Der Spieltag: 1. FC Nürnberg – Arminia Bielefeld

Das Spiel gegen Arminia Bielefeld: Alles zum Spiel: Davor, währenddessen und danach.

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  1. Die Vorschau
  2. Das Spiel
  3. Das Fazit
  4. Die Statistik
  5. Die Noten

Vorschau

Robert Klauß versuchte gar nicht erst, herunterzuspielen, dass das Spiel gegen Bielefeld eine größere Bedeutung mit sich bringt. Nicht allein der verlorenen und jetzt benötigten Punkte wegen, sondern “auch fürs Gefühl. Wir wollen das Gefühl wieder erleben, einen Sieg in der Kabine zu genießen. Das fehlte uns in den letzten zwei Wochen. Wir wollen es uns als Mannschaft auch zeigen, dass wir es können.” Mit der Antwort auf die erste Frage waren Schlagrichtung und Ton der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bielefeld gesetzt, die sich mit Klauß’ Aussage “eine Mannschaft braucht mal einen Arschtritt und mal eine Umarmung” gut zusammenfassen ließ. Es ging viel um Psychologie, Motivation und die Frage, warum der 1. FC Nürnberg so oft so unterschiedliche Phasen innerhalb eines Spiels hatte. “Es geht darum, es dass wir es schaffen müssen über 90 Minuten eine Konstanz auf den Platz zu bringen. Wir haben Spiele, wo wir sehr viel kämpfen können, siehe Sandhausen, Regensburg und Fürth, wo wir sehr gut kämpfen können, aber nicht so gut Fußball spielen. Wir haben Spiele, wo wir besser Fußball spielen, aber weniger intensiv und griffig im Zweikampf sind.”

Aufstellungstipp FCN

Die Frage, warum die Mannschaft diesen großen Schwankungen unterliegt, beantwortete Klauß damit, dass die Mannschaft sich zu sehr von Dingen aus dem Konzept bringen lasse, die außerhalb ihres Einflussbereichs lägen, “ob das mal unglückliche Aktionen sind, falsche Schiedsrichterentscheidungen oder Gegentore. Das sind Dinge, die man im Fußball nur bedingt beeinflussen kann. Wichtig ist, dass man dann bei sich bleibt. Das war eines der Dinge, die wir unter der Woche angesprochen haben. Egal ob das ein Fehlpass ist oder eine Situation, wo wir im Pressing nicht hinkommen oder zwei, drei schlechte Aktionen, es ist einfach so, dass wir uns davon zu sehr beeinflussen lassen und dann tun wir Dinge, die wir normalerweise nicht tun. Das darf uns aber nicht passieren.” Eines der entscheidenden Probleme scheint also – allerdings schon seit Jahren – in der relativ hohen Fragilität und geringen Resilienz der Mannschaft zu liegen, wenn es darum geht, Rückschläge aufzufangen. Etwas, das sich auch daran zeigt, dass der Club seit Jahren nach Rückständen kaum Punkte geholt hat.

Das Ziel muss also, so Klauß sein, wie gegen Fürth, von der ersten Minute an “griffig” zu sein und so die Zuschauer mitzunehmen. Gelingen soll das gegen eine Bielefelder Mannschaft, die “vorne Spieler mit viel Tempo hat, die vor allem auch Eins-gegen-Eins-Situationen lösen können und sich auch wegschleichen können. Sie parken ganz gerne und sind dann bereit für den Umschaltmoment.” Gemeint sind da vor allem die Außen Masaya Okugawa und Robin Hack. Okugawa war in der vergangenen Saison Bielefelds torgefährlichster Angreifer (8 Tore), der seine expected Goals (4,67) deutlich übertraf. Hack hat in den vergangenen drei Spielen stets getroffen und damit derzeit der Angreifer der Arminia mit den meisten Toren. Aber auch Angreifer Bryan Lasme kann in solchen Situationen auftauchen, tat sich bisher aber noch schwer mit der Chancenverwertung. Klauß’ Auftrag an die Spieler daher: “Da müssen wir wach sein in der Restverteidigung. Da ist es Aufgabe der Innenverteidiger, die anderen Spieler in die richtigen Positionen hineinzumanövrieren. Wir haben da auch klar besprochen, welche Spieler in der Restverteidigung involviert sind und welche sich am Angriff beteiligen. Das hat in Braunschweig in zwei, drei Momenten nicht gut geklappt. Das haben wir nochmal thematisiert. Das werden wir aber auch in der Videoanalyse und im Training auf dem großen Feld am Freitag noch einmal ansprechen, weil es wichtig ist, dass jeder weiß, wo seine Position auf dem Feld ist, je nachdem über welche Seite unser Angriff läuft.”

