Club-Splitter: Lippert, Kerk, schwarze Trikots und der Fluch des Vierten #FCN

Kurzmeldungen zum Heilungsverlauf bei Kerk und Lippert, warum der Club in schwarz spielt und was es mit dem „Fluch des Vierten“ auf sich hat.

Seit über einem Jahr ist Linksverteidiger Dennis Lippert nun schon außer Gefecht. Der 22-Jährige hatte sich am 25.3.2017 im Training das Kreuzband gerissen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Lippert gerade in die Stammelf des FCN gespielt, sechs Spiele für die erste Mannschaft bestritten und dabei stets in der Startelf gestanden. Zuvor war der gebürtige Weidener bereits in 52 Spielen für die zweite Mannschaft des Clubs aufgelaufen. Nachdem im vergangenen Spätsommer eine weitere Operation zur Entfernung von Narbengewebe im Knie nötig war, kämpft Lippert nun immer noch mit den Folgen des Kreuzbandrisses. Derzeit absolviert er Rehabilitationsmaßnahmen in Donaustauf. Ein Einsatz in dieser Saison scheint ausgeschlossen.

Nicht völlig ausgeschlossen ist dies bei Sebastian Kerk. Der Sommerneuzugang hatte sich am 3. Spieltag gegen Union Berlin die Achillessehne gerissen und fällt seitdem aus. Nun steht der 23-jährige wieder in Laufschuhen auf dem Trainingsplatz und absolviert dort individuelles Training. Der Heilungsprozess läuft, so der Verein, wie erwartet. Nach einer erneuten Kraftmessung am lädierten Bein wird entschieden werden, wie es mit Kerk weiter geht und ob er die Laufschuhe bald gegen Fußballschuhe tauschen kann.

Auf dem Platz auffällig war in den letzten beiden Heimspielen, dass die Mannschaft nicht in weinroten Dressen auflief, sondern in den schwarzen Ausweichtrikots. Dies war kein Marketinggag von Umbro, keine Maßnahme von Michael Köllner, sondern ausdrücklicher Wunsch der Mannschaft. Schließlich hat die Mannschaft in jenen schwarzen Trikots seit der Niederlage bei der Trikotpremiere im Hinspiel in Heidenheim nicht mehr verloren. Mit dem 3:2-Erfolg vom Samstag ist jenes schwarze Trikot nun auch das „punktbeste“ des FCN. Im Schnitt 2,00 Punkte (4 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage) wurden im Ausweichtrikot geholt, im klassischen Weinrot dagegen „nur“ 1,89 Punkte (10 Siege, 4 Remis, 4 Niederlagen). Deutliches Schlusslicht im Trikotranking ist das weiße Auswärtstrikot (0 Siege, 2 Remis, 2 Niederlagen) mit einem Schnitt von 0,50 Punkten. Der einzige Erfolg in diesem Dress war im Pokal beim VfL Osnabrück zu verzeichnen. Würde man im Übrigen in das Ranking auch die Hosenfarbe mit einbeziehen, das schwarze Trikot in Kombination mit schwarzer Hose würde auf Platz zwei abrutschen. Klar in Front mit 2 Siegen und 1 Unentschieden, also einem Schnitt von 2,33 Punkten dann: Die Derbysiegerkombination rotes Trikot, rote Hose, rote Stutzen.

Den ersten Sieg in Schwarz hatte der Club am 15. Spieltag in Braunschweig geholt. Der FCN lag damals auf Platz vier, gewann in Braunschweig mit 3:2, rückte mit dem Sieg auf Platz drei vor und war seitdem immer mindestens Dritter. Der Vierte dagegen wechselte munter durch, fünf verschiedene Teams belegten seitdem Rang vier in der Zweitligatabelle. Die Ergebnisse des jeweiligen Tabellenvierten der Zweiten Bundesliga seit jenem 15. Spieltag sehen dann auch so aus:

SpTVierterResultat
16
Union Berlin
1:2
17
Union Berlin
0:1
18
Union Berlin
1:2
19
FC Ingolstadt 04
0:0
20
FC Ingolstadt 04
2:3
21
SV Sandhausen
0:1
22
MSV Duisburg
2:2
23
MSV Duisburg
1:3
24
SV Sandhausen
1:2
25
MSV Duisburg
0:5
26
MSV Duisburg
1:2
27
Jahn Regensburg
2:2
28
Jahn Regensburg
1:3
29
FC Ingolstadt 04
2:2

Ein gutes Omen für den FCN, der am Sonntag beim Tabellenvierten antritt?

12 Gedanken zu „Club-Splitter: Lippert, Kerk, schwarze Trikots und der Fluch des Vierten #FCN

  • Danke Florian, ich wünsch den beiden, daß sie bald zurückkommen und mit dem Club Erfolge feiern.

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    • ich schließe mich dem Dank und den Genesungswünschen meiner Namensvetterin an!

      Ferner frage ich mich, ob Florian all solche „Nebensächlichkeiten“ wie Trikot-, Hosen- und Stutzenfarbe in seinen wohl riesigen Statistiktabellen gleich am Spieltag hinterlegt …
      (Irgendwie muss dann wohl das Vorurteil, dass Lehrer zu viel Freizeit haben, doch stimmen …)

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  • Sehr schöner und informativer Kommentar! So etwas kannst Du gerne öfter machen 🙂

    6

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    Antwort
  • Ja, auch danke von mir.
    Bei Lippert ist es jetzt wirklich schon ein Jahr ?! Wie lange dauerte es eigentlich bei Erras bis zur Rückkehr ? Weiß das jemand ?

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    Antwort
  • Ich mag solche Statistiken, vielen Dank!

    Wahrscheinlich muss unsere Mannschaft in Ingolstadt in weiß auflaufen (FCI Heimtrikot rot-schwarz, Ausweichtrikots schwarz bzw. weiß). Es wird sich zeigen, welcher Fluch stärker ist, der des 4. Platzes oder der böse Geist der weißen Club-Trikots.

    PS: Der Fluch des 4. Platzes erklärt, weshalb Kiel als 16. (!) der Rückrundentabelle immer noch auf dem dritten Platz steht.

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    • Wenn du in der Vorrunde gerade einmal 7 Punkte weniger holst, als der aktuelle Tabellensechste am 29.Spieltag geholt hat, dann kannst du dich auch mit solch einer Rückrunde auf Platz 3 halten.
      Wenn der Club so punktet, wie in den letzten 5 Spieltagen der Hinrunde kommt er auf 60 Punkte.Düsseldorf auf 2 Punkte und Kiel auf 7.
      Unabhängig von Trikotfarbe oder Ähnlichem-Fußball ist keine Mathematik-nach dem aktuellen Punkteschnitt, wären es 58,6Punkte…

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    • Das war mir auch aufgefallen. Da siehst Du mal wieder, wieviele Leute von den Profi-Journalisten hier mitlesen und auch das hier versammelte Wissen verwenden, um ohne Angabe von Quellen andernorts zu „glänzen“. So funktioniert moderner Journalismus…

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      Antwort
    • Und auch der „Fluch des 4. Platzes“ ist bei den Profi-Journalisten angekommen: Siehe den Nachbericht zum Spiel Ingolstadt-Club in der heutigen SZ (Sport in Bayern). Glückwunsch!

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