Punkt gegen die Dominanz geholt – Analyse zu #HSVFCN #FCN

Analyse zu Hamburger SV – 1. FC Nürnberg 2:2 (1:1) – Der Club holt beim Angstgegner einen Punkt, verhindert trotz dessen Dominanz, dass es viele klare Chancen gibt und kassiert dennoch zwei Tore.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Der Club reagierte auf zu erwartende Ballsicherheit, Positionswechsel und Druck des Hamburger SV, indem er einen zusätzlichen defensiven Mittelfeldspieler einzog. Neben Geis, der auf der etwas tieferen Sechs agierte, spielten Tempelmann und Krauß. Møller Dæhli und Nürnberger kamen über die Außen, Dovedan bildete die einzige Sturmspitze. Daraus ergab sich eine Art 4-1-4-1, das je nach Bedarf zum 4-3-2-1, 4-3-3 oder zum 4-5-1 wurde. Dennis Borkowski musste im Vergleich zur Vorwoche damit auf der Bank Platz nehmen. Veränderungen an der Kaderzusammensetzung gab es nicht. So war auch Lukas Schleimer nach seiner Vorlage gegen Rostock wieder im Aufgebot.

Hamburg übernahm von Anfang an das Kommando, drückte den Club in der Anfangsviertelstunde gleich tief in die eigene Hälfte, so dass die eigene Formationslinie in der ersten Viertelstunde nur knapp 38 Meter vom eigenen Tor entfernt war. Aus dem Spiel heraus taten sich die Gastgeber dennoch schwer, zu Chancen zu kommen. Die ersten Gelegenheiten durch Glatzel (6.) und Kinsombi und Jatta (12.) entstanden nach ruhenden Bällen. Auch beim Club war die erste Torgelegenheit durch Nürnberger (17.) nach einer Ecke. Insgesamt entwickelte sich schnell ein Spiel, bei dem der HSV zwar dominant war, der FCN es aber schaffte, den HSV aus dem Spiel heraus vom Tor weitgehend fern zu halten.

Nach 20 Minuten meldete sich dann der Videoassistent. Bei einem Duell im Strafraum hatte Vušković versucht, Dovedan wegzuschieben, ihn dabei aber ungeschickt ins Gesicht gestoßen. Nachdem Schiedsrichter Zwayer dies nicht bemerkt hatte, griff der VAR ein, Zwayer sah sich die Videobilder an und entschied auf Strafstoß. Valentini trat an und verwandelte sicher. Der HSV schüttelte sich kurz, übernahm dann aber wieder die Kontrolle und glich nach 34 Minuten aus, ein diagonaler Seitenwechsel von Meffert fand Glatzel, der sich gegen Nürnberger lösen konnte und ins lange Eck köpfte. Auch hier musste der VAR einschreiten. Er stellte fest, dass Leibold von Glatzel nicht berührt hatte, der Treffer also regulär war.

Nach dem Ausgleich nahm sich das Spiel eine kurze Verschnaufpause. Club und HSV hatten annähernd gleiche Werte beim Ballbesitz und bei der Anzahl der Angriffe. Kurz vor der Pause hatte Glatzel (45.+3) noch eine große Gelegenheit, als er nach einer abgefälschten Flanke am langen Pfosten an die Kugel kam, doch Schindler störte den Angreifer so, dass er keinen präzisen Kopfball in Richtung Tor hinbekam.

Nach der Pause wartete der Club dann mit einem geplanten Spielzug auf. Vier Mann stellten sich auf der rechten Seite auf, zwei liefen im Vollsprint in Richtung Hamburger Strafraum, zwei blieben etwas dahinter, während der Ball vom Anstoßpunkt zu Geis gespielt wurde. Geis schlug den Ball lang in Richtung der linken Hamburger Abwehrseite. Dovedan gewann das Kopfballduell am gegnerischen Strafraum, legte den Ball auf Nürnberger, der seinerseits zu Møller Dæhli passte. Der Norweger steckte per Hacke auf Tempelmann durch. Tempelmanns Flanke sauste durch den Strafraum zu Valentini, der Heyer auf der Außenbahn aussteigen ließ und dann gezielt ins Zentrum flankte. Dort lief Tempelmann ein und wuchtete die Kugel zum 2:1 in die Maschen.

