Mehr kann man wohl nicht erwarten

Der 1. FC Nürnberg trennt sich von Aufsteiger Eintracht Braunschweig 0:0

In einem über 90 Minuten weitestgehend ereignisarmen Spiel muss der Club am Ende mit einem Punkt zufrieden sein. Und seine Anhänger auch. Gegen den akut abstiegsgefährdeten Gast schoss man zwar zweimal ins Tor, beides mal aber wohl unstrittig aus Abseitsposition. Sonst fällt es schwer auf Gelegenheiten zu referenzieren, Mathenia hatte im Grunde keine einzige Gelegenheit sich auszuzeichnen, sein Gegenüber Fejzic durfte immerhin einmal fliegen und einen Schuss von Dovedan entfernen. Sonst blieben beide Angriffsbemühungen Stückwerk. Und da die Defensive hüben wie drüber eine ordentliche Leistung abrief ohne die ganz großen Schnitzer, blieb am Ende ein leistungsgerechtes torloses Remis.

Für beide Seiten eher eine verpasste Chance als ein Punktgewinn. Da im Parallelspiel Sandhausen einen Dreier gegen den ebenso gefährdeten VfL Osnabrück landete, rückt das untere Tabellendrittel wieder ein Stück näher zusammen. Zwischen Platz 13 und 17, dem direkten Abstiegsplatz, liegen aktuell 6 Punkte. St. Pauli, einen Punkt vor Nürnberg, hat Montag die Gelegenheit ins vorerst vermeintliche gesicherte Mittelfeld sich zu verabschieden, statt weiter mittendrin im Abstiegskampf zu sein – der Gegner allerdings der HSV.

Beim FCN war vor allem der fehlende Punch in der Offensive offensichtlich. Dabei fiel auf, dass viel zu oft der lange Ball auf Schäffler gewählt wurde und die beiden „Halb-Zehner“ Möller Daehli und Dovedan so zu selten in den gefährlichen Zonen angespielt wurden. Der letzte Wille zum Sieg war nicht zu sehen, eher sah man das Bestreben lieber den Punkt mitzunehmen. Eine vermeintlich gefährliche Rechnung, die nächste Woche aufgehen sollte, denn da spielt der Club in Düsseldorf und Braunschweig im direkten Duell gegen Sandhausen. Je nach Ausgang der Spiele ist ein Vorsprung auf den Relegationsplatz von dann nur noch 3 Punkten durchaus im Bereich des möglichen, ja vielleicht sogar zu erwarten.

Dass die Erwartungshaltung inzwischen ausreichend nivelliert ist, sieht man nicht nur am Platz und dem Bestreben den Dreier zu holen sondern auch in den sozialen Medien. Da wundert sich sogar der Gegner über eine merkliche Zurückhaltung beim Anhang, manche mögen es fast Apathie bezeichnen – wenn sie überhaupt das Spiel aktiv verfolgten oder statt dessen lieber das schöne Wetter anderweitig nutzten. Man kann es ihnen kaum verdenken und verpasst haben sie nicht wirklich was…

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54 Gedanken zu „Mehr kann man wohl nicht erwarten

  • Ich glaube, die meisten Clubfans sind nach nunmehr fast drei Jahren einfach nur müde, die Spiele dieser Mannschaft zu kommentieren. Ich freue mich so auf das Ende der Saison, egal ob Klassenerhalt oder Abstieg. Hauptsache 80 Prozent der jetzigen Mannschaft tragen dann nicht mehr dasTrikot des Clubs. Ich bin mir auch nicht mehr sicher ob man nach der Saison mit Klauß weitermachen sollte.

    • Eben. Ein Valentini könnte zum Beispiel in der zweiten Mannschaft als emotional leader wertvoller sein.
      Ich überlege gerade, wie die Fanreaktion bei einem befüllten Stadion gewesen wäre. Pfiffe oder ironischer Applaus?

    • Ich befürchte das wir keine 80 Prozent der Spieler los werden am Ende dieser Saison. Welche Verträge laufen denn aus? Denn nur diese Spieler werden wir vermutlich los. Alle anderen werden die gut dotierten Verträge sehr gerne erfüllen wollen.

