Kraft- und ideenlos am Ende der englischen Woche – Analyse zu #SVDFCN #FCN

Analyse zu SV Darmstadt 98 – 1. FC Nürnberg 2:0 (1:0)  – Der Club verliert völlig entkräftet in Darmstadt. Auch weil er es nicht schafft, sich Chancen zu erspielen.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Wer ob des engen Zeitplans mit drei Spielen binnen sechs Tagen mit viel Rotation gerechnet hatte, wurde überrascht. Außer der Rückkehr von Christian Mathenia ins Tor und dem durch die Gehirnerschütterung von Krauß notwendigen Wechsel zu Taylan Duman, nahm Robert Klauß nur einen weiteren Wechsel vor. Manuel Schäffler ersetzte Erik Shuranov. Krauß‘ Ausfall wurde einmal mehr nicht durch Beförderungen aus der U21 (Latteier, Rosenlöcher, Knothe)  kompensiert. Stattdessen blieb der 20. Kaderplatz erneut leer. Torsten Lieberknecht auf der Gegenseite musste auf den relativ kurzfristigen Ausfall von Fabian Schnellhardt reagieren, an seiner Stelle spielte Fabian Holland im zentralen Mittelfeld, Emir Karic übernahm stattdessen die Linksverteidigerrolle. Im Vergleich zum 1:1 Kiel ersetzte außerdem Braydon Manu Erich Berko auf der rechten Außenbahn, ein entscheidender Wechsel.

Der 24-jährige Holsteiner sorgte von Anfang an für erhebliche Probleme auf der linken Nürnberger Abwehrseite, gleich nach zwei Minuten landete ein Schussversuch seinerseits auf Umwegen, sprich über einen Block durch Tim Handwerkers Gluteus Maximus, bei Philipp Tietz. Der Angreifer schoss recht freistehend neben das Tor von Christian Mathenia. Wenige Minuten später war Manu erneut auf dem rechten Darmstädter Flügel zu finden. Handwerker blieb erneut fern und ließ die Flanke zu. Die Flanke rutschte in die Mitte, wo Luca Pfeiffer auf den Ball drauflaufen und ins lange Eck vollenden konnte. Die Führung spielte den Darmstädter in die Karten, die nun den Ballbesitz quasi komplett aufgeben konnten und sich auf ihr Konterspiel verlassen wollten. Der FCN hatte so deutlich mehr vom Ball und vom Spiel. Er entwickelte aber zu keiner Zeit wirklich genug Druck in Richtung gegnerisches Tor.

Der Club schaffte es nicht, die massive Deckung der Darmstädter zu durchspielen, scheiterte meistens schon an der zweiten, spätestens aber an der dritten Linie der Gastgeber. Diese dagegen beschränkten sich ganz gezielt darauf, die Bälle abzufangen und dann schnell nach vorne zu spielen. Sie waren dabei deutlich zielstrebiger als der FCN, kamen auch öfter zu Abschlüssen. Der Club ließ den Ball laufen, sobald aber der entscheidende Pass gespielt werden musste, fehlte es ihm an Kreativität und Durchschlagskraft. Fast exemplarisch war es da, dass Nürnbergs beste Chance ein Kopfball von Schäffler aus Abseitsposition ins Darmstädter Tor war. Luca Pfeiffer auf der Gegenseite machte es da bei seinem Kopfball besser und gleichzeitig schlechter, er traf nämlich nicht das Tor nach einer erneut gefährlichen Flanke von Manu, aber er stand nicht im Abseits.

Es folgte kurz darauf die beste Chance für den FCN. Schuhen ließ einen Fernschuss von Valentini abprallen, war dann aber beim Nachschuss von Schäffler in der Lage diesen abzuwehren. Der Ball prallte nach der Abwehraktion allerdings zu Dovedan, doch der scheiterte an Isherwood, der den Ball kurz vor der Torlinie blocken konnte. Der Ball wurde geklärt, Sørensen wollte den Ball per Kopf wieder nach vorne bringen, doch Tietz traf den Dänen mit hohem Bein im Gesicht.  Sørensen musste wegen der Folgen des Treffers in der Kabine bleiben. Für ihn kam Mario Šuver. Außerdem blieben auch Dovedan und Duman, beide gelbvorbelastet, in der Kabine, für sie kamen Shuranov und Nürnberger ins Spiel.