Aufstellungstipp Bielefeld

Da sich im Personalstand keine Veränderungen aufgetan haben, sind die Spieler, die für den Kader in Frage kommen weiterhin jene, die auch vor Braunschweig zur Verfügung standen. Fofana, Lawrence, Geis, Tempelmann, Lohkemper, Møller Dæhli, Shuranov, Wekesser, Schindler, Castrop, Wintzheimer, Hübner, Valentini, Duah, Gyamerah, Breunig, Daferner, Brown, Jahn. Rücksicht auf die U23 muss erst einmal nicht genommen werden. Die Mannschaft von Cristian Fiel trifft erst am Samstag um 14 Uhr auf Regionalligaspitzenreiter Unterhaching. Eine Personalie verriet Klauß bereits während der Pressekonferenz: Kapitän Christopher Schindler wird in der Startelf stehen, offen ist nur ob neben Florian Hübner oder James Lawrence. Die sonstigen Personalien sind offen, angesichts des Tempos der Bielefelder, die bereits drei Kontertore erzielt haben, wäre auch Sadik Fofana eine Option für die Startelf, allerdings hatte Klauß unter der Woche Johannes Geis durchaus auch für sein Spiel mit Ball gelobt, so dass es zumindest nicht ganz unwahrscheinlich erscheint, dass Geis erneut aufläuft.

Beim Gegner wird Kapitän Fabian Klos nach einer in Darmstadt erlittenen Verletzung fehlen. Zusätzlich fehlt Torwart Stefanos Kapino verletzt. Allerdings hatte sich Bielefeld auch deshalb mit Ex-Schalke-Torwart Martin Fraisl verstärkt. Der wird am Freitag auch zwischen den Pfosten stehen, bei einer Mannschaft, die – so Trainer Daniel Scherning – “viel Selbstvertrauen getankt hat durch den Ausgleich in der Nachspielzeit.” So hofft Scherning, dass sich das auch auf das Spiel am Freitag überträgt. Seit er die Mannschaft übernommen hat, ist die Arminia, die die ersten vier Saisonspiele verloren hatte, ungeschlagen. Es gab allerdings auch erst einen Sieg – im Heimspiel gegen Braunschweig. Auswärts gab es dagegen bisher zwei 1:1 (in Heidenheim und Darmstaft) unter Scherning und zwei 1:2-Niederlagen (in Sandhausen und Rostock) unter Forte. Der letzte Auswärtssieg im Ligabetrieb stammt aus dem Januar. Da gewann die Arminia bei Eintracht Frankfurt mit 2:0. Damit der erste Auswärtssieg 2022/23 und der zweite Auswärtssieg 2022 folgt, setzt Scherning nach eigener Aussage darauf kompakt zu stehen und dem FCN im Umschaltspiel weh zu tun, er scheint sich das Braunschweig-Spiel genau angesehen zu haben.

