Der Spieltag: 1. FC Nürnberg – Hamburger SV

Das Spiel gegen den HSV: Alles zum Spiel: Davor, währenddessen und danach.

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  1. Die Vorschau
  2. Das Spiel
  3. Das Fazit
  4. Die Statistik
  5. Die Noten

Vorschau

651 Parzellen hat die Kleingartenkolonie am Max-Morlock-Stadion. Gegen den HSV sind die Besitzer jener Parzellen vom FCN ins Stadion eingeladen. Ob sich diese gutnachbarschaftliche Aktion in andere Freikartenaktionen – wie die fast schon traditionellen Niederlagen vor den Augen von Erstklässlern – einreiht oder ob der Club gegen den HSV gewinnt, ist noch offen. Mit den Hamburgern kommt aber der Gegner nach Nürnberg, der laut Robert Klauß vor dem Spiel in Sandhausen, als einziger an einem guten Tag einen Gegner “herspielen” kann und der Club muss alles daran setzen nicht hergespielt zu werden. Dabei wird klar sein, dass der HSV mehr Ballbesitz haben wird, so Klauß. Nach den ersten fünf Spielen stehen die Hamburger bei etwas unter 64 Prozent Ballbesitz, also fast genau auf dem Wert des Vorjahres, der bei 64,1 Prozent lag. Die Spielweise des HSV sei insgesamt “sehr konträr zum dem was Sandhausen macht”, fasste Robert Klauß das, was den Club am Samstagabend erwartet, zusammen.

Aufstellungstipp FCN

Dabei betonte der Clubtrainer dann noch einmal die zentralen Faktoren des eigenen Spiels, dass über enge Abstände ein guter Zugriff auf den Gegner stattfindet und der Gegner so unter Stress gesetzt wird. Er machte jedoch auch deutlich, dass man – im Gegensatz zum Spiel gegen Heidenheim – von Anfang an Gefahr ausstrahlen müsse, sowohl beim im Gegenpressing eroberten Bällen als auch aus dem eigenen Ballbesitz heraus. Gleichzeitig ließ er anklingen, dass die Marschroute auch weiterhin dergestalt sein wird, dass man die Momente im Vorwärtsspiel “herauspicken” müsse, das heißt ein Offensivfeuerwerk ist gegen den spielstarken Gast aus der Hansestadt nicht zu erwarten. Klauß warnte jedoch auch davor, dass sein Team nicht zu passiv werden dürfe. Genau in jenem Spannungsfeld zwischen gut verteidigen, auf den richtigen Moment warten und nicht zu passiv werden, wird der Club sich bewegen müssen. Kein leichtes Unterfangen gegen den HSV.

Wer dann im Kader beim Club sein wird, dahinter ließ Robert Klauß einige Fragezeichen. Sowohl bei Lino Tempelmann, der unter der Woche mit muskulären Problemen ein Training abbrach, als auch bei Jan Gyamerah, der seinen Kurzeinsatz in Sandhausen mit einer Zehenprellung bezahlen musste, steht nicht fest, ob sie für das Spiel fit sein werden. Sicher nicht zur Verfügung stehen werden die drei Langzeitverletzten Handwerker, Schleimer und Köpke. Kapitän Christopher Schindler, Taylan Duman und Mats Møller Dæhli sind dagegen wieder fit – zumindest Stand Donnerstag. Für die Kaderauswahl bedeutet das also, dass folgende Feldspieler zu den möglichen 18 im Aufgebot gehören könnten: Fofana, Lawrence, Geis, Tempelmann (?), Lohkemper, Duman, Møller Dæhli, Shuranov, Wekesser, Nürnberger, Schindler, Castrop, Wintzheimer, Hübner, Valentini, Duah, Gyamerah (?), Breunig, Daferner, Brown, Jahn, Vonic. Angesichts dessen, dass die U23 erst am Sonntag am Valznerweiher gegen Vilzing antreten (14:00 Uhr) – Doppelpack mit den Frauen (11:00 Uhr) , muss die Entscheidung, wer in der zweiten Mannschaft spielt, erst nach dem Abpfiff am Samstagabend gefällt werden.

Aufstellungstipp HSV

Auf Hamburger Seite fehlen nach dem Spiel gegen Darmstadt mit Aaron Opoku (fünf Spiele Sperre) und Ransford-Yeboah Königsdörffer (zwei Spiele Sperre) l zwei Akteure im Kader, die gegen die Lilien mit Rot vom Platz gestellt worden sind. Die Ausfälle dieser beiden muss Tim Walter also auf jeden Fall kompensieren. Linksverteidiger Miro Muheim ist nach einem Hexenschuss aber wieder einsatzfähig, so dass es sein kann, dass Tim Leibold nach überstandener schwerer Verletzung weiterhin hinten anstehen muss. Der Ex-Nürnberger durfte bisher nur am ersten Spieltag in der Nachspielzeit auflaufen, den Rest der Spielzeiten verbrachte er auf der Bank. Ein Blick aufs Kaderdiagramm zeigt auch deutlich, dass Walter mit Ausnahme der linken Acht, wo sich Benes und Rohr die Spielzeit teilten, doch eine klare erste Elf in den bisherigen Spielen hatte. Diese wird durch die Sperre für Königsdörffer allerdings sicher weiter aufgebrochen.

An der – wie Walter vor der Partie auch wieder betonte – sehr fluiden Positionierung der Spieler wird sich auch durch einzelne personelle Veränderungen beim HSV nichts ändern. Hinzu kommt, dass die Hamburger oft und viel mit Flanken operieren und diese auch für Gefahr sorgen. Nur der KSC und Düsseldorf haben mehr Kopfbälle in Richtung gegnerisches Tor gebracht, niemand hat häufiger mit dem Kopf getroffen. Beides – Platz 3 bei den “Kopfballschüssen” und Platz 1 bei den Kopfballtoren – war bereits in der Vorsaison genauso festzustellen. Man versucht also Robert Glatzel, der letzte Saison die meisten Kopfballtore in den höchsten vier deutschen Spielklassen erzielte und jetzt auch schon wieder zwei Kopfballtore erzielt hat, in Szene zu setzen. Dadurch, dass die Hamburger Spieler zu den besten Dribblern und Eins-gegen-Eins-Spielern gehören, kommen sie auf den Außenbahnen auch immer wieder durch und so in die Situationen in den Strafraum flanken oder zurücklegen zu können. Für den FCN gilt es, jene Situationen möglichst zu unterbinden. Das ist insofern ein spannendes Unterfangen, weil die Defensivstrategie des FCN vor allem darauf ausgelegt ist, die Gegner auf die Außen abzuleiten. Gegen Heidenheim hatte der Club mit den Zuspielen von Außen Probleme, allerdings vor allem, wenn er nicht in der Ordnung war. Angesichts dessen, dass der HSV mehr vom Ball sehen dürfte, ist das wiederum seltener zu erwarten.

Dennoch werden die defensiven Flügel des FCN wohl eine der Schlüsselzonen werden, vor allem aber ungewohnte Schlüsselzonen. Wenn dem Club es gelingt, hier die Duelle erfolgreich zu gestalten, dann kommen auch die Kleingartenbesitzer, die nicht eh schon eine Dauerkarte haben, vielleicht tatsächlich auch ein zweites Mal.

Kader des HSV nach Einsatzminuten (grün: Neuzugänge, grau: Spieler, die den Verein verlassen haben)

Das Spiel

Aufstellung Nürnberg: Mathenia – Valentini, Hübner, Lawrence, Wekesser – Geis – Castrop, Nürnberger – Møller Dæhli – Daferner, Duah (Bank: Klaus, Fofana, Lohkemper, Shuranov, Schindler, Wintzheimer, Gyamerah, Brown, Jahn)

Aufstellung HSV: Heuer Fernandes – Heyer, Vuskovic, Schonlau, Leibold – Meffert – Kittel, Reis – Jatta, Glatzel, Dompé (Bank: Raab, Bilbija, Benes, Muheim, Rohr, David, Megeed, Heil, Krahn)

Geleitet wird die Partie von Felix Zwayer. Der Berliner pfiff auch in der Hinrunde der vergangenen Saison das Spiel zwischen Nürnberg und Hamburg. Es endete 2:2 im Volksparkstadion.

20:30 Uhr: Anpfiff im Max-Morlock-Stadion

6. Minute: Intensiver Beginn zwischen den Strafräumen. Beide Teams noch ohne Abschlüsse.

11. Minute: Geis mit Freistoß von links direkt aufs Hamburger Tor. Heuer Fernandes faustet weg. Der Ball landet bei Valentini. Dessen Schuss faustet er ebenfalls weg. Erste Chancen des Spiels.

16. Minute: Nach einer scharfen Hereingabe von Dompé will Mathenia fausten. Er schafft das auch, trifft dabei aber Lawrence. Der Waliser kann erstmal weitermachen.

19. Minute: Glatzel hält den Fuß gegen Hübner drüber. Sieht dafür Gelb.

21. Minute: Aufregung bei den Hamburgern. Lawrence rutscht im Laufduell aus und räumt Glatzel ab. Zwayer gibt aber Freistoß für Nürnberg. Abseits im Aufbau?

Zwischenfazit nach einem Viertel der Spielzeit: Intensives, aber chancenarmes Spiel zwischen zwei Teams, die sich weitgehend neutralisieren.

28. Minute: Der HSV über Kittel mit Tempo Richtung Nürnberger Tor. Der legt in die Mitte zu Dompé. Dessen Schuss wehrt Mathenia zur Ecke ab. Die bringt nichts ein.

31. Minute: Leibold verliert den Ball. Der Club verlagert über Castrop und Geis zu Möller Daehli. Der dribbelt ins Zentrum und schlenzt aufs lange Eck. Heuer Fernandes wehrt zur Ecke ab. Die bringt nichts ein.

32. Minute: Fehler von Heuer Fernandes im Aufbau. Die Kugel landet bei Nürnberger. Der geht mit Zidane-Roulette am Innenverteidiger vorbei, doch den Schuss pariert Heuer Fernandes dann.

37. Minute: 1:0 für den HSV. Leibold führt eine Ecke auf Meffert aus, der flankt an den langen Pfosten. Da köpft Heyer zurück in die Mitte und Vuskovic jagt den Ball in die Maschen.

43. Minute: Nürnberger erobert den Ball in der Vorwärtsbewegung der Hamburger. Legt am Strafraum auf Lawrence, der schlenzt aber drüber.

Pause im Max-Morlock-Stadion: Der Club und der HSV liefern sich weiterhin ein intensives Spiel, in dem der HSV die bessere Spielanlage hat. Das Tor fiel allerdings nach einem Standard der Hamburger.

46. Minute: Klauß wechselt auf der Sechs bringt Sadik Fofana für Fabian Nürnberger. Wohl verletzungsbedingt.

48. Minute: Daferner mit der Großchance. Möller Daehli legt auf Fofana, der bringt den Ball mit letztem Einsatz in die Mitte, doch Daferner schlägt weitgehend über den Ball, so dass der Schuss nicht gefährlich wird.

51. Minute: Lawrence nach einer Ecke relativ unbedrängt beim Kopfball, aber mit wenig Druck hinter dem Ball.

53. Minute: Lawrence muss angeschlagen raus, für ihn kommt Schindler.

58. Minute: Wekesser verliert den Ball im Aufbau, so dass er zu Glatzel springt, doch der trifft das weitgehend leere Tor nicht, weil er sofort abschließt.

60. Minute: Leibolds Startelfdebüt nach dem Kreuzbandriss ist zu Ende, für ihn kommt Muheim.

67. Minute: Valentini bleibt liegen, nachdem ihm der Ball versprungen ist und er in die Grätsche gegangen ist. Er läuft erstmal unrund.

Zwischenfazit nach drei Vierteln der Spielzeit: Der Club ist irgendwie bemüht, hat aber keine Ideen wie er konsequent ins letzte Drittel und in den Strafraum kommen kann. Hamburg macht nicht mehr als nötig. Bisher reicht das.

69. Minute: Wintzheimer kommt für Castrop.

70. Minute: Daferner köpft nach Flanke von rechts am langen Pfosten vorbei.

73. Minute: Reis foult Duah am Mittelkreis mit Grätsche. Sieht Gelb. Im Anschluss kommt Benes für Dompé.

78. Minute: Glatzel schießt mal aus der Distanz. Der Ball geht vorbei.

79. Minute: Gyamerah und Lohkemper kommen für Daferner und Valentini.

81. Minute: Jatta geht für ihn kommt David.

87. Minute: Geis chippt einen Freistoß in den Strafraum, aber Hübner köpft ungefährlich drüber.

88. Minute: Fofana checkt Glatzel am Mittelkreis um. Gelb für den Clubspieler. Glatzel bleibt erstmal liegen, nimmt Zeit von der Uhr.

90. Minute: Es gibt vier Minuten oben drauf.

90.+2: 2:0 für den HSV. Flanke von Kittel an den zweiten Pfosten, Glatzel und Reis gehen beide zum Ball. Es ist wohl Reis, der den Ball über die Linie köpft.

22:24 Uhr: Schlusspfiff.

Fazit

Der Club verliert völlig verdient gegen einen spielerisch deutlich überlegenen HSV. Der Club war dabei in Sachen Intensität nicht schlechter, aber in Sachen Spielkultur weit unter dem Niveau der Gäste. Eigentlich über die kompletten 90 Minuten schaffte der Club es nicht, den Ball strukturiert in die gefährlichen Räume zu bringen. Der HSV kontrollierte das Spiel über weite Strecken das Spiel, machte das entscheidende 1:0 nach einem Standard, blieb aber aus dem Spiel heraus auch weitgehend ungefährlich. Da er den Club aber an sich im Griff hatte, reichten die Momente, die er hatte.

Statistische Parameter

Nürnberg Nürnberg
0Tore2
1,70/1,2/1,04expected Goals (Wyscout/538/DFL)1,17/1,5/1,5
1,31Post Shot xG (Wyscout)1,27
1,68xG ohne Doppelchancen (Wyscout)1,17
1,31PSxG ohne Doppelchancen (Wyscout)1,27
15Schüsse11
4Schüsse aufs Tor3
4Ecken6
5Freistöße4
50Ballbesitz zeitbasiert (in %)50
50Ballbesitz passbasiert (in %)50
81Passquote (in %)82
7Fouls11
14,8PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion)11,2
4,6Challenge Intensity (Defensivaktionen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes)5,5
17,2Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz)16,6
15Ballbesitzphasen (geg. Strafraum)12
00:13Ballbesitzdauer (Ø)00:14
*Alle Daten (außer den Varianten bei den xG) stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

Noten

SpielerCU-NoteKickernn.deBILDWhoScoredSofaScore
Christian Mathenia32,536,7/106,4/10
Enrico Valentini3-347,3/106,8/10
James Lawrence43,546,7/106,9/10
Florian Hübner4346,7/106,7/10
Erik Wekesser43,537,0/106,8/10
Jens Castrop+43,546,5/106,6/10
Fabian Nürnberger3-3,536,8/107,1/10
Johannes Geis4446,7/107,0/10
Mats Möller Daehli43,536,7/106,5/10
Kwadwo Duah4-456,1/106,5/10
Christoph Daferner4-456,2/107,0/10
Sadik Fofana3-345,8/106,2/10
Christopher Schindler3-346,2/106,5/10
Jan Gyamerah6,0/106,2/10
Manuel Wintzheimer446,3/106,7/10
Felix Lohkemper6,3/106,6/10
Durchschnitt3,643,383,856,49/106,67/10

169 Gedanken zu „Der Spieltag: 1. FC Nürnberg – Hamburger SV

  • 26.08.2022 um 15:00
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    In der Aufstellungsprognose fehlt Daferner, bewusst oder unbewusst?

    Ich finde schon, dass er da vorne auch gute Defensivarbeit macht, deshalb halte ich das eher für unwahrscheinlich, auch weil seine Größe bei Standards sicherlich gefragt sein dürfte. Auch wenn Duah natürlich eher der konterstärkere Spieler ist, was angesichts des zu erwartenden Ballbesitzes auch plausibel erscheint. Und Tempelmann? Wird er fit?

    Fragen über Fragen 😉

    Antwort
  • 26.08.2022 um 15:56
    Permalink

    So laut Robert Klaus ist der HSV die einzige Mannschaft in der 2.Liga die einen Gegner herspielen kann.Ich frag mich dann immer noch was der KSC letzte Woche mit dem Jahn aus Regensburg veranstaltet hat.

