Kerk, volle Energie auf die vorderen Schilde!

Laut Vereinsmitteilung des SC Freiburg ist der Wechsel von Captain Sebastian Kerk nur noch vom obligatorischen Medizincheck abhängig. Kerk soll “auf Leihbasis zum Club wechseln um beim Zweitligisten Spielpraxis sammeln zu können”.

Da ist er nun, der gewünschte “offensive wing“. Doch wie immer werden die neurotisch übererwartungsvollen Fans was zu mäkeln haben – korrekt… Denn der erhoffte Wingman wurde kein Raubvogel, sondern ist maximal ein Hähnchen (um im Bilde zu bleiben). Von einer Verstärkung in der Spitze, die uns sofort weiterhelfen kann, jedenfalls kann wohl kaum die Rede sein. Dass der aktuelle U-20-Nationalspieler eine gute Technik und durchaus auch einen Torriecher besitzen soll, spricht für ihn, die fehlende Erfahrung im Profibereich allgemein und in Liga 2 speziell sowie die kolportierte “mangelnde Robustheit”, womit er sich ‘nicht mal’ in Freiburg für Kurz-Einsätze empfehlen konnte, dürfte eher die Wellen der Erwartungen empfindlich nivellieren.

‘Jetzt wartet doch erstmal ab’, wird der Kritiker-Kritiker einwerfen, und hat damit sicher recht – man weiß ja nie wie er sich entwickelt oder vielleicht kommt noch einer. Doch das ja das Problem, dass man mit dem Spruch seit nun 1 1/2 Jahren am Transfermarkt vertröstet wurde und sich zwischenzeitlich vom einstigen Anspruch “Bundesliga-Mittelfeld” zur Realität “Zweitliga-Mittelfeld” abfinden musste. Kerk mag in jedem Fall ein Talent sein, dem man auch in Nürnberg alles Gute wünscht, dass er ad hoc eine Hilfe sein wird (respektive eine Alternative für Sylvestr), darf dagegen zumindest angezweifelt werden und wäre für den Jungen wohl auch eine zu große Bürde. Da zudem keine Kaufoption oder ähnliches bekannt wurde, muss man als Beobachter davon ausgehen, dass die Investition in Kerk vor allem für Kerk und den SC Freiburg lohnen – einmal ausgenommen Kerk schlägt ein wie eine Bombe und schießt den Club zum Aufstieg…

Vielleicht mag den einen oder anderen trösten, dass man im Rennen um Kerk die Nachbarn hat ausstechen können. Sowas soll ja manchem schon ausreichend Freude bereiten. Dem sportlich geneigten Beobachter bleiben dagegen die Zweifel an der Transferpolitik des FCN und man summt das Woysche Rückrunden-Mantra ♫♪♪♫ Wunder gibt es immer wieder. Vielleicht ja als neuer Einlauf-Song im Stadion?

102 Gedanken zu „Kerk, volle Energie auf die vorderen Schilde!

  • Ich bin ja gespannt, ob es irgendwann mal noch nen Spieler, Trainer oder was auch immer gibt, zu dem Euch kein Wortspiel einfällt 😉

    Antwort
    • Beate60:
      Bitte ein bißchen mehr Optimismus.

      Okay ich versuch es.

      Juhuu, ausgerechnet Kerk an dem auch die halbe Bundesliga dran war, kommt endlich zu uns !

      Das war jetzt zuviel ?

      Tut mir leid, aber dazwischen gibt es seit ich hier mit lese nichts mehr 🙂

      Antwort
      • Holle,

        Entgegen der vom Optimisten auch heute noch vertretenen Befürchtung konnte sich ein junger Perspektivspieler vom Erstligisten FC Freiburg bereits heute dazu entschließen, zum 1. FC Nürnberg zu wechseln. Er steht somit die komplette Vorbereitung zur Verfügung und kann dank Weilers Ziel Konditionsverbesserung aller Spieler mit Sicherheit bis Anfang Februar die derzeit noch fehlende physische Durchsetzungskraft entwickeln.

        Antwort
        • Beate60:
          Holle,

          Entgegen der vom Optimisten auch heute noch vertretenen Befürchtung konnte sich ein junger Perspektivspieler vom Erstligisten FC Freiburg bereits heute dazu entschließen, zum 1. FC Nürnberg zu wechseln. Er steht somit die komplette Vorbereitung zur Verfügung und kann dank Weilers Ziel Konditionsverbesserung aller Spieler mit Sicherheit bis Anfang Februar die derzeit noch fehlende physische Durchsetzungskraft entwickeln.

          so ganz “entgegen” ist das eigentlich nicht, muss man doch den Transfer eher der “Breite” zuordnen als der “Spitze”. Das ist die Kategorie, die ich als “früher möglich” beurteilen würde, irgendwo im Grenzbereich zwischen Erstligaambitionen und Meriten verdienen.

          Dennoch stimme ich Dir zu, die frühe Präsenz im Kader ist wichtig, weil die möglichen Defizite an der Wurzel bekämpft werden können. Insgesamt sehe ich die Verpflichtung daher eher positiv (Optimismus, wie bestellt, bitteschön!), weil wir zwar ähnliche Kaliber (Fülle, Blum, Candeias) bereits haben, aber die Breite hier trotzdem ergänzungswürdig ist, zumal Fülle dann eine Option weiter vorne sein kann. Und nicht zuletzt ist Kerk ja ein Pendant zu Risse, der damals auch geholfen hat.

          Schöner (verträumter) Vorblick: ausgerechnet Kerk schießt uns in der Relegation in die erste Liga – gegen Freiburg 😀

          Trotzdem sollte das nicht alles gewesen sein. Was ich vorher meinte, Transfers, die Zeit brauchen, sind eher fertigere Spieler, die sich auch in der ersten Liga eine Chance ausrechnen. Die gibt es so früh noch nicht.

          Ich warte also weiter auf den später kommenden Toptransfer.

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          • Optimist,

            Weiler hat gesagt, er will keine Spieler, die dem bloßen Aktionismus geschuldet sind. Sondern Verstärkungen. Entweder ist das Kerk oder er ist eine vollkommen unsinnige Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt auf dieser Position. Weil das ja genau die Position ist, für die Weiler einen richtig guten torgefährlichen Spieler haben will. Was sollte dann noch einer auf dieser Position, der nur als Ergänzung der bisher schon unzureichenden Spieler gelten kann.

            Antwort
            • Beate60,

              vielleicht sieht Weiler in ihm eine Verstärkung, mag sein. Von außen wirkt es halt wie eine Schublade zu tief. Aber vielleicht tut man Kerk damit ja unrecht…

              Antwort
              • Optimist:
                Beate60,

                vielleicht sieht Weiler in ihm eine Verstärkung, mag sein. Von außen wirkt es halt wie eine Schublade zu tief. Aber vielleicht tut man Kerk damit ja unrecht…

                Ich hoffe, das das Weilers Einschätzung ist und nicht nur die von Bader, Möckel und/oder Wolf.

                Antwort
                • Beate60,

                  naja, wenn man die rechte Außenbahn so ansieht, wird er uns schon verstärken, zumal er gute Standards mit viel Effet können soll. Könnte das entscheidende Kriterium gewesen sein.

                  Aber die erhoffte Granate ist er trotzdem nicht, zumindest nicht Stand heute.

                • Beate60: Ich hoffe, das das Weilers Einschätzung ist und nicht nur die von Bader, Möckel und/oder Wolf.

                  Mal im Ernst: Was für eine Einschätzung kann das denn sein? Wenn, dann eine Prognose. Einzuschätzen ist da nix, weil man den Jungen maximal aus paar U-Spielen gesehen hat, aber die Trainingseindrücke nicht kennt und es Eindrücke aus einem vergleichbaren Wettbewerb, wie ihn die 2. Liga darstellt, für ihn noch gar nicht gibt. Von Weiler nun zu erwarten, er würde einschätzen können, ob ein Spieler eines anderen Vereins, der es dort (noch) nicht schaffte, es nun hier zum Durchbruch bringt und seine Defizite überwindet, die ihn dort daran hinderten, hieße quasi hellseherische Fähigkeiten von ihm zu erhoffen.

                  Und genau das ist doch die ganze Krux, die ich seit Beginn dieser Saison sage: Wir haben fast nur Fragezeichen in dieser Saison und zu wenig Ausrufezeichen. Fragezeichen können mit viel Optimismus alle positiv beantwortet werden, der Realist sagt aber, dass zu viele Fragezeichen in einem Projekt am Ende selten zum Erfolg führen. Auch Kerk ist ein Fragezeichen, das eine gute Antwort ergeben kann, ich hätte aber spätestens nach der zögerlichen Einkaufspolitik im Sommer und dem Eingeständnis (auf dem Platz und auch daneben), dass die Rechnung nicht aufging, nun ein Ausrufezeichen am Transfermarkt erwartet. Aber … entweder man kann eben nicht … oder will nicht. Ersteres wäre irgendwie unschön, aber hinzunehmen, letzteres wäre unverständlich.

                  In beiden Fällen wünschte ich mir eine verständliche Argumentation für das Verhalten. Stand heute haben alle Interviews gegeben, wirklich gesagt hat aber kaum einer was. Vielleicht hält man das für besonders clever, politisch oder gar diplomatisch, mir als Beobachter verschließt sich die kommunikative Taktik aber gänzlich, denn einen Vorteil am Verhandlungstisch (den man sich evtl. davon erhofft) kann ich an den Resultaten nicht erkennen.

                • Alexander Endl – Clubfans United,

                  Nun wenn man auf der Homepage liest, was Weiler sagt, dann kennt er ihn und sieht in ihm die nötige Verstärkung, weil er Qualitäten mitbringt, die den Sturm variabler machen. Und Weiler hat Zeit, ihm das beizubringen, was er von ihm erwartet.

                  Das ist ein Fortschritt im Vergleich zu letzten Winter. Damals wurde kurz vor Schluß mit Campana ein Spieler geholt, von dem der damalige Trainer noch nicht wußte, was der wirklich kann.

                • Beate60,

                  Ich könnte mir gut vorstellen, dass er die Freiburger öfter gesehen hat. Ist von der Schweiz ja nicht weit zu fahren.

    • Beate60:
      Bitte ein bißchen mehr Optimismus.

      Das ist ein Spitzentransfer, um den uns mindestens die Fürther beneiden werden! Da hat der nicht-allein-verantwortliche-Vorstand aber ganze Arbeit geleistet. Mit diesem Wechsel wurden die internen Kritiker alle blitz- und schlagartig mundtot gemacht!
      Die inbegriffene Verbeugung vor der grandiosen Jugendarbeit des SC Freiburg stärkt eine unserer vielen Markenimages, neben Tradition, Brohwerschd, Lebkuchen, schwarz-rot, Rekordabsteiger, irgendwas usw.ff. eben auch Ausbildungs- und Jugendverein, nachhaltig und sichert uns doch auch mindestens europaweite, mediale Aufmerksamkeit.
      Das damit der eigenen Jugendarbeit ein eher doch überschaubares Zeugnis ausgestellt wird und gleichzeitig einer unserer wichtigsten und sicherlich auch – siehe Streichgate neulich in der 1. BuLi – nicht gerade beliebtesten Konkurrenten geholfen wird, wird sicher nur von ganz, ganz großen Miesmachern, Defätisten und Glubbfankraftzersetzern in den Vordergrund gestellt.
      Nun muß der Leihe aber nach dem Aufsichtsrat auch noch der Zeugwart, der Busfahrer, der Fanausschuß der Ultras und die Reinigungsfirma des NLZ zustimmen.
      Wir dürfen nicht vergessen, daß unser Vorstand doch keine alleinige Verantwortung besitzt. Ich warte also auf die offizielle Vorstellung von der üblichen Webseite.
      ….
      Verdammt, jetzt ist mit mir doch etwas der Optimismusgaul durchgegangen. Sorry, Beate60.

