Chance auf eine zweite Chance verspielt – der FCN und Maximilian Knauer

Die Verpflichtung des neuen U17-Trainers schlägt hohe Wellen.

Die Meldung wäre eigentlich unter „Sonstiges“ gelaufen. Der FCN hatte für den scheidenden Peter Gaydarov, der zum FC Bayern wechselt, als Nachfolger Maximilian Knauer verpflichtet. Der war bis Oktober 2020 Jugendtrainer bei eben jenem FC Bayern in der Akademie – zuletzt als Trainer der U15 – tätig gewesen. Soweit so unverfänglich, in der eigentlichen Meldung des Vereins ging das sogar einigermaßen unter: Schließlich war auch die Berufung des zuletzt fünf Jahre ohne Trainerposten gebliebenen Pokalsiegers Andy Wolf zum U19 Trainer in der Meldung verpackt und hatte für einiges Stirnrunzeln gesorgt.

Der größere Sprengstoff lag aber in der Personalie Knauer. Der war im Oktober 2020 nicht einfach aus dem NLZ geschieden, sondern im Zuge des Rassismus-Skandals um einen Nachwuchskoordinator entlassen worden. Jener Jugendkoordinator hatte in einer internen WhatsApp-Gruppe wiederholt tief verwurzelten Rassismus zur Schau gestellt, andere Gruppenmitglieder rassistisch beleidigt und eine mögliche Spielerverpflichtung eines Spieler mit senegalesischen Wurzeln mit einem sich übergebenen Emoji kommentiert und den 15-jährigen Spieler rassistisch beleidigt. (Die entsprechenden Screenshots liegen uns vor, wir haben uns entschieden, die Beleidigungen nicht zu reproduzieren. Wer sie dennoch lesen will und sich nicht auf die Beschreibung allein verlassen will, der kann dies unter anderem in einem Artikel von Rolf Heßbrügge bei 11 Freunde mit Datum 11.8.2020 tun oder auf dem YouTube-Kanal der Sportschau in einem Beitrag vom 23.8.2020)

Von Knauer ist aus den Screenshots erkennbar, dass er einen der zutiefst rassistischen Witze lachend kommentiert. Widerspruch gegen andere rassistische Sprüche und Entgleisungen kam nicht, weder von Knauer noch von irgendeinem anderen Gruppenmitglied. Beim FC Bayern löste das Öffentlichwerden des Rassismus eine interne Untersuchung aus, dabei ging es wohl nicht nur um den Rassismus des Jugendkoordinators, der am Ende der Ermittlungen fristlos entlassen wurde, sondern auch darum, wer vom Publikmachen der Chatverläufe profitierte. Der Spiegel versuchte sich im November (Ausgabe 46/2020) an einer Einordnung, die in einer – angesichts des blanken Rassismus unverständlichen – Apologie für den entlassenen Koordinator endete. Knauer, der vom Spiegel als „ein (…) Jugendtrainer, Bergers [das aus juristischen Gründen vom Spiegel für den Jugendleiter gewählte Pseudonym, FZ] engster Vertrauter“ beschrieben wird, musste ebenfalls gehen.

Dass diese Vorgänge beim 1. FC Nürnberg gänzlich unbekannt waren, als er Knauer verpflichtete, erscheint unwahrscheinlich – und wenn es so wäre, wäre es kein gutes Zeichen. Man muss also davon ausgehen, dass der FCN in vollem Bewusstsein des Geschehenen sich für Knauer als neuen Trainer im NLZ entschied. Einige Quellen sprechen davon, dass die Verpflichtung auf Vermittlung von Hermann Gerland geschehen ist, bestätigen wollte das offiziell niemand. Auch gilt, hier decken sich unsere Informationen mit denen der BILD, sowohl Mitarbeiter als auch Eltern hatten massive Bedenken über die Verpflichtung angemeldet. So konnte auch niemand davon überrascht sein, dass die Geschichte medial aufbereitet werden würde.

Nach unseren Informationen lag dem FCN schon vor der Partie gegen den 1. FC Heidenheim mindestens eine Anfrage zur Causa Knauer vor. Der Club bat sich Zeit aus und bekam diese auch. Knauer selbst und auch Sportvorstand Dieter Hecking hatten also tagelang Zeit ein kraftvolles Statement vorzubereiten, ehe die Angelegenheit an die breite Nürnberger Öffentlichkeit gelangte. Angesichts dessen, dass Knauer selbst keine rassistischen Äußerungen getätigt hatte, sondern diese „nur“ bestärkt, hatte man sogar die Gelegenheit die Kraft der zweiten Chance zu betonten. Knauer bekam Zeit, es so zu formulieren, dass er aktive Reue und Einsicht zeigen konnte.

Was folgte war dann aber ein kommunikatives Desaster. Am Donnerstag – also mindestens fünf Tage nach der ersten Anfrage – veröffentlichte die Bild-Zeitung ihren Artikel zum Vorgang, in ihn eingearbeitet waren zwei Zitate. Knauer gab zu Protokoll: „Die Smiley-Kommentierung ist absolut bedauernswert. Das war eine unachtsame und naive Nutzung von Emojis. Doch zu keinem Zeitpunkt war das Ganze von einem rassistischen Gedanken getragen.“ Bedauernswert, unachtsam, naiv. Echte Einsicht? Fehlanzeige. Aktives Bitten, um eine zweite Chance? Nicht formuliert. Sportvorstand Dieter Hecking ergänzte: „Es gibt Werte beim FCN, für die wir einstehen. Es war ein unbedachtes Fehlverhalten von Max. Wir haben im Vorfeld Kontakt zu Bayern München gesucht, um uns abzusichern. Nach diesen Gesprächen sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass wir ihm eine Chance geben wollen. Sollte eine rechtlich belastbare Entwicklung eintreten, würden wir die Situation aufs Neue kritisch bewerten.“ Auch Hecking wählte die Betonung des lässlichen Fehlers, sprach von „unbedacht“.

Die Reaktionen von Knauer und Hecking, kommentierte Fadi Keblawi im Hinblick auf den Sportvorstand als „kein Erklären (…), sondern ein Abtun“, im Hinblick auf den Jugendtrainer – ebenfalls richtigerweise – mit der Ansicht: „Einsicht in rassistisches Fehlverhalten klingt anders“. Hatten die meisten Kommentatoren die BILD-Meldung entweder ignoriert, abgetan oder einfach hinter der Bezahlschranke nicht einsehen können, so löste Keblawis heftige Reaktionen aus. Neben den üblichen und leider zu erwartenden Relativierungen ist das Entsetzen über die Reaktionen des FCN greifbar. Vereinsaustritte werden angekündigt. Die Linie zu den fehlenden Konsequenzen hinsichtlich der Beileidsbekundungen durch die Ultras Nürnberg für einen bekannten Neonazi war schnell gezogen. Die Krisenkommunikation des Clubs wieder einmal als mangelhaft entlarvt.

Der Verein hätte, wenn er sportlich von Knauer so überzeugt gewesen wäre, dass er dessen Vergangenheit in Kauf nimmt (und das ist angesichts des Prinzips der zweiten Chance ein legitimer Standpunkt, auch wenn man ihn nicht teilen muss), proaktiv kommunizieren können. Wahrscheinlich wären die meisten der jetzt vergraulten und empörten Kommentatoren mitgegangen, wenn mit der Veröffentlichung der Verpflichtung ein Interview einher gegangen wäre, in dem Knauer den Vorgang in München aus seiner Sicht schilderte und mit einem Statement im Sinne von „Daraus habe ich gelernt, dass man Rassismus nie unkommentiert stehen lassen darf, auch und gerade nicht aus opportunistischen Gründen. Erst recht darf er nicht positiv verstärkt werden. Das will ich beim FCN vorleben und bitte um eine echte zweite Chance“ geschlossen hätte. Selbst als Zitat zur BILD-Zeitung hätten das viele akzeptieren können.

Stattdessen verspielt der Verein mit den Statements auch nur die Chance auf jene zweite Chance. Die fehlende Sensibilität im Vorgang hinterlässt eine zutiefst verärgerte Fanbasis, eine bloßgestellte CSR-Abteilung im eigenen Verein, deren herausragende Arbeit von der sportlichen Seite mit den Füßen getreten wird, einen Sportvorstand, der mindestens eine unglückliche Figur macht und einen Jugendtrainer, dem man nicht nur die Chance auf einen Neuanfang raubt, sondern der nun noch beschädigter dasteht als zuvor. Dabei muss man angesichts der Vorfälle in München kein Mitleid mit Knauer empfinden – auch der Standpunkt, dass auch die Chance auf die zweite Chance nicht gegeben werden dürfe, ist legitim. Worüber man aber entsetzt sein muss als Beobachter des Clubs ist die Vorgehensweise des FCN: Auch hier ist es angesichts der hohen Sensibilität des Themas nicht mit einer Einordnung als unbedacht, naiv und unachtsam getan.

105 Gedanken zu „Chance auf eine zweite Chance verspielt – der FCN und Maximilian Knauer

    • Ich Frage mich warum er überhaupt verpflichtet wurde.Die Gründe waren doch hinlänglich bekannt warum er bei den Bayern gehen müsste.Sehr enttäuschend.

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    • Gleich zu Beginn, ich verabscheue jegliche Art von Rassismus, aber auch von Diskriminierung!!!
      Jeder der hier kritisiert, sollte zuerst mal seine eigenen Chatverläufe der letzten Jahre prüfen, sowie alle gespeicherten Videos und Bilder. Kann jeder sein Hand dafür ins Feuer legen, dass nichts Belastendes auf seinem Handy zu finden ist? Ist da kein „lustiger Witz“,, der nicht in irgendeiner Art diskriminierend ist? Wie sieht es da auch mit absolut frauenfeindlichen Video(die absolut geschmacklos sind), oder politischen Inhalten aus. Ganz sicher? Wirklich? Vielleicht bist Du der Nächste, der gesellschaftlich und öffentlich an den Pranger gestellt wird.

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      • Die konzertiert wirkende Aktion von IPs aus Südbayern (Berchtesgaden, Ismaning, München), die in den letzten Tagen schon anderswo aufgefallen ist, ist jetzt also auch bei uns angekommen. Schön.

        Aber egal: Der Versuch den Vorgang immer noch auf die Chatverläufe herunterzubrechen und so zu tun, als sei das eine Hetzjagd auf einen unbescholtenen Menschen, der einen kleinen Fehler gemacht hat, der jedem passieren könnte, ist spätestens seit dem Bericht er Sportschau sowieso gänzlich unzulässig. Das was da von Spielereltern und ehemaligen Arbeitskollegen vorgebracht wird, verschiebt die Diskussion sowieso nochmal deutlich.

