30 Minuten gebraucht – Analyse zu #FCNH96 #FCN

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Hannover 96 0:0  – Der Club bleibt weiter ungeschlagen, verpasst den vierten Heimsieg in Folge aber nach Steigerung in der zweiten Halbzeit.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Der Club kehrte nach zwei Spielen in andren Grundformationen wieder zur Raute zurück. Das bedeutete, dass Tom Krauß weichen musste, um Platz für eine zweite Spitze zu machen. Diese war Erik Shuranov. Robert Klauß begründete die Entscheidung nicht ex negativo, als aus Entscheidung gegen Krauß, sondern als eine für Tempelmann und Nürnberger. Eine Entscheidung, die am Ende nicht aufgehen sollte, Krauß‘ Dynamik und Zweikampfhärte gingen dem Club ab. Der Trainer brachte den U21-Nationalspieler daher auch schon  zur Pause für den insgesamt enttäuschenden Fabian Nürnberger. Die einzige Veränderung im Kader an diesem Samstagabend betraf Manuel Schäffler. Der kehrte zurück nach seiner Rotsperre, für ihn musste Tim Latteier aus dem Aufgebot weichen und am Nachmittag beim 1:3 der U21 des FCN gegen den SC Eltersdorf ran – genau wie Noel Knothe.

Der Club tat sich in der ersten halben Stunde enorm schwer: „Am Anfang haben versucht die Bälle durchs Zentrum zu zwingen. Das hat nicht gut funktioniert und Hannover hat das gut antizipiert, dadurch hatten wir viele Fehlpässe. Dadurch gab es eine Verunsicherung in der Mannschaft,“ analysierte Christopher Schindler die Anfangsphase des FCN sehr treffend und präzise. Gerade einmal 65 Prozent der Vorwärtspässe des FCN kamen in der ersten halben Stunde an. Zu wenig für ein präzises Angriffsspiel. Die Krux des Aufbauspiels in dieser Phase fasste Robert Klauß nach der Partie so zusammen: „Wir haben vor dem Spiel besprochen, dass wir den Flügel nutzen, um von dort die Angriffe einzuleiten und von dort wieder ins Zentrum zu spielen. Wir haben aber zu früh und ohne Not versucht den Ball hektisch direkt ins Zentrum zu spielen und wenn wir den Ball im Zentrum ohne Druck hatten, sind wir zu früh auf die Flügel ausgewichen.“ 

In dieser Phase kam Hannover zu einigen Abschlüssen, außer einer Doppelchance von Beier und Kerk, dessen Kopfball Mathenia gut klärte, strahlte aber kein Angriff der Niedersachsen wirklich große Gefahr aus. Beim Club ging offensiv in dieser Phase noch weniger zustande. Ein Schuss von Dovedan in die Arme von Zieler nach 24 Minuten war der erste Abschluss und auch der einzig gefährliche bis zur 30. Minute. Das Spiel wandelte sich dann ab Minute 30 deutlich: „Wir wollten dann über Zweikämpfe Zugriff zum Spiel bekommen, das hat gut funktioniert.“ (Christopher Schindler) Nach einem langen Ball von Mathenia, den Dovedan per Kopf verlängerte, hatte Shuranov in der 33. Minute einen freien Abschluss vor Zieler. Doch der U21-Nationalspieler jagte den Ball über den Kasten. Fast mit dem Pausenpfiff setzte Mats Møller Dæhli dann noch einen Ball an den Pfosten. Der Club hatte ins Spiel gefunden.

Nach der Pause – in der Klauß den angesprochenen Wechsel vornahm – blieb der Club am Drücker, hatte durch Tempelmann, der einen Distanzschuss knapp drüber setzte (56.) und Krauß, der Zieler nach einem Abschluss zu einer Parade zwang (63.) gute Chancen. In diese Phase mit den guten Chancen hinein folgte dann auch die vermeintliche Führung des FCN. Tempelmann spielte bei einem Tempoangriff des FCN auf Dovedan, dessen Flanke durch den gesamten Strafraum an den langen Pfosten rauschte. Dort stand Krauß, der den Ball ins Tor jagte. Doch der Kölner Keller machte eine Abseitsstellung von Dovedan bei Tempelmanns Pass aus. Die war so hauchdünn, dass man sich durchaus die Frage stellen kann, ob die Genauigkeit, die hier impliziert wird, nicht durch die tatsächlichen technischen Möglichkeiten beschnitten ist. Unbeantwortet blieb dadurch, dass der VAR hier eingriff allerdings, ob nicht Erik Shuranov beim Schuss von Krauß dergestalt in der Sichtlinie gestanden war, dass der dann das Abseits verursacht hätte.

Das Spiel ging danach unverändert weiter, der Club hatte deutlich mehr vom Spiel, Hannover fand offensiv gar nicht mehr statt, die einzige Gelegenheit nach der Pause war ein Distanzschlenzer von Maina nach einem Konter. Klauß brachte dann nach 75 Minuten Schäffler positionsgetreu für Shuranov, kurz darauf nahm das Spiel eine erneute Wendung. Der bereits verwarnte Dovedan ging in einen Zweikampf mit Kaiser, traf den Hannoverschen Spieler dabei maximal leicht. Schiedsrichter Reichel, dem Trainer Klauß nach der Partie mit Ausnahme dieser Szene ein sehr gutes Spiel attestierte, obwohl er ein rotwürdiger Einsteigen von Börner gegen Dovedan nur mit gelb belegt hatte, zückte die Ampelkarte. Eine sehr harte Entscheidung. Der Angriffsfluss des FCN brach damit ab. Hannover entwickelte aber trotz Überzahl keinerlei Durchschlagskraft und so blieb es beim torlosen Remis.

2. Daten und Fakten

Die allgemeinen Kennzahlen legen, sei es bei Betrachtung der expected Goals oder auch des Ballbesitzes, ein relativ ausgeglichenes Spiel nahe. Das war es in Summer – rein statistisch – wahrscheinlich auch. Nach einer schwachen Anfangsphase kam der FCN ins Rollen, beendete seinen Offensivdrang aber dann eigentlich schon mit dem aberkannten Tor. Dass die expected Goals nicht höher lagen, lag auch daran, dass beide Teams früh und von weit weg den Abschluss suchten. Während das bei Hannover typisch ist – die Niedersachsen schließen in der gesamten Liga am weitesten vom Tor weg ab – waren die mehr als 21 Meter Abschlussentfernung beim Club eine Ausnahme. Insgesamt 14-mal schossen beide Teams von außerhalb des Strafraums in Richtung Tor. Aufs Tor kam kein Ball.

Grafik 1 legt die Aktionskarten von Tom Krauß und Fabian Nürnberger nebeneinander. Man sieht einerseits, dass die Zahl der erfolgreichen Aktionen sich nicht wesentlich unterscheidet – Krauß hat ein paar mehr Aktionen versucht. Andererseits sieht man aber, dass Krauß die Rolle viel weiter außen interpretierte und auch insgesamt viel positionstreuer spielte als Fabian Nürnberger. Darin spiegelt sich auch die klarere Struktur des Spiels des FCN nach der Pause wieder, nicht nur eine eher ausbaufähiger Leistung des ausgewechselten Spielers.

Grafik 2 vertieft noch einmal die Unterschiede zwischen den ersten dreißig Minuten und den Phasen danach: Der Club stand deutlich tiefer als Hannover in der Anfangsphase, hatte wesentlich weniger Angriffsphasen, kaum Balleroberungen und zwischen 16. und 30. Minute zusätzlich noch keinen Zugriff aufs Spiel. Das änderte sich dann im Laufe des Spiels gänzlich oder phasenweise. Besonders interessant: Nach dem Platzverweis fuhr der Club mehr Angriffe, obwohl Hannover in Überzahl war. 

Grafik 3 schließlich vergleicht die Ballverluste beider Teams. Sofort auffällig ist, dass der Club vor der Pause etliche Ballverluste hatte, die dann zu gegnerischen Abschlüssen führten, Hannover dann nach der Pause. Zum anderen ist augenscheinlich, dass Hannover sehr viele Ballverluste nach langen Pässen hatte – gerade vor der Pause – der Club seine eher in der Mitteldistanz. Auch interessant zu sehen: Der FCN verlor seine Bälle vor der Pause viel tiefer als danach. 25% Ballverluste im eigenen Verteidigungsdrittel standen in der ersten Halbzeit zu Buche, nur 11% danach. Bei Hannover verlief die Entwicklung genau andersrum: 9% vor dem Seitenwechsel, 25% danach.

3. Die kurze Einzelkritik

Christian Mathenia (CU-Note: 3), hatte eine gute Parade früh im Spiel, musste in der ersten Halbzeit viel dirigieren, verlebte dann in der zweiten Halbzeit einen ruhigeren Abend. Kapitän Enrico Valentini (CU-Note: 3-) machte nach vorne nicht viel Betrieb hatte leichte Abspielfehler zu Beginn, fand dann immer besser rein und blieb solide.  Christopher Schindler (CU-Note: 3-) entschuldigte sich nach dem Spiel, dafür, dass er den Rest der Kette mit zwei wackligen Pässen zu Beginn der Partie verunsichert hätte. Danach fand er aber ins Spiel und war wie immer sehr routiniert unterwegs.

Nebenmann Asger Sørensen (CU-Note: 3-) agierte auch weitgehend souverän nach wacklige Anfangsphase, seine Spieleröffnung war aber etwas arg optimistisch. Tim Handwerker (CU-Note: 4-) hatte Probleme mit der Präzision im Spielaufbau und jagte wieder einmal jede Menge Flanken (acht von neun) ins Nirgendwo. Die weitgehend ordentlichen Defensivzweikämpfe bewahren ihn knapp vor dem mangelhaft.

Johannes Geis (CU-Note: 4) hatte ein weitgehend unauffälliges Spiel, baute aber im Gegensatz zum Team in der zweiten Halbzeit eher ab und spielte da viele unpräzise Bälle, auch einige Schwächen in den Duellen ohne gänzlich instabil zu sein. Lino Tempelmann (CU-Note: 3) sorgte in den Umschaltmomenten für die meiste Dynamik, brachte auch eine hohe Passsicherheit mit – nur drei Fehlpässe in 96 Minuten. Fabian Nürnberger (CU-Note: 5) hatte einen weitgehend gebrauchten Tag, kam in der Offensive nicht am Gegenspieler vorbei und in der Defensive nicht in die Zweikämpfe. Musste zur Pause raus, für ihn kam Tom Krauß (CU-Note: 3). Der machte es deutlich besser, suchte mehr die Duelle und hatte gerade auf der rechten Außenbahn gute Momente.

Mats Møller Dæhli (CU-Note: 3) hatte wie immer seine Augenblicke von Brillanz und Technik. Bei seinen Abschlüssen fehlte das Fortune. Erik Shuranov (CU-Note: 5) vergab eine sehr gute Torchance, war aber sonst weitgehend abgemeldet, weil das Spiel an ihm vorbei lief. Nikola Dovedan (CU-Note: 3) war sehr aktiv und arbeitete viel mit nach hinten. Hatte sowohl bei der Abseitsentscheidung als auch beim Platzverweis Pech. Manuel Schäffler und Kilian Fischer kamen zu spät für eine Beurteilung. 

Verlauf der expected Goals während des Spiels (Nürnberg in rot, Hannover in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

Sie waren sich am Ende nicht ganz einig in der Bewertung. Während Christopher Schindler sich „nach der Zweiten Halbzeit enttäuscht“ zeigte, sprach Christian Mathenia davon, dass es „am Ende ein verdientes 0:0“ war. Beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung. Insgesamt war gerade die erste halbe Stunde tatsächlich spielerisch sehr schwach war und der Club konnte auch nach dem Abseitstor von Tom Krauß den Schwung nicht halten, der ihn vor dem aberkannten Treffer zu mehreren Chancen getrieben hatte. Andererseits war der Club über knapp 60 Minuten und selbst nach dem Platzverweis für einen der Ihren noch feldüberlegen und aktiver. 

Robert Klauß wählte dann auch in seiner Analyse so ein wenig den Mittelweg: „Wir sind nicht gut reingekommen, das sind wir erst ab der 30./35. Minute. In der Zweiten Halbzeit waren wir dann klar besser.“ Inwiefern man die Bewertung dann mehr auf der Seite des verdienten Ergebnisses oder mehr auf der Seite des verschenkten Punktes einordnet, liegt wahrscheinlich vor allem im Auge des Betrachters. Womöglich auch ein bisschen in der Einordnung der Schiedsrichterleistung. Robert Klauß attestierte dem Unparteiischen ein „Superspiel“, schränkte aber ein, dass es „nie im Leben“ ein Platzverweis gewesen sei. Angesichts des – auch von den Regelexperten von Collinas Erben als rotwürdig eingestuften – Fouls von Börner an Dovedan vor der Pause und seiner Bewertung, ist die positive Einordnung des Clubtrainers aber zumindest in Frage zu stellen.

Die Frage und die Einordnung dürfen aber nicht über die Probleme hinwegtäuschen, die der Club in der Vorwärtsbewegung weiterhin hat. Man tut sich schwer Chancen zu kreieren, ist immer noch sehr von den genialen Momenten von Mats Møller Dæhli abhängig, auch wenn das Ausspielen der Umschaltsituationen langsam besser wird. Die Serie von nunmehr saisonübergreifend elf ungeschlagenen Spielen in Folge – und auch elf Heimspielen ohne Niederlage in Folge – speist sich derzeit vor allem aus der Defensive. Zum sechsten Mal in zehn Pflichtspielen in der Saison 2021/22 blieb der Club ohne Gegentor. In der gesamten Vorsaison waren es nur sieben Spiele ohne gegnerischen Treffer.

