Club holt Enis Alushi

Der FCN hat sich mit Ex-St. Pauli-Spieler Enis Alushi verstärkt. Der 30-Jährige unterschrieb am Donnerstag einen Vertrag am Valznerweiher. Der Vertrag des Mittelfeldspielers beim FC St. Pauli, für den er in den vergangenen zwei Spielzeiten 34-mal in der Zweiten Liga auflief, war zum 30. Juni ausgelaufen. Insgesamt kommt Alushi, der das Profil des von Bornemann geforderten Schnittstellenspielers erfüllt, auf 167 Zweitligaspiele. In dieser Zeit kam der Deutsch-Kosovare auf 8 Tore und 21 Vorlagen, also ungefähr auf eine Torbeteiligung in jeden sechsten Spiel.

Alushi ist Nationalspieler des Kosovo und wirkte beim allerersten offiziellen Spiel der kosovarischen Nationalmannschaft im Juni, einem 2:0 gegen die Färöer Inseln, mit. Zuvor hatte er für den DFB Spiele in der U20 und U19-Nationalmannschaft bestritten. Außer dem dem FC St. Pauli waren der 1. FC Kaiserslautern (2012-2014), der SC Paderborn (2008-2012), der SV Wehen Wiesbaden (2007-2008) und der 1. FC Köln (2003-2007) weitere Stationen im Profifußball. Für die Geißböcke feierte Alushi auch im Dezember 2006 unter Christoph Daum sein Debüt in der Zweiten Liga. Seit 2013 ist Alushi mit der Fußball-Weltmeisterin und ehemaligen Fußballerin des Jahres Lira Bajramaj verheiratet.

Sportvorstand Andreas Bornemann begründet die Verpflichtung auf der vereinseigenen Homepage mit folgenden Worten: „Enis Alushi bringt jede Menge Erfahrung mit, die uns sicher helfen wird. Er ist ein Spieler, der Verantwortung übernehmen und voran gehen kann.“ Alushi selbst lässt sich wie folgt zitieren: „Ich empfinde die Aufgabe hier in Nürnberg als äußerst reizvoll. Der Club zählte in der vergangenen Saison zu den besten Teams der Liga. Daran möchte ich zusammen mit der Mannschaft auch in der neuen Saison anknüpfen. Für mich geht es jetzt erst einmal darum, mich schnell einzugewöhnen und zurechtzufinden.“

Damit fehlen, sofern man den Darstellungen in den Medien glauben kann, nach den Verpflichtungen von Tobias Kempe, Edgar Salli und nun eben Enis Alushi nur noch ein Nachfolger für Niclas Füllkrug und eine weitere Option auf den Außenbahnen, um die Kaderplanungen vorerst abzuschließen. Von einer Verpflichtung eines weiteren Außenverteidigers in Person von Pele van Aanholt, hatte der FCN gestern Abstand genommen. Man begründete dies nach längeren Überlegungen mit Hinweis auf das „Gesamtpaket“ und die Möglichkeit der internen Besetzung der Außenverteidigerpositionen im Ernstfall.

35 Gedanken zu „Club holt Enis Alushi

  • Schnittstellenspieler – heißt tendenziell eher offensiv; einer der zwischen Abwehr und Mittelfeld des Gegners anspielbar ist, dort die Bälle trotz des hohen Drucks annehmen, behaupten und weiterspielen kann. Im besten Fall nach vorne.

    Oder liege ich damit falsch?

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  • Werde das Gefühl irgendwie nicht los Pele wäre die bessere Option gewesen, um den Kader zu verbessern, wenn auch auf anderer Position. Die AV Positionen waren letztes Jahr schon dünn besetzt.

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  • Im Pauliumfeld weint man ihm keine Träne nach, solide, aber eher defensiv. Sicher nicht der Königstransfer, aber trotzdem:
    Willkommen beim Club, mach was draus.

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  • juwe, finde Bornemanns Argument da durchaus in Ordnung, auch wenn man die Überlegungen nicht teilen muss. Kammerbauer, Löwen und Lippert bekämen bei einer Verpflichtung von van Aanholt einen vor die Nase gesetzt, der aber (so schien es) klare Nummer Zwei hinter Brecko und Sepsi gewesen wäre. Also Verbreiterung des Kaders auf Kosten der eigenen Talente.

