Fehler ausgenutzt – Analyse zu #FCNKSC #FCN #KSC

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Karlsruher SC 2:1 (0:0) – Der Club nutzt die wenigen Fehler der Gäste eiskalt aus und gewinnt trotz wackliger Schlussphase nicht unverdient.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Der Club begann im gewohnten 4-4-2 mit Raute. Im Vergleich zum Remis in Ingolstadt stellte Robert Klauß aber personell einiges um. Die Wechselspiele auf der linken Acht gingen weiter, dort durfte sich – wie in Paderborn – Lino Tempelmann versuchen. Fabian Nürnberger nahm statt seiner auf der Bank Platz. Im Sturm rückten Schäffler und Borkowski raus, Shuranov und Dovedan spielten stattdessen im Angriff. Der Trend der letzten Wochen setzte sich damit fort, dass Klauß auf acht der elf Positionen seine Stammformation gefunden hat, auf dreien aber noch nach dem passenden Personal sucht. Auf der Bank ersetzte Tim Latteier den erneut an der Hüfte angeschlagenen Felix Lohkemper

Der Club stand – wie schon in Ingolstadt – in der Anfangsphase relativ tief: Karlsruhe hatte in den ersten 30 Minuten knapp 58 Prozent Ballbesitz, Nürnbergs erste Formationslinie war nur knapp 45 Meter vom eigenen Tor entfernt. Abschlüsse konnte sich der KSC aus dieser Feldüberlegenheit aber fast nicht erarbeiten. Ein Fernschuss von Cueto nach drei Minuten, ein Schuss von Hofmann neben das Tor nach 26 Minuten. Der Club seinerseits hatte in dieser Phase durch Møller Dæhli (12.) und Krauß (19.) auch nur zwei Abschlüsse, die jedoch nicht einmal das Tor fanden. Die Tatsache, dass in dreißig Minuten nur vier Torschüsse abgegeben wurden, war dann auch durchaus typisch für die Phase des Spiels. Beide Mannschaften gingen nicht sehr ins Risiko, waren defensiv aber sehr aufmerksam. Sie gewann in dieser Phase 68 bzw. 66 Prozent ihrer Duelle gegen den Ball, in den anderen 30-Minuten-Abschnitten kam keine Mannschaft in dieser Art der Zweikämpfe über 50 Prozent.

Das Spiel wurde danach bis zur Halbzeit etwas flotter, aber nicht sehr viel. Der Club übernahm allerdings die Spielkontrolle, indem er nun deutlich mehr Ballbesitz hatte, allerdings konnte er diese Überlegenheit noch nicht in eine höhere Angriffszahl ummünzen. Insgesamt war auffällig, dass Karlsruhe auf die Verdichtung des FCN in der Mitte, die sich aus der Mittelfeldraute oft zwangsläufig ergibt, damit reagierte, dass Breithaupt als Sechser fast so tief spielte wie die beiden Innenverteidiger. Beim Club reagierte man seinerseits auf die im Saisonverlauf bisher sehr starke linke Seite der Karlsruher mit Heise und Cueto dadurch, dass Valentini deutlich tiefer stand als in den bisherigen Spielen und sich mehr aufs Verteidigen verlegte (siehe auch Realtaktik). Nach dem Seitenwechsel erhöhte der Club die Schlagzahl deutlich. 

Plötzlich hatte der Club mehr Angriffe, stand höher als der Gegner, presste intensiver und war enorm ballsicher. Nicht umsonst konstatierte KSC-Coach Eichner nach dem Spiel, dass seine Mannschaft das Spiel in dieser Phase verloren hätte: Sechs Abschlüsse hatte der Club zwischen Wiederanpfiff und der 60. Minute. Das Tor war also auch eine Folge des erhöhten Drucks. Tempelmann, Møller Dæhli und Krauß waren alle auf der linken Seite versammelt. Tempelmann bemerkte, dass Krauß nach außen durchstartete, zog nach innen. Møller Dæhli setzte Krauß ein, der auf links einige Meter machte, ehe er nach innen gab. Dort stand Tempelmann, dessen ersten Versuch Gersbeck noch klären konnte, beim Nachschuss war der KSC-Keeper dann aber machtlos. Kurz danach hatte Dovedan inmitten jener Druckphase noch die Chance zu erhöhen, scheiterte jedoch an jenem Gersbeck, obwohl die Chance durchaus hochkarätig war.

