Hinten hui, vorne ausbaufähig – Analyse zu #SGDFCN #FCN

Analyse zu Dynamo Dresden – 1. FC Nürnberg 0:1 (0:1)  – Der Club gewinnt zum ersten Mal in dieser Saison auswärts. Das ist vor allem der starken Defensive zu verdanken.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Der Club agierte wieder im 4-4-2 mit Raute. Personell änderte Robert Klauß auf zwei Positionen in der Startelf etwas im Vergleich zum Spiel gegen Hannover. Tom Krauß ersetzte Fabian Nürnberger – wie vor zwei Wochen schon nach Pause – in der Raute. Lukas Schleimer feierte darüber hinaus sein Startelfdebüt, er spielte anstelle des nach Gelb-Roter Karte gesperrten Nikola Dovedan. Dovedans Kaderplatz, ebenso wie der des angeschlagenen Dennis Borkowski, wurde nicht aufgefüllt, der Club hatte in Dresden also nur sieben Ersatzspieler zur Verfügung. Latteier, Knothe und Rosenlöcher waren stattdessen am Vortag beim 1:1 der U21 gegen den FC Memmingen zum Einsatz gekommen.

Das Spiel begann sehr verhalten. Der Club überließ den Gastgeber etwas mehr vom Ball, versuchte aber nach tiefem Ballgewinn schnell umzuschalten. Das gelang bereits zu Beginn einige Male. Es dauerte allerdings bis in die 21. Minute, ehe ein Angriff zu Ende gespielt wurde. Nach Balleroberung kam der Ball nach vorne. Valentini wechselte auf Strafraumhöhe die Seite, Møller Dæhli  nahm kurz an, legte den Ball dann in den Lauf von Handwerker. Der Club-Linksverteidiger lief in Richtung Grundlinie, flankte dann auf die gegenüberliegende Seite des Fünfmeterraums. Dort stand Tom Krauß und jagte den Ball in die Maschen des Tores von Kevin Broll. Der Club ging in Führung. Die Anlage des Spiels änderte sich danach kaum. Der Club verteidigte sicher und drängte den Gegner mit einem dichten Zentrum auf die Flügel. Gleichzeitig bemühte er sich darum, Umschaltsituationen zu kreieren.

So entstand ein Spiel, das relativ ereignisarm vor sich dahin plätscherte. Dresden kam nur zu einigen Halbchancen aus der Distanz. Allerdings entwickelten die Gastgeber bis kurz vor der Halbzeit insgesamt ein Übergewicht an Spielanteilen, aus dem sich der FCN immer weniger befreien konnte und zu immer weniger Gelegenheiten kam. Da die Dresdner aber nie wirklich gefährlich in Richtung Tor kamen, ging es nach einer Minuten Nachspielzeit mit einer Clubführung in die Pause. In dieser wechselte Dresdens Trainer Alexander Schmidt, brachte Herrmann für Hosiner. Dresden kam auch mit Schwung aus der Kabine. Behielt weitgehend die Kontrolle, hatte durch Daferner und Mörschel zwei Gelegenheiten. Wirklich zwingend war es bis zur Stundenmarke aber nicht.

Den größten Aufreger gab es, als Christopher Schindler in einem Duell mit Ransford-Yeboah Königsdörffer den Dresdner Angreifer an der Hose zog und kurz vor dem Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Fritz wertete das Eingreifen jedoch nicht als Notbremse, sondern gab nur Gelb. Den anschließenden Freistoß jagte Mörschel in die Mauer. Robert Klauß wechselte im Anschluss den ebenfalls verwarnten Geis aus, brachte Fabian Nürnberger. Die Raute veränderte sich nun so, dass Tempelmann auf die Sechs rutschte und Krauß und Nürnberger die Achter spielten. Kurze Zeit später wechselte der Clubtrainer dann auch seine beiden Angreifer aus. Für Shuranov und Schleimer kamen Schäffler und Duman. Der Club stellte nach dem Wechsel auf eine Art 4-1-4-1 um, das im Anlaufen eher ein 4-3-2-1 war. Duman auf rechts und Møller Dæhli auf links bildeten die Außen im Mittelfeld.

