Größennachteil genutzt – Analyse zu #FCNSVD #FCN

Analyse zu 1. FC Nürnberg – SV Darmstadt 98 3:1 (1:0)  – Der Club gewinnt gegen Darmstadt durch zwei Standardtore, die so nicht zu erwarten waren.

1. Personal, Grundordnung und Spielfilm
2. Daten und Fakten
3. Die kurze Einzelkritik
4. Fazit und Stimmen
5. Statistik
6. Der Notenvergleich

1. Personal, Grundordnung und Spielfilm

Robert Klauß stellte um. Torsten Lieberknecht gab nach der Partie zu, dass er von der Rückkehr zur Raute überrascht war. Die bestand aus Johannes Geis, der erstmals seit der Niederlage in Karlsruhe wieder in der Startelf stand, Tom Krauß, der den gelbgesperrten Fabian Nürnberger ersetzte, Lino Tempelmann und Mats Møller Dæhli komplettierten das Mittelfeld, davor agierten Pascal Köpke und Nikola Dovedan, somit rutschten Lukas Schleimer und Taylan Duman auf die Bank. Im Kader waren durch die Sperre von Nürnberger und den Magen-Darm-Infekt von Shuranov zwei Plätze frei geworden. Diese nahmen Jens Castrop und Konstantin Rausch ein.

Mit der Personalauswahl setzte Robert Klauß darauf, dass die kleinen wendigen Angreifer die bulligen und wuchtigen Innenverteidiger der Darmstädter einerseits am Boden umspielen konnten, andererseits – so erklärte Nikola Dovedan nach der Partie – sie bei den langen Bällen zumindest so im Kopfballduell zu nerven, dass sie den Ball nicht sauber köpfen könnten, um es so für den Club leichter zu machen, an zweiten Bälle zu kommen. Am Ende sollte jenes Duell “Klein gegen Groß” das bestimmende Narrativ des Spiels sein: Mit besserem Ausgang für den FCN. Das Spiel hätte eine völlig andere Richtung nehmen können, hätte Darmstadt Aaron Seydel nach 80 Sekunden das Tor getroffen. Nach einem Freistoß von Kempe hatte Patric Pfeiffer einen Kopfball ins Zentrum gespielt, wo Seydel sich von Schindler und Geis lösen konnte und vor Mathenia zum Abschluss kam. Doch Schindler sprintete noch zum Angreifer und störte ihn wohl mit einem langen Bein entscheidend.

In der Folge hatte der FCN erst einmal mehr vom Ball. Darmstadt wartete darauf schnell und direkt umschalten zu können. So entstand ein Spiel, in dem sich die Ansätze in der Anfangsphase des Spiels neutralisierten. Die Lilien kamen nach vorne und erspielten sich einige Standards, konnten diese aber nicht zu guten Chancen verarbeiten. Der Club hielt den Ball, entwickelte aber zu Beginn noch keine Idee, wie er die wuchtige Abwehr aus dem Spiel heraus beschäftigen sollte. Die einzige Chance kam aus einem zweiten Ball. Ein unpräziser Pass von Geis wurde von Sobiech nach vorne geklärt, Mehlem verarbeitete den Ball schlecht, so dass sein Pass hinter Holland geriet. Club-Rechtsverteidiger Fischer konnte den Ball ablaufen, setzte sich am Flügel durch und flankte flach in die Mitte. Köpke konnte den Ball aber nur mit der Hacke aufs Tor bringen.

Nach der Anfangsviertelstunde wendete sich das Blatt in Sachen Ballbesitz. Darmstadt blieb nun in längeren Phasen an der Kugel – hatte zwischen 16. und 30. Minute sogar über 60 Prozent Ballbesitz. Die beste Chance jener Phase entstand dennoch aus einem Standard: Nach einer Ecke von Kempe übersprang Patric Pfeiffer Lino Tempelmann mit Leichtigkeit, Mathenia ließ den Ball prallen, so dass Luca Pfeiffer der Ball an Bauch und Fuß sprang, der Ball rollte Richtung Torlinie und Aaron Seydel, doch erneut war Christopher Schindler entscheidend zur Stelle und klärte den Ball aus dem Strafraum. Kurz darauf prüfte Tim Handwerker nach einer langen Angriffssequenz des FCN, die – so wie die offensive Marschroute war – darauf abzielte flach in den Strafraum zu kommen und einige geblockte Aktionen mit sich brachte, Marcel Schuhen im Darmstädter Tor mit einem Fernschuss. Der Keeper ließ den Ball zwar prallen, doch kein Nürnberger ging dazwischen.

Auch die nächste Gelegenheit gehörte dem Club. Im Anschluss an eine Ecke, die an den kurzen Pfosten getreten, aber von Darmstadt geklärt worden war, köpfte Schindler eine durch ein feines Tempelmann-Tackling eingeleitete Dovedan-Flanke an die Latte. Schon in der Szene zeigte sich, dass womöglich die Kopfballtechnik und das Timing des FCN die Größenvorteile mehr als wettmachen könnten. Denn auf der Gegenseite kam wenig später Sobiech zwar gegen Handwerker und Sørensen zum Kopfball nach einer Ecke, doch der Ball flog deutlich übers Tor. Es sollte der letzte Darmstädter Torschuss bis zur 55. Minute sein. Auch beim Club kam bis zur Pause in einem umkämpften Spiel, das gerade in der Viertelstunde vor der Pause sehr intensiv wurde und von vielen Defensivaktionen geprägt war, nur noch zu einem Abschluss; der war aber drin. Geis flankte einen – von Dovedan herausgeholten Freistoß – scharf und genau an den Elfmeterpunkt, dort hatte Dovedan genau die Lücke zwischen Seydel und Kempe gefunden und setzte mit ausgezeichnetem Timing den Ball per Kopf Richtung Tor. Der Kopfball flog genau neben den Innenpfosten, setzte im entscheidenden Moment vor Schuhen auf und ging ins Tor.

Nach der Pause nahm das Spiel eine weitere Wendung. Darmstadt hatte sich geschüttelt, in der Pause den verletzten Seydel durch Tietz ersetzt und drängte den Club nun in die Defensive. Der Club wiederum wirkte etwas überfahren vom Impetus der Darmstädter, stand fast zehn Meter tiefer als vor der Pause. Er schaffte es nun nicht mehr die Bälle zu klären, eroberte wenig zweite Bälle. Nach 55 Minuten hatte Mehlem einen ersten Abschluss, der deutlich gefährlicher hätte werden können. Doch der Darmstädter verzog im Abschluss, nachdem Bader sich per Doppelpass mit Skarke im Strafraum frei bewegen und den Pass anbringen können. 90 Sekunden später war der Angriff erfolgreicher.

