U21 verliert mit 0:5 gegen Bayreuth

Wie die Großen, so die Kleinen. Auch die U21 des FCN kassierte am Freitag fünf Gegentore. Allerdings schoss sie gegen die SpVgg Bayreuth kein einziges. Nur eine Veränderung im Vergleich zum Sieg in Ingolstadt hatte Michael Köllner vorgenommen: Dennis Lippert erhielt eine Pause für ihn rückte Jonas Carls ins Team.

Den besseren Start ins Spiel hatten eindeutig die Gäste aus der „Oldschdod“. Früh kamen die Oberfranken zu ersten Gelegenheiten. Sowohl Steffen Eder als auch Eduard Löwen, welche die Innenverteidigung des FCN bildeten, taten sich schwer ins Spiel zu finden, brachten mit ihren Stockfehlern die SpVgg in aussichtsreiche Position. Einen dieser frühen Fehler konnte Ex-Cluberer Patrick Weimar dann auch früh ausnutzen, tauchte deshalb frei vor Ramon Castellucci auf, umdribbelte diesen und traf zum 1:0. In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel, das zunächst von den Gästen mit fortlaufender Spieldauer aber auch von der U21 des FCN mit vielerlei Großchancen gewürzt wurde. Vor allem Patrick Weimar tat sich an alter Wirkungsstätte durch eine Reihe von exzellenten Möglichkeiten hervor, scheiterte aber entweder am Gebälk oder an Ramon Castellucci. Auf der anderen Seite eröffnete Abdelhamid Sabiri dem kleinen Club einige Möglichkeiten durch gezielte Pässe, allein der Ball wollte nicht so recht über die Linie. Hercher und Baumann vergaben – teilweise sogar obwohl der Torwart der Bayreuther schon geschlagen war.

Die entscheidenden Momente des Spiels folgten dann kurz nach einer halben Stunden Spielzeit. Zuerst erzielten die Gäste durch Schmitt das 2:0, wobei dem Tor wahrscheinlich ein Foul voraus ging, postwendend danach sprang Eduard Löwen auf Höhe des Mittelkreises der Ball an die Hand, was einen Konter durch Özdemir verhinderte. Schiedsrichter Huber sah darin die Verhinderung einer klaren Torchancen und schickte Löwen in die Kabine. Mit zehn Mann spielte der FCN II dennoch weiter nach vorne, kam durch Hercher und Knezevic zu weiteren Chancen. Allein das Tor wollte nicht fallen, auch Trainer Michael Köllner hatte nach dem Spiel keine Erklärung für die Ladehemmung der Offensive, gab aber zu bedenken, dass schon in Ingolstadt eigentlich weitaus mehr als nur drei Tore für den FCN hätten fallen müssen.

Kurz nach der Pause erhöhten die Gäste schnell auf 0:3, erneut hatte Castellucci im Eins gegen Eins gut ausgesehen, den Schuss von Böhnlein schön pariert, doch gegen den Nachschuss des ungestörten Dominik Schmitt hatte der FCN-Keeper dann keine Chance. Der FCN zeigte sich allerdings auch von diesem erneuten Rückschlag unbeeindruckt und kam durch Sabiri, Baumann und Ott zu weiteren guten Gelegenheiten, während auf der Gegenseite Öztürk und Weimar frei vor dem Tor an Castellucci scheiterten. Club-Trainer Köllner gab nach Abpfiff zu Protokoll, dass er selbst bei 0:3 noch an einen Punktgewinn geglaubt hatte, diese Hoffnung musste er dann fünf Minuten vor Schluss endgültig begraben als Bayreuths Özdemir zum 4:0 traf. Wieder hatte Castellucci gut ausgesehen, den allein vor ihm auftauchenden Renger auf die Grundlinie abgedrängt, doch da niemand in der Mitte Özdemir markierte, traf dieser ins dann verwaiste Tor. Mit fast gleicher Entstehung, nur ohne Abspiel kam dann auch noch Marius Strangl zu einem Torerfolg. Der gebürtige Erlanger traf mit dem Schlusspfiff zum 5:0 für die Oberfranken.