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  • Verstehe ich das richtig, dass Alushi nur einen Einjahresvertrag bekommt?

    Komisch, bei diesem 30-jährigem Nachwuchstalent hätte ich doch gleich einen längerfristigen Vertrag erwartet.

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  • Töffi,
    ich nehme auch an, dass er nicht allzu teuer war (Gehaltsmäßig), da er im Übergang von Pauli keinen Verein hatte und sich privat fit gehalten hat. Die Aussicht auf mögliche Arbeitslosigkeit könnte bescheiden in den Ansprüchen machen….

    Wie auch immer, er ist wohl ein technisch guter Spieler, der den Ball zum Freund hat. Ist im Mittelfeld ja immer ganz nützlich, sowas.

    Nun denn, herzlich willkommen!

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  • Eines muss man dem Management ja attestieren: völlig unaufgeregte Geräuschlosigkeit, professionelle Diskretion. Wow.
    Keinen Schimmer, ob Alushi uns wirklich weiterhelfen kann.
    Aber die Argumentation bezüglich Pele vH kann ich vor allem angesichts der Tatsache nachvollziehen, dass man jeden Cent für einen Füllkrug-Nachfolger einsetzen will, da spart man sich lieber ein Gehalt und nimmt hoffnungsvolle Nachwuchskräfte in den erweiterten Kreis der Stammspieler.
    Es wird schwierig genug sein, einen Stürmer zu finden, der besser als Kutschke ist und die physischen und technischen Anforderungen erfüllt.

    Alles in allem: wir wussten, die Brötchen werden kleiner.
    Wenigstens hat der ökonomische Irrsinn offensichtlich sein Ende gefunden.

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  • Eine Antwort aus meiner Gegengeradecrew:

    „Wenn er fokussiert ist auf dem Platz, bringt er auf jeden Fall Stabilität rein. Schnell ist weder in die eine noch in die andere Richtung seins, da wird dann auch mal hingelangt. Du wirst irgendwann aufhören, die Rückpässe während des Spiels zu zählen, weils einfach zu viele sind. Einer, über den ich mich in den meisten seiner Spiele irgendwann dezent aufgeregt habe. Hätte aber schlimmer kommen können, weil Fußball spielen kann er schon.“

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    • zabomors: Eine Antwort aus meiner Gegengeradecrew:

      „Wenn er fokussiert ist auf dem Platz, bringt er auf jeden Fall Stabilität rein. Schnell ist weder in die eine noch in die andere Richtung seins, da wird dann auch mal hingelangt. Du wirst irgendwann aufhören, die Rückpässe während des Spiels zu zählen, weils einfach zu viele sind. Einer, über den ich mich in den meisten seiner Spiele irgendwann dezent aufgeregt habe. Hätte aber schlimmer kommen können, weil Fußball spielen kann er schon.“

      Und was wollen wir mit so einem?
      Ich dachte man sucht einen offensiven Mittelfeldspieler, der die Spitzen anspielen kann??
      Und nicht einen, der nur Rückpässe spielt…
      Hilfe, ich bekomme Bauchschmerzen!

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      • Frank: Und was wollen wir mit so einem? Ich dachte man sucht einen offensiven Mittelfeldspieler, der die Spitzen anspielen kann?? Und nicht einen, der nur Rückpässe spielt… Hilfe, ich bekomme Bauchschmerzen!

        Dann geh‘ halt in die Apotheke!

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      • Frank: Und was wollen wir mit so einem? Ich dachte man sucht einen offensiven Mittelfeldspieler, der die Spitzen anspielen kann?? Und nicht einen, der nur Rückpässe spielt… Hilfe, ich bekomme Bauchschmerzen!

        Dann hast du nicht verfolgt, was Bornemann in letzter Zeit gesagt hat. Der hat nämlich darauf hingewiesen, daß man jetzt viele hoffnungsvolle Nachwuchsspieler verpflichtet hat, die in der 2. möglichst schnell zu guten Zweitligaspielern ausgebildet werden sollen und daß man noch Erfahrung braucht. Und genau das scheint doch ALushi zu sein.

        Im übrigen ist doch wohl mehr als deutlich, daß finanziell immer noch nicht allzu viel geht. Schließlich mußte man sich am Ende zwischen Alushi und Pele entscheiden.

