Martin Bader beim FCK – Ein Rückblick

Martin Bader als neuer Sportvorstand beim 1. FC Kaiserslautern. Clubfans United stand dem Fanzine „Der Betze brennt“ für eine Rückschau Rede und Antwort.

Im Artikel „Einmal Schwerelosigkeit und wieder zurück“ versucht Frederik Paulus sich einen Eindruck vom neuen Macher am Betze zu verschaffen – und hat u.a. Clubfans United dazu im Vorfeld einige Fragen gestellt. Naturgemäß sind hier nur einige Zitate verarbeitet worden, wer Interesse der ungekürzten Fassung unseres Rückblicks hat, für den haben wir das in Abstimmung mit Paulus hier nochmal wiedergegeben.

Wieso ist er beim „Club“ bis heute so umstritten?

Wahrscheinlich muss man zur Beantwortung der Frage erstmal ganz an den Anfang. Bader kam unter der Ära Roth als Sportdirektor zum Club – bei Hertha BSC und Dieter Hoeneß “ausgebildet”, auch nicht gerade ein Empfehlungsschreiben in Franken. Er personifizierte dabei, auch von seiner Art, den Typus ‘steriler Sportökonom’. Im Fußball sind ja generell Protagonisten ohne jeden Stallgeruch argwöhnisch beäugt, wenn dann noch generell die eigene Profi-Karriere fehlt, muss man sich die Reputation erst schwer verdienen. Dazu fehlte es Bader aber an Charisma, zudem musste er gleich diverse Entscheidungen moderieren, die dem Clubfan wenig schmeckten, wie die Entlassung des Kult-Trainer Hans Meyer im Jahr nach dem Pokalsieg und die Verpflichtung von von Heesen, einem Trainertypen, der so gar nicht nach Nürnberg passen wollte.

Erst als Roth 2009 als Präsident sein Amt niederlegte, trat Bader wirklich ins Rampenlicht und mit Dieter Hecking sollte er einen Trainer finden, mit dem die wohl erfolgreichste Zeit der jüngeren Vereinsgeschichte eingeläutet wurde. Der Club etablierte sich im Mittelfeld der Tabelle und Bader nahm man in der Zeit als durchaus gutes Händchen in Sachen Transfers und Transfererlöse wahr. Man wähnte sich auf einem guten Weg der Konsolidierung und sprach dabei Bader (und Woy im Hintergrund) einen großen Anteil zu.

Der überraschende Abgang von Hecking nach Wolfsburg mitten in der Saison schien daher eine unerfreuliche, aber eben hinzunehmende Tatsache zu sein – nicht mehr, nicht weniger, auch weil Hecking zwar für sportliche Stabilität stand, aber dafür auch jegliche Attraktivität des Sports opferte. Man traute Bader zu den Kahn auf Kurs zu halten, doch nach Dieter Hecking bekam man beim FCN quasi keinen Fuss mehr auf den Boden. Weder Wiesinger, noch Verbeek oder Ismael funktionierten, es ging ständig nach unten und man landete schließlich krachend in Liga 2.

Dreimal in Folge auf den falschen Trainer gesetzt, dazu immer dubiosere Aussagen zu Finanzen sorgten für zunehmende Skepsis, dazu kam eine extrem riskante Transferpolitik nach Abstieg durch einen Verkauf des Großteil des Kaders, die durch Transfers kompensiert werden sollten, die nur selten überzeugten und zudem das Gerüst der Mannschaft zerstörten.

Es begann eine lange und unschöne Trennungsphase, in der der bereits in der Öffentlichkeit angezählte Vorstand Sport den Turnaround nicht schaffte, sich immer wieder in Ausflüchte rettete und versuchte sich auch auf Druck des AR durch die Installation von Wolfgang Wolf als zusätzlichen Sportdirektor zu retten, dabei Wolf aber nur zum Frühstücksdirektor machte, was zum Scheitern verurteilt war. Baders Nähe zu Chef-Scout Möckel wurde in der Zeit fast schon als Vetternwirtschaft gewertet. Finanz-Vorstand Woy war da schon frühzeitig aus dem Amt befördert, der taugte aber nicht als Sündenbock, dazu war dessen Rolle zu sehr im Hintergrund und unklar.

Der Club war also gerade noch “etabliert” und stand nun auf einmal sportlich, finanziell und strukturell vor einem Scherbenhaufen. Und Bader galt als das Gesicht dieser Entwicklung. Die zwischenzeitlichen Erfolge wurden anderen zugeschrieben, die (negativen) Folgen nahezu allein ihm.

Was passierte abseits des Sportlichen?

Der sportliche Erfolg unter Hecking und die für Nürnberger Verhältnisse lukrativen Transfers, wie Wollscheid, Gündogan oder Klose, sorgten für eine scheinbar beruhigende Konsolidierung des Vereins nach Jahren des Finanzchaos. Sätze wie “wir können uns jetzt auch wieder Spieler (wie Drmic) leisten” sorgten für Zuversicht und Aufbruchstimmung. Das immer wieder vorgeholte große Stadion-Bauprojekt sorgte gerade im Vorfeld von Mitgliederversammlungen für zusätzliche Träume und Visionen, die auf fruchtbaren Boden fielen. Realisiert wurde von diesen Großprojekten allerdings wenig – bis auf das NLZ, ein Prestigeprojekt, auf das man heute gern seine Jugendarbeit aufbaut, das allerdings auch als überdimensioniert für einen Verein wie den FCN gilt.

Im Sponsoring gelangen zunächst einige Erfolge, wie den Großkonzern Areva auf der Brust – auch wenn Areva sehr umstritten bei den Fans war. Die unzureichende Aktivierung von lokalen Wirtschaftsunternehmen wurde Bader aber immer zum Vorwurf gemacht und die Verbindung zur einer Vermarktungsagentur sollte sich als wenig fruchtbar erweisen.

Es ging, parallel zum sportlichen Niedergang, im Sponsoring peu a peu nach unten – bis nur noch zwar lokale, aber doch gemeinhin als sehr klein wahr genommenen Partner blieben, darunter manche mit einem weniger positiven Billig-Image. Eine Spirale nach unten, auch weil – wie man heute weiß – der sportliche Erfolg stets nur mit den Transfers der Top-Spieler erkauft werden konnte – eine Art “von der Hand in den Mund”-Prinzip, das sofort dann ein Problem wird, wenn der Erfolg oder der Nachschub ausbleibt, da man auf keine Reserven zurückgreifen konnte. Das so entstandene Problem des zu hohen negativen Eigenkapitals und der strukturellen Überschuldung wurde erst nachträglich aufgedeckt und stellt den Club bis heute vor schwerwiegende Probleme.

Ausgliederung war bei Bader kein relevantes Thema, vielleicht auch mit Rücksicht auf seine Position bei den erklärten Gegnern solcher Kapitalisierung, den Ultras.

„Strategische Nähe“ zu den Ultra-Gruppen?

Die strategische Nähe zu den Ultras ist ein Vorwurf, der auch nach seinem Abgang an ihm hängen blieb – auch weil ähnliche Muster schnell in Hannover zu erkennen waren. Bader soll – so seine zahlreichen Kritiker – sich gute Stimmung gerade in kritischen Phasen durch viele Zugeständnisse zu diesen Fangruppierungen quasi erkauft haben. Ohne Pfiffe von den Rängen wird tatsächlich auch eine negative Entwicklung in den Medien selten als kritisch eingestuft, zudem garantierte es in Abstimmungen stabile Mehrheiten. Ob dies final wirklich so war, wird man kaum erfahren – gerade die Ultras gelten nicht gerade als auskunftsfreudig in eigenen Angelegenheiten und Bader wird sicher seine eigene Sicht der Dinge haben.

Eine Schlüsselszene

Eine Schlüsselszene, die wahrscheinlich die Entwicklung am besten beschreibt und zugleich Baders Ende beim Club einläutete: Im Juli 2015 kassierte der Club auswärts in Freiburg eine krachende 3:6-Pleite und befand sich nach diesem Montag-Abendspiel gerade auf dem direkten Heimweg, als – so wird kolportiert – auf Geheiß Baders die Mannschaft sich mitten in der Nacht dem aufgebrachten Fanvolk auf einem Autobahn-Parkplatz stellen musste. Diese Verbeugung vor diesem Teil der Fans wider jeder sportlichen Vernunft (nächstes Spiel schon am Freitag) und Verantwortung gegenüber den Spielern (ein Kevin Möhwald hatte gerade sein 1. Spiel als Profi gemacht) galt als Schlüsselszene, in der Bader den Rückhalt in den Medien, im Verein aber auch in weiten Teilen der Fanszene endgültig verlor.

Der Parabelflug

Baders Laufbahn beim Club könnte man gewissermaßen mit einem Parabelflug vergleichen. Nach schwerem Start kam man am Höhepunkt zu einem wunderbaren Moment der Schwerelosigkeit, in dem man fast vergessen hatte, woher der Club kam und welche Probleme man zu bewältigen hat, um am Ende wieder da zu landen, wo man schon mal war. Das am Ende nicht mehr kaputt gegangen ist, ist wohl auch seinen Nachfolgern zu verdanken, die schönen Momente in der Ära Bader wird man dennoch sicher nicht vergessen, auch wenn man sie rückblickend wohl nicht mit seinem Namen verbinden wird.