Die defensive Stabilität führt dann auch zu kleinen Kuriositäten: Der letzte Spieler, der in der ersten Halbzeit ein Tor im Max-Morlock-Stadion schoss, ist immer noch Georg Margreitter (33. Spieltag gegen Bochum), der letzte gegnerisches Spieler, dem es gelang, war Tim Kleindienst (31. Spieltag) per Elfmeter. In der Saison 2021/22 sind alle fünf Heimspiele des FCN mit 0:0 in die Kabine gegangen. Besser kann man die Zweischneidigkeit der Entwicklung des FCN nicht zusammenfassen: Defensiv stabil, nach vorne weitgehend harmlos.  Dass es danach meist besser läuft, erklärt Christian Mathenia sich auch mit den Halbzeitanalysen: „Wir arbeiten da auch mit Videoanalysen. Ich denke schon, dass der Trainer da gut auf uns einwirkt. Heute hat er auch ein paar Sachen gesehen.“

Dass die nächste Chance auf eine Halbzeitanalyse in einem Pflichtspiel erst in zwei Wochen in Dresden kommt, findet der Clubtrainer dagegen nicht vorteilhaft: „Die Länderspielpause tut uns nicht gut. Das gilt für viele Vereine, auch weil die Abstände zu kurz sind. Gefühlt war erst vor zwei Wochen Länderspielpause. Man kommt gar nicht in einen Rhythmus rein. Ich glaube viele Mannschaften hätten gerne weitergespielt.“ Um nicht ganz aus dem Rhythmus zu kommen, wird der FCN am Freitag gegen Ingolstadt ein Testspiel bestreiten.

5. Die Kennzahlen

Nürnberg   Hannover
0 Tore 0
0,7 expected Goals 0,79
0,49 Post Shot xG 0,11
0,7 xG ohne Doppelchancen 0,66
16 Schüsse 11
3 Schüsse aufs Tor 1
6 Ecken 7
3 Freistöße 3
49,3 Ballbesitz zeitbasiert (in %) 51,7
45,7 Ballbesitz passbasiert (in %) 54,3
78 Passquote (in %) 81
10 Fouls 13
15,8 PPDA (eigene Defensivaktionen pro gegnerischem Pass) 9
5,3 Challenge Intensity (Defensivaktion pro Minute gegnerischen Ballbesitzes) 6
15,8 Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz) 18
15 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 13
00:13 Ballbesitzdauer (Ø) 00:14

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

Spieler CU-Note Kicker nordbayern.de BILD SofaScore WhoScored
Christian Mathenia 3 3 3 2 7,3/10 6,8/10
Enrico Valentini 3- 3,5 3 3 7,0/10 6,7/10
Asger Sørensen 3- 3 3,5 4 7,2/10 7,1/10
Christopher Schindler 3- 3 3,5 4 7,1/10

7,0/10

Tim Handwerker 4- 4 5 5 6,8/10 7,3/10
Fabian Nürnberger 5 4,5 5 5 6,4/10 6,1/10
Lino Tempelmann

3

2,5 3,5 2 6,6/10 6,4/10
Erik Shuranov 5 4,5 4,5 5 6,5/10 5,9/10
Mats Møller Dæhli 3 3 3 2 6,8/10 6,8/10
Johannes Geis 4 3,5 3,5 3 7,0/10 6,8/10
Nikola Dovedan 3 2,5 3 2 6,5/10 5,5/10
Tom Krauß 3 2,5 3 2 6,8/10 6,7/10
Manuel Schäffler 4 6,3/10 6,0/10
Kilian Fischer -/10 6,0/10
  /10 -/10
  -/10 -/10
Durchschnitt 3,50   3,62   6,79 6,50

181 Gedanken zu „30 Minuten gebraucht – Analyse zu #FCNH96 #FCN

  • Habe nicht verstanden, warum Nürnberger rechts und Tempelmann links in der Raute gespielt haben. Was macht das für einen Sinn?

    Ergänzung:
    Schiedsrichter Note 6

    Gelb/Rot für Dovedan unberechtigt, Rot für Börner nicht gegeben, mehrmals Ellenbogen im Gesicht der Clubspieler nicht mit Gelb bedacht.

    Abseits glaube ich nicht bei Shuranov, stand mmn nicht in der Sichtlinie von Zieler, und die und nicht das Sichtfeld sind entscheidend laut Beitrag von Collinas Erben bei Sky, mine ich.
    Zieler hat auch nicht reklamiert. Starker Hinweis, dass es ok war.

    Antwort
    • In den Videoanalysen zur Halbzeit bzw. nach Spielende vor der PK zeigt aber scheinbar niemand Klauß die Attacke von Börner .

      Antwort
  • Jetzt nur noch die Freiburger und wir ohne Niederlage… nächste Woche beide gegen Sachsen.

    Antwort
  • Tempelmann führt den Ball aus meiner Sicht vor dem vermeintlichen 1:0 einfach zu lange. Spielt er den Ball eine halbe Sekunde eher, führen wir diese Diskussion nicht.
    Die zweite Gelbe für Dovedan aus meiner Sicht unberechtigt. Der Schiri muss aber dermaßen von der Gelbwürdigkeit überzeugt gewesen sein, da er keine Sekunde gezögert hat und schon mit der Hand an der Brusttasche zum Ort des Geschehens gerannt ist. Keine Ahnung was er da gesehen hat…

    Antwort
    • Die zweite Gelbe für Dovedan aus meiner Sicht unberechtigt. Der Schiri muss aber dermaßen von der Gelbwürdigkeit überzeugt gewesen sein, da er keine Sekunde gezögert hat und schon mit der Hand an der Brusttasche zum Ort des Geschehens gerannt ist. Keine Ahnung was er da gesehen hat…

      Hatte Dovedan sich sonst noch Fouls geleistet davor o.ä.?
      So hatte man ja den Eindruck, dass Dovedan diesen Status „bei der nächsten Kleinigkeit fliegst du“ hatte…

      Antwort
  • Sorgen bereitet mir so langsam die U21, die zu viele Spiele verliert, so wie das A-Team zu viele nicht gewinnt (=Luxusproblem weil ohne Niederlage).

    Frage an Florian: Liegt es dieses Jahr in der U21 am Kader? Oder hat sich Fiel noch nicht so recht in die – falls vorhanden – Clubphilosophie eingefunden?

    Der Unterbau ist gerade für einen Verein wie den unseren megawichtig, ein Abstieg in die fünftklassige Bayernliga sollte m.E. unbedingt vermieden werden.
    Ein Lichtblick ist die U19, deren bislang wirklich tolle Saison jedoch von der U17 schon wieder konterkariert wird.
    Es ist demzufolge noch ein gehöriger Weg, den der Club bis zu einer tieferen Stabilisierung zurückzulegen hat, wie mir scheint. Hoffentlich gelingt es der ersten Mannschaft, diese Saison weiterhin sorgenfrei zu bleiben und nicht durch eine blöde Kombination aus Fehlentscheidungen, Verletzten, Gesperrten und Niederlagen so sehr an Widerstandsfähigkeit einzubüßen und in den für die vergangenen Jahre ja so üblen wie typischen Sog nach unten zu geraten. Was derzeit jedoch kaum vorstellbar ist. Auch wenn Robert Klauß noch seine Fehler macht, die er inzwischen aber viel eher erkennt und auch korrigiert (siehe Nürnberger/Kraus).
    Wobei ich mich schon auch frage, ob Fabian Nürnberger letztes Jahr hochgeschrieben wurde oder wirklich so gute Leistungen abzuliefern im Stande war. Und warum er sich seit vielen Wochen in einem Formtief befindet.

    Antwort
  • Man ist hin- und hergerissen von der aktuellen Situation. Einerseits phantastisch und wunderbar, weil der Club immer noch unbesiegt ist andererseits aber mittlerweile zuviele Unentschieden statt Siege einfährt. Diese Tatsache und das Auftreten in den ersten dreißig Minuten untermauern dann halt schon die Befürchtung, daß es (bisher?) einfach noch immer nicht zu einem Tabellenplatz ganz weit oben ausreicht.
    Nach den letzten Jahren war das jetzt nicht erwartbar. Es ist auch am 9. Spieltag sehr überraschend, daß Mathenia aktuell von den Ergebnissen der beste Torwart der 2. Liga ist: Fünf Spiele zu Null hat kein anderer Torhüter aufzuweisen.

    Toll, es macht wieder Spaß, ins Stadion zu gehen. Auch wenn es dieses Mal ein Hindernislauf war. Welcher Vollhonk hat das denn zugelassen, daß diese Verbauten für das dumme Autorennen schon eine Woche vorher aufgebaut sind?! Wenn da eine Panik ausgebrochen wäre, nach dem Spiel in Richtung S Bahn Bahnhof wären Duisburger Zustände möglich gewesen.

    Antwort
  • Die war so hauchdünn, dass man sich durchaus die Frage stellen kann, ob die Genauigkeit, die hier impliziert wird, nicht durch die tatsächlichen technischen Möglichkeiten beschnitten ist.

    Diese Frage kann man nicht nur stellen, man muss diese Genauigkeit sogar stark anzweifeln.

    Der DFB tut ja einfach nur so, das ist kalibriert, dann ist es 100% genau und dementsprechend gibt nur Abseits oder kein Abseits.
    Aber kein Messsystem ist 100%ig exakt, es gibt immer zahlreiche Fehlerquellen, hierbei ganz besonders, da ja immer noch ein Mensch dafür verantwortlich ist, die Linie zu ziehen. Plus alles, was an technischen Toleranzen dazu käme und die Gesamtgenauigkeit beeinträchtigt.
    Am Ende müsstet du einen Fehlerbalken bzw. Toleranzbereich angeben, wenn sich beide in diesem Bereich befinden, ist keine klare Aussage möglich…
    Wie groß dieser Bereich sein müsste, ist die Frage. Aber da hält sich der DFB natürlich bedeckt, um eben keine Diskussionen über die Genauigkeit führen zu müssen…

    Antwort
    • Es kann gar nicht kalibriert sein, wer legt denn den exakten Moment der Ballabgabe in Sekundenbruchteilen fest in dem der Ball den Fuß des Passgebers verläßt, das ist immer noch auf Sicht am Monitor und das ist ja der Bezugspunkt für die „kalibrierte“ Linie. Wenn man da im Millimeterbereich der Abseitstellung ist, ist das reine Lotterie.

      Antwort
      • Die Ballabgabe auf einen exakten Zeitpunkt zu reduzieren, den man eigentlich gar nicht bestimmen kann, ist sowieso Unfug. Man sollte vielleicht einen Zeitraum werten. Das Zeitfenster ist so groß, wie der Ball den Fuß berührt, also von Treffen bis verlassen. In diesem Zeitfenster muss der Spieler die gesamte Zeit im Abseits sein. Ist er das aufgrund der Schrittfolge kurzzeitig nicht, dann ist es auch kein Abseits. Das hätte vielleicht bei Dovedan funktioniert, dass es dann kein abseits ist. Ganz sicher hätte es jedoch damals bei Zrelak funktioniert, weil im Laufduell einmal der Verteidiger und einmal Zrelak näher zum Tor stand, je nachdem wie gerade die Schrittfolge war. Ich hatte damals den Verdacht, dass die Linie mittels Entscheidungstoleranz ins abseits kalibriert wurde.

        Antwort
        • Zeitfenster umfasst dann ja schon 2 Zeitpunkte die extrem genau sein müssen, macht es ja noch komplizierter, das funktioniert genauso wenig, wann und wir sprechen von 1/100 Sekunden verläßt denn der Ball den Fuß, wenn es um Millimeter geht bei der Abseitsstellung. Ist das gleiche Problem. Eine Millimeterentscheidung beim Abseits ist technisch mit dem VAR nicht darstellbar, aber man macht es dann einfach subjektiv und tut so als wäre es eine technisch begründete Entscheidung.

          Antwort
          • Es würde ja vielleicht schon helfen, wenn man zur Bemessung nicht irgendein Körperteil mit dem man legal ein Tor erzielen könnte heranziehen würde, sondern einfach den Körperschwerpunkt. Dies wäre so umzusetzen, dass der Körper auf Höhe der Brust entscheidend ist.

            Dann würde im Laufduell nicht das eine oder andere Schwungbein, das zufällig gerade heraus gestreckt ist entscheiden, sondern, ob der Körper tatsächlich auf gleicher Höhe ist.

            Antwort
          • Ich war auch immer für den VAR zumal aus den Jahren, wo man sich sehr oft verschaukelt gefühlt hat, aber ich bin jetzt der Meinung nach einigen Saisons mit VAR, da ist bislang gefühlt keinerlei Mehrwert , gar keiner. Im Gegenteil im Keller passiert genauso viel Humbug wie früher nur auf dem Platz. Torlinientechnik ja, das funktioniert, aber den VAR können wir uns sparen, so wie es derzeit läuft.