Kurz nach Dovedans Großchance und damit mitten in dieser Drangphase des Clubs hatte der KSC durch Hofmann eine sehr gute Gelegenheit, die Mathenia per Reflex zunichte machte. An sich brauchte der KSC aber, um sich vom Schock des Gegentors zu erholen. Zwar überließ der Club nach dem Führungstor den Gästen wieder mehr den Ball, doch mehr Angriffe fuhren sie nicht. Stattdessen legte der FCN in Person von Erik Shuranov nach. Der Clubstürmer fing eine Ablage von Kobald, der mit der Brust zu Gersbeck zurückgeben wollte, mit dem Kopf ab und köpfte den Ball direkt über den Karlsruher Keeper zum 2:0 ins Tor. Ein Tor, das Christian Eichner nach dem Spiel zurecht als „halbes Eigentor“ bezeichnete.

Was folgte war die Schlussoffensive der Gäste. Je nach Berechnungsart hatte der KSC ab der 76. Minute zwischen 71 und 82 Prozent Ballbesitz. Der Club kam überhaupt nicht mehr zur Entlastung. Sechs Abschlüsse hatte der KSC in dieser Zeit, darunter durch Choi (77.), Kobald (90.+4) und Hofmann (90. +5) mehrere hochwertige, doch außer Batmaz‘ Anschlusstreffer in der 82. Minute, als beim Club einmal die Abstände zu den Gegenspielern zu groß waren, fand keiner seinen Weg aufs Tor. Sonst agierte der Club sehr tiefstehend, kam überhaupt nicht zur Entlastung – Shuranovs Tor blieb der letzte Torschuss des FCN im Spiel – und verlegte sich komplett aufs Verteidigen.

Klauß, der zuvor nur Shuranov direkt nach seinem Tor durch Borkowski positionsgetreu ersetzt hatte, stellte in der Nachspielzeit durch die Einwechslung von Duman und Šuver für Dovedan und Møller Dæhli auf ein 5-4-1 um, versuchte durch einen zusätzlichen Abwehrspieler dem Druck besser stand zu halten. das war auch eine Reaktion darauf, dass der KSC nun fast in einer Art 2-4-4- Formation angriff, bei der Gordon neben Hofmann als zweite Spitze agierte. Da Karlsruhe aber keinen Angriff aufs Tor brachte, sondern immer an der eigenen Zielgenauigkeit, einem Abwehrspieler oder dem Außenpfosten scheiterte, konnte der Club das Spiel nach Hause bringen, weil er in den entscheidenden Momenten die Fehler des Gegners besser ausgenutzt hatte.

2. Daten und Fakten

Das Spiel stellte sich am Ende als ein gutes Beispiel für den Unterschied zwischen zeit- und passbasierten Ballbesitzstatistiken heraus. Basierend auf den Passzahlen lag der Ballbesitz des FCN bei 40,7 Prozent, basierend auf der Zeit am Ball dagegen bei 48 Prozent. Ein Fakt der sich auch in der als Spieltempo bezeichneten Statistik (siehe 4.) niederschlug. Der Club spielte pro Minute Ballbesitz weniger als 13 Pässe, der KSC etwas weniger als 17 und das bei gleicher Länge der durchschnittlichen Ballbesitzphase. Der Club war also, wenn er am Ball war, bedächtiger und langsamer im Aufbau, hielt den Ball ruhiger in den eigenen Reihen und lief auch mal mit dem Ball am Fuß. 

