Tick-Ticker

„Du hast doch nen Tick“, höre ich oft, und zwar nicht nur, wenn ich mich über den Club äußere. Warum also nicht aus dem Tick eine Tugend machen und den Rückblick aufs Spiel im Ticker bringen. Doch vorab die Tripelsechs-Aufstellung des Clubs in der am 26. 9. 2021 um 13 Uhr 30 angepfiffenen Auswärtspartie gegen den HSV:

MATHENIA (TW)

VALENTINI (K)               SCHINDLER                SÖRENSEN                HANDWERKER

KRAUß               GEIS            TEMPELMANN

NÜRNBERGER***                                                                      MÖLLER DAEHLI*

DOVEDAN**

*ab 64. SCHLEIMER       **ab  69. SHURANOV       ***ab 93. FISCHER 

11. Chance HSV aus dem Gewühl nach Ecke.

14. Mathenia mit guter Parade, vorher aber abseits.

16. Chance FCN nach Ecke. Nbger knapp vorbei.

19. Elfmeter Club nach Videobeweis (Dovedan im Gesicht mit Ellbogen gerammt). Valentini 1:0.

23. Harakiri-mäßige Rumspielerei des Clubs vor dem Strafraum bei Pressing! Zum wiederholten Mal!

24. Gute Chance HSV nach Ecke. Kittel aus der Drehung.

HSV jetzt mit gehörigem Druck. Club nicht souverän in der Abwehr.

Hitzige Duelle zwischen Handwerker und Jatta.

31. Schindler mit ganz schwacher Szene! Club massiv unter Druck! Ecke HSV.

33. 1:1. Tor wird gegeben nach Videoprüfung.

37. Schlechte Aktion von Krauß! Unkontrolliertes Abspiel, nachdem er vom Gegner den Ball in den Fuß bekommen hat.

40. Distanzschuss Handwerker.

42. Ganz schlechte Flanke von links (wer war das?)

Halbzeit.

46. Valentini-Flanke auf Tempelmann, Kopfball, Tor, 2:1. Sehr gute Vorbereitung von Valentini.

49. Schlechter Pass von Krauß bei Konter.

Club wieder zu stark unter Druck. Kriegt den Ball nicht raus. 2:2 liegt in der Luft…

Keinerlei Befreiung! Es müsste ein Konter gesetzt werden!

Club ohne Spielkontrolle.

61. MMD und Tempelmann behindern sich gegenseitig im Mittelfeld, Ball weg! So kriegt man keine Spielkontrolle!!

Club läuft hinterher und wenn er den Ball hat, ist er meist zu schnell wieder weg…

66. Schleimer läuft nach Ballgewinn mit dem Ball ins Aus. Abstoß HSV.

70. Miserabler Pass von Schleimer in hervorragender Kontersituation! Der Mann im Fernseher sagt: „So etwas muss genutzt werden.“

74. Schlechter Abschluss von Tempelmann.

78. Schleimer kann den Ball nicht annehmen.

80. 2:2. Na klar. Wer so schlecht kontert, kann ein enges Spiel nicht „auf seine Seite ziehen“.

HSV macht Druck. Hand zu zittrig zum Schreiben…

87. Shuranov läuft mit dem Ball blind in zwei Gegner rein. Fahrige, unkontrollierte Aktionen!

Fünf Minuten Nachspielzeit.

Aus dem Wohnzimmer gegangen. Unruhiges Hin-und-her-Laufen. Mit halbem Ohr verstohlen lauschen, ob der Fernsehmann leise oder laut spricht. Mit fahriger Hand Zigarette angesteckt. Schielend-verkniffener Blick auf den Bildschirm. HSV am Ball. Das will ich nicht sehen. Zigarettenasche ins Klo geschnippt. Vielleicht übersprungshandlungshaft pinkeln? Neenee. Ist schonmal vom Torschrei des Fernsehmanns übertönt danebengegangen. Zigarette fast abgebrannt, aber der Aschenbecher ist im Wohnzimmer…

Ein schriller Pfiff und noch zwei hinterher.

Wenigstens unentschieden.

[Zum Spiel: klick, klick, klick.]

31 Gedanken zu „Tick-Ticker

  • Bei mir läuft das anders am Ende. Ich lauf nicht weg, ich versuche Einfluss zu nehmen, schrei den Fernseher an „Geh ran!“ „Hau das Ding weg!“ „Hau ihn doch um, lass ihn nicht laufen!“

    Als ob man mein Geschrei durch den Bildschirm auf dem Platz hören könnte…

    Ich war heiser.