            Antwort
        • „Ins Abseits kalibriert“ – das wäre ein wunderbarer Titel für einen ausführlichen und seriösen VAR-Verriss 🙂

          Antwort
          • Aber auch ein prima Titel für einen Fußball-Krimi! Wolf Haas oder so. Ich hab schon Josef Hader im Ohr… „noja, er wor a bissl foisch kollibrierd… kummd voa, wos wüüsd mochn“…

            Antwort
    • Ach, das ganze VAR Anwendungssystem ist doch schon ein Obermist! Was ist bei einem unberechtigten Freistoß, Eckball oder Einwurf, der zu einem Tor führt? Da greift der VAR nicht ein. Bei zweifelhafter Gelb-Roter Karte? Da greift der VAR nicht ein. Ein sehr rotwürdiges Foul, wie das vom Börner an Dovedan? Auch da greift der VAR nicht ein.
      Warum? Weil ein Videoschiedsrichter so angewandt die Feldschiedsrichter komplett überflüssig machen würde?
      Ich bin beim Tor im Stadion sitzen geblieben, für mich sah das nach Abseits von Shuranov aus, der da an der Torlinie in Schußweg stand.
      Was ich auch wieder nicht begriffen habe, warum dieser VAR Mist dann wieder solange gedauert hat. Wenn die da erst über fünf Minuten rumrätseln müssen, ob jetzt im Moment der Ballabgabe der Schnürsenkel von Dovedan im Abseits war, dann sollen die den Eingriff halt sein lassen. Dann kann es doch nicht eindeutig gewesen sein. Aber Vernunft und Schiedsrichterwesen schließt sich hier wohl aus.

      Antwort
    • Sorry Leute, aber die Diskussion hier scheint mir doch recht „deutsch“, im verzweifelten Versuch auch noch den letzten Spezialfall abzubilden, wird das weitgehend gut funktionierende Gesamtsystem in Frage gestellt. Der Versuch noch auch im extremsten Fall Einzelfallgerechtigkeit herzustellen wird die allgemeine Gerechtigkeit aus dem Auge verloren.

      Schon spannend dass die VAR-Diskussion bei uns am ausgeprägtesten ist, wenn es dann zu internationalen Meisterschaften kommt, dann läuft es dort weitgehend ruhig und sachlich ab.

      Es ist doch klar im Spezialfall wird auch der VAR Fehler machen, wie alle menschlichen Systeme, aber er verhindert zu 100% Abseitstore wie das von Hannover gegen uns in 2013. Und das ist doch schon ein großer Vorteil.

      Schwierigkeit in Deutschland ist dann halt noch, dass man versucht für alles eine Regel aufzustellen, wann darf der VAR eingreifen, wann nicht, wann könnte ein Eingreifen die Autorität des Feldschiedsrichter untzergraben, da kommen dann noch die unterschiedlichen Egos der Spitzenschiedsrichter dazu.

      Ja Situationen wie das Tor am letzten Wochenende von Dovedan werden immer schwierig sein, hier würde ich mir eine Grundtendenz wünschen, dass man im Zweifel für den Stürmer entscheidet, aber wenn das dann gegen uns läuft und wir alle den Gegner eine Messerspitze vorn sehen, würden wir uns auch wieder beschweren.

      Der große Vorteil des VAR bleibt aber extreme Fehlentscheidungen werden minimiert bis fast ausgeschlossen, im Detail gibt es weiterhin enge Entscheidungen und an der einen oder anderen Stelle auch Dinge, die eine Seite als ungerecht empfindet. Das lässt sich aber nie vermeiden.

      Antwort
      • 👍

        Seh ich ganz genauso, was den Video-Assistenten anbelangt.

        Ums mit den Worten von Uli Digmayer aus der aktuellen Ausgabe von „Ka Depp“ zu sagen: Mir fehlt da auch das Empörungspotenzial.

        Viel, viel ärgerlicher finde ich, dass Schiri Reichel die Zweikampf-Führung von H96 mit einem deutlich kulanterem Maß gemessen hat als die Zweikampf-Führung des FCN. Das war meiner Einschätzung nach durchaus Spiel beeinflussend. Und dies nicht nur, aber natürlich auch wegen der ungerechten Hinausstellung für Dovedan.

        Antwort
        • Den Ärger über Reichel und VAR Gerach wegen der Börner Attacke bringe ich auch heute noch nicht aus dem Kopf .
          Bin gespannt wann Gerach in nächster Zeit bei Foul Rot zieht.

          Das eklige Foul von Börner gegen Dovedan wird bei der Bewertung von Reichel (Note 4) im Kicker
          gar nicht erwähnt.
          Die Fragezeichen zu den Aussagen von Klauß über die Leistung des Stuttgarters werden auch nicht kleiner und
          dass ich mich ausgerechnet über 2 meiner TOP 5 SR (Jablonski (in SCP) und Reichel) diese Saison
          ärgern muss macht es nicht einfacher.

          Antwort
          • Die kicker-Note für Reichel finde ich auch einen Witz. „Mangelhaft“ wäre aus meiner Sicht angemessen.

            Generell bekomme ich die Tür zu – trotz der deutlichen Fehlentscheidungen. Ich verbuche die Benachteiligung durch Schiedsrichter unter „Spielpech“. Da ich weder Reichel noch dem VAR Absicht unterstelle.

            „Spielglück“ hatten wir meiner Meinung nach auch schon einiges. Insofern gleicht sich das wieder aus. Und mit Platz 5 werden wir wohl auch „fair bewertet“. Und sind zudem im Soll.

            Nichts desto trotz gingen mir diese dann doch eher krassen Schiri-Fehler am Samstag auf die Nüsse.

            Antwort
            • Danke @fränki für die Beruhigung .
              Hoffentlich bleibt die Tür in nächster Zeit zu aber in Dresden wird es von Minute 1 auf und neben dem Platz wieder Druck von schwarz gelb auf den SR geben.

              Was mich halt immer wieder ärgert.
              Overall wird beim FCN auf dem Platz und von der Bank und auf der PK Fair Play gelebt.
              2 Beispiele vom Samstag:
              Tempelmann wird zweimal gefoult und versucht trotzdem weiterzulaufen.
              Bei Gelb/Rot diskutieren neben Dovedan nur Valentini und Geis mit Reichel und
              selbst wenn mal heftiger reklamiert wird ist es von FCN Akteuren nicht so respektlos wie
              bei anderen zu sehen.
              Spielpech durch SR hat der 1. FC Nürnberg am wenigsten verdient.
              Es ist aber leider so dass der der häufiger reklamiert und am Boden liegt in Deutschland viel zu oft belohnt wird.

              Antwort
              • btw Willkommen zurück, Michel Andreas.

                Genau, Fairplay. Da bin ich immer baff, daß das beim Derwisch aus Freiburg immer übersehen wird. Der steht zum Beispiel schon Sekunden nach Spielbeginn nach dem ein Einwurf nicht für seinen Verein gepfiffen wurde, beim 4. Offiziellen. Bezüglich Fairplay würde ich diesem, für mich unverständlich von der Presse geliebten Trainer, durchweg eine schlechte Note geben.

                Antwort
                • Bin doch schon länger zurück @ Herbertgerbert.
                  Der 96 Coach war bei dem Foul vor seiner Bank in Minute 8 an MMD auch gleich wie Dahoud gegen den BVB unterwegs.
                  Walter fordert in Aue laufend Gelb für die Gastgeber und wird von Hensel nicht verabschiedet. Empfehle jedem der Zeit hat die PK von Aue – HSV.
                  Die Manager aus Augsburg ,FCB oder Fürth hätten sicher sofort nach Spielende auf dem Platz mit Reichel diskutiert.
                  Finde des nicht toll aber wie sagt Max Kruse immer fair bringt auf Dauer gar nichts.

      • Es ist doch klar im Spezialfall wird auch der VAR Fehler machen, wie alle menschlichen Systeme, aber er verhindert zu 100% Abseitstore wie das von Hannover gegen uns in 2013. Und das ist doch schon ein großer Vorteil.

        Ernsthaft, wir brauchen einen VAR um 3m-5m Abseits zu erkennen? 🙂 …aber wegen mir einverstanden. Nur der alles entscheidende Punkt ist die Ballabgabe bei einer Abseitsposition. Und da hinkt das komplette System des VARs. Dann sollen sie wenigstens aufhören Millimeterentscheidungen zu verkünden, wenn man den Bezugspunkt der Ballabgabe nicht auf 1/100 messen kann, das ist physikalischer Humbug.

        Rechenbeispiel: Es gibt kaum einen Erstligastürmer der unter 30kmH schnell sprintet, die meisten sogar schneller. Das sind in 1 Sekunde >= 8,33m!!! Also wenn der Videoschiedesrichter die kalibrierte Linie von Hand per Knopfdruck nur 1/10 Sekunde zu spät oder zu früh auslöst sind das bereits 80cm!!!! Unterschied und da wollen die uns Millimeter Entscheidungen weiss machen?? … das ist lächerlich.

        1/100 Sec. zu spät oder zu früh gedrückt immerhin noch 8 cm.

        1/1000 Sec. zu spät oder zu früh gedrückt 8mm …

        Antwort
        • um es noch deutlicher zu machen, hätte der Videoschiedsrichter nur 1/1000 eher die kalibrierte Linie ausgelöst wäre Dovedan nicht im Abseits gewesen. Wie soll das bitte gehen das ist reine Lotterie.

          Antwort
          • Dann wäre doch meine Idee mit dem Zeitraum gar nicht so schlecht 😜

            Definiere den Zeitpunkt der Ballabgabe wie gehabt und hänge dann vorne und hinten eine zehntel Sekunde dran. Wenn in diesem Zeitraum der Stürmer einmal nicht im abseits ist, dann gilt es als gleiche Höhe.

            Antwort
            • Die Idee von Arsene Wenger, die wohl auch in der FIFA diskutiert wird, gefällt mir außerordentlich gut.
              Da würde die jetzige Regel umgekehrt. Wenn auch nur ein Körperteil des Angreifers noch auf Höhe des Verteidigers ist, dann ist es kein Abseits.
              Das würde den Ansatz „im Zweifel für den Angreifer“ unterstreichen.

              Antwort
              • Da würde die jetzige Regel umgekehrt. Wenn auch nur ein Körperteil des Angreifers noch auf Höhe des Verteidigers ist, dann ist es kein Abseits.
                Das würde den Ansatz „im Zweifel für den Angreifer“ unterstreichen.

                Was würde das denn am Ende verbessern? Auch da gäbe es genauso viele Millimeterentscheidungen, nur würden die Stürmer in vielen Fällen versuchen leicht vor dem Verteidiger zu stehen, dann kann man am Ende auch Abseits komplett abschaffen, das hätte dann den Vorteil, dass sich die Spieler stärker über das ganze Feld verteilen müssen. Es würde aber auch dem Zufall die Tür stärker öffnen.

                Antwort
          • … Dazu aber bitte berücksichtigen, ob das Abseitspaar gegenläufig oder gleichläufig unterwegs ist.
            Selten ist es ja so, dass einer steht, der andere rennt. Das impliziert aber deine Rechnung ein wenig. Bei der Situation am Samstag waren sie gleichläufig unterwegs, das mit der 1/1000 geht sich nicht aus…

            Antwort
          • Sehe ich exakt wie Juve. Die Abseitssituationen, die (wie Flo Zenger es ausdrückt) „im Geist der Abseitsregel sind“ (also klare Vorteile des Stürmers im Moment der Ballabgabe) kann ein mittelmäßiges Schirigespann erkennen. Ab 50cm sollte das schon möglich sein.

            Subjektive Entscheidungen werden durch subjektive Entscheider vor einem Bildschirm nicht plötzlich objektiv. Daher macht der VAR für mich keinen Sinn.

            Antwort
            • Sehe ich exakt wie Juve. Die Abseitssituationen, die (wie Flo Zenger es ausdrückt) „im Geist der Abseitsregel sind“ (also klare Vorteile des Stürmers im Moment der Ballabgabe) kann ein mittelmäßiges Schirigespann erkennen. Ab 50cm sollte das schon möglich sein.

              In der Regel zum Abseits steht nichts von 50cm und vor dem VAR gab es fast jeden Spieltag klare Abseitsstellungen die entweder nicht erkannt wurden oder die falsch positiv erkannt wurden. Dies ist jetzt bei einem Tor so nicht mehr möglich. Nochmal das natürlich extreme Beispiel von unserem Spiel gegen Hannover 2013.

              Und auch am Wochenende gab es keine subjektive Entscheidung, Dovedans Fuß war erkennbar vor dem Verteidiger. Natürlich kann man streiten ob ein solch kleiner „Vorsprung“ relevant ist, ein Vorteil ist, den man mittels Abseits unterbinden will. Aber weder der Schiedsrichter noch der VAR können hier nach Gusto, also subjektiv entscheiden, sondern müssen sich an die Regeln halten und die sind halt eindeutig und gar nicht subjektiv.

              Antwort
          • Also so weit ich das verstanden habe wird die Abseitslinie nicht ausgelöst, sondern man betrachtet die Einzelbilder des passenden Spielers, nimmt das letzte Bild bei dem der Ball noch am Fuß ist und vergleicht das mit dem Einzelbild aus der Seitenperspektive zur exakt gleichen Zeit, da wird dann die Linie des letzten Verteidigers im Standbild eingesetzt.

            Problem dabei, der zeitliche Abstand zwischen den Einzelbildern kann bei der Beurteilung des Abspiels dazu führen, dass dies nicht exakt festellbar ist, sprich bei schnellen Abspielen, ist der Ball auf dem letzten Bild noch nicht beim Spieler, beim nächsten schon von ihm weg. Bei der Seitenperspektive werden meist Zeitlupenkameras mit hoher Bildfolge verwendet, dort wäre der Moment also genauer definierbar.

            Das zweite Problem, wenn die Seitenkamera nicht exakt auf gleicher Höhe wie die letzten beiden Spieler ist, dann kann sich eine Vezerrung einstellen und der Angreifer ist nur scheinbar leicht vor dem Verteidiger.

            Sprich wenn es sich um eine Millimeterentscheidung im volen Lauf handelt, dann kann man auch mit VAR nicht immer zu 100% sicher sagen ob es Abseits war, man kann nur den Anschein der Bilder verwenden. Dies ist aber schon eine sehr hohe Genauigkeit.