Der HSV zeigte sich einige Zeit sichtlich beeindruckt vom Wirkungstreffer des FCN, hatte bis zur Einwechslung von Manuel Wintzheimer für Bakery Jatta nur zwei Gelegenheiten von Kinsombi (52., in die Arme von Mathenia; 58., geblockt von Tempelmann). Gleichzeitig mit Tim Walter hatte auch Robert Klauß gewechselt: Schleimer ersetzte Møller Dæhli, vier Minuten später dann Shuranov Dovedan. Der Wechsel des Hamburger Trainers zeigte allerdings mehr Wirkung. Der Club hatte Probleme mit Wintzheimers Bewegungen. Einen Abschluss von ihm konnte Mathenia dann auch nicht festhalten. Der Ball kam auf die Außenbahn, wo Kittel völlig freistehend flanken konnte. Glatzel lief in die Flanke und traf zum 2:2. 

Zuvor hatte der Club zwei gute Kontergelegenheiten über Schleimer schwach ausgespielt, der Ausgleich wirkte folgerichtig. Danach hatte der HSV zwar weiterhin mehr vom Spiel, wirklich gefährliche Abschlüsse aber nicht, so dass es am Ende beim ersten Punktgewinn in Hamburg seit 2012 blieb.

2. Daten und Fakten

In Sachen Ballbesitz war der HSV dem FCN deutlich überlegen. Nur knapp 18,5 Minuten war der Ball in den Reihen des Clubs. Nur fünfmal kam der Club überhaupt in den gegnerischen Strafraum, der HSV dagegen 22-mal. Dass beide Teams daraus – der FCN mit Hilfe eines Elfmeters – zwei Tore machten, zeigt dann eben auch bis zu einem gewissen Grad die Verteidigungsarbeit des FCN, auch wenn die expected Goals auch andeuten, dass der Club ein wenig Glück hatte, das Spiel nicht zu verlieren. 

Grafik 1 legt die Passnetzwerke beider Teams nebeneinander. Hier sieht man deutlich, wie sich das Passspiel des HSV vor allem zwischen den aufbauenden fünf defensiven Spielern abspielte und wie wenig die Gastgeber insgesamt in ihrem Verteidigungsdrittel passten. Beim Club dagegen wurden 45 Prozent der Pässe im Spielfelddrittel vor dem eigenen Tor gespielt. Die beiden häufigsten Passkombinationen waren Schindler zu Valentini und Sørensen zu Handwerker.

Grafik 2 stellt die Dribblings beider Mannschaften dar. Hier sieht man, wie viel mehr der HSV in der zweiten Halbzeit die Grundlinie suchten und mit dem Ball am Fuß in die Tiefe stach. Beim Club sieht man hier nach dem Seitenwechsel vor allem die versuchten Entlastungsangriffe, bei denen man sich selten durchsetzen konnte. 

Grafik 3 zeigt dann noch die Pässe, die zu Abschlüssen führten. Der Club kam in 90 Minuten zu drei derartigen Pässen, einer davon war Valentinis Vorlage zum 2:1. Der HSV hatte dagegen eine ganze Reihe dieser Pässe zu bieten, darunter auch mehrere Ecken. Herausstechend in dieser Grafik ist auch, dass Sonny Kittel gleich sieben dieser Schlüsselpässe spielte. Darunter die Vorlage zum 2:2.