  • Zitat :“Eine vermeintlich gefährliche Rechnung“. Das ist ein Gedanke den ich auch sofort hatte. Am 30.Spieltag hätte ich gesagt, okay, Konkurrenten auf Distanz gehalten, alles gut. Aber wir haben noch viele Spiele zu gehen und schon zu viele Punkte gegen Vereine aus dem unteren Drittel eben nicht geholt. Daher bin ich der Meinung das man heute mit aller Macht auf drei Punkte hätte gehen müssen. Aber auch von außen kamen keinerlei Signale in diese Richtung so das man davon ausgehen muss, daß man mit dem Punkt zufrieden ist. So werden wir wahrscheinlich gegen Ende der Saison gezwungen sein gegen die Top-Teams punkten zu müssen. Sehr gefährlich. Enttäuscht hat mich auch, das der Last-Minute-Sieg In Karlsruhe nichts, aber auch gar nichts an Kräften frei gesetzt hat. Ein Phänomen was bei unsere Truppe aber ja eigentlich nicht neu ist. Da ist einfach keine Leidenschaft oder Emotion die geweckt werden könnte. Das ist mausgrauer, iddenloser, leidenschaftsloser, schlechter Zweitligafussball. Hoffentlich geht die Saison gut aus.

    • Das habe ich mir inzwischen komplett abgeschminkt, dass ein positives Erlebnis, auch nur einen Funken Initialzündung bis zum kommenden Spiel am Leben hält. Die Amtworten gegen Pauli nach Darmstadt und heute nach Karlsruhe sprachen Bände.

  • Hallo Alexander.
    Das Spiel war in Sandhausen gegen Osnabrück.
    Kein Problem – für Torsten Mattuschka auf Sky gibt es die Möglichkeit dass am nächsten Wochenende Braunschweig und Sandhausen gewinnen .

  • Ich hab schon seit Monaten eigentlich gar keine Lust mehr irgendwas zu schreiben, mit dem Virusnebel über dem Land, ist alles so Bedeutungslos geworden.
    Dem Profifussball geht es an den Kragen.
    Ich hab mich heute selbstkasteit und mir die volle Spielzeit angetan. Ja nun, anscheinend kann man als Clubprofi immer noch ohne Sieg und Tabellenplatzprämien ein auskömmliches Leben führen.
    Wenn man maximal 3-5 Spielern anmerkt sie würden alles für einen Sieg tun, auch von außen, anscheinend ein Heim 0:0 gegen einen mehr als schwachen Gegner als erstrebenswert erachtet wird?
    Ok wenn es denn gut geht. Aber nächste Saison, wenn man vielleicht mal wieder in die Freiheit entlassen wird, wo ist das Argument zum Club zu gehen?
    Ich denke mal unser Club wird sich mit vierstelligen Zuschauerzahlen arrangieren müssen und warum? Zu recht.
    Es ist alles recht traurig, passt aber in die Zeit.

  • Sehr ermüdend.
    Komplette Nichtleistung, scheint aber nicht wirklich wichtig zu sein, eventuell eine Siegprämie zu ergattern.
    Ist Nürnberg ein besonders ausgebildetes Gebiet der Bundesrepublikanischen Wirklichkeit?
    Von ziemlich zweit bis drittklassigen Politikern regiert, der MP hat in einem virtuellen Wohnzimmer einen FCN Wimpel an der Wand, zum Aschermittwoch (vorsicht Analogie).
    Dieser wird vom BR geflissentlich möglichst ausgeblendet (Analogie Zweitklassig bzw. Drittklassig) und dann wieder so eine „Heimleistung“.
    Irgendwie ein niemals endendes Theaterstück namens Club.
    Bin erschöpft!

  • Wie letztes Jahr, im Jahr zuvor, dem davor und der letzten Aufstiegsspielzeit, nur warum?

    Je länger eine Saison dauert, desto einfallsloser und harmloser wird unsere Offensive, desto mehr hängt unsere Sturmspitze in der Luft? Waren die Löcher in unserer Abwehr so eklatant, dass (außer Kölner) alle Trainer keine andere Möglichkeit sahen als unsere Offensivstärke zu Gunsten der Defensive zu opfern? Müsste nicht eigentlich ein Kader im Laufe eines Jahres zusammen wachsen, sich Automatismen einstellen und das Zusammenspiel verbessern?

  • …ja, schon, @block4

    Ein gut zusammengestellter Kader wächst zusammen in einer Saison. Ein weniger gut zusammengestellter Kader braucht dazu etwas länger. Ein schlecht zusammengestellter Kader braucht deutlich mehr als eine Saison. Ein miserabel zusammengestellter Kader geht unter wie der vom FC Schalke 04.

    Schwacher Auftritt heute. Ohne Frage. Wohl dem, der seine Erwartungshaltung so selbstschützend runterdimmen kann. Ich kann das nicht – heute habe ich deutlich mehr erwartet.