            Und auch bei der Diskussion hier geht es ja gar nicht darum ob Dovedan einen Milllimeter vor dem Abwehrspieler stand, das kann man ja auf dem Bild ganz gut erkennen, es geht ja eher darum ob das dann ein „echter“ Vorteil ist und ob der VAR da eingreifen muss. Wenn man die Regel ansieht ist es aber recht klar, bei Tor wird geprüft und es ist egal ob der Spieler einen Millimeter oder 10 Meter vor dem Verteidiger steht, Abseits ist Abseits. Eine richtige Regelauslegung kann man aber weder Schiri noch VAR vorwerfen. Der hier teilweise geforderte Ermessensspielraum würde der Willkür Tür und Tor öffnen.

            Da würde es hier aber auch hoch her gehen, wenn bei einem Gegentor gegen uns gezeigt wird der Spieler war leicht vorn und der Schiri sagt dann das war aus seiner Sicht kein Vorteil.

            Antwort
            • „ob der Spieler einen Millimeter oder 10 Meter vor dem Verteidiger steht, Abseits ist Abseits“

              Das ist im vollen Lauf aber nicht anhand des vordersten Körperteils bewertbar. Man muss sich das Laufen bildlich vorstellen. Das Schwungbein holt nach vorne aus und wird nach „Landung“ auf dem Boden zum Standbein und läuft dabei unter dem Körper durch. Dabei macht die Linie des vordersten Körperteils eigentlich eine Pendelbewegung, während sich der Körper selbst linear bewegt. Entscheidend für Abseits oder nicht ist dann also, ob gerade ein Bein nach vorne gestreckt ist oder unter dem Körper? Wenn also der Gegenspieler einen anderen Schrittrhythmus hat, könnte er zwar näher zum Tor stehen (bzgl. Körperschwerpunkt), aber dennoch vermeintlich weiter weg, weil der Angreifer gerade das Bein vorstreckt. Siehe Zrelak.

              Dieses „Pseudoabseits“ ist das Resultat der gegenwärtigen Regel. Deshalb würde ich den Körper auf Brusthöhe werten, weil es die tatsächliche Position eines Spielers bestimmt.

              Antwort
              • Was der Regelung in der Leichtathletik entsprechen würde (siehe Fotofinish), wenn ich mich nicht irre. Und die wollen/müssen es schließlich am besten wissen, wer an einer ganz bestimmten Stelle vor oder noch hinter seinem Gegner ist.

                Antwort
              • Wobei eine solche Regelung für den Fußball wohl spezielle Schwierigkeiten bereit hielte: Spieler mit Rücken oder seitwärts zum Tor stehend, evtl. „Brusthöhe“ für Linienrichter schwerer zu erkennen..

                Antwort
                • Das mag sein, aber dafür hätten wir ja dann den VAR mit anderen Bildmöglichkeiten. Seitwärts oder Rücken ist im Prinzip egal, es zählt ja nicht die Brustwarze, sondern der Rumpf, also genauso der Rücken oder seitlich unter den Achseln.

            • Die komplette Auslegung ist falsch, weil sie dem Sinn der Regel widerspricht und die gleiche Höhe defacto aufhebt.

              Es ist schön, wenn ein Schiedsrichter im Keller nach drei Minuten einen Zentimeter Abseits findet, nur: Der Spieler auf dem Feld kann das nicht. Der kann nur im Lauf und nach menschlichem Ermessen versuchen sich auf Höhe des Verteidigers zu halten. Das macht Dovedan und der hat auch keinen Vorteil daraus. Was anderes wäre, wenn der Verteidiger einen Schritt raus macht, oder Dovedan einen halben Meter weiter vorne laufen würde, dann würden wir nicht diskutieren.

              Fakt ist, dass hier die Technik die Möglichkeit der Spieler und des Schiedsrichters auf dem Feld überholt hat. Und nicht im Guten. Wenn man jetzt bei allen Toren aus dem Spiel heraus sucht, warum sie nicht zählen sollten, während wir bei jeder Szene im Strafraum eine Berührung suchen, um einen Elfmeter zu geben, ist das echt nicht mehr mein Sport.

              Die Regel der Premier League zur neuen Saison gefallen mir daher recht gut – die haben die Abeitslinie breiter gemacht und führen damit quasi die gleiche Höhe wieder ein, indem sie die Witz-Abseits-Entscheidungen aufheben und nur noch das Abseits ist, wo der Fan auch mit freiem Auge schon sagen kann „Gut, der ist einen halben Fuß vorne“. Gleichzeitig ist dort nicht mehr jede Berühung im Strafraum automatisch ein Foul, die beziehen jetzt mit ein, ob ein Stürmer schon fällt oder einfach nur gewollt und ohne Ball in den Verteidiger reinläuft.

              Es rennt auch dort nicht alles perfekt, aber die Richtung stimmt auf jeden Fall. Man kann nur hoffen, dass die anderen Länder nachziehen.

              Subjektive Fehler (Börner, Dovedan) wird man leider weiterhin haben…

              Antwort
              • xxandl: „Die komplette Auslegung ist falsch, weil sie dem Sinn der Regel widerspricht und die gleiche Höhe defacto aufhebt.

                Es ist schön, wenn ein Schiedsrichter im Keller nach drei Minuten einen Zentimeter Abseits findet, nur: Der Spieler auf dem Feld kann das nicht. Der kann nur im Lauf und nach menschlichem Ermessen versuchen sich auf Höhe des Verteidigers zu halten. Das macht Dovedan und der hat auch keinen Vorteil daraus. Was anderes wäre, wenn der Verteidiger einen Schritt raus macht, oder Dovedan einen halben Meter weiter vorne laufen würde, dann würden wir nicht diskutieren.“

                Also doch die Brust wie beim Fotofinish, alles andere ist Willkür. Es kommt im aktuellen Modus darauf an, welchen Frame man wählt. Mir scheint, im Keller wird alles versucht, ein Abseits nachzuweisen. Man wählt genau den Frame, der das bestätigt….

                Aber das ist doch tatsächlich im Geiste des Abseits der falsche Ansatz. Man sollte doch im Gegensatz dazu alles Versuchen, um das Tor als regulär zu bestätigen. Das ist ja fast wie ein Wettkampf, schaffe ich es, aus dem Keller den Schiri zu überstimmen?

                Wenn man nicht die Brust nehmen will, dann muss man davon abgehen, einen einzigen Frame zu bewerten. Bewerte 5, den „Zeitpunkt“ und 2 davor und 2 danach. Ist es immer Abseits, dann ist es abseits, ist es das nicht immer, dann ist es gleiche Höhe.

                Antwort
                • Also mir gefällt die Idee ganz gut, die xxandl beschreibt, einfach eine breitere Kalibrierungslinie vielleicht 1 Fuß breit, die quasi eine „gleiche Höhe Toleranz“ beinhaltet.

              • Nicht jede Berührung = Foul wird in Deutschland sehr schwer so wie in der Premier League
                ausgelegt werden können weil die meisten DFB Schiedsrichter hinsichtlich der Einschätzung von Zweikämpfen und gelbwürdigen Aktionen sich vom internationalen Standard entfernt haben und die meisten Spieler versuchen Dank dieser kleinlichen Spielleitung Fouls zu ziehen und belohnt werden.
                Kann mir nicht vorstellen wie das Rad zurückgedreht werden kann.
                Für mich ein Grund warum die Bundesligisten im UEFA Cup bzw. Europa League
                seit Jahrzehnten enttäuschen.

                Antwort
  • Hmmm, ich bin grundsätzlich mit dem Punkt eher zufrieden, als unzufrieden. Zu wichtig finde ich, dass die Serie nicht gerissen hat und die Zuversicht der Truppe in ihre Unbesiegbarkeit von Woche zu Woche wächst. Natürlich muss man über den Schiedsrichter sprechen. Nur können wir froh sein, dass in der bisherigen Saison bis auf das Spiel in Paderborn wenig zählbares gegen uns gepfiffen wurde. Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass der Verein im Sturm nachbessern – zumindest per Leihe – muss. Hier sind wir einfach zu schlecht aufgestellt. Während fast der Verein einen Scorer vorne drin hat, müssen wir das als Team kompensieren. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Schäffler dieses Manko, was er bisher nicht kompensieren konnte, noch kompensieren wird. Lohkemper wird kaum dauerhaft unverletzt bleiben und ist kein Mittelstürmer. Borkowski wird kaum über eine Jokerrolle hinauskommen. Shuranov gehört die Zukunft, ist aber noch verständlicherweise zu wenig konstant. Dovedan gefällt mir inzwischen gut, aber er ist eher der zweite Stürmer in einem 4-4-2 (wie Lohkemper).

    Antwort
    • Shuranov gehört die Zukunft aber nur dann, wenn er in der Gegenwart auch regelmäßig spielt. Leihst Du Dir einen weiteren Stürmer, nimmst Du Shuranov automatisch die Chance auf Einsatzzeiten. Das würde ich auf keinen Fall tun.

      Die Kritik an Schäffler, der mit Lohkemper bis zu dessen Verletzung hervorragend harmonierte, finde ich übertrieben. Zumal, und da sehe ich eher das Problem, der letzte Pass, die Flanke, viel zu selten ankommt. Auch Terodde wäre als Knipser bei uns ziemlich aufgeschmissen.

      Antwort
  • Die Gerüchteküche handelt Klauß als Kandidaten für den Posten als Manager/Trainer von Lok Moskau. Hoffe er widersteht dem schnellen Geld! Beim Club sind wir diesbezüglich leider gebrannteKinder…

    Antwort
    • Ja der Connect heißt Ralf Rangnick ehemaliger RB Mastermind, der jetzt Lok Moskau berät. Geld wird da sicher mehr geboten, aber Klauß ist noch so jung, nachhaltiger wäre erstmal hier seine Schritte weiter zu gehen, ich hoffe auch nicht, dass er sich locken läßt, einem ersten Statement nach und das war glaubhaft habe er selbst davon in der Presse erfahren. Ins Ausland kann er noch viele Jahre irgendwann gehen.

      Antwort
  • 1. Der Dovedan hat unter den SRn mittlerweile ein schlechtes Image, er kriegt sofort Gelb… Wie früher Glavovic… und dann später auch noch Andi Wolf…

    2. Was heißt eigentlich, bei der Abgabe darf man nicht im Abseits stehen?? Das habe ich mich schon immer gefragt, was die Fußballregeln angeht. Zählt der Moment, wo der Fuß den Ball berührt, oder der, wo der Ball den Fuß verlässt? Das war früher nicht nachvollziehbar, aber jetzt im digitalen Zeitalter, wo alles messbar ist, müsste es doch eigentlich machbar sein im Kölner Keller… ;-))

    3. Nach wie vor frustrieren mich die Flanken-Skills von Handwerker und Valentini. Das ist doch trainierbar.

    Antwort
    • Lt. dem Interview nach dem Spiel gab es wohl eine ähnliche Frage in Richtung Coach. Dieser meinte schmunzelnd, dass es wie verhext wäre, weil im Training die Flanken ankommen und die Stürmer dazu angehalten sind, auf den kurzen Pfosten zu spekulieren.

      Warum das im Training zuhauf und im Spiel gar nicht funktioniert ist mir ein Rätsel. Nervosität vielleicht ein Faktor?

      Antwort
    • Der Moment der Ballabgabe wurde von der DFL bei Einführung des VAR noch einmal neu und genau definiert.

      Antwort
  • Heute gibt es ab 10:55 Uhr die Liveübertragung des Testspiels gegen Ingolstadt auf dem 1.FCN Youtube Channel zu bewundern.

    Antwort
  • Hoffentlich ist Kutschke nicht wie Mölders gegen Hübner unterwegs und alle sind um 12.55 Uhr noch gesund.

    Antwort
  • Na toll! Der Clubersatzkeeper Klaus hat denselben Frisurkünstler wie ich. Beim jetzt schon zweimaligen Hintersichgreifen sieht er wenigstens bestens frisiert aus. 0:2 schon so früh, das sieht nach ner Klatsche aus. Etwas mehr wehren dürfen sich unsere Defensiv schon.

    Antwort
  • Meiomei, 0:3 durch Eigentor Schindler. Das ist ganz schön schlecht, was man da ansehen muss. Da hör ich gleich mit der verfrühten Mittagspause wieder auf und arbeite weiter. Der Karl Klaus kann einem leidtun, auch wenn seine Haare prima geschnitten sind.
    Die 3. gelbe für den Club .. pfft

    Antwort
  • Zurecht glatt Rot für Nürnberger, der den Ball im Mittelfeld vertändelt und dann aus Frust nachtritt. Der Junge steht derzeit neben sich.

    Chancenverhältnis zur Pause 1:3. Ergebnis 0:3. Knothe, der das 0:2 mit einem katastrophalen Fehlpass initierte, mit schwacher Vorstellung. Auch Latteier ohne Akzente. Borkowski im Ansatz ordentlich, aber wie so oft verpasst er ein rechtzeitiges Abspielen. Schäffler wirkungslos.

    Rausch auch nicht berauschend, mit Licht und Schatten. Eine Flanke, die nicht ankam. Dafür aber beteiligt an der einzigen FCN-Chance mit schönem langen Pass auf Dovedan.

    Antwort
  • FCI von Beginn dem FCN nicht nur beim Thema Körpersprache und Aggressivität haushoch überlegen.
    Der 1. FC Nürnberg erinnert mich heute an das Match gegen Wehen im Dezember 2019.Klar ist nur Test aber hätte nicht gedacht ein FCN Team im Oktober 2021 so pomadig wie damals zu sehen.
    Wieso so ein Test wenn die Einstellung nicht stimmt ?

    Antwort
  • Eine höchst inspirierte Vorstellung bisher – vom FCI, der auf der Suche nach der Erfolgsspur auch was dafür tut.