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  • zabomors,
    A Luschn scheint er demzufolge ja nicht zu sein, wünschen wir ihm also ganz selbstlos viel Erfolg beim und mit dem Club! Bin ich den Kalauer doch noch losgeworden…

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  • Das ist die vom Sponsor geforderte Rückversicherung. Nur Risiko mit den jungen Wilden war dann doch zuviel ?

    Ach ja und herzlich willkommen Alushi

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    • Holle: Das ist die vom Sponsor geforderte Rückversicherung. Nur Risiko mit den jungen Wilden war dann doch zuviel

      Ach ja und herzlich willkommen Alushi

      Ich habe in den letzten Jahren zu wenig junge Wilde auf dem Platz gesehen, die sich auch durchsetzen und der Mannschaft weiterhelfen.
      Schön, daß mit Erras wenigstens mal einer aus dem eigenen Nachwuchs Fuß faßt, sehe ich aber als die eine Ausnahme an.

      Aber vielleicht trägt die gefühlt komplette Neustrukturierung von Bornemann im Nachwuchsbereich in Zukunft mehr Früchte.

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  • Frank,
    Ja, klingt nach Petrak mit weniger Gehalt. Tendenz Resterampe. Ich hoffe, mein Gefühl trügt mich. Wahrscheinlich sind wir halt so klamm, dass es einfach nicht für mehr reicht.

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  • Jetzt gebt ihm doch erst mal ne Chance. Und was die Gegengerade so von sich gibt….Er hat jedes 6 Spiel eine Kiste gemacht oder war an Treffern beteiligt. Das ist sicher nicht einem permanenten Rückpass Spiel geschuldet. Bereits im Jugendbereich wird die Mittelachse als entscheidendes Grundgerüst der Mannschaft bei Taktikschulungen gelehrt. Ein ballsicherer und erfahrener Aufbauspieler hilft uns bestimmt weiter. Petrak schwankt zu stark, Erras kommt erst zurück, Möhwald und Kempe seh ich offensiver evtl. auch auf Aussenbahn. Mehr Sorge hab ich bei den Knipsern im Sturm und Aussenbahn: Kerk, Lücke, Burgi, Blum. Bin gespannt ob uns wenigstens davon noch einer bleibt. Teuchert zu unerfahren und mangelnde Körperlichkeit, Salli fehlt Spritzigkeit und Silvester,…hm ich werd aus dem nicht schlau, einmal Himmel, dann wieder Hölle. Hoffe auf einen stabilen Gislasson und ähnlich guten Leipold wie letztes Jahr. Vorne liegt unsere Herausforderung. Unser Nachwuchsspieler auf der Aussenbahn waren in den Test vielversprechend.

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  • Immerhin ist laut NN bzw. Meeske die Talsohle durchschritten:
    „Das negative Eigenkapital, also die Summe, die benötigt wird, um die Bilanz auf der Aktiva-Seite auszugleichen, liegt mittlerweile bei circa sechs Millionen Euro. Auch wegen der Nachzahlung für Ilkay Gündogan fällt der Abschluss aber insgesamt „etwas besser aus als geplant“, wie Michael Meeske sagt. „Die Talsohle haben wir durchschritten.“ Als er im September als Kaufmännischer Vorstand anfing im Sportpark Valznerweiher, da hatte er durchaus mit einer etwas verfahrenen Situation gerechnet. Nach über zehn Monaten im Amt kann er aber sagen: „Die Aufgabe ist doch ambitionierter, als ich mir vorgestellt habe.“

    Auf die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte, hat Meeske eine relativ einfache Antwort: In den Jahren nach dem DFB-Pokalsieg gab es durchweg eine strukturelle Unterdeckung des jeweiligen Saison-Etats in Höhe von etwa vier bis fünf Millionen Euro. Das heißt: Die damals Verantwortlichen gaben Jahr für Jahr mehr Geld aus, als sie einnahmen — obwohl der Verein Transfererlöse erwirtschaftete.