    Antwort
    • 26.08.2022 um 16:05
      Permalink

      Richtig müsste es heißen:

      Jede Mannschaft in der 2.Liga kann einen Gegner herspielen, wenn es gerade zusammenläuft. Die einzige, die das nicht kann: ist der Club…

      Antwort
      • 26.08.2022 um 16:24
        Permalink

        Konnte er letztes Jahr gegen Heidenheim auch. Glaube per se hat Klauß schon recht, wirklich immer – also auch ohne günstigen Spielverlauf und das hat er ja in der PK vor Sandhausen auch einschränkend noch gesagt – schafft es wirklich nur der HSV an nem guten Tag in dieser Liga, wobei ich Paderborn tatsächlich auch dazu nehme, weil die einfach immer wild nach vorne gehen. Der Rest braucht eher günstige Spielverläufe.

        Antwort
        • 26.08.2022 um 17:05
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          Wenigstens gäbe es die Aufstiegsfeier bzw. die Meister – Felge nach einem Match gegen den
          FCN nicht in unserem Stadion.
          Florian hat mich jetzt endgültig überzeugt auf Aufstieg Paderborn zu wetten.

          Antwort
    • 26.08.2022 um 16:05
      Permalink

      Dieses zynische Besserwissertum kommt wenig überzeugend, wenn man nicht in der Lage ist, den Namen des Trainers richtig zu schreiben.

      Klauß sprach von an der ersten Minuten herspielen. Alles andere ergebe sich aus dem Spielverlauf. Siehe Paderborn gegen … oh … Karlsruhe.

      Antwort
  • 26.08.2022 um 20:58
    Permalink

    So, mit standesgemäßem Zugausfall & Ersatzzug auf dem Weg zum ersten “Heimspiel“ der Saison. Mal sehen ob der Glubb es schafft daß es nicht das letzte ist, wobei ich ausdrücklich keinen Sieg sondern Leistung erwarte.

    Antwort
    • 26.08.2022 um 22:28
      Permalink

      Zitat Exilfranke:

      “…wobei ich ausdrücklich keinen Sieg sondern Leistung erwarte.”

      Diese Aussage ist in sich widersprüchlich (contradictio in adiecto).

      Antwort
      • 27.08.2022 um 03:49
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        Da liegt wahrlich keine contradictio in adiecto vor. Die läge nur vor, wenn es keinen Gegner im Fußball gäbe. Wenn eine sehr gute Leistung automatisch einen Sieg bedeuten würde. Durch die Anwesenheit eines Kontrahenten kann auch eine objektiv sehr gute Leistung nicht zum Sieg reichen, weil der Gegner ebenfalls eine sehr gute Leistung abgerufen hat.

        Die implizite Behauptung es gäbe keine gute Leistung und eine Niederlage sei damit automatisch eine schlechte Leistung stellt vielmehr den logischen Fehlschluss einer falschen Dichotomie dar.

        Antwort
        • 27.08.2022 um 10:33
          Permalink

          Eine Niederlage ist zumindest eine objektiv schlechtere Leistung als die des Gegners.

          Antwort
          • 27.08.2022 um 12:26
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            Aber nur, wenn man Leistung im Fußball einzig und allein vom Ergebnis her denkt.

            Antwort
          • 27.08.2022 um 13:32
            Permalink

            Wie oft gibt es im Fußball Ergebnisse, wo der klar leistungsschwächere Gegner durch ein Glückstor oder Schiri-Fehlentscheidungen gewinnt. Leistung und Ergebnis sind oft entkoppelt.

            Antwort
            • 27.08.2022 um 15:05
              Permalink

              Aber das Ziel heißt ein Tor mehr als der andere erzielen, alles andere wird ja beim Leistungbild in der Tabelle nicht bewertet. Es gibt keine Kategorie hat schöner gespielt.

              Antwort
            • 27.08.2022 um 20:02
              Permalink

              Genau Schiri – Fehlentscheidungen.
              Felix Zwayer Ist heute in Nürnberg.

              Antwort
        • 27.08.2022 um 12:17
          Permalink

          @Fritz the Cat:

          Wenn es dem Gegner möglich ist, eine gute Leistung zu zeigen, ist die eigene Leistung nicht gut.

          Antwort
          • 27.08.2022 um 12:25
            Permalink

            Das ist in seiner Radikalität nun wirklich schon an der Grenze zu intellektuell beleidigend unterkomplex. Wenn keiner einen Fehler macht, geht das Spiel 0:0 aus. Waren dann beide Mannschaften schlecht, obwohl keiner einen Fehler gemacht hat?

            Antwort
            • 27.08.2022 um 16:45
              Permalink

              Zitat Fritz the Cat:

              “Wenn keiner einen Fehler macht, geht das Spiel 0:0 aus. Waren dann beide Mannschaften schlecht, obwohl keiner einen Fehler gemacht hat?”

              Wenn eine Mannschaft kein Tor schießt, hat sie offensichtlich etwas falsch, d.h. “Fehler” gamacht. So simpel – oder meinetwegen “unterkomplex” – ist das. Ob es auch “intellektuell beleidigend” ist, mögen die Leser:*I*:nnen entscheiden…

              Antwort
              • 27.08.2022 um 17:25
                Permalink

                Warum hat die Mannschaft offensichtlich etwas falsch gemacht? Wenn die Verteidigung alles richtig macht, kann der Angriff alles richtig machen und trotzdem nicht treffen. In einem perfekten Äquilibrium fällt nie ein Tor.

                Das ist ja das Faszinierende am Fußball, man kann alles richtig machen und dennoch scheitern, weil eben ein Gegner da ist, der auch alles richtig machen kann.

                Und dann kann eben auch noch die faktisch schlechtere Mannschaft ein Spiel gewinnen. Das ist ja sogar unter Forschern einer der wenigen Gründe, auf die man sich einigen kann, warum Fußball weltweit so erfolgreich ist. Durch die geringe Anzahl der Treffer immVergleich zu quasi allen anderen Sportarten gewinnt hier viel häufiger nicht die bessere Mannschaft, sondern oft genug die glücklichere. Dadurch gibt es wesentlich mehr unerwartete Ergebnisse als in anderen Sportarten, was wiederum Interesse fördert.

                Antwort
                • 27.08.2022 um 21:28
                  Permalink

                  Das Tor ist der Beweis. Das lag ja wohl auf der anderen Seite in der Luft…

  • 27.08.2022 um 02:11
    Permalink

    34.000 Zuschauer findet die Lokalpresse wenig für ein Heimspiel gegen den HSV, das etwa um 22:20 Uhr beendet sein wird. In Wirklichkeit werden es sicher weniger sein, da die Dauerkarten immer als feste Besucher mitzählen, ob die Fans jetzt da sind oder nicht.

    Da werden auch einige Fakten vergessen:

    1.
    Wie und wann kommt man zu dieser sicherlich auch noch kinder- bzw. fast jugendunfreundlichen Zeit denn heim? Bis man aus dem Stadion rauskommt, dürfte die Heimreise ab 23 Uhr am Hauptbahnhof dann erst richtig starten. Das reicht vielleicht noch gerade so zu letzten Zügen irgendwo zu kleinen Lokalbahnhöfen, aber der letzte Bus, so denn einer fahren sollte, ist dann sicher schon weg.

    2.
    Wissen wir als Leidensgenossen sowieso:
    Von den letzten sechs Halbzeiten der letzten drei Clubspiele waren vier einfach komplett zu vergessen. Das kann man also auf ⅔ Kackspiele einkürzen. Die Mannschaft tut viel, den Fans das Fernbleiben zu erleichtern.

    3.
    Es ist Ferien- und Urlaubszeit.

    Da auch die Wettervorhersage eher Regenfälle sieht und ich am Sonntag eine Urlaubsreise starte, werde auch ich ausnahmsweise mit der Explosionsmotorkutsche anreisen.

    Antwort
    • 27.08.2022 um 03:53
      Permalink

      Es ist anzunehmen, dass die Kritik an der geringen Zuschauerzahl, vor allem durchaus eingedenk Grund 2 ist. Vor drei Jahren kamen an einem Montagabend (!), der ebenfalls in den Ferien lag, fast 45.000 gegen den HSV.

      Antwort
      • 27.08.2022 um 11:19
        Permalink

        In meinem durchaus Club affinen Umfeld stelle ich seit geraumer Zeit eine gewisse grundsätzliche Fußball-Müdigkeit fest. Und die wirkt sich eben auch auf den FCN aus. Die gebotene kohlenhydratarme Fußballkost tut ihr Übriges.

        Antwort
        • 27.08.2022 um 13:10
          Permalink

          Ohne Zahlen gewälzt zu haben. Rein optisch sieht es in vielen Stadien auch noch leerer aus als früher. Das mag Eindruck sein, weil es mir in den letzten Wochen in kleineren Standorten wie Sandhausen, Hoffenheim oder Leverkusen auffiel. Aber generell scheint mir das Interesse und/oder die Bezahlbarkeit der Tickets weniger geworden zu sein.

          Antwort
    • 27.08.2022 um 11:14
      Permalink

      @Herbertgebert

      Ja klar, die Rückreiseproblematik habe ich heute auch, das war schon beim letzten Mal ein Fiasko. Zudem ist ja auch noch das letzte 9-Euro-Ticket-Wochenende.

      Wenn Du mit dem Verbrenner anreist, bist Du wohl heute eher am Bierstand Null anzutreffen?

      Antwort
  • 27.08.2022 um 10:37
    Permalink

    Ich sehe als Hauptgrund Nr.3 ..momentan egal wohin du kommst, es ist überall weniger los, offensichtlich gibt es aus knapp 3 Jahren Pandemie einiges beim reisen nachzuholen. Jetzt ist quasi auch nicht gerade Reiseendspurt.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 14:17
    Permalink

    Gibt es eine Ablösesumme für Tobias Schweinsteiger ?

    Antwort
    • 28.08.2022 um 02:32
      Permalink

      Vielleicht sollte man lieber Klauß abgeben und Schweinsteiger behalten…

      Antwort
  • 27.08.2022 um 21:04
    Permalink

    Also bislang in meinen Augen ein tolles Spiel von beiden Teams. Das ist Fußball. Schwer zu sagen wer das erste Tor machen wird.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 21:08
    Permalink

    So habe ich mir das nicht gedacht, aber weitermachen

    Antwort
  • 27.08.2022 um 21:13
    Permalink

    Die beiden Helden quatschen ständig von Fehlentscheidung und Elfmeter. Vielleicht sollten sie mal die Abseitsposition vorher checken….

    Antwort
  • 27.08.2022 um 21:22
    Permalink

    S.Hempel kann nur Tennis und Torsten M. hat immer 0 Bock auf Nürnberg.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 21:31
    Permalink

    Na ja, dann woll’n wir mal sehen, ob in der zweiten Halbzeit eine Leistungssteigerung unserer Mannschaft erfolgt. Eine solche ist unabdingbar, wenn das Spiel noch gedreht werden soll, und das Spiel muss gedreht werden, denn nach der Heimniederlage gegen Heidenheim ist eine Niederlage oder auch ein Remis in diesem Heimspiel nicht vertretbar.

    Es muss jetzt endlich was geleistet werden!

    Antwort
    • 27.08.2022 um 21:37
      Permalink

      Sie leisten doch schon ! Leistung ist bestimmt nicht schlecht. Die Mannschaft wird sich zwischen Platz 10 und 14 einpendeln, was zumindest keinen Abstieg bedeutet

      Antwort
  • 27.08.2022 um 21:33
    Permalink

    Orang Utan Interview Meme: Wo geplantes Clubangriffsspiel, wo Spielkultur und wo Spielstruktur?

    Zwar normale Leistungen in den Zweikämpfen, bis aufs Tor, wo vier Clubspieler den HSV Außenverteidiger vergessen haben, aber ansonsten habe ich keine Ahnung, was unser Matchplan ist. Nach drei Jahren darf man doch mal “etwas sehen”, außer hoher Bälle nach vorne?

    So spielen wir halt denselben Stopfer einfach weiter und landen am Ende wieder um den Platz 10 rum. Schade, was so ein Duah alles könnte, wenn er denn mal keine Bälle in die Hacken oder zu hohe oder zu weite Anspiele bekommen würde. Wir werden es wohl nie erfahren, erst nach seinem Wechsel zu einem anderen Trainer und Verein. Kein eigener Spielstil, für was steht der Club denn? Der reaktive Scheiß spielt das Stadion leer.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 21:42
    Permalink

    Ich finde unser Spiel bislang gar nicht so schlecht. Es wird mutig nach vorne gespielt und es haben sich hieraus auch einige sehenswerte Chancen ergeben. Probleme sehe ich nur darin, dass wir die Bälle spätestens im gegnerischen Strafraum zu schnell verlieren und unsere Defensive im eigenen Strafraum keinen Zugriff auf die schnellen Stürmer der Hamburger hat. Noch haben wir eine Hälfte. Auf geht’s Nürnberg, kämpfen und siegen!

    Antwort
    • 27.08.2022 um 21:51
      Permalink

      Dann sitz ich vielleicht im falschen Stadion. Chancen ergaben sich nur anfangs bei den schnell eroberten Bällen beim bekannt riskanten HSV Spiel hintenraus. Das wars, jetzt ist die 60. Min und unser letzter Torschuss war in der 22 min oder so. Ansonsten wird wieder kein offensiver Druck entwickelt. Sehr schade, was man so alles machen könnte aus dem Kader.

      Antwort
  • 27.08.2022 um 22:02
    Permalink

    Der Club spielt jetzt wieder seinen Stiefel runter. Jedes Spiel derselbe Scheiß. Die gegnerischen Mannschaften tun das Nötigste und nehmen die Punkte mit nach Hause. Kein System nur blindes Gebolze. Das Gehalt für den Trainer könnte sich der Club sparen. Da ist für mich kein System erkennbar.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 22:03
    Permalink

    Die zweite Halbzeit ist jetzt halb vorbei: Clubtorchancen bisher in dieser Zeit = 0

    Beim HSV hat man nicht den Eindruck, als würde der gefordert werden. Traurig.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 22:09
    Permalink

    Nicht eine vernünftige Torchance zum Ausgleich. Saft und kraftlos. Wir spielen als stünde es 1:0. Also das reicht nicht.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 22:14
    Permalink

    Jetzt wechselt der Typ an der Seitenlinie bei 0:1 in der 79sten immer noch positionsgetreu!! Das kanns doch ned sein!

    Antwort
    • 27.08.2022 um 22:30
      Permalink

      “Der Typ” ist unsachlich.
      Im Kern trifft die Aussage dennoch.
      Er spielt Schach.
      Aber der Club hat keine”Dame” und die Mannschaft ist strategisch nicht in der Lage umzusetzen, was er glaubt, sehen zu wollen.
      Die Reise wird zur WM zu Ende gehen, wenn nicht auch RK seinen Hyperleistungsgedanken an die Möglichkeiten des Teams anpasst.
      Die wirken gehemmt und völlig überfordert…
      Sonst gilt im November: Servus, es war ne schöne Zeit …

      Antwort
  • 27.08.2022 um 22:24
    Permalink

    Erbärmlich einfach nur erbärmlich was der Club seinen Fans zumutet.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 22:25
    Permalink

    Zur Abwechslung war die erste Halbzeit gut. Die zweite hätte man auch weglassen können.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 22:28
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    Nicht unverdient verloren. Der HSV war dem 2:0 näher als wir dem Ausgleich. Zweite Hälfte nicht genutzt. Jetzt bin ich mal auf die offiziellen Erklärungen gespannt, warum es heute nicht gepasst hat. Es wird bald ungemütlich werden, wenn der Erfolg ausbleibt. Mit dem Krankenstand kann man nicht alles rechtfertigen. Dem Nürnberger Publikum kann man jedenfalls keinen Vorwurf machen. Das war insgesamt von der Mannschaft schon wieder zu wenig. Allerdings ist der HSV auch keine Schülermannschaft und ist auf allen Positionen offensichtlich individuell besser besetzt als wir.

    Antwort
    • 27.08.2022 um 22:31
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      War er letztes Jahr auch. Da haben wir 2:1 gewonnen. Dieses Jahr chancenlos 0:2 verloren. Seltsam, es sollte doch eine Entwicklung stattfinden, oder?

      Antwort
      • 27.08.2022 um 22:41
        Permalink

        Da hast Du wohl recht. Eine Entwicklung unserer Mannschaft zum Besseren ist nicht erkennbar. Wir stellen uns gefühlt nur taktisch auf das Spiel des Gegners ein, um es zu zerstören. Mit dem Ball selbst können wir nicht viel anfangen.

        Antwort
  • 27.08.2022 um 22:29
    Permalink

    Erste Halbzeit okay, zweite Halbzeit klar unterlegen. Verdiente Niederlage. Die Entwicklung geht ganz klar rückwärts. Fakt ist, das wir nach sechs Spieltagen schon fünf, eventuell sogar sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz haben. Spielerisch ist das fast eine Katastrophe. Duah muss in der eigenen Hälfte Zweikämpfe führen und teilweise die Pässe in die Spitze spielen. Das ist ein absoluter Witz. Vielleicht ist es clever, Schweinsteiger ziehen zu lassen, so spart man in ein paar Wochen die Abfindung, wenn der Trainerstab seinen Hut nehmen muss. Der HSV brauchte in HZ zwei maximal 50 Prozent um uns ganz alt aussehen zu lassen. Das war leider (mal wieder!) gar nix.