    Antwort
  • Mein Name ist Frank. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass mir das Hin- und Herlaufen in Situationen wie diesen guttut. Ein damaliger Lehrer gab mir den Hinweis, dass ich womöglich ein motorischer Typ sei, und mir das Lernen im Laufen leichter fallen würde als flötzenderweise auf dem Sofa. Er hatte Recht. Guter Mann.

    Ich oute mich als Läufer in angespannten Situationen. Es ist so und ich komme ganz gut damit zurecht. Im Stadion fühle ich mich in spannenden Schlussphasen an der Plexiglas-Scheibe am wohlsten, dort kann man sich schön bewegen und sich auch mal wegdrehen, wenn’s eng wird auf dem Spielfeld. Danke. Das war’s schon, was ich sagen wollte.

    Antwort
  • Das letzte Spiel, bei dem ich eine ähnliche Dominanz des Gegners mit aufgeregtem Schreien, Davonlaufen, Gestikulieren, verzweifelt mit Händen auf den Boden trommeln, ins Kissen beißen, Hund erschrecken,… in den letzten Minuten begleitet habe, war vor zweieinhalb Jahren (Bei der Relegation war ich dazu nicht in der Lage, da war Schockstarre), beim Spiel gegen den FCB.

    Als Leibold (!!!) den Elfer an den Pfosten schob, wusste ich, das war’s mit Liga eins. Und ich war den Infarkt nahe…

    Es tut gut, zu sehen, dass sie statt einem mickrigen Punkt (wie es dir Vorjahre passiert wäre), stolze vier aus dem letzten beiden Spielen geerntet haben.

    Auch das hat in der Summe etwas mit Qualität zu tun.

    Ebenso die nun bereits 18 Spiele währende Serie.

    Man kann sich auf Platz 5-8 reden.
    Es geht aber mehr.

    Die wahre Tabelle weiß dass schon:
    https://www.wahretabelle.de/index/index/liga/2

    #läuft
    #Aufstieg2022
    #wirschaffendas
    #wähltdenclubalseurenvereineristsehrgut

    Antwort
    • Stimmt. Relegation. Ingolstadt. Auch durchaus interessant für die Verhaltens-Forschung.

      Die erste Halbzeit mit dem Quergeschiebe hat mich zutiefst verunsichert. Das sah souverän aus – war es aber nicht. Es kam, wie es kommen musste. Nach dem 0:3 war ich völlig apathisch. Aus. Abstieg. Tschüss mit Ü. Für immer hinter Fürth. Ich könnte samstags um 13.30 Uhr in die Pilze. Mehr reisen. Saint Tropez statt Sandhausen. Oder mir eine Panflöte kaufen, um in der Fußgängerzone „Die Legende lebt“ zu spielen. Auch wenn die Legende nur noch ein Zombie sein wird in dieser dritten Liga.

      Dann trat Schleusener auf den Plan. Unfassbar.

      Antwort
      • absolut. Und ohne dieses Tor wäre Schleusener zum Niklas Skoog/Gerald Sibon 2.0 geworden, die beide bei uns nicht einmal ein Scheunentor getroffen haben, um davor/danach woanders wieder zu treffen. Selbstverständlich macht Schleusener in Karlsruhe wieder Buden…

        Antwort
    • Die Wahre Tabelle ist halt nicht wirklich ernstzunehmen. Da gibt’s sehr aktive FCN-Fans, die jede Abstimmung kapern und auch wirklich gänzlich unstrittiges wie das Foul von Schindler vor dem Freistoß zum 2:1 in Regensburg als Fehlentscheidung werten. Crowdsourcing bei Schirientscheidungen macht insgesamt nicht so wahnsinnig viel Sinn.

      Antwort
      • Schon klar aber 2015 /16 mit FCN 77 Punkten (1.) und RBL(3.) mit 60 Punkten und offiziell RB 67 (2.) und FCN 65(3.) ist schon bemerkenswert .

        Antwort
        • Man hat ja eh das Gefühl, dass RBL unbedingt in die 1.Liga gepusht werden sollte. Folglich hat man alle Wege geebnet, Regeln gebeugt, nachgeholfen, wo möglich…

          Wer dabei wohl verdient hat…?

          Auch wenn sie inzwischen fast schon etabliert sind – ich finde es immer noch eine Frechheit und eine Respektlosigkeit gegenüber „ernsthaften“ Vereinen, dass die dabei sein dürfen!