        Aber selbst ohne diese – und ich weiß nicht, ob darüber alle eingeweiht sind, die jetzt aus Südbayern Kommentare in Foren schreiben, Knauer verteidigen und teilweise sogar Hassmails verfassen: Es waren eben nicht nur Smileys. Es war eben auch ein konstant rassistisches Klima, das toleriert worden ist. Ich hab wirklich ne dicke Haut und kenn vieles, aber die Ausschnitte, die ich gesehen hab, waren eben nicht einfach nur verunglückte Witze, sondern härtester, menschenverachtender Rassismus, der mich echt sprachlos zurückgelassen hat. Deshalb ist dieses „Du könntest der nächste sein“, zwar ein netter rhetorischer Trick, aber letztlich für den Fall halt nicht zutreffend. Allein schon, weil es eben eine Gruppe mit 22 Mitgliedern ist und deshalb was, was als juristisch mindestens als halböffentlich gelten dürfte.

        Es ist eben kein einfacher Inhalt auf dem Handy oder kein Chat zwischen zwei Personen. Es ging über Monate rassistisch zu in dieser Gruppe. So rassistisch, dass wegen Volksverhetzung ermittelt wird, das dürfte dann doch bei den allerwenigsten Menschen der Fall sein, dass sie an Gruppenchats teilnehmen, die bei der Staatsanwaltschaft geprüft werden.

        Darüber hinaus – das sag ich jetzt auch als Lehrer und Vermittler von politischer Bildung – erwarte ich von jemandem, der pädagogisch wirkt wie ein Jugendtrainer, dass man dann eben schon einschreitet, bei derart massiven und wiederholten Beleidigungen und nicht den Schwanz einzieht und sagt: „Ist halt der Chef, das lass ich laufen. Am Ende schadet mir das.“ Und dann kommt auch noch die sportliche Ebene hinzu: Wenn Spielerverpflichtungen aus rassistischen Motiven abgelehnt werden, schadet das dem Verein, für den ich arbeite. Auch da muss ich meinen Mund aufmachen.

        Aber auch all diese Bedenken hätte man wahrscheinlich mit guten Argumenten und einem überzeugenden Auftritt zumindest lindern können, wenn es eben nur diese gewesen wären. Dann hätte man die zweite Chance einleiten können, wenn man sich erklärt. Es war aber ja eben nicht nur die Teilnahme am Chat, nicht nur das Claqueur sein. Es kommen eben noch die anderen Vorwürfe dazu und damit läuft auch jede Debatte über eine zweite Chance ins Leere, weil die Vorwürfe eben deutlich über den Gruppenchat hinausgehen.

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  • Ich kann mich der Meiner Meinung von Florian Zenger vollumfänglich anschließen. Der Club ist wissentlich mit Vollgas in ein PR-Desaster gefahren. Ich hatte mit Hecking auf Besserung gehofft.

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  • Ein Bravo und Danke an Flo Zenger!
    Seine Faktensammlung und die darauf fussende Analyse trifft genau den Kern der mehr als blamablen Aktion und Reaktion der Clubverantwortlichen zur Personalie Knauer. Hätte mir als Clubmitglied eine klare Kante bei der Auswahl des Jugendtrainers im Sinne der eigenen moralischen Ansprüche gewünscht. Ein unmißverständliches, zeitnahes Statement des Vereins zu den jetzt bekanntgewordenen Vorfällen ist bislang leider noch nicht erfolgt. Meines Erachtens sollte sich jetzt auch der Aufsichtsrat des Vereins mit dem Vorgang und dem anschließenden PR-Desaster schnelltsmöglich befassen und sich dazu unverzüglich äußern.
    Kurzum: Leider wird damit die in der letzten Zeit gute Arbeit und Performance im Verein mit einem Schlag kaputt gemacht bzw. in Frage gestellt. Nur klare Handlungen und Taten überzeugen; reine Lippenbekentnisse dagegen nicht!

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  • Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Wer ist eigentlich in dem Fall als Pressesprecher zuständig? Wir haben ja mehr als einen.

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  • Niels Rossow kreiert ein tolles Außenbild des Club, das nun mit dieser Aktion komplett zerstört wird. Man wiederholt schon wieder Fehler wie bei Matarazzo und holt solch einen Trainer. Mir ist ganz schlecht. Ich bin schockiert.

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  • Selbstverständlich ist es widerlich, rassistische Äußerungen zu beklatschen oder mit Smileys zu bestärken. Da darf es keine zwei Meinungen geben.

    So wie ich den Sachverhalt verstehe, war Knauer einer dieser Claquere. Jemand, der womöglich aber auch einen ungesunden Respekt vor einem Vorgesetzten hatte, der auf dem Bayern-Campus Narrenfreiheit hatte und seinem rassistischen Terror freien Lauf lassen konnte. Dies zumindest berichtete „Die Sportschau“, Bezug nehmend auf das WDR-Magazin „Sport Inside“.

    https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/fc-bayern-rassismus-campus-100.amp

    Nichts desto trotz wussten Hecking und Wiesinger, dass sie sich im Bestreben, das sportlich Bestmögliche für den Club zu tun, eine brisante Personalie ins Haus holen. Schon alleine beim Vorhaben, Knauer zu verpflichten, hätte man eigentlich Rossow, verantwortlich für die PR-Abteilung, involvieren sollen. Hat man das getan? Oder arbeitet man nebeneinander vorbei? Oder wusste Rossow Bescheid und hat die Sache unterschätzt? Denn diese Verpflichtung bot aufgrund der ekelhaften Vorgeschichte auf dem Bayern-Campus Sprengstoff – klare Sache.

    Und dann frage ich mich, wer diese relativierenden und somit völlig unangebrachten Zitate von Hecking und Knauer so durchgewunken oder gar kreiert hat. Was macht eigentlich unser Leiter Kommunikation außer Pressekonferenzen?

    Wie @Florian kommentiert, wurde die Kommunikation beim Club einmal mehr „als mangelhaft entlarvt“. Dabei kommt ein Vorstand aus dem Marketing und müsste sich eigentlich auskennen mit Öffentlichkeitsarbeit. Der andere Vorstand ist medienerfahren genug.

    Insofern hat der 1. FC Nürnberg wohl kein „Rassismus-Problem“. Aber mit Sicherheit ein Kommunikations-Problem. Welches womöglich schon mit der internen Kommunikation beginnt.

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    • Die Aussendarstellung des Clubs ist katastrophal. Alles was da im Hintergrund und im Kleinen so gut läuft, wird durch diese desaströse Öffentlichkeitsarbeit kaputt gemacht.
      Danke für diesen klaren Kommentar, Herr Zenger

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  • Hervorragend von Florian Zenger geschrieben. An sportliche Desaster ist man beim Club gewohnt. Dieses Fiasko ist aber einschneidender und absolut bodenlos.

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    • Hatte schon ne Weile auf ein Statement zu diesem unsäglichen Vorgang gewartet. Danke Florian dass du das in aller Klarheit übernommen hast.
      Doch was jetzt? Belässt man es bei Kommunikationsdesaster? Meines Erachtens gibt es nur eine Konsequenz, diesem Typen kann man nicht die U17 des FCN anvertrauen!

      Antwort
      • Nicht differenzieren und diskutieren, sondern gleich Daumen nach unten und am besten gleich quasi Berufsverbot,
        Jede Jugendsünde jeder Fehler wird unnachgiebig verfolgt.
        Mit demokratiefeindlichen Positionen gilt es sich kritisch auseinandersetzen aber keine gesinnungsschnüfelung. Und wer im Glashaus sitzt werfe den 1. Stein. Was machen wir mit Querdenkern mit rechtskonservativen oder nein AfD Anhängern usw. entscheidend sind doch Strafrechtlich relevante Handlungen . Die Clubwerte sehen Diskurs vor und keine Aussonderung.
        MfG

        Antwort
        • Was soll man denn differenzieren? Wieso Jugendsünde? Das geschah vor ein paar Monaten.
          Da hat einer klar ausgedrückt mit diversen Beträgen, was er von einem Spieler hält und das hinterher als unbedacht und naiv relativiert. Unbedacht okay: er hat nicht nachgedacht, daß man das als klar rassistische Äußerung erkennen kann und er sich damit schadet. Er war naiv genug zu glauben, daß solch eine Äußerung ihm beruflich nicht schaden könnte. Nur bleiben die Äußerungen trotzdem das, was sie sind: rassistische Beleidigungen und ich lese nirgends daß er sich dafür irgendwo genauso öffentlich bei dem von ihm beleidigten Spieler entschuldigt. Und ich lese schon gar nichts, das belegen könnte, daß er kein Rassist ist. Also sollte er dafür die Konsequenzen tragen und nicht noch mit einem Vertrag beim Club belohnt werden.
          Ich finde es nicht in Ordnung, wenn ihn erst mal beschäftigen will und dann, wenn sich das Ganze als doch schwerwiegender erweisen sollte, noch mal über eine Weiterbeschäftigung nachdenken. Umgekehrt wird ein Schuh drauß: erst einmal wird alles aufgearbeitet, dann wenn man sich restlos sicher sein kann, daß er in unserem Verein solches Gedankengut nicht kultivieren wird, kann man über eine Anstellung nachdenken.

          Eine zweite Chance kann nur jemand kriegen, der seinen Fehler erkannt und bereut hat und zwar nicht in bezug auf die Konsequenzen für seine eigene Person, sondern in bezug auf das Opfer.

          Antwort
  • Wo bleiben hier die Gegenkommentare. Ich hatte das Thema gestern bei Facebook aufgegriffen und totalen Gegenwind bekommen. Die Mehrheit der „Clubfans“hat die zweite Chance beführwortet und das ganze runtergespielt.

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    • Es ist unverschämt einen solchen jungen begabten Nachwuchstrainer
      wegen dieser Leichten Verfehlungen
      In den Dreck zu ziehen,die grünrote Presse soll sich schämen,die echten FCN-Fans unterstützen nicht diese Diffamierungen,zerstört nicht unsere historischen Wurzeln !!

      Antwort
  • Es hat noch niemand von euch hier, jemals im Leben solche Wörter benutzt. #Ironie. Ist klar Leute. Wahnsinn wie man immer gleich alles schlecht machen muss. Irgendwas muss er ja können, sonst wäre er nicht im nlz der Bayern gewesen

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    • Eindrucksvoller kann man nicht beweisen, dass man den Artikel unter dem man kommentiert hat, weder gelesen noch auch nur ansatzweise verstanden hat.

      Und die Selbstverständlichkeit mit der man behauptet, jeder würde so rassistische Kackscheiße alltäglich benutzen, lässt halt auch tief blicken. Derjenige, der das sagt, entlarvt sich einfach selbst.