Der Club kam in der ersten Viertelstunde nach der Pause etwas mehr in Tornähe. Schäffler, Geis per Freistoß und Valentini hatten allesamt Abschlüsse, die mehr oder minder gefährlich hätten sein können, aber allesamt nicht auf den Kasten von Marcel Schuhen kamen. Stattdessen erhöhte Darmstadt mit einem Standard auf 2:0. Ex-Cluberer Kempe brachte den Ball in die Mitte, Isherwood setzte seine Arme im Duell mit Schindler und Schäffler an der Grenze zur Regelwidrigkeit ein, so dass Schindler nicht richtig hochspringen konnte. Die Kugel fiel dem Nürnberger Innenverteidiger auf den Kopf und flog von dort ins Tor. Robert Klauß brachte wenig später Schleimer für Tempelmann und stellte Schleimer auf Zehn, Mats Møller Dæhli rückte auf die rechte Acht. Der Eingewechselte hatte auch prompt einige sehenswerte Läufe in die Tiefe und gute Pässe, wie vor einer guten Gelegenheit von Fabian Nürnberger, die Schuhen im Darmstädter Tor entschärfen konnte.

Auf der Gegenseite bewahrte Mathenia mit einer Parade gegen den eingewechselten Seydel den Club vor dem 3:0. Je näher das Spiel dem Ende kam, desto mehr merkte man dem Club nun die schweren Beine aus drei Spielen in sechs Tagen an. Der Rückstand machte die Beine nun zusätzlich schwer, so dass das Spiel immer mehr austrudelte. Rausch kam spät noch positionsgetreu für Handwerker, das änderte natürlich am Spiel auch nichts mehr. Der Club konnte nicht mehr, Darmstadt musste und wollte nicht mehr. So endete das Spiel mit der ersten Niederlage der Saison für den FCN. 

2. Daten und Fakten

37 Minuten Ballbesitz, 21 Sekunden durchschnittliche Ballbesitzphase, zehn Ballbesitzphasen, die länger als 45 Sekunden dauerten, die Feldüberlegenheit des FCN drückt sich allein schon in diesen Zahlen aus. Auch die expected Goals wirken in purer Form wie Überlegenheit, wenn auch nicht mehr so deutlich. 2,13 xG stehen da beim FCN, bei Darmstadt 1,81. Doch betrachtet man die Zahlen näher sieht man einerseits, dass beim FCN ins den 2,13 xG die Dreifachchance von Valentini, Dovedan und Schäffler mit kumulierten 1,43 xG zu Buche steht, so dass man hier Anpassungen vornehmen muss. Je nach Methodik nimmt man zur Berechnung einfach nur den gefährlichsten Schuss, in diesem Fall Dovedans Versuch mit 0,74 xG und streicht die anderen beiden Versuche, oder aber berechnet die Wahrscheinlichkeit, dass aus der Situation kein Tor entsteht, in diesem Fall ungefähr 8% und gibt dann einen xG-Wert für die Situation, also 0,92, an. Andererseits muss man auch bedenken, dass das Eigentor zum 2:0 bei Darmstadt komplett ohne xG-Wert auskommen muss, da kein Darmstädter Schuss abgegeben wurde. Die beiden Anpassungen zeigen dann schon, dass der Club aus seinem Ballbesitz weniger Gefährliches produzierte als die Gastgeber.

Grafik 1 ist die bekannte Viertelstundengrafik. Sie zeigt zum einen, dass Darmstadt phasenweise wirklich fast komplett auf Ballbesitz verzichtete. Zum anderen zeigt sie, wie schwer der Club sich gerade nach der Pause über weite Strecken tat, überhaupt Angriffe zu fahren. Die Müdigkeit der Schlussviertelstunde springt den Betrachter bei 63 Prozent Ballbesitz, aber nur 0,33 Angriffen pro Minute förmlich an. Darmstadt dagegen verlegte sich nach der Anfangsviertelstunde, in welcher der Führungstreffer gelang, komplett aufs Kontern. Auch dass Darmstadt einerseits deutlich tiefer als der FCN stand, andererseits aber deutlich häufiger lange Bälle als Mittel wählte, visualisiert noch einmal in Balkengrafikform die Herangehensweise der Lilien: Man wollte aus der gesicherten Defensive schnell nach vorne kommen. Das gelang.