Dresden gewann danach weiter an Oberhand, zunächst zielte Mörschel aus Abseitsposition freistehend knapp neben das Tor, dann tat es Daferner ihm per Kopf nach einer Ecke gleich. Der Club ließ sich in der Schlussphase immer tiefer in die eigene Hälfte drängen, überließ Dresden nun noch mehr den Ball. Die Gastgeber taten sich allerdings enorm schwer aus dem Spiel zu Chancen zu kommen. So entwickelte sich in der letzten Viertelstunde ein Spiel, das wie ein auf den vorherigen Spielverlauf gelegtes Brennglas wirkte. Der Club stand noch tiefer, Dresden spielte noch näher am Strafraum des FCN, kam aber weiterhin quasi gar nicht zu Chancen. In der Nachspielzeit wechselte Klauß dann sogar noch Suver für Møller Dæhli ein, um einen zusätzlichen Defensivspieler gegen die Dresdner Offensive zu haben. Es änderte nichts am Spielverlauf, Dresden blieb in Tornähe harmlos, so dass der Club trotz Drucks der Gastgeber das 1:0 nach Hause bringen konnte.

2. Daten und Fakten

Deutlich weniger Ballbesitz, eine schlechtere Zweikampfquote, weniger Schüsse aufs Tor, nach expected Goals auch deutlich unterlegen. Allein von den Daten her könnte man meinen, der Club sei klar die schlechtere Mannschaft gewesen. Schaut man sich aber beispielsweise die expected Goals genauer an, dann kommen 0,32 davon von Mörschels Freistoß in die Mauer (63.) und 0,16 xG von Daferners Kopfball nach einer Ecke. Aus dem Spiel war Dresden also noch einmal deutlich ungefährlicher. Auch beim Ballbesitz ist zu konstatieren, dass beide Teams knapp zwei Drittel ihres jeweiligen Ballbesitzes nicht in der Angriffszone hatten, in den gefährlichen Bereichen hatte Dynamo den Ballbesitz erst spät im Spiel und konnte ihn dann eben selten verwerten.

Grafik 1 stellt die Passkarte des FCN dar und macht einige Probleme deutlich. Zum einen, ist auffällig, dass Manuel Schäffler und Taylan Duman nach ihrer Einwechslung von keinem Spieler genug oft angespielt wurden – die Schwelle ist drei Zuspiele – um einen Pfeil auf dem Diagramm zu rechtfertigen. In der Schlussphase war also nach vorne gar nichts mehr zu sehen. Da passt auch die Tatsache dazu, dass der Club in der 69. Minute seinen letzten Torschuss abgab. Das Diagramm zeigt auch, wie sehr Johannes Geis vom Aufbau ausgeschlossen war. Normalerweise ist Geis einer der zentralen Passspieler, an diesem Nachmittag blieb er außen vor. Auch dass sich Shuranov und Schleimer kein einziges Mal per Pass fanden, zeigt, dass die offensive Passtruktur beim FCN ausbaufähig war.

Grafik 2 sind die wohlbekannten Viertelstundengrafiken. In denen sieht man zum einen den klaren Anstieg der Angriffe der Gastgeber nach der Pause – nachdem sie nach dem Tor schon einmal recht klar mehr Angriffe fuhren. Man sieht aber auch, dass der Club im Laufe der zweiten Halbzeit immer tiefer in die eigene Hälfte rückte und nach anfänglichem intensiven Pressing immer mehr zurückzog und teilweise dann sogar fast gänzlich aufs Pressing verzichtete. Gleichzeitig zeigt die Zweikampfrate, dass der Club nach der Pause durch das tiefere Stehen immer wieder in Duelle fand, bei denen Dresden sich nicht durchsetzen konnte. Auch hier war Dynamo dann nur in der Schlussphase intensiver.

Grafik 3 zeigt die Pässe von Mats Møller Dæhli nach Halbzeiten aufgeteilt. Hier sieht man deutlich, dass der Norweger vor der Pause noch überall zu finden war, sich frei bewegte und auch überall Pässe anbrachte. Nach der Pause klebte er dann auf der linken Seite. Damit limitierte sich das Angriffsspiel des FCN selbst und hierin dürfte auch einer der Gründe zu finden sein, warum es nach der Pause nicht mehr so zielstrebig war.

3. Die kurze Einzelkritik

Christian Mathenia (CU-Note: +3) hielt, was zu halten war, tat das auch souverän. Leichte Streuung in den Abspielen. Sechstes zu Null im zehnten Spiel. Kapitän Enrico Valentini (CU-Note: 3) leitete mit schönem Seitenwechsel das Tor des Tages ein. Stand defensiv weitgehend solide, ohne aber zu glänzen. Christopher Schindler (CU-Note: 3-) hatte in einer der Schlüsselszenen des Spiels Glück, dass Schiedsrichter Fritz seine Textilbremse gegen Königsdörffer nicht als Notbremse wertete. Verteidigte zwar ordentlich, aber nicht ganz so souverän wie gewohnt. Das übernahm dafür sein Nebenmann Asger Sørensen (CU-Note: 2-), der Däne spielte stark, verteidigte alles weg, was ihm vor die Füße kam. Linksverteidiger Tim Handwerker (CU-Note: +3) verteidigte auch weitgehend souverän, hatte nur kleine Wackler im Programm. Zusätzlich legte er mit einer schönen Flanke das 1:0 auf. Nach der Pause ging aber nach vorne war nichts mehr.

