Irgendwie fast souverän, aber nicht ganz – Analyse zum Pokalspiel in Ulm

Analyse zu SSV Ulm – 1. FC Nürnberg  0:1 (0:0) – Der Club tut sich nach vorne schwer, lässt aber defensiv fast nichts zu und zieht fast souverän in die zweite Pokalrunde ein

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Der Club begann wie inzwischen Usus im 4-4-2 mit Mittelfeldraute. Allerdings tauschte Robert Klauß im Vergleich zum Ligaspiel kräftig durch. Neben den angekündigten Veränderungen im Tor (Klaus für Mathenia) und in der Innenverteidigung (Schindler für Hübner), durften sich im Sturm auch Lohkemper und Schäffler statt Shuranov und Borkowski versuchen. Die linke Seite der Raute beackerte wieder Fabian Nürnberger statt Lino Tempelmann. Im Kader ersetzte der in der Liga nach einer Roten Karte bei der U21 gesperrte Linus Rosenlöcher den verletzten Hübner. Ulm versuchte der Mittelfeldraute dadurch beizukommen, dass man selbst auch das Zentrum verdichtete und vor der Dreierkette eine weitere Viererkette mit Kehl, Beck, Heußer und Stoll einzog, die phasenweise noch durch Rochelt unterstützt wurde. 

So hatte der FCN es schwer durchs Zentrum zu kommen. Gleichzeitig stand der SSV zwar sehr tief, verzichtete aber nicht auf Ballbesitz, wie man es von einem Außenseiter hätte erwarten können. So entwickelte sich ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, indem man auf Grund der Dynamik und die individuellen Fähigkeiten zwar sehen konnte, wer der höherklassigere Verein ist, der Unterschied aber weitaus weniger ausgeprägt wie auf dem Papier war. Der FCN schaffte es vor der Pause allerdings weitgehend die Gefahr aus den Ulmer Angriffen klein zu halten. Bis zur Pause kamen die Spatzen auf fünf Torschüsse, von denen vier am Tor vorbei gingen und einer geblockt wurde. Wirklich gefährlich war aber keiner von ihnen. Der Club war seinerseits auch nicht wirklich oft gefährlich. Gerade nach den Chancen für Schäffler (Kopf, 7. Minute) und Lohkemper (Fuß, 9. Minute) nach Flanken blieb es bis zur Pause ein weitgehend chancenarmes Spiel, das der Club zwar irgendwie im Griff hatte, aber nicht wirklich dominierte.

In der Pause reagierte Robert Klauß auf das verdichtete Zentrum, indem er auf ein 4-2-2-2 mit Flügelzehnern umstellte. Dabei musste Fabian Nürnberger den rechten Flügel übernehmen, Mats Møller Dæhli spielte links. Der Club stand nun noch höher, hatte die erste Angriffslinie teilweise mehr als 60 Meter vor dem eigenen Tor und zu Beginn der Halbzeit durch Lohkemper und vor allem Nürnberger auch gute Chancen, vergab diese aber. Das hohe Stehen wurde dem Club dann aber mehrfach zum Verhängnis. Fink (71. Minute) und Harres (77. Minute) hatten nach Kontersituationen gute Tormöglichkeiten, die sie allerdings schlecht abschlossen. Der Club dagegen schloss in Person von Taylan Duman, der kurz zuvor für Fabian Nürnberger ins Spiel gekommen war, in der 79. Minute einen schönen schnellen Angriff über die rechte Seite mit einem Tor ab. Der 24-Jährige zirkelte den Ball aus knapp 20 Metern ins lange Eck.

Das Spiel veränderte nach der Nürnberger Führung noch einmal sein Aussehen. Ulm hatte nun mehr als 60 Prozent Ballbesitz, fuhr einige Angriffe, schloss aber auch diese u.a. in Form von Harres (Kopfball neben das Tor, 88. Minute) wieder nicht gut ab. Robert Klauß hatte auf den erhöhten Druck in der Schlussphase noch einmal personell reagiert: Šuver kam für Møller Dæhli. Die Formation wurde zu einer Art 5-3-2. Dennoch hatte Rühle (Fuß, 92. Minute) noch eine Gelegenheit, nachdem der Club unsortiert verteidigte, doch auch dieser Schuss ging – wie die elf Schüsse zuvor – nicht aufs Tor von Carl Klaus. Der Club zog in die nächste Runde ein.

