Der Reifen ist platt

„Wir haben Ihnen eine Zwei gegeben“, sagte der hagere ziegenbärtige Literaturprofessor, der mit etwas wirrerem Haupthaar ein authentisches Double von Catweazle (klick) hätte abgeben können. „Welche Note haben Sie – wenn die Frage erlaubt ist – in Linguistik bekommen?“

„Auch eine Zwei“, antwortete ich und eine sanfte Entkrampfung durchrieselte meinen Körper.

„Na, das ist doch recht ordentlich. Wir gratulieren Ihnen zur erfolgreich bestandenen Zwischenprüfung. Etwas mehr Konzentration, etwas mehr Präzision im Argumentieren, etwas weniger Sprunghaftigkeit – dann könnten Sie noch besser sein.“

„Ich weiß Ihren Rat zu schätzen“, sagte ich und drückte dem Professor und seinem untersetzten Assistenten, der durchaus etwas Krötenhaftes an sich hatte, die Hand.

Draußen auf dem Gang war ich wieder auf meinem Weg. Wird Manfred Schwabl Hans Dorfner ersetzen können? Wird der Club auch im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffen? Aber jetzt war erst mal…

…Weltmeisterschaft.

In den vielen Jahren, in denen ich die Nationalmannschaft nunmehr begleite, bin ich dreimal Weltmeister und dreimal Europameister – nein: habe ich drei Siege bei Weltmeisterschaften und drei Siege bei Europameisterschaften miterleben dürfen. Das schönste Turnier, das ich mit der Nationalmannschaft erlebt habe, war aber nicht eins, in der sie den Titel errang, sondern die WM 1986, die mit dem zweiten Platz endete. Ich hatte als Student die Zwischenprüfung, vor der ich nicht zuletzt wegen des ziegenbärtigen Literaturprofessors über Wochen hinweg wenig entspannt war, erfolgreich absolviert, es war Sommer und es war…

…Weltmeisterschaft.

Ich entschloss mich mehr oder weniger für ein Freisemester: Schwimmbad und…

…Fußball. 

Die deutsche Mannschaft quälte sich durch die Gruppenphase: Remis gegen Uruguay, Sieg gegen Schottland, Niederlage gegen Dänemark. Im Achtelfinale dann ein 1:0-Sieg gegen Marokko dank eines späten Freistoßtreffers von Matthäus, im Viertelfinale ein Sieg nach Elfmeterschießen gegen den Gastgeber Mexiko, dann Halbfinale gegen Frankreich wie vier Jahre zuvor (klick).

„Antifußball!“, empörten sich die meisten meiner Freunde und Bekannten, die sich für Fußball interessierten, „das ist doch Antifußball, was die deutsche Mannschaft spielt! Keinerlei Kreativität! Billiges auf das nackte Ergebnis reduziertes Handwerk! Reaktionär! Der deutsche Fußball ist reaktionär bis zur Stollenspitze! Und sowas setzt sich durch! Die Dänen, die Russen, die Brasilianer bleiben auf der Strecke und der deutsche Schweinefußball triumphiert! Die Reaktion siegt über die Kunst! Die Kräfte der Befreiung plattgewalzt von deutschen Panzern! Aber gegen Frankreich wird Schluss sein! Gegen Platini, Giresse und Tigana haben Jakobs, Briegel und Rolff keine Chance! Der deutsche Weg wird enden! Am Ende wird die Freiheit siegen!“

Diese zu dieser Zeit besonders bei Linksintellektuellen, denen ich mich in moderater Weise auch irgendwie zugehörig fühl(t)e, häufig anzutreffende Haltung gegenüber der bundesdeutschen Mannschaft, die bei einigen Schlaumeiern sogar so weit ging, dass sie die Spielweise des DFB-Teams mit der Ära des Dritten Reichs in Beziehung setzten, ließ mich kalt. Nicht kalt ließ mich aber, dass wirklich davon auszugehen war, dass die Équipe tricolore die Halbfinalpartie gewinnen würde. Sie war klarer Favorit. Ich konnte mir nicht recht vorstellen, dass sich die im bisherigen Turnierverlauf leichtfüßig brillierenden Franzosen vom hölzernen Stil der Adlerträger den Schneid würden abkaufen lassen. Entsprechend mulmig war mir am Tag dieses Spiels zumute. Je näher der Anpfiff – das Spiel begann nach meiner Erinnerung um 20 Uhr MEZ – rückte, desto verkrampfter wurde ich. Um mir Luft zu verschaffen, beschloss ich nach dem Abendessen, mich aufs Rad zu setzen und an diesem mexikanisch heißen Abend noch ein bisschen durch die Gegend zu fahren. Meine Verkrampfung löste sich aber erst, als der eingewechselte Rudi Völler kurz vor Spielende den französischen Torwart überlobbte und den Ball zum 2:0 ins leere Tor schoss (klick).

Fußball ist ein Spiel, in dem 22 Spieler dem Ball nachlaufen, und am Ende gewinnt Deutschland.

Dieser von Gary Lineker geprägte Spruch war – wie sich unter anderem dann im Endspiel gegen Argentinien zeigte – nie wahr, an ihm war aber – und das bewies einmal mehr dieses Halbfinale gegen Frankreich – etwas Wahres dran. Die deutsche Mannschaft…

SCHUMACHER

FÖRSTER           JAKOBS          EDER

BREHME        ROLFF        MATTHÄUS        BRIEGEL

MAGATH

RUMMENIGGE               ALLOFS

…an die kaum einer glaubte, war da, als es drauf ankam. Sie kaufte dem Gegner den Schneid ab und fand über den Kampf zu phasenweise richtig gutem Fußball. Der Gegner war überrascht. Schon früh in der Partie winkte Platini, der von Rolff hautnah bearbeitet wurde, resignierend ab.

