Unterlegen – Analyse zu #KSCFCN #FCN

Analyse zu Karlsruher SC – 1. FC Nürnberg 4:1 (1:1)  – Der Club verliert beim KSC , weil hinten und vorne zu wenig stimmt.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Die Innenverteidigung blieb – wie schon gegen Ingolstadt – Problemzone. Asger Sørensen war nach Adduktorenverletzung wieder fit, doch Christopher Schindler fehlte statt seiner mit einer leichten Oberschenkelblessur. Mario Šuver blieb also in der Startelf. Fabian Nürnberger rutschte nach seiner Auswechslung nach 22 Minuten gegen Ingolstadt aus der Startelf. Johannes Geis begann stattdessen. Die dritte Änderung zur Klatsche gegen den Letzten war, dass Nikola Dovedan auf die Bank musste, statt des Österreichers stand Manuel Schäffler auf dem Feld. Im Kader ersetzte Kilian Fischer den gegen Ingolstadt eingewechselten Konstantin Rausch. In der Grundformation kehrte der Club mit dem Ball zum 4-4-2 mit Drachenviereck zurück.

Karlsruhe begann etwas strukturierter, kam auch in den Strafraum des FCN. Wirklich gefährlich waren die Abschlüsse aber nicht. Nach etwa zehn Minuten befreite der Club sich etwas, spielte seinerseits mit etwas mehr Struktur. Er kam aber ebensowenig zu guten Abschlüssen. Das Spiel war weitgehend zerfahren und wurde immer wieder durch Unkonzentriertheiten unterbrochen. Auch wenn beide Trainer von einem guten Zweitligaspiel sprachen, so taten sich die Teams in der ersten halben Stunde enorm schwer. Der Club kam nach einem Angriff über Møller Dæhli und Schäffler zu einem Abschluss durch Krauß, der allerdings geblockt wurde. Der KSC hatte seinerseits eigentlich nur durch einen Kopfball von Gondorf nach einer schönen Flanke von Wanitzek eine Gelegenheit. 

Was allerdings auffällig war, war dass der KSC schon in dieser Phase die Duelle dominierte. Auch wenn Robert Klauß nach dem Spiel verneinte, dass die Karlsruher griffiger und aggressiver gewesen wären, sprechen die Zahlen aus der Anfangsphase eine deutliche Sprache: Der Datenanbieter Wyscout verbucht für die erste halbe Stunde die globale Zweikampfquote, die natürlich immer mit Vorsicht zu genießen ist, mit 65 zu 30 Prozent für den KSC. 5 Prozent der Duelle wertet der Anbieter als “neutral”. Doch auch aufgeschlüsselt sah es in den ersten dreißig Minuten nicht besser aus: Gegen den Ball gewann der Club nur 53%, der KSC dagegen 75%. Der Ligadurchschnitt bei Defensivduellen liegt bei knapp 61 Prozent. Dazu fing der KSC, obwohl er deutlich mehr Ballbesitz hatte, auch noch mehr Bälle ab als der Club, der dazu eigentlich mehr Gelegenheiten gehabt hätte. 

Der KSC schaffte es eben nur nicht, diese höhere Präsenz in den Zweikämpfen zu Chancen umzuwandeln. Auch der Club blieb aus dem Spiel heraus harmlos, hatte dann aber eine Serie von Gelegenheiten nach Standards, die auch zum Führungstor führte.  Zunächst kam Tempelmann nach einer Geis-Ecke frei zum Kopfball, brachte aber nicht genug Wucht hinter den Ball, dann trat Geis selber an. Aus knapp 30 Metern schlenzte er einen Freistoß ins kurze Eck am überraschten und schlecht postierten Gersbeck vorbei zum 0:1. Knapp zehn Minuten später trat Geis eine weitere Ecke, nach der Handwerker frei vor Gersbeck zum Kopfball kam, doch der Karlsruher Keeper parierte mit einem Reflex, der Nachschuss war dann auch nicht platzierter. Es ist allerdings bezeichnend, dass der Club aus dem Spiel heraus keine Möglichkeiten hatte.

Der KSC hingegen kam nach dem 0:1 besser ins Spiel. Nach einer Flanke von Thiede entwischte Wanitzek Krauß und köpfte an die Latte, Breithaupts und Heises folgende Schüsse wurden geblockt. Wenig später war wieder die linke Außenbahn des FCN Ausgangspunkt eines Angriffs der Gastgeber. Der Club hatte gerade einen Angriff schlampig zu Ende gespielt, als der Ball über Gondorf zu Goller auf dem eigenen rechten Flügel anspielte, Tempelmann kam nicht hinterher, schaffte es nicht Absicherung für den vorgeeilten Handwerker zu übernehmen. Goller spielte in den Rückraum, wo Wanitzek auf den Ball lief und einen Schuss abgab. Der wäre wahrscheinlich neben das Tor gegangen, doch Valentinis Blockversuch fälschte den Ball genau vor die Füße von Hofmann ab, der das 1:1 erzielte. Kurz darauf hätte Kobald nach einer Flanke von Wanitzek beinahe noch erhöht, doch Mathenia konnte abwehren. 

Es ging in die Halbzeit und direkt nach Wiederanpfiff leisteten sich beide Teams in der Innenverteidigung individuelle Fehler, die zu gegnerischen Chancen führten. Šuvers Stockfehler konnte Goller nur zu einem Schüsschen verwerten. Schäffler tauchten dagegen nach O’Shaughnessys Fehler frei vor Gersbeck auf. Er brachte die Kugel nicht im Tor unter. Beim nächsten Abschluss des FCN, einem Fernschuss von Krauß knapp 18 Minuten später, stand es dann bereits 3:1 für den KSC. Der war nach einer Ecke in Führung gegangen. Hofmann hatte die Hereingabe von Wanitzek in Richtung Goller geköpft. Der war vor Valentini an den Ball gekommen und hatte zum 2:1 getroffen. Vier Minuten später leitete ein Chipball von Gondorf, der wohl als Schuss gedacht war, aber verunglückte, das 3:1 ein. Heise erlief den Ball, gab ihn, auch etwas unkontrolliert, in Richtung Strafraum. Dort erlief Hofmann den Ball vor Šuver und hielt den jungen Clubverteidiger durch seine Physis sehr einfach auf Distanz. Es folgte ein scharfer Schuss aufs kurze Eck, der Mathenia schlecht aussehen ließ, der aber wohl zu schnell für eine Reaktion war.

Klauß reagierte, brachte Dovedan für den erneut sehr schwachen Shuranov und Duman für den gelb-rot gefährdeten Geis. Im Spiel nach vorne änderte das wenig. Die einzige gute Gelegenheit war ein Kopfball von Schäffler nach einem Freistoß von Duman. Mehr brachte der Club an Gelegenheiten nicht zustande, auch wenn er in der letzten Phase des Spiels dann deutlich mehr von Spiel und Ball hatte. Er konnte damit wenig anfangen, wurde, wie Robert Klauß nach dem Spiel richtig betonte, zu hektisch. Stattdessen kam in der Nachspielzeit – Castrop war inzwischen für  Krauß im Spiel – der KSC nach einem Foul von Sørensen an Schleusener durch Wanitzek noch zum 4:1 per Foulelefmeter.

2. Daten und Fakten

Der Club war in Gänze unterlegen. In Sachen Chancenqualität, in Sachen Abschlussfrequenz, in Sachen Ballverluste (trotz geringeren Ballbesitzes), in Sachen Genauigkeit im Zuspiel, wenn es darum ging, Raumgewinn zu erzielen oder ins Angriffsdrittel zu kommen. Man kommt also nicht umhin, die Niederlage als mehr als verdient einzuordnen, auch wenn sie womöglich ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Die Schlüsselprobleme lagen in der Vorwärtsbewegung, wie Grafik 1 und 2 darstellen. Man erkennt an Grafik 2 und Grafik 3 aber auch, wo einige – längst nicht alle – der defensiven Probleme lagen.

Grafik 1 stellt eines der grundlegenden Probleme des FCN dar. Die Pässe zu Abschlüssen stammten von drei Ecken, einem Freistoß, zwei Pässen aus dem Strafraum heraus und einem Querpass vor dem Strafraum. Aus dem Spiel heraus hatte der Club im gesamten Spiel kein einziges Zuspiel in den Sechzehner, das zu einem Abschluss führte. Beim KSC waren es allein vor den beiden Toren zum 2:1 und 3:1 zwei Zuspiele in den Strafraum, die zu Abschlüssen führten. Auch insgesamt schafften es die Gastgeber deutlich öfter, durch Zuspiele in gefährliche Abschlusspositionen zu kommen.

