Weitgehend souverän – Analyse zu #FCNKSV #FCN

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Holstein Kiel 2:1 (1:0)  – Der Club gewinnt dank dominanter und unaufgeregter erster 80 Minuten verdient gegen Kiel.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Robert Klauß veränderte nichts an der Startelf im Vergleich zum Spiel gegen St. Pauli. Das heißt vor der Mittelfeldraute agierten mit Schäffler und Shuranov wieder zwei “gelernte” Stürmer. Im Kader veränderte Robert Klauß ein wenig. Statt Lukas Schleimer stand der wieder genesene Dennis Borkowski im Kader. Den gegen St. Pauli noch frei gebliebenen zwanzigsten Kaderplatz nahm der ebenfalls wieder fit gewordene Konstantin Rausch ein. Lang hielt die Aufstellung nicht, denn bereits nach zehn Minuten ging Asger Sørensen auf die Knie, konnte wegen Magenkrämpfen nicht mehr weiter machen. Für den Dänen kam Mario Šuver.

Der Club erwischte einen guten Start ins Spiel. Bereits mit dem ersten strukturierten Angriff über links erzielte der Club das 1:0.  Handwerker legte den Ball auf Tempelmann, der bis zum Strafraumeck dribbelte, eher er den Ball zurück auf den gut kreuzenden Handwerker legte.  Dessen erster Pass in die Mitte würde geblockt, landete wieder bei ihm. Handwerker entschloss sich zu schießen, Gelios konnte per Reflex nur kurz abwehren. Der Ball sprang gegen Schäffler, fiel dann vor dem Stürmer so runter, dass er nur einschieben musste. Ein mögliches Handspiel wurde geprüft. Es lag laut VAR keines vor. Also war es – nach dem 1:0 für Wehen 2019 und dem 1:0 für den FCN gegen Würzburg – das dritte Mal in drei Spielen, in denen der Club ein Weihnachtstrikot trug, dass Manuel Schäffler das 1:0 erzielte. Es war auch das dritte Mal, dass seine Mannschaft am Ende mit zwei selbst geschossenen Toren gewinnen sollte. 

Der Club blieb danach dominant, obwohl Kiel deutlich mehr Ballbesitz hatte, immer wieder schaffte der Club es, schnell umzuschalten. “Wir hatten in der ersten Halbzeit zu viele leichte Ballverluste, die den Club zum Umschalten einluden”, konstatierte Marcel Rapp dann auch nach dem Spiel. Gerade das situative Angriffspressing von Schäffler, Shuranov und Møller Dæhli stresste die Störche ungemein, so dass der Club immer wieder zu Ballgewinnen kam, die für Überzahl sorgten. Gleichzeitig schaffte der Club es, Kiel zwar den Ball zu überlassen, aber ihnen keine Chancen anzubieten. Stattdessen war es der Club, der durch Møller Dæhli (33.) und Handwerker (35.) zu Chancen kam. Ein ums andere Mal hatten die Nürnberger viel Platz im Mittelfeld, wenn sie den Ball erobert hatten. Dennoch wäre Kiel kurz vor der Pause durch einen Kopfball von Sander, der aber an die Latte ging, noch zum Ausgleich gekommen.

Nach der Pause veränderte sich die Spielanlage nicht wesentlich. Kiel hatte weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, hatte den aber weitgehend in den ungefährlichen Zonen. Der Club war dagegen zielstrebig in Richtung Tor, auch wenn er insgesamt etwas weniger aktiv agierte, als vor der Pause. So dauerte es eine Viertelstunde bis Møller Dæhli nach einem starken Solo die erste gute Chance der zweiten Halbzeit hatte. Der Norweger verfehlte aber das Tor. Drei Minuten später machte Shuranov es nach Zuspiel von Møller Dæhli besser. Der U21-Nationalspieler schweißte die Kugel mit einem satten Schuss unter die Latte. Zuvor hatte Møller Dæhli den Ball unbedrängt einige Zeit durch Mittelfeld treiben können. 

Kurz darauf hätte Krauß den Deckel mit einem Schuss aus recht spitzem Winkel auf das Spiel setzen können, doch sein Schuss ging nur an den Außenpfosten. Es blieb auch in dieser Phase dabei, dass der Club zielstrebiger in Richtung Tor agierte, den Kielern den Ball in ungefährlichen Räumen überließ und dann souverän verteidigte, sobald die Gäste in den gefährlichen Bereich kamen. Robert Klauß musste dann zehn Minuten vor Schluss erneut verletzungsbedingt wechseln. MatsMøller Dæhli deutete an, dass er Probleme hatte, für ihn kam Duman, zeitgleich ersetzte Dovedan Schäffler. Mit der Auswechslung der beiden offensiven Aktivposten ging ein leichter Bruch im Spiel einher. Die langen Bälle aus der Abwehr fanden nun keinen Abnehmer mehr, ebenso fehlte Møller Dæhlis Tempo im Umschalten.

