Gib doch den Ball zu Uwe Seeler

Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg

vom 5. 11. 2021

MATHENIA (TW)

VALENTINI (K)               SCHINDLER                SÖRENSEN                HANDWERKER

              GEIS****        

DUMAN*                                                TEMPELMANN

MÖLLER-DAEHLI

DOVEDAN***                           SHURANOV**

*ab 46. KRAUß      **ab 46. SCHLEIMER       ***ab 74. NÜRNBERGER       ****ab 89. SCHÄFFLER

Anpfiff

18 Uhr 30

5. Energischer Antritt von Tempelmann, der per Tackling gestoppt wird. Gegenzug des Gegners, Handwerker rettet zur Ecke.

8. Ein langer Diagonalball von Sörensen, der offenbar für MMD gedacht war, landet im Nirwana.

9. Club-Abwehr über links (Valentini-Seite) per Doppelpass ausgespielt, Mathenia rettet per Grätsche, der Ball tropft von der Querlatte ins Hintertoraus.

Gegner druckvoller und giftiger in den Zweikämpfen.

14. Glanzparade von Mathenia nach schnellem Umkehrspiel des Gegners.

Der Club wirkt nicht so, als hätte er dem Gegner etwas entgegenzusetzen. Das 0:1 liegt in der Luft.

18. Valentini sucht beim Einwurf lange nach einer Anspiel-, äh Anwurfstation.

19. Valentini bedient MMD, der den Ball nach rechts zu Duman weiterleitet. Der Jungspund lässt einen Gegner ins Leere laufen, Flanke mit rechts und Kopfball von Dovedan zur 1:0-Führung.

21. Nach glänzendem Solo von MMD über links kommt ein Club-Spieler (ich meine, es war Duman, andere sagen, es war Shuranov) in der Mitte zum Abschluss, der Schuss wird von einem Abwehrspieler kurz vor der Linie geklärt. Das hätte das 2:0 sein können/müssen…

29. Solo von MMD über rechts, Flanke geklärt. Den anschließenden Eckball köpft Sörensen links am Tor vorbei.

33. Angriff des Gegners über die linke Seite, viel Raum, Flanke mit Glück zur Ecke geklärt.

35. Durchbruch des Gegners im linken Bereich des Strafraums mit viel Mühe verteidigt.

36. Shuranov verliert den Ball, wenig später fabriziert Handwerker einen fürchterlichen Querschläger.

Der Gegner jetzt wieder stärker, ständig gefährliche Szenen im Club-Strafraum. Kaum Entlastung, weil der Gegner die zweiten Bälle hat.

40. MMD verliert den Ball in einer Kontersituation. Wenig später wird Handwerker nach einem energischen Antritt energisch gestoppt.

41. Mathenia pariert im Tiefflug einen Distanzschuss mit den Fäusten.

43. Valentini klärt einen langen Ball in höchster Gefahr virtuos zur Ecke.

44. Flache Eingabe von Dovedan, Schuss von Shuranov von einem Abwehrbein zur Ecke abgelenkt.

Halbzeit

46. Tempelmann verspringt der Ball im schnellen Lauf ins Seitenaus.

Club mit Schwung in die 2. Halbzeit.

52. Gelb für den jochbeinbruchbedingt maskierten Sörensen wegen taktischen Trikotziehens.

53. Mathenia-Faustabwehr, nachdem ein Gegner aus halblinker Position im Strafraum frei zum Schuss gekommen war.

55. Miserabler Nirwana-Pass von Krauß in guter Kontersituation. Im Gegenzug rauscht ein 16-Meter-Schuss des Gegners knapp links am Tor vorbei.

Der Gegner ist jetzt gewaltig am Drücker. Club kommt überhaupt nicht in die Vorwärtsbewegung.

61. Völlig unmotivierter Nirwana-Ball von Geis.

Nach vorne geht gar nichts beim Club.

62. Jetzt doch ein Fernschuss von Geis, der links am Tor vorbeigeht. „Das war doch mal ein Nadelstich“, sagt der Mann im Fernseher.