Grafik 2 zeigt einen anderen Faktor, der zur Niederlage beitrug. Die Luftunterlegenheit des FCN. Der Club verlor 22 von 33 Kopfballduellen, darunter alle im gegnerischen Strafraum und auch drei im eigenen Sechzehner. Die körperliche Überlegenheit der Lilien spielte dabei sicherlich eine Rolle, eine derart klare Unterlegenheit in der Luft ist dennoch selten zu sehen. Gerade bei den Luftduellen im Mittelfeld, die auch mit überwältigender Mehrheit verloren wurden, ist anzumerken, dass sie der Stabilität des eigenen Spiels abträglich waren. Darmstadt dagegen schaffte es so immer wieder, sich zu befreien oder Nürnberger Angriffe zu unterbinden.

Grafik 3 legt die Passnetzwerke übereinander. Dabei wird deutlich, dass der Club seinen deutlich höheren Ballbesitz vor allem im Mitteldrittel des Spielfelds hatte. 58 Prozent der Pässe, die der FCN spielte, wurden im Mitteldrittel getätigt. Das ist ein sehr hoher Anteil. Am vergangenen Dienstag waren es beispielsweise nut 40 Prozent gewesen. Mit 21 Prozent der Pässe im Angriffsdrittel lag Nürnberg sogar hinter den Darmstädtern, die auf 23 Prozent kamen – aber natürlich in absoluten Zahlen deutlich weniger Pässe spielten. 

3. Die kurze Einzelkritik

  • Christian Mathenia (CU-Note: +3): Eine sehr gute Parade gegen Seydel, bei den Gegentoren machtlos.
  • Enrico Valentini (CU-Note: 3): Im Aufbau unermüdlich, wirkte nicht so, als hätten ihn am Dienstag noch Krämpfe geplagt. In den Duellen, gerade nach der Pause etwas zu oft zweiter Sieger.
  • Christopher Schindler (CU-Note: 4): Das Eigentor war unglücklich, auch weil er erheblich von Isherwood bedrängt wurde. Verlor aber auch jenseits dessen viele Zweikämpfe in der Luft und um den freien Ball. Im Aufbau dagegen auch unter Druck standhaft.
  • Asger Sørensen (CU-Note: 3-): Verteidigte weitgehend umsichtig. War beim 1:0 wie auch Schindler vom heranspritzenden Tietz etwas überrascht, ohne dass ihn die Hauptschuld traf. Musste nach fiesem Kopftreffer zur Pause raus.
  • Mario Šuver (CU-Note: 4): Im Aufbau ordentlich, aber uninspiriert, verlor jedoch relativ viele Duelle nach seiner Einwechslung.
  • Tim Handwerker (CU-Note: 5): Immer wieder mit Problemen mit Manu, nicht nur vor dem 1:0 zu weit weg. Gewann auch nur ein Duell gegen den Ball, auch in der Vorwärtsbewegung meist schwach.
  • Johannes Geis (CU-Note: 3-): Emsiger Zweikämpfer – gewann 80 Prozent seiner Duelle gegen den Ball und alle Duelle in der Luft oder mit Ball am Fuß. In der Ballverteilung mit zunehmender Spieldauer immer verzweifelter und dadurch unpräziser.
  • Lino Tempelmann (CU-Note: 4): Stets bemüht, Dynamik auszustrahlen, dabei enorm passsicher. War aber sichtlich ermüdet von der langen Woche und kam so kaum einmal an einem Darmstädter vorbei.
  • Fabian Nürnberger (CU-Note: 3-): Nach seiner Einwechslung zur Pause ohne Fehlpass. In den Duellen ordentlich, mit guter Chance im Abschluss, blieb aber weitgehend uninspiriert.
  • Taylan Duman (CU-Note: 4): Bemüht, immer wieder mit feiner Technik, aber nicht immer zielgerichtet in seinen Aktionen. Tat sich schwer mit dem Ball am Fuß an den Gegnern vorbei zu kommen. Zur Pause gelbvorbelastet ausgewechselt.
  • Mats Møller Dæhli (CU-Note: 3-): Auch ihm war die Müdigkeit anzumerken, teilweise fehlte die Spritzigkeit und Dynamik im Antritt. Dennoch immer noch der Spieler mit den meisten Ideen.
  • Nikola Dovedan (CU-Note: 5): Hatte Glück, dass Schiedsrichter Stegemann sein Einsteigen gegen Pfeiffer nicht als „Stempeln“ und damit rotwürdig erachtete. Blieb deshalb zur Pause in der Kabine. Hatte wenig gelungene Aktionen, aber immerhin die beste Clubchance des Spiels.
  • Erik Shuranov (CU-Note: 5): War fast gänzlich abgemeldet, gewann keinen Offensivzweikampf in 45 Minuten, gab keinen Schuss ab. Blieb aber immerhin ohne Fehlpass.
  • Manuel Schäffler (CU-Note: 4-): Hatte eine sehr gute Chance und ein Abseitstor, versuchte immer wieder Verbindungen zum Mittelfeld herzustellen. Das klappte aber nur selten.
  • Lukas Schleimer (CU-Note: 3-)Mit Tempo und Spielwitz um eine letzte Belebung bemüht. Das gelang auch als er Nürnberger vor dessen Chance einsetzte. Arbeitete ordentlich gegen den Ball.
  • Konstantin Rausch kam zu spät für eine Note, als er in der Schlussphase Tim Handwerker ersetzte.
Verlauf der expected Goals während des Spiels (Nürnberg in rot, Darmstadt in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