      Antwort
      • Verdammt, jetzt ist mit mir doch etwas der Optimismusgaul durchgegangen. Sorry, Beate60.

        Kannst Du dieses Tier mal aufzeichnen??

        Antwort
  • Wortspiel ist Klasse!

    Die Leihe bringt ein halbes Jahr eine zusätzliche Alternative.

    Das ist schön.

    Mit dem Leihgeschäft für ein halbes Jahr wäre es vermessen, von einer Verstärkung zu sprechen. Ein endliches Vergnügen. Wenn es denn eines wird.

    Antwort
    • Teo: Ein endliches Vergnügen. Wenn es denn eines wird.

      …dabei warten wir doch alle nur sehnsüchtig darauf, endlich Vergnügen zu haben mit unserem Glubb 😉

      Antwort
  • Um es mal neutral und nüchtern auszudrücken:

    Talentierter Spieler für die Breite des Kaders, v.a. die nötige Alternative zu Schöpf, sicherlich stärker einzuschätzen als Evseev. Und ein bisschen Profierfahrung hat er schließlich auch schon, so wenig sind 29 Bundesligaeinsätze nun nicht. Und teuer dürfte er auch nicht sein.

    Sicherlich einzustufen als “einer, der uns helfen kann”, aber natürlich auch keiner, um den uns die Konkurrenz (die Nachbarn mal ausgenommen) übermäßig beneidet.

    Im besten Fall müssen wir uns im Sommer ärgern, dass wir ihn wieder abgeben müssen, im schlechtesten Fall können wir froh sein, dass wir ihn gleich wieder abgeben können…

    Antwort
    • Scramjet: Im besten Fall müssen wir uns im Sommer ärgern, dass wir ihn wieder abgeben müssen, im schlechtesten Fall können wir froh sein, dass wir ihn gleich wieder abgeben können…

      Im besten Fall ist er ne Granate, wir steigen auf und haben ne Kaufoption … 😉

      Und im schlechtesten Fall haben wir nen Kaderplatz für einen blockiert, der uns nicht hilft, und die Chance vergeben wirklich den Kader zu verstärken.

      Meine Benchmarks sind da etwas breiter.

      Antwort
      • Alexander Endl – Clubfans United: Im besten Fall ist er ne Granate, wir steigen auf und haben ne Kaufoption …

        Mag sein, aber das passt nicht mehr in meine neutral-nüchterne Betrachtung 😉

        Und im schlechtesten Fall haben wir nen Kaderplatz für einen blockiert, der uns nicht hilft, und die Chance vergeben wirklich den Kader zu verstärken.

        … und dann sind wir froh, dass wir ihn gleich wieder abgeben können, damit er den Platz nicht noch länger blockiert 😉

        Antwort
  • so, nach langer Zeit auch mal wieder ein Satz von mir…

    Wer ist Kerk?

    Tut mir leid, aber dieses Leihgeschäft – Transfer ist es ja keiner – zeigt doch nur auf, dass der Verein knapp bei Kasse ist und jeden Euro zweimal umdrehen muss.
    Summa summarum erzählen die Verantwortlichen seit mehr als einem Jahr nur Bockmist, der Lüge will ich sie nicht bezichtigen. Noch nicht.

    Wenn man sich die Worte “wir stecken jeden Euro der Transfererlöse in den Kader” von Woy nochmal ins Gedächtnis ruft und dann diesen Anspruch am aktuellen Kader spiegelt…

    Was solls. Ich bin am 07. Januar schon wieder soweit, dass ich sagen muss: “Ich habe keine Lust mehr mich wegen dem Club aufzuregen.”

    Was da in Sachen Kaderplanung abgeht, ist mir zu hoch und zeigt, dass ich keine Ahnung habe.

    Ein U-20 Spieler, der nun offensiv die Kastanien aus dem Feuer holen soll, dazu noch 4 Rekonvaleszenten oder vielleicht auch nur 3, wenn der 4te in den Bau muss.
    So sieht also scheinbar die vollmundig angekündigte Suche nach ECHTEN Verstärkungen a la FCN aus.

    Kaum zu glauben, aber leider wahr.

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    • Armin Busch:
      Weil hier meist von einem halben Jahr geschrieben wurde, er ist bis Juni 2016, also für 1,5 Jahre ausgeliehen.

      Stimmt. Da hab ich auch was anderes aufgeschnappt gehabt, auch wenn es nur bedingt etwas an der Bewertung ändert. Immerhin sind 1 1/2 Jahre aber eher eine Zeitspanne, in der man was aus dem Jungen machen kann. Dennoch nicht das, was ich mir erhoffte.

      Antwort
  • Ein bißchen seltsam find ich, daß die Freiburger den verleihen bis der Vertrag bei ihnen ausläuft. Da haben sie doch keine Möglichkeit, von seiner Weiterentwicklung zu profitieren? Oder verscherbeln die ihn nächste Saison auch gegen unsern Willen, wenn ein anderer Verein Ablöse zahlt? Wieso haben sie ihn dann nicht einfach jetzt verkauft? Können wir oder Freiburg eine Leihe jederzeit rückgängig machen? Oder was ist der Vorteil von diesem Leihgeschäft?

    Antwort
  • Okay ich hab nochmal ein wenig recherchiert. Offenbar hat er im Sommer seinen Vertrag in Freiburg bis mindestens 2017 verlängert. So macht das Ganze schon wieder mehr Sinn.
    Auch wenn es schon hart ist, daß wir früher Leihspieler aus Leverkusen oder von den Bayern holten und jetzt von Freiburg und Düsseldorf.

    Antwort
    • Beate60: Auch wenn es schon hart ist, daß wir früher Leihspieler aus Leverkusen oder von den Bayern holten und jetzt von Freiburg und Düsseldorf.

      Ganz richtig, weil sich die Verantwortlichen in Vizekusen und Nordtirol wahrscheinlich nur noch über den putzigen Glubb wundern, der doch wirklich immer noch an einem nicht-allein-verantwortlichen-Vorstand festhält und dessen Renommee eben außerhalb des Valznerweihers ganz und gar verschwunden ist. (“Herr Bader, was haben Sie eigentlich seit und mit dem Pokalsieg 2007 gemacht?”)

      Dort glaubt eben niemand mehr, daß eine Ausleihe für sie als den abgebenden Verein sportlichen Sinn macht. Das ist eigentlich ein ganz großes AUTSCH vom Schlag, na, eher einem Tritt ins Gesicht.
      Wir sind nun unten angelangt. Das tut wirklich weh.

      Antwort
  • Mir sagt der Name nichts bislang, daher läßt mich das auch ziemlich emotionslos. Erstaunlich ist es schon, daß bei Transfermarkt sein Wert mit 1 Mio geführt wird, immerhin und 1,84 Körpergröße damit haben wir bei hohen Bällen sicher auch keinen Nachteil. Ich lass mich in der (Rest)Rückrunde mal überraschen von der Personalie.

    Antwort
  • Also im Alter von 20 Jahren bereit durchzustarten und Spielzeit zu bekommen ähnlich wie Schöpf, der ja auch aus der 3.Liga kam, ich weiß nicht genau warum, aber habe bei der Leihe kein schlechtes Bauchgefühl. Ob er schon so weit ist wirklich helfen zu können, das weiss zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemand, wüsste man bei einem bekannten älteren Spieler aber auch nicht vorher ob er einschlägt.

    Antwort
  • Ein Traum geht in Erfüllung. Endlich kann unser Wießmeier mit dem Wießmeier der Freiburger auf Torejagd in der Regionalliga Bayern gehen…

    Wenn man von Benfica Spieler ausleiht, verstehe ich das ja noch, aber nach Düsseldorf jetzt auch noch Freiburg? Im Sommer 2013 hätte ich jeden ausgelacht, der mit so einem Gschmarri daher gekommen wäre – jetzt ist es eher zum Weinen.

    Antwort
    • xxandl:
      Ein Traum geht in Erfüllung. Endlich kann unser Wießmeier mit dem Wießmeier der Freiburger auf Torejagd in der Regionalliga Bayern gehen…

      Wenn man von Benfica Spieler ausleiht, verstehe ich das ja noch, aber nach Düsseldorf jetzt auch noch Freiburg? Im Sommer 2013 hätte ich jeden ausgelacht, der mit so einem Gschmarri daher gekommen wäre – jetzt ist es eher zum Weinen.

      Stellst Du die beiden sportlich in der Tat auf eine Ebene? Ist wirklich eine rein sachliche Nachfrage, weil ich eigentlich auch nur den Commander aus dem Raumschiff kenne…

      Antwort
      • Manni der Libero: Stellst Du die beiden sportlich in der Tat auf eine Ebene? Ist wirklich eine rein sachliche Nachfrage, weil ich eigentlich auch nur den Commander aus dem Raumschiff kenne…

        Ich kenne ihn nicht gut, aber alle Beschreibungen die ich gelesen habe, sprechen von einem schnellen, technisch guten Spieler, dem mangelnde Robustheit, schlechtes Zweikampfverhalten, Schwächen in der Defensivbewegung und leichtsinnige Ballverluste nachgesagt werden. Das hört sich einfach verdächtig nach dem Paket an, dass unsere eigenen Offensivspieler seit Jahren zurückhält…

        Viel schlimmer finde ich aber die Tatsache, dass wir einen Spieler von Freiburg ohne Kaufoption ausleihen, denn das zeigt einem doch relativ klar, dass die uns nicht mehr als Konkurrenten wahrnehmen. Der Abstieg auf finanzieller und sportlicher Ebene war rasanter als ich mir es jemals erträumen hätte lassen.

        Antwort
  • Von welchem Verein kam Marek mental doch gleich?
    Namen sind Schall und Rauch, am Besten gleich mal beim ersten Fehlpass laut buhen ,Mann Mann Mann

    Antwort
    • Christian-Berlin:
      Von welchem Verein kam Marek mental doch gleich?
      Namen sind Schall und Rauch, am Besten gleich mal beim ersten Fehlpass laut buhen ,Mann Mann Mann

      Gemach Christian,
      denke die Aufregung entspringt eher einer gewissen Enttäuschung. Als Clubfans hoffen wir doch alle, dass die Rückkehr in die 1. BuLi gelingt (aus finanziellen Gründen gar gelingen MUSS!). Und dass das Projekt sofortiger Wieder-Aufstieg mit aller Macht angegangen wird. Es dürfte allgemeine Einigkeit darüber herrschen, dass unser Kader dafür mehrere echte Verstärkungen benötigt.

