Dreifacher Dovedan setzt Schlusspunkt – Analyse zu #AUEFCN #FCN

Analyse zu Erzgebirge Aue – 1. FC Nürnberg 1:3 (1:2)  – Der Club schlägt Aue dank dreier Tore von Nikola Dovedan. Jetzt ist endlich Pause.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Robert Klauß musste verletzungsbedingt mit Johannes Geis und Tom Krauß die Hälfte der etatmäßigen Mittelfeldraute ersetzen. Im Vergleich zur Niederlage in Gelsenkirchen hieß das zum einen, dass Lino Tempelmann nach Gelbsperre zurückkehrte, zum anderen rückte Nikola Dovedan in die Startelf. Den im Saldo entstandenen freien Kaderplatz durch zwei Ausfälle und einen Rückkehrer besetzte Lukas Schleimer, der zuletzt zweimal nur auf der Tribüne Platz nehmen musste. In Sachen Formation veränderte sich durch die Wechsel auch etwas. Statt im 4-4-2 trat der Club im 4-2-3-1 an. Tempelmann und Nürnberger spielten auf der Doppel-Sechs, Shuranov kam über rechts, Møller Dæhli über links und Dovedan agierte im Zentrum hinter Schäffler, der die klare Spitze gab. 

Das Spiel begann furios. Der Club setzte von Beginn an die Gastgeber durch sehr hohes Anlaufen unter Druck, erzwang so ein unpräzises Abspiel im Aufbau, so dass man den zweiten Ball erobern konnte. Das Abspiel in die Tiefe verwertete Dovedan so, dass es eine Ecke gab. Diese brachte Mats Møller Dæhli hinein, sie wurde schlecht abgewehrt und landete bei Nikola Dovedan, der zum 1:0 vollstreckte. Jener Dovedan hatte nur wenige Momente postwendend die Chance zu erhöhen, nach einem langen Ball von Handwerker, tauchte der Österreicher frei vor Männel auf, doch er verzog. Die vergebene Chance wurde stante pede von Aue bestraft. Jonjic dribbelte Richtung Strafraum, legte zentral auf Kühn, der einen mehr oder minder aussichtslosen Schuss abgab. In der Bahn des schwachen Schusses stand aber Hochscheidt, der knapp nicht im Abseits stand und so frei vor Mathenia auftauchte und den Clubkeeper gekonnt zum 1:1 verlud.

Auch in der Folge nahmen die Teams das Tempo erst einmal nicht raus. Das Spiel wogte weiter hin und her. Jonjic und Schäffler hatten Abschlusschancen, ehe der Club den nächsten Treffer setzte. Nach einer schönen Kombination über Tempelmann im Mittelfeld landete der Ball bei Shuranov, der Carlson aussteigen ließ, in die Mitte legte, wo Dovedan zum zweiten Mal traf. Auch jetzt hatte Aue sofort die Möglichkeit zurückzuschlagen, doch Mathenia entschärfte Nazarovs Fernschuss zur Ecke. Danach wurde das Spiel insgesamt etwas ruhiger, allerdings nicht chancenärmer. Der Club kam immer dann zur Geltung, wenn er das Mittelfeld angetrieben von Tempelmann gut überbrücken konnte – wie bei den Großchancen von Schäffler und Nürnberger. Er hatte im Gegenzug aber immer dann Probleme, wenn Aue es schaffte das Pressing des Clubs mit langen Bällen auszuhebeln. Dann fehlte es der Defensive des FCN an Tempo.

Aues Teamchef Marc Hensel wechselte in der Pause, brachte mit Gueye einen wuchtigen Angreifer, um die Clubdefensive mehr zu beschäftigen. Wirklich gelang dies in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit aber kaum. Das Spiel wurde etwas ruhiger, der Club versuchte immer wieder die Auer Abwehr zu zerspielen, es fehlte allerdings im Gegensatz zur ersten Halbzeit die Präzision im Abspiel. Aue dagegen war bestrebt die Erkenntnis aus der ersten Halbzeit mit etwas mehr spielerischen Elementen zu verbinden. Das sorgte für einige Standards im Halbfeld, aber kaum für echte Torchancen. So entstand ein Spiel, das irgendwo in der Schwebe zwischen Nürnberger 3:1 und Auer Ausgleich hing.