Grafik 2 zielt auch auf die Abschlüsse ab, aber nicht nur. Der KSC schaffte es immer acht seiner 17 Flanken an den Mann zu bringen, der Club nur eine von zehn. Das ist zum Teil mit der Spielanlage der Karlsruher zu erklären. Man verlässt sich – auch bedingt durch die Grundordnung – deutlich mehr auf Hereingaben von außen. Darüber hinaus hängt die Flankengenauigkeit natürlich auch immer vom Abwehrverhalten des Gegners ab. Der KSC verteidigte die Flanken dementsprechend auch gut, deutlich besser als der FCN. Dennoch ist die Präzision der Flanken beim Club oft ein Ärgernis, auch weil es eine Möglichkeit nimmt, selbst wenn man sich nicht mit feiner Klinge in den Strafraum spielen kann, zu Abschlüssen zu kommen.

Grafik 3 knüpft an die Flanken an und zeigt ein weiteres erhebliches Problem des FCN am Samstag. Der Club gewann nur knapp 37 Prozent der Kopfballduelle und verlor sogar im eigenen Strafraum mehr Duelle als er gewann. Das war gegen Karlsruhe natürlich zu erwarten gewesen, dass man in dieser Kategorie insgesamt unterliegt, erst recht ohne Christopher Schindler. Dennoch war die Unterlegenheit in der Luft so eklatant, dass sie immer wieder für Probleme sorgte und – siehe u.a. das 2:1 – auch für Chancen der Karlsruher verantwortlich war.

3. Die kurze Einzelkritik

  • Christian Mathenia (CU-Note: 4): Beim 3:1 sieht er schlecht aus, auch wenn der Ball womöglich unhaltbar ist wegen seiner hohen Geschwindigkeit. Unter Druck im Passspiel mit einigen Problemen.
  • Enrico Valentini (CU-Note: 5): Weitgehend unglückliche Figur: Vor 2:1 und 3:1 wenig energisch, fälschte den Ball vor dem 1:1 ab. Nach vorne mit wenig Präzision.
  • Asger Sørensen (CU-Note: 4-): Wenig zielstrebig im Verteidigen, ohne wirklich große Fehler zu machen. Immerhin der einzige, der dem KSC in der Luft Paroli bieten konnte. Aber ohne Schindler als Nebenmann unruhig und im Aufbau fahrig.
  • Mario Šuver (CU-Note: 6): Stockfehler vor Gollers Großchance, ganz schwaches Verhalten vor dem 3:1. Gewann keinen einzigen Defensivzweikampf. Da hilft auch kein Welpenschutz.
  • Tim Handwerker (CU-Note: 5): Oft weit weg vom Mann in der Rückwärtsbewegung, nach vorne mit zarten Bemühungen. Vergab beim Stand von 1:0 eine Chance, danach fiel das 1:1. Viele Fehlpässe.
  • Tom Krauß (CU-Note: 4-):  Unterbrach ab und zu noch Angriffe, hatte immerhin sieben abgefangene Pässe, nach vorne ab und zu mit Impulsen. Im Zweikampfverhalten aber auch mangelhaft.
  • Johannes Geis (CU-Note: 4): Das Tor war schlitzohrig, der andere Freistoß gefährlich, hinzu kam ein schöner Seitenwechsel. Er hatte seine positiven Momente, aber eben auch gerade in der Rückwärtsbewegung viele Schwächen.
  • Lino Tempelmann (CU-Note: 5): Die Entscheidungen  waren weitgehend schlecht. Schwächer war nur das Zweikampfverhalten in vielen Szenen. Gewann nur zehn von 22 Duellen.
  • Manuel Schäffler (CU-Note: 4-): Bewertet man, dass er die Chancen hatte? Oder dass er sie vergab? Er war jedenfalls ab und zu gefährlich und beteiligt.
  • Mats Møller Dæhli (CU-Note: 4): Er bemühte sich, dribbelte viel mit dem Ball, aber so ganz zielstrebig war es nicht, gerade in Tornähe fehlt dem Norweger ab und zu die zündende Idee. Spielte immerhin kaum Fehlpässe.
  • Erik Shuranov (CU-Note: 6): Fand weitgehend nicht statt. Gewann einen (!) von 19 Zweikämpfen.
  • Nikola Dovedan (CU-Note: 4-): Lief zumindest gut an, war bemüht, aber auch nicht sonderlich ertragreich.
  • Taylan Duman (CU-Note: 4): Brachte etwas mehr Struktur und Gefahr durch seine unorthodoxe Herangehensweise an das Spiel. Spielte keinen einzigen Fehlpass. Positiv beeinflusst hat es das Spiel aber auch nicht.
  • Jens Castrop (CU-Note: -): Feierte sein Pflichtspieldebüt. Flankte immerhin einmal Richtung Schäffler
Verlauf der expected Goals während des Spiels (Nürnberg in rot, Karlsruhe in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

Wer auf eine eindeutige Reaktion auf das 0:5 vom vergangenen Freitag gehofft hatte, der wurde weitgehend enttäuscht. Natürlich hat der Club sich nicht wie gegen Ingolstadt schon nach wenigen Minuten in sein Schicksal ergeben gehabt. Das aber als tatsächlichen Fortschritt anzusehen, wäre fast schon zynisch. Gerade dass die Mannschaft wieder eine Phase hatte, in der sie unnötig einfache Gegentreffer kassierte, muss zu denken geben. Ja, Robert Klauß hat recht, wenn er sagt, da “machen wir Fehler und sind nicht wach. Innerhalb von fünf Minuten geben wir das Spiel her.” Allerdings impliziert das, verbunden mit seiner Betonung der liegen gelassenen Chancen, eine unglückliche Niederlage, bei der am Ende Kleinigkeiten entschieden.

Die lag aber nicht vor. Über 90 Minuten hatte der Club keine einzige Torchance, die man unter “herausgespielt” verbuchen kann: Zwei Freistöße von Johannes Geis, eine Gelegenheit von Tim Handwerker nach einer Ecke, Manuel Schäfflers Gelegenheit nach einem technischen Fehler von O’Shaughnessy. Keinem der Abschlüsse ging eine spielerische Aktion des FCN voraus. Denn so sehr Robert Klauß nach der Niederlage betonte, dass das Verteidigen das Problem gewesen sei, so sehr kann man nicht ausblenden, dass die spielerische Leistung in der Vorwärtsbewegung über die gesamte Spieldauer fast durchgehend mangelhaft war. Wenn Robert Klauß also davon spricht, dass “nicht davon die Rede sein kann, dass die Mannschaft nicht umgesetzt hat, was ich verlangt habe”, dann spricht das zumindest für die Offensive eine deutliche Sprache.

Das soll Robert Klauß’ Einordnung, dass der Mannschaft auf dem Platz derzeit die positiven Momente fehlen, nicht widersprechen. Natürlich hatte der KSC beim Ausgleich durch Valentinis Abfälschen Glück und natürlich fehlte dem Club jenes Glück in den Situationen von Handwerker und Schäffler. Er hatte es aber eben auch beim 1:0 durch Geis, welches durchaus einen solchen positiven Moment darstellte. Stattdessen ließ er danach zu, dass der Schwung des Spiels, um den Begriff Momentum zu vermeiden, in die andere Richtung ausschlug. Christian Eichner betonte – ungewohnt angefressen für einen siegreichen Trainer – zwar auch, dass fehlende Konstanz ein Zeichen der Zweiten Liga sei. Robert Klauß’ Argumentation, dass diese fehlende Konstanz an der jungen Mannschaft liege, hat allerdings seine Lücken.

Für Mario Šuver, Erik Shuranov, Lino Tempelmann und Tom Krauß kann man das Argument der Schwankungen durch fehlende Erfahrung und fehlendes Alter durchaus gelten lassen. Gerade bei der Achse, die Mathenia – der allerdings kaum Schwankungen unterliegt – , Valentini, Geis, Schäffler und Møller Dæhli umfasst, kann Alter und/oder fehlende Erfahrung nicht als Erklärung herangezogen werden. Das heißt nicht, dass nicht auch diese Spieler Schwankungen unterliegen können, es heißt nur, dass das Argument der “jungen Mannschaft” womöglich zu kurz greift, auch wenn sie im Vergleich zu anderen Teams – wie dem Gegner vom Samstag – eine relativ hohe Anzahl an Einsatzminuten für jüngere Spieler vorweisen kann.

Es ist eben nicht unbedingt das Ergebnis, das Sorge bereitet, selbst die fehlende defensive Ordnung der letzten Spiele kann mit wechselndem Personal noch erklärt werden. Was die Sorgenfalten nun seit Wochen tiefer werden lässt, ist die mangelnde Fähigkeit offensive Abläufe so zu gestalten, dass dauerhaft Chancen entstehen, die sich nicht auf Standards, Zufall oder beides verlassen. Dabei sollte die individuelle Qualität in der Offensive zumindest dazu ausreichen mehr als nur gelegentliche helle spielerische Momente zu haben. Hier hat sich das Team seit der Winterpause definitiv nicht verbessert, sondern im Gegenteil, wahrscheinlich sogar – Stand Jetzt – einen Schritt zurück gemacht. Das muss alles kein Dauerzustand sein, nach den vergangenen Spielen ist aber zumindest die Sorge darüber, ob am Ende das ausgemachte Saisonziel erreicht werden kann, berechtigt.