Erneut war Bader der Ausgangspunkt, passte nach sehenswertem Seitenwechsel von Skarke parallel zum Strafraum zu Mehlem, der den Ball im Dribbling einige Sekunden behauptete. Mehlems ersten Flankenversuch köpfte Geis noch aus dem Strafraum, doch kein Nürnberger konnte den zweiten Ball erobern, stattdessen nahm Mehlem die Kugel wieder auf, passte zu Bader, der bis an die Grundlinie dribbelte. Von dort flankte er, auch weil Handwerker einen Schritt zu spät kam, in die Mitte. Mathenia versuchte die Kugel zu klären, hätte sich wahrscheinlich aber auf Schindler hinter ihm verlassen können. So patschte der Clubkeeper den Ball direkt vor die Füße von Tietz, der schneller als Fischer am Ball war. Der Ball fand aber nicht den Weg ins Tor, da Köpke per starkem Reflex auf der Linie klären konnte. Was sich wie eine Remineszenz an alte Zeiten liest – und Robert Klauß nach dem Spiel auch zu einem süffisanten “Andy Köpke ist heute Abend sicher stolz auf seinen Sohn, dass er die Hand da ausgefahren hat” hinreißen ließ – hätte tatsächlich zum “Worst Case” (Robert Klauß) für den Club werden können: “Elfmeter, Gegentor, Rote Karte, dreißig Minuten in Unterzahl gegen diese Wucht von Darmstadt und Pascal Köpke gesperrt, deswegen bin ich im Nachhinein froh, dass der Ball reingegangen ist.” Dass es das nicht wurde, lag daran, dass Luca Pfeiffer den von Köpke abgewehrten Ball im zweiten Versuch im Tor unterbrachte. 

Wie oft war das Tor tatsächlich ein Punkt, an dem das Spiel kippte, aber – ungewöhnlicherweise nicht in Richtung derer, die das Tor erzielt hatten. Lieberknecht wechselte nach dem Tor aus, besetzte die Flügel mit Honsak und Zweitligadebütant Leipold für Skarke und Manu neu. Ob es an Lieberknechts Wechseln – kurz danach musste Darmstadt auch den Torwart tauschen und Morten Behrens von Schuhen einwechseln, Klauß’ Wechsel – Schleimer kam für Köpke, die Formation wechselte daraufhin auf ein 4-2-3-1 oder einfach am veränderten Spielstand lag, ist nicht so eindeutig festzustellen, der Club fand jedoch auf jeden Fall wieder besser ins Spiel, hatte in der Phase zwischen 61. und 75. Minute wieder mehr Ballbesitz als der Gegner und musste nur eine gefährliche Situation überstehen: Tempelmann verlor kurz vor dem gegnerischen Strafraum die Kugel, Kempe spielte den Ball kurz zu Leipold, der den Konter einleitete. Honsak dribbelte über die linke Seite nach vorne, legte kurz hinter der Strafraumkante in die Mitte, doch Luca Pfeiffer setzte den Ball aus zentraler Position neben den Kasten.

Es folgten mehrere Gelegenheiten für den Club, der mit der Einwechslung von Schleimer und der Umstellung auf die “drei beweglichen Zehner” es deutlich öfter schaffte, in den Strafraum einzudringen. So dribbelte sich Mats Møller Dæhli nach 73 Minuten in den Sechzehner, sein Schuss wurde jedoch geblockt, Geis’ Nachschuss ging dann übers Gehäuse. Klauß’ wechselte Geis kurz danach aus, zog Krauß auf die Doppelsechs zurück und brachte Duman als “rechte Zehn”. Duman war kurz nach seiner Einwechslung gleich wichtig. Zunächst zog er in einer Situation am rechten Flügel, Holland aus der Mitte, so dass Møller Dæhli beim Zuspiel von Fischer genug Platz hatte, der Norweger spielte einen schönen Pass auf Dovedan, dessen Abschluss Patric Pfeiffer per Grätsche zur Ecke klärte. 

Jene Ecke brachte Duman dann in die Mitte. Er schlug sie genau auf die Fünfmeterlinie, dort löste sich auf Höhe der Tormitte Schleimer von Patric Pfeiffer, stieg in die Luft und wuchtete den Ball ins Tor. Der Club hatte erneut per Standard zugeschlagen. Alle Beteiligten hoben nach der Partie die Wichtigkeit von Co-Trainer Frank Steinmetz hervor, der akribisch an der Vorbereitung der Standards und dem Ausspähen der gegnerischen Schwächen in diesem Bereich arbeite. Auch wenn Robert Klauß durchaus zugab, dass “manchmal auch ein bisschen Glück” dabei sei und dass ein Standardtor “wahrscheinlich auch Wahrscheinlichkeit” gewesen sei. “Irgendwann geht auch mal ein Standard rein, wenn man viele hat.”

Darmstadt hatte direkt nach dem 2:1 sofort eine gute Gelegenheit zum Ausgleich, Patric Pfeiffer spielte nach einem Einwurf den Ball tief durch die Mitte auf Tietz, der mit dem Rücken zum Tor den Ball gegen Sørensen behautpete und auf Leipold zurücklegte, doch der Winterneuzugang aus Burghausen schoss neben das Tor. Klauß stellte, um auf die zur erwartende Schlussoffensive der Lilien zu reagieren nochmals um. Für Dovedan kam Hübner, die Formation wurde nochmal umgestellt, man verteidigte nun im 5-4-1. Das war so effektiv, dass Darmstadt zwar 65 Prozent Ballbesitz hatte, aber zu keinen klaren und gefährlichen Chancen mehr kam, da der Club immer wieder ein Bein dazwischen brachte.

Nachdem der Club fünf Minuten lang in der Nachspielzeit Probleme hatte, für Entlastung zu sorgen, auch wenn er gut verteidigte, klappte es in der letzten Minute der angehängten Zeit besser. Møller Dæhli dribbelte nach vorne, legte den Ball auf Krauß. Der hielt den Ball an der Eckfahne gegen Patric Pfeiffer und Kempe, schaffte es sogar, die Kugel zu Lukas Schleimer zu bringen.  Der nahm den Ball mit einem halben Roulette an und dribbelte parallel zur Torauslinie, ließ dabei Mehlem aussteigen und alt aussehen. Seinen Pass in die Mitte zum mitgelaufenen Handwerker, stolperte Leipold aber ins eigene Tor. Schiedsrichter Gerach pfiff die Partie nicht mehr an. Das 3:1 war der Endstand.

2. Daten und Fakten

Mehr als 50 Minuten war der Ball nicht im Spiel, 47 Minuten und 39 Sekunden war er es. Der Club hatte das Spielgerät 22,5 Minuten, Darmstadt etwas mehr als 25 Minuten, die einen schossen 16-mal in Richtung Tor, die anderen 17-mal, aufs Tor schossen beide vier Mal. Beide starteten 46 Angriffe, beide hatten gleich viele Ecken. Wenn man auf die bereinigten Post-Shot expected Goals schaut, sieht man sogar hier einen Gleichstand. So kommt es nicht von ungefähr, dass beide Trainer nach dem Spiel andeuteten, dass sie bei einem Remis, das bis in die Schlussphase ja auch auf der Anzeigetafel gestanden war, zufrieden gewesen wären. Es lief anders, etwas, das man anhand der Daten nicht so recht ablesen kann. Das ist aber ja auch das Schöne am Fußball: Auf der Ebene des Einzelspiels ist er kaum vorhersehbar und quasi nicht berechenbar. 