„Der Punch und der letzte Schritt haben heute vielleicht gefehlt.“ Enrico Valentini fand nach dem Spiel die richtigen Worte, um die Partie zusammenzufassen. „Wir hatten sehr viel Kontrolle, sehr viel Dominanz im Spiel – aber wir müssen einfach das Tor machen“, legte Robert Klauß nach. Das Problem: Jenseits der Doppelchance von Schäffler und Dovedan vor der Pause hatte der Club ja nicht einmal wirklich die Möglichkeit ein Tor zu erzielen. Der Club hatte zwar einige Abschlüsse, sie waren aber eben fast alle ungefährlich und/oder aus wenig aussichtsreichen Situationen. Gerade die Fähigkeit, den Ball hinter die Kette zu spielen, ging dem Club über weite Strecken der Partie ab.

Diese Tatsache sollte bei aller berechtigter Kritik an der Ansetzungspolitik der DFL – und der fehlenden Erläuterung für die Gründe dem Verein gegenüber – nicht untergehen. Es war daher auch durchaus erfrischend, dass Valentini die Schuld nicht in der englischen Woche suchte „Kann sein, dass auch ein bisschen die Körner gefehlt haben, aber darauf möchte ich es nicht schieben.“ Natürlich war die Tatsache, dass der Club erst am Dienstag über 120 Minuten spielen musste und dann auch noch ein bitteres Ausscheiden im Elfmeterschießen zu verkraften hatte, ein Faktor. Dass man sich einmal mehr schwer tat, zu signifikanten Ballkontakten im Strafraum zu kommen, ist aber auch Teil der Wahrheit.

Schließlich sind die offensiven Probleme auch keine neue Erkenntnis. Der Tabellenstand des FCN speist sich aus der soliden Defensive, die, eben auch nicht immer zu Null spielen kann. Tut sie das aber nicht, so gelingt dem Club eben selten ein Sieg. Man muss die erste Saisonniederlage also einordnen. Begünstigt durch den Spielplan, aber nicht allein dadurch ausgelöst. Vielmehr war es so, wie es auch beim normalen Menschen ist. Unter Müdigkeit treten die eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler deutlicher zu Tage. Beim FCN ist das eben derzeit die Unfähigkeit einen tiefen Block zu zerspielen und Schnittstellenbälle zu finden, wenn der Gegner sortiert ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. 

Auch wenn Darmstadts Torsten Lieberknecht eine „bärenstarke Nürnberger Mannschaft, der wir großen Respekt zollen müssen,“ gesehen hatte, ging sein Matchplan eben vollumfänglich auf, begünstigt durch das frühe 1:0. Jetzt hat der Club eine Woche Zeit sich von der englischen Woche zu erholen, ehe am kommenden Freitag Werder Bremen ins Max-Morlock-Stadion kommt. Die Serie ist dahin, wozu der Kapitän folgendes zu Protokoll gibt: „Natürlich ärgern wir uns, dass die Serie gerissen ist. Wir haben uns das hart erarbeitet und wollten es so lange wie möglich halten.“ Doch nun gilt es für den Club weiter zu arbeiten, vor allem an der Schaffung von Chancen.