    Ihren Höchststand erreichten die laufenden Verbindlichkeiten 2011 mit über 21 Millionen, seitdem ist es wieder etwas weniger geworden. Wirklich bedenklich findet Meeske aber nur die Höhe des negativen Eigenkapitals;

    Sollte das am Jahresende erneut passieren, würde sogar ein Punktabzug drohen. Das Worst-Case-Szenario kann Meeske aber bereits Ende Juli praktisch ausschließen. „Für ein, zwei Themen brauchen wir noch eine Idee“, sagt der Kaufmännische Vorstand, „dann sollten wir das Schlimmste hinter uns haben.“ Der Profi-Etat ist um etwa 20 Prozent von 16 Millionen auf rund 12,5 Millionen Euro geschrumpft,

    Das allgemeine Kostensenkungsprogramm hat mittlerweile auch sensible Bereiche erfasst. Eine Dreiviertelmillion weniger für das Nachwuchsleistungszentrum, auf eine knappe Million belaufen sich die Einsparungen im Verwaltungsapparat. Drei Stellen werden nicht neu besetzt, die fast 100000 Euro teure Mitgliederversammlung soll etwa 35 000 Euro billiger werden. Allein die Technik im Messezentrum habe 25000 Euro verschlungen. Künftig findet die Veranstaltung wieder in der Meistersingerhalle und an einem Werktag statt, um Wochenendzuschläge zu sparen.

    „Wir wollen die Etat-Unterdeckung in den Griff kriegen, den Transferdruck minimieren und die Eigenkapitalquote verbessern.“ Den ganzen Club stabilisieren. Mit einer möglichst spannenden Perspektive.

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  • Was haben nur die Aufsichtsräte damals gemacht??? Mehr als die Rasensprenger und das Rasenwachstum haben die jahrelang wohl nicht beaufsichtigt. Oder war das schon in den Nachkriegsjahrzehnten so clubtypische Großkotztum so festgewachsen, daß es nach dem DFB-Pokalsieg wieder fix aufflammen konnte?

    Aber zurück zum Thema der Verpflichtungen: Mit Alushi wird wohl aus der Not eine Tugend gemacht: Preisgünstig zu habender, erfahrener Mittelfeldspieler, der für die nachwachsende Jugend und zugekauften Nachwuchstalente eine – Achtung, jetzt kommts – Korsettstange im Mannschaftsgefüge bilden kann. 🙂

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  • Schon krass, was da so im Nachhinein alles ans Licht kommt.

    Die große Ironie dabei ist jedoch, dass Bader jahrelang als der Sparnickel beschimpft wurde und gefordert wurde, es müsste mehr Geld in die Mannschaft investiert werden…

    Antwort
    • SCRamjet: Schon krass, was da so im Nachhinein alles ans Licht kommt.

      Die große Ironie dabei ist jedoch, dass Bader jahrelang als der Sparnickel beschimpft wurde und gefordert wurde, es müsste mehr Geld in die Mannschaft investiert werden…

      Ich kann da keine Ironie erkennen, wenn von Vereinsseite behauptet wurde, wie supersupersuper alles, vor allem auch finanziell, läuft und im Gegenzug die Anhänger Investionen in die Mannschaft forderten.
      Bei den Fans sehe ich da Bläuigkeit, Wunschdenken usw., auf der Gegenseite die bleierne Zeit des real existierenden *****ismus.

      Antwort
      • Gerd: Ich kann da keine Ironie erkennen, wenn von Vereinsseite behauptet wurde, wie supersupersuper alles, vor allem auch finanziell, läuft und im Gegenzug die Anhänger Investionen in die Mannschaft forderten. Bei den Fans sehe ich da Bläuigkeit, Wunschdenken usw., auf der Gegenseite die bleierne Zeit des real existierenden *****ismus.

        Also ich hab das etwas anders in Erinnerung. Hier geht es ja um die Zeit so vor 5, 6 Jahren. Kann mich nicht erinnern, dass da von Vereinsseite groß behauptet wurde, dass es finanziell superduper aussehen würde.
        Ganz im Gegenteil, ich hab viel mehr in Erinnerung, dass man sich in erster Linie auf die Finanzlage berufen hat, um zu begründen, warum man als Saisonziel eben nur den hoffentlich sicheren Klassenerhalt ausgiebt oder sich fußballerische Qualität nur per Leihe sichern könne. Damit waren viele Fans wenig zufrieden, es wurde mit der Zeit immer stärker gefordert, dass mal höhere sportliche Ziele ausgegeben werden, dass man mehr in die Mannschaft investieren, also auch mal höhere Ablösen bezahlen solle, dass man auch nicht mehr so viel Transfererlöse erzielen sondern die Mannschaft zusammenhalten solle…