Redaktionelle Anmerkung: Es gibt keinen Grund, das Faß nochmal aufzumachen, über Martin Bader wurde schon genug diskutiert. Anlass war hier lediglich die Anfrage von „Der Betze brennt“. Dennoch wäre es interessant zu erfahren, ob dieser Versuch eines rückblickenden Resümees geglückt ist – oder es doch nur eine sehr subjektive, vielleicht sogar lückenhaft bis falsche Darstellung wurde. Dieser Reality-Check ist dem Autor durchaus wichtig, da man durchaus selbst merkt, wie sehr die eigene Wahrnehmung doch von den letzten Eindrücken überlagert wird.

66 Gedanken zu „Martin Bader beim FCK – Ein Rückblick

  • Gute Zusammenfassung der Geschehnisse, nüchtern und ohne Häme. Diese wäre für das krachende und scheinbar konzeptlose Ende der Bader-Zeit durchaus möglich gewesen. Seine lange Liste geglückter Transfers und das NLZ, von dem heute sein Nachfolger profitiert, dürften für mich dagegen gerne noch etwas mehr Würdigung erfahren.

    War Woy wirklich lediglich farb- und bedeutungslos in dieser ganzen Angelegenheit? Oder trägt er am finanziellen Absturz durchaus eine Mitschuld?

    4

    1
    Antwort
  • Ich finde das Thema sehr gut und objektiv zusammengefasst! Danke.

    In meiner Erinnerung sehe ich bei Bader doch mehr Positives als Negatives. Der alles überragenden Pokalsieg steht für mich auch für Bader. Als älteres Semester , der auch noch die letzte Meisterschaft ein wenig aktiv miterleben durfte, der bewußte Höhepunkt seines Glubb Daseins. Ein Moment , der mir wohl nicht mehr vergönnt sein wird, ihn nochmals erleben zu können.

    Bader steht für mich auch als das Ende des „Patriarchates“ in Nürnberg. Weg vom provinziellen Mief , hin zum modernen Sportverein. Ein sehr schwieriger Spagat. Wohl auch , weil die “ reale “ wirtschaftliche Situation nie kommuniziert werden konnte…. und wohl auch durfte. Der Glubb war damals ein Chaosclub, vielleicht sogar ein Witzverein. Mit Bader seriös. Mit Hans Meyer , übrigens über die “ Berlin – Connection“, dann DER Volltreffer, der dem Verein, den Fans und der Region neues Selbstbewußtsein gab. Das Ende war häßlich. TvH war damals aber tatsächlich ein zukünftiger Star. Insofern im Vorfeld keine falsche Wahl. Dass er sich nicht mit dem Glubb arrangieren konnte? Ich weiß nicht, ob das im Vorfeld erkennbar war… Zumindest haben wir mit TvH auch einen Oenning bekommen, der trotz aller Nebengeräusche auch ein Baustein des heutigen Glubbs gewesen ist.

    Wahrscheinlich war “ sein“ Konzept der wirtschaftlichen Konsolidierung lediglich in Liga 1 umsetzbar. Höheres Risiko, wie es ein HSV z.B. “ erfolgreich seit Jahren “ auch macht. Mit dem Abgang von Hecking fiel es dann wie ein Kartenhaus zusammen. Der Verein wurde wieder ein Chaosverein. Der Abstieg , trotz oder gerade wegen der eigentlichen Etablierung in Liga 1, mit dem vielleicht besten Kader der jüngeren Geschichte, ein neues Konzept funktionierte nicht. Der Plan B war ein Rohrkrepierer. Da zeigte sich eine nervöse Hektik, da war dann Baders Zeit vorbei. Er wollte es nicht so sehen ( vielleicht sah er auch den Glubb als “ sein “ Lebenswerk). Und genau diese Phase kratzte gewaltig an “ seinem Denkmal“. Damals hätte er einen Abgang mit Stil haben können. Vielleicht überschätzte er sich, indem er glaubte, das sinkende Schiff wieder retten zu können, vielleicht lagen aber auch zuviel Leichen im Keller.

    11

    1
    Antwort
  • Ja, gute und sachliche Zusammenfassung. Für mich zwei negative Schlüsselmomente: Der überraschende Hecking-Abgang (für den MB nichts konnte, der ihn wohl selbst überrascht hat) und das unselige Autobahn-Treffen, nach dem ich sofort dachte „so gehts nicht, das war’s“.

    3

    1
    Antwort
    • Falsch! Bader hat mit Hecking diesen Vertrag über einen längere Laufzeit MIT der Ausstiegsklausel abgeschlossen. Kann also nicht „überrascht“ gewesen sein, dass Hecking die Möglichkeit in Form dieser AK besitzt, den Verein im Winter! zu verlassen. Einer der Kardinalsfehler von MB. Auf Nachfrage meinte MB, dass sonst Hecking den Vertrag nicht unterschrieben hätte. Mag sein, dann hätte man sich im Sommer bei auslaufenden Vertrag im Guten trennen können und hätte genug Zeit gehabt, einen Nachfolger zu finden. Damals galt der Vertrag ja immer nur für ein Jahr und verlängerte sich bei Klassenerhalt automatisch (oder so ähnlich). So aber war aufgrund des Zugeständnisses der AK in der WP unnötig der Verein in sportliche und in Folge dessen auch in finanzielle Schwierigkeiten gekommen…

      0

      0
      Antwort
  • Ja letztlich entscheidet immer der sportliche Erfolg und Misserfolg, das sind ewige Gesetz im Profifussball, nach dem überraschenden Abstieg, überraschend weil vor der Saison mit dem Kader niemand mit dem Abstieg gerechnet hat, aber wenn der sportliche Erfolg fehlt, dann stürzt man über solche Schlüsselmomente wie mit den Ultras es war ja nicht nur die Autobahngeschichte, da gab es ja auch noch die für Spieler recht demütigende Trikot auszieh Aktion im Stadion vor den Ultras.
    Sehe es im Prinzip wie Makarazo wäre Hecking nicht über Nacht abgeworben worden danach kam das planlose Trainerkarussell, wäre es mit Bader weiter gegangen vielleicht sogar bis heute. Aber ohne sportlichen Erfolg bröckelt alles und dann stürzt man auch über solche Aktionen.

    0

    0
    Antwort
    • Das Problem in der postHecking Ära war nicht dann das planlose Trainerkarussell. Man hat nach Heckings Abgang ja den U23 Trainer Wiesinger zum ersten Trainer gemacht. Ein Vorgang, der von Vereinen oft gemacht wird. Das Problem war, dass Wiesinger keinen adäquaten Ersatz für Klose (Ersatz war Pogatetz) und für Simons bekam (Balitsch). Diese Abwehr, zusammen mit Nilsson, war zu langsam, zu steif, und nicht erstliga-reif. Später (& zu spät) kam dann noch Hasebe (kam dann noch kurz vor Ende der Wechselfrist), der, anders als Simons, den Zweikampf scheute, sich verletzte und wir mit ihm kein einziges Spiel gewannen. Danach hatte er wohl nur noch die WM im Kopf. Hasebe hat damals auch eine sehr hohe Ablöse (2,5Mio?) gekostet, Gültigkeit nur für die 1.Liga. Nur hat es damals dann Wiesinger den Kopf gekostet. Man verglich ihn mit Hecking, bekam Fracksausen aber hat ihm nicht annähernd das gleich gute Spielermaterial zu Verfügung gegeben.
      Die Probleme waren hausgemacht.

      0

      0
      Antwort
  • Den Meerrettich Aufstand hatte er ja noch gerade so überstanden und abgewehrt, aber danach gings dahin…

    0

    0
    Antwort
  • Gute Aufarbeitung der Bader Ära. Ich war lange Pro-Bader, alleine weil och ihm immer hoch angerechnet habe, dass er den Club in der Außendarstellung professionalisiert hat. Man kann sich heute kaum noch an vogelwilde Auftritte von Roth erinnern, da war fremdschämend angesagt. Das Problem von Bader war eben seine Abhängigkeit von einzelnen Parteien, wie Hecking, Möckel und Sportive. Sobald dort Unruhe hineingekommen ist, war er nicht mehr in der Lage nachzujustieren. Der Anfang vom Ende war die Liaisons mit den Ultras und die vorsätzlichen Falschaussagen zur wirtschaftlichen Situation. Dennoch habe ich nie verstanden, warum die Mitglieder die Hauptschuld bei Bader und nicht beim Aufsichtsrat gesucht haben. Der hat doch seien Kontrollpflicht mindestens vernachlässigt. Für mich nicht zu begreifen, warum man den AR bei der damaligen Mitgliederversammlung entlastet hat. Der Etat nach dem Abstieg war Harakiri. Dort liegt für mich die Hauptschuld.