    Antwort
    • 27.08.2022 um 22:58
      Permalink

      Nein, wir haben nur noch 4 Punkte Abstand zum Abstiegs-Relegationsplatz und wenn Fürth morgen nicht verliert, sind wir auf 3 Zähler dran. Insofern lassen wir langsam die Hirngespinste von den Plätzen 1-6 oder gar Aufstieg. Mit der Leistung kann man nicht im entferntesten an Aufstieg denken. Hoffen wir, dass wir dem Alptraum Abstieg nicht näher rücken. Schönreden hilft da nix

      Antwort
      • 27.08.2022 um 23:05
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        Naja, das sind ja keine Hirngespinste, sondern die Zielsetzung der Vereinsführung an die Angestellten im sportlichen Bereich. Das die bisher (und übrigens saison-übergreifend schon sehr lange in dieser Form) gezeigten Leistungen zum Erreichen dieser Ziele nicht ausreichen dürften, steht auf einem anderen Blatt.

        Antwort
  • 27.08.2022 um 22:32
    Permalink

    Der HSV ist wohl die stärkste Mannschaft der Liga. Daher ist die Niederlage ein Stück weit Normalität und nicht überzubewerten.

    Ein wenig ernüchternd empfinde ich es allerdings schon, dass unsere Spielanlage weiterhin sehr mäßig ist. Mein Tipp bleibt, die Plätze 1 bis 6 sind nicht für uns vorgesehen. Und hoffentlich auch die Ränge 18 bis 12.

    Antwort
    • 27.08.2022 um 22:37
      Permalink

      Die haben zu Hause gegen Rostock und Darmstadt verloren, mit Glück in Braunschweig gewonnen und in Bayreuth in der Verlängerung gewonnen. Das ist keine Übermannschaft und das war sie auch heute nicht. Und wenn man vorne mitspielen will, muss man einen direkten Konkurrenten zu Hause auch mal schlagen oder darf zumindest nich verlieren. Die Ziele und Ambitionen sind klar formuliert. Zum Erreichen derselben ist das heute leistungs-und ergebnistechnisch zu wenig. Leider.

      Antwort
  • 27.08.2022 um 22:33
    Permalink

    Hoffen wir auf eine sorgenfreie Saison für den FCN.
    Alles andere wäre utopisch.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 22:39
    Permalink

    Es folgen zwei Spiele der Wahrheit.
    Und zur Wahrheit gehört: Der nächste Gegner (Braunschweig) muss “hergespielt” werden.
    Ein Ton von dem ach so tollen Stärken im der PK von RK und ich hole mir Ohrenstöpsel…

    Antwort
    • 28.08.2022 um 12:15
      Permalink

      Glaube vom Erfolg im Pokal gegen Hertha wird RK schon was erzählen und vielleicht sogar wie schwer
      es der HSV in Braunschweig hatte.

      Antwort
    • 31.08.2022 um 15:14
      Permalink

      @ Teo.
      Wird schwierig sein die PK anzuschauen weil die der Gegner wieder stark geredet wurde.

      Antwort
  • 27.08.2022 um 22:45
    Permalink

    Was meine Meinung nach auffällt und ich so nicht erwartet hätte, ist das Fehlen von Handwerker. Auch wenn Wekesser seine Sache nicht unbedingt schlecht macht, ist die Offensive des Clubs ohne die Vorwärtsdynamik von Handwerker nochmals weniger vorhanden. Auch wenn er sicherlich auch nicht immer fehlerfrei gespielt hat…

    Antwort
  • 27.08.2022 um 22:46
    Permalink

    Unser Trainer hat uns in der 2. Halbzeit auf Augenhöhe mit dem HSV gesehen.😂🙈

    Antwort
    • 27.08.2022 um 22:54
      Permalink

      Selbstbehauptungs- oder Spielerschutzstrategie?
      Oder beides?
      An der Wahrheit leider vorbei…

      Antwort
  • 27.08.2022 um 23:04
    Permalink

    Das Spiel heute wirft wieder viele Fragen auf. Die Kritik an RK und seinem Spielsystem wurde nach einem glücklichen Sieg in Sandhausen aber abgefedert. Es bleibt aber ein überschaubares Spiel in Regensburg, ein grottiges gegen Heidenheim und eine katastrophale Halbzeit in Sandhausen. Das heute gegen Hamburg war nicht viel mehr – keine Ideen und kein erkennbares System. Der Trainer bringt uns meiner Meinung nach nicht weiter.
    Das zweite Rätsel ist für mich MMD. Überall wird erzählt, wie toll er ist. Wann hat er für und das letzte Tor geschossen, oder den letzten Assist geliefert. Den Ball jedes Mal in sich eindrehen und nach hinten spielen ist nicht zielführend. Da ist ein Sonny Kittel eine ganz andere Nummer.

    Antwort
  • 27.08.2022 um 23:08
    Permalink

    Man muss einsehen wir bis auf MMD haben wir einfach nicht die spielerische Qualität so ein starkes Pressing oder Staffelung im Mittelfeld wie der HSV es 90 Minuten durchgezogen hat, zu durchspielen. Weil wir nicht durchkamen dann kommt häufig das lange Holz zum Einsatz, versuchen die Pressinglinien zu überspielen, aber die Bälle konnten wir vorne so gut wie nie festmachen. Verdiente Niederlage. Die zweite Halbzeit war die deutliche schwächere.

    Antwort
    • 27.08.2022 um 23:31
      Permalink

      Ach komm, der HSV war doch heute nicht mal gut. Das ist doch das Problem! Das macht einen als Fan ja zusätzlich fertig! Und nicht mal gegen einen mässigen HSV schaffen wir es, geplant irgendeine Torchance herauszuspielen. Es ist doch auch nicht ansatzweise ein Plan erkennbar, größtenteils Standfußball. Absolut keine Spielidee, dieses Hin- und Hergekicke beim Abstoß kann man sich doch voll sparen. Ob jetzt der linke, der rechte Innenverteidiger oder der Torwart den Ball hoch nach vorne jagt, ist doch völlig Wurst. Fast ein Höhepunkt im Spielaufbau ist es, wenn dann Valentini oder Wekesser den Ball aus dem Halbfeld unserer Seite nach vorne jagen.

      Wer wechselt denn in der 79. Minute in einem Heimspiel vor eigenem Publikum (!) den Linksverteidiger positionsgetreu aus!? Das kanns doch nicht sein! Da muss doch zum Halali geblasen werden, aber stattdessen ging der Standfußball einfach weiter.

      Nach dem ergruselten 2:1 in Sandhausen dachte ich mir dann doch “Na gut, geh ich halt noch mal rein.” Ich bereue es. Außer Slapstick von Valentini war dann in der zweiten Halbzeit der spielerische Höhepunkt des Clubs der falsche Einwurf von Gyamerah. Und wieder kann der gegnerische Torwart sein Trikot beim nächsten Spiel auftragen, das ist sauber geblieben.

      Ich habe jetzt erstmal fertig. Vielleicht hat Hecking ein Einsehen. Diese Saison können wir auf jedenfall schon abhaken. Der Hammer mit welchen Geldeinsatz wir keinen nennenswerten Ertrag bekommen.

      Sehr schade ist das für Duah, der kann einem leid tun. Ich denke, der wird seinen Entschluß auch schon bereut haben. Was der uns Freude bringen könnte.

      Antwort
      • 28.08.2022 um 07:46
        Permalink

        Ich verstehe den Frust absolut, das zweite enttäuschende Heimspiel hintereinander. Nach Heidenheim schon wieder völlig enttäuscht aus dem Max Morlock Stadion nach Hause fahren. Aber der HSV, wenn er sich nicht selbst ins Knie schießt und auf der Höhe ist, ist das Maß der Dinge in der 2. Liga. Die 1. Halbzeit fand ich den Club sogar gut, nur dann muß ein Ball auch mal reingehen damit der HSV nervös wird. Von Trainerdiskussion, die hier und da immer wieder aufploppt halte ich nichts, weil dann müsste man auch die Frage beantworten, wer soll dann kommmen und da fällt mir aktuell kein Name ein. Es bleibt nichts anderes übrig als weitermachen…. Hecking hat das Ziel Platz 1 – 6 ausgerufen. Wenn es wirklich noch toll laufen würde, Platz 6 oder knapp darunter könnte man noch schaffen, aber mit ganz oben glaube ich auch das kann man jetzt schon als erledigt betrachten.

        Antwort
  • 27.08.2022 um 23:10
    Permalink

    Der HSV hat uns hergespielt…

    Antwort
  • 27.08.2022 um 23:15
    Permalink

    Dann darf man sich nicht so hochtrabende Ziele setzen. Wenn man gegen kampfstarke Gegner Probleme hat in die Zweikämpfe zu kommen, wenn man gegen tief stehende Gegner mit Ball keine Ideen entwickeln kann, wenn man gegen hoch pressende Gegner nicht ausreichende spielerische Qualität hat, dann kann man nicht vorne mitspielen wollen. Oder sehe ich das falsch? Irgendwie passt es nicht so zusammen. Also ich bin heute echt frustriert muss ich zugeben.

    Antwort
    • 28.08.2022 um 00:42
      Permalink

      Zur Diskussion oben an der ich nicht mehr teilnehmen konnte:
      Contradictio in adjectio oder was weiß ich, es war halt einfach kacke. Selten war Standfußball treffender, ich dachte immer, es hätte 40 Grad.

      Irgendwann bleib ich einfach auch während dem Spiel im Zeppelin sitzen das ist eh immer der Höhepunkt des Spieltags.

      Antwort
      • 28.08.2022 um 11:11
        Permalink

        Es ist keinerlei System erkennbar, immer der gleiche “planlose” Kick!
        Da muß man den Trainer in der 3.(!) Saison auch langsam mal in Frage stellen dürfen!!!
        Und die Auswechslungen sind meist komplett nicht zu verstehen!
        Es muß schnellstens etwas passieren, so kann es nicht weitergehen!

        Antwort
  • 28.08.2022 um 08:21
    Permalink

    Es war schon eine gewisse Unreife im Spiel. Zu schnelle Ballverluste und überhastete Bälle in den Strafraum, die dann viel zu unplatziert vors Tor kamen. Und wenn von 4 Bällen in den Strafraum mal einer auf einen Spieler des Clubs kam, hat dieser den Ball kläglich übers Tor oder daneben gedroschen. Ich will da nicht wieder vom fehlenden Knipser anfangen, aber der fehlt halt doch. Der HSV war nicht besonders gut, jedoch für diese Clubmannschaft hat es halt gereicht. Das einzige, was man positiv bewerten konnte, dass die Mannschaft gekämpft hat. Jedoch hatte man dann das Gefühl, dass in den letzten 20 Minuten die Luft ausging.

    Antwort
    • 28.08.2022 um 08:58
      Permalink

      Der HSV war nicht besonders gut wenn ich das schon lese, das war von den Hamburger ein bärenstarker Auswärtsauftritt! und muss man ihnen lassen vor allem taktisch sehr geschickt gemacht dafür ist Tim Walter, obwohl ich ihn nicht leiden kann, auch bekannt. Nach dem überraschenden 0:1 haben sie sich etwas zurückgezogen und in der eigenen Hälfte sehr gut verdichtet so daß kein durchkommen mehr war in der 2. Halbzeit. Das war bislang die stärkste Mannschaft gegen die wir gespielt haben.

      Antwort
      • 28.08.2022 um 09:14
        Permalink

        “Wenn ich das schon lese” … was dann, Juwe? Es ist deine Meinung, dass der HSV das Maß der zweiten Liga ist. Ist ja ok. Aber bitte gestatte doch auch die Meinung, dass der HSV als maximal durchschnittliche Zweitliga-Truppe zu uns kam. Mehr habe ich übrigens auch nicht gesehen. Gegen einen derart plan-, hilf- und spielerisch ambitionslosen Gegener, wie es unsere Elf gestern war, lässt es sich leicht glänzen. Ich war gestern auch seit ewiger Zeit mal wieder im Stadion. Jetzt weiß ich wieder, was ich so lange nicht vermisst habe…

        Antwort
        • 28.08.2022 um 09:46
          Permalink

          Sorry dann weiß ich nicht was du gesehen hast, warum wir zb vor allem in der 2. Hälfte keine Chancen mehr hatten lag daran, die Abwehr des HSV in der Innenverteidigung war das stärkste, was ich in der 2. Liga bislang überhaupt gesehen habe 90 Minuten ohne einen einzigen! Fehlpaß auch nach vorne. Wer die Leistung des HSV eine durchschnittliche Zweitligamannschaft nennt … versteht irgendetwas nicht richtig, das ist aber nicht mein Problem insofern alles gut.

          Nur nebenbei diese “durchschnittliche Zweitliga Mannschaft der HSV” hat diese Saison bislang Alle seine Auswärtsspiele gewonnen einschließlich Pokal.

          Davon abgesehen die Leistung des Club gegen so einen starken Gegner war in den ersten 45 Minuten die beste Hälfte in der bisheringen Saison, allerdings in der 2. nicht mehr da wurde es zu wenig und zu wenig Lösungen im letzten Drittel.

          Antwort
          • 28.08.2022 um 11:16
            Permalink

            Wieso fühlst du dich denn immer aufgefordert, von deiner Meinung und Wahrnehmung abweichende Foristen zu diskreditieren? (Wenn ich das höre, Weiß nicht was du gesehen hast, versteht irgendwas falsch…) Mag sein, dass der HSV gut verteidigt hat, alles ok! Aber wenn uns als Club in der 2. Halbzeit so wirklich gar nichts einfällt, diesem “Bollwerk” auch nur einen Funken spielerische Ambition, Torgefahr, Engagement oder was weiß ich nicht entgegenzusetzen, dann ist das einfach nur bockschlecht und schwach! Es ging darum, ein Tor aufzuholen, im Heimspiel vor eigenem Publikum. Da kam nichts, gar nichts…. von den valentinischen Slapsticks und falschen Einwürfen mag ich da noch gar nicht sprechen. Ne sorry…. das war leider mal wieder gar nix! Da lass ich auch die Übernachtung das HSV nicht zählen. Bin komplett enttäuscht vom Team und vom Trainer.

            Antwort
            • 28.08.2022 um 23:28
              Permalink

              Alles ok die Enttäuschung, nur muss man realistisch bleiben, ich habe den Satz kritisiert der HSV wäre nicht gut gewesen oder du .. “maximal durchschnittliche Zweitligamannschaft”, das ist und bleibt Nonsens. Der HSV war letztes Jahr schon die spielerisch stärkste Mannschaft und ist dieses Jahr die Benchmark in der 2. Liga, wenn sie nicht wieder an ihren Nerven scheitern. Daher war für mich die Club Leistung gestern grundsätzlich in Ordnung, die Spiele davor allerdings mit der Ausnahme Fürth nicht!

              Antwort
              • 29.08.2022 um 09:32
                Permalink

                Wieso konnten wir im letzten Jahr den spielerisch stärkeren HSV dann einmal schlagen, im Pokal auf Augenhöhe bis ins Elfmeterschießen an den Rand einer Niederlage bringen? Im Vergleich zum Vorjahr war die Performance vom Club am Samstag weit entfernt. Wieso gelang uns das nicht ansatzweise? Es geht doch nicht um die Enttäuschung über diese eine Niederlage. Nach dem knappen Pokalaus damals war ich auch enttäuscht. Damit konnte ich aber aufgrund der Leistung leben. Das darf aber nicht für das Gezeigte am Samstag gelten. Ich bleib dabei: auch wenn sich der HSV noch als Benchmark der 2. Liga zeigen sollte, er hatte am Samstag einen harmlosen Gegner. Der Club ist aktuell in einer besorgniserregenden Verfassung, nicht erst seit dem letzten Spiel. Und das enttäuscht mich!

                Antwort
                • 29.08.2022 um 10:32
                  Permalink

                  Also sehe ich anders, für mich mit Ausnahme des Fürth Spiels die stärkste Leistung in dieser Saison vom Club. Es machen dann oft Nuancen aus, die mal auf die eine oder andere Seite kippen können, der Schuss von MMD in der 1. Halbzeit hätte gut das 1:0 sein können dann nimmt das Spiel vielleicht einen anderen Verlauf. Fußball ist ein Fehlerspiel, der HSV hat gestern seine Fehler auf ein absolutes Minimum gebracht, mit den wiedergesenen Jatta und Leipold bärenstark und lebte vor allem von seiner Defensive, die so gut wie nichts zu ließ. Ich bleibe dabei richtig ärgern mich Auftritte wie Heidenheim, Sandhausen 1. Hälfte und St. Pauli, dort müssen wir punkten. Ich sehe uns nicht als Aufstiegsfavoriten. Aber es ist früh in der Saison…schaun wir einfach wie es weitergeht.