      Antwort
  • Es wäre schlimm genug gewesen, einen Rassismus-Apologeten wie Knauer als Platzwart oder Buchhalter einzustellen. Aber als Autoritätsperson im JUGENDBEREICH? In der gleichen Jugendabteilung, die sich so gerne mit Jenö Konrad und der Partnerschaft mit Maccabi Nürnberg schmückt? Eine eigentlich unfassbare Fehlentscheidung von Hecking, durch die er bei mir einiges an Respekt verloren hat. Die bodenlose PR-Aktion ist da wirklich nur Nebensache.

    Vielen Dank für den exzellenten Kommentar, Florian.

    Antwort
    • Musste das Internet bemühen für eine Definition des Fremdwortes „Apologet“. Kannte das Wort nicht.

      „Apologet = jemand, der mit seiner ganzen Überzeugung hinter einer Auffassung oder Lehre steht und diese mit Nachdruck nach außen vertritt.“

      Ist Maximilian Knauer tatsächlich ein Apologet? Was er gemacht hat, muss man verurteilen – überhaupt keine Frage. Warum aber hat er es gemacht? Und muss man dewegen gleich den ganzen Menschen verurteilen?

      Antwort
      • Ich meinte ‚Apologet‘ auch eher im Sinn von ‚Verteidiger einer unhaltbaren Position‘.

        Natürlich muss „man“ nicht „den ganzen Menschen verurteilen.“ Es kennt ihn ja keiner von uns. Aber der FCN muss einem Fussballtrainer, der es lustig findet, wenn jemand seine eigenen Jugendspieler rassistisch beleidigt, nicht die Leitung seiner U17 übergeben. Warum Knauer sich so verhalten hat – ob aus Überzeugung, Vorurteil, oder Mangel an Courage – finde ich unerheblich. Was genau Hecking & Co. sich bei der Verpflichtung gedacht haben würde ich aber schon gerne wissen.

        Antwort
        • Grundsätzlich sehe ich das genauso. Ich hätte ihn auch nicht geholt. Und wenn dann nur mit einer Kommunikations-Strategie, um das, was jetzt passiert, nicht aufkommen zu lassen.

          Ich gehe davon aus, dass Knauer aus Mangel an Courage gehandelt hat. Und aus Angst davor, in Ungnade zu fallen am Bayern-Campus, wo dieses, sorry, eine Arschloch seine Machtposition ausnutzte. (siehe Sportschau-Bericht).

          Zudem gehe ich davon aus, dass sich Hecking und Wiesinger aufgrund der ekelhaften Vorgeschichte eingehend mit Knauers Charakter beschäftigt haben. Inklusive Nachfragen bei Wiesingers Weggefährten Gerland.

          Ein Kollege hat neulich am Telefon zu mir gesagt, dass er sich sehr schäme, weil er damals oftmals über rassistische Witze seines Vorgesetzten gelacht habe – um dem Vorgesetzten zu gefallen. Warum er sich jetzt dafür schämt? Weil er sich über beide Ohren in eine dunkelhäutige Dame verliebt hat und seit einiger Zeit glücklich mit ihr zusammenlebt. Dieses „Outing“ fand ich stark.

          Ich halte es für falsch, dem Club ein „Rassismus-Problem“ anzudichten. Ebenso halte ich es für falsch, Knauer als Rassist abzustempeln – ohne sein abgrundtief mieses Verhalten auch nur annähernd zu relativieren.

          Unsere Verantwortlichen halte ich in diesem Zusammenhang für naiv. Und auch diesbezüglich für unprofessionell. Was glauben die eigentlich? Dass sich keiner dafür interessiert, wer was wie warum in unserem Verein macht?

          Antwort
          • Danke für die differenzierte Antwort, und stimme dir in den meisten Punkten auch zu!

            Nur diese Unterscheidung, zwischen ‚echten‘ und, sagen wir, ‚Gelegenheitsrassisten,‘ die finde ich problematisch. Als Arbeitgeber hat der FCN kein Recht und keine Möglichkeit, einem Trainer ins Herz zu schauen. Aber er hat wohl Anspruch darauf, dass ein Trainer im Jugendbereich sich wehrt wenn Jungs, für die er Sorge trägt, von anderen Verantwortlichen rassistisch herabgesetzt werden. Das Verhalten von Leuten wie Knauer hat Rassismus in der Jugendarbeit des FCB ermöglicht, und deswegen hat er – und damit auch sein neuer Arbeitgeber – eben auch ein Rassismusproblem.

            Mir geht es übrigens wie deinem Freund, in dem Sinne dass ich mich für manche in der Vergangenheit antrainierten / ansozialisierten rassistischen Gedanken heute schäme. Ich bin in einer oberpfälzer Kleinstadt aufgewachsen und arbeite heute in Äthiopien – das war auch ein Lernprozess. Ich finde es erstmal völlig normal (im Sinne von: erwartbar) dass Menschen rassistische Vorurteile mit sich herumtragen, auch wenn die heute meistens ein bisschen subtiler sind als das, was beim FCB ablief. Deswegen würde ich Knauer auch eine zweite (und dritte…) Chance geben. Aber eben nur, nachdem ihm klar geworden ist, warum sein Verhalten Schaden angerichtet hat, und er dafür Verantwortung übernommen hat – worauf nichts schliessen lässt.

            Und der FCN ist natürlich auch kein Resozialisierungsbetrieb, dessen Rolle darin besteht, einem beim FCB rausgeschmissenen Trainer eine zweite Chance zu geben. Sondern ein Profiverein mit einem NLZ, das es sich schon aus rein sportlichen Gründen (die menschlichen mal ganz ausgeblendet) nicht leisten lassen kann, in die falsche Ecke gestellt zu werden. Und da glaube ich einfach nicht, dass man niemand Besseren hätte finden können als Knauer (was du ja auch nicht bestreitest).

            Antwort
            • Danke, dass Du Dich mit meiner differenzierten Antwort auch auseinandergesetzt hast. 😉

              Ich kann Dir auch in vielen Dingen zustimmen.

              Antwort
  • Danke für diese klaren Worte.

    Die Diskussion zu diesem Thema in einem anderen großen Forum lässt mich echt erschaudern….

    Antwort
  • https://www.90min.de/posts/nurnbergs-neuer-jugend-trainer-teil-des-rassismus-skandal-beim-fc-bayern-01f4hxkpm356
    Wer schweigt oder zumindest positiv verstärkt, nicht einmal, sondern wiederholt, wenn einer rassistisch die unterste Schublade bedient, der hat zwar nicht seine Option auf eine zweite Chance verspielt, aber dann doch bitte nicht gleich wieder in einem junge Menschen führenden Job.

    Verharmlosen hat halt immer noch Konjunktur…

    Danke, Florian Zenger!

    Antwort
  • Wenn die Fakten, die in Florians Artikel genannt werden, stimmen (und ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln), darf Knauer nicht eingestellt werden. Daran kann auch nichts ändern, dass der Mann möglicherweise „nur“ aus Duckmäuserei vor seinem Vorgesetzten widerliche rassistische Äußerungen beklatscht hat.

    Ich bin ratlos über diese Personalentscheidung. Als Fan und Mitglied des 1. FC Nürnberg fordere ich eine Erklärung der Vereinsführung, doch frage ich mich, welche haltbare Erklärung es dafür überhaupt geben kann.

    Danke, Florian, für diesen Artikel!

    Antwort
  • Top geschrieben, Florian Zenger. Danke!

    Wenn Hecking hier nicht entsprechend reagiert, werde ich dem FCNÜRNBERG nach über 40 Jahren den Rücken zuwenden und zwar für immer!

    Antwort
  • Ja, mir geht’s genauso. Wie können Hecking und Wiesinger so etwas tun? Wiesinger ist Lehrer! Wer vertraut sein Kind diesem Trainer an? Jetzt keimte wieder ein bisschen Hoffnung auf, nun das… Nach mehr als 40 Jahren nicht bereuter Liebe denke auch ich ernsthaft an „Scheidung“…

    Antwort
  • Ich habe mich schon in jungen Jahren mit der Polizei gekloppt, die rechte Veranstaltungen geschützt hat, da gab es für meinen Standpunkt nie politische Zweifel. Ich habe mich in Kürze, konnte jetzt auch nicht Stunden dafür verwenden, mit diesem Fall Knauer, ich kenne ihn überhaupt nicht, befasst durchgelesen, was so zu finden war in den Medien, das meiste aus 2.,3.,4. Hand zitiert, ich muss sagen mir ist das zu unklar also konkret seine! Rolle, um einen jungen Menschen in seiner Persönlichkeit in seinem Beruf/Existenz/Zukunft zu zerstören und zur Strecke zu bringen, das ist es nämlich am Ende mit dieser öffentlichen medialen Wucht. Das deckt sich nicht mit meinen Moralvorstellungen.
    Gerade Hecking wir erinnern uns an den Fall Jatta steht auch nicht in dem Verdacht so wenig wie Wiesinger, die den jungen Mann im Gegensatz zu uns! persönlich kennen, für falsche Werte zu stehen. Ich würde mich nicht an einer Hexenjagd gleich beteiligen, solange alles nicht glasklar belegt ist. Dass man sich damit ein kommunikatives Problem geschaffen hat, ob das nötig war, ist aber eine berechtigte Frage.

    Antwort
  • Absolut richtig kommentiert, Florian!

    Eine zweite Chance zu gewähren, ist eine Grundlage unserer Gesellschaft. Selbst Straftäter erhalten nach verbüßen ihrer Strafe diese Möglichkeit. Daran ist also grundsätzlich nichts auszusetzen. Ja es spricht sogar für soziale Verantwortung, wenn man versucht, unvoreingenommen zu sein. Das setzt natürlich voraus, dass der jenige seine Schuld einsieht und bereut und geläutert ist, also so etwas nie wieder tun würde.

    Ich gehe davon aus, dass Hecking und Wiesinger sich eingehend mit der Geschichte und mit der Person Knauer befasst haben, und den Eindruck gewonnen haben, dass er eine zweite Chance verdient hat. Natürlich ist es ein bisschen fragwürdig, eine Person mit Restzweifeln an einer derart sensiblen Stelle einzusetzen.

    Wenn man sowas also dennoch tun möchte, dann muss man das zwingend mit proaktiver Kommunikation verbinden. Denn dass so eine Geschichte von irgend jemandem ans Licht gezogen wird, ist selbstverständlich.

    Erst im Nachhinein und dann auch noch halbgar zu reagieren, so wie es geschehen ist, ist natürlich ein no go! @Florian hat sehr schön aufgezeigt, wie man es hätte machen können. Hat man aber nicht, sondern ein kommunikatives Desaster abgeliefert.

