Was will Hecking in Nürnberg?

Kürzlich wachte ich nachts auf. Das kommt nicht oft vor. Ich habe einen guten Schlaf. Trotz der bedrückenden Situation des neunmaligen deutschen Meisters und vierfachen Pokalsiegers schlafe ich tief und fest. Ungestört von unruhigen Träumen. Ich kann mich nicht erinnern, in letzter Zeit unangenehm geträumt zu haben. Die nicht ganz unmögliche Vision, dass die erste Mannschaft des 1. FC Nürnberg demnächst gegen die SpVgg Bayreuth, dem Verein aus der Stadt, in der ich lebe, Punktspiele in der dritten Liga – nicht wie vor langer Zeit in der zweiten – austrägt und dabei – wie vor langer Zeit das eine oder andere Mal – eins auf den Deckel kriegt (klick), vermag meinen Schlaf nicht zu stören. Ebensowenig wie die konkrete Möglichkeit, dass die Spielvereinigung aus Fürth in die Bundesliga aufsteigt, was dem bereits jetzt zu Frankens Nummer zwei degradierten ehemaligen deutschen Rekordmeister noch weiter zurückwerfen würde, weil er dann in der dringend notwendigen Gunst regionaler Sponsoren noch stärker aufs Abstellgleis geraten würde, als er es ohnehin schon ist. Keines dieser keineswegs traumhaften Szenarien bringt mich um die Nachtruhe, was vielleicht auch daran liegt, dass diese am Tag bleischwer auf mir lasten und in der Nacht bleischwerer Schlaf die natürliche Folge ist.

Kürzlich aber verließ mich nachts der Schlaf und ehe ich richtig wach war, entstieg dem Halbdunkel meines Bewusstseins die Frage:

Was will Hecking eigentlich in Nürnberg?

Der war doch schon einmal da.

Als Trainer war Hecking schon einmal da – und es lief für den 1. FC Nürnberg recht gut mit Hecking als Trainer.

Dieter Hecking trat in der Winterpause der Saison 2009/2010 das Traineramt beim FCN an. Der Verein befand sich in einer prekären sportlichen Situation, die Zeichen standen auf Abstieg in die zweite Liga (klick). Hecking führte die Mannschaft in der Rückrunde auf den Relegationsplatz und mit zwei Siegen gegen den FC Augsburg (der den FCN in der Hierarchie des deutschen Fußballs mittlerweile Lichtjahre weit hinter sich gelassen hat) gelang der Klassenerhalt. Am Ende der Folgesaison belegte der FCN einen guten sechsten Platz (klick), ein Jahr später rangierte er in der Endabrechnung solide auf Platz zehn (klick). Die Spielweise der Mannschaft war nicht spektakulär, aber – gemessen an den finanziellen Möglichkeiten des Vereins – erfolgreich. Es wurde regelmäßig gepunktet und die Punktausbeute ermöglichte eine entspannte Platzierung im gesicherten Mittelfeld.

Pragmatismus.

Als Hecking den Verein im Winter 2012 Knall über Fall Richtung Wolfsburg verließ, stand der Club nach 17 Spieltagen zwar nur auf Rang 14, mit acht Punkten Vorsprung auf den drittletzten Tabellenplatz bestand aber keine akute Abstiegsgefahr (klick). Heckings Nachfolger Michael Wiesinger übernahm eine intakte Mannschaft, die am Ende der Saison 2012/13 mit dem zehnten Tabellenplatz das Vorjahresergebnis wiederholen konnte. 

Dann hatte Martin Bader, der damalige Sportvorstand des Clubs, eine…

…Schnapsidee.

Bader wollte den 1. FC Nürnberg vom miefigen Image der brav und bieder Punkte sammelnden „grauen Maus“ befreien und ihn zum Fahnenträger frischen Angriffsfußballs emporheben. Dieser „Paradigmenwechsel“ ging daneben. Er leitete – es steht dem geneigten Leser frei, diese Betrachtungsweise für unausgewogen zu halten – den Absturz ein, der so weit geführt hat, dass der Club heute Mühe hat, mit Vereinen wie Jahn Regensburg mitzuhalten. 

Wiesinger und seine Mannschaft waren mit dem Anspruch, die Bundesliga im Sturmlauf zu rocken, überfordert. Mit Gertjan Verbeek, einem Spezialisten für zweckfreie Fußballästhetik, der Wiesinger im Herbst 2014 als Trainer ersetzte, erntete die Mannschaft zunächst höchstes Lob für angriffslustige Vorträge, die l’art-pour-l’art-verliebte Bewohner des fußballerischen Elfenbeinturms so sehr entzückten, dass sie gar nicht mitbekamen, dass der FCN im Verlauf der Vorrunde keinen einzigen Sieg verbuchen konnte. Als sich in der Rückrunde die Konkurrenz auf das (im punktemäßigen Ertrag ohnehin wenig effektive) Überraschungsmoment des forschen Nürnberger Hurra-Stils eingestellt hatte und das naive Defensiv-Verhalten des Clubs ein ums andere Mal bestrafte, war Verbeek nicht dazu bereit, die Spielweise seiner Mannschaft auf die Erfordernisse des Existenzkampfs in der Bundesliga auszurichten. Am Ende stand ein Abstieg, bei dem besonders wehtat, dass er vermeidbar gewesen wäre, wenn auf dem Trainerstuhl kein verblendeter Sturkopf, sondern ein Pragmatiker gesessen hätte. Oder sagen wir’s vorsichtiger: Mit einem Pragmatiker auf der Trainerbank wären die Chancen, den Abstieg zu vermeiden, deutlich größer gewesen.

Da es nicht gelang, diesen schnapsidee-bedingten Abstieg in der darauffolgenden Saison umgehend zu korrigieren, wurde der Verein in der wirtschaftlichen und damit einhergehend in der sportlichen Entwicklung um Jahre zurückgeworfen. Finanziell ausgezehrt, ohne solide Unterstützung aus der Wirtschaft und mit einer an die Gegebenheiten des heutigen Profifußballs nicht angepassten Vereinsstruktur im Gepäck entfernt sich der 1. FC Nürnberg seitdem mehr und mehr von seinen eigenen Ansprüchen und dümpelt zusehends in Gefilde, in denen die Gegner nicht mehr Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt heißen, sondern SC Verl und vielleicht SpVgg Bayreuth. Der zwischenzeitliche, umgehend „korrigierte“ Bundesligaaufstieg im Jahr 2018 war – so steht zu befürchten – nur ein retardierendes Moment im Niedergang eines Vereins, der – frei nach Rilke – lange zögert, eh er untergeht. War die Mannschaft des Clubs in dieser zwischenzeitlichen Bundesligasaison nicht mehr als Kanonenfutter, so erging es ihr nach dem – gemessen an den limitierten Möglichkeiten des Kaders – programmgemäßen Abstieg in die 2. Liga nicht viel besser. Erst in letzter Sekunde konnte der Abstieg in die dritte Liga in der Relegation gegen den FC Ingolstadt verhindert werden.

Wenige Tage nach der glücklich bestandenen Relegation hieß es: Hecking kommt. Nicht als Trainer, sondern als Sportvorstand. 

Als ich diese Nachricht vernahm, dachte ich: Was will der in Nürnberg? Der war doch schon mal da. Warum ist er denn damals nicht geblieben? Er hätte eine Ära begründen können. Hecking als Trainer und Meeske als Finanzvorstand – das wäre was gewesen. Aber so? Mit einer Mannschaft, die nicht verspricht, es im nächsten Spieljahr besser zu machen. Und das Geld, das notwendig wäre, um das zu ändern, ist nicht da. Das ist doch keine Pespektive. Warum tut Hecking sich das an?

Zugleich dachte ich: Na gut, der geht nicht irgendwo hin. Der geht doch nicht zu einem Verein, bei dem er keine Chance sieht, Erfolg zu haben. Der wird schon einen Plan im Gepäck haben. Der hat bestimmt einen Plan.

Bislang ist von Heckings Plan nichts zu erkennen. Die Mannschaft dümpelt weiter vor sich hin. Nach dem 26. Spieltag befindet sie sich mit einem Vorsprung von sechs Punkten auf den 16. und sieben Punkten auf den 17. Platz momentan nicht in akuter Abstiegsgefahr (klick), bedenkt man aber, dass sie von den letzten vier Spielen keines gewinnen konnte (darunter Heimspiele gegen die stark abstiegsgefährdeten Vereine VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig) und im Restprogramm mit Holstein Kiel, HSV und VfL Bochum drei Spitzenmannschaften warten, ist der Klassenerhalt keineswegs sicher. Die Euphorie, die das überraschende 2:2 im letzten Spiel bei der aufstiegshungrigen SpVgg Greuther Fürth bei vielen Club-Anhängern ausgelöst hat, ist trügerisch. Erstens hat die Club-Mannschaft in dieser Saison nach Spielen, in denen sie tatsächlich einmal das Papier wert war, auf der ihre Aufstellung stand, im Umfeld aufkeimende Hoffnungen umgehend mit schwachen Leistungen wieder zerstört und zweitens ist es bedenklich, wenn eine Mannschaft nicht imstande ist, in einer Partie, die sie über weite Strecken dominiert hat, drei Punkte einzufahren. 

