Selbstverständlich Selbstverständnis

Der 1. FC Nürnberg hat „»Grundsätze für das „Zusammenspiel“ zwischen Verein und Fans definiert«.

Wir setzen voraus, dass

– jede Art von Diskriminierung abgelehnt und unterlassen wird. Jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität respektiert wird.
– keinerlei Form von Gewalt von unseren Fans ausgeht und strikt abgelehnt wird.
– für Stadien geltende Regeln (Stadionordnung, geltendes Recht, Weisungen des Ordnungsdienstes), insbesondere das Verbot zur Verwendung von Pyrotechnik, akzeptiert und respektiert werden.

Wir möchten, dass

– Verein und Fans in einem aktiven Dialog stehen. Wir sind offen gegenüber Vorschlägen und versuchen zu jeder Zeit, die Interessen aller zu berücksichtigen.

Wir setzen uns dafür ein, dass

– Reglementierungen stets nach den Grundsätzen der Verhältnis- und Zweckmäßigkeit getroffen werden.

Wir wünschen uns, dass

– Fans und Verein sich übereinstimmend verhalten.

Quelle: Selbstverständnis: 1. FC Nürnberg und seine Fans

Der FCN reagiert dabei auf die Vorkommnisse mit Pyrotechnik im letzten Derby, was dem Verein neben einer Geldstrafe noch Block-Sperren für 2 Heimspiele einbrachte. Heikel zudem, dass der Verein beim DFB als Wiederholungstäter gilt und gegen „Bewährungsauflagen“ verstößt, wodurch sich nicht nur mittelfristig eine Spirale abzeichnet, bei der jeder weitere Vorfall nach oben eskaliert. Ob so eine Erklärung, das als „Leitbild für alle Fans des 1. FCN“ deklariert ist, große Wirkung zeigen wird, darf allerdings bezweifelt werden.

Rein inhaltlich enthält die Erklärung nichts Neues. Die Grundsätze sind im Wesentlichen die gleichen, die jeder organisierte Fan in einem OFCN bereits kennt und sogar schriftlich mit seiner Aufnahme in einem Offiziell anerkannten Fanclub bestätigt hat (Auszug hier). Auch sollte man annehmen, dass die Missbilligung von Diskriminierung jeder Art, die Ablehnung von Gewalt und die Anerkennung der allgemeinen Rechtsordnung schlicht die Grundlagen jedes gesellschaftlichen Zusammenlebens darstellen und insoweit bereits grundgesetzlich verankert sind und keiner weiteren Leitbilder bedarf.

Kommentar:
Wer sich gegen die Grundregeln der Gesellschaft nachweislich hinwegsetzt, wird sich bereits im täglichen Leben mit den Konsequenzen der Rechtsordnung mehrfach beschäftigt haben dürfen und wird sich insoweit von derartigen Manifesten kaum in seinen Ansichten erschüttern lassen und seine Verhaltensweise deswegen auch nicht ändern. Insoweit – und diese Kritik sei erlaubt – geht die Art und Weise der Publikation dieses Selbstverständnisses auch fehl. Die Ansprach ist allgemein gehalten und zielt damit kommunikativ auf alle Fans, verhehlt aber nicht in der Tonalität den Sender und Empfänger-Charakter. Es wurde „im Zuge der Aufarbeitung von Vorkommnissen im Zusammenhang mit Anhängern“ (Ursache) vom 1. FC Nürnberg „ausgearbeitet“ (Wirkung). Es wurde „dem Fan-Beirat bei der letzten Sitzung vorgestellt“ (Ansage). – Mag dies vielleicht auch alles nur missverständlich formuliert sein, so stellt es sich einem neutralen Leser so dar, als wäre dies eine Art Sanktion des FCN gegen seine Fans in der Breite. Als müsse etwas erklärt werden, was man zwar im Prolog als „selbstverständlich“ definiert, aber man doch noch mal gesagt haben wollte. Doch genau das zielt daneben. Für die absolut überwiegende Zahl der Fans ist es nämlich genau so selbstverständlich wie das Bezahlen der Brötchen im Supermarkt statt sie zu klauen. Potenziellen Regelverstoßern durch einen Zettel im Eingangsbereich mit „Liebe Kunden, bitte bezahlen sie die Waren und klauen sie nicht“ zu konfrontieren, würde den Dieb nicht abhalten und den Redlichen brüskieren. Ähnlich eine derartige Erklärung. Die breite Masse der „Fans“ hat kein Problem mit der Einhaltung von Regeln, sondern mit denen, die dagegen verstoßen. Und eben damit wie mit Verstößen umgegangen wird und welche Maßnahmen ergriffen werden. Wenn der Verstoß einzelner zu negativen Konsequenzen für die Masse führen, während man sich davor scheut die wirklichen Verursacher zu sanktionieren, vielleicht auch weil man die Folgen der Sanktion selbst scheut, fühlt man sich selbst vom Opfer zum Täter gemacht. Ein solches Leitbild liest sich auf dem Papier schön, muss aber gelebt sein und damit nicht verordnet, sondern im Dialog vermittelt und durch Maßnahmen umgesetzt. Dazu muss man aber an die ran, die es angeht, und die werden – offenbar ja bereits mit einem grundsätzlichen Autoritätsproblem ausgestattet – sich nicht durch weitere Regeln, die zudem darauf verzichten „Ross und Reiter“ zu benennen und klare Konsequenzen aufzuzeigen, in ihrem Verhalten ändern. Statt dessen fühlt sich nun der normale Clubfan als Teil einer undefinierbaren Masse auch noch von innen mit in Sippenhaft genommen, für etwas, was er selbst längst ablehnt. Gemaßregelt von denen, von denen man ja erwartet, dass endlich agiert wird – und zwar gegen genau die „Fans“, die den großen Rest in Misskredit von außen bringen. Denn das sollte ja voraussetzen dürfen: Dass diejenigen, die das Gewaltmonopol inne haben, also die Ordnungshüter und die Inhaber des Hausrechts, auch dafür Sorge tragen, dass die allgemeinen bestehenden Regeln auch von allen eingehalten werden, und dass die Maßnahmen, die dafür nötig sind, nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit den unbescholtenen Bürger und Fan nur dann betreffen, wenn dies auch wirklich notwendig ist, während man gegen die wirklichen Störer mit den vorhandenen Instrumentarien konsequent und zielgerichtet vorgeht. Aber auch das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

58 Gedanken zu „Selbstverständlich Selbstverständnis

  • Ach deshalb gab es die Probleme,es war einfach nicht bekannt das man sowas nicht macht!-Ironie aus…steht doch so oder ähnlich in der Stadionordnung und spätestens nach der Diskussion um das Arbeitspapier von DFL und DfB war die allgemeine Haltung bekannt.
    Als Fan der sich an diese Regeln eh schon gehalten hat muss man sich nicht unbedingt von dieser Erklärung tangieren lassen.
    Höchstens mal nachfragen wenn die Vorfälle wieder mal folgenlos für die Verursacher bleiben.
    Aber wahrscheinlich braucht der Verein den Dauersingsang der Ultras um das typisch fränkische dauergemotzevon Haupttribüne und Gegebgerade nicht an die Ohren unsere sensiblen Spieler gelangen zu lassen…

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  • Das ist also übrig geblieben von den von Koch angekündigten Vorschlägen nach den Vorfällen beim Derby? Das ist der gemeinsame Nenner des Aufsichtsrates und des Vorstandes?

    Nur mal zur Erinnerung: die Masse in der U-Bahn hat zugesehen wie einer unter ihnen einen Feuerlöscher entleerte und dann aus dem Fenster auf eine entgegenkommende U-Bahn warf. Und es weder geschafft oder für nötig befunden, ihn daran zu hindern noch ihn danach festzuhalten und der Polizei zu übergeben. Man fühlte sich dafür einfach nicht verantwortlich und zuständig.