5. Die Kennzahlen

Karlsruhe Nürnberg
4Tore1
2,49expected Goals (Wyscout/538/DFL)1,06
2,46Post Shot xG (Wyscout)0,84
2,36xG ohne Doppelchancen (Wyscout)1,06
2,46PSxG ohne Doppelchancen (Wyscout)0,84
19Schüsse12
6Schüsse aufs Tor4
12Ecken7
2Freistöße5
56Ballbesitz zeitbasiert (in %)44
55,1Ballbesitz passbasiert (in %)44,9
84Passquote (in %)77
11Fouls10
8,6PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion)9,9
8,9Challenge Intensity (Defensivaktionen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes)7
17Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz)17,7
17Ballbesitzphasen (geg. Strafraum)10
00:12Ballbesitzdauer (Ø)00:10

*Alle Daten (außer den Varianten bei den xG) stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

SpielerCU-NoteKickernordbayern.deBILDWhoScoredSofaScore
Christian Mathenia44,53,545,3/105,4/10
Enrico Valentini54,5545,8/106,2/10
Asger Sørensen4-4,54,555,9/106,3/10
Mario Šuver65,55,565,9/10

6,2/10

Tim Handwerker55,5555,8/106,0/10
Tom Krauß4-54,546,8/106,9/10
Johannes Geis43,53,547,6/107,8/10
Lino Tempelmann554,556,3/106,7/10
Mats Møller Dæhli443,546,4/106,8/10
Manuel Schäffler4-4,54,546,3/105,9/10
Erik Shuranov65,55,565,8/106,2/10
Taylan Duman446,3/106,6/10
Nikola Dovedan4-55,9/106,2/10
Jens Castrop5,9/106,2/10
 -/10-/10
 -/10-/10
Durchschnitt4,534,724,50 

6,13

6,39

94 Gedanken zu „Unterlegen – Analyse zu #KSCFCN #FCN

  • Derweil hält Sandhausen ein 0:0 zur Halbzeit bei der Mannschaft der Stunde aus Ingolstadt. Da lagen andere Gegner längst mit 0:3 schon geschlagen hinten. Aber dort herrscht auch “Einsatz und Intensität”, woanders sind das schon vergessene Worte?

    Antwort
    • Ingolstadt und Sandhausen, das sind beides Mannschaften, die um das pure sportliche überleben kämpfen, für beide geht es gefühlt um 6 Punkte heute und das macht zumindest Beine.

      Da sehe ich auch unser Hauptproblem, unsere Mannschaft hat gemerkt für ganz oben reicht es nicht, unten ist auch weit weg und dann ging der innere Spannungsbogen flöten und man verlor diese sogenannten Basics die innere Grundeinstellung. Vielleicht aber genau kann ich es nicht sagen ich bin nicht dabei, ist Klauß zu sachlich um die Mannschaft da wieder raus zu reißen.

      Vielleicht muß da Hecking mal ran..keine Ahnung.

      Antwort
      • Zum Thema “unten ist auch weit weg”: Auf dem Relegationsplatz steht Fortuna Düsseldorf, die haben gerade S04 geschlagen (gut übrigens das Allofs den Trainer nicht vor drei Wochen gewechselt hat, sonst hätten wir erst 30 Punkte, das aber nur nebenbei). DD hat jetzt 23 Punkte. Denen traue ich zu, das sie sich aufgrund des Potentiales raus arbeiten, ähnlich sehe ich das bei H96. Die Mannschaften die wahrscheinlich um den Relegationsplatz kämpfen sind also Sandhausen, Rostock, Dresden. Die haben 24, bzw. 25 Punkte. Heißt wir haben da 9 bzw. 8 Punkte Luft. Da wir aktuell die mir Abstand schlechteste Mannschaft der Liga sind, muss man auf jeden Fall wachsam sein. Das geht ganz schnell, zumal die genannten Vereine wissen worum es geht. Das bezweifle ich bei den Unseren. Also noch muss man nicht panisch werden. Aber Nachtigall ick hör dir trapsen.

        Antwort
      • @Juwe

        Vor kurzer Zeit hattest Du noch Angst, dass uns Robert Klauß verlässt. Weil er so gute Arbeit bei uns leistet und das Bundesliga-interesse weckt.

        Antwort
        • Was interessiert das Geschwätz von gestern? Manisch-depressiv ist ja hier auch keiner. Alles sehr nüchtern angemessene Kommentare.
          Der Club is a Depp aber sei Anhang is no bleeder.
          Es ist saison für saison das gleiche Spiel, egal ob im Verein oder im Umfeld.

          Antwort
        • @Fränggi

          Vor kurzer Zeit? Was du nicht alles weißt. Zeig mir das doch bitte mal. Danke!

          und falls es dich beruhigt, ich will auch nach wie vor nicht, daß man sich von Klauß trennt. Das ist das Mittel der ahnungslosen, das jedesmal sofort den Trainer wechseln will. Ich habe ebenso geschrieben, sicher sogar niemand ist perfekt keinTrainer und von Klauß würde ich mir ab und zu mehr Temperament in der Ansprache wünschen, wo es nötig ist und warum sollte er das nicht hinbekommen.

          Jetzt fehlt gerade noch “der” @Holzmichel, der hier mit Krankheiten um sich wirft, die hier nicht her passen, zumindest nicht in dem Bezug. Scheinbar auch mal wieder aufgestanden.

          Antwort
  • Florian, stimmen denn die knapp 107 km Laufleistung des Kicker? Und wenn ja, wie wäre dieser Wert einzuordnen aus deiner Sicht.

    Antwort
    • Den Wert hat die DFL auch. Ich halte aber wirklich fast nix von der Laufleistung als Wert. Die Messung ist extrem ungenau, unterscheidet nicht zwischen Aktionen im Spiel und außerhalb des Spiels (Gersbecks Jubellauf nach einem der Tore und der Weg zurück, wird da genauso mit aufgenommen wie Geis’ Weg raus zu jeder Ecke), es gibt keine Korrelation zwischen dem Wert und dem Ergebnis und sie unterlegt vor allem Zwänge der Formation, der Passwege und des Pressingschemas. Ich weiß, dass manche Kommentare da versuchen, “Einstellung” oder “Wille” draus abzulesen, die Faktoren, die diese Werte beeinflussen sind aber so volatil und mannigfaltig, dass ich da nicht mitgehen kann. Tom Worville, inzwischen Datenanalyst bei RB Leipzig, hat vor zwei Jahren mal zehn Gebote der Fußball Analytics formuliert und eines davon war “Du sollst Laufleistung oder Sprintzahl nicht als Anzeichung von Willen oder Bemühen sehen” (https://theathletic.com/1692489/2020/03/23/the-10-commandments-of-football-analytics/).

      Antwort
      • Okay, Danke. Kam mir halt so extrem wenig vor, habe jetzt aber gesehen das Ingolstadt und Sandhausen sich heute in ähnlichem Bereich bewegen. Also ist das jetzt nix absolut Außergewöhnliches.

        Antwort
        • Es ist faktisch auch n geringer Wert, er ist mir auch aufgefallen. Ich würde dem ich nur keine große Bedeutung beimessen. Am Ende liegt’s dran, dass die DFL die Trackingsoftware optimiert, um bessere Positionsdaten zu haben oder irgendwas technisches. Das sind wirklich sehr “launische” Werte.

          Antwort
          • Es ist mir klar, dass man die Werte verschiedener Spiele nicht vergleichen kann. Aber wenn der Unterschied im selben Spiel derart groß ist, wo doch die Datenermittlung den selben Parametern unterliegt, ist das dann ebenfalls nicht aussagekräftig?

            Ich kann doch nicht 5 km Differenz alleine mit Torjubel erklären, oder?

            Antwort
            • Nein, aber zum Beispiel damit, dass ein 4-3-3 mit Flügelfokus tendenziell eher ne Grundordnung ist, in der man eher die Wege nach Außen und innen laufen muss als in nem 4-4-2 mit Raute. Oder damit, dass der KSC fünf Ecken mehr hatte, wo auch alle Wege der IV nach vorne und zurück getrackt werden, etc. Es sind so viele Unwägbarkeiten drin, dass man die Daten einfach nicht wirklich gebrauchen kann. Erst recht nicht, um via externen Werten, interne Faktoren abzulesen.

