Club gewinnt Heimspiel gegen Paderborn #FCN #FCNSCP

Mit einer beherzten Leistung sichert sich der Club drei wichtige Punkte.

Trotz Rückschlagen in Form eines unnötigen Gegentors direkt vor der Pause und eines verschossenen Handelfmeters sicherte sich der FCN gegen den SC Paderborn am Ostersonntag drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Damit gewann der Club auch das fünfte von bisher fünf Pflichtspielen gegen die Ostwestfalen. Diese waren über weite Strecken des Spiels wenig durchsetzungsfähig geblieben, während der Club noch einige weitere Chancen ausgelassen hatte, so dass Trainer Steffen Baumgart dann auch nach der Partie den Erfolg des FCN mit „ein mehr als verdienter Sieg“ einordnete.

In Führung gegangen war der Club in der 37. Minute durch einen Kopfball des insgesamt unauffälligen Schäffler. Der hatte eine schöne Flanke von Valentini verwerten können, allerdings unter tätiger Mithilfe von Paderborn Correia, der die Flanke des Clubkapitäns völlig falsch eingeschätzt hatte und am Ball vorbeisprang. Bis dahin hatte der FCN zwar mehr vom Spiel gehabt, war aber eigentlich kaum gefährlich vors Tor gekommen. Einzig Shuranov, der an einer scharfen Rückgabe von Valentini vorbeigeschlagen hatte und Krauß, der einen Ball aus recht spitzem Winkel am langen Pfosten vorbeigelegt hatte, hatten sich dem Tor von Zingerle angenähert.

Paderborn war dagegen zwar durch gute Ballzirkulation auffällig, kam seinerseits aber überhaupt nicht vor das Tor des FCN. In der 44. Minute tauchte dann aber plötzlich Antwi-Adjei vor dem Kasten von Christian Mathenia auf und traf. Der Clubkeeper war unnötigerweise aus seinem Gehäuse geeilt, um den Paderborner Angreifer abzulaufen, obwohl der weit außen stand und Mühl ihm den direkten Weg nach innen versperrte. So ging Mathenia ins Eins-gegen-Eins und Antwi-Adjei tunnelte den Nürnberger Keeper. Der Ball landete zum 1:1 im Tor. Das war zu diesem Zeitpunkt zwar leicht unverdient, aber nicht völlig gegen den Spielverlauf, auch weil der Club offensiv wenig fußballerische Lösungen hatte.

Das wurde nach der Pause besser. Die erste Chance durch einen Fernschuss von Krauß an den Pfosten war noch eher ein Zufallsprodukt, es folgte dann aber bessere Angriffe. Nach einer Standardvariante, die etwas daneben ging, schoss Schäffler Correia an den ausgestreckten Arm. Der Innenverteidiger, der schon beim 1:0 unglücklich aussah, verschuldete damit einen Strafstoß. Schäffler trat an, vergab aber kläglich. Dennoch blieb der Club präsent und verteidigte gut gegen die Gäste, denen im eigenen Angriffsdrittel so gut wir gar nichts einfiel. Aus einer solchen Situation entstand dann sogar der Führungstreffer für den Club.

Møller Dæhli nahm den Ball nach einem solchen gescheiterten Angriff auf und sprintete per Solo knapp 65 Meter an der linken Außenbahn entlang, schüttelte Vasiliadis, der wohl Angst vor einem Platzverweis hatte, da er schon verwarnt war, mehrfach mühelos ab und legte dann quer auf Tom Krauß, der den Ball aus 25 Metern ins Tor wuchtete. Es folgte wenig später eine weitere Großchance für den FCN durch Schäffler. Doch der Clubstürmer umkurvte nach starkem Steckpass von Dovedan zwar Zingerle, legte den Ball dann aber übers Paderborner Gehäuse. Die Gäste selbst konnten, obwohl sie in den letzten fünfzehn Minuten des Spiels – zehn Minuten regulär plus fünf Minuten Nachspielzeit – deutlich mehr vom Spiel hatten und der Club auch recht passiv war, nur einen eigenen gefährlichen Abschluss bieten. Srbeny legte per Seitfallzieher vorbei.

Der Club hatte dagegen tief in der Nachspielzeit noch eine große Gelegenheit zum 3:1. Nach einer schlechten Ecke der Paderborner, bei der Zingerle aus seinem Tor mit vorgeeilt war, nahm Dovedan den Ball auf, schaffte es aber aus 40 Metern nicht, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Dennoch blieb es beim 2:1 für den FCN. Das war auf Grund der Intensität in Laufbereitschaft und Zweikämpfen, aber auch auf Grund der Qualität der Chancen absolut verdient. Der Abstand auf den Abstiegsrelegationsplatz bleibt damit – trotz des Osnabrücker Siegs in Karlsruhe – sicher bei sechs Punkten. Bei günstigem Ausgang des Montagabendspiels, sind die sechs Punkte sogar auf eine Mannschaft, die gleich viele Spiele absolviert hat wie der FCN.

Am kommenden Wochenende kann der Club mit einem Sieg in Würzburg einen weiteren Schritt zu einem geruhsamen Saisonfinale machen. Wenn die Verbesserungen anhalten, die sich in den letzten Wochen manifestiert haben – Laufbereitschaft, Zweikampfintensität, auch die Umstellung in der Grundordnung – stehen die Chancen dafür gar nicht schlecht.

