Schwimmen im Wechselbad – Analyse zu Düsseldorf

Analyse zu Fortuna Düsseldorf – 1. FC Nürnberg 3:1 (0:0) – Der FCN verliert in Düsseldorf, auch wenn er nach den Gegentoren im Spiel blieb.
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Zweimal wechselte Robert Klauß in der Startformation. Fabian Nürnberger kehrte nach Gelbsperre anstelle von Tom Krauß ins Team zurück. Oliver Sorg ersetzte den seinerseits gesperrten Enrico Valentini. Auf der Bank ersetzt Pius Krätschmer den erneut verletzten Robin Hack. Der Rest der Kaders blieb gleich. Angesichts der Personalsituation war allerdings auch nicht mit Veränderungen zu rechnen gewesen. Für Lohkemper kam eine Nominierung zu früh.

Im Gegensatz zu den letzten Auswärtsspielen presste der FCN nicht so hoch, ließ die Gastgeber kommen und hatte deshalb gerade in der Anfangsphase auch enorme Probleme mit den Düsseldorfer Angriffen. Allein in den ersten fünf Minuten hatte die Fortuna über Pledl mehrere vielversprechende Angriffe und durch Sobottkas Volleyschuss eine erste gute Gelegenheit. Kurz danach kam auch der FCN nach einem Geis-Freistoß durch einen Kopfballaufsetzer von Margreitter zu einer ersten Gelegenheit. Peterson und Danso kamen auf der Gegenseite zu weiteren Chancen noch ehe die erste Viertelstunde vorbei war.

In der Folge kam der Club besser ins Spiel, auch weil er die Düsseldorfer nun im Aufbau mehr unter Druck setzte. Møller Dæhli hatte nach unfreiwilliger Ablage von Schäffler eigentlich eine gute Schussposition, traf aber den Ball nicht richtig. Kurz darauf verfehlte Nürnberger aus der Distanz nach einer Balleroberung das Tor von Kastenmeier. Insgesamt war das Spiel in dieser Phase ausgeglichen, verflachte dann aber bis zur 40. Minute, als die Fortuna durch Peterson und Karaman eine hervorragende Doppelchance hatte und Koutris kurz danach Mathenia zur Parade zwang.

In der Pause wechselte Robert Klauß zum ersten Mal, der gelb vorbelastete Mühl blieb in der Kabine. Sörensen kam für ihn in die Innenverteidigung. Der Däne stand sofort im Mittelpunkt, nach einer von Dovedan schlecht verteidigten Flanke von Pledl, kam Hoffmann im Duell mit Sörensen an den Ball und köpfte zum 1:0 ins Netz. Der Club reagierte, indem er sein Mittel im Aufbau anpasste. Statt langer Bälle auf Schäffler wurde nun mehr auf flachere Zuspiele im Angriffsdrittel gesetzt. Borkowski und Latteier, nach einer Stunde für den enttäuschenden Dovedan gekommen, kamen zu Abschlüssen, einige weitere Angriffe verpufften vor einem möglichen Abschluss. Latteiers Einwechslung hatte auch zur Folge, dass Møller Dæhli auf links rückte, was dem Aufbauspiel des FCN gut tat.

Der FCN war aber am Drücker und traf nach einer frühen Balleroberung von Sörensen gegen Karaman, die er auf Borkowski weiterleitete zum 1:1. Die Leihgabe aus Leipzig ließ Danso per Haken aussteigen und platzierte seinen Schuss dann ins lange Eck. Fast direkt im Anschluss hatte der Club nach einer Ecke eine weitere Gelegenheit, doch Schäffler verpasst die Ablage von Margreitter. Der Clubstürmer blieb im Fokus: Er bekam nach kreativem Zuspiel von Latteier ein Foul gegen sich gepfiffen, das in der Zeitlupe nicht nach regelwidrigem Einsatz gegen Danso aussah. Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler reagierte eine Viertelstunde vor Schluss: Er brachte Hartherz, Borello und Piotrowski für Koutris, Pledl und Bodzek. Zwei der drei neuen sollten eine wichtige Rolle spielen.  Kurz danach ging Schäffler zu langsam einem Ball entgegen, so dass Düsseldorf den Ball erobern konnte. Der anschließende Konter über Borello, den der auf den Flügel gerückte Margreitter nicht stören konnte, und Borello, der aus 18 Metern unbedrängt aufs Tor schießen konnte, endete im 2:1.

