Passion

 “Wie haaßn die zwaa, woo edds na Glubb iebanehma solln?”, fragte Alfred (klick) am montagabendlichen Tresen.

“Steinmetz und Parlatan”, antwortete Hannes (klick), “die bisherigen Co-Trainer.”

Steinmetz und Parlatan, von den Namen her klingt das ja richtig nach Programm”, sagte der Wirt und reichte mir ein Pils über den Tresen.

“Worumm Brogramm?”

“Na ja, der Steinmetz sorgt für den Feinschliff in den taktischen Abläufen und der Parlatan erklärt diese den Spielern und den Journalisten. Falls jene Fragen zur Taktik haben. Der Steinmetz ist der Praktiker und der Parlatan der Didaktiker. Gegenüber den Spielern und gegenüber den Journalisten…”

Ich nahm einen Schluck aus dem Glas.

“…Es ist wichtig, dass man jemanden hat, der den Journalisten im Frage- und Antwortspiel der Pressekonferenz wortgewandt Auskunft geben kann. Die Pressekonferenz entwickelt sich ja aufgrund der gestiegenen Fachkompetenz der Journalisten mehr und mehr zu einer strengen Prüfung für den Trainer…”

“Woss hoddn Barladaan mit erklären zu doo? Dess glingd doch ehra wie Scharladaan?”

“Französisch parler“, versuchte Hannes zu helfen.

“Ich ko doch ka Frandseesisch. Ich hobb auf da Haubdschuul blooß a boor Broggng Englisch glernd. Iech bi nedd so schlau wie ihr, woo aufm Gimnaasijum woord.”

Parler heißt auf Deutsch reden, sprechen“, erklärte Hannes.

“Gredd worn iss baim Glubb doch genuuch. Gredd wern brauchd doo nimma. Aufm Blodds muss Laisdung her! Doo muss doch endlich woss gedsaicht wern! Doo brauchds doch ka Gwaaf mehr.”

“Genauso isses”, stimmte ich zu. “Und was den taktischen Feinschliff anbelangt: Daran ist ja in den zwei Wochen der Länderspielpause intensiv gearbeitet worden. Sowohl im Defensivverhalten wie im Angriff. Sogar so gut ist da gearbeitet worden, dass Klauß in der Pressekonferenz vor dem Karlsruhe-Spiel sagte: Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Karlsruhe (klick).”

“Doo woor vo Onfang onn ka Dsuuch drinna. Dess woor doch a leebloosa Haufm. Ka Menndallidääd. Vo Onfang onn ka Menndallidded. Hindn offm wie a Schainadoor, a gfehrliche Flanggng nooch da annan iss in Schdroofraum gseechld …”

“Vor allem von links”, sagte ich. “Die linke Abwehrseite war die Haupt-Schwachstelle.”

“…und vorna iss ka Schongs rausgschbilld worn…”

“Na ja”, schaltete Hannes sich ein, “der Kopfball von Fofana war eine Großchance. Wenn da der Ausgleich…”

“…In da dswaidn Holbdsaid woors a bissla bessa, obba guud woors nedd. Guud iss woss annasch.”

“In der ersten Halbzeit ging nach vorne gar nichts”, sagte der Wirt über den Tresen. “Niente, rien. Allenfalls der Schuss von Duah, der von Daferners Gesäß abgelenkt wurde, sorgte halbwegs für Gefahr. War ein tückisch abgefälschter Ball.”

“Leider nicht tückisch genug”, bemerkte ich.

“Klar war das nichts”, gab Hannes zu und beschäftige sich mit seinem Handy.

“Die braung ann Dreena, wo dem leebloosn Haufm Faaja undam Oorsch machd. Ohne Faaja niddsda die bessde Daggdigg niggs…”

“Stimmt”, pflichtete ich bei. “Wenn kein Feuer drin ist, isses egal, ob abkippender Sechser, asymmetrischer Außenverteidiger, breitgezogener Flügelzehner…”

“Inverser Wingback”, ergänzte der Wirt, “fluides 4-2-3-1/4-1-3-2, falsche Neun. Habe ich was vergessen?”

“Schweizer Riegel”, meldete ich mich zu Wort, “Schottische Furche.”

“…Doo muss Dsuuch nai, Kombfgaisd, Menndallideed…”

“Leidenschaft”, ergänzte der Wirt.

“Die braung ann Moddiwaadoor. Doo iss doch ka Leem drinn in demm miedn Haufm. Hossd a Dsiggareddn fir miech, Michael, kossdma aane geem?”

Ich gab Alfred eine Blend 29 und Alfred steckte sie sich hinters Ohr und trottete zum Ausgang und aus den Boxen klang die Stimme von Rod Stewart:

K L I C K.

“Weinzierl kommt!”, sagte Hannes (klick).

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick, klick.]

99 Gedanken zu „Passion

  • 04.10.2022 um 10:04
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    Ja ja, die Leut mit dem Hauptschulabschluss reden Dialekt und die Akademiker Hochdeutsch. Da bin ich lieber ein Exil-Franke in der Schweiz: hier ist der Dialekt die Sprache aller Gesellschaftsschichten.

    Antwort
    • 04.10.2022 um 10:13
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      Ach so, der Wirt ist auch Akademiker…

      Ich weiß, als Clubfan neigt man auf die lange Sicht dazu, sauertöpfisch zu werden, aber irgendwann muß ja auch einmal Schluß sein. Als nächstes wird kritisiert daß Vater & Sohn Bär hochdeutsch reden.

      Antwort
  • 04.10.2022 um 10:30
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    Von Schwiegermamas Liebling zu einem der größten Unsympathen im deutschen Trainerwesen…

    Antwort
    • 04.10.2022 um 10:38
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      Hm, bei mir ist das Streit. Dessen guter Ruf ist mir immer sehr rätselhaft. Der ist dermaßen superunsportlich und steht schon beim ersten Einwurf nach Spielbeginn beim vierten Offiziellen und beschwert sich. Und an zweiter Stelle ist automatisch jeder Bauerntrainer. Da bin ich recht traditionell.

      Antwort
    • 04.10.2022 um 11:29
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      Erst mal ankommen lassen. Bin aber ganz ehrlich mich hat er bei seinen bisherigen Stationen nicht überzeugt. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren

      Antwort
  • 04.10.2022 um 11:02
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    Von Schwiegermamas Liebling zu einem der größten Unsympathen im deutschen Trainerwesen…

    Bisserl übertrieben zumindest der zweite Teil, aber wenns Beine macht ist es ok.. abwarten, man soll den Abend nicht vor dem Tag loben *Scherz* der Freudentaumel ist allerdings überschaubar.

    Vielleicht Heckings letzte Patrone??..wenn es wieder schief geht.

    Antwort
    • 04.10.2022 um 11:43
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      Findest Du, es ist schiefgegangen mit Robert Klauß? Wenn man in zwei Spielzeiten seine gesteckten Ziele erreicht? Ich sage nicht, dass Robert Klauß ein Volltreffer war. Aber war es Deiner Meinung nach ein Fehlgriff?

      Schiefgegangen ist es in den letzten 10 Jahren häufig. Zu häufig. Bis auf Weiler, Köllner und Klauß waren alle Trainer nur kurz da.

      War Robert Klauß Deiner Meinung nach wirklich ein Fehlgriff?

      Antwort
      • 04.10.2022 um 11:48
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        Finde auch nicht schief gegangen, 2 Saisons die erhoffte Stabilisierung, in der 2. Saison sogar mit Blick nach oben. Mir ist es auch immer noch ein Rätsel, woher der Knacks in der 3. Saison kam, der ja schon die Saison davor begonnen hat, als man schon lange safe war. Das kann nur bei der nahezu gleichen Mannschaft mit den Köpfen der Spieler zu tun haben.

        Antwort
        • 04.10.2022 um 11:50
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          Ui. Die Antwort kam ja schnell. 😉

          Aber warum schreibst Du denn dann: “…wenn es WIEDER schiefgeht”?

          Antwort
          • 04.10.2022 um 11:59
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            Das war vielleicht zu pauschal formuliert oben man müsste es differenzieren. Ich meinte weil es am “Ende” schief ging sonst gäbe es ja keine Entlassung. Dazu den finanziellen Schaden wurde der Vertrag mit Klauß nicht erst im Mai vorzeitig verlängert? Das wird nicht ganz billig. Weinzierl wird auch nicht sehr günstig sein, Hecking auch nicht, der bald seine Verlängerung verkünden wird, vermutlich wenns etwas besser paßt nach einem gewonnenen Spiel. Ich frage mich schon woher der Geldregen kommt…dass man sich nicht verhebt, sollte die Lösung Weinzierl wieder nicht den erwünschten Erfolg bringt.

