer auf dem Platz hat, werden sie sich vielleicht doch ärgern.

  • Rossow so: „Absteigen verboten! Wir sind sonst pleite!“
    Trödeltrupp kauft daraufhin hektisch die Hygieneartikel-Abteilungen der einschlägigen Drogeriemärkte leer.

    Unsere hypernervösen Fußballer noch zusätzlich unter Druck zu setzen, musste das jetzt sein?

    Tstststs.

    • Hebertgerbert,was nehmen Sie sich eigentlich raus die Mannschaft immerwieder als Trödeltruppe zu benennen?

        • Na, vielleicht war Frau Back die letzten Jahre auf einem längeren Urlaub und hat von den „Auftritten“ unserer ersten Fußballmannschaft gar nichts mitbekommen?

          @Juwe: Trödeltruppe beinhaltet nur die professionell beschäftigten Balltreter und nicht das Trainerteam oder die sportliche Leitung.

          Hier mal im Groben nur ein Argument, vielleicht das wichtigste. En Detail auf die unzähligen, ganz oder großteils unterirdischen Auftritte muss ich nicht eingehen, die hat doch jeder hier in Erinnerung oder war wie ich, meistens live im Stadion dabei, bis auf Frau Back. Die hats gut.

          Seit der Saison 2018 wurden aktuell 90 Pflicht-Ligaspiele absolviert, den DFB Pokal lasse ich mal weg und erspare mir einen Vergleich mit zum Beispiel Kiel oder Regensburg.

          Also von den 90 Ligapflicht-Spielen wurden 18 gewonnen, 28 remis gespielt aber 44 (!) verloren, also jedes zweite Spiel war einfach gar nix.

          Ich bin gerne offen für Vorschläge eines anderen Begriffs wie Trödeltruppe. Nur wie kann man ein derart nur im Misserfolg erfolgreiches Fußballteam bitte noch nennen?

          Aber vielleicht wirds ja jetzt schon alleine aus dem Grund der Serie von selbst besser und mir fällt selber wieder ein, wie so ein Konglomerat von Profis noch heißen könnte?

          Wollen wir nicht hoffen, daß die Aussagen von Rossow bei unseren Balltretern bekannt werden. Der Druck würde steigen.

      • Ich bin da bei Frau Back sorry, aber in Zeiten des Internetbashings als immer größeres Problem, finde ich solche despektierlichen Bezeichnungen auch fehl am Platz und schon gar nicht als Fan. Auch dann wenn man die Leistung kritisch sieht und es hier und da nicht reicht, ich habe aber das Gefühl das Hecking und der junge Trainer Klauß mit Herzblut versuchen mehr aus einem Kader herauszuholen, da hilft lächerlich machen einfach nicht. Es ist in den Corona Zeiten auch nicht so einfach mit der veränderten finanziellen Situation den Kader radikal umzubauen, man muß es mit diesem einfach hinbekommen. Ich fand die Leistung unter allen Umständen und der Enttäuschung vorher gegen Pauli beim KSC stark.

        • Zitat Herbertgerbert:

          @Juwe: „Trödeltruppe beinhaltet nur die professionell beschäftigten Balltreter und nicht das Trainerteam oder die sportliche Leitung.“

          Genauso isses!

          Den aktuellen Trainer und seine zwei Vorgänger (was ist hier über Keller hergezogen worden!) kann man nur bemitleiden.

          Was soll man angesichts der hundsmiserablen sportlichen Bilanz der letzten zweieinhalb Jahre denn noch sagen?

          Wenn man freundlich ist, vielleicht „Au Backe!“

          • In meinen Augen ist die 2. Liga stärker geworden ohne näher in die Analyse zu gehen, mir kommt es einfach so vor. Früher haben den Aufstieg eine Handvoll Mannschaften unter sich ausgemacht, heute hat man in der 2. Liga eine Leistungsdichte, wo der letzte jederzeit den Tabellenersten schlagen kann siehe Würzburg HSV. Man kann in der 2. Liga mittlerweile genauso schnell unter die Räder kommen wie in der 1. Liga. Natürlich braucht man die letzten 2 Jahre aus Clubsicht nicht schön reden und auch dieses Jahr scheint es wieder ein Existenzkampf zu werden. Aber was helfen da Schmähungen?

      • Den Frust von @Herbert kann ich schon auch zum Teil nachvollziehen. Denn für uns alle sind die letzten fast drei Club-Jahre aber mal richtig mies und eben auch frustrierend. Ohne Zweifel.