Der Club setzte nun wieder mehr auf lange Bälle, verzagte aber nicht und kam durch Borkowski und Shuranov zu Abschlüssen. Der Youngster war in der 85. Minute für Schäffler gekommen, gleichzeitig hatte Schleusener Borkowski ersetzt. Jener Schleusener kam nach einem Freistoß von Geis, bei dem sich Kastenmeier komplett verschätzte, frei vorm leeren Tor zum Abschluss. Doch er ließ sich mit seinem Kopfball zu viel Zeit, sprang nicht energisch genug hoch, so dass Piotrowski zur Ecke klären konnte. Fast im Gegenzug entschied Oliver Sorg das Spiel. Hennings, der in der 80. Minute bereits an Mathenia gescheitert war, scheiterte beim Konter noch am Pfosten, doch Sorg, der klären wollte, rutschte den Ball ins eigene Tor.

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 zeigt wahrscheinlich den eklatantesten Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Fortuna Düsseldorf schloss 15-mal innerhalb des Nürnberger Strafraums ab. Der FCN nur sechsmal im Düsseldorfer Sechzehnmeterraum. Die durchschnittliche Torentfernung beim Abschluss war bei der Fortuna dementsprechend 14,2 Meter, beim Club 22,3. Selbst Sobottkas 2:1, das von außerhalb des Strafraums war – aber auf Grund des fehlenden Drucks trotzdem eine gute Chance – war näher am Tor als der durchschnittliche Abschluss des FCN. Das führt dann natürlich auch zu einem extremen Missverhältnis in den expected Goals. Düsseldorf war in seinen Chancen gefährlicher. 

Grafik 2 stellt dar, dass Fortuna Düsseldorf nach der Pause den Ball oft in gefährlichen Situationen verlor. Man zählt neun Ballverluste, die zu gegnerischen Chancen führten. Hier hätte der Club mit mehr Konsequenz und Geduld (siehe Grafik 1) durchaus mehr von den Fehlern im Aufbau profitieren können. Möglicherweise ist die Frage, warum man nicht mehr auf Balleroberungen im gegnerischen Verteidigungsdrittel gespielt hat, auch eine berechtigte Frage. 

Grafik 3 ist eine Darstellung der Pässe, die zu Abschlüssen führten. Hier sieht man einerseits, dass der FCN gerade nach der Pause mehr Pässe in Strafraumnähe hatte, die zu Abschlüssen führten. Andererseits aber auch, wie gefährlich die Fortuna von der linken Angriffsseite war. Immer flogen die Bälle von dort in den Strafraum, so dass es auch nicht verwunderte, dass das 1:0 dann von dieser Seite fiel. 

3. Einordnung

Ganz geradlinig kann die Einordnung des Spiels nicht sein. Einerseits hat der FCN über weite Strecken des Spiels deutlich mehr und besser nach vorne gearbeitet als in den letzten Wochen, auch in den Spielen, die gewonnen wurden. Gerade in der Phase zwischen 1:0 und 2:1 agierte der Club über Møller Dæhli, Borkowski, Latteier – und mit Abstrichen auch Nürnberger – immer wieder planvoll und mit flachen Kombinationen. Selbst wenn nicht alles gelang, so war doch vieles dabei, das nach größeren spielerischen Lösungen aussah, als man sie noch in den Vorwochen angegangen war. Andererseits war vor der Pause und auch in hektischen Momenten des zweiten Abschnitts der lange Schlag auf Schäffler Programm. Da der Angreifer, der seit Wochen kraftlos wirkt, selten den entscheidenden Schritt machte, verpufften viele der Aufbauversuche.

