50/50-Spiel gewonnen – Analyse zum Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 2:0 (0:0) – Der Club gewinnt ein Spiel, das in vielerlei Hinsicht ausgeglichen war

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Obwohl Robert Klauß es in der Spieltagspressekonferenz noch offen gelassen hatte, begann der Club mit Mittelfeldraute. Dass diese Raute Johannes Geis, Tom Krauß und Mats Møller Dæhli beinhalten würde, überraschte keinen. Taylan Duman als linker Achter dagegen schon, auch wenn Robert Klauß nach dem Spiel betonte, es nicht getan zu haben, um alle zu überraschen oder weil es gegen den Ex-Verein ging, sondern Duman für die Trainingsleistungen belohnen wollte. Auch im Sturm nahm der Coach eine Veränderung im Vergleich zum Spiel in Paderborn vor: Schäffler spielte an der Seite von Borkowski. In der Innenverteidigung spielte wie schon in Ulm Schindler neben Sørensen. Wie angekündigt war Mathenia im Vergleich zum Pokalspiel zurück im Tor. Im Vergleich zum Pokal ersetzte Latteier den wegen der Roten Karte bei der U21 immer noch gesperrten Rosenlöcher im Kader.

Die erste Viertelstunde gehörte dem FCN, phasenweise rückte er bis an die 80 Prozent Ballbesitz. Der Club war präsent in den Duellen, presste viel und energisch und setzte Düsseldorf unter Druck. Die beiden Abschlüsse in dieser Phase durch Sørensen (6. Minute) und Geis (9. Minute) resultierten allerdings aus Standards. Der Club tat sich wie die letzten Spiele auch, schwer, aus dem Spiel heraus Chancen zu generieren. „Wir hatten uns ausgemalt, dass wir auf der ballfernen Seite Chancen kreieren, deshalb haben wir unsere Achter auch dort [im ballfernen Zehnerraum, FZ] positioniert. Die waren dann auch öfter mal frei, wir haben sie aber nicht gut gefunden“, erklärte Robert Klauß nach dem Spiel die Krux des Nürnberger Offensivspiel, hob aber auch hervor, dass es in der Phase vor dem 1:0 etwas besser gelungen war.

Nach etwa einer Viertelstunde kam Düsseldorf besser ins Spiel, sicherte sich mehr vom Ball, hatte aber genau das gleiche Problem wie der FCN: Torchancen erspielte man sich nicht. Bei der Fortuna lag die Krux vor allem darin, dass sie den Ball zwar gezielt und gekonnt nach Außen brachten, dann die Flanken aber  nicht ins Ziel bringen konnten. So entwickelte sich im Laufe der ersten Halbzeit dann ein Spiel, das vor allem aus gegenseitiger Neutralisierung bestand. Gefährliche Abschlüsse hatte keine der Mannschaften. Robert Klauß entschied sich in der Pause für einen ersten Wechsel: „Es war eigentlich auf Grund der Temperaturen geplant, dass wir die Stürmer relativ zeitig, zwischen der 55. und 60. Minute, wechseln. Wir wussten, dass wir vorne richtig intensiv gegen eine ballsichere Mannschaft anlaufen müssen. Wir haben uns dann aber entschieden schon in der Pause zu wechseln, um keinen weiteren Wechselslot zu verbrauchen, weil wir wussten, dass wir bei diesen Temperaturen alle fünf brauchen werden.“ Deshalb kam Erik Shuranov für Manuel Schäffler ins Spiel.

Die Anfangsminuten nach der Pause gehörten Düsseldorf, was auch Christian Preußer nach dem Spiel unterstrich: „Ich fand auch, dass wir heute wieder gut aus der Halbzeit rausgekommen sind.“ So hatten die Gäste auch die beste Chance des gesamten Spiels. Mathenia faustete eine Flanke nur unzureichend weg und vor die Füße von Zimmermann, der sofort scharf auf Kownacki flankte, der frei am langen Pfosten stand. Doch der Pole köpfte den Ball neben das Tor, wohl auch, weil Schindler mit einem geschickten Schritt zurück auf die Linie den direkten Weg ins Tor versperrte und der Angreifer nicht einfach aufs Tor köpfen konnte. Kurz danach machte es jener Schindler selbst in Sachen Kopfball besser, wobei der Kopfball eigentlich unorthodox war.