2. Daten und Fakten

Das Spiel war in vielen Kategorien relativ ausgeglichen: Der Ballbesitz fiel weitgehend gleich aus, beide brachten ungefähr den gleichen Anteil an Pässen an den Mann, hielten sich mit langen Bällen zurück und spielten ungefähr gleich intensives Pressing. Selbst bei den expected Goals landet man – wenn man bei der Doppelchance von Harres nur die höherwertigere Chance wertet – auf einen fast exakt gleichen Wert. Ulm spielte sicher keinen reinen Außenseiterfußball und die Philosophie von Thomas Wörle blitzte hier und da auch schon hervor. Der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften lag am Ende vor allem darin, dass Ulm einfach keinen Ball aufs Tor brachte. Keiner der zwölf Schüsse kam aufs Tor. Der Club dagegen brachte vier von 15 Versuchen aufs Tor und eben einen hinein. Die Grafiken sollen allerdings nicht darauf eingehen, auch wenn die Schusskarten die Ulmer Probleme im Abschluss noch hervorherben würden, vielmehr sollen die Grafiken zeigen, warum der Club im Aufbau Probleme hatte und selten in die letzte Linie kam:

Grafik 1 stellt die Flanken des FCN dar. Die offizielle Zählung ist, dass sieben von 22 Versuchen erfolgreich waren. Unter die erfolgreichen fällt aber u.a. auch eine Flanke von Felix Lohkemper, die in der 28. Minute durch den ganzen Strafraum segelte und nach welcher der Ball frei auf die linke Seite rollte, wo sie dann Tim Handwerker aufnahm. Zwei weitere Flanken können nur mit viel Wohlwollen als angekommen gewertet werden, weil der Clubspieler eigentlich den Ball nicht kontrollierte. Immerhin führten zwei andere Flanken (Valentini auf Schäffler, Handwerker auf Valentini) zu Abschlüssen, aber insgesamt zeigt die Grafik ein essentielles Problem des Clubangriffs – und zugegebenermaßen vieler anderer Offensivreihen – Flanken sind meistens einfach Ballverluste.

Grafik 2 zeigt die Balleroberungen. Dabei fallen zwei Dinge auf. Einerseits, dass der Club in der zweiten Halbzeit wesentlich mehr Bälle erst im eigenen Verteidigungsdrittel eroberte. Gleiches gilt allerdings auch für die Ulmer. Die wiederum eroberten insgesamt weitaus weniger Bälle im eigenen Angriffsdrittel als der Club. Besonders auffällig ist hier die Ballung der Eroberungen in der zweiten Halbzeit im rechten Halbraum, was vor allem Møller Dæhlis Pressing geschuldet war.

Grafik 3 visualisiert die Ballverluste des FCN. Dabei fällt einerseits auf, dass die Ballverluste nach der Pause noch viel häufiger im letzten Drittel zu finden waren. Das ist angesichts von Grafik 2 nicht verwunderlich. Aber die Grafik zeigt auch, dass viele der Ballverluste mit langen oder zumindest längeren Pfeilen markiert sind. Damit sind Ballverluste nach Flanken oder langen Pässen gekennzeichnet. Das macht deutlich, dass der Club oft dann, wenn er ins Risiko ging und den Ball lang spielen wollte, verlor. 