Grafik 1 vergleicht die Passstrukturen beider Teams. Sowohl Darmstadt als auch der Club taten sich schwer, die Bälle im letzten Drittel anzubringen. So waren die Stürmer oft wenig eingebunden, Pascal Köpke spielte selbst nur fünf Pässe, erhielt in 67 Minuten auf dem Platz aber auch nur 15 Zuspiele. Die Darmstädter Angreifer waren etwas besser eingebunden, dennoch spielte sich vieles – siehe Grafik – im Mittelfeld ab. Beim Club allerdings weniger im Zentrum und mehr auf den Flügeln und auch bei Darmstadt war die häufigste Passkombination das Zuspiel von Patric Pfeiffer auf Rechtsverteidiger Bader. Im Passnetz sieht man auch, wie schon in der Realtaktik auch, dass bei beiden Mannschaften die Rechtsverteidiger deutlich höher standen als die Linksverteidiger, was sich durchaus bedingte, da die Linksverteidiger ja mit dem gegnerischen Rechtsverteidiger beschäftigt waren. 

Grafik 2 zeigt anhand der Balleroberungen beider Teams, wieviel tiefer der Club nach der Pause agierte. Dabei ist nicht nur augenfällig, dass Nürnberg nach der Pause nur noch 2% seiner Balleroberungen – sprich eine einzige in absoluten Zahlen – im gegnerischen Abwehrdrittel hatte, sondern auch, dass die Eroberungen im Mitteldrittel deutlich näher am eigenen Tor waren als vor der Pause. Ursächlich dafür sind natürlich die beiden Phasen des tiefen Stehens zwischen Wiederanpfiff und Ausgleich und nach dem 2:1. Darmstadt dagegen blieb konstant in der Art ihrer Eroberungen, holte die Bälle auch deutlich öfter auf den Flügeln als der Club.

Grafik 3 macht ein wenig Darmstadts Problem in Sachen Chancenkreierung deutlich. Die Grafik zeigt die “Key Passes”, also die Pässe, die zu Abschlüssen führten. Gerade vor der Pause waren das bei den Lilien allesamt lange und hohe Bälle. Das war angesichts des Größenvorteils der Gäste zu erwarten gewesen. Der Club hatte sich jedoch weitgehend gut auf diese Ausrichtung eingestellt. Nach der Pause wechselte der Ansatz bei den Gästen ein wenig, die Standards wurden weniger, stattdessen erspielte man sich einige Chancen durch flache Zuspiele. Beim Club fällt einerseits die Rechtslastigkeit der Chancen auf. Anderseits sieht man, dass die Zuspiele in den Strafraum kamen und dann zu Abschlüssen führten, etwas das im Laufe der Saison nicht immer so war. Der schloss im Schnitt zwar immer noch weit weg vom Tor ab (23,5 Meter), er variiert aber inzwischen besser zwischen nahen und fernen Abschlüssen.

3. Die kurze Einzelkritik

  • Christian Mathenia (CU-Note: 4): Beim Kopfball von Patric Pfeiffer mit einem Wackler, bei der Flanke vor dem 1:1 mit Übermut, sonst weitgehend beschäftigungslos.
  • Kilian Fischer (CU-Note: +3): Schob immer wieder Angriffe an, war bemüht, defensiv stabil, ohne wirkliche Glanzpunkte zu setzen. Hat dank seiner Dynamik Valentini den Rang zu Recht abgelaufen.
  • Asger Sørensen (CU-Note: 3-): Öfter in den Zweikämpfen unterlegen, manchmal auch gedanklich nicht ganz so schnell, aber auch ohne wesentliche Fehler. 
  • Christopher Schindler (CU-Note: 2): Klärte mehrfach in höchster Not, behauptete sich im Duell um den freien Ball (9 von 10), in der Luft (5 von 6) und am Boden (4 von 4) gegen die wuchtigen Darmstädter. Im Aufbau manchmal etwas optimistisch in den Zuspielen. 
  • Tim Handwerker (CU-Note: 3-): Defensiv mit viel Einsatz und weitgehend auch sehr solide, vor dem 1:1 womöglich etwas zu weit weg. 
  • Lino Tempelmann (CU-Note: 4): Gegen den Ball mit Schwächen und mit dem Ball mit unnötigen Ballverlusten. Nach der Umstellung auf Doppelsechs solider. 
  • Johannes Geis (CU-Note: 4): Gefährliche Standards schlug er, ansonsten tat er sich aber schwer das Spiel zu strukturieren, weil seine Ideen oft zu überhasteten Bällen führten.
  • Tom Krauß (CU-Note: +4): Auch er war bis zur Umstellung auf 4-2-3-1 nicht so stabil wie sonst, gewann wenig Defensivzweikämpfe. Danach dann solider Antreiber.
  • Nikola Dovedan (CU-Note: +3: Schönes Tor, gute Flanke vor der Chance von Schindler, aber auch viele Probleme in den Zweikämpfen und beim Passspiel. 
  • Mats Møller Dæhli (CU-Note: 3-): Ideen und Beweglichkeit sind da. Gegen Ende, als er Unterstützung von Schleimer und Duman hatte, hatte er auch die Möglichkeit den Freigeist auszuleben, vorher oft brotlose Kunst.
  • Pascal Köpke (CU-Note: 5): War gänzlich abgemeldet gegen die robuste Abwehr, hatte Glück, dass seine Aktion auf der Linie nicht zum “Worst Case” führte. 
  • Lukas Schleimer (CU-Note: 1-): War der entscheidende Faktor. Erzielte das 2:1 selbst, im Eishockey wäre auch das 3:1 sein Tor gewesen. Brachte mit seiner Dynamik viel Bewegung ins Spiel.
  • Taylan Duman (CU-Note: -): Bereitete das 2:1 mit schöner Ecke vor, war auch so belebendes Element in der Schlussphase
  • Florian Hübner (CU-Note: -): Sicherte in den Schlussminuten die Führung ab.
Verlauf der expected Goals während des Spiels (Darmstadt in blau, Nürnberg in rot)

 

4. Fazit und Stimmen

Der Soundtrack des FCN in diesen Wochen ist zumindest bei der Mannschaft ein Lied aus der Kategorie “Mallorca Hits”. Gesungen wird das Lied von Stefan Scheichel-Gierten, der sich weil Scheichel-Gierten wenig vermarktbar ist, Lorenz Büffel nennt. Der Mann ist – wie der Torschütze zum 1:0 Österreicher und gibt, wie der Torschütze zum 1:0 in diesem Lied die Richtung vor, erst nach links, dann nach rechts und dann: “Mit alle Mann nach vorn, nach vorn, nach vorn”. So sangen es Mannschaft und Fans am Samstagabend dann auch vor der Nordkurve gemeinsam und versuchten damit womöglich etwas Magie aufzusammeln und sie für den Schlussspurt der Saison zu kanalisieren.