    Und als im Stadion nicht wie gegen Stuttgart die Bengalos in ausrechendem Sicherheitsabstand abgebrannt wurden und auch noch Feuerwerkskörper auf den Platz flogen, hat auch keiner derjenigen, die diese Aktion organisiert haben, es für nötig gehalten, diejenigen, die verantwortlich für Fremdgefährdungen waren, zu benennen. Und selbst nicht erkannt, daß diejenigen endgültig jeden, der den Bengaloaktionen bei geordnetem und sicherem Abbrennen durchaus noch wohlwollend gegenüberstand, zu der Erkenntnis gebracht haben, daß es nicht möglich ist, solche Aktionen zu befürworten, weil es eben in dieser Menge immer Leute gibt, die sich nicht an die Regeln halten und damit andere gefährden. Und daß die von der Gruppe geschützt werden.

    Sollte das die Diskussion gewesen sein, die Schamel letztendlich zum Rückblick bewogen hat, dann kann ich das voll verstehen, weil da das, was er mit dem von ihm entwickelten Leitbild im Verein anstoßen wollte, statt vertieft verhöhnt wird.
    Wenn ein Verantwortlicher im Verein immer noch nicht mitbekommen hat, daß sich da eine Gruppe immer mehr „Rechte“ rausnimmt auf Kosten und im Schutz der Masse und daß die mit Worten nicht überzeugt werden können, daß sie Unrecht tun, dann gehört hinterfragt, ob er in seiner Position seiner Verantwortung gerecht werden kann oder überfordert ist.

    Im übrigen hoffe ich, daß sich aus der „Strafe“ des DFB nicht noch ein viel größeres desaster ergibt. Nur mal als Vorwarnung: die gegenerischen Fans sind in den unteren Blöcken. Die Blöcke darüber sind meist frei. Ich hoffe, da wird vom verein wemigstens drauf geachtet, daß nicht grad da diejenigen, die zurecht aus der Nordkurve verbannt wurden, sich mal zeitweilig dort einfinden.

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  • Nur was wäre die Alternative zu dieser Erklärung?

    Ja es ist richtig, dass sich rund um unsere Ultras, vor allem wohl die BDA, ein latent rechtsfreier Raum entwickelt hat. Andererseits ist auch bekannt, dass insbesondere die Ultras auch eine wichtige Sozialarbeit in einem Bereich der Jugendszene machen, auf männliche Jugendliche einwirken können, die sonst von Autoritäten nur schwer erreichbar sind.

    Dazu kommt, dass genau aus diesem Bereich heraus ein wichtiger Teil des Supports kommt, natürlich kann man Dauergesang auch kritisch sehen, aber, wenn wir ehrlich sind, dann ist es schon die Kurve, die den Fan-Support ausmacht. Sprich die Hardcore Fans aus der Kurve machen auch den Unterschied zwischen Traditionsverein und Firmenabteilung aus.

    Vielleicht hat man zu lange gehofft mit Reden etwas erreichen zu können?

    Die Ultras haben aber auch früh erkannt, dass das Entertainment Produkt Fußball den Gesang und die Choreos der Kurve braucht, würde man dagegen vorgehen, dann würde man auch auf Attraktivität verzichten.

    Für diese Tätigkeit erwartet man Sonderrechte, bekommt diese auch und dann gibt es halt immer welche, die noch mehr Sonderrechte wollen, es sind ja auch Jugendliche, die noch ihre Grenzen suchen.

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    • Armin:
      Nur was wäre die Alternative zu dieser Erklärung?

      Ja es ist richtig, dass sich rund um unsere Ultras, vor allem wohl die BDA, ein latent rechtsfreier Raum entwickelt hat. Andererseits ist auch bekannt, dass insbesondere die Ultras auch eine wichtige Sozialarbeit in einem Bereich der Jugendszene machen, auf männliche Jugendliche einwirken können, die sonst von Autoritäten nur schwer erreichbar sind.

      Dazu kommt, dass genau aus diesem Bereich heraus ein wichtiger Teil des Supports kommt, natürlich kann man Dauergesang auch kritisch sehen, aber, wenn wir ehrlich sind, dann ist es schon die Kurve, die den Fan-Support ausmacht. Sprich die Hardcore Fans aus der Kurve machen auch den Unterschied zwischen Traditionsverein und Firmenabteilung aus.

      Vielleicht hat man zu lange gehofft mit Reden etwas erreichen zu können?

      Die Ultras haben aber auch früh erkannt, dass das Entertainment Produkt Fußball den Gesang und die Choreos der Kurve braucht, würde man dagegen vorgehen, dann würde man auch auf Attraktivität verzichten.

      Für diese Tätigkeit erwartet man Sonderrechte, bekommt diese auch und dann gibt es halt immer welche, die noch mehr Sonderrechte wollen, es sind ja auch Jugendliche, die noch ihre Grenzen suchen.

      Man hatte doch irgendwann mal angefangen (aus meiner Sicht richtig) zu reagieren: man hatte Choreos verboten. Und ihnen Rechte (Container) entzogen.

      Klar werden die da erstmal mit Boykott antworten. Aber dann wird sich auch bei den Verantwortlichen der Ultras irgendwann mal die Frage stellen, ob sie wirklich ihre durchaus sinnvolle Sozialarbeit und auch die Attraktivität ihrer Gruppe für viele nur um des Machtkampfes (durch illegale Aktionen einzelner ausgelöst) aufgeben wollen oder ob sie nicht doch kompromißfähig sind. Denn wenn sie über längere Zeit weder singen noch Choreos machen, was bleibt denn dann? Die Kämpfe mit Gegnern? Ob das wirklich die Hauptattraktion für viele ist?

      Eine Gruppe, die nicht in der Lage ist zu erkennen, daß sie ihre ganze Arbeit selbst dadurch zerstört, daß sie zu rigide an ihren Regeln der Gruppensolidarität festhält (auch bei denjenigen, die dies ja auch gegen sie ausnutzen), ist auf Dauer nicht zu unterstützen.
      Dieses Argument können Neonazigruppen oder Sekten auch verwenden: wir sorgen doch mit unserer Arbeit dafür, daß die eben nicht auf der Straße landen…

      Wenn man das toleriert, weil man die positiven Seiten ihrer Arbeit immer als Entschuldigung heranzieht, dann tanzen ein paar wenige nicht nur dem Verein und den nicht organisierten Fans, sondern auch der Gruppe auf der Nase rum.

      Es muß einfach auch für die Außenstehenden erkennbar sein, daß die Grundregeln des Zusammenlebens auch in dieser Gruppe gelten. Und dazu gehört aus meiner Sicht als allererstes, daß Fremdgefährdung von Menschen, die nicht in diese Gruppe gehören, von dieser Gruppe auch nicht gedeckt wird. Es geht einfach nicht, daß man das akzeptiert, daß die das intern zu regeln versprechen. Auch wenn es nur eine Ordnungswidrigkeit ist.

      Ich finde jedenfalls, wenn man das für diese Gruppe akzeptieren würde, dann kann jede Familie oder Gruppe kommen und sagen: Gewalt, die von unserer Familie/Gruppe ausgeht, das regeln wir intern. Wir liefern die nicht der Staatsmacht aus.
      Und an dem Beispiel kannst du auch erkennen, daß die Allgemeinheit es auch nicht tolerieren kann, wenn es um Gewalt geht. Denn dann sind dem, was leider sowieso noch viel zu oft passiert, Tür und Tor geöffnet: daß Mißbrauch und Gewalt gegen einzelne nicht unterbunden und sanktioniert wird.

