Tatsächlich souverän – Analyse zu Aue #FCN #AUEFCN

Analyse zu Erzgebirge Aue – 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0) – Der FCN gewinnt in Aue und war über 90 Minuten die bessere Mannschaft.
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Robert Klauß musste etwas umstellen, nachdem Manuel Schäffler sich unter der Woche mit einem Innenbandanriss im Knie abgemeldet hatte. Der Trainer des FCN entschied sich für Dennis Borkowski als Sturmpartner von Erik Shuranov. Außerdem ersetzte Georg Margreitter Lukas Mühl in der Startelf. Mühl war gegen Würzburg verletzt ausgewechselt worden und nicht voll belastbar. Voll belastbar war dagegen Fabian Nürnberger. Der kehrte ins Mittelfeld zurück, nachdem er in Würzburg gefehlt hatte. An seiner Stelle rutschte Fabian Schleusener aus der Startelf, am Ende sogar aus dem Kader, er wurde als „angeschlagen“ gemeldet. Ebenso fehlten Oliver Sorg (Rücken), Pius Krätschmer (Oberschenkel) und Paul Besong (Trainingsrückstand). Dafür kehrte erstmals nach vielen Wochen Robin Hack in den Kader zurück. Dieser umfasste wegen der zahlreichen Verletzungen nur 18 statt 20 Mann. 

Der Club agierte in der Grundordnung im 4-4-2 mit Raute, das in den letzten Wochen für viel Stabilität gesorgt hatte, presste im 4-3-3 mit Borkowski-Shuranov und Møller Dæhli und sorgte so dafür, dass Aue ziemlich schnell genervt war und im Aufbau fahrig agierte. Der Club dagegen begann nach vorne sehr strukturiert, hatte gleich nach sieben Minuten die erste dicke Chance, als Møller Dæhli Shuranov frei spielte und der Youngster den Ball an den Pfosten setzte. Kurz darauf hatte Aue eine von zwei guten Gelgenheiten im gesamten Spiel, doch Margreitter fälschte einen Schuss von Strauß neben das Tor ab. In der Folge blieb der Club spielbestimmend ohne sich die ganz großen Chancen herauszuspielen, das lag zum Teil daran, dass er umständlich agierte, Shuranov versuchte, nachdem er frei vor Männel stand, einen Chippass Richtung Borkowski, zum Teil auch an Abschlussschwächen wie bei Valentinis oder Borkowskis Kopfball. Insgesamt aber blieb der Club sehr dominant, hielt Aue gekonnt vom eigenen Tor fern und spielte zumindest bis in den Strafraum gefällig.

Das Bild blieb auch nach der Pause bestehen: Der Club setzte Aue unter Druck, die spielten viele ungenaue Bälle, im Gegenzug kam der Club zu Abschlüssen, ohne dabei eben wirklich so ganz gefährlich zu sein. Die einzigen Chancen hatte der Club dann auch nach Standards, Margreitter traf sogar nach einem Freistoß, stand dabei aber klar im Abseits. Zu diesem Zeitpunkt hatte Klauß bereits einmal gewechselt, Dovedan war positionsgetreu für Borkowski gekommen. Der Österreicher hatte gleich mehrere Abschlüsse, die fast alle ungefährlich waren, nur der Flachschuss, den Männel mit dem Fuß zur Ecke wehrte, strahlte etwas Gefahr aus. Aue kam in dieser Phase einmal zu einem Konter, der wurde aber dadurch, dass Testroet über den Ball trat nicht gefährlich. 

Klauß wechselte ein zweites Mal, Hack kam für Nürnberger, dadurch rückte Møller Dæhli auf die linke Halbposition in der Raute, Dovedan und Hack wechselten sich auf der Zehn und neben Shuranov in die Spitze ab. Der Comebacker fügte sich gleich durch viel Energie und Zug zum Tor ein. Der zahlte bereits sieben Minuten nach der Einwechslung aus. Krauß spielte einen Pass in den Strafraum, der wurde von Breitkreutz so abgefälscht, dass Hack ihn als erstes erlaufen konnte und frei vor Männel stand, der dann keine Chance gegen Hacks Schuss hatte. Klauß reagierte postwendend, brachte Behrens und Mühl für Møller Dæhli und Shuranov und stellte auf 5-3-2 um. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen ließ der Club auch dann, als er etwas passiver wurde, nichts mehr zu. 