Andererseits zeigte sich in der Defensive, dass man – obwohl man um die Stärke der Fortuna bei Flanken wusste – kein Mittel gegen die Hereingaben von Außen hatte. Immer wieder tat man sich schwer: Das 1:0 fiel nach einer hohen Flanke von (aus Angreifersicht) links, das 2:1 nach einer flachen Hereingabe von rechts. Hinzu kamen zahlreiche defensive Wackler, die vor allem daran lagen, dass das Zentrum nicht konsequent genug besetzt worden war. Die Entscheidung Tom Krauß über 90 Minuten auf der Bank zu lassen, erscheint gerade vor dem Hintergrund der fehlenden Aggressivität im Zentrum problematisch. Andererseits hatte der Youngster zuletzt durchaus viele Durchhänger.

Den wohl größten Unterschied in Sachen Auftreten machte der Wechsel von Nikola Dovedan auf Tim Latteier. Der frisch gebackene Profi sorgte für viel mehr Wind als Dovedan, der nicht wie in den anderen Auswärtsspielen durch forsches Pressing überzeugen konnte. Genau jene Frage, muss sich der FCN inklusive Trainerstab auch stellen: War der Verzicht auf das aggressive Pressing ein zu hoher Preis für den Respekt vor den Tempospielern der Fortuna, gerade bei einer Defensive mit Geis, Margreitter und Sorg?

So geht der Club zwar mit fünf Punkten auf Platz 16 in die nächste Partie. Doch jener 16. ist der nächste Gegner, der VfL Osnabrück und der kommt – wegen der Coronainfektionen bei Jahn Regensburg – nach einem spielfreien Wochenende und mit neuem Trainer nächste Woche ins Max-Morlock-Stadion. Dort hat der Club 2021 noch nicht gewonnen. Er benötigt aber den Sieg, um genug Abstand zwischen sich und die Niedersachsen zu bringen. Gelingt das nicht, wird es in den kommenden Wochen sehr schwierig, den Verein zu beruhigen. Und ob die Mannschaft mit Unruhe umgehen kann, erscheint eher zweifelhaft.

 

4. Die Kennzahlen

Düsseldorf   Nürnberg
3 Tore 1
3,68 (plus Eigentor) expected Goals 1,16
2,46 Post Shot xG 1,09
3,37 (plus Eigentor) xG ohne Doppelchancen 1,12
18 Schüsse 16
6 Schüsse aufs Tor 6
6 Ecken 5
5 Freistöße 6
13 Fouls 12
11,0 PPDA 9,4
5,8 Challenge Intensity 6,3
16,5 Spieltempo 15,4
22 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 13
00:12 Ballbesitzdauer (Ø) 00:13

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Es ist eine unglückliche Niederlage. Wir haben in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht. Aber es war ordentlich – bis auf die letzten zehn Minuten, da haben wir zu viel zugelassen. Nach dem Gegentor zeigen wir eine gute Reaktion, kommen zurück, machen den verdienten Ausgleich und sind am Drücker. Aus dem Nichts bekommen wir das 1:2. Damit ist das Spiel gekippt, auch wenn wir noch zwei bis drei gute Chancen hatten. Da müssen wir uns ankreiden lassen, dass wir es in den entscheidenden Situationen nicht gut gemacht haben.“

Uwe Rösler: „Wir haben sehr gut angefangen und anfangs gleich ein paar gute Momente erzeugt, hätten uns dabei aber mehr Effektivität gewünscht. Danach haben wir die Initiative weggegeben, so dass Nürnberg besser ins Spiel und auch zu Gelegenheiten kam. Vor der Pause hatten wir dann nochmal eine starke Phase und machen nach der Pause das Tor. Danach werden wir total passiv. Darüber müssen wir reden. Hintenraus haben beide Mannschaften Chancen und wir sind am Ende der glückliche Gewinner. Ein typisches Düsseldorfer Heimspiel.“