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        • SCRamjet: Also ich hab das etwas anders in Erinnerung. Hier geht es ja um die Zeit so vor 5, 6 Jahren. Kann mich nicht erinnern, dass da von Vereinsseite groß behauptet wurde, dass es finanziell superduper aussehen würde. Ganz im Gegenteil, ich hab viel mehr in Erinnerung, dass man sich in erster Linie auf die Finanzlage berufen hat, um zu begründen, warum man als Saisonziel eben nur den hoffentlich sicheren Klassenerhalt ausgiebt oder sich fußballerische Qualität nur per Leihe sichern könne. Damit waren viele Fans wenig zufrieden, es wurde mit der Zeit immer stärker gefordert, dass mal höhere sportliche Ziele ausgegeben werden, dass man mehr in die Mannschaft investieren, also auch mal höhere Ablösen bezahlen solle, dass man auch nicht mehr so viel Transfererlöse erzielen sondern die Mannschaft zusammenhalten solle…

          Du vermischst da erst mal zwei Dinge. Transfererlöse hat es gegeben und über die wurde ja auch ausgiebig gesprochen, d.h. die finanzielle Lage als rosig dargestellt.
          Über eine strukturelle Unterdeckung des Gesamtetats in derselben Zeit habe ich niemals ein Wort von Vereinsseite gelesen, weder vor fünf noch vor drei Jahren. Die Anhängerschaft wurde, vermutlich bewußt, im Glauben gelassen, dass die Transfereinnahmen auch wieder in voller Höhe ausgegeben ausgegeben werden könnten anstatt damit die jährlich auftretenden Finanzlöcher zu stopfen.

          Davon getrennt sehe ich die Diskussion um die sportlichen Ziele und fußballerische Qualität. Zweifellos haben den Club in beiden Aspekten in den letzten fünf Jahren einige Mannschaften mit einem kleineren Etat überholt, indem sie andere Schwerpunkte, sei es Jugendarbeit, Taktik usw. gesetzt haben. Da hat man beim Club einfach einiges liegengelassen.

          Antwort
          • Gerd: Davon getrennt sehe ich die Diskussion um die sportlichen Ziele und fußballerische Qualität. Zweifellos haben den Club in beiden Aspekten in den letzten fünf Jahren einige Mannschaften mit einem kleineren Etat überholt, indem sie andere Schwerpunkte, sei es Jugendarbeit, Taktik usw. gesetzt haben. Da hat man beim Club einfach einiges liegengelassen.

            Gar nicht mal andere Schwerpunkte, Fußball kann man auch nicht jeden Tag neu erfinden. An Taktik, Nachwuchs usw arbeiten sie alle. Der Unterschied ist, wie gut man es macht, die vielen kleinen Entscheidungen im operativen Geschäft im Alltag, viele Personalentscheidungen, hier hat man in der Summe offensichtlich zu viele schlechte Entscheidungen getroffen und eher auf gefällige Seilschaften statt auf Qualität vertraut, die dann auch mal unangenehm sein kann, weil sich solche auch zeigen und entwickeln wollen.
            Sicher hatte uns damaliger Manager Ahnung von dem Geschäft, er macht den Job nun auch schon ein Jahrzehnt und länger, aber die sportliche Kompetenz war auf dem Niveau eben nicht ausreichend, um unter den besten 36 Vereinen in Deutschland auch weiter zu kommen. Insbesondere diese Gefälligkeits Strukturen die aufgebaut wurden, egal wie es läuft tust du mir weh und ich dir auch nicht von Aufsichtstrat bis über Funktionsposten, von den meisten hat man sich ja mittlerweile getrennt. Kurz gesagt Buddy und Vetternwirtschaft

            Antwort
            • Juwe: Gar nicht mal andere Schwerpunkte, Fußball kann man auch nicht jeden Tag neu erfinden. An Taktik, Nachwuchs usw arbeiten sie alle. Der Unterschied ist, wie gut man es macht, die vielen kleinen Entscheidungen im operativen Geschäft im Alltag, viele Personalentscheidungen, hier hat man in der Summe offensichtlich zu viele schlechte Entscheidungen getroffen und eher auf gefällige Seilschaften statt auf Qualität vertraut, die dann auch mal unangenehm sein kann, weil sich solche auch zeigen und entwickeln wollen. Sicher hatte uns damaliger Manager Ahnung von dem Geschäft, er macht den Job nun auch schon ein Jahrzehnt und länger, aber die sportliche Kompetenz war auf dem Niveau eben nicht ausreichend, um unter den besten 36 Vereinen in Deutschland auch weiter zu kommen. Insbesondere diese Gefälligkeits Strukturen die aufgebaut wurden, egal wie es läuft tust du mir weh und ich dir auch nicht von Aufsichtstrat bis über Funktionsposten, von den meisten hat man sich ja mittlerweile getrennt. Kurz gesagt Buddy und Vetternwirtschaft