      Und damit will ich den Ultras wirklich nicht absprechen, daß sie nicht auch Gutes tun. Ich freu mich an deren Choreos und ich find ihre Typisierungsaktionen oder ihre öffentliche Unterstützung von Schwerkranken in Ihrer Gruppe oder den Umgang mit Trauer durchaus anerkennenswert.

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  • Mal was ganz anderes: ich war ja in letzter Zeit oft schockiert, wie sich Joschka Fischer entwickelt hat. Aber seine Sprüche in Richtung Bruchhagen kann man gut auf unseren Verein übertragem:

    „Man kann nicht sagen, Mittelmaß ist unser Ziel. Man darf keine Träume auf Mittelmaß reduzieren.“

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  • „Die Geister die ich rief werd ich nun nicht mehr los…“

    Vor gut einem Jahr wurde der „normale“ Fan aus dem Block 7 vertrieben um einen weiteren „Stimmungsblock“ zu schaffen.
    Bereits zu diesem Zeitpunkt hat es die Vereinsführung verpasst dem aufziehenden Unheil einen Riegel vorzuschieben, viel schlimmer noch, es wurde sogar noch unterstützt!!!

    Das jetzige Verhalten ist purer Aktionismus, und die Lage ist so sicher nicht in den Griff zu bekommen.

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    • Sputkin,

      Bevor du noch weiter Goethe zitierst, kannst du mir bitte mal den Unterschied zwischen normalen und unnormalen Fans erklären!?
      Auch kann ich keine „Vertriebenen“ erkennen…
      Es sind nun mal die „Stimmungsblöcke“, hätten wir die Nordkurve nicht, gäbe es auch keine Stimmung! Und hier meine ich die Nordkurve und reduziere mich nicht auf die Ultras, die aber das ganze natürlich tragen…und die Idioten hast du immer und überall, da hilft leider gar nichts, gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Da helfen auch keine Kameras, „Verdeckte“ oder andere Maßnahmen, um diesen Chaoten beizukommen. Die Szene reinigt sich immer wieder selbst.
      Welches aufziehende Unheil du da siehst oder sehen willst, erschließt sich mir auch nicht, die Probleme sind schon länger bekannt, mal mehr und mal weniger. Die Hoolsszene hatten wir in den 80er und 90er, dann die Ultras bis heute. Die Schwachköpfe nisten sich überall ein, und sind z. T. bekannt, polizeilich und auch dem Verein. Das dieser das unterstützt ist schlicht falsch, es ist halt nicht einfach, dem allem beizukommen. Es wurde ja schon viel erreicht mit der Fanbetreuung, das gab es „früher“ so nicht. Und um es mal unpopulär auszudrücken, habe ich lieber die Pyros im Stadion, als die Prügelei im Umfeld. Das natürlich beides rechtswidrig ist und verurteilt werden muss, versteht sich von selbst, bitte nicht falsch verstehen!
      Das der Verein auf den Teilausschluss reagieren muss, ist doch klar, wo ist da der Aktionismus?? Wäre nichts verfasst worden, hätte es auch Kritik gegeben, warum der Verein denn nichts tut….

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  • Ich bin da immer zwiegespalten, ja ich wünsche mir auch, wir könnten wieder einmal sportlich ganz oben angreifen, aber ich sehe auch die Realität, sportlicher Erfolg geht nur mit wirtschaftlicher Kraft und es gibt einfach Vereine/Firmenabteilungen, die dermaßen finanziell unterstützt werden, wie soll man da konkurrieren? Ja klar Dortmund und Noch mehr Bayern haben das geschafft, aber halt auch zu einer Zeit, als z.B. Bayer noch nicht bereit war 75 Mio mal auf einen Schlag in seine Sportabteilung zu stecken, als RB noch nicht vor dem Tor der Bundesliga stand, als es Hoffenheim noch nicht gab …

    Sind wir ehrlich, der große Erfolg ist nur machbar, zumindest ohne den Verein zu riskieren, wenn ein multinationaler Konzern oder ein Milliardär, sei es ein Scheich oder sonst wer uns kaufen würde. Aber das wollen wir auch nicht.

    Ist es dann nicht realistischer Mittelmaß zu fordern, anzustreben, als völlig irrationale Dinge zu postulieren?

    Und was war denn in Frankfurt vor Bruchhagen? Der Verein war insolvent und musste von der Politik, via Fraport und Mainova gerettet werden. Natürlich soll man sich ambitionierte Ziele setzen, der Schritt zum Größenwahn ist dann aber auch ein sehr kleiner.

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    • Armin:
      Ich bin da immer zwiegespalten, ja ich wünsche mir auch, wir könnten wieder einmal sportlich ganz oben angreifen, aber ich sehe auch die Realität, sportlicher Erfolg geht nur mit wirtschaftlicher Kraft und es gibt einfach Vereine/Firmenabteilungen, die dermaßen finanziell unterstützt werden, wie soll man da konkurrieren? Ja klar Dortmund und Noch mehr Bayern haben das geschafft, aber halt auch zu einer Zeit, als z.B. Bayer noch nicht bereit war 75 Mio mal auf einen Schlag in seine Sportabteilung zu stecken, als RB noch nicht vor dem Tor der Bundesliga stand, als es Hoffenheim noch nicht gab …

      Sind wir ehrlich, der große Erfolg ist nur machbar, zumindest ohne den Verein zu riskieren, wenn ein multinationaler Konzern oder ein Milliardär, sei es ein Scheich oder sonst wer uns kaufen würde. Aber das wollen wir auch nicht.

      Ist es dann nicht realistischer Mittelmaß zu fordern, anzustreben, als völlig irrationale Dinge zu postulieren?

      Und was war denn in Frankfurt vor Bruchhagen? Der Verein war insolvent und musste von der Politik, via Fraport und Mainova gerettet werden. Natürlich soll man sich ambitionierte Ziele setzen, der Schritt zum Größenwahn ist dann aber auch ein sehr kleiner.

      Ja es realistischer. Aber sind Träume realistisch?

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    • Armin,

      Ich find du hast das gut analysiert und sehr gut ausgedrückt, aber den Schritt zum Größenwahn seh ich derzeit eher gering (als wahrscheinlich an).
      Schließlich haben wir es ja nicht mal (seit Jahren) geschafft, ein mittleres Maß an Investition zu tätigen. Was wir geholt haben, war entweder auf gut Glück ablösefrei oder extrem günstig ( tlw. aus Liga 3 ) zu erwerben!
      Damit hat zwar funktioniert, daß wenig Geld ausgegeben wurde, aber auf Dauer kannst du keinesfalls mit so einer Politik mit investitionsfreudigen (aber auch seriös arbeitenden Clubs mithalten), erst recht nicht mit Top-Klubs wie Bayern und Dortmund!!!
      Im übrigen bin ich etwas skeptisch, das immer wieder zu hören ist, „wir müssen finanziell kleine Brötchen backen“?
      Was ist mit den Zuschauerzahlen? Was ist mit einem guten Stadion? Was ist mit dem großen Einzugsgebiet? Was ist mit der Vermarktung?, FCN ruhmreicher und 9-maliger Deutscher Meister, international bekannt, Nr. 5 hinter Bayern, Dortmund, Gladbach, Schalke. Vor Leverkusen, Köln u.anderen.
      Aber es wird einem gesagt, „hier müssen wir kleine Brötchen backen“…. Wenn man das noch tausendmal sagt, dann glaubt man es natürlich.
      Das heißt nicht, das wir jetzt nächstes Jahr bzw.übernächste Saison (falls wir 2015 aufsteigen) gleich Champions-League spielen oder für Champions-League Furore sorgen…

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  • Aber Bruchhagen ist nicht für Träume zuständig, der ist Vorstand und der sollte sich eher der Realität stellen.

    Für die Träume sind die Fans da.