    2

    2
    Antwort
    • Nein, die Hauptschuld liegt bei den Mitgliedern. Die haben zu lange zugeschaut und den Trollen Glauben geschenkt.
      Woy hat nie! die Verbindlichkeiten „unterschlagen“, ging auch nicht, standen ja in der Bilanz jedes Mal drin. Nur hat keiner nachgefragt, auch keiner der tollen Medien auf der Bilanz-PK (kann man ja noch per Club-TV nachschauen). Woy hat halt einfach nur nichts zu den Verbindlichkeiten gesagt.
      Stichwort „Fremdschämen“: Altpräsi Schäfer war besser? Sein Interview in Bild bzgl. des Engagements von Schäffler bei den Bayern mit verbalen Angriff der alten Schäffler hat uns für immer und ewig die Türen dort verschlossen! Und was ist mit Schramm? Sein Interview mit Ausplaudern der Interna bzgl. Trainer Gross schon vergessen? Oder seine Aussage nach einer 5-stündigen Sitzung zur Personalie Ismael mit dem Satz „Wir sind nicht blauäugig, deswegen unternehmen wir … nichts!“ BaderSportfive… seine jetzige Frau hat für Sportfive für den Club gearbeitet. Bader war nicht von Sportfive abhängig. Sondern hat mit ihnen Geschäfte gemacht und immer wieder, wie zuletzt 2015 die Verträge verlängert. Wie meinte doch Doc Grethlein auf einer der letzten JHV: „Kick-Back Geschäfte lassen sich nicht einfach so nachweisen, denn es wird ja nicht in die Verträge reingeschrieben…“ Bei einem war und ist aber Bader abhängig: von der sportlichen Kompetenz seiner Trainer weil er selbst keine besitzt. Sein Problem: wird der Trainer zu mächtig, wird er ihm gefährlich. Siehe Hans Meyer, siehe Verbeek, siehe Weiler. Hecking hat mangels Perspektive das Weite gesucht und damit den einfachste (&lukrativsten) Weg gefunden, Wiesinger&Ismael waren als Trainer-Neulinge froh die Chance bekommen zu haben und haben einfach -bis heute- dazu geschwiegen…

      0

      0
      Antwort
  • Zwei kleine Anmerkungen, bei Bader hatte ich den Eindruck, dass er in der Not oft geschickt handelte, am Ende dann vielleicht auch nicht mehr, aber aus meiner Sicht das größte Problem kam im Erfolg. Der Abstieg nach dem Pokalsieg, mit einer Mannschaft die ja für die neue Saison auch noch für Clubverhältnisse massiv verstärkt wurde, Charismas als teuerster Transfer, Misimovic als Mittelfeldjuwel. Das waren damals ja durchaus Spieler mit Standing und eben nicht mehr die alternden Stars, die sich auf die Zeit nach dem Fußball vorbereiteten.

    Und dann der letzte Abstieg, auch vor der Saison hat Bader für Clubverhältnisse massiv investiert, Drmic, Ginzec, Hasebe, aber auch da funktionierte damit die Mannschaft nicht mehr.

    Und zum zweiten es wird immer wieder vom NLZ geschrieben, aber es geht eigentlich um das Funktionsgebäude, da sind wohl auch Teile des NLZ untergebracht, aber eben nicht nur und für das NLZ wäre die Größe überhaupt nicht notwendig gewesen. Am Ende hat sich der Verein mit dem Bau dann ja auch fast übernommen, bzw. hat die Schuldenlast aus dem Funktionsgebäude massiv die sportlichen Optionen verkleinert, wenn nicht ganz zunichte gemacht.

    Man muss ja sehen, trotz Erhöhung der Grundschuld, was Bader, bzw. Woy damals schon hätten machen müssen, ist es ja bis heute nicht gelungen die Finanzierung auf einen langfristigen zinsgünstigen Kredit umzuschulden.

    2

    1
    Antwort
    • „Am Ende hat sich der Verein mit dem Bau dann ja auch fast übernommen“…

      auch dazu eine Bemerkung. Nach bisherige Kenntnis (lt. JHV & Bilanzen)
      wurde bisher kein einziger Cent davon getilgt. Es wurde nur die Fananleihe durch ein endfälliges Darlehen umgeschuldet. D.h., die Fans und Anleihenzeichner, mit einem Zins von 6% noch dick für ihre risikoreiches weil nicht abgesichertes Engagement entsprechend entlohnt, haben ihr Geld zurück bekommen.
      Aktuell ist aber das gesamte Grundstück beliehen. Man hat leider es nicht unterteilt, so dass man nur einen Teil für die 6Mio zur Besicherung hätte belasten müssen. Sondern das gesamte Grundstück ist nun beliehen. Für eine weitere Kreditaufnahme, für die laut Satzung übrigens der AR zustimmen muss, hat immer der Dachverein das letzte Wort. Das ist der letzte Funken Hoffnung, dass wenigstens die anderen Abteilung keine Harakiri Aktionen fahren. Wohl stimmt aber, dass man schon von vornherein die Finanzierung über die Grundschuldbesicherung hätte realisieren müssen, zu dann einem günstigeren Zins von 6% und ggf. kleiner Tilgungsrate. Die ganze Sache hängt aber über den Verein wie ein Damoklesschwert. Aktuell ist das Zinsniveau noch sehr, sehr niedrig. Eigentlich müsste man hier über ein langfristiges Darlehen mit Volltilgung (z.B. Laufzeit 20 Jahre) nachdenken und realisieren. Wenn man nämlich sonst nicht in die Tilgung geht, wird das Problem in einigen Jahren, wenn das Zinsniveau steigen sollten man auch eine wesentlich höhere Zinslast aufbringen muss.

      0

      0
      Antwort
  • Ich denke damit können wir wirklich endgültig unseren Frieden finden.
    Das einzige was oder besser wer mir zu kurz kommt ist Möckel und dessen Einfluss auf die damals katastrophale Kaderzusammenstellung. Wenn ich mich richtig erinnere hatten wir ein extremes Überangebot im Mittelfeld und natürlich meine lieblings Thema Evseev.
    Aber Bader alleine ohne Allmacht und falsche Beratung könnte, meiner Meinung nach, sogar gut funktionieren.

    1

    4
    Antwort
    • In der Tat Möckel ist jemand, der sicher entscheidend mitbeteiligt war bei der Kaderzusammenstellung und vollkommen aus dem Fokus rückt.
      Vor kurzem hab ich mal gelesen, daß Möckel wesentlich mehr verdient hat bei uns als der Cheftrainer. Sollte das wirklich so gewesen sein, dann zeigt das mMn, daß Cheftrainer in dieser Machtkonstellation, wenig zu sagen hatten. Das hat ja Weiler wiederholt moniert.
      Und natürlich ist es schon sehr merkwürdig, daß die Aufsichtsräte dies alles mitgetragen haben. Selbst Koch und Schamel gingen ja (zumindest öffentlich) erst nach dem Abstieg auf Konfrontation. Die anderen unterstützten Bader bis zu dieser ominösen Rastplatzaffäre. Selbst solche skurrilen Szenen wie die Abgabe der Trikots, die ja von Bader abgenickt wurde, konnten ihm nichts anhaben, genauso wenig wie die Kritik von Weiler oder Verbeek an Bader.

      5

      5
      Antwort
  • Bader hatte nur eine wirklich gute Zeit und dies war die Ära Hecking. Dieser Trainer nahm ihm die spielerische Komponente weitgehend ab. Hecking hatte auch einen extrem starken Einfluss auf den Kader. Als er ging brach unserem Herrn Bader das Standbein weg. Der Rest ist allen bekannt.
    Was mir immer noch nicht ganz begreiflich ist, ist die Rolle des Herrn Woy über seine ganze Zeit. Konnte Bader wirklich bei den Ein- u. Verkäufen schalten wie er wollte oder hatte Hr. Woy ein Vetorecht? Und wie
    konnte einem Kaufmann und Bankfachmann der Lapsus mit dem neuen NLZ passieren? Welche Stellung
    nahm in dieser Zeit der Aufsichtsrat ein?

    0

    0
    Antwort
    • Bader hatte nur eine wirklich gute Zeit und dies war die Ära Hecking.

      würde ich in soweit widersprechen, die beste Zeit hatte er im ersten Jahr mit Hans Meyer. Mehr geht ja fast kaum unser letzter Titel. Es war schon ein Coup, daß er zu dem Zeitpunkt damals den Trainer nach Nürnberg lotsen konnte.

      3

      0
      Antwort
  • Vielen Dank schon mal bisher, das sind alles wichtige Aspekte.

    Tatsächlich hatte mich dieser Weg vom Patriarchat zum modernen Fußball-Verein auch richtig stolz gemacht. Ich fand den Weg, so wie er uns präsentiert wurde (ich sag jetzt nicht „verkauft“), sehr gut und die Erfolge gaben dem ja Recht. Stabilisiert in der Bundesliga, seriös im Auftreten, Investition in die Infrastruktur, Festhalten an den Vereins-Werten und Pläne bis hin zum Stadion-Umbau. Das klang alles gut und war es auch. Zumindest damals.

    Aber im Rückblick ist man verwirrt, der Blick „getrübt“. War das alles eine Seifenblase? War alles mehr Schein als Sein? Alles auf Kante genäht, ein Kartenhaus, das nur solange trug, solange man immer weiter nach oben bauen konnte?

    Muss man einen Rückblick in gute und schlechte Zeiten trennen? Oder muss man alles zusammen betrachten? Ist es fair, alles abzukanzeln, wenn man lange vieles richtig und dann eben einiges falsch machte?

    Ich denke, das dachte ich aber schon damals, dass Bader die Chance verpasste für den Exit. Darin sehe ich nachträglich das Hauptproblem. Er überschätzte seine und Möckels Expertise und unterschätzte die der eigentlich wichtigen Personen, sei es ein Hecking, ein Herrmann oder ein Meyer. Er hätte wohl nach dem Abgang von Hecking erkennen können oder müssen, dass dies auch der richtige Zeitpunkt für ihn wäre – gern dann auch beim FCN. Statt dessen installierte er „schwächere“ Protagonisten neben (unter) sich, wollte noch mehr die Führung auch in Kaderbildung und im sportlichen Bereich übernehmen. Vielleicht wollte er den nächsten Schritt machen, sich endgültig von allen Schatten befreien und die Früchte des Erfolgs allein ernten.