63. Aussichtsreicher Konter des Gegners, aber schlechter finaler Pass.

64. Der Club bringt den Ball lange nicht und dann mit großer Mühe aus der Gefahrenzone.

66. Schleimer schickt Valentini über rechts auf die Reise, der Schuss des FCN-Kapitäns streicht links am Tor vorbei. Vielleicht wäre ein Pass nach innen die bessere Option gewesen.

67. Darmgrimmen erzeugende Belagerung des FCN-Strafraums. Keinerlei Entlastung. Bälle nach vorne werden postwendend wieder verloren.

ZITTERSPIEL

69. Freistoß des Gegners aus ca. 20 Metern nach einem angeblichen Foul von Tempelmann. Der Schuss prallt vom linken Außenpfosten ins Toraus.

71. Schleimer versagt nach Anspiel von MMD frei vor dem Torwart. Wäre der Ball drin gewesen, hätte es wohl Videokontrolle wegen Abseits gegeben. Dennoch ist festzuhalten: Wer solche Chancen versiebt, braucht im Profifußball gar nicht erst anzutreten.

73. Brenzlige und letztlich glücklich überstandene Situation im Club-Strafraum nach einem schnellen Angriff des Gegners.

ABWEHRSCHLACHT

76. Der gerade eingewechselte Nürnberger spielt den Ball völlig unmotiviert nach vorne ins Nirwana, statt zu einem Mitspieler, der freie Bahn gehabt hätte, quer zu legen. Eine angesichts der Klarheit der Spielsituation nachgerade grotesk anmutende Aktion.

77. MMD wird im energischem Lauf gestoppt, im Anschluss rauscht ein Schuss des Gegners abgefälscht über das Club-Tor, nachdem man mal wieder den Ball nicht aus dem Strafraum gekriegt hatte.

79. 1:1: Kopfball eines Gegnerstürmers nach langem Diagonalball.

80. Schleimer kommt aus der Distanz zum Schuss … knapp links vorbei.

81. Geis verliert den Ball im Mittelfeld, dann Glanzparade von Mathenia.

Gegner mächtig am Drücker.

83. Schleimer verliert den Ball in sinnlosem Zweikampf, statt zu MMD zu passen. Eine Mannschaft, die sich im Umkehrspiel so dumm anstellt, kann im Profifußball keinen Blumentopf gewinnen.

84. Mathenia rettet in der Art eines Handballtorwarts gegen einen Gegner, der vom FCN-Innenverteidiger Schindler in lupenreiner Uwe-Seeler-Manier (klick) per Hinterkopf eingesetzt wurde. Eine – wie ich meine – schöne Reverenz an die HSV-Ikone, die in diesen Tagen ihren 85. Geburtstag feierte (klick). Ich denke, es ist im Sinne der Leser:I*nnen dieses Artikels, jetzt die Gelegenheit zu ergreifen und gemeinsam anzustimmen:

GIB DOCH DEN BALL ZU UWE SEELER… (klick)

85. Wieder kläglich verstolperter Konter!

Club wankt gewaltig. Mannschaft wohl auch physisch am Ende.

87. 1:2.

[Zum Spiel: klick, klick, klick.]

51 Gedanken zu „Gib doch den Ball zu Uwe Seeler

  • Ich möchte allerdings bezweifeln, dass unser geschätzter Trainer in der 55. Minute einen Pass ins Nirwana gespielt hat. Seine Ballaktionen beschränkten sich auf das Zuwerfen von Bällen zum Einwurf.

    Im Zuge der allgemeinen Klaus-Karl-Kraus-Verwirrung wird angesprochene Aktion wohl dem vielleicht noch schädelbrummenden Krauß zugerechnet. Dem ich eine Beeinträchtigung trotz bestandener Freigabeprotokolle gerne zugestehen möchte.

    Eine derartige Aktion ist bei ihm nicht üblich.

    Antwort
  • Uwe Seelers HSV zum Geburtstag immerhin mit Auswärtspunkt aber der FC St.Pauli 1910
    ist einer der Gewinner der 13. Runde ohne gespielt zu haben.
    Vielleicht steigt ja keiner der drei Favoriten auf und die 2. Bundesliga wird noch attraktiver 2022/23.