          Antwort
          • Wann kommen endlich Google Kickers Rheda-Wiedenbrück, Apple VfL Elmshorn und Amazon SpVgg Crailsheim, damit es wieder etwas Konkurrenz in der 1. Liga gibt.

            Antwort
            • Sie haben sich mit Markranstädt ja immerhin einen Großstadt-Vorort gesucht, damit man es dann „Leipzig“ nennen kann. Wir könnten ja den SV Großgründlach anbieten, um daraus RB Nürnberg zu machen… 😉

              Antwort
              • Wenn schon, dann SF Großgründlach ☝️PS: Da wird sich die Freude über Deine Idee aber auch in Grenzen halten… 😉

                Antwort
          • Auch wenn sie inzwischen fast schon etabliert sind – ich finde es immer noch eine Frechheit und eine Respektlosigkeit gegenüber „ernsthaften“ Vereinen, dass die dabei sein dürfen!

            Sehe ich genau umgekehrt, der Weg des Geldes trat die genau entgegengesetzt Richtung an gerechterweise mit Red Bull, nach dem Mauerfall haben die „West“ Vereine in den neuen Bundesländern alles leergekauft an Fußball Kompetenz, was nicht bei 3 auf den Baum war und bis auch kein Ostverein mehr die sportliche Chance hatte sich in der 1. Liga zu halten, ja nicht mal mehr mehr in der 2. Liga, völlig leergefegt jedes Talent zog in die alten Bundesländer dem Geld entgegen. War das dann fair? .. Die neuen Bundesländer waren sportlich jahrelang nur noch ein Trauerspiel, sportlich betrachtet verwaiste Landschaften.

            RB hat dort mit dem Geld wieder etwas von dem gut gemacht und zum Leben erweckt. Mehr als gerechtfertigt, wenn man von so etwas ähnlichem wie Moral sprechen will. Dazu sehr nachhaltige Arbeit, nach wie vor ohne Stars aus dem ganz oberen Regal, so wanderte einige Kompetenz wieder in die andere Richtung zurück. Ich finds ok, aber natürlich ist mir auch die Mehrheitsmeinung bewußt, aber Mehrheiten waren in der Geschichte auch allzu häufig kein Qualitätsmerkmal 🙂

            Antwort
            • Dass Red Bull Gutes tut im Osten und den, wie Du sagst, verwaisten Landschaften, einen Bundesligisten geschenkt hat, aus Nächstenliebe quasi, ist natürlich absolut falsch.

              1. Es geht einzig und alleine um Vermarktung eines Produkts. Red Bull benutzt den Sport zur Vermarktung wie kein anderes Unternehmen.
              https://www.google.com/amp/s/amp.wuv.de/marketing/bundesliga_so_polarisiert_sportsponsor_red_bull

              2. Frag mal nach bei Hansa, Dynamo, FCM, Lok, Chemie, Wismut, und so weiter, was die Fans dort von Red Bull Leipzig halten. Frag einfach mal spaßeshalber nach, wie der Osten wirklich über Red Bull Leipzig denkt.

              3. Die Behauptung, dass Red Bull Aufbauhilfe Ost leistet, fällt dermaßen in sich zusammen, wenn man weiß, dass Leipzig nur Standort Nummer 4 war. Red Bull wollte nämlich in den Westen!
              https://www.google.com/amp/s/amp.welt.de/sport/fussball/2-bundesliga/article140232412/Red-Bull-wollte-den-FC-St-Pauli-kaufen.html

              Antwort
                • „Gehobene Ansprüche“ ist meiner Meinung nach näher zu definieren.

                  Wenn man Fußball in erster Linie als Show, als Unterhaltungs-Industrie, als Zirkus, als Zeitvertreib definiert, dann hat der „Osten“ jetzt Fußball mit „gehobenen Ansprüchen“. Ohne Zweifel. Sogar Champions League. Und irgendwann holt „Leipzig“ womöglich einen Titel. Der dann vielleicht in einer riesigen Vitrine steht – in Fuschl am See.

                  Wenn man jedoch Fußball eine historische und vor allem auch soziologische Dimension zubilligt, wenn Fußball Identität stiftet, was er meiner Meinung nach tut, dann kann Red Bull Leipzig „gehobene Ansprüche“ nicht erfüllen. Im Gegenteil.