Das Spiel war ein solches, das man schon mal unter “Wer solche Spiele gewinnt, steigt auf” verbuchen könnte. Es war nach dem Sieg gegen den HSV das zweite Spiel dieser Art. Der FCN war keinesfalls die klar bessere Mannschaft. “Mit einem Unentschieden wären nach diesem Spiel, das komplett ausgeglichen war, wohl auch alle einverstanden gewesen”, konstatierte daher auch Robert Klauß.  Doch am Ende hatte der Club eben das Spielglück auf seiner Seite, sowohl dergestalt, dass Pascal Köpke nicht vom Platz musste, als auch dergestalt, dass Lukas Schleimer am Ende das Spiel zu Gunsten des FCN in die richtige Richtung bewegte. Es war “ein perfekter Abend” (Klauß) für den FCN oder wie Lukas Schleimer es treffend beschrieb:  “Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“

Es war längst nicht alles perfekt, gerade solange der Club auf die Raute setzte, tat er sich sehr schwer, aus dem Spiel heraus ins letzte Drittel zu kommen, erst mit den Hereinnahmen von Schleimer und Duman veränderte das Spiel des FCN seine Statik und wurde deutlich dynamischer. Diese taktische Komponente ist ein Aspekt, die psychologische, die Robert Klauß hervorheben wollte, ein anderer: “Mir hat auch gefallen, wie die Mannschaft nach dem Ausgleich reagiert hat. Da haben wir dagegengehalten und uns rausgearbeitet. Das ist eine Entwicklung, da hat die Mannschaft dazu gelernt.“ Gerade da Klauß vor zwei Wochen noch betont hatte, wie sehr sein Team der Ausgleich von Dynamo Dresden beeindruckt hat, ist diese Tatsache bemerkenswert.

Wohin diese Entwicklung nun führt, bleibt natürlich abzuwarten, drei Punkte und die klar schlechtere Tordifferenz sind ein Hypothek, wenn man tatsächlich noch angreifen will auf die drei vordersten Plätze, andererseits hat der Club tatsächlich alles in der eigenen Hand. Gewänne er die Spiele in Bremen, bei St. Pauli und gegen Schalke, er wäre wahrscheinlich auf einen der ersten drei Plätze gebucht. Andererseits erscheint es unwahrscheinlich, dass ihm wirklich dreimal das Spielglück so hold ist, wie gegen Darmstadt oder auch den HSV. Für den Fall, dass es gelingt, gibt es auf Twitter schon, angelehnt an Lorenz Büffel, das passende Motto: “Und jetzt alle Mann nach oben.”

5. Die Kennzahlen

Nürnberg Darmstadt
3Tore1
1,66/0,7/1,03expected Goals (Wyscout/538/DFL)2,74/2,7/2,51
1,56Post Shot xG (Wyscout)2,5
1,6xG ohne Doppelchancen (Wyscout)2,46

1,56

PSxG ohne Doppelchancen (Wyscout)1,67
16Schüsse17
4Schüsse aufs Tor4
4Ecken4
3Freistöße2
47Ballbesitz zeitbasiert (in %)53
46,6Ballbesitz passbasiert (in %)53,4
74Passquote (in %)77
9Fouls14
7,8PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion)9,0
7,7Challenge Intensity (Defensivaktionen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes)8,5
16Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz)16
17Ballbesitzphasen (geg. Strafraum)24
00:10Ballbesitzdauer (Ø)00:11

*Alle Daten (außer den Varianten bei den xG) stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

6. Die Notenübersicht

SpielerCU-NoteKickernordbayern.deBILDWhoScoredSofaScore
Christian Mathenia443,536,4/106,6/10
Kilian Fischer+32,5337,4/107,1/10
Asger Sørensen3-3,53,537,3/107,3/10
Christopher Schindler22,5327,9/107,7/10
Tim Handwerker3-3,53,527,3/107,2/10
Lino Tempelmann42,5336,9/106,7/10
Johannes Geis44437,3/107,2/10
Tom Krauß+43,5447,1/106,5/10
Mats Møller Dæhli3-43,547,0/106,9/10
Nikola Dovedan+32,52,527,1/107,0/10
Pascal Köpke55556,8/107,1/10
       
Lukas Schleimer1-1,527,6/107,7/10
Taylan Duman26,8/107,2/10
Florian Hübner6,3/106,8/10
       
Durchschnitt3,53,403,332,927,08/107,07/10

72 Gedanken zu „Größennachteil genutzt – Analyse zu #FCNSVD #FCN

  • Ich fand Tempelmann eigentlich sehr auffällig, die Note verwundert daher etwas.
    Ansonsten gehe ich mit.

    Antwort
    • Ja wundert mich auch, wo er doch mit einigen Läufen im Mittelfeld angetrieben hat. Aber gut, ich gebe mittlerweile sowieso nichts mehr auf Noten.

      Antwort
      • Tempelmann hat einfach nur zwei von sieben Defensivduellen gewonnen, dazu nach Fischer und Dovedan die drittmeisten Ballverluste, das wiegt in so ner zentralen Position schon schwerer – man denke an die Riesenchance von Pfeiffer, die aus so einem Ballverlust entsteht. Daher die Vier. Muss man natürlich nicht mitgehen.

        Antwort
  • Alle Achtung Alois.

    Der SV Sandhausen schwartz sich Richtung Klassenerhalt. Mit unserem Ex-Trainer, der sich in Heidelbergs Nachbarschaft erneut pudelwohl zu fühlen scheint, kam die Wende. Der SV Sandhausen ist jetzt die viertbeste Rückrunden-Mannschaft (!) …

    … und gastiert in zwei Wochen in Nürnberg. Nachdem der Club bei der derzeit wohl besten Mannschaft der Liga, beim SV Werder Bremen, zu Gast war. Alleine schon die nächsten beiden Begegnungen sind also Hammer und eine große Herausforderung. Dies auch vor dem Hintergrund, dass man nicht immer so effizient auftreten wird wie gestern. Das war gestern, wie unserer Trainer sagte, eigentlich ein Unentschieden. Wie schon zuvor gegen den Hamburger SV, wie @Flo analysiert.

    Insofern bleibt der Club aus meiner Sicht krasser Außenseiter in Sachen Aufstieg. Aber alleine die erfreuliche Tatsache, dass wir fünf Spieltage vor Schluss noch in der Verlosung sind, zeigt, dass gut gearbeitet wird und gearbeitet wurde im Management, im Trainerstab und natürlich auch in der Mannschaft.