Nach Plan ist beim 1. FC Nürnberg in dieser Saison nicht viel gelaufen, aber vielleicht ist es ja Heckings „Schicksal“, als Sportvorstand die Suppe auslöffeln zu müssen, die er dem Verein durch seinen Abgang als Trainer eingebrockt hat. Ob Hecking das auch so empfindet, muss offen bleiben, klar ist aber, dass er seinen ursprünglichen Plan, ohne strategische Unterstützung durch eine andere Person die sportlichen Geschicke des Clubs zu lenken, revidiert und sich mit Olaf Rebbe einen Sportdirektor an die Seite gestellt hat (klick). Rebbes erste Aufgabe wird darin bestehen, Hecking bei der Kaderplanung für die nächste Saison zu helfen – ein nicht ganz leichtes Unterfangen. Da ist erstens die chronisch klamme Kasse des FCN, die zweitens durch die corona-bedingt fehlenden Zuschauereinnahmen und drittens durch die infolge des wiederholt schlechten sportlichen Abschneidens deutlich sinkenden Fernsehgelder noch klammer wird, und da ist viertens die Unklarheit, ob der FCN in der nächsten Saison überhaupt noch in der zweiten Liga spielt. Bei so wenig finanziellem Spielraum und so wenig Planungssicherheit tut der Anhänger des 1. FC Nürnberg gut daran, sich darauf einzustellen, dass, sollte der Klassenerhalt heuer gelingen, im nächsten Spieljahr wieder Abstiegsk(r)ampf angesagt ist.

Aber vielleicht hat Hecking ja einen anderen Plan. Dachte ich und bin wieder…

…eingeschlafen.

125 Gedanken zu „Was will Hecking in Nürnberg?

  • Hecking liebäugelte mit dem Managerposten eigenen Aussagen nach schon länger. Auch weil er unabhängig von wankelmütigen Sportchefs sein wollte, die ihn als Trainer lediglich nach dem Tagesgeschehen beurteilen. Er wolle gerne etwas langfristig entwickeln. Klingt für mich danach, als ob er zumindest einen groben Grundsatz-Plan im Kopf hat, den er an die Voraussetzungen des jeweiligen Vereins anpasst.

    Ein wortsprudelnder Talk-Gast in den Medien ist er ja nicht gerade. Doch wenn er sich äußert, sind meist schon ein paar wirklich brauchbare Aussagen dabei, wenn auch mitunter zwischen den Zeilen. Ende letzter Saison sagte er z.B. dass er mit Wiese ausgiebig Rücksprache hält über Verzahnung Profis-NLZ, Kaderplanung und fußballerische Ausrichtung. Auch, dass die große Spielerfluktuation zur nächsten Saison ein Chance ist, den Kader grundsätzlich neu auszurichten. Was sich schon so anhört, als hätte er die Schwachstellen unseres Teams erkannt und wäre zum Handeln bereit, so schwierig dies angesichts der finanziellen Schieflage auch sein mag. Und dass er auf einen Sportdirektor komplett und dauerhaft verzichten wolle, ist so nicht richtig. Er erklärte bei Amtsantritt, dass er sich erst ein ausgiebiges Bild von den bereits vorhandenen Mitarbeitern machen wolle, ob diese nicht den Posten des Sportchefs überflüssig machen bzw. sich aus deren Mitte ein geeigneter Kandidat heraus kristalisiert. Scheinbar nicht, so interpretiere ich zumindest die Verpflichtung von Rebbe.

    Was also will Hecking in Nürnberg? Wer Erstligatrainer war, ist in höchstem Maße ehrgeizig und erfolgsbesessen. Dieser Ehrgeiz dürfte in DH weiterhin brennen. Er wird sich in einem neuen Tätigkeitsfeld beweisen und etablieren wollen. Möglicherweise, natürlich reine Spekulation, hat er auch ein ganz klein wenig ein schlechtes Gewissen wegen seines damaligen unschönen Abgangs beim Club und möchte etwas Wiedergutmachung betreiben.

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  • Que Vadis – 1. FC Nürnberg
    Die Bewertung über die sportliche Situation bei unserem Club unter der Trainer(Ära) Dieter Hecking ist
    perfekt aufgezeichnet.
    Hecking erreichte mit dem zur Verfügung stehenden Kader eigentlich das Optimum.
    Der Ansatz vom damaligen Management mit den Verpflichtungen von Drmic und Ginczek die Offensive zu stärken, war sicherlich nicht verkehrt, allerdings verkannte die sportliche Leitung den Verlust von Klose und
    Simons im Defensivbereich.
    Der Hauptgrund für den damaligen Abstieg war m.E. dem Ausfall von wichtigen Spielern (Hasebe, Ginczek und Chandler) in der Rückrunde und der beschriebenen „Sturheit“ von Gertjan Verbeek geschuldet.
    Die Folgeerscheinungen dieses Abstiegs wurden in dem Artikel ebenfalls vollkommen richtig analysiert.
    Ein Begleitumstand sollte noch Erwähnung finden:
    In der mittel- und langfristigen Planung hatte der Verein hinsichtlich der strukturellen und wirtschaftlichen Situation gegenüber anderen Bundesligisten klare Wettbewerbsnachteile durch das untaugliche Stadion (zu wenig Logen und Business-Seats) und dem Fehlen von zahlungskräftigen Sponsoren. Diese Einnahmen, welche viele Vereine daraus generierten und generieren , fehlten und fehlen um über die notwendigen finanziellen Ressourcen zu verfügen, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben.
    In der jetzigen Situation, wo nicht absehbar ist, welche finanziellen Auswirkungen die Corona-Pandemie noch mit sich bringt, ist die Frage aber so richtig gut –
    Was will Hecking in Nürnberg ?
    Was ist der Plan von Hecking (und jetzt Reebe) ?

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    • Ich halte die Sturheit von Verbeek bis zu einem gewissen Grad für eine Dolchstoßlegende, wenn man sich die Aufstellung gegen Ende hin anschaut, stehen da mit Balitsch, Franz und Campagna drei eher defensive Spieler in der Zentrale, im linken Mittelfeld findet sich zum Teil Plattenhardt, auf rechts Feulner. Wenn da irgendwer von Offensivfeuerwerk redet oder eines erwartet, dann weiß ich auch nicht weiter…

      Dass mit Hasebe, Nilsson und Chandler drei Stammkräfte in der Defensive fast die gesamte Rückrunde ausgefallen sind und Stark/Petrak gegengleich ebenfalls, konnten wir einfach zu keinem Zeitpunkt kompensieren. Das war aber der Kaderplanung, vor allem rechts hinten, geschuldet. Dass mit Ginczek dann auch noch der beste Stürmer die ganze Rückrunde ausfällt, ist natürlich doppelt bitter.

      Ich weiß nicht, was man mit dem vorhandenen Kader anders spielen lassen hätte können, dass auch eine defensivere Herangehensweise nichts brachte, zeigt sowohl die Endphase von Verbeek als auch der Stint von Roger Prinzen (den es niemals geben hätte dürfen).

      Ich glaube auch nicht, dass Verbeek „entzaubert“ wurde, sondern schlicht und einfach, dass das Spiel ohne Ginzcek und Chandler eine andere Dynamik in der Vorwärtsbewegung hatte.

      Der Club hatte – und hat – immer das Problem, dass wir uns finanziell in einer Lage befinden, die uns zwar erlaubt eine gute erste Elf auf den Rasen zu bringen, dahinter wird es aber schnell mal dünn. Daher konnten wir 2008 mit der Doppelbelastung nicht umgehen, daher haben uns 2014 die Ausfälle das Genick gebrochen und das macht auch die heurige Saison spannender, als es nötig gewesen wäre.

      Das Ziel kann kurz- bis mittelfristig nur überleben heißen, das ist Corona geschuldet und das bedeutet verstärkt auf die Jugend setzen (Klauß kommt aus dem Jugend-Bereich, daher macht die Wahl und auch das Festhalten an ihm Sinn), positiveren Fußball spielen, Werte generieren und versuchen durch harte, kontinuierliche Arbeit wieder nach oben zu kommen. Das was Fürth seit langen Jahren macht, nur das wir ein wesentlich größeres Potential haben, aber immer wieder an den eigenen Erwartung und der eigenen Geduld scheitern.