Großenteils zum Abwinken…

…ist in den letzten Jahre nicht nur das, was der 1. FC Nürnberg sportlich leistet, sondern leider auch die „Performance“ der deutschen Nationalmannschaft. Spätestens seit der von Joachim Löw krachend vercoachten Rußland-WM, in der Deutschland die Gruppenphase nicht überstand, hört sich Linekers Spruch an wie eine Melodie aus den „guten alten Zeiten“. 

WM-Vorrunden-Aus gegen Südkorea, Abstieg aus der Nationsleague, 0:6 gegen Spanien, Heimniederlage gegen Normazedonien in einem WM-Qualifikationsspiel – dass ein Trainer angesichts einer solchen Bilanz noch im Amt ist, ist grotesk. Es scheint beim DFB nicht mehr das oberste Ziel zu sein, dass die Nationalmannschaft im Wettbewerb mit anderen Ländern möglichst gut abschneidet. Wahrscheinlich ist es den DFB-Granden egal, ob die Mannschaft bei der gerade laufenden Europameisterschaft das Achtelfinale erreicht. Wobei in einer Gruppe mit dem Weltmeister Frankreich und dem Europameister Portugal das Überstehen der Vorrunde auch für ein intaktes und vernünftig gecoachtes DFB-Team alles andere als ein Selbstläufer wäre. 

Eineinhalb Stunden vor dem ersten Gruppenspiel gegen die Franzosen (klick), die spektakuläre Geschwindigkeitskonter der Marke Mbappé mit einer Defensivdisziplin verbinden, die so stählern ist, dass ohne Unterstützung durch einen angelsächsischen Hexenmeister die Angriffsversuche der Gegner am Stahlbeton zerschellen wie die Bemühungen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands um bessere Umfragewerte an den Brettern vor den Köpfen „mündiger“ Bürger, ging ich in den Fahrradkeller. Der Vorderreifen war…

…platt.

81 Gedanken zu „Der Reifen ist platt

  • Mehr „lame duck“ geht gar nicht. Das hebt den Begriff inzwischen auf ein ganz neues Niveau.

    Schade, die Schnüdel haben den Aufstieg in die 3. Liga verpasst.

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  • Im ORF wurde Hummels von einem Experten aufgrund seines Eigentors gegen den Weltmeister mit Pinocchio verglichen.
    Bin jetzt zufrieden weil es jetzt wieder möglich ist den Sender bei der EM aufzudrehen.
    Wäre bei 0 Punkten DFB und 3 ÖFB vor dem 3. Spieltag anstrengend gewesen.

    Einen sehr guten Reporter wie Rolf Kramer (u.a. Finale gegen ARG 1986) gibt es heute nicht mehr.
    Tom Bartels gefällt mir noch am besten.

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    • „Toni, halt den Ball! Nein!“, hat Rolf Kramer geschrien. Markerschütternd. Ein halbes Jahr später in einem Jahresrückblick im BR hat mich Burruchagas Treffer noch extrem traurig gemacht. Ich werde wohl nie einen WM-Titei erleben, dachte ich damals. 78 Cordoba, 82 Paolo Rossi, 86 eben jener Burruchaga…

      …“Süden voraus, hinter Tunnels und Staus,
      Schon Milano in Sicht.
      Kein Blick zurück auf dem Weg in das Glück,
      Das Italien verspricht.
      Spiele am Strand, schöne Mädchen zur Hand,
      Blicke, die sich versteh′n.
      Himmel und Meer, Open End, Open Air,
      Freunde – das woll’n wir seh′n.

      Wir sind schon auf dem Brenner,
      Wir brennen schon darauf.
      Wir sind schon auf dem Brenner,
      Ja, da kommt Freude auf!“

      Gestern waren unsere Pinocchios so schlecht nicht. Das dürften auch Schneckerl und Hansiburli so sehen.

      Und ja, wie @Herbertgerbert schon geschrieben hat: Schade, dass es die Schnüdel nicht geschafft haben. Sehr schade. Danke aber für den schönen Text, @belschanov.

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  • Die taktische Variante, den gegnerischen Verteidiger zum eigenen Stoßstürmer umzuschulen, hat lame duck Löw den Franzosen schnell abgeschaut. So gewinnst’ die Überzahl nahe, sehr nahe am gegnerischen Tor. So gesehen brauchst natürlich keinen Mittelstürmer mehr. Merke, von den Franzosen lernen, heißt siegen lernen. Heut hat die französische Nationalmannschaft aber zu wenig von sich selber gelernt. Heute haben sie so ausg‘schaut wie die oben beschriebenen deutschen Düstermannschaften der letzten Jahre. Wahrscheinlich angesteckt von den Deutschen, weil; ohne Maske gespielt. Das haben sie jetzt davon.

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  • Die Mannschaftsaufstellung von belschanov ruft in Erinnerung, was jedem Club-Fan damals als unmöglich erschien: dass einer der Unseren bei einer WM mitspielen würde – für Deutschland!

    Gut, Norbert Eder hatte dafür den Club mehr oder weniger gezwungenermaßen verlassen und in die nördlichste Stadt Italiens wechseln müssen. Aber er war ein echter Clubberer, Stand 1982 mit dem FCN sensationell im Pokalfinale. Teil einer Defensive, die bundesweit den gegnerischen Stürmern Angstschweiß ausbrechen ließ ob ihrer resoluten Beinbearbeitungskünste.

    Doch er hatte mehr drauf als blutiges Grätschen. Was ihn bei der WM bis ins Finale führte. Einer mit rotschwarzem Herz wäre um einen Burruchaga beinahe Weltmeister geworden. Halt nur beinahe. So geriet er leider in Franken etwas in Vergessenheit. Ansonsten wäre möglicherweise heute ein Block im Stadion nach ihm benannt?