    Mein Vorschlag war damals schon, den Weg für einen echten Sportdirektor wieder frei zu machen und sich selbst nach oben zu verabschieden, als Vorstand für strategische Entwicklung etc. Aber er war dazu zu sehr von sich überzeugt und zudem ein Mann der Tat, der nicht aus dem operativen Geschäft loslassen konnte. Ja, damals hätte man dazu die Verträge ändern müssen, den Vorstand Sport auflösen und die Rolle neu definieren. Aber das hätte man auch moderiert bekommen, wenn ein Wille da gewesen wäre.

    So wurde aus einer schönen Zeit eine mit vielen Fragen und Zweifeln. Quasi der Inbegriff des Wermut in den Wein schütten.

    7

    0
    Antwort
    • Alles gut und schön deine Überlegungen Alexander. Aber ich kann und will Baders Wirken nicht in erfolgreiche Clubzeiten und Mißerfolgszeiten trennen. Ich finde, du schreibst ihm bei Erfolgen zuviel und bei Mißerfolgen zu wenig Verantwortung zu.
      Wie er z.B. damals agiert hat nach dem Pokalsieg, als er Meyer entließ, war alles andere als gut.
      Und ich frag mich schon, ob man wirklich den Pokalsieg ihm als Erfolg zuschreiben soll. Ob man da nicht sehen muß, daß die wirklich gute und wichtige Arbeit Meyer gemacht hat.
      Der damals schon darauf hinwies, daß die Mannschaft über ihrem Limit spielte in jener Saison. Und dann eben nicht die nötigen Verstärkungen bekam. Sondern Charisteas.
      Ich hatte gedacht, Bader habe aus diesen Fehlern gelernt, weil Hecking über längere Zeit im Amt blieb, auch wenn zu Saisonbeginn oft vieles nicht gut lief.
      Aber eben das bezweifel ich mittlerweile. Denn wenn er daraus gelernt hätte, dann hätte er eben 1. darauf vorbereitet sein müssen, daß ein Trainer mit einer geradezu lächerlichen Ausstiegsklausel geht, wenn ein anderer Verein mit mehr Geld kommt.
      Und er hätte anfangen müssen, dafür zu sorgen, daß der Kader zu Trainingsbeginn komplett ist.
      Und er hätte nie und nimmer auf Ismael warten dürfen, weil dieser sich nie und nimmer so auf den Verein konzentrieren konnte wie das bei der Saisonplanung erforderlich gewesen wäre. Der war ja immer noch damit beschäftigt, die 2. in Wolfsburg zum dann doch verpassten Aufstieg zu führen.
      Bader hätte klar definieren müssen, was seine Aufgaben sind und wofür Wolf zuständig ist.
      Er hätte nie Möckel und Zietsch ein Mitspracherecht bei der Kaderzusammensetzung geben dürfen. Damit hat er über den Kopf des Trainers hinweg einen Kader zusammengestellt.
      Bader wollte immer Spieler, die er dann erfolgreich bereits in der nächsten Saison weiterverkaufen konnte. Das hat zu seinem Konzept gepasst, damit das finanzielle Loch, das er durch die Unterdeckung bei der Kaderfinanzierung selbst erzeugte, in der kommenden Saison wieder gestopft werden konnte. Wenigstens zum Teil. Die Verbindlichkeiten wurden trotzdem immer mehr und zwar hochverzinst.
      Daß er Woy an seiner Seite hatte, der das dann auch noch als bestellte Felder verkaufte, kann nicht für Baders Handeln als Entschuldigung dienen.
      Ich habe zur damaligen Zeit im übrigen auch nie den Aufsichtsrat entlastet. Weil der das wissen mußte. Er hatte schließlich Kenntnis von den Zahlen. Zumindest diejenigen im Aufsichtsrat, die sich die Mühe gemacht haben, sich das mal anzuschauen.
      Bader hätte nie die Spieler gegen Weiler unterstützen dürfen und er hätte Weiler und die Spieler nie solch einer Situation an dieser Autobahnraststätte aussetzen dürfen.
      Damit war er mit- wenn nicht hauptverantwortlich für das schlechte Mannschaftsklima zu jener Zeit.
      Er hat aus meiner Sicht sich und seinen Erfolg über den des Vereins gestellt. Und der Aufsichtsrat hat das viel zu lange mitgetragen.
      Und am Schluß nach dem 2. Abstieg hat er all in gespielt und damit die Existenz des Vereins gefährdet. Und bekam dafür auch noch vom Aufsichtsrat eine Gehaltserhöhung und einen Bonus.

      Ich bin froh, daß Grethlein dann zu seinem Glück gezwungen wurde und Bornemann holen mußte. Und ich bin glücklich, daß Bornemann so arbeitet, wie ich mir das lange Zeit von Bader vergeblich erhofft habe.

      Ich wollte das nicht mehr schreiben, aber wenn ich eure Posts lese, dann kann ich das nicht so stehen lassen.
      In der Hinsicht hab ich leider dieselbe Penetranz wie Juwe bei Teuchert. Sorry

      13

      12
      Antwort
      • Ich finde, du schreibst ihm bei Erfolgen zuviel und bei Mißerfolgen zu wenig Verantwortung zu.

        Ich hab allerdings den Eindruck, dass genau das Gegenteil bei den meisten ankommt, die den Artikel lesen.

        Wie er z.B. damals agiert hat nach dem Pokalsieg, als er Meyer entließ, war alles andere als gut.

        Bleibt die Frage, wie viel Einfluss er damals hatte. Das war die Ära Roth, da war er doch mehr Erfüllungsgehilfe.

        Aber eben das bezweifel ich mittlerweile. Denn wenn er daraus gelernt hätte, dann hätte er eben 1. darauf vorbereitet sein müssen, daß ein Trainer mit einer geradezu lächerlichen Ausstiegsklausel geht, wenn ein anderer Verein mit mehr Geld kommt.

        Kann man da wirklich „vorbereitet“ sein? Wie soll das genau aussehen? Zudem Hecking noch Tage vorher fast abfällig vom Fluch des Geldes sprach.

        Und er hätte nie und nimmer auf Ismael warten dürfen, weil dieser sich nie und nimmer so auf den Verein konzentrieren konnte wie das bei der Saisonplanung erforderlich gewesen wäre. Der war ja immer noch damit beschäftigt, die 2. in Wolfsburg zum dann doch verpassten Aufstieg zu führen.

        Kann man nachträglich so sagen. Aber wer kannte vorher schon einen Verbeek oder einen Weiler?

        Bader hätte klar definieren müssen, was seine Aufgaben sind und wofür Wolf zuständig ist.

        Ja. Aber Bader wollte Wolf überhaupt nicht. Wurde ihm ja quasi vom AR aufgezwungen.

        Er hätte nie Möckel und Zietsch ein Mitspracherecht bei der Kaderzusammensetzung geben dürfen. Damit hat er über den Kopf des Trainers hinweg einen Kader zusammengestellt.

        Das war wohl Teil seiner Philosophie. Eine Philosophie des starken Managements, das Vereinsphilosophie über Trainerphilosophie stellt. Etwas was man auch aus Manchester kennt oder auch Mainz und Dortmund.

        Bader wollte immer Spieler, die er dann erfolgreich bereits in der nächsten Saison weiterverkaufen konnte. Das hat zu seinem Konzept gepasst, damit das finanzielle Loch, das er durch die Unterdeckung bei der Kaderfinanzierung selbst erzeugte, in der kommenden Saison wieder gestopft werden konnte. Wenigstens zum Teil. Die Verbindlichkeiten wurden trotzdem immer mehr und zwar hochverzinst.

        Zumindest hat er daraus nie einen Hehl gemacht, dass der Verein zwingend auf Transfereinnahmen angewiesen ist. Sagte er quasi ständig.

        Und am Schluß nach dem 2. Abstieg hat er all in gespielt und damit die Existenz des Vereins gefährdet. Und bekam dafür auch noch vom Aufsichtsrat eine Gehaltserhöhung und einen Bonus.

        Auch das hatte damals sogar noch irgendwie eine Absicht gehabt. Man wollte halt partout keine Verträge mitnehmen, die einen gebunden hätte. Offenbar waren da schon einige Hochkaräter auf der Payroll, und verkaufte das als Konsequenz.

        Unterm Strich sind wir ja in der (Be-)Wertung gar nicht weit auseinander, aber man sollte, daher auch die Einzelrepliken, schon unterscheiden, was ist eine unternehmerische Entscheidung und was lief wirklich schief. Die Personalie Wolf lief schief, aber ob man Ismael oder Stanislawski holt, ist letztendlich ja nicht wirklich zu qualifizieren.

        Wenn man sagen will „Fakt ist“, dann der Umstand, dass wir kein bestelltes Feld hinterlassen bekommen haben, wie versprochen, sondern einen finanziell angeschlagenen Verein. Die Hintergründe sind aber nach wie vor unklar und dass ein Abstieg einen finanziellen Bruch bedeutet, ist kein Bader-Phänomen, sondern nahezu normal. Dass Bader nach Hecking kaum noch eine Entscheidung getroffen hat, die wirklich passte, hat am Ende sein Ende bedeutet. Aber diese Bitterkeit, die ihm bis heute teilweise entgegenschlägt, ist doch meist nur auf gefühlte Tatsachen und erfüllte Prophezeiungen begründet. Wirklich nachweisen kann man ihm offenbar ja keine stafbaren Fehler, sonst wäre er ja belangt worden.