      Ohne Investor wird es nicht anders gehen, jedes „übers Knie brechen“ wird zwangsläufig in einem erneuten Scheitern enden. Der Weg von Bornemann/Köllner war richtig – dass er ihn nicht „überleben“ wird, wusste Köllner schon vor Saisonbeginn…

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      • Ich halte die Sturheit von Verbeek bis zu einem gewissen Grad für eine Dolchstoßlegende

        Es ist die gleiche Geschichte wie unter Köllner, es muss an der Dummheit des Trainers liegen, der nicht erkennt was sinnvoll ist und verblendet den Verein in den Abgrund reißt. Es ist der typische psychologische Reflex Dinge für sich selbst erklärbar zu machen, die aus dem eigenen Weltverständnis heraus doch gar nicht fassbar sind. Der Club kann nur absteigen, wenn es einen Bösen gibt, der ihn in den Abgrund zieht.

        In der Abstiegssaison 13/14 war der Ausfall von Hasebe tatsächlich der Knackpunkt, denn mit Hasebe hatten wir tatsächlich einen guten Ersatz für Simons, der ja sogar heute noch bei der Eintracht auf der 6 spielt und das nicht schlecht.

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  • Ich sehe bei der Kader Weiterentwicklung trotz der C. Krise nicht so schwarz, es laufen etliche Verträge aus, wir werden einige für unsere Verhältnisse Spitzenverdiener wie Mühl und Behrens los sicher auch einige andere, das schafft auch finanziell Spielräume, ich glaube es kommte am Ende der Saison viel Bewegung in den Kader, einige junge stehen schon parat aus dem eigenen Nachwuchs.
    Bitte nicht vergessen daß Azzouzi und Leitl beim Nachbarn die jetzt jeder über den grünen Klee lobt. ( wie passend) im ersten Jahr auch gegen den Abstieg gespielt haben. Ich sehe schon viele Weichen die gestellt wurden die in die Zukunft zeigen und bin sehr gespannt wie es sich nächstes Jahr mit gleicher Administrativen Besetzung weiterläuft, aber vorher muss der FCN seine Hausaufgaben machen in der kommenden Saison sicherlich sehr interessanten 2. Liga um erstmal drin zu bleiben.

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    • Laut jetziger Prognose werden wir nächste Saison mutmaßlich rund 6 Mio. Euro weniger (15,5 -> 9,5 Mio.) an TV-Geld erhalten, sollten wir nicht überraschend wieder vor Publikum spielen können (und auch das muss erst mal wieder kommen wollen), dürfte der finanzielle Spielraum trotz dieser Abgänge wesentlich geringer sein als er es heuer war.

      Ich vermute, dass die Lage sehr, sehr düster ist – allerdings nicht nur bei uns, sondern bei jedem Zweitligisten, der nicht aufsteigt, bei den Erstliga-Absteigern natürlich ebenfalls.

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  • Ohne Zweifel: Es ist finanziell düster – wie schier bei jedem Verein.

    Was aber im Umkehrschluss bedeutet: Das Angebot auf dem Transfermarkt ist größer als die Nachfrage – im Sommer wohl mehr denn je. Durch gute (Team-)Arbeit, Netzwerke, ein effizientes Scouting und Verhandlungsgeschick lässt sich somit einiges machen, um die Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen. Allerdings bedeutet dieser massive Käufermarkt auch, dass unsere nicht ganz so tollen Spieler mit den vermutlich tollen Palikuca-Verträgen, wie bisher „Ladenhüter“ sein werden. Wer davon träumt, dass man den einen oder anderen im Unterhalt teuren Spieler los wird und sich davon gleichzeitig einen deutlich größeren finanziellen Spielraum verspricht, der hat die aktuelle Problematik nicht verstanden.

    Was also will Hecking in Nürnberg? Ausgerechnet in diesen sehr schwierigen Zeiten? Die Antwort, @belschanov hat das Wort schon erwähnt: Pragmatismus.

    Im Einkauf, am besten ablösefrei, liegt der Gewinn. Transfererlöse zu erzielen ist ein pragmatischer Plan, den Hecking verfolgt. Insofern ist es auch eine pragmatische, strategische Entscheidung, sich einen Sportdirektor an seine Seite zu holen. Was sich einigen nicht erschließt, ist für Hecking Pragmatismus.

    Ein anderer pragmatischer Plan ist die Durchlässigkeit. Knothe, Latteier und Shuranov sind nicht nur Quoten-Jungs, die man mal eben so vom NLZ in den Profi-Kader geworfen hat um des Werfens willen. Knothe, Latteier und Shuranov (und vielleicht bald auch Rosenlöcher und Suver) sind keineswegs nur notgedrungene Kader-Füllsel in Zeiten der Pandemie. Die Jungs werden gefördert und gefordert. Was vor allem auch unserem Trainer zu verdanken ist. Für den sich Hecking und Wiesinger, auch vor dem Hintergrund einer konsequenten Nachwuchsarbeit, damals entschieden haben – pragmatischerweise.

    Pragmatisch finde ich auch, wie Hecking mit der Situation umgeht. Dass sein Gestaltungs-Spielraum mickrig ist im Vergleich zu dem seines Vorgängers, hängt er nie an die große Glocke. Er jammert nicht. Und er weiß, dass Zeiten, in denen man Dovedan für viel Geld aus Heidenheim rauskauft oder man sich im Vorbeigehen noch mit einer 1 Mio. Euro einen Cerin als Spekulationsobjekt gönnt, erst einmal vorbei sind. Ich zitiere @xxandl: „Werte generieren und versuchen durch harte, kontinuierliche Arbeit wieder nach oben zu kommen. Das was Fürth seit langen Jahren macht, nur das wir ein wesentlich größeres Potential haben, aber immer wieder an den eigenen Erwartung und der eigenen Geduld scheitern.“

    „Aber immer wieder an der eigenen Erwartung und an der eigenen Geduld scheitern.“

    Pragmatismus ist kein Speed für Ungeduldige. Pragmatismus wirft kein Konfetti. „Rumpel-Dieter“ hieß es damals von einigen. Weil der Fußball, mit dem der Pragmatiker Hecking unseren Club konsolidierte und Platz 6 (!) in eine der besten Ligen der Welt erreichte, etwas hölzern daherkam. Ich konnte die Diskussion damals überhaupt nicht verstehen. In meiner kleinen Welt war es toll, den Bayern immer mal wieder an einem guten Tag in den Arsch zu treten – weil man ja andererseits auch schon bei Regenwetter bei der SG Egelsbach auf der Stahlrohrtribüne stand.

    In der Kommunikation aber würde ich mir mehr Pragmatismus wünschen. Man muss nicht die düstere Situation beklagen und man muss auch nicht gebetsmühlenartig um Geduld betteln. Aber man sollte uns Fans durchaus den Plan und Planziele erläutern. Und uns mehr mitnehmen. Auf diesem langen, pragmatischen Weg in eine hoffentlich erst einmal sorgenfreiere und somit auch bessere Zukunft.

    Wie @Juwe auch, sehe ich schon einige Weichen gestellt. Die wichtigste Weiche kurzfristiger Art ist jetzt zweifelsohne der Klassenerhalt.

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    • Was aber im Umkehrschluss bedeutet: Das Angebot auf dem Transfermarkt ist größer als die Nachfrage – im Sommer wohl mehr denn je

      Ich fürchte uns wird das größte Angebot auf dem Transfermarkt nur wenig helfen, denn wir werden auch nach den geplanten Abgängen von Margreiter, Mühl und Behrens kein Geld haben da groß zuzuschlagen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch eher nicht davon überzeugt bin Spieler zu holen, die vorher viel mehr Geld verdient haben und jetzt nur bei uns unterschreiben, weil sie nicht arbeitslos sein wollen.

      Das wichtigste Moment wird auch im nächsten Jahr das sein, dass wir endlich mal mit einer eingespielten Mannschaft in die Saison gehen, deshalb sind die nächsten Spiele jetzt auch so entscheidend. Jetzt wird die Grundlage für die neue Saison gelegt. Wenn wir mal ein stabiles letztes Drittel spielen würden, wenn die Spieler mal mit so etwas wie Selbstbewusstsein in die näöchste Saison gehen könnten, wenn die Spieler am Ende der Saison wissen, was sie in der neuen Saison erwartet, Trainer, Spielsystem, Aufgaben im Team, dann hätten wir endlich mal die Chance einen Schritt nach vorn zu machen. Dann haben wir tatsächlich die Chance auf eine stabile Zweitligasaison.

      Vielleicht schaffen wir als Fans dann auch mal den Schritt weg von der bipolaren Störung und flippen nicht bei der kleinsten Aufstiegschance aus, bzw. verfallen nicht in Depression wenn zwischenzeitlich auch mal ein paar Spiele ohne Punkte passieren und die Abstiegsränge näher kommen.

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  • Was will Hecking in Nürnberg, ich denke die Antwort ist ganz einfach. Da gibt es keinen Masterplan Sportvorstand nach dem Motto:

    Auch weil er unabhängig von wankelmütigen Sportchefs sein wollte, die ihn als Trainer lediglich nach dem Tagesgeschehen beurteilen.