    Wolfgang Laas haut indes nicht nur sinnlos drauf, sondern betreibt Ursachen-Forschung: „Demnach kriegen sie es einfach nicht (mehr) hin, konzentriert zu verteidigen und beherzt anzugreifen. Eine Frage der internen Balance, die offensichtlich Schaden genommen hat im Januar. Sechs Spiele ohne Sieg haben ihre Spuren hinterlassen..“

    Was für mich plausibel klingt.

    Quelle: https://www.nordbayern.de/sport/eine-null-zu-viel-fcn-fehlt-gegen-braunschweig-die-balance-1.10879675

  • Echt? Für so einen, beileibe nicht singulären, schlechten Auftrittt kann man noch Entschuldigungen finden? Im Ernst? Also noch eine oder wieviele Saisons mehr, bis da wieder so etwas wie Fußball im Frankenstadion gespielt wird, dauert das dann?
    Bekommen dann Besucher bis dahin Aufwandsentschädigung, daß sie sich eventuell so etwas dauerhaft live im Stadion dann ansehen?

    • Ich wiederhole mich gerne, wenn’s dem Verständnis dient:
      Keine Entschuldigungen, schließlich hat man sich die miese Serie im Januar selbst eingebrockt. Aber eben eine Forschung nach Ursachen.

      Im Übrigen schreibst Du doch schon seit Monaten, dass unser Club sicher absteigen wird. Insofern sollte Dich so eine Leistung wie heute doch nicht aus der Ruhe bringen.

      • Aber jetzt Mal Hand aufs Herz, ist das, was wir dieses Jahr so fußballerisch angeboten bekommen, nicht mit Abstand das schlechteste der letzten zwei Jahre ?
        Ich bin wirklich keiner der den Finger in eine Wunde legt, aber mittlerweile ist es für mich auch schon hart sonntags um 13:30 Sky einzuschalten, obwohl ich mir jedes (Mist-) Fußballspiel anschauen konnte.
        Vielleicht malt die Vergangenheit mit goldenem Pinsel bei mir, aber ich habe selbst unter Canadi und Keller keine so bescheidenen Spiele in Erinnerung.
        Nbg-Südost – trifft es genau mit “ sehr ermüdend“ .

        • Du hast ja vollkommen Recht, @Holle.

          Aber was ist denn die Alternative? Und was bringt es denn, täglich den Teufel, sprich Abstieg, an die Wand zu malen? Was ist denn die Alternative zu der Geduld, die wir weiterhin aufbringen müssen?

          Es wurde viel kaputt gemacht in den letzten Jahren. Die Aufräumarbeiten dauern. Das nervt, ohne Zweifel. Aber ich wüßte keine Alternative – außer den Fernseher auslassen. Und so tun, als ginge einem unser Club nichts mehr an.

        • Naja, ob du dir da Mal die letzte Saison nicht schön redest. Ich fürchte, das war genau so einfallslos nach vorne. Immerhin sind es jetzt die Gegner auch eigentlich immer und so bleibt meist bis zum Ende die Chance was mitzunehmen. Zum Anschauen find ich’s daher schon besser.

          • Ja kann sein.
            Wahrscheinlich täuscht die Leistung auch, da die Spiele ohne Zuschauer stattfinden.
            Das gleiche Gestolper würde mit Zuschauerstimmung bestimmt gleich positiver wirken.

    • @Herbertgerbert schreibt:

      „Bekommen dann Besucher bis dahin Aufwandsentschädigung, daß sie sich eventuell so etwas dauerhaft live im Stadion dann ansehen?“

      Nein, ich denke nicht, dass man eine Aufwandsentschädigung bekommt – rein rechtlich betrachtet.

      Ich denke aber auch nicht, dass ein Fan, der seinen Verein liebt, eine Aufwandsentschädigung verlangen würde. Rein moralisch betrachtet.

      • Du hast eine sehr christliche Auslegung des Fandaseins. Ich nicht mehr, ich träume von einem gut gefüllten Stadion mit schönem Fußball und nicht von jahrelangen Grottenkicks vor dann noch 378 „einzig wahren“ Fans, die völlig stoisch und gottgegeben alles erdulden, was ihnen auf dem Grün dargeboten wird. Hauptsache 11 Spieler laufen in rot-schwarz rum.

        • Bin mir sicher, dass Du niemals eine Aufwands-Entschädigung verlangen würdest. Weil Du mit unserem Club so sehr mitleidest – Dir liegt der Club sehr am Herzen wie uns allen hier.

          Insofern weiß ich gar nicht, wer von uns beiden die christlichere Auslegung vom Fandasein hat. Dass ich auch von einem 1. FC Nürnberg träume, der einen schönen Fußball spielt vor vollen Häusern und von dem man mit Respekt spricht, ist doch klar.