„Wir wussten, dass Düsseldorf bei den seitlichen Freistößen immer sehr hoch steht, daher muss man aufpassen, dass man nicht zu früh reinläuft. Ich habe dann den Lauf etwas verzögert, war aber etwas zu weit vorm Ball und konnte nicht mehr gerade köpfen, weil ich zu weit vorn war, also versuche ich den Ball einfach nur irgendwie aufs Tor zu kriegen und sehe dann, dass er im Eck einschlägt.“, beschrieb Schindler sowohl Vorbereitung als auch Durchführung des Treffers. Das Spiel veränderte nun seine Dynamik. Düsseldorf hatte nun noch mehr Ballbesitz – am Ende standen knapp 61 Prozent ab dem 1:0 auf der Habenseite. Robert Klauß wechselte recht kurz nach dem Treffer positionsgetreu aus: Tempelmann kam für Geis, Nürnberger für Duman. Trotz Feldüberlegenheit kamen die Gäste kaum zu guten Chancen, erst in der absoluten Schlussphase konnten sie eine Art Powerplay aufziehen, auch weil der Club sich zu tief in die eigene Hälfte drängen ließ. Noch in der vierten Minute der Nachspielzeit musste Schindler einen Schuss von Iyoha von der Linie klären.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Klauß mit Dovedan für Møller Dæhli und Fischer für Krauß zwei weitere Male positionsgetreu gewechselt. Dovedan war es dann auch, der gleich dreimal für Aufregung sorgte, zweimal weil er Konter nicht richtig ausspielte – einmal weil er zu früh ins Dribbling ging, einmal weit er aus 50 Metern aufs Tor schoss. Den dritten Aufreger gab es als Erik Shuranov in der 97. Minute im Strafraum gefoult worden war. Da stritten sich Dovedan und der Gefoulte darum, wer den Elfmeter ausführen sollte. Am Ende trat der Kapitän an und traf. Etwas, was eine Reihe von Fernsehzuschauern nicht mehr mitbekam. Sky hatte die Übertragung auf einem der Kanäle einfach vorzeitig beendet.

2. Daten und Fakten

Das ausgeglichene Spiel, das beide Trainer nach der Partie attestierten, spiegelt sich auch in den Zahlen wieder. Bis zum 1:0 war der Ballbesitz fast ausgeglichen, hatten beide nicht allzu viele Angriffe und pressten beide nicht unglaublich intensiv. Erst danach trennte sich das Bild, weil Düsseldorf nun mehr machen musste und der Club auf Konter lauerte und ganz am Ende sogar einen in Form eines Strafstoßes abschließen konnte. Wo der Club dagegen durchgehend dominierte – vor der Pause sogar noch mehr als danach – war in den Duellen. Der Club gewann deutlich mehr Zweikämpfe, drückte damit das Spiel etwas in seine Richtung und zwang den Gegner auch zu deutlich mehr Fouls.

Grafik 1 legt die Aktionen von Taylan Duman, Tom Krauß, Fabian Nürnberger und Kilian Fischer nebeneinander. Die Grafiken stellen deutlich dar, wie viel die Achter auf den Außenbahnen gefordert waren, gerade auch in der Rückwärtsbewegung, etwas, das Mats Møller Dæhli nach dem Spiel unterstrich: „Die Achter waren sehr gut heute, die haben so viel defensiv gearbeitet.“ Das sieht man gerade bei Krauß und Duman an der Ballung der Aktionen auf den defensiven Außenpositionen. Man sieht gerade da aber auch das, was Møller Dæhli („Wenn ich rausrücke, um die Seiten zu überladen, müssen wir noch am Timing arbeiten“) als auch Klauß (siehe oben) in der Offensive ansprachen. Vorne glückte den Achtern noch zu wenig.

Grafik 2 zeigt wie tief der Club in der zweiten Halbzeit verteidigen musste. Die Grafik zeigt exemplarisch die Balleroberungen des FCN in der Schlussviertelstunde, da der Club da besonders tief stand. Nur vier Prozent der Balleroberungen geschahen da noch im eigenen Angriffsdrittel. Es ist aber kein alleiniges Zeichen der Schlussviertelstunde, den gleichen Wert erreichte der Club auch in der gesamten zweiten Halbzeit. Dieses tiefe Stehen entsteht natürlich aus dem erhöhten Druck der Gegner. Andererseits tat sich der FCN eben auch schwer für Entlastung zu sorgen. Die Zahl der Konterangriffe in der Schlussviertelstunde war am Ende bei zwei. Mit einem Schuss endete keiner. Hier gilt es anzusetzen.

Grafik 3 legt die Passnetzwerke der beiden Teams nebeneinander. Dabei sieht man einerseits, dass die Zuspiele in die Spitze bei beiden Mannschaften nicht häufig ankamen – auch wenn die Visualisierung natürlich durch die Auswechslungen verzerrt wird. Andererseits sieht man den unterschiedlichen Fokus, den beide Teams im Aufbau gelegt hatten. Einerseits das Spiel auf die Flügel der Fortuna, andererseits das ausgeglichene eher ins Zentrum arbeitende Spiel des Clubs. 

3. Die kurze Einzelkritik

Als Spieler des Spiels geht dieses Mal Christopher Schindler (CU-Note: +2) aus der Partie. Der Innenverteidiger machte nicht nur sein Tor, sondern bewahrte den Club in der Schlussphase durch einen Block gegen Iyoha auch vor dem Remis. Zusätzlich stand er in der Verteidigung sicher und schaffte es so, dass die Null am Ende stand. In der Offensive wusste Mats Møller Dæhli (CU-Note: +3) über weite Strecken zu überzeugen, irgendwann fehlte ihm aber die Kraft. Der Norweger war überall zu finden und wollte viel erreichen, der letzte Pass kam aber nicht an. Auch Erik Shuranov (CU-Note: 3) machte seine Sache in der Offensive gut, suchte immer wieder den Weg Richtung Tor, seine Ballsicherheit sorgte am Ende für den Elfmeter, der das Spiel endgültig entschied.

