Günther Gauch fragt: Wer ist Hiesel?

Liebe Freund:innen,

zu der heutigen Quizrunde, in der ein ehemaliger Spieler des 1. FC Nürnberg gesucht wird, darf ich euch auf das Herzlichste begrüßen. Ich tue das gemäß den Usancen des heutigen Sprachgebrauchs gendergerecht, was mir im Schriftlichen leichter fällt als im Oralen, wo es passieren kann, dass ich wegen Kehlkopfüberstrapazierung, die der inflationären Artikulation des -innen vorausgehenden glottalen Verschlusslautes geschuldet ist, Schluckauf bekomme…

Wohl wissend, dass dieser Einstiegsscherz im virtuellen Auditorium Lachsalven, heiteres Schenkelklopfen, bei der/dem einen oder anderen sogar sich nicht einkriegendes Auf-dem-Boden-Kugeln zur Folge hat, will ich mich nicht allzu lange im Wohlgefühl der Akklamation weiden und sodann das Wort an GünTOR, äh – was bin ich heute wieder für ein Schelm! – an Günther Gauch übergeben, der den Ratetext verlesen wird. Doch vorher…

…noch ein wichtiger Hinweis: Der Name des gesuchten Club-Spielers wird im Ratetext nicht genannt, vielmehr geschieht der Bezug auf ihn mittels eines Pseudonyms. Die Findung dieses Pseudonyms sorgte unter den Mitglieder:innen der Pseudonymfindungskommission für erhitzte Kontroversen, wiewohl – das darf letztlich konstatiert werden – das Klima der Debatte immer vom Geist des konstruktiven Miteinanders geprägt war. Leider schied der sich anbietende „Spitzname“ Gerch  von vornherein aus, haben diesen doch schon die Kollegen des KaDepp-Podcasts für deren Quiz reserviert – falls es mir angesichts des in dieser Runde allwöchentlich unter Beweis gestellten professionellen Expertentums denn zusteht, mich als Kollegen zu bezeichnen. Verworfen wurden auch die Vorschläge Schorsch und Sepp, letzterer allein schon deshalb, weil er im Assoziationsbereich eine Vereinsikone einer südlich der Donau gelegenen Metropole erstrahlen lässt. Die Wahl fiel schließlich auf…

Hiesel.

Dies geschah zu Ehren der Nürnberger Ikone Herbert Hisel, der unter anderem unter den Fittichen des japanischen Trainers Heiasammahii im Profifußball Karriere machte:

klick.

Ich darf nun Herrn Gauch das Wort erteilen:

Hiesel bestritt 115 Erstligaspiele für den 1. FC Nürnberg. Die Zahl der Tore, die er als Mittelfeldspieler in ihnen erzielte, ist doppelt so hoch wie die Standard-Rückennummer eines ehemaligen Club-Stürmers, der es auf sieben Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft brachte. In die DFB-Auswahl wurde Hiesel, der aus der gleichen Stadt stammt wie ein berühmter deutscher Nationalspieler, nie berufen, er durfte aber in Europapokalspielen im Clubtrikot internationale Luft schnuppern.

Bereits im Alter von 28 Jahren löste Hiesel seinen Vertrag mit dem FCN auf, weil er die harten Übungspraktiken des damaligen Clubtrainers, der – unnötig, das zu erwähnen – nicht Canadi hieß, nicht vertrug. Er baute körperlich ab und litt unter massiven Schlafstörungen. Hiesel wollte, so seine überlieferte Aussage, „wieder Mensch sein“. Er ließ sich reamateurisieren und kehrte in seine Heimatstadt zurück, wo er als Spieler und Trainer beachtliche Erfolge feierte. Mehrere Trainerstationen im Amateurbereich schlossen sich an. Unter anderem eine als A-Jugendtrainer des 1. FC Nürnberg.

Wer ist Hiesel?