        Die eigenen Leute aber nur noch schlechtzureden und auf sie einzuschimpfen – auch nach einer guten Leistung – halte ich für falsch. Wir sind der Club. Es geht nur gemeinsam. Und mit Geduld.

        Daher: Team Frau Back.

        • Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer. Für die hier im Forum offenbar aufkeimende Euphorie sehe ich derzeit keinen Anlass. Nur wenn die im Spiel gegen den KSC gezeigte Leistungsbereitschaft zukünftig auch kontinuierlich abgerufen wird, sehe ich eine Möglichkeit, dass sich aus der „Trödeltruppe“ eine Mannschaft entwickelt, die sich gegen den drohenden Abstieg aufbäumt. Ich spreche hier im Übrigen auch nur von der Leistungsbereitschaft unserer Kicker, nicht von einem guten Spiel oder gar einer guten Leistung. Das Abrufen von Grundtugenden oder Basics, egal wie man es nennt, gehört zu den Grundlagen einer professionellen Haltung und sollte von den Fans eigentlich weder gesondert eingefordert noch gefeiert werden. Solange man als Anhänger des Ruhmreichen noch eine innere Bindung an den Verein verspürt, ist man auch noch Fan. Das schließt aus meiner Sicht auch das Recht mit ein, Kritik zu üben, selbst wenn sie überzogen ist. Üben wir uns also weiterhin in phlegmatischer Geduld und warten wir in diesem Sinne die weitere Entwicklung der nächsten Spieltage ab.

          • Natürlich muss Kritik sein.

            Nur: Es gibt einen feinen Unterschied zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik. Wenn man die eigene Mannschaft gefühlt stündlich auf einer öffentlichen Plattform mit dem gleichen Wort beschimpft – ist das dann konstruktive Kritik oder destruktive Kritik? Muss jeder selbst entscheiden. Ich seh’s wie Frau Back.

            Aber, alles gut: @Herbert hat mit dem Penetrieren des Wortes „Trödeltruppe“ sein Ziel erreicht – wir diskutieren drüber, „Trödeltruppe“ ist Topic. Jetzt muss dann aber mal gut sein. 😉

            Euphorie? Ich weiß nicht, was Du darunter verstehst, aber ich sehe keinerlei Euphorie. Nicht absteigen und nicht wieder bei Null anfangen – mehr erwarte ich mir nicht. Es wäre ein Fortschritt, die Liga zu halten, ohne zum gefühlt achthundertvierundsiebzigsten Mal den Trainer zu entlassen und/oder obendrein auch noch den Sportvorstand auszutauschen.

            • Wir sind in der Sache gar nicht so weit auseinander. Ich bin sogar mit vielen Deiner Aussagen einverstanden. Darüber hinaus bin ich absolut davon überzeugt, dass wir uns alle in der Glubbfamilie nur eines wünschen: dass der sportliche Erfolg wieder zurückkehrt. Dass wir als Fans des Ruhmreichen wieder stolz auf unser Aushängeschild -die Mannschaft- sein können, die unseren Verein, unsere Farben, die Stadt Nürnberg sowie die Region Franken nach außen vertritt. Die Liebe zum Glubb, die wir nicht bereuen, ist aber weder reiner Selbstzweck noch ein Freifahrtschein für langanhaltende Misserfolge. In den vergangenen Jahren war die Liebe eine äußerst einseitige Beziehung auf Seiten der Fans, die die Mannschaft nicht durch entsprechende Leistungen erwidert hat: wir stehen hier jedes Spiel, denn du gibst uns so viel, heißt es diesbezüglich in einem bekannten Stadionlied. Spiele kann man verlieren, klar. Aber die blutleere sowie lustlose Art und Weise, wie sich der FCN seit dem Abstieg oftmals präsentiert hat, war für einige Fans der Beginn einer eintretenden Entfremdung, die durch COVID-19 noch beschleunigt wurde. Als Glubberer ist man ja Kummer gewohnt – aber zumindest ich würde gerne in Zukunft auf solche Herzkasper-Spiele wie das Relegationsrückspiel verzichten. Wenn also nun einige Fans – vielleicht im Einklang mit ihrer fränkischen Mentalität – fehlende Verbesserungen anmahnen, damit sich die Beinahe-Katastrophe nicht wiederholt, könnte es vielleicht nach außen hin so rüberkommen, als ob man nur destruktive Kritik äußert. Womöglich ist es aber nur ein Weckruf an die Mannschaft, sozusagen eine etwas ungewöhnliche Art, seine Liebesbezeugung zum Glubb nach außen hin zu offenbaren.