Kaderdiagramm Arminia Bielefeld (nach 7. Spieltag)

Das Spiel

Aufstellung Nürnberg: Mathenia – Wekesser, Lawrence, Schindler, Valentini – Fofana, Tempelmann- Castrop, Duah, Møller Dæhli – Lohkemper (Bank: Klaus, Geis, Shuranov, Wintzheimer, Hübner, Gyamerah, Daferner, Brown, Jahn)

Aufstellung Bielefeld: Fraisl – Klünter, Hüsing, Ramos, Oczipka – Lepinjica, Vasiliadis – Hack, Klimowicz, Okugawa – Lasme (Bank: Schulz, Jäkel, Consbruch, Rzatkowski, Sidler, Serra, Bello, Andrade, Kanuric)

Geleitet wird die Partie von Alexander Sather. Der 35-jährige Sachse, dessen Vater FIFA-Schiedsrichter war, ist seit 2016 Zweitligaschiedsrichter. Den FCN pfiff er zuletzt beim 2:1-Heimsieg über Holstein Kiel in der vergangenen Saison. Bielefeld das letzte Mal im März 2019 in Fürth. Das Spiel endete 2:2.

Klauß setzt auf Tempo. Mit Fofana und Lohkemper kommen zwei Spieler auf den Platz, die im Gegensatz zu Geis und Daferner mehr Geschwindigkeit mitbringen. Dazu kommt Schindler für Hübner in die Mannschaft, Lawrence bleibt in der Startelf.

18:30 Uhr: Anpfiff im Max-Morlock-Stadion

4. Minute: Tiefer Pass auf Hack, doch Mathenia läuft den Ball ab. Derweil liegt Duah am Boden nach einem Luftduell.

8. Minute: Wekesser zieht ab, Fraisl lässt prallen, aber Duah kommt nicht an den Ball.

12. Minute: Hacks Fernschuss ist kein Problem für Mathenia, im Gegenzug Spielt der Club zügig nach vorne und holt eine Ecke raus.

13. Minute: Valentini legt die Ecke flach zurück auf Lohkemper, dessen Schuss vorbeirauscht.

14. Minute: Lohkemper nimmt einen Diagonalball direkt aus der Luft. Die Kugel geht knapp am langen Pfosten vorbei.

15. Minute: Die nächste Chance gleich hinterher. Schindler fängt einen Pass ab, spielt direkt auf Castrop, der dribbelt sich durch, legt per Steckpass auf Duah. Fraisl lenkt dessen Schuss mit Reflex übers Tor. Die folgende Ecke bringt nichts ein.

Zwischenfazit nach einem Viertel des Spiels: Der Club ist präsent in den Duellen, kommt auch zu einigen kleineren Gelegenheiten. Noch fehlen die großen Chancen, aber bisher ist der FCN gegen recht passive Bielefelder besser im Spiel.

24. Minute: Okugawa flankt, Lawrence wehrt in Mitte ab. Lepinjica schießt drüber.

25. Minute: Langer Ball in den Strafraum, Castrop legt in die Mitte zu Duah per Kopf. Der schießt drüber.

26. Minute: Valentini flankt. Kopfball Duah, Fraisl hat den Ball sicher.

30. Minute: Der Club spielt über Möller Daehli, der durchs Mittelfeld dribbelt, schnell Richtung Tor. Doch der Pass auf Wekesser ist so ungenau, dass Klünter sich in den Schuss stellen kann. Die folgende Ecke führt fast zu einem gefährlichen Bielefelder Konter, doch die Gäste können die Situation nicht gut genug lösen.

39. Minute: Erneut liegt Duah nach einem Luftduell am Boden. Co-Trainer Steinmetz beschwert sich so laut, dass Schiedsrichter Sather ihn ermahnt.

44. Minute: Wieder langer Ball in den Strafraum, Castrop verlängert mit dem Kopf Richtung Tor, Fraisl klärt mit etwas Mühe zur Ecke. Die bringt nichts ein.