              Antwort
              • Ja, leuchtet ein, Dankeschön!

                Auch nicht die Sprintwerte, die wir ja garnicht kennen, weil ich nicht weiß, wo die veröffentlicht werden (falls überhaupt)? Wie sehen die aus?

                Womit kann man dann die Intensität messen, die meiner Meinung nach schon optisch gefehlt hat? Ist das nur reines Empfinden, oder eben doch statistisch belegbar?

                Antwort
                • Sprintwerte waren in der reinen Anzahl 208:199 recht nah beinander. Da ist halt auch die Frage, wie viel es da an den Formationen und an den Anweisungen lag. Das ist ja generell auch das, was Klauß schon (richtigerweise) in der PK sagte „ihr wisst doch gar nicht, was wir besprochen haben“ gepaart mit seiner Aussage unter der Woche, dass die Pressingwerte auch zum Teil bewusst hoch sind, weil man auch mal lieber noch nen Pass mehr zulässt, gibt sich da auch n Bild, dass man eben manchmal absichtlich weniger intensiv ist, als man will. Denn das ist ja auch noch zu bedenken, manchmal ist fehlende Intensität zwar messbar (weniger intensives Pressing, weniger Läufe, weniger frühes Stellen), aber eben gewollt und keine Einstellungsfrage.

                • Ich halte ein bewusstes Zulassen für gefährlich. Funktioniert der Zugriffspunkt nicht, ist man schnell überspielt und generell verführt das zu einer zu lockeren Herangehensweise. Das ist jedenfalls mein Eindruck.

                  Ich bevorzuge Mannschaften, die heiß wie Frittenfett auf alles draufgehen, was sich bewegt und den Gegnern immer sofort auf den Füßen stehen 😉

                  Beim Club sieht man das nie, da ist man immer dem Irrtum erlegen, man könnte das auch eleganter lösen…

              • Oh, auf “Bundesliga.com” steht bzgl. Sprints 208 : 199 “für” den KSC. Aber in Anbetracht des Ballbesitzes ist das ja fast gleich. Hab nur keine Ahnung, ob das was bedeutet 😉

                Antwort
      • Gibt es dort auch Faktoren, wo man Reaktionsschnelligkeit, Intelligenz, Mut,… analysieren kann?

        Antwort
    • Also der Club verliert sein Heimspiel gegen Ingolstadt krachend mit 0 :5 wohlgemerkt gegen den Tabellenletzten der sich eine Woche später gegen Sandhausen ein 0 :0 erwürgt. Als Wiedergutmachung gibt’s in Karlsruhe eine 1:4 Klatsche. Wer es wagt dass zu kritisieren entlarvt sich als antifan der nur meckert. Gelobt wird der Statistiker der selbst die höchste Klatsche sachlich analysiert..Komische Fussballwelt.

      Antwort
      • Mit so einem Statement beweist Du, dass Du nicht verstanden hast, worum es geht. Konstruktive Kritik ist OK und auch erwünscht, dagegen sagt keiner was.

        Was aber überhaupt nicht geht, sind die Hasskommentare, die in den (a-)sozialen Medien wieder aufflammen. Darum geht es.

        Antwort
    • Was issn der Manolo für Einer? Hat der ne Funktion beim Club? Ich halte es für total falsch denen auch noch Ausreden zu lassen. Eher würde ich mal Druck machen!

      Vielleicht ist der Manolo aber auch nicht weltoffen. Oder er nimmt sich nur schlechte Beispiele, sonst würde er ev. merken, dass bei Freiburg, Mainz,…. ne ganz andere Leistungskultur herrscht.
      Ich empfehle mal Trainer wie Streich, Klopp, Nagelsmann, Tuchel emotional zu erkunden. Der Ton macht bekanntlich die Musik.
      Man könnte auch mal schauen was es dort zu essen gibt, weil sie da -denke ich- beim Club mal wieder auf Scharlatane hereingefallen sind.

      Antwort
  • Meine Hauptkritik ist schon seit Mitte letzter Saison die gleiche: man kann nach wie vor nicht erkennen wie der Club Fußball spielen will. Weder hat man viel Ballbesitz oder ein gutes Passspiel, noch besonders wenig und presst dafür intensiv oder auffallend viel. Kein schnelles Umschaltspiel – wie auch, wir haben ja maximal zwei Tempospieler und die sind/waren dauerverletzt, plus einen Dribbler und einen Ballschlepper, die beide überspielt sind – aber auch überhaupt keine Ballsicherheit, so dass man sich einen Gegner zurechtlegen könnte. Torgefahr entsteht doch letztlich nur aus individueller Klasse einzelner (MMD/Tempelmann wenn in Normalform). Jedes Spiel ist anders, es regiert König Zufall. Die vielzitierte Entwicklung bedeutet für mich weniger das nackte Ergebnis, als viel mehr eine erkennbare, konsistente Spielphilosophie. In diesem Punkt haben wir derartig gravierende Mängel, dass sich irgendwelche Träumereien geradezu verbieten.

    Antwort
  • Nicht nur die Profis verkacken, auch der bisherige coole Tabellenführer der U-19-Bundesliga Süd/Südwest macht seit der Winterpause schlapp: Die 0:2 Heimniederlage gegen den neuen Tabellenführer VfB kann man vielleicht noch erklären, das heutige 1:4 bei der SGE hinterlässt aber schon die Frage, ob man beim 1. FC Nürnberg grundsätzlich etwas zu schnell zufrieden sein könnte und dabei aus den Augen verliert, dass eine Saison eine Saison dauert und nicht nur eine halbe.

    Antwort
    • Bei der U19 dürfte es – genau wie bei den Profis – eher die Regression zur Mitte sein. Die haben vor der Winterpause massiv überperformt, waren dann auch in ner Positivspirale drin. Leistungsmäßig würde es sehr überraschen, wenn die tatsächlich den ersten Platz halten würden.

      Antwort
      • Danke für deine Einschätzung.
        “Regression zur Mitte” mag bei der U19 möglicherweise eine angebrachte Formulierung sein, bezüglich der Profis halte ich diese Beschreibung angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen für eher euphemistisch, zumal ich keine Überperformance feststellen kann, eher hier und da Ergebnisglück.

        Antwort
  • Unterlegen!

    Gegen den KSC!

    Eigentlich kann das NUR an der Einstellung liegen, denn sonst müsste der Trainer zugestehen, dass er es nicht schafft, einer nominell starken Mannschaft eine gute Spielanlage zu vermitteln. Ich verstehe deshalb seine Einlassung auf der Pressekonferenz diesmal überhaupt nicht. Es ist mehr als offensichtlich, dass der KSC den stärkeren Willen hatte. Welchen Hinweis braucht man noch, dass die Einstellung nicht gestimmt hat?

    Es ist höchste Zeit, dass sich die Mannschaft auf die Basics zurückbesinnt. Sonst geht es den Bach runter in der Rückrunde.

    Antwort
  • Nun ja, daß nach den letzten dürren Jahren die Haut der Fans auch spürbar dünner wurde, wer kann es oder will es einem denn Verdenken und das es auf bestimmten Zuckerberg-Medien, die sowieso völlig verzichtbar sind, auch was den Fußball betrifft, besonders krass zugeht, ist jetzt auch keine besondere Überraschung.

    Und das gerade ein Clubfan immer mit dem Schlimmsten rechnen kann, ist doch DIE besondere und längste Club-Tradition überhaupt.

    Wer kann es uns also verdenken, daß wenn diese bisher sehr bequeme Saison in eine vielleicht unbequeme abzurutschen droht, Hysterie um sich greift?

    Wir leben also die Clubtradition und winken der Diva vom Main des Bundesligajahres 2011 schon schüchtern zu?

    Die sind damals aber “nur” von der ersten in die zweite Liga abgestiegen.

    Antwort
    • Das ist ja alles richtig, was Du sagst.

      Aber schau – es kommt doch auf die Art der Kritik an. Mir geht das natürlich auch auf den Sack. Und ich bin auch der Meinung, dass der KSC mehr investierte als unsere Mannschaft.

      Aber – damit meine ich nicht Dich – immer wird sogleich Grundsätzliches infrage gestellt. Plötzlich scheint das Hetzen gegen den Trainer wieder salonfähig, kommen Stimmen wie: Hab schon immer gewusst, dass der nix taugt. Ich finde, Bomber Manolo hat das richtig gut rübergebracht in seinem Text.

      Diese Hysterie trotz zweier ekelhafter Niederlagen ist doch auch eweng überzogen. Platz 7 aktuell bedeutet, dass wir aktuell unser Ziel erreichen würden. Wer gerne in Abstiegsangst sauniert, mag dies gerne tun – ich tue es nicht.