Johannes Geis (CU-Note: 4) war früh durch eine Gelbe Karte in seinem defensiven Handeln eingeschränkt. Hielt sich deshalb auch früh zurück, brachte aber auch im Aufbau wenig zustande. Lino Tempelmann (CU-Note: +4) war auch im Aufbau immer wieder fahrig, brachte den Ball selten zum Mann, war aber defensiv etwas wacher als Geis, später auf der Sechs dann auch mit einigen guten Verteidigungsaktionen, aber nicht immer stabil. Tom Krauß (CU-Note: +3) erzielte das goldene Tor, war auch sonst in der Defensive agil, aber schaffte nach vorne wenige Akzente nach der Pause. Mats Møller Dæhli (CU-Note: 3) dribbelte viel, hatte vor der Pause auch noch einige gute Entlastungsaktionen im Umschalten. Nach der Pause war dann weitaus weniger vom Norweger zu sehen, auch weil er sich nach der Umstellung auf 4-1-4-1 auf dem Flügel festgepinnt sah.

Erik Shuranov (CU-Note: +5) und Lukas Schleimer (CU-Note: +5) hatten ein schweres Unterfangen, wurden selten angespielt, mussten sich die Bälle tief holen, hingen oft in der Luft. Beide hatten darüber hinaus unglückliche Aktionen nach guten Ausgangpunkten: Schleimer wählte eine Schwalbe nach schönem Solo, Shuranov fiel auch zu leicht nach gutem Durchlaufen gegen die Abwehr der Gastgeber.  Fabian Nürnberger (CU-Note: +4) kam für Geis ins Spiel, hatte einige kleine Aktionen für Dynamik, brachte aber keinerlei Entlastung, auch wenn er nach hinten weitgehend ohne Probleme blieb. Manuel Schäffler, Taylan Duman und Mario Šuver kamen zu spät für eine Note. Schäffler fiel aber vor allem durch große Statik als alleinige Spitze auf, Duman bewegte sich, konnte sich aber nicht entfalten. Šuver kam wirklich zu spät für ein Urteil.

Verlauf der expected Goals während des Spiels (Nürnberg in rot, Dresden in schwarz)

 

4. Fazit und Stimmen

„Es war kein schönes Spiel“, Robert Klauß versuchte sich nach dem Spiel gar nicht erst an Beschönigungen für ein Spiel, das dem neutralen Zuschauer einiges abverlangt hatte. Beide Trainer schoben dann nach, dass der Club vor der Pause das bessere Team gewesen sei, nach der Pause dann die Dresdner. „In der zweiten Halbzeit waren wir griffiger, sind näher ans Tor gekommen. Es hat aber immer ein kleiner Tick gefehlt,“ fasste es Dynamo-Coach Alexander Schmidt zusammen und traf damit auch den Kern der zweiten Halbzeit. Dresden hatte viel vom Spiel nach dem Seitenwechsel, aber so wirklich gefährlich wurde es eben nur selten. Oft lag das eben an der fehlenden Präzision der Gastgeber, oft aber auch am Positionsspiel des FCN, der inzwischen das Zentrum oft so dicht macht, dass man kaum mehr durchkommt.

„Wir haben es in der letzten Linie gut verteidigt“, analysierte daher auch Mats Møller Dæhli und Christian Mathenia legte nach: „In den letzten Minuten haben wir unser Tor dann aber gut verteidigt.“ Denn genau das war auffällig. Obwohl der Club sehr tief stand und definitiv zu passiv agierte, erspielte sich Dresden eben keine Gelegenheiten in der Schlussphase und konnte keinen wirklichen Druck aufbauen, obwohl sie sich bis zum Strafraum frei entfalten konnten. Damit ging auch eine gewisse Gelassenheit einher, die der Verteidigung innewohnte. Sie rührt aber natürlich auch aus dem Selbstvertrauen aus nunmehr sieben von elf Pflichtspielen 2021/22 ohne Gegentor und nur einer Niederlage in den letzten 21 Pflichtspielen.