Zwischenfazit zur Pause: Ordentliche Halbzeit des FCN, der insgesamt deutlich mehr vom Spiel hat. Bielefeld mit Ausnahme einer kleinen Phase um die 25. Minute sehr passiv. Der Club mit kleineren, aber keinen klaren Chancen. Zusammenfassend: Wenn das die gute Halbzeit war, ist es schlecht. Wenn das die schlechte Halbzeit war, war es gut.

19:34 Uhr: Der Ball rollt wieder.

48. Minute: Möller Daehli flankt, der Ball wird abgewehrt, Valentini schießt. Der Schuss wird abgefälscht zur Ecke.

51. Minute: Ramos sieht Gelb.

52. Minute: Der Ball ist im Bielefelder Tor. Fofana und Tempelmann erobern zentral den Ball. Der wird auf Lohkemper durchgesteckt, der legt quer auf Duah, der den Ball am bereits geschlagenen Fraisl vorbei ins Tor legt. Aber Lohkemper war beim Pass vom Tempelmann im Abseits, daher kein Tor.

57. Minute: Fraisl moniert, dass Lohkemper ihn erwischt hätte und geht zu Boden. Der Keeper erntet dafür wütende Pfiffe des Publikums. Derweil wechselt Bielefeld aus, Rzatkowski und Serra kommt für Lasme und Klimowicz.

60. Minute: Tempelmann dribbelt durchs Mittelfeld, legt auf Castrop, doch dessen Flanke findet nur einen Stürmer im Abseits.

68. Minute: Okugawa vernascht Valentini, doch seinen Pass in die Mitte fängt Fofana sicher ab. Danach Großchance FCN: Castrop nimmt im Aufbau Ramos stark den Ball ab, grätscht zu Duah. Der steht allein vor Fraisl und schießt drüber.

69. Minute: Nächste Chance für Duah, sein Schuss wird gefährlich abgefälscht, senkt sich neben das Tor.

Zwischenfazit nach drei Viertel des Spiels: Der Club ist weiter spielbestimmend, hat jetzt auch größere Chancen, belohnt sich aber weiterhin nicht. Bielefeld bleibt passiv, wartet auf einen entscheidenden Konter.

71. Minute: Andrade kommt bei Bielefeld für Ramos, Lohkemper geht beim Club. Für ihn kommt Daferner.

77. Minute: Wintzheimer kommt beim Club für Castrop.

81. Minute: Das Spiel wogt jetzt etwas mehr hin und her, ohne dass es klare Chancen beim FCN oder bei Bielefeld gäbe.

85. Minute: Möller Daehli setzt sich auf rechts durch, doch die Hereingabe wird zur Ecke geklärt. Die bringt nichts ein.

87. Minute: Möller Daehli legt auf Wekesser, dessen Hereingabe wird zur neunten Ecke geklärt. Vor der wechselt Scherning nochmal aus: Okugawa und Oczipka gehen, Bello und Jäkel kommen. Die anschließende Ecke ist ungefährlich.

89. Minute: Wekeser sieht Gelb, weil er den Platz nach einer Behandlung ohne Erlaubnis betreten will.

90. Minute: TOOOOOR. Möller Daehli schießt eine Freistoßflanke scharf vors Tor, Tempelmann köpft. Fraisl kann nicht entscheidend abwehren. Der Club führt 1:0.

90.+1 Minute: Klauß bringt Hübner für Duah. Es gibt vier Minuten Nachspielzeit.

90.+2 Minute: Hack schießt Mathenia wehrt zur ersten Bielfelder Ecke ab.

90.+3: Rzatkowski sieht für ein Foul an Fofana Gelb.

20:23 Uhr: Schlusspfiff. Der Club gewinnt 1:0.

Fazit

Auch wenn der Zeitpunkt glücklich war, ist es in Summe ein absolut verdienter Sieg des FCN. Bielefeld bleib über 98 gespielte Minuten gänzlich ungefährlich. Der Club war präsenter, erarbeitete sich viele zweite Bälle und auch zahlreiche kleinere Chancen. Die von vielen geforderte Reaktion zeigte der Club damit auf jeden Fall. Auch spielerisch war durch das Tempo und die Agilität bei den mobilen Zehnern mehr Variation im Angriffsspiel. Fofana zeigte deutlich, warum er den Vorzug vor Geis erhalten hatte.