3. Die kurze Einzelkritik

Ein Tor gemacht, das zweite vorbereitet: Kapitän Enrico Valentini (CU-Note: 2-) war der beste Spieler des FCN an diesem Nachmittag, auch weil seine Flanken, so er sie denn schlagen durfte, auch den Mann fanden. Leichte Abzüge gibt es für Wackler in den Defensivduellen. Christian Mathenia (CU-Note: 3), hatte zwei gute Paraden, machte sich eine bessere Note aber durch einige Wackler beim Rauslaufen, inklusive beim 2:2 und einer Faust ins Leere kurz vor Schluss kaputt. Das 2:2 verhinderte auch bei Christopher Schindler (CU-Note: 3) eine bessere Note. Vor und nach dem 2:2 verteidigte Schindler umsichtig und mit viel Wucht. Beim Gegentor hatte Schindler gegen Glatzel aber eigentlich die bessere Position, ließ dann aber den HSV-Stürmer doch zum Kopfball kommen.

Auch Asger Sørensen (CU-Note: 3) verteidigte umsichtig und nur mit leichten Wacklern, allerdings hatte er in der Vorwärtsbewegung einige Aussetzer und verlor seine Duelle mit Ball am Fuß. Mats Møller Dæhli (CU-Note: 3) war nicht ganz so gut wie üblich, spielte aber dennoch einige guten Bälle in die Tiefe. Wie wichtig der Norweger für das Clubspiel ist, merkte man erst nach seiner Auswechslung, dann ging nach vorne nicht mehr viel konzentriert zusammen. Dæhlis Pendant Fabian Nürnberger (CU-Note: 4-) erwischte keinen guten Tag. Beim 1:1 ließ er Glatzel entkommen, es war eines von acht Kopfballduellen, die Nürnberger führte, er verlor sie alle. Auch im Passspiel und in den Duell mit dem Ball tat er sich schwer. Tim Handweker (CU-Note: 4) ließ beim 2:2 seine Seite verwaisen und war vorne einmal mehr schwacher Flankengeber. 

Lino Tempelmann (CU-Note: 3) hatte einige Fehler im Aufbau, aber gewann die überwältigende Anzahl an Zweikämpfen gegen den Ball und erzielte das zwischenzeitliche 2:1 für den Club. Johannes Geis und Tom Krauß (beide CU-Note: 3-) waren beide gegen den Ball sehr emsig, verteidigten hier auch viel weg, taten sich aber in der Luft gegen die Hamburger Angreifer sehr schwer. Im Aufbau war Geis etwas präziser, dafür war Krauß etwas intensiver gegen den Ball unterwegs. Nikola Dovedan (CU-Note: 3) lief viel und arbeitete viel gegen den Ball, nach vorne war er aber meistens auf sich allein gestellt, wurde für den Elfmeter gefoult.

Die beiden eingewechselten Lukas Schleimer (CU-Note: 4-) und Erik Shuranov (CU-Note: 4) konnten nicht so wirksame Akzente setzen wie noch gegen Rostock. Bei Schleimer blitzte immer wieder das Talent und die Spielfreude auf. Sie paarte sich aber jetzt mit unnötigen Ballverlusten und schlampigen Abspielen. Auch Shuranov schaffte es nicht, Bälle festzumachen. Kilian Fischer kam zu spät für eine Beurteilung. 

Verlauf der expected Goals während des Spiels (Hamburg in rot, Nürnberg in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

Kapitän Enrico Valentini hielt das Ergebnis für „unterm Strich zufriedenstellend“. Angesichts der phasenweise drückenden Feldvorteile des Hamburger SV kann man sich dem Urteil des Torschützen und Vorlagengebers vom Sonntagnachmittag weitgehend anschließen. Andererseits hatte Trainer Robert Klauß auch recht, wenn er konstatierte. „Zwischendrin in der zweiten Halbzeit hat es sich so angefühlt, dass wir den Lucky Punch mit dem dritten Tor hätten setzen können.“ Wie bei allen der fünf Remis in dieser Saison oszilliert der Gesamteindruck daher auch zwischen ’sehr schön, nicht verloren‘ und ‚das hätte man auch gewinnen können‘. Und so wechseln sich dann auch die Eindrücke und Analyseansätze ab.

