U19 hält mit Remis in Wehen die Klasse #FCN

Die U19 des FCN bleibt erstklassig. Die Konstellation am letzten Spieltag war komplex: Es galt neben der SpVgg Unterhaching und der SpVgg Greuther Fürth einen dritten Absteiger aus der 14er-Staffel zu ermitteln. Der Club hatte dabei mit 28 Punkten und 35:50 Toren die beste Ausgangsposition im Vergleich zu Eintracht Frankfurt (27 Punkte, 32:46 Tore) und Wehen Wiesbaden (26 Punkte, 32:47 Tore). Da er beim Konkurrenten in Wehen antrat, hatte er also auch alles selbst in der Hand, eine Niederlage hätte aber bedeutet, dass man sich darauf verlassen hätte müssen, dass Frankfurt nicht punktete.

Am Ende blieb der Club doppelt abgesichert: Frankfurt verlor beim 1. FC Heidenheim mit 2:3, obwohl es zur Pause mit 1:0 geführt hatte und der Club holte im Stadion am Halberg ein 1:1 und war somit gerettet. Besonders bitter für die Wehener: Das zweite Frankfurter Tor fiel in der 90. Minute, wodurch die Tordifferenz auf -15 sprang und die Eintracht damit Wehen (Tordifferenz: -15) auf Grund eines einzigen mehr geschossenen Tores überholte.

Der Klassenerhalt für den FCN unter Leitung von Daniel Wimmer – nicht zu verwechseln mit U17-Trainer Michael Wimmer, der in der nächsten Saison Co-Trainer von Manuel Baum beim FC Augsburg in der Bundesliga wird – schien lange Zeit unwahrscheinlich: Zu Ende der Rückrunde hatte das Team lediglich neun Punkte aus 13 Spielen geholt, hatte bereits sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Doch dank 20 Punkten in der Rückrunde, inklusive einer Siegesserie zu Beginn der Rückserie, bleibt der FCN bei den A-Junioren erstklassig.

Welche der Spieler aus der Mannschaft in die U21 aufsteigen, will der Verein zeitnah bekannt geben. Bisher waren weder Spieler noch Medien über die Planungen informiert, um die Konzentration auf den Abstiegskampf nicht zu stören. Bester Torjäger des Clubs war Edward Hinz. Der Schützling von Spielerberater Thomas Ziemer erzielte sieben Tore, obwohl er als 2000 geborener Spieler, dem jüngeren Jahrgang angehört.

8 Gedanken zu „U19 hält mit Remis in Wehen die Klasse #FCN

  • Sehr gut.
    Schätze in der Hierarchie des Unterbaus die U19 mittlerweile gleichwertig zur Zweiten ein, zumal man damit rechnen muss, dass die klassische U21 irgendwann abgemeldet wird.

    @Florian, weißt Du da schon mehr?

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    • Die Verantwortlichen betonen stets, dass es bei uns keinerlei Pläne in diese Richtung gibt, weil man der Auffassung ist, dass es viele Spieler gibt, die diese zwei zusätzlichen Jahre brauchen, um sich an den Herrenfußball zu akklimatisieren. Geyer hat sich da ja auch im Interview im Dezember klar positioniert: https://www.clubfans-united.de/2017/12/07/das-sind-alles-wunderbare-jungs-u21-trainer-reiner-geyer-im-exklusiv-interview-fcn-fcnnlz/

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    • Es ist ja auch keine klassische U21. Regeltechnisch ist das eine U23, es war eine Entscheidung des Club, sie als U21 zu führen. Durch das selbst verordnete herabgesetzte Alterslimit ist das genau das Team, das Spätentwickler nach der U19 noch brauchen. Dabei bietet sich ja trotzdem die Möglichkeit, ältere Profis, die Spielpraxis brauchen „unten“ einzusetzen. Auch in dieser Hinsicht ist die Mannschaft meines Erachtens unverzichtbar. Wenn man keine U23 hat, wo soll dann ein Spieler nach längerer Verletzung seine ersten Schritte machen und wieder Spielpraxis sammeln? Die 2. Mannschaft ist eine wichtige Unterstützung für die 1. Mannschaft und in gewisser Weise verbreitert sich dadurch auch der Kader. Vereine, die darauf verzichten, sind selbst schuld!

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  • @Florian: Gibt es einen Grund, weswegen die U19 in der Vorrunde so schwach und in der Rückrunde so stark war? Die Erklärung, dass die jungen Spieler brauchen, bis sie sich an die neue Altersklasse gewöhnt haben, müsste doch für die anderen Mannschaften auch gelten.

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    • Jein. Das kommt ein wenig auf die Zusammensetzung des Kaders an. Beim Club waren eben viele der Spieler neu, entweder weil sie aus der U17 kamen (Latteier, Hinz, Zietsch, Piwernetz, Bajic, Rosenlöcher) oder erst im Sommer nach Nürnberg gekommen waren (Manu, Mohr, Freitag, Stoßberger, Gutierrez). In dieser extremen Form, dass nur fünf oft eingesetzte Spieler (Wenzel, Schleimer, Scholz, Heinze, Zottele) auch in der Vorsaison schon U19-Bundesliga beim Club gespielt hatten, gab’s das eher selten in der Liga. Zum Vergleich, die ebenfalls ne bombastische Rückrunde (27 Punkte) spielenden Augsburger hatten elf Spieler, die auf 15 oder mehr Einsätze kamen, die schon im Vorjahr U19-BL in Augsburg gespielt haben, beim Meister Hoffenheim waren’s acht, bei Bayern neun, selbst bei Frankfurt waren’s noch sieben. Bei Fürth hat das auch durchgeschlagen, die hatten fünf Spieler, die in der Vorsaison schon U19-BL in Fürth gespielt hatten und die fünf mit den meisten Einsätzen waren alles Neuzugänge (vier aus der eigenen U17, einer aus Wehen). Also man merkt schon, dass Akklimatisierung an die Spielklasse eine große Rolle spielt. Aber eben auch das Zusammenfinden, interessant ist dabei eigentlich, dass die beste Phase kam, nachdem sich Köllners Stiefsohn Alexander Freitag das Kreuzband gerissen hatte, da kam ein Moment des „Das machen wir jetzt für ihn“ und es folgten vier Siege in Serie, eventuell war das so ein (so zynisch das klingt) „gemeinschaftsstiftendes Erlebnis“.

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      • Herzlichen Dank für die ausführliche Erklärung. Und nebenbei wissen wir jetzt auch, wer Köllners Stiefsohn ist.

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  • Einfach mal ein DANKE, für Deine unermüdliche Arbeit hier, die es ermöglicht, an gute Informationen unserer Jugend und der U21 zu kommen. Ich hoffe, Dein Vertrag hier ist auch schon verlängert worden. 😉

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