    Die Wahrheit ist, nach der Station HSV gab es für Hecking nur noch die Trainerperspektive bei unterklassigen Vereinen mit immer kurzfristigeren Engagements oder das Ausland. Als Familienmensch war das Ausland für Hecking keine große Perspektive und den langsamen wechselhaften Abstieg in die unteren Ligen wollte er sich wohl auch nicht antun, dafür waren seine letzten Stationen schlicht zu wohlklingend. Da macht man sich nur seinen Ruf kaputt.

    Die Perspektive als Sportvorstand nicht in der ersten medialen Reihe zu stehen, die größere Chance längerfristig zu arbeiten und trotzdem nicht so weit von den großen Geldtöpfen weg zu sein, dürfte da schlicht die spannendste Perspektive gewesen sein. Das meine ich auch gar nicht abschätzig oder böse. Eine sinnvolle und gute Karriereplanung ist durchaus eine positive Eigenschaft. Und da ist der FCN doch gar kein so schlechter Einstieg, denn der Club bietet immer noch viel Tradition, Image, Bekanntheit. Dazu zwar ein latent unzufriedenes Umfeld, das halt immer noch ein wenig von den 1920er Jahren zumindest aber von 1968 und 2007 träumt, aber trotzdem nicht so aufgeregt und bösartig ist, wie an vielen anderen Traditionsvereinstätten.

    Wenn man in Nürnberg sportlichen Erfolg, also eine Verbesserung der aktuellen Situation schafft, dann hat man immer auch die Chance den sportlichen Erfolg schnell in Geld umzuwandeln. Der Verein hat Potential. Wenn Du mit Nürnberg aufsteigst, dann bist Du immer noch ein „echter Erstligist“. Wenn Du mit Paderborn hochgehst oder auch mit Union Berlin, dann bleibst Du erst mal Underdog. Diese Underdog-Position kann auch hilfreich sein, aber Du musst Dir Dein Image trotzdem erst mal aufbauen.

    Und sollte sich der Verein doch noch dazu entschließen sich für Investoren zu öffnen, dann wäre das in Nürnberg durchaus mit Investoren aus der ersten Reihe möglich.

    Strategisch war der Einstieg bei uns also weder selbstlos noch naiv, das war schon sehr pragmatisch, insofern passt das dann doch ganz gut zu Heckings pragmatischem Naturell. Was mir an Hecking aktuell gut gefällt, ist dass er gewillt scheint auch mal Durststrecken mit dem gewählten Personal durchstehen zu wollen, sein Festhalten an Klauss ist eine wohltuende Kehrtwende in der FCN-Historie, ich hoffe die Protagonisten profitieren von den in dieser Saison gemachten Erfahrungen und lernen aus den eigenen Fehlern, dann könnte diese Saison tatsächlich ein Wendepunkt sein.

    Vor den finanziellen Engpässen der nächsten Saison habe ich weniger Angst, die gab und gibt es bei uns schon so lange, klar Corona hat manches schwieriger, noch schwieriger gemacht, aber es gibt beim Club keine extreme Veränderung, der finazielle Rahmen bleibt eng. Vielleicht ist diese Erfahrung mit (zu) wenig Geld auskommen zu müssen ja nächstes Jahr unser Trumpf? Wär ja mal was neues, wenn wir einen Erfahrungsvorsprung hätten.

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    • Dass Hecking als Trainer nur noch eine Perspektive bei unterklassigen Vereinen gehabt hätte, glaube ich nicht. Trotz seines erfolglosen Intermezzos beim HSV. So wäre er bei Schalke sicherlich ganz dick mit in der Verlosung gewesen. Beispielsweise. Und Schalke hätte eine Portion Pragmatismus wahrlich gut getan. Auch bei anderen Bundesligisten wäre Hecking sicherlich auch immer wieder ein Thema gewesen. Wenngleich er sich womöglich eher zu einer Art Feuerwehrmann entwickelt hätte, der mit seiner Erfahrung und seinem – da ist es wieder – Pragmatismus gefragt gewesen wäre.

      Aber, und das sehe ich genau wie Du, wusste Hecking ganz genau, dass ein Pokalsieg mit Wolfsburg und eine Champions League Teilnahme mit Gladbach wohl das Maximum ist, was er als Trainer erreichen kann. Borussia Dortmund hat höhere Ansprüche – auch oder vor allem spielerisch. Und auch für den FC Bayern wäre Hecking nicht infrage gekommen. Für ganz oben hätte es nicht gereicht. Tolle Trainerkarriere. Aber eben keine ganz tolle. Wobei ich auch nie gedacht hätte, dass Hansi-Dieter Flick mal alle bedeutenden Vereinstitel abrahmt. Hm. Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Also nahm der in Hecking schlummernde Plan, auch mal auf die Funktionärsebene zu wechseln, Konturen an, nachdem auch er (wie viele andere vor ihm) beim HSV scheiterte. Der Club ist ein großer Name. Hecking habe als Frischling in diesem Amt moderate Gehaltsvorstellungen gehabt – so jedenfalls konnte man zwischen Grethleins Zeilen lesen. Nee, selbstlos und naiv war das nicht von Hecking – sondern eben pragmatisch.

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  • Schöner Kommentar, der den Niedergang gut beschreibt. Es ist schon deprimierend, wie viele bayerische Vereine inzwischen besser dastehen als der Club. Ich sehe es auch so, dass die Talfahrt im Wesentlichen mit Heckings Abgang damals begann und deshalb ist es auch meine Erwartung, dass sich Hecking zum Ziel gesetzt hat, den Club wieder dahin zu bringen, wo er ihn verlassen hat, nämlich ins gesicherte Mittelfeld der Bundesliga. Es ist in der Tat ernüchternd, dass bisher eigentlich keine Verbesserung zum Vorjahr zu erkennen ist.

    Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass seit Jahren (bzw. Jahrzehnten) die finanziellen Mittel für eine Weiterentwicklung fehlen (die Sondersituation Corona jetzt mal ausgenommen). Aus meiner Sicht ist es kein Naturgesetz, dass wir aktuell so viel schlechter aufgestellt sind als z.B. in Augsburg, sondern einfach das Ergebnis unzureichender Arbeit im gesamten Verein in den letzten Jahren. Ist erkennbar, dass seriöse Arbeit geleistet wird, so gewinnt man auch an Attraktivität für Sponsoren. Das war in der Vergangenheit nur ganz selten der Fall und fähige Leute, wie z.B. Meeske, haben doch dann entnervt aufgegeben. Dies muss sich deutlich verbessern und das ist auch eine meiner Erwartungen an Hecking.

    Angesichts dieser Rahmenbedingungen in der Vergangenheit würde ich den 6. Platz, den er damals als Trainer erreicht hat, übrigens nicht nur als „gut“ sondern mindestens als „sehr gut“, wenn nicht sogar als „sensationell“ bezeichnen. Aber damals hat ja auch noch Deutschlands aktuell bester Spieler für uns gespielt…

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  • Eine interessante Personalie, wenn nur nicht wieder die Einschränkung wäre erst im Dezember eine schwere Knieverletzung mittlerweile seit 120 Tagen Pause, weiß da jemand genaueres? Mit Spielerverletzungen haben wir nicht so viel Glück, so daß man sagen könnte, das kriegen sie beim FCN bestimmt in den Griff.

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  • Au weia, Pragmatismus in Reinkultur!
    Dieter Hecking hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt als Sportvorstand erklärt. Olaf Rebbe soll das Amt zeitnah übernehmen. Als Gründe werden Differenzen zwischen Hecking und Niels Rossow mit dem Aufsichtsrat im Rücken genannt. Ich wette, dass es da um Geld ging.
    Anscheinend war nicht alles so harmonisch hinter den Kulissen, aber wenigstens bleibt uns so die langwierige Suche nach einem Nachfolger erspart.

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    • Hahahaha, sehr gut! Ich bin richtig zusammengezuckt!

      Jetzt wird hier von einigen Foristen Heckings Pragmatismus zum Masterplan hochsterilisiert. Nun gut. Mir wäre es lieber, es würde (zumindest an die Mitglieder, für was gibt es denn dieses halbjährliche Mitgliedermagazin?!) besser kommuniziert, was Heckings (grober) Plan ist. Aktiv werden, die Leute mitnehmen und überzeugen, statt immer reaktiv mit „the Umfeld“ umzugehen.

      Bei den hochgezogenen NLZ Spielern wurde bislang auch nicht kommuniziert, ob das jetzt der Corona Lage geschuldet ist, oder ob das unabhängig davon die zukünftige Philosophie sein soll.
      Als noch problematischer (wurde auch schon in Ka Depp diskutiert) empfinde ich die fehlende Lernkurve im Verein nach dem Disaster mit R. Palikuca. Das fängt bei der JHV an (Grethlein wird für seinen Kurs bestätigt) und setzt sich in der Mentalität „Personen vor Strukturen“ fort. Ja dann drücken wir alle ganz doll dem Diddi, dem Robi und dem Olli die Daumen, dass es wieder aufwärts geht!

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      • Da wart ihr wenigstens gleich wach heute Früh und habt euch den Kaffee einsparen können.