          Aber das wird nicht auf Knopfdruck passieren. Dazu braucht es einen Weg dorthin und einige richtige Entscheidungen. Weil viel falsch gemacht wurde im letzten Jahrzehnt. Zu viel.

      • @fränki. Moralisch gesehen stände dem Clubfan natürlich eine Aufwandsentschädigung zu. Den die Mannschaft zeigt schon seit über 3 Jahren keine Moral bei ihren Spielen. 😉

  • Es kam, wie es kommen musste. Anstatt des erhofften Befreiungsschlages offensichtlich nur fußballerische Magerkost. Wenn man auch die letzten unverbesserlichen Glubbfans verprellen will, nur weiter so. Offenbar war ein einfacher Punktgewinn aber taktische Vorgabe – wenn ihr die Äußerungen unserer „Profis“ auf der Homepage lest, sind allesamt mit dem Ergebnis und ihrer Leistung zufrieden. Kein Wunder, wenn es dann auch nicht zu mehr reicht. Was erlaube sich Glubbfan? Aus Sicht der für den Glubb typischen Dramatik auch verständlich: warum einfach, wenn es auch kompliziert geht, im Sinne von: warum den Klassenerhalt gegen schwache Gegner schon festmachen, wenn man es zum Schluss gegen spielstärkere Mannschaften wieder richtig spannend machen kann. Wie sagen die Rheinländer dazu: et hätt noch immer jot jejange. Letztes Jahr ging es bekanntlich gerade noch so gut. Heuer, schaun mer mal…

    • Was die Äußerungen nach dem Spiel anbelangt, bin ich Deiner Meinung. Richtig verärgert über die liegengelassene Chance scheint keiner zu sein. Doch es ist durchaus ärgerlich.

      • Es war eine sehr gute Entscheidung von Marco Fritz die Nachspielzeit auf 106 Sekunden zu begrenzen.

  • Dank des einen Punktes bleibt der Abstand auf Rang 16 so groß wie er in der ganzen letzten Saison nicht ein einziges Mal war!
    (hab‘ ich tatsächlich doch noch mit Mühe irgendwas Positives auftreiben können..)

    • Momentan kann ich diesen Fußball nicht mehr viel abgewinnen….

  • Die einzige Erkenntnis in dieser Saison ist für mich dass man für die Leistungen und auch für die Punktausbeute kein Trainertalent aus Leipzig hätte holen müssen.Das hätte man auch mit einem Peter Neururer oder Friedhelm Funkel geschafft. Und vor allem Neururer‘ s Pressekonferenzen wären Interessanter gewesen.

  • Ich glaube Klauß wird der nächste Trainer sein, der an dieser Mannschaft scheitern wird. Es kamen keinerlei Impulse vom Trainer über die gesamten 90 Minuten um das Spiel in andere Bahnen zu lenken. Klauß gibt eine genauso trauige Figur wie Keller in der letzten Saison ab. Mir tut es ehrlich persönlich leid, daß Klauß bei seiner ersten Trainerstation auf diese Mannschaft des Clubs treffen musste.

    • Das ist er doch schon. Aktuell lässt man ihn in Amt, weil man wohl nicht weiß, wer diese Truppe hinbekommen kann und damit man sich nicht angreifbar macht. Unter dem Strich ist seit dem 10.Soieltag die Entwicklung rückläufig und man ist zusammen mit Würzburg sie soielschwächstw Mannschaft. Die kamofschwächste sind wir eh.

    • Wenn 80 % gehen soll haben wir keine Konkurrenzfähige Mannschaft mehr und für Neuzugänge ist 0 Geld da

  • Robert Klauß: (…) zweite Bälle haben wir gut verteidigt(…)“

    Christian Mathenia: „ Wir haben es zu Beginn verpasst, gut auf die zweiten Bälle zu gehen.“

    Manuel Schäffler: „Es war eine sehr umkämpfte Partie, in der es viel um die zweiten Bälle ging.“

    ________________

    Erkenntnisse:
    (1) Das Klauß‘sche Vokabular erreicht die Spieler.In der verbalen Anwendung noch sehr unterschiedlich, aber immerhin…

    (2) Interessant, was man mit zweiten Bällen alles so machen kann…

    (3) Herrschaftszeiten, es gibt keinen zweiten Ball im Spiel. Lernt doch erst mal mit EINEM umzugehen, dabei seid ihr doch schon restlos lust- und leidenschaftslos, um nicht zu schreiben überfordert…

    Lieber Trainer, lass SPIELEN, ich will Leidenschaft und Spaß in der Truppe wieder sehen können, nicht nur als Strohfeuerchen zwischen den Boxen….