61 Gedanken zu „Club gewinnt Heimspiel gegen Paderborn #FCN #FCNSCP

  • Wie kannst Du nur Mathenia kritisieren, wo hier doch schon Mühl als der Schuldige auserkoren war ?

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    • Wieder eine supersolide Abwehrleistung von Mühl, der einzige Innenverteidiger, der inzwischen auch das Spiel eröffnen kann, cool auch in brenzligen Situationen, seit er das Vertrauen des Trainers genießt. Hatte auch die Situation im Griff, als sich Eriksson überlupfen ließ, leider übernahm dann Mathenia, statt am Pfosten zu bleiben. Kann passieren. Aber wer ist schuld am Tor? Laut Juwe und sonstiger Basher natürlich wieder Mühl! Da wird sich der nächste Verein dick ins Fäustchen lachen, wenn er Mühl ablösefrei bekommt.

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      • Bin übrigens kein Mühl Basher nur weil ich ihn für einen unterdurdschnittlichen Zweitligaverteidiger
        halte und jetzt andere in der Startelf sehen will. Habe Mühl nie unter Gürtellinie kritisiert.
        Letzte Saison war unterirdisch und in den letzten Spielen war dieses Niveau auch wieder zu sehen.
        Wünsche ihm beim neuen Verein alles gute und denke an @ Votum wenn er woanders voll durchstartet.

        Aber okay bin ahnunsloser – no problem- schreibe aber noch bis zum Saisonende über Mentalität ,
        Statistik und Schiedsrichter.

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    • Er muss – so die einhellige Position im Stadion – nicht raus, der Ball kommt ja schon eher außen im Strafraum an, Mühl ist dabei und würde wohl auch durchziehen, wenn Mathenia nicht ankäme. Dazu kommt Antwi-Adjei auch an nem Punkt an den Ball, wo er wenn Mathenia nicht draußen ist, keinen guten Abschluss hinbekommt. Für uns muss er entweder durchlaufen und das Ding sofort holen oder drin bleiben und Mühl CAA überlassen.

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      • Hab mir jetzt tatsächlich die Szene noch 5mal angesehen. Ich will dem Stadion nicht widersprechen, aber tu’s dann doch. Ein Torwart muss – wenn ich nicht alle Torwarttrainer komplett missverstanden habe – auf einen Ball gehen, der an seinen 5er kommt. Mühl ist nicht im Zweikampf und läuft im Grunde versetzt hinter ihm her.

        Ob Mathenia es gut macht, ist eine andere Frage, wobei ich das Tunneln nicht mal als Fehler sehe. Er ist nur insgesamt nicht gut positioniert. Besser wäre gewesen er wäre bis zum Fünfer (er war noch 1 Meter weiter) geblieben und hätte sich nicht reingeworfen, sondern wäre stehen geblieben und hätte sich groß gemacht. Ob er so das Tor hätte verhindern können, ist im 1-gegen-1 aber eben auch offen. Torwarttrainer sagten immer: Du musst dich entscheiden und dann die Entscheidung durchziehen. Und im Zweifel dann eben lieber in den Mann als zu passiv. Das hat Mathenia gemacht.

        Also so: Raus muss er, im Sinne von „dem Stürmer entgegen“. Aber er muss nicht auf den Ball sondern warten, was der Stürmer macht. Vielleicht ist das auch letztendlich dann so formuliert common sense.

        Mühl halte ich übrigens auch nicht für schuldig. Der Pass war einfach gut und perfekt getimed. Der Abwehrspieler steht in seiner Kette, der Stürmer kommt in Bewegung auf ihn zu und steht dann entweder im Abseits oder hat eben einen Vorsprung. Kaum zu verteidigen, außer man steht im Laufweg, riskiert dann aber ein Foul. Unterm Strich also ein ordentliches Tor der Paderborner.

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  • Natürlich sah Mühl beim 1:1 nicht gut aus (genauso wie Mathenia und der/die Club-Spieler, die den Pass zuließen), über die gesamte Spielzeit gesehen machte Mühl gestern aber ein gutes Spiel. Interessant ist, dass Fehler in der Abwehr stärker thematisiert werden als solche, die in der Offensive gemacht werden. Schießt ein Spieler den Ball am leeren Tor vorbei, wird das mit „harmlosen“ Beschreibungen wie „Nachlässigkeit“ oder „unglückliche Aktion“ mehr oder minder verständnisvoll abgetan, obwohl ein solcher Fehler (dieses Wort wird seltsamerweise nur bei missglückten Abwehraktionen gebraucht) für das Spielergebnis das gleiche Gewicht hat wie ein Gegentor.

    Dass der gravierende Fehler, den Borkowski beim Stande von 2:1 beging, als er sich sinnlos festlief, statt nach links zu Moeller-Daehli zu passen, der dann freie Bahn gehabt hätte, in der Spielanalyse mit keinem Wort erwähnt wird, spricht Bände. War Dovedans Fehlschuss in einer eines Profis unwürdigen Weise einfach nur stümperhaft, so war Borkowskis Aktion an irrwitziger Sinnlosigkeit nicht zu überbieten. Das gilt es festzustellen.

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    • Finde ehrlich gesagt Dovedans Aktion nicht mit allzu großen Spott zu belegen oder gar eines Profis unwürdig. Er muss aus seitlicher Position mit zwei Verteidigern in der Nähe aus 40 oder 45 Metern treffen, nachdem er vorher auch schon gesprintet ist. Das sieht viel, viel einfacher aus als es ist.