        14

        2
        Antwort
      • Beate, mach Dir um deine Penetranz mal keine Sorgen. Das ist wenigstens Penetranz mit Substanz! :mrgreen:

        4

        1
        Antwort
    • „Mein Vorschlag war damals schon, den Weg für einen echten Sportdirektor wieder frei zu machen und sich selbst nach oben zu verabschieden, als Vorstand für strategische Entwicklung etc. Aber er war dazu zu sehr von sich überzeugt und zudem ein Mann der Tat, der nicht aus dem operativen Geschäft loslassen konnte. Ja, damals hätte man dazu die Verträge ändern müssen, den Vorstand Sport auflösen und die Rolle neu definieren. Aber das hätte man auch moderiert bekommen, wenn ein Wille da gewesen wäre.“

      Ein 2B Mann wird nie einen 1A Mann neben sich akzeptieren. Dann ist er nämlich bald überflüssig. MB hat mal gemeint, er wäre der Sportvorstand in diesem Verein, niemand anders. Er würde nie mit einem Nerlinger und ein Nerlinger nicht mit ihm zusammen arbeiten. MB hat seine persönlichen Belange über die des Vereines gestellt. Wahrscheinlich hat er beim Club gut (dazu) verdient… Ein Außenseiter hätte dabei nur gestört. So waren Bader und Möckel weitgehend unter sich.

      0

      0
      Antwort
  • Die Fragen aller Fragen: Spielt Teuchert auch Golf?

    Vorhin extra3 in der Mediathek angeschaut und mich wegen des CDU Panini Albums weggeworfen! 😀

    0

    0
    Antwort
      • Einige aus der Club Mannschaft spielen Golf und natürlich Funktionäre, ja da gibt es schon sowas wie eine Flurpost zu diesem oder jenem Vorgang. … wenn ich beurteilen müsste wer am besten dann (war) das Gislason, sehr gute Technik und guter Style. Ich habe allerdings auch schon mit Thomas Müller vom FCB zusammen gespielt. Da würde ich sagen, er ist der beste noch aktive Fußballer im Golfspiel Hcp 4 knapp über Pro Niveau. Hat sogar einen längeren Drive als ich ..wenn auch knapp. Der Thomas kam immer nach Herzogenaurauch ins Taylor Made Center of Excellence (Adidas Tochter) zum fitten und trainieren. Dort trainierte wir auch häufig aber es wurde ja jetzt verkauft.

        0

        0
        Antwort
  • Okay also doch Diskussion:

    Nach dem was ich gehört habe, wollte Roth Bader entlassen. Bader kam ihm zuvor durch die Entlassung Meyers. Und mit Hilfe mancher Aufsichtsräte und der Satzungsänderung hat Bader Roth entmachtet.

    Ja, die Reform der Satzung schien mir anfangs auch ganz gut. Weil ich mich nicht damit auseinandergesetzt habe. In Wahrheit war das ein Unding, eine Satzung zu konstruieren, bei der bei bald 20000 Mitgliedern ein Viertel der anwesenden Mitglieder auf der JHV (250 bis 500 Leute) alles an Veränderungen blockieren können.
    Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates steht aus meiner Sicht dem, was du an Roth kritisierst, in Nichts nach. Die Art und Weise, wie die Wahl stattfindet, hat schon zu Provinzpossen höchster Schamgüte geführt (Bayernschal).
    Und die Tatsache, daß jedes Jahr 3 von den 9 mindestens wiedergewählt werden, trägt mit Sicherheit nicht zu den manchmal nötigen schnellen Entscheidungen bei (siehe Argumentation über ein Jahr, weshalb man Bader noch nicht entlassen konnte).
    Wir haben einen Aufsichtsrat, der tatsächlich keine Möglichkeit hatte, den Vorständen Vorgaben zu machen, wenn dieser Vorstand bestimmte Summen nicht überschreitet bei Einzelaktionen (s. Meeskes Aussagen, daß er als Vorstand in einer KG wesentlich eingeschränkter wäre als in unserem Verein).
    Ist das nicht noch viel schlimmer als zu Roths Zeiten? Den Präsidenten konnte die MV absetzen, den Vorstand nicht.

    Und natürlich kann man vorbereitet sein auf einen möglichen Trainerwechsel: man hat ein Konzept und hat eine Vorstellung, welcher Trainer dazu passt, das Konzept fortzuführen. Wenn man allerdings kein sportliches Konzept hat, holt man eben jeden xbeliebigen Trainer und hat die gute Chance mit ihm auch wieder zu scheitern, weil Trainer und Kader nicht zusammenpassen.

    Und sorry: Mainz ist genau das Gegenteil: die haben damals unter Heidel eben vorgesorgt. Heidel hat bewußt Nachwuchstrainer verpflichtet, von denen er überzeugt war und die wußten, welche Spielphilosophie der Verein am Platz sehen will. Die einzige Ausnahme war Anderson, der nach dem endlich geglückten Aufstieg der Meinung war, vom frischen Offensivfußball auf ein Konzept a la Hecking umstellen zu müssen, um die Liga zu halten. Genau deshalb wurde er kurzfristig entlassen und Tuchel bekam seine Chance.

    Und wen hatten wir im NLZ? Wiesinger, weil er ein Cluberer war und einen Prinzen, der den Rasen brennen lassen wollte, aber auch nichts zustandebrachte.
    Das Ausbleiben des Erfolgs will ich nicht mal den beiden anlasten. Es kommt eben nicht nur darauf an, ein, zwei, drei tolle Spieler zu verpflichten, die alles überstrahlen, sondern die Kunst eines guten Sportvorstandes ist es, einen Kader zusammenzustellen, der zusammenpasst und einen Trainer zu holen, der dazu passt.

    Wegen Verbeek habe ich lange Zeit in jener Saison geglaubt, daß Bader tatsächlich nur Pech hatte mit Wiesinger und daß er eine bessere Mannschaft zusammengestellt hat als man bis Verbeek sehen konnte. Daß also wirklich eine Weiterentwicklung von Heckings Defensivkonzept hin zu einem attraktiven Fußball der Plan war. Aber Bader stand auch nicht hinter Verbeek. Und dessen Ideen zur Neustrukturierung des NLZ haben mit Sicherheit auch Zietsch nicht erfreut und so manchen NLZ-Trainer damals.

    Und Weiler: den hatten wir, weil Wolf den Kontakt gehalten hat. Er wäre übrigens auch schon zu Saisonbeginn zur Verfügung gestandne.
    Bader wollte ihn nie haben. Vermutlich hätte er irgendwann mal Frontzeck geholt. Von dem scheint er schon immer angetan gewesen zu sein. Vielleicht zeigt der jetzt in Lautern, daß er wirklich mehr kann als es bislang so den Anschein hatte. Ich würde es den Lauterern gönnen.

    Und um es noch einmal klar zu sagen: ich kreide es Bader nicht an, Fehlentscheidungen getroffen zu haben. Die trifft jeder irgendwann. Auch Bornemann hat schon die eine oder andere getroffen. Auch Schwartz war nicht die beste Wahl in jener Zeit. Allerdings denke ich, es war gut, daß Köllner erst einmal das NLZ umstrukturieren konnte bevor er für die Profis verantwortlich wurde.

    Ich kreide es Bader an, keine Linie bei seinen Entscheidungen gehabt zu haben, außer der irgendwann mal wieder so ein Supertalent wie Gündogan als Spieler oder Trainer präsentieren zu können.
    Bei Bornemann seh ich da viel eher eine Linie. Das entwickelt sich alles ganz unspektakulär kontinuierlich weiter.

    Ich hab vor kurzem mal die Listen gesehen, die die Transfers in all den Jahren auflisten: Bader hat in jedem Jahr fast eine komplette Elf für die neue Saison geholt. Und wenn man an Simon denkt, dann hat er oder Möckel oft auch nicht erkannt, welche Spieler wirklich wichtig sind für eine funktionierende Mannschaft.
    Auch da hab ich bei Bornemann den Eindruck, daß das wesentlich planvoller aufgezogen ist. Und daß er weiß, wie wichtig es ist, daß der Kader möglichst schon in der Vorbereitung zusammen ist, daß man nicht immer auf aufgehende Türen am Transferschluß warten sollte.

    Und ich kreide Bader an, daß er aus Fehlern nicht genug gelernt hat. Sondern diese Fehler wiederholt hat und sogar noch verschlimmert hat.

    Und was ist denn bitte unklar an den Ursachen, weshalb wir einen Verein nach Bader hatten, der kurz vor dem Lizenzverlust stand?

    Hast du dir Meeskes Ausführungen nicht angehört, angesehen? Da ist es doch ganz klar gesagt: wir hatten Spielerkader, die mit den laufenden Einnahmen nicht bezahlt werden konnten, wir hatten Spieler, deren Ablöse von Kreditgebern finanziert wurden, deren Zinsen über 10% der Kreditsumme lagen. Wir hatten eine Fananleihe, für die in all den Jahren keine Rücklage gebildet wurde und bei der sich auch keine normale Bank mehr zur Umschuldung bereit fand: verantwortlich: Vorstände und Aufsichtsräte.