      Das “Unwort” hier in der vergangenen Saison war: Geduld. Jetzt stören sich einige am Wort “Entwicklung”. Aber diese brauchen wir genauso wie Geduld. Und zu dieser Entwicklung gehört halt auch, kreativ aus solchen Tiefs herauszukommen. Und zwar ohne alles gleich wieder infrage zu stellen und ohne gegen unsere eigene Mannschaft zu ätzen.

      Im Endeffekt kann nur Dieter Hecking die Arbeit unseres Trainers beurteilen. Ich traue Hecking die richtige Entscheidung zu, inwieweit Klauß der richtige ist und der richtige sein wird. Insofern bin ich in dieser Hinsicht entspannt und keineswegs hysterisch. Ärgern tun mich die beiden Drecks-Niederlagen trotzdem.

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  • Ich habe das Gefühl, daß unser Trainer das auch wieder hinbekommt. Sicherlich ist er als Trainer mit verantwortlich und die Manschaft ist in einem negativen Flow.

    Aber wer hätte beim FC Bayern geglaubt jetzt gegen den VFL Bochum 4 Tore innerhalb 30 Minuten zu bekommen? Nirgends im Profisport reicht es, wenn ein paar Prozenptunkte Wille fehlen. Daran muß nun gearbeitet werden. Man muß den Bock wieder in die andere Richtung umstoßen, alle zusammen.

    Antwort
  • Ein wenig Sorge mache ich mir mehr um das Talent Suver, 2 mal als Innenverteidiger gespielt, 9 Gegentore bekommen, dass da ein junger Stern nicht wieder erlischt bevor er richtig aufgeht. Außerdem steht ja bald auch wieder Hübner bereit.

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  • @Florian: wir haben auch in der Vorrunde kein Sturmfeuerwerk abgebrannt. Du stellst jedoch zurecht fest, dass sich das Team offensiv einen Schritt zurück entwickelt hat. Meiner Meinung nach gilt dies mindestens genauso ausgeprägt für das Defensivverhalten der Mannschaft. Lässt sich mein Empfinden statistisch belegen (außer durch die größere Anzahl der Gegentore)?

    Antwort
  • Was mir auffällt ist wieder diese Schläfrigkeit, sowohl offensiv als auch defensiv. Wo wir in der Vorrunde über weite Strecken noch in der Lage waren Schüsse des Gegners zu blocken, bei Abprallern als erstes am Ball zu sein, sind wir aktuell wieder mindestens einen Schritt zu spät und erlauben deshalb sehr viele gute Chancen des Gegners. Pauli hatte am Samstag auch extrem viele Bälle im eigenen Sechzehner zu verteidigen, die waren aber da, die waren wach, konnten blocken und klären. Wir hätten da mindestens 4 bis 5 Gegentore kassiert in der aktuellen Verfassung. Und was auch auffällt ist, das wir wieder sehr anfällig sind wenn der Gegner schnell umschaltet. Da müssen einfach zu viele Spieler hinterherlaufen (aktuell sieht das eher nach hinterher hecheln aus). Also aus meiner Sicht sind da schon auch Defizite im physischen Bereich sichtbar, wir sind immer einen Schritt zu langsam. Ich wünsche mir sehr, das die Jungs das wieder in den Griff bekommen, reißt euch zusammen, ihr könnt es doch!

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  • Der Trainer mag es verstehen, die Mannschaft zu motivieren, jedoch versteht er es nicht sie heiss zu machen. Sie sind zwar dann auf dem Feld gedanklich eingestellt, jedoch nicht bereit alles zu geben. Das mag beim Schachspielen oder Rhytmischtanzen funktionieren, aber nicht beim Fußball. Ich plädiere dafür einen Mentaltrainer zusätzlich einzustellen, der die Mannschaft so einstellt, dass sie geladen ins Spiel geht. Diese Fähigkeit ist nicht vielen gegeben, unser Trainer hat sie leider nicht.

    Antwort
    • Das hat ja schon mal so gut funktioniert mit dem damaligen Skitrainer.. oder vielleicht diesmal Ausbildungsleiter Schmidt “Guten Morgen ihr Luschen!”

      Nein ich halte davon nichts, ich würde sagen die die sich da reingeritten haben, Mannschaft und Trainer müssen da jetzt auch zusammen wieder rauskommen.

      Antwort
      • Natürlich müssen sie das und genau die Chance sollten sie erhalten!

        Die Frage ist nur, ob sie in Nürnberg die Zeit dafür bekommen. Wenn man wieder sieht welch emotionalen Wellen diese beiden (zugegebenermaßen beschissenen) Niederlagen schlagen dann frag ich mich was wohl bei 2 weiteren Niederlagen wieder los ist?!
        Die Beruhigung dieser Emotionen zieht Ressourcen von der eigentlichen Aufgabe (d.h. der sportlichen) ab. Und genau dieses Problem haben Heidenheim, Augsburg, Freiburg und Fürth nicht.
        Frank Schmidt muss sich nach 2 Niederlagen nicht mit Kommentaren zu seinen Aussagen auf einer PK auseinandersetzen. Genauso drehen die Heidenheimer Fans nicht frei und faseln etwas von “Abstiegsgefahr” (Grüße Herbertgerbert), “Mannschaft soll sich schämen”, etc. Das FCN Umfeld ist unfassbar schlecht darin sich selbst zu beruhigen, permanent kochen die Emotionen hoch und es müssen Erklärungen her.

        Leistungssport verläuft wellenartig; in der Hinrunde war man in guter Form, jetzt steckt man im Leistungsloch. Mit Geduld, Vertrauen und guter Arbeit kommt man da auch wieder raus.
        So einfach isses (bzw. könnte es sein).

        Antwort
      • @Juwe

        Ausbildungsleiter Schmidt – der war gut. 🙂

        Oder einen Thrillsergeant. Oder Detlef D! Soost. Der kümmert sich auch gleich um die Ernährung.

        Antwort
        • 🙂

          Es kann doch nicht seit 2 Spielen auf einmal alles schlecht sein, sicher war es in Karlsruhe auch ein Dämpfer, dass Schindler so knapp vor dem Spiel ausfiel. Ich würde sagen es ist die erste spürbare Krise diese Saison, wir haben den Luxus es bringt uns existentiell nicht in Bedrängnis. Ich glaube sie kommen da gemeinsam wieder raus. Jetzt zählt es zusammenzuhalten, nicht nur wenn es gut läuft.

          Antwort
          • Was die vieldiskutierte Einstellung anbelangt, muss man sicherlich fragen: Warum brachte der KSC mehr Willen auf die Wiese als unsere Mannschaft. Und das hat wohl was mit dem Kopf zu tun. Irgendwie passt die Balance nicht. Womöglich ein neues Lernziel, womit man sich schwertut. Der Ausgleich kurz vor der Pause war auch Gift für die Psyche. Ist doch klar, dass Klauß Tag und Nacht darüber nachdenkt, wie er unser Offensivspiel nach vorne bringen kann.

            Die Einstellung gegen Ingolstadt war allerdings zu bemängeln. Man hat den Gegner unterschätzt, wie Mathenia ja bestätigte. Hat nur noch gefehlt, dass jeder Spieler mit einem Picknick-Körbchen aufläuft. Für kreative Pausen.

            Antwort
            • Das mit dem Picknick-Körbchen find ich ganz gut. Und das war auch die Einstellung gegen Ingolstadt. Mal ein bischen Picknick machen auf dem Rasen und locker 3:1 gewinnen. Das hätte ihnen gefallen. Und selbst in Karlsruhe kam man wieder mit dem Picknick-Korb daher. Gegen Regensburg wird es aber Zeit die Motorsäge mitzunehmen, sonst kommt der Wolf aus Regensburg und frisst unsere 11 Rotkäppchen.

              Antwort
  • Ich würde jetzt auch keinen Mentaltrainer holen. Zum einen, weil uns das noch nie spürbar geholfen hat, zum anderen v.a., weil es der Truppe ein Alibi gibt. Aktuell haben wir kein erkennbares Spielsystem und wenig Mentalität. Das ist kein ganz neues Phänomen, sondern hat bereits vor der Winterpause begonnen. Bei beidem muss Klauss ansetzen und sich beweisen. Ich kann mir seine absurden Äußerungen in der PK nur als Schutz der Mannschaft erklären und dass er aber intern Tacheles spricht. Von Hecking wünsche ich mir angesichts aktueller und bevorstehender Verhandlungen, dass “Mentalität” als obligatorisch angesehen wird. Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann wir das letzte Mal über 34 Spiele eine kämpfende und beißende Truppe hatten.

    Antwort
    • Da sind wir einer Meinung.

      Die nächsten Wochen sind wieder (wie im letzten Jahr) eine Reifeprüfung für Klauß. Es geht um Lösungen, um wieder aus dem Quark zu kommen. Und es geht um Perspektive für kommende Saison. Außerdem geht es natürlich auch um Geld. Denn jeder bessere Platz in der Abschluss-Tabelle spült uns in der TV-Tabelle nach oben.