    Beim Club kann man froh sein, dass es nur ein Test ist und vielleicht eine gute Medizin gegen zu viel Selbstzufriedenheit und dem Ausruhen auf dem Nimbus der Unschlagbarkeit.

    Antwort
  • Immerhin verhelfen wir den Schanzern zu einem gehörigen Stück Selbstvertrauen und geben ihnen Hoffnung darauf, das sie aus dem Abstiegskeller wieder herauskommen.
    Und unser Trainer bekommt die Gelegenheit, die eine oder andere disziplinarisch etwas härtere Maßnahme zu ergreifen. Nürnberger gehört für mich intern klar bestraft, das geht gar nicht. So kann man in einem Testspiel NICHT auftreten. Inzwischen stehts schon 0:5.
    Leidtun kann einem vor allem der Ersatztorwart, dessen Haarschnitt auffällig gut ist, falls ich das noch nicht erwähnt habe.

    Damit ist doch dann der Sinn eines Testspiels erfüllt, oder?

    Meiomei…

    Antwort
  • Extrem peinlich, das 0:6 nach einem krassen Abspielfehler von Tempelmann. Warum hauen die den Ball nicht hoch vor, wenn Ingolstadt extrem forecheckt?

    Antwort
  • Null zu Sieben.

    Chancenverhältnis 2:9.

    Der Club mit einer zweifelhaften Einstellung. Der berechtigte Platzverweis für Nürnberger wegen Nachtretens in einem Testspiel unterstreicht dies. Der FC Ingolstadt unter dem neuen Trainer Schubert hingegen mit Schneid, hoher Motivation und einer hohen Effizienz.

    An beiden Club-Chancen war Rausch beteiligt. In Halbzeit zwei schöner Freistoß von ihm auf den Kopf von Handwerker, der in den zweiten 45 Minuten auf der Doppel-Sechs spielte. Rausch fiel aus meiner Sicht positiv durch eine relativ ordentliche Passqualität auf. Und der eine Freistoß war fein. Handwerker indes könnte in der Defensive griffiger sein.

    Alles in allem natürlich ein scheiss Test. Den man aber nicht überbewerten sollte. Ein Test ist ein Test. Aber ein Null zu Sieben geht gar nicht. Und die Bäume wachsen definitiv nicht in den Himmel. Dass Schubert zwar deutlich weniger rotierte als Klauß, der mit dem zweiten Anzug antrat, mag diesen desaströsen Test teilweise erklären – aber nicht entschuldigen.

    Antwort
  • 0 : 7 !!!!!!!! @ fränki brauche Fachmann zur Einordnung.
    Bin echt sauer dass Lizenzspieler mit dem FCN Logo sich auf eigenem Gelände gegen Ingolstadt so abschlachten lassen.

    Antwort
    • Servus @michel.

      Die einen wollten ein bisschen testen. Die anderen hingegen wollten sich ihrem neuen Trainer beweisen und gewinnen. Die einen mit der zweiten Reihe. Die anderen bis auf wenige Ausnahmen mit der Stammelf. Die einen unsortiert, die anderen eingespielt.

      Trotzdem, da hast Du Recht, darf man sich so nicht präsentieren – auch nicht in einem Test. Da waren extrem krasse Fehler dabei, die einfach was damit zu tun haben, dass man nicht ganz bei der Sache war.

      Man kann diesen Test aber auch dahin gehend deuten, dass wir uns noch im Aufbau befinden, dass es noch ein relativ fragiles Gebilde ist, dass „Aufstieg“ für uns ein viel zu großes Wort ist derzeit.

      Antwort
  • Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass sogar Kutschke getroffen hat 🙁

    Antwort
  • Hoffentlich ein krass heftiger wake-up-call für alle, die sich voller Selbstzufriedenheit im Nimbus des Ungeschlagenseins eingerichtet haben.

    Antwort
  • Dieses Debakel kommt genau zur richtigen Zeit. Einer allzu euphorischen Stimmung über den bisherigen Saisonverlauf wurde mit dieser schwachen Mannschaftsleistung für die morgen anstehende JHV jedenfalls ein leichter Dämpfer erteilt.

    Antwort
  • Diese unfassbare Blamage hatte den optischen Anschein einer kollektiven Leistungsverweigerung. So treten üblicherweise Teams auf, die gegen ihren Trainer spielen. Hecking und Klauß dürfen nach diesem Desaster keinesfalls in den Alltagsmodus schalten. Die Mannschaft hat einen Anschiss Lorantscher Vulkangüte verdient!

    Antwort
  • Und noch einen Magath Hügel aufschütten, 10m hoch!

    Bei allen üblichen Begründungen, was ich trotzdem nicht verstehe, ein 1:2, ein 0:2 gegen den Tabellenletzten! ..etc. ok das wäre unerfreulich aber im Rahmen des Nachvollziehbaren, aber ein 0:7 da fehlen mir die Worte und es war hier kein C Team auf dem Platz. Ist einigen diese Unbesiegtserie massiv zu Kopf gestiegen? Auch in einem Testspiel sind es Profis, die das Clubtrikot tragen.

    Antwort
  • Veilleicht wollte der Großteil der Mannschaft ein freies Wochenende, stattdessen wurde das gestrichen und sie mussten zu diesem neuerlichen Testspiel antreten? Welche Erklärung kann es denn für so einen völligen Nullbock-Auftritt der gesamten Spielerschaft schon geben? Das lässt einen Fan einigermaßen ratlos zurück.

    Antwort
  • Mein Hintern brennt. Ich sitze jetzt schon seit 10:45 Uhr, also seit bald 10h vor der JHV Videokonferenz.
    Es ist erschütternd, welche Satzungsänderungsanträge da eingekippt werden. Fast alle waren überhaupt nicht zu Ende gedacht, da geht es wohl einigen Antragsstellern hauptsächlich um die Befriedigung einer Profilneurose (ich schaue da auch nach Neuss). Ganz schlimm: Weil es der Vorstand Rossow nicht klar genug kommuniziert und nicht eng genug eingegrenzt hat, wurde dessen Satzungsantrag zur Gründung von Gesellschaften zur Vermarktung jetzt mit nur 71% Pro-Stimmen wegen fehlender 2/3 Mehrheit abgelehnt.
    Da wohl unter 2000 Mitglieder anwesend waren, erinnert so etwas fatal an das Brexitquorum (ca 50 Stimmen haben gefehlt!).
    Aber ich muss echt sagen: Selber Schuld, Herr Rossow. Das war keine gut vorbereitete und eingegrenzte Aktion, gerade bei dem bekannt empfindlichen Thema „Privatisierung“ muss man dach bekanntermassen beim Clubpublikum extrem vorsichtig agieren und sich keinen Freibrief ausstellen lassen sollen.

    Antwort
    • Sorry, ich finde es dermaßen unzeitgemäß und es bremst den Club krass aus.

      Nach der Kündigung an Sportfive wäre die Installation der eigenen Marketing-GmbH eine logische Fortführung des Weges zur Eigenständigkeit, zum Ausbau der Sponsorenakquise und damit zur längerfristigen Besserstellung des Vereins gewesen. Jetzt aber sitzen wir wieder ein Jahr länger im eigenen Befindlichkeitsquark und wundern uns, wer als nächstes alles am Ruhmreichen vorbeizieht, welche fähigen Leute den Club verlassen werden oder erst gar nicht gewonnen werden können.

      Diese Mitgliederversammlung war ein eindrückliches und schmerzhaftes Beispiel dafür, warum wir noch immer ein Land sind, in dem die German Angst (=vor jeder progressiven Änderung) über allem steht. Scheinbar macht es den Leuten mehr Spaß, später über alles mögliche jammern zu können anstatt Dinge anzupacken, zu verbessern und zu modernisieren.
      Der MV fehlte es an kognitivem Potenzial um zu erkennen, dass in fast allen Bild- u. Tonbeiträgen (man denke an M.A. Roth!) alles erdenkliche miteinander vermischt und verwurstelt wurde, weil man vor lauter Angst um das Tafelsilber Valznerweiher die Chancen nicht sehen konnte/wollte.

      Armselig und wirklich entmutigend.

      Gute Nacht, geliebter Provinzverein 1. FC Nürnberg.

      Antwort
      • Und? Sind denn diese Befindlichkeiten gerade beim Club denn etwa neu? Warum hat denn der Rossow nicht dann direkt vor der quasi allesentscheidenden Abstimmung nochmal das Wort ergriffen? Warum hat er den Satzungsänderungswunsch nicht enger und konkreter gefasst? Da wurde natürlich vorher von lauter alten Männern eine Angstsuppe angerührt. Dann muss ich als Rossow halt nochmal aufstehen und die Auslöffeln oder als ungenießbar wegschütten. Jetzt also auslöffeln, weil keine cojones.

        Antwort
      • @Zuckerpass

        Ich geb‘ Dir Recht. Und es ist enttäuschend. Wenngleich genau dies zu befürchten war. Und wie Du sagst, wurde vieles miteinander verwurstelt.

        Allerdings hat auch @Herbertgerbert absolut Recht. Rossow kam wenige Tage vor der Versammlung mit der Vermarktungs-GmbH um die Ecke. Das hätte man mit längerem Vorlauf besser erklären und kommunizieren müssen. Man hätte um mehr Verständnis werben müssen. Das hätte Rossow auch noch während der JHV machen können. Es fehlten schließlich nur 4 Prozent! Eine doch deutliche Mehrheit war ja für Rossows Plan – dieser wurde ja nicht abgeschmettert, es fehlten nur ein paar Prozent.

        Antwort
  • Der Antrag auf Satzungsänderung kam im Rahmen der Tagesordnung zur einer völlig unpassenden Zeit – da hatten selbst die Hartgesottenen bereits Federn gelassen. Mein Eindruck war nicht, dass die zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen Mitglieder den Ansatz der Gründung einer Vermarktungs-GmbH unbedingt verhindern wollten. Vielleicht hätte man von Seiten des kaufmännischen Vorstands vor der Abstimmung zur Klarstellung einfach nochmal auf den Bericht zur finanziellen Lage des Vereins sowie den rechtlichen Erfordernissen seit der Kündigung des Sportvermarkters Sportfive eingehen sollen, um entsprechend für den Antrag die Werbetrommel zu rühren. Sich eine Prokura für zukünftiges Handeln quasi als Freibrief ausstellen lassen zu wollen, war wohl in dieser Hinsicht auch nicht besonders hilfreich. Nach ca. 10 Stunden Sitzungsmarathon, teilweise gespickt mit feinsinnigen juristischen Auseinandersetzungen, wird es nicht zuletzt auch dem einen oder anderen Mitglied an der erforderlichen Konzentration in der Schlussphase gefehlt haben. Letztlich bleibt festzustellen, dass insgesamt kein einziger satzungsändernder Antrag die erforderliche 2/3-Mehrheit fand. Insoweit wird man heute abend noch die Wunden lecken, eine Nacht darüber schlafen und ab Montag nach kreativen Lösungen suchen, um die mehrheitlich befürwortete Selbstvermarktung auch ohne ein unmittelbares Mandat der MV in die Wege zu leiten.

    Antwort
  • 2/3-Mehrheit gab es, aber keine notwendige 3/4.

    Jetzt allen eine gute Nacht.

    Und hoffentlich wachen wir nicht auf und Rossow und Hecking haben sich vom viertelmilliardigen Valznerweiher gemacht.

    Bin immer noch sauer und enttäuscht. Da hat keiner ein Problem, wenn die Vermarktungsrechte über gefühlt fünfhundert Jahre an eine externe gesichtslose Marketingagentur verballert werden.
    Aber wehe, eine GmbH in Clubbesitz würde die Vermarktung übernehmen! Der böse Rossow will sich doch langfristig bestimmt nur den Valznerweiher, alle Transfererlöse der kommenden 20 Jahre und unsere Töchter unter den Nagel reißen. Das muss unbedingt verhindert werden!

    „Aber die Fürther/Mainzer/Freiburger/Augsburger / whoever haben uns strukturell überholt und spielen Erste Liga! Scheiß Aufsichtsrat! Mieser Vorstand! Alles Penner!“

    Antwort
    • Von wegen strukturell überholt. Die Mainzer und die Freiburger sind reine Vereine. Soweit ich weiß, und man möge mich gern korrigieren. Die Freiburger vermarkten in Kooperation mit Infront. Ziehen jetzt in ein neues, schickes Stadion um. Als Verein.

      Die Mainzer Vermarkten alleine. Soweit ich weiß ohne GmbH und seit Jahren. Die haben erst vor ein paar Jahren ihre Satzung reformiert und zwar so, dass sie seitdem der unserigen sehr ähnlich ist. Vorher war das alles ziemlich, ziemlich ehrenamtlich. Hat offenbar funktioniert.

      Die Augsburger gerieten zum Projekt des offensichtlich herausragenden Unternehmers Walter Seinsch, sonst wären die vermutlich noch in der Regionalliga. Wenn überhaupt. Die Fürther wären vermutlich in der Bayernliga Nord, wenn die Greuther unter Feldmarschall Hack sie nicht feindlich übernommen hätten (aus den Kleeblättlern sind längst die Teebeutel geworden, haben die aber nie so richtig verstanden).

      Nicht falsch verstehen. Ausgliederungen, GmbHs, etc. haben auf jeden Fall was für sich, nur so kannst du potente, (seriöse) Akteure dauerhaft in’s Boot nehmen, etwa bei der Vermarktung, oder einen Stadionumbau besser stemmen. Haben wir aber Pfeifen am Ruder, funktioniert das mit der vermeintlich modernen Vereinsstruktur auch nicht. Pfeifen holen sich nämlich andere, billige Pfeifen an Bord.