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    • Armin:
      Aber Bruchhagen ist nicht für Träume zuständig, der ist Vorstand und der sollte sich eher der Realität stellen.

      Für die Träume sind die Fans da.

      Das ist wohl dann tatsächlich das, worüber man streiten muß. Darf der Vorstand die Träume der Fans in seinen Worten nicht sichtbar werden lassen. Outet er sich damit als Träumer und kann man ihm dann nicht mehr zutrauen, realistische Ziele zu verwirklichen?
      Im Grunde geht es ja darum, wie man die Ziele formuliert. Und daß es für Fans auf Dauer eben schwer wird, Formulierungen zu akzeptieren, die die eigenen Träume zerstören.
      Wenn Martin Luther King von seinen Träumen erzählt hat, dann ging es da auch nicht um realistische Ziele sondern um Utopien, die aber nötig waren, um sich von oft frustrierenden Alltagserfahrungen nicht entmutigen zu lassen.
      Der Weg zum Gipfel ist hart und vielleicht komm ich nie an. Aber wieso sollte ich mich einen Abhang hochquälen, wenn ich von vornherein schon weiß, daß ich am Gipel sowieso nie ankommen werde?

      Hätte vor einem Jahrzehnt jemand damit gerechnet, daß Dortmund dort steht, wo die heute stehen? Wobei ich jetzt nicht weiß, ob Watzke, dieses Ziel formuliert hat oder davon geredet hat, daß Dortmund nur den Anspruch auf untere Tabellenregionen haben kann.

      Auch wenn es jetzt schwer ist und der 1.FCN strampeln muß, um nicht ganz unterzugehen im Meer der Namenlosen, wieso soll sich das nicht eines fernen Tages auch wieder mal ändern? Muß ich den Traum der 10. Meisterschaft aufgeben und mich damit abfinden, daß wir uns zwischen Platz 10 und 30 tummeln werden? Oder kann man da nicht trotzdem kommunizieren, daß man diese Strecke geht, um eines Tages eben wieder unter den besten 5 zu sein?

      Wobei es dann natürlich auch wieder eine Frage von Werten ist. Ich kenne einige, die sagen, bevor sie den 1.FCN an einen Investor verkaufen, gehen sie lieber in die Regionalliga runter.

      Und es ist natürlich so, daß der Traum ohne Geld absolut unrealistisch ist.
      Wenn ich ihn haben will, muß ich mir Gedanken machen wie ich zu mehr Geld komm. Wenn ich ihn aufgeb, kann ich auch mit weniger Geld vielleicht in der 2. und manchmal in der 1. Liga bleiben.

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  • Zurück zu den Fans und Pyro. Ich fände es auch mal toll, wenn das ganze Stadion pfeifen würde, wenn Pyro gezündet wird. Und dazu noch das Lied: Wir wollen keine Pyro-Schweine.

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    • Armin,

      ich weiß nicht, ob das was nützt. In Dresden gab es beim Spiel gegen Bielefeld (mit Spielunterbrechung) ein gellendes Pfeifkonzert bei jedem neuen Böller, der einzige, der ein Einsehen hatte, war der Fußballgott, der Bielefeld noch das 3:2 geschenkt hat.

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    • Exilfranke,

      In der jeweilige Situation ändert das nichts, das ist mir schon klar. Aber wenn man sieht wie sehr sich die Ultras um Aufmerksamkeit bemühen und Sich Anerkennung wünschen, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass ein klares Signal, dass das keiner sonst toll findet etwas bewirkt.

      Noch einmal sicher nicht in der Situation, da wird es vielleicht sogar zu Trotz führen, weil man mit der Reaktion nicht gerechnet hat, aber im weiteren schon.

      Wenn man sich viele Diskussionen mit Leuten aus der Szene so durchliest (bei Facebook ist das zum Teil möglich) dann hört man oft die Aussage raus, die andern im Stadion finden das doch auch geil, allen gefällt die Pyro und wir setzen das nur für die Mehrheit gegen die DFB-Mafia durch.

      Wenn aber klar wird, dass das außer ihnen keiner im Stadion will, dann werden sie sich etwas andres suchen. Da bin ich ziemlich überzeugt.

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  • Ausgangspunkt der Diskussion ist das Leitbild des FCN, das ich grundsätzlich gut und richtig finde. Es erinnert mich jedoch auch an wenig an solche Veröffentlichungen von Arbeitgebern die betonen wie wichtig ihnen ihre Mitarbeiter, deren Zufriedenheit und Gesundheit sind und diese Mitarbeiter dann gnadenlos mit Arbeit zuschmeissen und rücksichtslos Druck ausüben.

    Will sagen, für die Außenwirkung ist so ein Leitbild ein gutes Zeichen. Wichtig aber ist, was daraus gemacht wird, mit welcher Konsequenz das Leitbild umgesetzt wird. Da hat der Club schon noch einen steinigen Weg vor sich.

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  • Zu den (Pyro) Randalieren:
    M.E. handelt es sich dabei nicht um wirkliche Club-Fans. Wer seinen Verein liebt, unseren Glubb, unternimmt nichts wodurch er diesen ernsthaft schädigt. Diesen Idioten hat unser FCN Geldbußen in Einfamilienhaus-Höhe und einen massiven Imageverlust in der Bevölkerung/Wirtschaft zu verdanken. Und wir Fans neben Sichtbehinderung und Gestank durch Pyros jetzt auch noch im nächsten Heimspiel den Umzug in einen anderen Block.

    Das Problem der Randalierer liegt doch weit tiefer. Da spielen Subkultur, soziale Unzufriedenheit und Hormonüberschuss eine treibende Rolle. Früher gab es Jugendgangs, Prügeleien im Stadion oder zwischen Stadtteilen, Konzertsäale wurden zerlegt, bei Demos die Polizei mit Steinen beworfen.

    Heutzutage lebt sich ein Teil der jungen Menschen eben im Stadion aus, aber nicht mehr mit bedingungslosem Support, sondern mit Böllern und Bengalos. Nicht gut für den Fussball, aber ein wenig kann ich´s verstehen. Bedeutet aber auch, dass diesen jungen Menschen die eigene Selbstdarstellung wichtiger ist als die Unterstützung unseres Clubs.

    Find ich SCHEISSE!

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  • Auf den ersten Blick denkt man:

    na schön, das ist doch selbstverständlich, was bringt es, wenn man ein Schild mit Binsenweisheiten, ja quasi Allgemeinplätzen hochhält?

    Aber so ganz unsinnig sehe ich das nicht. Das ist ähnlich wie die Toilette auf dem Gang eines Bürogebäudes. Eigentlich ist es selbstverständlich, dass man das Klo nicht verschmutzt hinterlässt, dass man die Bürste benutzt. Trotzdem findet man immer „Bremsspuren“. Aber wenn man dann ein Schild hinmacht „Bitte Bürste benutzen“ oder Hinterlasse es so, wie Du es selbst vorfinden möchtest“ wird es plötzlich besser. Als ob manche Menschen immer wieder an Selbstverständlichkeiten erinnert werden müssen, an die Grundlagen respektvollen Miteinanders.

