Immer wild, oft intensiv – Analyse zu #FCNSSV #FCN

Analyse zu 1. FC Nürnberg – SSV Jahn Regensburg 2:0 (1:0)  – Der Club gewinnt vor allem, weil er nach der Pause den Jahn dominiert.

1. Personal und Grundordnung
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal und Grundordnung

Robert Klauß überraschte viele mit verändertem Personal und veränderter Grundordnung. Die Viererkette blieb im Vergleich zum 1:4 in Karlsruhe unverändert. Christopher Schindler schaffte es mit Adduktorenproblemen erneut nicht ins Aufgebot, so dass Mario Šuver und Asger Sørensen erneut die Innenverteidigung bildeten. Im Vergleich zum Spiel im Wildparkstadion übernahm aber Florian Hübner und nicht Noel Knothe den Innenverteidigerplatz auf der Bank. Die Veränderungen in den anderen Mannschaftsteilen waren größer. So fiel Johannes Geis nach einem positiven Test auf CoViD19 komplett aus, ebenso fehlte Manuel Schäffler wegen einer Erkältung. Die Kaderplätze der beiden wurden von Konstantin Rausch und Dennis Borkowski eingenommen, in der Startelf ersetzten Fabian Nürnberger und Pascal Köpke die zwei erkrankten Spieler. Zusätzlich wanderten Erik Shuranov und Tom Krauß auf die Bank, Taylan Duman und Lukas Schleimer standen stattdessen in der Startelf.

Die Formation verschob sich darüber hinaus hin zu einer Art 4-2-3-1, das gegen den Ball im Anlaufen teilweise ein 4-2-4, teilweise ein 4-2-2-2 wurde. Die erste Chance des Spiels gehörte dem FCN. Handwerker steckte auf links auf Schleimer durch, der dribbelte sich in den Strafraum, zog nach innen, schloss dann aber zu zentral ab. Im direkten Gegenzug versuchte sich Albers aus der Distanz. Diese ersten Minuten gaben das Tempo vor, beide Teams überbrückten das Mittelfeld schnell und versuchten direkt zum Abschluss zu kommen. Dem Club gelang es dabei etwas besser, den Jahn so unter Druck zu setzen, dass er zu Fehlpässen verleitet wurde. Allerdings oblagen die größeren Chancen zu Beginn den Gästen. Valentini klärte einen Kopfball von Albers von der Linie,  kurz darauf war es Mathenia, der mit einem Reflex gegen Otto parierte, der nach einer Ecke per Hacke den Ball aufs Tor brachte. Der Clubkeeper hatte auch gegen Albers nur zwei Minuten später keine Mühe.

Der Club fand danach etwas besser in die Partie, weder der Freistoß von Handwerker, noch der Abschluss von Tempelmann sorgten aber für wirkliche Gefahr in einem Spiel, das hin und her wogte und in dem das Mittelfeld oft schnell und geradlinig überbrückt wurde. So auch in der 35. Minute, als Duman den Ball auf den rechten Flügel in den Lauf von Møller Dæhli legte. Der Norweger lief bis zur Grundlinie durch, flankte in die Mitte. Dort schaffte es Köpke vor Faber zu bleiben, der nicht zwischen den Club-Angreifer und den Ball kam. Köpke drückte den Ball mit dem Kopf über die Linie, es stand 1:0. Mit dem Spielstand ging es auch in Pause. Einerseits weil Besuschkow einen Ball übers Tor jagte, den Mathenia ihm nach einer Singh-Flanke vor die Füße abgewehrt hatte, zum anderen weil Meyer einen Fernschuss von Nürnberger zur Ecke klärte.

 Die Clubführung war angesichts der Chancenqualität leicht schmeichelhaft, gemessen an Intensität und Direktheit im Spiel lag dennoch ein großer Fortschritt im Vergleich zu den vergangenen Spielen vor. In der Pause wies Robert Klauß seine Mannschaft an, die zweiten Bälle besser zu verteidigen, was dem Club in der Folge tatsächlich auch besser gelang. Die Gäste fanden nun deutlich schlechter ins Spiel zurück. Das lag auch daran, dass Mersad Selimbegović zur Pause Benedikt Gimber nach einer gelben Karte auswechseln musste. Die Aggressivität des Kapitäns fehlte dem Jahn in der zweiten Halbzeit. Exemplarisch war die Entstehung des 2:0 eine Situation, in welcher dem Jahn nach der Pause Intensität abging. Nürnberger jagte im Duell im Mittelfeld Singh den Ball ab, Møller Dæhli nahm die Kugel auf, sprintete bis in den Strafraum, legte den Ball dann auf Schleimer. Der legte von der Grundlinie zurück auf den Elfmeterpunkt. Von dort zog Duman ab und erhöhte.