      Wenn dann als erster und einziger Neuzugang zum Trainings-Auftakt ein U20-Spieler mit geringer Profi-Erfahrung von der Ersatzbank eines Erstliga-Abstiegskandidaten präsentiert wird, ist das schon ernüchternd.

      Gut vorstellbar, dass Kerk dem Club mittelfristig weiterhilft, wenn er sich eingewöhnt und auf die 2. Liga eingestellt hat. Potential scheint er ja ordentlich zu besitzen. Aber die Rückrunde hat nur noch 15 Spiele, in denen auf eine breite Konkurenz 6 Punkte und das miese Torverhältnis aufzuholen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler hierbei sofort entscheidend helfen kann, ist bei einem erfahrenen sicherlich höher als bei einem Neuling ohne große Spielpraxis.

      Auch Mintal benötigte einige Zeit bis aus ihm Magic Marek wurde! Diese Zeit hat der Club nicht! Es sei denn, MB und sein Team planen den Aufstieg insgeheim erst für die nächste Saison konkret an.

      Antwort
  • Also manche Kommentare hier lassen mich wundern. Warum wäre es denn besser gewesen, wenn wir einen solchen Spieler aus Leverkusen oder München geholt hätten? Tatsache ist, dass Freiburg mit Mainz und Hoffenheim aktuell die beste Jugendarbeit machen. Warum sollten wir uns nicht bei den Besten bedienen?

    Richtig ist, er konnte sich in Freiburg noch nicht durchsetzen, aber die spielen auch erste Liga, wir eben nur zweite Liga. Da höre ich mal wieder die gute alte Clubarroganz durch, ehemaliger Rekordmeister, die Legende … Klar, nur ist das alles Jahrzehnte her. Ja Freiburg und Mainz sind uns aktuell voraus, also warum nicht bei solchen Vereinen nach Spielern schauen?

    Natürlich ist Kerk wieder einer mit “Potential”, aber ich denke, dass er schon eine Alternative bietet, dazu kommt, dass er die ganze Vorbereitung dabei ist. Weiler ihn voll einbinden kann. Kerk ist eine Verstärkung im Transerwert von 1-2 Mio, die wir uns aktuell nicht leisten können, also leihen müssen. Bzw. der aktuell nicht zum Verkauf stand, also nur mittels Leihe zu bekommen war. So schlecht, wie mancher hier, sehe ich diesen Transfer nicht.

    Wenn wir jetzt noch einen guten Mann fürs Zentrale Mittelfeld bekommen, gerne mit etwas mehr Erfahrung, dann muss man das wohl als das machbare ansehen. Ich bleibe gespannt was sich bis zum Trainingslager noch tut.

    Antwort
    • Armin,

      Hast du falsch verstanden. Es geht nicht drum, daß wir uns in Freiburg bedienen. Sondern, daß wir uns in Freiburg bedienen müssen, weil wir es offenbar bislang nicht schaffen, in unserem 3-Sterne-NLZ ähnlich guten Nachwuchs zu entwickeln.
      Und da ist es für mich halt schon ein Unterschied zu damals Leihe aus Bayern. damals liehen wir Leute wie z.B. Breno. Junge Spieler, die ob ihrer Begabung schon in ihrer Jugend für uns unbezahlbar waren. Und bei dem man dann auch sofort sehen konnte, weshalb er von den Bayern verpflichtet worden ist.

      Jetzt leihen wir junge begabte Spieler, bei denen ich schon die Erwartung hab, daß es auch unser NLZ eigentlich schaffen müßte, ähnliche Qualität zu entwickeln. Und werden damit konfrontiert, daß diese Qualität, die uns vielleicht schon weiterhelfen kann bei den anderen Vereinen, die lange hinter uns standen, auf der Ersatzbank sitzen. Und man muß dann leider auch noch sagen, zurecht, weil sie eben noch ihre Defizite haben (insbesondere in der Physis)und deshalb eben nicht sofort sicher jemand sind, der uns weiterhilft.
      Sicher vergleichbar mit den Leihen damals von Leverkusen (Reinartz, Hegeler), die dann letzten Endes halt auch nie wirklich stabil die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt haben.

      Für mich ist das der nächste damit dokumentierte Rückschritt: nicht nur bei den Profis hat uns Freiburg abgehängt, sondern auch bei der Nachwuchsentwicklung.

      Antwort
      • Beate60,

        Bei der Nachwuchsentwicklung hat der Club Freiburg nie eingeholt müsste es heissen,da war Freiburg längst Trendsetter da hätte der Club noch gar kein NLZ.
        Wenn du die Spieler aus dem eigenen NLZ forderst,was sagst du dazu das Ballas jetzt von H96 zum FSV wechselt und nicht zu uns?
        Wie gross wäre der Aufschrei gewesen,wenn der Club Ballas jetzt verpflichtet hätte?

        @Alexander: Ob du Recht hast oder nicht,sagt Dir gleich das Licht

        Ich habe keine Ahnung ob 6punkte aufholbar sind oder nicht.Ich kenne genauso wenig wie du die finanzielle Situation oder die Überlegungen der Vereinsführung.Aber ganz ehrlich, ich habe keinen Spass daran immer nur vom Schlechtesten auszugehen.
        Oder davon die Vereinsführung hat gar keine Ahnung und ist darüber hinaus auch die Einzige von allen Bundesligisten, die keine Ahnung hat.
        Wenn ich jeden Punktgewinn mit: hams Glück ghabt kommentiere und mir sonst denke, die können nix, wo bleibt der Spass der Sinn?Dann. Kann man sich doch eigentlich nur noch abwenden.
        Oder man kritisiert wenigstens so wie Waldorf und Statler, die haben wenigstens Spass dabei

        Antwort
        • Christian-Berlin,

          was willst du mit Ballas sagen?
          Soll das ausdrücken, daß ein Spieler, der den 1.FCN verlassen hat, weil er hier keine Perspektive aufgezeigt bekam, nicht zurückkommt?
          Oder soll es heißen, daß der eben auch nichts geworden ist, nachdem er den 1.FCN verlassen hat?

          Fakt ist leider, daß unser 3-Sterne NLZ nicht so glänzt wie es sollte. Daß, obwohl jetzt schon einige Jahre ins Land gegangen sind, immer noch kein übergreifendes Entwicklungskonzept existiert.

          Wenigstens das hätte man doch von Freiburg lernen können, daß es sinnvoll ist, den Nachwuchs so auszubilden, daß er weiß, was bei den Profis von ihm erwartet wird. Daß er dann nicht wie ein Spieler, der von einem anderen Verein kommt, erst das Konzept kennen lernen muß. Aber das geht halt nicht, wenn planlos irgendwelche Profitrainer mit vollkommen unterschiedlichen Spielideen verpflichtet werden.

          Und wieso sollte ich nach den Entwicklungen der letzten 2 Jahre nicht vom Schlechtesten ausgehen? Wenn ich mir die Zahlen der vergangenen Jahre anschau und ein wenig rechne und kombiniere, dann ist doch klar, daß da nicht mehr viel finanzieller Spielraum da ist.

          Antwort
          • Beate60,

            Mit Ballas möchte ich sagen das wenn man den eigenen Nachwuchs eine Chance geben möchte muss man das als Gesamtverein auch mittragen-vor allem auch als Fan.
            Das heisst aber sicherlich nicht garantierter Erfolg
            Vielleicht ist es halt nur Pech das bei uns die Jugendtrainern nicht Tuchel oder Streich geheissen haben,als der Chefposten besetzt werden musste…
            Eher glaube ich,und das habe ich hier auch schon mal geschrieben,das der Nachwuchsbereich mittlerweile auch von den finanzstärkeren Vereinen dominiert wird.
            Und da heisst es dann-im Extremfall Toni Kroos kam aus der Bayernjugend!

            Und dann wären wir wieder bei den Finanzen: wie du so schön schreibst:Kann da nicht mehr viel übrig geblieben sein- wer kann mir bitte helfen? Wann war beim Club jemals viel übrig?

            Antwort
            • Christian-Berlin,

              Daß die Entwicklung in den letzten Jahren immer mehr Richtung “Geldvereine reißen sich alles unter den Nagel geht”, will ich nicht abstreiten.
              Aber was mich dabei wütend macht, ist, daß unsere Vereinsverantwortlichen es wieder mal versäumt haben, hier durch konzeptionelle Arbeit gegenzusteuern in den letzten Jahren.

              Auch den FC Freiburg werden Spieler weggekauft, das stimmt. Aber entwickelt haben sie sie trotzdem und das eben nicht nur vor Jahren als die Geldvereine noch nicht so stark waren, sondern auch noch jetzt.

              Und dasselbe ist in bezug auf Finanzen zu sehen. Wir haben es doch oft genug durchgekaut: unser Verein hatte in den vergangenen 10 Jahren zweimal die Chance, sich ein wenig abzusetzen von der finanziellen Misere: nach dem unerwarteten Pokalsieg und im letzten Jahr.
              Und beides Mal hat man so unglaublich viele (aus meiner Sicht) vermeidbare Fehler gemacht, daß man stattdessen wieder runter gerollt ist.
              Natürlich kannst du das so interpretieren, daß das unser Schicksal ist, wie damals das von Sisyphos.
              Ich war beim ersten Mal überzeugt, daß insbesondere Martin Bader aus den Fehlern damals gelernt hat. Aber die Ereignisse im vergangenen Jahr (insbesondere in der Rückrunde) haben mich zu der Überzeugung gebracht, daß dieser Lerneffekt nicht gegriffen hat. Und die Ereignisse danach haben in mir die Überzeugung geschaffen, daß er auch gar nicht mehr bereit ist, aus seinen Fehlern zu lernen, weil er sie nicht sieht.

              Und wenn du mal zurückblättern würdest, dann würdest du auch feststellen, daß ich schon länger dafür plädiert hab, anstelle kurzfristigen Tageserfolgen doch lieber ein langfristiges Entwicklungskonzeot zu entwickeln. Weil uns das auch heute noch die Möglichkeit geboten hätte, über die Nachwuchsarbeit, überzeugende Spielkonzepte und ein stimmiges Marketingkonzept die finanziellen Defizite so auszugleichen, daß wir uns zumindest in der Bundeliga festsetzen hätten können.
              Aus meiner Sicht ist das im Moment gelaufen.
              Unser Verein wird demnächst klären müssen, ob er wirklich an dieser Vereinsstruktur festhalten will und eben nicht den Anspruch Bundesliga aufrechterhalten will oder ob er bereit ist, sich den finanziellen Notwendigkeiten zu öffnen und versuchen, irgendwie die dafür notwendigen Geldgeber für den Verein zu interessieren.
              Je schlechter der Verein abschneidet, desto schwieriger wird das in den kommenden Jahren. Weil die Schere eben immer größer wird.
              Ja der Verein hat im vergangenen Jahrhundert schon mal viele Entwicklungen verschlafen und Mißwirtschaft betrieben. Aber es war keinem Naturgesetz geschuldet, daß sich das jetzt wiederholt. Wer sich den Status Quo schön redet, sieht halt weniger Handlungsbedarf als einer, der noch höhere Ziele hat.