                  Aber generell, ja, da stimme ich zu, bietet Red Bull Fußball-Freunden im „Osten“ ein Freizeit-Angebot, welches man konsumieren kann. Dass Red Bull ursprünglich gar nicht nach Leipzig wollte, weil das Marketing im „Westen“ größere Vermarktungs-Chancen sah, ist aus dieser Sicht nur eine unwichtige Anekdote. Es geht ja nicht um Identität, sondern einfach nur ums Fußball-Konsumieren.

                  Kann man gut finden. Muss es aber nicht.

              • Dass Red Bull Gutes tut im Osten und den, wie Du sagst, verwaisten Landschaften, einen Bundesligisten geschenkt hat, aus Nächstenliebe quasi, ist natürlich absolut falsch.

                Hat auch nirgends jemand behauptet dass jemand Geld aus „Nächstenliebe“ investiert, das ist naiv alleine schon die Unterstellung. Die haben sich das natürlich sehr gut überlegt, spielte sicher eine Rolle daß sie in den neuen Bundesländern damit auch ein Alleinstellungsmerkmal haben und viele Wiesen zum abgrasen. Ich habe nur geschrieben, bei RB floss das Geld eben ausnahmsweise mal in die umgekehrte Richtung. Hat RB auch clever gemacht. Wo hätten sie sich denn sonst ansiedeln sollen im Ruhrpott neben gefühlt zig anderen Bundesligisten oder neben München? .. nein sie haben komplett antizyklisch gehandelt so gewinnt man. Hast du auch eine Antwort darauf wie der Westen den Fußball im Osten kaputt ausgeschlachtet hat!? … daher sind Moralansprüche gegenüber Leipzig höchst fragwürdig.

                Zur Identitätstiftung und der „Tradition“ wen interessiert das denn noch in der heuten schnelllebigen Zeit wirklich. Abgegriffen.

                Antwort
                • Ich finde Dinge wie Identität und Tradition nicht abgegriffen, sondern extrem wichtig für unser gesellschaftliches Zusammenleben – gerade im Osten unseres Landes. War ja gerade wieder Thema in den letzten Tagen.

                  Wenn Du den Link oben gelesen hättest, dann wüsstest Du, dass Red Bull erst gar nicht nach Leipzig wollte. Sondern, ja, halt Dich fest, sich unter anderem den TSV 1860 München unter den Nagel reißen wollte. Deine Argumentation zielt somit ins Leere.

                • Es zählt ja wofür sie sich faktisch entschieden haben, nicht hätten, würden usw. man erörtert immer verschiedene Optionen auf der Ebene. Es geht auch nicht um den Weg der Entscheidungsfindung, sondern das wofür man sich letzten Ende entschieden hat. Es war zu keinem Zeitpunkt für mich eine Schmeichelung für das Unternehmen Red Bull, die haben rein rational gehandelt, es geht um die Situation. Daß in Leipzig investiert worden ist nachdem der Westen in den neuen Bundesländern alles wirklich alles gefleddert und leergekauft hat was nicht bei 3 auf dem Baum war, welcher Fan der „Tradtionsmannschaften“ hat sich denn da beschwert das ist nicht gerecht??

                  So gesehen als Gesamtsituation so etwas wie ein (unbeabsichtigter) Ausgleich und die Moral sollte daher besser mal beide Seiten stecken lassen und vor der eigenen Haustüre kehren. Tradition hilft keinem irgendwas siehe Schalke, HSV, Werder und viele andere, schön wem es gefällt, aber das ist kein Kriterium, was das hier und jetzt angeht.

                  Vielleicht noch bei einigen unserer Jahrgänge, aber die junge Generation die nachkommt will doch nur noch Spektakel und Show, Ereignisse, das ist aber wieder eine andere Diskussion. Nur was als Fazit bleibt, die Traditionsmannschaften sind sicher nicht die „Guten“, die alles richtig machen.

                • Sollte man aber nicht den zahlreichen Lok Leipzig Fans sagen!

                • @Juwe

                  Okay. Lass uns beim Thema bleiben.

                  Daher die zentrale Frage:
                  Woher nimmst Du die Gewissheit, dass der ostdeutsche Fußball-Fan Red Bull Leipzig als tolle Sache und als eine Art Wiedergutmachung ansieht? Woher nimmst Du die Überzeugung, dass der ostdeutsche Fußball-Fan diesem Projekt aus Fuschl am See nicht ebenso ablehnend gegenübersteht wie der westdeutsche?

                  Woher willst Du das wissen? Kannst Du das belegen? Oder reimst Du Dir das nur zusammen?