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 legt die Abschlüsse der beiden Mannschaften nebeneinander. Dabei sieht man einerseits, dass Aue es in 90 Minuten nicht schaffte, einen einzigen Schuss auf das Tor von Christian Mathenia zu bekommen und insgesamt nur sieben Mal in Richtung Tor schoss. Die Verteidigungsarbeit des FCN ist damit schon ganz gut beschrieben. Die Abschlüsse von Gnjatic (in der Szene, in der Mathenia sehr ungeschickt handelt) und Gonther (aus dem Ringkampf mit Handwerker heraus) waren zwar ebenso wie Testroets neben das Tor gehackter Konterabschluss aus nicht ungefährlichen Positionen, insgesamt aber, hielt der Club Aue gut vom eigenen Kasten weg. Die Abschlüsse des FCN dagegen zeigen eine weite Streuung. Viele Abschlüsse von außerhalb, die wenig gefährlich waren, aber auch einige Aktionen innerhalb, von denen das Tor tatsächlich die größte Gelegenheit war. Dass diese nicht nur erspielt, sondern dann auch genutzt wurde, machte am Ende den Unterschied.

Grafik 2 vergleicht die beiden Passnetzwerke. Dabei ist einerseits auffällig, dass bei Aue 44% der Pässe im eigenen Verteidigungsdrittel gespielt wurden und nur 14% im Angriffsdrittel. Aue stand also sehr tief und hatte seinen Ballbesitz, der am Ende bei 40 Prozent landete, vor allem in der eigenen Hälfte. Der Club dagegen spielte sich den Ball vor allem im Mitteldrittel (48 Prozent der Pässe) zu und stand auch insgesamt deutlich höher. Zum anderen sieht man an den Netzwerken auch, dass beim Club die drei Rautenspieler Krauß, Nürnberger und Møller Dæhli deutlich stärker eingebunden waren als die Mittelfeldspieler bei Aue. Auch dass sich Krauß und Nürnberger die Bälle von den Innenverteidigern abholten und der Aufbau insgesamt weniger als sonst über Geis lief, geht aus den Passkarten hervor.

Grafik 3 legt noch einige Indikatoren des Spiels nebeneinander. Auffällig ist beispielweise die geringe Zahl der langen Pässe über weite Strecken des Spiels; mit dieser Umstellung reagierte der Club auf das Fehlen von Manuel Schäffler. Der Ballbesitz war auch über weite Strecken des Spiels hoch. Aus der Grafik nicht ersichtlich, aber aus der Datenbank ablesbar ist noch ein weiterer interessanter Fakt. Nach Robin Hacks Tor hatte der Club in der folgenden knapp neun Minuten immer noch 57 Prozent Ballbesitz. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen überließ er also nach der Führung nicht dem Gegner den Ball, sondern spielte die Uhr hinunter und hielt so auch den Gegner vom Strafraum weg. Das sieht man dann auch daran, dass Aue auch nach der Führung des FCN weniger Angriffe (drei) ausspielte als der FCN (vier). 

3. Einordnung

Der Sieg war hochverdient. Es war über 90 Minuten wahrscheinlich sogar die konstanteste Leistung des Jahres 2021. Der Club schaffte es über ein ganzes Spiel, den Gegner mehr oder weniger unter Kontrolle zu halten. Die wenigen Chancen der Gastgeber waren darüber hinaus schwach und Christian Mathenia hatte wirklich kaum etwas zu tun. Der Club dagegen spielte über weite Strecken gefällig Fußball, hatte auch die besseren Chancen, wenn auch der Bereich der Torabschlüsse und der Pässe zu gefährlichen Abschlüssen weiter ausbaufähig bleibt. Am Ende schaffte es der FCN aber dennoch sich für die Dominanz zu belohnen, auch wenn er dafür dann etwas Glück benötigte.

Die Wahl von Robert Klauß in Aue – nicht nur, aber auch notgedrungen – auf Borkowski und Shuranov zu setzen, hatte am Ende positive Auswirkungen. Der Ball wurde wesentlich seltener lang geschlagen als mit Manuel Schäffler auf dem Platz. Das Spiel war auch deshalb ansehnlicher. Man kann mit dem fünften ungeschlagenen Spiel in Folge und zwei Siegen aus den letzten drei Spielen nun auch endgültig alle Abstiegssorgen hinter sich lassen. Sechs Punkte und ein Spiel auf Braunschweig, zehn Punkte auf Osnabrück, da fallen selbst die zwei Spiele mehr im Vergleich zu Sandhausen nicht mehr ins Gewicht, auf die man derzeit elf Punkte Vorsprung hat.