        • 28.08.2022 um 10:06
          Permalink

          Dem kann ich mich nur anschließen, ein durchschnittlicher HSV hat gegen einen schwachen CLUB gewonnen.War gestern auch im Stadion, wenn der Club wieder eine Besucherzahl von knapp 36000 erreichen will,muss er sich gewaltig steigern…..

          Antwort
          • 29.08.2022 um 11:22
            Permalink

            Von Aufstiegsfavorit redet hier keiner mehr.
            Nach unten ist meiner Meinung leider auch viel möglich.

            Fällt jemand eine FCN Begegnung ein wo unser Trainer wie auch der des Gegners so gewaltig unter Druck standen wie am Freitag ?

            Antwort
    • 28.08.2022 um 09:14
      Permalink

      Was mir wichtig ist, mit so einer Niederlage heute kann und muss man natürlich leben, da werfe ich der Club Mannschaft nichts vor, was gar nicht geht sind Spiele wie gegen Heidenheim oder die ersten Hälfte in Pauli und in Sandhausen.

      Antwort
      • 28.08.2022 um 11:01
        Permalink

        @Juwe. Der Zuschauer im Stadion zahlt auch nicht nur für 45 Minuten Eintritt sondern für 90 Minuten. Wenn der Trainer dann im Interview nach dem Spiel sagt, der Club war in der 2. Hz. auf Augenhöhe mit dem HSV, leidet unser Trainer am kompletten Realitätsverlust. Ich fühle mich als Fan bei so einer Äußerung komplett verarscht.

        Antwort
        • 29.08.2022 um 11:37
          Permalink

          Und er fühlt sich wahrscheinlich völlig zurecht von Aussagen wie Deiner voll und ganz verarscht. Wenn man nicht sieht, dass es ein Spiel auf Augenhöhe war, muss man sich halt schon fragen, warum man ins Stadion geht, wo man doch offensichtlich ein Spiel nicht lesen kann. Der HSV hatte eine gute Chance bis in die Nachspielzeit, das Tor. Eine! Der Rest war nicht aufs Tor oder weit weg vom Kaste . Aber angeblich hat er den Club hergespielt. … Da fragt man sich schon, in welchem Stadion die Leute waren, die das behaupten. Da fehlt es einfach komplett an Fähigkeit ein Spiel mal nicht am Ergebnis zu messen. Aber der Trainer ist der Realitätsverweigerer, wenn er das sagt und nicht die Leute, die ihre eigene Wahrnehmung nur am Ergebnis und ihren Erwartungen ausrichten und sich so ihre völlige falsche Wirklichkeit aufbauen. Klar…

          Antwort
          • 29.08.2022 um 12:02
            Permalink

            Lassen wir es für den Moment doch einfach gut sein, und freuen uns auf die nächste Partie in Braunschweig. Evtl dann erneut auf Augenhöhe… 😉

            Antwort
          • 29.08.2022 um 12:09
            Permalink

            Spielt alles keine Rolle. Diese Saison sind Ergebnisse gefordert. Wir haben 7 Punkte aus 6 Spielen. Das ist für die von der Vereinsführung vorgegebenen (nicht von den Fans erwarteten) Ziele zu wenig, und würde hochgerechnet gerade so zum Klassenerhalt reichen.

            Antwort
  • 28.08.2022 um 11:53
    Permalink

    Wann haben wir nach Rückstand im eigenen Stadion zuletzt gepunktet bzw. gewonnen ?
    Auf jeden Fall auch eine Statistik des Grauens.

    Antwort
  • 28.08.2022 um 12:16
    Permalink

    Fakt ist einfach, dass der Glubb in den letzten 10 Ligaspielen einen Punkteschnitt von 0,8 und dazu grötenteils enttäuschende Testspiele hingelegt hat. Das ist ein Abwärtstrend, der nicht wegzudiskutieren ist. RK muss jetzt kurzfristig die Wende hinbekommen und DH/OR sollten ihre Kaderplanung überdenken, solange das Transferfenster noch offen ist.

    Antwort
  • 28.08.2022 um 14:07
    Permalink

    Ich verstehe nicht, warum ich bei uns eigentlich nie eine gute Spielanlage erkennen kann. Wir müssten doch wahrlich längst eingespielt sein.
    Ist das mit dem Fehlen eines spielstarken 6ers zu erklären (ein tiefer Spielmacher) oder liegt das eher an unserer viel zu reaktiven Herangehensweise?
    Ich meine, wie sollten wir eine Handschrift mit klaren Abläufen und daraus eigene Stärken entwickeln, wenn wir uns immer wieder nur dem Gegner anpassen? Müssten wir nicht eher ein eigenes Selbstverständnis entwickeln und sagen: „sollen sich die anderen doch an uns anpassen!“

    Ich glaube, Klauß fehlt es einfach an zutrauen an die eigene Stärke. Das mag seiner Unerfahrenheit geschuldet sein, aber der Lernprozess könnte nun auch langsam greifen…

    Antwort
    • 28.08.2022 um 14:52
      Permalink

      Die Frage zur Spielanlage stelle ich seit Monaten. Nicht um klugzuscheissen. Einfach nur weil ich wirklich nicht verstehe, warum es beim Club seit Jahren selten ansehnlich aussieht, mal wuchtig, des öfteren effizient, aber nicht schön anzusehen.

      Antwort
      • 28.08.2022 um 15:20
        Permalink

        Ich habe mich auch immer gefragt, ob das nicht eine Frage des grünen Grases in Nachbars Garten ist. Ich meine, dass man eine gute Spielanlage einfach nicht erkennt, weil man grundsätzlich die andere für die bessere hält, wenn man es nicht schafft, den Gegner „herzuspielen“.

        Antwort
      • 28.08.2022 um 18:29
        Permalink

        Ich lese so oft beim Kickerticker: Dem FCN fällt offensiv nichts ein. Das seit Jahren…

        Antwort
    • 28.08.2022 um 17:28
      Permalink

      Das ist doch die RB Leipzig Schule, der kann nicht anders. Aber wir haben halt keinen RB Leipzig Kader, bei weitem nicht.

      Antwort
      • 28.08.2022 um 17:51
        Permalink

        Ich muss dazu sagen, dass ich Leipzig vor Nagelsmann aber auch wesentlich besser zum Zuschauen fand als Leipzig während und vor allem nach Nagelsmann. Die spielen mit einem absoluten Klassekader in meinen Augen seit Jahren unter ihrer Leistungsfähigkeit. Ich finde auch dort nicht, dass die Umstellungen viel Positives beitragen.

        Antwort
      • 28.08.2022 um 19:54
        Permalink

        Dafür, dass er nichts anderes kann, isses aber inzwischen schon sehr weit weg von RB-Schule. 😉

        Nur so nebenbei: Wenn er nichts anderes könnte und er nach fünf Transferperioden immer noch nicht die richtigen Spieler dafür hätte, wäre er sicher nicht der Hauptverantwortliche dafür.

        Antwort
        • 28.08.2022 um 22:19
          Permalink

          Daferner, Wintzheimer, Duah.
          Viel mehr Möglichkeiten, so RK.
          Er hat, was er wollte, dann muss er es sich MITverantworten.

          Wofür steht der Fußball des Clubs?
          Gegner stark reden, perfekt analysieren reicht nicht.
          Da rennt er schon in die falsche Richtung…

          Antwort
          • 28.08.2022 um 22:26
            Permalink

            Wer sagt denn, dass er hat, was er wollte? Ernsthaft: Hat Klauß sich je hingestellt und gesagt: Das sind alles meine Wunschspieler! Oder hat er halt brav gesagt, dass er den Transfers zugestimmt hat, weil halt alle drei (Hecking, Rebbe, Klauß) zustimmen müssen.

            Das heißt nicht, dass man Klauß völlig aus der Verantwortung nehmen darf. Aber wenn man der Auffassung ist, dass die Spieler und der Trainer nicht zusammenpassen, was legitim ist, man aber nicht teilen muss, dann darf man die Mehrheit der Verantwortung auch mal woanders suchen. Den Kader stellen nämlich andere zusammen.

            Antwort
            • 29.08.2022 um 00:29
              Permalink

              Wenn RK Anfang Juli feststellt, dass er Qualitäten im Sturm hat, die er so noch nicht hatte
              (https://www.nordbayern.de/sport/1-fc-nuernberg/klauss-uber-neue-sturmer-qualitaten-die-wir-noch-nicht-hatten-1.12297895), es weiterhin klar scheint, dass nur dann ein Transfer vorgenommen wird, wenn alle drei, also RK, OR und DH zustimmen (https://www.nordbayern.de/sport/1-fc-nuernberg/olaf-rebbe-ein-transfer-kann-beinahe-alles-kaputt-machen-1.12222999), dann kann es zwar theoretisch sein, dass RK nicht hat, was er will.
              Es ist aber ausgeschlossen, dass er hat, was er nicht will.

              Vom guten Gefühl, das er da u.a. schwärmerisch beschreibt, ist nicht viel übrig geblieben, zumindest momentan.
              Wie auch, wenn es nicht darum geht, wie man die drei Stürmer in Szene setzt, sondern die Stärken der Gegner so sehr betont, dass alle Gegner fast unbezwingbar auf einen Thron gehoben werden.
              Die Analysen sind immer korrekt, keine Frage.
              Fußball auf dem Platz lebt aber von Emotionen. Und da ist viel, viel zu wenig zu sehen von der Begeisterung, von den Möglichkeiten, von einer Idee der Marke FCN.
              Da kommt das Analysieren und Fokussieren auf die Stärken der Gegner halt auf die Dauer einem Starkreden der gegnerischen Mannschaft und einem Schwächen der eigenen Elf gleich.
              Das ist keine Küchenpsychologie, sondern jedem einleuchtend, der als Hobby- oder Amateurkicker erlebt hat, was diese Komponente ausmacht.

              RK steht in der Verantwortung, dass diese überfordert wirkenden Spieler nicht mehr gehemmt und ideenlos über den Platz streunern und sich dabei die Gehirnwindungen verrenken, was genau in Situation xy zu tun ist.
              Da muss was Befreiendes, Begeisterndes geschehen.
              Ich fürchte aber, dass RK da nicht von seinem “Stiefel” wegkommt…

              Antwort
            • 29.08.2022 um 12:22
              Permalink

              @Florian

              Was war denn in der PK los gewesen? Tim Walter verdreht am Ende schon die Augen und raunt sie wollen endlich zum Flieger und Florian fragt in dem Moment Tim Walter nach Merlin, der die Hamburger Standards “orchestriert” … dann gabs eine echte Tim Walter Abfuhr fast schon eine verbale Schelle 🙂

              Florian meintest du Meffert oder Merlin? was war da denn los?

              Antwort
              • 29.08.2022 um 13:01
                Permalink

                Merlin Polzin ist einer der Co-Trainer. Der stand die ganze zweite Halbzeit während der Standards an der Seitenlinie und hat wild gefuchtelt. Deshalb dachte ich, er sei zuständig. Mir ging’s drum, zu klären, wer da zuständig ist, weil ich das als Nürnberg Journalist einfach nicht wissen kann. Bisschen ungeschickt formuliert, aber er hat’s ja dann aufgeklärt in seiner unnachahmlich charmanten Art.

                Wobei ich zugeben muss, dass ich, wenn er nicht so genervt gewesen wäre, möglicherweise keine Frage gestellt hätte an ihn. 😉

                Antwort
                • 29.08.2022 um 13:42
                  Permalink

                  Bei der Biechele Frage war er ja auch schon unter Strom.
                  Im Vergleich zu Nagelsmann gegen Assistent Waschitzki – Günther war es aber okay.

            • 29.08.2022 um 12:36
              Permalink

              Also mich irritiert das schon ganz schön. Warum bekommt Klauß die benötigten Spieler nicht. Ist dieser Typ Spieler nicht gewillt, zweite Liga zu spielen (sportlich unter seinem Niveau), kann der FCN diesen Typ Spieler nicht bezahlen, oder wollen Rebbe und Hecking dem Trainer diesen Spielertyp nicht zur Verfügung stellen? Wie man es auch dreht und wendet, man müsste zu dem Schluss kommen, daß die Vorstellungen/Möglichkeiten von Verein und Trainer nicht wirklich zusammenpassen. Was ein Erreichen der Ziele dann natürlich erheblich erschwert bzw. unmöglich macht. Und Konflikte unausweichlich macht. Ist der wahrscheinliche Abgang vom Co da schon ein Zeichen dafür?

              Antwort
  • 28.08.2022 um 23:34
    Permalink

    Ich finde Klauß hat nicht ganz unrecht, es ist schwer aktuell die Ausfälle gleichwertig aufzufangen, Nürnberger raus nach sehr starkem Beginn, Handwerker in guter Form fehlt, Duman verletzt der spielerische Lösungen bringen kann. Ich finde das gestern nicht so schlimm. Man kann aber nicht verschweigen, insgesamt ist die Performance des Saisonstarts zu schwach. Der HSV hat sich nach der Heimniederlage in sehr starker und sehr abgezockter Form präsentiert, Sie haben einfach keine Fehler gemacht. Leibold und Jatta ebenso wieder mit an Bord, die Erstliga Niveau haben, der HSV war einfach den Tick stärker gestern, ich bin auch sicher diese Saison steigen sie direkt auf. Nächste Woche in Braunschweig gibt es allerdings für den FCN keine Ausreden!

    Antwort
  • 29.08.2022 um 15:41
    Permalink

    Ich hab jetzt mal alle Daten und Zahlen nachgetragen. Es täte der Diskussion über die Einordnung des Spiels wirklich gut, wenn man sich die mal zu Gemüte führt und sieht wie ausgeglichen das Spiel in quasi allen Kategorien war. Das widerspricht dann auch meinem subjektiven Eindruck, wo ich während des Spiels den HSV auch besser gesehen habe, als er dann objektiv gesehen war. Das heißt nicht, dass man das alles super finden muss, was der FCN gemacht hat, ganz und gar nicht. Der offensive Vortrag ist bspw. immer noch weitgehend Banane.

    Antwort
    • 29.08.2022 um 17:22
      Permalink

      Ich war am Samstag im Stadion und habe bis zum 0:1 ein ordentliches, phasenweise gutes Spiel vom Club gesehen. Das Gegentor hat der Mannschaft meiner Wahrnehmung nach förmlich den Stecker gezogen, bis zur Pause ging gar nichts mehr und auch in der 2. HZ war kein Widerstand oder Aufbäumen gegen die Niederlage erkennbar. Und in einem Heimspiel gegen einen starken, aber keineswegs übermächtigen Gegner, gegen den man in der letzten Spielzeit wirklich auf Augenhöhe agierte, darf schon etwas mehr erwarten.

      Strukturell krankt das Spiel (insbesondere gegen solche Teams wie den HSV) an einem spielstarken 6er, dem Fehlen von Handwerker und der Offensivschwäche von Valentini (der im Gegensatz etwa zum verkauften Kilian Fischer) keinerlei Zutrauen ins eigene Spiel hat und die Bälle mehrfach (allein in der ersten Hälfte 4-5 mal) blind nach vorne haut, und dabei den Ball direkt zum Gegner befördert. Und auch das Fehlen von Duman als ballsicheren OM führt dazu, dass die beiden Sürmer im luftleeren Raum hängen. Gerade in der ersten Hälfte konnte man bei eigenem Ballbesitz des öfteren die (riesige) Lücke zwischen den beiden IVs erkennnen, in die 6er sich hätte fallen lassen müssen/können, sofern wir denn einen hätten. Mit Geis werden wir das nie erleben, und insofern könnte man vielleicht schon mal einen Versuch mit dem jungen Jahn wagen.

      Die objektive Datenlage mag es durchaus nahe legen, von einem Spiel auf Augenhöhe zu sprechen, vermutlich würde man bei einer Dreiteilung der Spieldaten (1-30./31-60./61-90.) zu ganz anderen Aussagen kommen können. In Summe muss man doch festhalten, dass der Club in HZ 2 alles vermissen ließ, was für einen Punkt oder gar einen Sieg nötig gewesen wäre. Fußball ist halt kein algorithmengesteuertes Rasenschach, sondern mindestens zur Hälfte Einstellung, Wille, Laufbereitschaft, Durchsetzungsvermögen und Leidenschaft.

      Wenn die Vereinsführung als Ziel die Plätze 1 bis 6 vorgibt, und auf dem Platz keinerlei Idee sichtbar wird, wie dieses Ziel erreicht werden kann, dann sind nicht Irritation und Zweifel, sondern auch kritische Nachfragen erlaubt, wenn nicht sogar geboten. Und nicht anders ist wohl in diesem Rahmen auch die Intervention von DH zu verstehen.