Grafik 1 visualisiert deutlich die unterschiedlichen Phasen im Spiel. Sowohl in Sachen Ballbesitz, als auch in Sachen Formationslinie, Angriffe pro Minuten oder Pressingdruck zeigen sich die Phasen des Spiels anhand dieser Grafiken sehr gut. Der Club begann zurückhaltend, aber ohne zu viele gegnerische Angriffe zu kassieren, agierte nach der Pause kurz furios und war in der Schlussviertelstunde sehr passiv. 

Grafik 2 zeigt wie gut der Club vor der Pause die Karlsruher Flankenmaschine im Griff hatte und wie schwer er sich im Gegenzug in der Zweiten Halbzeit mit dem Verteidigen dieser Flanken tat. Man schaffte zwar die bisher viel stärkere linke Seite des KSC zu stoppen, hatte aber vor allem nach der Einwechslung von Kaufmann (37 in der Grafik) kaum ein Mittel gegen dessen Hereingaben auf dem Flügel – einige der in der Grafik geblockten Flanken wurden zu Ecken. Das eigene Spiel in Sachen Flanken war dagegen linkslastig. Auch wenn es weitgehend nicht von Erfolg gekrönt war, fiel das 1:0 durch eine Flanke von links.

Grafik 3 legt die Passkarten der vier Nürnberger Mittelfeldspieler nebeneinander. Dabei fällt einiges auf. Zum einen, dass Johannes Geis in der zweiten Halbzeit deutlich weniger Pässe spielte als in der ersten Halbzeit: 20 nach der Pause, 41 davor. Zum anderen sieht man, dass Møller Dæhli nach der Pause viel öfter auf dem linken Flügel auftauchte. Mit diesem Überladen der Flügel hatte der KSC phasenweise seine Probleme. Auch sieht man, dass beide Achter zwar etwas mehr Aktionen im Angriffsdrittel hatten, aber die Passzahl in den Strafraum aus dem Zehnerraum immer noch kaum existent ist. Der Zehnerraum wird insgesamt von den Mittelfeldspielern nicht als Ausgangspunkt für Pässe in den Strafraum genutzt, sondern stattdessen wird eher der Flügel gesucht, wenn man von dort aus überhaupt passt.

3. Die kurze Einzelkritik

Rein von der Bewertung ist Christian Mathenia (CU-Note: 2-) einer der Spieler des Spiels. Der Club-Keeper hielt, was haltbar war, und verhinderte gegen Hofmann mit starkem Reflex den Ausgleich. Seine Streuung im Aufbau war etwas zu ungenau für eine glatte Zwei. Die identische Note erhält auch Lino Tempelmann (CU-Note: 2-). Die Leihgabe aus Freiburg erhält eine leichte Aufwertung durch seinen Treffer, den er mit viel Durchsetzungswillen erzielte. Er hielt aber auch Gegenüber Choi in fünf von sechs Duellen in Schach und war insgesamt sehr umsichtig. Noch besser als die beiden und damit Clubspieler des Spiels war allerdings Christopher Schindler (CU-Note: 2). Der Innenverteidiger gewann nicht nur seine Duelle im Abwehrzentrum, sondern beruhigte das Spiel immer wieder mit seinem Passspiel.

Bei den restlichen Spielern fiel eigentlich nur Nikola Dovedan (CU-Note: +4) leicht ab. Der Österreicher war wie immer bemüht und hatte wie immer seine Torchance, er vergab sie allerdings auch wie immer. Es spricht für ihn, dass er insgesamt dreißig Zweikämpfe führte, davon gewann er aber in der Rückwärtsbewegung nur drei von zehn, in der Luft eines von sechs Duellen und im Kampf um den freien Ball keines von fünf. Die beiden Außenverteidiger des FCN lieferten zwar insgesamt eine ordentliche Leistung ab, doch sowohl Enrico Valentini als auch Tim Handwerker (beide CU-Note: 3-) schwächelten in der Schlussphase in einigen Duellen: Handwerker verlor drei von vier Zweikämpfen gegen Fabio Kaufmann, Valentini beide Zweikämpfe gegen Schleusener. Da beide aber nach vorne Impulse setzten und sogar Schlüsselpässe spielten, erfolgt keine Abwertung unter „befriedigend“.