 

5. Die Kennzahlen

Darmstadt   Nürnberg
2 Tore 0
1,81 (+Eigentor) expected Goals 2,13
1,60 (+Eigentor) Post Shot xG 1,84
1,81 (+Eigentor) xG ohne Doppelchancen 1,44
1,60 (+Eigentor) PSxG ohne Doppelchancen 1,11
12 Schüsse 15
2 Schüsse aufs Tor 4
4 Ecken 4
0 Freistöße 3
34 Ballbesitz zeitbasiert (in %) 66
31,2 Ballbesitz passbasiert (in %) 69,8
76 Passquote (in %) 89
11 Fouls 6
15,5 PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion) 7,2
4 Challenge Intensity (Defensivaktionen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes) 6,9
16,8 Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz) 18
12 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 12
00:12 Ballbesitzdauer (Ø) 00:21

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

Spieler CU-Note Kicker nordbayern.de BILD WhoScored SofaScore
Christian Mathenia +3 3 3 3 6,1/10 6,3/10
Enrico Valentini 3 2,5 2,5 2 6,6/10 6,9/10
Christopher Schindler 4 4 4 4 5,6/10 6,2/10
Asger Sørensen 3- 3 4 3 6,0/10

6,7/10

Tim Handwerker 5 4,5 4 4 5,8/10 6,1/10
Johannes Geis 3- 4 4 4 6,5/10 6,9/10
Lino Tempelmann 4 4 4 5 6,0/10 6,3/10
Taylan Duman 4 3,5 4,5 3 6,3/10 6,9/10
Mats Møller Dæhli 3- 3 3,5 4 6,1/10 6,5/10
Manuel Schäffler 4- 3,5 4,5 4 6,2/10 6,4/10
Nikola Dovedan 5 4,5 4 5 5,7/10 6,0/10
Fabian Nürnberger 3- 3,5 4,5 3 6,5/10 7,0/10
Erik Shuranov 5 5 5 4 5,9/10 6,3/10
 Mario Šuver 4 3,5 3,5 4 6,3/10 6,7/10
Lukas Schleimer 3- 3 6,1/10 6,7/10
Konstantin Rausch 6,0/10 6,6/10
Durchschnitt 3,80 3,67 3,92 3,00 6,09 6,53

34 Gedanken zu „Kraft- und ideenlos am Ende der englischen Woche – Analyse zu #SVDFCN #FCN

  • Erhellende Analyse. Die Note für Schäffler ist vor allem im Vergleich mit Dovedan und Shuranov viel zu tief. 3- wäre okay. Dem Trainer-Team bleibt die Aufgabe, der Mannschaft das Spielmachen beizubringen. Das können wir im Zweifel nicht, wie am Bölle deutlich wurde. Ich hatte als Besucher in Halbzeit zwei zu so gut wie keinem Zeitpunkt das Gefühl, der Glubb könnte die Abwehr knacken und ein Tor schießen. Das Pokalspiel darf da keine Entschuldigung sein.

    Antwort
  • Ich bleibe dabei. Die Noten für Duman, vor allem die 4,5 verstehe ich nicht. Er war für mich präsent, immer anspielbar, mit feiner Technik und wenn Schäffler in Form wäre, mit einer überragenden Torvorlage.
    Wieso darf das Pokalspiel keine Entschuldigung sein? Man hat doch ab einem gewissen Zeitpunkt gemerkt, dass die Kraft nachlässt. Da fehlen dann halt die entscheidenden cm, die letzte Spritzigkeit etc.
    Ich finde sie haben alles versucht, sind auch nochmal in der Nachspielzeit auf den Anschluss gegangen. Ich kann dem Team da nichts vorwerfen.

    Antwort
  • Sehr gute Analyse. Hätte der Club angesichts der englischen Woche und des Gegners seine Taktik vielleicht ändern müssen? Also selbst hinten reinstellen, Kraft sparen, Darmstadt den Ball überlassen im Wissen, dass das denen überhaupt nicht liegt, und selbst kontern?

    Antwort
  • Ich fand die Leistung so schlecht nicht und ja, man merkte der Mannschaft die Belastung tatsächlich an. Der Sieg für Darmstadt geht in Ordnung weil sie aus den Chancen eben was gemacht haben. Aber mit Fussball hatte das aus meiner Sicht über weite Strecken wenig zu tun was Darmstadt da gemacht hat.
    Dennoch kann man der Mannschaft was die einstellung angeht wenig vorwerfen, wo hingegen Schäffler für mich von Beginn an wie ein Fremdkörper wirkte.