3. Die kurze Einzelkritik

Als Spieler des Spiels geht eindeutig Taylan Duman (CU-Note: 1-) aus der Partie. Mit Nachspielzeit stand der 24-Jährige zwar nur zwanzig Minuten auf dem Platz, aber auf Grund seines Tores und auch der Tatsache, dass er es selbst mit der Hacke einleitete, bekommt der Neuzugang aus Dortmund die Note sehr gut. Schließlich zeigte er auch jenseits des Tores seine Agilität und seine technischen Fertigkeiten. Auch ohne Tor eine eindeutige Empfehlung für mehr Einsatzzeiten. Der beste Spieler aus der Startelf war wohl Mats Møller Dæhli (CU-Note: +3). Der Norweger war der einzige, der sich bemühte zwischen die Linien zu kommen und spielte auch einige schöne Pässe auf die Flügel. Viel dabei raus kam aber nicht, auch weil die Stürmer, wie Robert Klauß dem Spiel auch erklärte, zu oft den Ball verloren oder nicht festmachen konnten.

Die meisten Spieler mit Defensivaufgaben landen irgendwo im Bereich „befriedigend“. Sie fielen weder besonders negativ noch besonders positiv auf. Carl Klaus (CU-Note: 3-) hatte nicht viel zu tun, antizipierte einen langen Ball gut. Leichte Abzüge gibt es für die Aktion nach einem Konter über Harres, als er dessen abgefälschten Abschluss so zu klären versuchte, dass es keine Ecke gibt, dabei den Ball aber nochmal scharf machte. Die beiden Innenverteidiger, Asger Sørensen und Christopher Schindler (beide CU-Note: 3), waren in den Bodenduellen gegen den Ball tadellos und fehlerfrei, in der Luft mit leichten Wacklern, aber ohne größere Probleme. Sørensen war dabei noch etwas proaktiver im Verteidigen, aber insgesamt spielten beide ein unaufgeregtes souveränes Spiel, in dem sie auf Grund des sehr forschen Verteidigens und der schwachen Konterabsicherung einiges zu tun hatten.

Enrico Valentini (CU-Note: 3-) versuchte viel nach vorne, setzte sich auf oft im Duell gegen die Verteidiger durch, verlor aber häufiger als jeder andere Clubspieler den Ball. Tom Krauß (CU-Note: 3) war mit seiner intensiven Zweikampfführung enorm wichtig fürs Clubspiel: 33 geführte Zweikämpfe sprechen eine deutliche Sprache dafür, dass er kein Duell scheute. So beschäftigte er die Ulmer viel und wurde häufiger als jeder andere Nürnberger gefoult. Johannes Geis (CU-Note: 3-) erledigte seine Defensivaufgaben ordentlich – fünf von sieben Defensivzweikämpfen gewonnen, sieben abgefangene Bälle – und versuchte auch mit tiefen Bällen das Spiel zu strukturieren, allein gelang ihm das nicht immer.

Tim Handwerker (CU-Note: 4) war weitgehend bemüht und hatte auch zwei erfolgreiche Flanken, trübte aber seinen ordentlichen Gesamteindruck durch einen schweren Fehler beim Konter über Rochelt, wo er sich erst überlaufen ließ und dann den Ulmer zu Fall brachte. Das war zwar kein Foul, aber schon eher ungeschickt und manch ein Schiedsrichter hätte hier auf Elfmeter entschieden. Auch Fabian Nürnberger (CU-Note: 4) war das Bemühen nicht abzusprechen, das Spiel lenken zu wollen, er schaffte es aber kaum den Ball in die Tiefe zu bringen, gerade nach der Umstellung auf ein flaches 4-4-2 wo er dann rechts agieren musste, tat er sich schwer. Als Duman für ihn kam, wurde das Spiel direkter.

Die vier eingesetzten Stürmer schließlich sind alle irgendwo im Bereich ausreichend anzusiedeln. Allerdings mit Abstufungen. Während Manuel Schäffler und Felix Lohkemper (beide CU-Note: 4-) sich sehr schwer taten und beide je eine eher spärliche Chance hatten, waren die für sie eingewechselten Dennis Borkowski und Erik Shuranov (beide CU-Note: +4) etwas besser eingebunden und auch mit mehr Zug zum Tor ausgestattet. Beiden Sturmpaaren gemein war aber die fehlende Torgefahr und die fehlende Durchschlagskraft in den Duellen. Die Vier gewannen in der Addition nur elf ihrer 42 Zweikämpfe insgesamt und nur drei von elf Duellen mit Ball am Fuß.