Weniger glücklich war Manuel Schäffler (CU-Note: 4-), der vor allem dadurch auffiel, dass er immer wieder am Boden lag, aber kaum zu Abschlüssen kam und dann zur Pause auch ausgewechselt wurde. Dennis Borkowski (CU-Note: +4) machte mehr richtig, bewegte sich auch besser und setzte seinen Körper besser ein. Manchmal war er aber in seinen Laufwegen unsauber und sorgte so dafür, dass die Mittefeldspieler wenig Anspielstationen hatten. Jene Mittefeldspieler bewegten sich alle mit Abstufungen im Bereich „befriedigend“. Tom Krauß (CU-Note: +3) räumte viel ab, lieferte sich viele Duelle und versuchte anzuschieben.

Johannes Geis (CU-Note: 3-) erledigte einmal mehr seine Defensivaufgaben ordentlich, brachte aber nach vorne weniger zustande. Seine schöne Freistoßvorlage zum 1:0 bewahrt ihn aber vor dem Vierer. Taylan Duman (CU-Note: 3) machte seine Sache gut, unterband in der ersten Halbzeit einen Konter der Düsseldorfer mit sauberem Zweikampf und lief viel. Fabian Nürnberger (CU-Note: +3) kam für ihn ins Spiel und gab etwas mehr offensive Impulse, ohne sonderlich kreativ zu werden. Was er nicht tat, war defensiv nachzulassen. Lino Tempelmann (CU-Note: 3) verteidigte sehr souverän, warf sich in jeden Ball, brachte aber im Aufbau wenig bis nichts zustande. Kilian Fischer und Nikola Dovedan kamen zu spät für Bewertungen. Dovedan ließ aber viele Beobachter gleich mehrfach verzweifeln, weil er die Konter schlecht ausspielte.

Enrico Valentini (CU-Note: 3) ließ defensiv wenig anbrennen, löste als Kapitän den Streit um den Elfmeterschützen, indem er den Schuss übernahm. Seine Seite war weitgehend dicht. Probleme gab es eher bei den Angriffen über die Seite von Tim Handwerker (CU-Note: +4). Von seinen vier Flanken kam keine zum Mann, einen gute Balleroberung machte er durch einen unsauberen Pass zunichte. Asger Sørensen (CU-Note: +4) tat sich unter Druck sehr schwer, spielte da immer wieder Fehlpässe, war auch ohne Druck im Aufbau nicht sauber. Defensiv ließ er sich allerdings nichts zu schulden kommen. Ein ähnliches Urteil kann man auch über Christian Mathenia (CU-Note: +4) treffen. Der hielt zwei Fernschüsse der Düsseldorfer gut, segelte aber unter zwei Flanken hindurch. Dabei wurde eine Situation hochgefährlich.

 

Expected Goals Verlauf (Nürnberg in rot, Düsseldorf in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

„Ich bin froh, dass wir trotz eines nicht guten Spiels gewonnen haben, wir haben es auch schon andersrum gehabt,“ konstatierte Robert Klauß nach dem Spiel und Christopher Schindler schob nach: „Das war sicher nicht das, was wir uns so vorstellen.“ So viel Demut und Ehrlichkeit stand dem Club gut zu Gesicht, auch weil alle Beteiligten sich darüber im Klaren waren, dass am Ende das ausgeglichene Spiel gewesen war, das auch Fortuna-Coach Preußer gesehen hatte. Am Ende entschied das Matchglück und auch ein wenig die defensive Galligkeit des FCN über den Ausgang des Spiels.

Dennoch tat Klauß gut daran, Folgendes hervorzuheben: „Wir müssen vieles besser machen. Das war mit Ball zu wenig Aktivität im Freilaufverhalten. Wir hatten auch viele technische Fehler im Spiel. Gerade zwischen der 25. und 60. Minute waren wir zu passiv. Das hat mir nicht so gut gefallen. (…) Erst als die Räume im Laufe der Zweiten Halbzeit etwas größer wurden, haben wir es besser gemacht.“ So gesehen war das Spiel eben nicht wesentlich anders als die Spiele zuvor, der Club stand defensiv ordentlich, ohne vollends zu überzeugen und schaffte es nicht, längere Zeit offensiven Druck zu entwickeln. Der Unterschied im vierten engen Pflichtspiel der Saison war eben, dass man das Glück auf seiner Seite hatte.