    Lieber Christian Mathenia, halt einfach genug Bälle, das gilt nicht nur für den zweiten, halt sie einfach alle!! Und lass den Torpfosten heil.

    Lieber Manuel Schäffler: Es geht nicht um zweite Bälle, es geht nur um eins: Hau das runde Ding einfach ins Eckige und hör nicht so genau zu, wenn es zu 1,0-Theorie-lastig wird.

    Und wenn schon, dann bitte mehr als zwei Bälle, so in etwa wie damals in Liga eins gegen Dortmund:
    https://www.rtl.de/cms/nullnummer-beim-tabellenletzten-dortmund-weiter-in-der-krise-4295856.html

  • Wenn man sich die 2.Liga ansieht, dann kann man doch erkennen, dass es keine Automatismen gibt.Wenn man sieht wo die Absteiger aus der ersten Liga stehen zum Beispiel.Erfolg haben dann eher Teams , die mit einem Vorlauf von zwei drei jahren so etwas wie ihre Reife erlangen.Ob das der Club dann auch mal wieder werden kann bleibt abzuwarten.Ich denke, diese Saison wird keine zum Erinnern werden, aber vielleicht dann doch der Beginn zu einem weiter Aufbau.Schön ist das nicht, aber zu ändern wird das kaum sein.

  • Genauso isses.

    Der HSV hat fast doppelt soviel Geld hineingeblasen in seinen aktuellen Kader als Holstein Kiel oder Fürth oder der VfL Bochum. Und? Trotz Terodde ist der Aufstieg in Gefahr. Warum? Weil der HSV jedes Jahr Trainer und Personal munter durchwechselt. Der HSV hat die besten Einzelspieler, keine Frage, doch im Spiel mit Ball ist Bochum besser, im Spiel gegen den Ball Fürth.

    Sollte der FC Schalke 04 absteigen, dann wird man, sofern die Sponsoren mitziehen, den sofortigen Wiederaufstieg ausrufen. Mit einer neu zusammengestellten Mannschaft, die weder im Spiel mit noch gegen den Ball zusammengewachsen ist. Aber womöglich viel kostet und dem entsprechend unter Druck steht. Und als Favorit nach Heidenheim fährt. Als Möchtegern-Favorit.

    Der HSV, Schalke, Fortuna, Hannover, der Club, vielleicht Hertha mit Windhorst – wäre das dann die stärkste Zweite Liga aller Zeiten? Es wäre eine Liga der Geldverbrennungs-Maschinen. Stark ist nur das, was Bochum, Kiel, Fürth, Karlsruhe, Heidenheim mit deutlich weniger Mitteln anstellen. Mit deutlich weniger Mitteln und, wie @Christian sagt, mit einem Reifeprozess.

    Auch Kiel, Bochum und vor allem auch Fürth müssten sich vor nicht allzu langer Zeit nach unten orientieren. Jetzt träumt man dort von der Bundesliga.

    • Auch Kiel, Bochum und vor allem auch Fürth müssten sich vor nicht allzu langer Zeit nach unten orientieren. Jetzt träumt man dort von der Bundesliga.

      Gutes Beispiel auch ein Leitl hatte in seiner 1. Saison in Fürth sichtbar Probleme, man hielt aber an ihm fest. Ich sehe die Lösung nicht darin wie oben von Fränki angesprochen HSV usw. jede Saison neue Trainer zu verpflichten. Man sieht die Durchlässigkeit von den Amateuren zu den Profis ist auch gestiegen. Da stehen einige Talente mittlerweile im Kader oder kommen von der Bank. Sie ist zwar arg strapaziert aber wir müssen weiterhin Geduld haben. In Hauruck Lösungen sehe ich die Zukunft nicht.

      • Für mich kommen die jungen Leute aus dem NLZ zu wenig zum Einsatz. 15 Minuten hätten Latteier und Schuranov verdient gehabt gestern. Da wäre nichts schlechter geworden behaupte ich mal. Aber gut, kommt Zeit kommt Rat.

  • Den Lernprozess, den man von der Mannschaft verlangt, gibt es bei den Fans offensichtlich nicht. Immer wieder neue Trainer zu fordern wird uns nie in ruhigeres Fahrwasser bringen. Die Beispiele, eingespielte Underdogs, die den Geldverbrennern Paroli bieten, sind doch offensichtlich!

    Grundvoraussetzung ist natürlich, drinzubleiben. Das Gute ist: nach dieser Saison wird uns keiner den Klauß wegnehmen wollen, wir haben also auch die Chance auf Entwicklung.

    Freunden wir uns endlich damit an, dass es ein langer steiniger Weg ist!