Mario Šuver kam in der Schlussphase als dritter Innenverteidiger, aber zu spät für eine Bewertung.

Expected Goals Verlauf (Nürnberg in rot, Ulm in schwarz)

4. Fazit und Stimmen

Robert Klauß gab nach dem Spiel zu, dass er erwartet hatte, dass das Spiel zäh werden würde. Diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht, allerdings liegt darin auch die Krux der ersten Pokalrunde: Auf dem Papier erwartet jeder eine klare Angelegenheit, auf dem Rasen ist der Unterschied zwischen den Profis aus Liga Zwei und den de facto Profis aus Liga Vier dann oft kleiner als gedacht. Das erlebte gestern nicht nur der FCN, sondern auch Kiel (Verlängerung) in Flensburg, Bochum (Verlängerung) in Flensburg, Bielefeld (Remis bis zur 73. Minute) in Bayreuth oder Fürth (Aus nach Elfmeterschießen) in Babelsberg.  So oft wie alle Beteiligten, u.a. Taylan Duman, Johannes Geis und Robert Klauß nach dem Spiel, auch die Ulmer Pokalhistorie mit Siegen gegen Frankfurt und Aue in den letzten drei Jahren betonten, waren sich auch Akteure der Schwierigkeit bewusst, im Donaustadion anzutreten. Vor diesem Hintergrund war der Auftritt des FCN dann eben sogar irgendwie fast souverän. Immerhin musste Carl Klaus im Clubtor keinen einzigen Ball abwehren.

Aber eben auch nur fast souverän. Denn hat Enrico Valentini recht, wenn er sagt: „Ich würde nicht sagen, dass wir Ulm zu Chancen eingeladen haben, aber sie sind schon zu welchen gekommen. (…) Die Konterabsicherung muss besser werden, wir haben etwas zu mutig nach vorne verteidigt.“ Die Ulmer schlossen ihre Chancen nur wirklich schlecht ab, man denke an das Solo von Rochelt als Abschluss eines Konters nach 71 Minuten, den Kopfball von Harres nach 88 Minuten und Rühles Schuss neben das Tor trotz freier Schussbahn in der Nachspielzeit. Auf diese Situationen verwies Ulms Trainer Thomas Wörle nach dem Spiel auch und lobte sein Team dafür, dass es die geringere individuelle Qualität durch eine engagierte Teamleistung über weite Strecken wettgemacht hätte. Eine Teamleistung, die Taylan Duman damit beschrieb, dass die Ulmer gut in den Zweikämpfen waren und Johannes Geis als „ein ekliges Spiel“ einordnete.

Jenseits dessen brachte das Spiel eigentlich keine neuen Erkenntnisse. Die Probleme in der Offensive, die Enrico Valentini einmal mehr mit „die Situationen vorne konsequenter ausspielen“ benannte, sind auch im dritten Spiel ein Dauerthema. Der Club tat sich auch im zweiten Pflichtspiel gegen eine Abwehr mit dichtem Zentrum schwer, auch weil über die Flügel eben meist die Präzision im Zuspiel fehlte. Zum Teil erklärt sich das mit der Mittelfeldraute, die eben selbst den Fokus mehr ins Zentrum schiebt und die Außenbahnen weitgehend den Außenverteidigern überlässt. Zum Teil aber auch über die Qualität der Zuspiele der Außenverteidiger. So gesehen kann man Robert Klauß‘ Aussage, dass man aus diesem Spiel wenig Rückschlüsse für die Liga ziehen könne, in diesem Punkt zu widersprechen – oder ihn unter das „wenige“ zu subsummieren, das man mitnehmen könne.