Manuel Schäffler: „Wir hätten heute auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir es gut gemacht. Das zweite Gegentor nehme ich mit auf meine Kappe, da lasse ich mir den Ball klauen und kann ihn dann nicht mehr stören. Ich hatte vorher das Gefühl, dass eher wir am Drücker und dem 2:1 näher waren. Wir sind aus einigen direkten Duellen als zweiter Sieger rausgegangen. Dafür würden wir dann heute bestraft. Dennoch müssen wir wieder die Köpfe hochnehmen und weitermachen.“

Andre Hoffmann: „Wir wussten um die Bedeutung des Spiels. Über die Niederlage in Heidenheim haben wir uns total geärgert. Das hat man in dieser Woche auch im Training gesehen. Dass wir zuhause schwer zu schlagen sind, wissen wir. Wir wollten mit breiter Brust auftreten. Das ist uns gelungen. Es gab natürlich auch Phasen, in denen es nicht so rund lief. Das ist auch okay. Wir dürfen jetzt nicht zu sehr auf die Tabelle schauen. Es geht nur um den nächsten Gegner. Heute muss man vor allem den Jungs, die reingekommen sind, ein großes Kompliment machen. Sie haben uns auf die Siegerstraße gebracht. Ich denke da zum Beispiel an Brandon Borello, der die letzten Monate etwas außen vor war, sich im Training aber nie hängen lässt, und gegenüber der Mannschaft total loyal ist. Da geht mir das Herz auf, wenn ich sehe, dass der Junge reinkommt und an der entscheidenden Situation direkt beteiligt ist.“

Johannes Geis: „Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Punkt heute schon verdient gewesen. Bei den Gegentoren machen wir es Düsseldorf zu einfach. In der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Nach der Pause haben wir den frühen Nackenschlag gut weggesteckt. Dass wir dann verlieren, ist bitter. Ich denke aber, dass es auch mit Ball eine Steigerung war im Vergleich zum Braunschweig-Spiel. Daran müssen wir anknüpfen, aber jetzt auch Siege einfahren.“

Brandon Borello: „Wir haben heute gekämpft ohne Ende. Es war eine Begegnung mit vielen Zweikämpfen und langen Bällen. Wir hätten früher in Führung gehen können, aber wir wussten, dass wir, wenn wir so weitermachen, noch weitere Abschlüsse bekommen werden. Es ist schwer zu sagen, warum wir nach dem 1:0 etwas den Faden verloren haben. Das müssen wir analysieren. Beim 2:1 sehe ich Cello, der super an den Strafraumrand läuft. Ich lege dann zurück und er kann mit einem Kontakt abschließen. Ich bin froh über meine Leistung heute, nachdem die ersten Monate – so ehrlich muss man sein – nicht so liefen, wie ich sie mir vorgestellt habe.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia +3 3 3 3 6,2/10
CU-Urteil: Bei den Gegentoren machtlos, hatte zwei gute Paraden, aber keine Glanzlichter.
Oliver Sorg 4- 4 5 4 6,1/10
CU-Urteil: Rückte immer wieder zu weit in die Mitte, wodurch Spieler auf seiner Seite frei waren. Tempodefizite sind nicht zu leugnen.
Georg Margreitter 3- 3,5 3 2 7,7/10
CU-Urteil: Tolle Rettungstat auf der Linie vor der Pause, offensiv mit gefährlichen Kopfbällen. 
Lukas Mühl +4 4,5 4 4 6,8/10
CU-Urteil: Hatte etwas Glück, dass er nach einer Aktion gegen Koutris keinen Platzverweis gegen sich bekam. Verteidigte meist ordentlich, aber ohne Glanzlichter.
Tim Handwerker 5 4 4,5 4 6,5/10
CU-Urteil Schwaches Spiel des Linksverteidigers, dessen Flanken immer hängen blieben und der nach hinten nicht genug mitarbeitete.
Johannes Geis +5 4,5 4,5 4 7,8/10
CU-Urteil: Schwache Spiel im zentralen Mittelfeld. Geis‘ lange Bälle und Standards verpufften fast alle.
Fabian Nürnberger 3- 3 3,5 4 7,0/10
CU-Urteil: Immer wieder um Dynamik bemüht, gerade nach der Pause auch mit Struktur, im Zentrum defensiv aber ab und zu nur zweiter Sieger.
Nikola Dovedan 5- 5 5,5 5 6,2/10
CU-Urteil: Verteidigte vorm 1:0 zu lasch. Nach vorne mit ganz wenig Ideen und Schwung.
Mats Møller Dæhli +3 3,5 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Die Kreativität und das Ballgefühl sind da. Manchmal wirkt es so, als würden die Mitspieler nicht immer viel mit seinen Ideen anfangen können.
Manuel Schäffler 5- 5,5 5,5 5 6,8/10
CU-Urteil: Wirkt ausgepowert und wenig zielstrebig, machte vorm 2:1 den entscheidenden Schritt zu wenig, der den Gegenstoß ermöglichte.
Dennis Borkowski +3 3 2,5 2 7,4/10
CU-Urteil: Zeigte sein Können mehrfach, traf und hatte weitere Gelegenheiten, die Einbindung ins Aufbauspiel fehlt noch etwas.
Asger Sörensen 4 4 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Vorlage zum 1:1, beim 1:0 geschlafen. Immer wieder kleine Probleme im Tempospiel.
Tim Latteier +3 3,5 3 2 6,0/10
CU-Urteil: Unbekümmert und kreativ. War sehr bemüht um Energie nach vorne, zeigte die auch.
Erik Shuranov 6,6/10
CU-Urteil: Hatte einen guten Abschluss, sonst weitgehend unauffällig.
Fabian Schleusener 6,3/10
CU-Urteil: Mindestens unglückliche Figur bei seiner Großchance, sonst in den knapp zehn Minuten auf dem Feld nicht zu bewerten.
  -/10
CU-Urteil:  