    Ich glaube daher schon, dass es dem Einen oder Anderen einen Denkanstoß gibt, v.a., wenn der Horizont nicht allzu weit reicht. Ob das natürlich auch bei Menschen hilft, für die Auflehnung zum Konzept gehört, ist eine andere Sache…

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    • Optimist,

      Du bist und bleibst wie dein Name: immer optimistisch.
      In unserem Leitbild steht das doch alles eh schon drin. Und gesagt worden, geschrieben worden ist es auch schon oft genug. Meinst du allen Ernstes, wenn diese Verlautbarung in den Blöcken aushängt, werden die, die das alles bisher ignoriert haben, auf einmal denken: „Oh das war mir noch gar nicht bewußt, daß ich in genau diesem Block kein Bengalo abbrennen soll. Das lass ich doch gleich mal bleiben.“???
      Deine Argumentation könnte ich noch nachvollziehen, wenn da irgendwelche Strafen drinstünden für den Fall, daß Clubfans sich an das Vorausgesetzte nicht halten. Aber stattdessen, wünscht sich die Vereinsführung, daß sich Fans und Vereinsführung übereinstimmend verhalten.
      Wow, ja, das macht garantiert Eindruck auf diejenigen, die sich bisher Argumenten nicht zugänglich zeigten.

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      • Beate60,

        da habe ich mich am Ende auch nicht so klar ausgedrückt. Ich erwarte, dass diese Verlautbarung auf die Ultras und BDA usw. überhaupt keinen Einfluss hat. Da hast Du völlig recht.

        Wo ich mir aber etwas Denkanstoß erhoffe, ist die Peripherie, Leute, die zwar nicht mitmachen würden, es aber so schön effektvoll finden. Es geht darum, diese Dinge in Ihrer Akzeptanz zu isolieren. Wenn es dann keiner mehr gut findet, außer denen, für die es das pure Abenteuer ist, ist vielleicht auch der innere Druck der Gruppe ein anderer.

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        • Optimist:
          Beate60,

          da habe ich mich am Ende auch nicht so klar ausgedrückt. Ich erwarte, dass diese Verlautbarung auf die Ultras und BDA usw. überhaupt keinen Einfluss hat. Da hast Du völlig recht.

          Wo ich mir aber etwas Denkanstoß erhoffe, ist die Peripherie, Leute, die zwar nicht mitmachen würden, es aber so schön effektvoll finden. Es geht darum, diese Dinge in Ihrer Akzeptanz zu isolieren. Wenn es dann keiner mehr gut findet, außer denen, für die es das pure Abenteuer ist, ist vielleicht auch der innere Druck der Gruppe ein anderer.

          Kann nur für mich sprechen. Ich fand, wie es bei der Choreo vor dem Stuttgartspiel durchgeführt wurde, so, daß ich bereit war, über Pyro zu diskutieren.
          Das, was dann in Fürth gemacht wurde, hat mir gezeigt, daß ich da viel zu optimistisch war und daß die Ultras das bei ihren Mitgliedern eben nicht kontrollieren können und offenbar auch gar nicht wollen.
          Und daß mittlerweile leider auch der Verein da absolut ins Hintertreffen geraten ist in bezug auf Handlungskompetenz.
          Für meine Erkenntnis brauch ich nicht so ein Schreiben von der FCN-Führung. Das würde mich ganz bestimmt nicht zum Umdenken bringen.
          Von der FCN-Führung hab ich mir erhofft, daß die sich überlegen, wie sie das künftig verhindern und bestrafen werden. Nachdem klar ist, daß das nicht funktioniert. Und daß sie das der Öffentlichkeit kundtun.

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          • Beate60: Kann nur für mich sprechen. Ich fand, wie es bei der Choreo vor dem Stuttgartspiel durchgeführt wurde, so, daß ich bereit war, über Pyro zu diskutieren.
            Das, was dann in Fürth gemacht wurde, hat mir gezeigt, daß ich da viel zu optimistisch war und daß die Ultras das bei ihren Mitgliedern eben nicht kontrollieren können und offenbar auch gar nicht wollen.

            Da sprichst Du nicht nur für Dich. Auch ich hätte Pyro unter Kontrolle befürworten können, allerdings nur, wenn es legal und abgesegnet ist. Das in Fürth war aber der Beweis, dass man es einfach kategorisch ablehnen muss. Hier ging es auch v.a. um eine Machtdemonstration: „seht her, war wir hier auf Eurem Ground abziehen können, ihr habt nicht mal Kontrolle über das eigene Wohnzimmer!“

            Wo man solche Spielchen braucht, ist mit Einsicht nicht zu rechnen.

            Klar brauchst Du kein solches Schreiben, um das zu erkennen. Aber es gibt ja auch einfacher gestrickte Menschen 😉

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  • Der Club und das Mittelmaß. Ein schwieriges Thema.

    Ist Mittelmaß besser als Fahrstuhlmannschaft? Jetzt, unmittelbar nach dem Katastrophenabstieg, bin ich geneigt dem zuzustimmen, Hauptsache 1. Liga. Vor der letzten Saison aber kam mir jedoch schon der eine oder andere Gedanke an ein was wäre wenn der Club endlich mal wieder etwas weiter oben…

    Auffällig war schon, das sich der FCN in der öffentlichen Wahrnehmung außerhalb Frankens in Richtung graue Maus bewegte. Das gesicherte Mittelfeld ist halt leider uninteressant für die breite Masse der Bevölkerung, ebenso der Wirtschaft. So gesehen unternimmt unser FCN doch einiges um im Gespräch zu bleiben.

    Ideal wäre nie schlechter als Mittelmaß, aber gerne mit regelmäßigen Ausschlägen gen Europa. Doch wie soll der Club das finanzieren?

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  • Ich komme mir von dieser bahnbrechenden Veröffentlichung, gelinde gesagt, verarscht vor.
    Hätte man wenigestens geschrieben:
    „Bitte, bitte, liebe Ultras, sorgt doch dafür, dass das nicht mehr passiert, wir mögen Euch doch!“
    Dann wäre es wenigstens ehrlich gewesen.
    So aber ist das völlig sinn- und zweckfreies Blabla.
    Aber so billig kommt man aus dieser Nummer nicht heraus.

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    • Claus: Aber so billig kommt man aus dieser Nummer nicht heraus.

      Ja, so ist das. Man kann dieses Pamphlet auch nur als ersten Schritt verstehen, als Grundsatzerklärung. Darauf aufbauend müssen dann aber auch Taten folgen und Sanktionen für diejenigen, die das Selbstverständnis mit Füßen treten. Entsprechend ist erst einmal eine schärfere Überwachung der einschlägig bekannten Fangruppen erforderlich. Dies ist aber präventiv zu sehen. Zur Vergangenheitsbewältigung gehört auch der Versuch, Täter zu ermitteln.

      Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das schon alles gewesen sein soll. Das kann nur der Anfang sein.

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      • Optimist:
        Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das schon alles gewesen sein soll.

        Ich leider schon.
        Interessanterweise ist auf dem UN94-Blog noch gar nichts zu dem Thema zu lesen. Da warte ich auch schon drauf, wie sie sich da positionieren, kann mir das aber auch schon ungefähr vorstellen.

        Ich kenne auch genug Leute, die die Pyroshow gegen Stuttgart, die uns letztendlich eine der beiden Sperren eingebracht hat, geil fanden, da wird nie ein Umdenken stattfinden, und der Verein wird erst reagieren, wenn der DFB ein komplettes Geisterspiel aufbrummt.

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  • Die einzig adäquate Reaktion des Vereins wäre es den Ultras mitzuteilen, dass beim nächsten Verstoß, die Dauerkarten zurückgegeben werden müssen und in der Nordkurve Sitzplätze aufgestellt werden, die Dauerkarten dafür werden teurer sein und werden nur zugelost. Sprich es kann nicht sein, dass sich eine größere Gruppe an einem Ort befindet.

    Das ganze mit der Aufforderung, dass man die Ultras doch ganz höflich darum bittet, dass sie in den eigenen Reihen eine Selbstreinigung durchführen um zu verhindern, dass in Nürnberg die Fußballkultur der Stehränge verschwindet.

    Sprich, jetzt liegt es an Euch, wollt Ihr die Kultur der Stehränge im Rahmen des erlaubten bewahren, oder wollt Ihr die Totengräber der Fankultur sein.