      Ich fand die Pk nach Karlsruhe hochinteressant. Und konnte auch Christian Eichner verstehen. Ein guter Typ, find ich. Klauß hat ja im Endeffekt einen aus meiner Sicht garstigen Kommentar in der Bild-Zeitung (“So nicht, Herr Klauß”) bekommen. Und da braucht sich unserer Trainer ob seiner Patzigkeit auch nicht wundern. Er gab der “Bild” damit einen Steilpass. Auch das ist ein Lerneffekt.

      Hecking und Rebbe müssen mehr Mentalität holen. Wekesser war ein Anfang. Auch diesbezüglich bin ich Deiner Meinung. Und Hecking wird auch am Ende der Saison bewerten, ob Klauß seine Reifeprüfung bestanden hat – so wie er diese im letzten Jahr gemeistert hat.

      Antwort
      • Man aber der BILD grundsätzlich weiß Gott nicht vorwerfen, dass sie Klauss oder einen anderen Trainer davor auf dem Kieker haben. Ich finde den besagten Artikel inhaltlich und im Ton legitim. Ich finde auch, dass die Nürnberger Presse seit Jahren unglaublich zahm mit Verantwortlichen und Spielern umgeht. Und das ist gut so.

        Antwort
        • Da bin ich anderer Meinung.

          Die Überschrift “So nicht, Herr Klauß!” finde ich garstig. Aber wie heißt es so schön: Die Bild-Zeitung schaut dem Volk aufs Maul. Und nach zwei deftigen Niederlagen weiß der Verfasser dieses “Kommentars” natürlich, dass er den Beifall gekränkter Fans bekommt. So funktioniert nunmal der Boulevard.

          Doch wie gesagt: Dieses Spielchen sollte Klauß mittlerweile durchschauen. Und weniger patzig auf (sinnbefreite) Fragen reagieren in der Pk. Was natürlich eine schwierige Übung ist direkt nach einem verlorenen Spiel. Aber diese Übung gehört zu seinem Job.

          Antwort
          • Immerhin hat sie der Club nicht entblödet, diesen Artikel auf der Homepage im Pressespiegel zu verlinken. Ob das ein kleiner interner “Hinweis” war?

            Jedenfalls, so sehr RK nach Ingolstadt den richtigen Ton getroffen hat, so weit lag er nach dem KSC daneben. Es war für jeden offensichtlich, dann kann man sich nicht so realitätsfremd einlassen.

            Aber ja, die Überschrift ist schon sehr provokativ!

            Antwort
          • Aber die Überschrift hat sich doch nicht auf die Niederlagen. sondern auf das realitätsferne Fazit von RK in der PK bezogen. Und da ist es m.E. schon legitim RK den Spiegel vorzuhalten. M.E. ist es auch Aufgabe der Presse – nicht nur der BILD – sowohl positiv als auch kritisch zu berichten.

            Antwort
            • Trotzdem: Der Ton macht die Musik.

              Die Überschrift soll den Leser emotional anheizen. Wohl wissend, dass die Leser nach 1:9-Toren eh schon angepisst sind. Diese Überschrift trägt meiner Meinung nach maßgeblich zur Trainer-Hetze in nicht-journalistischen Medien wie Facebook bei.

              Kurzum: Man sollte die Bild-Zeitung nicht so ernst nehmen. Dort geht Emotion oftmals vor Information.

              Antwort
              • Nun ja: selbstverständlich sollte Klauss bzw. die Mannschaft nicht einfach so weitermachen – nach 1:9 Toren gegen die formschwächsten Mannschaften der Liga. Insofern ist der Autismus von Klauss alarmierend. Da muss man noch nicht in Panik verfallen, aber einfach so zur Tagesordnung überzugehen, wie es Klauss zumindest öffentlich macht, kann auch nicht sein btw. wird kaum die Wende bringen. Deshalb: warum sollte man die BILD nicht ernst nehmen? Bitte entschuldige, aber das ist für mich eine klassische Stammtischparole. Ich erlebe die verantwortlichen Journalisten in der deren Facebook-Live schalte absolut nicht polemisch. Eher differenziert.

                Antwort
                • Ich habe nicht gesagt, man solle die Bild-Zeitung nicht ernst nehmen. Ich habe gesagt, man solle die Bild-Zeitung nicht SO ernst nehmen. Du musst mich schon richtig zitieren.

                  Und ich wiederhole mich gerne, wenn’s dem Verständnis dient: Bei der Boulevard-Presse geht Emotion über Information. Das gehört zum Geschäftsmodell. Und das sollte man als Leser wissen.

  • Ich bin ja gespannt, wie das Publikum die beiden “Leistungen” goutiert. Ich bin knapp 4000 km weit vom Frankenstadion weg, meine Dauerkarte liegt daheim im Schubladen und werde sicher dennoch als anwesender Fan gezählt, wetten!?

    Jetzt wo wieder 25.000 Zuschauer drin wären, muss man sich sowas antun?

    Antwort
    • Interessant, in welchen Ländern alles man “knapp 4000 km weit vom Frankenstadion weg” sein kann:
      Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien, Sudan, Tschad, Niger, Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Marokko, Grönland, Russland.
      Wo is die Subbn..

      Antwort
        • Ah, mit den “knapp 4000 km” meintest Du also nicht Luftlinie, sondern Deine Triathlon-Strecke da hin.
          So oder so: beneidenswert!

          Antwort
        • Du wirst doch nicht ein Aussenbeauftragter des Clubs sein, der in La Palma Vulkanenergie für das Anfeuern der Clubmannschaft besorgt??

          Antwort
  • Ingolstadt und Karlsruhe haben die Blaupause geliefert, wie unserer Mannschaft der Elan und die Spielfreude genommen, sie regelrecht eingeschüchtert werden kann. Diesen Anschauungsunterricht hätte Regensburg allerdings gar nicht nötig, da Aggressivität, Laufbereitchaft und Willensstärke zu deren Grundtugenden gehören (gepaart mit ein paar ansehnlichen Ballkombinationen). Eine weitere Niederlage käme somit nicht überraschend, Regensburg geht als leichter Favorit in diese Partie.

    Allerdings haben doch unsere Jungs in der Vorrunde gezeigt, dass sie Willen und Einsatz ebenso drauf haben! Wenn sie diese verschütteten Fähigkeiten wieder entdecken, ist auf jeden Fall was drin. Hoffe auf einen Punktgewinn, nehme nach 9 Gegentoren auch ein langweiliges Null-Null in Kauf.

    Antwort
    • 0:0 für unsere Picknick-Jungs? Wird schon fast als Sensation gesehen, zuhause gegen Regensburg. Wie weit ist es gekommen? Denkst Du wirklich, dass unsere Mannschaft diese Fähigkeiten von Willen und Einsatz wieder entdecken? Ich weiß nicht so recht. Wir sind eher wieder soweit wie zu Jens Kellers Zeiten.

      Antwort
  • Schon krass, dass man mittlerweile von Ingolstadt bildlich verprügelt wird und vor Regensburg richtig zittern muß, wenn man nur mal fußballhistorisch zurückdenkt ein Gefühl als würde man mittlerweile Bayernliga spielen. Aber ich glaube diesen Localcolorit was das in der Region bedeutet hat Klauß eh nie so ganz erfaßt.

    Antwort
  • Die Regensburger: Zu schwach für den Aufstieg, zu stark um abzusteigen. Eine normal-starke Zweitligamannschaft eben. Auf dem Papier in etwa genauso stark wie die Mannschaft der Nürnberger. Von der Motivation her jedoch besser eingestellt, da immer willig auf dem Platz alles zu geben. Was sagt uns das? Sieht wieder nicht gut aus für die Clubfans. Das Wochenende wird wohl wieder frustrierend werden für die echten Anhänger des Clubs, die von Woche zu Woche immer wieder träumen, dass ihre Mannschaft das nächste Spiel doch kämpfen könnte. Der Kampf ist leider ein Fremdwort für diese Clubmannschaft.

    Antwort
    • Die Regensburger haben eben keinerlei Lorbeeren, auf denen man sich glaubt ausruhen zu können, sie starten jedes Saison aufs neue gefühlt als Underdog. Ich glaube das ist für jeden Spieler, der dorthin kommt ein ganz anderes Gefühl von Anfang an und völlig klar. Das ist ein anderes Mindset. Eines, dass man einem Clubspieler durch die geschwängerte Fußballhistorie immer wieder mal ins Gedächtnis zurück rufen muß die Basics.

      Antwort
  • Besides…schon interessant wie der Hertha Investor Windhorst plötzlich medienwirksam herumheult, daß die Berliner sein 375 Millionen! Investment quasi bedeutungslos versenkt haben 🙂 Ganz schön viel Asche, die Hertha keinen Millimeter weiter gebracht hat.