20 Gedanken zu „Schwimmen im Wechselbad – Analyse zu Düsseldorf

  • Warum Dovedan Woche für Woche aufläuft versteht wohl niemand mehr.
    Was ist sein Notendurchschnitt über die letzten 2 Jahre? 5,5? Ich kapiere es einfach nicht

    Antwort
  • Stand Schleusener bei seiner Chance nicht ohnehin im Abseits? Zählen würde da ja der Zeitpunkt der Kopfballverlängerung und da steht er (in meiner Erinnerung) bereits hinter dem Torhüter und hat nur noch den einen Verteidiger vor sich.

    Und für die Statistik: Zählen solche Aktionen für xG, falls sie nicht abgepiffen wurden?

    Antwort
  • Wahrscheinlich stellt sich Dovedan trotz seiner dauerhaften Krise von selber auf, weil die bessere Konkurrenz entweder abgegeben (Misidjan) wurde oder verletzt (Hack, Köpke, Lohkemper) ist oder der Rest (Schleusener) noch schlechter ist. Ich begreife aber auch nicht, warum der Trainer nicht wenigstens ein paar Spieler besser macht. Jetzt ist auch Schäffler inzwischen zum Ausfall geworden. An den Verletzungen kann Klaus nichts, aber an dem niedrigen Leistungsniveau einzelner Spieler m.E. schon.

    Antwort
    • Dass sich Dovedan keineswegs von selbst aufstellt und somit keineswegs alternativlos ist, hat man gestern doch klar sehen können. Robert Klauß scheint gut gearbeitet zu haben mit Talent Tim Latteier – jetzt muss er Latteier auch bringen.

      Was Latteier gestern ab Minute 58 zeigte, war so viel besser, mannschaftsdienlicher, energischer und beherzter als das, was Dovedan je gezeigt hat bei uns.

      Als Trainer hätte ich dermaßen die Faxen dicke mit Dovedan. Es sah in den letzten Wochen so aus, als könnte dieser seine Leistung stabilisieren und den Vorschuss an Vertrauen zumindest zum Teil zurückzahlen – die Leistung gestern aber war unterirdisch. Exemplarisch hierfür dieses lachhafte Zweikampfverhalten vor dem 0:1.