    Antwort
  • „WM-Vorrunden-Aus gegen Südkorea, Abstieg aus der Nationsleague, 0:6 gegen Spanien, Heimniederlage gegen Normazedonien in einem WM-Qualifikationsspiel – dass ein Trainer angesichts einer solchen Bilanz noch im Amt ist, ist grotesk. Es scheint beim DFB nicht mehr das oberste Ziel zu sein, dass die Nationalmannschaft im Wettbewerb mit anderen Ländern möglichst gut abschneidet. Wahrscheinlich ist es den DFB-Granden egal, ob die Mannschaft bei der gerade laufenden Europameisterschaft das Achtelfinale erreicht. Wobei in einer Gruppe mit dem Weltmeister Frankreich und dem Europameister Portugal das Überstehen der Vorrunde auch für ein intaktes und vernünftig gecoachtes DFB-Team alles andere als ein Selbstläufer wäre.“

    Sieht ganz so aus, als hätte sich der Autor vergaloppiert…

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    • Abwarten , belschanov, abwarten! Zum einen macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Zum anderen wird ziemlich sicher der Bundes-Jogi seine DFB Karriere mit einer Niederlage beenden! Als Europameister kann ich mir die Mannschaft nicht wirklich vorstellen…. 😉

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      • Bin da auch sehr skeptisch, was den ganz großen Wurf anbelangt – trotz des erfreulichen Auftritts gestern.

        Löw ist schon noch für den einen oder anderen „Geniestreich“ gut. Wer Volland, die einzig echte Sturmspitze im Kader, einwechselt und ins linke Mittelfeld beordert, dem mangelt es wahrlich nicht an kreativen Ideen, die nicht unbedingt Sinn ergeben müssen. Was passiert mit Kimmich? Wie sattelfest ist die Dreierkette wirklich?

        Aber das ist halt auch Löw-Style. Während eines Turniers puzzelt er gerne noch eifrig an der Stammformation rum. Wobei sich gestern an der Anfangsformation ja nichts veränderte im Vergleich zum Frankreich-Spiel. Womit er dann aber andererseits auch wieder überraschte.

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  • Fußballfans sind scheinbar überall aus dem gleichen Holz geschnitzt jetzt schreiben sie schon vom besten Spiel bei dieser EM und von Deutschland und der 4. Europameisterschaft, man darf erinnern nach dem 1. guten Spiel nach Jahren. Wäre das nicht aufgegangen, daß Löw wieder genau mit der selben Besetzung und Taktik wie gegen Frankreich aufläuft wäre es rabenschwarz geworden um ihn.

    Ich war aber der Meinung der Kader ist gut genug und konkurrenzfähig, nur an dem Coaching hatte ich echte Zweifel. Schaun wir mal gegen Ungarn die nicht so mitspielen werden sondern tief stehen werden und selber kontern wollen, ich glaube das wird schwerer als gedacht. Für mich wäre der Trainerwechsel vor EM sinnvoller gewesen, erfreue mich aber natürlich erstmal an dem Ergebnis gestern.

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    • Da muss man auch die Kirche im Dorf lassen. Das Spiel gegen Portugal war sicher ein gutes, aber das beste Spiel bei der EM war Niederlande gegen Ukraine.

      Aber nachdem, was ich bisher gesehen habe, ist Italien auf jeden Fall ein Topfavorit. Klasse Freistoßvariante zum 1:0 gerade eben!

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      • Die Azurri haben neben einer prima Offensive (tolle Standards!) vor allem eine hervorragende Defensive. Bei Belgien steht und fällt halt viel mit de Breuyne, deshalb sind für mich die Italiener der Favorit Nummer 1, noch vor den Belgiern. Bei den andern Favoriten war bei wenig Licht doch noch sehr viel Schatten.
        Insgesamt empfinde ich die EM jedoch als eine fußballerisch enttäuschende Veranstaltung. Auch wenn die Schiedsrichter- und auch VAR-Leistung dort natürlich im Vergleich mit dem Schwachsinn hierzulande insgesamt gut ist.
        Das „sehr“ habe ich nach der komischen glattroten Karte gegen Wales gerade gelöscht.

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          • Der UEFA wären doch 4er Gruppen am liebsten in denen alle 4 weiterkommen 😮 für den Mammon, alles aufblasen wo es nur geht. Nennt sich dann „Einspielrunde“

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            • So kritisch wäre ich nicht, der letzte Europameister wäre nicht Europameister, wenn Platz 3 nicht zum Aufstieg berechtigen würde. Es ist also nicht so, als würden hier nur „unnötige“ Teams eine Runde weiterkommen.

              Das Ziel dürfte hier sicher sein ein Favoritensterben zu verhindern und möglichst alle attraktiven Mannschaften in die KO-Phase zu bringen. Mehr Spiele sind ein nettes Extra, aber wenn da (mutmaßlich) sowas wie Schweden-Österreich dabei rauskommt, interessiert das Abseits von Schweden und Österreich völlig zu Recht keinen Menschen…

              Antwort
              • SWE vs. AUT und ENG vs. GER im Achtelfinale ist gut möglich und wenn Foda im Viertelfinale steht wird es für alle seine Kritiker von Bregenz bis Mattersburg schwierig.

                Schiedsrichter bei Deutschland – Ungarin ist übrigens Sergej Karassew (RUS).
                Für mich der schwächste bei diesem Turnier.
                Habe mir 2018 gedacht Karassew ist nur am Start weil der Gastgeber auch einen Referee stellen soll.
                War erst beim DFB gegen Nordmazedonien ( 1:2) im Einsatz (Kicker Note 5) u.a. mit
                geschenktem Strafstoß für Deutschland und nicht gegbenen Handelfmeter für die Gäste.

                Antwort
            • Sehe das auch nicht so kritisch.

              Es gibt keine Mannschaft, die der Musik massiv hinterherläuft. Die Spiele mit Nordmazedonien beispielsweise waren spannend. Schön, wie die Landsmänner von Sasa Ciric auch versuchen, das Spiel geordnet mit Flachpässen von hinten aufzubauen oder sich zu befreien. Das ist kein Gebolze, das ist ordentlicher, dazu leidenschaftlicher Fußball, finde ich. Nordmazedonien ist aus meiner Sicht zurecht dabei.