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      • Wenn man Dovedans Stümperei entschuldigt, sollte man sich nicht die Köpfe darüber heißreden, wer der Schuldige an einem Gegentor ist. Aber das ist genau das, was sich sage: Dramatisierung von Abwehrfehlern und Beschwichtigung des Auslassens klarer Torchancen.

        Wäre das Spiel gestern nicht gewonnen worden, wären ganz klar Schäffler (miserabler Elfmeter!) und Dovedan die Hauptschuldigen gewesen und nicht Mühl und/oder Mathenia.

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        • Schäffler ja, auch wegen der verpassten Riesenchance nach dem Traumpass von Dovedan. Bei ihm hat man auch das Gefühl, dass er seit seiner Daumenfraktur anders spielt als vorher. Bei Dovedan geh ich nicht mit, das ist wirklich so ne TV-Zuschauer-Reaktion, wo das Bild auch die Distanz und die Entfernungen der Verteidiger verzerrt. Das Ding ist wirklich viel, viel, viel schwieriger als es aussieht, auch weil er nicht unbedrängt ist. Sieht scheiße aus, ist aber weit weg von „stümperhaft“.

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          • Ich bin allerdings auch der Meinung, dass ein Profi, der seit seinem 5ten Lebensjahr (in der Regel) übt gegen den Ball zu treten, auch nach Sprint und mit Gegner neben sich einen Ball in ein leeres Tor befördern muss, zentral, bei ordentlichem Geläuf und in Gegners Hälfte.

            Sicher ist das nicht so einfach. Aber wäre es einfach, könnte es ja jeder und man müsste nicht Profi werden.

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              • Wie war denn der expected Goals Wert bei der Aktion? Also wenn Dovedan Verteidiger wäre, der 90 Minuten in den Knochen hat und abgekämpft und mit letzter Kraft den Ball vorbei schießt lass ich das gerne gelten. Aber ein Offensivspieler, ausgezeichnet mit dem Prädikat Edeltechniker (und sicherlich auch in dieser Kategorie vergütet) muss diesen Ball rein machen. Das muss man erwarten dürfen. Das war wiederholt eine extreme Fehlleistungen von ihm und ich wäre wirklich heilfroh wenn man ihn ohne allzu großen finanziellen Schaden im Sommer von der Gehaltsliste bekommen könnte. Da passen Anspruch und Wirklichkeit überhaupt nicht zusammen. Nicht auszudenken wenn Paderborn den Ausgleich erzielt hätte.

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      • Jeder, der schon mal versucht hat, aus dieser Entfernung mit der rechten Innenseite das Tor zu treffen, wird feststellen, dass man eigentlich rechts am Tor vorbeizielen muss, weil der Ball auf dem langen Weg so viel linksdrall bekommt, dass er sich aus dem Tor rausdreht. So ist es auch Dovedan gegangen. Er hätte eigentlich auf das rechte 5er-Eck zielen müssen, um zu treffen.

        Das aus vollem Lauf zu berücksichtigen ist garnicht so einfach – einem Profi sollte das aber trotzdem nicht passieren.

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          • Dann hilft nur noch gerade treffen mit dem Spann oder hoch. Oder Außenrist. Ja, tatsächlich nicht so einfach, wie es aussieht… 😉

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          • Nachdem ich es nochmal gesehen habe: der Verteidiger von rechts ist noch hinter ihm, der stört nicht. Doch, da hätte er hinschießen können (und müssen).

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            • Habe mir die Dovedan-Szene nochmal angeschaut und halte guten Gewissens an meiner Einschätzung fest, dass ein Profi da den Ball ins Tor treffen sollte. Zumal die Entfernung zum Tor m.E. nicht, wie geschrieben wurde, 40m beträgt. Das ist näher dran.

              Von daher werde ich auch daran festhalten, in meiner Bärengeschichte auf diese (und eine andere) versiebte 100%ige Torchance einzugehen. War schon ins Grübeln gekommen, aber das Video bestätigt voll meine ursprüngliche Beurteilung.

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              • 100%-ige Chancen, die nicht reingehen, gibt’s nicht. Wären sie 100%-ig, wären sie im Tor. Eine 100%-ige Chance geht per Definitionem ins Tor, weil sie immer rein geht, sonst wäre es keine 100%-ige Chance. Die Tatsache, dass der Ball nicht ins Tor geht, beweist, dass es keine 100%-ige Chance ist.

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                • Sorry, das ist doch Wortklauberei.

                  Dovedan ist bei Abschluss etwas über 32 Meter vom Tor entfernt (3 Streifen im Rasen sind 16 Meter, hier etwas mehr als 6 Streifen), ihm werden von Justvan auf etwa 40 Sprintmeter mehrere Meter abgenommen (beide sind Einwechselspieler). Sogar der Torwart ist so schnell wie Dovedan.

                  Dazu hat Dovedan vergleichsweise wenig Druck, weil es beim Fernschuss nicht um den Sieg oder ein Unentschieden geht. Er kann aber das Spiel positiv entscheiden. Besser geht’s nicht.

                  Nein, Dovedan hat genau das unkonzentrierte schlampige Spiel gezeigt, das man fast ausnahmslos von ihm im FCN-Dress kennt. Für einen Profi (noch dazu Offensivspieler und angeblich Edeltechniker), der sein halbes Leben nichts anderes macht, als auf Abschlussmomente hinzutrainieren, ist das inakzeptabel.

                  Ich will den nie wieder in unseren Farben auf dem Feld sehen!