    Sehr gerne liege ich natürlich komplett daneben mit meiner Prognose und lasse mich gerne auch euphorisieren nach dem extrem schwierigen Bremen-Spiel…

    Antwort
    • Da bin ich bei Fränki bei dem Spiel gestern hatten wir schon viel Glück des Tüchtigen, schon in der 2. Minute wenn Seydel den ein bisschen mehr drücken kann, klingelt es bereits da schon, so frei kam er nahe der 5m Linie zum Abschluss.
      Dann finde ich es immer noch kurios wie wir gegen diese baumlangen Darmstädter Verteidiger 2 Kopftalltore erzielt haben, man kann sich das fast nur so erklären, dass Dovedan mit 1,71m eher unter dem Radar flog als er an den Kopfball kam und auch Schleiner kommt in mitten von 4!! Darmstädter Verteidiger, die ihn förmlich umzingelt haben zum Kopfball, weil die sich nicht einig sind nach dem Motto “nimm du ihn ich hab ihn sicher” und das 3. Tor zwar in Bedrängnis, aber das hat Darmstadt gleich ganz selbst geschossen haben.

      Die Kleinigkeiten, die es ausmachen fielen gestern einfach irgendwie auf unsere Seite, aber das wird nicht immer so sein im Endspurt und wir sind eben auch immer noch satte 3 Punkte hinter dem Relegationsplatz wo der VFB Stuttgart oder Hertha BSC als Gegner warten könnten.

      Ich glaube wir stünden einen Tick besser da, wenn wir einen Stürmer hätten, unser bester Torjäger ist Dovedan mit 6 Treffern nach gespielten 29 Spielen auf Platz 30 der Torjägerliste nebst einem Fabian Schleusener vom KSC der mittlerweile auch 6 Treffer hat, welch Ironie auch ein Spieler der beim Club bis auf sein Meisterwerk so gut wie nie traf. Ich kann mich nicht erinnern ob wir jemals eine Saison mit einer schlechteren Stürmer Platzierung hatten. Dennoch es bleibt natürlich, Fußball ist unberechenbar, ein spannender Schlussspurt, wo der Druck nicht unbedingt auf dem FCN lastet. Vielleicht steigen wir am Ende doch auf obwohl wir das gar nicht vorhatten 🙂

      Antwort
      • Es ist noch ein sehr steiniger Weg, aber sollten wir tatsächlich noch den Relegationsplatz packen (ich sehe die Chance bei etwa 35%), ist es v.a. wichtig, anders aufzutreten als damals gegen die Eintracht. Das war damals doch alles sehr mutlos im Rückspiel.

        Antwort
        • Ach nee, bitte keine Relegation mehr. Meine Nerven haben über die Jahre doch ziemlich gelitten.

          Antwort
          • Eine Aufstiegsrelegation finde ich nicht ganz so nervenaufreibend wie eine Abstiegsrelegation. Bei einer Aufstiegsrelegation bleibt in beiden Fällen etwas positives einer guten Saison mindestens und man wäre sowieso der Underdog.

            Antwort
  • Spannende Analyse, deren Lektüre viel Spaß macht, wenn man – wie ich – das Spiel live kaum verfolgen konnte. Der Sieg schmeckt natürlich sehr gut, auch wenn mir der Aufstieg kaum realistisch erscheint, wenn man die Leistungen und das Leistungsvermögen von Bremen, St. Pauli und Schalke ansieht. Und auch Sandhausen hat, wie @fränki richtig schreibt, einen sehr guten Lauf und will erst einmal bezwungen werden.

    Auch wenn am Ende keiner der ersten drei Plätze herausspringen sollte und der Alois in seinem Sandhausen einen guten Job macht, ist es doch klasse und eine lang ersehnte Entwicklung, dass der Club einen Trainer hat, der in der Lage ist, seiner Mannschaft mehrere Spielsysteme zu implantieren, die inzwischen sogar während eines Spiels wechseln können. Und das ist für uns inzwischen so wunderbar selbstverständlich geworden, dabei haben wir früher – unter eben jenem Alois Schwarz, Damir Canadi oder Jens Keller gejammert, wie hintendrin der Club taktisch aufgestellt ist, wie unflexibel und berechenbar und dadurch auch abhängig von der Form einzelner Spieler.

    Der Weg ist absolut der richtige, auch wenn es mit dem Aufstieg in diesem Jahr nicht klappt.

    Antwort
    • Zitat Zuckerpass:

      “Der Weg ist absolut der richtige, auch wenn es mit dem Aufstieg in diesem Jahr nicht klappt.”

      Ob dieser Weg fortgeführt werden kann, hängt dann auch davon ab, wohin der Weg der Herren Tempelmann, Nürnberger und Krauß nach dieser Saison führt.

      Antwort
      • Ich seh’s weng anders.

        Ob dieser Weg fortgeführt werden kann, hängt dann auch davon ab, inwieweit die Herren Hecking, Rebbe und Klauß adäquate Neuzugänge an Land ziehen und integrieren, falls Tempelmann sowie Klauß gehen sollten und falls Nürnberger verkauft wird.

        Mit Jens “Arturo” Castrop wurde man ja schon frühzeitig und somit proaktiv tätig – und womöglich schon zum Teil fündig. Den Spitznamen “Arturo” hätten ihm übrigens seine Mitspieler beim Club verpasst, weil sein kämpferischer Einsatz an Arturo Vidal erinnere. Dies jedenfalls berichtete der “Kölner Express”.

        Antwort
        • So verdient Tempelmann, Krauß, Nürnberger sich in dieser Saison gemacht haben, es ist eine Ureigeneschaft im Profifußball Spieler zu ersetzen, bis auf Bayern München sind am Ende alle Vereine Verkäuferclubs. Dann spielen sich eben andere Spieler in den Vordergrund. Bin da eher bei Zuckerpass das Fundament muss da sein, ein System der Rahmen der erhalten bleibt und sich auch weiterentwickelt.

          Zudem glaube ich bei den 3 genannten ist auch das letzte Wort nicht gesprochen, Bundesliga ist ein völlig anderes Brett siehe unseren ehemaligen Wahnsinns Unterschiedsspieler Robin Hack, der auch in die Bundesliga mußte. Jetzt spielt er bei einem Abstiegskandidaten und hat es in der Saison zu mehr gelben Karten als zu Scorer Punkten (1 Scorer Punkt in der ganzen Saison) geschafft.

          Bei Tempelmann und Krauß sehe ich nicht, dass sie in ihren Heimatvereinen viel Einsätze bekommen würden. Ebenso Nürnberger als komplette Saison betrachtet eher .. na ja. .. Ich wäre bei den dreien gar nicht so pessimistisch ob sich noch irgendwas ergibt oder eine Verlängerung.