    Antwort
  • Wer sagt Frankfurt bleibt sicher drin und Magdeburg ist spannender als unsere Freunde aus Ingolstadt.

    Antwort
    • Braunschweig ist auf jeden Fall spannender. Aber die sind auch noch nicht drin, da müssen sie noch zulegen.

      Antwort
      • Der BTSV bekommt aber gefühlt 2 Elfmeter/Saison gegen den FCN.
        Wenigstens hatte dadurch Raphael Schäfer 2013/14 ein seltenes Erfolgserlebnis (Heimspiel 2 gehalten, beide berechtigt). War eines der ersten BL Spiele vom heutigen Top DFB SR Daniel Siebert(Berlin ).
        Nach Mühls kurzer Berührung und dem Elfmeter in der Nachspielzeit beim letzten FCN Match
        bei den blau/gelben dann doch lieber Waldhof.

        Antwort
  • 66. Minute:

    Da der Schuss das Tor verfehlte, wäre ein Pass nach innen auf jeden Fall die bessere Option gewesen.

    Ob es auch eine erfolgreiche Option gewesen wäre, sei dahingestellt…

    Antwort
  • Boh wieviel muss man aushalten können als Fürther Fan, erinnert mich etwas an unsere letzte Erstligasaison nur noch eine Stufe schlimmer. Jetzt haben sie den alleinigen Saisonstart Negativrekord in der Geschichte der 1. Bundesliga.

    Antwort
    • Ähm, jaja, das ist sicher nicht schön für deren Anhänger.
      Die waren in Fürth bestimmt auch ganz doll betroffen, dass wir gerade drei Spiele am Stück verloren haben. Auch als wir abgestiegen sind…

      Antwort
    • Das musste man nach dem Ausverkauf fast schon zwangsläufig erwarten, dass die Fürther Greuther eine Etage zu hoch unterwegs sind.

      Aber die Kohle aus den Erstligafernsehgeldern würde ich als Clubfan auch gerne mitnehmen. Vorausgesetzt die Führung ließe sich dann nicht wieder in palilucesk-canadiöse Einkaufstouren hinabziehen, nachdem sie auf der Niederlagenstrecke den Trainer Kraus und den Sportvorstand Hecking vom Hof gejagt haben würden.

      Btw.: Habe Union in Köln gesehen und frage mich noch immer, ob Urs Fischer ein irrsinniger Tyrann mit sehr schmackhaftem Zuckerbrot ist, dass er immer wieder eine Elf (bis Sechzehn nach Aus- u. Einwechslungen) auf den Platz bringt, die so dermaßen an ihre Grenzen geht, obwohl sie drei Tage zuvor ein knüppelhartes Euro-Gedöns-Spiel hatten. Wie da jeder bis zum Ende voll motiviert draufgeht, wie die fast immer als Gesamtgebilde ihre Ordnung halten und den euphorisierten Kölnern den Zahn gezogen haben, war schon beeindruckend.

      So würde ich den Club in etwa zwei Jahren auch gerne sehen.

      Antwort
    • „Jetzt haben sie den alleinigen Saisonstart Negativrekord in der Geschichte der 1. Bundesliga.“

      …der auch fast nicht mehr zu toppen ist. Da müsste man schon 11 Spiele ohne jeden Punkt abliefern. Mal sehen, ob ihnen in der Hinrunde noch ein Sieg gelingt und wie lange es dauert, bis „ein Impuls“ gesetzt wird.

      Antwort
      • Also das ist auch gar keine Schadenfreude, ich habe bei Fürth eher so Dejá Vues zu unserer letzten Erstligasaison, dieses bittere Woche für Woche uneinholbar 0:1, 1:2 usw. zu verlieren. Oft knapp aber gefühlt immer chancenlos. Also bei Fürth gestern, das war schon wirklich krass, sie gleichen in der Nachspielzeit sogar verdient aus und bekommen mit dem Abpfiff Sekunden später doch noch das 1:2, wo sie so nahe an 1 Pünktchen endlich mal wieder dran waren.