            Antwort
            • 04.10.2022 um 12:06
              Permalink

              Okay. Verstehe. Es gibt zwei Möglichkeiten in Deinen Augen:

              1. Trainer wird von einem anderen Verein wegen guter Arbeit abgeworben = Gutgegangen.

              2. Trainer wird, egal wann, freigestellt = Schiefgegangen.

              Nach dieser Logik war Ulrich Hoeneß ein ziemlich mieser Manager. Er hatte nämlich auch einige Patronen verschossen. Darunter Klinsmann.

              Inwieweit Klauß noch weiterbezahlt werden muss, ist doch noch gar nicht geklärt. Klauß hat durchaus Skills, die nachgefragt werden. Ich glaube nicht, dass Klauß in der Versenkung verschwindet. Ich glaube eher, dass er bald wieder woanders aufschlägt. Vielleicht hätte Nagelsmann auch gerne noch einen dritten Co-Trainer? Keine Ahnung. Er hat sich einen Namen gemacht bei uns.

              Dass man Hecking auch an der Verpflichtung von Weinzierl messen muss, ist ganz klar. Weinzierl ist finanziell sicherlich nicht das niedrigste Regal – auch klar. Die Wahl von Weinzierl unterstreicht die Ambitionen – klar.

              Antwort
              • 04.10.2022 um 13:50
                Permalink

                Na ja du weißt was ein FCN Gehalt ist, das muss er erstmal wieder auf dem Niveau bekommen irgendwo anders. Da habe ich etwas Zweifel. Das wird er nicht verschenken, wenn er einen frischen Vertrag erhalten hat erst im Frühsommer stark anzunehmen mit einer Gehaltsverbesserung. Da würde ihm sein Anwalt ja einen Vogel zeigen.

                Ich sehe Klauß erstmal max als 3. Liga Trainer um Erfahrung zu sammeln. Ihm fehlt die Balance zwischen streicheln und treten, klingt seltsam ist aber so. Fachlich habe ich an ihm keine Zweifel, aber zu der angeblich “fehlenden Emtionalität” kommt und das hat bei mir auch im Geiste den Daumen gesenkt, was er aus unserer Offensive macht. Das muss ein Trainer erkennen gerade in der 2. Liga wichtig, Flanken, Strandards … das Fußball ABC, man hatte das Gefehl für Klauß war das zu trivial. Unsere nicht schelchten Stürmer hingen einfach in der Luft. Er wollte gleich die hohe Schule und dann klappte keins von beiden, weder TikiTaka Kurzpassspiel durch die Mitte noch die Basics. Das war mein Eindruck.

                Antwort
                • 04.10.2022 um 14:44
                  Permalink

                  Für mich war Klauß kein Fehlgriff – auch wenn es am Ende schiefging. Er hat zwei Mal die Saisonziele erreicht. Die Jugend gefördert. Er war fast 2,5 Jahre da. Zeitweise hast Du, @Juwe, befürchtet, dass uns Klauß von Bundesligisten weggekauft wird. Und jetzt ist er ein Fehlgriff? Wenn man aus dem Rathaus kommt…

                  Klauß war weder ein Fehlgriff noch der erhoffte Überflieger. Ganz nüchtern betrachtet.

            • 04.10.2022 um 14:05
              Permalink

              Die Entlassung von Klauß ist ja jetzt nicht nur bedingt wegen den letzten zwei oder drei Spielen.

              Am Ende muss man einfach festhalten, dass Klauß ganz am Anfang die Mannschaft ordentlich stabilisiert hat, im Vergleich zur Relegations-Saison, es aber dann kaum noch Weiterentwicklung, sondern weitestgehend Stagnation und Stillstand gab, ganz besonders was das Offensivspiel betrifft. Da gab es hin und wieder mal positive Ausreißer, aber wenn man die Spielberichte der vergangenen zwei Jahre oder so Revue passieren lässt, ist viel zu oft von Uninspiriertheit, mangelnder Präzision und Durchschlagskraft in der Offensive usw. zu lesen.
              Und gleichzeitig hat man auch nie eine wirklich hohe Stabilität reingebracht, man war immer anfällig für blöde Gegentreffer.

              Und seit dem Knacks nach dem unglaublichen 2:4 gegen Sandhause letzte Saison, war die Gesamtentwicklung nochmals mauer, am 30. Spieltag noch dick im Aufstiegsrennen, mit einem Punkt aus den letzten 4 Spielen dann nur noch haarscharf das offizielle Saisonziel erreicht (und damit einen Haufen TV-Kohle verspielt).
              Eine insgesamt ziemlich dürftige Vorbereitung.
              Und jetzt eine Saison, in der von 10 Spielen nur 2 wirklich überzeugend waren (und auch die angesichts der mangelnden offensiven Durchschlagskraft nicht sonderlich souverän gewonnen wurden).

              Klingt jetzt alles deutlich negativer als es eigentlich war. Aber am Ende ist es alles einfach zu wenig, und, ganz besonders, weiß ich auch einfach nicht, woraus man jetzt noch Hoffnung auf Besserung ziehen könnte. Und auch wenn ich mir eigentlich wenig Sorgen um den Klassenerhalt mache, ist es nach unten doch sehr dünn…

              Jetzt halt Weinzierl. Wie gesagt, für mich einer größten Unsympathen im deutschen Trainerwesen.
              Streich mag ich auch nicht. Der hat aber wenigstens sowas wie Rückgrat.
              Weinzierl hingegen war immer jedes Mittel recht, ob fair oder unfair, Hauptsache für sich selber einen Vorteil daraus ziehen und bei Niederlagen sich nur ja immer in die Opferrolle begeben und allem möglichen die Schuld geben und sich als ungerecht behandelt darstellen…

              Warten wir es mal ab, wie er sich so machen wird.
              Das grottige Ende der Vorsaison und die dürftige Vorbereitung hatten die Vorfreude auf die Saison ja schon extrem geschmälert. Nach dem bisherigen Saisonverlauf und jetzt dieser Trainerentscheidung ist es fast schon auf Gleichgültigkeit gesunken, bzw. die Saison schon größtenteils abgehakt…

              Es ist halt auch die Frage der Gesamtentwicklung des Vereins. Auf der finanziellen Seite sieht es natürlich nach wie vor sehr schwierig aus, mit Rossow hat man aber einen Mann, mit dem wohl sehr lange planen kann, der viele wichtige und sinnvolle Projekte angestoßen hat bzw. jetzt in Angriff nimmt (Vermarktung, Stadion etc.).
              Aber auf sportlicher Seite? Weinzierl ist für mich kein Trainer, mit dem man auf lange Sicht wirklich planen kann, ein typischer Trainer mit eher begrenzter Halbwertszeit.
              Wie sieht es bei Hecking jetzt eigentlich genau aus? Seinen Vertrag wird er wohl verlängern, aber für wie lange? Hieß es nicht mal, nur für zwei Jahre und dann wäre Schluss oder sowas, dass er aus familiären Gründen nicht länger machen will? Bzw. die ja sowieso schon grundsätzlich immer im Weg stehen?
              Da kann man jetzt nicht davon ausgehen, dass es so noch 10 Jahre weiter geht oder so…

              Antwort
              • 04.10.2022 um 14:26
                Permalink

                Streich mag ich auch nicht. Der hat aber wenigstens sowas wie Rückgrat.

                Er hat vor allem Erfolg. In Freiburg könnte man sicher auch mal mit einer Saison im grauen Mittelfeld gut auskommen, insofern ist dort der Druck vielleicht weniger ausgeprägt als bei Traditionsvereinen, aber wenn es nicht läuft sind die genauso fix, siehe Sorg damals. Insofern hat Streich Erfolg, bezahlen seine Erfolge die Einkommen dr sportlichen Führung und das neue Stadion, so lange das so ist wird er dort Trainer bleiben.

                Das wäre bei uns genauso, warum ein Trainer sympathisch sein müsste, verstehe ich eh nicht. Seit Klopp Werbung für die Drückerkolonne von der DV macht, finde ich den auch nicht mehr so sympathisch und aktuell fehlt jetzt auch noch Erfolg, mal sehen wie lange man bei Liverpool noch zu Klopp steht? Die Erfolge waren in Dortmund dann ja auch schnell vergessen, als man mit Klopp ganz nach hinten reingerutscht ist.

                Und Erfolg hat Weinzierl schon meist gehabt, bei Schalke wohl nicht genug, bei Stuttgart eher nicht. Aber mit dem Jahn und Augsburg 1 und 2 hat er durchaus geschafft, was man erwartet hat, bzw. eigentlich sogar etwas mehr als gedacht. Schauen wir mal was bei uns rauskommt?