                • @Florian:

                  Deine Argumentation enthält den Fehler, dass du die mathematische Bedeutung von „100%ig“ in einem Kontext verwendest, in dem die Bedeutung von „100%ig“ nicht mathematisch, sondern umgangs-/alltagssprachlich ist. Wenn man von einer „100%igen“ Torchance spricht, meint man, eine Torchance, die „ganz sicher“ (so die umgangssprachliche Bedeutung von „100%ig laut Duden) ist. Es handelt sich also um eine Torchance, bei sich der Schütze unbeholfen/dämlich/dumm angestellt hat, wenn sie vergeben wurde. Genau das ist in diesem Fall der Fall.

                • @Markus:
                  Du hast in deinem Post die Bewertung schön hergeleitet und begründet, so dass man fast geneigt war, dem zuzustimmen, bis man am Ende über die oberdämliche Stammtischparole stolpert.

                  Sorry, selbst disqualifiziert!

                • @ Optimist:

                  „Sorry, selbst disqualifiziert!“

                  Weißt du was? Mir ist völlig wurscht, wie du über meinen Post oder mich denkst! Du bist hier auch nicht der King.

                  Dovedan vergibt seit seiner Zeit beim FCN immer wieder irre gute Chancen (Sandhausen bloß mal als jüngeres Beispiel), teilweise unfassbar fahrlässig. Als Gegner hätte ich vor dem keine Angst (und genau so kommen die Gegner rüber). Mit Dovedan (und Schleusener) kannst du locker einen Abwehrspieler nach vorne ziehen und in den letzten Minuten alles raushauen. Mit denen passiert hinten eh selten was.

                  Wie viele gute Spiele hat Dovedan im FCN-Dress bestritten (bekommen wir in fast zwei Jahren zehn gute zusammen?)?
                  Welche spielerischen Stärken hat er (Schnelligkeit – nö, Kopfball – nö, Körperlichkeit – nö, eiskalter Abschluss – nö, gefährliche Schnittstellenpässe – nö, Präsenz auf dem Spielfeld – nö, positive Körpersprache – nö, präzise Flanken – nö)? Und das von einem angeblich hoch veranlagten Spieler. Wir reden maximal von einzelnen Aktionen. Und richtig begeistert war ich in genau einem Spiel – dem ersten Spiel in Dresden.
                  Wie oft hätte man ein Talent aus der 2. bringen können, das es wahrscheinlich genauso gut gemacht hätte? Ist Dovedan beim FCN die Zukunft oder eher nicht?

                  Ich bleib dabei: Einem Shuranov oder Latteier hätte ich den Fehlschuss verziehen, die sind jung und hauen sich rein und haben die entsprechende Körpersprache. Bei einem angeblich so hochtalentierten Dovedan reicht’s mir nach zwei Jahren endgültig. Der wird hier nie ein Unterschiedsspieler.

                • King nicht, aber die Qualität der Argumentation sich durch Stammtischparolen auf recht niederem Niveau wie „will ich nie mehr sehen“ zu zerschießen, ist halt weder der Diskussionskultur zuträglich, noch der eigenen Anerkennung der eigenen Argumentation zuträglich. Kann man machen, sollte sich aber halt nicht wundern, wenn man dann Gegenwind bekommt und vor allem halt vielleicht dann verbal nicht nochmal aufrüsten.

                  Die Aussagen an sich stimmen ja zu 100% (umgangssprachliche Bedeutung). Das Problem ist, dass man Dovedan bei der Verpflichtung erstens mit dem Rucksack von 2,5 Mio. Euro beladen hat und zweitens auch immer wieder betont hat, dass Dovedan ja „mehr könne“, obwohl das so halt – jenseits der Torbeteiligungen in Heidenheim, die aber halt im Fußball oft Schwankungen unterliegen und für viele Spieler kein guter Indikator für Leistung sind – nicht haltbar ist. Wenn man sich dann nämlich mal die Indikatoren, die so drunter liegen anschaut, sieht man, dass er in Nürnberg zwar nen Ticken schlechter noch agiert, aber auch in Heidenheim nicht wirklich so viel besser war. Aber in der Kombination von Ablöse und Vorschusslorbeeren hat man halt ein Bild geschaffen, das dem Spieler eigentlich gar nicht gerecht wird.

        • Ich schrieb bereits direkt im Anschluss an die Szene, dass Mathenia den Ball schon hätte halten können.
          Vor allem, weil es ein Flachschuss war.
          Es gibt Torhüter, die dem Ball entgegen grätschen, sich dabei aber beim Runtergehen zeitgleich mit einem Arm hinter dem Rücken am Boden abstützen. Das dient nicht nur dem Abstützen, sondern macht in erster Linie den Tunnel zu, der durch die gegrätschten Beine automatisch entsteht.
          So hat der Torwart immer noch eine gute Chance, dass ein Flachschuss durch die Beine an seinem Arm abprallt.
          Manuel Neuer macht das fast ausschließlich, andere Torhüter auch. Deshalb war der Ball aus meiner Sicht haltbar.

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      • Danke für den Link!

        Da gab es aber im Profifussball schon weitaus schlimmere Fehlschüsse.

        Die Distanz lag bei etwa 35m, bei nicht ganz mittiger Position. Näherungsweise überschlagen ist das so, als müsste der Schütze vom Elfmeterpunkt in ein gut 2m breites, leeres Tor treffen – und zwar scharf aus vollem Sprint getreten und dabei mit zwei Gegenspielern im Nacken, die auch an den Ball wollen.