Mats Møller Dæhli (CU-Note: 3) spielte zwar sein übliches auffälliges Spiel, gerade in der Rückwärtsbewegung schwächelte der Norweger aber, gewann kein Duell in der eigenen Hälfte, obwohl er neun führte. Nur drei von elf geführten Offensivzweikämpfen wurden gewonnen, auch da könnte die Entscheidungsfindung besser werden. Sein öffnender Pass vor beiden Toren muss dennoch herausgehoben werden und natürlich gibt Møller Dæhli wichtige Impulse fürs Offensivspiel. Die gibt auch Johannes Geis (CU-Note: +3). Allerdings stach dieser in diesem Spiel nicht nur durch sein Passspiel hervor, bei dem allerdings die besonders auffälligen Zuspiele nicht klappten. Vielmehr bestach Geis wie schon oft in den letzten Spielen durch seine Rückwärtsbewegung. Er gewann alle seine Defensivzweikämpfe.

Schwerer in der Kategorie tat sich Asger Sørensen (CU-Note: 3), der nur zwei seiner sechs Defensivzweikämpfe gewann. In der Luft war der Däne jedoch kaum bezwingbar und deshalb und auch wegen seiner vielen klärenden Bälle in der Schlussphase ein Faktor für den Sieg des Clubs. Gleiches gilt auch für den zweiten Torschützen: Erik Shuranov (CU-Note: 3) blieb zwar im Spiel oft unauffällig, war aber mit seinem Torinstinkt zur Stelle, als es darum ging einen Fehler des Gegners zu spüren. Tom Krauß (CU-Note: +3) spielte sein übliches Spiel, energisch kraftvoll und emotional. Vor der Pause hatte er noch einige Probleme mit Durchsetzungsfähigkeit und Präzision. Nach der Pause bereitete er das 1:0 vor und war wichtiger Stabilisator. Der eingewechselte Dennis Borkowski versuchte zu entlasten, schaffte es meistens nicht, kam aber wie die in der Nachspielzeit eingewechselten Taylan Duman, Mario Šuver und Fabian Nürnberger zu spät für eine Bewertung.

Verlauf der expected Goals während des Spiels (Nürnberg in rot, Karlsruhe in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

„Wir waren in einigen Dingen verbessert zur letzten Woche.“ Robert Klauß ordnete den Sieg gegen den KSC nach dem Spiel sofort im Gesamtkontext ein. Das, was im Vergleich zum Spiel gegen Ingolstadt Verbesserte war vor allem die Qualität der Chancen und das Offensivspiel in der Drangphase nach der Pause. So lobte der gegnerische Trainer nach der Partie auch nicht umsonst, dass der Club es in Sachen „Entscheidungsfindung dreißig Meter vor dem Tor und abwärts … einen Ticken besser hinbekommen“ hat als der KSC. Etwas, das Robert Klauß in der Schlussbemerkung auch so sah. Die Bewegungen in Strafraumnähe und im Strafraum selbst waren besser geworden. KSC-Coach Eichner schob auch nach, dass das Spiel „eines der besten Fußballspiele seit ich diese Mannschaft übernommen habe“, also immerhin seit Februar 2020, gewesen sei und auch Robert Klauß konstatierte, dass es Spaß gemacht hätte, von außen zuzuschauen.