        Optimist du bist ja so ein „Derby Fan“ , nächste Saison ist dann wieder Derbytime 🙂

        Antwort
        • Donnerstag FCN gegen Cashpoint SC Rheindorf Altach mit Damir Canadi.
          Altach ist gleich bei mir hinter der Grenze und in Österreich ist es möglich dass der Hauptsponsor
          im Vereinsnamen integriert ist.

          @ Zuckerpass sehr gute Bewertung von Union . Bei den Eisernen stimmt die Einstellung übrigens auch bei jedem Test .

          Antwort
        • „…nächste Saison ist dann wieder Derbytime“

          Ich freu mich schon drauf 😱

          Schadenfreude habe ich generell auch nicht, ich bin ja auch kein Kleeblatt-Hasser (finde „Anti-Fü“ voll daneben), sondern quasi ein regional Unterstützer mit Fokus auf den Club. Also im Zweifel zählt nur der FCN, aber in unserem Schatten gönne ich den Kleeblättern auch was 😉

          Ich habe aber Schadenfreude gegenüber den Club-Hassern in Fürth, die auf der Tribüne beinahe jeden Gegner besingen mit „Ihr seid Schei…, wie der FCN!“. Denen gönne ich es von Herzen 😀

          Antwort
  • Die 2. Ligatabelle ergibt vom KSC auf Rang 10 bis St. Pauli auf Rang 1 aktuell die perfekte Zahlenreihe von 17 bis 26 Punkten.

    Antwort
  • Pffft, der Schweizer und Ex-Cluberer Frey hat in 14 Spielen der belgischen Liga 14 Tore und zwei Torvorbereitungen geschafft und ist deshalb im Golden Shoe in Europa auf Rang acht . Bei uns in 32 Spielen warens nur je 5 Tore und Assists. Ishak in der poln. Liga liegt gerade bei 8 Toren und 2 Assists in 14 Spielen.

    Antwort
    • Ein Neuanfang, weit weg von den belasteten Gegebenheiten des alten Vereins, kann befreiend wirken. Es wäre an der Zeit, dass der Club mal wieder Nutznießer einer solchen Entwicklung ist.

      Antwort
  • Und unser Ex Unterschiedsspieler Robin Hack kommt in Bielefeld bislang auf 0 Tore und 0 Assists.

    Antwort
    • Hast du auch die Spiele angeschaut? Ich finde er macht das nicht schlecht, hatte auch Pech mit zwei Alutreffern. War auch schon Spieler des Spiels.

      Antwort
      • Ich schaue im Normalfall keine Bielefeld Spiele ausser es ist zufällig. Spieler des Spiels als „Stürmer“ ohne Assist und Tor? … Sachen gibts. Was hat er da gemacht 10 mal auf der Linie gerettet?

        Antwort
  • Dass Mannschaft und Trainer hart mit sich selbst ins Gericht gingen nach der Bremen-Pleite, ist ein gutes Zeichen. Ein gutes Zeichen, dass die drei Nicht-Erfolge gegen drei ambitionierte Mannschaften keineswegs das Ende einer Entwicklung bedeuten, sondern ein Teil dieser Entwicklung sind.

    Sandhausen kann und sollte auch eine Wende zum Wieder-Guten sein.

    Volker Finke meinte neulich im TV, dass ein Neuaufbau mit normalen Mitteln zwei bis drei Jahre dauert. Und bei uns lag doch ziemlich viel im Argen, daher wohl in unserem Fall eher drei Jahre. Dieter Hecking und Robert Klauß sind jetzt noch nicht einmal eineinhalb Spielzeiten hier.

    Mag sein, dass Eric Shuranov weng überspielt ist. War ja auch ein großer Karriere-Sprung seit dem Derby in Fürth vor einigen Monaten. Aber alleine seine Direktabnahme nach dem scharfen, flachen Dovedan-Pass kurz vor der Pause, fand ich schon irgendwie besonders und Marke Shuranov. Klar, der Mainzer Jonny Burkhardt ist ihm ein Jahr, einige Spielzeit und einige Erfahrung voraus – aber Shuranov hat das Zeug dazu, ebenso zu wachsen an seinen Aufgaben. Man muss ihn nur wachsen lassen.