              Diese These kann man für die Ära mit Hecking vielleicht diskutieren, aber für die Jahre danach sicher nicht.
              5 Trainerwechsel binnen 3 Jahren sind alles andere als viele kleine Entscheidungen, sondern einfach nur ganz große Panik und Chaos.

              Klar spricht jeder über Jugendarbeit, aber nur wenige Vereine können auch „Taten“ vorweisen und der Club gehörte in der *****-Zeit eben nicht dazu.
              Bezeichnend finde ich in diesem Zusammenhang, daß H96 jetzt schon wieder einen wunderbar aufgeblähten 30er Kader hat. Gezielte Förderung sieht mal ganz anders aus.

              Antwort
              • Gerd: Diese These kann man für die Ära mit Hecking vielleicht diskutieren, aber für die Jahre danach sicher nicht.
                5 Trainerwechsel binnen 3 Jahren sind alles andere als viele kleine Entscheidungen, sondern einfach nur ganz große Panik und Chaos.

                Genau andersrum, solange Hecking da war lief es ja, weil mit einem starken Trainer die nötige sportliche Kompetenz da noch vorhanden war.
                Das Dilemma begann, wie jeder ja weiß, nach Heckings Abgang, als durch die vielen Trainwechsel sich auch kein Trainer mehr so eine starke Position wie Hecking erarbeiten konnt und Bader und Möckel sich mit ihren eigenen sportlichen Visionen über die Trainer hinweg verselbständigten.

                Mit den ganzen Buddy Seilschaften von Aufsichtsrat bis hinunter in den kompletten Funktionsbereich war auch kein Regulativ mehr vorhanden.

                Antwort
  • Woschdsubbn,
    Ich bitte Dich! Das ist doch wirklich nichts Neues oder gar Überraschendes. Ich war extrem überrascht, dass die Mitglieder ausgerechnet den Aufsichtsrat entlastet haben. Ich war einer der Wenigen, die ihm die Entlastung nicht gegeben haben. Kontrolle ist die EINZIGE Aufgabe, die der AR hat. Bilanz, G&V und betriebswirtschaftliche Planung sind bei einem Fußballplatz vergleichsweise simpel, weil ein Großteil der Erlöse und Kosten fix planbar ist. Und wenn dann die Kosten so wie bei uns ausufern, dann verstößt das gegen die kaufmännische Sorgfaltspflicht. Die haben einfach weggesehen und sich auf Bader/Woy verlassen. Deren Funktion ist reines Alibi. Ein Verein muss wie ein Unternehmen geführt werden. Da brauche ich keine Juristen oder gar Journalisten. Eher Finanz-, Marketing-, Wirtschafts- und Sportexperten. Aber nein, wir wählen Experten, wie Ultra-Vertreter und Günther Koch fleißig in den AR… Kopfschüttel*

    Antwort
    • André: Woschdsubbn, Ich bitte Dich! Das ist doch wirklich nichts Neues oder gar Überraschendes. Ich war extrem überrascht, dass die Mitglieder ausgerechnet den Aufsichtsrat entlastet haben. Ich war einer der Wenigen, die ihm die Entlastung nicht gegeben haben. Kontrolle ist die EINZIGE Aufgabe, die der AR hat. Bilanz, G&V und betriebswirtschaftliche Planung sind bei einem Fußballplatz vergleichsweise simpel, weil ein Großteil der Erlöse und Kosten fix planbar ist. Und wenn dann die Kosten so wie bei uns ausufern, dann verstößt das gegen die kaufmännische Sorgfaltspflicht. Die haben einfach weggesehen und sich auf Bader/Woy verlassen. Deren Funktion ist reines Alibi. Ein Verein muss wie ein Unternehmen geführt werden. Da brauche ich keine Juristen oder gar Journalisten. Eher Finanz-, Marketing-, Wirtschafts- und Sportexperten. Aber nein, wir wählen Experten, wie Ultra-Vertreter und Günther Koch fleißig in den AR… Kopfschüttel*

      Da schließe ich mich voll und ganz Deiner Meinung an.
      Der bisherige Aufsichtsrat hat völlig versagt und schön weggesehen. Und jetzt muss man alles wieder ausbadern.