              • Ich verstehe Dich.

                Und natürlich kann man die Mannschaft nicht aus der Verantwortung nehmen. Doch jemand hat diese Mannschaft, der es augenscheinlich an Mentalität mangelt, zusammengestellt. Und jemand hat denjenigen, der diese Mannschaft zusammengestellt hat, eingestellt.

                Soll ich jetzt täglich mehrmals den „Trödelrat“ penetrieren? Bringt doch nix. Herr Grethlein wurde (leider) bestätigt – akzeptiert, demokratischer Prozess, viel Erfolg, Doc.

                Ich bin auch, wie jeder hier, sehr enttäuscht über die letzten Jahre. Aber es geht doch nicht darum, dass hier jeder mit Penetranz seinen Beziehungs-Schmerz mit dem Club rausschreit. 😉 Schon alleine aus Rücksicht auf alle Mitleser, die ebenso, aber eben anders leiden.

                Es geht darum, dass unser Club die Fehler der Vergangenheit korrigiert, sich in der Gegenwart stabilisiert und in der Zukunft wieder so auftritt, dass wir alle wieder mehr Freude haben.

                Nächster Schritt hoffentlich am Sonntag.

        • Erkenne den Widerspruch…

          Wenn es nur gemeinsam geht, gibt es keine unterschiedlichen Teams, oder?
          😉

  • Angeblich hat jetzt Grahammer im interview mit dem Kicker (was ich bis jetzt vergeblich gesucht habe) mehr Fussballsachverstand im Aufsichtsrat angemahnt. Damit hat er wahrscheinlich recht, was es jetzt aber soll zu fordern Hecking solle auf die Bank und nicht auf die Tribüne? Ich weiß nicht was ich davon halten soll

    • Roland Grahammer mag nicht nur mehr Fachkompetenz im Aufsichtsrat einfordern, er kann diese auch gerne einbringen – indem er kandidiert und mit Sachverstand überzeugt.

      Ob Sportvorstand Dieter Hecking besser auf die Bank soll, kann wohl niemand besser beurteilen als Ex-Trainer Dieter Hecking.

      • Ich würde sagen nein, dann kann er es auch gleich selbst machen.

        • Saß nicht der dunkle Lord auch immer auf der Bank? Der stand aber zumindest nicht im Verdacht, sich ins Coaching einmischen zu können.

          Ist mir in der Konstellation auch lieber, wenn Hecking auf der Tribüne bleibt. Käme er jetzt runter, würde es ein wenig wie Vertrauensentzug wirken.

          Im übrigen bin ich auch kein Freund von Schmähungen des eigenen Teams. Das kann man mal im Ärger machen, als Reaktion auf ein schwaches Spiel, aber nicht generell. Ich empfinde das schon ein wenig nestbeschmutzend. Letzlich haben wir uns auch immer wieder über den „Opatreter“ aufgeregt, da muss man sich nicht auf das gleiche Niveau begeben.

  • Der FCN hat seit dem Abstieg 6 von 28 Heimspielen gewonnen und dabei 49 Gegentore kassiert.
    Euphorie gibt es bei mir keine mehr diese Saison aber hoffentlich Erleichterung wenn der FCN 38 Punkte hat.
    Es geht um den 1. FC Nürnberg e.V..
    Der FCN Fan hat allen Grund Kritik zu üben wenn man im DFL Ranking der TV Tabelle bald hinter Aue und
    Heidenheim steht obwohl man vor kurzer Zeit noch in der 1. Bundesliga war.

    • Natürlich haben wir allen Grund, Kritik zu üben.
      Die Frage ist doch nur, auf welche Art und Weise man Kritik übt.
      Und was man damit bezwecken will.

  • Der Trödeltrupp macht doch aus Sperrmüll ordentlich Kohle und ich lese die letzten Jahre ständig Tafelsilber. Also passt doch 😉

    Jetzt aber mal zurück zu wichtigerem.
    Wen werden wir am Sonntag denn jetzt in der Innenverteidigung sehen ? Luki und Schorschi ?
    Schorschi und Söri oder Krätschi und Luki oder xxi und xxi ?
    Tomi, wie es xxandl sich wünschte, wird es wohl nicht werden, nachdem Fabi gelbgesperrt fehlt.