                Antwort
              • 04.10.2022 um 14:38
                Permalink

                @SCRamjet

                Ich will Dir da gar nicht widersprechen, was Klauß anbelangt. Die Frage war: War Klauß ein Fehlgriff? Und diese Frage würde ich mit Nein beantworten. Weil man dann auch Köllner als Fehlgriff abstempeln müsste. Und das war er aus meiner Sicht keineswegs – auch wenn es am Ende schiefging.

                Antwort
              • 06.10.2022 um 18:28
                Permalink

                “und bei Niederlagen sich nur ja immer in die Opferrolle begeben und allem möglichen die Schuld geben und sich als ungerecht behandelt darstellen…”

                Hört sich nach Clubb an 😉

                Antwort
  • 04.10.2022 um 11:07
    Permalink

    Traue Weinzierl zu, das Schiff wieder rechtzeitig flott zu bekommen. Viel Glück, Markus!

    Antwort
  • 04.10.2022 um 11:43
    Permalink

    Er sollte sich Flo als Daten & Taktik Analyst in sein Trainerteam holen 🙂

    Antwort
    • 04.10.2022 um 11:58
      Permalink

      Flo muß jetzt erst einmal die Clubdamen in die Championsleague führen. Eins nach dem anderen.

      Weinzierl wird das schon schaffen. Auch wenn der allseits geliebte Uwe Neuhaus bspw. bessere Statistiken mitgebracht hätte. Aber mit über 60 will er wohl seine Gesundheit nicht riskieren. Und Weinzierl hat schon alle deutschen Elendsligen trainiert.

      Antwort
  • 04.10.2022 um 12:12
    Permalink

    Weinzierl war in der 1. Bundesliga ,Europa -League (S04,FCA) ,DFB Pokal, Relegation zur 2. BL und in der
    3. Liga als Cheftrainer unterwegs aber noch nie in in der 2. Bundesliga .

    Es wird vielen Fans nicht gefallen wie er sich gegenüber den Schiedsrichtern verhält und es passt halt nicht
    zu dem Leitbild welches sich der FCN letztes Jahr gegeben hat.
    Bei den SR ist er auf jeden Fall unbeliebt.
    Klopp und Streich werden gefeiert sind aber auf dieser Schiene gut mit Weinzierl vergleichbar.

    Antwort
    • 04.10.2022 um 12:53
      Permalink

      Man muss sich auch mal die Wolle kriegen dürfen, wenn was nicht richtig läuft. Der SR hat ja immer die Möglichkeit sich zu wehren und sitzt am längeren Hebel.
      Ich denke, dass durch den Trainer so auch mal ein Funke Emotion auf die Spieler überspringen kann. So leblos wie unsere Auftritte im letzten halben Jahr meist waren, ist das für mich schon fast wünschenswert. RK war mir persönlich zu defensiv – ich mag emotionale Trainer wie Simeone, Klopp, Mourinho lieber. Fußball ist auch Unterhaltung!

      Antwort
    • 04.10.2022 um 12:59
      Permalink

      Erfahrung in der Zweiten Liga wäre besser – seh ich auch so. Aber inwieweit diese ausschlaggebend ist? Schwierig zu beurteilen.

      Walter und Kwasniok hatten auch keine Zweitliga-Erfahrung, ehe sie zu ihren Vereinen kamen. Lieberknecht allerdings schon und zwar jede Menge davon – und der war auch sofort erfolgreich mit den Lilien. Auch Thioune war vorher bei Osnabrück und beim Hamburger SV.

      Weinzierl sollte aber schon wissen, was in der Zweiten Liga verlangt wird.

      Antwort
  • 04.10.2022 um 13:06
    Permalink

    Das mit den Funke Emotion ist jetzt auch meine ( kleine) Hoffnung.

    Antwort
  • 04.10.2022 um 14:02
    Permalink

    Ich hoffe doch, dass der Flo trotz seiner Insider-Position noch in der Lage ist, eine ganz sachliche und nicht wertende Analyse zu liefern, was wir unter Weinzierl zu erwarten haben. Im Stile der üblich gewordenen Vorstellungen der Neuzugänge…

    Wäre das möglich?

    Antwort
  • 04.10.2022 um 14:12
    Permalink

    Hm … Weinzierl!?

    Ein Trainer der an einigen Stationen Erfolg hatte, der immerhin durchschnittlich 2 Jahre bei einem Verein geblieben ist. Die größten Erfolge leigen allerdings schon etwas zurück, beim Jahn und danach bei Augsburg. Das zweite Engagement bei Augsburg scheiterte dann eher an persönlichen Animositäten zwischen Reuter und Weinzierl, als am fehlenden Erfolg. Ganz billig dürfte die Lösung Weinzierl aber auch nicht sein schätze ich. Der hat ja zuletzt in Augsburg zu Erstligakonditionen gearbeitet. Klar hat er bei uns Erfolg ist das egal.

    Außer bei Schalke, hat er immer mit sportlich limitiertem Kader mehr als gedacht erreicht, das macht ihn sicher bei uns interessant. Ich bin gespannt.

    Antwort
  • 04.10.2022 um 14:40
    Permalink

    Oh oh Weinzierl sagt er war gerade mit seinen Golfschlägern auf dem Weg nach Italien um mit Hansi Dorfner zu spielen als Dieter Heckings Anruf kam und er hat dann gleich gebremst und ist umgekehrt, Keller wohnte sogar auf einem Golfplatz damals. Hoffentlich ist Golf jetzt kein schlechtes Karma keine unheilvolle Parallele 😮

    Antwort
  • 04.10.2022 um 15:13
    Permalink

    Die “Nürnberger Nachrichten” begrüßen unseren neuen Trainer mit einem Artikel, welcher die Sinnhaftigkeit eines Trainer-Wechsels hinterfragt. Überschrift: “Warum Trainer-Wechsel beim Club nur selten etwas bringen.”

    Ich könnte mir vorstellen, dass man diesen Text zu einem besseren Zeitpunkt publiziert. Und nicht gerade dann, wenn gerade ein neuer Trainer kommt. Unser fränkischer Humor ist manchmal etwas eigenartig. Aber nie bös gemeint, gell.

    Willkommen in Franken, Trainer.

    Antwort
    • 04.10.2022 um 15:30
      Permalink

      Wenn nicht jetzt, wann dann?
      Klauß war definitiv kein Fehlgriff, ich kenne keinen Trainer der 2.Liga der so vielen Nachwuchsspielern eine Chance gegeben hat wie er. Und wenn wir schon anfangen die Badenser Trainer zu vergleichen, dann hätte ich lieber einen Typ wie Eichner vom KSC.
      Wie steht’s denn mit Einsätzen der Jungen bei Weinzierl?

      Antwort
      • 04.10.2022 um 15:55
        Permalink

        Nicht nach, sondern vor einem Trainer-Wechsel würde ich als besseren, mutigeren Zeitpunkt erachten. Aber ich hab den Artikel auch eher mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen. Natürlich muss der neue Mann drüberstehen, zumal es inhaltlich stimmt.

        Was den Kein-Fehlgriff-Klauß betrifft, bin ich Deiner Meinung.

        Antwort
        • 04.10.2022 um 16:17
          Permalink

          Hatte Fadi Keblawi ja letztlich mit seinem Artikel vor ein paar Wochen, wo er Klauß auch dazu gefragt hat, wie viel Anteil er denn persönlich sähe, dass der Trainer am Erfolg einer Mannschaft habe. Und dann Klauß auch selber so nur von 20 Prozent sprach.

          Antwort
          • 04.10.2022 um 17:33
            Permalink

            Mein Versäumnis. Und somit auch mein Fehler.

            Ich fand’s halt ulkig. So als würde man einer Frau beim ersten Date sagen: “Statistisch betrachtet, sind unsere Chancen, dass wir zusammen alt werden, aber mal richtig mies.” 😉

            20 Prozent? Echt jetzt? Bei aller Sympathie für Robert Klauß – aber das halte ich für deutlich zu tief gegriffen.

            Antwort
            • 04.10.2022 um 18:46
              Permalink

              Der Anteil des Trainers am Erfolg der Mannschaft denke ich liegt mindestens bei 40%, wenn nicht sogar mehr. Vorausgesetzt die Mannschaft ist nicht vom Grunde her grottenschlecht.

              Antwort
              • 04.10.2022 um 19:07
                Permalink

                Würde ich auch sagen – mindestens.

                Beispiel: Peter Neururer sagte damals in 2005 bekanntlich per SMS ab. Begründung laut Medien: Dieser Mannschaft könne er auch nicht helfen, zu wenig Potenzial. Neururer kritisierte damit durch die Blume die Qualität und die Zusammenstellung des Kaders. Denn den hat er sicherlich analysiert.