          Antwort
          • Bei Tempelmann wär es doch so, dass sich “nichts” ergeben müsste, oder? Er ist doch noch ausgeliehen und Freiburg könnte ihn zurückholen… Oder habe ich das falsch verstanden…

            Antwort
            • Genau Nürnberger hat noch Vertrag in Nürnberg, Tempelmanns Leihe geht bis 2023 – Freiburg kann nur die Rückholoption ziehen – wenn man europäisch spielt und einen breiteren Kader braucht, nicht so ganz unwahrscheinlich, aber auch nicht zwingend. Krauß’ Leihe läuft aus. Ich nehme an, dass Leipzig da mit einer weiteren Leihe plant, inwiefern die dann aber nicht eher in die Bundesliga sein sollte, ist natürlich abzuwarten.

              Antwort
              • Nürnberger hat eine AK und die Leihspieler könnten als 3.Option ja auch z.B. zu einem Aufsteiger gehen, bei dem sie eher Einsätze als bei Freiburg, Leipzig und Co bekämen – falls wir nicht auch aufsteigen. Im Endeffekt bleibt uns nur zu genießen, abzuwarten und dann sehen, um welches verbliebene Gerüst herum, Hecking/Rebbe wieder etwas aufbauen. Es ist in jedem Fall Gold wert, dass die Mannschaft aktuell wieder ein Stimmungsmomentum schafft.

                Antwort
      • Gehen wir mal davon aus dass Hecking &Co dafür schon entsprechenden Ersatz mindestens im Auge haben.
        Aber erstmal diese bislang so positive Saison zu Ende spielen dann hängts auch davon ab ….

        Antwort
    • Jede Serie geht mal zu Ende.Bremen hat unter Ole Werner noch kein Spiel verloren. Warum sollen wir da nicht gewinnen?? Bremen wurde in St.Pauli ein Tor geschenkt. Wenn das kein Handspiel war!!
      Und vor Schalke brauchen wir uns nicht zu verstecken! Die haben ihre Spiele mit Glück gewonnen. Vor denen ist mir nicht bange!
      Hoffentlich kriegen sie in Darmstadt mal eins so richtig auf die Mütze!
      Aufgrund unseres schlechten Torverhältnisses wäre der Aufstieg ein kleines Wunder.
      Aber wir müssen nicht unbedingt aufsteigen! Das ist unser großer Trumpf! Und ich denke an das Jahr 1985, als wir am letzten Spieltag zum ersten Mal auf einem Aufstiegsplatz standen!
      Manchmal wiederholt sich Geschichte!

      Antwort
      • Clemens Fritz Leiter sagt über eine Saison gleichen sich die Fehlentscheidungen immer aus.
        Da liegt der Werder Manager meiner Meinung falsch.
        Wahnsinn des Tor zu geben.
        Eigentlich finde ich Badstübner gut aber zuletzt war er auch schon bei Union vs. Köln schlecht.

        Antwort
        • Es gibt Spielzeiten, wo sich die Fehlentscheidungen ausgleichen mögen. Wir als Club-Fans wissen, es gibt auch welche, wo dies definitiv nicht der Fall ist! Und die Fehler-Bilanz je negativer wird, desto weiter du unten platziert bist. Und am Ende gar ungerechterweise absteigst…

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  • Schalke stünde ohne Terodde (T-Rod) vermutlich nicht besser da als wir eher hinter uns. Ich erinnere mich noch gut als Hack unser Unterschieds- und Überspieler war und der 1. FC Köln ihn unbedingt wollte aber keine 3 Mio zahlen wollte, dann stand ja ein Tausch Hack / Terrode sogar im Raum. Aber man fand auf FCN Seite einen ausgemusterten Erstligastürmer dem damaligen scheinbar riesen Talent Hack nicht angemessen 🙂 .. boh wo stünden wir jetzt, hätten wir auch noch so eine Zweitligatormaschine.

    Besides der FCN hat schon offen also Hecking sein Interesse an Dresdens Daferner bestätigt, scheinbar neben anderen Interessenten auch.

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    • Ohne Terodde hätte Schalke Grammozis wohl schon weit früher entlassen, weil sie im Mittelfeld herumplänkeln würden. Wir hätten möglicherweise ein paar Punkte mehr. Wobei ich immer noch finde, dass unser Mittelstürmer nicht gerade mit gut verwertbaren Bällen überfüttert wird. Aber Terodde ist wirklich eine Maschine, wie wir ihn wohl noch nie hatten (Mintal ein komplett anderer Typ Stürmer).
      Daferner klingt gut, würde passen!

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    • So ist es. Da muss man halt das richtige Händchen und Gespür beim Management haben und das war zumindest in der Vergangenheit des Clubs sehr mangelhaft.

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    • Bleiben wir doch bitte realistisch.

      Wo stünden wir jetzt, hätten wir Terodde? Antwort: Mit einem Bein in der Zahlungsunfähigkeit. Denn auch Terodde hätte weder im letzten Jahr noch würde er in diesem Jahr einen Aufstieg garantieren. Siehe HSV.

      Würde Terodde die verunglückten Flanken von Handwerker und Valentini verwerten? Nein. Auch Simon Terodde ist nur ein Mensch.

      War ein Tausch Terodde gegen Hack damals wirklich ein Thema? Lediglich in der Kölner Boulevard-Presse. Ernsthaft wurde dies nicht thematisiert. Wer was anderes behauptet, liefert bitte Fakten anhand von Quellen.

      Wäre ein Tausch Terodde gegen Hack denn überhaupt realisierbar gewesen? Nein. Natürlich nicht. Denn Terodde bekam bei Köln ungefähr das Zehnfache an Gehalt wie der junge Hack bei uns. Insofern ist es Quatsch mit Soße, hier ernsthaft von einem “Tausch” zu sprechen.

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      • Ist doch völlig egal wie rum, ja das war eine Kölner Idee, die aber beim Club nicht auf fruchtbaren Boden fiel und keine ernsthafte Option war. (was oben bereits da steht) Was bist du denn so giftig bei Gedankenspielen, wir sind hier ja nicht vor Gericht sondern hier geht es schlicht um Meinungen, hat ein Fan Forum so an sich. Google kannst du wohl selber bedienen oder brauchst du dafür Unterstützung?

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        • Ich bin giftig? Echt? Entschuldigung. Ich habe lediglich in klaren Worten dargestellt, warum Dein “Gedankenspiel” nicht realistisch ist. Falls das zu giftig war für Dich – sorry. Das nächste Mal mehr Wattebäuschchen. 😉

          Gut. Nur so ein Gedankenspiel, wie Du sagst. Ohne Fakten Deinerseits. Ohne Quellen. Dann können wir das Thema ja endgültig beenden.