    Gleiches gilt für Lukas Schleimer, der überraschende Dinge macht. Wohl richtig, dass er noch nicht die Reife hat, wie Uli Digmayer schreibt. Aber die holt er sich nur durch Spielzeit. Und auch er hat das Zeug dazu, an seinen Aufgaben zu wachsen. Wenn man ihn denn auch wachsen lässt.

    Antwort
    • Zustimmung!
      Insgeheim dürfte bei manchem der Magen bei den Worten FCN und Aufstieg bereits in freudiger Erwartung gegrummelt haben. Doch Platz 5 bis 8 in der Endplatzierung wären alles andere als eine Enttäuschung und gäben durchaus Hoffnung auf einen besseren Tabellenplatz für künftige Spielzeiten.

      Antwort
    • Ich habe die Gesichter vom Burkhardt und vom Shuranov gesehen. Meine Prophezeiung : Burkhardt kommt viel weiter als Shuranov. Shuranov sollte wechseln.
      Ich muss mir jetzt auch mal die Gesichter vom Frey und vom Ihsak zu Club-Zeiten und jetzt anschauen. Da müsste man eigentlich erkennen können, warum die jetzt erfolgreicher spielen.

      Antwort
      • Also Ishak jetzt als erfolgreicher zu bezeichnen würde ich nicht behaupten, in der polnischen Liga mit Verlaub, das könnte man vielleicht behaupten hätte er sich hier in der 2. oder gar 1. Bundesliga in Szene gesetzt, was ja nicht der Fall ist. Beispiele das Spieler in einem aber nicht dem anderen Verein erfolgreich sind dafür gibt es viele Gründe beim Spielsystem und beim Trainer angefangen.

        Antwort
    • Mit Verlaub, aber Volker Finke kann zur aktuellen Situation im Trainings- und Managementbereich in etwa soviel sagen, wie Franz Beckenbauer zum Geschehen auf dem Spielfeld. Finke kommt doch noch aus dem Fußball-Mittelalter, heutzutage z.B. bringen Trainer doch eine eigene Firma mit vielen Angestellten mit. Vom Ernährungs-, Fitness-, Analysespezialisten über Physios und Medizinern bis hin zum Social Mediaberater haben die alles dabei. Herr Finke ist dagegen im Faxzeitalter stehen geblieben.
      Das „Mannschaft aufbauen“ funktioniert doch schon lange nicht mehr. Es gehen doch jedes Jahr immer die besten Spieler, frag nach bei Färrd. Vor der aktuellen Saison verlieren wir Hack, nach der aktuellen Saison dann wahrscheinlich Shuranov und Krauß und noch vielleicht Tempelmann, Duman, Geis, Mathenia oder Schindler, wer auch immer eine überzeugende Saison spielt. Sobald da jemand aus der 1. Liga oder auch ein solventerer 2. Ligist mit einem passenden Kaderloch aufwartet und natürlich mit mehr Gehalt winkt, sind die Spieler doch weg, was man ihnen ja auch wirklich nicht verdenken kann.
      „Aufbauen“? Da ist dann einiger Zufall dabei, weil der eine Spieler seine Leistung nicht bringt, ein Formloch hat oder verletzt ist. Wieder Färrd zum Beispiel hatte letzte Saison das Riesenglück, daß sich praktisch keiner der wenigen Leistungsträger länger verletzte. Das ist aktuell auch bei Regensburg der Fall.
      „In Ruhe aufbauen“ ist doch zum Großteil ein Märchen. Siehe dazu auch das aktuelle Interview von Azouzi, der anprangert, was heutzutage schon im Jugendbereich an Gelder fließen.

      Antwort
    • Na, das ist ja mal ein Hoffnungsträger…

      Den hätte ich eher beim Tabellenletzten der 1. Liga erwartet.

      Oder beim fränkischen Kellerkind der 3. Liga.

      Antwort
  • @Herbertgerbert

    Sicherlich richtig, dass Volker Finke eher oldschool ist im Vergleich zu den – nicht abwertend gemeint und dafür gerne 5 Euro ins Phrasenschwein – Laptoptrainern.