Doch nicht nur in dieser Hinsicht ist der Sieg in Aue richtungsweisend, oder kann es zumindest sein, er zeigte, dass der Aufwärtstrend durch die schwache Leistung in Würzburg eben nicht abgebrochen, sondern nur unterbrochen war. Die Mischung aus gefundener geeigneter Grundordnung und erhöhter Lauf- und Pressingbereitschaft zahlt sich derzeit aus. Der Blick kann also nun etwas beruhigter nach vorne gehen, die restlichen fünf Spiele dürfen zwar nicht zum Austrudeln benutzt werden, es könnten aber die ersten einigermaßen entspannten Wochen beim FCN in vielen Jahren werden. Die müssen nun hinter den Kulissen zu den richtigen Entscheidungen genutzt werden, um den Kader auch strategisch so zu planen, dass er dem Fußball, der gespielt werden soll, entspricht. 

4. Die Kennzahlen

Aue   Nürnberg
0 Tore 1
0,56 expected Goals 1,42
0 Post Shot xG 0,72
0,56 xG ohne Doppelchancen 1,42
7 Schüsse 20
0 Schüsse aufs Tor 8
1 Ecken 3
3 Freistöße 6
15 Fouls 5
16,7 PPDA 11,5
5,3 Challenge Intensity 6,1
18 Spieltempo 16,4
7 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 18
00:13 Ballbesitzdauer (Ø) 00:15

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Wir sind sehr zufrieden über den Auswärtssieg. Ich denke, dass das in Summe ein verdienter Auswärtssieg war. Wir hatten viele Torabschlüsse, hatten einen guten Ballbesitz. Wir mussten immer wach sein auf die Umschaltmomente von Aue. Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine Phase, wo wir ein bisschen die Kontrolle weggegeben haben. Das haben wir danach aber wieder gut hinbekommen. Mich freut es, wie wir das Tor gemacht haben, mit einem tiefen Lauf hinter die Kette gekommen, dieser Laufweg ist wichtig. Ich bin sehr zufrieden, das war eine sehr reife Leistung. Darauf können wir aufbauen.“

Dirk Schuster: „Glückwunsch an Nürnberg zum Sieg. Das Tor war etwas glücklich. In der ersten Halbzeit haben wir ein taktisch geprägtes Spiel gesehen, beide Mannschaften haben sich fast neutralisiert. Nürnberg hatte mehr Spielanteile. Im gesamten Spiel haben wir den Ball nach Balleroberung zu leicht hergeschenkt. Von der Mentalität her haben wir alles in die Partie reingepackt. Wir haben ein paar Abschlüsse zugelassen, aber keine hochkarätigen verzeichnet. Wir hatten auch keine gehabt. Wir haben uns vorne teilweise selber im Weg gestanden.“

Enrico Valentini: „Ich bin überglücklich. Ein Sieg in Aue ist viel wert, weil sie sehr heimstark sind. Wir haben uns vorgenommen, es so anzugehen wie gegen Fürth und Paderborn. Das ist uns gelungen. Aue ist vor allem hier zu Hause nicht einfach zu bespielen. Deswegen ist dieser Sieg umso süßer. Das war auch tabellarisch ein guter Schritt nach vorne, der uns Selbstvertrauen gibt. Jetzt kommen gute Gegner, die auch mit dem Ball was anfangen können. Vielleicht liegt uns das noch mehr und wir können sie ein bisschen ärgern.“

Martin Männel: „Wir haben intensive 90 Minuten hinter uns. In der ersten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht. Da hat man auch gesehen, dass zwei Mannschaften auf dem Platz stehen, die gewinnen wollen, wenn auch viel mit langen Bällen gespielt wurde. In der zweiten Halbzeit haben wir dann besser gespielt und auch die Nürnberger haben den Ball besser laufen lassen. So richtige Torchancen hatten beide Seiten nicht. Am Ende ist es mit diesem Ping Pong Tor etwas bitter gelaufen. Das stellt den Spielverlauf ein bisschen auf den Kopf. Das war eigentlich ein 0:0-Spiel.“ 