Nach 70 Minuten entschied sich Robert Klauß zum Wechsel, brachte Taylan Duman für Manuel Schäffler und stellte auf das angestammte 4-4-2 mit Raute. Dabei bildete Tempelmann die Sechs, Duman die rechte und Nürnberger die linke Acht und Møller Dæhli die Zehn vor den Spitzen Dovedan und Shuranov. So versuchte Klauß das Zentrum wieder dichter zu machen. Dennoch übernahm Aue immer mehr die Spielkontrolle, hatte durch Trujic auch eine gute Gelegenheit, die allerdings noch gefährlicher geworden wäre, hätte der Angreifer für den mitgelaufenen Gueye durchgelassen. Auf der Gegenseite hatte Møller Dæhli nach einer gut von Duman ausgelöste Kontersituation eine Chance, doch Männel blieb im Eins-gegen-Eins Sieger.

Die Chance war eine kleine Initialzündung für den FCN, der durch einen Konter über Møller Dæhli, dessen Zuspiel ins Zentrum Shuranov verpasste, eine weitere Gelgenheit hatte, ehe es dann erneut Dovedan war, der das Spiel endgültig auf Nürnberger Seite zog. Nürnberger eroberte an der Mittellinie einen Ball, dribbelte bis in Strafraumnähe, steckte den Pass auf Handwerker durch, legte von der Grundlinie den Ball zurück auf Shuranov, der weiter auf Dovedan spielte. Der Österreicher wuchtete den Ball ins Tor. Nach dem Tor war für Møller Dæhli und Shuranov das Spiel beendet. Mario Šuver und der Ex-Auer Köpke. Es folgte die Formationsumstellung auf 5-3-2. In der Nachspielzeit durften dann noch Fischer für Valentini und Schleimer für Dreipacker Dovedan ran. Es blieb beim 3:1.

2. Daten und Fakten

Wie sehr der statistische Diskurs in Deutschland hinterherhinkt, zeigte Aues Teamchef Marc Hensel nach dem Spiel unfreiwillig eindrucksvoll. Sein Team sei “in allen statistischen Kategorien vorne” gelegen und habe dennoch verloren. Er zitierte unter anderem die Zweikampfquote, den Ballbesitz, die Laufleistung und die Passquote. Was fehlt, ist die Einordnung. Wie volatil die Zweikampfquote ist, zeigt sich daran, dass sie bei anderen Anbietern bei jeweils genau 50 Prozent lag und es nach neuen statistischen Untersuchungen wirklich keinerlei kausalen Zusammenhang zwischen Zweikampfquote und Ergebnis gibt. Viele der anderen statistischen Vorteile lassen sich aus dem Spielverlauf erklären, . Ein Team, das ab der 22. Minute führt und ab nach der Pause auf Umschalten setzt, wird automatisch weniger den Ball haben und mehr direkte Pässe suchen, was wiederum die Passquote senkt. Was Hensel nicht erwähnte: Der Club hatte die bessere Chancen, mehr Schüsse aufs Tor und mehr Ballkontakte im gegnerischen Strafraum. 

Grafik 1 visualisiert den Unterschied in den Balleroberungen des FCN zwischen erster und zweiter Halbzeit. Vor der Pause eroberte der Club 72 Prozent der Bälle vor der eigenen Abwehrzone, nach der Pause nur noch 28 Prozent. Das heißt, der Zugriff aufs Spiel fand später statt, Aue konnte sich länger entfalten. Interessant auch, dass in der ersten Halbzeit die Balleroberungen vor allem auf der linken Seite stattfanden, nach der Pause aber vor allem im rechten Bereich des Zehnerraums. Dort gewann Christopher Schindler jede Menge Kopfballduelle.

Grafik 2 stellt die Pässe zu Abschlüssen dar, hier sieht man, dass der Club vor der Pause deutlich mehr Zuspiele zu Abschlüssen gespielt hat, als nach der Pause. Darunter auch deutlich mehr Zuspiele in den Strafraum hinein oder auch im Strafraum selbst. Bei Aue dagegen zeigt sich einerseits keine Ungleichverteilung nach Halbzeiten, aber auch, dass viele Zuspiele zu Abschlüssen außerhalb des Strafraums führten. Aue hatte elf Schüsse außerhalb des Sechzehners, von denen einer zufällig zur Vorlage zum 1:1 wurde und einer von Mathenia gut gehalten wurde, die aber sonst fast gänzlich ungefährlich waren.