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    • Armin,

      der Gedanke ist echt gut! Und sogar leicht zu realisieren, denn die Plätze in der Nordkurve sind ja bereits mit diesen Kombi-Stühlen ausgestattet, die man ausklappen kann. Man müsste sie nur entriegeln.

      Natürlich müsste man vermutlich – analog zu den aktuellen Blocksperren – den Restwert zurückzahlen und hat dann nur noch etwa halb so viele Plätze in diesem Bereich (ich glaube, ein Sitzplatz entspricht räumlich 2 Stehplätzen, oder sind es nur 1,5?).

      Geht natürlich nur, wenn zuvor die Nutzung von Stehplätzen untersagt wird – wer auch immer dazu befugt ist. Ich fürchte nur, die Drohung allein wird nicht ernst genommen werden „das machen die ja doch nicht“….

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  • Der Club hat nachgeholt, was längstens schon hätte verankert sein können.
    Das ist kein neues Selbstverständnis, sondern fast allgemeingültige Plattitüden, die darin gipfeln, dem nicht konform gehenden Mitglied indirekt zu sagen, woran es liegt.

    Ich schäme mich für diese Farce von Selbstverständlichkeit und werde das Stadion nicht mehr betreten, so lange ich das Gefühl haben muss, dass ich für diese Vollpfosten mit in Sippenhaft genommen werden soll.

    Dieser zum Himmel schreiende Kuschelkurs mit den Vermummten, Chaoten und Pyromanen ist für mich nicht tragbar.

    Ich fordere alle klar denkenden Menschen auf, das Stadion bis auf weiteres nicht mehr zu betreten und auf der MV für eine klare Distanzierung in Wort und Tat von diesen Subjekten einzutreten.

    Ich schäme mich für dieses nichtssagende Dokument und für die inakzeptable Inkonsequenz der Verantwortlichen.

    Danke für deinen Kommentar, Alexander!

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  • Mein Gott, irgendwas musste man doch sagen.

    Insgesamt zeugt die Veröffentlichung von einem gewissen Maß an Pragmatismus und läßt Handlungsspielraum.

    Einige Kommentare hier sind schon wieder zum Haareraufen. Man spricht von Sippenhaft, in die man nicht genommen werden will, fordert selbige aber für Andere.

    Wer von Euch stellt denn seinen Sitznachbarn zur Rede, wenn der Beleidigungen auf das Spielfeld brüllt oder zeigt ihn wegen rassistischer Schmährufe nach dem Spiel an? Aber so ein Ultra muß natürlich einschreiten…

    Mal drüber nachdenken.

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    • Nick: Man spricht von Sippenhaft, in die man nicht genommen werden will

      das verstehe ich übrigens auch nicht. Ich fühle mich nicht in Sippenhaft. Warum sollte ich mich davon brüskiert fühlen? Es muss doch jedem Normalo-Fan, für den eben diese Verlautbarungen selbstverständlich sind, klar sein, dass er damit nicht gemeint ist!

      Dann sollte ich mich auf einem öffentlichen Klo von dem Schild „klobürste benutzen“ ja auch brüskiert fühlen. Keine Ahnung, warum man sich immer persönlich angesprochen fühlen muss, wenn man gar nicht Ursache und Adressat einer Aussage ist. Bleibt einem ja auch nichts anderes übrig, wenn man einen anonymen Adressaten anspricht, dass man dann etwas in die Allgemeinheit stellt…

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      • Nick: Einige Kommentare hier sind schon wieder zum Haareraufen. Man spricht von Sippenhaft, in die man nicht genommen werden will, fordert selbige aber für Andere.

        Es gibt da zwei Arten von Sippenhaft.
        Zum einen die GROßE. Die trifft zu, wenn z.B. in den Medien von den randalierenden Clubfans die Rede ist. Wenn die Berichterstattung undifferenziert über einen Kamm schert. Wenn jeder x-normale Clubfan im FCN-Trikot raunend angegafft wird: „Uh, einer von den furchtbaren Clubfans.“
        Oder wenn in Folge der eskalierenden Spirale am Ende ein oder mehrere Geisterspiele auf dem Plan stehen. Dann trifft das mich. Dann nenne ich das Sippenhaft.

        Zum anderen die KLEINE. Wenn z.B. die unbeteiligten Fans in den Blöcken, in denen Pyro brennt, pauschal verurteilt werden. Dann gefällt das denen vielleicht zum großen Teil genauso wenig, wen sie jetzt in einen anderen Block umziehen müssen.

        Ich verurteile beide Formen. Ich fordere aber auch keine. Ich erwarte lediglich einen geradlinigen Kurs gegen diese „Brandstifter“ von Seiten unserer Vereinsführung.

        Wenn du dir deshalb die Haare raufen musst, kann ich das nicht ändern. Ich hoffe aber, dass dir die Standorterörterung der Ultras ein wenig die Augen öffnet, dass es hier nicht nur um kriminalisieren geht, sondern schon auch darum, dass einige, wenn auch nicht alle Ultras, den Pyromanen eine Plattform bieten.

        Ich wünsche mir einfach eine direkte, geradlinige Strafverfolgung derer, die sich nicht an Regeln halten. Lösungen gibt es viele, sie wurden hier auch schon erörtert.

        Optimist: das verstehe ich übrigens auch nicht. Ich fühle mich nicht in Sippenhaft. Warum sollte ich mich davon brüskiert fühlen? Es muss doch jedem Normalo-Fan, für den eben diese Verlautbarungen selbstverständlich sind, klar sein, dass er damit nicht gemeint ist!

        Wenn der Club eine Leitbild verlautbart, soll ich nicht gemeint sein?

        Das ist mir eine doch recht abstruse Auslegung. Wie oft haben wir hier über ein Leitbild gesprochen, das, wenn denn vorhanden, nicht recht ernst zu nehmen ist ob der Allgemeinplätze.
        Aufgrund der Ereignisse im Derby, also auf eine gewisse Drucksituation hin, wird reagiert.

        Und was bekommt man vorgesetzt?
        Kalten Kaffee…

        Es geht nicht darum, dass ich mich nicht angesprochen fühlen muss.
        Es geht nicht darum, dass man mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner im Gespräch mit den sonst verloren Geglaubten bleiben möchte.

        Es muss auch einfach auch mal darum gehen genau die zur Verantwortung zu ziehen, die diese Suppe dem Verein, den Verantwortlichen und den anderen Fans einbrocken.

        Und da erwarte ich deutlich mehr von Seiten der Verantwortlichen.
        Insgesamt kann ich mich des Eindrucks nämlich nicht erwehren, dass da im Moment der Schwanz mit dem Hund wedelt…

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        • Teo:
          Und was bekommt man vorgesetzt?
          Kalten Kaffee…

          Der soll schön machen, hat meine Oma immer gesagt.

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          • Claus: Der soll schön machen, hat meine Oma immer gesagt.

            Deine Oma hatte recht.

            Derbfuss (Kaffeetrinker, bevorzugt kalt) 😉

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        • Teo: Wenn der Club eine Leitbild verlautbart, soll ich nicht gemeint sein?

          mit dem erhobenen Zeigefinger. Du bist aber auch ein Wortklauber 😉

          Wenn mir jemand ein Leitbild präsentiert, dem ich ohnehin folge, dann geschieht das, soweit es mich betrifft, rein informativ. Ich muss mich davon nicht gemaßregelt fühlen.

          Deine Definition von Sippenhaft finde ich nachvollziehbar. Aber vom Club fühle ich micht trotzdem nicht in eine solche genommen. Das geschieht von Außen, wenn mich jemand (oder die Medien) darauf ansprechen würde.

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  • Nick: Man spricht von Sippenhaft, in die man nicht genommen werden will, fordert selbige aber für Andere.