Statistische Parameter

Nürnberg Bielefeld
1Tore0
0,94/1,37/1,95/1,21expected Goals (Wyscout/538/DFL/FotMob)0,19/0,2/0,42/0,35
0,7Post Shot xG (Wyscout)0,25
0,89xG ohne Doppelchancen (Wyscout)0,19
0,7PSxG ohne Doppelchancen (Wyscout)0,25
16Schüsse5
6Schüsse aufs Tor3
9Ecken1
2Freistöße3
67Ballbesitz zeitbasiert (in %)33
67,3Ballbesitz passbasiert (in %)32,7
86Passquote (in %)76
8Fouls9
10,9PPDA (gegnerische Pässe pro eigene Defensivaktion)15,4
8Challenge Intensity (Defensivaktionen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes)4,8
15,8Spieltempo (Pässe pro Minute Ballbesitz)15,8
21Ballbesitzphasen (geg. Strafraum)6
00:19Ballbesitzdauer (Ø)00:10
*Alle Daten (außer den Varianten bei den xG) stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

Noten

SpielerCU-NoteKickerBILDFotMobWhoScoredSofaScore
Christian Mathenia3337,9/107,2/107,6/10
Enrico Valentini33,537,6/107,1/107,2/10
James Lawrence2337,8/107,3/107,5/10
Christopher Schindler2337,3/107,0/107,2/10
Erik Wekesser+33,538,3/107,9/108,1/10
Jens Castrop2-327,4/107,1/107,6/10
Sadik Fofana2327,5/107,2/107,0/10
Lino Tempelmann+2218,5/108,4/108,1/10
Mats Møller Dæhli3338,0/107,6/107,4/10
Kwadwo Duah33,536,4/106,0/105,9/10
Felix Lohkemper23,526,6/106,4/106,7/10
Christoph Daferner35,8/106,1/106,3/10
Manuel Wintzheimer6,0/106,1/106,4/10
Florian Hübner-/106,0/10-/10
Durchschnitt2,453,092,587,31/106,96/107,15/10

36 Gedanken zu „Der Spieltag: 1. FC Nürnberg – Arminia Bielefeld

  • Endlich klappt es mal wieder mit dem Stadionbesuch.
    Ich werde zuversichtlich und optimistisch hin radeln und hoffentlich fröhlich pfeifend nach Hause.
    Wenn nicht muss es an so einer nicht beeinflussbaren Störgrösse gelegen haben.
    PS: ich fände es total spannend wenn Florian in die Vorschau eine faktenbasierte Voraussage einbauen könnte ;-))

    Antwort
  • Ich werde heute das eigene Kicken dem Stadionbesuch vorziehen. Zu tief sitzen die beiden frustrierenden Heimpleiten der letzten Wochen.

    Gleichwohl hoffe ich natürlich, dass die Mannschaft sich heute am eigenen Schopf aus dem Sumpf befreit bzw. gar nicht erst in diesen hinein rutscht.

    In vier Wochen gegen Kiel bin ich wieder live dabei.

    Antwort
    • @Manni – Ein kurzer Spielbericht wäre interessant…
      Damit der geneigte Leser die Entscheidung besser bewerten kann. 🙂

      Antwort
  • Lawrence beginnt. Gegen die konterstarken Bielefelder ein kleines Wagnis. Gegen Braunschweig war er nicht unbedingt der Schnellste.

    Antwort
  • Tor erzielen bitte. Jetzt. Die Arminia seltsam passiv, da müssen drei Punkte her. Auf geht’s.

    Antwort
  • Starke Balleroberung von Fofana.
    Schade, dass der Treffer nicht zählt.