    So wie es jetzt steht, hat man die Verpflichtung Knauers unmöglich gemacht. Auch wenn er sicherlich was drauf hat, wie ein Kommentator weiter oben vermutet hat. Mag sein, nur ist es jetzt völlig irrelevant!

    Abgesehen davon habe ich bei Knauer als Person, selbst wenn er jetzt glaubhaft versichert, seine Fehler eingesehen zu haben, erhebliche Bedenken. Denn entweder hat er tatsächlich rassistische Tendenzen und deshalb seinen Beifall kundgetan, oder es mangelt ihm an Charakterstärke, solch ein Verhalten auch bei seinen Vorgesetzten zu verurteilen. In beiden Fällen ist er als Trainer einer Jugendmannschaft ungeeignet.

    Antwort
  • Ja, das muss man wohl so sehen. Kann Dir nur zustimmen, @Optimist.

    Es ist definitiv die Bringschuld des Vereins, diese Personalie zu kommunizieren. Beziehungsweise wäre es die Bringschuld gewesen. Insofern finde ich @Florians Kommentar klasse.

    Was aber @Juwe gesagt hat, möchte ich auch unterstreichen. Knauer hat richtig Scheisse gebaut und Rassismus unterstützt – vermutlich aus Duckmäusertum in einem kranken System auf dem Bayern-Campus. Deswegen aber sollten wir keine „Hexenjagd“ auf ihn veranstalten und ihn als Rassist brandmarken. Denn das war aus meiner Sicht keineswegs die Intention von Florians treffenden Kommentar.

    Antwort
    • Ja glaubt denn hier irgendjemand, wenn man so etwas bei einem Bundesligisten toleriert, wird es bei den Amateuren besser?
      Ich verstehe diese Personalie nicht. Wenn der DFB gegen jede Art von Rassismus ist, wie er es immer propagiert, hätte der Verband hier auch eingreifen und die Entscheidung übernehmen können.

      Antwort
    • Wer sich rassistisch verhält ist ein Rassist und das hat er gemacht. Ich sehe auch keinerlei Hexenjagd und was hier noch alles unterstellt wird. Knauer ist als Jugendtrainer unhaltbar.

      Das heißt auch nicht, dass er keine zweite Chance verdient hat, aber eben aktuell nicht als Jugendtrainer, schon gar nicht mit seiner wachsweichen Entschuldigung.

      Und für den Vorstand des FCN ist das eben jetzt auch ein Problem, entweder ist es einem egal ob man einen Rassisten im NLZ beschäftigt, oder Rassismus ist kein wichtiges Thema,? Das darf der Geschäftsleitung nicht passieren.

      Und Florian hat ja auch geschrieben wie man dieses heikle Thema hätte handhaben können, aber dafür hätte es einmal das Bewusstsein über die Problematik geben müssen und den Willen des Trainers, als auch der Vereinsführung sich der Thematik zu stellen.

      Antwort
  • Danke Flo Zenger für diesen Artikel, bringt es im Prinzip auf den Punkt.

    Zwei Fragen, die man sich als Clubfan unweigerlich stellt:
    1. Warum holt der FCN einen Trainer mit so einer Vorgeschichte? Gibt es doch mit Sicherheit andere mit ähnlicher Vita…
    2. Wenn man ihn denn schon holen muss, warum kommuniziert man da nicht im Sinne von „großer Fehler in München, hätte entschieden gegen Rassismus eintreten müssen, habe aus den Fehler gelernt, bitte um zweite Chance, etc.“ – dann hätte das auch jeder halbwegs nachvollziehen können.

    Aber wahrscheinlich muss man als Glubb-Fan damit leben, dass es irgendwas im Verein zu diskutierten gibt. Wenn man denn dieses Jahr schon frühzeitig sportlich alles klar macht, dann halt auf Nebenkriegsschauplätzen.

    Flo Zenger schreibt es – die Kommunikation mal wieder mangelhaft, ggf. sollte man in der PR-Abteilung auch über Personalwechsel nachdenken. In der medizinischen Abteilungen konnte man sich ja auch (aus meiner Sicht absolut gerechtfertigt) zu diesem Schritt durchringen.

    Naja wenigstens können wir uns schon heute auf eine traditionsreiche 2. Bundesligasaison 2021/2022 freuen, dann hoffentlich auch wieder mit Zuschauer.

    Beste Grüße aus dem Frankenwald

    Antwort
  • Vielen Dank für diesen – leider nichts weniger als bestürzenden – Artikel. Ich darf nochmals zitieren:

    „Jener Jugendkoordinator hatte in einer internen WhatsApp-Gruppe wiederholt tief verwurzelten Rassismus zur Schau gestellt, andere Gruppenmitglieder rassistisch beleidigt und eine mögliche Spielerverpflichtung eines Spieler mit senegalesischen Wurzeln mit einem sich übergebenen Emoji kommentiert und den 15-jährigen Spieler rassistisch beleidigt. (Die entsprechenden Screenshots liegen uns vor, …“

    Es geht hier also nicht um eine Jugendsünde, sondern einen erwachsenen Menschen (32 Jahre alt?). Und es geht nicht um einen unbedachten mündlichen Ausrutscher, sondern um „wiederholt“ Geschriebenes.

    M.E. geht es daher nicht um kommunikatives Verpackungsproblem, sondern um ein Inhaltsproblem. Dieser Mensch hat gezeigt, wes Geistes Kind er ist. Ich bin es müde, dass erwachsene Leute sich eindeutig rassistisch (wahlweise: homophob oder frauenfeindlich) äußern – und dann abwiegeln. Im Falle Knauer so:

    Die Nutzung dieser Emojis sei „unachtsam und naiv“ gewesen, doch „zu keinem Zeitpunkt war das Ganze von einem rassistischen Gedanken getragen“. https://www.90min.de/posts/nurnbergs-neuer-jugend-trainer-teil-des-rassismus-skandal-beim-fc-bayern-01f4hxkpm356

    Muster: Ich habe mich hier zwar wiederholt schriftlich rassistisch geäußert, aber deswegen bin ich doch kein Rassist. (Analog: Gut, ich habe jetzt hier wiederholt Autos aufgebrochen. Aber ich bin doch kein Autoknacker!) Es tut mir leid, aber das ist einfach lachhaft. Es tut mit leid: Bestimmte Dinge sagt und tut man von vorne herein nicht! Punkt.

    „Knauer hat richtig Scheisse gebaut und Rassismus unterstützt – “ (@Fränki). Wohl wahr. Und damit ist er definitiv disqualifiziert für eine Tätigkeit im Jugendbereich. Allein darum geht es hier. Und das hat NICHTS mit einer „Hexenjagd“ zu tun. (Bitte denkt doch einmal über die Bedeutung dieses Wortes nach! Bei einer Hexenjagd wurden unschuldige Menschen diffamiert, gefoltert und verbrannt.)

    Gesetzt, das Geschilderte ist zutreffend: Dann geht es hier nicht darum, wie man das kommunikativ wendiger hätte vermitteln können. Es geht darum, dass so eine Personalie schlicht inakzeptabel ist.

    Antwort
    • Deine resolute Einstellung gegenüber Rassisten und rassistischen Mitläufern finde ich sehr sympathisch. Und ich kann Dir nur zustimmen. Wenn jeder seinen resoluten Worten auch immer wieder resolute Taten folgen lässt – in der Straßenbahn, im Stadion, generell im Alltag, im echten Leben – dann ist ja gut. Dann müssen wir keine Angst haben um unsere Gesellschaft.

      Allerdings halte ich es in diesem Fall für wichtig zu differenzieren. Was wir wissen, ist: Knauer hat widerliche rassistische Äußerungen beklatscht. Das ist zu verurteilen. Und auch in meinen Augen, in den Augen eines Außenstehenden, hat er sich somit disqualifiziert für einen Job im NLZ unseres Vereins.

      Das sehen Hecking und Wiesinger im Gegensatz zu mir allerdings anders. Warum sehen das die beiden anders? Im Gegensatz zu mir haben Hecking und Wiesinger mit Knauer gesprochen. Und natürlich gehe ich davon aus, dass Hecking und Wiesinger die Rassismus-Frage mit Knauer geklärt haben und so ein anderes Bild von Knauer haben, welches ich als Außenstehender gar nicht haben kann.

      Also muss ich differenzieren. Weil ich Knauer nicht kenne. Und ich kann und will nicht den ganzen Menschen verurteilen aufgrund einer ohne Zweifel abscheulichen Tat. Im Gegensatz zu Hecking und Wiesinger fehlt mir das Gespräch mit diesem Menschen…

      …womit wir bei der Kommunikation sind. Ich zitiere @Florian, weil man es nicht besser schreiben kann: „Wahrscheinlich wären die meisten der jetzt vergraulten und empörten Kommentatoren mitgegangen, wenn mit der Veröffentlichung der Verpflichtung ein Interview einher gegangen wäre, in dem Knauer den Vorgang in München aus seiner Sicht schilderte und mit einem Statement im Sinne von „Daraus habe ich gelernt, dass man Rassismus nie unkommentiert stehen lassen darf, auch und gerade nicht aus opportunistischen Gründen. Erst recht darf er nicht positiv verstärkt werden. Das will ich beim FCN vorleben und bitte um eine echte zweite Chance“ geschlossen hätte.“

      Antwort
      • Lieber Fränki,
        ich stimme dir zu, dass man differenzieren muss. Genau das habe ich ja getan, indem ich sage: a) Wenn das Geschilderte zutrifft. Und b): Insofern es nicht um Knauer als „ganzen Menschen“ geht (der, wenn ich jetzt einmal ganz tief in die Kiste des Sarkasmus greife, vielleicht ein rührender Familienvater ist und auch seinen Hund liebt); sondern um Knauer in seiner Rolle als Jugendtrainer in einer öffentlich weit herausgehobenen Position. Für Letzteres ist er m.E. final disqualifiziert. (Das hat auch nichts mit „zweite Chance“ oder gar „Resozialisierung“ von Straffälligen zu tun. Das ist etwas völlig Anderes, Unstrittiges.)

        Antwort
        • Ich kann nicht über seine Rolle als Jugendtrainer richten und urteilen, wenn ich nicht alle Hintergründe kenne und nicht mit ihm gesprochen habe. Das meinte ich mit differenzieren.

          Wie auch immer: Gut, dass er nicht kommt. Und sehr gut, dass viele Club-Fans sensibel reagieren, wenn es um Menschen verachtende Dinge wie Rassismus geht.

          Sehr gut natürlich auch der beherzte Kommentar von @Florian, dessen Grundaussage hoffentlich ankommt in der Kommunikations-Abteilung des 1. FC Nürnberg.