Allerdings liegt auch in diesem Spiel die offensive Leistung des FCN dem Betrachter ein wenig im Magen. So schön das Tor zum 1:0 herausgespielt war, so wenig andere Aktionen nach vorne gab es beim Club. Das hing einerseits damit zusammen, dass man wie Møller Dæhli richtig konstatierte „zu viele Ballverluste“ hatte. Zum anderen aber auch damit, dass man am Ende durch das Stärken der Flügel im 4-1-4-1 das Zentrum zu sehr aufgab und so in den letzten 25 Minuten Spielzeit kaum mehr Impulse nach vorne setzte. Auch weil Møller Dæhli dann auf der linken Außenbahn gestrandet war, während er sich vor der Pause noch freier bewegen konnte. 

Jene offensiven Bedenken sind es auch, die immer noch Zweifel an der Nachhaltigkeit der Erfolgsserie des FCN zulassen. Robert Klauß‘ Darstellung der Situation ist daher auch sehr treffend: „Punktemäßig stehen wir gut da (…). Wir sind stabil, nach vorne müssen wir noch besser werden.“ Der Club muss nach vorne sich auf Dauer mehr Chancen erspielen, wenn er langfristig ungefähr da stehen will, wo er derzeit steht: Auf Platz fünf mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei. Oder wie Tom Krauß es mit einem Griff in die Plattitüdenkiste formulierte: „Die Saison ist noch lang. Wir wollen von Spiel zu Spiel denken, das nächste Spiel ist Heidenheim. Dort wollen wir wieder drei Punkte holen. Es macht keinen Sinn, langfristig zu denken.“

5. Die Kennzahlen

Dresden   Nürnberg
0 Tore 1
1,05 expected Goals 0,37
0,92 Post Shot xG 0,25
1,05 xG ohne Doppelchancen 0,37
14 Schüsse 8
5 Schüsse aufs Tor 3
4 Ecken 5
3 Freistöße 3
60 Ballbesitz zeitbasiert (in %) 40
60,8 Ballbesitz passbasiert (in %) 39,2
80 Passquote (in %) 74
6 Fouls 9
7,9 PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion) 15,3
9,1 Challenge Intensity (Defensivaktion pro Minute gegnerischen Ballbesitzes) 6,2
16,6 Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz) 16,3
12 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 7
00:14 Ballbesitzdauer (Ø) 00:09

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

Spieler CU-Note Kicker nordbayern.de BILD WhoScored SofaScore
Christian Mathenia +3 2,5 2 3 7,7/10 7,9/10
Enrico Valentini 3 3 3 3 6,9/10 6,9/10
Christopher Schindler 3- 3,5 4 3 7,0/10 7,2/10
Asger Sørensen 2- 3 3 2 7,4/10

7,7/10

Tim Handwerker +3 3 3,5 2 7,6/10 7,8/10
Johannes Geis 4 4 4 3 6,7/10 6,8/10
Lino Tempelmann 4 4 4 3 6,8/10 6,2/10
Tom Krauß +3 2,5 3 2 7,7/10 7,4/10
Mats Møller Dæhli 3 3 3,5 3 6,7/10 7,0/10
Erik Shuranov +5 4,5 5 4 6,1/10 6,3/10
Lukas Schleimer +5 4,5 5 5 6,9/10 7,0/10
Fabian Nürnberger +4 4 6,0/10 6,3/10
Manuel Schäffler 4 6,1/10 6,6/10
Taylan Duman 4 6,0/10 6,4/10
Mario Šuver 6,0/10 -/10
  -/10 -/10
Durchschnitt 3,50 3,40 3,63 3,21 6,78 6,96

57 Gedanken zu „Hinten hui, vorne ausbaufähig – Analyse zu #SGDFCN #FCN

  • Mich irritiert die Definition von PPDA (eigene Defensivaktionen pro gegnerischem Pass).

    Macht irgendwie keinen Sinn.

    sollte es nicht: „gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion“ heißen?

    Antwort
  • 1:0 gewonnen, drei Punkte, erst mal zufrieden. Es fehlt aber an der Durchschlagskraft. Es fehlt der Vollstrecker. Warum bringt man Schäffler nicht früher? Er ist der einzige, der diese Vollstreckermentalität hat.

    Antwort
  • Kicker gegen 96 bei Schiedsrichterbewertung:
    Börner Foul an Dovedan nicht erwähnt .
    Kicker zu SGD – FCN:
    Fritz hätte Schindler Rot geben müssen..
    Komische Fachzeitung.

    Antwort
    • Der Kicker gebärdet sich gerne Gegenparteilich, damit man ihm aufgrund des Standorts Nürnberg keine Parteilichkeit vorwerfen kann. Einfach neutral sein schaffen die meistens nicht…

      Antwort
    • Hat mich auch aufgeregt. Vor allem sagen sie, es war ein grober Fehler von Fritz🙈

      Antwort
      • Ja, stimmt, was natürlich völliger Quatsch ist, weil es dann genauso ein grober Fehler des VAR gewesen sein müsste, der das dann zwingend hätte korrigieren müssen. Hat er aber nicht, konnte somit der Einschätzung von Fritz folgen.