              Okay, die Türkei, war nicht bei der Musik. Das aber konnte man so überhaupt nicht erwarten. Schließlich spielte man eine souveräne Quali und schlug dort sogar die Niederlande. Insofern hat sich auch die Türkei die Teilnahme redlich verdient.

              Ob wirklich alle „Großen“ ins Achtelfinale „aufsteigen“? Spanien zum Beispiel ist versetzungsgefährdet. Und als Dritter weiterzukommen, könnte für den weiteren Turnierverlauf auch nicht so charmant sein.

              Wenn wir uns nur die heutigen Spiele anschauen, ist da noch jede Menge Pfeffer drin. Ukraine vs. Österreich ist ein Endspiel um Rang zwei. Doch ein Verlierer müsste sich mit 3 Punkten um das Weiterkommen sorgen. In der anderen Gruppe könnten es die Dänen mit einem Sieg über Russland noch ins Achtelfinale schaffen – bei allem Pech, was Dänemark bislang hatte.

              Kritisch sehe ich indes eine WM mit 48 Mannschaften, welche in 2026 stattfinden soll.

              Antwort
              • Durchaus pikant übrigens die aktuellen Wettquoten zum „Endspiel“ der Ukraine gegen Österreich.

                Tipico zum Beispiel zahlt für einen Sieg der Ukraine lediglich das 3,5fache. Für einen Sieg von Österreich gibt es nur eine Quote von 3,8. Auf ein Unentschieden aber, welches wohl beiden Mannschaften ein Weiterkommen bescheren würde, gibt es die Quote von 2,0.

                Fazit: Die Wettbüros erwarten wohl ein zweites Gijon. 😉

                https://www.google.com/amp/s/www.kicker.de/schande-von-gijon_lasst-uns-das-nach-hause-schaukeln-700331/artikel.amp

                Antwort
              • @ fränki.
                UKR – AUT mit Pfeffer oder remember Gijon 82 ?
                Glaube auch des wird interessant und Italien gegen Ukraine würde ich gerne sehen .
                Schewtschenko hat eine tolle Mannschaft mit starken Torwart .

                Antwort
                • @michel

                  So ne Gijon-Nummer noch mal durchzuziehen – stelle ich mir schwierig vor. Klar, wenn’s 5 Minuten vor Schluss Unentschieden steht, wird man auf beiden Seiten das Nachdenken anfangen und womöglich einige Gänge rausnehmen.

                  Schoko Schachner übrigens bekam erst recht spät etwas mit von der Absprache damals. Er bekam auch als einziger neben unserem Cluberer Reini Hintermaier eine Gelbe Karte in diesem doch recht kontaktarmen Spiel.

                  https://www.derstandard.at/story/2928162/walter-schachner-war-angfressen

                  Die Ukraine hat mich überzeugt gegen die Niederlande. Eine gute Mannschaft mit Betonung auf Mannschaft. Mit schnellem Umschaltspiel. Österreich hat unter dem Strich ohne Zweifel die besseren Einzelspieler. Scheint aber auch einen guten Teamgeist zu haben. Dass Foda im Vorfeld allerdings verkündete, dass Arnautovic von Anfang an spielen wird, find ich eher verwunderlich.

        • Zweites Match von Schiedsrichter Hategan und zweiter Platzverweis des Rumänen nach Gelb/Rot für
          den Polen Krychoviak beim Spiel gegen die Slowakei ( 1:2)
          Alle anderen EM Spiele endeten 11 gegen 11.

          Antwort
          • Ich fand die Rote etwas hart, aber wenn man Absicht unterstellt, wäre sie berechtigt. Er springt da schon etwas komisch in den Mann bzw. auf den Fuß mit Stollen voran.

            Wenn man aber dann die entgeisterte Reaktion des Spielers gesehen hat, glaube ich nicht an Absicht. So gut kann man nicht schauspielern, Schuldbewusstsein hätte man merken müssen.

            Insofern bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass es eher dunkelgelb war. Hätte man vertreten können.

            Antwort
  • Ungarn entspricht von der Mentalität (Stolz ,Leidenschaft Aggressivität und Theatralik) Nordmazedonien, hat aber mehr Qualität.
    Portugal hat gegen Deutschland fast immer die Hosen voll.
    Bin gespannt auf Mittwoch und morgen auf einen möglichen Torjubel von Österreichs
    Marco Arnautovic.

    Antwort
    • Ob es noch zum Torjubel kommt? Österreichs Marco Arnautovic hat bisher 2x ziemlich kläglich vergeben…

      Antwort
      • Dem österreichischen Kutschke fehlts meiner Meinung nach sehr an Fitness. Bis der sich da bewegt, ist die Schanx vorbei.
        Die Ukraine finde ich bisher nicht mal halb so gut, wie damals gegen die Niederlande. Das ist wohl fußballtypisch, kennt man so auch vom Club. Das Instabile in der Form, nicht einen guten Auftritt gegen die Niederlande, meine ich.

        Antwort
        • Und sie zeigen eine seltsame Einstellung. Sie liegen hinten, könnten ausscheiden, aber man erkennt kein ernsthaftes Bemühen. Auch das kennt man vom Club…

          Antwort
          • Und dann spielt da jetzt fast durchgehend die erste Mannschaft von Dynamo Kiew als ukrainisches Nationalteam. Da könnte man auch denken, die könnten eingespielt sein. Aber dann auch eher so wie beim Club: „Wir haben uns zufällig zum Fußballspiel erstmalig getroffen, vorher noch nie zusammen trainiert oder gar gespielt.“
            So eine schwache EM gab’s noch nie. Auch wenn die Rundfunkanstalten eine „Experten“Flut aufbieten, reicht das als Ablenkung nicht aus.

            Antwort
          • Für mich war die Ukraine gestern total überraschend völlig neben der Spur.
            Franco Foda spricht von beeindruckender Leistung von Team Austria und dass er einen Plan hat gegen Italien.
            @ xxandl war Österreich wirklich so stark und was passiert am Samstag um 21.00 Uhr in Wembley ?

