Patrick Rakovsky

In Olpe im Sauerland geboren wuchs Rakovsky in der Heimat seiner Familie auf, in der Tschechischen Republik. Dort wurde er mit der U15 tschechischer Meister mit Dukla Prag. 2007 dann als 14-Jähriger seine Rückkehr nach Deutschland und zur Jugendabteilung des FC Schalke 04. Von dort folgten Berufungen in die deutsche U-Auswahlmannschaften von U15 bis U19. 2011 erhielt er vom 1. FC Nürnberg seinen ersten Profi-Vertrag und erlebte seine „Feuertaufe“ gleich vor der „gelben Wand“ beim amtierenden Meister Borussia Dortmund. Zwar verlor man das Spiel, Rakovsky machte aber einen souveränen Eindruck. Doch das „Seuchenjahr“ der Verletzungen, das ihm die Nominierung erst ermöglichte nach dem Ausfall von Stammkeeper Schäfer, machte auch bei ihm nicht halt: Nach nur zwei Einsätzen verletzte er sich an der Hand, eine OP wurde notwendig. Nach Genesung war auch Schäfer wieder fit.

Anekdote: In Schalker Fankreisen war man alles andere als begeistert, dass ihr Nachwuchskeeper zum Club wechselte. Als „Schuldigen“ machte man den damaligen Chef-Trainer Felix Magath aus, der angeblich keine Zeit für Vertragsgespräche mit dem Schalker Eigengewächs hatte. So ergriff Rakovsky die Chance beim Club. Besonders sympathisch: Bereits frühzeitig wechselte Rakovsky auf seiner Homepage die Fronten und blendete im Kopfbereich Fahnen und Fans des 1. FC Nürnberg ein. Damit war auch bereits vor offizieller Bekanntgabe klar, wohin die Reise gehen würde.

Ausblick: Mit 1,87 Meter ist Rakovsky zwar als Torwart nicht sonderlich groß, gilt aber davon unbenommen als Ausnahme-Talent und Typ „moderner mitspielender Keeper“. Seine Leistungen in der U23 des Clubs bestätigen die Hoffnungen, dass er in naher Zukunft Raphael Schäfer im Kasten beerben wird. Der hat zwar bis 2014 verlängert, hat aber bereits angedeutet, zu gegebener Zeit auch einem Rakovsky den Weg nicht verbauen zu wollen. Dem davor als Kronprinzen gehandelten Eigengewächs Alexander Stephan wurden dagegen eher geringe Chancen im Zweikampf mit Rakovsky eingeräumt, zudem musste dieser gesundheitsbedingt 2013 den Profi-Fußballschuh an den Nagel hängen.


Patrick Rakovsky im Pressespiegel