  • Hallo Alexander,
    gibt es denn schon etwas Neues bezüglich der Vote Funktion?

  • Trödeltruppe ist dem Wortsinn nach nicht charmant, macht es doch aus Menschen wertlose, unnütze Gegenstände.
    Ich tendiere zwar dazu, dies Zuspitzung bei moderatem Einsatz für tolerabel zu halten, verstehe aber, wenn feine Ironie besser als befreiender Zynismus zu ertragen ist.

    Ein paar Vorschläge für eine alternative Bezeichnung der sogenannten Mannschaft, die gerade einen Lauf zu haben scheint:

    Promis = Professionelle Minderleister
    Stars = Starke Auftritte rare Seltenheit
    D.E.P.P.E.N. = Dramatisch energiearme Profikicker piesacken e(*) Nürnbergfans
    e(*) = ergebene, erzürnte, erboste, ewige, …
    (Anmerkung: Der Club ist ein Depp. Diesen Fakt kann man nicht wegverordnen. Man kann sie mit Ergebnissen wiederlegen und im Tun verändern. Eine Bezeichnung gemäß der Club-DNA darf also nicht als Beleidigung, sondern als Ritterschlag verstanden werden.)

    Aber am schönsten finde ich:

    Greinmeicherlas
    Hier die Übersetzung in Liedform, auf 7:30 vorspulen, auch wenn der ganze Auftritt sehenswert ist:
    https://youtu.be/_lLZCeKYJSg

  • Richtigstellung:

    Trödel bezieht sich auf das Lauf- und Spiel“tempo“ in den vielen besonders unengagierten Auftritten und eben nicht im anderen Wortsinn von „Gerümpel“.

    Es ist quasi eine Kurzform von
    „höchst uninspirierter, limitierter, phlegmatischer, nicht engagierter und sich selbst überschätzender Mannschaft ohne Einsatzwillen, ohne Zweikampfverhalten und ohne jede Kampfbereitschaft bei der es völlig egal ist, in welcher Formation oder welchen System sie unter jedem beliebigen Trainer auftritt“

    Greinmeicherler finde ich unpassend, weil geweint haben nur wir Fans, von der Mannschaft kamen und kommen doch nach den regelmäßig abgelieferten, unterirdischen Leistungen nur immer Luftblasen.

    • Damit dürfte die Diskussionen beendet sein .
      Wäre das St.Paulispiel mit Zuschauern gewesen und jemand hätte geschrien „trödelt mal hier nich so rum “ wäre das vermutlich noch das harmlose gewesen
      dass sich die Mannschaft hätte anhören müssen. Bei uns wird jemand mit einem etwas langsamen Tempo beim arbeiten gern auch als „Gangela “ bezeichnet.

    • Als in Oberbayern sozialisierter gebürtiger Mittelfranke sage ich sowieso „Tritschln“ statt „Trödln“, dadurch gibt’s auch keine abwertende Missverständnisse.

      Im übrigen habe ich früher immer hier im Blog die Toleranz geschätzt, die alle Beiträge begleitet hat – egal, ob sie ironisch, zynisch, euphorisch, depressiv, altgriechisch oder gereimt waren. Die aufkommende Gereiztheit – nicht nur hier – ist Ausdruck dafür, dass die Geduld und die Leidensfähigkeit der Fans an ihre Grenzen kommt. Ich habe meine fünf Club-Jahrzehnte immer mit zwei Devisen überdauert:
      1. Hauptsache, wir machen irgendwie genügend Punkte.
      2. Nächstes Jahr wird alles besser. Dabei kann das nächste Jahr möglichst schon am nächsten Spieltag anfangen.

      • In einem Stadionhefdlä zu einem Heimspiel in den frühen 80ern wurde der gemeine Clubfan wie folgt beschrieben (so ungefähr jedenfalls):

        Samstag, 15.30: FCN FCN FCN
        17.15: SCHÄMT EUCH IHR @#$%&
        Sonntag: ich will über den Club nie mehr reden!
        Montag: was sagst du, die haben wieder einen Scheiss gespielt
        Mittwoch: ganz ohne Club geht es irgendwie auch nicht
        Freitag: morgen geh’n wir wieder naus zum Club!
        Samstag, 15.30: FCN FCN FCN…

        • Genau, @block4, an diesem gefühlsmäßigen Tidenhub hat sich bis heute nix geändert. Ich allerdings bin nicht so überemotional wie manche Fans, sondern von griabiger Grundstimmung mit optimistisch getöntem Realismus. Das hilft, beim FCN-Dasein sehr lange durch Dick und Dünn durchzuhalten. Wir sind der Club!