Die Beteiligten wollten den Saisonstart mit drei nicht verlorenen Spielen deshalb auch nicht zu hoch hängen. Christopher Schindler betonte: „Dreimal nicht verloren, zweimal zu Null, das ist ordentlich, da brauchen wir uns nicht verstecken. Die Punkte geben Ruhe zum Arbeiten, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“ Die Ruhe im Arbeiten hilft dann auch dabei, die Arbeit zu leisten, die noch ansteht. Die technischen Fehler, die der Trainer in der Pressekonferenz hervorhob, betonte auch der Torschütze: „Der Ball war phasenweise sehr schnell weg. Wenn Du in die Defensive investierst, den Ball eroberst und ihn dann gleich wieder weggibst, wird das Spielfeld irgendwann brutal groß. Das ist das, wo man Kraft verliert. Wenn wir da noch schaffen, die Ruhe am Ball zu haben und die richtigen Entscheidungen zu treffen, dann kommt man nicht in den Pulsbereich, in dem man unter Ermüdung Entscheidungen treffen muss, wo dann auch falsche dabei sind.“

Diese realistischen Einschätzungen sind es, die mehr als das Spiel selbst positiv stimmen. Man ist sich beim Club bewusst, wie viel Arbeit noch ansteht und wo angesetzt werden muss: Bei der defensiven Abstimmung, im Freilaufverhalten, beim Kreieren von Chancen. Die Chance dazu gibt es am kommenden Sonntag in Ingolstadt. Der Aufsteiger kommt ohne Punkte nach drei Spielen und mit einer 1:6-Packung in Darmstadt im Rücken ins Spiel. Doch seit dem Relegationsspiel ist zwischen den Vereinen eine Rivalität gewachsen, die das Spiel zwar nicht zum Derby, aber zu einem emotionalen Duell mit eigenen Gesetzen macht.

5. Die Kennzahlen

Nürnberg   Düsseldorf
2 Tore 0
1,70 (inkl. 0,76 xG Elfmeter) expected Goals 1,39
1,96 (inkl. 0,81 PSxG Elfmeter) Post Shot xG 0,23
1,70 xG ohne Doppelchancen 1,33
16 Schüsse 12
6 Schüsse aufs Tor 2
6 Ecken 6
5 Freistöße 2
46 Ballbesitz (in %) 54
83 Passquote (in %) 82
10 Fouls 18
12,9 PPDA 8,8
5,1 Challenge Intensity 6,7
16,3 Spieltempo 17,3
12 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 15
00:12 Ballbesitzdauer (Ø) 00:15

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

Spieler CU-Note Kicker nordbayern.de BILD SofaScore WhoScored
Christian Mathenia +4 4 3,5 7,6/10 7,3/10
Enrico Valentini 3 3 3 7,6/10 7,5/10
Asger Sørensen +4 4 4 7,7/10 8,0/10
Christopher Schindler +2 2 1,5 7,8/10 8,0/10
Tim Handwerker +4 4 4 7,1/10 7,3/10
Johannes Geis 3- 3,5 3,5 7,7/10 7,7/10
Taylan Duman 3 3,5 3 6,9/10 6,7/10
Tom Krauß +3 2,5 2,5 7,8/10 7,5/10
Mats Møller Dæhli +3 2,5 2,5 7,0/10 6,5/10
Manuel Schäffler 4- 4,5 4,5 6,7/10 6,3/10
Dennis Borkowski +4 4 3,5 6,9/10 7,3/10
Erik Shuranov 3 3 3 7,0/10 6,9/10
Lino Tempelmann 3 6,7/10 6,3/10
Fabian Nürnberger +3 6,8/10 6,4/10
Nikola Dovedan 7,3/10 6,7/10
Kilian Fischer 6,4/10 6,2/10
Durchschnitt 3,23 3,38 3,21 7,18/10 7,04/10

33 Gedanken zu „50/50-Spiel gewonnen – Analyse zum Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf

    • Das war auch ein absolutes NoGo von Sky, dass sie die Übertragung abbrechen und auf einem anderen Kanal fortsetzen (das Spiel wurde auf Kanal acht weitergeführt). Wenn man das Spiel aufgenommen hat, hat man dadurch den Schluss verpasst. Das darf dem Sender eigentlich nicht passieren. Da muss man gleich richtig planen und die Spiele so platzieren, dass nicht das eine das andere abschneidet.

      Antwort
  • Ernsthaft?
    Wir haben 2:0 gewonnen und der Durchschnitt ist 3-?
    1:0 geführt, in der Nachspielzeit den Elfmeter sicher verwandelt…
    Die Erwartungshaltung ist aber arg gestiegen!
    Und ein Unentschieden wäre nicht akzeptabel gewesen!

    Antwort
    • Ich finde das durchaus nachvollziehbar. Wir haben uns auf gutem Niveau neutralisiert und nicht gerade ein Chancenfeuerwerk abgebrannt. Die klareren Chancen hatte eigentlich Düsseldorf, aber wir haben unsere eben verwandelt.
      Ich finde auch die Einzelnoten nachvollziehbar, könnte aber auch damit leben, wenn man Duman, Handwerker und Möller-Daehli auf jeweils die nächst bessere Notenstufe setzen würde. Besonders Duman und Handwerker kommen meiner Meinung nach etwas zu schlecht weg in der Bewertung.

      Antwort
      • Ich find man darf in dem Fall schon was auf die Einschätzung der Beteiligten geben und sowohl Klauß als auch Schindler waren explizit nicht zufrieden, Klauß sprach ja von „nicht gut“, Schindler von „noch viel Arbeit“. Sind beides interessante und für mich auch gewichtige Einschätzungen über das Spiel.