Lino Tempelmann schaffte es dabei auch, beide Seiten gut abzubilden: „Wir haben es über weite Strecken gut verteidigt, schade dass der eine Ball noch durchrutscht. Wir standen zwar tief und hatten insgesamt wenig Ballbesitz, hatten aber dennoch ein paar gute Umschaltmomente, um vielleicht sogar das dritte Tor zu machen.“ Trotz der zwei Gegentore stand die Clubabwehr nämlich gegen einen offensiv sehr starken Gegner so gut, dass dieser Gegner kaum gute Chancen hatte, obwohl er deutliche Feldvorteile hatte. Andererseits war das 2:2 – wie auch das 1:1 – eben dann doch auch ein Ergebnis der Hamburger Dominanz bei der Balleroberung. Um gegen diese Dominanz im Pressing anzukommen, braucht der Club noch Entwicklung, sowohl individuell als auch als Mannschaft.

Das sah man auch an der Cleverness beim Ausspielen der Kontergelegenheiten. Da versprang ein Ball, ein Pass war unsauber, eine Flanke ging ins Nirgendwo. Legt man in dem Bereich zu, dann könnte der Club mehr Spiele auf seine Seite ziehen. So bleibt er ungeschlagen, aber eben auch nur in 37,5% seiner Partien siegreich. Damit ist der FCN klar auf Kurs für das Saisonziel von Platz 5 bis 8. Dass es für etwaige Blütenträume in Richtung Aufstieg nicht reichen dürfte, machte die Partie aber auch klar. Zu selten fand der Club ein Mittel, die Einschnürungstaktik der Gastgeber, die taktisch wie individuell besser besetzt waren, zu durchbrechen. Dass der FCN dennoch mithalten konnte, spricht dennoch in hohem Maße für die Mannschaft.

„Das waren viele junge Spieler auf dem Platz gegen einen starken HSV mit der Stadionatmosphäre im Rücken. Mit der Art und Weise, wie die Jungs das gemacht haben, bin ich einverstanden,“ fasste Robert Klauß diesen Aspekt zusammen. Überhaupt dürfte die Intensität im Spiel die größte Veränderung zum Vorjahr sein. Man hält inzwischen dagegen, läuft Lücken zu, macht es dem Gegner schwer, in die entscheidenden Räume zu kommen. Die beiden Auswärtsspiele in Hamburg im Jahr 2021 dienen hierbei – allen Einschränkungen in Sachen Kaderzusammensetzung auf beiden Seiten – als bestes Anschauungsbeispiel. Während man im Mai noch grundsätzlich unterlegen war, in den Duellen nur hinterherlief, verteidigte man nun deutlich besser.  So gesehen war elfte Pflichtspiel ohne Niederlage in Folge eben doch eher ein Punktgewinn, gerade wenn man die letzten Auftritte im Volkspark noch im Gedächtnis hatte.

5. Die Kennzahlen

Hamburg   Nürnberg
2 Tore 2
2,90 expected Goals 1,47 (inkl. 0,76 PK)
1,63 Post Shot xG 1,36 (inkl. 0,81 PK)
2,77 xG ohne Doppelchancen 1,47 (inkl. 0,76 PK)
16 Schüsse 8
6 Schüsse aufs Tor 2
12 Ecken 3
2 Freistöße 2
66 Ballbesitz (in %) 34
88 Passquote (in %) 77
12 Fouls 9
5,6 PPDA 22,2
7,8 Challenge Intensity 4,6
16,1 Spieltempo 12,8
22 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 5
00:20 Ballbesitzdauer (Ø) 00:12