      Von diesem Ziel ist unsere Mannschaft aktuell meilenweit entfernt. Sie hat aus sechs Spielen sieben Punkte geholt, wobei der in der Tat überzeugende Derbysieg und der glückliche Last-Minute-Sieg in Sandhausen die schreckliche Tendenz der letzten Spiele der Vorsaison und die schlechten Spiele gegen Heidenheim und auf St.Pauli und in Regensburg noch kaschieren.

      Klar kann man gegen eine Spitzen-Mannschaft wie den HSV verlieren, aber nicht so, wie am Samstag live gesehen und erlebt.

      Antwort
      • 29.08.2022 um 17:35
        Permalink

        Auch bei einer Dreiteilung der Datenlage käme man zu keinem anderen Ergebnis, im Gegenteil, rein datentechnisch hat der Club die zweite Halbzeit sogar beherrscht und war in den anderen Phasen auch nicht schlechter. Daher kann ich das “da hat der Wille gefehlt” auch wirklich nicht nachvollziehen oder auch den Eindruck, das Gegentor habe den Stecker gezogen.

        Man kann argumentieren, dass der HSV dann nichts mehr gemacht hat und der Club deshalb mehr Ballbesitz, aber wenig Chancen hatte. Legitim. Aber gerade der Eindruck, dass die zweite Halbzeit vom FCN schwach war, deckt sich eben null mit dem, was die Daten hergeben. Wenn der Club schwach war, war der HSV schwächer.

        Und der Einwand, es sei kein algorithmisches Rasenschach geht ja letztlich an dem vorbei, worum es geht. Es geht ja um die Bewertung und da ist der Blick der eigenen Augen und die eigene Wahrnehmung immer getrübt, weil man eigene Vor(ein)stellungen hat, vor deren Hintergrund jede Bewertung passiert. Deshalb ist die Analyse anhand objektiver Zahlen ja so wichtig. Ich nehme mich da ja in keiner Weise aus. Mein Eindruck im Stadion war (siehe Fazit oben), auch deutlich kritischer, weil auch emotional geprägt.

        Das heißt nicht, dass ich die Kritik am offensiven Vortrag des FCN per se nicht teile, im Gegenteil. Ich denke nur, dass die Bewertung des Spiels am Samstag – und auch die Bewertung der Analyse des Trainers – bei vielen zu sehr von den eigenen emotionalen Eindrücken und vor dem Hintergrund des Ergebnisses passiert und es deshalb wichtig ist, sich klar zu machen, warum der Trainer – objektiv gesehen völlig zurecht – von Augenhöhe spricht.

        Antwort
        • 29.08.2022 um 18:05
          Permalink

          Florian, ich verstehe Deinen Ansatz, die objektivierbaren Daten heranzuziehen und damit die Spielanalyse emotionsfreier zu gestalten.
          Zwei Tage nach dem Spiel bin aber auch jenseits der Daten in der Lage, eine emotionsfreie Einschätzung zum Spiel abzugeben. Emotional wäre ich gewesen, wenn ich mich am Samstag nacht oder am Sonntag an der Debatte beteiligt hätte.

          Aber wenn das Spiel nach Datenlage so ausgeglichen war, warum ist es dann nicht 0:0 oder 1:1 ausgegangen?

          Oder wo waren denn in der 2. HZ jene Chancen, die aus den vom Club “deutlich beherrschten Phasen” etwas Zählbares nur im Ansatz haben werden lassen?

          Du sagst ja selbst, dass Du die Kritik am offensiven Vortrag des FCN teilst. Ich denke, das es doch im Sinne einer von uns allen gewünschten Verbesserung der Spielanlage sinnvoller wäre, sich nicht ein klar und verdient verlorenes Spiel durch Datenanalysen “schön zu interpretieren”, die doch ihrerseits nur ein Baustein einer umfassenderen Analyse sein können – zumindest meiner Meinung nach.

          Antwort
          • 29.08.2022 um 19:20
            Permalink

            Die Emotionen in der Wahrnehmung am Samstag sind aber ja auch zwei Tage später nicht weg. Die Wahrnehmung während des Spiels ist ja nicht plötzlich eine andere, nur weil Tage vergangen sind, man hat das Spiel so wahrgenommen und auf Grund der Emotionen automatisch auch Wahrnehmungsverzerrungen drin. Das ist keine Kritik, sondern einfach das, wie Menschen funktionieren. In jeder Situation. Man denke auch an Zeugenaussagen, die eigentlich in der Regel das schwächste Beweismittel sind, weil die menschliche Wahrnehmung in jeder Situation immer verzerrt ist. Deshalb bedarf es ja anderem Input und daher sind objektive Daten auch mehr als “ein Baustein”, sondern ein essentieller Aspekt einer Betrachtung.

            Warum geht das Spiel nicht 1:1 aus? Weil Fußball immer zu 40-50% Zufall ist. Zu meinen, dass ein Spiel in der Regel einen “gerechten” Ausgang findet, der an der Qualität liegt, ist gerade im Fußball wirklich selten der Fall. Es geht drum, die 50-60%, die man kontrollieren kann, zu kontrollieren. Wo war das gegen den HSV der Fall? Es ist ja nicht so, dass Daferner das Ding kurz nach der Pause absichtlich verballert oder weil er es nicht kann, sondern weil er einfach mehr oder minder zufällig doof über den Ball haut. Warum kriegt Lawrence bei der Ecke den Ball nicht mit mehr Druck drauf? Auch da geht’s um Sekunden im Timing. Möller Daehlis Solo noch vor der Pause ist auch eine Frage der Fingerspitzen von Heuer Fernandes. Das ist alles nicht viel, es ist nur mehr oder minder gleich viel zu dem, was der HSV an Chancen hatte. Dompés Schuss, die beiden Tore, mehr war da auch nicht. Nur hatten sie eben das Spielglück auf ihrer Seite. Genauso kann Nürnberger den Kopfball ne Sekunde besser timen und dann landet der Ball nicht bei Vuskovic und es bleibt beim 0:0.

            Und daher sehe ich auch dieses “klar und verdient verloren” in der Nachbetrachtung mit Hilfe der Daten eben nicht mehr und das ist auch keine Schönrednerei oder Schönanalysiererei. Das ist einfach das, was es in Kombination von Auge und Daten hergibt: Es war kein gutes Spiel, aber eben von beiden Teams. Beide hatten wenig Abschlüsse. Der HSV hat nur eben seine Chance reingemacht. Das hat im Fußball aber selten was mit “besser sein” zu tun und oft mit Glück.

            Antwort
            • 30.08.2022 um 00:16
              Permalink

              @Florian:

              Wenn Fußball zu 40-50% Zufall ist, also das Spielergebnis sich häufig nicht aus objektiven Spielanalysedaten ableiten lässt, verstehe ich nicht, warum du so ein Faible für objektive Analysedaten hast.

              Antwort
              • 30.08.2022 um 08:03
                Permalink

                Weil die objektiven Daten diesen Zufall eher entlarven als die narrative (Ergebnis-)Berichterstattung, die dem Zufall eine Geschichte zuschreibt, die gar nicht vorhanden ist.

                Antwort
                • 30.08.2022 um 11:13
                  Permalink

                  @Florian:

                  Ist Fußball in deinen Augen ein Spiel, in dem das Ergebnis (das OBJEKTIV unhinterfragbar und GERECHT ist, sofern nicht falsche Schiedsrichterentscheidungen eine Rolle spielten oder eine Mannschaft einfach Pech hatte, was z.B. dann der Fall ist, wenn sie etliche Male an den Pfosten schießt) in erster Linie ein Resultat des ZUFALLS und nicht ein Resultat GELUNGENER UND FEHLERHAFTER AKTIONEN von Spielern?

                  Falls ja, halte ich diese Sichtweise für problematisch, weil sie die Spieler, die auf dem Platz individuelle und kollektive AKTIONEN ausführen, aus der Verantwortung und letztlich aus der Kritik nimmt. Zugespitzt gesagt: Auf dem Rasen handelt nicht der ZUFALL, sondern es handeln die SPIELER.

                • 30.08.2022 um 11:33
                  Permalink

                  Die Auffassung, dass das Ergebnis unhinterfragbar und gerecht ist, solang der Schiedsrichter sich nicht einmischt, teile ich wirklich überhaupt nicht. Das ist in keiner Weise, wenn man das Spiel näher untersucht, haltbar und reduziert das Spiel auf das Resultat. Das Resultat bildet objektiv aber keine Gerechtigkeit ab. Dafür ist die Anzahl der Tore viel zu gering. Der Ausgang des Spiels hängt letztlich ja von wenigen Aktionen ab und je weniger Tore, desto mehr vom Zufall.

                  Es ist ja eher im Gegenteil so: Wäre der Fußball gerecht, wäre er langweilig (wie Basketball oder Handball, die durch ihre deutlich höhere Anzahl an Trefferereignissen den Zufall deutlich minimieren und so viel seltener Außenseitersiege sehen), weil dann immer die bessere Mannschaft gewänne. Das tut sie häufiger, aber eben nicht immer. Zu meinen, dass das Ergebnis immer gerecht sei, ist letztlich genau dem “narrative bias” anheimfallen, der das Spiel weitgehend umgibt und die Berichterstattung beherrscht, der aber, wenn man sich das Spiel anschaut, eben weitgehend nicht haltbar ist.

                  Niemand entlässt die Spieler aus der Verantwortung, weil sie ja immer noch für 50-60% des Ergebnisses zuständig sind, aber 40-50% des Spiels basieren eben auf Zufall. Es geht darum, die 50-60% so gut wie möglich zu kontrollieren. Das ist auch weitgehend unstrittig und wenn man Guardiola beispielsweise zuhört, dann spricht der auch genau von jenen 50-60%, die es zu kontrollieren gilt und wer das gut kann, der gewinnt auch häufiger.

                  Man möchte als Mensch in allen Lebenslagen ja nicht zugeben, das viel dem Zufall unterliegt und versucht deshalb irgendwas zu tun, wodurch man den Eindruck von Kontrolle gewinnt. Diese “Kontrollillusion” ist etwas sehr Menschliches, man versucht etwas zu kontrollieren, das man letztlich nicht kontrollieren kann und Erklärungen für den Zufall zu finden, die es eigentlich eben nicht gibt. Trainerentlassungen im Fußball sind zum Beispiel sehr häufig ein Beispiel für diese Kontrollillusion. Die kommen meistens, wenn die Ergebnisse eine Zeit lang nicht passen. Jetzt gibt es zwei Varianten, entweder die Mannschaft ist einfach nicht gut zusammengestellt, bzw. personell für die Liga zu schlecht (d.h. die 50-60%, die nicht dem Zufall unterliegen, werden unzureichend bespielt), dann hilft aber auch das Austauschen des Trainers nichts, dadurch werden die Spieler auch nicht besser oder aber man hat eine Serie an Spielen, wo einem der Zufall nicht hold ist, dann kehren die Ergebnisse irgendwann auch wieder Richtung “erwartbar” zurück. Und tatsächlich ist es dann auch so, wenn man sich es mal anschaut, in der Regel tut sich in dem Bereich, der kontrollierbar ist, nicht so unglaublich viel. In den wenigsten Fällen hilft eine Trainerentlassung signifikant, weil der Trainer besser zur Mannschaft passt. (Dass jeder ein Gegenbeispiel hat und das jetzt nennen kann, nennt sich “Survivorship Bias”, die wenigen Gegenbeispiele bleiben eher im Kopf als die vielen bestätigenden) Aber die Vereinsführung will eben was tun, also meint sie dadurch die Kontrolle übernehmen zu können.

        • 29.08.2022 um 18:35
          Permalink

          Ich bin froh über diese Aufklärung, vielen Dank dafür Florian. Ich fürchte nur, sie wird zuwenig gelesen oder gar angenommen…

          Ich fand die erste Hälfte eigentlich klasse – bis zum Gegentor, das meiner Meinung nach eigentlich für uns in der Luft lag. Wir hatten die klareren Chancen. Für mich hatte der Club bis dahin gefühlt ein Übergewicht, weil sie optisch mehr aus ihren Momenten gemacht haben – nur leider nichts zählbares.

          Die Zweite Hälfte hat mich enttäuscht, weil ein erkennbares Aufbäumen und Ankämpfen gefehlt hat. Optisch. Statistisch sieht man es ja nicht. Weil nichts Konstruktives erkennbar war. Vielleicht war dazu die Defensivleistung des HSV einfach zu gut, aber man erwartet einfach, dass man im Rückstand Torchancen erarbeitet. Bleibt das aus, sieht man die Leistung eben schlecht und ungenügend. Dann erkennt man auch keine Augenhöhe und wundert sich über den Trainer, der gefühlt ein anderes Spiel gesehen hat. Vielleicht muss er so eine – nach optischem Eindruck überraschende – Analyse einfach besser erklären.

          Sonst bleibt der Eindruck, der dann auch hängen bleibt: “was erzählt der denn da?”

          Antwort
          • 29.08.2022 um 19:32
            Permalink

            Ich glaube, dass da einfach ein großer Unterschied zwischen der Bewertung und Analyse von Spielen besteht zwischen Menschen, die das im Fußball betreiben und den Fans. Ich hab das auf Twitter noch etwas ausführlicher beschrieben in nem recht langen Thread: https://twitter.com/flo_zenger/status/1564268790791262210

            Den Disconnect muss er auflösen, das seh ich auch so. Nur manchmal habe ich das Gefühl, dass es bei ihm in die andere Richtung genauso Probleme gibt, Dinge zu übersetzen, wie es das bei den Fans auch gibt, die Analysen mit ihren Blickwinkeln und Instrumenten innerhalb zu verstehen.

            Antwort
          • 29.08.2022 um 19:32
            Permalink

            Wirklich sehr gut, vielleicht lesen es ja auf Twitter ein paar Leute mehr, da ist auch Florians “Entwicklung” seiner eigenen Bewertung schön nachvollziehbar.
            Was emotional am Samstag belastet hat war neben der Niederlage der Spieleindruck tatsächlich beider Teams den ich jetzt, ausgenüchtert und unemotional, von “ganz üble 2. Liga” und “kacke” auf “unansehnlich” korrigiere.
            Gibt’s noch irgendwo in Netz die Graphiken wo der Ball tatsächlich auf dem Feld war bzw. die “realtaktische” Aufstellungen?

            Antwort
        • 30.08.2022 um 01:25
          Permalink

          @ belschanov

          Danke! Würde mich freuen, Dich mal wieder bei einem Heimspiel zu treffen. Würde gerne mal länger mit Dir plaudern.

          @Florian
          Ich habe in meinem Fußballer-Leben bisher mindestens so viele Spiele (natürlich nur im Amateur oder Hobby-Fioßball) selbst gespielt, wie ich als Club-Fan im Stadion gesehen habe. Ich denke, ich kann für mich sehr gut zwischen emotionalen Eindrücken (während, unmittelbar danach, und mit zwei/drei Tagen Abstand) und einer sachlichen Analyse unterscheiden. Ich verstehe Deine Argumentation sehr gut, sie reicht mir aber als Erklärung nicht aus. Ich habe weder MMD noch Daferner einen Vorwurf gemacht, dass sie ihre Groß-Chancen nicht zu Toren nutzen konnten. Ich bezweifle einfach nur, dass eine “Datenlage auf Augenhöhe” dazu geeignet sein soll, die Niederlage als solche als womöglich noch ungerecht zu erklären. Klar, wenn MMDs Schuß (ca. 32. Min) von Heuer-Fernandes nicht geklärt wird, kann das Spiel einen gänzlich anderen Verlauf nehmen, und wenn Daferner Kopfball nach der Pause rein geht, erst recht. Doch ich bin weder im Denken noch im Schreiben ein Freund des Konjunktivs: ich treffe mein Urteil nach dem, was ich auf dem Platz sehe; die statistischen Daten mögen mich da widerlegen oder manchmal auch bestätigen – wesentlich für meine Einschätzung der Leistungsfähigkeit einer Mannschaft sind sie nicht (Ich besuche Club-Spiele seit 1979).
          Wesentlicher sind für mich beim Fußball nach wie vor jene nicht objektiv messbaren Dinge: Zusammenhalt der Mannschaft, Teamspirit, Führungsspieler, soziale Kompetenzen in der Mannschaft, interne Komunikation, Bereitschaft dem Mitspieler zu HELFEN, das eigene Ego dem Teamgedanken unterzuordnen, und weitere soziale Fähigkeiten mehr. Und auch dafür ist neben allen spieltaktischen, personellen und Trainingsfleiß-Erwägungen auch der Cheftrainer verantwortlich.

          Also tut mir leid, wenn es jetzt ui später Stunde (bin vor kurzem erst nach vom Hobby-Kick in Würzburg nach 40-minütiger Zugfahrt in die Vor-Rhön nach Hause gekommen) schon wieder so lang und fast schon grundsätzlich geworden ist. Gleichwohl danke für Deine beiden ausführlichen Antworten, auch wenn ich Dir in vielen Punkten Dir nicht folgen kann.