        Eine absolut überzogene Polemik gegen den Club.

        Man muss es mit „hätte eher Rot zeigen müssen, Gelb war aber gerade noch vertretbar“ bewerten, dann ist es aber auch kein grober Fehler, sondern bestenfalls eine strittige Auslegung.

        Wer schreibt eigentlich die Artikel und Bewertungen? Der Korrespondent aus dem Spielort oder ein Abgesandter der Zentrale?

        Antwort
  • „Der Kicker“ ist für mich das „Parteiorgan“ des FC Bayern.
    Nicht nur aufgrund der meist negativen Berichterstattung über unseren FCN.

    Antwort
  • Um Schäffler kann es einem fast schon ein wenig leid tun. Beim FCN scheint er nicht seinen 2. Frühling zu erleben sondern eher einen echt harten Winter. Ich habe den Eindruck es scheint ihm ein wenig die Lust zu rauben sich mit 32 Jahren mittlerweile auch hinter dem Nachwuchs anzustellen.

    Antwort
    • Er sollte v.a. erst einmal fit werden, denn so wirkt er einfach seit Monaten nicht. Man muss konstatieren, dass seine Verpflichtung ein Flop war. Ärgerlich, zumal andere Stürmer auf dem Markt waren und er mit seinem Gehalt verhindert, dass wir die zwingend notwendige Verstärkung für den Angriff im Winter verpflichten.

      Aktuell haben wir eigentlich nur Shuranov im Angriff, der jedoch noch viel zu wechselhaft spielt und einfach nich Zeit braucht und mit Dovedan einen spielenden Stürmer, der gute Spiele macht, uns jedoch keine 10 Tore schiesst.

      Antwort
      • Die von dir genannten 10 Tore hat Schäffler im letzten Jahr geliefert! Schäffler als Flop zu bezeichnen, also sorry … Welche Stürmer hattest Du denn im letzten Jahr auf dem Schirm? Burgstaller, Terodde etwa?
        Schäffler wird liefern, wenn er spielen darf und entsprechend gefüttert wird. Hat er mehrmals bewiesen!

        Antwort
      • Schäffler als „Flop“ zu bezeichnen – eine sehr extreme Meinung, die Du exklusiv hast.

        Nein, Schäffler hat natürlich, wie @Maggu sagt, schon bewiesen, dass er uns in einer schwierigen Aufbauphase tatkräftig weiterhelfen konnte. Dass Schäffler auch intern in der Mannschaft ein wichtiger Spieler ist, dürfte wohl auch klar sein.

        Wir haben Stürmer mit verschiedenen Eigenschaften und somit eine Flexibilität, die wir auch noch brauchen. Schäffler als Sturmtank wird wieder wertvoll werden wie damals, als er mit Lohkemper die Liga rockte.

        Fußball in der Realität funktioniert nicht so, dass man sich einen Knipser holt und dann wird alles noch besser. Das ist Malen nach Zahlen und funktioniert vielleicht beim „Bundesliga-Manager“ an der Konsole. Ein Stürmer wie Schäffler muss, wie @Maggu sagt, gefüttert werden.

        Antwort
        • Für mich musste er alleine gehaltsmäßig als Königstransfer angesehen werden. Und nach seinen guten ersten ca. 8 Spielen (war das wirklich „rocken“?) hat er kein weiteres ordentliches Spiel gemacht. Man kann ihm nicht geringen Einsatz nachsagen. Er hat auch immer wieder von der Bank – wie in Paderborn oder Regensburg – wichtige Aktionen. Am Ende ist das aber wie gesagt für seine Gehaltsklasse und die Vorschusslorbeeren eindeutig zu wenig, zumal er auch aktuell wie ein Fremdkörper wirkt Und genau das ist die Realität: während sich in anderen Clubs Drtittligaspieler reinbeißen und auch nicht immer „gefüttert“ werden, gelingt das leider Schäffler nachhaltig nicht. Ich würde mich wundern, wenn er bei uns noch die Kurve zum Nummer 1 -Stürmer im Kader schafft. Ich würde mich jedoch sehr gerne irren. Ob man ihn Flop oder Enttäuschung bezeichnen mag, ist Geschmacksache.

          Antwort
          • Wenn man derart über Gehaltsklassen referiert, dann sollte man seine Behauptungen auch mit Fakten unterfüttern.