Sieben Minuten später hätte Duman nach einem Sololauf durchs Mittelfeld fasst per Fernschuss erhöht, doch der 24-Jährige schlenzte den Ball nur an die Latte. Selimbegović versuchte zu reagieren, brachte mit Wekesser, Yildirim und Shipnoski für Guwara, Otto und Singh gleich drei Neue. Wesentliches änderte sich nicht, einzig ein Fernschuss von Shipnoski brachte einen Hauch von Gefahr für das Clubtor. Robert Klauß tauschte kurz nach diesem Schuss seinerseits erstmals aus. Fischer ersetzte Møller Dæhli, Dovedan Köpke. Während letzterer Wechsel positionsgetreu war, rückte Fischer im 4-2-3-1 auf den linken Flügel, Schleimer ins Zentrum. Überraschenderweise war es nicht Dovedan, sondern Fischer der von den beiden Jokern gleich zweimal knapp verpasste. 

Vom Jahn kam in der Schlussphase kein Aufbäumen mehr, der Club musste in dieser Zeit noch einmal verletzungsbedingt tauschen. Bei Šuver ging es nicht mehr weiter, für ihn kam Hübner nach einem knappen halben Jahr zum Comeback. Klauß nutzte die Gelegenheit auch, um Tom Krauß einzuwechseln, er kam für Lukas Schleimer. In der Folge hätte Dovedan fast noch Meyer mit einer Hereingabe überlistet. Der Österreicher hatte auch noch eine weitere Chance, die er mit dem Außenrist knapp ans Außennetz setzte, was die Stadionregie aber nicht daran hinderte, die Tormusik einzuspielen. Zu diesem Zeitpunkt war auch Jens Castrop auf dem Platz. Der Youngster ersetzte in der Nachspielzeit Taylan Duman. 

2. Daten und Fakten

Noch vor ein oder zwei Spielzeiten hätte ein Spiel, in dem der SSV Jahn Regensburg mit mehr Ballbesitz aus dem Spiel geht, Seltenheitswert gehabt, nun war es zum vierten Mal in fünf Spielen der Fall. Das hängt sicher damit zusammen, dass Regensburg vier dieser fünf Spiele verloren hat. Doch vor der Pause war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem der Jahn schon etwas mehr Ballbesitz und auch die besseren Chancen hatte (siehe Grafik 1). Der Unterschied kam nach dem Seitenwechsel:

Grafik 1 stellt die Abschlüsse der beiden Mannschaften, die nicht geblockt wurden, gegenüber. Hier werden die Unterschiede zwischen erster und zweiter Halbzeit besonders deutlich. Vor der Pause kamen beide Teams zu ihren Abschlüssen, wählten diese relativ sorgfältig, der Jahn kam sogar deutlich näher am Tor zum Abschluss als der Club, lag von der Chancenqualität her (0,67:1,08 xG) sogar leicht vorne, traf aber einfach das Tor nicht. Nach der Pause zeichnete sich ein völlig anderes Bild: Regensburg schloss nun fast nur noch per Fernschuss ab, die durchschnittliche Torentfernung beim Abschluss war nun mehr als 25 Meter. Der Club dagegen kam weiterhin in Tornähe zu seinen Abschlüssen, war auch nach Chancenqualität (1,56:0,42 xG) nun deutlich überlegen.

Grafik 2 zeigt einen der Schlüssel, warum diese Veränderung dann eintrat. Der Club kam viel näher am gegnerischen Tor an den Ball als vor der Pause, der Jahn dagegen musste nach der Pause sich die Bälle viel tiefer erobern als zuvor. Der von Robert Klauß angesprochene Fokus auf die zweiten Bälle, die höhere Konzentration auf das Erobern tritt in der Grafik ebenso zum Vorschein, wie die exponierte Rolle von Taylan Duman, der mehrfach den Ball sehr tief in der gegnerischen Hälfte durch sein Positionsspiel erobern konnte. Auch auffällig: Regensburg schaffte es nach der Pause kaum mehr in der Mitte des Spielfelds die Bälle zu erobern. Der Mittelkreis war fest in Nürnberger Hand. Das lag zum Teil daran, dass der Club mit fortlaufender Spieldauer den Ball immer mehr hoch nach vorne spielte – daher die hohe Anzahl der Ballgewinne ungefähr an der “Drittellinie” – aber auch daran, dass der Jahn im Aufbau selbst viele Fehler beging und der Club energisch zweite Bälle eroberte.