          Antwort
          • Fränkisch fandest Du es auch richtig, dass die katholische Kirche Mitarbeiter die Kinder missbraucht haben nur versetzt hat? Zweite und dritte Chance?

            Und wenn Hecking und Wiesinger nach dem Gespräch mit Knauer zu dem Eindruck kamen, er hat den Vorfall in München verstanden, verarbeitet und bereut, warum kommuniziert man das nicht?

            Und kann Knauer die Tragweite seiner Verfehlung erkannt haben, wenn er jetzt sagt, das war zwar rassistisch aber nicht rassistisch gemeint?

            Ja man muss differenzieren aber man muss auch nicht verzweifelt schlechtes Management entschuldigen.

            Antwort
            • Les bitte nochmal meine Beiträge. Dann wirst Du feststellen, dass ich durchaus das Management kritisiere.

              Dass Du mal eben so, ohne Skrupel, ganz lax, ein derartiges Thema wie Kindesmissbrauch auf den Tresen feuerst, find ich wahnsinnig geschmacklos. Unfassbar.

              Antwort
    • Im unteren Teil der Stellungnahme fängt allerdings auch schon wieder eine Täter-Opfer-Umkehr an, irgendwie ist auch diese Stellungnahme nicht besonders geglückt.

      Antwort
      • Ja was sollen sie denn noch machen. Anscheinend hat er ja seinen Fehler bereut .Vermutlich bekommt er eh nie wieder einen Job als Trainer.

        Antwort
      • Richtig, diesen Absatz hier:

        „Wir bedauern sehr, dass eine Situation entstanden ist, in der Maximilian menschenverachtende Reaktionen in den Sozialen Medien hinnehmen muss. Er hätte seine Aufgabe bei uns vermutlich nie unbelastet ausüben können.“

        hätten sie sich sparen können. Mir wäre an dieser Stelle ein Bekenntnis und eine Entschuldigung dafür, dass man als Verein durch fehlende, von Anfang an offene Kommunikation diese Situation heraufbeschworen hat, wesentlich sympatischer gewesen. Auch der Verein sollte klar zu seinen Fehlern stehen.

        Antwort
        • Ich finde den Absatz richtig wir sprechen hier im Kern immer noch über einen jungen Menschen, der ein Leben eine Zukunft vor sich hat, aber als U17 Trainer schon derart in der Öffentlichkeit zerfetzt zu werden, wo nur ganz, ganz wenige wirklich Fakten kennen, die meisten auf Zuruf, das läßt sich zumindest mit meinen Werten nicht vereinbaren. Schlimm wenn diese Vorfälle so am Bayern Campus passiert sind, aber wir alle hier sind nicht in der Lage zweifelsfrei zu klären was genau wer mit welchen Details beteiligt war. Aber immerhin schon mal eine berufliche Existenz verhindert.

          Antwort
  • Nix Neues mit schlimmen Verpflichtungen.
    Man hatte ja mit Misidjan einen üblen (und zu der Zeit bereits vorbestraften) Opa-Schläger geholt; das wurde aber auch hier geflissentlich übergangen…
    Er hatte wahrscheinlich den politisch korrekten Migrationshintergund. Oder?

    Antwort
    • Ich habe hier zu diesem Thema viele gute und richtige Stellungnahmen gelesen. Nicht immer kann ich völlig übereinstimmen, aber zumindest ist alles gut reflektiert und sauber geschrieben. Bin richtig stolz auf unsere community.

      Dein Beitrag fällt erwartungsgemäß aus der Rolle. Plump, und um höflich zu bleiben, nicht gut.

      Antwort
  • Die Sportschau, bzw. der WDR in Form von Matthias Wolf, hat jetzt in der Sache noch mal sehr offensiv nachgelegt:

    „Es waren nicht nur die Lach-Smileys, mit denen der Trainer einen menschenverachtenden Kommentars seines Vorgesetzten in einer Chatgruppe des FC Bayern bedacht hatte. Ein jahrelang am Campus tätiger Bayern-Trainer betonte nun einmal mehr: „Er war genauso schlimm wie sein Chef. Wir alle, die unter seinem Mobbing sehr gelitten haben, sind empört, dass so einer wieder einen solchen Job bekommen sollte.“ Der in Nürnberg vorgestellte Jugendtrainer ist in München ebenfalls durch – bisher von Vereinsseite unbestrittene – verbale Attacken gegenüber Trainerkollegen auffällig geworden. „Die beiden waren Teil eines Systems von unantastbarer Macht und Machtmissbrauch“, so ein ehemaliger Bayern-Trainer: „Es war sehr schlimm. Du hast jahrelang kein Spiel verloren – und dann stehen die beiden neben deiner Trainerbank und lästern ab.“ Beide Trainer hätten ein „vergiftetes Klima der Angst“ aufgebaut: „Das war wie eine eigene Sekte.“ Auch aus Elternkreisen werden harte Vorwürfe gegen beide Trainer erhoben: „Sie haben Angst verbreitet. Ein System, das Spieler, Eltern und Trainer einschüchterte.“ Oftmals ging es um Spieler mit Migrationshintergrund.“ (https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga2/nuernberg-146.html)

    Antwort
    • Das macht einen jetzt wirklich sprachlos. Denn damit dürfte das klar sein, was vorher nicht klar war: Er war nicht nur ein Mitläufer, sondern mittendrin statt nur dabei. Insofern muss man es neu bewerten. Auch oder vor allem was die Schlampigkeit unserer Verantwortlichen anbelangt.

      Scheiße.

      Antwort
    • Spannend wäre mehr über die Rolle zu erfahren, die Hermann Gerland in diesem Zusammenhang in München und bei der „Vermittlung“ nach Nürnberg gespielt hat.

      Antwort
  • Sprachlos bin ich auch über das Geschwurbel wie man jetzt die Nichtanstellung des Trainers auf der FCN-Homepage begründet.
    Der Täter wird zum Opfer, der menschenverachtende Kommentare erdulden muß. Seine Taten werden reduziert auf ein paar Smileys.
    Wie kann man einen Menschen, der so agiert hat gegenüber jungen Spielern , der(wie von Florian zitiert) ein KLima der Angst mitgetragen hat, eine hervorragende Trainerarbeit attestieren?
    Wie kann man behaupten, man hätte sich umfassend informiert, wenn man diese Fakten anscheinend nicht kennt? Oder hat man sie bewußt nicht berücksichtigt?
    Was ist los mit unserer Vereinsführung? Sind die blind? Würden die so auch argumentieren, wenn da sexueller Mißbrauch stattgefunden hätte?

    Antwort
    • Ich bin mir eigentlich sicher, dass die Fakten, die durch den Sportschau Bericht ans Licht gebracht wurden, nicht bekannt waren. Sonst hätte man sicherlich nicht im Ansatz erwogen, diesen Trainer zu verpflichten. Gerade bei Hecking denke ich, aufgrund seines Verhaltens in der Causa Jatta, dass er in dieser Beziehung richtig tickt.

      Ich glaube Hecking und Wiesinger haben hier tatsächlich zu sehr auf das Urteil Hermann Gerlands vertraut, der diesen Trainer weiter empfohlen hat. Er war ja nah dran, er hätte es beurteilen können müssen..

      Das wirft tatsächlich ein sehr schlechtes Licht auf Hermann Gerland. Wie konnte er diese Vorgänge nicht mitbekommen haben? Und wie konnte er dann diesen Trainer weiterempfehlen?

      Antwort
      • Die Vorfälle, die Wolf jetzt explizit nennt, hat er bereits im Oktober veröffentlicht: https://www.sportschau.de/fussball/fc-bayern-campus-trainer-100.html – Da steht Knauer nicht explizit, aber man kann schon drauf kommen, dass es er ist, weil im Zuge des Skandals am Campus nämlich nur zwei Trainer (später ein dritter, aber der wohl weil er mit dem WDR gesprochen hatte) und ein Betreuer entlassen wurden. Einer der Trainer war der Jugendleiter, der andere Knauer. Daher war es zumindest sehr wahrscheinlich, dass der im Artikel vom Oktober beschriebene Trainer Knauer ist und das hätte man prüfen können. (Dass ich das nicht in den Artikel hab, liegt an der extrem diffizilen juristischen Situation, (die auch dazu führt, dass ich den Jugendleiter nicht namentlich nennen darf) weil eben erst durch den zweiten Artikel von gestern klar ist, dass der erste sich auch auf Knauer bezieht und nur mit der Vermutung arbeiten war mir zu dünn.) Aber die Vorgänge waren bekannt.

        Gerland hat in zeitlicher Nähe zur Aufdeckung des Skandals durch den WDR die Campus-Leitung bei Bayern abgegeben/abgeben müssen. Man hat da von Bayernseite soweit ich weiß, nie eine Kausalität hergestellt, aber sie liegt natürlich nahe: „Offensichtlich geben sich diese Anhänger auch nicht damit zufrieden, dass mittlerweile mit Hermann Gerland auch ein sportlicher Leiter vom Campus abgezogen wurde – und nun nur noch Co-Trainer bei den Profis ist. Die Frage, ob es zwischen den Ermittlungen und dieser Personalentscheidung einen Zusammenhang gibt, wollte der FC Bayern bisher auch nicht beantworten.“ (https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/fc-bayern-campus-jugendtrainer-berater-ermittlungen-100.html)

        Antwort
        • Ist ja nicht nur so, dass man drauf kommt, dass es Knaur sein muss, wenn man eins und eins zusammenzählt, es ist ja so, dass die Vorwürfe im Prinzip wiederholt werden in dem neuen Artikel, in dem es explizit um Knaur und seine Anstellung beim Club geht.

          Antwort
    • Sehe ich genauso, Beate!

      Ich muss sagen, ich bin ziemlich entsetzt angesichts des Verhaltens unserer sportlichen Leitung.
      Da stehen für mich etliche zentrale Fragen, die weiteren Klärungsbedarf vonnöten machen:
      – Wie gut hat man sich überhaupt mit dieser Personalie im Vorfeld beschäftigt?
      – Hatte man volles Wissen über die Ausmaße der ganzen Gschichte und v.a. der Rolle, die Knaur dabei spielte?
      – Falls nein: Warum nicht? Siehe erste Frage
      – Falls ja: Warum hat man ihn trotzdem angestellt? Ist eigentlich eine rhetorische Frage…
      – Was zum Henker hat die Vereinsführung geritten, dass dann einfach als kleinen Ausrutscher abzutun?
      – Und noch schlimmer: Wie bescheuert muss man sein, um zu denken, dass man das jetzt aus der Welt schaffen könnte, indem man die Schuld einfach dem Umfeld/(sozialen) Medien zuschiebt und Knaur zum Opfer macht?