Kiel kam nun etwas mehr und aktiver in Richtung Clubtor. Robert Klauß versuchte das Zentrum zu stärken, indem er auf 5-3-2 umstellte. Dafür kam Kilian Fischer als linker Außenverteidiger, Handwerker rutschte als dritter Innenverteidiger in die Kette. Außerdem ersetzte Fabian Nürnberger Tom Krauß. Direkt im Anschluss an die Wechsel traf Kiel dann doch, Geis klärte eine Ecke von Holtby unglücklich vor die Füße von Korb, dessen Volleyschuss im Netz des FCN einschlug. Danach verteidigte der Club es trotz fünf Minuten Nachspielzeit und einer Freistoßchance in zentraler Position gut, die Kieler kamen nicht zum Ausgleich. Der Club hielt die Führung und holte den siebten Saisonsieg.

2. Daten und Fakten

Weniger Ballbesitz für Nürnberg, dennoch mehr Ballkontakte im gegnerischen Strafraum und bessere Chancen, dazu der höchste Anteil an langen Bällen in der gesamten Saison. Insgesamt erkennt man relativ schnell aus den Daten auch die Geschichte des Spiels. Der Club geradlinig, Kiel mit Problemen gute Abschlüsse zu schaffen. Aber auch die Zahlen lassen nicht alles erkennen. So erscheint der PPDA-Wert mit 27,9 unglaublich hoch, so als hätte der FCN gar nicht gepresst. Doch im PPDA werden nur tatsächliche Defensivaktionen erfasst, ein reines Anlaufen, wie es Schäffler und Møller Dæhli oft taten reicht noch nicht, um in dieser Statistik als Defensivaktion geführt zu werden.

Grafik 1 vergleicht die Passnetzwerke der beiden Teams und macht die Unterschiede im Ansatz klar. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen wählte der Club den direkten Weg viel häufiger nach vorne. Die sonst oft am Aufbau beteiligten Innenverteidiger und auch Johannes Geis wurden weitgehend überspielt. Immer wieder lief das Aufbauspiel geradlinig über Schäffler. Zusätzlich zeigt sich auch hier schon, dass viel Passspiel nicht tief in der eigenen Hälfte startete, sondern weiter vorne. Nur 17 Prozent der eigenen Zuspiele im eigenen Verteidigungsdrittel sind ein extrem geringer Wert. 44 Prozent der Pässe im eigenen Angriffsdrittel ein extrem hoher Wert. Kiel dagegen spielte die Hälfte seiner Pässe im Mittelfeld, nicht einmal ein Viertel im Angriffsdrittel. Auch ein Zeichen dafür, dass der Club es gut schaffte, Holstein vom eigenen Tor wegzuhalten.

Grafik 2 stellt die Passverteilung von Christian Mathenia dar, um den unterschiedlichen Ansatz zu vielen anderen Spielen nochmal herauszuheben. Nur sechs Pässe, die innerhalb der eigenen Hälfte ankamen, spielte der Keeper des FCN. 16 dagegen gingen über die Mittellinie, davon 13 in Richtung Manuel Schäffler. Man sieht das deutlich direktere Aufbauspiel also auch hier und auch an der nächsten Grafik.

Grafik 3 zeigt den Arbeitsnachweis von Manuel Schäffler. In 81 Minuten auf dem Feld kam Schäffler auf 83 Aktionen, ein unglaubliches Arbeitspensum in einem Team, das nur 32 Prozent Ballbesitz hatte. Auch wenn seine Aktionen nicht immer von Erfolg gekrönt waren, sieht man an der Karte deutlich, wie aktiv Schäffler in seiner Zeit auf dem Platz war und welch weite Wege er ging. An der Karte sieht man auch, dass Schäffler vor allem von Mathenia und Handwerker gesucht wurde. 