Grafik 3 visualisiert einerseits den hohen Pressingdruck, den der Club über die gesamte Partie an den Tag legte. Der PPDA-Wert von 7,17 erlaubten gegnerischen Pässen pro eigener Defensivaktion ist – zusammen mit der Niederlage in Darmstadt – der pressingintensivste Wert des FCN in dieser Saison. Das ist vor allem deshalb auffallend, weil der Ballbesitz doch deutlich zu Gunsten der Gäste ausfiel, was noch deutlich mehr Defensivaktionen nötig macht, um einen hohen PPDA-Wert zu erreichen. Aus den Kurven geht auch hervor, wie anders die Viertelstunde nach der Pause im Vergleich zum Rest des Spiels war: Viele Angriffe des FCN, noch mal deutlich höherer Druck, sehr viel höhere Positionslinie. Es war jene Viertelstunde, die ausschlaggebend war. 

3. Die kurze Einzelkritik

  • Christian Mathenia (CU-Note: 3): Eine starke Parade gegen Otto, eine etwas fahrige Abwehr nach einer Flanke. Sonst ohne große Auffälligkeiten.
  • Enrico Valentini (CU-Note: 3): Rettete einmal auf der Linie, kam aber auch einmal gegen Singh gar nicht hinterher. Insgesamt solide Partie
  • Asger Sørensen (CU-Note: +3): Verteidigte vor allem gegen die Lufthoheit der Regensburger gut, ohne dass der Jahn ihn vor unlösbare Aufgaben stellte.
  • Mario Šuver (CU-Note: 3-): Verteidigte weitgehend umsichtig, hatte einige Probleme im Aufbau mit unnötigen Ballverlusten. Musste kurz vor Schluss mit Oberschenkelproblemen raus.
  • Tim Handwerker (CU-Note: 3): Hatte nach vorne einige Ideen und auch Dynamik, allein es fehlte die Präzision. In der Rückwärtsbewegung ordentlich.
  • Lino Tempelmann (CU-Note: +3):  Konnte wieder mehr durch Tempodribblings und Balleroberungen überzeugen. Manchmal noch etwas ungestüm in den Duellen. 
  • Fabian Nürnberger (CU-Note: 3-): Viel mit Verteidigen beschäftigt. Manchmal etwas zu ballverliebt, was ihn in Bedrängnis brachte. Insgesamt aber deutlich stabiler.
  • Taylan Duman (CU-Note: 2): Aktivposten, der seine Beweglichkeit in engen Räumen und seine Übersicht so einbrachte, dass der Club davon profitierte. Schoss das 2:0. 
  • Lukas Schleimer (CU-Note: +3): Pendelt immer zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen absoluter Bereicherung und haarsträubenden Fehlern in den Basics. Bereitete das 2:0 vor, sorgte immer wieder für Dynamik, aber auch mit wilden Ballverlusten.
  • Mats Møller Dæhli (CU-Note: +2): Vorlage zum 1:0, second Assist vorm 2:0. Dazu immer wieder mit viel Agilität und schönen Solos. Nur wenn er selbst in Tornähe an den Ball kommt, wird er fahrig.
  • Pascal Köpke (CU-Note: +3): Machte sein Tor, war gerade vor der Pause sehr agil und immer wieder anspielbar. Gegen Ende platt und dann auch ausgewechselt.
  • Nikola Dovedan (CU-Note: -): Hatte nach seiner Einwechslung noch einige Chancen.
  • Kilian Fischer (CU-Note: -): Machte auf der linken offensiven Außenbahn einen guten Eindruck und brachte offensiven Schwung.
  • Florian Hübner (CU-Note: -): Ersetzte in der Schlussphase den angeschlagenen Šuver, machte das weitgehend souverän.
  • Tom Krauß (CU-Note: -): Ersetzte in der Schlussphase Schleimer. Hatte dabei nicht viel zu tun.
  • Jens Castrop (CU-Note: -): Kam in der Nachspielzeit. Konnte nicht mehr eingreifen.
Verlauf der expected Goals während des Spiels (Nürnberg in rot, Regensburg in blau)

 