              Antwort
              • Beate60,

                ganz so negativ sehe ich allerdings die Lage mit dem NLZ dann doch nicht. Wir haben mit Stark endlich mal einen der Top 10 seines Jahrgangs in den eigenen Reihen. Mit Pachonik und Bihr sind andere durchaus schon mit ersten Visitenkarten im Profibereich aufgefallen, dass man mit Wießmeier und Mendler vor allem auch aufgrund Verletzungen nicht den eigenen Kerk in Reihen hat, ist mehr bedauerlich als ein Vorwurf. Kurzum: Ich sehe den Club da auf einem guten Weg. Dass die Jugendarbeit deutschlandweit zum Konkurrenzkampf wurde, ist eher ein Erfolg des DFB in der Nachwuchsförderung. Aber die Zertifizierung des NLZ zeigt, dass man nach menschlichem Ermessen hier herausragende Arbeit macht. Da schauen manche Bundesligisten neidisch nach Nürnberg, das sollte man nicht per se schlechter machen, als es ist. Dass Verbesserungen möglich sind, ist unbenommen und die auch diskussionswürdig – bspw. ob eine einheitliche Spielphilosophie zumindest in der Jugendarbeit langfristig zum Erfolg bei den Profis führen kann.

                Antwort
        • Christian-Berlin: Ich habe keine Ahnung ob 6punkte aufholbar sind oder nicht.Ich kenne genauso wenig wie du die finanzielle Situation oder die Überlegungen der Vereinsführung.Aber ganz ehrlich, ich habe keinen Spass daran immer nur vom Schlechtesten auszugehen.
          Oder davon die Vereinsführung hat gar keine Ahnung und ist darüber hinaus auch die Einzige von allen Bundesligisten, die keine Ahnung hat.
          Wenn ich jeden Punktgewinn mit: hams Glück ghabt kommentiere und mir sonst denke, die können nix, wo bleibt der Spass der Sinn?Dann. Kann man sich doch eigentlich nur noch abwenden.
          Oder man kritisiert wenigstens so wie Waldorf und Statler, die haben wenigstens Spass dabei

          Wäre es so, gäbe ich dir recht, aber dem ist eben nicht so. Ich – und du sprichst mich ja persönlich an – habe nicht jeden Punktgewinn mit “Glück gehabt” kommentiert. Gerade wenn man meine Kommentare die ganzen letzten Jahre verfolgt, war ich sehr sehr bereitwillig mich mit kleinen Brötchen abzufinden und hab kleine Erfolge mit viel Freude kommentiert. Aber die Situation 2014/2015 hat sich eben verändert. Die Ausgangslage, aber auch die Aktivitäten unseres Vereins und (sic!) die Vermittlung derselben (aka Kommunikation). Entweder man ist nun konsolidiert, was man stets selbst betont hat und dafür die Jahre vorher alle Opfer (zu Recht!!) einforderte, oder man ist es nicht. Entweder man kann jetzt agieren, oder halt nicht. Als bekannt war, dass man nicht agieren konnte, habe ich keine Drahtseilakte gefordert, aber der Verein selbst hat sich anders positioniert, verkauft seine eigene Situation nach außen anders. Daran muss er sich messen lassen, daran messe ich ihn auch.

          Dass wir von manchem im Hintergrund keine Ahnung haben, stimmt. War aber auch früher nicht anders. Heute käme ich vielleicht sogar durch Nachfragen an den richtigen Stellen an Informationen und Erklärungen. Aber mir geht es nicht darum zu verstehen und mein Verständnis dann ins Grab zu nehmen, sondern ich bin ein Fan und Teil eines Fanmagazins – ich will Dinge aus Sicht eines Fans kommentieren und bewerten dürfen. Und wenn man nach außen bekanntgibt, nun konsolidiert zu sein und auch liquide, unter der Hand aber vielleicht was anderes, dann muss ich mich nicht unter der Hand informieren und dann schweigen, sondern ich messe an dem, was gesagt wurde. Das unterscheidet uns von einer Zeitung, das muss uns von einer Zeitung unterscheiden! Natürlich lassen wir Informationen einfließen und das bestimmt auch unsere Meinung und Bewertung, es darf aber nie dazu führen, im vorauseilenden Gehorsam alles wohlwollend abzunicken, nur um des Vereinsfriedens willen und der guten Stimmung. Aber keine Sorge, das wird auch redaktionsintern heiß diskutiert…

          Aber der Vorwurf, alles nur negativ zu sehen, den lasse ich nicht auf mir sitzen. Klar ist, dass es immer Kritik gibt, bei jeder Entscheidung, aber so ist das Leben, das ist typisch menschlich. Man sollte dann aber schon so differenzieren, dass nicht jeder, der “mal” Kritik übt oder sich auch durch Zeitablauf nicht davon abbringen lässt, in den Sack der Kritiker gesteckt wird. In den letzten Monaten sind viele Entscheidungen getroffen worden, die viel Kritik vorher (!) hervorriefen. Die Kritik, das zeigt sich nachher, war berechtigt. Nun sollte man sich vielleicht auch mal einsichtig zeigen und den Kritikern nicht die Kritik vorwerfen, sondern ihnen Recht geben und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Aktuell sieht es aber eher so aus: “Naja, habt ihr halt Recht gehabt, na und, passiert doch jedem mal, warum reitet ihr darauf herum, ändern tun wir trotzdem nix und wenn, dann sag ich nix, jetzt erst recht nicht mehr.” Das mag typisch fränkisch sein, aber seriös ist das nicht.

          Antwort
          • Alexander Endl – Clubfans United,

            Du warst damit auch nicht in erster Linie gemeint.
            Es geht mir um eine mittlerweile stark verbreitete Tendenz in vielen Kommentaren im Zweifel vom Schlechtesten ausgehen zu wollen.

            Und vielleicht ist die Tendenz auch wieder weg, wenn Bader von sich aus zurück treten würde.
            Nur auch da fällt mir eine Parallele ein ,bevor Hecking ging schwoll das Gemecker über die Spielweise unserer Mannschaft auch immer mehr an, als er weg war waren Viele erleichtert, und heute wird so getan als wäre Hecking der Übertrainer, der letzte Stern am Clubhimmel gewesen.

            Und, Alexander, du bist Deiner, zu Beginn der Saison , getroffenen Einschätzung-der Kader ist zu schwach für den Aufstieg- treu und du klammerst Dich fast flehend an den einen Satz: die Transfererlöse…investiert.
            Aber was bringt es Dir aus dieser Einschätzung heraus zu kommentieren bzw. Clubspielen zu sehen?
            Und viele die hier kommentieren schreiben ihre Kommentare quasi mit der Schablone der Bader ist ein Depp
            Bringt aus meiner Sicht halt nicht so viel

            Antwort
            • Christian-Berlin:
              Alexander Endl – Clubfans United,

              Du warst damit auch nicht in erster Linie gemeint.
              Es geht mir um eine mittlerweile stark verbreitete Tendenz in vielen Kommentaren im Zweifel vom Schlechtesten ausgehen zu wollen.

              Und vielleicht ist die Tendenz auch wieder weg, wenn Bader von sich aus zurück treten würde.
              Nur auch da fällt mir eine Parallele ein ,bevor Hecking ging schwoll das Gemecker über die Spielweise unserer Mannschaft auch immer mehr an, als er weg war waren Viele erleichtert, und heute wird so getan als wäre Hecking der Übertrainer, der letzte Stern am Clubhimmel gewesen.

              Und, Alexander, du bist Deiner, zu Beginn der Saison , getroffenen Einschätzung-der Kader ist zu schwach für den Aufstieg- treu und du klammerst Dich fast flehend an den einen Satz: die Transfererlöse…investiert.
              Aber was bringt es Dir aus dieser Einschätzung heraus zu kommentieren bzw. Clubspielen zu sehen?
              Und viele die hier kommentieren schreiben ihre Kommentare quasi mit der Schablone der Bader ist ein Depp
              Bringt aus meiner Sicht halt nicht so viel

              Das sind ja gleich mehrere Punkte. 🙂

              Heckings Spielstil hat schon während seiner Zeit Kritik hervorgerufen und danach auch. Dass Wiesinger das nicht schaffte, bewog nicht dazu, zu Hecking zurückzukehren, sondern andere mit der Mission zu betrauen: Verbeek, Ismael, jetzt Weiler. Zurück will keiner wirklich. Jammern tut man nur über das Scheitern bei der Umsetzung. Und manche haben resigniert (oder das damals schon so gesehen), dass man als Verein wie der FCN eben nicht anders dauerhaft überleben kann außer mit Fußball a la Hecking (wahrscheinlich sogar Hecking selbst, denn in Wolfsburg lässt er anders kicken).

              Und wenn du sagst “viele haben”, dann ist das eben genau das Wahrnehmungsproblem – es gibt immer “viele”, nur sind das auch die gleichen? Und wenn es die gleichen sind, sind “viele” dann eine Mehrheit oder nur laut oder eben nur auffallend? Die Beurteilung einer Stimmung unter den Fans ist mit Blick auf die sozialen Medien sicher nicht einfacher geworden…

              Und mein “klammern” an den Satz: Nun, immerhin ist er bis heute nicht öffentlich dementiert. Zudem ist er halt griffig, aber auch da möchte ich auf meine Gesamtaussagen hinweisen, die ganz sicher nicht nur darauf fußen, sondern gerade die Aussage Woys schon lange als “ziemlich unglücklich” abgehakt haben. Woran ich mich klammere ist bis heute die unklare Gesamtlage des Vereins, die mir bis heute nicht klarer wurde zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Dafür ist der Satz Woys eben synonym und darum geht es: FCN, was ist denn wirklich Sache?

              Antwort
          • Alexander Endl – Clubfans United: Und wenn man nach außen bekanntgibt, nun konsolidiert zu sein und auch liquide

            das heißt aber doch noch lange nicht, dass man jetzt mit den Millionen nur so um sich werfen kann. Das heißt einfach nur, dass man den Spielbetrieb finanzieren kann, ohne neue Schulden aufzunehmen. Von großen Sprüngen steht nirgends etwas. Wir haben uns nach dem letzten Abstieg mit (ich weiß es nicht, sagen wir) “10 Millionen” neu verschulden müssen, obwohl mit z.B. Misimovic, Vittek und Saenko auch größere Transfererlöse verbucht werden konnten. Dem ist jetzt nicht so, weil wir diese “10 Millionen” durch noch mehr Transfererlöse und billigere Gehälter kompensieren konnten. Aber wo soll denn das Geld herkommen, das mancherorts von einigen noch vermutet wird?

            Klar bleibt man handlungsfähig, aber halt nur auf Kosten einer Neuverschuldung. Das ist wohl die Abwägung. Soll man das Risiko eingehen?

            Und dann bleibt die Frage der Erwartungshaltung. Anscheinend werden im Umfeld nur Spieler mit Marktwerten ab 3 Mio. als Verstärkung empfunden. Und die sollen wirklich zu uns und nicht zu einem Erstligisten kommen? Freiwillig? Ohne Entführung? Ist das realistisch?