            Was verdient Schäffler, dass Du ihn aufgrund seiner Gehaltsklasse als „Flop“ bezeichnest? Fakten bitte…

            Antwort
          • Andre@
            Ich gehe mal schwer davon aus, das Du Deine Meinung relativ „exclusiv“ hast.
            Wen hättest Du denn verpflichtet?
            Außerdem sieht man doch, das keiner unsere Stürmer groß Tore macht, da sie nicht richtig von Außen oder Mittelfeld gefüttert werden, siehe wieder das letzte Spiel in Dresden – alle Stürmer hingen dermaßen in der Luft!
            Da muss vom System her anders gespielt werden oder die Flanken müssen so kommen, das ein Schäffler die einköpft oder was auch immer – aber die kommen ja meist zum Gegner oder ins Nirvana( von einzelnen Ausnahmen mal abgesehen)!

            Antwort
  • Ich würde Schäffler mal wieder von Anfang spielen lassen. Shuranow und am Sonntag auch Schleimer gefallen mir zur Zeit besser wenn Sie von der Bank kommen.

    Antwort
    • M.E. ist Schleimer insbesondere in der Startformation eine absolute Verlegenheitslösung. Ich finde es grundsätzlich gut, dass ihm Klauss eine Chance gibt, aber Schleimer wirkt nicht nur deutlich zu langsam, sondern braucht er m.E. nich Zeit. Da ist die 2.Liga einfach ein anderes Kaliber als die 4.Liga. Deshalb werden wir dauerhaft auf Shuranov/Dovedan setzen müssen.

      Antwort
  • Statt Manuel Schäffler hätten wir damals mal besser Guido Burgstaller zurückgeholt. Der hatte bekanntlich zuvor schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er nie aufgibt und ferner auch weiß, wo das Tor steht.

    Antwort
    • „Seine Chance auf Einsatzzeiten waren in dieser Saison allerdings begrenzt, weshalb wir uns gemeinsam mit Guido auf den Transfer zum FC St. Pauli verständigt haben.“

      Das sagte der Ex-Schalke-Sportchef Schneider damals am 30. September 2020 gegenüber den „Ruhr Nachrichten“.

      Heißt: Am 14. August 2020, als der Schäffler-Wechsel zum Club publik wurde, dürfte Burgstaller bei S04 noch fest eingeplant worden sein. Das wiederum heißt, dass Burgstaller wohl nicht zu haben war zu der Zeit, als Sturmtank Schäffler verpflichtet wurde.

      Einfach zu sagen, man hätte lieber Burgstaller holen sollen, geht also an Fakten vorbei.

      Antwort
      • Laut kicker-Profil der beiden Spieler wurde Burgstaller für St. Pauli am 30.09.2020 und Schäffler am 14.08.2020 für den FCN verpflichtet. Ob Burgstaller zu diesem Zeitpunkt verfügbar war, kann ich nicht wissen. Aber zwischen diesen genannten Zeitpunkten liegen gerade einmal anderthalb Monate, so dass zumindest die Möglichkeit nicht gerade fernliegt. Ich kann mich auch gut an Diskussionen hier im Forum erinnern, wo von einigen unter uns ein Bedauern über den Coup von Bornemann ausgesprochen wurde. In der damaligen Diskussion wurden auch die beiden Stürmer miteinander verglichen und einige von uns befürworteten auch die Verpflichtung von Schäffler. Einigkeit bestand nach meiner Erinnerung darüber, dass es am Ende nur die Zeit weisen kann, welche Verpflichtung die bessere war. Ich denke, dass diese Frage hat sich zwischenzeitlich beantwortet.

        Antwort
        • Wenn Du beweisen könntest, dass Burgstaller schon Mitte August zu haben gewesen wäre, dann hätte deine Kritik, dass man doch besser Burgstaller geholt hätte, so etwas wie eine Grundlage.

          So aber deutet vieles – vor allem auch die Worte von Schneider am 30.09. – darauf hin, dass Schalke im August noch mit Burgstaller plante. Und sich erst im September ergab, dass man Burgstaller auch abgeben könne.

          Anderthalb Monate lagen dazwischen – da hast Du Recht. Und anderthalb Monate sind im Profi-Fußball eine lange Zeit. Vor allem dann, wenn das Transferfenster offen ist und sich die Kader schier täglich verändern.

          Antwort
          • Aber positiv wissen tust Du es am Ende auch nicht. Wir stochern diesbezüglich beide im Nebel.

            Antwort
            • Das stimmt. Ich kanns auch nur vermuten und mich auf die Worte von Schneider berufen. Wissen tue ich es nicht.