Dennoch ist am Ende des Tages vor allem wichtig, dass die nächste Runde erreicht ist, den Einzug in die zweite Runde bezeichneten alle Beteiligten zurecht als Pflicht. Jene Pflicht ist erfüllt, am kommenden Samstag folgt mit dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf aber keine Kür. Schließlich ist, punkten auch in diesem Spiel Pflicht. Oder wie Taylan Duman sagte: „Wenn wir das gewinnen, sieht’s schon wieder gut aus.“ So gut wie das Los mit dem Logo des 1. FC Nürnberg in der Lostrommel für die Zweite Runde. Diese Auslosung findet erst am 5. September um 18.30 Uhr in der ARD-Sportschau statt. Grund dafür ist die Verschiebung des Pokalspiels des FC Bayern München auf Grund zahlreicher Coronafälle beim Gegner Bremer SV.

5. Die Kennzahlen

Ulm   Nürnberg
0 Tore 1
1,07 expected Goals 0,95
0,00 Post Shot xG 0,87
0,97 xG ohne Doppelchancen 0,95
12 Schüsse 15
0 Schüsse aufs Tor 4
2 Ecken 7
2 Freistöße 2
49 Ballbesitz (in %) 51
85 Passquote (in %) 84
9 Fouls 6
10,5 PPDA 12,2
6,9 Challenge Intensity 6,7
17,7 Spieltempo 16,7
14 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 19
00:14 Ballbesitzdauer (Ø) 00:14

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

Spieler CU-Note Kicker nordbayern.de BILD SofaScore WhoScored
Carl Klaus 3- 3,5 7,5/10 -/10
Enrico Valentini 3- 4 7,5/10 -/10
Asger Sørensen 3 4 7,4/10 -/10
Christopher Schindler 3 4 7,1/10 -/10
Tim Handwerker 4 4 7,0/10 -/10
Johannes Geis 3- 4 6,8/10 -/10
Fabian Nürnberger 4 4 7,4/10 -/10
Tom Krauß 3 3,5 7,0/10 -/10
Mats Møller Dæhli +3 3 6,6/10 -/10
Manuel Schäffler 4- 5 6,7/10 -/10
Felix Lohkemper 4- 4,5 6,5/10 -/10
Erik Shuranov +4 6,6/10 -/10
Dennis Borkowski +4 6,6/10 -/10
Taylan Duman 1- 7,3/10 -/10
Mario Šuver -/10 -/10
-/10 -/10
Durchschnitt 3,21 3,95 6,96/10 -/10

41 Gedanken zu „Irgendwie fast souverän, aber nicht ganz – Analyse zum Pokalspiel in Ulm

  • Äh krass , macht ihr das für jedes Spiel?
    Bei uns wissen manche nicht mal, gegen welche Mannschaft wir gerade spielen geschweige denn die aktuellen Spieler.
    Also Respekt. Aber vergesst nicht: in Ulm nur der SSV ´46! 🙂

    Antwort
  • Herr van Bommel, zählen Sie doch bitte mal bis fünf! Eins, zwei, drei, vier, viereinhalb, fünf….
    Halt, das können Sie doch besser!?

    Antwort
    • Ein bisschen ist die Verwirrung verständlich: ist es nicht international so, dass man in der Verlängerung ein 6. mal wechseln durfte? Und er soll ja sogar den 4. Offiziellen gefragt haben, der es offensichtlich auch nicht wusste. DAS wäre erst so richtig peinlich…

      Antwort
      • Es gibt scheins unterschiedliche Anweisungen innerhalb der DFB-Landesverbände. Die einen sagen, auf so einen Fehler muss der Schiri hinweisen und darf den Wechsel nicht durchführen. Die anderen (u.a. der BFV) sagen, da muss man schweigen, man ist nicht der Babysitter der Trainer.

        Antwort
        • Letzteres finde ich ja völlig absurd. Wissend, dass ein Wechsel nicht mehr erlaubt ist, ihn dennoch hochoffiziell durchzuführen, Nummerntafel hoch, Spielunterbrechung abwarten..