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          • Was willst du denn mit deinen Quellen, das ist Jahre her, jetzt haben wir schon mehrmals festgestellt und zwar du und ich dass es in Köln ein Thema war hier in Nürnberg aber keins wurde. So war es von Beginn bis Ende der Diskussion. Und es geht nicht um Terrodes Gehalt sondern es geht um den Punkt dass damals Terrode niemand mehr viel zugetraut hat, sein sportlicher Wert ziemlich down war damals beim Abstiegskandidaten Köln (zu der Zeit) nur noch zweite Wahl zu sein.
            Ich weiß nicht warum, aber Köln war damals sehr erbicht auf Hack, bin ganz gut vernetzt mit Kölner Fans, die damals immer (privat) rumstichelten etz gebt uns halt den Hack, das ging auch allgemein damals durch die Kölner Presse.

            Terrode war uns und das ist wohl der ehrliche Grund meinem Eindruck nach damals sportlich nicht gut genug, zu alt sowieso für das seinerzeit “Riesentalent” Robin Hack, der damals in der U21 sogar Hattricks geballert hat. Und dann ging meine Folgerung darum wie der Zustand jetzt ist, wen man jetzt lieber hätte. Wie sich die Dinge so entwickelt haben. Dabei bleibe ich auch immer noch 🙂 ..

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            • Hallo.Möchte meine Meinung zu Terrodde abgeben.
              Der konnte sich in der Bundesliga nicht durchsetzen und wird das auch in Zukunft nicht können!
              Ich frage mich allerdings, wieso der nach Schalke gewechselt ist??
              Die hatten vor der Saison über 230 Millionen Euro Schulden und können sich auf einmal einen Terrodde leisten?! Das er wegen der Nähe zu seiner Heimat nach Schalke gewechselt ist, wie er behauptet hat, kann er jemandem erzählen, der sich die Hose mit einer Zange zumacht!
              Dieser Verein Schalke kann sich vieles erlauben, wo bei anderen Vereinen die DFL einschreiten würde!Man traut sich nicht, hinter die Kulissen dieses Vereins zu schauen!
              An Ostern fällt vielleicht schon eine Vorentscheidung.Sollten wir wirklich in Bremen gewinnen, steigen wir auf! Dann ist die Euphorie da.Ich denke da an das Jahr 1985, wo ja der Aufstieg erst im letzten Spiel gegen Hessen Kassel feststand. Übrigens spielte bei Kassel ein Spieler namens Dieter Hecking!
              Vielleicht denke ich zu optimistisch, aber warum sollte man nicht träumen dürfen!!??

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              • 👍Ich wundere mich schon seit einiger Zeit, warum sich Schalke und auch der HSV trotz Schulden im Hunderter Millionen Bereich alles erlauben können, uferlos teuere Kader haben und keiner unterbindet das… ??

                Antwort
  • Die Bild-Journalisten und Flo Zenger werden wahrscheinlich auch keine Freunde mehr.
    Vielleicht sollte die PK endlich auch wieder auf Präsenz umgestellt werden, – würde dem ganzen besser tun.
    Um die Herren auf dem Podium zu schützen bräuchte es nur eine Glaswand und eine entsprechende Ton Verkabelung.😉

    Antwort
      • Wir sind schon gewohnt, dass Du den Keblawi mit Daten und Fakten überforderst, aber an der PK war selbst Klauß von den Zahlen überrascht.
        Allerdings wäre ich als Bild- Journalist jetzt auch nicht unbedingt darauf eingegangen, bedient man dort doch ein ganz anderes Klientel. Eine einzige Analyse (wie oben) in der BILD abgedruckt könnte viele Sportbild- Leser verstören und zur Abo Kündigung verleiten. 😉

        Aber noch mal ein Wort zu den Daten,Statistiken und Zahlen: Ich denke, dass Mehmet Scholl mit seiner Kritik an den “Laptoptrainern” und die Nutzung der Spieldaten viel kaputt gemacht hat. Dabei hätte er bei seiner Kritik einfach nur zwischen Amateuren und Profis differenzieren müssen.

        Antwort
        • So wie Klauß die Frage beantwortet hat, hat er sich zumindest mit der Materie ausgekannt (oder meine Kolumne gelesen, da hab ich genau das, was er als Einschränkung nennt, auch genannt 😀 ). Und sein Umschwenken zur gegnerischen Dreierkette und deren Aufbau war dann auch sehr routiniert.

          Antwort
  • Heute vermutilch wieder mit U Boot Sturm, ein Sturm der eigentlich nie auftaucht. Bei Werder Bremen haben ja alleine Duksch und Füllkrug schon über 30 Tore, bei unseren besten beiden Amgreifern ähm nicht viel über 10 Tore zusammen und Dove als aktuellen Torschützenkönig (bei uns)

    Antwort
  • Hoffentlich taucht der U Boot Sturm dann auch morgen nicht auf und es bleibt in dieser Woche nur
    bei erfolgreichem Gelben aus Viilarreal.

    Antwort
  • Zweiter Einsatz für Christian Dingert mit dem 1. FC Nürnberg seit Ingolstadt 2020 .
    Zuletzt Rostock -FCN vor wenigen Wochen.
    Schwere Saison für den Referee mit den Wechselproblemen bei Münster – Wolfsburg und SCF – FCB.
    Bremen durfte sich in dieser Spielzeit schon freuen den als VAR holte er Tobias Stieler
    gegen S 04 an den Bildschirm und es gab dann tatsächlich ein Elfmetergeschenk kurz vor dem Ende.
    VAR : Thorben Siewer (Westfalen)

    Antwort
  • Sie sind so cool.
    Tempelmann…
    Und Fußballgott Dovedan mit Tor Nummer 7.

    #alleskommtwieesseinsoll
    #das2:0darfmandennochnichtliegenlassen

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  • Mal auf den anderen Platz geschaut der Mister 2. Liga Terodde macht es heute mal wieder im Alleingang schon 2 Buden für Schalke in Darmstadt.

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  • Souveräner Auftritt.
    Gegen *die* Mannschaft der Rückrunde.

    Das zweite Tor direkt nach dem Elfer muss fallen…

    Das könnte ein wunderschöner Auferstehungstag für den Club werden…

    Antwort
  • Wenn es so bliebe und Schalke heute und nächste Woche gewinnt, dann hat der Club es selbst in der Hand…

    Antwort
  • Das könnte dann eben der Unterschied zwischen einem Aufsteiger und einem Fast-Aufsteiger sein. Aber noch ist ja Zeit.

    Antwort
  • Ich mag es, wie Klauß den Generationenwechsel moderiert und wie flexibel er das Team gemacht hat. Und er stellt definitiv nach Leistung auf, das war in der Vergangenheit auch nicht immer der Fall (also vor Klauß meine ich).
    Heute am Ende einen glücklichen, aber verdienten Punkt mitgenommen.
    Platz 5 wäre ja am Ende für die TV-Gelder auch ganz in Ordnung. Und rechnerisch ist eh noch alles drin, zumal man heute bei einer weitgehenden Erstligamannschaft bestehen konnte.