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

Spieler CU-Note Kicker nordbayern.de BILD SofaScore WhoScored
Christian Mathenia 3 2,5 3 2 7,2/10 7,4/10
Enrico Valentini 2- 2 2 2 8,4/10 8,6/10
Asger Sørensen 3 3 3,5 3 6,7/10 6,8/10
Christopher Schindler 3 4 3 3 6,8/10 6,6/10
Tim Handwerker 4 3 4 4 6,7/10 6,8/10
Fabian Nürnberger 4- 3 4,5 3 6,3/10 6,7/10
Lino Tempelmann

3

2 3 2 7,7/10 7,8/10
Tom Krauß 3- 3 3 4 6,6/10 6,5/10
Mats Møller Dæhli 3 3 2,5 4 6,5/10 6,6/10
Johannes Geis 3- 3,5 3 4 7,0/10 6,5/10
Nikola Dovedan +3 3 3,5 2 6,5/10 6,7/10
Lukas Schleimer 4- 4,5 5 6,6/10 6,0/10
Erik Shuranov 4 4 6,4/10 5,8/10
Kilian Fischer -/10 6,0/10
  /10 -/10
  -/10 -/10
Durchschnitt 3,23 2,91 3,29 3,23 6,87 6,77

27 Gedanken zu „Punkt gegen die Dominanz geholt – Analyse zu #HSVFCN #FCN

  • Ich habe nur die zweite Halbzeit live angeschaut, aber Deine Beobachtung kann ich vollauf bestätigen. Wir haben eine gute 2. Ligamannschaft, für einen Spitzenplatz kann es aber noch nicht reichen. Das zweite HSV-Tor fiel genau in einer Phase, in der ich den Eindruck hatte, das es nicht mehr lange dauert, bis der HSV an der phasenweise sehr guten Club-Defensive vollends verzweifelt. Ich fand, die Körpersprache der ersten HSV-Profis deutete das schon an. Da gab es schon den einen oder anderen gegnerischen Spieler, der nicht mehr ganz durchzog und quer oder rückwärts zu spielen begann. Sehr schade, daß eine dumme, eher längere Fehlerkette in unserer Defensive dann doch wieder den Ausgleich ermöglichte.
    Das eben ist genau der Unterschied, der dann zeigt, daß der Club eine gute aber noch keine sehr gute Mannschaft in der aktuellen Saison hat.
    Dennoch bin ich sehr zufrieden! Wir dürfen nicht vergessen, daß wir quasi aus der 3. Liga kommen und nun mit den besten Mannschaften in der 2. Liga wenigstens mithalten können. Wichtige Spieler zeigen sich doch sehr sichtbar und spürbar verbessert, sei es Valentini oder auch endlich wieder unser Torwart Mathenia. Gerade beim Goalie fand ich, bist Du vielleicht etwas zu streng. Vielleicht solltest Du den Torwartmaßstab nicht bei Manuel Neuer im Vergleich setzen? Vier Spiele zu null, nur sieben Gegentore und damit der beste Torhüter aktuell in der 2. Liga. Und dann endlich wieder einen richtig guten Innenverteidiger mit Schindler, auch wenn er vielleicht beim 2. Tor das erstmal in seinen sechs Auftritten nicht ganz so perfekt aussah, wie bisher.

    Seit 2012 und damit seit 9 Jahren wieder einen Punkt beim HSV geholt! Der Hammer!

    Antwort
  • Es läuft ganz gut. Vorallem wird jetzt Fußball gespielt. Es ist natürlich noch viel zu verbessern, aber der 5. Platz sieht doch mal ganz gut aus. Und wenn man im nächsten Spiel den Weg so weitergeht, kann man sich vorne festsetzen.

    Antwort
  • Wiederaufstehen.
    Wiederaufbauen.
    Wiederaufsteigen.

    Ich denke auch, dass wir auf einem guten Weg und auf Kurs sind, dass es aber noch nicht für „etwaige Blütenträume“ reicht. Klar, auch innerhalb einer Saison können Eigendynamiken entstehen und urplötzlich spielt man doch ganz oben mit. Frag nach in Fürth. Die kennen das.