Grafik 3 zeigt zum einen die Schüsse, die Nikola Dovedan gegen Aue abgegeben hat – es waren fünf. Zum anderen zeigt es auch die Schusskarten der laufenden Saison, so wie die der vorangegangenen drei Spielzeiten (2018/19 spielte Dovedan in Heidenheim). Auch hier sieht man die deutlichen Unterschiede zwischen Abschlüssen innerhalb und außerhalb des Strafraums und man sieht ebenso, dass 1:0 und 2:1 in Aue gerade zu prototypisch für die Dovedantore der letzten Jahre stehen, Dovedans Schussverteilung diese Tatsache aber nicht immer widerspiegelt. Das liegt natürlich auch daran, dass Dovedan teilweise positionsfremd eingesetzt wurde.

3. Die kurze Einzelkritik

  • Christian Mathenia (CU-Note: 3): Eine gute Parade gegen Nazarov, ein paar kleine Abspielfehler. Insgesamt ein relativ ruhiger Nachmittag.
  • Enrico Valentini (CU-Note: 3-): In der Offensive mit einigen schwachen Entscheidungen, wo er zu früh den Schuss nimmt. Defensiv etwas passiv, aber insgesamt okay.
  • Christopher Schindler (CU-Note: 2-): Köpfte alles raus, was es rauszuköpfen gab. Verteidigte umsichtig. Beim Gegentor Pech, dass er einen Ticken zu tief stand.
  • Asger Sørensen (CU-Note: 3-): Im Stellungsspiel nicht immer souverän, aber ohne entscheidende Fehler.
  • Tim Handwerker (CU-Note: 2-): Kleinere Wackler in der Defensive wurde durch großes Offensivtempo wettgemacht. Starke Laufwege.
  • Lino Tempelmann (CU-Note: 2):  Balleroberer, Antreiber, Organisator. Vor der Pause war die Leihgabe aus Freiburg bester Akteur auf dem Spielfeld. Nach der Pause etwas weniger zu sehen.
  • Nikola Dovedan (CU-Note: 1): Drei Tore. Weitere Begründung hinfällig.
  • Fabian Nürnberger (CU-Note: 3): Immer wieder mit wichtigen Ballgewinnen, aber auch mit unnötigen Ballverlusten.
  • Mats Møller Dæhli (CU-Note: +3): Indirekt an mehreren Toren beteiligt, wirkte dennoch müde und etwas schwach in den Entscheidungen, wann er spielen und wann er laufen musste.
  • Erik Shuranov (CU-Note: 2-): Zwei Vorlagen schieben Shuranov in den Bereich “gut”, auch weil die Vorlagen sehr ansehnlich waren. Im Spiel in ungewohnter Rolle nicht so sehr eingebunden.
  • Manuel Schäffler (CU-Note: 3): Machte viele Bälle fest, tat somit viel fürs Spiel. Nur im Abschluss war er nicht sonderlich stark.
  • Taylan Duman (CU-Note: 2-): Mit viel Übersicht und geschickter Ballbehandlung in einigen Situationen.
  • Kilian Fischer (CU-Note: -): Kam zu spät für eine Beurteilung.
  • Mario Šuver (CU-Note: -): Kam zu spät für eine Beurteilung.
  • Pascal Köpke (CU-Note: -): Kam zu spät für eine Beurteilung.
  • Lukas Schleimer (CU-Note: -): Kam zu spät für eine Beurteilung.
Verlauf der expected Goals während des Spiels (Nürnberg in rot, Aue in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

“Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten haben wir die zweiten Bälle nicht mehr so gut aufgesammelt und hätten es dann auch früher ruhiger gestalten müssen.” Kapitän Enrico Valentini hatte es nach dem Spiel schnell richtig zusammengefasst, was beim Club an diesem Nachmittag passiert war. Der Sieg des FCN ging vor allem auf Grund der ersten Halbzeit in Ordnung. Da entwickelte der Club in der Offensive viel Wucht, kombinierte sich in Richtung Tor und hätte durchaus auch mit mehr als einem Tor führen können. Gleichzeitig tat er sich über weite Strecken in der zweiten Halbzeit schwer, diese Wucht zu entwickeln und entschied das Spiel erst spät für sich.