Johannes Geis: „Es war heute von der ganzen Mannschaft eine sehr reife Leistung. Man weiß aus Erfahrung, wie schwer es ist, in Aue zu spielen. Ich glaube, wir haben in allen Belangen verdient gewonnen. Wir waren super vom Trainerteam eingestellt und haben eine starke Mannschaftsleistung gezeigt. Dass Robin Hack gleich bei seinem Comeback wieder trifft, passt natürlich wunderbar. Es ist schön, dass wir als Mannschaft durch dieses Tor belohnt wurden. Es haben heute wieder alle mitgezogen, wie in den letzten Spielen auch schon. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 3- 3,5 3,5 3 6,8/10
CU-Urteil: Eine wacklige Aktion, bei der er beide Innenverteidiger abräumte, sonst gut.
Enrico Valentini +3 3 2,5 3 7,0/10
CU-Urteil: Nach hinten souverän, offensiv bemüht und auch mit guten Ideen ohne wirklich durchschlagend zu agieren.
Asger Sörensen +3 3,5 3 3 7,0/10
CU-Urteil: Fast immer sehr souverän und abgeklärt.
Georg Margreitter 2- 3 3 2 7,1/10
CU-Urteil: Sehr souverän im Kopfballspiel vorne wie hinten.
Tim Handwerker 3- 4 4 4 7,1/10
CU-Urteil Die Flanken, oh, die Flanken. Wären die etwas besser, es wäre sogar eine Leistung in der Nähe von „gut“ gewesen.
Johannes Geis 3- 3,5 3,5 3 7,0/10
CU-Urteil: Einige schöne Seitenwechsel und tiefe Bälle. Aber auch ab und zu mit wilden Entscheidungen.
Fabian Nürnberger 2- 3,5 3 2 6,8/10
CU-Urteil: Die Dynamik und die Balleroberungen waren ein Schlüssel zur Dominanz des FCN.
Tom Krauß 2- 3,5 2,5 2 6,8/10
CU-Urteil: Viel Aggressivität, eine – leicht zufällige – Torvorlage, nicht immer ganz strukturiert im Aufbau, aber wichtig.
Mats Møller Dæhli 2- 3 2,5 2 7,3/10
CU-Urteil: Ganz viel Kreativität, auch viel Aggressivität im Pressing. 
Dennis Borkowski +4 4 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Bemüht, aber nicht immer zielstrebig und manchmal etwas lässig, aber gut im Pressing.
Erik Shuranov 3 3,5 3 3 7,1/10
CU-Urteil: Sehr agil, sehr aggressiv, gute Torchance. Machte seine Sache gut.
Nikola Dovedan 4 3 7,1/10
CU-Urteil: Hatte kein Gespür für den Raum und knallte zwei Freistöße ins Nirgendwo.
Robin Hack 1 1 7,6/10
CU-Urteil: Bekommt für den Treffer und die Wendigkeit einfach mal das Prädikat „sehr gut.“
Lukas Mühl -/10
CU-Urteil: Spielte die Schlussphase als zusätzlicher Verteidiger. Haute am Ende per Kopfball vieles raus. 
Hanno Behrens -/10
CU-Urteil: Kam zur Ergebnissicherung. Machte das auch gut.
  -/10
CU-Urteil:  

33 Gedanken zu „Tatsächlich souverän – Analyse zu Aue #FCN #AUEFCN

  • Gut gemacht Jungs!
    Freue mich heute schon auf ein Wiedersehen mit Schalke.
    Schöne Woche noch und bis Samstag ,zum nächsten 3er. (Klassenerhalt)

    Antwort
  • Ich kann mich irren, aber gestern hat Klauß auch zum ersten Mal ein Lob für seine Wechsel verdient.

    Antwort
      • Keine Ahnung, was ich mit dieser Antwortfrage anfangen soll Stoibers Heinzi.
        Wenn Klauß schon Spiele hatte in dem die Einwechslungen besser einschlugen, bitte immer her damit.
        Sollte es um irgendwelche Rechtschreibungsverbesserungen gehen, kann ich mich nur auf den Duden berufen, denn ich hatte keinen Leistungskurs in Deutsch.😉
        Und noch ein Wort zum nächsten Gegner, seit wann müssen wir Angst vor Heidenheim haben? Jetzt möchte ich auch, wie Flo schreibt, gerne sehen was die Mannschaft mit weniger Druck die letzten 5 Spiele leisten kann.

        Antwort
  • Borkowski hat für mich keinesfalls eine 4 verdient. Natürlich waren seine Aktionen mit dem Ball teilweise sehr unglücklich. Allerdings hat er mit seinem Pressing oft Ballverluste herbeigeführt, die dann zu einem Torabschluss geführt haben.
    Aber natürlich wie immer eine Top Analyse

    Antwort
  • „Man kann mit dem fünften ungeschlagenen Spiel in Folge und zwei Siegen aus den letzten drei Spielen nun auch endgültig alle Abstiegssorgen hinter sich lassen.“

    Au weh, Flo, da teile ich Deinen Optimismus (noch) nicht. Dazu hab ich schon zu viel „dumms Zeuch“ als Clubfan erlaubt. Die Abstiegssorgen lasse ich erst hinter mir, wenn uns auch rechnerisch nichts mehr passieren kann. 😉

    Aber ansonsten volle Übereinstimmung, für mich die konstanteste Leistung über ein komplettes Spiel in dieser Saison, vor allem der vordere Teil der Raute mit Nürnberger, Krauß und Møller Dæhli unheimlich griffig, schöne schnelle Pässe, da hat man die Idee, wie der Coach Fußball spielen lassen will, gut sehen können. Darauf gilt es jetzt aufzubauen, MMD fest verpflichten, Nürnberger und Hack halten, die „19jährigen Teenies“ (O-Ton Sky) weiter integrieren, dann sollte uns vor der Zukunft nicht Bange sein.