              Aber die Kritik kam ja nicht von mir. Ich bin ja nicht in der Beweispflicht. 😉

              Ich sag’s mal so: Dass Bornemann bei Burgstaller zugegriffen hat, ist ohne Zweifel ein großer Grund, warum Sankt Pauli derzeit da steht, wo es steht. Diesbezüglich hast Du vollkommen Recht.

              Ob Burgstaller wiederum beim Club ebenso glänzen würde und ob Shuranovs Stern neben Burgstaller aufgegangen wäre, sind wieder ganz andere Fragen – die aber definitiv zu weit führen, da wir nicht mal wissen, ob Burgstaller denn überhaupt zu haben gewesen wäre damals.

              Antwort
            • Die Fakten sind aber eigentlich recht einfach:

              Schäffler war ein Top-Torjäger der 2.Liga, nur knapp hinter T-Rod, dafür aber deutlich günstiger zu haben. Zu Zeiten der Transferanbahnung war Burgstaller weder zu haben noch in der Aussicht einer finanziellen Machbarkeit als Erstligaprofi mit entsprechendem Gehaltsniveau.

              Die logische Konsequenz, Cheffe zu holen ist daher absolut richtig und vernünftig gewesen, auch vor dem Hintergrund, dass man die Truppe frühzeitig zusammen haben wollte. Da haben wir mMn absolut nix falsch gemacht.

              Auf Schnäppchen warten kann sich lohnen, da ist Bornie ja Spezialist, kann aber auch völlig in die Hose gehen (siehe Wintertransferfenster). Diesmal eben: Glück gehabt, Bornie!

              Antwort
    • Ich vermute Burgstaller ging auch deswegen zu St. Pauli, weil er einen sehr guten Connect zu Bornemann hat aus Nürnberger Zeiten. Dass man mit jemanden gut kann, sind oft am Ende, wenn die anderen Parameter stimmen, die ausschlaggebenden Gründe.

      Antwort
  • Unterstellst Du Schäffler, dass er aufgibt und nicht weiß wo das Tor steht? Finde ich schon etwas frech….

    Antwort
    • Da hast Du natürlich recht, so krass wollte ich es dann doch nicht sagen. Ich habe diese Aussage im direkten Vergleich zu Burgstaller gemeint.

      Antwort
  • Hallo,haben manche schon vergessen dass
    Burgstaller damals unbedingt von Nürnberg weg wollte?

    Antwort
    • Weil er anhand seiner gezeigten Leistungen natürlich erstklassig spielen wollte. Und das kann man ihm denke ich nicht verübeln.

      Antwort
  • Wie @Optimist geschrieben hat, war es „richtig und vernünftig“, Schäffler damals rechtzeitig und vor Trainingsstart zu holen. Dafür kann man die sportliche Leitung keineswegs kritisieren. Auch, dass man Burgstaller nicht holte, ist in meinen Augen eine Kritik, um mal überhaupt wieder was zu kritisieren in einer Zeit, in der es endlich wieder in die richtige Richtung läuft.

    Wenn man schon ein Haar in der Suppe suchen will, dann findet man dieses in der Personalie Jakov Medic. Der bei uns ausgebildete und für lau gegangene Spieler hat bei Sankt Pauli alle 10 Spiele gemacht und das mit einem beachtlichen kicker-Notenschnitt von 3,0. Medic ist derzeit Stammspieler beim Tabellenführer.

    Dass solche Dinge wehtun und auch nicht mehr vorkommen dürfen, hat Sportvorstand Dieter Hecking auch deutlich erwähnt in seiner JHV-Rede. Wenn ich Heckings Worte richtig deute, war das eine erfrischend ehrliche Selbstkritik. Und diese ist ihm hoch anzurechnen, wie ich finde. Zumal ja noch zwei weitere Sportvorstände an der Fehleinschätzung von Medic beteiligt waren.

    Antwort
  • Ich würde Schäffler jetzt auch nicht so abschreiben, wie es hier durchklingt, nach seiner Verletzung meine ich ist er immer noch auf dem Weg zu 100%, die Saison ist noch sehr lange. Zudem wird er zu einem Heimspiel gegen Heidenheim besser zur Startformation passen als in Dresden, wo man von Beginn an tiefer stand und wenig Strafraumszenen, das war nicht Schäfflers Spiel einfach.