    Aber eins hat sich doch nicht verändert: Es geht um eine Gruppe von talentierten Menschen, die zusammenwachsen müssen. Es geht nicht nur um Physis, sondern auch um die Psyche, um den Kopf. Es geht laufend um gruppendynamische Prozesse. Und in dieser Hinsicht ist Lehrer Volker Finke, damals Studienrat für Sport, Gemeinschaftskunde und Geschichte, sicherlich nicht von Gestern. Kurzum: Lehrer Finke ist zwar als Trainer von Gestern, aber an seinem Urteilsvermögen würde ich nicht zweifeln.

    Dass es ein Märchen ist, mit überschaubaren Mitteln etwas Tragbares aufzubauen, würden Oliver Ruhnert (Union) und Samir Arabi (Arminia) so wohl nicht unterschreiben.

    Natürlich aber ist es sehr schwierig, keine Frage. Aber wichtiger als sich über kommenende Abgänge zu beklagen, ist ein Plan, den man durchzieht. Und zwar auch in schlechten Tagen. Mit den gleichen Protagonisten – wenn man denn von diesen überzeugt ist. Und mit Geduld. Krauß und Tempelmann sind klasse (Leih-)Transfers, das stimmt. Es wird, falls nötig, an Rebbe und Hecking liegen, erneut derart gute Arbeit abzuliefern und die beiden adäquat zu ersetzen. Dafür werden sie bezahlt.

    Diese zwei bis drei Jahre, die Finke genannt hat als Entwicklungszeit, finde ich realistisch.

    Antwort
    • Ich denke irgendwann wird man mal Geld ausgeben müssen um junge Talente zu halten. Das hätte man machen können/sollen als Güngogan, Ekici und Schieber beim Club waren.
      Aktuell ev. Krauß und Tempelmann.
      Und man könnte auch mal auf nicht mehr ganz so junge Talente setzen, sondern auf bisschen Ältere, die nicht ganz so begehrt aber noch entwicklungsfähig sind. Dazu wird aber , neben dem Fußballerischen, ne ganze Menge Menschenkenntnis gehören.
      Mich freut der Erfolg vom Wolf mit der U19. Der stammt doch aus einer russland-deutschen Familie. Ich mag solche Leute. Es mag aber sein, dass beim Club diese Mentalität nicht gut ankommt. Ich muss aber noch erwähnen, dass ich die Leute und die Situation nicht näher kenne.

      Antwort
    • Finke hat uns (speziell seinem Bro Borni) doch Salli wärmstens empfohlen als eines der größten afrikanischen Talente.

      Antwort
      • Na ja. Nachdem Misidjan lange ausfiel und Medeiros eher unglücklich agierte, wurde auf RA geflickschustert. Canadi und Keller versuchten es immer wieder mit Dovedan oder Schleusener auf dieser Position – ohne Erfolg. Da wäre ein Salli so verkehrt gar nicht gewesen.

        Dass der SC Freiburg, aktuell Deutschlands drittbeste Mannschaft, ohne die Aufbauarbeit von Volker Finke nicht da wäre, wo er ist, steht doch außer Frage. Und das ist unser Thema – nicht Edgar Salli.

        Antwort
        • Das ist richtig, aber schon etwas verstaubt. Da ist mittlerweile viel Wasser die Dreisam heruntergelaufen. Da haben andere den Verein Freiburg geprägt und weiter gebracht mittlerweile.
          Wenn wir mal auf Grundprinzipien herunterbrechen, bewahrheit es sich doch immer wieder, ein Profi Fußball Verein muss von ehemaligen Spielern geführt werden, die natürlich die notwendigen kaufmännischen Skills haben klar, aber ehemalige Spieler, die selbst den Schweiß in der Kabine schon gerochen haben, nur solche können sportliche Entwicklungen frühzeitig erkennen und lesen.

          Wir hatten eine zu lange Zeit, da gab es auch noch keine wirkliche Aufgabenteilung wie heute, Zeiten in denen Präsidenten einfach sportlich entschieden haben die Baumärkte, Teppichläden oder Kameras hauptberuflich betrieben. In den Zeiten sind wir sportlich und somit auch wirtschaftlich keinen Schritt weiter gekommen. Und das war eine lange Zeit.