                Danke dafür, Peter. Vielen, vielen Dank. Denn statt Neururer kam Hans Meyer. Kam, sah und siegte. Mit einem Kader, dem man nicht mehr helfen könne.

                Antwort
                • 04.10.2022 um 20:39
                  Permalink

                  Also…
                  …nen ähnlichen Kader haben wir aktuell scheinbar auch.

                  Wo hab ich doch gleich mein Pokalsiegertrikot hingeräumt…?!?!

                  #9 Punkte zur Relegation und 4 Siege bis nach Berlin 🙂

      • 04.10.2022 um 17:11
        Permalink

        Wen hätte er denn spielen lassen sollen, war ja kein Alter da… (Wenn man jetzt mal von Sorg und Rausch im Vorruhestand absieht.) Bei Klauß haben immer die ältesten Jungen gespielt, die halt da waren. Dass er großartig jemanden vor den Vorhang geholt hätte, könnte man jetzt nicht behaupten. Shuranov war immer klar, Schleimer wurde lange gelobt und da war auch klar er geht hoch oder er geht weg.

        Hatte Rhein seine Chance? Wann kam Fischer zu einsetzen? Wann kam Fofana in der Saison? Hat er sich getraut Jahn zu bringen?

        Antwort
        • 04.10.2022 um 18:10
          Permalink

          Sorg – gruselig, dass dieser Name hier fällt. Hatte fast schon erfolgreich verdrängt, dass Sorg tatsächlich bei uns (bestbezahlt vermutlich) gechillt und mit kleinem Bäuchlein in Rente ging.

          Rhein hätte ich auch hierbehalten. Fischer kam rechtzeitig, um diesen klasse Rebbe-Transfer zu versilbern. Fofana hätte ich eher gebracht – deutlich eher. Fand ihn schon in der Vorbereitung durchaus bemerkenswert. Bei Jahn fehlt mir der Einblick.

          Antwort
          • 05.10.2022 um 11:29
            Permalink

            Bei “Hätte Rhein hierbehalten” … es gibt ja mehrere Parteien, die das entscheiden. Rhein wollte Spielzeit und wollte auch weg zu dem Zeitpunkt, was aus seiner Sicht auch die richtige Entscheidung war er konnte sofort spielen, das konnte ihm hier niemand garantieren.

            Antwort
            • 05.10.2022 um 12:36
              Permalink

              Du hast Recht. @Juwe.

              Der Junge wollte auch weg. Weil er auch wusste, dass er das Zeug dazu hat, in Liga zwei stetig zu spielen. Wenn ich mich an unser damaliges Bundesligaspiel gegen die Eintracht erinnere, dann hat er gar das Zeug zu mehr.

              Dass Rhein damals schon ins kalte Wasser geworfen wurde, zeigt, dass die Sechser-Position auch unter Bornemann schon unzureichend bearbeitet wurde. Da gab es ein starkes Spiel von Petrak gegen Eintracht Braunschweig. Danach wurde mit ihm verlängert. Leider aber war der launische Petrak keine längerfristige Lösung auf der Sechs.

              Palikuca hatte dann das Geld, um einzukaufen – und er holte Geis. Wir kennen alle die Stärken und Schwächen von Geis. Und die Schwächen schaden der Balance mehr als einem recht sein kann. Die Raute mit Geis bremst das Offensivspiel, weil Du Geis absichern musst mit defensiven Achtern. Krauß hat das klasse gemacht. Krauß war ein klasse Transfer. Und wer jetzt schreit, man habe Krauß nicht adäquat ersetzt, dem sei gesagt: Tom Krauß ist für unsereins nicht zu ersetzen. Mit Castrop hat man meiner Meinung nach einen bestmöglichen Ersatz gefunden. Unseren Sportvorstand anzugiften, weil man Krauß nicht adäquat ersetzt habe, ist in meinen Augen völlig daneben und ignorant.

              Was man unserem Sportvorstand aus meiner Sicht aufs Brot schmieren muss, ist: Warum wurde mit Geis verlängert? Und warum ist die Sechser-Position weiterhin eine derartige Baustelle? Dies muss man einen kompetenten Mann fragen, der damals vermutlich maßgeblich mit daran beteiligt war, dass ein Timmy Simons zum Club kam.

              Natürlich hat unser Sportvorstand das Problem auf der Sechs erkannt. Logisch. Und natürlich hält man die Augen offen. Und natürlich sind uns finanziell die Hände gebunden. Aber was da auf der Sechser-Position geflickschustert wird, das nervt. Das betrifft Bornemann, natürlich Palikuca, aber auch Hecking. Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn Weinzierl hier eine feste Formation finden würde auf der Sechs. Er soll ja bevorzugt mit einer Doppel-Sechs spielen. Mit Geis? Ohne Geis?

              Auch wenn mir der Einblick fehlt, hab nur das Freundschaftsspiel mit Schweinfurt 05 gesehen – dass Klauß nicht mal Jahn ins kalte Wasser geworfen hat, kann man bedauern. Das Pokalspiel beim SV Waldhof Mannheim ist womöglich auch ein Spiel für die Sechser-Position. Denn diese sollte ganz weit oben stehen auf der Transfer-Agenda. Aber auch das weiß unser Sportvorstand.

              Bin gespannt, wie Markus Weinzierl damit umgeht.

              Antwort
              • 06.10.2022 um 19:35
                Permalink

                Ich bilde mir ein, dass DH sogar schon angesprochen hat, dass man im Winter vermutlich auf der 6 was verbessern möchte. Vielleicht hat ja RK da gesagt: “och nö, da haben wir doch genug, die das spielen”

                Fehleinschätzung.

                Spielen schon, aber können?

                Antwort
        • 05.10.2022 um 10:58
          Permalink

          Sollte Jahn bei Weinzierl eine Chance bekommen, bin ich der erste der Abbitte leistet.

          Antwort
          • 05.10.2022 um 11:25
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            Also ich würde den Trainern nicht vorgreifen, die den Jungen jeden Tag im Training sehen, wäre er so Outstanding bringen sie ihn schon. Er ist 19 Jahre, da ist 2. Liga Männer schon ein ordentliches Brett zumal bei uns schon richtig Druck auf dem Kessel ist, wenn man da zu früh loslegt kann man so eine junge Karriere auch zerstören.

            Für junge Talente ist das NLZ zuständig, bei den Profis geht es einfach nur um Leistung mir ist das Alter da egal.

            Antwort
        • 05.10.2022 um 12:52
          Permalink

          Ich finde jetzt auch nicht, dass Klauss wirklich viele junge Spieler frühzeitig eingebunden hat. Meistens waren es doch erzwungene Chancen, die er gegeben hat. Daneben hat er auch kaum einen Spieler weiterentwickelt. Ich sehe ihn zwar nicht als klassischen Fehlgriff, aber viel Potenzial kann ich ihm auch nicht zuschreiben.

          Antwort
      • 06.10.2022 um 18:33
        Permalink

        Sollten wir nicht erst mal die Stammmannschaft auf Linie bringen?
        t

        Antwort
  • 04.10.2022 um 15:35
    Permalink

    Mit MW ist eine schnelle, präzise und gut annehmbare Lösung realisiert worden, gute Arbeit@DH.

    Weinzierl ist aus allen Blickwinkeln betrachtet eine gute Wahl, es sei denn man mag das Härchen in der Suppe suchen.

    Gutes Gelingen und Willkommen im/beim Club!

    Antwort
  • 04.10.2022 um 16:42
    Permalink

    Freunde, was wird jetzt mit dem Praktiker Steinmetz und dem Didaktiker Parlatan? Hoffentlich kommt der Didaktiker unter Weinzierl gebührend zu Wort…

    Antwort
    • 04.10.2022 um 16:49
      Permalink

      Die Frage lag mir auch schon in den Fingern. Kommt ein neuer Trainerstab oder bleibt der alte?

      Parlatan ist ja erst kurz dabei, kann also noch nicht abgenutzt sein. Ich fände seine gewonnenen Eindrücke hilfreich. Steinmetz war ja sowieso als “Betriebs-CoTrainer” gedacht, der unabhängig vom Tagesgeschäft zum Club-Inventar gehört.

      Könnten also bleiben.

      Bleiben sie?

      Antwort
      • 04.10.2022 um 22:07
        Permalink

        …in dem “14.000 Informationen”-Artikel der NN ist Folgendes zu lesen: “Dass sie es besser können, steht derweil außer Frage, findet der neue Club-Coach, der noch offenlässt, wer ihm bei der Offenlegung des vorhandenen Potenzials im Trainerstab künftig assistieren wird.”