4. Fazit und Stimmen

“Wir haben alles probiert, aber in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel zusammenbekommen.” Regensburgs Trainer Mersad Selimbegović nannte den Schlüssel für den Sieg des FCN nach der Partie recht eindeutig. Nach einer recht ausgeglichenen ersten Hälfte, in der beide Teams Chancen hatten und sehr intensiv zu Werke gingen, schaffte es nur noch eine Mannschaft, ihr Spiel durchzubringen und zu guten Chancen zu kommen. Das war der FCN. Beim Club dagegen betonte man vor allem die Sekundärtugenden. Die Aussagen von Pascal Köpke (“Wir haben bewiesen, dass wir Charakter haben.”), Fabian Nürnberger (“Wir haben uns vorgenommen, viel Emotion ins Spiel zu bringen.”) und Robert Klauß (“Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt, das freut mich.”) legten dann doch nahe, dass die Kritik am Karlsruhe-Spiel, bei der die Beteiligten nach Abpfiff noch den Eindruck vermittelten, sie sei zu harsch ausgefallen, nicht so unangebracht gewesen war. 

Der Club legte tatsächlich eine andere Herangehensweise an den Tag als in Karlsruhe, das Pressing war intensiver, die Balleroberungen tornäher, die Dribblings effektiver. Die eingebaute Wildheit, die mit Duman, Schleimer und Köpke auf den Platz kam, tat den Angriffsbemühungen gut, was Robert Klauß nach dem Spiel auch unterstrich: “Wir haben gesagt, dass wir was verändern wollen, mehr Tempo und Dynamik reinbringen wollen.” Genau dieses Tempo und diese Dynamik waren dann gerade nach der Pause auch der Schlüssel zum Erfolg. Das bisweilen sehr statische Angriffsspiel des FCN aus den vergangenen Wochen wurde durch ein nicht immer präzises, aber unberechenbares offensives Agieren ersetzt. Der Jahn kam damit nicht sonderlich gut zurecht, der Club fand damit auch ein gutes Gegenmittel gegen die etwas statischen Zentrumsverteidiger der Oberpfälzer.

Ist damit nun alles gut, was in den beiden Vorwochen schlecht war? Natürlich nicht. Es liegt in der Natur des Fußballs, das auch dieses Spiel hätte anders ausgehen können, wenn Otto oder Besuschkow ihre Chancen genutzt hätten. Gerade vor der Pause hatte der Club nicht immer alles im Griff. Dennoch war der Sieg des Clubs eben auch ein Sieg über das Narrativ der letzten Wochen. Vor dem Hintergrund tatsächlicher Unzulänglichkeiten und Probleme war die gänzliche Entwicklung und teilweise auch die charakterliche Eignung der Mannschaft in Frage gestellt worden. Diese Fragen treten nun, nach einem letztlich verdienten Sieg, in den Hintergrund, obwohl eben auch “nur” ein Spiel gewonnen wurde. Ob die Umkehr des Trends in der Offensive nun von Dauer ist oder eben nur der punktuellen Umstellung auf Grund von Personal und Gegner, bleibt abzuwarten. Die Diskussionen werden sich aber wahrscheinlich beruhigen und verschieben.

Verschieben in Richtung der Frage, wie viel Wildheit in der Offensive in den nächsten Wochen vonnöten sein wird, ob man den Spielern aus der zweiten Reihe – man denke auch an Fischers beherzten Auftritt als Kraft in der Offensive – mehr Einsatzzeiten geben müsse und inwiefern eine aggressivere und offensivere Herangehensweise dem Spiel des FCN nicht eine angemessene Marschroute wäre. Robert Klauß meinte zumindest: “Auf dem Weg und mit der Art und Weise wollen wir weitermachen.”

 

5. Die Kennzahlen

Nürnberg Regensburg
2Tore0
2,22/1,8/2,37expected Goals (Wyscout/538/DFL)1,51/1,1/1,2
1,94Post Shot xG (Wyscout)0,83
2,15xG ohne Doppelchancen (Wyscout)1,51
1,94PSxG ohne Doppelchancen (Wyscout)0,83
19Schüsse15
8Schüsse aufs Tor3
6Ecken4
3Freistöße2
45Ballbesitz zeitbasiert (in %)55
44,8Ballbesitz passbasiert (in %)55,2
83Passquote (in %)80
11Fouls13
7,2PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion)10,1
6,2Challenge Intensity (Defensivaktionen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes)7,7
15,2Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz)14,9
17Ballbesitzphasen (geg. Strafraum)13
00:11Ballbesitzdauer (Ø)00:14