    • Bin gespannt ob man es in Bielefeld tatsächlich schafft, Neuhaus zu entlassen, das wäre dann mal wieder die Taktik „lieber zu früh als zu spät“.

    • Bin auch der Meinung das mit Klauß durchzuziehen. Sehe aber auch hier im Forum niemanden der das massiv anders sieht, oder? Beim Club kann es nur über das Aussortieren von Spielern besser werden. Der aktuelle Kader würde es niemals so hin bekommen wie Fürth oder Bochum. In dieser Zusammenstellung geht es Jahr für Jahr gegen den Abstieg. So lange bis ausreichend Verträge ausgelaufen sind das die Pali-Lasten eliminiert sind. So lange müssen wir hoffen das es drei noch grottenschlechtere Mannschaften gibt. Traurig aber es ist so.

      • Wie Du sagst, müssen unsere Verantwortlichen weiter am Kader basteln, um ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Was bislang aufgrund eines von der Pandemie beeinflussten Transfermarktes so einfach nicht war. Mal abgesehen davon, dass, wie Du sagst, sehr viel Kapital gebunden wurde durch Palikucas wilde Einkaufstour.

        Fürth beispielsweise besticht durch ein starkes Flügelspiel mit Meyerhöfer auf Rechts und insbesondere mit Raum auf Links. Dass Raum schon in den Notizbüchern anderer Vereine steht – davon kann man ausgehen. Sollte Fürth nicht aufsteigen, müssen sie zum Teil neu aufbauen. Gleiches gilt wohl auch für Kiel (Lee?) und den VfL Bochum (Holtmann?).

        Unsere Defizite in der Hintermannschaft waren gestern einmal mehr klar zu sehen. Mühl und Margreitter hatten den Laden hinten im Griff, Margreitter laut wie ein Abwehrchef und in der Luft präsent – Spielaufbau aber ist nicht die Sache der beiden. Insofern ging es, wie @Alexander schreibt, viel zu oft hoch und weit nach vorne, womit die „Flügelzehner“ Möller Daehli und Dovedan oftmals übergangen wurden.

        Tim Handwerker in der Defensive souverän. Allerdings fanden Handwerkers Flanken, egal ob aus dem Halbfeld oder in Nähe der Grundlinie, nur sehr selten ihr Ziel. Womit auch Schäffler im Regen stand. Auch Valentini, ohne Zweifel ein richtig guter Typ, in der Defensive gestern aufmerksam – ein modernes Flügelspiel allerdings geht anders.

        Und all das wissen Dieter Hecking und Robert Klauß natürlich. Und sie arbeiten daran. Aber geht halt nicht von Heute auf Morgen. Auch wegen eines eingeschränkten Transfermarktes. Und weil man Palikuca für unsere Verhältnisse viel Geld verbrennen ließ. Welches jetzt fehlt.

          • Es geht weder darum, es im Nachhinein besser zu wissen. Noch geht es darum, Schuld zu verteilen. Im Übrigen ist es auch viel zu einfach, die Schuld nur bei Palikuca zu suchen. Denn schließlich wurde dieser vom Aufsichtsrat auserkoren und eingestellt. Und schließlich wurde der Aufsichtsrat von der Mitgliederversammlung gewählt. Wer also hat letztes Endes wie viel Schuld? Du siehst, @belschanov: Dieses Verteilen von Schuld macht wenig Sinn und endet in einer Willkür.

            Was aber wichtig ist, sind meiner Meinung nach Begründungen, warum es nicht läuft, wie es laufen sollte. Hier nur immer und immer und immer wieder den Trainer an den Pranger zu stellen und sich mit der einfachsten aller Antworten zu begnügen, ist mir zu einfach. Wenn es so rüberkommt, als würde ich im Nachhinein etwas besser wissen…okay, dann ist das so, aber es ist keineswegs mein Ansatz.

        • @fränki, soweit ich gehört habe, ist Raum sogar schon weg. Nächste Saison in Hoffenheim, glaube ich. Ablösefrei.

          Lee hat selbst gesagt, dass er nächste Saison Bundesliga spielen will. Wenn nicht mit Kiel, ist er auch sicher weg.

          Bei Holtmann wäre ich nicht so sicher, er hatte es ja schon in Mainz probiert und sich nicht richtig durchgesetzt.

          • soweit ich gehört habe, ist Raum sogar schon weg. Nächste Saison in Hoffenheim, glaube ich. Ablösefrei.

            Lee hat selbst gesagt, dass er nächste Saison Bundesliga spielen will. Wenn nicht mit Kiel, ist er auch sicher weg.