    Und wir hatten ein vollkommen unzulängliches Marketing. Fanshops, die z.T. Schrott verkauften und viel zu große Lagerbestände hatten. Die Akquise von Sponsoren wurde ausschließlich den Sportfivemitarbeitern überlassen und Sponsoren wurden nicht ernst genug hofiert von unseren Vorständen.
    Und wir hatten einen viel zu großen Verwaltungsapparat.

    Sicher gibt es noch ein paar mehr Gründe. Nur daß wir Mitglieder das lange nicht wahrnahmen, wie es wirklich finanziell um unseren Verein stand, das lag doch ausschließlich an Falschaussagen sowohl von den Vorständen als auch von Aufsichtsräten.
    Da wir auch lange nicht erfuhren, daß es Probleme gab, die Lizenz zu bekommen, hatte man einen anderen Eindruck.
    Und natürlich brach das noch schneller dadurch zusammen, daß wir abstiegen.
    Aber wenn man jetzt sieht wie schnell Meeske und Bornemann mit solider Arbeit den Karren wieder flott bekommen, dann sollte man sich schon mal fragen, weshalb das Bader, Woy und der Aufsichtsrat so nicht konnten als noch wesentlich mehr Geld zur Verfügung stand.

    Okay vielleicht auch, weil sie sich von den Fans zu sehr unter Druck setzen ließen, die einfach nicht wahrhaben wollten, daß der 1.FCN gesundgeschrumpft gehört.

    Und ja, vielleicht bekam Bader mehr Kritik ab als die anderen. Aber das lag halt schlicht und einfach daran, daß er auch derjenige war, der am meisten zu entscheiden hatte.
    Klar hat er vieles vom Aufsichtsrat absegnen lassen. Aber mal ehrlich: glaubst du wirklich, daß die damaligen Aufsichtsräte überhaupt willens waren, da genauer nachzufragen? Entbindet das Bader von der Verantwortung? Geht es nicht eher darum die Freiheit die man hat, nicht zu mißbrauchen ?

    11

    3
    Antwort
    • Darauf kann man nicht antworten, geschweige denn diskutieren. 🙂

      Dazu ist es viel zu viel, geht ja nur bedingt auf das ein, was ich sagte, und ist dann auch nicht so strukturiert, dass man zu den einzelnen Punkten etwas sagen könnte, ohne die Sache endgültig ausufern zu lassen. Es ist deine legitime Sicht der Dinge. Dennoch sollte man beim Lesen nicht vergessen: Da sind ganz viele Sachen drin, die beruhen auf Hörensagen. Das ‚kann‘ am Ende der Wahrheit entsprechen, aber ist eben weder juristisch noch journalistisch verwertbar.

      Daher: Verzeih, wenn ich nicht zu allen Punkten Stellung beziehe, aber darum geht es ja auch nicht. Hier ist Raum für Meinung genug. Ich bin nur der Meinung, dass man seine gern darlegen und auch verteidigen kann, der Versuch andere zu überzeugen, wird aber in so einem Kommentarbereich scheitern müssen.

      4

      1
      Antwort
      • Viele Sachen sind da nicht drin, die auf Hörensagen beruhen. Höchstens der erste Absatz.
        Aber du hast Recht, all diese Argumente zu diskutieren, führt hier zu weit.
        Und im Grunde wunder ich mich über mich selbst, daß das alles wieder so hochploppt. Denn letztlich ist es Vergangenheit. Nicht mehr zu ändern. Und wir sind trotz allem auf einem guten Weg.
        Und das macht mich froh. Denn es gibt andere Vereine, die haben sich mit falschen Entscheidungen in den letzten Jahren noch viel tiefer in die Scheisse geritten.
        Irgendwie ist der Club doch ein Stehaufmännchen. 🙂

        5

        2
        Antwort
  • Und eines noch: du wunderst dich über die Bitterkeit, die ihm entgegenschlägt?

    Ein Grund:
    deine Aussage „Auch das hatte damals sogar noch irgendwie eine Absicht gehabt. Man wollte halt partout keine Verträge mitnehmen, die einen gebunden hätte. Offenbar waren da schon einige Hochkaräter auf der Payroll, und verkaufte das als Konsequenz.“

    läßt sich doch ganz einfach durch seinen Auftritt nach dem Abstieg bei Sky widerlegen, den ich vor Tagen schon hier reingestellt hab.
    Baders eigene Aussagen, die sich hinterher als komplett falsch herausgestellt haben.
    Ich zitier gerne nochmal schriftlich:

    „Fakt ist es natürlich, daß wir es in den letzten Jahren geschafft haben, daß wir wirtschaftlich kerngesund sind. Wir sind nahezu schuldenfrei oder wir sind schuldenfrei. Wir haben hier Werte geschaffen, die nachhaltig sind und die auch eine gute Basis, eine gute Ausgangssituation für uns bieten, auch mal die eine oder andere Grenze wirtschaftlich auszureizen.
    Und das werden wir auch tun. Natürlich wissen wir, daß wir Transfererlöse erzielen werden. Das ist in der Normalität eines Abstiegs immer geschuldet, daß Spieler dich verlassen. Da müssen wir versuchen, den bestmöglichen Spagat hinzubekommen zwischen welche Spieler wollen wir behalten und wo wollen wir einen Transfererlös erzielen. Das wird von Fall zu Fall einzeln besprochen werden und dann werden wir einen Etat aufstellen. … Aber es ist klar, daß wir einige Korsettstangen gerne halten möchten, weil wir das Gefühl haben, daß verstanden wurde, was kaputt gegangen ist. Wir haben viele Gespräche schon geführt, daß wirschon der Meinung sind, daß ein Pinola, daß ein Pelle NIlson, ein Makoto Hasebe, ein Daniel Ginzcek genau wissen, was sie an diesem Verein auch haben und wir wissen auch, was wir an ihnen haben. Markus Feuler sind wir im Gespräch. Da sind einige Dinge, die wir jetzt in den nächsten Tagen abarbeiten wollen. …
    Ja und es ist kein Geheimnis, daß wir mit Willi Esseev vom VFL Wolfsburg, daß wir mit Mike Ott von 60 München zwei Spieler geholt haben, die natürlich auch am Anfang ihrer Karriere sind, aber die natürlich unseren Kader mit Sicherheit von der persönlichen Klasse bereichern können. Sie müssen es nachweisen. Sie werden ihre Einsatzzeiten bekommen.
    Aber wie gesagt, der Kader steht noch am Anfang seiner Entwicklung…“

    Und wenn du genau wissen willst, was mich daran im Nachhinein so verbittert:
    Ich hab ihm geglaubt. Ich hab geglaubt, daß der Verein wirtschaftlich gut dasteht.
    Zu dem Zeitpunkt hab ich in der Tat schon bezweifelt, daß es ihm ohne einen Trainer gelingen wird, einen guten Kader zusammenzustellen. Nichtsdestotrotz hat er den Eindruck erweckt, daß wichtige Spieler bleiben werden.
    Bei Pinola ganz krass: der wäre sogar geblieben, aber Bader hat lieber Sepsi verpflichtet.
    Aber auch sonst: Bader wußte um die finanzielle Situation. Und er wußte, wie wenig er den genannten Spielern bieten kann.
    Da lob ich mir die ehrlichen Aussagen Bornemanns.
    Vielleicht brauchen das einige Fans, daß man ihnen die Clubwelt bunter darstellt als sie ist. Mir ist es wichtig, zu erfahren wie die Lage wirklich ist. Und genau das wurde in jenen Tagen und auch noch im folgenden Jahr weder von Bader noch vom Aufsichtsrat offen gelegt.
    Die Wahrheit erfuhren wir erst von Meeske und Bornemann.

    12

    0
    Antwort
    • Ich frag mich immer noch, ob Bader wirklich die Zahlen verstanden hat oder ob er da einfach Woy geglaubt hat (was natürlich auch fahrlässig wäre). Mir kommt Woy in der Betrachtung immer etwas locker und ungeschoren in der Betrachtung davon, obwohl dessen Bereich ja der war, wo man absolut versagt hat.

      8

      1
      Antwort
        • Ungeschoren dahingehend, dass man immer Bader diskutiert und Woy in der Diskussion quasi nie erwähnt wird. Obwohl die Finanzen ja ganz klar sein Feld waren. Es heißt immer „Wegen Bader“ und ich frag mich halt, ob viele der Probleme, die wir jetzt haben mit nem vernünftigen Finanzvorstand nicht zu verhindern gewesen wären. Bader hin oder her.

          12

          0
          Antwort
          • Woy geriet durch seine Entlassung schnell aus dem Fokus. Die Absurdität seiner bestellten Felder, hielt sich in der Erinnerung.
            Die Diskussionen um Bader wurden weiter geführt, weil er im Amt blieb, weiter Verträge zu überhöhten Preisen abschloß, Spieler gegen den Willen des Trainers verpflichtete und weiter nicht die Karten auf den Tisch gelegt hat.
            Spätestens nach Woys Entlassung mußte er wissen, wie es finanziell um den Verein stand. Weil er dessen Aufgabenbereich ja z.T. übernahm und mit dem kommissarischen Finanzvorstand eng zusammenarbeitete.
            Und sein Studium hat ihn befähigt, die Zahlen zu verstehen.