          Antwort
        • Also laut Collinas Erben – und die positionieren sich in der Regel nur dann gegen den Schiedsrichter, wenn es gar nicht anders geht – ist das Reglement eindeutig und besagt, dass der Schiedsrichter den Wechsel nicht zulassen dürfte.

          Das „nicht Babysitter der Trainer“-Argument wird schon durch die aktive Nachfrage beim vierten Offiziellen komplett ad absurdum geführt, entweder kennt der die Regeln selbst nicht oder er hat hier Wolfsburg aktiv in einen Fehler gelockt, was ja wohl auch nicht Sinn der Sache sein kann.

          Antwort
          • Die Folge daraus kann eigentlich nur ein Wiederholungsspiel sein. Münster hat ein Recht auf regelkonforme Abwicklung, so dass die Niederlage nicht rechtskräftig sein darf und Wolfsburg hat nicht alleine Schuld, sondern es gibt auch eine Teilschuld bei den Schiris, so dass eine Wertung gegen Wolfsburg auch nicht fair wäre.

            Bin gespannt, was dabei rauskommt…

            Antwort
          • Innerhalb des BFV gibt es tatsächlich die Anweisung, auf solche Fragen nicht zu antworten. Wenn die Trainer es nicht wissen, sind sie selber schuld, heißt es da. Allerdings ist die Argumentation von CE auch absolut schlüssig.

            Antwort
            • Den Wechsel stillschweigend durchzuführen ist eine Sache – und aus meiner Sicht auch vertretbar. Aber auf eine konkrete Nachfrage nicht zu antworten / die Antwort zu verweigern ist schon was anderes. Das ist für mich nicht mehr nachvollziehbar.

              Ein Polizist würde ja auch antworten, wenn ich früge, ob ich hier parken dürfe und nicht sagen: „darf ich nicht sagen, probier’s halt aus“.

              Antwort
      • Es wäre so einfach:
        „Schiri! Wechseln!“ „Geht nicht! Ihr habt schon 5x!“
        (als müssten die Offiziellen nicht eh alle Wechsel korrekt vermerken..)

        Antwort
  • Schaut mal auf die genaue Kicker Statistik, die zeigt, dass Ulm als 4.Ligist in einigem gleichwertig oder gar besser war. 🤷‍♂️🤭
    Nur gut das Ulm einen neuen Kader und kaum zusammengespielt hat, keine Punktspiele… sonst wäre da wohl was anderes passiert denk ich, wie die überlegen Aue oder Pokalsieger Frankfurt vor noch nicht langer Zeit historisch rausgekegelt haben…. mit Herzblut ohne Druck, das fehlt noch beim Club! 😬

    Antwort
  • Zu dem Satz „brachte das Spiel keine neuen Erkenntnisse“ mich würde trotzdem interessieren, wie sich die Abwehr mit einem Routinier inkl. Premiere League Erfahrung mit Schindler verhält, welches eigentlich unser bevorzugtes IV Pärchen werden wird/könnte, wenn alle wieder gesund sind?
    Wird unser gesetztes IV Pärchen Sörensen-Hübner, Schindler-Sörensen oder gar aus unserer Sicht komplett neu Schindler-Hübner heißen, gabs dazu Aufschlüsse also speziell zu Schindlers erstem Pflichtspiel wohin die Tendenz mit ihm gehen könnte?
    Warum hat Carl Kraus eine 3- wenn zumindest die Null steht?

    Antwort
    • Beim Kicker hätte ein Torhüter, der 90 Minuten lang keinen Ball sieht ebenfalls eine 3,5, weil er weder die Gelegenheit hatte positiv noch negativ aufzufallen. Damit, dass ein Spiel zu Null endet kann ein Torhüter ja relativ wenig zu tun haben, wenn er kein einziges Mal eingreifen muss.