            Antwort
  • Mit Spannung erwartet. Und dann so a fade G’schicht. Was an der Ukraine lag, die nicht wirklich anwesend war. Soll aber die Leistung von Österreich nicht schmälern. Verdienter Aufstieg ins EM-Achtelfinale.

    Franco Foda, der Sohn einer Mainzerin und eines Venezianers, jetzt gegen Italien. Alaba also wieder Libero. 😉

    Antwort
  • Die Dänen haben jetzt echt das dritte Heimspiel während z.b. Polen Kreuz und quer rumfliegen muss ? Was ist denn das für ein super unfairer Mistspielmodus?

    Antwort
    • Italien und Deutschland genauso. Wäre vielleicht interessant, ob sich das Heimrecht auf die Ergebnisse auswirkt…

      Antwort
  • Roman Zobnin, klingt gar nicht so dänisch. Der spielt dennoch super schön den Yussuf Poulsen frei, da hat der russische Goalie keine Schanx. Man sollte die hiesigen Clubbären mal befragen, weshalb Rußland und die anderen Osteuropäer heutzutage eher bescheidene Fußballer und Mannschaften zusammenbringen.

    Das andere Spiel ist in St. Petersburg?! ROFL!? A sua Gwaaf!

    Antwort
  • Armselig, einen so unklaren Elfmeter nicht am Bildschirm zu prüfen. Für mich ne klare Fehlentscheidung. Berührung angenommen. Gelb für den Stürmer!

    Die EM ist beim VAR schließlich auch nicht besser als „daham“.

    Antwort
  • In dieser Gruppe war’s jetzt wenigstens dramatisch. Für so etwas ist man bei diesem ansonsten so vor sich dahinplätschernden Turnier schon froh.
    Der bisherige Höhepunkt, vor allem für meine die TV Gebühren zahlende Frau: Die Studioband im Fußballstudio. Für die „Russentrulla“ hat’s dann doch nicht mehr gereicht. Der Trend bei der „Experten“anzahl geht auf jeden Fall zum Verhältnis 1:1 pro Feldspieler. Gerade sind es fünf gewesen: Der Würger, drei im Studio und einer im Off.

    Antwort
    • Wobei das Highlight bei den Experten eindeutig Almuth Schult ist. Super sympathisch und dazu absoluter Sachverstand. Die Anschlusskarriere nach Nationaltorfrau ist gesichert!

      Antwort
      • Keine Ahnung, ich tu mir das Gesülze nicht an. Weshalb wird man rund um Fußballspiele immer mit Dauernachrichten berieselt? Vor jedem Spiel: Nachrichten. In der Halbzeitpause: Nachrichten. Nach dem Spiel: Nachrichten.
        Das ist kaum ätzender als die Studioband. Das TV passt zum Impfausweis aus 1871

        Aber jetzt kommt Schäubles Tochter und macht die ARD heile.

        Antwort
          • Na, wenn die gut gemacht wäre, hätte ich da nichts dagegen.
            Von der aktuell ebenfalls stattfindenden Südamerika-Meisterschaft erfährt man fast gar nix.
            Wenn man stattdessen Sätze wie „wenn X tiefer spielt, steigen die Chancen auf den Sieg“‚ anhören muss, träumt man halt weiter von Gary Lineker. Warum konnte man nicht wenigstens den Stanislawski aus seinem Rewe mit seinen Analysen loseisen?

            Antwort
            • Hi Oli, schick mir mal Deine aktuelle Telefonnummer, finde sie nicht mehr in meinem iPhone.

              Antwort
  • Also ich bin raus, die Arena darf laut UEFA Entscheidung morgen nicht in Regenbogenfarben erstrahlen. Das kann nicht mehr meine EM sein. Ausgerechnet gegen Ungarn, wie sollen wir Ungarn jetzt zeigen, daß wir die Guten sind? auf dem Spielfeld wird das eher schwierig.

    Antwort
    • Also ich bin raus

      Jetzt erst?

      Also grundsätzlich hast du ja völlig recht, mich wundert, dass das jetzt bei dir Kipppunkt ist, wenn das einfach nur die Fortsetzung jahr(zehnt)elanger Uefa-Politik der Scheinheiligkeit bei solchen Themen fortsetzt.
      Klar, bei dieser EM und ganz besonders Ungarn wird es einem nochmal deutlich vor Augen geführt, die jahrelangen Kampagnen für Toleranz und v.a. gegen Rassismus, um dann die EM zu einem beträchtlichen Teil in Staaten auszutragen, wo beides große, auch politisch unterschützte, Probleme sind, bzw. in autoritär geführten Ländern stattfindet…

      Das mit der Regenbogenbeleuchtung ist natürlich eine Farce. Schlimmer allerdings finde ich, dass man die rassistischen Ausfälle der ungarischen „Fans“ komplett ignoriert werden, noch dazu, weil diese von der Politik bzw. vom ungarischen Verband auch noch unterstützt werden, so dass diese überhaupt derartiges organisiert im Stadion auftreten können.

      Ich hab von dieser EM bislang insgesamt vielleicht ne halbe Stunde gesehen… Und es hat mich auch kein bisschen angespornt, mehr davon zu schauen.
      Im Gegensatz zum Regionalliga-Spiel in Wuppertal vor gut zwei Wochen, wo ich nur nebenan vom Stadion im Zoo mitbekommen hab, was 500 Fans für ne Stimmung machen können…

      Antwort
  • Es geht der UEFA nicht wirklich um Ideologien, um Menschlichkeit oder um, wie die UEFA selbst sagt, politische und religiöse Neutralität.

    Es geht der UEFA ums Geschäft. Punkt.