        Markus Weinzierl hatte bei seinem ersten Engagement beim Jahn bis zu seinem Intermezzo beim VfB Stuttgart einen festen Co: Wolfgang Beller, ebenfalls aus Straubing. Beller wird auf transfermarkt.de als vereinslos geführt. Auf der Seite des FC Augsburg ist in einem Text vom Juli aus dem Trainingslager allerdings Folgendes zu lesen:

        “Für die Gegnerbeobachtung und das Scouting ergänzt Wolfgang Beller das Team. Beller ist kein Unbekannter beim FCA, denn von 2012 bis 2016 war er Co-Trainer des FCA und unterstützte auch in der Saison 2020/21 das Team im Bereich Gegneranalyse und Scouting.”

        Ergo könnte Weinzierl derzeit keinen festen Co haben. Eine Übernahme von Ersan Palatan und Frank Steinmetz ist daher denkbar.

        https://www.transfermarkt.de/wolfgang-beller/profil/trainer/9726

        Antwort
  • 04.10.2022 um 17:12
    Permalink

    Weinzierl gleich mal schlagfertig auf der PK! (“Was sagen Sie denn Leuten die sagen MW könne nur Augsburg?” — “Ist ne riesen Leistung wenn du Augsburg kannst!”)
    Da sieht man schon wie abgebrüht und selbstsicher der Markus unterwegs ist. Fand es auch gut, dass er sich mit Kritik am Vorgänger bzw. vorschnellen Verbesserungsideen zurückgehalten hat.

    Insgesamt sind mit die PKs allerdings viel zu weich. Warum fragt man Hecking nicht mal, warum man dem entlassenen Trainer vor 4 Wochen noch einen alten Vertrauten als Co zur Seite stellt? Auch die durchaus kritische Frage, ob und warum man denn jetzt nach 2,5 Jahren DH sportlich wieder ähnlich dasteht wird öffentlich nicht gestellt.

    Na dann singen wir im Chor: “Hallo Markus! Wir wünschen dir alles Gute und stehen auf deiner Seite (zumindest solange du erfolgreich bist)!”

    Antwort
    • 04.10.2022 um 18:20
      Permalink

      Wenn man der Meinung ist, dass wir sportlich ähnlich dastehen wie 2020, sollte man das begründen. Denn der sportliche Bereich ist umfassend.

      Richtig ist, dass wir tabellarisch ähnlich mies dastehen wie 2020. Und das ist hoffentlich nur eine Momentaufnahme nach 10 Spieltagen.

      Antwort
  • 04.10.2022 um 17:22
    Permalink

    Mit Trainer RK geht ein wirklich feiner Mensch. Die Art, wie er sich verabschiedet hat, unterstreicht das.
    Ich wünsche RK von Herzen alles Gute und viel (Lern-)Erfolg auf seinem weiteren Weg!

    1 3/4 Jahre anständige, gute Entwicklung, die dann leider (ganz sicher nicht nur auf seinem Mist gewachsen) aus dem Ruder lief.
    Die Beurteilung rückblickend ist aktuell unbefriedigend, in der Summe überwiegen für mich viele positive Aspekte. Leicht war sein Start keinesfalls, Corona inklusive.

    Antwort
    • 04.10.2022 um 20:09
      Permalink

      Schliesse mich voll an, @Teo! Ich sehe RK überwiegen positiv, bis auf den Mangel, mentale Defizite nicht wirksam behoben zu haben.

      Jetzt schauen wir nach vorne und wünschen MW, der Mannschaft und uns allen eine erfolgreiche Saison mit vielen Punkten aus 24 Ligaspielen und hoffentlich mehreren Siegen im Pokal.

      Antwort
    • 05.10.2022 um 12:35
      Permalink

      Über das menschliche kann ich nichts sagen, aber die Entwicklung unter Klauss war m.E. auch in den von Dir zitierten 1 3/4 Jahren zu gering. Da haben andere Mannschaften, wie z.B. D98 deutlich mehr zugelegt. Ich traue Klauss insofern auch nicht den nächsten großen Schritt zu, da er zwar bestimmt ein feiner Kerl mit viel Sachverstand ist, aber ihm mit Empathie und Heissmachermentalität eine ganz entscheidende Eigenschaft fehlt, die man hat oder eben nicht.

      Antwort
  • 04.10.2022 um 18:57
    Permalink

    Man muss zufrieden sein, dass ein Markus Weinzierl bereit ist, die schwere Aufgabe beim Club zu übernehmen. Und endlich mal ein Trainer, der Durchsetzungsvermögen hat und eine Autorität ausstrahlt. Zwar nicht so stark wie beispielsweise ein Felix Magath, aber wenn das gut geht, kann er mit dem Club noch große Erfolge feiern. Und das ist ihm zuzutrauen. Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen. Für Clubverhältnisse sind wir im Moment ganz unten. Also freut euch. Eine Siechtum, Leistungsverweigerung und Standfußball wird sich ein Markus Weinzierl nicht gefallen lassen.

    Antwort
  • 04.10.2022 um 22:03
    Permalink

    Am DO eine so ähnlich von D.H. bereits getroffene, bekannte Aussage:
    “Robert Klauß ist und bleibt unser Trainer.”

    Am SO der unsägliche Auftritt Teil MCLVII.

    Am MO früh morgens: “Robert Klauß ist nicht mehr unser Trainer!”

    Am DI mittag: “Markus Weinzierl ist unser neuer Trainer.”

    Das bedeutet doch eindeutig, daß der Vertrag schon beidseitig weit VOR dem Zeitpunkt der Entlassung von Klauß fertig in den jeweiligen Schreibtischen von Hecking und Weinzierl gelegen hat. Das macht mir jetzt keiner weis, daß so ein Vertrag in wenigen Stunden fertig gemacht werden kann. Da müssen jeweils die Rechtsanwälte und Notare beider Seiten drübergehen, dann wird da noch hin und her gepokert und eben damit auch jeweils von jeder Seite ganz sicher AUF ZEIT gespielt (“Ich habs nicht nötig!”….).

    Das bedeutet, die Demission von Klauß war doch mindestens schon VOR der N11-Spielpause völlig vorbereitet und fertig. Anders war doch jetzt diese Zeitschiene gar nicht erklärbar.

    Antwort
    • 04.10.2022 um 22:08
      Permalink

      Das war vermutlich wirklich so.
      Ist das jetzt schlecht?
      Das gehört zum Geschäft und Dieter Hecking wollte keinen Spieltag mit einer Interimösung bewerkstelligen.
      Er wird genauso erkannt haben, dass es einen neuen Trainer braucht.
      Viele werfen ihm vor, die Länderspielpause nicht genutzt zu haben. Ich denke er hat sie gut genutzt und hat Markus Weinzierl klar gemacht.
      Ich verspüre jetzt wieder Vorfreude auf den kommenden Spieltag und wünsche dem neuen Trainer und der Mannschaft viel Erfolg.

      Antwort
    • 04.10.2022 um 22:15
      Permalink

      Da bist du wohl eher auf dem Holzweg.
      Und selbst wenn – es ist in solchen Fällen doch völlig egal, wie herum DH es “falsch” oder “richtig” macht.
      Gedanklich hatte er Weinzierl bestimmt auf dem Zettel. Vielleicht auch losen Kontakt, was auch völlig normal wäre und zu seinem Geschäft gehört.

      Ausschließen würde ich aber völlig, dass da vor Wochenfrist alles unterschriftsreif war.

      Ein Austausch im Sinne von “Markus, könnte sein, ich darf bald auf dich zukommen. Du kennst das Geschäft…” halte ich für möglich und wäre doch wünschenswert.
      Das war diesmal ein Beispiel, wie es auch gut laufen kann. Anders hatten wir schon zu häufig.

      Gesetzt den Fall, jetzt würde die Suche länger dauern. Kein Weinzierl. Kein Plan. Jo, ne, dann ahne ich, was viele schreiben würden.

      Antwort
    • 05.10.2022 um 12:31
      Permalink

      Ich fände das ehrlich gesagt nur professionell. Eine offensichtliche Hängepartie wie gerade in Leverkusen, wäre doch viel schlechter gewesen. Insofern fand ich diesbezüglich Heckings Vorgehensweise richtig. Was mich jedoch maßlos ärgert, war die sinnfreien Verpflichtung des Co-Trainers, den wir in ein paar Wochen auf Ansage freistellen und ihm für 2 Monate Arbeit abfinden werden müssen.

      Antwort
      • 05.10.2022 um 12:48
        Permalink

        Ist das so? Wird Parlatan freigestellt? Ist das schon entschieden? Gibt’s dazu eine Quelle?

        Antwort
        • 05.10.2022 um 13:03
          Permalink

          Das ist noch offen. Weinzierl übernimmt vorerst den Stab und entscheidet später, ob er was ändern will. So wurde das auch kommuniziert.