      Das ist einfach nur ein mehrmaliges völliges Versagen auf vielen verschiedenen Ebenen. Und, das muss man auch betonen, man kann die Verantwortung hierbei ganz sicher nicht allein bei Hecking suchen sondern muss genauso stark hinterfragen, welche Rolle Wiesinger bei der ganzen Geschichte gespielt hat.

      Ich sehe hier noch sehr viel Klärungsbedarf und hoffe sehr, dass den Verantwortlichen auch ordentlich auf die Füße getreten wird, dass das auch passiert. Das ist dann auch eine Sache, mit der sich der Aufsichtsrat beschäftigen sollte.

      Antwort
  • Ob Knauer die Club-Verantwortlichen in den genannten Gesprächen wirklich vollumfänglich über die Vorfälle informierte? Oder hat er DH schlicht belogen und sich geschönt dargestellt? Haben die FCN-Oberen nachdrücklich genug gefragt und tief genug gebohrt?

    Wissen wir nicht. Es hat zumindest den Anschein, dass man beim Club die ganze Angelegenheit und deren Dynamik völlig unterschätzt hat.

    Antwort
  • Ich war ja gestern noch der Meinung, dass man Knauer differenziert betrachten müsse. Schließlich haben sich unsere Leute „intensiv auseinandergesetzt“ mit ihm. Damit lag ich falsch.

    Nach dem neuesten „Sportschau“-Artikel muss ich ganz klar sagen: Knauer ist auch in meinen Augen ein Rassist und Soziopath. „Sport Inside“ halte ich für eine seriöse Quelle. Die Redaktion ist seit Monaten investigativ an dem Thema dran. „Sport Inside“ wurde zudem mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Deutschen Fernsehpreis“.

    Dass die Fragen jetzt Richtung Michael Wiesinger und Hermann Gerland gehen, ist logisch. Wiesinger ist NLZ-Leiter, er ist auch für die Personalauswahl zuständig. Gerland und Wiesinger kennen sich gut, mögen sich. Gerland war vor dem Rassismus-Skandal in München der große Mann auf dem Bayern-Campus.

    Und Dieter Hecking? Ist unser Sportvorstand und somit verantwortlich. Ob es „nur“ über seinen Schreibtisch gelaufen ist oder ob er dabei war bei den Gesprächen mit Knauer – es ist sein Verantwortungsbereich.

    Antwort
  • Ich glaube schon daß Hecking und Wiesinger sich informiert haben, inwieweit man dabei auf Informationen aus München, wo die Personalie sogar empfohlen wurde, vertrauen kann bleibt vor allem jetzt im nachhinein dahingestellt und offen. Offensichtlich wurde Knauer ja von Leute empfohlen die mit ihm persönlich zu tun haben oder hatten. Ich würde Hecking und Wiesinger daher keinen Vorwurf machen, da sie nicht im geringsten Verdacht stehen für falsche Werte, aber am Ende war es die richtige Entscheidung von einer Personalie mit einer solchen Sprengkraft Abstand zu nehmen. Es ist Aufgabe der Münchner an ihrem Campus ihre Vorgänge restlos aufzuklären nicht unsere. Wir sollten uns jetzt wieder auf uns hier in Nürnberg konzentrieren und unsere sportliche Ziele.

    Antwort
    • Das seh ich auch so dass hier der ach so grosse Fc Bayern in Sachen Komunikation ziemlich versagt hat .Hier den Schwarzen Peter allein unserer Sportlichen Führung zuzuschieben finde ich ziemlich unfair.

      Antwort
  • @Juwe und Auswärtssieger: ich finde es wenig hilfreich für die Aufarbeitung dieses Geschehens, wenn jetzt auch wieder die Fehler der Vereinsverantwortlichen dadurch relativiert werden, daß man mit dem Finger auf die Bayern zeigt.
    Und ich kann nur hoffen, daß Hecking und Wiesinger sich hinter solchen Relativierungen nicht verstecken, sondern klar und eindeutig zu ihrem Fehler stehen, offen erklären, weshalb es dazu kam und damit verdeutlichen, daß sie in Zukunft besser hinschauen werden, wem sie die JUgendlichen in unserem Verein anvertrauen wollen.

    Antwort
    • @Juwe und Auswärtssieger: ich finde es wenig hilfreich für die Aufarbeitung dieses Geschehens, wenn jetzt auch wieder die Fehler der Vereinsverantwortlichen dadurch relativiert werden, daß man mit dem Finger auf die Bayern zeigt.

      Bayern und besagte Vorgänge sind schließlich auch die „Ursache“, das hat ja dort und nicht bei uns stattgefunden und das über einen langen Zeitraum. Wäre dort sauber aufgeklärt worden statt vernebelt und dann wurde Knauer scheinbar von Verantwortlichen aus dem Campus auch noch empfohlen, genannt wurde dabei Jochen Sauer der immerhin Leiter des FC Bayern Campus ist, nein ich finde es nicht hinreichend wenn für Vorgänge, die beim FC Bayern stattfanden und nicht bei uns, unsere sportliche Leitung beschädigt wird, die wohl recht arglos da reingetappt sind und auf Aussagen aus Knauers direktem Arbeitsumfeld vertraut haben, für mich keinen Fehler gemacht und nach erkennen der Täuschung auch schnell reagiert.

      Antwort
      • Da sind wir halt unterschiedlicher Meinung. Ich finde nicht daß man sich drauf rausreden kann. Denn wie Florian schreibt, war es ganz offensichtlich öffentlich bekannt und andere Vereine haben deshalb wohl von einer Anstellung Abstand genommen.

        Antwort
      • Die haben ihn rausgeschmissen – wir haben ihn eingestellt. Wer von beiden hat den korrekteren Schritt gesetzt?

        Und von welcher Täuschung sprichst du? Offenbar wusste man ja, worauf man sich einlässt, sonst hätte man in der Erkärung des Vereins nicht von einer zweiten Chance gesprochen. Man hat ihn nicht vor den Bus geworfen, sondern sich auch hier hinter ihn gestellt. Insofern kann ich hier keine Verstimmung des Vereins ihm gegenüber feststellen.

        Die Bayern müssen sich hinterfragen, wie das so lange geduldet werden konnte und ob die Aufklärung ausreichend war. Das ist aber nicht unser Thema. Unser Thema ist unsere Personalpolitik, und augenscheinlich macht sich Flo Zenger ehrenamtlich darüber mehr Gedanken als Hecking und Rebbe mit Managergehalt. Und da spießt es sich mehr als nur ein bisschen…

        Antwort
        • Die haben ihn rausgeschmissen – wir haben ihn eingestellt. Wer von beiden hat den korrekteren Schritt gesetzt?

          Um ihn rauszuschmeissen, müsse „Die“ ihn zuerst aber mal eingestellt haben und dann jahrelang zugesehen wie ihre Jugendlichen von diesem Trainer trainiert und unterrichtet wurden mit besagten Missständen. Wenn jemand etwas wissen hätte müssen dann doch die Bayern! Dann nie wirklich transparent aufgeklärt und offensichtlich ihn dann noch als unbedenklich für eine 2. Chance weiterempfohlen! offensichtlich sogar von der Leitung des Bayern Campus einem der erfolgreichsten Jugend Nachwuchsleistungszentren im Land. Was hätte denn Hecking wissen sollen, was die nicht wissen oder nicht sagen wollen?

          Antwort
          • Dass bei dir gerne die anderen schuld sind, ist nicht neu.

            Billig ist es trotzdem. Und Lösung ist es keine.

            Antwort
            • Geschenkt, Argumente wären sinnvoller gewesen. Ich nehme deinen Satz als Selbstprojektion wahr.
              Ich würde Hecking, Wiesinger und Rebbe hier nicht in Frage stellen und beschädigen, wenn dort wo die Ursachen sind offensichtlich nie umfänglich aufgeklärt wurde und unter Geschäftsleuten und Profisportlern und der FC Bayern ist im Deutschen Fußball jetzt nicht nur irgendwer falsche Empfehlungen vom höchster Stelle im Bayern Campus weitergegeben werden. Für mich war der Ansatz nicht die Presse sondern die Verantwortlichen vor Ort und Vorgesetzten des jungen Mannes zu fragen auch der professionellere auch wenn dort scheinbar falsche Empfehlungen gegeben wurden.

              Antwort
              • Die wären da oben gewesen, wo du sie ignoriert hast…

                Und keine Sorge, ich habe nicht vor Hecking und Rebbe zu beschädigen, das schaffen die schon selber.

                Antwort
                • Rebbe? Welche Rolle spielt Rebbe dabei? Dachte, Rebbe wäre für die Kaderplanung zuständig und würde als Chefscout agieren?

                  Du scheinst mehr zu wissen. Mehr als die hiesige Presse. Interessant! Also Butter bei die Fische! Bitte klär uns auf….

                • Nicht ignoriert, wie du in gewohntem Stil leider unterstellst, sachlich bleiben liegt dir einfach nicht, sondern ich darf wie jeder mir meine Meinung trotzdem selber dazu bilden und ich vertraue vielmehr auf Fakten und die sind nach wie vor unklar. Dazu ich wiederhole es für dich gerne auch wenn Argumente für dich nicht zählen, der junge Mann vom FC Bayern Campus der Leitung Jochen Sauer auch empfohlen wurde für eine 2. Chance. Ich hätte Branchenkennern auch erstmal mehr vertraut als Medien. Richtig aber in Zweifel dann von dieser Personalie Abstand zu nehmen und ich verteidige nichts weiter als Hecking, Wiesinger rund Rebbe sind hier für mich zumindest in keinster Weise beschädigt zumal sie auch als Abwehr einer fragwürdigen Internet Shitstormkultur es sinnvollerweise korrigiert haben. Und dass Hecking hier auch von einem Wertekanon einer 2. Chance spricht wird hier in der Diskussion zudem komplett ignoriert.

      • Man hat doch nicht auf das „Erkennen der Täuschung“ reagiert (unabhängig davon, dass sich die Vereinsführung gar nicht erst so einfach hätte täuschen lassen dürfen – das war nicht arglos, sondern maximal dämlich. Man hat nämlich wissentlich alle Warnsignale ignoriert, anstatt mal ernsthaft nachzubohren).

        Die Reaktion kam aber nicht wegen der Täuschung, sondern dem Shitstorm, den man in den Medien kassiert hat.
        Und am schlimmsten: Man hat es ja genauso kommuniziert!
        Dass man eben NICHT von der Personalie Abstand genommen hat, weil sie sich als völlig ungeeignet für den Job entpuppte. Sondern das Ganze mit den Reaktionen insbesondere aus den sozialen Medien begründet hat.

        Das Vorgehen der Vereinsführung war sowas von unfuckingfassbar, wie man dann noch sagen kann, dass Hecking und Co. nichts vorzuwerfen sei, ist mir absolut unbegreiflich.