    Aber nimmt man das aktuelle Leistungsniveau, dürfte es nicht für ganz oben reichen. Da gibt es noch einige Baustellen. Wie gestern die linke Abwehrseite. Und es gibt zu viele Dinge, die noch gepaukt werden müssen. Wie beispielsweise mehr Effektivität in Umschalt-Situationen.

    Letztes Jahr ist der 1. FC Nürnberg wiederaufgestanden. Nach einem beispiellosen freien Fall, der glücklicherweise in der 96. Minute in Ingolstadt gestoppt wurde. Aktuell befinden wir uns noch im Wiederaufbau. Und wenn man weiterhin so gut arbeitet, die Entwicklung weitethin vorantreibt und auch mit möglichen Rückschlägen weiterhin so souverän umgeht, wird ein Aufstieg auf ein realistisches Szenario.

    Zuvor aber wäre ein Heimsieg über Hannover 96 prima. Schritt für Schritt.

    Antwort
  • Diesmal finde ich Florians Noten vielleicht eine Spur zu schwach, wenn man mal quervergleicht. Aber passt schon, ist vielleicht objektiver, weil ergebnisunabhängiger und wird dem „gut dagegengehalten“ gerecht.

    Wiedereinmal muss man sich aber über den Kicker wundern. Da steht Tempelmann in der Elf des Tages (ja, kann man machen), aber nicht Valentini, obwohl der nicht nur in seiner Kernkompetenz überzeugt hat (über 80% gewonnene Zweikämpfe, höchste Laufleistung, die Gegentore fielen über die andere Seite), sondern auch noch 2 direkte Torbeteiligungen vorzuweisen hat.

    Was muss ein Verteidiger eigentlich leisten, um ins Top-Team zu kommen?

    Antwort
  • Ich kann das fast alles nachvollziehen. Wie Schleimer allerdings noch zu einer „ausreichend“ kam, ist mir unklar (außer, wenn man einen ganz jungen Spieler nicht kritisch bewerten will). Mit seiner Einwechslung ist das Spiel gekippt. Er hat jeden Ball verloren und wirkte zudem sehr langsam. Dovedan hingegen habe ich stark gesehen.

    Antwort
    • …um hier einzuhaken: warum wurde eigentlich MMD so früh ausgewechselt?

      Vorsichtsmaßnahme, Verletzung?

      Er war zwar nicht so stark wie sonst, aber beileibe nicht der schlechteste. Kam für mich überraschend.

      Antwort
  • Ich denke auch beim HSV wo wir die letzten Jahre immer Haue wie eine Schulmannschaft bekamen, hat sich die neue Entwicklung unter Klauß gezeigt, wir sind keine Spitzenmannschaft aber haben uns weiterentwickelt, was man mittlerweile an vielen engen Partien sehen kann, die wir entweder ganz auf unsere Seite gezogen haben oder wenigstens 1 Punkt mitnahmen, wo wir die letzten Jahre noch ganz sicher den Knockout bekommen hätten. Wir schaffen es mittlerweile 1-3 Punkte auch ins Ziel zu retten, wenn der Gegner alles auf eine Karte setzt, das hängt für mich auch mit unserer teils neuen Innenverteidigung sprich Schindler zusammen aber auch dem Gesamtverhalten der Mannschaft.
    Natürlich immer klappt es auch nicht, daß Glatzel mit seiner Länge Kopfballtore erzielt dürfte nicht unbekannt gewesen sein, kann man das nicht verteidigen müssen wenigstens die Flanken besser verhindert werden. Ich schließe mich Forians Einschätzung an im Moment spielen wir so, daß wir das Ziel 5-8 erreichen können.
    So lange ungeschlagen zu sein ist allerdings schon ein leckeres Add on.