In der Schlussphase war der Spaßfaktor bei den Fans in beiden Lagern sicherlich eingeschränkt, zu stark war die Nervosität. Christian Mathenias Statement nach dem Spiel („Wir haben das Gegentor ein bisschen zu früh bekommen, deshalb war klar, dass es eine Abwehrschlacht wird.“) wirft die ewige Frage auf, warum eine Mannschaft, die 2:0 führt nach einem Gegentor sich auf die Abwehrschlacht einstellt statt einfach weiter nach vorne zu spielen. Ein Stück weit hat das sicher mit der Qualität des Gegners zu tun, immerhin kam mit dem KSC ein Team, das in den letzten Monaten ähnlich stabil wie der FCN agiert hatte, 2021/22 vor der Partie ebenfalls ohne Niederlage und mit nur zwei Gegentoren in fünf Pflichtspielen da stand.

Robert Klauß gab dann auch hinsichtlich der Schlussphase zu: „Die letzten 15 Minuten fühlten sich nicht gut an. Nach dem Anschlusstreffer fängt das Spiel am komplett zu kippen. Wir haben mit verschiedensten Mitteln versucht das zu stoppen. Das einfachste wäre gewesen einen Konter auszuspielen. Karlsruhe hat das gut vorbereitet, den Ball nicht blind in den Strafraum gespielt, viele Eckbälle rausgeholt. Deshalb haben wir gezittert.“ Am Ende aber stand – mit etwas Glück bei Hofmanns Pfostentreffer – der dreifache Punktgewinn. Der stand auch, weil der Club die Fehler des Gegners nutzte und die  Verschiebung in der Balance zwischen Abwehr und Angriff so hinbekam, dass er am Ende gewann. 

Alle Spiele – auch das gegen den KSC – zeigten, dass der Club wie Klauß sagt „schwer zu bespielen“ ist. Er sich damit eine Qualität erarbeitet, die er jahrelang oft hat vermissen lassen. Damit sollte man die Ansprüche und die Erwartungen nicht allzu hoch werden lassen. Am Ende ist nämlich auch die Interpretation, dass das Spiel gegen den KSC das sechste 50/50-Spiel im sechsten Pflichtspiel war, durchaus zulässig. Bisher hat der Club keines davon verloren. Das wird nicht immer so bleiben. Daher bleibt Clubtrainer Klauß in der Gesamtbetrachtung realistisch: „Wir haben noch Dinge, die wir verbessern müssen. Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen.“ 

5. Die Kennzahlen

Nürnberg   Karlsruhe
2 Tore 1
2,22 expected Goals 1,15
2,76 Post Shot xG 1,05
1,79/2,19 xG/PSxG ohne Doppelchancen 1,15/1,05
13 Schüsse 13
6 Schüsse aufs Tor 3
3 Ecken 7
0 Freistöße 1
48 Ballbesitz (in %) 52
81 Passquote (in %) 85
10 Fouls 5
18,8 PPDA 12,6
4,7 Challenge Intensity 4,5
13 Spieltempo 16,6
20 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 14
00:16 Ballbesitzdauer (Ø) 00:16

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

Spieler CU-Note Kicker nordbayern.de BILD SofaScore WhoScored
Christian Mathenia 2- 2,5 2 2 7,1/10 7,4/10
Enrico Valentini 3- 3,5 3,5 4 6,9/10 6,9/10
Asger Sørensen 3 3 3 3 7,0/10 7,0/10
Christopher Schindler 2 2 3 2 7,1/10 6,8/10
Tim Handwerker 3- 3,5 3,5 4 6,7/10 6,8/10
Johannes Geis +3 3 3 2 7,9/10 8,1/10
Lino Tempelmann 2- 2,5 2,5 3 7,7/10 7,9/10
Tom Krauß +3 3 3 3 6,8/10 6,9/10
Mats Møller Dæhli 3 2,5 3 2 6,3/10 6,3/10
Erik Shuranov +3 3 2,5 3 7,7/10 7,7/10
Nikola Dovedan +4 4 4 4 6,6/10 6,5/10
Dennis Borkowski 6,7/10 6,4/10
Taylan Duman -/10 6,0/10
Mario Šuver -/10 6,1/10
Fabian Nürnberger -/10 6,0/10
  -/10 -/10
Durchschnitt 2,81 2,95 3,00 2,91 7,07/10 7,11/10

20 Gedanken zu „Fehler ausgenutzt – Analyse zu #FCNKSC #FCN #KSC

  • Ich habe MMD deutlich besser gesehen, war er dch die treibende Kraft bei unseren Angriffen. Kaum vom Ball zu trennen, zog er Verteidiger auf sich und schaffte dadurch Raum für die Mitspieler. Das Defensivspiel habe ich nicht in Erinnerung, aber für mich war MMD der Spieler des Spiels.