        Sicherlich würde wohl die Mehrheit der Stürmer aus der 2. Liga das Tor treffen, aber einige (wie Dovedan) eben auch nicht.

        Während ich die Frage spannend finde, wie leicht oder schwer es eigentlich ist, in dieser Situation ein Tor zu erzielen, halte ich es für sinnlos, nach dem Fehlschuss empört mit dem Finger auf Dovedan zu zeigen. Er wollte treffen, hat aber nicht getroffen – vielleicht, weil er Pech hatte, vielleicht weil ihm Qualität und/oder Nervenstärke fehlen. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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  • Ich sehe bei Mathenia auch keinen Fehler. Mühl ist viel zu weit weg vom Stürmer. Dazu noch unendlich langsam. Da muss er raus. Allerdings hat er keine Chance , dem Ball soweit entgegen zu kommen, dass er den Stürmer nachhaltig stören kann. Wäre er im Tor geblieben, hätte Antwi-Adjei den springenden Ball so gut treffen können, dass du als Torwart nahezu chancenlos bist! Eher hätte Mühl durch schnelles Zurücklaufen zur Torlinie eine Chance gehabt, so den Ball vor der Linie wegschlagen zu können….

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  • Nach mehrmaligem Betrachten des Gegentores muss ich leider auch konstatieren, dass Mühl in dieser Szene gar nicht erst richtig versucht, in den Sprint zu kommen.
    Vielleicht spekuliert er angesichts dessen, dass Mathenia rauskommt, um den Winkel für den Schützen zu verkleinern, darauf, dass Antwi-Adjei einen Haken macht oder einen Heber über Mathenia versucht, das sieht fast so aus. Denn Mühl kann definitiv deutlich schneller sprinten. Und dass Mathenia seinen „Abstützarm“ (siehe Kommentar von Blitz) nicht hinter seinen offenen Beinen als quasi drittes Bein stellt alte ich auch für ein Versäumnis, das vielen Torhüter nicht mehr unterläuft. So gesehen war es ein Fehler von Mathenia UND Mühl, auch keine gute Abstimmung. Aber der Pass auf Antwi-Ajei war auch einfach perfekt getimt und ging genau in die Schnittstelle.

    Zu Dovedan:
    Dass er mit dem Ball läuft und von zwei bis drei Paderbornern verfolgt wird, als er auf das leere Tor zuläuft, ist zwar für ihn in dieser Sekunde ein Stressfaktor, aber als Fußballspieler weiß man, dass man einen solchen Ball zumindest so schießen muss, dass er länger durch die Luft fliegt, um den Drall nach außen, der Dovedans Schussversuch letztlich auch zu dieser, wie belschanov meint, Stümperei hat werden lassen, zu minimieren. So viel Mut darf man bei einem Spieler seiner Klasse schon voraussetzen, denn so ein Flachschuss ist ein Zeugnis von mangelndem Selbstvertrauen.

    In Würzburg muss der Club mindestens dieselbe Intensität an den Tag legen, um eine Chance auf weitere drei Punkte zu haben. Ich hoffe sehr, dass Klauß rigoros auch nach Wille und Einstellung aufstellt und keine Ausnahmen mehr macht – so wie es gegen Fürth und Paderborn der Fall war. Meine Befürchtung ist nämlich, dass der Club nach dem Würzburg-Spiel im schlechtesten Fall nur noch einen oder maximal zwei Punkte holt.
    Auswärts in Aue ist immer hart, gegen Kiel, Bochum und den HSV rechne ich mit Gegnern, die einfach alles reinwerfen, um den möglichen Aufstiegsplatz zu erreichen, gegen Heidenheim ist es nie einfach, da kann alles passieren.
    Und bevor es am letzten Spieltag nach Hannover geht, sollte unbedingt die rechnerische Möglichkeit, noch absteigen zu können oder auf dem Relegationsplatz zu landen, ausgeschlossen sein.

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  • Mathenia ist für mich insoweit schuldlos, so eine 1:1 Situation geht mal rein mal nicht 50:50, in dem Fall ging sie rein, weil es clever getimet und unter ihm durchgeschoben wurde. Ist ja auch Physik Mathenia kann nicht im Fallen mit einem Arm den Raum unter ihm zumachen 🙂 egal ob er sie nun vor oder hinter dem Körper hat .. Wer da eine interessante Technik hat ist Manuel Neuer, der sich vom Handball Anleihen genommen hat in die Hocke zu gehen und links und rechts mit den Armen runter zu gehen.. ganz anderer Ablauf und recht erfoglreich.

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  • Ich frage mich warum sich Markus selbst disqualifiziert hat .Er hat die Szene mit Dovedan perfekt analysiert. Das er seinen Unmut darüber mit einer so genannten Stammtischparole äußert ist doch nur allzu verständlich. Wir sind ja hier nicht beim literarischen Quartet.