“Wir hätten das Spiel viel früher in der ersten Halbzeit klarer gestalten können, dann kommt auch keine Hektik auf”, meinte daher auch Trainer Robert Klauß, der aber mit vielen Aspekten des Spiels zufrieden war: “Schnelles Umschalten, viel im Tempo gewesen, einfache Bälle gespielt, das war okay.” Schlussendlich war das Spiel typisch für ein Spiel des FCN gegen einen nominell und individuell schwächeren Gegner: Erfolgreich, aber etwas zu wenig konsequent. Jene fehlende Konsequenz ist es dann, was gegen die “Großen” der Liga noch fehlt, so dass der Club sich zwar in Schlagdistanz der Spitze befindet, aber nicht an der Spitze der Tabelle. Aue war offensiv in Summe eben zu schwach, um die Probleme, die der FCN teilweise in der Rückwärtsbewegung, v.a. mit dem Tempo, hatte, auszunutzen.

Dank des Sieges geht es nun in die (mindestens) vier Wochen Pause bis zum nächsten Spiel mit einem Erfolgserlebnis. Wie geht es weiter? “Die Jungs haben alle einen Laufplan und ein individuelles Kraftprogramm mit. An Weihnachten ist aber auch mal erlaubt, über die Stränge zu schlagen und dann geht es nach Weihnachten darum, sich vorzubereiten“, erläuterte Robert Klauß nach dem Sieg im Erzgebirge. Zu viel über die Stränge geschlagen dürfte jedoch nicht werden, da schon in zwei Wochen geplant ist, mit der Vorbereitung auf die restlichen 16 Spiele der Rückrunde zu beginnen. Wohin es dann in dieser Rückrunde geht, das hängt genau von der Frage ab, die sich in den letzten Wochen als entscheidend herauskristallisiert hat: Wie konsequent ist der Club gegen die “Großen”?

Gegen die “Kleinen” reicht es weitgehend, so wie eben am Samstagnachmittag. Das ist eine Entwicklung, die das Kalenderjahr 2021, das fußballerisch mit dem Sieg in Aue zu Ende geht, gut zusammenfasst. Am Beginn des Jahres stand ein Januar mit einem Punkt aus sechs Spielen. Es folgte eine Phase mit nur einer Niederlage in 23 Pflichtspielen, ehe es sich am Ende in einer Hin  und Her von Siegen und Niederlagen einpendelte und eben in der Nähe der Aufstiegsränge, ohne den Sprung ganz zu schaffen. Die Frage für 2022 ist, inwiefern die Entwicklung fortgesetzt wird, geht sie kontinuierlich weiter, ist das Saisonziel Platz 5 bis 8 ohne Probleme zu erreichen. Mit etwas mehr als kontinuierlicher Weiterentwicklung sogar mehr als das.

5. Die Kennzahlen

Aue Nürnberg
1Tore3
1,88expected Goals2,24
0,55Post Shot xG2,72
1,69xG ohne Doppelchancen2,08
0,55PSxG ohne Doppelchancen2,72
19Schüsse19
4Schüsse aufs Tor8
2Ecken3
3Freistöße4
60Ballbesitz zeitbasiert (in %)40
58,8Ballbesitz passbasiert (in %)42,2
79Passquote (in %)75
9Fouls16
8PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion)8,9
9,4Challenge Intensity (Defensivaktionen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes)6,7
15,2Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz)16,3
17Ballbesitzphasen (geg. Strafraum)21
00:13Ballbesitzdauer (Ø)00:10

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

SpielerCU-NoteKickernordbayern.deBILDWhoScoredSofaScore
Christian Mathenia332,536,3/106,6/10
Enrico Valentini3-3436,6/106,3/10
Christopher Schindler22,5227,6/107,0/10
Asger Sørensen3-2236,7/10