    Also ich sprach von Sippenhaft! Forderte aber keine für andere. Das schon mal ne wichtige Differenzierung. Ich fordere klare Strafverfolgung und Durchsetzung der Regeln gegen die, die sie nicht befolgen wollen – ob als einzelner oder als Gruppe, immer aber mit klarer Zuordnung.

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    • Alexander Endl – Clubfans United,

      die Formulierung mit der Sippenhaft war ein wenig blöd von mir, da ich gar nicht auf Deinen einleitenden Kommentar anspielen wollte (daß ich den Begriff von dort hatte, war mir gar nicht aufgefallen).

      Mir ging es eher darum, daß nicht alle, die da in der Kurve stehen, per se feuerlöscherwerfende Pyromanen sind und man unterscheiden muß zwischen „Rhein in Flammen“ in der Nachbarstadt und ein/zwei/drei Leuchtfeuern.

      Das Gehabe in Fürth war schon recht deutlich als geplante Aktion zu erkennen. Aber bei einzelnen Verstößen nach einer Selbstreinigung der Gruppe zu rufen oder die ganze Gruppe in die Verantwortung zu nehmen, das finde ich schon grenzwertig. Auf den Alltag übertragen stelle ich mir das lustig vor. Gäbe es dann eigentlich noch eine Partei, die nicht verboten wäre? Dürften wir dann noch Auto fahren? Die Gruppe der Audi-Fahrer sollte schonmal aufpassen 😉

      Ich finde den vom Club eingeschlagenen Weg nicht verkehrt. Man kann versuchen, über den Dialog mit der Gruppe Einfluß zu nehmen und muß dabei die Grenzen ausloten und die eben notfalls anpassen. Da gibt es halt kein Lehrbuch. Ich gehe auch fest davon aus, daß sich die Beteiligten andere Worte anhören mussten als sie in dem veröffentlichten Text stehen.

      Eine deutlichere Stellungnahme würde vielleicht den einen oder anderen Ärger leichter verdaulich machen, es würde aber dafür sorgen, daß man die betreffenden Personen noch weniger erreicht.

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  • Tja, da ist sie nun, die Stellungnahme der Ultras. Zu finden im Pressespiegel. Wie erwartet strotzt sie vor Starrsinn und Zynismus, blanker Selbstbeweihräucherung und Unverständnis. Meine Lieblingspassage ist:

    „Auch in Fürth blieb der Py­ro-​Ein­satz von Ul­tras Nürn­berg äu­ßerst ver­ant­wor­tungs­be­wusst und bei­spiel­haft“

    Ja ne is klar, ich habs immer gewusst, dass das Werfen von Pyros auf das Spielfeld beispielhaft ist. Man sollte die Dinger beim Einlass verteilen, damit jeder was zum Werfen hat 🙄

    Wie ich schon sagte, man muss die Einzeltäter erwischen. Kollektivstrafen bringen ja scheinbar nichts. Und da kommt die intensive Kameraüberwachung ins Spiel. Gerade dadurch kann man vielleicht einzelne aus dem Kollektiv herausgreifen und muss nicht die Gesamtheit bestrafen.

    Naja, anderseits, wenn die Stellungnahme den Standpunkt aller Ultras repräsentiert, sind auch entsprechende Kollektivstrafen (gruppenbezogen durch Entzug von Privilegien) angebracht….

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    • Optimist

      Mein Lieblingssatz:
      „Dar­über hin­aus blieb so­wie­so gar keine an­de­re Mög­lich­keit, als gegen die Auf­la­gen zu ver­sto­ßen.“
      Und das Video ist auch ein herrlich abschreckendes Beispiel.
      So ungefähr sah es früher an Sylvester am Burgberg aus, wo man ja „Pyro“ zurecht auch verboten hat.
      Nein, ich mochte es damals nicht und werde es auch nie mögen.

      Nur schade, dass aus dem ultrafreien Stadion nichts wird, der temporäre Umzug scheint ja beschlossene Sache zu sein.

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  • Yo mei… Vielleicht hab ich ja was falsch verstanden, aber für mich ließt sich das so: Für einen gelungenen Fußball(!)abend ist vor allem verantwortlich: Pyro. Ansonsten sind Ultras für nichts verantwortlich, sondern eher so was wie das Wetter – kannst es eh nicht ändern, musst dich dem halt anpassen. Verantwortlich dafür sind „die Verantwortlichen“ und der DFB, der sowieso der Feind ist.
    Hermetisches Weltbild. Gruselig. Als sei es die Hauptaufgabe des FCN, diesen Selbstdarstellern eine Bühne nach ihrem Gusto bereitzustellen.

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  • Was ich beim besten Willen nicht verstehe:
    Warum müssen es unbedingt diese scheißgefährlichen Mistdinger sein?
    War jemand früher im Linde beim EHC? So ginge es doch auch.

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  • Zur Stellungnahme der Ultras mein Kommentar:

    Pyros sehen schon geil aus, vor allem wenn du sie aus dem gegenüberliegenden Block siehst. Wenn ich direkt daneben stehe, empfinde ich die Sache schon komplett anders. Sie stinken (ist dieser Rauch eigentlich unbedenklich für die Atemwege?), vernebeln mir die Sicht aufs Spiel (dafür bin ich doch im Stadion) und wer einmal gesehen hat wie ein Bengalo einem unbeteiligten Fan die Hand durchbrennt (so geschehen bei nem Heimspiel 1985) sieht die Pyro-Sache erst recht kritisch.

    Aber unabhängig von Pro und Contra, Pyros sind verboten. Das ist nun mal Fakt. Das Stadtgebiet Nürnberg hat viele Strassen auf denen richtig geil schnell gefahren werden kann, macht Ultraspaß. Erlaubt ist aber nur Tempo 50, was jedem bekannt ist. Ist scheisse, ist aber so. Da darf ich mich aber nicht aufregen, wenn ich dann ne Geldstrafe kassiere und mir irgendwann der Führerschein entzogen wird! Auch beim Herumrasen gefährde ich potentiell andere, aber das Bußgeld muss ich zahlen und lasse nicht feige andere für mich bluten!

    Was wollen die Zündler nun erreichen, in dem sie weiterhin gegen das Verbot verstossen? Sich mit dem Titel als Bußgeldkönig brüsten, Motto wir wird als erster Strafen-Millionär? Da danke ich als Club-Fan sehr, wenn meinem Verein irgendwann deswegen das Geld fehlt, einen eventuell entscheidenden Spieler zu verpflichten. Auch etwaige Sponsoren werden von einer ständigen (sicherlich übertriebenen, tendenziösen und unausgewogenen) Berichterstattung darüber abgeschreckt. Fehlt also doppelt Geld. Super!

    Also weiter Pyromania, auf die Blocksperrung wird die nächste Zündelei folgen. Diese wird der Logik dieser Abwärtsspirale entsprechend mit einem Geisterspiel (plus Geldstrafe) geahndet. Hey verdammt, ich will meinen Glubb spielen sehen, ihn anfeuern, unterstützen, auf meinem Block, nicht beim Kumpel auf dem Sofa beim Sky/Sport1 glotzen!!! Aber brennt ruhig weiter eure Show ab, wer schafft´s zuerst zum Punktabzug?

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  • Auch dieser vollkommenes Unrechtsbewußtsein demonstrierende Beitrag aus Ya Basta zeigt, daß nicht zu erwarten ist, daß die Ultras zur Einsicht kommen.

    Und das ist im Moment das Problem unseres Vereins. Weil wir eben Ultras haben, die glauben für die gerechte Sache kämpfen zu müssen.

