Zweimal 2:1 – Erfolgreicher Freitag für den FCN

Sowohl die Profis in ihrem letzten Testspiel als auch die U21 des FCN in ihrem dritten Saisonspiel gewannen am Freitagabend ihre parallel ausgetragenen Spiele mit 2:1. Für die Profis war es der letzte Test ehe am kommenden Samstag das erste Pflichtspiel bei Dynamo Dresden ansteht. Gegner war mit dem FC Augsburg ein Bundesligist. Trainer Alois Schwartz überraschte nicht nur mit einer Abkehr vom bisher praktizierten 4-4-2, sondern auch mit einem Startelfeinsatz für Lukas Mühl. Der Youngster durfte im 4-1-4-1 den einzigen Sechser geben und machte seine Sache außerordentlich gut. Hinter Mühl spielte die „übliche“ Viererkette (Brecko-Margreitter-Bulthuis-Sepsi), vor ihm eine Viererreihe, die durchaus ungewöhnlich anmutete, da Tim Leibold über rechts kam und Neuzugang Tobias Kempe über links, zentral agierte Hanno Behrens neben Enis Alushi. Die einzige Sturmspitze gab Guido Burgstaller. Ob daraus nun Schlüsse für die Startaufstellung am kommenden Samstag gezogen werden dürfen, ist natürlich offen. Normalerweise sind solche letzten Tests aber durchaus Fingerzeige.

Zu hoffen ist allerdings, dass die erste Halbzeit nicht als Fingerzeig für die kommende Saison gilt. Arm an Höhepunkten und mit wenigen Torchancen langweilte das Spiel die meisten der 8434 Zuschauer über weite Strecke. Die Augsburger verzeichneten durch Kohr und Baier passable Chancen, tat sich insgesamt aber schwer sich durch die Defensive des FCN zu spielen, selbiges galt aber auch für die Offensive des FCN, die kaum in Erscheinung trat. Zur Pause tauschte Alois Schwartz den einen Neuzugang mit dem anderen, wechselte Tobias Kempe, der kaum in Erscheinung getreten war, aus und brachte Edgar Salli. Es entwickelte sich nach dem Seitenwechsel ein deutlich ansehnlicheres Spiel als vor dem Seitenwechsel. Die Führung erzielte dann allerdings nicht der Club, sondern der FCA. Bulthuis hatte Matavz im Strafraum gefoult, Verhaegh den fälligen Strafstoß verwandelt. Der Club antwortete nur drei Minuten später. Burgstallers Kopfball nach einer Behrens-Flanke konnte Hitz nur vor die Füße von Salli abwehren, welcher nur noch einschieben musste.

Schwartz brachte daraufhin mit Gislason für Leibold, Sylvestr für Alushi und Möhwald für Behrens neue Kräfte. Eine Viertelstunde vor Schluss setzte Lukas Mühl dann einen der Neuen, nämlich Rurik Gislason, mit einem sehenswerten Schnittstellenpass in Szene. Der Isländer wurde jedoch von Daniel Opare gefoult, so dass es erneut Elfmeter gab. Burgstaller verwandelte sicher. In der Folge hatte der Club durch Sylvestr nach Möhwald-Ecke und Gislason nach Sylvestr-Vorlage noch Gelegenheiten auf 3:1 zu stellen, nutzte diese aber ebensowenig aus wie auf der Gegenseite Finnbogason ein Missverständnis zwischen Bulthuis und Schäfer, so dass für den FCN am Ende ein 2:1-Sieg zu Buche stand und der Club die Vorbereitung ungeschlagen mit 5 Siegen und einem Remis beendete.

FCN: Schäfer – Brecko, Margreitter, Bulthuis, Sepsi – Mühl (84. Hovland) – Leibold (66. Gislason), Behrens (71. Möhwald), Alushi (66. Sylvestr), Kempe (46. Salli) – Burgstaller

FCA: Hitz – Verhaegh (62. Teigl), Gouweleeuw (62. Rieder), Janker, Stafylidis (46. Opare) – Altintop (46. Usami), Baier (74. Kacar), Kohr (46. Koo), Ji, Caiuby (62. Werner) – T. Matavz (62. Finnbogason)

Tore: 0:1 Verhaegh (60., Foulelfmeter), 1:1 Salli (63.), 2:1 Burgstaller (75., Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Robert Hartmann
Zuschauer: 8.434

Parallel zu den Profis war auch die U21 des FCN aktiv. Das Team von Michael Köllner trat beim 1. FC Schweinfurt 05, der von einigen Experten zum erweiterten Favoritenkreis in Sachen Aufstieg gezählt wird. Köllner setzte dabei erneut fast auf die selbe Startelf wie bei den beiden vorangegangen Spielen, also erneut auf ein 4-3-3 als Grundformation. Einzige Änderung im Vergleich zum Heimspiel gegen Schalding-Heining: In der Innenverteidigung wurde Steffen Eder durch Eduard Löwen ersetzt, der damit sein Debüt für die U21 gab, nachdem er bisher bei den Profis die Vorbereitung absolviert hatte.