          Antwort
          • 30.08.2022 um 11:43
            Permalink

            Danke für den konstruktiven und respektvollen Ton. Deshalb mag ich die Leute hier weitgehend. Ich denke, es geht mir auch weniger drum, die Analyse oder die Eindrücke per se als falsch abzustempeln, als darum zu sagen: Wenn Klauß sich hinstellt und von “Augenhöhe” spricht, dann tut er das nicht, weil er das Publikum verarschen will oder weil es Schönfärberei ist, sondern weil er tatsächlich auf Grund guter Argumente zu diesem Schluss kommt.

            Dass es in der täglichen Arbeit natürlich um viel mehr geht und dass generell diese sachliche Analyse und die Datenerhebung nicht das “Be all and end all” im Fußball ist, ist klar. Dafür sind Menschen am Werk, da spielen ganz andere Dinge auch eine Rolle. Es geht mir auch weniger um eine Apologie der Art und Weise per se, sondern nur darum, zu erklären, warum die Sicht zwischen Trainer (und anderen Menschen im Fußball) und Fans immer mal wieder sehr weit auseinanderklafft.

            Antwort
            • 30.08.2022 um 23:15
              Permalink

              @Florian:

              Ich danke dir für deine lange Antwort auf meinen letzten Kommentar, verzichte aber darauf, zu einigen von dir aufgeworfenen Punkten, die diskussionswürdig sind, Stellung zu beziehen, weil mir das im Augenblick in schriftlicher Form zu zeitaufwändig ist und vielleicht auch den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. Das wäre eher etwas für ein Gespräch.

              Einen Punkt will ich hier aber noch ansprechen. Du schreibst:

              “Wäre der Fußball gerecht, wäre er langweilig (wie Basketball oder Handball, die durch ihre deutlich höhere Anzahl an Trefferereignissen den Zufall deutlich minimieren und so viel seltener Außenseitersiege sehen), weil dann immer die bessere Mannschaft gewänne. Das tut sie häufiger, aber eben nicht immer.”

              Aus dieser Äußerung (die auch in einigen Aspekten zu diskutieren wäre) lese ich die Behauptung heraus, dass Außenseitersiege im Fußball (häufig) nicht auf der Leistung des Außenseiters basieren, sondern auf Zufall. Daran anschließend eine Frage: Sollten Trainer des Favoriten nach Niederlagen gegen einen Außenseiter auf kritische Fragen nicht (häufiger) sagen: “Was wollt ihr überhaupt? Das Ergebnis ist ungerecht. Es ist reiner Zufall.”

              Antwort
              • 31.08.2022 um 07:47
                Permalink

                Wärst Du denn mit so einer Erklärung zufrieden?

                …dachte ich mir doch 😉

                Antwort
                • 31.08.2022 um 11:19
                  Permalink

                  Zitat Optimist:

                  “Wärst Du denn mit so einer Erklärung zufrieden?”

                  Natürlich nicht. Zum einen wäre eine solche Erklärung nicht selbstkritisch genug und zum anderen respektlos gegenüber der Leistung des Gegners, der an diesem Tag die bessere Mannschaft war.

              • 31.08.2022 um 09:17
                Permalink

                Es wäre womöglich näher an der Wahrheit, wenn man das öfter täte. Ab und zu kommt sowas dann auch in Form von Bonmots wie „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“ durch – denn was ist Pech außer für den Einzelnen negativer Zufall? Vor dem Hintergrund der Kontrollillusion und dem, dass der Mensch ein narratives Wesen ist, ein erzählender Affe, wie ein sehr lesenswertes Buch titelt, würde diese Erklärung aber wohl von den meisten Hörenden als unbefriedigend aufgenommen werden.

                Antwort
                • 31.08.2022 um 16:07
                  Permalink

                  @ Florian:

                  Trotz der mittlerweile schon ausgeuferten Debatte drängt es mich, noch einen Punkt anzusprechen:

                  Aus deinen Diskussionsbeiträgen lese ich heraus, dass du für eine “narrative Wende” im Sprechen über Fußball (Abkehr von der verengenden resultatsbezogenen Betrachtungsweise) plädierst . Nun prägen “Narrative” zweifellos das Denken, Sprechen und Verhalten des Menschen in seiner Eigenschaft als sozio-kultureller Akteur und “narrative Wenden” sind unabdingbar für den Fortschritt einer Gesellschaft in Richtung auf “das Gute” (leider auch häufig in die andere Richtung…). Im Bereich des Fußballs ist die Forderung einer narrativen Wende aber verfehlt. Sie schießt hier ins Leere, weil es ja kein “Mythos” (also ein veränderbarer sozialer Wert) ist, dass Fußball ein Ergebnissport ist. Dass es im Fußball aufs Ergebnis ankommt, dass das Ziel des Spiels darin besteht, zu gewinnen, ist Bestandteil des Regelwerks, das dieses Spiel konstituiert. Von daher sind die individuellen und kollektiven Aktionen der Spieler und auch die taktische Einstellung durch den Trainer ergebnisorientiert: es gilt Tore zu erzielen und Tore des Gegners zu verhindern. Und von daher ist es logisch (und sachgerecht, d.h. keineswegs ein “narrative bias”), dass in der Beurteilung des Spiels das Resultat die dominierende Rolle spielt.

                  Etwas anderes wäre es, wenn das Ziel des Spiels darin bestehen würde, mehr Zweikämpfe zu gewinnen, den Ball über soundsoviele Pässe in Folge in den eigenen Reihen zu halten, soundsoviel Male in den Strafraum des Gegners zu kommen u.a. Dann wäre ein anderes Sprechen über Fußball logisch. Man spräche dann aber über ein anderes Spiel.

                  Dies bedeutet keineswegs, dass die Erfassung von Spieldaten irrelevant ist. Sie ist aber nicht das entscheidende Kriterium für die Beurteilung eines Spiels, da das Ergebnis – wie du selbst ja immer wieder betonst – häufig die Daten konterkariert.

                  Das wollte ich noch loswerden…

                  P.S.: Danke übrigens für den Hinweis auf das Buch vom erzählenden Affen, das mich neugierig gemacht hat.

  • 29.08.2022 um 17:35
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    Hallo, Club -Fans!
    Habe schon vor einigen Wochen gesagt, das unser Trainer nach den Spielen gegen den HSV und Braunschweig im Fokus steht.
    Das Spiel gegen den HSV war so schlecht,wie es einige sehen,nun auch wieder nicht.
    Daferner muss kurz nach der Halbzeit das 1:1 machen.Da gibt es keine Entschuldigung! Auch gegen Heidenheim hat er eine hundertprozentige Chance vergeben.
    Und das Verletzungspech spielt schon eine Rolle.Aber ich bin schon enttäuscht, das fast alle in diesem Forum der Meinung sind, das wir den Aufstieg schon abhaken können! Wir haben Spieltag 6! Werder Bremen hatte im letzten Jahr mal über 10 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz! Der Rest ist bekannt!
    Bin also schon sehr überrascht, das nach dem 6.Spieltag alles schlecht geschrieben wird und man den Aufstieg jetzt schon abschreibt!
    Reden und schreiben so die wahren Club-Fans!

    Antwort
    • 30.08.2022 um 11:23
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      Naja – ich fand das Spiel zwar auch nicht katastrophal, weil wir zumindest defensiv kompakt gestanden sind und kämpferisch überzeugt haben. Es war eine solide Leistung. Aber egal wer der Gegner ist und wie er spielt und wer bei uns auf dem Platz steht – entweder reicht es kämpferisch nicht und/oder schaffen wir es nicht ein klares Spielkonzept auf den Platz zu bringen oder gar spielerisch zu überzeugen und Chancen herauszuspielen. Und das kann man mindestens seit der Rückrunde als roten Faden beobachten. Da wirken einfach Heidenheim, Darmstadt, Paderborn, selbst Düsseldorf und der HSV sowieso, deutlich reifer, konstanter, einfach deutlich weiter. Insofern kann ich mir auch nicht vorstellen, wie man (zumindest mit Klauss), sich in der kurzen Zeit noch auf deren Niveau hieven kann. Und das hat m.E. nur wenig mit en Verletzten zu tun.

      Antwort
    • 30.08.2022 um 14:41
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      Hallo Wolfgang,ganz meiner Meinung.
      Echte
      Cluberer wünschen viel Glück und weniger
      Verletzungspech

      Antwort
      • 30.08.2022 um 14:49
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        Das ist ein Fußball Diskussionsforum. Daher finde ich es wichtig frei aus allen Blickwinkeln zu diskutieren pro und contra. Aber ich gehörte ja auch zu denjenigen, die im Moment der Enttäuschung gegen den HSV, den Club, wenn man den kompletten Saisonstart nimmt, das HSV Spiel eins von den besseren war. Ich finde nach wie vor die 1. Halbzeit war auch fußballerisch stark von Seiten des FCN da war man näher am Tor als der HSV. Das Verletzungspech ist tatsächlich auffällig, irgendwie geht es uns schon seit Jahren so.

        Nur müssen jetzt mal die Konsequenzen folgen und gegen andere Gegner gepunktet werden, die uns anders sonst wieder kämpferisch den Schneid abkaufen. Man ist jetzt schon in einer Bringschuld sonst geht es nach unten in der Tabelle dann ist vorne ganz weit weg.

        Antwort
        • 31.08.2022 um 23:36
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          Juwe: “Das ist ein Fußball Diskussionsforum.”

          Ich würde sogar sagen, “Das ist ein Fußball Philosophie-Forum.”

          Manchmal sogar ein Philosophie-Forum, das nur den Fußball als Auslöser benutzt.
          Wo gibt es sowas sonst?

          Antwort
    • 30.08.2022 um 18:58
      Permalink

      Man könnte ja noch nen Spieler verpflichten, Zeit wäre noch

      Antwort
  • 31.08.2022 um 12:01
    Permalink

    Mein “Narrativ” aus dem HSV-Spiel betrifft Kwadwo Duah. Unsere Sturmspitze holte sich in Halbzeit zwei des Öfteren den Ball selbst aus der eigenen Hälfte, spielte vertikal nach vorne – so, als würde er sich selbst schicken wollen, weil es kein anderer tut. Das Ganze war irgendwie traurig anzuschauen. Einige Stunden vorher konnte man sehen, wie Paderborns Platte bedrängt, aber handlungsschnell den Ball seiner Sturmspitze Conteh in den Lauf chippte. Tor für Paderborn. Bei Kwasniok wäre Kwadwo vermutlich unangefochten Sturmspitze Nummer eins, vor Conteh und Pieringer. Bei Paderborn dauert ein Spielzug nicht gefühlte Stunden, sondern Sekunden. Das sind automatisierte Abläufe.

    Mit einem Satz: Der Mannschaft des 1. FC Nürnberg fehlt es (leider weiterhin) an gruppentaktischer Reife – vor allem im Spiel mit dem Ball.

    Man mag jetzt ein Spiel “auf Augenhöhe” gesehen haben und dies leidenschaftlich mit Daten unterfüttern. Bassd scho. Indes kann man aber ergänzen, dass auch die SpVgg Bayreuth im Pokal eine gute Zeit lang auf Augenhöhe war mit dem Hamburger SV. Aber objektiv betrachtet, war der Club auf Augenhöhe, stimmt. Insofern sollte man unseren Trainer für diesen Ausspruch nicht an den Karren fahren. Das ist ungerecht.

    Weil man als einzelner Beobachter 15 oder 16 Spieler auch im Stadion nicht objektiv beobachten und bewerten kann, halte ich die datenbasierte Analyse für die Notengebung bezüglich Spieler für richtig. Aber um ein ganzes Spiel zu bewerten, um den “Zufall zu entlarven”, um Psychogramme von Mannschaften zu entwerfen? Daten helfen ohne Zweifel bei der Einordnung, als favorisiertes Bewertungstool aber stoßen sie an Grenzen. Warum sie das tun, hat @Manni der Libero eindrucksvoll geschrieben.

    Ist vieles nur Zufall?

    “Man kann als Trainer und Mannschaft 80 Prozent beeinflussen, 20 Prozent muss man Glück haben mit den Entscheidungen, die der Schiedsrichter trifft, Latte, Pfosten und verletzten Spielern.” (Gertjan Verbeek)

    “Immer Glück ist auch Können.” (Hermann Gerland)

    “In schöner Regelmäßigkeit ist Fußball doch immer das Gleiche.” (Hans Meyer)

    Fallbeispiel 1:
    Ingolstadt. Minute 96. Fabian Schleusener. Cliffhanger Club. Alles nur Zufall? Das Tor war in seiner Entstehung inklusive verunglückter Abwehrversuche der Schanzer reinster Zufall. Aber dermaßen. Ich finde es aber trotzdem erwähnenswert in diesem Zusammenhang, dass der Club unter dem Strich in beiden Spielen die bessere Mannschaft war. Und auch in den letzten Minuten in Ingolstadt den Glauben nicht verloren hat, wir erinnern uns an das dicke Ding von Frey wenige Minuten zuvor. Vielleicht ging das alles nicht gedankenlos an den Schanzern vorbei. Vielleicht.

    Fallbeispiel 2:
    Berlin. Minute 109. Jan Kristiansen. Cupsieger Club. Alles nur Zufall? Das zauberhaufte Tor von Kristiansen war wohl eher zufällig, so schöne Sachen hat er davor und danach nicht mehr gemacht im Club-Trikot. Aber an diesem Tag wollte es der Club unbedingt. Man hat die bittere Verletzung von Marek weggesteckt. Man hat die Fehlentscheidungen von Schiri Weiner weggesteckt. Denn wenn wir schon mal hier sind, dann nehmen wir ihn auch mit. Ein Sieg des Unbedingt-Wollens. Against all Odds.

    Fallbeispiel 3.
    Belo Horizonte. Deutschland triumphiert über Brasilien mit einem 7:1. Alles nur Zufall? In der Höhe sicherlich. Laut Daten aber hätte Brasilien gewinnen müssen, denn diese sprachen eher für die Selecao. Aber auch dieses Spiel wurde im Kopf entschieden. Die deutsche Mannschaft wohl auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft, mit großem Vertrauen in die eigene Stärke – Brasilien indes hyperventilierte aufgrund einer immensen Erwartungshaltung.

    Fußball wird vor allem auch im Kopf entschieden. Teamgeist, Willen und Können sorgen dafür, wo der Zufall sein Konfetti ausschüttet. Dass mein Nachbar heute Abend mit Kirsten Dunst Essen geht und nicht ich, ist dann aber wirklich nur ein scheiß Zufall. 😉

    Antwort
    • 31.08.2022 um 13:04
      Permalink

      „Teamgeist, Willen und Können sorgen dafür, wo der Zufall sein Konfetti ausschüttet.“ – Das ist genau die Kontrollillusion von der Florian spricht. Zufall ist Zufall. Man schreibt dem Zufall Intention zu. Man meint ihn beinflussen zu können, weil man sich der Ohnmacht nicht ergeben will, weil man nicht akzeptieren will, dass man weitaus we hier Kontrolle hat, als man denkt. Zufall hat aber keine Intention, er ist – das ergibt das Wort – zufällig.

      Antwort
      • 31.08.2022 um 13:17
        Permalink

        Zufall ist ein großes Wort. Vielleicht sollte man ihn erst mal definieren. Und zwar in Bezug auf das Fußballspiel.

        Meine Definition entspricht der von Verbeek. Insofern halte ich eine Zufallsquote von 50 Prozent für viel zu hoch gegriffen. Dass es zufällige Momente gibt in einem Spiel – keine Frage. Dass es mehr zufällige Momente gibt als zum Beispiel beim Tennis – auch keine Frage.

        Antwort
        • 31.08.2022 um 13:26
          Permalink

          Guardiola spricht – basierend auf recht ausschweifenden Untersuchungen – eben von diesen 40-50%. Auch weil ja letztlich viele Ballkontakte und wie der Ball springt dem Zufall unterliegen. Natürlich je nach Zufallsdefinition.

          Antwort
          • 31.08.2022 um 13:55
            Permalink

            Simeone stimmt dem womöglich nicht zu. 😉

            Antwort
      • 31.08.2022 um 14:14
        Permalink

        @Fritz the Cat:

        Mit dem brillanten Satz „Teamgeist, Willen und Können sorgen dafür, wo der Zufall sein Konfetti ausschüttet“ schreibt fränki nicht dem Zufall Intention zu, sondern er schreibt einer Mannschaft die Intention zu, Spielsituationen herzustellen, in denen sie dann – vielleicht auch durch Zufall – zum Torerfolg kommen kann. Wenn z.B. eine Mannschaft in der Schlussphase eines Spiels den Gegner in den eigenen Strafraum drängt und in der Nachspielzeit nach einer Serie von Flanken, Eckbällen und Freistößen einem ihrer Spieler der Ball glücklich, d.h. zufällig vor die Füße fällt und er den Siegtreffer erzielt, dann ist der Sieg nicht zufällig, sondern erzwungen (und GERECHT). Diese Mannschaft hat sich mit „Teamgeist, Willen und Können” den Zufall zu Nutze gemacht. Sie hat, wie man sagt, ihr Glück erzwungen.