*Alle Daten (außer den Varianten bei den xG) stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

SpielerCU-NoteKickernordbayern.deBILDWhoScoredSofaScore
Christian Mathenia32,5337,1/107,5/10
Enrico Valentini322,537,1/107,1/10
Asger Sørensen+32,52,538,0/107,4/10
Mario Šuver3-3,53,537,3/107,1/10
Tim Handwerker34437,8/107,5/10
Lino Tempelmann+33327,3/107,0/10
Fabian Nürnberger3-3,53,536,9/106,6/10
Taylan Duman22228,2/107,7/10
Mats Møller Dæhli+221,527,7/107,5/10
Lukas Schleimer+33337,0/106,9/10
Pascal Köpke+33327,5/106,9/10
Kilian Fischer36,4/107,0/10
Nikola Dovedan36,0/106,2/10
Florian Hübner6,2/106,7/10
Tom Krauß6,2/106,6/10
Jens Castrop6,1/10-/10
Durchschnitt2,812,812,862,697,047,05/10

14 Gedanken zu „Immer wild, oft intensiv – Analyse zu #FCNSSV #FCN

  • Das Plus hinter der Zwei für MMD ist zu viel. Es wäre berechtigt, hätte der Norweger in der 11. Spielminute den Ball nach links zu einem frei stehenden Mannschaftskameraden (ich glaube, es war Duman) gepasst, statt selbst abzuschließen (und zu vergeben). In solchen Situationen erwarte ich mir mehr Übersicht/Abgezocktheit/Klasse von MMD. Andererseits sind Situationen wie diese wohl der Grund, dass MMD nur zweitklassig spielt.

    Antwort
    • Die Frage beantwortet der Kicker unausgegoren (sprechen die miteinander?):

      MMD ist Spieler des Spiels mit einer glatten 2
      Duman ist in der Elf des Tages, auch glatte 2

      Da beide im OM spielen, ist das eigentlich nicht nachvollziehbar. Entweder einer steht in beiden Kategorien, oder beide in der Elf des Tages.

      Tja…

      Antwort
  • Die 3 für Mathenia kann ich überhaupt nicht verstehen. Will gar nicht auf 0 hinten verweisen, sondern er hat uns in der 1. Halbzeit besonders im ersten Teil mit sehr viel Aufmerksamkeit und klasse Paraden im Spiel gehalten, so dass es den Verlauf überhaupt nehmen konnte, wir hätte früh in Rückstand gehen können was Dank Mathenia vermieden wurde. Mit der 3 kann ich überhaupt nicht mitgehen, eine glatte 2 wäre für mich mindestens angemessen.

    Antwort
    • Hallo Juve!
      Finde auch, das Mathenia eine 2 verdient gehabt hätte! Ich habe den Eindruck, das er bei einigen Zeitgenossen ziemlich kritisch gesehen wird! Die etwas mißlungene Faustabwehr, die zu der Großchance für Regensburg kurz vor der Halbzeit geführt hat, kann man ihm nicht groß anlassen, zumal er da auch stark behindert wurde.Für mich spielt er die “Saison seines Lebens”und ohne ihn hätten wir einige Punkte weniger!

      Antwort
      • Wolfgang dann sind wir schon zwei 🙂 .. mir geht es auch darum, die ersten 30 Minuten hatte Regensburg sehr gefährliche Chancen, wenn es dumm läuft bekommen wir da 1 oder sogar 2 Tore und wir wären erneut in das Ingolstadt Spiel Fahrwasser geraten, wenn nach frühem Rückstand wieder das Herz in die Hose rutscht.
        Man hat gesehen erst nach Überstehen dieser kritischen Phase wurde der Club mutiger und hat zu seinem Spiel gefunden, ich finde das hat Mathenia mit einigen Klasse Paraden möglich gemacht. Und der Wert seines Beitrages, dass es dann das Spiel werden konnte, das wir gesehen haben, ist mit 3 nicht angemessen bewertet.

        Antwort
        • War auch sehr angetan, dass Chris Mathenia diesen Hackenschuss nach einer Regensburger Ecke parierte. Damit verhinderte er das 0:1. Welches uns womöglich aus dem Tritt, zumindest aber zum Nachdenken gebracht hätte.

          Ansonsten aber musste Mathenia keine weitere Glanztat vollbringen gestern. Einmal rettete Valentini. Zwei Mal hatte Mathenia keine Mühe mit zu zentralen Bällen.