    Antwort
    • Da bin ich leider bei Dir! Nach dem Abstieg 1999 hab ich so lange ein ungutes „Restgefühl“ bis es rechnerisch sicher ist, leider.
      Obwohl wir damals aber auch massiv beschissen wurden…

      Antwort
    • Richtig. Immerhin sind wir der Club. Wir sind erst gerettet, wenn es auch rechnerisch nicht mehr möglich ist, abzusteigen.

      Antwort
      • .. wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist und gleichzeitig kein Punktabzug mehr droht ..

        Antwort
        • Tja,Freunde der Nacht….es ist noch nicht vorbei….Sandhausen führt wohl völlig verdient mit 2:0…..!
          Dieser HSV🙈

          Antwort
      • SV Sandhausen hat letzte Saison schon den HSV auf der Zielgeraden zerstört. Scheinbar sind sie das Schicksal des HSV. Sandhausen ist eigentlich der Grund warum Hecking heute bei uns ist 🙂

        Antwort
        • Der HSV…
          Eigentlich der wahre „Depp“ derzeit.

          Aber müssen diese Deppen ausgerechnet Sandhaufen stark machen???

          Antwort
          • Ach was.
            Wenn schon Sandhausen Hamburg batscht, schaffen wir das doch erst recht. Die Hamburger sind in der Rückrunde ein Schatten ihrer Leistung der Hinrunde…

            Wenn Sandhausen weiter punktet, dann ist Braunschweig die Referenz für Platz 16. Und Braunschweig hat nur noch 4 Spiele. 12 Punkte bei 6 Punkten Rückstand…

            Nö.
            Da passiert nichts mehr.
            Wir sind zu stark. Zumindest aktuell zu stabil.

            Mission 45!
            Sowieso!!

            Antwort
  • Ich hoffe viele Clubfans lernen in dieser Saison, dass es sich lohnt MIT dem Trainer durch eine Krise zu gehen, denn so können wir zum ersten mal seit langem AUF die Erfahrungen der Saison aufbauen und die Protagonisten haben die Chance auch aus den schlechten Spielen zu lernen. Mannschaft und Trainer wissen jetzt, es gibt für Schwierigkeiten Lösungen, ich hoffe und denke, dass das dazu führen wird, dass Schwächephasen schneller überwunden werden können.

    Natürlich werden wir auch nach dieser Saison wieder einen mittleren Umbruch haben, sprich die neuen Spieler müssen wieder integriert werden, aber jetzt gibt es endlich mal wieder eine Basis, einen Stamm in den die neuen integriert werden können. Das macht mich zuversichtlich, dass die nächste Saison besser wird, als die jetzige.

    Nach dem Spiel gegen Paderborn habe ich gesagt, dass das der Klassenerhalt war und ich denke gestern hat die Mannschaft das bestätigt. Würzburg ist eh weg, Regensburg, Aue und Hannover sind wieder mit hinten drin und bei Braunschweig, Osnabrück und Sandhausen sehe ich auch keinen dauerhaften Aufschwung. Dass da jetzt alle plötzlich durchstarten und nur wir abkacken wäre schon sehr überraschend, auch mit unserer Vorgeschichte. Man muss auch als Clubfan nicht ständig schwarzmalen.

    Jetzt geht es darum die richtigen Schlüsse aus der Saison zu ziehen und das schwierigste, mit geringsten Mitteln die Abgänge zu kompensieren und dabei qualitativ zuzulegen. Das wird ganz sicher kein Selbstläufer. Aber ich habe zum ersten mal seit der Entlassung von Köllner/Bornemann wieder das Gefühl, dass sich bei uns etwas entwickeln kann, ich hoffe ich täusche mich nicht wieder.

    Antwort
    • Ob allerdings 33 Punkte zum Klassenerhalt reichen würden, wie Du prognostiziert hast, muss erst noch beweisen werden. 😉

      Egal, wir haben 36 Punkte und, rein realistisch betrachtet, wohl nun 5 Matchbälle, um die Klasse zu halten. Rein realistisch betrachtet spielt ein Absteiger auch ganz anders als wir gestern. Das war meiner Meinung nach eine richtig starke Leistung. Bei einer heimstarken, mentalitätsstarken Mannschaft. Bis zum verfehlten Field Goal von Dovedan konnte ich auch ganz entspannt zuschauen.