          Für mich ist der FC Bayern das Paradebeispiel und der Grund für die Ausnahmestellung im deutschen Fußball, sie haben immer erfolgreiche Spieler konsequent auch danach auf Führungsebene im Verein integriert und machen das auch heute noch! Das ist für mich das Haupt Geheimnis (eigentlich ist es gar keines) für die Ausnahmestellung der Münchner. Als Hoeneß das Managment übernahm, war der FC Bayern bettelarm und vor dem Konkurs.

          Antwort
          • Hoeneß war ein Volltreffer. Ohne Zweifel.

            Michael Zorc kann man da noch nennen. Mit Sebastian Kehl steht sein Nachfolger auch schon bereit. Max Eberl fällt mir da noch ein. Und auch Rachid Azzouzi darf man in diesem Zusammenhang nicht vergessen. Denn mit dem Kleeblatt aufzusteigen, ist ein beachtlicher Erfolg – so fair muss man sein. Klaus Allofs bei Werder.

            Es gibt auch gegenteilige Beispiele. Beiersdorfer in seiner zweiten Amtszeit beim HSV floppte dermaßen. Um nur ein Beispiel zu nennen.

            Grundsätzlich braucht es einen klaren Plan und den Mut, auch mal schlechte Phasen gemeinsam zu überstehen – egal ob ehemaliger Spieler oder nicht. Aber Ehemalige mit Stallgeruch genießen wohl einen Vertrauens-Vorschuss. Der nicht schaden kann als Sportvorstand.

            Antwort
            • Geht nicht nur um Hoeneß, der ohne Zweifel maßgeblich war, sie tun das auch heute! noch erfahrene Spieler, die sich eignen und die Vereins DNA in sich tragen in Führungspositionen zu integrieren, das haben wir beim FCN noch nie!!! hinbekommen.

              Vielleicht wird Andy Wolf mal so einer, bei der Gelegenheit, es ist sensationell was unsere U19 mit Andy als Trainer derzeit leistet deutlich vor den Platzhirschen wie Stuttgart, Hoffenheim, FC Bayern, Eintracht Frankfurt die Ü 19 Bundesliga Südwest anzuführen auf dem 1. Tabellenplatz.

              Vielleicht wird das mal wieder ein goldener Jahrgang, von dem auch die Profis profitieren, ist ja mittlerweile nicht unüblich geworden schon 17-18 jährige bei den Profis mit hochzuziehen. Sieht man sogar immer öfter in der 1. Bundesliga.

              Dabei Frage an Florian, wenn es einer weiß dann er 🙂 .. sind bei der U19 Spieler dabei, die schon eine Perspektive bei den Profis haben oder bekommen bzw. schon mittrainieren?

              Antwort
  • Schöner Test heute mit überzeugender 1. HZ. Da haben wir Altach keinen Stich erlaubt und selbst 2 schöne Tore aus dem Spiel heraus gemacht. Die 2. HZ war dann vergleichsweise langweilig, weil wir es etwas ruhiger angehen haben lassen, aber immer noch souverän.

    Duman war klasse (Doppelpack), Borkowski auffällig (2 Vorlagen) und bei Besong fehlt wohl noch einiges, ich hatte das Gefühl, dass noch nicht viel gelungen ist, weil er oft einen Schritt zu langsam war. Da fehlt noch die Frische, ist aber kein Wunder nach so langer Pause.

    Antwort
    • Traumpass auf Borkowski, bevor dieser das 1:0 von Duman vorbereitete. War das Latteier? Der sichtlich Spaß hatte auf seiner zentralen Position. Auch Schleimer agil. Ja, echt ein schöner Test.

      Antwort
      • Gute Frage, ist mir nicht aufgefallen.
        Stimmt das, dass Latteier 6er gespielt hat? Dann hatte er es erstaunlich gut im Griff!
        Aber Tempelmann, den ich dort vermutet hätte, ist wohl weiter vorne rumgeturnt und war ebenfalls auffällig.