    Was mich, neben der Niederlage, aber so richtig genervt hat war der Sky-Kommentator. Martin Bader, Jonathan Geis….und auch der Rest seiner Kommentare legt den Schluss nahe er hätte entweder garnicht hingesehen oder mindestens eine anderes Spiel geschaut! Und klar kann man das Einsteigen von Dovedan diskutieren, für mich war es aber kein Rot. Aber diese alles andere als ausgewogene Bewertung von „Regelwidrigkeiten“…Zwei frühe Karten gegen den Club die sicher auch das Anlaufen dann beeinflusst haben, und bei einem offensichtlichen Betrugsversuch von Manu (für mich grob unsportlich und damit Gelb) wird über Gelb nicht mal nachgedacht, weder vom Kommentatot und offensichtlich auch nicht vom Schiri. Duman hingegen wollte eindeutig sichtbar zum Ball. Ach und wenn das Einsteigen von Dovedan „dunkelgelb“ war, dann das Einsteigen von Seydel kurz vor Schluss gegen Geis aber auch!

    Nicht falsch verstehen! ich mach die Niederlage nicht am Schiri fest, musste aber mal raus.

    Antwort
  • Egal ob man mehr läuft oder nicht, aber ich meine auch es wäre das bessere Rezept gewesen, die Darmstädter mehr hinten rauszulocken, damit sie mehr mit dem Ball machen müssen und wenn sie ihnen den Ball an der Mittellinie hinspielen (übertrieben gesagt). Bewußt den Gegner rauslocken und wissen wo und wen sie dann pressen und umschalten. Vielleicht fehlt der Mannschaft da noch etwas die Cleverness.

    Antwort
  • Die Note von Jonathan Geis fehlt. Der hatte in der 2. Halbzeit, nach einer schwachen, weil zu kurz getretenen Ecke, jeweils nach Klärungen wieder zu ihm, noch zweimal hintereinander erneut Möglichkeiten, eine einzige, wenigstens passable Hereingabe in den Strafraum zu treten. Es gelang nicht. Schade.

    Antwort
  • Asgar Sörensen mit Jochbeinbruch wurde heute operiert.
    Für mich war es ein Foul an Christopher Schindler. Würde mich sehr interessieren wie er es beurteilt.

    Antwort
  • Wahrscheinlich lag es gar nicht an der Ansetzung, sondern daran, dass es das erste Spiel war, das ich nicht live verfolgen konnte. Naja, der 80. Geburtstag meines Vaters war dann vielleicht doch wichtiger 😉

    Antwort
  • Regensburg geht mir wirklich ziemlich auf die Eier.

    Die ziehen das am Ende noch durch wie die Fürther, mit einer völligen Überperformance in einer optimalen Saison aufzusteigen. Um dann in der ersten Liga keinen Stich mehr zu machen. Das ist komplette Verschwendung.

    Antwort
    • Ach, ich musste schon gestern abend ganz breit grinsen, als ich das 1:1 Endergebnis vom HSV gegen eigentlich schwächelnde Kieler sah. Jetzt ist heute nur Paderborn an uns vorbeigezogen. Sehr schön: Hanno hat seine Rostocker zu einem wichtigen 2:1 Heimsieg gegen Düsseldorf geschossen. Die 2. Liga ist klasse, wann war das je schon so eng und spannend alles. Sandhausen wuselt sich ganz unten gerade etwas heraus, während Dresden aktuell den anderen Weg geht. Ein andauerndes hin und her und hoch und runter und unser Club immerhin oben mit dabei, dank der besten Defensive in Liga 2.

      Antwort
    • Das glaube ich zwar nicht, aber mich regt noch mehr auf, dass Singh, der bei uns aber überhaupt keinen Fuß auf den Boden gebracht hat, dort regelmäßig spielt und scored. So, wie Schleuse beim KSC…

      Antwort
    • Robert Klauß war gut drauf und ich habe sogar taktisch was gelernt.
      Jetzt weis ich auch dass es ein klares Foul an Schindler .
      Hat beim FCN aber niemand Thema daraus gemacht .
      Was hätte wohl Lieberknecht bei der PK gesagt der sich während des Spiels sogar über Gelb nach dem
      Foul an Sörensen aufgeregt hat.

      Antwort
      • Zitat michael andreas:

        „Jetzt weis ich auch dass es ein klares Foul an Schindler .
        Hat beim FCN aber niemand Thema daraus gemacht.“

        Wenn es – wie du sagst – ein klares Foul war, muss sich doch der Videoassistent einschalten. Und wenn er es nicht tut, ist daraus ein Thema zu machen.