    Antwort
    • Hertha hat vor allem Spieler aus ausländischen Ligen geholt. Das sind sicher grundsätzlich starke, talentierte Jungs. Aber eben auch Menschen, die sich in dem neuen Umfeld erst einmal eingewöhnen müssen. Verwunderlich ist es mMn nicht, dass die nicht von Anfang an Bestleistung zeigen können. Dazu ein permanenter Umbruch durch die vielen Neuzugänge, wodurch das Team sich mit dem Zusammenwachsen nachvollziehbar schwer tut, schließlich kommen die Neuen keinsfalls in eine funktionierende Mannschaft. Hertha wollte einfach zu viel zu schnell und kackt deswegen ab. Was können wir daraus lernen? Geduldig bleiben, hektisches Hudeln hilf auch nix!

      Antwort
      • Das ist eben wiedermal der Beweis, dass man nicht nur Geld braucht, sondern auch ein Konzept.

        Andererseits, wer sagt, dass die Berge von Millionen nicht genützt haben? Immerhin ist die Hertha nicht abgestiegen… 😉

        Antwort
      • Als der ganze Big-City-Club-Wahnsinn losging, stand Hertha auf Platz 15. Wenige Jahre und 375 Mio. Euro später steht Hertha aktuell auf Platz 14. Na ja, immerhin. Return on Investment. 😉

        Dass Windhorst jetzt die Schuld bei der Klubführung sucht – hm. Wer hat sich denn von Klinsmann so einlullen lassen?

        Einfach unglaublich!
        https://taz.de/Hertha-mit-Coach-Klinsmann/!5642689/

        Was lernen wir daraus? Die Sehnsucht nach einem Erlöser ist ganz großes Gschmarri. Denn wir können uns nur selbst erlösen. Indem wir, wie @block4 schreibt, geduldig bleiben. Und nicht sogleich durchdrehen, wenn es mal nicht so läuft. Kühl bleiben!

        Für alle, die sich jedem x-beliebigen Investor mirnixdirnix an den Hals schmeißen würden:
        – Ein Investor kann nicht einfach wieder abgewählt werden.
        – Einen Investor kann man nicht einfach wieder rauswerfen.
        – Einen Investor wird man so leicht nicht mehr los.

        Antwort
        • Was lernen wir daraus? Die Sehnsucht nach einem Erlöser ist ganz großes Gschmarri. Denn wir können uns nur selbst erlösen. Indem wir, wie @block4 schreibt, geduldig bleiben. Und nicht sogleich durchdrehen, wenn es mal nicht so läuft. Kühl bleiben!

          @fränki wir waren immer mal verschiedener Meinung aber da bin ich zu 100% bei dir.

          Den weißen Ritter, den Erlöser der Investor das ist ein Märchen. Ein Investor ist kein ehrvoller Prinz sondern ein Hai, der von seinem Geld auch etwas haben will, der mitreden und mitbestimmen will, aber leider sehr oft Fußball Ahnungslose sind.

          Klappt es dann nicht geht das Hauen und Stechen los. Nein lieber etwas mehr Geduld und es solide durch gute Arbeit schaffen. Dazu gehören dann leider auch Rückschläge, wie wir sie derzeit erleben, aber Samstag können wir schon den Turn Around schaffen.

          Antwort
        • Es ist immer das gleiche Problem. Ein Investor a la Windhorst könnte großartig sein, wenn…

          … er sich komplett raushält und auch keine Interviews dazu gibt – geschweige denn a la Windhorst in einer PK in der Mitte zwischen den Verantwortlichen sitzt

          …man nicht per Brechstange und Aktionismus versucht, jahrelange obligatorische Entwicklung mal oberschlau zu überspringen und sinnlos irgendwelche Namen verpflichtet

          …man eine wirklich starke Galionsfigur a la Bruchhagen hat, der das Spannungsverhältnis zwischen Investor, Medien und Fans moderiert

          …man nicht nur in Spieler, sondern v.a. in Strukturen, wie Scouting, NLZ, etc. investiert, so dass es eben nicht bei One Shots, die klappen können oder nicht, bleibt

          Gladbach hat doch gezeigt wie es geht. Die hatten keinen Investor, aber die hatten die Millionen aus dem Reus-Transfer. Und von einem eigentlich schon feststehenden Absteiger haben sie mit einer Gallionsfigur Eberl in 10 Jahren großartiges aufgebaut.

          Antwort
          • Seh ich auch alles so.

            Und Gladbach ist wirklich ein leuchtendes Beispiel. Zumal Max Eberl mit Rainer Bonhof und Hans Meyer viel Erfahrung und Plan hinter sich wusste. Dies dürfte auch Eberls Nachfolger Roland Virkus guttun.

            Noch ein Aspekt zu Gladbach. Dort hat man die Profi-Sparte zwar schon vor Jahren ausgegliedert. Doch 100 Prozent der Anteile liegen weiterhin beim Verein. Man geht also behutsam mit dem Tafelsilber um und dreht nicht am Rad.

            Sollte man aber einen geeigneten Investor finden, ist man handlungsfähig. Außerdem sorgt die Ausgliederung für eine Risikotrennung.

            Eine Ausgliederung ist also per se nix Böses. Ob man sich einen Windhorst oder einen vernünftigen strategischen (regionalen) Partner ins Boot holt, muss dann jeder Verein selbst mit sich auskaspern.

            Antwort
            • Uns fehlen glaubwürdige Personen m.E, gar nicht mal im operativen Bereich. Für unsere aktuelle Kragenweite sind Rossow/Hecking glaubwürdig genug. Unser chronisches Problem ist der aufgeblähte Aufsichtsrat, der absolut keine Galionsfiguren oder gar Zugpferde hat, Bei uns fehlen die Bonhofs, Meyers ob aus dem Ex-Spieler-Bereich oder aus der Wirtschaft.

              Antwort
        • So isses!

          Wir brauchen keinen Investor, denn der will was daran verdienen.

          Wir brauchen einen Gönner! 😀

          Antwort
  • Etwas was uns u.a. auch ein wenig helfen würde wäre

    ein wettbewerbstaugliches Stadion

    aber wer soll das bezahlen ?

    Antwort
    • Ein Investor/Partner, ein Kreditgeber. Das mit dem Gönner kann ich mir in Nürnberg nicht vorstellen, vor allem nicht in der benötigten Größenordnung.
      Bei Gladbach hat es mit dem Kredit super geklappt, bis auf diese Saison stabil fernab der Abstiegsplätze und oftmals in Europa unterwegs. Aachen dagegen haben die Stadionkosten das Genick gebrochen, Bielefeld an den Rand der Zahlungsunfähigkeit getrieben.

      Antwort
      • Das mit dem Gönner kann ich mir in Nürnberg nicht vorstellen, ..”vor allem nicht in der benötigten Größenordnung.”

        Der Satz hat mich abgeholt in der “benötigten Größenordnung” Ich meine Profifußball ist schon crazy geworden mit Summen, die man nicht mehr erklären kann. Was wäre denn eine benötigte Größenordnung, die wir bräuchten oder anders welcher Betrag würde uns in der 1. Liga etablieren?

        Wenn man berücksichtig Windhorst hat in recht kurzer Zeit satte 375 Mio in Hertha investiert, das ist nahe an einer halben Milliarde! und dann komplett für die Tonne, weil gegen den Abstieg spielen hätten sie ohne auch geschafft.

        Antwort
        • Bielefeld ,Union und Bochum zeigen aktuell dass wenn das Feuer im Verein da ist und in jedem (!) Spiel der Wille zu sehen ist auf dem Platz alles rauszuhauen auch mit wenig Geld es möglich ist sich in der 1.Liga zu halten bzw. sogar Europacup zu spielen bzw. gut im Rennen um den Klassenerhalt ist.

          Antwort
          • Einstellung gehört zu den Basics klar, aber das alleine reicht nicht, die genannten haben auch Qualität, nehmen wir mal Bochum die haben pfeilschnelle Leute auf den Außenbahnen, glaube sogar die Liga schnellsten, damit können sie jeder Mannschaft weh tun. Auch Bayern wußte das und ist trotzdem erwischt worden, Nagelsmann hat das in der PK vorher sogar angesprochen dass Bochum zwei Pfeile auf den Außenbahnen hat. (Nagelsmann Pks sind für mich Pflichtveranstaltungen, weil das die aktuelle Benmark ist im deutschen Fußball, wenn es um Taktik und Strategie oder Mannschaftsführung geht)

            Auch Bielefeld und Union haben was drauf das sind keine Klopper Mannschaften. Da ist fußballerisch einfach vieles gut gemacht worden über die Jahre bei Zusammenstellung der Mannschaft.