      Antwort
  • Immerhin hat der aktuelle Aufsichtsrat unter Grethlein Meeske und Bornemann installiert. Gute Tat.

    Jetzt kann man Grethlein vorwerfen, warum er nicht direkt zu Beginn seines Vorsitzes direkt alles auf den Kopf gestellt hat, aber kann mir vorstellen, dass es angesichts der Nicht-Vollzeit-Tätigkeit als AR und den Tagungszyklen des AR gar nicht viel schneller gehen konnte.

    Antwort
  • Stephan,
    Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Das Tagesgeschäft eines AR vom ersten Tag an ist es, kaufmännische Planungen abzusegnen und deren Umsetzung zu kontrollieren. Die Entscheidung Bornemann/Meeske hingegen war eine außerordentliche. Insofern freuen wir uns zwar riesig, dass zumindest die Hop oder Top-Entscheidung Bornemann/Meeske nach aktuellen Stand ein Volltreffer war. Dass die Entscheidung gegen Bader wohl nicht durch Grethlein gefallen ist, der lange nibelungentreu war, sondern v..a durch Bader und seine Ultranähe selbst betrieben wurde, wollen wir mal hier zur Seite schieben. Dennoch halte ich zum Einen die Struktur des AR (zu groß) und die Qualifikation mancher Mitglieder (wie beschrieben) für falsch.

    Antwort
  • SCRamjet,

    Also ich hab das etwas anders in Erinnerung. Hier geht es ja um die Zeit so vor 5, 6 Jahren. Kann mich nicht erinnern, dass da von Vereinsseite groß behauptet wurde, dass es finanziell superduper aussehen würde.
    Ganz im Gegenteil, ich hab viel mehr in Erinnerung, dass man sich in erster Linie auf die Finanzlage berufen hat, um zu begründen, warum man als Saisonziel eben nur den hoffentlich sicheren Klassenerhalt ausgiebt oder sich fußballerische Qualität nur per Leihe sichern könne.

    Ich denke hier muss man zwei Dinge auseinanderhalten, einmal die finanzielle Lage und da hat Woy, er war ja Finanzvorstand, nicht Bader, sogar zum Ende seiner Tätigkeit noch von bestellten Landschaften gesprochen und dass er und Bader den Verein schuldenfrei gemacht hätten. Wenn man die Aussagen von Meeske jetzt dagegenstellt, dann kann man nicht anders sagen, als dass Woy schlicht gelogen hat.

    Stellt sich Frage 2 warum Bader das mitgemacht hat, er war ja der Chef im Verein? Insofern muss man auch ihm eine Teilschuld mit anheften.

    Dass wir in der Zeit Transfererlöse zur Deckung des laufenden Betriebs benötigt hatten, war denke ich allen klar, das wurde durchaus auch kommuniziert und man konnte es ja auch an der Realität des Handels ablesen. Was allerdings schon erschreckt, dass von den Transfererlösen so wenig beim Verein ankam und so viel in undurchsichtigen Kanälen von Spielerberatern etc. versickert ist.

    Wenn man dann noch gesehen hat, dass es immer wieder die gleichen Berater waren, auf die man gebaut hat, dann liegt schon der Verdacht nahe, dass da nicht ganz sauber gearbeitet wurde.

    Ich war ja lange ein großer Verteidiger von Bader, muss aber im Nachinein feststellen, dass ich da wohl auf einen Blender hereingefallen bin.

    Antwort
  • Konnte man in den Testspielen eigentlich schon die taktische Ausrichtung der Mannschaft erkennen?

    Wenn ich lese, dass unsere U21 jetzt regelmäßig im 4-3-3 auftritt, dann wäre das vielleicht auch interessant für die Profimannschaft? Wenn dann die Außenstürmer gegen den Ball auf die zweite Linie zurückfallen und so ein 4-5-1 entsteht, wäre damit die Mitte auch kompakt und die Suche nach dem Zielspieler für den Sturm auch nachvollziehbar und wichtig.

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