      Antwort
      • Aber dafür muss man ihn ja nicht abwerten. Die Mitte von 6 ist bei mir 3 🙂 das wäre dann neutral. War auch nur eine Randnotiz. Der wesentliche Teil der Frage richtete sich auch auf die Defensive und zu Schindler, ob es da Erkenntnisse gäbe für die nahe Zukunft. Ich konnte das Spiel leider nicht in ganzer Länge sehen nur eine kurze Zusammenfassung und da war mit dem herrlichen Schlenzer von Duman eigentlich alles erzählt. Weil Schindler, Sörensen, Hübner einer von dreien wird wohl zum Bankdrücker wenn alle gesund sind.

        Antwort
        • (1+2+3+4+5+6)/6 = 3.5

          Fünf Grade nach oben (1, 1.5, 2, 2.5, 3), fünf Grade nach unten (4, 4.5, 5, 5.5, 6).

          Antwort
          • Rechnerisch völlig korrekt, aber gefühlt ist 3,5 die erste negativ belegte Bewertung. Auch sprachlich ist „noch befriedigend“ schon nicht mehr neutral. Oder fühle ich da zu negativ?

            Ich würde einem Spieler, der nicht negativ aufgefallen ist ohne Bäume auszureißen, also unauffällig und zuverlässig seinen Job erledigt hat, eigentlich eine 3 geben. Bei 3,5 hat er schon ein wenig geschwächelt. Insofern hätte nach meinem Gefühl ein beschäftigungsloser Torwart mit einer passablen Passquote eine glatte 3 zu bekommen. Die Erklärung mit dem scharf gemachten Ball begründet daher die 3,5, denn ein guter Spieler hätte daraus vielleicht sogar ein Tor gemacht.

            Antwort
            • Das ist der falsche Ansatz. Es muss heißen: „finde den Mittelwert aus x Werten“
              Jeder Killer-Sudoku-Spieler weiß, dass die Summe der Zahlen 1 – 6 genau 21 ist. Geteilt durch die Anzahl der Zahlen ergibt sich der Mittelwert. Also 21 : 6 = 3,5.

              Xxandl und Fränki haben Recht (nach meinem Verständnis 😉 )

              Antwort
            • Wenn es eine 1+ gibt, muss es auch eine scheiss 6- geben. Und 6- ist nunmal 6,3. Aus. Fertig. Äpfel.

              Das Ganze ist ja kein Ringelringelröschen. Noten sind eine ernste Sache und kein beschissenes Bingo. 😉

              Antwort
              • Hmm, sprachlich analysiert wird es aber schwierig.

                Ungenügend ist ungenügend, das ist absolut. Es gibt kein verdammt ungenügend oder ein nicht mal ungenügend. In der Schule waren es ja auch 15 Punkte. 3 Punkte = 5+, 2 Punkte = 5 glatt, 1 Punkt = 5-. Und 0 Punkte war die 6. Ohne Abstufung.

                Das ist wie das „Einzige“. Da gibt es keine Steigerung. Das „Einzigste“ ist totaler Quatsch, auch wenn es gefühlt 80% der Deutschen (fälschlich) benutzen. 😀

                Antwort
                • Ungenügend wird nicht abgestuft, weil es heißt, dass die Leistung „den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.“ Das kann man nicht noch abstufen, sonst würde man ja doch die Zeit absehbar machen.

                • Das Oberstufen-Notensystem ins Felde geführt, wird es ganz eng mit meiner Argumentation. Ganz eng.

                  Themawechsel bitte. 😉

        • Auch im CU-Notensystem dürfte eine 3- die neutrale Mitte sein, da diese 3,3 entspricht. Wenn man davon ausgeht, dass eine zynische 6- eine 6,3 ausdrückt. Wohingegen eine euphorische 1+ eine irgendwie abgefahrene wie unheimliche 0,7 bedeutet.

          Bassd scho. Carl Kraus war stets aufmerksam, zeigte sich aber bei dieser einen Aktion durchaus etwas übermütig.

          Antwort
  • Was die 3- von Carl Klaus betrifft, wird das in der Analyse doch deutlich erklärt: “ Leichte Abzüge gibt es für die Aktion nach einem Konter über Harres, als er dessen abgefälschten Abschluss so zu klären versuchte, dass es keine Ecke gibt, dabei den Ball aber nochmal scharf machte. “
    Das hätte auch ins Auge gehen können.