        Antwort
    • 31.08.2022 um 13:12
      Permalink

      Zitat fränki:

      “Deutschland triumphiert über Brasilien mit einem 7:1 … Laut Daten aber hätte Brasilien gewinnen müssen, denn diese sprachen eher für die Selecao.”

      Sprachen die Daten wirklich für Brasilien?

      Man kann das ja eigentlich nicht glauben.

      Falls das stimmt, ist es ein deutlicher Hinweis darauf, dass eine datengestützte Bewertung von Fußballspielen zu kurz greift, denn es kann ja wohl keinen Zweifel geben, dass Deutschland in diesem Spiel die bessere Mannschaft war.

      Antwort
      • 31.08.2022 um 13:25
        Permalink

        Es stimmt nicht. Deutschland hat sicherlich “zu viele” Tore gemacht, aber bis zur Pause, als es 5:0 stand, hatte Brasilien bspw. einen xG-Wert von unter 0,1. Deutschland war da schon bei über 2,0. D.h. man hatte da zwar mehr Tore gemacht als zu erwarten war, aber war deutlich überlegen. Alles ab der Pause ist bei 5:0 nicht mehr so unglaublich relevant datentechnisch. Aber selbst dann, wenn man Brasiliens Chancen auf ein 5:1 miteinbezieht, landet man noch bei bspw. deutlich weniger xG, bei weniger Schüssen aufs Tor, selbst der Ballbesitz war trotz einer Halbzeit ohne Wert noch bei 53:47 für Deutschland, sofern man dem Bedeutung bemisst. Deutschland hatte acht Abschlüsse im Strafraum zentral vorm Tor. Brasilien zwei.

        Antwort
      • 31.08.2022 um 13:42
        Permalink

        Zumindest die einfachen Daten, Torabschlüsse, etc. Die deutsche Mannschaft war dem entsprechend effizient wie Hund. Deutschland war besser, weil im Kopf klarer, behaupte ich mal.

        Die datengestützte Spiel-Bewertung greift sicherlich zu kurz. Aber sie hilft, Dinge einzuordnen. Daher ist sie aus meiner Sicht gutes Beiwerk. Nicht mehr. Nicht weniger. Ich brauch’ halt mein “Narrativ”, welches ich selbst gesehen habe. 😉

        Übrigens: Ohne “Narrative” hätten wir uns hier auch gar nix zu erzählen. Weil doch gerade die verschiedenen Sichtweisen das Spannende sind.

        Antwort
  • 31.08.2022 um 13:45
    Permalink

    @Florian:

    Einige Anmerkungen meinerseits zu obiger Diskussion:

    1.) Einige der von Dir angesprochenen Phänomene und Sachverhalte (z.B. Wahrnehmungsverzerrungen und die Bedeutung des Zufalls um Fussball) werden durch generische Aussagen auf eine Art und Weise verkürzt dargestellt, die der dahinter liegenden Komplexität und Vielschichtigkeit nicht gerecht wird. Entscheidend ist, dass der jeweilige KONTEXT, der aber i.d.R. elementar ist, vollkommen ausgeblendet wird. Aussagen wie “emotional aufgeladene Menschen leider in jeder Situation unter Wahnehmungsverzerrungen” oder “Fussball ist immer zu 40-50 % Zufall” haben die gleiche Erklärungskraft wie die Behauptung, dass Wasser nass ist. Ja, Wasser ist manchmal nass (i. S. von flüssig), aber je nach Situation z.T. auch gasförmig oder fest (Eis).

    2.) Die angesprochene Quantifizierung der Bedeutung des Zufalls im Fussball (“40 bis 50 %) ist in mehrfacher Hinsicht diskussionswürdig. Erstens wird hierbei, wie oben erwähnt, der jeweilige Kontext vollkommen ausser acht gelassen, insbesondere auch, welche Qualität die beiden Mannschaften (bzw. individuellen Spieler) haben. Wenn der FC Bayern in der Endphase der Vorbereitung ein Testspiel gegen ein Landesligisten absolviert, hängt nur die Höhe des Ergebnisses vom Zufall ab, nicht aber der Spielausgang (S/U/N). Zweitens, um beim FC Bayern zu bleiben: Wenn der Zufall im Fussball tatsächlich eine solch hohe Bedeutung hat, wie ist es dann zu erklären, dass der FC Bayern 10 Mal in Folge Meister geworden und der BVB im gleichen Zeitraum 6 Mal auf dem 2. Platz gelandet ist? Oder ein Beispiel aus der 2. Liga: In den letzten drei Jahren waren Hansa Rostock und der KSC die einzigen Aufsteiger aus der 3. Liga, die die Klasse halten konnten. Zweitens, es ist vollkommen unklar, was überhaupt damit gemeint ist, der Fussball sei zu 40 bis 50 % immer Zufall: Bezieht sich das auf den Ausgang eines Spiels? Den Erfolg oder Misserfolg konkreter Spielaktionen? Den Ausgang der Meisterschaft? Drittens, und mit dem Punkt darüber verbunden: Auf Basis welcher Methode ist der genannte Schätzwert von 40 bis 50 % ermittelt worden? Gibt es dazu irgendwelche nachvollziehbaren statistischen Berechnungen? Ich glaube ja auch, dass der Zufall im Fussball (und auch außerhalb davon) durchaus eine Rolle spielt, aber ganz so einfach auf eine universelle Formel bringen lässt sich das sicherlich nicht.

    Antwort
    • 31.08.2022 um 14:14
      Permalink

      Ohne die Diskussion jetzt ins unendliche Ausschweifen zu lassen: Wenn ich die 60%, die nicht dem Zufall unterliegen, perfekt beherrsche, dann lasse ich dem Zufall so wenig Raum, dass er selten zuschlagen kann. Im Einzelspiel kann ich auf Grund des Zufalls mal nicht gewinnen (bspw. am Samstag Bayern, die bei xG von 3,17:0,61 dennoch nur 1:1 gespielt zu haben, lag sicher nicht nur an Yann Sommer, sondern auch an Pech). In der Masse der Ereignisse, durch die Vielzahl der Spiele, gewinne ich aber eben in der Regel und wenn die eigene Qualität (wie bei Bayern bspw.) so hoch ist, dass man dem Zufall einfach keinen Platz mehr bietet, dann wird man einfach in der Regel Meister. (Wobei man auch da sagen kann, ist die Serie nicht auch vom Zufall begünstigt, weil genau in der schwächsten Saison auch der ärgste Konkurrent nicht auf der Höhe ist.) Möglicherweise krieg ich mit genug Spielerqualität den Zufallswert auch runter, aber ich eliminiere ihn nicht auf einen Wert, dass er insignifikant wird.

      Die Studien such ich raus, erinner mich bitte bei Gelegenheit. Jetzt muss ich aber zu den Kindern, die waren während der PK schon so brav, ich will sie nicht überstrapazieren. 😀

      Antwort
      • 31.08.2022 um 20:51
        Permalink

        Ich verfolge das Forum jetzt so ca. 2 Jahre und melde mich jetzt auch mal zu Wort.
        Zur Stochastik der Bundeliga gab es einmal einen sehr interresanten Artikel in der SZ.
        Gedächtnisprotokoll:
        Ein Mathematiker hat mit rein stochastischen Methoden alle Ergebnisse aus den ersten 50 Jahren Bundesliga ausgewertet und die einzig mathematisch signifikante Aussage war: “Bayern München ist besser als der Rest”. Aus mathematischer Sicht sind es selbst 50 Jahre Bundesliga noch zu wenig Einzelereignisse. Und – wie von Florian schon thematisiert – es fallen zu wenig Tore, als dass mit großer Wahrscheinlichkeit immer die stärkere Mannschaft gewinnt.
        Leider habe ich diesen Artikel auf die Schnelle nicht gefunden. Etwas ähnliches findet sich aber hier:
        https://www.sueddeutsche.de/wissen/fussball-und-zufall-zerstoerte-bundesliga-mythen-1.517654

        Antwort
        • 31.08.2022 um 23:13
          Permalink

          Servus @Jochen.

          Was aber ist “Zufall”? Wenn die bessere Mannschaft das Spiel, das sie eigentlich laut Spielverlauf hätte gewinnen müssen, nicht gewinnt? Also ein Ergebnis, das nicht dem Spielgeschehen entspricht?

          Nehme ich die bisherigen Club-Spiele kann ich keinen Zufall entdecken. Die Niederlagen auf Sankt Pauli und gegen Heidenheim waren korrekt. Die Siege gegen Fürth und in Sandhausen gehen auch in Ordnung. Ebenso das Unentschieden in Regensburg.

          Und obwohl die Daten ein Unentschieden zwischen dem Club und dem HSV nahelegen, ist aus meiner Sicht der HSV-Sieg aufgrund einer reiferen Spielanlage kein Zufall.

          Antwort
          • 01.09.2022 um 20:33
            Permalink

            @fränki
            “Zufall” meint hier, dass im Fussball – insbesondere im Vergleich mit anderen Sportarten – so wenig Tore fallen, dass der Anteil, den der Zufall am Ergebnis hat sehr hoch ist. Im Umkehrschluss: Der Einfluss der Performance von Spieleren, Trainer, etc. ist verglichen mit anderen Sportarten relativ gering. Im Fussball kann ein Viertligist einen Erstligist schlagen; z.B. im Basketball ist das praktisch nicht möglich.
            Die Mathematik / Stochastik geht bei diesen wissenschaftlichen Untersuchungen auch überhaupt nicht auf Spielverläufe oder einzelen Spiele ein, sondern nur auf die Ergebnisse von möglichst vielen Spielen. Erst eine sehr große Anzahl von betrachteten Spielen liefert dann auch signifikante Aussagen. 50 Jahre Bundesliga sind da schon fast zu wenig und die ersten 6 Saisonspiele reichen natürlich auch nicht aus. In dem verlinkten Artikel kam ja bei einer (mehrfach durchgeführten) Computersimulation mit 18 gleichstarken Teams heraus, dass nicht alle am Ende annähern gleich viele Punkte hatten, sondern der erste 65 und der letzte 35; also 30 Punkte Varianz über die gesamte Saison, die dem Zufall zuzuschreiben ist. Und das zeigt sich auch in der sehr ausgeglichen 2. Liga. Mannschaften die in einer Saison fast aufgestigen sind rutschen in der Folgesaison völlig ab oder steigen sogar ab.

            Konkret in dieser Saison sehe ich es so wie, du: die bisherigen Ergebnisse gehen schon in Ordnung und sind was den Spielverlauf betrifft gerecht. “Zufall” heißt nur, dass grundsätzlich die Spiele mit mehr oder weniger großer Wahrscheinlichkeit auch andere Ergebnisse hätten haben können, weil halt wenige Situation entscheiden. Zwei Beispiele:
            Wenn der Duah den Ball in der Nachspielzeit in Sandhausen nicht so geil trifft: Unentschieden statt Sieg.
            Anders herum: Wenn Valentini am Anfang gegen den HSV den Nachschuss besser trifft steht es 1:0 für uns und es kann ein ganz anderes Spiel werden.

            Fazit für mich: Im Fußball kann dieStärke einer Mannschaft nicht auschließlich mit den Ergebnissen verknüpft werden.

            Antwort
            • 01.09.2022 um 21:31
              Permalink

              Verstehe, @Jochen.
              Danke Dir für Deine ausführliche Erklärung!

              Apropos Basketball. Magenta Sport zeigt alle deutschen EM-Spiele live und kostenlos. Aktuell läuft das Auftaktspiel gegen Frankreich. Falls sich jemand für diese demzufolge zufallsarme Sportart interessiert. 😉

              Antwort
            • 02.09.2022 um 00:28
              Permalink

              @frank’n’verlasser jochen:

              Du schreibst:

              “Wenn der Duah den Ball in der Nachspielzeit in Sandhausen nicht so geil trifft…”

              Geh zu Duah und sage ihm: “Schönes Tor gegen Sandhausen. Zufällig haben Sie den Ball richtig getroffen.”

              Antwort
            • 02.09.2022 um 02:46
              Permalink

              Deutschland gewinnt gegen Favorit Frankreich – im zufallsarmen Basketball. Ein Rückschlag für die Zufallsforschung?

              Ich finde die These, dass sich der Zufall im Basketball nicht auf 3 oder 4 Tore, sondern auf 30 oder 40 Körbe verteilt und daher quasi nur noch homöopathisch wirkt, falsch. Denn auch im Basketball gibt es Spiel entscheidende Phasen und weniger Spiel entscheidende Phasen. Hat eine Mannschaft einen Run und garniert diesen mit 3 oder 4 Dreiern, dann kann dies den Gegner scho eweng demoralisieren und zurückwerfen. Und in dieser Phase landen die Fernwürfe allesamt im Korb und nicht knapp daneben am Ring. Der positive Zufall wird erzwungen.

              Ich bin aber nicht repräsentativ. Dann ich hatte schon immer ein eher ungesundes Verhältnis zur Mathematik. Einige Whiskeys später im Studium hat sich das nur unwesentlich gebessert. Aber eine Erklärung ist kein Narrativ nicht – das bitte ich zu akzeptieren. 😉

              Antwort
              • 02.09.2022 um 12:04
                Permalink

                Ich liebe Mathematik ob mit oder ohne Alkohol 🙂 bin aber auch der Meinung so interessant Statistiken sein mögen im Fußball halte ich die Anwendung, die Aussagekraft für sehr begrenzt, sie lassen einen wichtigen Aspekt ausser Acht die Relevanz. Was nützen angenommen viele Ballkontakte oder oder Pässe wenn daraus kein Tor entsteht die andere Mannschaft aber mit wenigen Kontakten gleich 2 schießt? Was sich ebenso durch Statistik nicht erfassen läßt sind Emotionen und Fußball ist Emotion positive (Tor) wie negative (schei** VAR) und diese Emotionen machen das Erlebnis Fußball aus bei den Spielern wie bei den Zuschauern. Emotionen entscheiden häufig am Ende Spiele. Und Emotionen kann man statistisch nicht abbilden.

                Antwort
                • 02.09.2022 um 14:22
                  Permalink

                  Die Relevanz. Und Emotionen. Super auf den Punkt gebracht.

                  Das Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SSV Jahn Regensburg beispielsweise war etwa eine Stunde lang eine völlig ausgeglichene Angelegenheit. Dann das 1:0 für Düsseldorf und bei Regensburg brachen die Dämme. Wohl auch vor dem Hintergrund, dass der Jahn einen Spieltag zuvor mit 0:6 zuhause gegen den KSC unterging. Das steckte noch in den Kleidern. Die Fortuna siegte mit 4:0 – laut xG und auch laut Eindruck würde ein 2:1 das Geschehen aber deutlich besser widerspiegeln. Und ich denke, dass die Differenz zwischen 4:0 und 2:1 auf einem emotionalen Hintergrund (Schlappe gegen KSC) basiert. Aber das ist – zugegeben – nahe am Narrativ.

                  Außer dem Club hab ich den letzten Tagen 5 Spiele gesehen. 4 Spiele hatten mMn einen gerechten Sieger bzw. ein Unentschieden war vertretbar (F95 vs. Jahn 4:0, FCSP vs. SCP 2:2, FV 04 Würzburg vs. SpVgg Weiden 2:1, Nottingham vs. Tottenham 0:2). Einzig die Begegnung zwischen Hannover 96 und der SpVgg Greuther Fürth (2:1) wäre mit einem Unentschieden deutlich fairer bewertet. Selbst ein Sieg für das Kleeblatt wäre aus meiner Sicht gerechter gewesen als ein Sieg für H96. Den Sieg von Hannover würde ich daher schon eher als zufällig bezeichnen. So wie die meisten Fürther Ergebnisse bisher recht kurios sind und nicht dem Spielgeschehen entsprechen – das Derby allerdings ausgenommen, unser Sieg ging vollauf in Ordnung.

                  Das Ganze hat jetzt natürlich keinerlei statistische Aussagekraft. Aber ich schätze, ich tippe, dass in etwa jedes fünfte Spiel das Spielgeschehen nur unzureichend widerspiegelt und ein ungerechtes Ergebnis hervorbingt. Dass in jedem fünften Spiel der Zufall, Glück, Pech deutlich mehr Regie führen als normalerweise. Unter Zufall würde ich auch einen schlechten Tag des Schiedsrichters einordnen.

                  Langs Gschmarri, kurzer Sinn: Indem man den Zufall mit Daten entlarvt, macht man den Sport, den wir alle lieben, transparenter. Somit eine gute und auch spannende Sache. Allerdings stößt das Ganze – wie andere Analysetechniken auch – an Grenzen. Wie @Juwe sagt: Die Relevanz. Und Emotionen.