      Letztlich. Sind Ticketing und Merchandising nicht schon in der 1.FCN-Fanshop GmbH ausgegliedert? Wie ging das damals eigentlich vor sich? Kann mich nicht erinnern.

      Antwort
      • Ja. Stimmt.

        Die 1. FCN Marketing GmbH wurde wohl noch in einer Zeit gegründet, in der die Satzung die Gründung von Gesellschaften noch vorsah. Anders kann ich mir das nicht erklären.

        Antwort
        • Dann kann man die verwenden? Also wieviele Untergesellschaften soll man noch gründen? Das wäre auch so eine offene Frage gewesen. Mit der Absolution am Samstag wären x, y oder z Untergesellschaften in jedweder Form möglich gewesen? Ich habe zwar studiert, aber weder Jura noch Wirtschaft. Bei mir käme so eine undurchschaubare Verflechtung von unzähligen Gesellschaften dann gleich eher dubios als vertrauenswürdig an. Oder ist das en vogue, weil 2021 ungleich dem Gesellschaftsrecht aus der Kaiserzeit ist. Keine Ahnung.

          Antwort
          • Ich hab gestern noch n bisschen rumgefragt. Die Antwort, ob man die „alte“ GmbH verwenden könnte ist wohl mit einem entschiedenen „Jein“ zu beantworten. Es wäre ein rechtlicher Graubereich, ob der Vorstand/AR das so einfach tun könnte – da käme dann auch die Holzmüller/Gelatine-Entscheidung ins Spiel – denn man kann juristisch wohl auf dem Standpunkt stehen – und der herrscht wohl auch vor – dass das eine Entscheidung wäre, die von solcher Tragweite wäre, dass der Vorstand dafür die Zustimmung der JHV so oder so einholen müsste.

            Dazu kommt, rein betriebswirtschaftlich, dass man wohl eine genaue Leistungsrechnung innerhalb anderer Strukturen nicht leisten kann, weder in einer andere GmbH noch innerhalb des e.V. Nur mit einer neuen GmbH könnte man nachvollziehen, was finanziell in die Eigenvermarktung an Aufwendungen reingesteckt wird und was an Erlösen rauskommt.

            Beides ist in der JHV zwar angeschnitten worden, aber in einer Frage nach Lieferzeiten – ich sag mal – untergegangen. Glaube, wenn man das proaktiv vermittelt hätte, dann wäre da schon mehr möglich gewesen.

            Antwort
            • Würde gerne wissen, von wem diese Aussage im zweiten Absatz stammt.
              Für mich als Betriebswirt ist sie seeehr fragwürdig, mal positiv ausgedrückt.
              Es ist sehr gut möglich, diese Informationen aus der Buchhaltung/Kostenstellenrechnung zu ziehen.
              Der Grund liegt wohl in der Umbenennung der Marketing GmbH in 1. FCN Fan-Shop GmbH durch die Gesellschafterversammlung am 26.11.2014 (weiß aber nicht, ob in der JHV in 2014 hierüber abgestimmt wurde), wobei dies die Gesellschafter auch wieder rückgängig machen könnten.

              Antwort
            • Holzmüller/Gelatine.

              Verstehe im Nachhinein nicht, warum manch Aufsichtsrat so geschossen hat gegen den Antrag von Gerd Lederer. Wenn ein Verkauf des Grundstücks eh holzmüllerGelatine wäre aufgrund der finanziellen Tragweite.

              Da wäre es doch besser gewesen, die „Verwaltung“ hätte den Lederer-Antrag unterstützt. Um ein Klima des Vertrauens zu schaffen vor der wichtigsten Abstimmung des Tages.

              So hat man Michael A. Roth als Beschützer des Tafelsilbers auf den Plan gerufen. Was ein Knalleffekt war. Aber sicherlich Stimmen kostete für die „Verwaltung“.

              Irgendwie musste man bei Rossow & Co eine Strategie vermissen. In der auch bestimmte Szenarien vorkommen. Man hat wohl einfach gedacht: Bassd scho, werd scho wern.

              Antwort
  • Ich bin immer noch sprachlos. Da wird wegen jeden Gschmarri ewig rumgewaaft und wenn dann nach etwa 9h DER wichtigste Antrag der ganzen Veranstaltung eingereicht wird, sagt direkt vorher keiner der Antragssteller etwas dazu. Man hätte doch wenigstens nochmal auf die extreme Wichtigkeit hinweisen können und damit das Publikum aufwecken müssen oder einen Grobentwurf über die Vermarktungspläne zeigen können… Aber nix war halt dann nix und führte dann zu nix. Echt dumm. Dann waren die letzten Worte, die da im Gedächtnis hängenblieben, die mahnenden Tafelsilberworte aus Rückersdorf. Das hätte man einfach Abfangen können.

    Antwort
    • Absolut.

      Dass Rossow das ihm als Antragsteller gebührende Schlussplädoyer nicht nutzte, um dumpfe Ängste auszuräumen, verstehe ich auch null. Und Versammlungsleiter Adrian schien auch einigermaßen verblüfft, dass Rossow diese Chance einfach so verstreichen ließ.

      Es gibt organisierte Gruppierungen mit Partikularinteressen, die wird man nur schwer überzeugen können. Dann aber gibt es jede Menge Mitglieder, die den Themen „Anteilsverkäufe“ und „Ausgliederung“ skeptisch gegenüberstehen – verständlicherweise. Aber das Gründen einer Vermarktungs-Gesellschaft mit einem Verkauf von 25 Prozent der Anteile daran hat nun wirklich nichts mit dem Verkauf von Tafelsilber zu tun. Und genau dies hätte man den Skeptikern erklären müssen. Hat man aber nicht. Weder im Vorfeld. Noch während der JHV.

      Eine hausgemachte Wahlniederlage.

      Antwort
      • „Niels Rossow ist seit 1. Oktober 2018 Kaufmännischer Vorstand des 1. FC Nürnberg. Sein Hauptaugenmerk liegt auf den Bereichen Verwaltung und Finanzen, Sicherheit, Marketing sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.“
        Eigentlich ist er doch für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Nunja.

        Antwort
        • Ich finde, dass Niels Rossow unseren Club in Sachen Wahrnehmung und Erlebbarkeit nach vorne bringt. Er hat gute Ideen. Auch dass er den Fokus unter anderem auf gesellschaftliche Verantwortung legt, finde ich durchaus klasse.

          Unterm Strich würde ich als aufmerksamer Fan ihm ein gutes Zeugnis bislang ausstellen. Dass er sich mit Hecking gut versteht und die beiden ein kongeniales Duo für den Club sein könnten, war gestern klar zu sehen. Und ist – um mal was Positives über die JHV zu sagen – erfreulich.

          Wie Du aber sagst, fällt auch die Öffentlichkeitsarbeit in seinen Wirkungsbereich. Und diesbezüglich muss man sich einmal mehr fragen, ob man die Möglichkeiten einer proaktiven Kommunikation auch wirklich nutzt.

          Zu glauben, dass der Fan oder das Mitglied sich keine Gedanken macht über Vereinspolitik, ist falsch. Wenngleich man sich wünschen würde, dass mehr Mitglieder ihre Möglichkeit der Mitgestaltung wahrnehmen.

          Antwort
  • Ich glaube ja, dass „Herr Rossoff“, wie der Wahlvorstand zu sagen pflegte, sich schlicht nicht vorstellen konnte, dass sich die anwesenden Mitglieder von der kognitiven Dissonanz, auf der das ganze nervige Geschwafel zuvor ja großteils beruhte („Ist denn dann mit der Marketing-GmbH die Zeit zwischen der Aufnahme der Kalenderfotos und den Fotos für die Autogrammkarten und deren Auslieferung – weil das dauert ja jetzt viel zu lang! (…) – endlich kürzer, dass ich als Fan, der die Sachen bestellt hat, nicht mehr so lange warten muss blablablablabla“), tatsächlich irritieren lassen.

    Aber ihr habt recht:
    Rossow hätte es ahnen und nochmal für die vielen Minderbelichteten eine flammende Rede halten müssen.

    Es war halt einfach so, dass man als halbwegs denkender Mensch diese JHV mit ihren zum Teil abstrusen Wortmeldungen nur ganz schwer aushält. Und ich fürchte, dass sich insbesondere die beiden Vorstände schlicht nicht vorzustellen in der Lage waren, dass diese einlullende Nervkasperveranstaltung mit ihren „technischen“ Problemen („Bitte schalten Sie Ihr Mikro ein, wir hören Sie nicht“) dazu führt, dass die Leute in der Tat nicht dazu fähig sind, einerseits Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder mit riesiger Mehrheit zu wählen/entlasten/bestätigen, andererseits den soeben mit gigantischer Mehrheit bestätigten Leuten nicht für 5 Pfennig über den Weg trauen.

    Ein Irrsinn eigentlich.

    Folge: Rossow muss sich für eine JHV mit Koffein, Ephedrin oder sonstigem so vollballern, dass er auch in der 10. Stunde noch in der Lage ist, alles vom Tisch zu fegen, was da an einschläfernder Endlosschleife an Absurditäten vorgebracht wird.

    Wahrscheinlich war ihm das irgendwie auch auf eine Art peinlich den Mitgliedern gegenüber, wenn er am Ende zum x-ten Male wiederholt hätte, dass diese Marketing-GmbH mit dem Verkauf des Valznerweihers so viel oder wenig zu tun hat wie der Floh, der auf dem Rücken eines Schäferhundes sitzt, mit dessen Hütehundqualitäten.

    Man kann nur hoffen, dass man für das nächste Mal besser gewappnet ist.

    Antwort
    • Eine Mitglieder-Versammlung ist halt heterogen. Wie im richtigen Leben. Einige sind gegen alles. Einige nicken alles ab. Und dazwischen gibt es einige, die skeptisch sind, die aber überzeugt werden können. Und es gibt einige, die sich selbst vorbehaltos über vernünftige Medien informieren und sich eine eigene Meinung bilden. Letztere sind natürlich wünschenswert – auch die „Vorbehaltlosen“ muss man schlussendlich überzeugen.

      Der eine ist handwerklich ein Ass. Der andere kennt sich aus mit Wirtschaft. Der eine durchblickt die Sache sofort. Dem anderen muss man es genauer erklären – was ja nicht schlimm ist, denn seine Stärken liegen halt woanders.

      Konkret: Mir war die Kommunikation im Vorfeld zu dünn. Und, ja, das sehe ich auch so, in der JHV wirkte Niels Rossow zunehmend angepisst. Dass er aber die Dinge so in die falsche Richtung laufen ließ, wird mir ein Rätsel bleiben. Kein flammendes Plädoyer. Nicht einmal ein Erklärstück bei den „Dokumenten“. Einfach zu wenig.

      Den Mitgliedern die Schuld zu geben, ist zu einfach, finde ich. Man will es ja das nächste Mal besser machen und sollte sich selbst hinterfragen. Zudem glaube ich, dass sich die Versammlung beim Club nicht groß von anderen Vereinen unterscheidet. Auch dort ist die Versammlung heterogen.

      Antwort
      • Danke fürs Luft rauslassen – puuuh…

        Bin halt seit Meeske gebranntes Kind, auch da war mir zu wenig Erkenntnis in der Mitgliederschar und sein Abgang wunderte mich nicht.

        Da ich die Kombi Rossow/Hecking für einen echten Glücksfall für den Club halte bekomme ich einfach ein wenig Schiss, dass nach so einer JHV die nächsten Fähigen keinen Bock mehr haben könnten.

        Aber du hast natürlich recht:
        Rossow muss sich auf all das und auch die von dir ricjtigerweise so bezeichnete Heterogenität der Mitglieder einlassen und seine Anliegen entsprechend kommunizieren können – auch noch in Stunde 10.

        Antwort
        • Gefühlt ist das Kind noch viel früher in den Brunne gefallen. Man hatte die Anträge in der Einladung verschickt und vorher nicht angekündigt, dass da was kommt. Da liefen gleich die Theorien an einschlägigen Orten gleich heiß, dass man da eine Ausgliederung der Profiabteilung durch die Hintertür starten wollte. Das hat Skepsis befördert und dann hat man halt im Laufe der Veranstaltung es einfach verpasst das einzufangen, was durch die Fragen entstanden ist.

          Antwort
          • Das war auch so etwas. Sieben Seiten Anträge bekam man per Post und das passte dann irgendwie gar nicht oder nur teilweise zu den vorgetragenen Anträgen. Diese Abstimmungen, mit wenn x abgelehnt wird dann muss man über. abstimmen oder auch nicht usw.
            Da dann nach den überlangen Laberzeiten dann noch durchzublicken war nicht so leicht. Und dann schaukelte sich das ganze hoch und man bekan schon etwas eine Alarmstimmung, was denn da noch „mitverkauft“ werden sollte.

            Antwort
        • Oberstes Organ eines Vereins ist die Mitgliederversammlung. Der Vorstand und Aufsichtsrat wollen also grünes Licht von den Mitgliedern. Insofern ist es die Bringschuld der „Verwaltung“, ihre Anliegen so zu kommunizieren und auch so vorzutragen, dass es die Mitglieder schnallen und dass man die Mitglieder mitnimmt.

          Es ist nicht die Bringschuld der Mitglieder, die Anliegen der „Verwaltung“ durchzuwinken. Auch wenn dieses konkrete Anliegen durchaus Sinn macht. Und auch wenn das Ergebnis der Abstimmung scheisse ist.

          Antwort
  • Woher kommt eigentlich der Quatsch, dass man eine 3/4-Mehrheit braucht? Ist das nicht unüblich? Hat sich der dunkle Lord damit eine Unantastbarkeits-Klausel geschaffen? Bzw. schaffen wollen?