          In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der Abschied von Schweisteiger jetzt für ihn eine verpasste Chance war (hätte er übernommen?) oder ob er zur richtigen Zeit die Kurve gekriegt hat (wenn er sowieso nicht in die Verantwortung gerückt wäre).

          Ich glaube letzteres. Schweini wäre wohl zu nah dran gewesen, um wirklich etwas zu ändern.

          Antwort
          • 05.10.2022 um 13:07
            Permalink

            Das stimmt. Das wurde ihm wohl aus finanziellen und sicher auch politischen Gründen auferlegt. Ich erwarte in der Winterpause den/die Wechsel

            Antwort
  • 04.10.2022 um 22:54
    Permalink

    Ja, kann man machen. Einfach mit der Schulterzucken.

    Antwort
  • 04.10.2022 um 23:23
    Permalink

    Der Club ist ein Stück weit vernünftig geworden. Das zeigt die Wer-könnte-den-Club-übernehmen-Bilderstrecke der NN. Denn in dieser ist dieses Mal kein Lothar Matthäus zu sehen. 15 ernsthafte, seriöse Kandidaten.

    Keine lange Trainersuche. Kein Vakuum. Kein Plan B. Man wollte Markus Weinzierl und man bekam ihn. Dass der Mann, der in den letzten 10 Jahren immer in Liga 1 gearbeitet hat, nicht im Dutzend billiger zu haben ist – klar. Unser Sportvorstand griff ins oberste, für uns verfügbare Regal. Sollte es nicht klappen mit Weinzierl, fällt dies unserem Sportvorstand auf die Füße – auch klar.

    Warum aber sollte es nicht klappen? Weil Weinzierl nicht allzu lange auf Schalke durchhielt? Außer Stevens und Rangknick ist doch jeder irgendwie gescheitert auf Schalke in den letzten Jahrzehnten. In Stuttgart allerdings scheiterte Weinzierl auf ganzer Linie – und hoffentlich hat er seine Lehren daraus gezogen.

    Wird Weinzierl ein Opfer wie der ebenfalls vorher renommierte Jens Keller? Wenn die Zusammenarbeit passt mit unserer sportlichen Leitung, die kein Experiment ist wie damals Palikuca, dann könnte es durchaus klappen. Ist nicht mein Wunschtrainer, was aber unerheblich ist. Aber ich bin sehr gespannt. Und ebenfalls eher positiv gestimmt.

    Antwort
    • 05.10.2022 um 16:53
      Permalink

      Wirklich aufschlussreich ist der Artikel aber echt nicht – für solche Ergüsse braucht man nun auch keinen Zweitverterter um Paywalls zu umgehen…

      Hecking hat zu Beginn seiner Amtszeit gesagt, dass er als Ex-Trainer ein besseres Gespür dafür hat, wann ein Trainer auch in schlechten Zeiten immer noch einen vernünftigen Draht zur Mannschaft hat. Genau damit wird nun argumentiert als Hauptgrund für die Entlassung.

      Ist sicherlich nicht falsch und v.a. dafür ausschlaggebend, dass die Trennung JETZT erfolgt ist, aber insgesamt trotzdem zu einfach gestrickt, die allgemein stagnierende Entwicklung der letzten Monate sicherlich viel entscheidender. Die in dem Artikel angesprochene Thematik untermauert dann viel mehr nur die Ansicht, dass im Gegensatz zu vorherigen Krisen man nicht mehr unbedingt auf Besserung hoffen konnte

      Antwort
      • 05.10.2022 um 17:04
        Permalink

        “für solche Ergüsse braucht man nun auch keinen Zweitverterter um Paywalls zu umgehen…”

        …dafür auch noch zu bezahlen wäre allerdings noch schlimmer.

        Die BLÖD Paywall ist nur dazu da, um reißerische Schlagzeilen zu relativieren, viel mehr Information steckt meistens nicht drin. Da sind Zweitverwerter ganz nützlich, weil neugierig wird man ja trotzdem… 😉

        Würde man dahinter Journalismus verstecken, täte sich ein Zweitverwerter auch schwer. Da müsste man dann ja mehr als nur eine Behauptung wiedergeben 😀

        Natürlich ist das die Kombination aus Misserfolg und verlorenem Draht. Kein Draht, aber Erfolg wäre ja auch OK.

        “Klima der Angst” – kann ich mir bei “Klausi” nicht vorstellen 😉

        Antwort
      • 06.10.2022 um 11:54
        Permalink

        Man hätte natürlich früher reagieren können/müssen, aber das Versprechen der “Kontinuität” wog natürlich schwer und wollte man wohl nur brechen, wenn es gar nicht mehr ging. Ist halt schade weil man ja spätestens in Braunschweig gesehen hat, dass es nicht (mehr) funktioniert.

        Antwort
    • 05.10.2022 um 19:09
      Permalink

      Kann man jetzt bewerten wie man will, ich glaube der Artikel bildet sehr nahe die Realität ab. Mag sein dass er nicht sehr nett ist, aber die Realität ist eben oft nicht nett. Die Zweifel gehen doch ehrlicherweise schon seit der sehr merkwürdigen Vorbereitung im Sommer quer durchs Umfeld, warum sollte das an den Vorgesetzten vorübergehen. Etwas paradox vielleicht gerade seine smyphatische Art und die vorgetragene Fachkenntnis, haben den Blick auf die reale Situation vequert. Klar dann trug natürlich das Derby auch einige Wochen. Aber bis auf das Derby gegen eine Fürther Mannschaft, die sich nicht gefunden hatte und einige Wochen als Schlußlicht verbracht hat. Vielleicht hat man das überbewertet auch das trübte etwas den realen Blick. Das Spiel darauf war ja schon wieder fußballerisch so semi, das darauf folgende mit der Heimniederlage gegen Heidenheim mit 0:3 schon quasi Schrott.

      Ich finde sorry, das ist mein Eindruck, es macht sich im Umfeld große Erleichterung breit, so quer durch die sozialen Medien. Der schnelle Vollzug mit Markus Weinzierl kommt überall vor allem stimmungsmäßig gut an.

      Antwort
      • 05.10.2022 um 21:53
        Permalink

        Wer nach dem Bielefeld-Spiel nicht gehofft hat, dass man doch noch die Kurve kriegen kann, der ist entweder ein Prophet oder hat das Bielefeld-Spiel nicht gesehen.

        Sebastian Leisgang von der “Süddeutschen” hat das sehr gut geschildert: https://www.sueddeutsche.de/sport/1-fc-nuernberg-zweite-bundesliga-arminia-bielefeld-1.5655302

        So. Und dann kam Darmstadt. Und das war in der Art und Weise einfach nur desillusionierend. Wenn unser Sportvorstand danach gehandelt hätte, hätten dies sicherlich viele verstanden.

        Aber Klauß bekam noch eine Chance. Und der Test gegen Sankt Gallen war vom Engagement her okay. Dass Klauß die Mannschaft verloren hätte, wie die Boulevard-Presse schreibt – mag sein, aber dies erst seit kurzem.

        Dass unser Sportvorstand schon seit Wochen an einer Fortsetzung mit Klauß gezweifelt habe – ja, das stimmt wohl, denn auch wir haben genauso gezweifelt. Aber an etwas zweifeln, heißt noch lange nicht, dass man einen Schlussstrich ziehen muss. Zumal das Bielefeld-Spiel, da gebe ich der “Süddeutschen” Recht, durchaus berechtigte Hoffnung machte. Außer man ist ein Prophet oder hat das Spiel nicht gesehen.

        Dann die Länderspiel-Pause als letzte Bewährungsfrist. Und danach das Spiel beim KSC, auf das man hingearbeitet hat zwei Wochen lang. Umsonst. Unterirdisch. Erneut. Und eine Freistellung laut Hecking nun “unumgänglich”. Was absolut nachzuvollziehen ist.

        Fazit:
        Es gab keinen abrupten Bruch. Sondern Risse, die irgendwann zum Bruch führten. Der erste Riss sicherlich das unfassbare 0:5 zuhause gegen den FC Ingolstadt. Die Risse häuften sich in immer kürzeren Abständen. Aber trotzdem gab die Mannschaft immer wieder positive Signale, dass es noch werden könnte. Insofern handelte unser Sportvorstand richtig. Man kann nicht nur Kontinuität predigen – man muss sie auch praktizieren. Aber nach Karlsruhe war das nicht mehr möglich. Sinnbildlich dafür, wie sich Klauß und Valentini an der Seitenlinie angeifern.