        Antwort
        • Ich finde es beachtlich, wie viel gerade Schindler und Möller Daehli in ihren Einschätzungen an taktischem Verständnis offenbaren. Das ist fast schon Trainersicht.

          Antwort
        • Nun gut, vielleicht habt Iht Rechr, wenn aber DüDorf die klareren Chancen hatte, wir aber die Tore machen, dann ist das „gut“ und nicht „befriedigend minus“ aus meiner Sicht.
          Daß da Luft nach oben ist, gar keine Frage.
          Wir sollten uns aber auch nicht schlechter machen, als notwendig.

          Antwort
  • War gestern ein packendes Kampfspiel. Kann mich schon fast nicht mehr erinnern, wann ich mit einem so gutem Gefühl aus dem Stadion gegangen bin. Aus meiner Sicht ist beim Club eine klare spielerische Entwicklung zu sehen. Vorne fehlt halt noch der letzte Punch/Biß. Hinten stehen wir dank Hübner/Schindler deutlich besser und sind viel abgeklärter. Trotz Drangphase der Düsseldorfer am Schluss haben wir nicht (wie vor nicht allzu langer Zeit) den Ball nur herausgeboltzt, sondern haben spielerische Lösungen gesucht.
    Also, des wird scho.
    Weiter so, macht wieder Spaß.
    @Flo: Deine Analysen zum Gegner vor dem Spiel sind genauso super wie deine Nach-Spielanalysen. Die Doppelungen auf den Flügeln und die Eröffnung mit Diagonalbällen der Düsseldorfer waren gestern gut zu beobachten. Lese beides im wieder gerne.

    Antwort
  • Sörensen hat einen auffällig hohen Wert bei WhoScore. Hat wohl damit zu tun, dass beide er defensiv jede Menge richtig gemacht hat, sehr effektiv war und viele Situationen bereinigt hat. Diese Tatsache fließt meiner Ansicht etwas zu wenig in deine Bewertung mit ein. Trotz einiger, auffälliger Unsicherheiten, die er gezeigt hat, keine davon war entscheidend, halte ich eine plus vier für nicht so ganz präzise.

    Antwort
    • Der Wert dürfte eher daher kommen, dass er einfach viele Pässe (die drittmeisten aufm Platz) gespielt hat und davon ein großer Teil der flachen zum Mann kam. Zweikämpfe, grade in der Luft, spielen auch ne Rolle, aber wie man auch bei Geis sieht, ist das Passspiel in den statistischen Bewertern immer sehr hoch bewertet. Sörensen hatte für mich einfach zwei Szenen, darunter eine wo eine Ecke entsteht, die total unnötig war, wo man gesehen hat, dass er im Pressing Probleme bekommt, daher die Abwertung. Freilich kann man da auch mit 3- argumentieren. Hab aber zusätzlich für die langen Bälle (4 von 9 zum Mann) noch n bisschen was abgezogen.

      Antwort
  • „Herr Baumgart, was haben Sie nur mit dieser Mannschaft gemacht?“, fragt die hübsche Laura Wontorra, die aber auch aufgrund ihrer Fragetechnik frappierend an den Herrn Papa erinnert.

    Sollte der Effzeh in München was holen am nächsten Wochenende, werden sie Baumgart samt Schlägermütze erdrücken mit ihrer kölschen Liebe.

    Coach Klauß wurde vergangene Saison als für nicht tauglich befunden von einigen. Nach nur einem Sieg, einem Sieg (!), in der neuen Saison sprechen einige von Aufstieg, womit Klaußi zum AufstIegstrainer werden würde.

    Da tut der erfrischende Realismus von Robert Klauß, Christopher Schindler und @Florian richtig gut. Auch die Noten finde ich korrekt so. Sörensen und seine scheiss „unforced errors“. Gleiches gilt für den aber immer eifrigen Handwerker. Dovedan bekommt demnächst eine Rechnung von meinem Nervenarzt.

    Es war gestern vor allem ein Sieg des Willens. Nicht mehr. Aber auch keineswegs weniger. Absolut erfreulich. Und absolut spannend, wie es weitergeht. In Ingolstadt.

    Antwort
    • Ich habe hier noch keinen gelesen der von Aufstieg oder Aufstiegstrainer gesprochen hat. Gott bewahre vor dem Aufstieg und dann wieder eine Saison nur Kanonenfutter sein, nee. Die Rolle darf Fürth spielen.

      Antwort
      • Dann bitte ich Dich um Entschuldigung, dass ich zum Beispiel den folgenden Beitrag falsch verstanden habe:

        „…Aber vielleicht ist nach oben hin wirklich was drin so wie Kiel und der HSV jetzt schon sichtbar schwächeln auch Schalke reißt bislang keine Bäume aus…“ (Juwe am 14.08.2021 um 15.56 Uhr)

        😉

        Antwort
        • Ja das war aus der Überraschung heraus, was Kiel, HSV und Werder für erstaunliche Ergebnisse ablieferten diesen Spieltag. Ok das sehe ich ein, kann man so interpretieren wie du schreibst.