3. Die kurze Einzelkritik

  • Christian Mathenia (CU-Note: +3): Beim Gegentor machtlos. Sonst deutlich weniger beschäftigt als in den letzten Spielen. Die Bälle auf Schäffler waren oft recht präzise.
  • Enrico Valentini (CU-Note: 3-): Defensiv weitgehend solide, nach vorne mit weniger Antrieb als sein Pendant auf der linken Seite.
  • Christopher Schindler (CU-Note: 2): Sehr souverän, sehr solide. Verteidigte sehr proaktiv und mit viel Umsicht.
  • Asger Sørensen (CU-Note: -): Musste bereits nach zehn Minuten mit Magenkrämpfen vom Platz.
  • Tim Handwerker (CU-Note: 2-): Wären die Flanken präziser, er hätte sich mehr als ein “noch gut” verdient. Sehr aktiv nach vorne, immer wieder gute Läufe, am 1:0 beteiligt.
  • Johannes Geis (CU-Note: 4): Hohe Streuung in den Pässen, wenig Präzision. Gegen den Ball ordentlich, unglückliche Verlängerung der Ecke vor dem 1:2. 
  • Tom Krauß (CU-Note: 4): Es fehlte ihm etwas die Präzision in der Vorwärtsbewegung. Defensiv weitgehend okay.
  • Lino Tempelmann (CU-Note: 2-): Sehr viele Impulse nach vorne, extrem gut im Pressing. Unermüdlich.
  • Erik Shuranov (CU-Note: 3): Schönes Tor, beteiligte sich meist gut am Pressing.
  • Manuel Schäffler (CU-Note: 2): Nicht nur wegen des Tores bester Spieler des FCN. Aggressives Pressing, machte viele Bälle fest.
  • Mats Møller Dæhli (CU-Note: 3): Viel Dynamik, viele Dribblings, kreierte Chancen, legte das 2:0 auf. Manchmal etwas zu lang am Ball, vergab gute Chancen.
  • Mario Šuver (CU-Note: 2): Kam früh für Sørensen. Machte ein sehr ordentliches Spiel, verteidigte umsichtig und ohne Fehler.
  • Taylan Duman (CU-Note: -): Kam zu spät für eine Bewertung.
  • Nikola Dovedan (CU-Note: -): Kam zu spät für eine Bewertung.
  • Fabian Nürnberger (CU-Note: -): Kam zu spät für eine Bewertung.
  • Kilian Fischer (CU-Note: -): Kam zu spät für eine Bewertung.
Verlauf der expected Goals während des Spiels (Nürnberg in rot, Kiel in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

„Wir haben uns diesen Sieg gemeinsam erkämpft.” Erik Shuranov gab nach dem Spiel die Schlagrichtung der Analyse vor. Mit dem Fokus auf den Kampf betonten viele Beteiligte die Leistung des FCN gegen den Ball. Die war an diesem Nachmittag gegen Kiel auch der ausschlaggebende Faktor. Das Pressing funktionierte über weite Strecken der Partie so gut, dass Kiel viele leichte Ballverluste hatte, der Club immer wieder leicht ins Umschalten kam. Das mag ein wenig darauf hindeuten, dass die Spielweise der Kieler – viel Ballbesitz, Flügellastigkeit – den Stärken des FCN, vor allem dem Tempo und der Pressingqualität von Tempelmann und Møller Dæhli, in die Karten spielte.

Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Club schlicht und ergreifend über weite Strecken ein gutes Spiel machte. Robert Klauß wollte, obwohl einige gute Chancen ausgelassen wurden, “die Chancenverwertung (…) jetzt nicht als Vorwurf formulieren.” Muss man auch nicht, zwei Tore aus Chancen dieser Qualität zu machen, entspricht ungefähr dem Erwartungswert. Dennoch hätte man natürlich früher das Spiel entscheiden können, dann hätte Robert Klauß auch in den letzten Minuten nicht “Puls” haben müssen.  Andererseits gilt es eben auch zu konstatieren, dass man nach dem Anschlusstor der Kieler eigentlich nicht ins Wanken geriet. Dass auch der frühe Wechsel von Asger Sørensen zu Mario Šuver die Defensive keine Sekunde verunsicherte, spricht für Strukturen und Abläufe gegen den Ball beim FCN.

Der Club steht mit dem Sieg damit nun bei 27 Punkten und damit sieben mehr als in der Vorsaison, zwölf mehr als vor zwei Jahren und sechzehn mehr als in der Bundesligasaison – und auch nur zwei weniger als in der Aufstiegssaison 2017/18. Auch das ist ein kleines Anzeichen dafür, dass alles ein Stückchen besser geworden ist, der Club ein Stückchen stabiler, ein Stückchen weiter ist. “In der letzten Saison gab es Phasen, da hätten wir noch ein Tor kassiert”, ordnete Manuel Schäffler jene Entwicklung dann auch ein. Dass es Siege gegen die Plätze 8, 10, 11, 12, 13, 14 und 17 der Tabelle gab, spricht auch für diese Entwicklung. Man punktet gegen die Teams, die hinter einem liegen, tut sich gegen die davor schwer, aber man ist im Soll, quasi auf Kurs, lässt bislang keine längeren Schwächephasen zu.