    Weiter so und Ramos nerven – eh schon überfällig.

    Antwort
  • Geht doch. Warum nicht schon früher? War nicht alles schick, aber der Einsatz hat heute gestimmt. Weiter so!

    Antwort
  • Jawohl, knapp aber verdient. Jetzt müssen die Krisenfreunde erstmal zurück ins Körbchen.
    Zufriedenstellend ist die Saison natürlich dennoch nicht.

    Antwort
  • Schöner Start ins Wochenende. Gute Leistung und hochverdienter Sieg. Jetzt noch ein Pünktchen in Darmstadt und dann die Pause nutzen um an den Problemen zu arbeiten.

    Antwort
  • Sie wollten es unbedingt. Passende Aufstellung. Starke Leistung. Hochverdienter Sieg. Herzlich Willkommen, Ersan. So ist auch bei den Lilien was drin. Weitermachen jetzt!

    Antwort
  • Sagenhaft, was so eine normale, professionelle Berufsauffassung doch gleich ausmacht.
    Und jetzt meine Herren der ersten Mannschaft, einfach genauso die weiteren Spiele und auch jeweils über die ganzen 90 Minuten weitermachen und nicht wieder nur 15 bis 45 Minuten spielen.

    Antwort
  • Drei Punkte sind erstmal Gold wert. Der Zeitpunkt des Tores natürlich glücklich, der Sieg in Summe aber sehr verdient.
    Der Gegner war in meinen Augen harmlos und da sollte man schon auch gewinnen.
    Jetzt kommt es drauf an, ob die Truppe auch in Darmstadt bestehen kann. Sollten sie da auch dagegenhalten können, kann aus dieser Saison durchaus noch was werden. Ich befürchte aber eher den normalen Verlauf.

    Antwort
    • Ich sehe in Darmstadt grundsätzlich eine gute Chance, weil der Club sich dann in die Außenseiterrolle begeben kann, damit kommt die Mannschaft besser klar als mit einer hohen Erwartungshaltung.

      Antwort
  • Stark diesmal die neue Doppel-6 Fofana/Tempelmann. Brachte viele gewonnene Bälle im Mittelfeld, Stabilität in der Defensive und immer wieder Drive nach vorne. Diese Formation könnte die Lösung für die künftigen Spiele sein.

    Antwort
  • Das war gestern eine richtig gute Mannschafts-Leistung. Keiner tanzte aus der Reihe, alle brachten Leistung. Mir haben besonders der kampfstarke Castrop, der dynamische Wekesser und der umsichtige Fofana gefallen. Aber auch alle anderen haben überzeugt. Da darf sich jeder seinen Spieltags-Helden rauspicken. Ich muss zugeben: Mit dieser Leistung hab’ ich nicht gerechnet. Bin positiv überrascht.

    War Bielefeld schwach?
    Nein, das denke ich nicht. Man hat die Arminia einfach nicht ins Spiel kommen kann. Zuvor punktete Bielefeld beim heimstarken 1. FC Heidenheim und beim nicht weniger heimstarken SV Darmstadt 98. Die Arminia dürfte bald die dunkle Tabellenregion nach oben verlassen.

    Können unsere Mannschaft und unser Trainer noch zusammen?
    Ja. Ohne Zweifel. Wer dies in Frage stellte, hat gestern eine ganz klare Antwort bekommen. Zitat kicker: “FCN: Die Mannschaft steht hinter dem Trainer.”

    Alles wieder gut?
    Nein. Natürlich nicht. Gut ist es erst dann, wenn die Mannschaft dieses Leistungsniveau regelmäßig abrufen kann. Denn auch nach dem überzeugenden Derby-Sieg gegen Kleeblatt Fürth verfiel die Mannschaft wieder in ihren Trott.