    Antwort
  • Warum sollte er nicht trotzdem eine Vermarktungs-GmbH gründen? Schließlich kann man doch gründen, was man will, wenn man die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. Das lässt man schonmal laufen und beizeiten wird das in den Verein engegliedert…

    Oder wo ist der Denkfehler?

    Antwort
    • So wie ich das verstanden habe, wollte man mit der Satzungsänderung eine allgemeine Regelung über die Gründung von Tochtergesellschaften erreichen. Schließlich haftet eine GmbH nur mit der Stammeinlage von im Normalfall 25.000 Euro. Damit würde man den Verein also absichern, falls die Tochtergesellschaft Mist baut. Ohne Zweifel eine gute Sache. Und in meinen Augen auch okay in Bezug auf eine Marketing GmbH.

      Natürlich kann man auch eine Tochtergesellschaft gründen, um die Lizenzspieler-Abteilung auszugliedern. Dafür aber wollte man in gleichem Zuge gestern einen Passus ergänzen, dass eine derartige Ausgliederung nur mit Beschlussfassung der Versammlung möglich sei. Also alles gut.

      Aber da das Thema „Gründung von Tochtergesellschaften“ zu nahe an einer Ausgliederung gebaut ist, gab es leider zu viel Skepsis. Welche leider auch nicht von Vorstand und Aufsichtsrat ausgeräumt wurden.

      Der 1. FC Nürnberg e.V. kann also nur eine GmbH gründen, wenn dies die Satzung erlaubt. Was diese nach dem Wahlergebnis von gestern weiterhin nicht tut.

      So zumindest meine Interpretation.

      Antwort
    • Nun ja, das war echt richtig schwach. Hoffentlich wird man hinterher, also zur JHV 2022 dann auch wirklich klüger.

      […]“Beim nächsten Mal“, versichert Rossow, „werden wir es besser machen“. Was erst noch zu beweisen wäre.

      Man darf sich gar nicht vorstellen, wie das Meeske gemacht hätte.

      Antwort
      • Meeske hätte mit seiner Eloquenz und einer flammenden Rede womöglich noch die fehlenden Stimmen reingeholt. Aber ob er den Gegenwind nicht ebenso unterschätzt hätte im Vorfeld? Man weiß es nicht.

        Ich finde es stark, dass Rossow sich selbst reflektiert und seinen Fehler öffentlich eingesteht. Er wird es das nächste Mal besser machen. Und wird, wie @Schwabenglubberer bereits sagte, nach kreativen Lösungen suchen, um die Eigenvermarktung, welche ab Juli 2022 möglich ist, trotz allem erfolgreich in die Wege zu leiten.

        Antwort
    • Sehr gut, hatte schon mit mir gerungen, ob ich „ihm“ verbal eine „klatschen“ sollte. Löschen ist besser, Danke!

      Antwort
  • Sorry zur JHV kann ich nichts beitragen 🙂 … mich interessiert mehr das Sportliche.

    Weil derzeit immer vom Speed und Umschaltspiel gesprochen wird. In der 1. Liga ist das ja alles bekannt, da gibts immer wieder Geschwindigkeitstabellen. Wer sind eigentlich bei uns die 3 schnellsten Spieler und in welcher Reihenfolge?

    Antwort
    • In den Messungen der DFL waren das:

      1. Mats Møller Dæhli – 33,81km/h (Platz 45 insgesamt)
      2. Kilian Fischer – 33,77 km/h (49)
      3. Tim Handwerker – 33,55 km/h (57)
      4. Asger Sørensen – 33,39 km/h (65)
      5. Nikola Dovedan – 33,27 km/h (72)

      Wobei ich diesen Topspeedmessungen per se skeptisch gegenüber stehe, weil man meistens nicht den Topspeed messen muss, sondern die Antrittsgeschwindigkeit auf den ersten zehn Metern. Bei den Topspeeds war beispielsweise immer Lukas Mühl vorn, der schnell war, sobald er ins Laufen gekommen ist, aber dafür sehr lang gebraucht hat. Wobei ne gewisse Aussagekraft schon da ist. Streli Mamba, der mit 35,97 km/h insgesamt auf 1 ist, ist schon sauschnell.

      Antwort
      • Danke für die genauen Daten und ich bin überrascht, bei Möller Daehli dachte ich immer das sieht nur schnell aus, weil er so wuselig wirkt. Eine echte Überraschung 🙂

        Antwort
      • Wobei der gute Mats und auch Dovedan beim Antritt noch weiter vorne liegen sollten, aufgrund ihrer günstigen Übersetzung. Gerade bei MMD sieht man ja oft, wie er mit simplen Haken die deutlich größeren Gegenspieler abschütteln kann.

        Schade, dass Lohkemper und Köpke mangels Teilnahme nicht dabei sind, würde mich interessieren, wieviel Speed uns da entgeht. Gibt es da Daten aus der letzten Saison?

        Antwort
          • Der Statisiknerdgott F.Z. ein Normalsterblicher? Ich glaube es nicht.
            Ich verbrenne sofort meinen Schwab!
            🙂

            Antwort
          • Da hilft nur eins: eigene Datenbanken anlegen, Daten sichern, solange es sie gibt 😉

            Antwort
        • Schade, dass Lohkemper und Köpke mangels Teilnahme nicht dabei sind, würde mich interessieren,

          Bis Lohkemper wieder spielt ist er gefühlt ein Neuzugang. Mittlerweile traut sich nichtmal mehr jemand eine Diagnose zu, was er überhaupt genau hat insofern kann schon gar niemand einschätzen wie lange das noch dauern wird.

          Antwort
          • Ja, das ist wirklich absolute Kacke! Da hat man endlich mal einen potenziellen Unterschiedsspieler entdeckt, den andere nicht auf dem Schirm hatten und dann kommt so eine Drecksverletzung…

            Für uns ist es sehr schade, aber für den armen Lohkemper eine absolute Katastrophe. Ich hoffe er bleibt stark, kann diesen Mist überwinden und kommt bald gestärkt zurück!

            Meine besten Wünsche!

            Antwort
  • Sehr interessantes Interview von Fadi Keblawi mit Ex-NLZ-Trainer Michael Bischoff.

    Bischoff beendete seine Tätigkeit im Club-NLZ infolge des Leitungswechsels von Zietsch zu Köllner. „Dann kam der Leitungswechsel und ich sollte wieder erklären, wie ich etwas handhabe, mich wieder rechtfertigen. Da habe ich gemerkt, das will ich nicht nochmal.“

    Das Interview ist aus meiner Leser-Sicht insbesondere auch ein Plädoyer für Kontinuität in der NLZ-Leitung und generell auf der sportlichen Führungsebene eines Vereins.

    https://www.nordbayern.de/sport/1-fc-nuernberg/erschreckende-falle-gab-es-auch-beim-fcn-1.11440260

    Antwort
    • Habs auch gelesen. Einerseits interessant und sicher ein Plädoyer für mehr Kontinuität. Andererseits wirft es auch Fragen auf bzw. lässt Fragen offen. Warum hat Michael Bischoff mittlerweile mit Fussball angeblich so gut wie Nichts mehr zu tun? Lag da vielleicht schin vorher was im Argen zwischen Köllner und Bischoff?
      Ich hatte zwar in keinster Weise den Eindruck, dass Herr Bischoff hier nachkarten wollte aber irgendwie hatte ich diese Fragen trotzdem sofort im Kopf…

      Antwort
      • … geht mir genauso.

        Liest man zwischen Bischoffs Zeilen, könnte die Atmosphäre im durch Bornemann umgekrempelten NLZ nicht wirklich gut gewesen sein. Betonung auf „könnte“.

        „Da sitzt man vereinsamt in seinem Büro und wird zu keiner Besprechung eingeladen. Heraus kam ein erzwungener Abgang, nennen wir es so“, sagt Bischoff.

        Das ist schon heftig, finde ich, was er da sagt. Wenngleich er keine Namen nennt. Und wenngleich man als Leser nur spekulieren kann. Matarazzo verlies ja auch etwa zu der Zeit den Valznerweiher – okay, der hatte ein wohl lukratives Angebot aus Hoffenheim, welches man nicht ablehnt, wenn man keine wirkliche Perspektive mehr sieht.

        Antwort
    • Der Leiter der „Freiburger Fußballschule“ (Andreas Steiert) ist bereits seit 2013 im Amt, der NLZ-Leiter beim FSV Mainz 05 (Volker Kersting) gar schon seit 2009. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

      Mit Michael Wiesinger, der erst seit September 2019 das Club-NLZ leitet, scheint eine längerfristige Lösung gefunden. Zumal Dieter Hecking große Stücke auf ihn hält.

      Antwort
    • Ich finde diese Leistungszentren das hat schon 2 Seite generell. Aus Vereinssicht mag das schon Sinn machen, wenn es einer der 2,5% zum Profi schafft, aber wenn man mal überlegt wieviele Jugendliche in Fußballkasernen aufwachsen, eine ganz entscheidende Lebensphase ohne eine Chance auch Profi zu werden, wie gesagt nimmt man alle aktiven Fußballjugendlichen generell auch außerhalb, schaffen es 0,18 % zum Profi, nimmer man nur die sogenannten hochtalentierten in den Leistungszentraum sind es immer noch nur laue 2,5%, die Profi werden. Ich finde das pädagogisch zumindest fragwürdig seine ganze Jugend Entwicklung dafür einzusetzen bei der Aussicht.
      Für die Vereine reichen wohl diese 2,5% aus pekuniärer Sicht, die es dann schaffen, um sich zu finanzieren.
      .

      Antwort
      • Andererseits zwingt sie ja auch keiner. Wer das nicht will, muss ja nicht. Und wer nicht ein Mindestmaß an Talent hat, kommt erst gar nicht in die Lage.

        Das heißt natürlich nicht, dass man nicht verantwortungsvoll mit denen umgehen muss, die sich dieses Los selbst ausgesucht haben. Man muss die Trainer und Betreuer sehr sorgfältig auswählen. Vielleicht braucht es da auch noch strengere Kontrollen.

        Aber das ist doch in jedem Leistungssport so, dass Du, wenn Du wirklich etwas erreichen willst, deine Kindheit bzw. Jugend opferst.

        Antwort
        • Aber das ist doch in jedem Leistungssport so, dass Du, wenn Du wirklich etwas erreichen willst, deine Kindheit bzw. Jugend opferst.

          Und das tun 97,5% aller Jugendlichen in den Leistungszentren ohne Profi zu werden am Ende. Also ich will das ja nicht verdammen, aber über die Kehrseite spricht selten jemand. Bei mir stellt sich so ein Gefühl ein am Ende geht es wieder nur ums Geld vielleicht schon wieder ein stückweit zuviel ums Geld mehr als um die Jugendlichen. Es gab immer schon erfolgreiche Sportler, die aber als heranwachsende in ihrem gewohnten Umfeld verblieben sind. Aber gut ich will da keine Diskussion lostreten 😮 Ich sehe das nur mit gemischten Gefühl weil in den Bundesligaleistungszentren so toll alles äußerlich aussieht und glänzt, mehr Träume junger Menschen zerplatzen als sich erfüllen.

          Antwort
          • Die Kehrseite, von der Du sprichst, ist besonders groß bei Red Bull Leipzig.

            Allerdings will ich das gar nicht verurteilen, weil mir der Einblick fehlt, inwieweit die Jugendlichen bei Red Bull pädagogisch betreut werden. Tom Krauß macht mir auch außerhalb des Feldes einen gestandenen Eindruck für sein junges Alter. Und reflektierende, intelligente Trainer wie Ex-RBL-Jugendcoach Robert Klauß sind sicherlich nicht schlecht für die Jungs.

            Alleine aber was die Summen anbelangt, mit welchen Red Bull um sich wirft, ist das eine unfassbare Kehrseite. „Sport im Osten“ hat das mal aufgedeckt:
            https://www.mdr.de/sport/fussball_1bl/nachwuchs-rb-leipzig-dynamo-dresden-vergleich-100.html

            Antwort
            • Tom Krauß gehört ja auch zu den 2,5% die es geschafft haben und eine ansehnliche Karriere vor sich haben. So gesehen geht das als Beispiel in dem Context nicht, was denn mit den 97,5% anderen jungen Menschen passiert deren Träume platzen, die aber vielleicht ihre ganze Jugend manchmal sogar Kindheit investiert haben und oft herausgerissen aus ihrem gewohnten Umfeld.

              Red Bull hat noch ganz andere Probleme fern von RB Leipzig in den Action Sportarten auf denen sie ihr Marketing aufbauen. Frag mal nach nach den Wingsuite Fliegern, die ohne ihre Leben zu riskieren gar keine Chance haben an die RB Fleischtöpfe zu gelangen. Ohne aus 1000m Höhe durch ein 10m breites Felsloch zu fliegen, bekommt man da kaum einen Vertrag. Die Liste der Verstrobenen ist sehr lang mittlerweile und RB kommentiert das gewöhnlich mit „Er starb bei dem was er am liebsten tat“. Also Red Bull legt ja dafür die Messlatte und animiert dazu mit seinem Geld. Bei der ganzen RB Leipzig Diskussion war Red Bull nie die Guten für mich, ich finde es nur in Ordnung, wenn das Geld ausnahmsweise mal in die andere Richtung in den Osten fließt, wenn es schon fließt und würde den Leipzigern daraus keinen Vorwurf machen.

              Antwort
              • Noch ergänzend, das (Video) beschreibt das Problem, das ich mit Red Bull habe, weniger im Fußball. Die Doku ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber ich glaube mittlerweile heutzutage wäre das bei der Konzernmacht und dem Einfluß des Geldes bei den öffentlich rechtlichen Sender gar nicht mehr möglich, so eine Doku.