    Antwort
  • Da stimmt irgendwas nicht:
    „Insgesamt war auffällig, dass Karlsruhe auf die Verdichtung des FCN in der Mitte, die sich aus der Mittelfeldraute oft zwangsläufig ergibt, damit, dass Breithaupt als Sechser fast so tief spielte wie die beiden Innenverteidiger.“
    Und das ist mir noch aufgefallen:
    „Tempelmann bemerkte das Krauß nach außen durchstartete, zog nach innen.“

    Hier fehlt auch was, glaube ich:
    „ Sechs Abschlüsse hatte der KSC in dieser Zeit, darunter durch Choi (77.), Kobald (90.+4) und Hofmann (90. +5) mehrere hochwertige, doch außer Batmaz‘ Anschlusstreffer in der 82. Minute, als beim Club einmal die Abstände zu den Gegenspielern zu groß waren.“

    Wenn Dich solche Korrekturen nerven ist es kein Problem, weil auch nicht den Oberlehrer spielen. Ist mir beim Lesen nur aufgefallen 🙂

    Antwort
    • Nee, ganz im Gegenteil. Danke! Aufmerksame Leser sind immer gut. Grad da ich die Analyse in der Regel auf mehrere Anläufe schreib, ist das sehr gut möglich, dass da einfach was untergeht. So wie in dem letzten Beispiel, wo es schachteliger fast nicht geht.

      Antwort
    • Laut SofaScore und WhoScored war MMD mit Abstand unser schlechtester Spieler!
      Kann man ein solches Bewertungssystem denn noch ernst nehmen oder sollen wir in Zukunft besser ohne Mats spielen??

      Antwort
  • Ich fand Dovedan eigentlich nicht abfallend schlechter, ich fand sein Spiel engagiert und recht ansprechend, auch wenn er keine Schlüsselszenen hatte. Ich habe manchmal das Gefühl, er wird einfach kritischer gesehen, weil er eben Dovedan ist 😉

    Generell sehe ich ihn auf einer ansteigenden Formkurve, wenn er dranbleibt, wird der Erfolg schon kommen.

    Zwei Fragen zum Spiel:
    – War Shuranov bei der Flanke vor der Rückgabe eigentlich im Abseits?
    – von wem kam eigentlich die Flanke?

    Antwort
      • Ja, das dachte ich mir, dass es eine neue Spiel Situation ist und der Ball ja sowieso vom Gegner kommt.

        Wundert mich trotzdem fast, dass dieser etwas seltsam pfeifende Schiri da nicht versucht hat, einen Abseits zu sehen.

        Da führt eine Flanke von Handwerker tatsächlich mal zu einem Tor und dann bekommt er nicht einmal einen Assist dafür.

        Antwort
    • Da muss ich widersprechen, dass Dovedan nur kritischer gesehen wird, weil er Dovedan ist.
      Ihm gelingt einfach nichts.
      In der Statistik führt er die Liste der Ballverluste an. Auch bei verlorenen Zweikämpfen ist er ganz oben.
      Ich verstehe nicht, weshalb er immer wieder so viel Spielzeit bekommt.

      Antwort
      • Das Warum hat Klauß ja doch einleuchtend erklärt, man wollte einen Spieler, der Läufe „hinter die Kette“ macht, um die Karlsruher zu beschäftigen, normalerweise fiele das Lohkemper oder Köpke zu, die zwei fehlen, also hat man auf Dovedan zurückgegriffen, da die anderen Stürmer andere Typen sind.