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  • Dovedan hat ein solides Spiel abgeliefert.
    In Erinnerung bleibt der Zuckerpass auf Schäffler und ein sehr gutes Antizipieren der Situation nach der Paderborn-Ecke, als er sich sehr wach und auch durchsetzungsstark auf den Weg zum 3:1 machte, mit Ball gegen 2 Paderborner ohne.
    Er macht alles richtig, er schießt nicht zu früh, nicht zu spät, nicht zu riskant, aber aus so einer Situation kann man zwar sagen: Muss er machen, sollte er schon treffen, etc.
    Kann man.
    Man kann aber auch festhalten, dass er diese Chance zu 90% selbst kreiert hat.
    Und wenn wir schon bei Wahrscheinlichkeiten sind, würde ich auf ca. 10-15%ige Torchance tippen, also ca. 0,15 expected Goal…

    Kein Vorwurf an Dovedan.
    Da müsste man bei Schäffler bei seinen beiden Chancen (Elfer und nach Dovedan-Pass) deutlich mehr die Augenbrauen hochziehen…

    Antwort
    • Gehe ich mit, 80% hätten sich beim Ballgewinn nicht durchsetzen können, er gewinnt ja erst noch einen Zweikampf. Insgesamt hat sich Dove positiv eingebracht, der Pass auf Cheffe war klasse, eines 10ers würdig. Dass Cheffe den nicht macht, ist ja nicht Dovedans schuld. Trifft Cheffe, wird Dovedan für den Pass gefeiert, so bleibt nur die unglückliche Szene hängen.

      Am Ende ist Dovedan der Prügelknabe, obwohl Schäffler weitaus eindeutigere Chancen liegenlassen hat.

      Ich finde schon, dass Dovedan zuletzt wieder ein bisschen besser in Form kommt.

      Antwort
  • Zu Dovedan, Zugegeben sieht doof aus, aber ich stelle mir gerade die Kritiker hier vor im Vollsprint über 60m-70m bedrängt von je einem Verteidiger links und rechts was da für Abschlüsse rauskämen, wenn es überhaupt zu einem kommt.. 🙂

    Antwort
    • Das ist dann aber auch für jeden anderen Spieler auf dem Platz gültig-die wenigsten Kritiker hier dürften auf 2.Liga Niveau kicken

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      • Das ist klar, aber so einfach ist es eben auch auf dem Niveau nicht, wenn man im Vollsprint 2 Verteidiger im Nacken hat einer davon schon auf den Füßen steht und reinstochert, ich schätze da würden 20%-30% verschießen unter Pflichtspieldruck . Aber ist ja alles gut gegangen am Ende.

        Antwort
        • Seh ich auch so. Minimal zu viel Innenrist erwischt und zu sehr in die Mitte gezielt (anstatt etwas in Richtung kurzes Eck, um so den Effet-Effekt auszugleichen) und schon geht er aus der Distanz vorbei.
          Früher gab es doch im Frankenstadion diese Halbzeit-Gewinn-Aktionen, wo einzelne ausgeloste Fans vom Mittelpunkt aus aufs leere Tor zielen durften (völlig unbedrängt) – DAS waren klägliche Versuche! 🙂

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          • Null Vorwurf an Dovedan. Es redet sich leicht, wenn man nicht in der Situation ist. Schaut blöd aus, aber unter Druck aus der Entfernung… ja, der Innenrist hat die Kulle nausdreht. Die Häme kann sich die BILD sonstwo hin stecken.

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    • Wenn eigene Qualität als Grundlage für Kommentare notwendig ist, dann können wir hier aber die Kommentarfunktion schließen.

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      • Nein aber bei mancher Kritik die ins bisweilen ins lächerlich machen geht vielleicht doch mal emphatischer reinversetzten, dass es auf dem Platz unter dem Druck und der Handlungsgeschwindigkeit doch nicht so einfach ist, wie viele scheinbar glauben. Aber nicht nur hier Dovedan hat es mit der Szene ja in viele Redaktionen geschafft, die mehr über die Szene berichten als über den FCN Sieg.

        Antwort
  • Dovedan hatte in seinen beiden Jahren in Heidenheim jeweils einen Kicker-Notenschnitt von 3,07. Bei uns liegt dieser bei 4,17 bzw. bei 4,22. Es ist also nicht so, daß er bei uns ein bißchen schlechter spielt als in Heidenheim, sondern über längere Zeiträume von einem neutralen Fachmagazin deutlich schlechter bewertet wird. Er hat bei uns mittlerweile auf verschiedensten Positionen gespielt, Klauß hatte ihm im Laufe der Rückrunde viele, viele Spiele hintereinander das Vertrauen geschenkt um ihn aufzubauen. Gebracht hat es leider nichts. Er bringt einfach seine Leistung nicht. Da passt diese verpasste Chance von Sonntag einfach ins Bild. Ich erinnere mich auch noch an eine versiebte Chance in Pauli letzte Saison, als er aus 8 Metern über das fast leere Tor schoß. Und eine gezahlte Ablöse als Entschuldigung oder Grund für dauerhafte Nichtleistungen kann ich im Profi-Fussball nicht akzeptieren. Ich glaube einfach das die Beziehung Dovedan und FCN nicht passt. Muss ja nicht nur am Spieler liegen, aber ich glaube nicht, das da noch eine zufriedenstellende Konstellation daraus wird.