            Nein, unsere Schublade ist der Bereich +/- 1 Million. Und die heißen dann halt Kerk und nicht Petersen.

            Antwort
            • Optimist,

              Ich weiß nicht woher du den Optimismus nimmst, daß wir uns dieses Jahr nicht verschulden werden. Ich fürchte, das Ergebnis wird auf der JHV dem aus der Saison 08/09 vergleichbar sein.

              Und zwar auch deshalb, weil ich Alexandes positive Einschätzung des NLZ nicht teile. Wenn man dafür Sorge getragen hätte, daß z.B. Stark sich an der Seite eines erfahrenen Spielers in dieser Saison zum Vollprofi entwickeln hätte können, dann ja, dann hätte man bei ihm auch mal einen Erfolg zu verbuchen. Stand jetzt fürchte ich aber, daß er wie Bihr und Pachonik am Ende auf der Strecke bleiben wird. Vor allem dann, wenn wir doch noch einmal an den Aufstiegsrängen kratzen werden. Weil es dann fahrlässig wäre, die grade mal erreichte Stabilität mit Mössmer und Hovland wieder zu destabilisieren und weil ich Petrak im DM aktuell schon stärker einschätze als Stark und auch hier vermutlich die Erfahrung von Polak das Entwicklungspotential von Stark ausstechen wird.

              Aber ich drück unserem Nachwuchs nichtsdestotrotz die Daumen, daß sie sich in der Vorbereitung dem Trainer aufdrängen können.

              Antwort
              • Beate60,

                ich wollte allerdings auch nicht zu euphorisch klingen in Sachen Nachwuchs. :mrgreen:

                Ich sehe es nur nicht so schlecht, wie es bei dir klingt. Wann man fördern und wann fordern muss, ist manchmal ein ganz schmaler Grat. Wie oft wurde das Top-Talent Esswein gefördert? Manchmal muss man auch mal fordern – bei Plattenhardt fehlte das manchmal, dass er selbst von sich mehr forderte und auch leistete, wenn er die Chance bekam. Stark hat schlicht nicht gut gespielt im Club-Dress, da macht es keinen Sinn ihn zu verbrennen wie Ismael das bisschen mit Bihr tat.

                Es ist viel zu tun und zu verbessern im Nachwuchsbereich, aber wenn du in der 2. Liga steckst und gerade noch um die Chance kämpfst nochmal ranzukommen, dann sind die Themen für mich erstmal nicht ganz vorne, sondern die Frage, wie man den Wunsch Wiederaufstieg packt. Das NLZ sind dagegen langfristige Erwägungen.

                Antwort
                • Alexander Endl – Clubfans United,

                  Wahrscheinlich bin ich einfach zu pessimistisch. Für mich ist diese Saison keine Aufstiegssaison mehr. Und deshalb wäre es auch sinnvoll, dann wenigstens schnellsmöglich die Weichen so zu stellen, daß der Verein nicht noch weiter abstürzt. Leider sieht unser Aufsichtsrat das noch anders.

                • Beate60:
                  Alexander Endl – Clubfans United,

                  Wahrscheinlich bin ich einfach zu pessimistisch. Für mich ist diese Saison keine Aufstiegssaison mehr. Und deshalb wäre es auch sinnvoll, dann wenigstens schnellsmöglich die Weichen so zu stellen, daß der Verein nicht noch weiter abstürzt. Leider sieht unser Aufsichtsrat das noch anders.

                  Gerade hieß es noch ich wäre das – also zu pessimistisch. 😀

                  Aber de fakto stehen wir noch in Schlagdistanz und die vor uns sind auch alles keine Übermannschaften. Da wäre es doch fahrlässig nicht noch was zu versuchen?!?

                  Und das mit der “Übergangssaison” ist doch auch ne Farce, sowas gibt es doch nicht wirklich. Wenn man dieses Jahr nicht aufsteigt, sind Spieler wie Schöpf und Stark kaum zu halten (hatten wir auch schon mal im Podcast diskutiert und so auch heute im Focus zu lesen in Sachen Stark -> Pressespiegel). Fußball ist heute schon ab der Jugend maximal ein Jahresgeschäft. Da kickt doch ab der C-Jugend keiner mehr ne klasse tiefer, wenn es nicht unbedingt sein muss. Schöpf sah in Nürnberg die Chance 2 Klassen zu springen, hat aber die 3. Stufe fix vor Augen – da wird er nicht lange zögern, wenn sich die Chance bietet – und die bietet sich, weil er einfach zu gut für die 2. Liga ist.

                • Alexander Endl – Clubfans United,

                  Ist ein Unterschied. In bezug auf Kerk find ich die Leihe so schlecht nicht. Weil ich davon ausging, daß eh nichts machbar ist aufgrund unserer finanziellen Situation. Und das zumindest noch ein Spieler sein könnte, der die geringe Wahrscheinlichkeit Aufstieg ein wenig erhöht.

                  Nichtsdestotrotz glaub ich nicht mehr an den Wiederaufstieg. Und da geht es mir auch nicht mehr um Übergangssaison, sondern darum, daß ich in unserem Verein dringenden Handlungsbedarf zu erkennen glaube, aber leider akzeptieren muß, daß ich da eine absolute Minderheitsmeinung vertrete, was diejenigen betrifft, die hier die Möglichkeit hätten, korrigiernd einzugreifen.

                • Beate60: Ist ein Unterschied. In bezug auf Kerk find ich die Leihe so schlecht nicht. Weil ich davon ausging, daß eh nichts machbar ist aufgrund unserer finanziellen Situation. Und das zumindest noch ein Spieler sein könnte, der die geringe Wahrscheinlichkeit Aufstieg ein wenig erhöht.

                  Wenn ich nicht mehr an den Wiederaufstieg glaubte (hoffen würde), dann machte die Leihe Kerks doch erst recht keinen Sinn. Warum sollte ich dann einen Spieler aufbauen, damit er mir entweder im Sommer wieder genommen wird, oder mir nächstes Jahr vielleicht hilft, aber auch den Platz für einen Spieler blockiert, den ich eben besser aus den eigenen Reihen aufgebaut hätte um entweder einen Wert zu schaffen oder eine Konstante für die dann folgende Bundesliga zu haben?

              • Beate60: Ich weiß nicht woher du den Optimismus nimmst, daß wir uns dieses Jahr nicht verschulden werden. Ich fürchte, das Ergebnis wird auf der JHV dem aus der Saison 08/09 vergleichbar sein.

                aber dann bliebe ja erst recht kein Geld übrig, um den erwarteten 2-Millionen-Kracher zu verpflichten.

                Ich glaube, Starks Entwicklung hat er erst einmal selbst blockiert, indem er nach den Erfolgen in der Nati in ein Leistungsloch gefallen ist. Er wurde ja nicht aus strategischen Gründen hinten angestellt, sondern weil die anderen derzeit stärker waren (stärker als Stark hahaha). Aber vielleicht gelingt ihm jetzt in der Vorbereitung wieder eine Rückkehr zur guten Form.

                das kann auch schnell gehen: Stark neben Hovland in der IV, Mössmer neben Petrak auf der 6, wie auch immer….

                Antwort
        • Christian-Berlin, es geht um Wahrhaftigkeit und die kann man bei den Verantwortlichen nicht mehr finden.

          Oder traust Du denn etwa den Aussagen der Vereinsführung, daß, sollte der Aufstieg dieses Jahr nicht gelingen, er dann eben nächstes Jahr durchgeführt wird?
          Vor allem, weil dann wohl gar kein Geld mehr da sein wird und wir dann sicher wieder mit dem Verkauf von den wenigen Leistungsträgern wie Schöpf oder Sylvestr rechnen müssen, weil dann sicherlich auch die letzten Dauerkartenkäufer merken, daß sie quasi betrogen wurden.

          Das stimmt doch alles hinten und vorne nicht mehr.

          Die Ankündigungen und Aussagen der Verantwortlichen stehen doch in einem krassen Mißverhältnis zu den dann durchgeführten Maßnahmen.

          Ich bin mittlerweile soweit, ich würde denen nicht mal mehr glauben, daß der Himmel blau ist.

          Das Vertrauen, welches auch ich einst durchaus in die Vereinsführung gehabt hatte, ist völlig verschwunden und hat sich in krasses Misstrauen verwandelt, welches leider permanent und immer wieder durch Fakten laufend bestätigt wird.

          Leider kann ich dies nicht durch ein “wird scho alles wieder gut wern” übertünchen.

          Antwort
          • Woschdsubbn: es geht um Wahrhaftigkeit und die kann man bei den Verantwortlichen nicht mehr finden.

            Das wiederum wäre mir im Urteil zu hart. Ich kenne die Akteure zwar nicht persönlich, aber dem Eindruck nach (und das sind zT ja doch nun schon paar Jahre teilweise) will ich keinem mutwillige Falschinformationen unterstellen oder gar böswillige Absichten. Ich glaub nur, dass man sich über die Jahre an paar Fronten verbissen hat und bisweilen auch den Blick von oben verliert. Und da sind auch Fanmagazine (wie das unsere) kein Feind sondern eher die Chance manches mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Alle hier sind dem FCN zugetan und wollen nur das beste und sind geprägt von Respekt vor den Personen ohne Ressentiments. Wenn bei uns, der originären Peergroup, dem idealen Messumfeld, eine “Message” nicht ankommt und über Monate und Jahre mehr und mehr Miss- und Unverständnis statt Verständnis entsteht, dann würde ich mir das als Verantwortlicher vielleicht auch mal zu Gemüte führen.

            Hier (aber auch andernorts) diskutieren ja sehr kluge Köpfe, teilweise mit viel Fachkompetenz aus Medien, Literatur, IT und Kommunikation, das sind – wenn man es gut zu bewerten weiß – doch Gratis-Geschenke an die Vereinsführung, Expertisen für lau, Medienmonitoring vom Feinsten.

            Antwort
  • Was mich eher wundert ist das seine eigentliche Position zentrales Mittelfeld ist und er auch links und rechts außen spielen kann.

    Im übrigen wurde Freiburg die letzten Jahre quasi leer gekauft,aus finanzieller Sicht müssen die gerade nicht verkaufen.wer daraus etwas deuten möchte bitte

    Antwort
    • Christian Berlin:
      Was mich eher wundert ist das seine eigentliche Position zentrales Mittelfeld ist und er auch links und rechts außen spielen kann.

      Vielleicht wurde er als Ersatz geholt,wenn Gebhart ab nächster Woche nicht mehr tragbar wäre. 😉

      Antwort
  • Ich versteh wirklich beide Seiten: Die, die Kritik am Transfer nicht teilen und eher optimistisch wie auch sachlich die Vorzüge bewerten (Marktwert, Qualität eben per Leihe, wenn nicht finanzierbar), aber eben auch die, die skeptisch bleiben (immerhin zähle ich mich dazu).

    Kerk (James T. Kirk schrieb sich übrigens mit “i”) ist sicher kein absurder Transfer, aber eben auch keiner, den man nach dem Transfergebahren der letzten Monate nun zwingend bejubeln muss. Spätestens nach der Vorrunde hätte man sich eben “Verstärkung” erhofft, aber dass ist Kerk eben nicht ad hoc, bzw. man hört schon die Erklärungen im Voraus (“muss man Zeit geben, Liga, Alter, System”).