      Antwort
  • Dass Dansos hinwerfen von Petersen mit Freistoß belohnt wurde ist sehr ärgerlich ,
    Wäre 1 gegen 1 Situation gewesen.
    Die FCN Innenverteidiger ziehen solche Fouls nicht weil sie auch bei leichtem Körperkontakt stehen bleiben.

    Antwort
  • Wenn man sich die Kicker Statistiken ansieht, so toll ich Florians Arbeit finde, sind diese für mich ohne Statistik Nerd zu sein, besser zu verstehen, haben wir kein schlechtes Auswärtsspiel gemacht in Düsseldorf und hatten einfach nicht das Spielglück, was wir gegen den KSC noch hatten. Natürlich mit Licht und Schatten, aber es war kein vogelwilder Auftritt in Düsseldorf und man war absolut in Schlagdistanz, es fehlt das Quäntchen Glück mal wieder. Die Daten sind die eines ordentlichen Auswärtsspiels leider nur glücklos.

    https://www.kicker.de/duesseldorf-gegen-nuernberg-2021-bundesliga-4667561/spieldaten

    Bei Torschüsse meine ich oben wurde die 18:16 für den FCN in der Tabelle vertauscht, der Kicker hats genau andersrum?

    Antwort
    • Man kann aber auch versuchen das Quäntchen Glück zu „erzwingen“…- siehe Bayern-BVB!

      Antwort
      • Ja aber eins können wir schon genauso gut wie die Bayern – in Rückstand geraten, jetzt müssen wir nur noch das mit dem drehen lernen.

        Antwort
    • Also wenn die vielen ausgelassenen Chancen der Fortuna, inkl. des 100%igen Kopfballs, kein Spielglück waren, erwartet man vom Spielglück einfach zu viel… Wenn man im Grunde bis zum Rückstand in Passivität erstarrt und bis auf einige Momente der Ausgeglichenheit im Grunde nur auf einen Nadelstich as known as lucky punch hofft, hilft dir auch nicht viel, dass man nach dem Eintritt des zu Erwartenden, nämlich den Rückstand, auf einmal anfängt sich zu wehren. Ich verstehe auch Aussagen von Klauß nicht wirklich, wenn er sagt: „Wir haben in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht. Aber es war ordentlich – bis auf die letzten zehn Minuten“. Ergo: Man hat es eben nicht gut gemacht und es war auch nicht ordentlich, weil die ersten und letzten zehn Minuten eben zur Halbzeit dazu gehören. Ich kann beim 400 Meter Lauf ja auch nicht sagen: Den Start verpennt, dann zwar ganz gut ab und an das Tempo der anderen mitgehen können aber das ein oder andere Päuschen gemacht – komisch, dass andere gewonnen haben. Wenn man darauf hofft, dass andere ab und an hinfallen, kann man sicher fehlendes Glück beklagen…

      Antwort
    • Im Spiel mit dem Ball gelang einiges – das stimmt.

      Im Spiel gegen den Ball war das oftmals schlampig, nachlässig oder eben vogelwild wie beim 0:2, als Handwerker zu spät zurückflatterte und somit Margreitter nach außen zog.

      In einer früheren Saisonphase könnte man auf dem Spiel mit dem Ball aufbauen. In der jetzigen Saisonphase, vor dem Hintergrund der tabellarischen Situation, zählen nur Punkte.

      Konnte auch Sky-Mann Hansi Küpper gestern nicht verstehen, der von einem guten Auswärtsspiel sprach, was ich für Augenwischerei halte. Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden tabellarischen Situation.

      Antwort
      • @ fränki .
        Zurückflatterte ist super – aber der FCN hatte vorher doch auch getroffen.

        Antwort
        • Du hast Recht, @michel, bin im falschen Film. 😉

          Korrigiere: …beim 1:2, als Handwerker zu spät zurückflatterte…

          Generell wurde mir das pragmatische Auftreten beim KSC zu schlecht geredet. Duselsieg und so. Ein glücklicher Sieg zwar, ja, den man sich aber durch Einsatz und Disziplin redlich verdiente. Das Spiel gegen Braunschweig dann war mir wiederum zu pragmatisch. Und mutlos angesichts der Chance, sich viel Luft zu verschaffen. Braunschweig war ein Schlüsselspiel – das nächste dann am kommenden Sonntag gegen Osnabrück.