        Antwort
        • 05.10.2022 um 22:03
          Permalink

          Immerhin dickes Ausrufezeichen, knapp 2,5 Saisons beim FCN als Trainer, das schaffen nicht viele, das kann Robert Klauß auf jeden Fall aus Nürnberg mitnehmen. Ob er sich noch die Tapferkeitsmedaille im Nürnberger Rathaus abholt wie einst Klaus Augenthaler ist aber ein Gerücht 🙂

          Antwort
          • 05.10.2022 um 22:30
            Permalink

            Markus Weinzierl darf Robert Klauß und auch Klaus Augenthaler gerne toppen.

            Die Tage einer Veränderung auf dem Trainer-Posten sind scho interessant. Wer wird es? Was machen die Medien daraus? Warum musste es so weit kommen? Undsoweiterundsofort.

            Aber wir alle können wohl gerne darauf verzichten.

            Antwort
            • 05.10.2022 um 23:13
              Permalink

              Um in die Top 5 zu kommen, muss Weinzierl 3 Jahre schaffen.

              Drei Jahre oder mehr haben als Trainer beim Club bislang überstanden:

              Hans Tilkowski
              Heinz Höher (Rekordhalter)
              Dieter Hecking
              und der eben genannte
              Klaus Augenthaler.

              Antwort
              • 06.10.2022 um 00:39
                Permalink

                Dann war Michael A. Roth ein riesiger Auge-Fan. Mehr als drei Jahre – alle Achtung. Eine halbe Ewigkeit.

                “Wir haben heute ein neues System kreiert: vorne zu- und hinten aufgemacht.” (Rudi Kröner, unter anderem Trainer beim FCN und beim FV 04 Würzburg). Rudi Kröner war 41 Tage beim Club im Amt. Dies war die drittkürzeste Amtszeit der Bundesliga-Geschichte.

                Die kürzeste Amtszeit der Bundesliga-Geschichte mit 18 Tagen: Robert Körner vom – natürlich – 1. FCN. Wenn man Jörn Andersen bei Mainz 05 außen vor lässt. Der Ex-Club-Spieler wurde nämlich schon vor dem ersten Spieltag gefeuert.

                Hilfe, Hecking macht fei unseren schlechten Ruf kaputt! 😉

                https://www.sueddeutsche.de/sport/die-zehn-kuerzesten-trainer-amtszeiten-sie-kamen-verloren-und-flogen-1.1282503

                Antwort
        • 06.10.2022 um 11:48
          Permalink

          Ehrlich gesagt waren bei mir auch nach dem Bielefeld-Spiel einige Fragezeichen offen: zu oft hat die Truppe nach einer überzeugenden Leistung in den kommenden Spielen wieder 1-2 Gänge zurückgeschalten, zu schwer hat man sich spielerisch und v.a. auch im Abschluss gegen einen ganz schwachen Gegner getan, zu wenig Plan, System und Abläufe konnte man erkennen. Und nach 16 Punkten in 18 Spielen bzw. damals nach 16 Punkten in 16 Spielen , hätten schon mindestens 3 gute und engagierte, geschlossene Auftritte folgen müssen, um ein besseres Gefühl zu entwickeln

          Antwort
          • 06.10.2022 um 12:26
            Permalink

            Ja, das stimmt.

            Die gute Leistung gegen Bielefeld war aus meiner Sicht eine Hoffnung – mehr nicht. Eine Trendwende hätte sich mit einem guten Auftritt in Darmstadt anbahnen können. Genau das Gegenteil war der Fall. Und dann war das eigentlich durch.

            Unsere sportliche Leitung gab Klauß noch eine letzte Chance, nutzte aber die Zeit, um einen Plan B auszuarbeiten, Kandidaten zu sondieren, sicherlich auch Gespräche zu führen. Somit hatte unser Sportvorstand einen schlüsselfertigen Plan B in der Schublade – den er nach dem erneut völlig vermaledeiten Spiel im Wildpark ziehen musste.

            Aus meiner Sicht eine professionelle Arbeit unserer sportlichen Leitung. Wir wissen aus der Vergangenheit, dass Trainer-Wechsel viel chaotischer ablaufen können.

            Antwort
  • 05.10.2022 um 16:58
    Permalink

    In erster Linie sehe ich Hecking als gescheitert an.
    Ein Meister der Worthülsen und leider nicht des Managements.
    Einer Drittkarriere als Politiker steht aus meiner Sicht nichts im Wege.

    Antwort
    • 06.10.2022 um 11:43
      Permalink

      Warum? Weil er einen Trainer nach 2,5 Jahren entlassen musste? So schnell und ultimativ würde ich nicht urteilen. Das passiert doch auch bei anderen Clubs exkl. Heidenheim. Wenn allerdings auch Weinzierl mit dem Kader keine Konstanz auf solidem Niveau hinbekommt, wäre es tatsächlich so – denn dann wäre entweder auch Weinzierl der falsche Trainer und/oder der Kader wurde falsch aufgestellt.

      Antwort
      • 06.10.2022 um 12:21
        Permalink

        Ja Markus Weinzierl kann genauso scheitern wie Jens Keller, der auch erfahren war. Ich habe aber dennoch ein gutes Bauchgefühl es könnte passen, zumal Weinzierl glaubhaft rüber brachte dass er es eine geile Aufgabe findet… könnte etwas werden. Aber sag einer Fußball voraus…

        Antwort
      • 06.10.2022 um 13:06
        Permalink

        @Andre

        Absolute Zustimmung.

        Für alle Freunde des Kahlschlags:

        Wie würde es denn weitergehen, wenn man den Sportvorstand aus einer Laune heraus kicken würde?
        Man könnte dann den Sportdirektor zum Sportvorstand machen – da wäre das Genöle vermutlich noch größer. Insofern müsste man sich einen neuen Sportvorstand suchen.

        Was heißt das, wenn der 1. FC Nürnberg einen neuen Sportvorstand sucht?
        Der Aufsichtsrat würde aus dem Off in den Vordergrund treten. Es handelt sich hierbei um Feierabend-Aufsichtsräte. Um ehrenamtliche Cluberer, die unseren Respekt verdient haben. Die das aber eben nur ehrenamtlich machen. Es würde also dauern, bis dieses Machtvakuum gefüllt wird.

        Wie hoch wäre die Wahrscheinlichkeit, dass der ehrenamtliche Aufsichtsrat einen Besseren als Dieter Hecking findet ?
        Gering. Und das zeigt uns die Vergangenheit. Bader wurde vom Aufsichtsrat viel zu lange gestützt. Bornemann war eine ordentliche Wahl aus meiner Sicht im Grunde, wenn auch alles andere als loyal zum Schluss. Palikuca war ein Wahnsinns-Fehlgriff, der unseren Verein an den Rand des Abgrunds gebracht hat.

        Kurzum:
        Wer sich nach Bader sehnt, Bornemann toll findet und meint, dass Palikuca ein bisschen Action in die Bude gebracht hat, der soll weiter gegen unseren Sportvorstand schießen. Er schießt aber auch gegen die Vernunft und somit gegen unseren Club.

        Selbstverständlich macht auch Hecking Fehler. Man kann nicht alles mit einem schmalen Geldbeutel entschuldigen – über die Zusammenstellung des Kaders kann man in Teilen diskutieren. Aber Hecking hat unserem Club bislang gutgetan nach diesem jahrelangen freien Fall. Er tut unserem Image gut. Das macht den Club wiederum interessanter für Sponsoren, Spieler und Trainer. Klar ist auch: Sollte Weinzierl sich als Fehlgriff herausstellen, dann geht das natürlich auf Heckings Kappe. Auch da stimme ich @Andre zu.

        Antwort
    • 06.10.2022 um 12:25
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      Ich finde Hecking macht eine gute Arbeit, immerhin hatten wir 2 gute Saisons mit Robert Klauß, der uns quasi mit 1 Bein in der 3. Liga übernommen hat. Das bitte nicht vergessen, kaum ein Trainer mit ganz wenigen Ausnahmen (Streich, Schmidt) .. kaum ein Trainer bleibt ewig. Das ist doch überall so. Und was ziemlich untergegangen ist vor der Saison, der 1. FCN hat sogar diese Saison den 2. größten Transferüberschuss der 2. Liga generiert obwohl sie Daferner und Duah verpflichtet haben. Ich bin daher nach wie vor ganz klar Pro Hecking. Irgendwas hinkt immer woran man arbeiten muss, es ist genug Zeit auch sportlich in die Spur zu kommen, daher ist es gut dass es in früher Saisonphase passiert und schnell ging auch das wurde gut gelöst. Besonders im Krisenmanagment zeigt sich Kompetenz und ich würde sagen es hat funktioniert. Da haben wir schon ganz andere planlose Hängepartien erlebt beim FCN

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      • 06.10.2022 um 13:53
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        Robert Klauß war eine innovative, mutige Wahl. Ich hätte damals darauf gewettet, dass es eher auf Grammozis oder so hinausläuft – ich hätte das dem Pragmatiker Hecking ehrlich gesagt nicht zugetraut. Aber laut Medien hat Klauß unseren Sportvorstand wie auch Michael Wiesinger sogleich von sich überzeugt.