    • …sonst hättest Du ja auch „Trempeltruppe“ gesagt, nicht „Trödeltruppe“.

  • Danke nach Baden, aber schade das die Ostwestfalen in der Oberpfalz den Elfer versiebt haben. Jetzt ist Regensburg vor uns, aber Darmstadt bleibt hinter uns.

    • Aber wir können froh sein, daß unsere gegen die Regensburger Holzklötze nicht mehr spielen müssen.
      Da würden noch mehr Spieler ausfallen, so grob wie es dort heute wieder zugegangen ist.

      • Die Regensburger wissen wie sie sich Respekt verschaffen und wie Liga 2 geht.

  • Erlaube mir schnell einen Ausflug zu Werder – SGE.
    Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode (Bremen) betont immer wieder wie sehr in Rudelbildungen nerven.
    Aha.
    Was da gestern auf dem Spielfeld und zwischen den Bänken abging ist für die Bundesliga einfach
    nur beschämend.
    In den Bundesligen wird oft von fair play geredet aber es ist selten Realität.

    Glaube es gibt von mir in der Nacht einen SR Tipp für morgen mit Prognose.
    Der wird morgen nicht unwichtig sein und hoffentlich zwischen Foul und Zweikampf unterscheiden können.

    Verliert heute Würzburg in Bochum ?
    Denke nicht.

    • Würzburg verliert heute in Bochum, zumal Bochum jetzt auch gewarnt ist und Würzburg nach dem Achtungserfolg gegen den HSV nicht auf die leichte Schulter nehmen wird und wir gewinnen morgen gegen Braunschweig, eigentlich müsste morgen jeder Clubspieler die Fäuste ballen wenn er an das Hinspiel denkt und sich die 3 Punkte zurückholen wollen.

  • Zumal wir ein 6 Punktespiel haben, Braunschweig auf dem Relegationsplatz stehend mit 3 Punkten aufzubauen, also wenn es schief ginge, wäre ein Debakel.

  • Puh, Schalke hat schon wieder verloren und nur 9 (!) Punkte. Sogar wir hatten in unserer „historisch schlechten Saison“ zu diesem Zeitpunkt schon 13, am Ende 19.

    Ob Schalke uns noch unterbieten wird?

    • Boah, ich hab mal kurz reingeschaut, die sind auch echt schlecht. Die ersten beiden Tore glichen sich aufs Haar, übel verteidigte Standards noch dazu. Due sind schon abgestiegen und ich glaube auch fûr Würzburg gehen die Lichter aus. Alle Tore in Bochum sahen vermeidbar und haltbar aus.
      Burchert hatte heute auch keinen guten Tag erwischt.

      • Aber wirklich dramatisch schlecht. Abgesehen von den Punkten hatten wir damals zum selben Zeitpunkt ein desaströses Torverhältnis von – 30. Aber Schalke hat – 45 (!). Wenn die so weitermachen, könnten es am Ende 100 Gegentore werden. Aktuell sind es 61.

        Burchert, der Fürther? Ich finde nicht, dass er die Tore verhindern hätte können. Das erste war nicht hart, aber platziert und gegen den Lauf – ja gut, nicht unhaltbar – und das zweite, nein, da kommt er nicht ran, wenn er rausläuft.

        • Na aber gar nix zu machen und auf der Linie kleben zu bleiben beim Freistoß zum 2:1 für Hannover war jetzt sicher nicht die richtige Entscheidung von Burchert. Da hätte er nur einen Ball abwehren können, der auf ihn direkt kommen würde. Wenn er versucht, die zugegebenermassen sehr gut gespielte Freistoßflanke durch Herauslaufen und Wegfausten zu entschärfen, wäre ihm das entweder gelungen oder er hätte ein Foul ziehen können. So war das nix und genauso sah es auch aus.

          Da sieht man mal, wie wichtig auch für die Spitzenteams Standards sind. Welchen Tabellenplatz in der Statistik hat denn da der Club ligaweit? Das war vor gefühlten Urzeiten einmal eine Stärke.