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      • Bei den hochgezogenen NLZ Spielern wurde bislang auch nicht kommuniziert, ob das jetzt der Corona Lage geschuldet ist, oder ob das unabhängig davon die zukünftige Philosophie sein soll.

        Ihr habt echt Probleme, das ist das gleiche welchen Namen man dem frischgeborenen Kind geben soll gehen wir mal die Top Ten der beliebtesten Namen durch. Wichtig ist doch einzig ob es funktioniert junge Spieler zu integrieren und einen vorsichtigen Umbruch einzuleiten (Abgang Behrens, Mühl und hoffentlich noch andere..) , egal wie man es nennt. Wer bis 3 zählen kann, wird sich ausrechnen können daß die Gründe eine Mischung aus allem sind einem erfolglosen Kader und sicher spielt auch C. eine Rolle alles andere wäre ja eine Verweigerung der Realität. Lassen wir das mal mit der Philosophie sein, um keine Wissenschaft daraus zu machen.
        Hoffentlich machen sie ihre Hausaufgaben aktuell, damit wir kommende Saison gegen unsere „Freunde“ von Russia Schalke im Pflichtspiel antreten können.

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      • Dass man konsequent Jungs aus dem NLZ hochziehen und fördern will, unterstreicht die Wahl des Trainers, der ja aus der Jugendarbeit von Red Bull kommt. Dass dieser Plan nicht nur halbherzig verfolgt wird, beweist der bisherige Saisonverlauf. Knothe. Latteier. Shuranov. Rosenlöcher und Suver im Blickfeld.

        Natürlich wird das Rad mit einer konsequenten Nachwuchsarbeit und dem Fokus auf Transfererlösen nicht neu erfunden. Das tun viele. Doch gerade in diesen für viele Vereine schwierigen Zeiten kommt es darauf an, dass man dies auch konsequent umsetzt – halbherzig wie im vergangenen Jahr oder über weite Strecken unter Bader gehr nicht mehr. Es fehlt jetzt definitiv an Geld. Womit wir wieder beim Pragmatismus sind. 😉

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        • Die Wahrheit mit den „jungen Spielern“ wird wie so oft irgendwo in der Mitte liegen. Gerade die 2. Liga mit der rustikalen Art Fußball zu arbeiten statt zu spielen, ist kein Jungbrunnen. Natürlich wird man versuchen junge Spieler einzubauen, das scheint auch beginnen zu funktionieren, aber ohne die Mischung mit den richtigen Haudegen in der Hierarchie gehst du in der 2. Liga unter.

          Offensichtlich rüstet man auch auf der „alte Haudegen“ Seite nach mit Christopher Schindler aus der Premier League. Das Ziel am Ende ist der Umbau des Kaders nach den Vorstellungen von Hecking & Klauß, um wieder erfolgreicher in Nürnberg Fußball zu spielen als es in den letzten 3!!! Saisons der Fall ist, wo man einen Negativrekord nach dem anderen jagt und einstellt. Einen Drittligaabstieg in der 96. Minute des Rückspiels abzuwenden, dürfte der FCN auch exklusiv für sich behalten in der Fußball Historie. Ebenso dürfte der FCN einer der erfolglosesten Heimmannschaften aller drei Profiliegen sein über 3 Jahre betrachtet. Da ist viel zu tun. Rebbe sehe ich nicht als sportlichen Visionär sondern als Zuarbeiter im Transfer Alltagsgeschäft.

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  • Was haben alle Vereine, die mitlerweile am Club vorbeigezogen sind gemeinsam?Sie sind keine schuldengeplagten Traditionsvereine.Diese Problem verlangt nach dem größten Pragmatismus.

    Antwort
    • Was haben alle Vereine, die mitlerweile am Club vorbeigezogen sind gemeinsam?

      Die größte Gemeinsamkeit ist wohl Augsburg und Regensburg sind wirtschaftlich deutlich erfolgreichere Regionen als die Metropolregion Nürnberg. Profifußball funktioniert bei 50+1 eben nur in wirtschaftlich erfolgreichen Regionen.

      Antwort
      • Siehe Dortmund oder Bremen. Jetzt wird mir auch klar warum das in Berlin einfach nichts wird..

        Antwort
        • Klar Juve, Dortmund und Bremen-Bremen,die sind uns schon vor 40 Jahren entfleucht, aber egal, Hauptsache irgend einen Scheiss schreiben,gell.Dortmund war wie oft Meister in den letzten Jahren?Ich beziehe mich auf die im obigen Text erwähnten Mannschaften.Wenn du einen Berlin Bezug brauchst nimm Union noch dazu.

          Antwort
          • Kannst du ja machen und um dein Niveau zu zitieren, den „Scheiss“ äußerst eher du, da kennst du dich besser aus. Es gibt keinen Zusammenhang ob wirtschaftlich erfolgreichere Region oder auch nicht in unserem konkreten Fall! Die Metropolregion Nürnberg muß sich wirtschaftlich nicht hinter Regensburg oder Augsburg verstecken, wie Armin behauptet, das ist ja geradezu lächerlich. Das Problem ist das Vertrauen der Unternehmen in den Club, da ist viel verloren gegangen in den letzten Jahrzehnten. Auch die Nürnberger hat sehr lange gebraucht bis sie sich auf das dünne Eis FCN gewagt haben bzgl. Marketing und hatten nicht sehr viel Freude bislang.
            Vielleicht machen die Personen die im Verein dahinter stehen woanders einfach einen Tick besseren Job und viel Konstanz auf der Führungsebenbe, eine Geduld die man bei uns selten hat. Davon abgesehen so erfolgreich ist nun Regensburg auch nicht.

            Antwort
            • Augsburg hat aber einen Gönner, mit Alko, dem Rasenmähermann. Deshalb sind die nach oben gekommen und wir nicht, schließlich haben wir keinen.

              Das hat nicht nur damit zu tun, ob die Region wirtschaftlich erfolgreich ist, sondern ob sich jemand mit überproportionalen Mitteln speziell einem Verein annimmt.

              Antwort
  • Gestern lief auf YouTube das „Pressegespräch“ mit Thomas Grethlein, dem trotz der Möglichkeit, eigene Fragen beizusteuern, in der Spitze ganze 35 User folgten. Nun gut.

    Interessant war, wie Grethlein auf die Userinnenfrage, was sich der Club von der Verpflichtung Olaf Rebbes verspricht, antwortete: Erst einmal holte er aus, die Historie des Geldverdienens eines Fußballprofivereins seit den 1970er Jahren zu beleuchten, das dauerte etwa sieben Minuten. Als er die Zeit offenbar genutzt hatte, um die eigentliche Frage zu beantworten, musste der geneigte Zuseher vernehmen, dass Olaf Rebbe die Aufgabe hat, den Club in Sachen Transfererlösen nach vorne zu bringen: Neue Spieler finden, Videomaterial sichten (Reisen könne man im Moment ja so schlecht), den Kader im Blick haben und derlei Allgemeinplätze mehr.
    Die Nachfrage der Userin, ob man dann weiterhin eine Scoutingabteilung in gleichbleibender Größe unterhalten wolle, wurde mit einem fröhlichen „Ja natürlich!“ beantwortet: Die Scouts würden Olaf Rebbe Spieler vorschlagen, Videos zeigen und dabei auch auf modernste technische Scoutingformen (nach denen fragte ein anderer User) zurückgreifen, den heutzutage seien „die Spieler ja alle gläsern: Sprints, Passquote, Kopfballspiel im Angriff, Kopfballduelle in der Verteidigung – natürlich nutzen die Scotts das alles und geben dann dem Olaf Rebbe ihre Empfehlungen und Vorschläge“.

    Außerdem erhofft sich Grethlein durch die Verpflichtung von Olaf Rebbe „eine positive Reibung in der sportlichen Abteilung, durch die auch mal neue Ideen entstehen können“.
    Aha, positive Reibung also.
    Durch die Verpflichtung eines alten Freundes desjenigen, unter dessen Schutzschild der alte Freund fürderhin steht. Der „Spielervideos“ schauen soll.

    Leute, ganz ehrlich, auch wenn der Deppenstatus des Club längst von Jens Spahn und der „Mannschaft“ eingeholt worden ist, so war diese Stunde mit Grethlein gestern mit das Provinziellste und Uninspirierteste, das ich von einem Sportfunktionär (ausgenommen Bierhoff) ist langen vernommen habe. Besser hatte ich mich anschließend nicht wirklich gefühlt. Auch nicht, als Grethlein darauf verwies, ein Aufsichtsrat eines Proficlubs müsse vom Fußball nicht viel verstehen, denn das sei nicht sein Job. Streng genommen mag das so stimmen, doch der anschließend beruhigend gemeinte Verweis auf die „fußballerische und sportliche Fachkompetenz von Chhunly Pagenburg und Maximilian Müller“ tröstet dann auch nicht sonderlich.