    Jetzt also nach Darmstadt. Und dort ist man, wie @Juwe sagt, eher in der Außenseiter-Rolle. Mit einem Sieg in Südhessen könnte man den Krisenmodus ausschalten und sich mit großen Schritten dem Saisonziel-Korridor nähern. Das ist doch ein schönes Ziel. Nach all den Enttäuschungen in dieser allerdings noch ziemlich jungen Saison.

    Antwort
  • Sehr gute Reaktion von Mannschaft und Trainerteam auf die bislang fast nur grottige oder zumindest rätselhafte Minderleistung.
    Wichtig und einigermaßen beruhigend scheint mir zu sein, dass die Analyse der immer wieder auftretenden „mangelhaften Resilienz“ des Kaders vom Trainer getroffen und auch öffentlich geäußert wurde. Umso besser, dass man diesen schönen Erfolg dann auch verdient eingefahren hat.

    Bleibt natürlich abzuwarten, was passiert, wenn Darmstadt nach 12 Minuten 2:0 gegen den Club führt, denn natürlich sind es genau diese Spielverläufe, in denen eine starke mannschaftliche Geschlossenheit und Resilienz erst wirklich sichtbar wird.

    Man sollte noch ein paar Spiele abwarten, inwieweit sich die Widerstandsfähigkeit des Kaders sichtbar erhöht haben wird, bevor man weitere Schlüsse zieht.

    Antwort
  • Warum muss diese Mannschaft so stark unter Druck stehen, dass sie auch willig und fähig ist? Man sieht immer wieder, dass sie in der Lage ist echte Leistung zu bringen. Warum dann immer wieder diese Aussetzer? Das Wasser stand bis zum Hals und schau mal an, dann gehts plötzlich. Es muss erkannt werden, dass gestern kein Endspiel stattfand und das nächste Spiel wartet. Und da ist dann wieder Leistung gefragt.

    Antwort
  • Das hängt meines Erachtens nicht ausschließlich mit dem Willen zusammen, sondern auch viel damit, dass die rechte Abwehrseite mit Schindler, Valentini und auf der Doppelsechs mit Fofana und Tempelmann, einfach besser funktioniert. 90 Minuten ohne Gegentor zeigen das ja. Die Woche vorher 2 schöne Tore auswärts waren nicht schlecht, aber die Abwehr mit der Innenverteidigung Hübner + Lawrence und Geis auf der 6 haben nicht funktioniert. Für mich hat die Leistung am Freitag mehr mit diesen Umstellungen zu tun.

    Antwort
    • Sehe ich genauso. Die drei Positionen
      Sörensen/Schindler/Fischer waren mit Lawrence/Hübner/Jambo oder Vale einfach alle drei deutlich schlechter besetzt.
      Durch die Rückkehr von Schindler zieht Stabilität ein.

      Auf der alleinigen 6 ist Geis einfach in allen Belangen zu schwach. Sein Spiel inkl. Der Geschwindigkeit ist aus der Zeit gefallen wir das von Nuri Sahin.

      Antwort
      • Natürlich stehen am Ende die Spieler auf dem Platz. Man sollte aber auch nicht unterschätzen, dass es schwierig werden kann, wenn zwei Alphatiere am Spielfeldrand stehen.
        Ich will damit nicht Schweinsteiger schlecht reden, aber sollte ein Co sich nicht komplett unterordnen, bleibt das auch an der Mannschaft hängen.

        Antwort
  • Mir scheint, dass die Herangehensweise in der ersten Liga: „wir haben keine Chance, also versuchen wir es gar nicht erst“ eine Mannschaft noch schlimmer schädigt als gedacht. Das hätte bei uns beinahe in die Katastrophe geführt, und die Vorstädter kommen damit auch nicht besser zurecht…

    Antwort
    • Genauso ist es. In der ersten Liga wird auch nur Fußball gespielt und der ist im Moment nicht so erstklassig. Wenn man mit vollen Hosen ins Spiel geht, kann man schon mal zu 50% einpacken. Und so wird es auch beim Club am Wochenende sein in Darmstadt. Wenn man mit vollen Hosen reingeht wirds nichts. Mit dem Selbstvertrauen “Wir sind der Club” und wir haben die Absicht um den Aufstieg mitzuspielen geht man ganz anders ins Spiel.