    Sorry wenn ich es sage :-), gestern abend das CEF TV Video gesehen mit Biechele (Kicker) und Martin Driller, dort wurde gemutmaßt es gibt Gerüchte, dass sich bei Schäffler ab einer bestimmten Anzahl Spiele der Vertrag automatisch verlängert. Sie wussten es aber auch nicht sicher, aber sowas würde hinter der Hand gemunkelt, das könne eine Rolle spielen bei der Zukunftsplanung.
    Falls ihr selber in dem Video nachsehen wollt, das ist recht lange ich weiss nicht mehr an welcher Stelle das diskutiert wurde, also da müßt ihr dann durch 🙂

    Antwort
    • Ich unterstelle mal, dass Schäffler unabhängig von jedweder Regelung auch spielen würde, wenn er sich als unverzichtbar präsentierte…

      Antwort
        • So ein Schmarrn, Haaland bei Dortmund, Karim Adeyemi bei RB Salzburg nur mal zwei Beispiele, dazu gibt es natürlich auch noch Spieler die keine Stürmer sind und für bestimmte Vereine unverzichtbar.

          Dass ein Spieler aktuell „unverzichtbar“ ist, heißt ja nicht dass der Verein ohne diesen den Spielbetrieb einstellen müsste.

          Antwort
          • So zwischen den Zeilen ist nicht dein Ding oder? Lol

            im übrigen hat gestern Dortmund auch mit Haaland 0:4 verloren, sehr unverzichtbar wirkt das nicht. So außergewöhnlich er ist körperlich, so ausrechenbar wird auch Dortmunds Spiel mit ihm, das hat Lewi Haaland noch weit voraus, der gelernt hat viel mehr aus der Tiefe zu kommen und mitzuspielen.

            Antwort
  • Ich halte die Schäffler Debatte für unglücklich, da kommen schon extrem viele Unterstellungen vor. Tatsache ist, zu Beginn und im Duett mit Lohkemper hat Schäffler extrem gut funktioniert und war sicher ein wichtiger Grund, warum wir zu Beginn der letzten Saison manche Spiele gewinnen konnten, die wir in der Saison davor verloren haben. Für mich war Schäffler da ein Grund für den neuen Aufbruch und die deutlich bessere Stimmung, die nach der Horrorsaison extrem wichtig war.

    Mit der Verletzung von Lohkemper wurde es für Schäffler schwieriger und dann hat er sich auch noch selbst verletzt. Die Schwächephase in der letzten Saison hatte dann auch mit der Schwäche, bzw. der Verletzung von Schäffler zu tun.

    In der Endphase der Saison hat Klauß aber eine Alternativformation gefunden und damit Erfolg gehabt, sprich damit wurde es natürlich auch für Schäffler schwieriger wieder zurückzukommen. Sein ununstrittener Stammplatz war erst mal weg. Gerade Stürmer brauchen aber die 100%ige Unterstützung durch den Trainer noch etwas mehr als andere Spieler. Aber das gilt halt auch für die Neuen, Shuranov und Borkowski, die sich da nach vorne gespielt hatten und natürlich auch noch jünger sind, entsprechend mehr Potential versprechen, auch wirtschaftliches Potential bei Shuranov.

    Aber allein für das erste Drittel der letzten Saison war Schäffler Gold wert und damit sind Bezeichnungen wie Flop natürlich schlicht unseriös. Richtig ist, aktuell kann uns Schäffler nicht so helfen, wie er und wir uns das wünschen würden, aber die Saison ist noch lang, da kann sich auch noch was ändern.

    Btw solange wir so erfolgreich spielen ist es komplett egal ob Schäffler trifft oder nicht, Platz 5, Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen, als einzige Mannschaft ungeschlagen, dazu mega-sicher in der Abwehr, die wie man weiß ja Meisterschaften entscheidet, alles gut.

    Antwort
  • Erzgebirge gegen FCI schaue ich mir an.
    Gut ist dass man als FCN Mensch nicht auf Unentschieden hoffen braucht obwohl Juwe vor Dynamo auch noch nach unten geschaut hat.
    Allerdings ist es bei mir auch so ähnlich denn erst wenn der FCN gesichert ist gibt es viel weniger Nervosität am Spieltag. Der Grund ist wahrscheinlich weil auf der Haupttribüne sitzend am 29.05.99
    um 15.25 Uhr keine Anspannung da war und ich mich auf die Feier danach gefreut habe.
    Unter Flutlicht in Aue bei dieser Tabelle vor dem 11. Spieltag in einem vollen engen Stadion
    gegen diesen Gegner ist SR Winter sicher nicht zu beneiden.

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  • Ich kann mich nicht erinnern dass ein Spieler in den beiden höchsten Ligen in Deutschland einen Schiedsrichterassistenten angespuckt hat.
    Fandrich ist der erste oder täusche ich mich Florian ?

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  • Irgendwie komisch… zwei Spiele hintereinander gewinnt oder gleicht der HSV IN DER 94./95.Minute aus…..
    Ein Schelm….

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