    Klar, die Mitglieder wählen den AR, es geht mir auch nicht um Schuldzuweisung. Aber dass ein Mann wie Michael Meeske offenbar irgendwann gemerkt hat, dass er mit seinen Visionen für einen modernen Club, der auf lange Sicht möglicherweise mittels Ausgliederung und Stadionneubau ganz andere wirtschaftliche und damit auch sportliche Möglichkeiten hätte, an der Provinzialität und Sturheit eines mitgliedergeführten Vereins zerschellt ist und das Handtuch warf, wundert mich überhaupt nicht.
    So also müssen wir uns wohl oder über damit abfinden, dass der Club ein mit reichlich Anekdoten „von früher“ angefüllter, netter fränkischer Verein ist, dem es gelang, jemanden wie Dieter Hecking als Sportvorstand gewinnen zu können. Das hat Grethlein wirklich gut gemacht.
    Und natürlich will Grethlein „nie wieder so etwas wie letztes Jahr erleben“.
    Wer will das schon?

    Antwort
  • Sorry, noch ein Nachtrag: Grethlein zur finanziellen Situation des Clubs.

    Als Beispiel für Einsparungen nannte er neben dem Verzicht auf Vertragsverlängerungen mit teuren Spielern, von denen man sich leider trennen müsse, auch die Kündigung von Zeitschriftenabos. (Kein Aprilscherz!)

    Und sollte es in der kommenden Saison keine Zuschauer geben können, sei spätestens dann die finanzielle Lage des 1. FC Nürnberg in einer solchen Schieflage, dass – aber dahin wird es schon nicht kommen, das ginge ja fast allen anderen Vereinen auch so, das liegt jenseits der Vorstellung, damit wolle man sich jetzt nicht unbedingt beschäftigen, der Fokus liegt woanders…bliblablubb.

    Antwort
    • Für die einen ist die Verpflichtung von Olaf Rebbe finanziell nicht nachvollziehbar. Für andere sieht es aus wie eine Vetterleswirtschaft.

      Ich teile beide Meinungen nicht. Aber diesen Interpretations-Spielraum hat der Club selbst geschaffen. Indem man uns die Verpflichtung von Rebbe hingeworfen hat wie ein zähes Stück Fleisch – ohne Fragen zu beantworten oder etwaige Zweifel zu zerstreuen. Ohne Pressekonferenz. Seit Wochen darf jeder in dieses informative Loch munter reininterpretieren, was ihm gerade passt. Bis hin zum versteckten Vorwurf der Vetterleswirtschaft.

      Selbst schuld, Club.

      Antwort
      • Falls du denkst, ich unterstelle dem Club Vetternwirtschaft – das tue ich nicht.
        Es war mir nur wichtig abzubilden, wie Grethlein auf diese Fragen geantwortet hat. Und meine persönliche Meinung dazu ist, dass ich mir nur schwerlich vorstellen kann, dass jemand in der beruflichen Situation Olaf Rebbes, der in Deutschland – vorsichtig formuliert – keine besonders rosigen Aussichten auf einen führenden Posten in der sportlichen Leitung eines der 36 Profivereine der 1. und 2. Liga gehabt haben dürfte, seinem Vorgesetzten gegenüber besonders viel positive Reibung produziert.
        Aber vielleicht liege ich da falsch.

        Ich bin immer der Meinung, man solle Neuankömmlingen erst einmal Zeit geben, bevor man ein Urteil fällt. Auch wenn ich bigotterweise schon ein kleines Vorurteil bezüglich Reibung in meine Aussage eingeflochten hatte.

        Da heute O.Rebbes erster offizieller Arbeitstag ist, möchte ich ihm von dieser Stelle gerne ein sehr gutes Händchen und ganz viel Glück und Erfolg wünschen. Denn dann ginge uns allen ein bisschen besser.

        Antwort
        • Das ist doch zur Genüge alles bekannt, egal was Grethlein geantwortet hätte es hätte wieder irgendjemanden nicht gepaßt. Hat er es mit Palikuca probiert (ich fand den Ansatz die Idee dahinter mutig und nicht falsch) war der zu unerfahren, holt man die üblichen Gesichert fehlen die Ideen. Also das ist alles hinfällig. Sollte der Club mal wieder erfolgreicher werden, dann wird auf einmal alles richtig sein was er sagt.

          Daß in der wahnsinnigen Krisenzeit und bald 1 Jahr ohne Zuschauer und der Erfolglosigkeit auch das Geld fehlt, dürfte jetzt nicht gerade eine Wissenschaft oder besondere Neuigkeit sein.

          Antwort
        • @Zuckerpass

          Danke für Deine Erläuterung.

          Positive Reibung. Grethlein-Sprech. Selbstverständlich muss Rebbe meinungsstark sein – sonst könnte man sich diesen Posten wirklich sparen. Da geh ich mal davon aus, dass beide aus Erfahrung gut miteinander können – auch oder gerade bei Diskussionen, die hart an der Sache geführt werden.

          Dass uns aber der Aufsichtsratsvorsitzende in seiner ihm eigenen Art erklärt, was Rebbe machen soll und nicht der Sportvorstand oder der Leiter Kommunikation oder der für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Vorstand, verstehe ich nicht.

          Wenn Hecking uns via Pk erzählt hätte, was er an der Arbeit von Rebbe schätzt, wie er Rebbes Qualitäten für den Club nutzen will, warum man sich trotz knapper Kassen zu diesem strategischen Schritt entschieden hat – dann müssten wir uns jetzt nicht an Grethleins positiver Reibung reiben. 😉

          Antwort
        • Was macht die deutsche Fussball National Mannschaft bei der EM?
          Was macht Löw überhaupt so ausser Geheimnis Cremerei?
          Kann die Nationalmannschaft jetzt auch Depp? So viele Fragen….

          Antwort
          • „Geheimnis Cremerei“.

            Made my day.
            Endlich mal wieder laut rausgelacht bei der Lektüre in diesem Forum 🙂

            Antwort
      • Spieler/Innen, er/sie/divers bitte. Schließlich leben wir in einem Land, das nicht von vielem Ahnung hat, aber in Genderdiskussionen sind wir führend. Vielleicht wird sich irgendwann auch eine Spielerin in unseren Kader klagen.

        Antwort
        • So eine wie Birgit Prinz in ihren besten Zeiten könnte vielleicht sogar mithalten 😁

          Antwort
          • Oder ein knallharter weiblicher Sportvorstand, die bei einem russichen Oligarchen gelernt hat a la Chelsea. Wir könnten noch so vieles ausprobieren..

            Antwort
        • Keine Ahnung auf was Du hier Bezug nimmst!!???
          Ich habe auf Zuckerpass‘ Beitrag geantwortet :
          ……..
          Als Beispiel für Einsparungen nannte er neben dem Verzicht auf Vertragsverlängerungen mit teuren Spielern, von denen man sich leider trennen müsse, auch die Kündigung von Zeitschriftenabos. (Kein Aprilscherz!)………….

          Das BLSV Magazin kann man nicht abbestellen, Horse&Hound wird hoffentlich niemand abonniert haben und Surf-Magazin kann mit Behrens Abgang jetzt auch gekündigt werden.
          Wie gesagt, wenn jetzt noch der Playboy von den Spielern selbst bezahlt wird, werden wir sicher einige Millionen einsparen können.

          Antwort
  • Der Abschied von Margreitter laut aktueller PK zum Saisonende steht nun auch fest, sicherlich auch ein Spieler mit einem gute dotierten Vertrag, also Entlastung auf der anderen Seite. Frage nachdem unsere Abwehr nächstes Jahr nicht die selbe sein wird, Mühl, Margreitter Abschiede stehen jetzt ja fest, kann das zu Motivationsproblemen im wichtigen Endspurt führen also in der wichtigen Defensive?

    Antwort
    • Sehe ich nicht als Problem. Beide sollten besonders motiviert sein, um einen Verein für die nächste Saison zu finden. Nachdem sie bislang mit dem Club verhandelt haben, glaube ich nicht, dass sie schon einen haben.

      Antwort
      • Von Seiten des Club hat das schon etwas von, wir brauchen euch nicht mehr. Wir verlängern euren Vertraug nicht O-Ton Klauß in der PK. „Wir wollen in der Defensive was neues machen, neue Spieler holen“. ABER bitte gebt noch Gas bis zum Rest der Saison. Ich muss dazu sagen, ich bin sportlich gesehen, der gleichen Meinung, aber ich wüßte nicht wie ich mich als Spieler fühlen würde. So quasi, wir sind ja eh schon entlassen. Ganz problemfrei sehe ich das motivationstechnisch nicht.