    Antwort
  • Hack ist verkauft-unsere Abnehmer heissen mittlerweile Bielefeld.Irgendwie deprimierend.

    Antwort
    • „Jeder Klub, egal wie hoch der Etat ist, ist ambitioniert und ehrgeizig. Wenn du einmal in der Bundesliga bist, willst du dort auch bleiben. Aber wir können unsere Situation realistisch einschätzen: Wir sind von den wirtschaftlichen Möglichkeiten her abgeschlagen Letzter in der Tabelle.“ (Arminia-Geschäftsführer Samir Arabi im September 2020)

      Quelle:
      https://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/id_88593770/bielefelds-samir-arabi-im-interview-unser-etat-ist-corona-zum-opfer-gefallen-.html

      Wenn man mit einem im Vergleich zur Konkurrenz mickrigen Etat und somit auch überschaubaren Kosten die Klasse hält, dann ist der Liga-Verbleib ein finanzieller Jackpot. Grade in der Pandemie.

      Wir hatten damals diese Chance und haben diese mit 19 Punkten vergeigt. Bielefeld, ein noch krasserer Außenseiter als der Club damals, nutzte die Chance und kann sich jetzt einen Krüger aus Aue und obendrein einen Robin Hack leisten. Voglsammer allerdings ging ablösefrei zu Eisern Union – sie mussten also auch was machen.

      Dass Hack nach Bielefeld geht, hat aber laut Medienberichten auch viel mit Trainer Kramer zu tun. Hack im kicker: „Sehr vieles hat für meinen Wechsel nach Bielefeld gesprochen: der Trainer, der mich kennt und mich unbedingt haben wollte…“

      Antwort
  • Und dann für angeblich mickrige 1,1 Mio. Wenn man sieht, das der HSV irgendeinen durchschnittlichen Abwehrspieler für ca. 9 Mio verkauft…..versteh ich die Welt nicht mehr!
    Auch wenn Hack die letzte Zeit nicht viel gerissen hat.

    Antwort
    • …wenn man BLIND glauben möchte.

      Transfermarkt.de spricht z.B. von einem Gesamtvolumen von 2 – 3 Millionen. Hört sich besser an.

      Antwort
        • Irgendwie sollte es für solche Fälle eine Klausel-Ausfall-Versicherung geben. Damit das Geld am Ende auf jeden Fall reinkommt, egal ob von Bielefeld oder der Versicherung.

          Hallo Sponsor, das wäre ein neues Geschäftsmodell! 😜

          Antwort
      • Die Zeitung die keiner liest aber jeder kennt dann doch die Inhalte 🙂 also im Sport sind die so eng vernetzt man kann denen glauben. Aufgrund der hohen Verletzungsanfälligkeit von Hack, wie meinte Nagelsman einst als er ihn in Hoffenheim trainiert, er hat ihn nie 3 Wochen am Stück gesehen im Training. Alles in allem ist das so ok.

        Antwort
    • Ich kann es auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum man Hack so günstig ohne Not abgibt!

      Antwort
  • Für Hack ein guter Transfer, endlich1. Liga. Für uns eher einer mit weinendem Auge. Auch wenn er zuletzt eher mäßig auftrat, war er einer der sehr wenigen Spieler im Kader, die ein Spiel mit einer Einzelaktion entscheiden können. Betrachtet man dann noch Alter, Nationalität und Entwicklungspotential, hätte die Ablöse eher 2.5 Mio plus Bonus sein müssen!

    Antwort
    • Es bleibt abzuwarten, ob das ein guter Transfer für Hack war. Die Frage ist, ob es besser ist, verzweifelt gegen den Abstieg zu kämpfen und in den Misserfolgen unter zu gehen oder mit einer geilen Mannschaft auf einer Erfolgswelle zum Aufstieg zu schwimmen.

      Antwort

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