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    • Mal generell, weil es jetzt hier auch wieder ins Feld geführt wird: Die Kicker-Noten (und alle anderen Noten, egal wo) taugen nicht als Beweis für Leistungen. Das fängt schon damit an, dass es da keinen einheitlichen Bewertungsstandard gibt, sondern einzelne Redakteure strenger oder gnädiger bewerten. Torbeteiligungen führen auch automatisch zu besseren Noten, obwohl die halt nicht zwingend was über die generelle Leistung aussagen. Dazu fallen die Noten natürlich auch ergebnisabhängig aus und sind an die Erwartungen angepasst, in Nürnberg gibt die selbe Leistung in einem 1:1 gegen Osnabrück oder Braunschweig wahrscheinlich ne Note schlechter als beim jeweiligen Gegner. Und natürlich sind die Redakteure nicht „neutral“, sondern haben natürlich – wie jeder von uns – ihre Lieblinge, die besser oder schlechter wegkommen. Das kann man versuchen auszublenden, ganz schaffen kann man es nicht. Dazu kommt beim Kicker zum Teil noch ein anderes Problem, da macht einer alle 24 (Spieler plus Schiri plus Spiel) bis (theoretisch) 34 Noten. Da kann keine Benotung rauskommen, die Leistung wirklich sinnvoll erfasst. Andere Abläufe kommen da auch noch noch dazu: Noten werden meistens so ab der 65. Minute gemacht, teilweise ab der 75. Minute schon um die Zeit reintelefoniert und nur noch minimal angepasst, falls was passiert. Noten generell – ja, auch in der Schule – erfüllen dann auch keines der drei Gütekriterien: Sie sind weder valide, noch reliabel, noch objektiv. Daher kann man auch damit nicht operieren, um irgendwelche Leistungen zu beweisen. Von der Sinnhaftigkeit von Noten im
      Fußball mal ganz zu schweigen, weil man etwas benotet, ohne zu wissen, was eigentlich genau die Aufgabenstellung war. Und ja, es gibt auch Vereinsverantwortliche, die das noch nicht verstanden haben, das man da nicht drauf schauen braucht.

      Antwort
      • Nun mögen die Noten grundsätzlich diskutabel sein. Doch zumindest eine Tendenz der Leistungen eines Spielers über einen längeren Erfassungszeitraum lässt der Notendurchschnitt doch wohl schon erkennen. Bei Dovedan passen die vergebenen Noten mMn recht gut zu seinen Darbietungen, zumindest mit dem Clubfan-Auge betrachtet. Nicht unterirdisch, sicher keine Leistungsverweigerung, aber eben auch selten besser als ausreichend.

        In Heidenheim war er ein prägender Spieler. Aber kein Zauberer, kein wilder Kämpfer oder Dauersprinter. Doch im Regelfall mit ordentlicher Leistung, die er mit Scorerpunkten effektiv aufwertete. Entsprechend besser fiel dort auch der Notenschnitt aus.

        Antwort
  • Off Topic mal eine etwas andere Frage, angenommen wir schaffen relativ stabil drin zu bleiben und den Abstieg zu vermeiden das Zittern ist dann irgendwann vorbei und Fürth steigt aber direkt in die 1. Bundesliga auf. Wie fühlt sich das als Fan an, das alles gut ist? oder dass, regional betrachtet, irgendwas komplett falsch läuft? 🙂 Es wäre ja auch formal ein absoluter Rollentausch in der Fußballregion. Fürth wäre dann ggfs. auch sportlich attraktiver für den Top Nachwuchs. Gönnen oder wurmt es?

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    • Gönnen für die jahrelange Konstanz und erkennbare Linie in ihrem Handeln und den zugegebenermaßen nicht unattraktiven Fußball.

      Sehe für sie ordentliche Chancen auf den Klassenerhalt. Sie werden den Fehler des letzten Aufstiegs keinesfalls mehr wiederholen, als dem Aufstiegskader praktisch keine Qualität zugeführt wurde. Das Kleeblatt hätte wegen der massiv gestiegener Erstliga-Fernsehgelder deutlich mehr finanziellen Spielraum. Dank Corona-Sparprogramm, dass die meisten Vereine notgedrungen durchziehen, dürften passable Erstligaspieler zu günstigen (Leih-) Konditionen auf den Markt kommen. Man könnte sich somit relativ preiswert gut verstärken und darüberhinaus noch Schulden abbauen. Wenn sie es geschickt anstellen können sie den Club auf Jahre distanzieren.

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    • Fürth gehört für mich zu den sympathischen Vereinen im Fußball, seriös geführt und sie machen das beste aus ihren Möglichkeiten. Dazu versuchen sie seit Jahren einen offensiven, schönen Fußball zu spielen. Dazu aus Franken. Sollten Sie Aufsteigen freue ich mich für den Verein. Was sie dann aus dem Aufstieg machen liegt ja nicht nur an ihnen. Wir werden sehen, von Bundesliga 12/13 reloaded bis Überraschung. Allerdings fürchte ich nach den feststehenden Abgängen, dass es eher wieder ähnlich wie 12/13 läuft.

      Allerdings wird das in Fürth keinen stören, die werden dann auch in Liga 2 wieder ihr Ding durchziehen und sich berappeln. Ich denke es wird dann aber weniger lang dauern, als zuletzt, weil der Verein wieder stabiler dasteht.

      Für uns ist das Abschneiden von Fürth vollkommen egal, klar der eine oder andere lokale Sponsor könnte schon auch zum Ronhof schielen, aber dann müssen wir halt andere Pluspunkte ins Rennen werfen. Wir müssen endlich mal unser Ding machen und nicht auf andere schauen. Gibt genug zu tun, Konsolidierung nach Corona, ein reines Fußballstadion, wir sind bald der letzte Verein in Liga 1 und 2, der noch kein echtes Fußballstadion hat. Personelle Konstanz und eine eigene Spielphilosophie, die die richtigen Entscheidungen für die sportliche Leitung erst ermöglichen. Denn ohne eine eigene Idee sind die Entscheidungen für einen Trainer oder Sportvorstand doch ziemlich erratisch.

      Schade wäre der Aufstieg von Fürth, weil es dann kein Derby gäbe, auch wenn wir da zuletzt oft nicht erfolgreich waren, ist es ein besonderes Spiel, das auch überregionale Aufmerksamkeit schafft.