        Antwort
        • Für mich ist es jedenfalls Thema weil der VAR Robert Hartmann daraus kein Thema gemacht hat.
          Vielleicht har er sich ja gedacht nachdem er letzte Saison den 1. FC Nürnberg in Paderborn gepfiffen hat
          und ein Tor der Gastgeber aberkannte eine Entscheidung für den FCN in 2 Spielzeiten muss reichen.

          Antwort
          • Es ist tatsächlich ein klares Foul, aber vielleicht wurde nicht reagiert, weil dann nicht der Übeltäter getroffen hat, sondern Schindler. Allerdings wird Schindler klar runtergedrückt (aufgestützt vom Darmstädter), so dass er gar nicht weg kann, als ihn der Ball trifft.

            Hätte der Darmstädter getroffen, wäre das Tor vielleicht kassiert worden. Allerdings ist das für mich eine ziemlich alberne Regelauslegung. Das Tor entsteht durch ein Foul, also ist es zwingend zurückzunehmen.

            Vielleicht sollte man Robert Hartmann eine Sehhilfe schenken. Der Schiri kann nichts dafür, wenn er keinen Hinweis bekommt. Das war sehr unübersichtlich und schwer zu erkennen in Realtempo.

            Antwort
            • Für mich auch von Anfang an ein ganz klares Foul….und keiner von der Mannschaft und Trainer Team regt sich auf…..
              Gut…es gleicht sich ja irgendwann wieder aus, sagt man ja immer😀

              Antwort
    • Unser Trainer hat sich wirklich super verkauft, man merkt, dass er etwas zu sagen hat, was über die üblichen Floskeln hinausgeht.

      Wer es verpasst hat: man kann es immer noch in der Mediathek auf der Homepage von Sport eins anschauen.

      Antwort
  • Greuther Fürth hat nun den schlechtesten Saisonstart in der Geschichte der Bundesliga aus dem Jahr 1964 (Saarbrücken) eingestellt vielmehr gleichgezogen, beim nächsten Spieltag können sie diesen brechen und einen alleinigen neuen Rekord für die Ewigkeit aufstellen. Will noch jemand mit Fürth tauschen? Ich glaube da haben wir etwas mehr Spaß an der Saison und da ist es am Ende ja egal wie die Liga heißt.

    Antwort
  • Sie sind viel besser als du denkst. Saarbrücken hatte 1 Punkt und -21, Fü hat einen Punkt und -20 😉

    Antwort
  • Asger Sörensen oder Mario Suver oder ein anderer oder Dreierkette gegen Werder sagt Robert Klauß .
    Wann ist Florian Hübner wieder dabei ?
    Keiner der Journalisten hat nachgefragt.

    Antwort
  • Es hat sich aber doch keiner vorstellen können dass es beim Neuzugang von Union so lange dauert , oder ?
    Für mich sah das was Mölders gemacht hat übrigens nicht unabsichtlich aus.
    Wir haben doch mal über Matches mit 50 Fouls oder mehr diskutiert .
    Club Brügge gestern mit 2 (!) Fouls bei City ist sicher auch Rekord.

    Antwort
      • Das stimmt, auf den ist teilweise echt wenig verlass. Das kann nicht nur ich bezeugen. Wenn er gerade nicht in Nordostdeutschland rumoxidiert ist er aufm Meer oder im Wellness-/Fitnessurlaub in den Bergen. Wozu der eine Dauerkarte hat, ist fast schwer herauszufinden.
        Na, bei dem vermutlich starken Kackwetter gehts heute auch straight on ins Stadion.

        Antwort
    • Ich habe mir bei Hübner gleich gedacht, das wird länger und sogar hier geschrieben 🙂 .. Schulter und Knie sind die beiden kompliziertesten Gelenke im Körper. Bei der Schulter wird einem das erst bewußt wenn da mal der Wurm drin ist. Ich hatte lediglich mal eine Entzündung in der Schulter, ich konnte 1 Woche nicht schlafen und war am Ende, man kann sich dann nichtmal entspannt hinlegen, sehr schmerzhaft. Wird nicht nur im Fußball natürlich unterschätzt weil es nicht gerade die häufigste Verletzung ist für die Beinarbeiter.

      Antwort

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