          Aber ohne Euphorie rein sachlich, bleibe ich dabei ein Aufstieg käme zu früh, wir sind nicht so weit und so eine chancenlose Saison wie die letzte 1. Bundesligaspielzeit, wo man nie in Schlagdistanz kam, will ich lieber nicht mehr erleben. Ich glaube zb. sicher, daß Fürth an dieser Saison im Oberhaus keinen Spaß haben wird.

          Mir wäre vorderes Drittel und 1-2/3 Jahre 2. Liga lieber aber die Zeit auch nutzen mit Hecking und Klauß wirklich etwas aufzubauen. Eine feste Hierarchie in der Mannschaft, Routine, Festigkeit, quasi die nächste Generation nach Behrens & Co etablieren. Wir sind ja dabei. Ob ein Aufstieg planbar ist, das ist natürlich wieder eine andere Frage.

          Antwort
          • Ich glaube, dass die Mannschaft mit der, wie Du sagst, „Generation Behrens & Co“ durchaus einen Reifeprozess hinter sich hatte. Und eine feste Hierarchie hatte die damalige Aufstiegs-Mannschaft allemal. Nur wollte man in Liga eins mit dieser Mannschaft einen Fußball spielen, mit welchen diese heillos überfordert war. So oder so ähnlich äußerte sich ja Kapitän Behrens nach einer verkorksten Vorrunde.

            Union und Arminia gingen das Abenteuer Bundesliga wesentlich pragmatischer und zielorientierter an. Ergebnis: Union spielt jetzt europäisch, Bielefeld gönnt sich einen Hack. Wobei, und da hast Du Recht, sowohl Union und als auch die Arminia über viele Jahre als etablierter Zweitligist an einer Mannschaft gefeilt haben. Das spielt sicherlich auch eine tragende Rolle, um sich oben zu behaupten.

            Das Kleeblatt musste viele Abgänge hinnehmen. Raum. Stach. Ernst. Jaeckel. Mavraj. Das ist wirklich heftig. Zumal es sich um Eckpfeiler der Mannschaft und der Hierarchie handelt.

            Sollte Fürth den Klassenerhalt schaffen, wäre dies wirklich eine sehr starke Leistung. Unmöglich ist es nicht. Aber die Ausgangssituation ist schon sehr bescheiden. Aber vielleicht ist es ja gerade das, was Fürth starkmachen könnte. Die Jetzt-erst-Recht-Nummer.

            Dass der Aufstieg in der Pandemie für Greuther Fürth aber in finanzieller Hinsicht ein absoluter Segen ist, steht wohl außer Zweifel. Ob’s dann als Fan wirklich Spaß macht, steht auf einem anderen Blatt. Und in welchem zerzausten Zustand man dann wieder zurückfallen würde in Liga zwei, ist auch nicht unbedenklich. Aber wir kennen das ja nur zu gut.

            Antwort
            • Unser Problem finde ich war, es war zu wenig Erfahrung damals in der Mannschaft man dachte die jungen entwickeln sich so schnell weiter. Das funktionierte aber unter Volllast nicht. Was Union, Bielefeld usw. besser machen ist, sie haben sich erfahrene Recken dazu geholt wenn sie nicht schon da waren, die in anderen Vereinen dem Jugendwahn zum Opfer fielen und trotzdem noch gut drauf waren.

              Das Problem ist ja auch nach jedem Abstieg stehst du dann wieder vor dem X. gefühlten Neuaufbau. Also wieder ganz von vorne anfangen, weil die Spieler, die sich hin und wieder zeigen konnten oft als Kaderauffüller, Backups oder Spekulationsobjekt von anderen Erstligisten gekauft werden nach so einer Abstiegssaison.

              Antwort
              • Finde ich eine reichlich naive Herangehensweise, weil wir aus eigenener Erfahrung auch wissen, dass die Gefahr, dass einem Spieler abhanden kommen, nach einer guten Saison in Liga 1 noch wesentlich höher ist… Profifußball, sofern du nicht ganz oben in der Hierachie stehst, ist Jahr für Jahr mit einem gewissen Neuaufbau verbunden. Wir werden nie über Jahre hinweg eine Mannschaft zusammenhalten können.

                Ich weiß auch nicht was wir langsam aufbauen wollen. Wenn wir jetzt zwei Saisonen lang nicht aufsteigen aber oben mitspielen, sind Klauß, Krauß, Nürnberger, Borkowski und Shuranov fix weg, Schindler,Hübner, Valentini und Schäfler sind dann Mitte 30. Wenn du dann rauf gehst, kannst du es doch genauso vergessen.

                Was Union und Bielefeld besser gemacht haben, ist, dass sie nicht mit einem derartigen Schuldenstand im Paket aufgestiegen sind. Je mehr finanzielle Freiheit du hast, desto eher kannst du den Kader anpassen. Wir haben das Jahr halt genutzt um uns zu sanieren – und aktuell wäre das wohl wieder nicht großartig anders.