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      • Ich würde das Fürth auch gönnen. Allerdings finde ich die Lobeshymnen etwas übertrieben. Vielleicht habe ich durch die Bedeutungslosigkeit der Fürther am Untermain nicht alles so mitbekommen. Aber ich meine doch, dass Hack vor gar nicht allzulanger Zeit auch nicht unumstritten war.

        Probleme habe ich mit der geforderten Spielphilosophie. Grethlein ist zwar Philosophe, aber ob wir wirklich so eine Philosophie von ihm erwarten, bezweifle ich.
        Bleiben also doch wieder nur die üblichen Verdächtigen, die so etwas ausarbeiten können. Mit Rebbe haben wir jetzt wieder einen mehr, den wir zwar bezahlen müssen, der aber genauso schnell weg ist wie seine Kollegen Klauß und Hecking, wenn es nicht läuft.
        Von wem also möchtet ihr diese ausgearbeitet Spielphilosophie, die hier ständig angeführt wird und wie soll diese aussehen ? Grethlein hat seinen Plan schon verraten, junge Spieler verpflichten, ausbilden und teuer abgeben. Vielleicht ist es das schon.😉

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  • Eher gönnen!
    Sollte Fürth aufsteigen, werden die es nicht schaffen, sich zu halten, dazu sind die vorhandenen Mittel einfach zu dünn. Wir müssen uns auf uns und eine längerfristige kontinuierliche Aufbauarbeit konzentrieren. Inwiefern Fürth uns dabei Mittel abgraben kann ist zweitrangig. Das Geschäft ist doch irgendwie zu schnellebig, als dass man das vorhersagen könnte.

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  • Dem SV Darmstadt 98 haben es auch die wenigsten zugetraut oben zu bleiben.

    Nachdem der KSC in Quarantäne muss hat Aue 10 Tage Vorbereitung auf den FCN.
    Der FCN etwas mehr als 72 Stunden.

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  • Wie so vielen „kleineren“ Vereinen droht auch Fürth Opfer des eigenen Erfolgs zu werden. Mit Raum, Ernst und Jaeckel haben sie schon unabhängig vom Saisonausgang drei Leistungsträger verloren (die ersten beiden sind schon offiziell, bei Jaeckel nur noch Formsache).
    Dazu laufen die Verträge von Mavraj, Green, Hrgota und Nielsen aus, und mit der einzigen Ausnahme von Stach laufen alle anderen Verträge nur bis 2022.
    Selbst wenn sie den Aufstieg schaffen, droht ihnen ein ordentlicher Umbruch, wenn sie den Aufstieg verpassen, werden sie wohl vollends zerpflückt.
    Und es ist halt so, dass die große Stärke der Nachbarn, weswegen sie auch aktuell so gut dastehen, eben darin liegt, eine Mannschaft zu entwickeln. Aber viel weniger, eine aus Neuzugängen zusammenzustellen, auch weil sie trotz aller Erfolge finanziell einfach nicht mithalten können.
    Aufstieg oder nicht, ich befürchte, dass die Erfolgswelle der Fürther nach dieser Saison ein ziemlich jähes Ende finden wird.

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    • Was Fürth laut eigenen Worten auch ausdrücklich will, daß Spieler für andere Vereine interessant werden, das ist ihre wirtschaftliche Lebensversicherung ihr Modell. Das hat Azzouzi neulich erst wieder ausgeführt. Fürth kann es irgendwie wie kein anderer Verein zu kompensieren und sich immer wieder erfolgreich neu aufzustellen. Sollten sie den Aufstieg schaffen bin ich auch gespannt, wie sich das Modell dann in der 1. Liga bewährt. Vielleicht wird Fürth ja sogar ein zweites Union Berlin, wer weiß. Union hatte nach dem Aufstieg auch nur sehr begrenzte wirtschaftliche Möglichkeiten.

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      • Fürth ist aktuell das Modell Freiburg der zweiten Liga.
        Die machen einen guten Job mit bescheidenen Mitteln. Ich bin sehr gespannt, wie sie im Falle eines Aufstiegs agieren.

        Der Vergleich mit unserem letzten Ausflug in Liga 1 ist da durchaus möglich.

        Und wer weiß, vielleicht bauen wir ein neues Stadion auf die Stadtgrenze und beide Vereine fusionieren doch noch zur SpVgg RG Franken…

        Haben Mühl und Behrens schon einen neuen Verein?

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        • Fürth ist aktuell das Modell Freiburg der zweiten Liga.

          Nur in Teilen, dafür ist zuviel Fluktuation im Kader und auch auf der Trainerposition.

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  • Ich erhoffe mir,dass sie gegen Sandhausen und Braunschweig gewinnen oder zumindest nicht verlieren… der Rest ist mir egal! Steigen sie auf,erspart es uns mindestens eine Saison die obligatorische Derby Heimniederlage…! 🙂
    Mein Tipp ist aber eher Platz 3 und scheitern in der Relegation! So oder so,der Erfolg wird nicht länger anhalten,Leistungsträger werden weggekauft und immer klappt es auch nicht mit den eigenen Talenten…aber wer weiß, alles ist möglich,siehe Union…!

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    • Ich tippe eher auf einen direkten Aufstiegsplatz bei den Fürthern, der HSV wird es schon wieder irgendwie schaffen am Ende zu vergeigen oder auf dem Relegationsplatz zu landen.

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