          • Obwohl wir doch eigentlich einen ausgewiesenen Standardexperten haben, der in guten Zeiten zu den Besten zählt, dazu äußerst kopfballstarke Spieler. Nunja, mir scheint wir haben gerade keine guten Zeiten, jedenfalls sind die Standards von „Geisi“ derzeit stark ausbaufähig.

          • Schalke ist mausetot! Ich wette eigentlich nie aber darauf würde sogar ich wetten. Minus 45 Tore bei gerade mal 16 erzielten Torten zu dem Zeitpunkt muss man sich auch erstmal geben. Schlechter geht es nicht. Aber vielleicht kommt Hertha ja gleich mit herunter dann wird die 2. Liga die wahre 1. Liga 🙂

            • Noch ein „Fun“ Fact: Schalke hat weniger Tore geschossen, als die beste Abwehr nicht verhindert hat: Wolfsburg hat 19 Gegentore! Also hat Schalke 3 Tore weniger geschossen, als die beste Abwehr zugelassen hat.

              Hier ähneln wir uns aber immerhin. Wir hatten am 23. Spieltag auch nur 18 geschossen und Leipzig hatte 20 kassiert. Genauso viele wie aktuell übrigens 😉

              Immerhin hat Schalke 6 Tore weniger kassiert, als der beste Sturm geschossen hat (Bayern, 67). Die sind aber tatsächlich auf dem Weg, die 100 zu knacken.

              Wir hatten damals mit 48 Gegentoren nur die drittschlechteste Abwehr (tatsächlich!), der beste Sturm war aber auch 10 Tore schlechter als diese Saison (BVB, 57).

              • Seit wann machst Du so in Statistik @ Optimist ?
                Stark !

          • Glaubst Du wirklich, Burchert hätte den im Rauslaufen kriegen können? Der kam ja nicht parallel, sondern aus dem Halbfeld, also praktisch direkt auf ihn zu, auch etwas zu weit weg für die Torwartzone. Dazu eine Wand von Spielern, die auf ihn zustürmt (Mitspieler und Gegner). Ich glaube nicht, das hätte einen furchtbaren Zusammenstoß gegeben und wenn er rauskommt, muss er ihn haben. Ich fand es nicht verkehrt, auf die Reaktion auf der Linie zu spekulieren. Pech, dass es einfach zu platziert war, um überhaupt reagieren zu können.

            Wenn der Ball fliegt, musst Du blitzschnell entscheiden. Ich finde es nachvollziehbar, dass er dachte „nee, den kriege ich nicht“.

  • Wenn ich das Siegtor von den Roten Bullen sehe ärgert es mich dass Gräfe beim FCN schon lange nicht mehr
    dabei war. Finde des kann man gerade noch durchgehen lassen .
    Der Berliner unterscheidet sich in der Beurteilung von Zweikämpfen von fast allen seiner DFB Kolleggen.
    Und schon ärgere ich mich wieder über Mühl aber hauptsächlich über SR Waschitzki und seine
    Strafstoßentscheidung in Braunschweig.

    • Das war ja auch überhaupt nix, wir spielen immer noch Fußball, obwohl Bibi heute auch wieder unangenehm auffiel Warum setzt man die überhaupt noch ein. Für mich ist die nichtmehr tragbar, sorry!

  • Hast Du den Elfmeter für Schalke heute gesehen und
    die 2 Elfmeter gegen den FCN auf dem Betzenberg?
    Also Guido Winkmann ist anders unterwegs und viele andere in Deutschland leider auch.
    Es ist oft überhaupt nix und es gibt trotzdem Freistoß oder mehr.
    Morgen sicher auch in Nürnberg.

  • Wenn im deutschen Fußball ein Spieler hinfällt, muss es zwingend vorher ein Foul gegeben haben. Nach dieser Prämisse wird bei uns anscheinend vorgegangen. Im Stadion kam es mir oftmals auch so vor, als würde ich mein Eintrittsgeld dafür ausgeben, die Fahnen- und Pfeifenmänner ansehen zu dürfen. Da nehmen sich sehr viele, viel zu wichtig.

    Deshalb macht es vielmehr Spaß, Premier League Fußball anzusehen. Da gibt es einfach mehr Fußball und auch kein Spielerkasperlerstheater mit Schreien, Schmerzklopfen auf dem Rasen, Reklamieren und Schwalben.

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