                Also immer her mit dem Aufstieg, am besten gestern, egal wie das oben dann aussieht. Das einzige, was mal wirklich wichtig wäre, ist, dass wir im Abstiegsfall nicht alles mit dem Arsch einreißen sollten. Diese Bestrafungsfantasien, dass man die Abstiegs-Spieler unbedingt loswerden muss und erratische Entscheidungen auf der Trainerposition haben uns dort hingebracht, wo sie uns hingebracht haben.

                Antwort
                • Absolut Deiner Meinung, was einen Aufstieg anbelangt. In diesen Gesundbrunnen muss man kopfüber und mit Geschrei springen, egal mit welcher Kapelle.

                  Ob Union und Bielefeld mehr finanziellen Freiraum hatten als wir damals, bezweifle ich. Laut Etat war Eisern genauso schlecht gestellt wie wir, Bielefeld sogar noch schlechter. Nein, da gibt es schon noch ein paar andere Gründe, warum der Club krachend scheiterte, Bielefeld und Union die Klasse indes hielten.

                  Um auch bei einem Abstieg am Trainer, am Spielsystem und an einer ligenunabhängigen Strategie festzuhalten, braucht es gefestigte Strukturen. Ein Aufsichtsrat, der sich von der öffentlichen Meinung leiten lässt, zählt nicht zu einer gefestigten Struktur.

                • Nein, da gibt es schon noch ein paar andere Gründe, warum der Club krachend scheiterte, Bielefeld und Union die Klasse indes hielten.

                  Die ich bereits genannt habe. Mehr Reife und Erfahrung, Gentner war für Union Berlin ein toller Schachzug oder der älteste Sturm der Bielefeld nach oben geschossen hat. Setzt sich über den Trainer fort, der bei uns sein 2. Jahr als Profitrainer überhaupt hatte, wenn ich mich recht erinnere. Und in Folge auch auf dem Spielfeld die Rolle als Aufsteiger taktisch nicht realisierte. Urs Fischer hingegen einfach sehr sehr erfahren, ein Neuhaus auch, auch wenn Bielefeld die Nerven etwas verloren hat und ihn durch Frank Kramer ersetzte.

                  Zu @xxandl könnte ich einiges nachvollziehen, wenn er es auch nur einmal schaffen würde sachlich zu bleiben statt persönlich zu werden, das naiv gebe ich gerne an ihn mehr als verdienterweise zurück!

                  Es ist bekannt dass bei Absteigern mehr gewildert wird, weil der abgebende Verein die Erstliga Gehälter in der 2. Liga nicht mehr zahlen kann oder will in der Regel und die Spieler ungerne verzichten und gerne in der 1. Liga bleiben wenn sich die Chance ergibt. Der Aspekt entfällt ja wenn man die Klasse hält.

                • Ich passe mich immer meinem Gesprächspartner an, eine sachliche Diskussion mit dir erscheint mehr Luzidtraum denn Realität.

                  Die Mannschaft von Bielefeld war letzte Saison jünger als die, die wir 18/19 aufgeboten haben, was uns das Genick gebrochen hat, waren einerseits Verletzungen und andererseits die Herangehensweise von Köllner. Was wir im Gegensatz zu Bielefeld nämlich nie gefunden haben, war eine erste Elf. Bei uns hatten gerade einmal vier Spieler über 2.000 Einsatzminuten, bei Bielefeld sieben und zum Großteil mit deutlich höheren Werten, bei Union gar acht und zwei weiteren die an der Marke kratzen.

                  Stark gemacht hatte uns die Innenverteidigung Ewerton-Margreitter, die in der Bundesliga, verletzungsbedingt, kaum zum Einsatz kam. Valentini ebenfalls viel verletzt, im Tor ein Hin-und-Her-gewechsel zwischen Mathenia und Bredlow, in der Offensive quasi in jeder Partie eine andere Besetzung. Gerade in einer Mannschaft die sich den Aufstieg eher erarbeitet hat anstatt dauerhaft zu glänzen war das einfach zu viel.

                  Generell, mit der Besetzung die wir hatten, hat man schon in die Saison gehen können. Dass es nur gegen den Abstieg ging wusste man, dass man mehr Tempo brauchen wird als in Liga zwei wusste man auch, warum man Pereira und Misidjan verpflichtet hatte. Im Grunde gute Überlegungen, die Aufgrund von Verletzungen und für viele dann doch zu großen Sprüngen nicht aufgegangen sind.

                  Es ist ja auch eine Illusion zu glauben, man packt Gentner/Timmy Simons in eine Mannschaft und alles läuft perfekt. Das tut es nur, wenn die Qualität und Struktur auch sonst stimmt.

                  Zu den Spielerverkäufen: Verkaufen musst du als Absteiger dann, wenn du nach dem Aufstieg groß eingekauft hast, die gleiche Besetzung wie davor könntest du dir natürlich leisten, denn Monster-Verträge werden in der Regel nicht ausgegeben. Natürlich wird nicht jeder bleiben wollen, aber – Hack lässt grüßen – das wollen die Ambitionierten auch nicht, wenn es erst gar nicht um den Aufstieg geht… Und wir hatten genug dabei, die geblieben sind bzw. geblieben wären. Bei allen Abstiegen.