Die kommenden beiden Spiele bis zur Winterpause werden nun die Richtung der Entwicklung ein wenig herausarbeiten. Beide Gegner – Schalke zum Hinrundenfinale, Aue zum Rückrundenauftakt – legen deutlich weniger Wert auf Ballbesitz als Kiel und St. Pauli, gegen die man sich jetzt viele Chancen erarbeitet hatte. Es wird also auch hier wieder eine Entwicklung von Nöten sein, ein nächster Schritt. Das Beibehalten des Pressingverhaltens wäre dabei sicherlich hilfreich, diesen nächsten Schritt zu gehen. Oder wie Tim Handwerker es formulierte: “Wenn wir so geschlossen als Team auftreten, dann wird es für jeden Gegner schwer.”

5. Die Kennzahlen

Nürnberg Kiel
2Tore1
1,62expected Goals1,08
1,48Post Shot xG0,49
1,62xG ohne Doppelchancen1,04
1,48PSxG ohne Doppelchancen0,49
15Schüsse13
6Schüsse aufs Tor4
6Ecken3
2Freistöße2
32Ballbesitz zeitbasiert (in %)68
30,9Ballbesitz passbasiert (in %)69,1
79Passquote (in %)86
8Fouls6
27,9PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion)7,6
4,8Challenge Intensity (Defensivaktionen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes)8,6
15,6Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz)16
22Ballbesitzphasen (geg. Strafraum)15
00:09Ballbesitzdauer (Ø)00:18

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

SpielerCU-NoteKickernordbayern.deBILDWhoScoredSofaScore
Christian Mathenia+33

3

36,4/106,7/10
Enrico Valentini33,53,536,3/106,3/10
Christopher Schindler22226,8/106,8/10
Asger Sørensen36,4/10

6,5/10

Tim Handwerker2-32,537,6/107,9/10
Johannes Geis44446,9/107,0/10
Lino Tempelmann2-2,52,526,9/107,0/10
Tom Krauß44,5447,8/107,3/10
Mats Møller Dæhli33,5337,1/107,1/10
Erik Shuranov32,5337,6/107,4/10
Manuel Schäffler22227,2/107,1/10
Mario Šuver 22,52,526,7/106,8/10
Nikola Dovedan5,9/106,3/10
Taylan Duman6,0/106,5/10
Kilian Fischer6,1/106,5/10
Fabian Nürnberger 5,9/106,4/10
Durchschnitt2,813,002,912,836,736,85

46 Gedanken zu „Weitgehend souverän – Analyse zu #FCNKSV #FCN

  • Lieber Herr Zenger, danke wieder für die ausgezeichnete Analyse. Zwei Fragen: 1. Was bedeutet “Puls haben” bei Krauß? 2. Hätte Tempelmann das 2:1 nicht verhindern müssen und deshalb nur die 3 verdient? Er dreht sich weg, was ich zwar vom Standpunkt der Gesunderhaltung verstehen kann, aber meinen Vorstopper hätte ich deswegen früher echt geschimpft, wenn er den Ball so hätte passieren lassen… ;-)) LG PS: Die 3 Punkte tun uns gut!!

    • Klauß meinte, er hätte in den letzten Minuten “Puls gehabt”, also sich aufgeregt, weil er angespannt war. Ob Tempelmann wirklich in der Schussbahn stand, oder ob es nur so aussieht, weiß ich gar nicht. Sieht natürlich blöd aus. Aber man sich ja gar nicht unbedingt in die Bälle werfen, wenn es dem Torwart das eher schwerer macht als einfacher, wenn das Ding blöd abgefälscht wird.

  • 27 FCN Punkte lieber Florian aber bei so vielen Schäffler Toren in Weihnachtstrikots ist das no problem.

  • Spielerisch ist es deutlich mehr als nur ein Stückchen besser geworden. Wenn ich an die Grusel-Auftritte vor zwei Jahren und über gewisse Strecken auch letztes Jahr zurück denke. Da war die Mannschaft ja nicht in der Lage den Ball mal länger als drei Stationen in den eigenen Reihen zu halten. Schön rausgespielte, klare Torchancen gab es nicht, teilweise Spiele ohne eigenen Torschuss. Also da hat sich doch sehr viel getan und ich freue mich mittlerweile wieder sehr auf die Club-Spiele. Jetzt noch etwas Zählbares aus den zwei kniffligen Auswärtsspielen mitnehmen und dann schauen wir mal was noch geht.