            Klar wird das die genannten Mannschaften etwas zurückwerfen, aber wenn man weiß was für einen Spieler man für die Position braucht, dann kann man auch den richtigen Spieler verpflichten. Dann nimmt man nicht einfach einen, der bei einem anderen Verein in anderem System eine ähnliche Position besetzt hat.

            Natürlich wird weder Kiel noch weniger Fürth solche Spieler 1:1 ersetzen können, aber man weiß wen man holt und andere Spieler in der Mannschaft können dann auch besser werden und so den Verlust mitersetzen. Außerdem ist es immer leichter einen neuen Spieler in einer funktionierenden Mannschaft zu integrieren, als in einer Mannschaft die nicht funktioniert.

            Das bleibt unser Hauptproblem, wir müssen nicht nur neue Spieler integrieren, wir müssen auch den alten Spielern immer wieder das Spiel neu erklären, weil wir keinerlei Idee haben wo wir spielerisch auf dem Platz hinwollen. Man kann mit vielen Systemen Erfolg haben, mit ständigen Systemwechseln hat man aber sicher keinen Erfolg.

            Und ja ich bin auch enttäuscht, dass Klauß und Hecking nach 20 Spieltagen immer noch keine echte Mannschaft auf dem Platz haben, da hätte ich schon erwartet, dass man jetzt so langsam erkennen kann was die Mannschaft spielen kann und was die Mannschaft spielen soll. Ich hätte mir schon gewünscht, dass man jetzt langsam sehen könnte auf welche Spieler man in der nächsten Saison bauen kann und wo man an zwei, drei Stellen neues Personal braucht. Anscheinend ist die Mischung der vorhandenen Spieler so schlecht, so unpassend zu dem was Klauß und Hecking vorhaben, dass es einer weit stärkeren Erneuerung bedarf. Sprich, uns muss klar sein, dass auch nächste Saison maximal eine sorgenfreie Saison das Ziel sein kann. Auch 21/22 muss es erst mal heißen 40 Punkte gegen den Abstieg so schnell wie möglich zu erreichen. Schon ein wenig desillusionierend.

        • Ich befürchte, dass wir auch kommende Saison auf eine „wilde Einkaufstour“ gehen müssen – egal in welcher Liga, ich hoffe dennoch wenigstens in der 2.Liga. Wen würde man denn ernsthaft gerne wieder kommende Saison bei uns sehen – weil er aktuell Leistung bringt oder zumindest eine positive Entwicklung? Schäffler, Lohkemper, Hack, MMD, vielleicht Geis und wenn man beide Augen ganz zudrückt, dann noch Handwerker und Sörensen. Klothe und die anderen Talente bleiben natürlich auch. Mehr darf man alleine schon nicht behalten, weil wir sonst wieder gegen den Abstieg spielen. Man wird wohl leider noch Mathenia bis zum Nimmerleinstag durchfüttern müssen und Vale hat leider auch noch 1 Jahr Vertrag.

          Heisst , dass wir 2 IV, 1 RV, 2 DM, 2 Stürmer ersetzen müssen. Daneben benötigen wir zwingend einen zweitligatauglichen Torwart.

      • Pokalmatch in Regensburg vor Absage wegen positiver Tests beim Jahn.
        Dann wird Osnabrück wohl nach einem spielfreien Wochenende mit neuem Trainer beim FCN antreten.

  • Ich habe auch Zweifel ob man Palikuca die Schuld geben kann, weil im Kern hat auch der Stamm, der aus der 1. Liga vorher abgestiegen ist im ersten Jahr 2. Liga absolut underperformed siehe Defensive, die war ja die gleiche wie in der 1. Liga, aber dann auf einmal selbst für die 2. Liga zu schlecht, Mathenia vogelwild. Auch Behrens als Sinnbild, ich komme da nicht mit, hat uns als bester Torjäger zu diesem Aufstieg geschossen, warum er mittlerweile nur noch ein Schatten seiner selbst ist.

    Von daher es wird nicht den einen Grund oder den einen Schuldigen geben, sondern man muss das Gesammte sehen was nun schon 2 Jahre nicht funktioniert. Ehrlicherweise dieses Jahr nicht viel besser.

    • In der Zeit mit Palikuca ist schon einiges schiefgelaufen, denke ich.

      Wir haben vom Ausflug in die Bundesliga finanziell profitiert, weil sich die Einnahmenseite durch die TV-Gelder deutlich vergrößerte. Währenddessen die Ausgabenseite, insbesondere durch relativ geringe Personalkosten (Bader-Verträge waren ausgelaufen), nicht proportional dazu entwickelte. Somit hatte Palikuca einen für unsere Verhältnisse großen finanziellen Spielraum zur Verfügung. Welcher selbst erlaubte, mit ca. 1 Mio. Euro auf eine Wertsteigerung beim Talent Adam Gnezda Cerin zu spekulieren – ohne dass dieser nötig gewesen wäre für den Kader.

