800.000 Euro – Das soll dem Fan ein Max-Morlock-Stadion wert sein.

Die Consorsbank startet die Werbekampagne zur Crowdfunding-Aktion für ein Max-Morlock-Stadion. Zum Start der Kampagne wurden auch weitere Details bekannt.

Max-Morlock-Statue vor dem StadionWie u.a. „InFranken“ berichtet, aber auch auf der Website der Aktion zu lesen ist, müssen 800.000 Euro von den Fans aufgebracht werden sollen, damit die Bank den Rest der zu stemmenden 3,2 Mio. Euro beisteuert.

3,2 Mio, dies ist die Summe, die die Stadt Nürnberg für die Vergabe der Namensrechte am Stadion fordert. Für 3 Jahre wohlgemerkt. Danach ist die Aktion vorbei und das Geld der Fans wohl verloren. Die Stadt kann sich dann wieder einen neuen Namenssponsor suchen. Nicht allein deshalb ist die vielleicht durchaus auch gut gemeinte Aktion (ganz selbstlos sind solche Aktionen natürlich nie), nach subjektiver Einschätzung wohl zum Scheitern verurteilt.

10.000 Unterstützer erhofft man sich auf der Website www.maxgemeinsam.de bis Monatsende. Registriert seien knapp 3.400, die Werbekampagne soll nun Bewegung in die Sache bringen. Doch hat dies Aussicht auf Erfolg? 800.000 Euro sind auch bei 10.000 Unterstützern stolze 80 Euro pro Mann und Nase. Kein unerheblicher Beitrag für eine idealistische Aktion auf Zeit, deren Wurzel zudem vor allem in die Ultra-Bewegung zurückzuführen ist, die wiederum auch nicht gerade bekannt dafür sein dürfte, sich vor dem Marketing-Karren spannen zu lassen. Sei das Ziel noch so verlockend.

Die breite Fanbasis zeigt sich zumindest in der eigenen Peergroup zudem äußerst heterogen, was den Namen selbst angeht. Können sich einige für ein Max-Morlock-Stadion aufgrund der Verdienste des Fußball-Idols durchaus grundsätzlich erwärmen, zählt der Name deswegen nicht zwingend zum Wunschkandidaten aller. Ein „Frankenstadion“ bspw. prägte lange die Geschichte der Heimspiele des FCN und gibt auch heute noch der S-Bahn-Station den Namen. „Frankenstadion“ ist somit der eigentlich historisch gewachsene Name, vor allen Irrungen und Wirrungen mit Höhepunkt „easyCredit-Stadion“, und symbolisiert zudem die Einheit der Franken hinter ‚ihrem‘ FCN.

Unsere Umfrage der Woche: Wollen die Fans wirklich ein Max-Morlock-Stadion? Und zu welchem Preis?

23 Gedanken zu „800.000 Euro – Das soll dem Fan ein Max-Morlock-Stadion wert sein.

  • Mag sein das keine Aktion selbstlos ist, aber nur für drei Jahre ist ein ordentlich dicker Haken.

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    • Ich geh zwar zum Club 😉

      Aber das Stadion ist und bleibt für mich auch das Frankenstadion.

      Und viel wichtiger als die Diskussion um den Stadionnamen, wäre diejenige, wie es mit dem Stadion selber weitergehen soll.

      Das Stadion ist zum Teil stark sanierungsbedürftig, hinsichtlich der Vermarktungschancen hinken wir der Konkurrenz hinterher, die Laufbahn stört in einem halb leeren Stadion noch mehr als in nem ziemlich vollen und es steht die potenzielle Austragung einer EM bevor, die die große Chance für einen großen Stadionumbau geben würde, nachdem man es bei der WM 2006 verpennt hat.

      Darüber sollte man reden!

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  • Für mich hat sich das Stadion längst als Max-Morlock-Stadion durchgesetzt… Soll da dran stehen was will! Und das Dinge die Lange einen Namen hatten auch alt benannt werden ist nicht wirklich ein Phänomen – das ist sogar bei Nachnamen der Fall…

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  • Ich finde 800 000€ für 3 Jahre nicht ok. Der Betrag wäre alle 3 Jahre wieder fällig nach Rechnung der Stadt.