        Wer war eigentlich Kapitän, als Sörensen ausgewechselt wurde? Zuvor war er es als ältester Feldspieler (mit 25)… 🙂

        Antwort
        • Danke Dir für die Bestätigung. Hab ein paar Mal „zurückgespult“ – Körpergröße, Schusshaltung und Position des Passgebers deuteten klar auf den im unterfränkischen Kitzingen geborenen Tim Latteier hin.

          Fand das auch bemerkenswert, wie Latteier die Sechs interpretierte. Neben den von Dir erwähnten Borkowski und Duman aus meiner Sicht einer der Besten gestern. Erinnerte eweng an Simon Rhein. Laufstark. Stets anspielbar. Hohe Passqualität. Auch aggressiv im Zweikampf. Dass er zwei, drei unnötige Ballverluste hatte und zwei, drei Fehlpässe – bei der Vielzahl seiner Aktionen ned so tragisch. Wie @Flo berichtet, hat ihn Cristian Fiel schon auf der Sechs eingesetzt. Der Apfel fällt also nicht weit vom Stamm. Denn Vater Thomas war ja auch zentral unterwegs.

          „Gut, dass Du es gedreht hast. Es ist nicht leicht“, habe Damir Canadi laut Medienberichten sympathischerweise gesagt in Richtung Robert Klauß. Wo er Recht hat, hat er Recht. Leicht ist das nicht, aus den damaligen Trümmern wieder etwas aufzubauen. Der Club ist auf einem guten Weg.

          Antwort
          • Hast du bemerkt, wer am Ende Kapitän war?

            Ich fand auch bemerkenswert, wie hoch Handwerker beim Abseitstor in der Luft stand. Wie ein Stockwerk höher… Ist mir bisher nicht als Kopfballspieler aufgefallen.

            Antwort
            • Nee, muss ich passen. War schon spät und ich dem entsprechend unkonzentriert. Die zweite Hälfte war ja auch nicht mehr so mitnehmend – wie so oft in Testspielen, normal. Daher keinen Plan, wer am Ende Kapitän war…

              Air Handwerker. Dachte erst, es wäre Knothe, der sich da hochschraubt. Aber es war wohl tatsächlich Handwerker.

              Antwort
              • Für Schuranov und Möller Daehli (ohne Einsatz beim 0:0 vs. LET) gibt es bei den Länderspielen bis jetzt krasse Enttäuschungen.
                MMD fährt mit dem FCN aber nach Erfolgserlebnis in Rotterdam (ohne Zuschauer) zum SVS weil der
                Vizeweltmeister von 1974 und 1978 nach der Heimniederlage gegen Norwegen in Katar wieder nur Zuschauer ist.
                Übrigens ist Österreich seit gestern Abend trotz miserabeler Quali sicher über die spezielle Nationsleague im März weiter im Rennen (mit 10 Gruppenzweiten + Verband aus Nationenliga ) um die 3 noch freien UEFA Plätze für die WM während des Christkindlesmarktes 2022.

                Antwort
                • Tipp leider falsch .
                  WM ohne Norwegen.
                  MMD auch heute ohne Einsatz.

                • Tja, wer MMD nicht einsetzt, kann nicht erwarten zu gewinnen 😉

                  Dafür hat Shuranov einen 4:0 Sieg mit eigenem Tor erlebt. Immerhin Startelf, wenn auch nur eine HZ gegen San Marino und das Tor Marke „nur noch einschieben“, aber immerhin ein Erfolgserlebnis.

  • Eine Weltmeisterschaft ohne amtierenden Europameister (Griechenland) gab es zuletzt in Deutschland 2006.
    Übrigens könnte nach der Auslosung der Play offs am 26. November schon feststehen dass bei
    der WM 2022 in der Wüste nur Italien oder Portugal am Start ist obwohl beim Play off Halbfinale beide gesetzt sind.

    Hat alles nichts mit dem 1 . F C Nürnberg zu tun aber schreibe es trotzdem weil das Fernduell Schweiz Italien
    für mich unterhaltsam spannend war (keine Anspannung wie am Freitag wieder!) und ich zwischen 1982 und 1988
    immer wieder beim FC St. Gallen im Stadion war und bekannte in der Ostschweiz hatte und so eine kleine Beziehung zum Schweizer Fußball entstanden ist .

    Antwort

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