    Und deshalb muß sich der Verein eben auch eine Strategie überlegen, wie er den Ultras klar macht, daß sie nur ein Teil der Fans sind und daß der Verein nicht bereit ist, wegen ihrer Aktionen irgendwann einmal alle Fans aus dem Stadion ausschließen zu lassen.
    Der Verein hat nicht nur gegenüber den Ultras eine Fürsorgepflicht, sondern auch gegenüber allen anderen Fans dieses Vereins.

    Solche Softstellungnahmen von seiten des Vereins mögen die Stimmung bei den Ultras in der Richtung kanalisieren, daß die weiter bereit sind, mit den Verantwortlichen zu reden.

    Aber sie tragen mit Sicherheit nicht dazu bei, daß die unbeteiligten Fans den Ultras gegenüber eine positivere Einstellung entwickeln.

    Im Gegenteil, dieses Gefühl von ihnen terorisiert zu werden und ihretwegen auch finanzielle Nachteile zu erfahren (was eine teuere Karte in einem anderen Block nun mal ist), mit der dann die Strafen für Pyroaktionen und andere Übergriffe von Seiten der Fans wohl auch refinanziert werden, wird die Spannung weiter erhöhen.

    Und vermutlich werden auch die Fans, die jetzt noch der Überzeugung sind, daß diese Pyroaktionen doch ganz geil sind und man den Ultras die billigen Eintrittskarten verdankt, eines Tages auch ihre Meinung ändern. Spätestens wenn sie nicht mehr ins Stadion dürfen oder noch öfter nur teuere Sitzplätze zu haben sind.

    Der Glaube, daß die Ultras den längeren Atem haben und deshalb irgendwann der DFB einlenken wird, kann einfach nur als Größenwahn gedeutet werden.

    Und wenn die Verantwortlichen bei den Ultras diese Feuershows brauchen, um ihre Problemfälle bei Laune zu halten und die Gewalt außerhalb des Stadions nicht weiter eskalieren zu lassen, dann sollten die sich mal fragen, ob sie nicht vielleicht schlicht und einfach als ehrenamtliche Sozialarbeiter eine gefährliche Eskalationsspirale zu lange verharmlost haben.

    Hab ich das Argument richtig verstanden?: Wir wissen, daß aus unserer Gruppe einer ausscheren und gegen Auflagen verstoßen wird. Deshalb machen wir es gezielt und mal so richtig geil. Das befriedet dann wieder?

    Also in einer anderen Gruppe, die Probleme mit Nachbarn hat und die z.B. von Kündigung der Einrichtung bedroht ist, gilt dann: wir wissen, daß wir ein paar Schläger in unseren Reihen haben. Da wir also die Kündigung eh nicht verhindern können, veranstalten wir mal eine richtige Massenschlägerei? Dann bestimmen wir den Zeitpunkt unseres Umzugs wenigstens selbst? Und wenn wir uns dabei gut genug tarnen, kann auch keiner aus unserer Gruppe bestraft werden?

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  • Sie erreichen zumindest eines mit diesem Kommentar: sie stärken ihre Opposition. Sie beweisen, dass Fußball nur der Rahmen zur Selbstinszenierung ist, schließlich ist das die einzige Möglichkeit, so eine große Bühne mit gleichzeitiger medialer Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Wären sie echte Fans, stünde das Wohl des Vereins an erster Stelle. Aber offensichtlich interessiert sie der Verein einen Scheißdreck. Sie distanzieren sich selbst, jetzt ist es Aufgabe des Vereins, diese Distanz zu gestalten, den Standpunkt, sie hofieren zu müssen zu überdenken.

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    • Optimist:
      Sie beweisen, dass Fußball nur der Rahmen zur Selbstinszenierung ist…

      Also wer das bisher noch nicht begriffen hatte, der wird es auch weiterhin nicht begreifen, insofern sehe ich da keine Wirkung dieses Ultra-Pamphlets.

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    • Ah, da kommt doch noch was:

      NN-Online: Was der Club dazu beiträgt? Einem speziellen Fanclub habe man den offiziellen Status entzogen. „Sie erhalten so nun keine Auswärtstickets mehr.“

      da kann es sich ja eigentlich nur um die BDA handeln…

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      • Optimist:
        Ah, da kommt doch noch was:

        da kann es sich ja eigentlich nur um die BDA handeln…

        Und wenn das so ist, weshalb steht solch eine Info dann nicht auf der FCN-Homepage? Sondern als Nachsatz in einem NN-Artikel? Wenn es so ist, kann das doch nur heißen, daß der Verein sich sicher ist, daß die Pyroaktion von der BDA ausging? Aber die Ultras haben doch selbst geschrieben, das hätten sie verantwortungsbewußt organisiert? Man hat also herausgefunden, daß diejenigen, die z.B. die Dinger geworfen haben, Mitglieder der BDA und nicht der Ultras sind? Und die verantwortungsbewußt organisierte Bengaloaktion der Ultras wird toleriert?

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        • Beate60,

          ja, da hast Du recht. Das gehört seitens Verein vernünftig gemeldet. Das wäre auch ein Zeichen an alle, dass gehandelt wird.

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          • Optimist:
            Beate60,

            ja, da hast Du recht. Das gehört seitens Verein vernünftig gemeldet. Das wäre auch ein Zeichen an alle, dass gehandelt wird.

            Vielleicht ist die Aktion noch nicht abgeschlossen und der Verein gibt eine Meldung über die betroffenen Vereinigungen heraus, wenn alle persönlich informiert wurden.

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            • Alex: Vielleicht ist die Aktion noch nicht abgeschlossen und der Verein gibt eine Meldung über die betroffenen Vereinigungen heraus, wenn alle persönlich informiert wurden.

              oder dient diese Scheibentaktik dazu die Kritiker als Dauernörgler zu entlarven: Die regen sich auf, dabei..

              Okay kann sein. Nur dann noch mal als Kritik: dann sollen sie eben mit einer offiziellen Stellungnahme solange warten bis sie das auch kommunizieren können und nicht so ein nichtssagendes Schriftstück veröffentlichen.

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      • Optimist:
        …da kann es sich ja eigentlich nur um die BDA handeln…

        Vorsicht mit Vorverurteilungen, auch wenn dieser Schluss nahe liegt. Wie heißen die dann eigentlich als OFCN? Dann könnte man die Liste befragen, ob die noch geführt sind.
        Haben die Ultras überhaupt OFCNs angemeldet? Eigentlich widerspricht das ja ihrer eigenen Philosophie. Die einzigen, die das „Ultra“ im Namen führen, sind Würzburger.
        Andererseits könnte man ja schon die Dinge beim Namen nennen.

        Die Äußerung „die bekommen keine Auswärtskarten mehr“ ist im übrigen ja auch nicht so absolut zu verstehen. Wenn es um die OFCN-Kontingente geht, dann fragt man halt einen befreundeten Fanclub und der ordert dann mit. Geht es um Vorabkontingente für Ultras, dann sieht die Sache schon ein bisschen anders aus. Aber das würde man halt gerne wissen.
        Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig und Alex hat Recht.

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  • Claus: Der soll schön machen, hat meine Oma immer gesagt.

    …damit du ihn auch artig austrinkst, wo er doch so teuer ist/war. 🙂

    Kalter Kaffee ist leider vor allem eins: bitter!

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    • Teo

      Ich habe ihr das sowieso nie geglaubt, sag das lieber Derbfuss.
      Kaltes Bier ist mir deutlich lieber.

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  • So, UN94 haben also gegen Klabautern dazu aufgerufen, auf 15 a und b bzw. noch benachbarte Blöcke umzuziehen. Da werden sich auch einige freuen, die dort DKs haben. Wenn allerdings alle aus 7/9/11 mitmachen, wird das für den Club sogar eine lukrative Angelegenheit. Dann hätten die Ultras dem Club quasi die DFB-Strafen zurückgezahlt.

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