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  • Wieso soll ich als Fan dafür zahlen damit die Stadt Nürnberg noch für ihr defizitäres Handeln beim Thema Stadion belohnt wird?
    Die Arroganz eines Vogels sich noch hinzustellen und zu äußern nach den 3 Jahren ist denkbar dass die Leute wieder zahlen sollen, absolutes No Go.
    Für einen Sponsor sicher gut gemeint und ein neuer innovativer Weg. Allerdings nicht zu Ende gedacht und sich nicht mit den Fakten befasst.

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  • Für mich war es das Frankenstadion und ich fänd es auch toll, wenn es das wieder wird. Aber auch dafür würde ich definitiv nichts zahlen.

    Wenn die Consorsbank auf die Summe, die sie zu zahlen eh bereit scheint, den Werbeetat für diese Aktion noch draufgelegt hätte, hätte die Stadt Planungssicherheit, könnte vielleicht auch dringend nötige Sanierungen schon mal angehen. Und auch für den Club würde dann klar, wie hoch die Miete sein wird.

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  • Hier übrigens eine Art Stellungnahme „der“ Ultras:

    yabasta.blogsport.de/2017/…k-stadion/

    „der“ in Anführungsstriche, weil es im Grunde ja keine einheitliche Haltung gibt, YaBasta aber einen Teil davon repräsentiert. Genau so wenig wie „die Clubfans“ eine gemeinsame Haltung haben.

    Ob sich die These „Hat sich der Name erst einmal im offiziellen Sprachgebrauch verankert, dann wird er danach unantastbar sein!“ allerdings erhärten lässt, möchte ich anzweifeln.

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  • jeweils 80 Euro von 10.000 Fans klappt nie…

    Grund1:  Kaum investiert, kann es ein paar Jahre später, wenn die Namensrechte an Captain Blaubär vergeben werden, das Captain Blaubär Stadion heissen. Und die 80 Euro (wenn die Kalkulation stimmt) sind schon wieder futsch. Macht keiner mit.

    Grund 2:  Geld geht nicht an den Glubb sondern an die Stadt.  Mit der identifiziert sich nicht jeder Glubb-Fan, der aus dem Riesen-Umfeld kommt

    Grund 3:  Es ist zu teuer. 100.000 Leute machen nicht mit (8 EUR pro Person). Daher Vorschlag:  Wenn nur 200.000 erreicht werden (sehe ich als Max- imalbetrag), dann nennt´s doch „Max M“  Stadion

    Consorsbank Marketingabteilung:   Apprentice, you are fired !!

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  • Es wäre wichtiger zu schauen wie es mit dem Stadion weiter geht, wir brauchen was eigenes wenn wir die nächsten Jahre noch bischen mithalten wollen, wir zahlen miete und kommen nicht weiter, verdiehen nichts weiter dran , so kommt man auf keine grünen Zweig. Schau dir mal die Vereine an wo alles miete zahlen, die gehen mit der Zeit drauf und verschwinden im Nirgendwo. Es ist egal wie das Stadion heißt, hauptsache es gehört uns , für einen Namen zahl ich nichts für ein neues oder eigenes Stadion gern, aber reines Fußball Stadion. Nürnberg und Berlin sind schon mit die schlimmsten in Deutschland mit.

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  • Keine Ahnung, warum man die „Fans“ unbedingt beteiligen will. Das könnte man ja auch anders und einfacher lösen…einen plausiblen Grund habe ich nicht finden können ….außerdem kostet die ganze Crowd-Funding-Aktion ja auch Geld und der „Werbeaufwand“ ist nicht unerheblich …

    Ich persönlich könnte mir aber vorstellen, dass das ganze nur ein großer Marketing-Gag ist. Egal wieviel zusammenkommt – Ziel wird erreicht und alle sind happy!   Es gibt einen „geheimen“ Garanten, der mit einer Restzahlung auf den gesammelten Betrag einspringt, wenn es eng wird. Kann doch eh keiner nachweisen!

    Man kann es sich gar nicht leisten, dass das Ganze floppt und das Projekt eingestampft werden müsste.