      Was die anderen machen, kann man eh nicht beeinflussen. Vielleicht gewinnt Osnabrück heute in Paderborn oder das Management in Osnabrück wechselt nochmal den Trainer. Vielleicht schlägt Sandhausen am Donnerstag den HSV und zieht daraus neue Energie. Wir wissen es nicht.

      Fakt ist: Es sieht gut aus, was den Klassenerhalt anbelangt. Und es macht Mut, was eine Perspektive anbelangt. Für ein Saisonfazit aber ist es meiner Meinung nach noch zu früh. Denn auch nach einem amtlichen Klassenerhalt gibt es Punkte für eine bessere Platzierung zu ergattern.

      Was dann womöglich ein höheres TV-Geld bringt. Und somit womöglich Mittel, um beispielsweise Möller Daehli fest zu verpflichten.

      Dass man Nürnberger halten kann, glaube ich leider nicht. Schade. Denn die Raute mit Krauß und Nürnberger auf den Außen ist durchaus mitverantwortlich für die gewonnene Balance. Was wohl auch Handwerker und Valentini so sehen dürften.

      Bin aber überzeugt, dass Hecking, Rebbe und Klauß neue Lösungen finden werden. Und wir in der nächsten Saison den nächsten Schritt gehen.

      Antwort
      • Ich sehe es nicht als ausgeschlossen Nürnberger noch 1 Jahr halten zu können, er macht einen sehr vernünftigen Eindruck und weiß daß ihm 1 Jahr mit Spielzeitgarantie für die Entwicklung noch gut tun würde, er hätte ja eine komplett andere Konkurrenz in der Bundesliga wenn er mit 20-50 Mio Spielern konkurrieren muss und es gibt ausreichend Beispiele die diesen Schritt zu früh getan haben. Außer wir müssen ihn aus wirtschaftlichen Gründen zu Markt tragen, das könnte sein, aber das kann ich nicht beurteilen.
        Am meisten vertraue ich auf das Duo Hecking/Klauß. Mich hat beeindruckt wie Klauß fokussiert geblieben ist trotz aller Häme und Druck der rund um die St. Pauli Heimniederlage, die er dann noch mit seiner Asymmetrie Rede ungewollt befeuert hat, aufkam. Es kamen ja auch Stimmen auf die einen erfahrenen Trainer gefordert haben, er blieb ziemlich ruhig, ich glaube das benötigt man um beim Club längerfristig arbeiten zu können. Klauß hat in seinem ersten Pro Jahr sicher schon dazu gelernt, fachlich habe ich an ihm keinen Zweifel. Die Frage ist ja immer kann man seine Ideen vermitteln, umsetzen und auch unter Druck bestehen. Das hat er in meinen Augen gemacht.

        Ich persönlich würde mich auch auf eine hochinteressante 2. Liga kommende Saison freuen wenn einige Granden zu Schalke, die ja feststehen, noch dazu kommen, den HSV sehe ich noch nicht oben und man muß sehen wie Hertha mit der Quarantäne und danach 6 Spielen in 14 Tagen klarkommt, das könnte möglicherweise die qualitativ hochwertigste Zweite Liga aller Zeiten werden kommende Saison und ich hoffe sehr dann auch wieder mit Zuschauer, man sehnt sich einfach nach der Atmosphäre zurück.

        Ich bin mit Hecking u. Klauß optimistisch aber es passieren schnell Dinge … Gedankenspiel, Flick wird Bundestrainer, Bayern legt 40 Mio für Nagelsmann hin und Leipzig? … erinnert sich vielleicht an einen jungen Trainer mit viel Potential .. Robert Klauß vielleicht nicht jetzt vielleicht in 1 Jahr? .. alles hypothetisch aber wir wissen wie schnell alles wieder gehen kann manchmal über Nacht.

        Antwort
        • Zu Nürnberger:
          Er dürfte sich spätestens mit seinen beiden Toren und seiner überragenden Leistung im Hinspiel gegen den FC Ingolstadt in die Notizbücher findiger Vereine gespielt haben.

          Es gab wohl schon damals Interesse an ihm – daher konnte Hecking laut Medienberichten nur mit Ausstiegsklausel verlängern. Insofern sagen Nürnberger und sein Berater an, was demnächst Sache ist.

          https://www.kicker.de/nuernberger-hat-eine-ausstiegsklausel-freiburger-interesse-4000000037066/transfermeldung

          Zu Klauß:
          Unser Trainer war zu Gast in der aktuellen Ausgabe von „Ka Depp“. Hörenswert.