          Gestern hätte ich mir wiederum mehr Pragmatismus gewünscht. Die eine oder andere schöne Ballstafette bringt uns nämlich in der Summe null. Wenn wir hinten wieder beginnen, im Dutzend billiger zu patzen. Diese in meinen Augen völlig verdiente Niederlage wird mir von einigen zu schön geredet. Auch vom Trainer. Und einigen Spielern.

          Antwort
  • 1. Geis müsste jedes Mal einen Stromschlag bekommen, wenn er einen seiner 25 Meter + „Torabschlüsse“ abgibt. Wenn er schon meint schießen zu müssen, dann allerhöchstens ab 20 Meter und weniger Abstand zum Tor.
    2. Sorg hatte ein extra weites Trikot an. Trotzdem sah ich in zwei Situationen einen dicken Bauch. Geht gar nicht für einen Profifußballer.
    3. Hoch und weit auf Schäffler als Spieleröffnung funktionierte zumindest in den letzten Spielen fast gar nicht.
    4. Dovedan hat zwei Jahre größtenteils Grütze gespielt. Wahrscheinlich ist er im Training deutlich besser. Kann mir sonst nicht vorstellen, warum er ständig gebracht wird. Er sollte genau wie Schleusener einfach mal ein paar Spiele gar nicht gebracht werden.
    5. Schäffler wirkt frustriert. Er feuert auch nicht mehr die Mitspieler an wie anfangs der Saison. Er sollte sich um eine optimistischere Herangehensweise bemühen. Dann klappt‘s auch mit den Toren.
    6. Bitte Lohkemper erst bringen, wenn er 100% fit ist. Er ist zu wichtig, als das er mit einer Folgeverletzung noch einmal ausfallen darf. Hack dito.
    7. Der Club kämpft, wirkt aber tlw. mutlos. Spricht der Trainer unter der Woche mehr von den eigenen Stärken als von denen der Gegner? Wenn nicht, sollte er damit anfangen.
    8. Keine Panik auf der Titanic. Wir haben es in der eigenen Hand. Also frisch und frei nach vorne spielen, dann klappt es auch mit Siegen. Hoch und weit unterlassen!

    Antwort
  • Die Eckenstatistik kann galube ich nicht stimmen…
    Düsseldorf müsste einige mehr gehabt haben.

    Antwort
  • Nein, Pech war das nicht. Es waren die fast normalen mindestens zwei Aussetzer im Defensivverhalten, die jeder halbwegs cleveren Gegnermannschaft reichen, den Sieg gegen den Club einzufahren. Starke zehn bis fünfzehn Minuten pro Halbzeit dagegen reichen vielleicht für ein eigenes Tor, nicht jedoch für einen Punktgewinn. Dieses Team spielt leider ohne jeden „spirit“, man könnte auch sagen, es ist ein zusammengewürfelter Haufen ohne Charakter. Die besseren werden in dieser Mannschaft im Lauf der Zeit schlechter, siehe Schäffler oder Hack, die schlechteren, hier seien z.B. die Außenverteidiger genannt, die werden leider nicht besser. Die Hälfte der Mannschaft vermittelt den Eindruck, eher widerwillig die Saison zu Ende zu spielen, bestimmt sind einige schon mehr mit Wechselgedanken beschäftigt als mit dem nächsten Gegner. Der Marsch der Lemminge geht weiter, und wer sich von den zwei sehr glücklichen Siegen in den letzten Monaten blenden lässt, der mag dann gegen Ende der Spielzeit erstaunt sein, wenn es nach den letzten drei Spielen mit den Gegnern HSV, Bochum und Hannover dann heisst: ab in die Relegation, vielleicht ja mal wieder gegen die Schanzer, wer weiß? Aber wir leisten uns einen Sportdirektor zum gewiss nicht günstigen Sport Vorstand dazu. Also kann es ja alles nicht so schlecht stehen, oder?

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