    Da würden doch einige Ihr Gesicht verlieren…und der Frust wär riesig…schau mer mal !

    Also ab nächster Saison : Max-Morlock-Stadion ! Da würde ich wetten !

     

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  • Also ich wäre da auch bei Superschiri – denke nicht, dass die Marketingabteilung die Rechnung 10.000×80 oder andere Rechnungen nicht aufgemacht hat. Das wäre ja wohl zu einfach.

    Ich glaube das klappt – und auch die Region wird sich nicht davon abhalten lassen, dass das Sponsoring über die Stadt geht. Man merkt ja in vielen Kommentaren, dass die genauen Verhältnisse da gar nicht allen klar sind. Und letztendlich ist das Sponsoring jetzt auch nicht gänzlich unabhängig vom Club zu betrachten.

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  • Ich sehe das so wie Xxandl es neulich geschrieben hat, für mich ist es das Frankenstadion, egal wie sie es nennen.  Ich finde es nicht redlich den Fan für den Namen zahlen zu lassen, was dabei herauskommt ist höchstens ein Marketingeffekt für Consors.

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  • Von mir aus auch Pampers-Arena. Jeder Euro ist für soziale Zwecke sinnvoller ausgegeben aus für diesen Mist.

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  • Warum muss unser Nürnberger Stadion überhaupt einen Sponsoren-Namen tragen? Weil das Stadion für die Stadt Nürnberg letztlich ein Minus-Geschäft ist? Das sind Opernhaus, Schauspielhaus und Kammerspiele ebenfalls, und zwar in erheblichem Maße! Hier schreibt die Stadtverwaltung jedoch keine Sponsorenverpflichtung vor. Logisch, Disney-Oper Nürnberg klingt wenig schmeichelhaft. Aber wirkt Easy-Credit-Stadion hochwertiger? Also warum soll der Club unter einem Namensdiktat leiden?!

    Der Club ist Hauptmieter, zahlt dafür einen überdurchschnittlich hohen Betrag und verzichtet darüberhinaus gezwungenermaßen auf jegliche Einnahmen aus Werbung und Gastronomie auf dem Stadiongelände. Wenn jemand also ein Anrecht darauf hätte, Namensgeber des Stadions zu sein, dann der FCN! Und nur der FCN!

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  • Nachdem auch früher niemand „ich gehe ins Städt. Stadion“ gesagt hat, sondern „zum Club“ oder einfach nur „naus“, gehören verkaufte oder nicht-verkaufte Namen für mich nur zum modernen Vollvermarktungsgeschäft. Wie die Stadt das kalkuliert hat, entzieht sich im wesentlichen meiner Einflußnahme, genauso wie der jetzt schon dreimal versäumte Umbau zum Fußballstadion (als wäre im Tausch am Valznerweiher nicht Platz für ein 10000-Mann Amateur- und Leichtathletikstadion.)

    Da schmeiß ich lieber noch mal 100 € für ne Schmuckanleihe raus als für einen Stadionnamen.

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  • Hat dem pubertierenden Etwas, das hier kostenfrei wohnt, die Alternativen für die Sommerferien genannt

     

    – Pinguine steicheln in der Antarktis

    – zu den Färrdern gehen

    ich bin überzeugt, die Vögel freuen sich

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  • Ich lebe ja zu weit weg um mir ein richtiges Bild machen zu können. Aber kann es sein, dass es beim Stadion nur noch um Kommunalpolitik geht ?
    Oder frei nach dem Motto von Kaiser Franz: „Ja- ist denn schon wieder Wahlkampf „!

    Mir persönlich wäre dann doch wichtiger ob Köllner diesen Montagsspiele-Fluch aufheben kann.

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    • Naja, ein bisschen Kommunalpolitik ist dabei – Aufschlag Vogel und die gewohnt jämmerliche Retourkutsche aus der CSU. Wäre bestimmt schlimmer, hätte die CSU hier irgendwas zu melden. Der Bericht in der Sueddeutschen zeigt ja, dass nicht mal Söder sich an die heilige Kuh rantraut.

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  • Pingback:Identifikation führt zu Wohlbefinden führt zu Leistung. #FCUFCN #FCN | Clubfans United

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