        Antwort
  • Das mit dem Abseits bei der Flanke würd mich auch interessieren. Oder ist das Abtropfen mit der Brust des Verteidiger’s schon wieder eine neue Spielsituation?

    Antwort
    • Ist aber doch klar, der Ball wäre durch die Flanke alleine nie zu Shuranov gekommen und wurde eindeutig vom Gegner in die Richtung gespielt.
      Wenn der Ball die Brust des Gegners nur gestreift hätte wäre es eine andere Situation.

      Antwort
  • Für mich hat es aus Stadionsicht eher nach einem 4-2-3-1 mit MMD links oder zentral, Dovedan zentral oder links und Krauß meistens über rechts sowie Tempelmann und Geis auf den 6er-Positionen ausgesehen.

    Antwort
  • Die Notengebung bei Geis wundert mich schon etwas. Nicht nur, weil ich mir im Stadion nicht nur einmal dachte, dass er in ner anderen Liga spielt. Auch die statistischen Scores sprechen ja für ihn. Ist ja auch nicht das erste Mal so, wenn ich mich Recht entsinne.
    Im Gegensatz zum gewohnten Geis ist ja nicht nur das Defensivverhalten deutlich besser, auch die Distanzschusse sind zuletzt immer häufiger gut gewählt und vorbereitet.
    Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn er verlängert. Spielt er weiter in der Form, dürfte er aber auch für andere Vereine wieder interessant sein.
    Spieltaktisch wird mir nur eines nicht ganz klar: ist es Absicht, dass Geis beim Pressing nicht wirklich teilnimmt, sondern Recht tief wartet. Kam oft vor, dass die achter per Pass ins Zentrum überspielt wurden und da dann der Raum frei blieb. Sah dann komisch aus – da es ja aber auch über fast das ganze Spiel gut funktionierte… Vielleicht doch so gedacht?

    Antwort
    • Geis ist bei den statistischen Aggregatoren immer mit Bestwerten versehen, er spielt einfach viele Pässe, das treibt die Werte da immer nach oben. Die Aggregatoren sind in gewisser Weise halt Black Boxes, aber rein statistisch ist Geis auch schon immer n Topspieler in der Zweiten Liga gewesen. Entscheidungsfindung wenn besser wäre (nicht nur bei meinem Lieblingsthema Fernschüsse, sondern auch bei den tiefen Bällen), wäre er da, wo er schon mal war, bei nem oberen Mittleklasseverein in ner Top5 Liga.

      Was das Pressing angeht. Muss ich mir die Tage noch mal anschauen, wir machen wahrscheinlich eh was zu Geis die Woche. Gefühlt würd ich aber sagen, er soll etwas tiefer stehen und abfangen, was dann auch beispielsweise die viel höhere Zahl der abgefangenen Bälle im Vergleich zu den Vorjahren erklärt.

      Antwort
    • Geis ist in den ersten 20 min nur durch Fehlpässe aufgefallen. Das wurde dann langsam besser, wie auch das ganze Clubspiel. Das könnte jetzt eine Henne-Ei-Diskussion geben.

      Antwort
    • Besser gegen den HSV, bei dem es Zeit wird, dass sich das Blatt mal wendet, als gegen irgendeinen CL Kandidat!

      Antwort
    • Bassd scho.

      Der HSV und Tim Walter haben gerne den Ball. Unsere Jungs müssen unter der Woche nicht in der Weltg’schicht‘ herumreisen. Und ein großer Name ist der HSV allemal.

      Holstein Kiel (in Hoffenheim), der KSC (in Leverkusen) und der FC Ingolstadt (in Dortmund) haben es da weniger gut erwischt. Wenngleich der KSC und Holstein auch nicht komplett chancenlos sind.

      Antwort
      • Und wenn man ehrlich ist, es gäbe Grund genug gegen den HSV, gegen den wir jedesmal wie eine Schülermannschaft aussehen, mal etwas gutzumachen. Jetzt sind sie schlagbar.

        Antwort

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