        Antwort
        • Zitat SCRamjet: „Die Reaktion kam aber nicht wegen der Täuschung, sondern dem Shitstorm, den man in den Medien kassiert hat.
          Und am schlimmsten: Man hat es ja genauso kommuniziert!
          Dass man eben NICHT von der Personalie Abstand genommen hat, weil sie sich als völlig ungeeignet für den Job entpuppte. Sondern das Ganze mit den Reaktionen insbesondere aus den sozialen Medien begründet hat.“

          Stimmt auffallend! Einzig die zeitliche Abfolge könnte noch ein wenig Milde hervorrufen:

          War die Entlassung nebst Begründung noch VOR dem verschärfenden Sportschaubericht? Könnte man sich also tatsächlich darauf herausreden, den vollen Umfang der Vorwürfe nicht gekannt zu haben?

          Und das alles, wo man auf dem Weg war, ein wenig Vorzeigeverein zu werden. Die Dämlichkeit der Protagonisten ist nicht zu ertragen!

          Antwort
  • Noch immer herrscht bei mir größte Verwunderung über diesen Schritt, jemandem mit einem derartigen Leumund überhaupt einzustellen. Ich kann mich absolut nicht in eine Position hineinversetzen, in der man eine derartige Verpflichtung überhaupt und auch nur rein theoretisch als Imagination durchspielen würde: Einen Mann, wie jung oder alt er auch sein mag, der sich in der Vergangenheit so nachhaltig und krass für einen Job, in dem er mit anderen (schlimmer noch: jungen!) Menschen zu tun hat, ein für allemal disqualifiziert hat, überhaupt in Überlegungen mit einzubeziehen, um eine leitende Stelle im Verein zu besetzen, erinnert mich am ehesten noch an den Verschiebebahnhof für „in Ungnade gefallene Geistliche“ der katholischen Kirche.

    Mag sein, dass die Rolle von Gerland in dieser Causa nie so recht aufgeklärt werden wird. Sich aber als Club darauf zu verlassen, dass der (namhafte und persönlich gut bekannte) Co-Trainer des FC Bayern, der ja nicht von ungefähr im Zuge der Rassismus-Beweise auf dem Bayern-Campus von seinen dortigen Aufgaben entbunden wurde, in seiner Empfehlung für die Verpflichtung eines Jugendtrainers, der ganz zufällig damals ebenso von seinem Campus-Job entlassen wurde, richtig liegen könnte und der Club in persona Dieter Heckings plötzlich als eine Art institutionalisierter Bewährungshelfer für Menschen, die angeblich die berühmte „zweite Chance“ verdienen, auftritt, kann ich schlicht nicht fassen.

    Wie kann man nur so blind oder ignorant sein? Und das nicht nur bezogen auf den Imageschaden für den 1. FC Nürnberg, sondern vor allem bezogen auf zwei weitere, in meinen Augen wichtigere Aspekte, da es eben doch um viel um mehr geht, nämlich um junge Menschen – und um die Zukunft des 1. FC Nürnberg:

    Ignorant in Bezug auf die Tatsache, junge Menschen – Jugendliche, Kinder – jemandem auszusetzen, der bereits auf das übelste demonstriert hat, dass er mit Macht und Verantwortung nicht umzugehen imstande ist, da er sich durch selbige offenbar unantastbar fühlt(e) und damit Kinderseelen schädigt(e).
    Ignorant auch bezogen darauf, dass mir der Verpflichtung dieses Mannes das NLZ des Clubs umgehend einen so hundmiserablen Ruf erhalten würde, dass ich mir als Elternteil kaum mehr überlegen müsste, ob ich mein Kind derartigen Strukturträgern wie jenen beim FCN aussetzen würde. Nein, würde ich auf gar keinen Fall! Da steht die Seelenhygiene (m)eines Kindes immer an erste Stelle. Zur Not geht das talentierte Kind eben dann eine Kleinstadt weiter, zum Kleeblatt.

    Von Dieter Hecking hätte ich persönlich einen solchen charakterlichen Offenbarungseid (oder war es nur eine billige „Schlamperei“? Wohl kaum. Leider…) nie erwartet.

    Antwort
  • Die BILD setzt dem Ganzen noch die Krone auf:

    ► Statt zweiter Chance hat der Club Knauer seinem Schicksal überlassen. In seinem Beruf ist er jetzt wohl endgültig verbrannt.

    …ein selten dämlicher Kommentar nach bekanntwerden des Ausmaßes der Problematik!

    Antwort
    • Da gebe ich dir vollumfänglich recht. Seine berufliche Zukunft als Jugendtrainer hat sich Knauer einzig und allein selbst versagt.

      Antwort
    • Dieses Anzeigenblatt, das dazwischen sogenannte „redaktionelle Beiträge“ klemmt und bebildert, betreibt schon immer und ewig mit viel Freude an der Eskalation eine Täter-Opfer- und in diesem Falle eine kackdreiste Ursache-Wirkung-Umkehr.

      Antwort
  • Ein Zitat aus dem Sportschauartikel gibt mir zu denken.

    „Die beiden waren Teil eines Systems von unantastbarer Macht und Machtmissbrauch“, so ein ehemaliger Bayern-Trainer: „Es war sehr schlimm. Du hast jahrelang kein Spiel verloren – und dann stehen die beiden neben deiner Trainerbank und lästern ab“

    Was heißt denn das? Konnte sich niemand gegen die beide wehren? Dieser Teil im Sportschau-Artikel fiel mir gleich auf. Da redet einer von einem System aus Macht- und Machtmissbrauch. Beschreibt ein Quasi-Terror-Regime. Gab es niemanden der sich schützend vor die heruntergemachten Jugendlichen stellte. War das alles ein Teil einer vom Geld zugeschissenen Hochleistungskultur, der von den Verantwortlichen monatelang (jahrelang?) gedeckt, möglicherweise sogar gefördert wurde. Die Einzeltäterthese scheint mir ein bisschen wacklig.
    Man muss bei den Fußballinternaten genau hinschauen und als Eltern gut aufpassen, wo ihre talentierten Kinder landen und was dort geschieht.

    Antwort
    • @Döbs: Ja, das gibt zu denken. Passt aber auch irgendwie zu den Bayern. Da geht ja auch der Vorstand lieber in den Knast, damit nicht tiefer gegraben und der Verein beschädigt wird. Da wird Gerlands Rolle immer dubioser.

      Wenn man dazu die Aussagen von Florian betrachtet:

      „Es ist eben kein einfacher Inhalt auf dem Handy oder kein Chat zwischen zwei Personen. Es ging über Monate rassistisch zu in dieser Gruppe. So rassistisch, dass wegen Volksverhetzung ermittelt wird, das dürfte dann doch bei den allerwenigsten Menschen der Fall sein, dass sie an Gruppenchats teilnehmen, die bei der Staatsanwaltschaft geprüft werden.

      Aber auch all diese Bedenken hätte man wahrscheinlich mit guten Argumenten und einem überzeugenden Auftritt zumindest lindern können, wenn es eben nur diese gewesen wären. Dann hätte man die zweite Chance einleiten können, wenn man sich erklärt. Es war aber ja eben nicht nur die Teilnahme am Chat, nicht nur das Claqueur sein. Es kommen eben noch die anderen Vorwürfe dazu und damit läuft auch jede Debatte über eine zweite Chance ins Leere, weil die Vorwürfe eben deutlich über den Gruppenchat hinausgehen.“

      Das ganze Ausmaß der Erkenntnisse erfordert meiner Meinung nach zwingend, dass die Stellungnahme des Vereins zur Nichtverpflichtung relativiert und ergänzt wird. Weg von der reinen Reaktion auf den Gegenwind und hin zur Auseinandersetzung mit den Tatsachen, dass eben nach bekannntwerden weiterer Details der Affäre eine Verpflichtung ohnehin auch aus sachlichen Gründen nicht mehr in Frage kommt.

      Das halbgare „die Fans wollten das nicht“ ist bei weitem nicht mehr ausreichend.

      Antwort
      • – Der FC Bayern München ist Champions League Sieger im Unter-den-Teppich-kehren. Schon immer gewesen. Der Deal mit Kirch. Das „zinslose Darlehen“ für Sebastian Deisler. Und natürlich dieser so genannte Prozess um Ulrich Hoeneß. Um im Unter-den-Teppich-kehren so erfolgreich zu sein, braucht man einflussreiche Freunde. Die hat der FC Bayern.

        – Jemanden als Rassisten zu bezeichnen, ist in meinen Augen eine schwerwiegende Anschuldigung. Bis dies nicht bewiesen ist, sollte man vorsichtig sein, einen Menschen so zu bezeichnen. Bei Knauer allerdings ist die Indizienlage schier erdrückend. Was auch unseren Verantwortlichen nicht entgangen sein dürfte – mittlerweile.

        – Es muss doch beim Club jemanden geben in dieser Armee an PR-Mitarbeitern, der gerade in diesen Tagen so genannte soziale Medien sowie Fan-Foren und andere Plattformen scannt. Und der feststellt, dass dieses Thema noch lange nicht gegessen ist und dass dieses Thema viele immer noch aufwühlt – verständlicherweise.

        – Was geht in diesen Tagen eigentlich in Niels Rossow vor? Markenbildung ist doch sein Ding. Nun aber ist, da braucht man nicht drumherumreden, ein mittelgroßer Imageschaden entstanden. Das muss gerade ihm doch gewaltig auf den Sac…Wecker gehen.

        – Wenn die Stellungnahme, welche vor der verschärften Version der „Sportschau“ veröffentlicht wurde, alles war an Kommunikation und nichts nachkommt, dann üben wir uns auch in der Disziplin des Unter-den-Teppich-Kehrens. Wenn auch nicht in der Champions League.

        – Trotz allem und ohne Ironie: Alles Gute zum Geburtstag, lieber Club!