  • Gerade jetzt im Moment, da der große HSV beim kleinen HSV zurückliegt, gefällt mir die Tabelle sehr gut.

    • Der Zwischenstand in Heidenheim gefällt mir auch, weil Regensburg da oben ohnehin nichts verloren hat…

      • Also das stimmt nicht. Regensburg ist nicht ohne Grund da oben, etwa gleichstark wie der Club und Kampf immer bis zur letzten Minute. Warum sollten nicht alle beide zum Schluss oben stehen? St. Pauli und Darmstadt haben bestimmt auch mal einen Hänger.

        • Rein nach Leistung hast Du recht, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie im Grunde ein aufbegehrender Drittligist sind. Es muss nicht schon wieder ein klassischer Drittligist aufsteigen und zum Kanonenfutter werden… 😉

          • Das mit dem “klassischen Drittligisten” hat man so in Lautern wohl auch gehört teilweise – damals als der FSV Mainz 05 in die Bundesliga einzog. 😉

            Lautern wechselte Management und Trainer weiter wie wild. Mainz hingegen setzte im Grundsatz auf Kontinuität und Nachhaltigkeit, rekrutierte einen Großteil seiner Trainer aus den eigenen Reihen. Wie die Geschichte weiterging in Rheinhessen und in der Pfalz, ist bekannt.

            Zwei der drei Führenden in Liga zwei setzen auf Trainer aus den eigenen Reihen. Timo Schultz auf Sankt Pauli. Und Mersad Selimbegovic, der das von Beierlorzer bestellte Feld in eben jenem “drittklassigen” Regensburg weiterpflegt. Der Dritte im Bunde, der SV Darmstadt 98, hätte gerne Kontinuität gelebt. Doch Anfang wollte lieber dem SV Werder seine Art von Fußball einimpfen. Auch das Ende dieser Geschichte ist bestens bekannt.

            Es ist nicht nur die Leistung in dieser Saison, die den Jahn dort oben hingebracht hat. Es ist auch die Nachhaltigkeit der guten Arbeit, die in Regensburg Früchte trägt.

  • Nahezu optimaler Spieltag für uns. Schlecht für meine diversen Tipps, aber was tut man nicht alles für seinen Verein. 🙂

  • Aber den Halbzeitstand bei VfL Borussia – SCF hast Du doch richtig oder ?

  • Bei der Halbzeitansprache von Streich wär ich gerne dabei. Wahrscheinlich aber ist er so perplex, fassungslos, konschderniert, dass ihm mehr als ein zaghaftes “Gegner jetz ned demüdige..” eh nicht einfällt..

  • Zitat aus dem Artikel: “Aber auch die Zahlen lassen nicht alles erkennen. So erscheint der PPDA-Wert mit 27,9 unglaublich hoch, so als hätte der FCN gar nicht gepresst. Doch im PPDA werden nur tatsächliche Defensivaktionen erfasst, ein reines Anlaufen, wie es Schäffler und Møller Dæhli oft taten reicht noch nicht, um in dieser Statistik als Defensivaktion geführt zu werden.”

    Deshalb wundert es mich auch immer wieder, wenn es heißt wir hätten gut gepresst, obwohl die Zahlen dazu desaströs aussehen. Ist dieser Wert dann nicht völlig idiotisch bzw. ohne jede Aussagekraft? Auch wird wohl ein frühes Anlaufen (z.B. am Strafraum) gar nicht gewertet, oder? Sollte man da nicht eine andere Formel finden, wie z.B. Druck auf den Gegner oder sowas?

    • Es gibt bei StatsBomb einen Wert, der sich “Pressures” nennt. Es wäre spannend, wie der Club da gestern abgeschnitten hat. Aber StatsBomb arbeitet leider nur B2B.

      PPDA ist an sich der beste vieler schlechter Werte (kann sich streiten, ob der oder die Challenge Intensity, die nicht auf die Passzahl, sondern die Minuten Ballbesitz geht besser ist, aber beide sind ähnlich geartet). Auch weil viel Ballbesitz in ungefährlichen Zonen zulassen, den Wert automatisch senkt, obwohl man eben situativ doch Druck ausübt. PPDA sagt quasi aus, ob Dauerdruck da ist, aber nicht zwingend, wie gut der Druck ist.

    • Nachdem man sich 2 Jahre von irgendwelchen Kühne-Kindern als Glubbnazirassist bepöbeln lassen durfte war völlig überraschend doch Feuer wo kräftiger Rauch war.