          Antwort
          • Zweifelos gibt es Interesse, das Argument ist, bringt es ihn weiter oder noch 1 Jahr dran hängen und gewiss Stammspieler sein oder Kapitän. Das ist auch nicht Nichts.

            Ich kann mir aber gut vorstellen, daß uns wirtschaftliche Gründe dazu zwingen könnten.

            Antwort
            • Ob wirtschaftliche Gründe dazu zwingen würden, ist nicht relevant. Nürnberger hat eine Ausstiegsklausel. Punkt.

              Ob man aus wirtschaftlichen Gründen froh wäre, wenn Nürnberger die Ausstiegsklausel ziehen würde, glaube ich indes nicht. Erstens verliert man einen wichtigen Spieler. Zweitens könnte man in normalen Zeiten eine wohl deutlich höhere Ablöse erzielen als die von Medien erwähnten 2 Mio. Euro – eine weitere Entwicklung von Nürnberger vorausgesetzt.

              Wenngleich diese 2 Mio. Euro in einem massiven Käufermarkt, wo Angebot deutlich größer Nachfrage, so schlecht nicht sind.

              Antwort
              • Auch wenn du 5 mal schreibst er hat eine Ausstiegsklausel, er muß ja trotzdem erstmal weg „wollen“! Und das ist die Frage ob der Verein es auch will oder ihm noch eine interessante Perspektive für eine weitere Saison aufzeigen kann und will oder er den Weg geht, den einige vor ihm erfolglos beschritten haben und in der Versenkung verschwunden sind. Kommt es jetzt an? Ob der Verein um ihn kämpft und Mannschaftskapitän und Stammspieler ist für einen Jungen etwas oder sich sagt wir nehmen lieber die 2 Mio und Tschüß.

                Antwort
                • Natürlich wird ihm der Club eine interessante Perspektive aufzeigen und womöglich auch seinen Vertrag upgraden wollen…

                  …und Du glaubst allen Ernstes, dass wir ihm (derzeit) mehr bieten können als der SC Freiburg?

                  Ich will Dir die Illusion nicht nehmen. Würde mich freuen, wenn er bleibt. Man sollte das aber schon realistisch sehen.

                • Kammerbauer ging auch hoffnungsvoll nach Freiburg. Ergebnis? Ja ich glaube, daß Hecking ihm eine sogar sehr interessante Perspektive als Stammspieler und Kapitän aufzeigen könnte vielleicht noch 1 Saison weiterzumachen zur Entwicklung. Es geht nicht um Vertrag upgraden, er hat noch 2 Jahre bis 2023. Ich sag ja nur ich sehe das als realistische Option, aber wir kennen nicht alle internen (Beweg) Gründe, die 2 Mio Ausstiegsklausel liegen über dem derzeitigen Marktwert vielleicht nimmt der Club das auch gerne und sagt sich, Paßt so.
                  Man darf nicht vergessen Freiburg kann mittlerweile Transfers über 10 Mio problemlos stemmen, dort hat er andere Konkurrenz.

                • Hätte ein feines fränkisches Essen samt Seidla und Nachbrenner darauf gewettet, dass Du jetzt die Kammerbauer-Karte zückst. 😉

                  Ich sehe in Nürnberger deutlich mehr Potenzial als in Kammerbauer. Schon alleine aufgrund seiner Mentalität.

                  2 Mio. Euro für einen Perspektiv-Spieler ist auch für den SC Freiburg in der Pandemie eine größere Investition.

                  Womöglich sieht Streich in Nürnberger mehr als nur einen Perspektiv-Spieler.

                • Ich würde Kammerbauer nicht zum Deppen erklären 🙂 ich fand ihn auf einem guten Weg, sehr beweglich, giftig, gutes Spielverständnis, hat mir gefallen, habe ihn in der U19 schon gesehen wo er mir gut gefallen hat, ich verstehe es bis heute nicht warum er nur noch herumverliehen wird, ein Grund ist für mich, er hat diesen Schritt zu voreilig getan, daher Memo an Nürnberger… siehe oben

                  und Beispiel in der Kategorie Kammerbauer haben wir viele die letzten Jahre die dann in der Versenkung gelandet sind.

                • Niemand hat die Absicht, Kammerbauer „zum Deppen“ zu erklären, wie Du sagst.

                  Ich sehe in Nürnberger einfach nur mehr Potenzial. Dass Kammerbauer den Schritt nach Freiburg zu früh tat – ja, das ist wohl so.