        Antwort
      • Der Club hat eine schlechte Kommunikationsabteilung. Das behaupte ich, seit die Schwester des Kapitäns dort von Bord gegangen ist. Seither fehlt etwas, ich vermisse Wärme und Empathie in der Ausstrahlung, aber gut, das ist subjektiv.
        Ich glaube zu wissen, was die Clubverantwortlichen mit der Verpflichtung Knauers wollten.
        Sie hätten sagen können, wir haben da einen, der sich für das was war schämt, der bereut, der zwar immer noch nicht genau weiß, wie er in ein solches Mobbing-System hineingeraten konnte aber wirklich gelernt hat und weiß, das was da im Campus ablief ist nicht zu entschuldigen, nicht zu beschönigen nicht zu relativieren. Wir bieten ihm eine Möglichkeit sich zu bewähren.
        Der Bewerber hätte sagen können; sowenig ich dieses schäbige Auftreten als Jugendleiter im Nachhinein korrigieren, so wenig verstehe ich, dass ich mich nicht gewehrt habe, daß ich opportunistisch mehr meine Karriere als das Wohl der Jugendlichen im Kopf hatte. Und ich will und werde es anders machen. Ich kann zusichern, ich werde in Zukunft ALLEN mir anvertrauten Jugendlichen mit Respekt und Achtsamkeit begegnen, sie in ihren Fußballtalenten fördern und ihre Persönlichkeitsbildung unterstützen, so gut es mir möglich ist.
        Der Club sagt:
        Der Kandidat weiß, beim Club sind solche Zustände, wie sie in München herrschten, nicht möglich, solche würden von der Leitung im Nachwuchszentrum und vom Vereinsvorstand sofort unterbunden.
        So ungefähr hätte ich mir den Weg zur neuen Chance vorstellen können. Nicht mit so halbgaren Einlassungen, war doch eigentlich nicht so gemeint usw. Ich denke, Knauer glaubt der Erzählung vom Bauernopfer, die offensichtlich nicht nur Gerland sondern auch der aktuelle Leiter der Nachwuchsarbeit bei Bayern verbreitet. Das hilft ihm aber nicht. Er muss reinen Tisch machen, dann, ja dann … vielleicht…

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  • Kommunikation, Ist doch klar, daß ihr alle es besser könnt! No doubt! Der Clou ist, ich vermute schon man hat diese düsteren Vorwürfe gekannt, hielt sie hier im Clubumfeld da man die Kenntniss darüber hatte nicht für möglich noch dazu unter Beobachtung, aber wollte mit einer großen Einleitung und Erklärung im Vorfeld der Personalie keine schnarchenden Hunde wecken.
    Genau das hat aber dann Bild getan, nicht gerade im Verdacht der hohen Moralansprüche, die den Shitstorm richtig in Gang gesetzt hat und sich hinterher nicht zu blöde ist dann am Ende Knauer als Opfer darzustellen. (der Club hat ihn fallen gelassen, für immer erledigt findet nie wieder einen Job) Mehr Zynismus geht fast gar nicht.

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    • Dann frag mal den beim Club, der die Personalie der BILD gesteckt hat. Und dass BILD der Clubführung lange Zeit ließ, Stellung zu nehmen, ist mittlerweile auch bekannt. Und keiner beim Club hat gecheckt, welche Brisanz in dieser Geschichte steckt? Da muss man wirklich fragen, wusste man es nicht besser oder meinte man sich irgendwie durchzuschlängeln? Beides spricht für ungenügende Kommunikationskompetenz oder gerade heraus: für totalen Pfusch!

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      • Eben, es gibt ja nur zwei Möglichkeiten:
        a) sie wussten es und haben es nicht ernst genommen bzw. wollten es verstecken
        b) sie haben sich schlecht informiert und wussten es nicht

        (Nachdem sie sich im Anschluss in der Erklärung eher hinter ihn gestellt haben, würde ich von A ausgehen.)

        Spätestens bei Erhalt der Bild-Anfrage muss aber dann doch allen klar sein, dass das ein Thema wird, und auch kein kleines. Eigentlich müsstest du der Bild die Geschichte abstechen und in dem Moment pro-aktiv rausgehen. Nichts zu tun und zu hoffen, dass den Bild-Artikel hinter der Paywall keiner liest ist irgendwo zwischen fahrlässig und wahnsinnig. Dass es dann noch einmal mehrere Tage bis zu einer Reaktion dauert ist unglaublich. Keinerlei Wahrnehmung was für ein reputational risk das Thema darstellt. Im Grunde grob vereinsschädigendes Verhalten. Ein komplettes Versagen.

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    • @Juwe

      Wir schützen unseren Club nicht, indem wir das einfach so hinnehmen und die Schuld bei anderen suchen. Wir schützen unseren Club, indem wir dies anprangern. In der Hoffnung, dass man daraus lernt. Auch von dieser Warte aus waren beispielsweise die klaren Kommentare von Fadi Keblawi und von @Florian wertvoll.

      Zur Kommunikation:
      Natürlich können wir es nicht unbedingt besser, wir werden dafür aber auch nicht bezahlt. Mit Niels Rossow haben wir einen Ex-Adidas-Marketing-Mann an der Spitze. Die Öffentlichkeitsarbeit ist Teil des Marketings. Und sollte mindestens genauso so zum Corporate Identity beitragen wie die FCN-Straßenbahn oder der FCN-Flieger.

      Christian Bönig ist ein erfahrener Mann, war vorher schon in der Kommunikation bei Sankt Pauli und Hannover 96 tätig. Auch Dieter Hecking ist seit Jahrzehnten im Geschäft und ist medienerfahren. Michael Wiesinger weiß, auf welche Hygiene-Faktoren die Eltern der Kids im NLZ Wert legen. Lauter Profis also, deren Zusammenarbeit in diesem Fall (wie schon vorher bei der Einstellung von Rebbe) aber nicht wirklich professionell rüberkommt – auf die Kommunikation bezogen.

      Was ich allerdings vermute, ist:
      Man hat sich zu sehr auf die Auskünfte und Empfehlungen aus München verlassen. Wenn man jetzt also gradaus kommunizieren würde, müsste man wohl auch kommunizieren, dass man beim Branchenprimus auch im Nachgang allzu lax mit dieser Thematik umgeht und dass man sich eben auf die Expertise aus München verlassen hat.

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      • Ich halte einige Aussagen der Medien jüngst nicht für wertvoll im Gegenteil. Nehmen wir mal den von dir bejubelten Fahdi Keblawi „Der 1. FC Nürnberg, in dessen Jugendmannschaften viele Spieler mit Migrationshintergrund spielen, hat offensichtlich gerade ein Problem im Umgang mit Rassismus – und mindestens noch ein Kommunikationsproblem dazu.“ (NN, 30.04.2021)

        Nicht nur bei Nürnberg besteht ein großer Migrationsanteil sondern überall und generell im Fußball, vor allem weil gerade in der Nachwuchsarbeit Märchen und sozialer Aufstieg möglich sind, wie kaum sonst in unserer Gesellschaft. Das ist alles bekannt und keine besondere Eigenschaft von Nürnberg. Das weiß man und Hecking, Wiesinger wer auch immer die Verantwortung tragen dann mit dem Satz „Der 1. FC Nürnberg hat offensichtlich gerade ein Problem im Umgang mit Rassismus“ (nn, 30.04.2021) was als Satz dem Leser, der vielleicht nicht so im Thema ist suggeriert, es würde am Valznerhweiher rassitische Vorgänge geben, finde ich in dem Kontext hahnebüchen bis hin zu einer Frechheit. Für mich kein journalisitischer Ruhm einem Verein so etwas anzudichten, weil das ist einfach nicht der Fall. soviel zu Keblawi.

        Und! Nach wie vor Hecking hat kommuniziert, daß man von den Vorgängen in München um Knauer Kenntnis hatte, dieser sich einsichtig präsentiert hat, sie ihm das glauben zudem der Expertise auf München von höchster Stelle im FC Bayern Campus und man ihm eine 2. Chance geben will, und sprach von einem Wertekanon der 2. Chance. Und im Gegensatz zu allen hier und zu den Journalisten konnten sie sich von dem Mann persönlich ein Bild machen. Man kann an dem Punkt geteilter Meinung sein ok, aber deswegen haben wir kein Problem mit Rassismus!

        Die Frage einer 2. Chance fällt in der ganzen Diskussion, in den Medien und vor allem im Shitstorm komplett unter den Tisch. Jeder in unserer Gesellschaft, der vom Weg abkommt erhält die Möglichkeit einer 2. Chance dann aber unserer Vereinsführung „offenbar ein Rassismus Problem“ anzudichten finde ich einfach nur geschmacklos und brutal spaltend. Ein Vorwurf, der in meinen Augen sogar justitiabel ist. Aber mir ist die sportliche Entwicklung des Clubs wichtiger, bei der Personalie sind alle auf die Nase gefallen und die Medien für mich ganz sicher nicht der Gute. Zumal Bild sich am Ende nicht entblödete dem Club vorzuwerfen den Mann fallen lassen zu haben.

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        • Keblawi hat sich mit seinem journalistischen Niveau nahtlos an die Entwicklung und Qualität vom Club in den letzten Jahren angepasst…

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        • Moment, @Juwe, lass uns bitte nicht in Polemik abdriften. Das Thema ist zu ernst.

          Ich habe, wie Du behauptest, Fadi Keblawi, nicht „bejubelt“. Erstens. Die Überschrift „Hat der Club ein Rassismus-Problem?“ finde ich auch sehr diskutabel und, ja, typisch Keblawi – zweitens. Und drittens: Dass unser Club ein Problem hat im Umgang mit Rassismus, wie Fadi Keblawi geschrieben hat, ist doch überhaupt nicht wegzudiskutieren.

          Nein, nochmal, der Club hat kein Rassismus-Problem. Und ja, wenn Du Keblawis Artikel zu reißerisch findest, kann ich das zum Teil nachvollziehen. Grundsätzlich aber ist es gut, dass die Medien dieses wirklich wichtige Thema unseres Zusammenlebens aufgreifen und entsprechend behandeln. So was darf man nicht unter den Tisch kehren!

          Verurteilt hat sich Knauer selbst. Eine zweite Chance hat sich Knauer selbst genommen. Ich wünsche diesem Menschen, dass er daraus lernt.

          So wie ich Dich hier kennenlerne, bist Du ein aufrichtiger Mann mit Prinzipien und sicherlich auch ein guter, fürsorglicher Vater. Würdest Du Deinen Sohn in die Hände von jemanden geben, der Freunde oder Kameraden Deines Sohnes rassistisch derart beschimpft? Sicherlich nicht.

          Sorry, das ist doch Wahnsinn. Zudem sind es noch Kinder. Ich dachte auch erst, Knauer sei ein Mitläufer und unsere Verantwortlichen haben sich von seiner Redlichkeit überzeugt. Dem aber ist nicht so! Verfahren wegen Volksverhetzung! Verstehst Du, @Juwe?

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  • Und wer trainiert jetzt die U17?
    Fliegt da schon ein argentinischer Privatjet zur Trainerausbildung??

    Mission 2028: Mintal & Pino als Trainerduo. (Für die erste Mannschaft wohlgemerkt…)
    Und zum 130. Geburtstag des Clubs wäre dann ein Pokalfinale angemessen. 🙂

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  • Der Magdeburger Stammtorwart Behrens verlängert seinen Vertrag nicht weil er in die zweite Liga wechselt…
    Könnte doch passen… soviel freie Plätze bei sicheren Zweitligisten gibt es auch nicht

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