    Antwort
    • 👍

      Seh ich genauso, @Zuckerpass.

      Glücklich. Aber verdient.
      Keine Top-Stars. Aber flexibel.
      Kein Geldscheißer. Aber innovativ.
      Im Windschatten. Aber mit Chancen.

      Hat Spaß gemacht heute. Und macht generell Spaß, wie sich die Dinge beim Club entwickeln. Man kann nicht oft genug dafür plädieren, die Ruhe zu bewahren, auch wenn es mal nicht so läuft – wichtig ist, dass ein konsequenter Plan verfolgt wird. Und diesen gibt es beim Club.

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  • Verdienter Punkt absolut.
    Für Platz 3 müssen jetzt aber nach meiner unverbindlichen Rechnung 4 Siege her.
    61 Punkte geht nicht und 60 reichen uns nicht.

    Antwort
    • Ich kann mir trotz der insgesamt guten Entwicklung und auch heute überwiegend positiv nicht vorstellen dass es am Ende zu mehr reicht, man muss auch bedenken uns fehlen genau genommen ja nicht drei sondern 4 Punkte auf die Relegation, an unserem Torverhältnis wird nichts mehr zu retten sein bis Ende der Saison, also immer +1 Punkt der fehlt.

      Aber rein sportlich freu ich mich unbandig auf die übrigen Vergleiche mit den Spitzenmannschaften und das völlig stressfrei. Ich glaube einen Terodde beim Saisonfinale würde ich, so unmodern es ist , 90 Minuten in Manndeckung nehmen auch wenn er aufs Klo geht 🙂

      Antwort
      • Ja, jetzt fallen uns so ganz bis halb dumme Partien wie die gegen Ingolstadt (0:5), Karlsruhe (1:4) oder Dresden (1:1) vor die Füße.

        Antwort
  • Wir können nach diesem Spieltag die Plätze 1 – 3 nicht mehr aus eigener Kraft erreichen .
    Kann sich aber wieder ändern wenn Darmstadt auf Pauli nicht gewinnt.

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  • Zitat michel andreas:

    “Wir können nach diesem Spieltag die Plätze 1 – 3 nicht mehr aus eigener Kraft erreichen .
    Kann sich aber wieder ändern wenn Darmstadt auf Pauli nicht gewinnt.”

    Zu ergänzen ist, dass auch St. Pauli auf Pauli gegen Darmstadt nicht gewinnen darf. Torverhältnis, liebe Freunde, Torverhältnis!

    Antwort
    • Sagen wir mal so der nächste Spieltag wird ein absoluter Schlüssel Spieltag. Wenn wir gegen Sandhausen zuhause einen 3er schaffen würden, was beileibe nicht! einfach wird, die Mannschaften über uns spielen alle gegeneinander, da könnten wir wirklich heranrücken und dann werden die letzten Spieltage eine reine Nervensache eine Phase, in der nicht selten wirklich kurioses passiert.

      Für mich ist der kommende Spieltag der spannendste der ganzen Saison bislang. Im Golf nennt man das Moving Day, Tage an denen sich die Rangliste entscheidend verändert und sich die Favoriten für ein Finale (Ein Golfturnier dauert 4 Tage) positionieren.

      Antwort
      • Ich glaube sogar, dass Sandhausen das schwerste verbliebene Spiel wird, da wir als Favorit ins Spiel gehen – siehe Dresden. Daneben ist der SVS unter Schwartz bockstark und einer der besten Rückrundenmannschaften geworden. Wenn wir das jedoch tatsächlich gewännen, ist wirklich alles drin. Ich drücke S04 die Daumen und hoffe, dass sie bereits nach 33 Spieltagen hoch gehen…

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    • Okay.
      Ist theoretisch aber möglich dass der FCN so ähnlich in Pauli gewinnt wie in der Katastrophensaison in Wehen.

      Antwort
  • Eigentlich ist es doch völlig egal, ob der Club aufsteigt,oder? Nach Jahren des Durchhängens haben wir eine wirklich ansehnliche Saison! Spielerisch durchaus okay, von der Mentalität her super (bis auf das Ingolstadtdesaster). Das Trainerteam macht ausgesprochen viel Hoffnung, Rossow stellt den Club auf als Lebensader Frankens. Hecking/Rebbe stehen für Qualität!
    Nach einer beschämenden Erstligasaison und Beinaheabstieg in die Bedeutungslosigkeit doch wohl mehr als ein Hoffnungsmacher!

    Antwort
    • Ich finde auch aktuell sind wir gut aufgestellt und nein wir “müssen” sowieso nicht aufsteigen aber die Manschaften über uns zumindest Werder und Schalke müssen und St. Pauli will. Am nächsten Spieltag nehmen sie sich aber gegenseitig die Punkte weg, wobei ich aber dazusagen will auf keinen Fall Sandhausen im nächsten Spiel zu unterschätzen eine reaktive Mannschaft die nur auf Fehler wartet, da haben wir uns immer schwer getan. Aber die Situation als gesamte beginnt doch Spaß zu machen. Ich halte den nächsten Spieltag dito für hochspannend. Wir biegen auf die Zielgerade ein.

      Antwort
    • Ich freue mich auch, dass der FCN momentan eher für Konstanz steht als für Aktionismus. Wahrscheinlich liegt ein Teil des Erfolges einfach auch darin, dass das Management des Vereins etwas Ruhe herein gebracht hat. Und genau das zahlt sich jetzt aus. Falls wir den Aufstieg knapp verpassen sollten, wäre es für mich auch nicht schlimm. Besser in der 2. Liga oben mitzuspielen als in der 1.Liga sicher wieder abzusteigen (siehe Fürth)

      Es ist schön zu sehen, dass sich die Mannschaft kontinuierlich verbesser hat. Dass sich junge Spieler gut entwickeln (Duman, Fischer, Schleimer,…) und die älteren Spieler die Jungen führen. Es steht eine Einheit auf dem Platz. Ich hoffe, dass die Mannschaft zum Großteil bestehen bleibt, bzw. bin mir sicher, dass auch bei Wegfall von Leistungsträgern auch adäquater Ersatz beschafft wird. Ich bin sehr überzeugt von den Neuzugängen der letzten Saison, auch wenn sie nur ausgeliehen waren (Tempelmann, Krauß,…) Ich traue den Scouts auch ähnliche Transfers zu und freue mich auch schon auf nächste Saison (auch in der 2. Liga)

      Antwort
  • Wer viel Diskussionen auf dem Feld und daneben sehen will dem sei HSV – SCF empfohlen.

    Antwort
    • Wie souverän Freiburg auch so ein Halbfinale in Hamburg runter spielt, das ist nicht mehr das Freiburg das wir noch kennen, das ist eine klasse Mannschaft geworden. Der Sieg war nie in Gefahr

      Antwort

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