Schritt zum Klassenerhalt! Club verdient sich Sieg in Aue

Der 1. FC Nürnberg gewinnt bei Erzgebirge Aue verdient mit 0:1, weil man über die gesamte Spielzeit die aktivere Mannschaft war. Das goldene Tor macht Robin Hack in seinem Comeback.

30. Spieltag 2020/2021
0 : 1

Zur Pause ein torloses Remis der besseren Art, worauf man nicht mal mit dem 888Sport Bonus zwingend gesetzt hätte. Der Club musste kurzfristig und vielleicht auch mittelfristig auf Schäffler verzichten, mit Borkowski und Shuranov standen zwei 19-jährige in vorderster Front. Moeller Daehli wieder auf der 10, weil Nürnberger ins Team zurückkam und mit Geis und Krauß die Mittelfeld-Raute bildete. Hinten verteidigte Margreitter für den angeschlagenen Mühl neben Sörensen, Valentini und Handwerker wie gewohnt auf den Außen. Nach abtastenden Beginn übernahm der Club die Initiative und kam nach feinem Zusammenspiel von Geis, MMD und Shuranov zum ersten gefährlichem Abschluss – aus spitzem Winkel an den Pfosten. Danach immer wieder gefällige Aktionen und Chancen, bei denen allerdings die letzte Entschlossenheit fehlte. Die zeigte dafür in den Zweikämpfen Aue, wurde von Manuel Gräfe aber dafür nicht belangt. So ging es trotz mehr Aktionen und Chancen für den Gast mit einem Remis in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel beginnt der Club noch eine Spur aktiver und musste weiter die lange Leine von Gräfe zur Kenntnis nehmen. Gonther hat die Hand an Krauß als letzter Mann, in der Vorwoche profitierte man mit Mühl allerdings von einer ähnlichen Regelauslegung. Als es schon nach einem torlosen Remis oder gar einem Lucky Punch des Gastes aussehen wollte, schlug die Stunde des eingewechselten Robin Hack. Intuitiv sprintete er zum Ball, erreichte den eigentlich nicht so gewollten Pass von Krauß und spitzelte die Pille unter Männel durch ins Tor (85.).

Danach rührte Klauß Beton an, brachte Behrens und Mühl für Shuranov und MMD, und wurde trotz etwas Zittern – Handwerker riskierte viel beim Klammern des Gegners im eigenen Strafraum, profitierte hier aber umgekehrt von Gräfs Linie – am Ende verdient für eine engagierte und über die gesamte Spielzeit auch gut organisierte Leistung belohnt.

Ein mehr als wichtiger Erfolg in Richtung Klassenerhalt vor den folgenden drei schweren Aufgaben in den englischen Wochen. Natürlich bleibt dem leid-geprüftem Clubfan auch trotz Abstiegswahrscheinlichkeit unter 1% ein mulmiges Restgefühl („Wir melden uns vom Abgrund!“), aber sachlich nüchtern betrachtet dürfte der sichere Klassenerhalt nur noch eine Frage der Zeit sein, da auch die hinter einem stehenden Vereine ja erstmal punkten müssen – was sie zuletzt alle weitgehend unterlassen haben, wie aktuell Braunschweig. Für Sektkorken ist es also zu früh, die Planungen für die kommende Saison wird es für Rebbe und Hecking allerdings sichtlich erleichtern.

9 Gedanken zu „Schritt zum Klassenerhalt! Club verdient sich Sieg in Aue

  • Hatte mir das Spiel aufgenommen und nun angeschaut. Das war auf jeden Fall ein gutes Auswärtsspiel und ein hochverdienter Sieg. Eine klare Steigerung zu dem Spiel in Würzburg und ein gaaaanz wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt. Nicht alles Gold was glänzte aber heute mal nix zu meckern. Nur freuen und bissl durchatmen. Super!

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  • Sicherlich kein optischer Leckerbissen, der war aber auch nicht zu erwarten. Heute hat neben dem Ergebnis vor allem die Einsatz- und Laufbereitschaft sowie das Zweikampfverhalten unserer Spieler gestimmt. Sicherlich kann man in der Präzision der Flanken und der Ausführung von Standards, am letzten Zuspiel und im Abschluss im 16er der Gegner noch weitere Fortschritte erzielen. Positiv festzuhalten bleibt jedenfalls, dass uns Fans schon deutlich schlechtere Spiele zugemutet wurden. Eine (wenn auch sehr späte und leider nicht immer konstante Weiter-)Entwicklung des Spiels unseres Glubbs ist erkennbar. Der beherzte Auftritt unserer Mannschaft sowie die aktuelle Tabellenlage machen jedenfalls Mut für den Klassenerhalt bei einem sicherlich nicht einfachen Restprogramm.

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  • Bin sehr sehr erleichtert.
    Weder der SVS noch Osnabrück erreichen 37 Punkte.
    Ja der Manuel Gräfe aus Berlin ist anders aber meistens gut bis sehr gut.
    Danke an den Platzwart von Aue.

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  • Erfreulich auch, daß wir mit einer Einwechslung das Spiel entscheiden konnten, das kam die letzten Jahre zu selten vor.

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  • Erfreulich, gut gemacht, Jungs! Kurz zurücklehnen ist erlaubt. Mehr aber nicht, den unser Restprogramm ist deftig wie wohl nie zuvor und gerettet sind wir definitiv noch nicht. Warum ich dennoch an den Klassenerhalt glaube und nicht, dass sich Günther Koch wieder vom Abgrund melden muss? Natürlich wird auch die Konkurrenz noch punkten. Doch ich traue dies auch unserer Mannschaft zu, selbst und erst recht gegen die Top-5 der Liga. Der positive Trend ist unser friend!

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  • „…und musste weiter die lange Leine von Gräfe zur Kenntnis nehmen.“

    Ich muss sagen, ich hab diese lange Leine extrem genossen. Kein Geziere und Gejammer, sondern körperlich rassige Zweikämpfe um den Ball. Auch keine endlosen Diskussionen und lächerliche Elfmeterforderungen. So mag ich Fußball!

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  • Es war ein schwacher Gegner, aber wir Würzburg, Braunschweig, Sandhausen etc. waren auch schwach. Insofern darf man Klauss und die Truppe auch mal kräftig for eine souveräne und dominante Leistung loben. Klauss u.a. dafür, dass er endlich mal über seinen Schatten gesprungen ist und Mühl draussen gelassen hat. Genau seine Aussetzer haben uns gestern positiv gefehlt. Die Mannschaft, die sich nicht wie häufig nach einem guten Start, zurückfallen hat lassen. Ich würde mir wünschen, dass Klauss die Doppelspitze Borkowski, Shuranov im Vorgriff auf die kommende Saison weiter ausprobiert und Schäffler, der seit Monaten außer Form ist, nur von der Bank bringt.

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