                  Muss aber bei Nürnberger keineswegs so sein. Ein Vergleich hinkt. Pack Deine Kammerbauer-Karte besser wieder ein. 😉

              • Hätte ein feines fränkisches Essen samt Seidla und Nachbrenner darauf gewettet, dass Du jetzt die Kammerbauer-Karte zückst.

                Da werde ich schon fast wehmütig, hoffentlich geht sowas bald wieder, dann können wir bei selbigem über den FCN und die Welt diskuteren bis der Wirt uns rauswirft. Diskussions Ergebnisse geben wir danach bekannt 😮 Da wüßte ich sogar schon einen guten Austragungsort.

                Antwort
                • Solche Abende vermisse ich auch. Hätte ich auch große Lust drauf. Der Club ist ohnehin ein Abend füllendes Thema. Und gegen ein bisschen Trinksport ist auch nichts einzuwenden. Immer nur Bluna ist auch keine Lösung. 😉

  • Sehe ich auch alles so wie Armin und freue mich auf die neue Saison. Absteigen werden dieses Jahr andere Vereine.

    Das Spiel gestern war für mich eines der besten in dieser Saison – bis zum gegnerischen Strafraum sah das z.T. richtig gut aus und defensiv wurde konsequent und konzentriert gearbeitet. Wenn der Club daran in der nächsten Spielzeit anknüpfen kann, mit z.T. neuen Akteuren, könnte es endlich wieder Spaß machen, die Spiele regelmäßig anzuschauen.

    Antwort
    • Sehe ich auch so. Viel, viel weniger Fehlpässe als sonst. Gefühlt würde ich sagen weniger als die Hälfte.

      Antwort
  • Uff, Paderborn mit spätem Ausgleich, tut damit sich selbst, uns und vor allem Braunschweig einen Gefallen!

    Osnabrück dürfte uns jetzt nicht mehr gefährlich werden. Neun Punkte aus vier Spielen aufzuholen bei deutlich schlechterer Tordifferenz, das ist fast unmöglich.

    Antwort
  • Ein sehr wichtiger, verdienter und auch konsequent erzwungener Sieg.
    Unser Trainer hat mit der Umstellung auf Raute/ 4-3-3 die Lösung für die nötige Stabilität gefunden.
    Nicht 2 aus 3 von Nürnberger, Geis, Krauß, sondern alle 3!
    Parallel dazu wurde die Intensität (Sprints, Einsatz) spürbar erhöht.
    Das hat, da bleibe ich bei, Robert Klauß den Job gerettet. Das war kurz vor knapp als er endlich eine Antwort auf die „Nürnberger Frage“ fand und sie mit den Stärken und Möglichkeiten anging und eben nicht mit abgehobenen, überfordernden Möchtegernerstligaexperimenten.
    Chapeau! Gut gelöst, bitte gerne weiterlernen und die jungen Jungs weiterentwickeln. Das kann was Gutes werden!!

    Zum Restprogramm:
    Der Club hat die Chance, seinem fränkischen Nachbarn und Rivalen kräftig unter die Arme zu greifen und für sich mit Blick auf die Geldtabelle noch ein paar Plätze gut zu machen.

    Unmöglich?

    Kommt auf die Sichtweise an:

    So:
    Heidenheim
    Kiel
    HSV
    Bochum
    Hannover

    Vier der ersten sechs und Hanover.
    Puh!!!
    Kann man froh sein, wenn man nicht alle verliert, vielleicht ein Punkt gegen Hannover?

    Oder so:
    Der Club als Achtplatzierter trifft auf:

    4.
    12.
    11.
    2.
    14.

    Also auf drei, die schlechter sind.
    Und den 2. und 4. sieht man Zuhause.
    Da kann man bei allen Spielen ohne Druck antreten und Charakter zeigen. Bei den Gegnern (außer Hannover) geht es um was… Die haben den Druck. Wir kriegen die Punkte.
    9 Punkte sind möglich!!
    (Grundlage: Rückrundentabelle als Formtabelle, Kiel etwas unfair behandelt, die treten aber mit Trainigsrückstand und überspielt an…)

    Fazit:
    45 Punkte?
    Logisch!!!

    Antwort
    • 45 Punkte wären sicher das optimale. Kann ich aber nicht wirklich glauben. Ich wäre schon zufrieden, wenn wir die 40 Punkte übertreffen. Das bedeutet mindestens zwei Siege oder zumindest ein Sieg und zwei unentschieden aus den letzten vier Spielen. Korrigiere, mit dem Nachholspiel sind es ja fünf Spiele. Trotzdem, das sehe ich schon als realistisch an.

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.