                Von daher wer am Wochenende eine kleine Lektüre sucht durchaus interessant wie Red Bull groß geworden ist, wieviel junge Sportler für den Marketingerfolg ihr Leben ließen und wie Red Bull das alles verschweigt. Fußball ist wenigstens nicht lebensgefährlich 🙂

                Antwort
  • 0:1.

    Schalke 04 siegt in Minute 95 bei Hannover 96. Was glücklich scheint auf den ersten Blick, war hochverdient. Der FC Schalke 04 hatte Spiel und Gegner jederzeit im Griff.

    Gerade Schalke war in meinen Augen prädestiniert, um von der Zweiten Liga verfrühstückt zu werden trotz eines hochdotierten Kaders. Falsch gedacht.

    Was Vorstand Knäbel und Direktor Schröder da zusammengestellt haben, präsentiert sich bislang als gute Mischung. Clever auch, Büskens zum Co-Trainer sowie Asamoah zum Leiter der Lizenzspieler-Abteilung zu machen. Beide „Euro-Fighter“ stehen für den FC Schalke 04 wie wenig andere.

    Nach 10 Spieltagen ist Schalke auf Kurs. Das kann sich noch ändern, klar – die Saison ist noch lang. Aber aktuell, Stand jetzt, ist Schalke tatsächlich ein Aufstiegs-Kandidat. Und das nicht nur auf dem Papier. Sondern in Echt.

    Antwort
  • Für mich hat S 04 den stärksten Kader der Liga.
    Hannovers Niedergang könnte mit Platz 16 enden .96 gestern offensiv ungenügend.

    Wieviel Tore macht Ingolstadt heute?
    Ich sage einen Elfmeter wird es heute gegen Kiel geben .
    Aues Trainer Hensel werde ich mir gleich anschauen weil gegen den ist selbst Baumgart relativ langweilig.
    Gut für den 1. FC Nürnberg dass die Herren Dr. Thomsen und Heft schon heute in der 3. Liga unterwegs sind.
    Auch Dingert wird morgen nicht in Dresden sein weil heute in Hamburg .
    Der Schiedsrichter mit der berechtigten Nachspielzeit in Ingolstadt im Juli 2020 war mein Tipp für morgen.

    Antwort
    • Also Hangover war bisher mit großem Abstand der schwächste Clubgegner, den wir live im Stadion gesehen haben. Das 0:0 war deshalb umso ärgerlicher. Heute wieder spannende Begegnungen, in Heidenheim : St. Pauli schau ich mal rein. Ui, schon 1:0 für Heidenheim.

      Antwort
      • Boah, ist St. Pauli stark. Die spielen sich in einen regelrechten Rausch. 1:3 inzwischen schon. Heftig.

        Antwort
  • Ich hoffe schon, daß dieses unaussprechliche Testspiel für den FCN trotz alledem ein Warnschuss war. Ja Schalke macht einiges besser unter der neuen sportlichen Leitung vor allem mal dem ständigen Trainerwechsel stand gehalten, Grammozis war vor wenigen Wochen ja auch schon fast wieder Geschichte. Mit T-Rod einer Zweitliga Tor Garantie haben sie viel richtig gemacht. Trotzdem das wird noch eine lange schwierige Saison, aber auch für uns. Das gefährliche ist niemand kann die Absteiger voraussagen, das wird alles ganz eng, also bloß nicht hinten rein rutschen, mit 2 Punkten weniger stünden wir schon wieder tief in der hinteren Tabellenhälfte. Es ist auch nicht verboten, dass wir Auswärts mal einen Dreier machen.

    Antwort
  • 4 Tore gegen FCH auf der Ostalb in einer Halbzeit !
    Hoffentlich Schockstarre bis Samstag 15.25 Uhr .
    7 Tore im Test gegen lustlosen FCN darf man nicht überbewerten.
    Erras auch unter neuem Trainer in Kiel ohne Einsatz.
    Aue war in Halbzeit 1 beim KSC mit guten Chancen unterwegs und verliert.
    Erzgebige vs. FCI am Freitag wird sehr interessant und sehr sehr schwer für den Schiedsrichter.

    Hätte nicht gedacht dass der FCN nach dem Auswärtssieg in Eichstätt gegen den FCM nicht gewinnt.

    Antwort
    • Karma regelt eben, der Elfmeter eben für Leipzig war dasselbe Geschenk wie gegen uns damals in Freiburg, weiss jetzt das Jahr nicht genau war glaube ich das vorletzte Abstiegsjahr, als Ginter, damals noch in Freiburg hoch in die Luft sprang und zu Boden stürzte im FCN Sechzehner und ohne Kontakt Freiburg den Elfmeter bekam, darüber haben sich danach noch die Fachleute kaputt gelacht im Doppelpaß, genau so ein Ding hat jetzt eben Freiburg kassiert, als der Leipziger Nkunku den Hubschrauber spielte und Streich einen Kopf hat wie ein Zündholz und die gelbe Karte.

      Antwort
  • Ich kriege heute noch die Kriese wenn ich an das Geschenk von Dr . Drees in der Abstiegssaison 2013/14 denke als Klaus bei Pogatez dringend Kontakt suchte und fand und der heutige Projektleiter Videoassistent auf den Punkt zeigte
    Aber Karma @Juwe bei Freiburg ?
    Denke das gibt es nicht weil der SCF in den letzten 10 Jahren seit Streich an der Linie steht viele lächerliche Elfmeter bekommen hat.

    Antwort
  • Sie können eigentlich nur noch hoffen, gelegentlich mal unterschätzt zu werden. Aber eine Mannschaft, die mit voller Konzentration gegen Fürth spielt, wird dort auch etwas holen.

    Antwort
  • Freiburg immer noch ohne Niederlage, dachte wir wären wenigstens 24h die letzen ihrer Art.

    Antwort
  • Konstantinos Mavropanos wird zum Torjäger.
    Sehe den Griechen sehr gerne und glaube dass ohne seine Verpflichtung der 1. FC Nürnberg letzte Saison in Dresden in der 3. Liga gespielt hätte .

    Antwort
  • Viel Erfahrung bei SGD vs. FCN
    Schiedsrichter ist Marco Fritz aus Korb und VAR Felix Zwayer aus Berlin.

    Antwort
  • Christian Streich hat sich für sein Verhalten bei Siebert inzwischen entschuldigt aber alle Schiedsrichter für die nächsten Matches unter Druck gesetzt und sein Ziel erreicht.
    Gibt es beim SCF eigentlich kein Leitbild ?

    Antwort
  • Habe gedacht bei der Energie von den Rängen in Dresden ist ein Schäffler sehr wichtig.

    Antwort
  • Ein richtungsweisendes Spiel heute. Hält man den Anschluss an die Spitze oder geht es Richtung Tabellenmitte, nachdem man gegen Hannover zwei Punkte liegen lassen hat. Auf einen Auswärtssieg.

    Antwort
    • Das Leitbild beinhaltet Dramaturgie, Fallsucht und Cholerik. Streich geht fuer mich gar nicht. Nicht erst seit seinem Verhalten ggueber Verbeek. Hinterher den Kreidefresser zu geben, passt genau ins Schema. Der Mann sollte eher im Theater als Leiter der Sparte Schauspiel anheuern.

      Antwort
  • Freiburg hat ein eigenes Stadion.
    Streich ist ein fancy Fußballverrückter, ein Typ. Meine Sympathie hat er sich mühsam verdient.
    Die Breisgauer spielen tollen Erstligafußball, erfolgreich obendrein.
    Und sie sind in Liga 1 die einzig ungeschlagene Mannschaft.

    Ich wünschte…

    Antwort
    • Muss man anerkennen ja. Ich finde es gibt bei Streich 2 Typen, die er darstellt. Den einen wie er an der Linie Stimmung macht ja ausrastet und Druck auf Schiedsrichter ausübt, den mag ich nicht. Den anderen jenseits des Platzes, emphatisch, die Einstellung zum Profifußball generell die finde ich vorbildlich und wohltuend. Fast zu schwierig diese beiden Seiten zusammen zu bringen. Ein positiv Verrückter eben

      Antwort
      • Genau.
        Der ventiliert sich gleich aus an der Seitenlinie (oder drüber).
        Dann braucht er einen Moment und kann reflektieren.

        Antwort
      • Ja, gebe Dir Recht. Die 2 Seiten. Wie mit d Trikot v Dynamo heut. Love Dynamo. Hate Racism…finde den Fehler in dieser Konstellation…

        Antwort
  • Tooooor. Tom Krauß. Sehr schön. Endlich mal eine ordentliche Flanke von Handwerker. Schöner Angriff und verdiente Führung.

    Antwort
  • So, endlich Arbeit beendet und jetzt einen halben, freien Sonntag noch übrig. Wieder so ein enges Spiel. Das ist jetzt zwar endlich wieder Jammern auf höheren Niveau, aber das sieht wieder nach einen Spiel mit höchsten nervlichen Anforderungen an den gemeinen Clubfan aus. Ein harter Fight um jeden Quadratzentimeter Boden und den Ball. Es sieht deutlich anders aus, als im Testkick neulich gegen Ingolstadt.

    Antwort
    • Ist aber auch nicht schwierig es besser als gegen Ingolstadt aussehen zu lassen

      Antwort
      • Man befürchtet beim Club traditionell das Schlimmste. Jetzt Schindler knapp an Rot und 11er vorbei. Die Club-Phase gefällt gerade nicht.

        Antwort
  • Da muss langsam was von der Bank kommen, das plätschert wieder so dahin…
    Die Dresdner sind ja jetzt wirklich nicht besonders stark.
    Wir laden wieder ein….

    Antwort
  • Der Club macht Dresden wieder stark. Shuranow und Schleimer nehmen überhaupt nicht am Spiel teil.

    Antwort
  • Ich finde wir lassen die Dresdner viel zu nah dran kommen. Sie spielen viel zu viel in der Gefahrenzone rum. Irgendwann passiert dann mal was, war ja gerade schon knapp.

    Wir stehen irgendwie zu tief heute.

    Antwort
  • Das war mal eine positive Auslegung zugunsten des Clubs…

    Schindler hat die Flexibilität der Hose aufs Äußerste getestet … Und Vale wäre chancenlos im Laufrückstand gewesen.

    Aber eben auch keine Fehlentscheidung.
    Mein lieber (Herr) Fritz, Danke!

    Antwort
  • Die beiden Stürmer kriegen ja überhaupt keine guten Bälle und das mit der Auswechslung versteh ich jetzt auch nicht.
    Wieso schauen wir nicht mal auf das 2:0?…
    Wir sind viel zu passiv!
    Aufwachen!!!

    Antwort
  • Der Ausgleich liegt in der Luft. Der Club wieder auf passiv mit schnellen Ballverlusten nach vorne. Echt schwach jetzt, dann muss auch noch Geis gegen den formschwachen Nürnberger getauscht werden. Ob das noch lange gut geht? Das Spiel geht noch länger.

    Antwort
  • Diese Saison haben wir das Glück des Tüchtigen und bringen das Ding irgendwie nach Hause.

    Antwort
  • Jetzt werden auch eifrig gelbe Karten von den Unseren gesammelt. Dann wird wieder der Konter versemmelt… da waren doch vier gegen einen Dresdner. Meiomei. Kaum zu glauben, daß das maue Gekicke für einen 3er reichen kann.

    Antwort
  • Jetzt schaut’s langsam so aus wie gegen Ingolstadt, nur hat Dresden nicht die Effizienz . Unser Club stellt das Fußballspielen ein

    Antwort
    • Unsere Bank ist wohl nur auf dem Papier gut besetzt bzw. sind die Spieler da nichts für das bevorzugte Spielsystem?
      Kontersituationen hervorrufen und -ausspielen ist jedenfalls schon lange die Schulnote 5 bis 6.

      Antwort
  • Nürnberger zeigt da am eigenen Sechzener das er aktuell eher in ein Liga tiefer gehört als in die Bundesliga. Unvorstellbar das da Erstligisten dran gewesen sein sollen.

    Antwort
  • Nicht so viel Mimimi bitte.
    Der Club bringt das selbstverständlich hochverdient und effizient über die Zeit.

    Sieben Gegentore gegen Ingolstadt.
    Schnee von gestern.

    Sieben Gegentore in 10 Spielen ist das, was zählt.

    Antwort
  • Oh Mann! Effizienzmonster heute.

    Souverän geht anders, aber Hauptsach der Club hat gwunna!

    Antwort
  • Uff, durchatmen. Drei Punkte mehr auf dem Konto. Prima. Es gibt Schlimmeres als „schlecht“ spielen und gewinnen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren machen wir defensiv einfach nicht mehr diese dicken individuellen Fehler (Ausnahme heute Schindler, das war ein Hauch von Luki) und sind bei den Bällen die in den Strafraum kommen wach und klären. Das Thema Konter bleibt natürlich eine große Baustelle. Sei es drum, es läuft beim Club und das ist doch einfach schön.

    Antwort
  • Boah. Gewissermaßen ein Ausgleich für das dumme Unentschieden gegen Hangover, jetzt ein eigentliches Unentschieden dafür gewonnen.
    Währenddessen fegt Darmstadt die Bremer vom Platz. Die 2. Liga ist toll, da sieht man mal, wie das im Fußball mit sportlichen Wettbewerb funktionieren kann! Dings auf 1. Bundesliga.

    Antwort
  • Tja, inzwischen mit Abstand die beste Defensive der Liga. Dafür aber auch zusammen mit Heidenheim die schwächste Offensive der oberen zwei Drittel der Tabelle.

    Aber wie sagt man: Defense wins Championships!

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.