    Wo fand das Supercup-Finale zwischen Bayern und dem FC Sevilla statt? Wohin wurden einige Champions League Spiele, darunter jene von Gladbach und von Liverpool verlegt? Wo erlaubte die Politik ein Show-Must-Go-On trotz weltweiter Pandemie? Genau: In Ungarn. In Budapest.

    Orban ist der neue „Lieblingsjoker“ (kicker) der UEFA. Dass Orban zu jenen gehört, die Europa auf rechts drehen wollen, ist dem europäischen Fußball-Verband egal. Einem so gutem Geschäftsfreund wie Orban tut man natürlich den Gefallen und verbietet den Regenbogen auf dem Schlauchboot. Eine Hand wäscht die andere. Machen wir doch gerne, Viktor. Danke nochmal, dass Du uns die Einnahmen gerettet hast.

    Dass die UEFA derartige Geschäfte macht, ist der eigentliche Gipfel der Scheinheiligkeit. Dass es der UEFA und der FIFA (Katar) und der CONMEBOL (Copa bei Bolsonaro) einzig und alleine ums Geschäft geht, ist jetzt aber nicht wirklich was Neues. Das ist schon seit Jahrzehnten so. Und viele – ich auch – nehmen das hin und konsumieren deren Veranstaltungen. Weil es für einen Fußball-Freund ein Angebot ist, welches man ungerne ablehnt. Es ist eine Leistungsschau mit den Besten.

    Bei der UEFA Champions League ist mein Kipppunkt schon seit längerem erreicht Es ist kein Wettbewerb mehr, der meine Vorstellungen von einem Wettbewerb erfüllt. Bei großen Turnieren könnte Katar Kipppunkt sein.

    Was ich bei Turnieren wie einer EM oder WM gutfinde, ist: Es kann sich niemand Spieler und somit den Titel kaufen. Dass man sich aber anscheinend Nachsicht und „Freundschaft“ kaufen kann, wie Ungarn bei der UEFA, ist durchaus widerlich genug, um sich nicht mehr dafür zu interessieren. Alleine ich hab den Absprung noch nicht geschafft – aus Liebe zu diesem Sport.

    Grundsätzlich aber hat @SCRamjet Recht. Lieber den Wuppertaler SV oder Würzburger FV unterstützen und danach in den Biergarten gehen als ein UEFA Champions League Spiel anglotzen. Und fürs große Theater gibt’s unseren geliebten Club – das reicht dann eigentlich auch. 😉

    https://www.google.com/amp/s/www.sportschau.de/fussball/championsleague/fussball-uefa-champions-league-spiele-verlegungen-ungarn-budapest-100.amp

    Antwort
  • Dass man sich aber anscheinend Nachsicht und „Freundschaft“ kaufen kann, wie Ungarn bei der UEFA, ist durchaus widerlich genug, um sich nicht mehr dafür zu interessieren.

    Eher Russland die mit Gazprom ganz groß im Uefa Geschäft sind, dennoch wenn jetzt jeder Teilnehmer politische Kampagnen durchführt bei einer EM oder WM, wird es in dem Medien Blitzlichtgewitter am Ende ein politisches Schlachtfeld und diese Kampagne zielt ja konkret gegen Ungarn. Also halten sich alle Teilnehmer daran oder keiner. Bei letzterem wird so ein sportliche Wettbewerb am Ende gar nicht mehr durchführbar. Ich finde es peinlich daß ausgerechnet Deutschland sich hier über alle anderen erhebt, die sich daran halten. Politik gehört in die Politik.

    Antwort
    • Weder erhebt sich Deutschland über alle anderen noch handelt es sich hier um eine Kampagne.

      Richtig ist: Die Stadt München wollte ein Zeichen setzen gegen Intoleranz und für eine offene Gesellschaft. Nicht mehr. Nicht weniger. Dadurch wird der Sport nicht gestört.

      Beziehungsweise ist es doch die UEFA, die Politik macht mit der Politik aus politisch sehr zweifelhaften Ländern. Man sollte also Ursache und Wirkung nicht vertauschen, das wäre ein Fehler. Die UEFA und deren Seilschaft zu Ungarns Regierung ist die Ursache. Das öffentliche Eintreten für eine offene Gesellschaft ist die Wirkung. Nur so wird ein Schuh daraus.

      Laut Medienberichten sind übrigens etwa 65 Prozent aller Ungarn für eine offene Gesellschaft. Insofern richten sich derartige Zeichen keineswegs gegen die Bürgerinnen und Bürger Ungarns. Sondern gegen Ungarns Machthaber, welche die Rechte von Minderheiten einschränken, um eine Mehrheitsgesellschaft zu schaffen.

      Nicht die Stadt München hat die Politik in den Sport hineingetragen. Das tut die UEFA schon selbst. Nochmal: Die UEFA und Ungarns Regierung haben einen Deal, siehe Link oben zum „Sportschau“-Text.

      Antwort
  • Ich finde das eine sehr clevere Taktik von der UEFA 😉

    Indem sie „dagegen“ sind, haben sie das Thema erst so richtig in den Fokus gerückt, jetzt wird aller Orten massiv die menschenverachtende Haltung der ungarischen Regierung diskutiert, dadurch ist aus einer Randnotiz ein Hauptthema geworden. Das kann den Ungarn noch weniger recht sein, als ein buntes Stadion.

    Danke UEFA!

    Antwort
      • Ursache Wirkung nicht verwechseln
        Warum fahren denn nicht England, Spanien, Frankreich, Portugal, usw. politische Kampagnen gegen Ungarn? sind wir wieder besser als alle anderen teilnehmenden Länder und die Guten? …oder sollten wir uns nicht an einen Konsens halten, der für alle gilt dass eine EM oder WM kein politisches Schlachtfeld ist, weil genau daraus fundamentiert sich das verbindende.

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        • Weil wir morgen gegen Ungarn spielen vielleicht?

          Beklag‘ Dich bei der UEFA, dass dies ein Politikum ist.