                • Ich habe keinerlei Aussagen gemacht welche Fans wie was bewerten, interessiert mich ehrlich gesagt auch eher wenig, sondern einfach meine Meinung geäußert, dass es durchaus gerecht ist, daß so ein Projekt mit dem Geld von Red Bull in den neuen Bundesländern sprich in Leipzig entanden ist. So einfach. Lass uns doch einfach mal bei der Diskussion bleiben, alles andere bin ich jetzt die falsche Adresse.

                  Du verweigerst auch beharrlich die mehrfach von mir gestellte Frage und das ist ein Fakt, ob es denn umgekehrt ok war den „westlichen“ Vereinen in den neuen Bundesländern alles völlig kaputt zu kaufen wie blindwütig, bis dort kein Verein auf gutem Niveau mehr konkurrenzfähig war? Das war alles ok? ..aber dann braucht auch niemand aufjohlen, wenn umgekehrt mal jemand dort investiert.

                  Dann kommt dazu es sehr sehr kompetent und symphatisch macht, wie man es falsch macht da frag mal bei den Traditionsvereinen Schalke, Hamburg oder Hertha BSC, nach den „Traditionalisten“ die nicht mit Geld umgehen können.

                • Red Bull betreibt Fußball-Kapitalismus in seiner reinsten Form. Aber ohne Zweifel ist das Fußball-Geschäft generell kapitalistisch. Dass Spieler von Ost-Vereinen damals im Dutzend billiger weggekauft wurden, war somit Sache des Systems. Genauso wie die Bayern uns Reuter und Grahammer weggekauft haben. Oder noch besseres Beispiel: Mit Kahn, Scholl, Tarnat und Sternkopf ging der FC Bayern nach Herzenslust in Karlsruhe shoppen. Leergekauft, der „KSC 2000“. Und so weiter und so fort. So ist das Geschäft. Egal, ob Ost oder West.

                  Dass Red Bull sinnvoll und strategisch (mit immensen Summen) investiert, steht außer Frage. Dass Hertha sinnlos und ohne Strategie (mit immensen Summen) investierte, steht ebenfalls außer Frage. Dass bei Red Bull Leipzig gut, weil strategisch gearbeitet wird – da stimme ich Dir zu. Aber das hatten wir ja schon vor ein paar Monaten geklärt. Das stand nicht zur Debatte.

      • das stimmt nicht. Man muss zwar die Tabelle nicht minutiös verstehen, aber eine klare Tendenz ist in jedem Fall abzulesen. Und wenn Traditionsvereine – wie lt. deiner These – die Ergebnisse manipulierten, wären doch dauerhaft die Wolfsburgs, Hoffenheims & Co. an der Spitze der bevorzugtem Teams.

        Antwort
        • Wie Du von meiner Aussage zu Deiner These kommst, ist mir ein Rätsel. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Aber egal, soll gar nicht darum gehen. Wir können sogar einfach ignorieren, dass da viele FCN-Fans unterwegs sind. Selbst dann macht es die Sache nicht besser. Die Aussagekraft der Seite ist auf Grund der geringen Zahl der Beteiligten einfach nicht gegeben – und da sie aber immer wieder als Beweis für angebliche Benechteiligungen ins Feld geführt wird, ist sie mir genau deshalb auch ein besonderer Dorn im Auge.

          Warum? Schauen wir uns doch einfach mal an, was bspw. diese Saison in der Wahren Tabelle u.a. für den FCN gewertet wurde. Da ist in einer Community-Abstimmung von 15 (!) Leuten entschieden worden, dass das Foul von Schindler vor dem Freistoß zum 2:1 in Regensburg kein Foul war. Dass die Entscheidung absolut korrekt war – was sie war – ist völlig egal. Es wird einfach gesagt, weil 9 von 15 Abstimmenden gesagt haben, dass es ne Fehlentscheidung war, ist es eine. 15 LEUTE! Das reicht nicht mal um nen Klassensprecher zu wählen, aber darüber ob der Club benachteiligt wird, soll es Aussagekraft haben? Ne Abstimmung von 15 Leuten ist nie ansatzweise repräsentativ.

          Und das Spiel kann man ad infinitum fortsetzen: Letzte Saison: Spiel in Aue: Abstimmung, ob Gonther in der 87. Minute gezogen wird. Abstimmung geht 4:1 dagegen aus (beteiligt nur Fans der beteiligten Mannschaften), da haben dann 5 (!) Leute entschieden, dass es kein Foul ist. Anderes Beispiel – ohne Relevanz für den Ausgang – aus der Saison: Es wird abgestimmt, ob der Elfmeter für Osnabrück beim 1:4 einer war, auch da wieder, zwanzig Leute stimmen ab (13 davon Clubfans!).