    Wir haben aber keine Zeit. Genau das haben wir eben nicht: Zeit. Die Liga läuft rasend schnell vorbei. Schon ist ein Teil der RÜckrunde gespielt. Die ersten Begegnungen rücken näher, dann geht es fast schon ins letzte Saisondrittel. Wir haben 6 Punkte Rückstand, das ist aufzuholen, aber eben nicht mit der Karte Zeit.

    Ich bin mal so frei und ignoriere evtl. im Hintergrund bestehende Hindernisse (die ich nicht kenne, da sie mir keiner öffentlich sagt – und das ist eben der Stand eines Fans): Ich hätte erwartet, dass man schon im Herbst die Nöte des Kaders analysiert hätte und im Dezember die Gespräche geführt hätte mit Spielern und Vereinen. Und ich hätte erwartet, dass am 1.1. die Bekanntgaben von 1-2 Spielern erfolgt wäre, als formaler Akt mit Öffnung des Transferfensters. Darunter dann gern ein Kerk plus X und Y. Dann wären die gleich mit ins Trainingslager eingestiegen, hätten schon im Dezember sich in Nürnberg um Wohnung & Co. gekümmert und im Hintergrund hätte man alles erledigt um sich im neuen Jahr nur noch auf die neue Aufgabe: Angriff in der Rückrunde, konzentrieren zu können.

    Bei uns aber hat man Zeit. Sorry, obwohl ich selbst wohl nicht wirklich als hibbeliger Mensch bekannt bin, macht mich die Gemütsruhe nervös. Seit Wiesingers Verpflichtung läuft bei uns alles mit unglaublicher Ruhe ab – ob Trainer, Spieler oder Abteilungsleiter Sport, da gehen regelmäßig Wochen ins Land, während andernorts die News aufpoppen.

    Mal unter uns und auch ohne Polemik: Liegt in der Ruhe die Kraft, die ich nicht sehe? Ist es nur richtig und vernünftig, sich nicht schon vorher umzusehen und sich mit Entscheidungen Zeit zu lassen? Oder hätten wir nicht mehr Feuer unter dem Hintern nötig? Es geht nicht um Aktionismus, um des Aktionismus willen, es geht um Handlungsschnelligkeit und Vorplanung und Entscheidungsstärke und vor allem auch einem Verständnis dafür, dass der Ligabetrieb ein schnelles Geschäft ist, bei dem du nach 2-3 Wochen schon Meisterschaften verspielt haben kannst oder als Trainer deinen Job los bist.

    Antwort
    • Alexander Endl – Clubfans United: Ich bin mal so frei und ignoriere evtl. im Hintergrund bestehende Hindernisse (die ich nicht kenne, da sie mir keiner öffentlich sagt – und das ist eben der Stand eines Fans)

      Alexander, da bin ich 100% bei dir (wie übrigens auch dem Rest deines Posts).

      Warum läuft das so ab wie es abläuft?
      Weil am Valznerweiher nur Deppen rummlaufen?
      Oder weil KEIN GELD für Transfers im notwendigen Maß vorhanden ist?

      Ich gehe von letzterem aus. Und da beginnen sich die wirklichen Fragen nur so zu türmen…
      15 Mio + X Transferüberschuss weg?
      Die daraus resultierenden Gedankengänge haben wir hier ja schon zig mal durchgespielt…

      Naja, Hauptsache es ist genug Geld da für die Abfindungszahlungen für einige Ex-Trainer und vielleicht bildet man ja intern auch schon Rücklagen für die Abfindungen von potenziellen Ex-Vorständen…

      Aber wie du schon richtig schreibst, es wird ja nix an Fakten von Woy, Bader und Konsorten kommuniziert.

      Stattdessen schwadroniert Woy was vom Wunder…

      Antwort
  • @Alexander ich sehe die Verpflichtung als Beleg dafür, daß man wie Bader schon vor Monaten so schön sagte, bei solch einem Rückstand von 6 Punkten auf Platz 8, nicht mehr Bereit ist, Risiko zu fahren und damit den Verein für die kommende Saison (in LIga 2) in eine gefährliche Schieflage zu bringen, wenn die Rückzahlung der Anleihe ansteht.
    Unser Verein wird meiner Meinung nach mehr nach wirtschaftlich vernünftigen Abwägungen geführt. Der Sport ist dabei zweitrangig. Weil man in der Führungseben anscheinend fest der Überzeugung ist, daß Fußball ein vollkommen unkalkulierbares Glücksspiel ist und man ist nicht zu bereit alles auf eine Zahl zu setzen, sondern versucht mit Einsätzen auf Rot und Schwarz die Verluste möglichst gering zu halten. Um mal Roulette als Vergleich zu bemühen.

    Antwort
  • Zu Kerk noch eines: eine Leihe, die auch im Sommer von Freiburg wieder gekündigt werden kann. D.h. er ist mit Sicherheit eines nicht: er ist kein Spieler, auf den Weiler auch saisonübergreifend setzen kann. Denn wenn er die für uns bestmögliche Entwicklung macht, ist er im Sommer mit Sicherheit wieder weg.
    Ich nehm es jetzt als eine win win Situation für den Verein: wir bekommen ohne großes finanzielles Risiko für unseren Trainer eine weitere Option im Angriff und er die Chance, sich weiter zu entwickeln, Spielpraxis zu sammeln und robuster zu werden. Vielleicht bringt ihm ein guter Trainer wie Weiler auch bei, wie man nach hinten mitarbeitet. Dafür schießt er uns wichtige Freistoßtore.
    Eigentlich schade, daß es nicht so ist wie im Eishockey, daß der Trainer auch mal minutenweise einen anderen Spieler einwechseln kann, der dann seine Stärken, die grad benötigt werden zum Einsatz bringen kann.

    Antwort
  • Nun Kerk ist als junger Perspektivspieler einzustufen und mehr nicht. Ob er zu größerem berufen ist wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Wenn der Junge schon weiter wäre hätte Streich ihn nie ausleihen lasssen. Vergesst nicht auch der SCF sucht händeringend Vollstrecker.
    Also hängen wir unsere Erwartungen nicht zu hoch. Als Verstärkung im Kampf um den Aufstieg würde ich diesen Einkauf nicht sehen.

    Antwort
  • Aktuell:

    Kicker Rangliste Defensives Mittelfeld für die 2.Liga:

    Beim Club in der Kategorie Herausragend 0 von 5 Nennungen und bei Herausragend und im Blickfeld nur 1 von 18 Nennungen

    Bei Herausragend haben dagegen folgende Vereine aufzuweisen:

    1.FC Kaiserslautern 2/5
    FC Ingolstadt 2/5
    Karlsruhe SC 1/5

    Wenigstens in der Kategorie Herausragend UND im Blickfeld (2.Liga!) hat der 1.FCN einen Akteur vorzuweisen: Mössmer

    Dagegen:

    Kaiserslautern 3/18
    RB Leipzig 2/18
    Karlsruher SC 2/18
    Darmstadt 2/18
    Heidenheim 2/18
    Greuther Fürth 1/18
    Union Berlin 1/18
    Eintracht Braunschweig 1/18
    Fortuna Düsseldorf 1/18

    Im defensiven Mittelfeld ist man auf einer Stufe mit Fürth, Union Berlin, Braunschweig und Düsseldorf…

    In Verbindung mit der desaströsen Bewertung der Abwehr (nur der Torhüter Rakowsky einziger in der Nennung “im Blickfeld”) zeichnet sich insgesamt für den Defensivverbund kein gutes Bild ab!

    Es krankt also nicht nur in der Offensive!

    http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/618471/artikel_trotz-verletzungspech_ring-rockt-die-2-liga.html

    Antwort
  • Wäre als Überschrift “Volle Energie auf die Phaser-Bänke” nicht eigentlich sinnvoller gewesen?

    Antwort
  • “””Vielleicht mag den einen oder anderen trösten, dass man im Rennen um Kerk die Nachbarn hat ausstechen können. Sowas soll ja manchem schon ausreichend Freude bereiten.”””

    Wer sich da trösten läßt…na ja

    Nach Aussage Bader zur Ausleihe kann ich nur sagen:

    FÜ hat sich nicht von Freiburg verarschen lassen

    …aber mit dem Depperle aus der Noris geht immer was.

    Wenn Kerk uns in die 1. Buli Schießt soll mir alles recht sein.

    Antwort
  • Liebe Leute, war das Unentschieden gegen Fürth so ernüchternd? Davor konnte ich noch so etwas wie positive Gedanken und Freude am Verein erkennen, danach war aber wieder alles weg, die kleine Serie unter Weiler, nichts mehr wert.

    Wir stehen nicht viel schlechter da, als vor dem Fürth Spiel, leider auch nicht besser, das ist schon klar. Trotzdem waren wir vor Weiler voll im Abstiegskampf, jetzt haben wir uns konsolidiert, ich denke keiner hier hat mehr Angst, dass es noch eins weiter runter geht.

    Natürlich liegen wir immer noch weit hinter den Aufstiegsrängen, das ist ernüchternd, nur nach dem Saisonstart war das doch eigentlich nicht mehr erwartbar. Da müssen schon einige vor uns eine Krise nehmen und wir konstant punkten. Das wäre das kleine Wunder, das es im Sport geben kann, aber halt nicht muss.

    Wenn ich dann lese, dass uns Freiburg und Mainz im Jugendbereich überholt hätten, dann frage ich mich schon welche Ideen in manchen Köpfen herumspuken. Mit der Nachwuchsarbeit müssen wir gegenüber anderen aufholen, nicht andere haben uns überholt.

    Freiburg hat vor 20 Jahren schon viel Geld und Aufmerksamkeit inb den Bereich gesteckt und jetzt ernten die langsam die Erfolge. Jugendarbeit geht nicht von heute auf morgen, da braucht man einen langen Atem. Mit den ganzen Jugendnationalspielern, die wir aktuell haben sind wir schon überraschend gut aufgestellt.

    Und wen ich dann höre, dass Beate gern mit dem Verein Roulette spielen will und in einer Saison alles auf eine Zahl setzen will, dann bin ich schon wieder froh, dass Bader da viel vorsichtiger ist.

    Ich gehöre sicher auch zu den Kritikern von Bader, natürlich wurde einiges falsch gemacht, ähnlich wie Alex habe ich ein großes Problem mit der Vereinskommunikation. Hier wäre mehr Transparenz hilfreich. Aber manche Kritik hier lässt sich wohl wirklich nur noch aus enttäuschter Liebe erklären.

    Antwort
    • Armin Busch,

      So mißverständlich drück ich mich also aus. Nein Armin nicht ich würde mit dem Verein Roulette spielen. Sondern ich hab das Gefühl, daß Bader den sportlichen Bereich als so eine Art Roulette ansieht. Und daß er da eben lieber weniger riskiert. Was auch vernünftig wäre, wenn Fußball tatsächlich nichts anderes wäre als Roulettespielen.
      Aber ich bin der Überzeugung, daß durch gutes Scouting und durch ein gutes Gesamtkonzept in einem Fußballverein Transfers deutlich weniger riskant sind als Einsätze im Roulette. Nur fehlte es viel zu lange an dieser Kompetenz oder demjenigen, der die Kompetenz hatte, wurden zu wenig Mitspracherechte eingeräumt.