      Antwort
  • Oh ja den Fürthern geht es jetzt richtig nass rein und bei der roten Laterne hat man auch keine guten Argumente mehr für ein weiter so, ich bin wirklich gespannt ob sie auch diesmal ruhig bleiben.

    Weil du die 1. Liga ansprichst lustige Tabelle der SC Freiburg und Union vor dem FC Bayern auf Platz 1 +2 … aber man sieht doch, was auch heutzutage noch möglich ist, nicht lange her war Union für uns ebenbürtig auch wenn es nur eine Momentaufnahme der Tabelle ist

    Antwort
    • Wobei die im Regelfall eigentlich nen spielerisch ordentlichen Fußball gespielt haben. Da wirkt die Handschrift von Leitl noch nach. Dennoch gehen selbst Azouzi bei Tabellenplatz 18 die Argumente langsam aus. Denke er wartet noch den nächsten Spieltag ab und dann übernimmt vorläufig Ruman.

      Antwort
    • Union. Immer wieder Union. Vorbild Union. Womit? Mit Recht.

      „Unser Einfluss in die Bundesliga hinein ist größer, als die sich alle gewünscht haben, weil alle wissen, dass wir die geringsten Ausgaben pro Punkt haben.” (Präsi Dirk Zingler, “Berliner Kurier”, im Mai 2022)

      „Natürlich bist du am Tag danach enttäuscht, aber wenn wir in der ersten Liga spielen und gegen Bayern München verlieren, ist das toll.” (Sportdirektor Oliver Ruhnert, Sport1, November 2021)

      Präsident Dirk Zingler war früher eher einer von der Hire-and-Fire-Fraktion. Bis auch er gemerkt hat, dass eine nervöse Hand einen Verein nicht nach vorne bringt. Dann kam Uwe Neuhaus. Er blieb acht Jahre und legte den Grundstein für den heutigen Union-Wahnsinn. Urs Fischer geht jetzt ins fünfte Jahr. Und auch Sportdirektor Oliver Ruhnert ist seit 2018 an Bord.

      Für alle, die das Wort schon nicht mehr hören können, weil sie auch nahe am Hire and Fire gebaut sind: Kontinuität. Einer der sinnlosesten Phrasen im Fußball lautet: Die Mechanismen des Geschäfts. Wenn zum Beispiel Azzouzi jetzt weiterhin von der Arbeit Schneiders überzeugt ist und auch die Mannschaft hinter Schneider steht, dann wird er ihn nicht freistellen. Alles andere wäre blanke Panik.

      Zurück zu Union. Dort scheint man die Bundesliga-Zugehörigkeit weiterhin als absolutes Privileg zu sehen. Man hat Spaß daran, den Großkopferten eine lange Nase zu drehen. Und der seit Jahren planlose, neureiche Nachbar dient als Motivation. Union ist ein klassischer Fall von “Wir haben keine Chance, also nutzen wir diese”. Wohingegen bei uns damals das Unwort “kalkulierter Abstieg” die Runde machte.

      Ich bin kein Verhaltens-Therapeut. Aber gebetsmühlenartig zu kommunizieren, dass man nur ein extrem krasser Außenseiter und quasi nicht konkurrenzfähig sei, ist mit Sicherheit der falsche Weg. Besser ist es, sich immer wieder zu sagen: Die Anderen sind uns finanziell überlegen – geilo, tolle Herausforderung. Wir können nur gewinnen. Also auf geht’s!

      Antwort
  • @Flo:
    Wie hoch/ niedrig wäre der wyscout xG-Wert für den Club ohne dass Ereignis Kopfballtor gewesen?

    Antwort

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