        Antwort
        • Ja, das stimmt schon. Für mich wirkt es auch ein bisschen so, als ob man die verdienten Spieler, die keinen Stammplatz mehr haben, ausmustern wollte. Natürlich wissen wir nicht, wie das in den Gesprächen gelaufen ist, wie Hecking das rüber gebracht hat und was die Spieler selber wollten. Bei Mühl könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, dass er aufgrund des teils schlechten Ansehens, dass er hier genießt, auch selber weg gehen wollte. Margreitter dagegen wäre wohl gerne geblieben, auch weil seine Frau hier eine Arbeit hat, aber aufgrund seiner vielen Verletzungen müsste man ihm einen sehr gering dotierten Vertrag anbieten, was er vielleicht dann auch nicht wollte.

          Ich hätte mir gut vorstellen können, dass man Margreitter noch ein bisschen Fußball spielen lässt, ihm dann dafür aber eine Anschlussbeschäftigung im Verein anbietet. Er ist ein intelligenter und charakterstarker Typ, den man hier gut einbinden könnte. Aber vielleicht hat man das ja versucht und er wollte es selber nicht.

          Antwort
          • Wen sollen wir denn jetzt noch alles einbinden? Das Zeitschriften Abo ist nicht mehr drin, aber Dutzende Rentenverträge für Ex-Spieler?

            Antwort
            • Der Schorsch ist ja nicht irgendeiner. Er ist lange dabei und hat zwischenzeitlich auch seinen Vertrag verlängert, obwohl er sicher auch andere Optionen hatte. Er hat also die Club DNA aufgenommen. Und er ist eine Persönlichkeit. Für Spieler mit solchen Merkmalen muss bei uns immer Platz sein.

              Antwort
              • Margreither ist also ein verdienter Spieler (der bestimmt auch einen guten Vertrag hatte) , dem sollen wir jetzt einen Platz im Verein schaffen und Mühl,der schon ewig beim Club ist jagen wir davon ?
                Manchmal verstehe ich euch nicht.

                Antwort
                • Mühl ist bei weitem nicht in der Nähe seines Karriereendes. Ich glaube nicht, dass man ihn zwingend davon jagen wollte, aber man muss auch für beide Seiten akzeptable Bedingungen finden. Anscheinend war das nicht so. Also manche Frage verstehe ich nicht.

  • Einstellung und Körpersprache waren leider nicht immer ausreichend sonst hätte der FCN mehr Punkte.
    Denke nicht an Motivationsprobleme egal ob Vertragsende oder mit laufendem 5 Jahresvertrag unterwegs da für mich der Abstieg nach 29 Punkten aus 26 Matches bei dem Restprogramm möglich ist .
    Denke der FCN macht nicht mehr viele Punkte deshalb darf morgen
    ab 13 Uhr wieder gezittert werden.
    KSC und Burgstaller Tore am 27. Spieltag erwünscht.

    Antwort
    • Das auf andere schauen hat beim FCN auch noch nie geklappt, wenn ich letzte Saison 2019/20 am letzten Spieltag an den KSC Auswärtssieg in Fürth denke, der dann wegen dem besseren Torverhältnis vor uns landeten und wir dafür in der Relegation. Wir müssen es selber erledigen, sprich gegen Paderborn müssen Punkte her egal wie. Mit 2 Pünktchen aus den letzten beiden Spielen gegen Osnabrück und Fürth rennen wir sowieso einem rettenden Punkteschnitt schon hinter her.
      Gegen spielende Mannschaften sahen wir immer etwas besser aus als gegen so spielerisch begrenzte Schwitzer Mannschaften. Der Club muss endlich selbst seine Punkte holen.

      Antwort
      • Da unsere Konkurrenten im Abstiegskampf noch einige Male gegeneinander antreten müssen und auch die Top-5 relativ häufig als Gegner haben, bin ich sicher, die 6 Punkte Vorsprung, die wir aktuell haben reichen um drin zu bleiben. Mit einem Sieg und einem Unentschieden haben wir 33 Punkte. Da müsste Osnabrück in 9 Spielen über 10 Punkte holen, aktuell ist deren Schnitt unter 1P/Spiel, ich denke nicht dass die zum großen Endspurt ansetzen. Würzburg ist eh weg und Sandhausen hat ein Spiel weniger als Osnabrück.

        Vielleicht wird es eng, aber ich denke am Ende reicht es.

        Aber groß zu feiern gibt es auch nach der Saison nichts. Der Kader für die neue Saison wird dann zeigen was Hecking drauf hat, wenn wir wieder gegen den Abstieg spielen, dann wiord es hart werden.

        Antwort
        • Die direkten Duelle bedeuten aber halt auch, das jedenfalls gepunktet wird hinter uns. Nach all dem, was ich von diesen Teams in den letzten Wochen gesehen habe, würde ich aber auch davon ausgehen, dass man mit 33 Punkten drinnen bleiben sollte.

          Für nächste Saison traue ich mich überhaupt nichts sagen, keine Ahnung wen wir noch allen verkaufen müssen, keine Ahnung wen wir bekommen können, keine Ahnung wie mager die Kader der anderen Teams werden. Nächste Saison ist für mich eine große Partie Würfelpoker.

          Antwort
        • Diese rein datenbasierte Prognose darf gerne so eintreffen – gerne auch ohne traditionellen Krimi am Schluss.

          Bin auch guter Dinge und es gibt keinen Grund zur Panik. Sorgen muss man sich aber machen. Denn es passieren in den letzten Spielen meist Dinge, welche nicht erfasst werden können von einer rein datenbasierten Prognose. Da spielen dann Nerven eine Rolle. Mannschaften, die nichts mehr zu verlieren haben, siegen sich zurück und haben doch wieder Chancen. Undundund. Alles keineswegs berechenbar.
          Wie wir alle wissen und leidvoll erfahren mussten – nicht nur 1999.

          Gab auch einige, die den Club nach dem famosen 2:0 und einem Chancenverhältnis von 8:0 im Hinspiel gegen Ingolstadt schon über der Ziellinie sahen. Dabei war klar: Geht Ingolstadt im Rückspiel in Führung, dürfte der Club die Flatter kriegen und in alte Verhaltensmuster zurückfallen.

          Wir waren, rein datenbasiert, klar besser in der Relegation und damit auch vollkommen verdienter Sieger am Ende – doch es brauchte trotzdem diesen Dusel in Minute 96.

          Insofern wäre es schon schön, wenn wir mehr holen würden als nur 33 Punkte. Denn dass Osnabrück oder Sandhausen noch einen Lauf bekommen, ist gemäß Erfahrungen der Vergangenheit so unwahrscheinlich nicht. Auch wenn die Daten aktuell anderes aussagen. Und auch wenn Sandhausen und Osnabrück bislang keinen besseren Eindruck hinterließen.

          Wird wichtig morgen. Auch oder vor allem vor dem Hintergrund des garstigen Restprogramms.

          Antwort
  • Also Osnabrück hat ein Spiel weniger als der SVS und der FCN und nach KSC heute 3 Heimspiele hintereinander.
    Traue denen mehr als 10 Punkte zu und Braunschweig hat meiner Meinung an den letzten drei Spieltagen
    Gegner für die es um nicht mehr viel geht .
    Für mich ist gar nichts sicher.
    Ist klar alles Theorie aber Erinnerungen an 94/95 und 95/96 sind auch in meiner Birne.

    Antwort
    • Also Braunschweig ist in sehr stabiler aufsteigender Form, Osnabrück mit 1 Spiel weniger immerhin schon einen Elfmeter verschossen heute, also alle Erfahrung vor allem in der Vergangenheit zeigen, daß man sich NIE auf die Ergebnisse der anderen verlassen sollte. Mir ist schon etwas flau da ich unsere Defensive schwächer sehe als mit Mavropanos letzte Saison, dazu mittlerweile die Hälfte entlassen. Uff das wird alles wieder ein zittern.

      Antwort
        • Noch 5 Minuten dann wäre der Auswärtssieg von Osnabrück beim KSC perfekt. Der KSC sollte sich an die Partie gegen uns erinnern wie man in der letzten Minute sich noch ein Tor zieht. 😮
          Wir quälen uns dann morgen gegen Paderborn wieder zu einem Pünktchen und nächste Woche wird dann Würzburg unser Nordmazedonien. Mit dem Osnabrücker Ergebnis heute kommt mächtig Druck auf den Kessel. Mit dem Nachholspiel könnten sie dann punktegleich ziehen.

          Antwort
          • Und Fürth wieder mit dem Rotz des erfolgreichen. Wieder ein entscheidendes Tor in der letzten Sekunde. Die haben einfach das Matchglück, das wir jetzt bräuchten!

            Antwort
  • Käptn Kerks Herrlichkeit scheint auch vorbei zu sein. Schon länger her, dass er der Topspieler war und jetzt vergibt er auch noch einen (schlecht geschossenen) Elfer.

    Strohfeuer….

    Antwort
  • Nach dem Ergebnis in Karlsruhe herrscht für morgen die Pflicht, zu punkten.

    Aber mit Druck kann der Club ja super umgehen, das liegt seit Jahrzehnten in der Vereins-DNA.