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        • Wenn Du meinst, dass die Botschafter-Funktion des Fußballs durch dieses Zeichen torpediert wird – okay, verbindend geht wohl etwas anders, da stimme ich Dir zu.

          Aber unter dem Strich ist es die UEFA, welche eine Botschafter-Funktion des Fußballs einerseits mit Engelszungen propagiert. Andererseits aber eine Regierung hofiert, die Menschenrechte missachtet und zudem Minderheiten unterdrückt.

          Es ist die Scheinheiligkeit der UEFA – das ist die Ursache des Ganzen.

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          • Ist es nicht – soll jetzt etwa die Uefa Weltpolitik machen? Autokraten bloß stellen, können sie ja mit Putin gleich anfangen. Ist das dann der Weg, führt der irgendwohin? Sollte man das nicht besser Instanzen überlassen, deren Aufgabe es ist, ganz simple der Politik? Wenn die Uefa als politische Instanz auftritt kannste, die EM gleich vergessen, das wird dann nicht mehr funktionieren. Nicht die Fifa ist die Ursache sondern Missstände Defizite in der Welt oder hat die Uefa Orban installiert? Die Uefa kann nicht das politische Korrektiv für Europa oder der Weltpolitik sein.

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            • „Es ist unabdingbar, dass die UEFA den Fußball für alle zugänglich macht und die Macht des Sports dafür nutzt, eine globale Führungsrolle im Kampf für soziale Gleichstellung einzunehmen“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, der den europäischen Fußball-Dachverband als Organisation sieht, die für soziales Fairplay einsteht, d.h. die eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Rassismus, Sexismus, Homophobie und jeglicher Form von Diskriminierung verfolgt.

              (Zitat aus UEFA-Pressemitteilung von September 2017)

              Die UEFA muss einfach nur das tun, was sie großspurig verspricht. Da sie es nicht tut, ist es scheinheilig. Und unglaubwürdig.

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              • Zitat fränki:

                „‚Es ist unabdingbar, dass die UEFA den Fußball für alle zugänglich macht und die Macht des Sports dafür nutzt, eine globale Führungsrolle im Kampf für soziale Gleichstellung einzunehmen‘, sagte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, der den europäischen Fußball-Dachverband als Organisation sieht, die für soziales Fairplay einsteht, d.h. die eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Rassismus, Sexismus, Homophobie und jeglicher Form von Diskriminierung verfolgt.

                (Zitat aus UEFA-Pressemitteilung von September 2017)

                Die UEFA muss einfach nur das tun, was sie großspurig verspricht. Da sie es nicht tut, ist es scheinheilig. Und unglaubwürdig.“

                Genauso isses!

                Auch Herr Söder zeigt sich irritiert über die Entscheidung der UEFA. Dass die CSU vor nicht allzu langer Zeit Herrn Orban, zu dessen Gunsten die UEFA diese Entscheidung getroffen hat, zu ihrem Parteitag eingeladen hat, hat Herrn Söder – soweit ich mitbekommen habe – nicht gestört.

                Wer ist scheinheiliger und unglaubwürdiger: Die CSU oder die UEFA?

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                • Wer ist scheinheiliger und unglaubwürdiger: Die CSU oder die UEFA?

                  Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster die CSU halte ich noch für heuchlischer und scheinheiliger als die Uefa und ich weiss das ist nicht leicht. Verkörpert von Herrn Söder der den Regenbogenmundschutz auf oder ablegen würde zu 100% ausgerichtet was gerade Wählerstimmen bringt, 0% eigene Überzeugung. Und wenn er dann auf Stimmen am rechten Rand schielt kann man auch gut wieder einen Herrn Orban einladen. Ich finde daher die Uefa sollte sich einfach nicht zum Spielball der Politik machen und es einfach beim Sport belassen.

            • Nicht die UEFA muss irgendjemanden bloßstellen, sondern sich einfach raushalten, solange eine Aktion nicht beleidigend oder diskriminierend ist – also gegen die Statuten der UEFA verstößt.

              Eine farbige Beleuchtung ist eine farbige Beleuchtung. Das Politikum hat die UEFA daraus gemacht. Zugegeben, sie hat der Aktion erst so richtig eine Bedeutung gegeben – klassisches Eigentor. Die Nicht-Beleuchtung wurde damit weitaus politischer, als es die Beleuchtung je hätte werden können.

              Vielleicht sollte die deutsche Nati diese Debatte mit dem Kniefall kommentieren 😀

              Ja, die UEFA sollte sich raushalten. Wenn souveräne Staaten ihren Vertretungen erlauben, ein Zeichen der Toleranz zu setzen, geht es die UEFA nichts an. Wer sind sie denn, dass sie sich über Regierungen erheben und sich gleichzeitig Despoten anbiedern?

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            • Ungarn spielt am 12. Oktober WM Qualifikation in England.
              Was da vor dem Spiel abgeht bin ich gespannt.

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  • Das mit der Regenbogenfahne wird nicht nur von der UEFA rein zu Marketingzwecken missbraucht, wenn es gerade in den Kram passt. Das machen alle Konzerne weltweit so. Von der Autoindustrie über Lebensmittel oder Elektronik wird da in den westlichen Ländern die Regenbogenfahne ausgepackt, während die in den Depandancen z.B. in Saudi-Arabien, China, Russland oder Pakistan schön versteckt bleibt. Es geht immer nur ums Geld.

    Das mit den Hoheitsrechten war doch schon 2006 bei der WM von der FIFA genau das gleiche. Rund ums Frankenstadion waren sämtliche Freiheiten und Rechte im Sinne der FIFA abgetreten. Erinnert Euch doch an die Bannmeile in der nur Budweiser kaufbar war. Alle Einnahmen usw unterliegen da komplett dem Veranstalter, damals die FIFA, jetzt die UEFA. Damals schon waren die Stadien exterritoriales Gelände.