      Fraglich aber vor allem, was sich bei den Gehaltskosten getan hat. Ein Ex-Nationalspieler und vorheriger Kapitän von Hannover 96 kommt nicht zum Billigtarif – das ist klar. Dass Oli Sorg dann nicht die Leistung brachte, die man sich von ihm erwartete (auch ich fand diesen Transfer anfangs interessant), ist Geschäftsrisiko. Allerdings dürfte Sorg deutlich mehr Grundgehalt bekommen als manch anderer.

      Ich nehm Sorg nur mal als Beispiel, wie es gelaufen sein könnte – und spekuliere einfach mal. Wünsche ihm aber gleichzeitig einen richtig guten Tag, falls er in Düsseldorf zum Einsatz kommt. Vielleicht liege ich auch völlig falsch mit meiner Spekulation. Aber ich schätze mal, dass das Gehaltsgefüge unter Palikuca um einiges unebener war als unter Bornemann, nachdem die Bader-Verträge durch waren.

      Wie gesagt: Alles Spekulation. Aber dass eine Mannschaft so lange braucht, bis sie zusammenwächst und als „untrainierbar“ scheint, muss seine Gründe haben. Einer könnte das Gehaltsgefüge sein. Muss nicht. Kann aber.

  • Nach so einem Gebolze finden unsere Spieler und unser Trainer, das fast alles prima war und wir gegen den schlechtesten Sturm der Liga kein Tor in einem Heimspiel bekommen haben, wird als toller Erfolg gefeiert. Der Club ist in der Heimtabelle auf Platz 16 und mit solchen Auftritten doch sicher aktuell jederzeit in der Lage, noch einen direkten Abstiegsplatz zu erreichen. Ich bin jetzt zu faul nachzusehen, wie niederschmetternd genau unsere Heimbilanz aussieht oder gar welchen Platz Braunschweig in der Auswärtstabelle vor dem Spiel einnahm, aber das man aus diesem unmöglichen, pomadigen Gebolze (härtere Worte verbietet mir meine gute Erziehung) noch irgendetwas positives ziehen kann, würde mich fassungslos machen, wenn ich im Stadion anwesend gewesen hätte sein müssen.
    Klaußi, Geisi, Hacki und Vale kicken das leere Stadion jetzt schon noch leerer als es zu Pandemiezeiten möglich wäre. Mich treibt derweil der ernsthafte Gedanke um, meine Dauerkarte endlich zu kündigen. Der Gedanke sich zum xten Male solche Grottenkicks im Stadion ansehen zu müssen, verursacht bald Alpträume.

    Aber defensiv waren die stabil!

    Wenn mir Reiner Selbstschutz nicht wieder beruhigend den Arm auf die Schulter legen würde, bekäme ich ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln. Was muss man zu sich nehmen, daß man glauben könnte, diese Trödeltruppe der viele fußballerische Grubdtugenden völlig abgehen, wäre nächste Saison besser als die drei Saisons davor? Das ist nicht mal Pfeifen im Wald…

    • Geht mit genauso, Oli.Ich gehe lieber mit Kerstin spatiieren, als mir das anzugucken. Ich vermisse Euch, Jungs

  • Ein einziger, eigener Torachuß in einem Schlüsselspiel gegen den Abstieg (vor eigenen Publikum in einem Heimspiel)…

    Und gegen welchen gegnerischen, sicherlich furchterregenden Sturm war unsere Defensive jetzt nochmal stabil?

    • Ja wissen wir doch alle die Trainer sowieso, diese Mannschaft kommt nicht stabil auf ein gutes Niveau seit Jahren, aber mit dem Spiel in Karlsruhe sammt plus Last Minute Tor warst du ja ebenso nicht zufrieden. Nur das ewige Geheule ich glaube seit Wochen wie eine alte Frau nervt. 😮 Sorry

      • Na ja, ist auch was völlig Neues für mich:
        Ein Club-Fan, der am laufenden Band nur jammert.
        Sorry, @Herbert, aber das tust Du halt.

        Kopf hoch, Leidensgenosse.
        Bruscht raus!
        Wir müssen da durch.

          • Kerstin ist Alex‘ Olle. Nicht richtig aufgepasst, gelle 😁

        • Ich sehe ja ein, dass die Leistungen keinen anderen Geisteszustand erzeugen, aber das immer wieder gebetsmühlenartig zu wiederholen wirkt eben auch ermüdend.

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