  • 31.08.2022 um 15:36
    Permalink

    Drei Thesen:

    1. Pep Guardiola hat vermutlich ein ausgeprägtes Problem mit der Kontrollillusion. Er kann nicht anders als Ballbesitz-Fußball bis zum Exzess zu praktizieren. Auch beim Club würde Guardiola Ballbesitz predigen. Und damit spätestens in Liga eins ebenso scheitern wie “Pep aus Fuchsmühl”. Guardiola braucht Manschaften wie Barca damals oder Bayern oder Manchester City, um seinen dominanten Veitstanz aufzuführen. Ansonsten ist er aufgeschmissen und gefangen in seiner Ballbesitz-Blase. Ist Guardiola somit das Maß aller Dinge? Für mich nicht. Für mich ist Hans Meyer der Größte. Und ich finde zum Beispiel die Arbeitsnachweise von Urs Fischer oder Christian Streich beachtlicher. Oder auch was Dieter Hecking aus unserer damaligen Truppe rausgeholt hat. Mit Zufall hatte das wenig zu tun aus meiner Sicht. Sondern einfach mit guter Arbeit. Und mit Pragmatismus.

    2. Die datengestützte Bewertung von Spielern ist sinnvoll. Die datengestützte Bewertung von Spielen ist interessant, um Dinge einzuordnen. Als Leser dieses Fan-Magazins bin ich durchaus dankbar, dass ich mich damit auseinandersetzen darf. Es hilft ohne Zweifel, Dinge einzuordnen und die Fan-Brille mal abzusetzen. Allerdings glaube ich, dass Trainer, die zu viel Wert auf Zahlen und Daten legen, das Eigentliche aus den Augen verlieren könnten: Mannschaften sind Menschen. Mit dem ganzen G’schiss, das auch wir aus unserem Alltag kennen. Mit Ängsten. Mit Neid. Mit Gefühlsschwankungen. Das ganze Programm halt. Welches sich manchmal auch auf dem Platz widerspiegelt. Dieses Sozialverhalten und diese ganzen Gruppenprozesse sollte ein Trainer ebenso im Blick haben wie Zahlen und Daten. Mindestens ebenso.

    3. Für datengestütztes Scouting gilt aus meiner begrenzten Sicht Selbiges. Dieses eignet sich sicherlich als Vorfilter. Aber Spieler-Beobachtungen kann dieses (aus meiner womöglich zu konservativen Sicht) nicht ersetzen, denke ich. Denn im Endeffekt will man ja keinen Datensatz verpflichten, sondern einen neuen Mann, der das gesamte Ganze nach vorne bringt und der einfach dazu passt. Der Spaß hat, für den Club zu arbeiten und uns Spaß bringt.

    Antwort
    • 31.08.2022 um 16:00
      Permalink

      1. Ich finde erstmal es interessant, dass jemand, der auf Grund der Qualität der Spieler den Durchschnittswert von 40% wahrscheinlich deutlich senken kann, dennoch diese 40% betont. Wobei ich generell – auch bei den genannten Trainern – auch der Meinung bin, dass man den Effekt des Trainers deutlich überschätzt und den der Spielerqualität deutlich unterschätzt.

      2. Dazu empfehle ich tatsächlich Robert Klauß’ Antwort auf meine Frage zur unterschiedlichen Einschätzung des HSV-Spiels (https://youtu.be/aUswqNoeuNI?t=849). Da macht er ja auch deutlich, dass sowas immer nur ein Aspekt ist. Aber eben ein durchaus relevanter. Ich glaube zwar persönlich, dass man sich immer die Dinge als relevant raussucht, die man eher nachvollziehen kann und die Dinge überbewertet. Das aber natürlich für alle Aspekte gilt. Der Athletiktrainer kennt sich mit der Fitness aus, denk also die ist besonders wichtig. Der Spielanalyst geht auf die Taktik, der Datenanalyst auf die Daten, etc. und nur aus dem Gesamtbild aller Faktoren lässt sich es komplett erklären.

      3. Ich glaube da muss man unterscheiden. Per se sind Daten natürlich nur Vorfilter. Aber wichtige Vorfilter. Wenn ein Berater anruft, kann man einen Spieler sofort einschätzen und sieht, ob er von der Qualität überhaupt in Frage kommt. Wenn man aktiv sucht, funktionieren die Daten in die andere Richtung: Welche Spieler kommen überhaupt in Frage auf Grund der Daten? Wer kommt in die Ausfall für näheres Scouting? Ob man dann wirklich einen Spieler persönlich “sehen” muss, oder ob auf Grund der heutigen Videofeeds es reicht die Spieler am Video zu scouten, da kann man schon geteilter Meinung sein. Wenn man gute Videos aus dem Scoutingfeed hat, dann sieht man den Spieler auch immer. Was – und da bin ich völlig bei Dir – trotzdem sein muss, ist ein persönlicher Austausch. Man kann ja bspw. sich ärgern, dass Köllner/Bornemann Kevin Stöger nach dem Aufstieg nicht geholt haben, aber die Begründung, er habe sich im persönlichen Gespräch als nicht kompatibel mit den eigenen Vorstellungen erwiesen, muss man mMn schon akzeptieren.

      Antwort
      • 31.08.2022 um 17:01
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        1. Seh ich ein bisschen anders. Ich halte das Arbeitsklima (im gesamten Verein) und die Leistungskultur und den Mannschaftsgedanken, welcher auch oder vor allem durch den Trainer vorgelebt wird, für unterschätzt und die Qualität einzelner Spieler für überschätzt. Zumal wir uns ohnehin kaum Spieler leisten können, die qualitativ den großen Unterschied ausmachen.

        2. Du kannst Robert Klauß aufgrund Deines persönlichen Kontakts natürlich besser einschätzen. Aber ich glaube auch, dass er sehr fleißig ist und sehr reflektiert ist – auch was das Innenleben der Mannschaft anbelangt. Wir könnten jetzt darüber reden, dass man mit Achtern auf der Sechs spielt. Oder dass Geis abgesichert wird durch defensive Achter, was das Spiel nach vorne hemmt. Wir können auch darüber reden, ob man bei der Kader-Zusammensetzung nicht doch etwas hätte tun sollen auf der Sechs. Wenn man Rhein gegen Bielefeld gesehen hat, blutet einem das Herz. Wobei Fofana (und Lawrence?) dieses Problem abmildern könnten. Dass die Entwicklung seit Monaten stockt, ist nicht gut, aber aus meiner Sicht noch kein Grund, das zu tun, was in der Vergangenheit nur selten geholfen hat. Generell Sorgen aber bereitet mir die Tatsache, dass sich die Spiele, in denen “uns die Basics gefehlt haben” (Klauß), gehäuft haben in den letzten Monaten. Chris Mathenia ist da ja auch immer ein Freund klarer Worte nach dem Spiel. Auch wenn ich mir sicher bin, dass die Mannschaft grundsätzlich die richtige Einstellung mitbringt. Aber sie schafft es in letzter Zeit zu oft nicht, dies auch auf dem Platz zu zeigen. Das ist aus meiner Sicht bedenklich.

        3. Super Antwort. Danke.

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  • 31.08.2022 um 16:55
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    @fränki: hinsichtlich deiner Pep-These unter 1. bin ich voll bei dir!

    @Florian: gibt es eigentlich bereits im Nachwuchsbereich umfangreiches zahlenstatistisches Material, dass als Vorfilter dienen kann? Oder verlassen sich die Scouts auf persönliche Beobachtungen, Bauchgefühl und Notizkladde?

    Antwort
    • 31.08.2022 um 17:59
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      Es gäbe in U17 und U19 Bundesliga umfassendes Material anhand dessen man durchaus auch Spieler entdecken kann, die gut performen, die aber evtl. eher unterm Radar fliegen oder auch verkannt werden, auch in Teams, die nicht so im Fokus stehen, weil es kein NLZ ist. Das kann man schon gut als Vorauswahl verwenden. Also könnte man, wenn man wollte.

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  • 31.08.2022 um 20:05
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    Natürlich könnte man derzeit unterstellen, man sieht keine Weiter Entwicklung und das trotz für die 2. Liga ansehnlichem Offensiv Upgrade vor der Saison. Ich habe selbst auch Kritik geübt das sollte man in einer Diskussion auch dürfen in fairer Art. Man kann diesen Vorwurf anhand der Ergebnisse auch gar nicht von der Hand weisen.

    Trotzdem präferiere ich nicht wieder in das alte Fahrwasser zu verfallen und nach Trainerwechsel zu rufen, von außen Unruhe reinzutragen, wir alle wissen mitten in der Saison, neuer Trainer bedeutet wieder ein neues System neue Vorstellungen, das bringt keiner Mannschaft mehr Sicherheit, glaube ich. Denke dabei auch an die Saison als wir fast in der 3. Liga gelandet wären inkl. Relegation mit Wiesi hatten wir glaube ich 5 Trainer verschlissen und bis heute weiß nur Gott (Fußballgott 🙂 ), wie wir das in der 96. Minute noch geschafft haben.

    Auch wenn es jetzt schwierig ist, plädiere ich dafür voll hinter Trainer und Mannschaft zu stehen und zusammenzurücken. Ich kann auch den Ansatz nachvollziehen, den Klauß gut erklärt hat jetzt trotz Verletzungspech nicht noch schnell nachzulegen bevor das Transferfenster schließt sondern den Spielern Vertrauen zu schenken, die knapp hinter den Stammplätzen stehen und warten sich weiterzuentwickeln, das finde ich gut. Der größte Trumpf finde ich ist Kontinuität, damit hatten wir in Nürnberg beinahe schon historisch immer unsere Probleme, da gehen wir jetzt zusammen durch und die Saison ist noch lang! zusammen halten von Fans, Mannschaft, Trainer es könnte sich am Ende auszahlen auch wenn der Weg erstmal holprig bleibt.

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    • 31.08.2022 um 22:35
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      Sollte gegen Braunschweig das Spiel verloren werden, schreibst Du dann selbigen Text auch noch ?

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      • 31.08.2022 um 23:39
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        Ich möchte es nicht darauf ankommen lassen 😉

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      • 01.09.2022 um 08:33
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        Sollte gegen Braunschweig das Spiel verloren werden, schreibst Du dann selbigen Text auch noch ?

        Da bin ich ehrlich durch Höhen und Täler gemeinsam gehen ja, aber nicht bedingungslos, es gibt nicht nur schwarz und weiß, würde man beispielsweise über längere Zeit im Abstiegskampf der 2. Liga landen, ließe sich einen Dikussion über einen Trainer, der jetzt das 3. Jahr da ist, nicht vermeiden und dann hätte auch ich substantielle Zweifel. Bislang habe ich die aber noch nicht und glaube wir verlieren auf jeden Fall nicht in Braunschweig. Für ganz unten halt ich den Kader für viel zu gut. And against all odds … für mich war das HSV Spiel eher gut.

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        • 01.09.2022 um 13:35
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          Der FCN trifft auf einen aggressiven mit viel Theatralik und das Gespräch mit SR Alt suchenden Gegner.
          Waschitzki Günther unser letzter SR beim BTSV, der vor 2 Jahren den Elfmeter gab weil Mühl seinen Gegenspieler leicht berührte halte ich übrigens mittlerweile für einen guten Referee und es wär cool gewesen wenn er morgen in Braunschweig am Start wäre.
          SR Alt lässt sich bei dem lauten Publikum und Diskussionsrunden stark unter Druck setzen deswegen rechne ich mit ähnlichem wie zuletzt und einer Niederlage.
          Der FCN punktet nur wenn er das Spiel früh klar macht.

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  • 01.09.2022 um 01:09
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    Unwahrscheinlicher ist es gerade nicht geworden.
    Patrick Alt ist meiner Meinung für diese Auswärtspartie die schlechteste Ansetzung die es für den FCN geben konnte.

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  • 01.09.2022 um 07:54
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    In der 2. Liga ist kein Spiel ein Selbstläufer für uns. Mit der Serie an schwächeren Spielen im Rücken ist auch eine Niederlage in Braunschweig gut möglich, danach gegen Bielefeld und Darmstadt ebenso. Es wäre nicht gerade überraschend, wenn wir uns nach dem 10. Spieltag im Tabellenkeller wieder finden. Spätestens dann dürfte das Saisonziel korrigiert, mindestens aber auf Eis gelegt werden.

    Dann wird auch Klauß massiv unter Druck geraten. Aber würde eine Trainerentlassung wirklich etwas bringen? Klassenerhalt ist bei halbwegs normalem Saisonverlauf auch mit Klauß machbar. Und immerhin hat das Team unter ihm jedes Jahr besser abgeschnitten. Auch wenn ich als Fan noch immer attraktiven Offensivfußball vermisse, würde ich an RK festhalten. Denn würde ein neuer Trainer tatsächlich noch den Totalumschwung in Richtung Aufstiegsplätze schaffen? Das bezweifle ich doch sehr! Auch ihm stehen die langzeitverletzten Leistungsträger nicht zur Verfügung, die erkennbare Lücken hinterlassen haben, womit ja auch Klauß unverschuldet zu kämpfen hat. Auch ein Neuer kann nicht auf einen spielsteuernden Super-6er bauen, weil ein solcher schlicht nicht im Kader zu finden ist.

    Unser nicht nur finanzbedingtes Credo war, verstärkt auf den Nachwuchs zu setzen, junge und weniger erfahrene Spieler einzubauen. Dafür haben wir nun notgedrungen mehr Möglichkeit als beabsichtigt. Damit mag es nur zu einem gesicherten Mittelfeldplatz reichen. Bietet aber immerhin die Chance, die Mannschaft zu entwickeln und Talente so ins Schaufenster zu stellen, dass die überlebensnotwendigen hohen Verkaufserlöse wahrscheinlicher werden.

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  • 01.09.2022 um 10:04
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    Hallo zusammen, ich bin ja eher der stille Mitlesen hier, bei so viel Kompetenz die mir hier immer wieder auffällt, selbst jahrelang zurückliegende Ereignisse sind hier present, Chapeau! Eine Frage aber poppt für mich immer wieder auf in meinem Hinterkopf, vielleicht weiss hier Jemand näheres dazu? Die Verletzungsanfälligkeit des Clubkaders erscheint mir doch signifikant hoch zu sein, gibt es kontroverse Meinungen zur medizinischen Abteilung bzw. den Fitnesscoaches? Kann es sein, dass hier ein Zusammenhang besteht und man über deren Kompetenz diskutiert oder sind das alles Spielzufälle? Danke für Eure Meinung zu diesem Thema, VG, ww.

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    • 01.09.2022 um 10:24
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      Scheinbar fiel auch den Verantwortlichen der vergangenen Jahre die gehäufte Verletzungsanfälligkeit auf. In der Fitnessabteilung wie auch der medizinischen Betreuung gab es mehrfach Wechsel.

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      • 01.09.2022 um 10:47
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        Das stimmt. Aber gerade der Wechsel im medizinischen Bereich hat mich doch überrascht. Nicht der Wechsel an sich, aber der Wechsel bzw. die Bindung an eine bestimmte Klinik. Bei vielen Vereinen ist es Usus, dass es 1-.2 Stammärzte gibt, die dann Routinetherapien und Diagnosen durchführen, bei schwereren Befunden jedoch Spezialisten für Kreuzband-, Knorpel, etc. -Verletzungen hinzuziehen. Der Club hat sich nun jedoch an ein Klinikum gebunden. Ich kann mir als Laie nicht vorstellen, dass ein Klinikum für alle Verletzungen über jeweils tatsächlich ausgemachte Experten verfügen kann. Insofern wäre es schon interessant zu verstehen, was der Sinn der Maßnahmen war.

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          • 01.09.2022 um 11:45
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            Das mit Köln ist aber auch auffällig. Wurden Kreuzbandrisse früher nicht immer beim Kniespezialisten (Dr. Boenisch oder so?) in Augsburg operiert? Hat das vielleicht damit zu tun, dass es bei Köpke jetzt suboptimal gelaufen ist?

            Antwort
            • 01.09.2022 um 12:27
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              Nachdem Handwerker den Mannschaftsarzt des 1. FC Köln wahrscheinlich noch kennt und der auch ein Kreuzbandspezialist ist, war das wahrscheinlich einfach eine Vertrauenssache.

              Antwort
    • 01.09.2022 um 11:36
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      Man hat ja erst gewechselt. Ist ja erst das zweite Jahr mit dem neuen Team. Nachdem die Verletzungen, die dieses Jahr aufgetaucht sind, fast alles “traumatische” Verletzungen sind, kann man da wenig “Schuldige” finden. Sind ja keine Muskelverletzungen, sondern eher Dinger die im Zweikampf oder dadurch, dass man umknickt oder im Rasen hängen bleibt, passieren.

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