    Antwort
  • Wie weit ist eigentlich P. Köpke? Wann ist damit zu rechnen, dass er wieder einsatzfähig ist? Ein gesunder Köpke, so wie er in Aue gespielt hat kann uns sehr weit bringen.

    Antwort
    • Er ist glaube ich ins Lauftraining eingestiegen. Nach so einer Verletzung darf man aber wohl mit ihm erst in der Rückrunde rechnen. Ich frage mich noch viel mehr, wann endlich ein Lohkemper auch mal wieder mehr als 3 Spiele am Stück machen kann…

      Antwort
  • Bei der PK vor Fortuna oder KSC hat Klauß gesagt dass es ab jetzt keine updates zu Spielern mehr gibt die nicht dabei sein können .
    Warum ist es jetzt so beim FCN ?

    Antwort
  • Nach dem sehr schwachen Auftritt der Vorwoche hat Valentini diese Woche einen sauberen gezeigt.

    Bislang die Stärke bzw. das Plus diese Saison:
    Keine krassen Ausreißer nach unten, die Spieltagsschwächen einzelnder wird durch die Stärke anderer ausgeglichen.
    Vier Säulen zeichnen sich diese Saison dennoch ab:
    Mathenia, Schindler, Krauß & MMD
    Die fünfte Säule ist die qualitativ gute Breite und Varianz im Sturm.

    #ValentiniwarStandardsüben
    #3der4SäulensindHeckingsWerk
    #undwergenauiststärkeralsderClubinLiga2undauchinderLagedenClubzuschlagen?Eben!Keiner!!Aufstieg2022

    Antwort
  • „ein Herr Zenger hat meiner Meinung nach sowieso nur Bildzeitung Niveau , warum frägt man das eigentlich nicht bei der PK an ? Eben weil die Courage fehlt“

    Das ist ein Originalkommentar in der NN unter dem Schäffler-Artikel. Aussage einer echten Dumpfbacke, die wahrscheinlich noch nie eine Spieltagsanalyse gelesen hat 😀 😀 😀

    Leute gibts….

    Antwort
    • Den Deutschen Sportjournalistenpreis wird der Artikel über Manuel Schäffler vermutlich nicht gewinnen, und beim obligatorisch abgebrannten Zahlenfeuerwerk zündet nicht jedes Argument. Aber das Niveau der BILD-Zeitung ist es sicherlich nicht, da hast Du schon recht.

      Antwort
    • Grandiose Überschätzung des typischen Bildlesers, während man sich selbst auf das implizierte Niveau begibt.

      Nun gut, damit kann (oder eher muss) ich als inzwischen semi-öffentliche Person leben. Wobei mich sowas ehrlich gesagt tatsächlich ärgert, weil da in zwei Sätzen – und idR beziehen sich solche Kommentare bei nb.de auch nur auf die Überschrift, denn je nach Überschrift weiß man, was in den Kommentaren kommt – so viel fehlender Einblick durchscheint, dass man sich fragen kann, warum so jemand am Diskurs teilnimmt. Wobei nein, es ist völlig klar, warum. Aber der Grund ist halt, warum die Kommentarfunktion auf Seiten von Nachrichtenprovidern/Zeitungen für den Untergang des Abendlands halte.

      Gegen inhaltliche Kritik hab ich nichts einzuwenden, bin da auch bei @mb, der sagt, dass die Argumentationslage etwas dünn ist. Ablauf bei den Artikeln mit Fadi Keblawi (oder auch mit Sebastian Gloser oder Michael Fischer, wenn’s um Fürth geht,) ist, dass er fragt, welche Zahlen es zu dem gibt, worüber er schreibt. Ich schick dann die Zahlen und er baut sie ein. … Manchmal darf ich den Artikel dann sogar vorher nochmal lesen. 😀

      Ich hab persönlich übrigens noch viel weniger dagegen, wenn jemand sagt, „Lou mer mei Rouh mit denne Zohln“. Völlig legitim, man kann Fußball auch gänzlich unanalytisch konsumieren. Aber mein Job ist es halt die Zahlen zu liefern. Lieber wie hier in epischer Breite und ohne Zeichenbeschränkung, aber wenn’s sein muss auch mit.