Besten Dank, Herr Gauch, für die souveräne Verlesung des Ratetexts! Ich darf Sie noch bitten, die vier Multiple-Choice-Antworten zu nennen:

A: Ante Covic

B: Gustav Bark

C: Miodrag Zivaljevic

D: Horst Schade

Ich stelle fest, dass die Raterunde nunmehr eröffnet ist. Teilnahmeberechtigt sind Person:innen, die zum Zeitpunkt des Poststempels das dritte Lebensjahr vollendet haben. Person:innen von über neunzig Jahren in Begleitung ihrer Schwiegermutter haben satzungsgemäß freien Eintritt. Nicht teilnahmeberechtigt sind die Autor:innen, äh Autoren dieses Blogs. Satzungsgemäß ist darauf hinzuweisen, dass gemäß den Regularien dieses Quiz keine der vier vorgeschlagenen Antworten die Lösung enthält. In diesem Sinne:

Dalli dalli!

23 Gedanken zu „Günther Gauch fragt: Wer ist Hiesel?

  • Tolles Rätsel, @belschanov.
    Hat mir jetzt den Schlaf geraubt.
    Der Nachname steht für Qualität.
    JOE-Max Moore ist es nicht. 😉

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  • Hm, schwierig… vor allem, weil ich nur auf 114 Spiele gestoßen bin… Die “ Vereinsikone südlich der Donau“ finde ich köstlich! 😉

    Antwort
  • Hoppla, alles Zenger oder was jetzt auch beim Hiesel. Hier aber der Joe und nicht der Flo.

    Gut gemacht, Michael. Hoffe auf Fortsetzung.

    Antwort
    • Jou wergli – wenn a Da’s sooch!

      Schon früher hat’s also beim FCN erfolgreich gezengert.

      Antwort
  • Dass der damalige Trainer Canadi nicht hieß, ist ja im Grunde sogar ein wertvoller Tipp!
    Noch ein Tipp: hier die Wikipedia-Liste mit allen FCN-Spielern der Geschichte durchzuforsten, ist mühsam, aber führt schon auch zur Lösung..

    Antwort
  • Keinesfalls zu leicht, belschanov!

    Mit dem Rätsel ist es bei mir wie früher in der Schule. Entweder ich habe den von @KUZ angesprochenen Geistesblitz und löse selbst schwierigste Fragestellungen sofort. Oder, und so war es wohl meistens (#Mathe), ich bin blockiert und absolut ratlos. Leider will sich kein Geistesblitz einstellen. Bin auf die Auflösung gespannt!

    Antwort
    • „Bekam“ steht in Anführungszeichen…… Ich hatte keinen , sondern er kam von außen… 😉

      Antwort
    • Das Rätsel war für mich auch eher harte Arbeit. Ein weiteres Glas mit spanischem Reserva unterstützte mich. Und als ich es geschafft hatte, ging ich raus, um eine zu rauchen. Ich schaute zufrieden in den Nachthimmel. Es war ein gutes Gefühl.

      Antwort
  • Würde man die Namen der Kommentatoren, die sich hier zum Rätsel äußern, mit der Liste der Club-Meisterspieler abgleichen, wäre man der Lösung der Rätsels auch einen Schritt näher.

    Antwort
  • Geistesblitz…jetzt bin auch ich draufgekommen…dank der erwähnten verworfenen Spitznamen

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  • Auch wenn es nicht hierher gehört.
    Es war keine rote Karte, sondern eine eingesprungene Schwalbe von Ingolstadt.

    Antwort
    • Haben mein Sohn und ich eben auch in der Zeitlupe festgestellt.
      Ingolstadt wird mir immer unsympathischer.

      Antwort
  • Funfact:
    Der vorhin eingewechselte Jonatan Kotzke vom FCI stammt vom selben Verein, wie der Schiri Aytekin – TSV Altenberg. Den Kotzke kennt mein Neffe sogar noch aus der Schule.

    Einsamer Spitzenreiter meiner eigenen Spieler-Unsympathenliste: Kutschke, ein höchst unsportlicher Spieler, Simulant und Zeitspieler.

    Ja, superschade das die 60er es nicht schaffen werden.

    Antwort
    • Tja, der Kutschke hat seine „Qualitäten“ bei uns nicht einbringen können…wir sind schließlich kein unsympathischer Verein! 😉

      Antwort

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