          Und das lässt sich für andere Vereine genauso machen: Am letzten Spieltag ist der Elfmeter von Heidenheim gegen Darmstadt als unberechtigt gewertet worden, weil 5 von 8 Abstimmenden (darunter ein Darmstädter) der Meinung waren, dass es keiner war. ACHT (!) Leute stimmen ab und deshalb wird es in der Tabelle so verbucht und plötzlich hat Heidenheim in der „wahren“ Tabelle zwei Punkte weniger.

          Selbst bei den Abstimmungen, an denen gemessen an sonstigen Abstimmungen viele User beteiligt sind, kommt die Teilnehmerzahl nicht über 35, da sind wir einfach nie in nem Bereich, wo man sagen kann, dass man da irgendwas ablesen kann, selbst wenn man – was ich nicht tue – der Meinung ist, dass die Masse irgendeine Form von Schwarmintelligenz in Sachen Regelfragen hat.

          Antwort
          • Du hattest das Foul von Schindler ja bereits oben angeführt. Jetzt legst Du noch mal Erhellendes nach.
            Danke (!!!) für Deinen Faktencheck. Soviel Mühe habe ich mir bzgl. Recherche nicht gemacht. Schade, ich hielt die WT-Community-Entscheidungen für belastbarer.
            Mir diente die WT lediglich als hilfreiches, unterstützendes Argument bei meiner subjektiven These und Überzeugung: #Aufstieg2022.

            Antwort
            • Also ich glaube der Fehler liegt in der Erwartungshaltung, die WT spiegelt doch keine Fakten wieder, weil die Fakten also wie die Entscheidungen auf dem Spielfeld gefallen sind, die sind ja bereits bekannt, es geht letztlich doch nur um Eindrücke oder einem Bauchgefühl und kein Faktencheck. Und wenn man dann die WT etwas spielerisch mit Augenzwinkern betrachtet dann erfüllt sie durchaus ihren Sinn und kann ohne belastbar zu sein schon Tendenzen aufzeigen, mehr aber nicht. Wenn man das richtig für sich einordnet finde ich sie durchaus unterhaltsam.

              Antwort
  • Die wahre Tabelle war bei der DFL ist leider nach 34 Spieltagen bis jetzt noch nie offiziell das Ranking.
    Leipzig in der Relegation gegen Frankfurt und der FCN direkt hoch .
    2015 /16 war krass – von 2013/14 ganz zu schweigen.

    Da die Innenverteidigung stark verbessert ist bin ich nicht mehr nach jedem Spiel heiser.
    Am Sonntag hatte ich nicht mit einem oder drei Punkten gerechnet und bin erst nach der Führung voll in den FCN Tunnel eigetreten. Bei Heimspielen bin ich vor dem Match immer nervöser vielleicht weil Hans Meyer mal erzählt hat er kalkuliert immer 17 Heimspiele 51 Punkte und auswärts 0 .
    Würde uns allen mal wieder einen Sieg nach Rückstand wünschen und von belschanov dann
    einen Ticker lesen . Bei einem Spielverlauf so oder so ähnlich wie im
    März 2005 in Freiburg ( 2:2 Mintal 85, 2:3 Mintal 90.) würde ich auch hier gerne viele Kommentare lesen

    Antwort
    • Jetzt kommt zu Hans Meyers Theorem blöderweise dazu, daß wir auch noch kein Auswärtsspiel verloren haben diese Saison. Jetzt wirds kritisch :-O

      Antwort
  • Uiui, jetzt lief sogar die Orga vor dem samstäglichen Abendheimspiel sehr glatt: Platz für vier Personen in einem guten Wirtshaus in der Nähe des Hauptbahnhofs vglw. problemfrei reserviert. Alle anderen haben auch Zeit und kommen mit zum Abendmahl inkl. gutem Bier vor dem Spiel.
    Da bekommt man gleich eine große Verlustangst, wenn etwas VOR dem Highend 2. Liga-Oberschlagersensationsspiel so glatt läuft. Wieviele Heimsiege gabs jetzt schon? Und immer noch unbesiegt? Auweh.

    Antwort
    • Hi Olli, meinst Du, an dem Tisch wäre noch Platz für eine fünfte Person?
      Bin morgen den ganzen Tag in Langenzenn mit Gartenarbeit beschäftigt und dann vor dem Spiel entsprechend ausgehungert…

      Antwort

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