Persönlicher Nachruf zu Hans-Jörg Criens

Hans-Jörg Criens ist am zweiten Weihnachtstag in Mönchengladbach im Alter von 59 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Bis Oktober 1993 absolvierte er im Trikot von Borussia Mönchengladbach 341 Pflichtspiele und erzielte dabei 115 Tore.

Unvergessen bleibt vielen Club-Fans sein Hackentor zum 2-0 Heimsieg über den FC Bayern München Anfang November 1993. Zwanzig Minuten nach seinem Treffer machte der Mitte der 80er Jahre als „Joker“ bekannt gewordene Criens Platz für Christian Wück, den erfolgreichen Einwechselspieler einer jüngeren Generation.

Insgesamt kam Hans-Jörg Criens im Herbst seiner Karriere auf 24 Spiele und 3 Tore für den 1. FC Nürnberg. Ein Knorpelschaden im Knie besiegelte 1995 das Ende seiner Karriere als Fußballprofi.

In Erinnerung bleiben wird auch die besondere Freude an seinen Toren. Er brachte sie auf dem Rasen zum Ausdruck und teilte sie so auf seine Weise mit dem Publikum. Dadurch weckte er Begeisterung und machte so manchen Zuschauer zum Fan. Der ausgestreckte Fingerzeig gen Stadionhimmel wurde zu einem Markenzeichen des hochaufgeschossenen „Langen“.

Hans-Jörg Criens wurde am 18. Dezember 1960 in Neuss am Rhein geboren und startete seinen fußballerischen Werdegang beim VfR Neuss. In das Stadion an der Hammer Landstraße kehrte er mit der Hennes Weisweiler Traditionsmannschaft der Borussia zurück und spielte dort für den guten Zweck gegen eine Auswahl des 1. FC Köln.

Bleiben wird seine Bodenständigkeit, Normalität und Unaufgeregtheit im Bundesliga-Zirkus. Nach dem Karriereende mied er zumeist die Öffentlichkeit. Für ein Interview mit dem Fanmagazin „Achterwahn“ war er vor gut zehn Jahren nicht zu haben. So verbleibt er als aktiver Fußballer in den Herzen und der Erinnerung seiner Fans.

Hendrik Schuur

Text & Bild: Hendrik Schuur „Festliche Weihnachtskugel gesehen auf dem Weihnachtsmarkt in Essen am 15.12.2019“

5 Gedanken zu „Persönlicher Nachruf zu Hans-Jörg Criens

  • Ein wenig schäme ich mich. Criens war mir natürlich ein Begriff, aber dass er nach seiner Gladbacher Zeit auch beim Club gespielt hat, wusste ich gar nicht mehr. R.I.P., Langer!

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    • 93/94 haben wir ihn sogar zusammen in Duisburg als Sturmpartner von Zarate spielen sehen. Criens hatte durchgespielt, Zarate wurde zur Halbzeit gegen Wück ausgewechselt. Hast wahrscheinlich verdrängt, weils ein grausliches Nieselregen – 0:1 im Herbst war 🙂

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  • ich bin mit jorki zusammen aufgewachsen.
    hat mich echt getroffen sein tod.
    mit seinem bruder dieter habe ich beim vfr neuss fussball gespielt.
    ich weiss einfach nicht was ich sagen soll.
    ruhe in frieden jorki

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