      Aber in deutschen Landen in denen inzwischen alles die emotional-moralische Ebene zwischen Himmel und Hölle gezogen wird kann man sowas nicht mehr sachlich diskutieren, da können die Sterne nah und fern (Orwell) und ein falscher Spielerpaß entschuldbar oder verbrecherisch sein.

      • Auch du lebst ganz gut in einem Rechtsstaat, denke ich.

        Hilfreich ist zudem der höchst Emotionen befreite Kühne-Kinder-Einwurf…

        Cancel-Culture brandmarken, aber shitstorms (“Hexenjagd”) gutheißen halte ich für, moralisch betrachtet, bigott und unterste Schublade.

        Wenn die Beweislage zutage fördert, was klar scheint, dann ist das konsequent. Die Beweislage ist sehr klar, sonst wäre es nicht zur Anklage gekommen.

        • Und dann?
          Werden alle Spiele anulliert, die Jatta mitgespielt hat? 😉
          Wird man nicht eigentlich ausgewiesen, wenn man sich einen Aufenthaltstitel erschlichen hat?
          Fragen über Fragen!

          Bin mal gespannt, wie konsequent das Ganze dann zuende gebracht wird.
          Kein Mensch ist illegal!

          Fest steht: es kann nur Verlierer geben!

          • Um vergangene Spiele wird es nicht gehen, aber es kann natürlich sein, daß der DFB je nachdem ob es zu einer Verurteilung kommt gegen den Spieler aktiv wird. Es geht auch nie darum ob ein Mensch illegal ist!!! sondern ob er etwas illegales getan hat. Sportlich hat glaube ich eh niemand Bock auf das Thema das wird wenn es zu einem Hauptverfahren kommt, eher eine juristische Sache zwischen ihm und der Justiz.

            • Wird der HSV Jatta (= Daffeh) in den nächsten Spielen einsetzen? Vermutlich nicht.

              Stichwort: mögliche Proteste der Gegner.

              • Der HSV hatte auf dem Höhepunkt der öffentlichen Debatte um Jatta damals erklärt, dass er die Sachlage genau überprüfen habe lassen. Alles hätte seine belegte Richtigkeit, wer anderes behaupte, solle sich schämen. So gesehen hätte der HSV keinen Grund, auf Jatta zu verzichten. Aber wenn Jatta natürlich eine Zerrung…

  • Es kann halt nicht sein, was nicht sein darf. Auch der kicker hat diesen Vorgang aufgegriffen:
    https://www.kicker.de/anklage-gegen-jatta-verdacht-auf-vergehen-gegen-das-aufenthaltsgesetz-881713/artikel
    Schaun mer mal, wie der Jugendrichter anhand der Beweislage entscheiden wird. Dann erst wird sich herausstellen, ob Jatta/Daffeh wie medial dargestellt ein Unschuldslamm ist oder ob die “Sport Bild” eine “Hexenjagd” auf ihn eröffnet hat. Der Ausgang des Prozesses dürfte vor allem deswegen von Interesse sein, weil seinerzeit auch hier im Forum eine leidenschaftliche Auseinandersetzung erfolgte, als die Vereinsführung ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfte.

  • Köllner wirft nach desolaten Mannschaftsauftritt der 60er und nach einem enttäuschenden Platz im hinteren Mittelfeld den Mölders aus dem Kader. Der Investor möchte den Geschäftsführer rauswerfen.
    Verrückte Tage bei den 60ern.

    • Die 60er ohne die Wampe von Giesing? Das geht eigentlich nicht, da fehlt ja das Markenzeichen!

      Komischer Schritt, Mölders war Stammspieler und nicht der Schlechteste. Macht nur Sinn, wenn man den Spielstil umstellen will, weg von einer Fixierung auf Mölders als “wide-receiver”.

    • Man weiß ja nicht was intern vorgefallen ist, es steht ja hier und da es gab Auseiandersetzungen, Mölders Lebensstil als Profi ein Dauerthema usw. … aber es klingt ein wenig nach der letzten Patrone bevor einige Verantwortliche ausgetauscht werden, wie üblich.

      • Ja, Juwe. Du hast recht, ein 60er Fan, den ich kenne und deswegen angefragt habe, hat mir eine komplett konträre Info gegeben. Da ist von Handgreiflichkeiten von Mölders gegen andere Spieler in der Kabine, Dinge wie “Wenn ihr mich nicht aufstellt, melde ich mich krank” und darüber, daß das Ganze durchaus auch von Seiten des Mannschaftsrates initiiert wurde, die Rede. Dann geht es weiter, daß Mölders einen gesonderten Fanshop aufgemacht hat und aktiv mit der “Wampe von Giesing” für sich wirbt, was auch gegenüber dem Marketing der 60er bzw. rechtlich zu Stirnrunzeln führt und auch bzgl. Image beim Investor überhaupt nicht gut ankam.

        Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo zwischen den beiden Polen. Mölders war schon in der Vergangheit bei Augsburg kein “einfacher” Spieler.

        • Wenn man der “Wampen”-Berichterstattung der SZ (Sport in Bayern vom 9. 12.) glauben darf, scheint die Initiative zur Suspendierung von Mölders ja von der Mannschaft, d. h. seinen Mitspielern ausgegangen zu sein, u. a. weil er sie (die Mitspieler) auf dem Platz beschimpft hat, sich nicht an taktische Vorgaben gehalten hat, eine Startelf-Garantie verlangt hat und nicht bereit war, als Einwechselspieler von der Bank zu kommen. Alles Dinge, die in keiner Mannschaft gehen, nicht mal on einer Hobby-Truppe. Wo da jetzt ein Fehler beim Trainer liegen sollte, erschließt sich mir nicht.

  • Gott sei Dank ist Köllner Geschichte beim Club. Einer der Trainer beim Club, dem ich keine Träne nachweine

  • Freitag auf Schalke endlich ein Match wo der Gegner mehr Druck hat.
    Der FCN ist 2008 und 2014 nach Niederlagen am 34. Spieltag gegen S 04 abgestiegen.
    Im Viertelfinale des Pokals im Januar 2011 sorgte Draxler in Minute 119 für die Entscheidung zum 3: 2 n. V..
    SR Dr. Kampka gab Behrens Tor nicht beim letzten Match.
    Es wird Zeit für 3 Punkte gegen Königsblau.

    • Dem schließe ich mich voll an, Fan Freundschaft in allen Ehren, aber sportlich hat immer der FCN von Schalke auf die Mütze bekommen, glaube Schalke hat 2 Erstliga Abstiege am Ende besiegelt. Da ich Sportsmann bin 🙂 finde ich da liegt ein Ungleichgewicht vor bei den Resultaten und ist an der Zeit das mal etwas neu auszurichten. Schaffen wir doch etwas Klarheit für Schalke, damit sie nicht so stark unter Aufstiegsdruck geraten und sich in Ruhe entwickeln können. …ohne T-Rod da müßte doch was gehen

      Aber wer weiß schon vorher, wie ein Fußballspiel ausgeht, ich trau dem Club halt auch nie so ganz 😮

      • Bei einem der Abstiegsendspiele hatte Schalke aber erkennbar mit sperrangelweit geöffneten Flanken gespielt, um dem Club Konter zu ermöglich und vorne auffallend sein Zielwasser verschüttet. Doch die völlig verunsicherte Club-Mannschaft konnte das Geschenk nicht nutzen. Nein, diese Abstiege lagen nicht an dem jeweils einen letzten Spiel gegen S04. Dafür waren die Leistungen die gesamte Saison über zu konstant schlecht.

        • Das stand auch nie zur Debatte, daß Schalke kausal Schuld an einem der Club Abstiege hatte es steht da am Ende humorlos besiegelt. Aber gut ich wiederhole mich .. 🙂 ..bleibe dabei Schalke sollte sich in Ruhe in der 2. Liga neu entwickeln.

    • Kann man steigern…
      34. Spieltag.
      Volles Haus.
      Aufstiegsendspiel gegen Schalke.

      Die neue Storyline:
      In Liga eins fliegen wir gegen Schalke an letzten Spieltag AUS der ersten Liga.

      In Liga zwei dagegen fliegen wir HINEIN in die erste.

      Alles Gas von gestern, diese Schalke…

  • Der letzte Sieg des 1. FC Nürnberg in Gelsenkirchen war 7 Monate vor dem Jubel eines Thomas Helmer
    über das Phantomtor im September 1993 mit 2 Toren von Sergio Zarate ( 2 : 1 ).
    Von den letzten 13 Matches in der Bundesliga auf Schalke verlor der FCN 10 und blieb ohne Sieg.

    • @ michel andreas: eins davon grandioses Freistosstor v Sergio…insg aber leider trotzdem eine schlimme Saison gewesen…

  • Als Beiersdorfer kam, war Schubert schon ein paar Tage da. Jetzt hat der neue Geschäftsführer Sport den neuen Trainer entlassen. Nach nicht einmal neun Spieltagen. Tschüssikowski.