          Wenn man also bei Mathenia den Wert seines Beitrags für den weiteren Verlauf des Spiels mit einfließen lassen sollte, dann muss man das bei Enrico Valentini auch tun.

          Antwort
  • Tusche Mattuschka (sky) geht da womöglich auch nicht ganz mit. Er war ja ohne Ende begeistert von der Doppel-Sechs mit Nürnberger und Tempomann.

    Antwort
  • Hallo
    Du hast recht bei MMD. Für die erste Liga reicht es bei ihm nicht.
    Ich denke da an das Spiel in Schalke, wo er nur hätte in die Mitte zum wesentlich besseren Mitspieler passen müssen! Stattdessen versucht MMD eigensinnig ein Tor zu erzielen, was aus einem extrem spitzen Winkel kaum möglich war! Trotzdem ist er für uns unverzichtbar!

    Antwort
  • Kleiner Side Kick, also was Gladbach und Hertha heute abgeliefert haben, muss man ja bald befürchten dass wieder 1-2 Big City Clubs runterkommen in die 2. Liga, beide heute desolat, kann man fast froh sein dass Fürth wenigstens einen Abstiegsplatz schon fest geblockt hat.

    Antwort
    • Dabei gabs doch neulich die große Show in Gladbach bei der Managerverabschiedung. Vorher wurde der Trainer für eine Rekordsumme von einem Konkurrenten losgekauft und inzwischen werden sowohl der ehemalige Manager und auch der Rekordablösungstrainer vom dortigen Publikum nur noch verflucht. Es gibt wohl auch ein “zu spät loslassen” im Fußball.

      Antwort
    • Fast hätte die Hertha (-11) gegen RBL unsere overall Tordifferenz – 13 gegen VfB von 1983/84 erreicht.

      Antwort
  • Ist natürlich eine wichtige Frage, die Florian hier aufwirft, “(…) wie viel Wildheit in der Offensive in den nächsten Wochen vonnöten sein wird (…)”.

    Es entstand schon zunehmend der Eindruck, dass die Offensive mit Schäffler oder auch Shuranov zu statisch zu Werke geht, wenngleich beiden Stürmern ein gewisser “natürlicher Zug zum Tor” und damit eine gewisse Grundgefährlichkeit ebensowenig abzusprechen ist wie das Bemühen, sich ins Spiel einzubinden (Borkowski lasse ich im Moment mal außen vor). Dadurch sind natürlich auch die vielleicht sogar zum Teil ungelenken Innenverteidiger der Gegnerschaft eher in der Lage, allein mit physischem Dagegenhalten zu enormen Störfaktoren für das Offensivspiel zu werden, zumal das Clubspiel dadurch offensiv viel zu leicht auszurechnen war.

    Könnte ja sehr gut sein, dass Klauß sich nach dem “wilderen” Auftritt gegen Regensburg nun traut, mit einer kreativeren, wuseligeren und giftigeren Angriffsformation aufzuwarten, weil er am Samstagabend gesehen hat, dass auch diese Spieler, die bislang eher zum Einwechsel- bzw. Bankpersonal gehörten, genügend Qualität, Angstfreiheit (Duman!) und Disziplin (im Anlaufen und Verschieben und der Arbeit nach hinten) besitzen.

    Ich persönlich mag dieses Modell sehr. Auch wenn ich Shuranov gerne als Vollstrecker sehe und Schäffler vielleicht ja doch nochmal nach seinen Verletzungen das Wiesbadener Niveau erreichen kann, was die Palette an Möglichkeiten ja nur wieder deutlich vergrößern würde und den Club weniger ausrechenbar sein ließe.

    Antwort
  • Der für mich wichtigste Punkt am Samstag war, dass man die zweite Halbzeit NICHT damit verbracht hat, in erster Linie zu bangen, ob man den Vorsprung diesmal über die Zeit bringen kann, sondern es geschafft hat, im Vergleich zur ausgeglichenen ersten Hälfte nochmal ordentlich zuzulegen, das zweite Tor nachgelegt hat und der Erfolg gar nicht mehr groß gefährdet wurde.
    Das ist schon sehr beachtlich, wie ich finde.

    Antwort
  • Ich kann mich auch an kein Spiel erinnern, bei dem man nach der Halbzeit bei uns einen positiven Ruck erlebt hat. Insofern sind Leistungssteigerung und die 3 Punkte auch ein konkreter Verdient von Klauss.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.