            6

            1
            Antwort
            • Also ich sehe es schon auch so, dass Woy viel zu wenig für den ganzen Bockmist in die Verantwortung genommen wird.
              Schließlich war es seine Hauptverantwortung, das Budget bereit zu stellen, mit dem Bader dann arbeiten durfte. Dass dieser dieses Budget v.a. nach dem Abstieg schlecht verwendet hat, ist unbestritten.
              Aber der große Kritikpunkt ist ja seit jeher, dass wir seit Jahren, auch in der ersten Liga, mit einem strukturellen Defizit gearbeitet. Und da ist Woy derjenige, der das hauptsächlich zu verantworten hat, es ist ja schließlich seine Aufgabe zu bestimmen, wieviel ausgegeben werden darf und der folglich auch Transfererlöse einkalkuliert hat, um die ansonsten bestehenden Defizite auszugleichen.
              Ebenso lag es allein in Woys Verantwortungsbereich, die Finanzierung für das Funktionsgebäude zu bewerkstelligen und damit eben auch die Rückzahlung der Fan-Anleihe, und eben auch sein Versäumnis, sich um die Rückzahlung derselben zu kümmern.

              Es ist müßig, zu diskutieren, was Bader wusste, oder hätte wissen müssen. Aber ein fähiger Finanzvorstand hätte ein Budget vorgegeben, dass wir uns nachhaltig leisten können. Und sich um die Refinanzierung der Anleihe gekümmert. Und ein fähiger Aufsichtsrat hätte das auch tatsächlich überwacht und dafür gesorgt, dass das alles passiert.

              6

              0
              Antwort
  • Ja, meine Liste der Bad Boys, in dieser Reihenfolge. Angefangen hat es für mich mit dem Abstieg nach dem Pokalsieg. Damals hätte man sich entweder sanieren sollen und/oder ein sinnvolles, tragfähiges Mannschaftsgerüst aufzustellen anstatt in Größenwahn zu verfallen. Der Kader wurde nach dem Pokalsieg schon falsch aufgestellt. Wenn ich schon alleine an den Torhüterfehlgriff Patzek denke! Oder wie lange wir ohne einen gelernten Innenverteidiger oder Linksverteidiger auskommen mussten. Mit viel Geld Kaderlücken, bei denen nicht mal das Gebiß des Beißers aus James Bond helfen könnte, produziert.

    Das Konglomerat war es dann:
    1. Bernard Madoff Woy, schaffte es nicht, trotz hoher Einnahmen, das Geld vorsichtig zu investieren. Ließ 3. lieber gewähren und streute 2. und 4. Sand in die Augen.
    2. Der damalige Aufsichtsrat der wohl Bernard Madoff Woy viel zu lange gewähren ließ und es versäumte, die dargebotenen Zahlen entsprechend zu überprüfen oder zu hinterfragen Ließ 1. und 3. zu unkritisch und zu lange gewähren.
    3. Badermort, griff fröhlich lange in die Kasse, um mit viel zu viel Geld viel und oft sehr mässige Spieler nach Nürnberg zu locken. Viel hilft viel, das kann sich Bayer, VWBurg oder überraschenderweise der HSV länger leisten, der Club konnte das doch noch nie tun.
    4. Wir Mitglieder ließen uns allzu bereitwillig Sand von den bestellten Feldern in die Augen streuen und waren dann wohl einfach zu blind und auch zu größenwahnsinnig.

    Damals kam zuviel Blödes zusammen. Das hängt uns heute noch lange nach statt jetzt die Ernte der bestellten Felder einfahren zu können, müssen wir jetzt schauen, ob wir die Pacht dafür überhaupt noch zusammen bekommen. Und wenn wir dieses Jahr nicht aufsteigen, dann blühen lange Jahrzehnte nur noch Feldfrüchte der Güteklasse 2 oder auch manchmal 3 darauf.

    5

    3
    Antwort
    • 4. Wir Mitglieder ließen uns allzu bereitwillig Sand von den bestellten Feldern in die Augen streuen und waren dann wohl einfach zu blind und auch zu größenwahnsinnig.

      Ein Punkt, den man ebenfalls nicht vergessen darf.
      Gerade der letzte Stichpunkt ist zu beachten. Es gab viele Fans, denen es nicht mehr gereicht hat „nur“ erste Liga zu spielen. Denen es zu langweilig wurde, eine graue Maus zu sein und Jahr für Jahr als Saisonziel eine „möglichst ruhige Saison“ ohne großen Abstiegskampf.
      Viele haben immer stärker gefordert, dass man mehr in die Mannschaft investieren müsse, auch mehr riskieren müsse, um sportlich erfolgreicher zu sein. Da war die Logik, nach 4, 5 Jahren erste Liga muss man auch mal ums internationale Geschäft mitspielen.

      9

      0
      Antwort
      • Genau da hätte es eben den Mut der Verantwortlichen gebraucht, die Wahrheit zu sagen und nicht alles schön zu reden.
        Jetzt kriegen Bornemann und Meeske ja auch oft genug vorgeworfen, daß sie zu wenig Geld in die Hand nehmen. Aber sie erklären ihr Handeln und weichen eben nicht von diesem soliden Kurs ab.

        2

        1
        Antwort
  • Uiuiui, in der aktuellen Pressekonferenz vor dem Spiel redet sich Köllner aber recht in Rage, weil am Sonntag „nur“ 23.000 Zuschauer ins Stadion finden werden und der Club bei 18.000 Mitgliedern hängen bleibt, obwohl ca. 55.000 Fans in offiziellen Clubfanclubs engagiert sind. Mehrfach betont er, daß er mit den typischen fränkischen Befindlichkeiten sehr unzufrieden ist.

    2

    1
    Antwort
    • Ja, das sollte Köllner mal jemand sagen, dass es ganz schlecht ankommt, vom „fränkischen Volk“ und etwas abschätzig von der „fränkischen Mentalität“ („passt scho“) zu reden, vor allem in weiser Voraussicht darauf, wenn es mal schlechter für ihn läuft. Er steht als Oberpfälzer immer noch unter „Bewährung“ beim Club, auch wenn er jetzt schon der berühmteste Oberpfälzer seit Max Reger ist. Wenn er der „Streich“ des Clubs werden will, dann sollte er sowas sein lassen. Ansonsten finde ich ihn natürlich wieder gut, er jammert nicht, sondern überlegt sich gut, wie er Ishak ersetzen kann. Eine Wohltat im Vergleich zu seinen Vorgängern.
      P.S. Vielleicht liegen die niedrigen Zuschauerzahlen daran, dass zu wenig Oberpfälzer nach Nürnberg kommen.

      7

      3
      Antwort
      • Fand ich auch wenig geschickt und undiplomatisch. Auch wenn die Pfeiferei und eine gewisse Unzufriedenheit über das 2:2 daheim gegen Regensburg und das 0:0 gegen Sankt Pauli vielleicht unschön sind, muss er da doch nicht zurückbeissen. Köllners Auftritt fand ich sehr unsouverän. Mit Zuschauerschelte muss er anders umgehen.

        1

        5
        Antwort
        • Ich kann Köllner absolut verstehen. Mich nervt es genauso. Ich kann es einfach nicht verstehen warum nicht mehr Leute ins Stadion kommen. Das man Mal länger arbeiten muss, mir auch schon passiert. Aber das macht keine 10000 aus. Anstoßzeit Sonntag Mittag ist doch perfekt! Weiß von euch jemand Gründe dafür?

          4

          2
          Antwort
          • Das Phänomen lässt sich eigentlich recht leicht erklären. Die Südkurve ist dicht, die Nordkurve ausverkauft. Welche Plätze jenseits der 25.000 Zuschauer sind noch verfügbar? Klar, die fast doppelt so teuren der Gegengerade oder noch teureren der Haupttribüne. Bei Karten um die 40 EUR überlegt sich jeder Gelegenheits- bzw. Eventfan ob er da nicht was anderes dafür bekommt. Wäre die Süd offen, dann hätten wir am letzten Spieltag wesentlich mehr Zuschauer gehabt. Wir Dauerkarten Junkies fragen uns warum da eigentlich keiner der Verantwortlichen drauf kommt. Im Steher krieg ich die komplette Saison für 140 EUR.

            6

            0
            Antwort
            • Die Dauerkarteninhaber der Südkurve wurden doch auf die Nordkurve und die Gegengerade umgesetzt (Stichwort: Familienblock), ich glaube Dein Argument zieht nicht.
              Ich denke, der Schwartzsche Folterfußball war einfach viel zulange und viel zuviel.
              Das war sowas von unerträglich, das ansehen zu müssen. Vor allem nach dem dem armen Schwartz, gänzlich plötzlich und völlig unerwartet, der Burgstaller verkauft wurde, da war ein Clubspiel ansehen zu müssen aber wirklich ganz, ganz schwere Kost.
              Kein Kumpel wollte meine Dauerkarte haben, wenn ich z.B. durch Urlaub verhindert war. Die lehnten alle dankend ab.