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  • Wieder so ein langweiliges Spiel. Warum wird da UK vs Tschechien zur Übertragung ausgewählt und nicht Kroatien vs Schottland? Da war doch dramaturgisch viel mehr drin.
    Jetzt wechseln die Tschechen tatsächlich den Pekhart ein. Das bedeutet, es ist höchste Zeit nach 30 min langweiligen Gekicke, wieder zurück auf Netflix umzuschalten.

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  • Sehr schön!

    Die Beleuchtung war ein Stein, der angestoßen wurde und ins Rollen kam.

    Die UEFA hat eine Lawine draus gemacht. Jetzt ist es schon Thema der EU geworden.

    Läuft!

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  • Dieses erzitterte Weiterkommen in der (fast) letzten Sekunde – an was erinnert mich das bloß?

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  • Echt geschickt, bis zur letzten Sekunde gezittert und jetzt im Achtelfinale quasi ein Freilos…

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  • Die deutsche Nationalmannschaft ist eine Großbaustelle.

    Die Dreierkette funktioniert nicht. Kroos und Gündogan zusammen klappt nicht. Und vorne ein wildes Durcheinander ohne wirklichen Zielspieler.

    Ohne diesen einen starken Move von Musiala wären wir wohl schon raus aus dieser Euro des Mittelmaßes, in der bislang nur Italien überzeugte und Dänemark im Spiel gegen Russland einen emotional mitnahm.

    Ob dieser Schock von Gestern erhellend ist für Löw, den Baumeister? So wie Algerien in 2014? Ich glaubs ja eher nicht. Die Baustelle ist zu groß. Einerseits müsste er in meinen Augen zur Viererkette zurück. Andererseits müsste Kimmich wieder zurück ins DM.

    Die gute Nachricht: England hat bisher auch nicht überzeugt und wird wohl das Spiel machen. Insofern: Bauhelm auf und durch. Wenn’s sein muss, dann halt wieder im Elferschießen.

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    • Ich bin ohnehin kein Fan der Dreierkette. Mir leuchtet der Sinn nicht ein, einen Spieler mehr in der Defensive zu binden, wenn ich eigentlich nach vorne spielen will. Ja, gut, die AV stehen höher, aber das können sie bei einer offensiv ausgelegten Viererkette genauso.

      Für mich ist das eine reine Defensivvariante, wenn ich hinten Beton anrühren will. Eine Dreierkette funktioniert nur dann offensiv, wenn meine AV eigentlich Stürmer sind, die auch verteidigen können. Wer hat das schon….

      Ich glaube, viele Trainer halten das für modern und progressiv. Sie spielen das, weil sie „hip“ sein wollen 😉

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      • Wobei unsere Dreierkette defensiv auch nur bedingt funktioniert. Bei Tempogegenstössen sind die Lücken groß.

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        • Ginter-Hummels-Rüdiger als Dreierkette hat Löw erstmals im Testspiel gegen Lettland ausprobiert. Am 07. Juni 2021. Also wenige Tage vor EM-Start. Seitdem spielt Deutschland hinten mit dieser vorher nicht gekannten Formation. Im (durchaus ordentlichen) Testspiel gegen Dänemark ließ Löw ebenfalls eine Dreierkette auflaufen – allerdings mit Süle statt Rüdiger.

          In den WM-Quali-Spielen in diesem Jahr spielte Löw immer mit Viererkette. In den Länderspielen des vergangenen Jahres ließ Löw größtenteils mit Viererkette spielen, um aber auch mal ab und an die Dreierkette auszuzpacken.

          Sicherlich sollte man auf diesem Niveau beide Systeme können. Bevorzugtes System aber war die Viererkette – bis zum Testspiel gegen Dänemark am 02.06.2021. Also wenige Tage vor der EM.

          Typisch Löw.

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        • …genau. Und defensiv funktioniert sie nur richtig, wenn man sie auch defensiv interpretiert.

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          • Um es kurz zu machen auf dem Niveau ist Hummels einfach zu langsam und das können seine Nebenleute schwer kompensieren. Auch beim 1:0 der Ungarn war er nur „dahinter“ immer einen oder mehrere Schritte zu langsam und somit zu weit weg.

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  • Der 28. in der europäischen Fußballrangliste war ein ganz schöner Brocken. Peinlich, was unsere hochbezahlten Fußball-Superstars aus der Champions League da abliefern. Es ist ja auch beileibe keine überraschende Nichtleistung sondern in einer ganzen Reihe von peinlichen Auftritten zu sehen. Wenn das Mittelfeld zu faul und/oder zu hochmütig ist, Zweikämpfe zu führen und defensive Arbeit zu leisten, sieht doch jede Abwehrreihe schlecht aus. Da ist es dann auch egal, ob da eine Dreier- oder Viererkette steht.

    Oder sind die Herren den athletischen Fußball leid? Die Engländer haben schon bis zu 50 Saison-Spiele in den Knochen. Vielleicht liegts ja auch an einer gewissen Überspieltheit?

    Ich gebe zu, ich bin Müde. Die mediale Fußball-Unterhaltungsschraube ist bei mir längstens überdreht, die EM milde Interessant.

    Antwort
  • Bald sind bei ARD und ZDF mehr Experten als EM Teilnehmer.

    Heute gibt es den Spielplan.
    Tipp 1. Spieltag Hansa – FCN.

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    • Die hauen gleich Bremen – HSV raus, ich glaube deshalb nicht, daß wir da ein attraktives Spiel bekommen. Eher so Sandhausen, Aue oder Paderborn, ein normales 2. Ligaspiel für normale Zweitligisten.

      Antwort
    • An ein Auftaktspiel gegen vom Aufstieg euphorisierte Rostocker erinnere ich mich mit Grauen. Hoffe, dass es diesmal erheblich besser läuft!

      Antwort
      • Ja, bitte keinen euphorisierten Aufsteiger. Ein ganz normaler Zweitligist aus dem Mittelfeld wäre passend.

        Antwort
  • @Florian
    In der 1961er Meistermannschaft spielte ein gewisser Josef Zenger. Verwandtschaft?

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