      Antwort
    • Respektlos.

      @Florian obendrein noch fehlende Courage zu unterstellen – was soll man dazu noch sagen. Am besten nix und ignorieren. Ich finde sowohl Florians Fragen in den Pks als auch seine Taktik-Texte couragiert. Und mit Nährwert.

      Fadi Keblawi und Florian betonen zudem im Text, dass „die Zahlen aufgrund der geringen Einsatzzeit mit Vorsicht zu genießen sind“. Und dass es eine „durchaus polemische Frage“ sei, ob Schäffler noch gebraucht werde.

      Generell finde ich einen Artikel über Manu Schäffler zu diesem Zeitpunkt ein gutes Timing. Die Überschrift polarisiert aber schon eweng – das war wohl auch die Intention. „Überflüssig“ ist in Bezug auf einen Mitarbeiter schon eine harte Vokabel, finde ich. Andererseits soll ein Artikel natürlich auch möglichst oft gelesen werden – die Überschrift darf nicht zu bieder daherkommen. Ein Spagat durchaus.

      „Manuel Schäffler: Nur noch ein Mann für die Bank?“ hätte es vielleicht auch getan. Aber als Leser habe ich leicht reden.

      Antwort
  • Also die 2. Liga macht einfach insgesamt Spaß. Gerade führt Hannos Rostock 2:0 auswärts mit einem guten Rhein bei kriselnden Kielern. Regensburg ist bis dato schwach und deshalb auch zurecht 0:1 gegen den KSC hinten und in Dödeldorf stehts 1:1 gegen Paderborn. Das ist Fußballsport, immer spannend und auf Augenhöhe. Jeder schlägt jeden oder auch doch nicht. Toll! Die 1. Liga dagegen = Schnarch, Gähn, ZZZZZ würden Clever&Smart sagen.

    Antwort
    • Hallo Zusammen,
      mal wieder ganz was Anderes:
      Was macht denn die allseits so beliebte Daumen hoch/ runter Funktion???
      Kommt die nicht bald wieder?
      Weiß jemand warum es die nicht mehr gibt((geben darf?))?

      Antwort
      • Daumen Hoch-Runter-Funktion? Keine Antwort? Warum? Hat die ganze Sache hier etwas belebt, jetzt eher trist und leblos.

        Antwort
    • Patrick Erras jetzt auch in Kiel weit weg von der Stammelf.
      Heute 90 Minuten Bank.

      Antwort
    • Nachdem man einige Zeit lang hoffen konnte, dass die fehlende Erfahrung mit steigender Spielpraxis kompensiert wird, muss man inzwischen konstatieren, dass es in der jetzigen Konstellation nicht reichen könnte. Die Probleme der Spieler, die frisch aus der U19 sind, sind schon sehr auffällig. Wenn der Kader aber in großer Mehrheit daraus – oder aus Spielern im zweiten Jahr, die auch fast keinen Wettbewerbsfußball bei den Senioren kennen – besteht, wird’s halt schwer. Tendenziell ist die Tatsache, dass man nicht vom vor Corona erfolgreichen Modell ohne ältere Spieler abrücken wollte, ein Problem auf Grund der Ausnahmesituation. Dass Spieler, die von oben runterkommen, dann auch noch nicht wirklich mehr bieten können als der Rest, kommt drauf.

      Antwort
  • Köllner ist jetzt auch schon bei den 60ern angezählt. Nach dem letzten Spiel hat ihm das Präsidium ausdrücklich den Rücken gestärkt. Da weiß man ja schon, was dann bald kommen wird. Die Wampe von Giesing alleine macht halt kein 3. Ligaspitzenteam aus.

    Antwort

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