Deren Sieg war letztlich gerechtfertigt, viel aber mit 5:0 dann doch um mindestens zwei Tore zu hoch aus. Die mangelnde Chancenauswertung des kleinen Clubs kam hier ebenso zum Tragen wie die schwache Abwehrleistung einer Defensive, die natürlich durch die Umstellungen nach dem Platzverweis unter Druck stand. Dennoch betonte Michael Köllner, dass die Abwehrarbeit vor dem Spiel beim TSV 1860 München am kommenden Samstag besonders in Angriff genommen werden müsse. Der FCN II liegt trotz der Niederlage zur Zeit noch auf Platz Vier der Regionalligatabelle, elf Punkte hinter Tabellenführer Unterhaching, der in Seligenporten die ersten Punkte abgeben musste.

FCN II: Castellucci – Knipfer, Löwen, Eder, Carls – Hofmann (46. Lippert) – Knezevic (59. Ott), Hoffmann, Sabiri, Hercher (77. Krauß) – Baumann

Bayreuth: Hempfling – Horter (60. Seiter), Dengler, Weber, Jainta – Strangl, Krämer, Schmitt (81. Renger), Weimar (75. Kaymaz) – Böhnlein, Özdemir

Tore: 0:1 Weimar (6.), 0:2 Schmitt (32.), 0:3 Schmitt (47.), 0:4 Özdemir (85.), 0:5 Strangl (90.)

Gelbe Karte: / – Krämer (1)
Rote Karte: Löwen (33., Notbremse)/-
Schiedsrichter: Schultes (Wurmannsquick)
Zuschauer: 213

4 Gedanken zu „U21 verliert mit 0:5 gegen Bayreuth

  • Man könnte die erste Mannschaft des Clubs in der Regionalliga spielen lassen, dort könnten sie mithalten.

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  • Kein gutes Wochenende für den FCN. Dem Nachwuchs verzeihe ich dies allerdings lieber und einfacher.

    Wächst da mit den Bayreuthern eine Gefahr für die Club Profis heran beim künftigen Kampf um die Nr. 3 in Franken?

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  • block4,
    Die Bayreuther waren auch so ein Verein, die immer nur den guten Zeiten, als sie noch Spitze 2. Liga waren hinterhertrauerten, als sie kurz vorm Aufstieg in die 1. Liga waren. Dann begann der bittere Abstieg. Immer wieder eine Klasse tiefer. Sie sind auch unfähig, einen schlagkräftigen Sponsor zu finden.

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  • Zumindest würde ich keinen Gegner mehr unterschätzen, so klein und unbedeutend er in meinen rot-schwarzen Augen auch erscheinen mag. Mainz und Augsburg sind hervorragende Beispiele von Clubs, die in der Bedeutungslosigkeit versunken waren bzw. über Zweitliga-Mittelmaß niemals hinaus kamen. Heute haben sie den FCN komplett abgehängt, wirtschaftlich und von der Erstligazugehörigkeit her. Noch ist der Club in den deutschen Fan-Gehirnen stärker verankert, doch mit jedem Jahr Zweitligagegurke werden auch hier die ehemals Kleinen diesen Vorsprung nivellieren.

    Derzeit deutet alles darauf hin, dass wir uns bestenfalls auf einen längeren Zweitliga-Aufenthalt einstellen müssen. Bis wir uns wirtschaftlich konsolidiert haben und aus Nachwuchs- und ablösefreien Spielern eine aufstiegsfähige Mannschaft entwickelt haben, werden Jahre vergehen. Zeit, die unser Unausprechlichen Nachbarn nutzen könnten. Wirtschaftlich gesund, verbessern sie ihre Struktur und ihr Umfeld seit Jahren kontinuierlich, bauen erneut ihr Vereins eigenes reines Fußballstadion aus. Überraschen würde es mich zumindest nicht, wenn die Unkräuter den Aufstieg eher schaffen als wir 🙁

    Und dann werden im Grenzgebiet noch mehr komische Grün-Weiß-Schwarze Menschen herum laufen, wie dies im Knoblauchsland ohnehin schon der Fall ist. Fürchterlich! AB hilf!

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