        Und warum die beiden so überzeugt waren von Klauß, konnten wir durchaus sehen. Klauß ist fleißig, eloquent, jung, modern, hat sich mit unserem Club identifiziert. Dass Klauß noch lernen muss, war klar. Jetzt ist Klauß an seine (vorläufigen) Grenzen gestoßen. Auch Hecking muss sich hinterfragen, ob er dem jungen Trainer mehr helfen hätte können mit seiner Erfahrung, ob man sich genügend ausgetauscht hat, ob die “Leine” vielleicht zu lang war.

        Unter dem Strich war Klauß kein Fehlgriff. Aber leider auch kein Volltreffer. Somit sollte Weinzierl einer sein – Volltreffer, meine ich.

        Robert Klauß indes geht als Freund des 1. FC Nürnberg. Und die Branche wird das registriert haben, dass Klauß, wie @Juwe sagt, 2 gute Spielzeiten hingelegt hat.

        Antwort
  • 05.10.2022 um 19:36
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    Weiß man denn, wie lange Weinzierls Vertrag läuft?

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    • 06.10.2022 um 09:12
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      Der Vertrag läuft ungefähr solange, bis der Sportvorstand Bonmots wie „Wir lassen uns nicht von Stimmungen und Emotionen treiben“, „Es ergibt keinen Sinn, von Kontinuität im Verein ständig zu sprechen und dann sofort den Trainer infrage zu stellen.“ oder „Ich bin aber überzeugt, dass es dem FCN guttut, auch mal schwierige Phasen mit einem Trainer zu durchleben.“ von sich gibt.

      Danach läuft der Vertrag dann zeitnah und einseitig aus.

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    • 06.10.2022 um 10:04
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      Der Vertrag ist rein praktisch dann zuende wenn Hecking ihm dezidiert den Rücken stärkt wie bei Robert Klauß 1 Woche vor der Entlassung.

      Antwort
  • 05.10.2022 um 22:07
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    Woanders ists auch nicht besser, Zitat NZZ: “…Eine Schwäche von Seoane liegt wohl darin, dass er weniger mit den Emotionen der Spieler arbeitet als mit Informationen zu Strategien, Taktiken und Systemen. Was die Leverkusener jetzt brauchen, sind aber Hingabe und Widerstandskraft. …”

    Antwort
  • 06.10.2022 um 22:46
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    Ich bin ein bisschen überrascht von Clubfans United, dass fußballerisch inhaltlich anscheinend bisher nur von Flo Zenger geliefert wurde (ich mag die Bären und den Belschanow). Ist denn angedacht, zukünftig auch sachlich Spiele zu analysieren und sowas wie eine Trainerverpflichtung zu beurteilen oder eher nicht?
    Das ist keine Kritik sondern eine Zustandsbeschreibung und eine Frage. Verstehe auch , wenn ihr sagt, dass das jetzt erstmal einige Wochen dauert bis ihr euch gefunden habt.

    Antwort
    • 07.10.2022 um 08:39
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      Finde ich auch. Eine sachliche Datenanalyse ist doch kein Interessenkonflikt…
      Man kann sich ja einer Wertung enthalten.

      Ich fände es schade, wenn CU sein Alleinstellungsmerkmal verliert. So eine Datentiefe gibt es sonst nicht.

      Antwort
      • 07.10.2022 um 12:45
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        Datenauswahl ist ja auch schon was, was nicht zwingend objektiv ist. 😉

        Aber klar ginge das schon irgendwie. Bei mir isses der Zeitfaktor. Nur um mal kurz nen Einblick zu geben: Ich hab ja weiterhin ne volle Stelle an der Schule und da kommt oben drauf jetzt in ner Spielwoche die Erstellung der Post-Match-Analyse des Spiels vom letzten Sonntag, der Stärken und Schwächen der Gegnerinnen vom kommenden Sonntag. Für beides jeweils Sitzungen im Trainerteam, in denen wir besprechen, wie wir die Erkenntnisse in die Trainingsarbeit überführen und wie wir der Mannschaft das alles präsentieren. In manchen anderen Wochen kommen dann noch Scoutingsitzungen und -einsätze dazu. Also Planung der Transferziele, der zu beobachtenden Spiele und/oder Spielerinnen, etc.

        Wenn ich da noch meine Familie sehen will, muss ich irgendwo Abstriche im Schreiben und im Publizieren machen und ich muss sagen, derzeit genieße ich es eigentlich, meine Klappe zu Entscheidungen halten zu können/dürfen/müssen.

        Antwort
        • 07.10.2022 um 12:54
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          Sehr nachvollziehbar, aber auch für uns sehr schade!

          Antwort
        • 07.10.2022 um 18:00
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          Ja, wirklich schade, aber auch verständlich. Den Zeitaufwand habe ich da nicht so bedacht.

          Um so besser, wenn es die Mädels weiterbringt, weil sie so etwas wohl noch nicht hatten, oder?

          Wir wollen ja mindestens drinbleiben und über kurz oder lang nicht nur im Pokal gegen die Wölfinnen spielen… 😉

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  • 07.10.2022 um 20:26
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    Heute war PK, was mich jetzt sehr interessieren würde, wie wird Weinzierl denn am Sonntag die 6er Position(en) besetzen zumal er damals in Schalke kein großer Geis Befürworter war? Spielt er mit einem oder mit zwei 6er und wer wird das dann? Er hat es auf der Pressekponferenz leider nicht verraten 🙂 was glaubt ihr denn?

    Antwort
    • 07.10.2022 um 21:24
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      Gute Frage.

      Kann man nur ins Blaue tippen: Womöglich ein 4-4-2 mit Sadik Fofana und Lino Tempelmann?

      Interessant die Presse:
      Die “Nürnberger Nachrichten” berichten von einem Trainingsspiel, in dem Fofana alleinig auf der Sechs unterwegs war. Der “kicker” gibt in seiner voraussichtlichen Aufstellung an, dass Weinzierl wie in Karlsruhe mit Tempelmann und Castrop auf der Sechs spielen könnte. Und die “Bild”-Zeitung glaubt an ein 4-1-3-2, also an eine Formation mit nur einem Sechser – und dies soll tatsächlich Geis sein. Aber laut “Bild” wohl nicht in einer Raute, da Lohkemper auf dem Flügel spielen soll und MMD als hängende Spitze. Ähm, ja, alles klar jetzt? 😉

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      • 08.10.2022 um 11:22
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        Wenn man die letzten Spiele betrachtet, war es relativ egal wer spielte. Es fehlte scheinbar mehr am unbedingten Willen den Gegner besiegen zu wollen. Mit neuem Trainer wird es jetzt in der kurzen Zeit logischerweise keine neue offensive Kreativität geben können. Aber das erwarte ich auch nicht.

        Genügsam wie ich als Clubfan zwangsweise geworden bin, erwarte ich lediglich einen erkennbaren frischen Wind, der durch unser Team weht! Daher ist mir die Aufstellung zumindest diesmal komplett wurscht 😉

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        • 08.10.2022 um 12:04
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          Ein bisschen Belebung fürs Offensiv-Spiel erwarte ich mir dadurch, dass Duah hoffentlich wieder da spielt, wo er hingehört und somit seine Schnelligkeit zur Geltung kommen könnte. Wenn man ihn denn anzuspielen weiß.

          Ein Club-Sieg morgen wäre schon wünschenswert. Als Einstand für Markus Weinzierl. Und um Druck vom Kessel zu nehmen vor der schwierigen Auswärtsaufgabe bei Fortuna Düsseldorf. Nicht zuletzt ist ja bald Pokal in Mannheim. Dort gibt es finanziellen Handlungs-Spielraum zu gewinnen. Auch wichtig in unserer Situation. Weiter will ich gar nicht denken.

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        • 08.10.2022 um 15:08
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          Härte, Zweikämpfe, Wille und Wucht habe ich als Einzelspiel gerade von Braunschweig gesehen. Wahnsinn wie die sich reinhauen und alles raushauen.

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          • 08.10.2022 um 15:39
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            Möglicherweise weil in Braunschweig jeder seit dem 1. Tag weiß, dass der Klassenerhalt nur mit absolutem Einsatz zu schaffen sein wird. Bei uns startete das Team im Bewusstsein, überdurchschnittlich gut besetzt zu sein und bei jeder Unterhaltung fiel irgendwann das Wort Aufstieg. Erinnert mich fatal an die Canadi-Saison, als das Team mit dem AbstiegsKAMPF überfordert schien.

            Antwort

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