      Antwort
      • Beate60,

        Ich bin ja auch nicht glücklich mit der aktuellen Mannschaft, aber Bader per se Inkompetenz zu unterstellen, das ist für mich dann halt wieder über das Ziel hinausgeschossen.

        So viele Sportmanager gibt es nicht, die eine bessere Transferbilanz vorweisen können. Was richtig ist, Bader zögert manchmal zu lang und er “pokert” gern um den Preis, auf Kosten einer frühen Verpflichtung, was oft dazu geführt hat, dass die Trainer Schwierigkeiten hatten die Mannschaft zu entwickeln.

        Deutlich schlechter als bei der Spielersuche, sehe ich die Trainerauswahl.

        Antwort
        • Armin Busch,

          Ich unterstell Bader keine Inkompetenz nur daß er die Möglichkeiten, die eine Sportvorstand hat in bezug auf planvolles Vorgehen anders einschätzt.
          Und ich bin einfach überzeugt, daß hier Vereine wie Mainz. Freiburg, Dortmund etc. an der Spitze Leute haben, die das eher so einschätzen wie ich.

          Beleg dafür ist für mich, daß Bader Schamels Anregungen bzgl. Entwicklung eines sportlichen Gesamtkonzeptes nie aufgegriffen hat. Und daß er immer wieder ebtont, wie unberechenbar doch im Fußball alles ist. Klar ist das konkrete Ergebnis eines Spiels nicht vorhersagbar. Dennoch gibt es immer Vereine, bei denen man das Gefühl hat, daß sie planvoller vorgehen bei der Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Mannschaft als andere. Und das ist nicht nur vom Geld abhängig.

          In die eine Kategorie rechne ich derzeit z.B. die Bayern, Dortmund, Augsburg, Ingolstadt, Paderborn, Freiburg, Wolfsburg, Gladbach, Mainz, Hoffenheim, Darmstadt. In meiner Wahrnehmung haben die eine Idee, an deren verwirklichung sie kontinuierlich arbeiten auch wenn sie zwischenzeitlich Rückschläge erleiden.

          In die andere Kategorie Stuttgart, Bremen, HSV, Hertha BSC, Schalke, 1.FC Nürnberg, St. Pauli, 1860 München. Für mich planloses Agieren, dem Augenblick geschuldet und im Krisenfall als erstes der Trainer auf der Abschußrampe.

          Andere kann ich tatsächlich nicht einschätzen z.B. Fortuna Düsseldorf, Frankfurt, Fürth, Bochum. Leverkusen, Hannover, Köln, KSC, Kaiserslautern.

          Zugegebenermaßen alles rein subjektiv und dem Augenblickseindruck geschuldet. Aber ich hab das Gefühl (mehr nicht), daß Vereine, die ich in die erste Kategorie einteile auch in Krisenfällen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, dabei sinnvolle Maßnahmen zur Krisenbewältigung zu ergreifen.

          Zu Heckings Zeiten sah ich unseren Verein in der ersten Kategorie. Genauso wie Bremen in früheren Zeiten scheint das allerdings rückblickend überwiegend dem soliden Arbeiten des Trainers geschuldet gewesen zu sein und nicht dem planvollen Entwickeln durch die Managementebene. Und vor allem haben beide es nicht verstanden, in sportlich guten Zeiten auch die Einnahmemöglichkeiten breiter aufzustellen.

          Antwort
  • Kicker Rangliste für das [color=#FF0000][b]Offensive Mittelfeld[/b][/color]

    In der Kategorie “Herausragend” ist der Club mit einem Spieler von drei Nennungen 1/3 dabei!

    Wenn wundert´s, ist Alessandro Schöpf! Die gute Bayern-Schule hat unbestritten ihre Qualitäten!

    Wieder dabei ist der FC Ingolstadt mit einem Spieler und auch Düsseldorf…

    In der Kategorie “im Blickfeld” ist desweiteren RB Leipzig und 1860 mit jeweils einem Spieler vertreten…

    http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/618501/artikel_gross-ein-gesamtpaket-voller-superlative.html

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  • Oder traust Du denn etwa den Aussagen der Vereinsführung, daß, sollte der Aufstieg dieses Jahr nicht gelingen, er dann eben nächstes Jahr durchgeführt wird?

    Woschdsubbn
    wenn die Vereinsführung tatsächlich davon spräche den Aufstieg “durchführen” zu wollen,dann hätte ich Bedenken!!!

    es ist nicht so einfach planbar wie es läuft,ehrlich gesagt so sicher wie jetzt alle sind das der jetzige Kader auf gar keinen Fall ein Aufstiegskader ist, mindestens so sicher war ich letzte Saison der Meinung,das man mit dem damaligen Kader nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird…

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  • Und ich bin einfach überzeugt, daß hier Vereine wie Mainz. Freiburg, Dortmund etc. an der Spitze Leute haben, die das eher so einschätzen wie ich.

    Darum stehen Freiburg und Dortmund jetzt auch in der Tabelle der Bundesliga hinten drin, wegen all der grandiosen Strategen und Dortmund stand vor der Ära Klopp auch schon hinten, mit einem 80.000 Mann Stadion, das auch da schon immer ausverkauft war und mit einem Großsponsor den weder Zorc noch Watzke aufgetan haben, den die Granden des Ruhrgebiets, vor allem die Politik für Dortmund ausgewählt hatten.

    Bitte Beate, ich finde Deine Leidenschaft für den Club wirklich grandios (keine Ironie), aber manchmal schießt Du über das Ziel hinaus, da wird dann alles gut, was die anderen machen und alles schlecht was wir machen.

    Bei Mainz läuft es zur Zeit etwas besser, allerdings auch da waren die Ergebnisse vor dem Winterstopp nicht gut, wenn es in 2015 so weitergeht hängen die auch gleich hinten drin.

    Und gerade das Beispiel Dortmund gibt Bader eher Recht, dass der Fußball nur schwer planbar ist, oder hat einer hier mit der aktuellen Lage gerechnet?

    Wichtig ist, dass man immer handlungsfähig bleibt, auch nach einem sportlichen Absturz, das sind wir durchaus.

    Und Dein letztes Beispiel Bremen zeigt sehr schön, dass es nicht so einfach ist die Einkommensbasis zu verbreitern. Bremen hatte ein super Image, sportliche Erfolge, ein eigenes Stadion und immer solide gewirtschaftet. Es war sicher nicht so, dass man in Bremen keine weiteren Einnahmequellen gewollt hätte. Mit Lemke hat man einen Mann im Aufsichtsrat der bestens in der Politik bis zur UNO vernetzt ist, andere haben Kontakte in die regionale Wirtschaft und dann wirbt Wiesenhof auf deren Trikots.

    Noch einmal, damit will ich nicht schreiben, dass Bader die größte Granate als Sportvorstand ist, auch ich habe oft den Eindruck, dass er etwas beratungsresistent ist, auch wenn er immer wieder darauf hinweist, dass er alles im Team entscheidet. Vielleicht ist es auch eher so, dass er zu sehr auf den inneren Zirkel hört, sprich nicht auch mal von außen auf den Laden schaut. Vielleicht ist er nach 10 Jahren auch etwas betriebsblind geworden.

    Ich verstehe auch nicht, dass man nach der letzten Saison, die Planung für diese Saison so langsam in Angriff nahm. Warum man mit einem unerfahrenem Trainer in eine solch schwierige Saison ging, warum man mit der Verpflichtung wichtiger Spieler so lange wartete und warum man die Fans so selten mitnimmt, ihnen die Probleme nicht besser erklärt, meinetwegen auch hinterher.

    Aber Deine Beispiele oben beweisen für mich nicht, dass es woanders besser läuft. Und ich sehe schon auch das Positive an Bader, dass wir keine Harakiri Aktionen fahren, die z.B. Lautern und 60 an den Rand des Konkurs brachten, weil sie meinten den Aufstieg erzwingen zu können.

    Und sind wir ehrlich, ich bin sicher, dass ein Trainer Weiler, wenn er von Anfang an da gewesen wäre mindestens 3-4 Punkte mehr hätte, bei besserer Tordifferenz und dann wären wir locker vorne mit dabei und der Kader wäre plötzlich aufstiegsreif.

    Bei Ismael hat man ins Klo gegriffen und leider auch zu lange mit der Entlassung gewartet. Ich denke das kann man im Nachhinein so feststellen, aber hinterher ist sicher auch Bader schlauer.

    Antwort
    • Armin Busch,

      Darum geht es doch nicht. Genauso wenig wie ich Bader und Woy für komplett inkompetent halte, seh ich bei den anderen Vereinen nur das Positive.
      Natürlich machen auch die anderen Fehler. Und viele sogar mehr Fehler. Sonst würden wir ja wirklich im freien Fall in die 4. Liga abstürzen.

      Es wird immer unterstellt, daß die Kritik nur wegen den Mißerfolgen so stark ist. Und daß alles wieder anders klänge, wenn der Erfolg sich dann wieder einstellt. Und daß man etwas kritisiert, was doch von Zufall und der Leistung anderer abhängt.

      Genau das ist es eben meiner Meinung nach nicht.

      Daß ich Bader und Woy solange verteidigt hab, war einem Irrtum und fehlender Information meinerseits geschuldet. Meine Informationen zog ich aus den Medien, den offiziellen Informationen des Vereins und der Mitgliederversammlung.

      Und rückblickend hab ich mir die Entwicklung der Ära Hecking definitiv schön geredet. Ich dachte, dem ganzen läge ein Konzept zugrunde. Bestärkt wurde ich in meiner Meinung durch die Entwicklung eines Leitbildes in dieser Zeit und durch die scheinbare schrittweise finanzielle Konsolidierung.

      Ich gestehe zu, wenn Bader und Woy Glück gehabt hätten mit Wiesinger oder Verbeek, hätte ich auch weiter keine Notwendigkeit gesehen, genauer hinzuschauen. Und hätte Baders Kritiker weiterhin als nervtötend empfunden.

      Das ist jetzt dann aber die entscheidende Frage: hätte Bader weiterhin soviel Glück haben können?

      Und genau das glaube ich nicht.

      Weil die Entwicklung eben nicht nur extremen Pech geschuldet war, sondern ihr auch schon in den vergangenen Jahren Versäumnisse bei der konzeptionellen Arbeit zugrunde lagen.

      Wenn es nicht gut läuft, muß man einen Plan B in der Tasche haben und einen Krisenplan. Ich unterstell in der Tat Vereinen wie Freiburg und Dortmund, daß sie den haben. Nicht, daß sie damit sicher Abstürze in die 2. Liga verhindern können. Aber daß sie bei einem derartigen Absturz nicht wieder bei der Ausgangsposition landen.

      Genau das passiert aber bei uns: wenn es nicht gut läuft, wenn der Ligaerhalt nicht klappt, stehen wir finanziell und sportlich genau wieder da, wo wir beim letzten Aufstieg standen.