6,7/10

Tim Handwerker2-2,52,526,9/107,2/10
Lino Tempelmann22,5327,5/107,4/10
Fabian Nürnberger33336,8/106,9/10
Nikola Dovedan11119,0/108,5/10
Mats Møller Dæhli+32,53,527,0/107,3/10
Erik Shuranov2-2327,7/107,3/10
Manuel Schäffler33,5336,7/106,8/10
Taylan Duman2-36,6/106,8/10
Pascal Köpke6,0/106,5/10
Mario Šuver6,0/106,5/10
Kilian Fischer6,1/10-/10
Lukas Schleimer6,0/10-/10
Durchschnitt2,412,52,682,416,866,99

16 Gedanken zu „Dreifacher Dovedan setzt Schlusspunkt – Analyse zu #AUEFCN #FCN

  • Das ist jetzt eine philosophische Frage: Hat jemand, der drei Tore gemacht hat, aber mindestens fünf hätte machen müssen, wirklich sehr gut gespielt? Ich weiß jedenfalls, wer an die Wand genagelt worden wäre, wenn der Auer den Ball zum 2:2 doch ins kurze Eck reinstolpert…

    Wenn ich mir dann die Nordbayern-Noten anschaue und sehe, dass Shuranov und Tempelmann eine 3 bekommen, passt mir das hinten und vorne nicht zusammen, weil ich die für das Zustandekommen dieses Ergebnisses für wesentlich zentraler erachte, den die waren es, die Dovedan immer wieder alleine in zentraler Position an den Ball gebracht haben. Den dann noch reinzuschieben halte ich für die leichtere Übung, ohne seine Leistung schlechtreden zu wollen.

    • “mindestens” 5 bei 5 Torschüssen ist schon etwas steil gefordert 😉

      Bei mindestens 4 kann ich aber beipflichten. Trotzdem fand ich Dove auch abseits der Tore auffällig und Gefahr ausstrahlend. Die 1 geht für mich in Ordnung, schlimmstenfalls als 1-

      • Neben den drei Toren waren das halt die Szene, als er völlig frei vor dem Torhüter neben das Tor schießt und ein unbedrängter Abschluss von der Strafraumkante, wo er den Schuss ebenfalls nicht aufs Tor bringt – in der Situation ist er vielleicht 2m weiter vom Tor entfernt als beim 3:1.

        Den Hattrick hätte er schon in Hälfte 1 haben können und wir hätten uns viel Zitterei erspart.

        • Schon klar 😉

          Ich fand auch v.a. das “mindestens” amüsant, das impliziert, dass er aus seinen 5 Torschüssen 6 Tore hätte machen können 😀 😀 😀

        • Zitat xxandl:

          “Neben den drei Toren waren das halt die Szene, als er völlig frei vor dem Torhüter neben das Tor schießt und ein unbedrängter Abschluss von der Strafraumgrenze, wo er den Schuss ebenfalls nicht aufs Tor bringt – in der Situation ist er vielleicht 2m weiter vom Tor entfernt als beim 3:1.”

          Genauso isses!

          Einem Abwehrspieler, der in einer Szene einen Fehler begeht, sonst aber souverän agiert, wird bestimmt nicht die Note 1 verliehen. Gleiches gilt für Torhüter. Bei denen führt sogar “Streuung” bei Abschlägen zu Punktabzug, da können sie so gut gehalten haben, wie sie wollen.

          Für Dovedan ist die Note 2 angemessen. Punktabzug wegen der versiebten Chance nach Handwerkers brillantem Anspiel und wegen des unbedrängten Fehlschusses von der Strafraumgrenze (da hätte der Ball zumindest aufs Tor kommen müssen). Das waren zwei dicke “Fehler”. Ich plädiere dafür, nicht nur bei missglückten Defensivaktionen von “Fehler” zu sprechen, sondern auch bei missglückten Torabschlüssen. Über letztere wird in der Beurteilung zu oft zu lax hinweggegangen. Bezeichnenderweise wird Dovedans Fehlschuss von der Strafraumgrenze im Spielbericht gar nicht erwähnt.

          • Auch Haaland oder Lewandwoski verwerten nicht jede Chance, was erwartet ihr denn von Dovedan!? … welcher Stürmer in unsere Sphären hat jemals 5 Pflichtspieltore in einem Spiel erzielt, ich kenne gar keinen. Also wenn ein Hattrick also 3 Tore und die muss man erst mal machen, eine 2 sind, was ist in deinen Augen dann eine 1??
            In meinen Augen überwiegt als Stürmer, der seine dringlichste Aufgabe erfüllt mit 3 Toren alle evtl. Mängel, die er gehabt haben mag in diesem einen Spiel. Ohne Dovedan hätten nicht wir aber Aue jetzt 3 Punkte.