              1

              1
              Antwort
              • Sorry aber schlechter Fussball alleine vertreibt keine Zuschauer. Sonst hätte der Club generell weniger.
                Ich denke es sind wirklich hauptsächlich die Anstoßsteigen.
                Früher war man gewohnt an einem Tag ins Stadion zu gehen. Jetzt würde diese Gewohnheit von der DFL gebrochen. Und wer mehr nachdenken und planen muss, dem fällt es halt schwerer, sich aufzuraffen

                0

                2
                Antwort
                • Anstoßsteigen😐blödes yogabook. Es heisst Anstosszeiten.😠

                  0

                  0
              • Es geht doch in erster Linie um Erfolg, nicht, ob das Spiel schön ist. Wenn ich ins Stadion gehe, will ich den Club gewinnen sehen. Wie, ist dabei dann recht egal.
                Und wenn der Club gewinnt, gehe ich glücklich nach Hause, wenn nicht, dann frustriert. Egal, ob man toll gespielt hat, am schlimmsten dann noch, wenn einem gegnerische Fans auf die Schultern klopfen ob der tollen Leistung…

                Mir ist da ein Spiel besonders im Gedächtnis geblieben, das Auswärtsspiel in Gladbach in unserer Abstiegssaison, eines der ersten Spiele unter Verbeek und was haben wir die Gladbacher die meiste Zeit über an die Wand gespielt. Lange 1:0 geführt, dann mal wieder ordentlich Pech gehabt, Elfer nicht bekommen, Xhaka nicht vom Platz geflogen, ein Sahneschuss von Arango, ein blödes Eigentor von Stark, der Ausgleich danach nicht anerkannt, das war ein Lattenknaller, der danach hinter der Torlinie aufspringt… Am Ende dann 3:1 verloren und von allen Seiten die Bekundung, mit so ner Leistung steigt man ja niemals ab…

                Da sitzt der Frust dann sehr tief. Dass man gut gespielt hat, bringt einem da nichts.

                Und wenn man eh nicht wirklich erwarten kann, zu gewinnen, wie es bei den meisten unserer letzten Übungsleitern der Fall war, dann ist es für viele Fans kein Ansporn, ins Stadion zu gehen. Egal, ob man ein gutes oder schlechtes Spiel erwarten kann.

                1

                0
                Antwort
                • Sehe ich nicht so, natürlich muß es am Ende auch erfolgreich sein, das ist klar, aber ich will dennoch Fußball sehen. Unter Schwarz war es teilweise nicht mehr mit anzusehen. Schöner Fußball kann ja auch erfolgreich sein auch wenn man sich hier und da bestimmten System unterwerfen muß, die Kombi machts am Ende.
                  Ich finde zb. Freiburg setzt das recht gut um mit ihren Mitteln, es geht jetzt nur ums sportliche, die spielen trotz begrenzter Möglchkeiten Fußball. Ich bin Köllner dankbar, daß auch unter ihm das spielerische Niveau wieder höher wurde und das auch mit Erfolg.

                  4

                  1
                • Ich bin da schon mehr bei Juwe. Es gibt auch Spiele, die knapp oder unglücklich verloren werden. Da motiviert mich das schon wenn die Mannschaftsleistung gut war.
                  Und z.B. gegen die Bayern geh ich auch eher hin, wenn unsere Mannschaft gut spielt. Wenn ich davon ausgehen kann, dass unsere Mannschaft sich eh nur hinten reinstellt und trotzdem mit hoher Wahrscheinlichkeit verliert, überleg ich mir schon eher, ob ich an dem Tag nichts besseres zu tun hab.

                  0

                  0
        • A wa, a Oberpföiza beißt hoid, bassd scho! Vielleicht wünscht er sich einfach einen Klangteppich, in dem er auf der Trainerbank das Gebfobfer eines gewissen Mecker-Herberts nicht mehr hören kann😜

          4

          0
          Antwort
      • Wie hat Juwe vor kurzen geschrieben`Die Wahrheit hört man manchmal nicht gerne. Meine Unterstützung hat der Trainer.

        2

        0
        Antwort
  • Also jetzt die Schuld bei den Mitgliedern abzuladen, ist aber schon etwas frech. Kein Mitglied hat das Recht auf Buchprüfung, dafür ist der AR zuständig. Vielleicht zeigt aber auch das, dass die Zeiten des Vereins im Profifußball endgültig vorbei sind. Denn das einfache Mitglied hat doch in Wahrheit weder die Zeit noch die Expertise wirklich Einfluss auf die Entwicklung des Vereins nehmen zu können.

    Wenn ich mich recht erinnere, war Bader im Vorstand „Chef“, wenn er nicht in der Lage war die Zahlen von Woy richtig zu lesen, dann war er falsch an der Stelle, schon gar wenn man bedenkt, dass Bader studierter Ökonom ist. Das Argument von Alexander Endl, dass Bader immerhin nichts strafrechtlich relevantes getan hätte, halte ich auch für dünn. Ein Geschäftsführer sollte schon besser sein, als immerhin nichts strafrechtlich relevantes verbrochen.

    Ich denke auch, dass Woy die noch größere Fehlbesetzung war, aber Bader war bei uns eben auch schlecht, auch weil er nie ehrlich kommuniziert hat. Wenn mir jemand sagt, siehe Interview nach dem Abstieg, aber auch schon zu Beginn der Abstiegssaison, dass man alle Schulden abgebaut hat, dass man jetzt endlich Geld in die Mannschaft stecken kann, dass man jetzt sportliche Qualität zukaufen kann, dann erwarte ich auch eine bessere sportliche Performance, als in den Jahren davor.

    Mein Hauptproblem mit Bader ist einmal die Unehrlichkeit, vor allem aber, dass er immer in dem Moment versagt hat, wenn die Perspektive endlich mal positiv war. Nach dem Pokalsieg, im letzten Hecking Jahr.

    Ja Bader hängt uns immer noch nach, auch das scheint mir in seiner Verschleierungstaktik begründet. Gerade als man glaubte der Verein würde seriös geführt, als der Vorstand über Jahr eine ehrliche und seriöse Geschäftspolitik für sich reklamierte, da stellte man fest, dass auch Bader und Woy am Ende genauso unseriös gehandelt haben wie Böbel und Voack, aber immerhin diesmal nicht strafrechtlich relevant, was eine Verbesserung.

    Ich hoffe nur, dass wir am Ende der Ära Meeske/Bornemann wieder feststellen, andere Personen, gleiche Geschichte. Ich kann es mir aktuell nicht vorstellen, aber bei Bader konnte ich das auch lange nicht.

    7

    3
    Antwort
      • Söder ist 2011 aus dem AR ausgeschieden (übrigens wergen der Satzungsänderung, Direktwahl durch Mitglieder wollte er sich nicht geben). Die Prüfung der Budgets in den „kritischen“ Jahren kann man ihm nicht anlasten. Immerhin mal was, wofür der Marggus nix kann.

        2

        1
        Antwort
  • Spätestens nach dem (letzten Patronen-) Abstieg hätte er seinen Hut nehmen müssen.

    Verdienst:
    – Legalisierung seiner Allmachtstellung, sehr professionell.
    – bis auf die letzten beiden Jahre sensationelles glückliches Händchen bei Transfers.

    Kerbholz:
    – Meyer/ von Heesen
    – Verbeek/ Prinzen
    – Pinola
    – Ultra-hörig
    – mehrere vorsätzliche Euphemismen (s.Beate)
    – im letzten Jahr ging es ihm nur noch um ihn selbst, nicht mehr um den Club…
    – die Frage, ob er sportökonomisch verantwortlich gehandelt hat, muss man mit NEIN beantworten…

    Sind wir froh, dass diese Ära vorüber ist.
    Und sind wir froh, dass sie samt Pokalsieg zur Club-Historie gehört.

    Ich würde erst unruhig, wenn er seine Couch wieder in Nürnberg aufstellen will…

    6

    2
    Antwort
    • Ob Alex noch soviel Anziehungskraft auf ihn hat, bezweifel ich. Der genießt jetzt die Nähe von Frontzeck :mrgreen:

      1

      0
      Antwort
  • Auweh, der Niedergang des FCK ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Die erste Halbzeit ging noch, in der zweiten Hälfte war dann gar nix mehr. Den Abstieg in die 3. Liga werden die finanziell nicht überleben. Das wird dann wohl in Richtung Regionalliga gehen.
    Ob da Bader mit geht, wenn seine Frau doch – natürlich nur, weil sie so gut ist (!!), wie er in einem Interview betonte – einen Bombenjob beim H96 Hauptsponsor „Heinz von Heiden“ in Hannover hat?

    2

    1
    Antwort
  • Da schau her! Der FCK scheint alles richtig gemacht zu haben. Lautern lebt wieder. Nach dem letzten Spieltag dachte man nicht daran. Die Heimniederlage gegen Sandhaufen auf dem Betze sah in der zweiten Halbzeit nach Aufgabe aus.

    1

    0
    Antwort
  • Köllner sieht das schon etwas gesamter laut Büld: „Jetzt kommen Mannschaften, die sind brutaler in ihrer Art wie sie spielen. Es werden Spiele kommen, wo der Gegner All-In geht und dem am Ende scheißegal ist, ob sie mit zehn oder neun Mann das Spiel beenden. Hauptsache sie haben die Punkte.“ Kratzen, Beißen, Spucken statt Spielkultur. “
    ..da ist Fürth sicher mit eingepreist. Aber zuersteinmal Bochum wird wohl auch so

    3

    0
    Antwort
  • Naja, bis auf die ersten beiden geht es bei fast allen Mannschaften aktuell umˋs Überleben. Da hat Köllner sicher Recht, dass die nächsten Spiele ganz hart werden, selbst Lautern schöpft gerade wieder Hoffnung. Aber andererseits langt es jetzt für keine Mannschaft mehr auf Unentschieden zu spielen, das könnte es für ns auch leichter machen.

    0

    0
    Antwort
  • Ihr glaubt, der Club wäre es Problem. Ich muss mir gerade GNTM (Unterschichtenfernsehen) ansehen, sobald ich meine Meinung äußere, wir mir von meiner Tochter der Mund verboten.
    Die eine sieht übrigens aus wie der Sutter.

    2

    0
    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.