Vor der Pause waren die Hausherren die spielerisch deutlich bessere Mannschaft schafften es aber nicht den Ball im Tor von Patrick Rakovsky, der erneut im Tor der FCN-Reserve stand, unterzubringen. Dies änderte sich auch nach der Pause nicht wesentlich, allerdings kam der FCN nun zu eigenen Torgelgenheiten. Diese nutzte er zweimal in kurzer Folge aus. Beide Male war Dominic Baumann der Torschütze. Der Kapitän der U21 kommt damit nun auf vier Tore in drei Spielen. Zwar kamen die Unterfranken durch ein Elfmetertor von Jabiri noch auf 2:1 heran, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen.

Der FCN II bleibt damit auch im dritten Saisonspiel unbesiegt und konnte nun auch den ersten Sieg einfahren. Das nächste Spiel steht am kommenden Dienstag um 18:30 Uhr im Frankenstadion gegen die SpVgg Bayern Hof. Gleich am Freitag folgt das nächste Heimspiel, diesmal um 19:00 am Valznerweiher gegen den FV Illertissen.

Schweinfurt: Schneider – Bauer, Bechmann (83. Diroll), Fery, Paul, Jelisic (68. Güthermann), Willsch, Messingschlager, Haller, Krautschneider (49. Jabiri), Görtler

FCN II: Rakovsky – Knipfer (46. Krauß), Wallner (61. Eder), Löwen, Carls – Feil, Hoffmann, Sabiri – Lippert, Özlokman (69. Ott), Baumann

Tore: 0:1 Baumann (77.), 0:2 Baumann (83.), 1:2 Jabiri (86., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Jabiri – Hoffmann, Feil, Wallner, Löwen, Eder
Schiedsrichter: Potemkin (Friesen)
Zuschauer: 2043

13 Gedanken zu „Zweimal 2:1 – Erfolgreicher Freitag für den FCN

  • Danke für den Bericht. Aber wie hast du es geschafft, an beiden Orten gleichzeitig zu sein? 🙂

    Es liest sich ein wenig so als dürften wir uns in dieser Saison weniger an Offensivaktionen erfreuen?
    Sylvestr`s Position ist etwas ungewöhnlich. Alushi hätte ich im Gegenzug weiter hinten vermutet.
    Wurde denn nur ein System gespielt? Oder gab es da Wechsel?

    Antwort
  • In der zweiten Halbzeit wurde meiner Ansicht nach ein 4-4-2 gespielt mit sylvestr(der mich sehr positiv überrascht hat) und burgstaller als Sturmspitzen. Diese deutlich offensivere Formation hat bei weitem mehr Spaß beim zuschauen bereitet als das Rasenschach in Halbzeit eins, wo burgstaller als alleinige Sturmspitze nur in der Luft hing.

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  • Ist Petrak verletzt, krank oder warum hat er nicht gespielt? Hat Schwartz ihn etwa aussortiert?

    Antwort
  • Beate60, Bilokalität ist eine der Herausforderungen im bayerischen Bildungssystem, Stichwort Lehrermangel. 😀

    Ich hätte für die letzten zwanzig Minuten ungefähr so gesehen (Darstellung etwas schwer mit Zeilen darzustellen):


    —————————Schäfer————————-
    Brecko———Margreitter———Bulthuis———–Sepsi
    —————————Mühl—————————-
    Gislason—————-Möhwald———————–Salli
    ——————————–Sylvestr——————-
    ———————Burgstaller—————————-

    Antwort
    • Florian Zenger | Clubfans United:

      —————————Schäfer————————-
      Brecko———Margreitter———Bulthuis———–Sepsi
      —————————Mühl—————————
      Gislason—————-Möhwald———————–Salli
      ——–Sylvestr—————Burgstaller————

      Die Aufstellung fände ich gar nicht so schlecht.
      Da kann Burgi die Flanken von Rurik und Eddy verwerten. Die beiden sind auf den Flügeln nicht schlecht.
      Möhwald und Leipold können sich die Position teilen, dann können beide je eine Halbzeit Vollgas geben.

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  • Nachdem ich nach dem ersten Training etwas skeptisch war, fand ich ihn im Spiel sehr belebend. Vielleicht der ideale Partner zu Burgi der seit Schöpf weg ist nur noch halb so gut war. Enttäuscht war ich von Kempen, 3-4 Ballverluste als er von FCS Spielern unter Druck gesetzt wurde. Ganz anders dagegen Aluschi.

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    • Florian Zenger | Clubfans United:
      Der war im Kader der Profis, wurde aber nicht eingewechselt – genau wie Hercher und Kammerbauer.

      Irgendwie muß Schwartz ja seine Elf finden, aber außer Mühl war das schon eine, ich sag mal, sehr konservative Aufstellung.?
      Mit unserer linken Grätsche kann ich mich dabei noch arangieren, aber auf Rechts hatte ich auf einen altersbedingten Wachwechsel gehofft. Auch schon als Zeichen Richtung Saisonbeginn.
      Aber nun warte ich mal gespannt ab, was der Samstag bringt.

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