    • Das ist jetzt eine philosophische Frage: Hat jemand, der drei Tore gemacht hat, aber mindestens fünf hätte machen müssen, wirklich sehr gut gespielt?

      Auf der ganzen Welt gibt es keinen Stürmer, von dem man erwarten könnte, er hätte mindestens 5 machen müssen, mal wieder sehr überspitzt und etwas unangemessen. Ich finde es auch aufgrund seiner jüngeren Entwicklung ok ihm auch mal eine glänzende Note zu geben, ich kann mich an das letzten Triple von einem Club Stürmer gar nicht erinnern. Irgendjemand weiß da sicher bescheid 🙂

      Daß er sich nicht 3 mal den Ball im eigenen 16er holt und bis aufs gegnerische Tor läuft und vollendet sollte auch klar sein, dass andere ihn in Position bringen, das nennt sich dann Assist und fließt ja in die Bewertung der Spieler mit ein.

      • Es ist unangemessen, dass man von einem Fußballprofi erwartet, dass er freistehend einen Ball aufs Tor bekommt? Die Bäume wachsen hier echt in den Himmel…

      • @Juwe: Der letzte Dreifach-Torschütze für den Club war Robin Hack beim 6:0 in Wiesbaden am 16.6.2020. Ist also gar nicht so lange her.

        • Genau! Apropos Robin Hack: Ein guter Verkauf, trotzdem er viele Einsätze bei Arminia Bielefeld bekommen hat, kam er aktuell auf genau 0 Tore und Assists, trotz insgesamt 15 Auftritten davon acht Einsätzen von Beginn an. In den letzten Spielen ist er nur noch Einwechselspieler, weil er seinen Kaderplatz anscheinend verloren hat.

          Das übliche: Da wollte wieder ein Spieler zu schnell zu viel.

          Ikaros lässt grüßen. Immerhin hat uns die Transfersumme wirtschaftlich über die erste Coronazeit geholfen und er dürfte, auch wenn ihm das aktuell nicht weiterbringt, sicherlich in der 1. Liga ein höheres Gehalt einstreichen. Seinen U-Nationalelfspieler-Status hat er inzwischen auch verloren, nicht nur aus Altersgründen.

  • Kleine Korrektur: der Pass auf Handwerker vor dem 3:1 kam ziemlich sicher von Fabi Nürnberger, nicht von MMD. Und zu Borkowski kann man wirklich keine Einzelkritik abgeben, der hat noch weniger gespielt als Suver 😉

  • Gut dass die PK nach dem Spiel nur virtuell stattfand und der Zenger (wahrscheinlich?) nicht vor Ort war, sonst wären dem Hensel die Statistikdaten um die Ohren geflogen.😜

  • Gut auch dass unser Cheftrainer noch was gefragt wurde und Hensel wieder zuhören durfte wie es wirklich war.
    Wer aggressiv Strafstoß fordert nach Schwalbe ist auf der PK auch nicht ernst zu nehmen.

  • Eigentlich wollte ich es erst später schreiben aber weil es mich so ärgert
    ist es jetzt nötig.
    Ich finde es ja nicht so toll dass vom FCN alle auf dem Platz die frühe Karte für Tempelmann
    ohne Protest akzeptieren und keiner nachfragt warum der Gegner später immer noch ohne Karte unterwegs ist und beim Club während den Begegnungen nur der Kapitän reklamiert.
    Auf der anderen Seite regen mich die Rudelbildungen und Diskussionsrunden auf den anderen Plätzen auf aber des hat sich in Deutschland leider so entwickelt.

    Was sich aber ein Cheftrainer Tim Walter gegen Schalke erlaubt hat war für mich ein Skandal.
    Dem vor seiner Bank zum Einwurf auf den Ball wartenden S 04 Spieler es 4 Sekunden so schwer wie möglich zu
    machen den Ball zu erreichen war unglaublich.
    Ganz schwach von SR Aytekin des durzuwinken.
    Ein Heimsieg gegen den HSV wäre sehr schön.

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