    Antwort
  • KSC wie von mir befürchtet schläfrig im Testspielmodus bis zum Rückstand und danach hat es Osnabrück gut verteidigt und verdient gewonnen.
    Habe vor ca. 2 Monaten geschrieben 37 Punkte braucht der FCN.
    Ist gerade wieder wahrscheinlicher geworden.

    Antwort
    • Das Relegationsspiel gegen Ingolstadt rückt stand jetzt wieder näher! Und nochmal gewinnen wir das nicht…
      Man müsste jetzt schon mal punkten gegen Paderborn und Würzburg…

      Antwort
      • Die Wahrscheinlichkeit wird peu a peu größer, daß wir wieder gegen Ingolstadt ran dürfen. 😮 Das könnte kein Redakteur besser scripten…

        Antwort
  • Matheus Pereira kurz vor der Pause mit Doppelpack ( wunderschöne Tore) für West – Brom beim 2:5 (!) Sieg bei Chelsea.
    Schaut es Euch an !

    Antwort
  • Man sollte sich nicht immer auf die Schwächen der anderen Abstiegskandidaten verlassen und endlich selbst mal punkten. Noch 3 Siege in 8 Spielen, sollte wohl möglich sein und dann braucht auch keiner mehr vor Ingolstadt zittern.

    Antwort
  • Heute wird sich zeigen, ob man an die Leistung gegen Fürth anschließt und die Länderspielpause genutzt hat, um sich auf positive Spiele einzustellen. Es wäre verheerend, wieder an das vorherige Siechtum anzuschließen und die Clubfans an Ostern zu entteuschen und die Feiertage zu versauen. Ich erwarte eine kämpfende Clubmannschaft, die echt gewillt 3 Punkte einfährt. Alles Andere geht gar nicht und ich denke nicht daran, verdränge es so gut es geht.

    Antwort
  • Um die maximale Eskalation zu erreichen, kann das heute eigentlich nichts werden.

    Los Jungs, überrascht mich!

    Antwort
  • Schiedsrichter.
    FCN – SCP
    Alexander Sather ( Grimma) – war erst gegen Pauli in Nürnberg.
    VAR : Christof Günsch ( Hessischer FV )

    Antwort
    • Ich hätte auch Margreitter lieber in der Startelf gesehen. In die Abwehr habe ich in etwa so viel Vertrauen wie auf eine Runde mit einem Hütchenspieler.

      Antwort
  • Hat das Spiel schon angefangen?

    Auf meiner Anzeige steht: 1-0 Schäffler!!!

    Wir weit ist es noch zu Platz 3?

    Antwort
  • Wie doof ist eigentlich unsere Abwehr?

    Gut, dass sie nächste Saison ausgewechselt wird!

    Antwort
  • Die wievielte vergebene Führung???? … Sorry es nichts persönliches nur sportlich, aber ich kann Mühl einfach nicht mehr sehen, es kotzt mich an diese Schlafmützigkeit,.

    Antwort
  • Schon verrückt.
    Die ungefähr 97ste eigentlich sinnbefreite Flanke von Valentini diese Saison, geschlagen wie gewohnt zwischen Mittellinie und Halbfeld, bis zu einer Höhe, bei der der Ball kurz übers Stadiondach aufs Zeppelinfeld schauen kann, und Schäffler kommt im 5- Meter-Raum mit seiner Rübe an den Ball, an den er niemals kommen dürfte.

    Mühl hätten für diesen Abwehrfehler viele wieder „gesteinigt“.

    Soweit…
    … Dennoch 1:1.
    Weil ein kollektiver Erfolgsschlaf einsetzte…

    Antwort
  • Jetzt versteht man auch überdeutlich, warum Hecking gesagt hat, dass man sich in der Abwehr neu aufstellen will.

    Antwort
  • Gegen Fürth irrlichtert Mühl bei beiden Toren von der 5er Kante herum heute gehts nahtlos weiter, ich würde lieber einen Eimer Wasser aufstellen in der Innenverteidigung, warum bringt Klauß nicht Margreitter in der Startelf?

    Antwort
  • Warum kann man nicht einfach mal bis zum Abpfiff hellwach sein? Immer dieser Schlaf beim warten auf den Pfiff!

    Zum kotzen!

    Antwort
  • Ja zum Kotzen,
    wenn Martenia rausgeht muß er den Ball haben,
    bleibt er im Tor hat er kein Problem, der Schuß ist nicht schnell.
    Warum müssen wir immer so leiden!

    Antwort
  • Ich finde Margreitter, Mühl und Soerensen spielen leider auf den gleichen mäßigen Niveau. Deshalb ist es eigentlich egal wer von den Dreien spielt. Bei Margreitter und Mühl hat der Verein ja Gott sei Dank, die Reißleine gezogen.

    Antwort
  • Tja, was ist das wieder für komische Regelauslegung? Abseits ist es nicht, aber weil das Foul außerhalb ist, ist es auch kein Elfmeter. Deshalb darf der VAR die Entscheidung nicht überstimmen. Oder?

    Antwort
    • Eigentlich für mich unverständlich: wenn man schon eine Szene prüft dann sollte hinterher auch die richtige Entscheidung zählen, völlig egal ob das ein Tor ein Freistoß oder eine Ecke ist.

      Antwort
  • Eigentlich kein so schlechtes Spiel unserer Mannschaft. Aber wie so oft individuelle Fehler der krassesten Art. Hoffen wir mal das es irgendwie noch gelingt dieses Heimspiel zu gewinnen.

    Antwort
  • Toooooooor. Tolles Solo von MMD und endlich mal Furtune im Abschluss. Bitte mal keinen späten Ausgleich kassieren. Bringt das Ding heim!

    Antwort
  • YES.
    Und schon wieder ein Tor, das du eigentlich gar nicht fallen kann.
    WEIT-Schuss…

    Bitte jetzt weiter spielen.
    Nicht denken.
    Nicht bolzen.
    Nicht aufhören.

    Einfach weiter spielen.

    Antwort
  • Warum spielt Borowski nicht links raus zu MMD verdammt nochmal? Und was macht Schaeffler da um Himmels Willen? So ein toller Pass von Dovedan (!)

    Antwort
    • Und fast ein Gegentor verursacht. Da habe ich mich auch gerade schwarz geärgert, passend zu den Trikots.

      Antwort
  • Himmelherrgott Scheiße noch mal!

    Wir üben jetzt den Ball von der Mittellinie ins leere Tor zu schieben!

    Antwort
  • Meine Herztropfen!

    Ich spüre den Herzschlag in meinem Kopf! Meine Güte, wie wichtig war das jetzt!

    Antwort
  • Alter!

    Das hätte auch mal 4:1 ausgehen können, stattdessen…

    Egal, Hauptsache drei Punkte! Denn wenn die Nachholspiele der hinter uns stehenden von denen gewonnen werden, sind es auch nur 3 Punkte Vorsprung vor einem Abstiegs-/Relegationsplatz.

    Uff.

    Antwort
  • Ich hätte ihn ab sofort Doooredan genannt.
    So halt doch eher Doofedan.

    Muss er machen…

    Fazit:
    Die Formation seit Fürth ist die passende für diesen Kader. Sie haben damit deutlich mehr Zugriff. Und es bleiben lediglich die qualitativen Schwächen übrig.
    Da hat RK den richtigen Weg vor dem Absturz gefunden.

    Weitere Erkenntnis:
    Der Club macht heute die „schweren“ (eigentlich unmöglichen) Tore, die leichten (Elfer, Schäffler nach Zuckerpass von Dovedan, Dovedan aufs leere Tor) lassen sie liegen.
    Aber da sind sie wieder, die Chancen, die es in der Fülle seit Dezember nicht mehr gab.

    Glückwunsch!
    Weiter so.

    Antwort
    • Dafür muss der Doofedan sicherlich ne Runde ausgeben oder in die Mannschaftskasse einzahlen…

      Der Steckpass für Cheffe war allerdings klasse. Da sieht man, dass in ihm auch noch Potenzial schlummert.

      Die Formation scheint wirklich zu passen. Ich hoffe nur, wir haben jetzt mit Geiß und Nürnberger nicht wieder zwei neue Ausfälle.

      Antwort
  • Ich möchte allen hier schöne Ostern wünschen – selbst wenn wir vermutlich auch nach dieser Saison weitere zwei bis fünf Jahre gealtert sein werden.

    Bleibt gesund, ebenso eure Familien.

    Antwort
  • Ich musste nach der Halbzeit weg und habe mich wirklich gefreut am Ende das Ergebnis zu sehen, ich traute mich wirklich kaum aufs Handy zu sehen. Uff, das gibt etwas Luft im Tabellenkeller und vielleicht auch eine etwas breitere Brust, vielleicht kommt doch noch eine Serie 😮 Mir würde es gut gefallen am Ende auch die Großen noch zu ärgern.

    Frohe Ostern!

    Antwort
  • Vielleicht gibt das heute ja den nötigen Auftrieb für den Klassenerhalt. Frohe Ostern sind es dadurch jedenfalls. Genießt die Zeit 🙂

    Antwort

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