      Ich halte diesen Arbeitsansatz von Bader und Woy für zu riskant und zu wenig perspektivisch für eine wirkliche Weiterentwicklung unseres Vereins. die ich nach wie vor für möglich halte.

      Natürlich wird die Zeit immer schnelllebiger. Aber dennoch kann man doch mit langfristigeren Konzepten erfolgreich sein.

      Freiburg hat in den vergangenen Jahren 15 Millionen fürs neue Stadion zurückgelegt und wir?
      Selbst wenn Freiburg in dieser Saison absteigen sollte, bin ich mir sicher, daß dem keine derart planlose Zweitligasaison folgen wird.

      Und auch Dortmund trau ich zu, die bestehende Krise zu meistern. Selbst wenn sie diese Saison tatsächlich absteigen sollten. Meistern in dem Sinn, daß sie nicht wieder da anfangen müssen, wo sie mit Watzke und Zorc gestartet sind, sondern insgesamt einen besseren Start hinlegen werden, weil sie wirklich bessere sporltiche und finanzielle Voraussetzungen haben als damals.

      Bei Bader hab ich immer drauf gewartet, daß er für die jetzige Saison aus seinen Fehlern lernt, d.h. daß er nicht erst, wenn es gar nicht mehr geht, noch etwas macht, um einen vielleicht letzten Impuls zu setzen. Sondern daß er einen Plan entwickelt, aus der Krise rauszukommen, der irgendwie als Gesamtkonzept überzeugen kann. Auch potentielle Sponsoren. Die man bräuchte um einen finanziell größeren Spielraum zu haben.

      Aber was er tut, ist nach wie vor die alte Strategie verfolgen: solang wie möglich abwarten, ob sich nicht vielleicht doch noch alles irgendwie zum Guten wendet und erst dann Lösungen zu suchen, wenn sich die Hoffnung nicht erfüllt.

      Nein stimmt nicht. Ein wenig hat er schon gelernt.
      Bescheiden wie ich bin, registriere ich sowohl bei der Verpflichtung von Weiler (war schon vor Entlassung Ismaels als Nachfolger klar) und von Kerk (ist tatsächlich zum Trainingsbeginn schon da) eine Verbesserung.

      Aber mit fehlt eben immer noch ein eindeutiges Ziel, wo er hinkommen will. Wenn man sich alle Möglichkeiten möglichst lange offen halten will (was ich ihm unterstelle) und nicht bereit ist, eine Option zu bevorzugen, dann hat das halt auch keine klare überzeugende Handlungsstrategie zur Folge, sondern solch nicht Fisch nicht Fleischentscheidungen, wie sie letztlich bei der Kaderplanung evident wurden.

      wenn man Baders Strategie als die Sinnvolle ansieht, ist klar, daß man ihn weniger in Frage stellt. Ich würde mir dagegen jemand an der Spitze unseres Vereins wünschen, der einen realisierbaren Plan umsetzt.

      Antwort
      • Beate60,

        Dann nenne mir doch mal das Ziel von Freiburg und von Dortmund?

        Aber bitte jenseits von maximalem sportlichen Erfolg, den will jeder.

        Noch einmal, es gibt durchaus einiges zu kritisieren an der Führung des Clubs, es ist viel kaputt gemacht worden, was man sich mühevoll aufgebaut hatte.

        Aber wenn man es ganz ehrlich sieht, dann gibt es jenseits von Bayern keinen Verein in Deutschland dessen sportlicher Erfolg und damit der wirtschaftliche Erfolg nicht maßgeblich vom Trainer abhängt und deren Verpflichtung ist halt oft Glücksache. Weder erkannte man bei Watzke und Zorc vor Klopp die große Strategie auf der Trainerposition, noch kann man ganz genau erklären, warum Sorg in Freiburg gescheitert ist und Streich dann so erfolgreich war.

        Klar der kam aus dem Verein, wusste über die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs genau Bescheid, aber auch das erklärt letztendlich nicht alles.

        Allerdings haben wir uns bei der Trainerauswahl in den letzten Jahren auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

        Antwort
      • Beate60: Das ist jetzt dann aber die entscheidende Frage: hätte Bader weiterhin soviel Glück haben können?

        Und genau das glaube ich nicht.

        ich denke doch. Unstrittig dürfte nämlich sein, dass wir letzte Saison absurd viel Pech hatten. Das macht es nicht unvermeidbar und liefert keine Absolution für begangene Fehler, aber der Klassenerhalt wäre nicht nur mit viel Glück, sondern einfach mit weniger Pech (ausgeglichenem Karma) möglich gewesen. Aber das hatten wir ja schon.

        Beate60: Wenn es nicht gut läuft, muß man einen Plan B in der Tasche haben und einen Krisenplan. Ich unterstell in der Tat Vereinen wie Freiburg und Dortmund, daß sie den haben.

        Freiburg war eigentlich schon weg und hatte extrem viel Glück (ja, Glück!), dass sie Streich genommen hatten, der ihnen den Arsch gerettet hat. Der war nämlich auch nicht erste Option (wie hieß gleich sein Vorgänger? Und davor Dutt?). Sehr planvoll wirkte das auch nicht, eher gleichgültig im Hinblick auf den Saisonausgang.

        Und bei Dortmund muss man erst mal sehen, ob die einen Plan B haben (oder überhaupt brauchen). Bisher handeln sie genau wie Bader: Abwarten.

        Antwort
        • Optimist: Und bei Dortmund muss man erst mal sehen, ob die einen Plan B haben (oder überhaupt brauchen). Bisher handeln sie genau wie Bader: Abwarten.

          Haha der war gut…wie Bader. Der Vergleich ist wenig schmeichelhaft für Dortmund 🙂

          Antwort
          • juwe: Haha der war gut…wie Bader. Der Vergleich ist wenig schmeichelhaft für Dortmund

            …warum nicht mit den “besten” vergleichen, wenn’s passt 😆

            Antwort
    • Armin Busch,

      Sehr schön zusammengefasst. Ehrlich gesagt gehe ich notfalls lieber zu einem eigenständigen Verein in der 2. Liga als nach einer gescheiterten Harakiri Aktion mich irgendwelchen dubiosen Arabern oder geltungssüchtigen Unternehmern um den Hals zu werfen, damit sie den Verein kurzfristig retten um ihn dann nach Gutdünken Befehle erteilen oder erpressen. Haben wir in letzter Zeit ja bei anderen Vereinen miterleben können.

      Antwort
      • Alex:
        Armin Busch,

        Sehr schön zusammengefasst. Ehrlich gesagt gehe ich notfalls lieber zu einem eigenständigen Verein in der 2. Liga als nach einer gescheiterten Harakiri Aktion mich irgendwelchen dubiosen Arabern oder geltungssüchtigen Unternehmern um den Hals zu werfen, damit sie den Verein kurzfristig retten um ihn dann nach Gutdünken Befehle erteilen oder erpressen. Haben wir in letzter Zeit ja bei anderen Vereinen miterleben können.

        Das ist daber sehr wenig kreativ, die Möglichkeiten, einen Verein zu führen auf diese zwei Alternativen beschränkt zu sehen. Hätte dir mehr zugetraut.

        Antwort
  • um mal auf das eigentliche Thema hier zurückzukommen: ich sah grade Kerk bei der Vorstellung im Frankenfernsehen. Etwas belustigend war, wie er versuchte zu erklären, was ihn so am 1.FCN begeistert. Klar Traditionsverein usw und für ihn “lukrativ”.

    Aber er macht einen guten Eindruck. Und ich drück ihm die Daumen, daß er auf seine Einsatzzeiten kommt. Und uns, daß er dann in seinem Ehrgeiz nicht zuviel will, sondern wirlich mannschaftsdiemlich agiert.

    Antwort
  • Club- Sprichwort:

    “Viele Kochs verderben den Brei”

    Im Klartext: Es fehlen noch technisch gute Spieler!
    Egal ob jung oder alt oder auf Leihe oder gekauft…..

    Antwort
  • Auch wenn man als Seltenposter hier Naserümpfen erntet, aber die Ausdauer von Beate60 ist bewundernswert. Dieses fast verzweifelte Festhalten an Martin Bader erscheint mir nicht mehr nachvollziehbar. Bei jedem ernsthaften Unternehmen mit einem Aufsichtsrat, der die Bezeichnung verdient, wäre er schon längst Geschichte. Dortmund nun als Beweis für die Richtigkeit der Vorgehensweise Baders anzuführen, toppt dies alles noch. Die Qualität beim Club steht und fällt mit dem Trainer, wenn nun erst der 4. sitzt und wir in Liga 2 auf Dauer festhängen, und die Einnahmen weiterhin sinken, wo ist da unser Ziel? Bader eine Lebenszeitsstelle zu verschaffen, oder doch der Wiederaufstieg. Unsere aktuelle Situation ist kein Ausrutscher, sondern eine Kette von Fehlentscheidungen. Wenn ein anderer Schuldiger sich finden lässt, bitte gerne, aber mir fällt keiner ein.

    Antwort
    • Werner02: Auch wenn man als Seltenposter hier Naserümpfen erntet, aber die Ausdauer von Beate60 ist bewundernswert. Dieses fast verzweifelte Festhalten an Martin Bader erscheint mir nicht mehr nachvollziehbar.

      beate60 steht bei mir allerdings nicht im Verdacht des Bader-Jüngers. :mrgreen:

      Antwort
  • @Optimist, was würdest du denn deiner Meinung nach in der letzten Saison als absurd viel Pech darstellen? Außer den Verletzungen von Chandler und Ginczek im Spiel gegen die Bayern? (Da konnte man in der Tat nicht mehr reagieren)

    Antwort
  • Im Kicker steht übrigens zu lesen das VOR dem Trainingslager kein weiterer Neuzugang kommen wird. (lt. Bader). Im Gegenzug sollen sogar Spieler abgegeben werden weil ihnen “Luftveränderung gut tun würde” zitiert der Kicker den Rene Weiler. Spekulativ werden hier Namen wir Ott, Evseev, Özdemir und Mendler genannt. Wenn ich daran denke mit welchen Vorschusslorbeeren die ersten drei hier erst im Sommer empfangen wurden (Evseev wurde ja sogar noch zu Bundesligazeiten fix gemacht), dann wirft das für mich mal wieder ein erschreckendes Bild auf die Qualität unseres Scoutings. Gleichzeitig habe ich die Befürchtung das es sich um einen verzweifelten Versuch handelt, finanzielle Mittel im Personaletat frei zu schaufeln um noch irgendeine Verstärkung realisieren zu können. aus meiner Sicht kann das Thema “Aufstieg” getrost ad acta gelegt werden. Nur von offizieller Seite werden wir das vermutlich erst in einer Nachbetrachtung der Saison hören. Denn das würde ja das Eingeständnis eklatanter Fehler in der Kaderplanung bedingen. Und wenn mir die Vergangenheit eins gezeigt hat dann das Bader bisher noch NIE einen (persönlichen) Fehler zugegeben hat. Auf solche Fragen antwortet er grundsätzlich in der “WIR”-Form.

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