  • Ich passe mich immer meinem Gesprächspartner an, eine sachliche Diskussion mit dir erscheint mehr Luzidtraum denn Realität.

    Es bist aber jedesmal du, wie man hier erneut sieht, daher ist es mir keine Antwort wert, auch wenn der sachliche Teil diskussionsfähig ist.

    Antwort
  • Eine treffende Analyse. In diesem Forum ist man es gewohnt, mich freut dass auch unsere Mannschaft samt Trainer kritisch und hungrig bleibt. Aus der kleinen Serie mit einem Sieg gegen Ingolstadt auch spielerisch einen Schritt nach vorne zu machen muss das Ziel sein. Ich wünsche mir da vor allem von unseren Außenverteidigern mehr Mut.

    @Florian Zenger: gibt es eine Diskussion oder Information warum gefühlt wieder mehr Teams zur Raute zurückkehren? Ich hatte lange den Eindruck das System wäre tot.

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    • Meine Theorie ist zweigeteilt. Einerseits sind derzeit gerade in der Zweiten Liga die Jahrgänge vorherrschend, die die volle Breitseite der erfolgreichen NLZ-DFB-Arbeit genossen haben. Die Ausbildung hat recht wenige Flügelspieler hervorgebracht, dafür aber viele Spieler, die auf engem Raum den Ball gut zum Mann bringen, die ihre Vorteile eher im Zentrum ausschöpfen. Wenn man – wie der FCN auch – keine Flügelspieler hat, dann ist ein 4-4-2 mit Raute fast schon die logische Formation. Der andere Aspekt ist eher datengetrieben. Wenn man sich die Daten anschaut, was viele der jungen Trainer tun, dann sind Flanken einfach ein unglaublich ineffektives Mittel. Selbst gute Flankenteams kriegen maximal zwei von fünf Flanken zum Mann, d.h. in 60% der Fälle ist der Ball weg, wenn man flankt. Dazu steht halt einfach in der Mitte das Tor, deshalb macht man die Mitte offensiv dichter und versucht so zum Tor zu kommen.

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      • Flanken diese Teams denn statistisch gesehen tatsächlich weniger als vor wenigen Jahren im 4-2-3-1? Den Eindruck macht es auf mich nämlich nur bedingt, es wird halt auf die Außenverteidiger verlagert. Absolute Verlegenheitsflanken, vor allem aus dem rechten Halbfeld, sehen wir ja weiterhin in jedem Spiel…

        Die erste Theorie erscheint mir wesentlich schlüssiger und zieht sich ja bis ins Nationalteam durch. Geht sicher auch mit der Renaissance des 3-5-2 Hand in Hand (das dem 4-1-2-1-2 im Aufbau ja durchaus ähneln kann), in dem diese Position ja auch überhaupt nicht benötigt wird.

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        • Die flanken tatsächlich im Schnitt etwas weniger, nur halt eigentlich immer noch zu viel. Aber da sind wir dann schon sehr im fußballphilosophischen. Das statistisch ideale Fußballspiel besteht ja gänzlich ohne Flanken und Fernschüsse.

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          • …also dann Tiki-Taka Marke Guardiola 😉

            Gibt es auch eine Statistik, wie der Erfolg der Flanken von der Nähe zur Torlinie abhängt?

            Das war übrigens auch meine Theorie, dass es einfach sehr wenige gute echte Flügelstürmer gibt und diese durch die offensiven AV ersetzt werden, wodurch die Raute oder das 3-5-2 zwangsläufig die sinnvollsten Systeme sind.

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  • Vielleicht habe ich ja was übersehen, aber überraschenderweise habe ich so gut wie überhaupt keine Kommentare zur Verpflichtung von C.Rausch hier gelesen!?
    Was ist so Euere Meinung dazu?
    So wie ich ihn in Erinnerung habe, hat er immer gute Flanken und Freistöße geschlagen – genau das was uns fehlt….

    Antwort
    • Stimmt, ziemlich wenig Aufregung… 😉

      Ja, Rausch – war – ein guter. Was er mit 31 noch drauf hat, wird sich zeigen. Auf einer Position, die auch Schnelligkeit erfordert. Er hatte immer starke Offensivaktionen, aber ich kann mich nicht erinnern, ob er auch ein gutes Tempo hatte.

      Vielleicht kriegen wir von @Florian ja noch den üblichen Vorstellungs-Artikel?

      Was ich allerdings sagen kann: wer das Einführungs-Interview auf FCN.de gesehen hat, wird erkannt haben, dass er extrem sympathisch rüber kommt, obwohl er (finde ich) auf den ersten Blick gar nicht so aussieht, da hätte man eher Angst im Dunkeln 😀

      Ich glaube tatsächlich, dass er dem Team mit seiner Erfahrung und Persönlichkeit helfen kann.

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      • @Optimist
        Das könnte ich mir gut vorstellen, wie ich ihn noch „düster“ in Erinnerung habe!
        Lassen wir uns überraschen, könnte uns schon gut tun😁

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