Alte Geister: Erras schwer verletzt

Es ist zum verrückt werden! Kreuzbandriss bei Patrick Erras

Alles schien gut. Fast zu gut. Der Club erwachte nach nun fast Jahren der Pleiten, Pech und Pannen aus seinem Dornröschenschlaf, startete in der Liga mit Vereinsrekord in Form einer Serie durch, sogar die Schiedsrichterentscheidungen fielen auf einmal nicht mehr so krass gegen einen aus. Ein Oldie im Tor schwang sich nochmal zum Helden auf und ein Junior namens Erras gab die perfekte Story: Der Junge, natürlich aus der eigenen Jugend, kam, sah und siegte.

Vergessen war das unglaubliche Verletzungspech, das bereits unter Verbeek den Abstieg untrennbar mit begleitete. Bis heute. Spätestens. Und es traf ins Mark. Erst Schäfer, jetzt Erras – ausgerechnet die beiden Heroen der jüngsten Erfolgsgeschichte, der älteste und der jüngste, werden beide lange, lange ausfallen. Schäfer mit Achillessehnenanriss, nun Erras mit Kreuzbandriss.

Die Nachricht traf ins Mark, nicht nur dem Verein und natürlich Erras selbst, auch den Fans. War es das nun mit dem Aufstieg? Endet damit die Serie? Aber damit täte man Weiler und seinem Team schlicht unrecht. Natürlich waren Schäfer und Erras wichtige Bausteine, nun aber müssen es eben andere richten. Rakovsky hat es schon vorgemacht, biss sich in die Aufgabe, ließ alte Geschichten hinter sich und avancierte auf der Bielefelder Alm mit zum Matchwinner. Nun muss ein anderer Erras ersetzen, vielleicht ein Petrak oder ein Polak, und sie haben die Chance Teil des großen Ganzen zu werden. Verbeek sagte es damals trocken und pragmatisch: “Des einen Tod ist des anderen Brot.” Jetzt müssen andere zeigen, dass sie in einer funktionierenden Mannschaft durchstarten können und die Chance nutzen wollen.

RB Leipzig vor der Brust und hoffentlich eine große Menge Trotz und “Jetzt erst Recht” im Rucksack.

17 Gedanken zu „Alte Geister: Erras schwer verletzt

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