            Antwort
          • Absolut. Das haben Cottbus. Haching, etc. seit ewigen Zeiten gezeigt. Umso mehr hat mich unser Auftritt in der ersten Liga frustriert. Vom ersten Spieltag an wurde abgeschenkt.

            Antwort
      • Max Bögl war ja mal im Gespräch, die können das Ding dann gleich bauen 😉
        Der Vorname passt schonmal optimal!

        Max Morlock/Bögl Stadion 😉

        Antwort
  • @Andre

    Ich halte Grethlein, Pagenburg & Kollegen durchaus für glaubwürdig. Aber: Unser oberstes Vereinsgremium, der Aufsichtsrat, arbeitet ehrenamtlich. Nochmal: Unser oberstes Vereinsgremium ist ehrenamtlich. Unsere Struktur ist nicht zeitgemäß.

    In Gladbach kam man 2010, also vor etwa 12 Jahren, auf die Idee, dass die Vereins-Spitze nicht mehr ehrenamtlich arbeiten dürfe. Siehe: https://www.derwesten.de/sport/fussball/gladbach/konsortium-soll-gladbach-neu-strukturieren-id4033233.html

    Unser Problem ist unsere Struktur. Natürlich wäre es toll und ein Fortschritt, wenn zum Beispiel Andi Köpke für den Aufsichtsrat kandidieren würde und (natürlich) gewählt werden würde. Aber dies ist und bleibt ein Ehrenamt.

    In Sachen verankerte Spiel-Philosophie ist Mainz ein Vorbild. In Sachen Jugendarbeit ist Freiburg ein Vorbild. In Sachen Transfers ist Union ein Vorbild. Und, das sehe ich genauso wie Du, in Sachen Management und zeitgemäßes Organigramm ist Gladbach ein Vorbild.

    Antwort
    • Das Ehrenamt ist m.E. nicht das zentrale Problem. Eher die Strukturen. Ein wirklich profilierter Unternehmer möchte sich zum einen nicht vor 5.000 Fans vorstellen und wählen oder nicht lassen, zum andern möchte er in einem schlagkräftigen, kleineren Gremium mit anderen Profilierten etwas bewegen. Beides ist aktuell nicht möglich. Aber das haben wir ja schon an anderer Stelle diskutiert,.

      Antwort
      • Nee. Das nicht, @Juwe. Zumal sich der Aufsichtsrat eher am Feierabend zu treffen scheint. 😉

        Aber genau das ist meiner Meinung nach das Problem. Die Räte in unserem obersten Vereinsgremium, die Entscheidungen von immenser Tragweite treffen, machen das nur nebenbei – hauptsächlich führen sie ihr eigenes Unternehmen oder arbeiten für ein Unternehmen.

        Bestes Beispiel: Als man Bornemann entließ, aber keinen Nachfolger hatte, suchte man viele, viele Wochen lang nach einem neuen Sportvorstand. Man sondierte. Man telefonierte. Man führte unzählige Gespräche. Man steckte die Köpfe zusammen, um sich zu beraten. Man reiste quer durchs Land. Ein Full Time Job. Ausgeführt von Ehrenamtlern. Daher sollte man Thomas Grethlein und die anderen Aufsichtsräte nicht nur kritisieren für ihre Fehler. Sondern man sollte ihnen auch ein gutes Stück weit dankbar sein, dass sie diesen zeitweiligen Full Time Job überhaupt ehrenamtlich machen.

        “Club-Boss” nennt die “Bild” gerne mal unseren AR-Vorsitzenden Thomas Grethlein. Was die “Bild” nicht oder viel zu selten erwähnt: Unser Boss ist ein Ehrenamtler! Wie bei einem Bayernligisten.

        Während andere schon fast fertig waren mit ihrer Kaderplanung, fing dann der nach vielen Wochen gefundene, neue Sportvorstand Robert Palikuca erst an. Was dann dabei rauskam und dass dies den Verein an den Abgrund führte, ist jedem bekannt. Dieses wochenlange Machtvakuum darf nie mehr passieren! Ansonsten landen wir wirklich irgendwann dort, wo wir mit unserer Struktur hingehören – in den Amateurbereich.

        Insofern ist das Organigramm in Gladbach vorbildlich. Es ist übrigens selbige Struktur wie beim FC Bayern München, der damit auch so schlecht nicht fährt. Du hast also ein Präsidium, eine abolute Konstante, einen Fixpunkt. In Gladbach bilden Königs, Bonhof und Hans Meyer das Präsidium. Bei Bayern sind das, glaub’ ich, Kahn und Ex-Adidas-Chef Hainer. Für das Operative hast Du dann einen darunter angesiedelten Sportdirektor. Bei Gladbach war das Eberl. Und selbstverständlich hast Du auch einen ehrenamtlichen Aufsichtsrat. Der aber nicht wie bei uns Entscheidungen von immenser Tragweite trifft, sondern das tut, was er tun muss: Kontrollieren. Fertig.

        Sollte uns eine Ausgliederung des Profibereichs eine professionelle Struktur bescheren, wäre das in meinen Augen ein dickes Argument dafür.

        Antwort
  • Dass in Fürth a weng wos gaiht, hat wohl wos mit dem ländlichen Unternehmertum aus Greuth zu tun.
    Die Clubberer sollten es ähnlich machen. Man sieht ja, dass man aus dem Zentrum der Metropolregion keine Talente heraus bringt. Dass es welche gäbe sieht ist an Raum oder Lewelling zu erkennen. Mühl aus Regen, Erras aus Amberg, Teuchert aus Coburg, Löwen und Wollscheid aus dem Saarland, Stark aus Bad Windsheim,….!

    Deswegen sollte man beim Club das Management auch in die Region verlegen. Alle Leuts, die ein N als Erstes auf dem Auto-Kennzeichen haben , haben an wichtigen Positionen nix verloren.
    Insofern wäre der Bögl ev. ein passender Partner.

    Antwort
  • Selbst ein einziger Spieler kann viel bewirken, aber den finde erst mal. Ein Kruse, der nach Wolfsburg ging und dort die ganze Mannschaft aufweckte. Man sollte auch die Spieler von Türgügü München im Auge behalten, die wohl alle im neuen Jahr einen neuen Verein suchen werden. Vielleicht ist ja da einer dabei, der für den Club passen würde.

    Antwort
  • Ein trendiges 1:3 oder doch ein Aufbäumen mit 0:1 heute Abend? Ich schwebe zu dieser Zeit weit über den Dingen…

    Bitte keinen Sararer, niemals!

    “Er ist ledig und hat eine Tochter.” weil halt! In Wikipedia steht schon viel Unsinn. 🙂

    Antwort
  • Schiedsrichter :
    1. FC Nürnberg – SSV Jahn Regensburg
    Martin Petersen ( Stuttgart) – zuletzt F95 – FCN 3:1 20/21 24. Spieltag mit guter Leistung.
    VAR:
    Markus Schmidt (Stuttgart)

    Bin Petersen immer noch dankbar dass es für ein schwaches Nürnberg 2016/17 am 26. Spieltag gegen den KSC einen Hand- und einen Foulelfmeter gab die Kempe verwandelte.
    Endstand 2: 1 nach Pausenrückstand.
    Denke bei Petersen auch immer an des Abendspiel in Mainz 12 /13 als er Tuchel immer wieder einfangen musste und der danach sich total aufgeregt hat seiner Arbeit nicht nachgehen zu können.

    Wäre dass Match gegen Karlsruhe anders ausgegangen hätte es vielleicht in dieser Saison schon Platz 16
    gegeben.
    Mein Tipp für heute 2 : 3 mit Elfmeter für die Gäste

    Antwort
  • Auf der Wiese war damals im November 2012 unser Freund Kinhöfer und Petersen
    4. Offizieller.

    Antwort
  • Die Vorzeichen stehen auf positiver Überraschung, weil scheinbar keiner der Mitschreiber dem Club etwas zutraut. Ich halte das Regensburg-typische Unentschieden diesmal für einen Schritt in die richtige Richtung, hoffe aber natürlich auf ein echtes Happy-End!

    Antwort
    • Nennen wir es lieber Überraschung, die möglich ist, an ein Happy End zu denken tue ich mich beim Club schwer, das hätte so etwas beständiges dauerhaftes und der nächste Klopper kommt bestimmt.

      Antwort
  • Betrachtet man den heutigen Spieltag, relativieren sich unsere letzten beiden Ergebnisse etwas und bestätigt, dass wir der beste Aufbaugegner der Liga sind.

    Eine Entschuldigung für unsere eigenen schwachen Auftritte darf das natürlich nicht sein, aber ein 1:1 von IN gegen Bremen und ein 0:2 Auswärtssieg des KSC in Kiel sind durchaus bemerkenswert!

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