    Auch in Hannover war der damals neue Trainer (Zimmermann) eher am Start als der neue Sportdirektor Mann. Auch Zimmermann ist nicht mehr im Amt. Zimmermann war ja auch nicht der Mann von Mann.

    Man sollte halt erst den Entscheider verpflichten, der anschließend, falls Bedarf, seinen Wunschtrainer verpflichtet. Besser isses.

    • Ich kann die Situation in Ingolstadt schon verstehen und eine Trainerentlassung ist ja selten planbar, sie performen schon wirklich extrem schlecht unter beiden Trainern. Überrascht mich ebenso negativ wie Fürth in der 1. Liga, bei beiden dachte ich sie wären zumindest im Abstiegskampf konkurrenzfähig(er).

      Nebenbei man hatte doch immer Angst oder sagen wir Bedenken Audi baut in Ingolstadt ein zweites Hoffenheim oder RB Leipzig auf. Das wurde auch hier im CU Forum diskutiert vor Jahren und so mancher ging davon aus. Aber warum macht Audi da eigentlich nicht mehr!? …

      • In der Autobranche läuft es nicht mehr so rosig, nicht nur seit dem Dieselskandal, da wurde das Engagement reduziert. Wäre man noch prestigeträchtiger Erstligist, würde sicherlich mehr kommen, aber in der aktuellen Situation müsste man so viel Geld reinpumpen, dass die Konzernleitung lieber verzichtet und sich auf “Wichtigeres” konzentriert.

        So habe ich das zumindest von Insidern gehört.

        • Es gibt doch einen andauernden “Kampf” zwischen Audi Ingolstadt und der Mutter in Wolfsburg, um das Martketing und monetäre Engagement und damit einen generellen Konflikt zwischen Föderalismus und Zentralismus innerhalb des VW Konzerns.

          • Wie Du sagst, ist es Konzernpolitik, dass Audi den FC Ingolstadt nur moderat pampert. Während man gleichzeitig einer der drei Großaktionäre der FC Bayern AG ist. Und dort in München stecken die Ingolstädter richtig, richtig Kohle rein.

            https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/fc-bayern-muenchen-bmw-audi/

            “Für den Konzern ergänzen sich die Engagements und konkurrieren nicht. Während die Beteiligung am FC Bayern für die, wie Audi es formuliert, „Premiumstellung“ des Konzerns steht und die Fans überregional und international an die Marke Audi heranführen soll, ist Ingolstadt demnach das bodenständige soziale Investment vor der Haustür.” (“Handelsblatt” im Mai 2015, nachdem der FC Ingolstadt in Liga eins aufgestiegen ist)

            Der FC Ingolstadt soll laut Audi eher so ein zweites Augsburg darstellen. Also anschieben mit ein paar Milliönchen und dann durch gute Arbeit bei den Großen mitspielen. So ne Art Working Class Hero im Sponsoring-Geflecht der mächtigen Mutti Volkswagen.

            Na ja. Ob das bislang gelungen ist, kann jeder selbst beurteilen. Wirklich sympathisch finde ich das nicht. Dass dies ein Fußball-Freund aus Ingolstadt anders sieht, ist natürlich zu akzeptieren.

            Der FC Ingolstadt entstand 2004 aus einer Fusion des ESV Ingolstadt mit dem MTV Ingolstadt. Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger gab es sogar ein Lokalderby in Liga zwei.

            Und: In der Saison 1979/1980 war auch der Club dabei in Liga zwei. Aber alles gut – alle vier Spiele gegen die beiden Ingolstädter Teams wurden gewonnen. 😉

            Ebenfalls damals dabei in der 2. Bundesliga aus fränkischer Sicht: Die SpVgg Bayreuth und zudem auch der FV 04 Würzburg.

            • Ich denke, dass das Engagement in Ingolstadt eher dem Standortmarketing und Betriebsrat/Belegschaft geschuldet ist. Das ist für Audi kleines Budget. Markenrelevanz haben nur global wirkende Engagements. Der FCB ist ja auch nur ein Partner von Audi. Audi unterstützt in kleiner Rahmen durch Fahrzeugsponosoring in fast allen größeren EU-Märkten jeweils die Spitzenteams.

    • Rüdiger Rehm war nur kurz ohne ohne Job.
      Nach Wehen W. jetzt also FCI.
      Bei Rehm kann ich mir auch gut vorstellen dass er wie sein Kollege beim BVB in den nächsten
      Wochen von seinem Co. mit einer Umarmung Richtung Bank befördert wird.

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